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140 Jahre elektrische Straßenbahn - 140 Jahre E-Mobility

Es ist kein klassisches Jubiläum. Aber es ist ein Jahrestag mit Symbolkraft in Zeiten von Klimawandel und Mobilitätswende. Vor genau 140 Jahren, am 16. Mai 1881, fuhr die erste elektrische Straßenbahn mit Fahrgästen durch das damals noch eigenständige Lichterfelde, heute ein Ortsteil Berlins. Es war nicht nur der Beginn der Ära der „Elektrischen“ in der deutschen Hauptstadt. Es war der Beginn der Ära der elektrischen Schienenbahnen zur Personenbeförderung weltweit.

Sonderfahrt mit einer historischen Straßenbahn in Berlin-Köpenick                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Gründervater dessen, was wir heute E-Mobility nennen, war der geniale Erfinder und Unternehmer Werner von Siemens. Bereits 1879 hatte er auf der Berliner Gewerbeausstellung die erste brauchbare elektrische Lokomotive der Welt präsentiert. Zwei Jahre später war er es auch, der die neue Technik buchstäblich auf die Straße und zu den Menschen brachte. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h "rauschte" seine Bahn auf der 2,5 Kilometer langen Strecke durch Groß-Lichterfelde.

 

Doch die „Elektrische“, wie die Berlinerinnen und Berliner sie bald liebevoll nannten, wurde rasch schneller. Und sie wuchs schnell, hielt Schritt mit dem rasanten Tempo der boomenden Stadt. Bereits um den Jahrhundertwechsel war das Schienennetz mehr als 400 Kilometer lang. Allein die „Große Berliner Straßenbahn“, das mit Abstand bedeutendste der unterschiedlichen, damals bestehenden Straßenbahnunternehmen, zählte im Jahr 1902 auf 71 Linien bereits 295 Millionen Fahrgastfahrten.

 

 

Triebfeder der Stadtentwicklung

 

Ihren Höhepunkt erreichte die Straßenbahn in Berlin zwischen den beiden Weltkriegen. Nach Unterlagen im BVG-Archiv wurde bereits 1918 eine Rekordzahl erzielt, die die Gesamt-BVG erst fast 100 Jahre später wieder erreichen sollte: mehr als eine Milliarde Fahrgastfahrten. Der Geschäftsbericht für das Jahr 1929 zählt wiederum beeindruckende Zahlen zu Netz und Fahrzeugpark auf. Auf mehr als 1300 Gleiskilometern fuhren 93 Linien. Fast 4000 Trieb- und Beiwagen waren in Berlin im Einsatz.

 

Diese Zahlen zeigen, wie eng verzahnt die Stadt und ihre Verkehrsmittel schon immer waren. Für Berlin war und ist die Straßenbahn auch ein Spiegelbild der Stadtgeschichte. Sie war das Verkehrsmittel für die Menschenmassen der Gründerzeit und damit eine entscheidende Triebfeder der Stadtentwicklung. Sie war Lieferwagen und Lazarett, Bauwagen und Barrikade, Alltagsgefährt und Arbeitstier. Sie hat Kriege und Krisen überstanden, die deutsche Teilung und den Fall der Mauer.

 

Schon mehrfach wurde der Straßenbahn bescheinigt, sie sei ein Auslaufmodell, veraltet und überflüssig. Im Westteil Berlins schien im Oktober 1967 ihr endgültiges Ende mit der letzten Fahrt bereits besiegelt. Doch etwa zur gleichen Zeit, oder nur wenige Jahre später, erlebte sie im anderen Teil der Stadt bereits ihren nächsten großen Aufschwung, als Rückgrat des Verkehrs bei der Entwicklung neuer Wohngebiete.

 

 

Das Netz wächst wieder

 

Rund 195 Kilometer Länge misst das Berliner Straßenbahnnetz heute. Mit deutlich wachsender Tendenz. Neue Strecken sind in Planung oder bereits im Bau. Die Straßenbahn rollt längst wieder in Richtung Westen und ist ein Verkehrsmittel der Zukunft an vielen Stellen, an denen die Stadt sich entwickelt und wächst. Im Verbund mit U-Bahnen, S-Bahnen und modernen Bussen (auch sie zunehmend mit E-Antrieb) ist sie nicht weniger als ein Garant für zeitgemäße, umweltfreundliche und komfortable Mobilität – in Berlin und übrigens auch in Metropolen weltweit.

 

Wo alles begann, am Bahnhof in Lichterfelde, erinnert heute ein kleines Denkmal an die Geburtsstunde vor 140 Jahren. Und in zehn Jahren – wenn das Jubiläum richtig rund ist – wird die „Elektrische“ bestimmt auch wieder angemessen gefeiert.

 

 

Zitate:

 

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Die Straßenbahn hat eine große Vergangenheit. Viel wichtiger aber: Sie hat eine große Zukunft. Wir dürfen auch in Zeiten von Corona nicht vergessen, dass wir eine andere, ganz große Aufgabe haben, nämlich den Wandel hin zur Klimaneutralität in der Mobilität. Dem umweltfreundlichen Nahverkehr kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Leistungsfähige, elektrische Schienenbahnen bilden dabei das Rückgrat und werden – digital vernetzt mit Bussen und individuell nutzbaren Sharingangeboten – dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft in lebenswerten Städten jederzeit und komfortabel mobil sein können.“

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Die Straßenbahn erlebt schon seit Jahren eine kaum geahnte Renaissance und das weltweit von Addis Abeba bis Rio de Janeiro. Das ist natürlich kein Zufall und auch keine Modeerscheinung, sondern entspringt der klugen Erkenntnis der Verkehrsplaner, dass die Straßenbahn ihre ganz eigenen Stärken im städtischen Verkehr hat. Sie ist bei hoher Fahrgastkapazität vergleichsweise schnell, preiswert und einfach zu bauen und sie ist – vor allem dort, wo man ihr eine eigene Trasse lässt – ein ebenso beliebtes wie komfortables und betrieblich zuverlässiges Verkehrsmittel.“

 

Rico Gast, Bereichsleiter Straßenbahn der BVG: „Die Kolleginnen und Kollegen bei der Straßenbahn sind zu Recht stolz auf ihre Geschichte. Von den Anfängen der Elektrischen bis zur neuesten Straßenbahngeneration, die wir jüngst erst bestellt haben, vereint sie die Leidenschaft und Begeisterung für ein Verkehrsmittel, dass das Bild Berlins immer mitgeprägt hat. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit unserer Straßenbahn und ihren neuen Strecken und Fahrzeugen nun auch die Zukunft unserer Stadt weiter mitgestalten können.“



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Die Geschichte der Berliner Straßenbahn
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DB stockt mit saisonalen Verbindungen Sommerfahrplan auf - Neu gehts erstmals auch im ICE ohne Umsteigen von Berlin zum Bodensee

Die Deutsche Bahn hat ihre Planungen für den Sommerfahrplan 2021 abgeschlossen. Ab Anfang Juli bietet die DB ihren Reisenden zahlreiche zusätzliche Verbindungen in beliebte Ferienregionen Deutschlands und nach Österreich an. Urlaubsziele wie Rügen, die ost- und nordfriesischen Inseln, Tirol und der Bodensee sind noch öfter, bequemer und schneller erreichbar. Zusammen mit weiteren saisonalen Verbindungen stehen damit täglich über 10.000 Sitzplätze zusätzlich in den ICE- und IC-Zügen zur Verfügung. Alle Verbindungen sind ab dem 13. Mai 2021 buchbar.

                                                                                                                                                                 Grafik: Deutsche Bahn AG

 

 

 

ICE von Berlin nach Tirol und an den Bodensee

 

Erstmals wird es am 3. Juli 2021 eine ICE-Direktverbindung von Berlin über die seit Dezember 2020 neu elektrifizierte Allgäubahn zum Bodensee und nach Vorarlberg geben. Dieser ICE verkehrt jeweils am Samstagmorgen ab Berlin in Doppeltraktion und wird in Augsburg geteilt.

 

Der Fahrplan für den ICE 1209 sieht diese Zeiten und Haltebahnhöfe vor: Berlin Gesundbrunnen ab: 6.53 - Berlin Hbf 7.11 - Berlin Südkreuz 7.19 - Halle (Saale) Hbf 8.31 - Erfurt Hbf 9.08 - Nürnberg Hbf 10.28 - Augsburg Hbf an: 11.34 / ab: 11.43 - Buchloe 12.55 - Memmingen 13.26 - Lindau-Reutin 14.44 - Bregenz an: 14.51. Von Bregenz gelangen Urlauber dann bequem per Bahn oder Bus in weitere beliebte Urlaubsregionen Vorarlbergs wie das Montafon oder den Bregenzerwald.

 

Der zweite Zugteil fährt ab Augsburg weiter über München ins Tirol mit Halten in Kufstein - Wörgl - Jenbach - Innsbruck an: 14.21 - Ötztal und Imst-Pitztal bis zum Zugendbahnhof mit der Ankunft um 15.41 in Landeck-Zams. Die Rückfahrt ist jeweils am Samstagnachmittag in Bregenz (ab: 13.09) bzw. Landeck-Zams (ab: 11.51). In Augsburg werden die beiden Zugteile wieder vereinigt und fahren zusammen weiter bis nach Berlin, die Ankuft in der Bundeshauptstadt ist für 21.15 Uhr geplant. Dieses Angebot gibt es bis zum 11. September 2021.

 

Für Reisende aus München und Umgebung bietet die DB in diesem Zusammenhang zwei zusätzliche Sommerangebote nach Tirol an, die einen Tagesausflug von acht Stunden und mehr möglich machen. Mit denselben Zwischenhalten wie bei der Verbindung aus Berlin geht’s immer samstags früh mit dem ICE 1203 um 6.15 in München los, zum ersten Frühstück erreichen die Reisenden um 8.33 Innsbruck und um 10.10 den Zugendbahnhof Landeck-Zams. Samstagabend geht es mit dem ICE 1202 um 18.24 ab Landeck-Zams - Innsbruck Hbf ab: 19.40 wieder zurück nach München Hbf mit Ankunft um 21.36 Uhr.

 

Dasselbe Samstags-Sommerangebot gilt auch für Fahrten ab München an den Bodensee, da verlässt der ICE 1217 München Hbf um 8.02 und erreicht nach Zwischenhalten in München-Pasing (8.11) - Buchloe (8.51) und Memmingen (9.20) Lindau-Reutin um 10.41. Der Gegenzug ICE 1216 verlässt Lindau-Reutin um 17.10 und kommt nach Zwischenhalten in Memmingen (18.01) und Buchloe (18.25) um 19.06 in München Hbf an.

 

 

IC von Dresden nach Rügen

 

Für Ostseeurlauber aus Sachsen fährt vom 3. Juli bis 5. September 2021 ein zusätzlicher IC immer samstags und sonntags um 9:33 Uhr ab Dresden über Berlin in das Ostseebad Binz auf Rügen. In Züssow besteht Anschluss an die Usedomer Bäderbahn und in die Kaiserbäder. Zurück geht es samstags mittags ab Binz, Ankunft in Dresden ist um 18:43 Uhr. Wer die Naturparks in der Uckermark oder im Oderbruch vorzieht: Die Züge halten u. a. auch in Eberswalde, Angermünde, Prenzlau, Pasewalk, Anklam und Greifswald sowie in Stralsund und Bergen auf Rügen.

 

 

IC von Frankfurt am Main zu den ostfriesischen Inseln

 

Urlauber aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können von Frankfurt am Main über Sieger- und Sauerland, Hamm und Münster mit dem Intercity nach Norddeich Mole fahren. Ab 3. Juli 2021 startet an drei Wochenenden im Juli und August morgens ein IC um 9:33 Uhr in Frankfurt und erreicht Emden und Norddeich Mole passend zu den Fährverbindungen nach Borkum und Norderney am späten Nachmittag. Retour geht es um 10:53 Uhr ab Norddeich Mole.

 

Die Fahrpläne im Detail:

 

Frankfurt Hbf 09:33 - Friedberg (Hess.) 10:00 - Bad Nauheim 10:05 - Wetzlar 10:28 - Dillenburg 10:54 - Siegen 11:36 - Iserlohn-Letmathe 12:41 - Schwerte (Ruhr) 12:59 - Unna 13:11 - Hamm (Westf.) 13:28 - Münster 13:53 - Rheine 14:16 - Lingen (Ems) 14:36 - Papenburg (Ems) 15:14 - Leer (Ostfriesland) 15:27 - Emden Hbf 15:46 - Norden 16:17 - Norddeich 16:26 - Norddeich Mole 16:49

 

Norddeich Mole  10:53 - Norddeich 10:56 - Norden 11:06 - Emden Hbf 11:31 - Leer (Ostfriesland) 11:50 - Papenburg (Ems) 12:01 - Lingen (Ems) 12:39 - Rheine 12:59 - Münster 13:29 - Hamm (Westf.) 13:54 - Unna 14:17 - Schwerte (Ruhr) 14:29 - Iserlohn-Letmathe 17:41  - Siegen 15:52 - Wetzlar 16:44 - Bad Nauheim 17:05 - Frankfurt (Main) Hbf 17:33 

 

 

IC von München zu den nordfriesischen Inseln

 

Urlauber aus Bayern reisen zwischen dem 17. Juli und 4. September 2021 umsteigefrei in Deutschlands hohen Norden. Jeden Samstag um 8:09 Uhr geht es in München Hauptbahnhof los. Nach Zwischenhalten u.a. in München-Pasing, Augsburg, Donauwörth, Ansbach und Würzburg, weiter über Fulda, Kassel, Hannover und Hamburg nach Heide, Niebüll und Sylt. Ankunft in Westerland ist um 18.04 Uhr. Ab Niebüll fahren Kurswagen weiter nach Dagebüll Mole, wo um 18.00 Uhr die Fähre nach Wyk (Föhr) und Wittdün (Amrum) ablegt. Fahrgäste aus Bayern, Fulda und Kassel erreichen die drei beliebten nordfriesischen Inseln damit ohne Umstieg und schneller als derzeit. In der Gegenrichtung verlässt der Zug immer samstags gegen Mittag Westerland und Dagebüll Mole und erreicht München um 22:12 Uhr.

 

 

Mehr Züge und mehr Service

 

DB-Fernverkehrschef Michael Peterson: "Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Dabei wird auch der Urlaub im eigenen Land wieder hoch im Kurs stehen. Darauf bereiten wir uns vor und bringen in diesem Sommer mehr als 330 ICE-Züge auf die Schiene, so viele wie nie zuvor.“

 

Mehr Service für Gäste des Fernverkehrs gibt es bereits ab dem Pfingstwochenende im Rahmen der behördlichen Vorgaben. Die DB serviert Speisen und Getränke wieder persönlich, in den Bordrestaurants und am Platz. In den 15 DB Lounges der großen Bahnhöfe erhalten Besucher wieder Kaffee und Kaltgetränke. Noch mehr Service und Komfort bietet die Premium-Lounge für Reisende der 1. Klasse, die Anfang Mai im Berliner Hauptbahnhof eröffnet wurde und die Gäste mit einem neuen gastronomischen Angebot verwöhnt.

 

"Sicher reisen. Gemeinsam geht das“, bleibt auch bei wachsender Nachfrage das Motto für das Reisen mit der Bahn. Weiterhin gelten die Maskenpflicht und die bekannten Sicherheits- und Abstandsregeln. Die DB setzt ihr bewährtes Hygiene- und Reinigungskonzept fort und wirbt für ein rücksichtsvolles Miteinander. Bei der Ticketbuchung können sich Kund:innen bereits im Vorfeld über die voraussichtliche Auslastung der Verbindungen informieren. Der Komfort-Check-in ermöglicht die kontaktlose Kontrolle.

 

 

Auch FlixTrain nimmt den Betrieb wieder auf

 

Der Mitbewerber FlixTrain hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass er den Betrieb ab nächster Woche wieder aufnimmt. Am 20. Mai 2021 soll der Betrieb auf der Strecke zwischen Berlin und Köln wieder beginnen. Vom 27. Mai 2021 an fährt FlixTrain demnach bis zu acht Mal am Tag zwischen Leipzig, Berlin und Hamburg. Ab Juni 2021 soll unter anderem auch der Hauptbahnhof in München angesteuert werden. Ab Mitte Juni 2021 wird zudem eine Nachtverbindung München-Berlin-Hamburg angeboten - jedoch ohne Schlaf- oder Liegewagen.

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Mit der neuen Berliner U-Bahn auf Zeitreise in die Zukunft

Berlin bekommt neue U-Bahnen. Ein virtuelles 360°-Modell lädt jetzt zum Entdecken und Erleben der zukünftigen Züge ein. In Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum und dem Hersteller Stadler wird mit Wiedereröffnung des Museums am 1. Juni 2021 auch ein lebensgroßes Modell in einer Ausstellung zu sehen sein – Seite an Seite mit einem der ältesten U-Bahnwagen Deutschlands.

Mock-Up der neuen U-Bahn im Deutschen Technikmuseum in Berlin         Foto: Malte Scherf / Deutsches Technikmuseum

 

 

 

 

Fans der Berliner U-Bahn können jetzt auf eine Zeitreise in die Zukunft gehen. In einem virtuell begehbaren 360°-Modell lassen sich schon heute die Züge von morgen erkunden. Vom Fahrgastraum durch das Multifunktionsabteil bis in die Fahrerkabine – per Maus geht es durch das Fahrzeug der Baureihe JK. Dank der hohen Auflösung lässt sich in jeden Winkel hineinzoomen. Multimediale Infopoints vermitteln in Texten, Audio- oder Video-Clips Informationen zu verschiedenen Aspekten wie Fahrgastinformation, Lichtdesign oder Barrierefreiheit.

 

 

Ab sofort ist das 360°-Modell auf der Projektseite der neuen U-Bahnfahrzeuge freigeschaltet

 

Erstellt wurde das 360°-Modell von der TeamOn GmbH. Die Grundlage bilden rund 200 Einzelaufnahmen aus einem Mock-up, einem 1:1-Modell der neuen U-Bahn-Baureihe J/JK, das die BVG im Frühjahr 2020 bei Stadler bestellt hat. Mehr als 161 Millionen Pixel sorgen für eine spektakuläre Detailschärfe.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe: „Die neuen U-Bahnen werden über Jahrzehnte das Bild unserer Stadt prägen. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Begeisterung für die neue U-Bahn-Generation mit allen Fans unserer U-Bahn teilen und alle mit diesem tollen Instrument einen lebensnahen ersten Eindruck von den mit Spannung erwarteten Fahrzeugen bekommen können.“

 

 

Mock-Up der neuen U-Bahnen steht bereits im Museum

 

Dabei ist der virtuelle Zug nur der erste Schritt. Um die Vorfreude auf die neuen Züge zu beflügeln, wird es im Deutschen Technikmuseum eine weitere Premiere geben. Sobald das Museum am 1. Juni wieder öffnet, ist das besagte Mock-up erstmals auch öffentlich zu sehen. Und es wird nicht allein sein. Das Technikmuseum schlägt in Kooperation mit der BVG im historischen Lokschuppen einen ganz großen Bogen aus den Anfängen der Berliner U-Bahn im Jahr 1902 über die Gegenwart bis in die Zukunft. Direkt neben dem Mock-up auf Gleis 15 steht der Wagen 86 der Baureihe A1 von 1908, das älteste in Deutschland erhaltene U-Bahn-Fahrzeug. Abgerundet wird die Präsentation durch einen Doppeltriebwagen der Reihe F79 von 1980, der im Freigelände des Museums gezeigt wird.

 

Der Titel der Ausstellung lautet „Von A bis J – Berliner-U-Bahnen von 1902 bis 2072“. Die U-Bahn-Baureihen werden mit fortlaufenden Buchstaben bezeichnet, nun ist Berlin bei „J“ angekommen, und die neuen Züge, die bis 2032 geliefert werden, sollen über 40 Jahre hinweg im Einsatz sein.

 

Joachim Breuninger, Vorstand der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin: „Wir freuen uns darauf, nach dem Ende des Lockdowns die Zukunft und die Vergangenheit der Berliner U-Bahn unter einem Dach präsentieren zu können. Dieses Stück Mobilitätsgeschichte einer wachsenden Metropole ist in unseren historischen Lokschuppen bestens aufgehoben. Direkt nach der coronabedingten Schließung wird das ein besonderes Highlight für unsere Besucherinnen und Besucher“.

 

 

Vom Modell bis zum fertigen Zug: Die U-Bahn aus Berlin für Berlin

 

Die ersten Fahrzeuge der neuen U-Bahnbaureihe werden voraussichtlich im vierten Quartal 2022 für Testfahrten zur Verfügung stehen. Für die BVG besteht die Möglichkeit, bis zu 1.500 Wagen der neuen Baureihe J/JK bis 2032 von der Firma Stadler in Berlin-Pankow zu beschaffen. Zum Vergleich: Derzeit verfügt die BVG insgesamt über 1.300 U-Bahn-Wagen verschiedener Baureihen.

 

Mit der Ausstellung des Mock-ups, eines Endwagens der Baureihe JK, wird das Deutsche Technikmuseum seinen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben, sich nach der schon jetzt möglichen virtuellen Erkundungstour auch einen handfesten Eindruck der neuen U-Bahnen zu machen. Der Wagenkasten des begehbaren Modells im Maßstab 1:1 wurde aus Holz gefertigt. Im Innenraum mit Sitzen, Haltestangen, Beleuchtung und einem funktionsfähigen Fahrerstand wurden weitgehend Originalteile verbaut.

 

Damit schafft das Mock-up einen authentischen Eindruck des zukünftigen Fahrzeugs und ermöglicht die Überprüfung und Verbesserung von Funktionalität, Barrierefreiheit und Ästhetik am Objekt, bevor die Produktion der ersten Fahrzeuge anläuft.

 

„Als Hersteller der Fahrzeuge legen wir sehr großen Wert darauf, gemeinsam mit unserem Kunden zu prüfen, ob unser Zug den Anforderungen und Erwartungen entspricht. Dazu gehört bei sogenannten Tailor-Made-Fahrzeugen, also Zügen, die exakt auf ein Netz zugeschnitten und eigens dafür entwickelt werden, der Bau eines Mock-ups, um die Ergebnisse der gemeinsamen Tests am Modell in den weiteren Entwicklungsprozess einfließen lassen zu können“, erklärt Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland.

 

Stadler konstruiert und baut die neuen U-Bahnen „in Berlin für Berlin“ am Unternehmens-Standort in Pankow. Die Züge wie auch das Mock-up sind damit echte Berliner. Das Innendesign wurde durch das Berliner Design-Büro Staubach erarbeitet. Seine Lösungen wurden im Mock-up durch den Berliner Modellbau-Spezialisten IFS umgesetzt.

 

Die U-Bahnen der deutschen Hauptstadt haben eine Ur-Berliner Eigenheit: Als älteste U-Bahn Deutschlands verfügt das Berliner Netz über Klein- und Großprofillinien mit jeweils eigenen Fahrzeugabmessungen. So können Kleinprofilzüge maximal 2,4 Meter breit sein, Großprofilzüge hingegen 2,65 Meter. Die Baureihen führen daher für das Kleinprofil das „K“ im Namen, heißen also „JK“, während die Großprofilzüge nur als „J“ benannt sind.

 

Diese Eigenheit der Berliner U-Bahn stellt besondere Herausforderungen an das Innendesign. Auch in den Kleinprofilzügen soll ein weiter Raumeindruck herrschen, der dem Großprofil nahekommt. Um den Innenraum zudem so barrierearm wie möglich zu gestalten, wurde die „AG Bauen und Verkehr barrierefrei“ sowie die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen bereits früh in den Entstehungsprozess eingebunden.

 

 

Baureihe A: Ein Jugendstil-Juwel

 

Von der U-Bahn der Zukunft sind es im Museum nur wenige Schritte bis weit zurück in die Geschichte. Im Jahr 1902 wurde die Berliner U-Bahn als erste in Deutschland eröffnet. Sechs Jahre später entstand der Triebwagen Nr. 86 in der ersten Baureihe, die später mit „A1“ bezeichnet wurde. Der Wagen mit seinem blechbeplankten Holzaufbau war bis 1969 im Einsatz. Nach Zwischenstationen, unter anderem als Kantinen-Getränkelager der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde, wurde er 1975 in die Liste technischer Denkmäler der DDR aufgenommen. Ehrenamtliche der Arbeitsgemeinschaft U-Bahn begannen in den 1980er Jahren mit der Restaurierung in den Zustand von 1908, die sich bis 2017 hinzog und mit dem Industriekulturpreis der Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte ausgezeichnet wurde. Das Besondere dabei: Ein Kunsttischler rekonstruierte in sorgfältiger Handarbeit die Inneneinrichtung. Deren geschwungene Jugendstilformen waren durch den schwedischen Architekten Alfred Grenander entworfen worden, der von 1902 bis 1931 Hausarchitekt der U-Bahn war und so Berlin bis heute prägt.

 

 

Baureihe F: Der West-Berliner Klassiker

 

Auch bereits historisch ist der Doppeltriebwagen 2700/2701 der Baureihe F79 von 1980, der im Freigelände des Museums gezeigt wird. Mit genau diesem Fahrzeug wurde am 1. Oktober 1980 die Linie U7 nach Spandau (bis Rohrdamm) eröffnet, deren Stationen inzwischen unter Denkmalschutz stehen. Die U-Bahn-Serien F74 bis F79 lösten in den 1970er Jahren die Vorkriegsbaureihen in West-Berlin ab. In den nächsten Jahren werden sie nun selbst von den Gleisen verschwinden. Eigens für die Ausstellung hat die Arbeitsgemeinschaft U-Bahn den Wagen 2700 wieder in den Zustand von 1980 versetzt. Die vielen kleinen Unterschiede – etwa kein Fahrgastfernsehen und fehlende Liniennummern auf den Anzeigen – verdeutlichen die Alltagsveränderungen während der letzten 40 Jahre im Spiegel des Nahverkehrs.



In einem kurzen Film stellt die BVG in Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum

die gemeinsame U-Bahn-Präsentation vor.

Den Film gibt es seit heute auf der Projektseite sowie im Youtube-Kanal des DTM.


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Stadler Rail-Aktionäre stimmen allen Anträgen des Verwaltungsrates zu

An der 30. Generalversammlung der Stadler Rail AG haben die Aktionärinnen und Aktionäre heute alle Anträge des Verwaltungsrates genehmigt. Die Aktionärinnen und Aktionäre haben Peter Spuhler als Verwaltungsratspräsident sowie alle weiteren zur Wahl stehenden Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte bestätigt. Aufgrund der vom Bundesrat verordneten Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus hatten die Aktionärinnen und Aktionäre ihre Stimmen ausschliesslich über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter abgegeben.

Der "neue und alte" Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler freut sich                                              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Aktionärinnen und Aktionäre der Stadler Rail AG stimmten an der heutigen 30. ordentlichen Generalversammlung allen Anträgen des Verwaltungsrates zu. Im Einklang mit der COVID-19-Verordnung 3 waren an der Generalversammlung 2021 vor Ort keine Aktionärinnen und Aktionäre anwesend. Entsprechend übten die Aktionärinnen und Aktionäre ihr Stimmrecht über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter aus. Dieser vertrat 72.32 Prozent der total 100'000'000 Aktien. Zudem hatten die Aktionärinnen und Aktionäre die Möglichkeit, ihre Fragen im Voraus elektronisch an den Verwaltungsrat zu senden. Der Verwaltungsrat legte grossen Wert darauf, alle eingereichten Fragen während der Generalversammlung zu beantworten. Die Antworten werden den Aktionärinnen und Aktionären schriftlich zugestellt. Die wichtigsten Fragen wurden zudem ins Protokoll der Generalversammlung aufgenommen.

 

Der Geschäftsbericht sowie die Jahresrechnung und die Konzernrechnung für das Geschäftsjahr 2020 wurden genehmigt. Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten der vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinnes von 205'925'136 Schweizer Franken zu und beschlossen eine Dividendenausschüttung von 0.85 Franken pro Namenaktie (brutto). Des Weiteren beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung.

 

Peter Spuhler wurde erneut zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt. Neben Peter Spuhler wurden zudem alle weiteren Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte für die Amtsdauer von einem Jahr in den Verwaltungsrat wiedergewählt. Dem Verwaltungsrat der Stadler Rail AG gehören Peter Spuhler, Hans-Peter Schwald, Barbara Egger-Jenzer, Dr. Christoph Franz, Fred Kindle, Doris Leuthard, Wojciech Kostrzewa und Kurt Rüegg an.

 

Die folgenden Mitglieder wurden für ein weiteres Jahr in den Vergütungsausschuss gewählt: Barbara Egger-Jenzer, Dr. Christoph Franz, Peter Spuhler. Die Aktionärinnen und Aktionäre wählten ebenfalls Hans-Peter Schwald als neues Mitglied für ein Jahr in den Vergütungssauschuss.

 

Weiter hat die Generalversammlung die Gesamtvergütung für den Verwaltungsrat und die Gesamtvergütung für die Konzernleitung für 2022 genehmigt sowie den unabhängigen Stimmrechtsvertreter und die Revisionsstelle für ein Jahr wiedergewählt. Im Sinne einer unverbindlichen Konsultativabstimmung haben die Aktionärinnen und Aktionäre zudem den Vergütungsbericht 2020 genehmigt.

 

Die Aktionärinnen und Aktionäre beschlossen zudem die Schaffung von neuem genehmigten Kapital. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, bis zum 6. Mai 2023 das Aktienkapital durch Ausgabe von höchstens 10 000 000 vollständig zu liberierenden Namenaktien von je 0.20 Schweizer Franken Nennwert im Maximalbetrag von 2'000'000 Franken zu erhöhen. Entsprechend wird Artikel 5 der Statuten angepasst.

 

Die nächste ordentliche Generalversammlung der Stadler Rail AG findet voraussichtlich am 5. Mai 2022 statt.



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Stadler fürchtet Industriespionage in Deutschland

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler befürchtet, dass seine Betriebsgeheimnisse in fremde Hände geraten könnten. Man betrachte es mit Sorge, dass die deutsche Tochtergesellschaft des russischen Konkurrenten Transmashholding (TMH) in Zukunft die Wartung der Regionalzüge für den Bahnbetreiber Go-Ahead Bayern übernehme, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber der Welt am Sonntag.  Von einem "Wirtschaftskrimi". schreibt die Augsburger Allgemeine. "Besonders kritisch sehen wir dabei, dass es sich hier um russische Wettbewerber handelt, die in den europäischen Markt drängen und so Zugang zu geschützter und dem Betriebsgeheimnis unterliegender Technologie erhalten könnten", erklärte der Sprecher.

Go-Ahead Bayern Flirt 3 im Bau bei Stadler Deutschland GmbH in Berlin Pankow                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der britische Betreiber Go-Ahead widersprach der Befürchtung, wollte die Sache aber nicht näher kommentieren. TMH wies laut der Zeitung darauf hin, dass die Zughersteller dem Betreiber für die Wartung der Züge die zugehörigen Wartungshandbücher zur Verfügung stellen müssen. Dies sei gängige Praxis in der Bahnindustrie. Ausserdem enthielten diese Dokumente "keine technischen Zeichnungen oder Ähnliches, die es erlauben, den Zug neu zu konstruieren und zu bauen“, wird eine TMH-Sprecherin zitiert.

 

Für die künftige Instandhaltung der Fahrzeugflotte baut TMH Germany derzeit für 40 Millionen Euro ein neues Servicewerk in Langweid bei Augsburg. Am 1. Februar 2021 ist das technische Team von TMH Germany zu seinem ersten Arbeitstag in Augsburg zusammengekommen. Bis zum Start von Go-Ahead auf dem E-Netz Allgäu mit den Stadler-Zügen werde das Team aus Mechatronikern und Industrieelektronikern in einem gemieteten Werk in Augsburg "umfassend in der leichten und schweren Wartung geschult, unter anderem anhand der neuen Züge, die bald in Augsburg eintreffen werden", schreibt Go-Ahead. Insgesamt sollen dort 56 Züge von Hersteller Siemens – davon 44 dreiteilige Mireo und 12 fünfteilige Desiro HC – sowie 22 vierteilige Stadler-Triebzüge des Typs Flirt 3 für das E-Netz Allgäu repariert und gewartet werden.

 

TMH Germany ist erst im Jahr 2020 gegründet worden und bietet Bahnunternehmen unabhängig davon, wer deren Rollmaterial hergestellt hat, seine Serviceleistungen an. Am 1. Dezember 2020 erhielt TMH Germany von Go-Ahead den Auftrag, während zwölf Jahren jene Flotte aus 78 elektrischen Triebzügen zu warten, die Go-Ahead schwergewichtig im Süden Bayerns einsetzen wird.

 

 

Stadler FLIRT für Go-Ahead für das E-Netz Allgäu

 

Ab Dezember 2021 wird Go-Ahead Bayern den Zugbetrieb von München über Memmingen nach Lindau im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und des baden-württembergischen Verkehrsministeriums übernehmen. Ein Jahr später kommt der Regionalverkehr rund um Augsburg mit den Strecken nach München, Ulm, Donauwörth und weiter bis Aalen und Würzburg hinzu.

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Start in den Fernverkehr und Coronapandemie prägen SOB-Geschäftsjahr 2020

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) blickt auf ein prägendes Jahr 2020 zurück. Erfolgreich verlief mit dem Treno Gottardo der Start in den Fernverkehr. Wegen der Coronapandemie sanken die Verkehrserträge und Fahrgastzahlen. Für das Geschäftsjahr 2020 weist die SOB einen Verlust von 6,4 Millionen Franken aus. Während die Coronapandemie die Südostbahn unerwartet traf, waren die Vorinvestitionen für den Eintritt in den Fernverkehr einkalkuliert.

Schweizerische Südostbahn (SOB) "Treno Gottardo" in Bellinzona                                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Im vergangenen Jahr reisten im regionalen Personenverkehr (RPV) coronabedingt weniger Fahrgäste mit der Südostbahn. Der Rückgang betrug rund 27%, von 13,66 Millionen Fahrgästen 2019 auf 9,95 Millionen. Dies schlägt sich auch in den Verkehrserträgen nieder, die gegenüber dem Vorjahr um 20,4% auf 41,8 Millionen Franken sanken (2019: 52,5 Mio.). Mit 51,3 Millionen Franken benötigte der RPV jedoch in etwa die gleichen Abgeltungen wie im Vorjahr (51,4 Millionen Franken). Dank Sparanstrengungen über das gesamte Unternehmen hinweg und mit der Auflösung von Reserven resultiert im Bereich des Regionalen Personenverkehrs ein Defizit von 2,25 Millionen Franken. Im Ergebnis bereits eingerechnet ist die beim Bund beantragte Coronadefizitdeckung in der Höhe von 2,69 Millionen Franken.

 

Thomas Küchler, Vorsitzender der SOB-Geschäftsleitung sagt mit Blick auf das Coronajahr: «Für den öV sind die Auswirkungen der Coronapandemie ein klarer Fingerzeig, dass das System schneller und grundlegender in Richtung vernetzte Mobilität und Freizeitverkehr weiterentwickelt werden muss. Denn bei unserem bisherigen Kerngeschäft, dem Pendler- und Geschäftsreiseverkehr, entsteht durch Home-Office und die kommenden Effizienzsteigerungen beim Individualverkehr massive Konkurrenz.»

 

Im Geschäftsjahr 2020 startete die Südostbahn in den Fernverkehr. Mit dem Treno Gottardo verbindet die SOB Deutschschweizer Städte mit den Tourismusregionen in den Kantonen Uri und Tessin über die Gotthard-Bergstrecke. Die Vorleistungen für den Fernverkehr generieren in den nicht abgeltungsberechtigten Sparten einen geplanten Verlust von 6 Millionen Franken, der vor allem auf Ausbildungskosten für zusätzliches Personal zurückzuführen ist. «Diese Vorinvestitionen werden in den kommenden Jahren über die mit der SBB als Inhaberin der Fernverkehrskonzession vereinbarten Zahlungen zurückgeführt», erklärt Thomas Küchler. Durch die Inbetriebnahme des Fernverkehrs erhöhte sich der Personalbestand der SOB im Geschäftsjahr 2020 von 605 auf 696 Vollzeitstellen.

 

In der Sparte «Infrastruktur» stiegen die Abgeltungen um 4,5 Millionen Franken auf 52,4 Millionen. Dies ist wie in den Vorjahren auf höhere Abschreibungen zurückzuführen. Der Geschäftsbereich weist ein positives Ergebnis von 1,84. Millionen Franken aus. Die Südostbahn konnte im vergangenen Jahr die Leistungsvereinbarung 2017-2020 für Infrastrukturprojekte erfolgreich abschliessen.

 

2021 wird die Südostbahn mit der Inbetriebnahme der zweiten Fernverkehrslinie «Aare Linth» (Bern–Olten–Zürich–Chur) einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte erreichen. Die Vorbereitungsarbeiten, wie die Rekrutierung und Ausbildung neuer Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter und die Auslieferung neuer Fahrzeuge, sind auf Kurs. Diese Investitionen aber auch die nach wie vor geltenden Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden auch das Geschäftsergebnis des Jahres 2021 prägen. «Langfristig gesehen gehen wir trotz Corona aber von einer steigenden Mobilitätsnachfrage aus», sagt Thomas Küchler. «Gerade im Freizeitbereich liegt grosses Potenzial, welches wir unbedingt für den ÖV erschliessen wollen.» Dieses Engagement treibt die Südostbahn in Zusammenarbeit mit Tourismusorganisationen weiter voran.




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ICE-Werk Nürnberg: Standortsuche geht in die nächste Phase

Die Deutsche Bahn (DB) baut ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Nürnberg und investiert dafür rund 400 Millionen Euro. Mehr als 450 Menschen werden im zehnten Werkstandort des DB-Fernverkehrs hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze finden. Die Suche möglicher Standorte für das Werk im Vorfeld der Genehmigungsverfahren hat neun mögliche Gebiete ergeben. Diese werden in den kommenden Monaten eingehend geprüft und bewertet. Die Betriebsaufnahme ist für 2028 geplant. Mittelpunkt des Werks ist eine 450 Meter lange Wartungshalle. Auf sechs Gleisen können dort pro Tag bis zu 25 ICE-Züge fit gemacht werden.

(v.l.n.r) Ronald Pofalla, Vorstand DB-Infrastruktur,  Kerstin Schreyer, Bayerische Verkehrsministerin,  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer,  Marco König, Oberbürgermeister von Nürnberg und Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand                                                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Deutsche Bahn (DB) baut ihre Fernverkehrsflotte in den kommenden Jahren deutlich aus und erhöht dafür ihre Werkstattkapazitäten. Rund 400 Millionen Euro plant die DB in ein neues ICE-Instandhaltungswerk in der Bahn-Metropole Nürnberg zu investieren. Die Suche möglicher Standorte für das Werk im Vorfeld der Genehmigungsverfahren hat neun mögliche Gebiete ergeben. Diese werden in den kommenden Monaten eingehend geprüft und bewertet. Mit dem neuen ICE-Werk entstehen 450 neue Arbeitsplätze. Das Werk wird zu den modernsten Europas gehören und zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben.

 

"Das Wachstum des Verkehrs auf der Schiene und die Einführung des Deutschlandtaktes machen einen Ausbau von Flotten und Werken erforderlich. Denn eine starke Schiene braucht zuverlässige Züge. Im neuen Werk in Nürnberg können wir bis zu 25 ICE-Züge pro Tag fit machen und zudem den wichtigen Bahnknoten in Franken stärken“, betont Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern.

 

In den letzten Monaten hat die DB die Flächensuche ausgedehnt und mögliche Standorte anhand objektiver Kriterien miteinander verglichen. Auch die Flächenplanung für das neue Werk wurde geprüft und optimiert. Der Längenbedarf für das Werksgelände konnte von rund 5,5 km auf rund 3,2 km reduziert werden. Damit ergeben sich in der Region mehr Möglichkeiten. "Wir haben rund 70 potenzielle Standorte betrachtet und werden die neun betrieblich geeigneten Flächen im nächsten Schritt detaillierter untersuchen“, erklärt DB-Projektleiter Carsten Burmeister.

 

 

Neun mögliche Standorte

 

Die Standorte Allersberg/Pyrbaum, Nürnberg-Altenfurt/Fischbach, das ehemalige Munitionslager (MUNA) Feucht sowie das Gebiet südlich der MUNA erfüllen die notwendigen Voraussetzungen. Hinzu kommen weitere mögliche Standorte bei Heilsbronn, Müncherlbach, Raitersaich, Mimberg und Ezelsdorf.

 

Für diese Standorte erstellt die DB nun die erforderlichen Gutachten für das Raumordnungsverfahren, das im November beginnt. In dem Verfahren prüft die Regierung von Mittelfranken, welche der im November verbliebenen Standorte mit den Grundsätzen der Raumordnung vereinbar sind. Nach dem Einreichen der Antragsunterlagen bei der Raumordnungsbehörde werden diese öffentlich ausgelegt.

 

Verwaltungen, Kommunen, Naturschutzorganisationen sowie die Öffentlichkeit können sich an dem Verfahren beteiligen, das mit den landesplanerischen Beurteilungen für die Flächen durch die Regierung von Mittelfranken endet.

 

 

Dialogveranstaltungen im Mai und Juni

 

Bereits vor Beginn des Raumordnungsverfahrens stellt die DB die Zwischenergebnisse öffentlich vor. Interessierte Bürger:innen finden ab dem 29. April aktualisierte Informationen auf der Projektwebsite. Ab Mai bietet die DB Bürgerdialoge zu den neun Standorten an. In den Veranstaltungen können sich Bürger:innen zum aktuellen Planungsstand informieren und mit dem DB-Projektteam sowie den Planungsbüros und Gutachtern austauschen. Interessierte Bürger:innen können sich ab dem 18. Mai 2021 auf der Projektwebsite zu den Terminen anmelden.




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Die erste und letzte Zugfahrt via San Bernardino

Mit der Einstellung des Museumsbetriebes im Dezember 2013 wurde es still im Misox. Nachdem die Bahn mittlerweile über weite Strecken abgebaut wurde und ein Museum in Grono gescheitert ist, hat der ehemalige RhB Triebwagen BDe 4/4 491 seine letzte grosse Fahrt angetreten. Der letzte Zeitzeuge des Fahrzeugparks der ehemaligen Misoxerbahn wurde in der Nacht von Dienstag 27. auf Mittwoch 28. April 2021 über die A13 von Grono nach Landquart transportiert!

Der "Misoxer" unterwegs auf der A13 via San Bernardino                                Foto: Bahnmuseum Albula / Roman Sommer

 

 

 

 

Der ehemalige Triebwagen BDe 4/4 491 der Ferrovia Mesolcinese wird in den kommenden Wochen von der RhB Hauptwerkstätte in Landquart sanft restauriert, bevor er Ende Mai 2021 nach Bergün überstellt wird. Ab Mitte Juni 2022 wird der letzte Zeitzeuge der Misoxerbahn vor dem Bahnmuseum Albula zukünftig als Grotto 491 seine Geschichte und Erinnerungen erzählen.

 

 

Der BDe 4/4 491 für die Strecke Bellinzona - Mesocco (BM) der Rhätischen Bahn RhB

 

Mit der Übernahme der BM durch die RhB im Jahr 1942 stellte man fest, dass sowohl die Infrastruktur wie auch das Rollmaterial nicht mehr den damaligen Bedürfnissen entsprach. Ein umfänglicher Restaurierungs- und Modernisierungsprozess wurde mit den knappen Finanzierungsmitteln der RhB vollzogen.

 

Die Beschaffung von sechs neuen Gleichstromtriebwagen für die Chur - Arosabahn und die allgemeine Verkehrszunahme im Misox führte dazu, dass zwei der neuen Triebwagen so ausgerüstet wurden, dass diese auch auf der Misoxerlinie verkehren konnten.

 

Zusätzlich wurde ein weiteres Fahrzeug nur für die Misoxerlinie beschafft. Da das neue Fahrzeug vorerst vorwiegend im Güterverkehr eingesetzt werden sollte, wurde nur eine begrenzte Anzahl Sitzplätze eingebaut. Dafür war das Gepäckabteil grösser. Das Fahrzeug war jedoch so vorbereitet, dass ein weiteres Personenabteil eingerichtet werden konnte.

 

Mit dem Bau des Motorwagen BDe 4/4 491 im Jahre 1958 wurden die gleichen Firmen betraut, die schon die Motorwagen-Serie ABFe 4/4 481 - 486 in Auftrag gehabt haben, d.h. die Firmen: Schweizerische Wagonsfabrik Schlieren, S.A. des Ateliers de Sécheron, Genf und A.G. Brown, Boveri & Cie., Baden.

 

Bis 2003 befand sich das Fahrzeug im Eigentum der Rhätischen Bahn und bewähre sich ausserordentlich gut. Danach ging er an die Museumsbahn Ferrovia Mesolcinese, die auf dem verbliebenen Reststück der BM zwischen Castione und Cama einen Museumsbahnbetrieb aufrecht, erhielt. Seit 2013 steht der Triebwagen abgestellt im ehemaligen Depot Grono.

 

 

Das Grotto 491 als Teil vom Modellbahnerlebnis Bergün

 

Das Modellbahnerlebnis bedeutet eine beträchtliche Erweiterung des Bahnmuseums Albula. Das grosse Grundstück westlich des Bahnmuseums ist der perfekte Standort für die Realisierung dieses zukünftigen Besuchermagnets. Im Mittelpunkt steht eine LGB Gartenbahn mit Highlights der Albula-/ Berninalinie wie zum Beispiel der Landwasserviadukt, Brücken und Tunnels der Strecke Bergün – Preda oder der Kreisviadukt Brusio im Puschlav. Durch diese Attraktionen der Rhätischen Bahn führt ein Spazierweg zu einem grosszügig angelegten Kinderspielplatz. Ausgangspunkt zum Park und kulinarisches Highlight wird das Grotto 491 im BDe 4/4 491 sein. Der Spatenstich ist auf das 10 Jahre Jubiläum des Bahnmuseums Albula im 2022 geplant.


Fotoalbum:  - Auflad des Triebwagens in Grono
                      - Überfuhr über die A13 von Grono via Mesocco - San Bernardino - Thusis nach Landquart
                      - Ablad in der RhB Hauptwerkstätte in Landquart


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Auch in Berlin ist der Vordereinstieg beim Bus ab 3. Mai wieder möglich

Bei den Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe BVG öffnet bald auch wieder die vordere Tür. Mit dem, bis auf wenige Ausnahmen, abgeschlossenen Umbau der Fahrerarbeitsplätze in den Linienbussen können Fahrgäste ab Montag, 3. Mai 2021, wieder vorne einsteigen. Um eine gute Durchlüftung der Fahrzeuge und einen Fahrgastwechsel mit möglichst viel Abstand zu gewährleisten, bleibt der Zustieg mit gültigem Ticket weiterhin auch durch die hinteren Türen möglich.

Nach dem Einbau von Trennscheiben ist der Vordereinstig beim Bus wieder möglich                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Berliner Verkehrsbetriebe hatten gleich zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 zum Schutz von Fahrpersonal und Fahrgästen den Ticketverkauf im Bus eingestellt, die erste Tür geschlossen und den Fahrerbereich zunächst provisorisch mit Folien abgetrennt. Seitdem wurden rund 1.400 Busse mit Trennscheiben für den Fahrerarbeitsplatz ausgerüstet. Die BVG investierte hierfür rund 2,1 Millionen Euro, die Vielzahl der in Berlin eingesetzten Busmodelle machten Beschaffung und Einbau der Trennscheiben sehr aufwändig.

 

Eine Untersuchung der Technischen Universität Berlin und der Charité im Auftrag der BVG hatte jüngst bestätigt, dass die neu eingebauten Trennscheiben effektiv die Ausbreitung von Aerosolen aus dem Fahrgastraum zum Fahrpersonal verhindern und dieses gut abschirmen. Hinzu kommt der positive Effekt der Maskenpflicht: Seit April 2020 müssen Fahrgäste im Berliner Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen, seit März dieses Jahres sind dabei FFP2-Masken vorgeschrieben. Die Maskendisziplin ist seit Monaten konstant hoch und liegt täglich im Bereich von 97 bis 99 Prozent.

 

Mit der Wiedereröffnung der vorderen Tür folgt die BVG dem Beispiel der meisten anderen Verkehrsunternehmen in Deutschland, die den Umbau aufgrund kleinerer und einheitlicher Flotten schneller realisieren konnten und den Vordereinstieg zum Teil bereits seit längerem wieder ermöglichen. Für einen möglichst reibungslosen Schülerverkehr und zur Entlastung einzelner Linien werden noch einige, eigentlich schon ausgemusterte Busse ohne verglasten Fahrerarbeitsplatz eingesetzt. Bei diesen Fahrzeugen bleibt die vordere Tür weiter geschlossen.

 

 

Pilotprojekt zum kontaktlosen Ticketkauf

 

Parallel dazu startet die BVG in einem Pilotprojekt den kontaktlosen Ticketverkauf im Bus. Fahrscheine gibt es dann auch wieder im Fahrzeug. Bezahlt wird mit Girokarte („EC-Karte“) und Kreditkarte oder mit Smartphone-Technologien wie Apple- oder Google-Pay. So wird ein naher und längerer Kontakt zwischen dem Fahrpersonal und den Kund*innen vermieden.

 

"Um unsere Mitarbeiter*innen und Fahrgäste zu schützen, haben wir im März 2020 sofort reagiert und den Vordereinstieg geschlossen. Das vergangene Jahr haben wir genutzt, um mit Medizinern, Wissenschaftlern und Technikern daran zu arbeiten, unseren Mitarbeiter*innen und Fahrgästen schnell wieder ein möglichst sicheres Umfeld zu schaffen. Erst jetzt, wo uns das gelungen ist, können wir guten Gewissens wieder den Vordereinstieg und ein kontaktloses Bezahlen ermöglichen. So vereinen wir zeitgemäßen Vertrieb mit flüssigem Fahrgastwechsel“, sagt Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG. "Neben der derzeit wichtigen Kontaktreduzierung, geht so der Fahrscheinerwerb an jeder Haltestelle sehr viel schneller und die Abfahrt kann zügiger erfolgen. Zur Unterstützung unseres Pilotprojekts werden wir ab Juni außerdem eine übertragbare und wiederaufladbare anonyme Guthabenkarte anbieten, die beim Ticketkauf wie eine EC- oder Kreditkarte eingesetzt werden kann. Was viele von uns schon von Reisen in andere Länder kennen, soll so auch bei uns ganz alltäglich werden und den öffentlichen Nahverkehr noch digitaler und noch attraktiver machen.“

 

Bezahlt werden die Fahrscheine im Bus kontaktlos per NFC-Technologie. Die Abkürzung steht für Near Field Communication (Nahfeldkommunikation). Diese Technik ist bereits in den allermeisten EC- und Kreditkarten integriert und an dem Symbol mit vier geschwungenen Strichen zu erkennen. Fahrgäste ohne entsprechende Karte können Tickets weiterhin am Automaten oder in den Verkaufsstellen erwerben.

 

In den vergangenen Monaten hat die BVG bereits die Anzahl der Verkaufsstellen erhöht. So gibt es über die Stadt verteilt neben den jetzt ca. 300 Agenturen noch 700 stationäre Automaten, 200 Hotels mit Ticketvertrieb und neun Kundenzentren, die Tickets im Vorverkauf anbieten. Dazu kommen drei BVG-Apps mit Ticketkauf zum sofortigen Fahrtantritt und selbstverständlich noch alle Vertriebsstellen der S-Bahn.

 

Die neue Guthabenkarte, die außer im Bus perspektivisch auch an den stationären BVG-Ticketautomaten genutzt werden kann, wird voraussichtlich ab Juni in allen BVG-Verkaufsstellen sowie im stationären Einzelhandel erhältlich sein. Eine große Gruppe derer, die womöglich keine EC- oder Kreditkarte haben, ist übrigens gar nicht betroffen: Die Berliner Schüler*innen. Sie haben ja bereits ein kostenfreies Schüler*innenticket.

 

Für die dauerhafte Einführung des kontaktlosen Vertriebs im Bus, der nun zunächst in einem Pilotprojekt umgesetzt wird, wird die BVG einen Tarifantrag bei der Tarifgenehmigungsbehörde stellen.


BVG Update vom 29. April 2021 / 19.00 h

 

 

Gemeinsam für Sicherheit

 

Nach erneuten Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretungen und mit Rücksicht auf die Besorgnis vieler Fahrer*innen bleiben die Vordertüren an den Bussen der BVG vorerst weiterhin für den Fahrgastzustieg gesperrt. Darauf einigten sich am Rande der heutigen Sitzung des BVG-Aufsichtsrates einvernehmlich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite.

 

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: "Selbstverständlich nehmen wir die Sorgen unserer Fahrer*innen sehr ernst und können die Beunruhigungen in den Zeiten der Pandemie nachvollziehen. Wir haben uns nun gemeinsam darauf verständigt, zu den bisherigen Messungen im Fahrgastraum noch eine weitere Messung zum Verlauf der Aerosole direkt an den inzwischen umgebauten Fahrerarbeitsplätzen durchführen zu lassen. Wir gehen davon aus, dass so auch die letzten Sorgen vor einer eventuellen Ansteckungsgefahr abgebaut werden können. Gemeinsames Ziel ist es, dass alle Massnahmen, die wir nun seit Beginn der Pandemie zum Schutz unserer Fahrer*innen unternommen haben, jegliche Gefährdung wirksam minimieren."

 

Die ursprünglich für den 3. Mai 2021 angekündigte Wiedereröffnung des Vordereinstiegs an den Bussen der BVG wird daher nun bis zur Auswertung der Untersuchungsergebnisse verschoben. Das gilt natürlich auch für das angekündigte Pilotprojekt zum kontaktlosen Bezahlen.

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S-Bahn TILO verbindet die Tessiner Zentren nun schneller und häufiger

Wegen coronabedingter Verzögerungen auf Baustellen verkehrten die Züge im Tessin vom 13. Dezember 2020 bis 4. April 2021 gemäss einem Zwischenfahrplan. Mit dem Abschluss der Arbeiten auf der Strecke zwischen Contone und Tenero anfangs April wurde es möglich, den definitiven Fahrplan 2021 einzuführen. Am Ostermontag, 5. April 2021 hat die SBB dann auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

Die neue Linie S90 startet in Giubiasco und fährt via Ceneri-Bergstrecke nach Lugano                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten anfangs April auf der Strecke zwischen Contone und Tenero wurde es auch im Tessin möglich, den endgültigen Fahrplan 2021 einzuführen, dieser gilt nun wie in der ganzen Schweiz bis zum 11. Dezember 2021.

 

 

Mehr Verbindungen im Tessiner Regionalverkehr

 

Mit dem definitiven Fahrplan wurden im Tessin von der SBB auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

Folgende Änderungen am Übergangsfahrplan wurden vorgenommen:

 

 

RE80:   Neue Direktverbindungen Locarno–Lugano–Chiasso

  • Die neue Linie RE80 verbindet Mailand und den Sottoceneri via Ceneri-Basistunnel direkt mit Locarno.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt auf der Strecke Locarno–Lugano–Chiasso und im Stundentakt auf der Strecke Milano Centrale–Chiasso.
  • Die Reisezeit zwischen Lugano und Locarno beträgt rund 30 Minuten.
  • Die Züge halten in Locarno, S. Antonino, Cadenazzo, Riazzino, Gordola, Tenero, Lugano, Lugano-Paradiso, Mendrisio, Chiasso, Como S. Giovanni, Como Camerlata, Seregno, Monza und Milano Centrale.
  • Die Linie RE10 ist nicht mehr in Betrieb; zwischen Bellinzona und Lugano wird sie durch die Linie S10 ersetzt.

 

 

S10:   Neue Direktverbindungen zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona

  • Die Reisezeit zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Die Linie S10 bedient die Haltestellen der Ceneri-Bergstrecke (Rivera-Bironico, Mezzovico, Taverne-Torricella, Lamone-Cadempino) nicht mehr.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt zwischen Como S. Giovanni–Chiasso–Lugano–Bellinzona bis nach Biasca. Zwischen Biasca und Lugano verkehrt ein Schnellzug im Halbstunden- anstatt im Stundentakt.
  • Während der Hauptverkehrszeiten sind Direktverbindungen zwischen Airolo und dem Sottoceneri geplant.
  • Zwischen Biasca und Mendrisio verkehren die S10 und die S50 weiterhin gemeinsam als Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

S90:   Neue Linie auf der Ceneri-Bergstrecke

  • Die Züge der neuen Linie S90 verkehren zwischen Giubiasco und Lugano via Ceneri-Bergstrecke.
  • Zwischen Lugano und Giubiasco verkehren die Züge der S90 im Halbstundentakt und bedienen die Haltestellen Lamone-Cadempino, Taverne-Torricella, Mezzovico und Rivera-Bironico.
  • Zwischen Lugano und Mendrisio verkehren die Züge der S90 im Stundentakt. Sie halten in Lugano Paradiso, Melide, Maroggia-Melano, Capolago-Riva S. Vitale und Mendrisio San Martino. 

 

 

S20:   Neue Endstation in Castione-Arbedo

 

  • Die S20 verkehrt im Halbstundentakt auf der Strecke Castione–Arbedo–Bellinzona–Locarno mit optimierten Anschlüssen an den Fernverkehr in Bellinzona.

S30:   Verbindungen im Zweistundentakt bestätigt

  • Die Verbindungen der S30 im Zweistundentakt sind bestätigt.
  • Die Anschlüsse in Cadenazzo werden in alle Richtungen optimiert: ab/nach Lugano–Chiasso, ab/nach Bellinzona und ab/nach Locarno.
  • Zwischen 9.00 und 13.00 Uhr wird die S30 durch Busse ersetzt.
  • Noch bis zum 6. Mai 2021 werden die Verbindungen der S30 infolge von umfassenden Bauarbeiten auf der Strecke durch Busse sichergestellt.

 

 

S40/S50:

  • Die Linie S40 verbindet Como S. Giovanni-Mendrisio-Varese im Stundentakt.
  • Die Linie S50 verbindet Biasca–Bellinzona–Lugano–Varese und verkehrt im Stundentakt bis zum Flughafen Malpensa.
  • Die Linien S40 und S50 ermöglichen eine Verbindung zwischen Mendrisio und Varese im Halbstundentakt.
  • Die Reisezeit nach Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Zwischen Bellinzona und Mendrisio verkehren die Züge der S50 und der S10 weiterhin gemeinsam in Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

Baustellen mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr

 

  • Noch bis zum 6. Mai 2021 ist die Strecke Cadenazzo–Luino für den Verkehr gesperrt (Infrastrukturarbeiten auf der italienischen Seite). Sämtliche Züge zwischen Cadenazzo und Luino werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom  25. und 26. April, 2. und 3. Mai, 30. und 31. Mai sowie vom 6. und 7. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Giubiasco und Bellinzona aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 10. und bis am 14. Mai 2021 fallen die letzten Züge zwischen Chiasso und Como aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom 6./7., 13./14. und 20./21. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Bellinzona und Taverne via Ceneri-Bergstrecke aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In der Nacht vom 20./21. Juni 2021 ist der Bahnhof Chiasso für den Verkehr gesperrt. Die letzten S-Bahn-Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) sowie die letzten Verbindungen zwischen Lugano–Bellinzona–Locarno fallen aus und werden durch Busse ersetzt.
  • An den Wochenenden zwischen dem 31. Juli und dem 1. August sowie zwischen dem 7. und dem 8. August 2021 fährt die S10 nur bis Castione-Arbedo anstatt bis Biasca. Die Reisenden benutzen die Linienbusse zwischen Castione und Biasca.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 6. bis am 10. September 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt.
  • Von Samstag, 9. Oktober 22.00 Uhr bis Montag, 11. Oktober 6.00 Uhr fährt die S20 nur bis Bellinzona. Die Reisenden nach Castione benutzten die S10.
  • In den beiden Nächten vom 10. bis 11. Oktober sowie vom 17. bis 18. Oktober 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Taverne und Melide aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den fünf aufeinanderfolgenden Nächten vom 24. bis am 30. Oktober 2021 fallen die Züge zwischen Locarno und Cadenazzo von 22.25 bis 4.00 Uhr aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 29. November bis am 3. Dezember 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt. 

 

 

Fernverkehr

  • Neue Abfahrtszeiten der IC-Verbindungen:  Abfahrt Lugano (xx.02 / xx.30) und Abfahrt Bellinzona (xx.18 / xx.47).

 

Mit dem Treno Gottardo ist Locarno nun umsteigefrei über die Gotthardbergstrecke aus der Deutschschweiz erreichbar. Stündlich alternierend verbindet die Schweizerische Südostbahn (SOB) Basel, Olten und Luzern respektive Zürich und Zug mit Arth-Goldau sowie den Tourismusregionen in den Kantonen Schwyz, Uri und Tessin. Wegen den coronabedingten Verzögerungen auf den Baustellen im Tessin verkehrten die Züge seit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember nur bis Bellinzona und mit 20-minütigem Aufenthalt in Airolo. Diese Wartezeit in Airolo entfällt nun; zwischen Bellinzona und Locarno hält der Treno Gottardo auch in Giubiasco, Cadenazzo und Tenero.


Fernverkehr, S-Bahn und dazu noch der Güterverkehr: In Giubiasco geht's Schlag auf Schlag...


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ÖBB Bilanz 2020: Mit ruhiger Hand durch die Krise gesteuert – Rekordinvestitionsplan bis 2026

Trotz schwieriger Umstände und grosser Herausforderungen durch die Covid-Krise ist es im Jahr 2020 gelungen, den starken Umsatzeinbruch von 700 Millionen Euro abzufedern. Durch schnelles Gegensteuern und massive Einsparungen von rund 380 Millionen Euro konnten die ÖBB mehr als die Hälfte des Umsatzentfalls selbst schultern. Dazu kam ein grundvernünftiges Eisenbahnpaket der Bundesregierung als Hilfe für den gesamten Sektor. Schlussendlich weist die Bilanz des Vorjahres für alle ÖBB-Teilkonzerne jeweils eine schwarze Null aus. Durch aktives Krisenmanagement ist dem Konzern ein ausgeglichenes Ergebnis mit einem leichten Plus (EBT knapp 59 Millionen Euro) gelungen.

Trotz wenig Fahrgästen wurde auch der Verkehr zum Flughafen Wien jederzeit aufrechterhalten      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä: „2020 war ein hartes Jahr, das natürlich auch die ÖBB enorm herausgefordert hat. Covid-19 hat uns einen Umsatzeinbruch von 700 Millionen Euro beschert. Wir haben sehr rasch mit Gegenmaßnahmen begonnen und von Beginn an konsequent durch die Krise gesteuert. Damit ist es uns gelungen, 380 Millionen Euro aus eigener Kraft einzusparen. Die Möglichkeit zur Kurzarbeit und das umsichtige Eisenbahnpaket der Bundesregierung mit rund 200 Millionen Euro – Stichwort Notvergabe auf der Weststrecke, Zusatzbestellungen und Absenkung der Schienenmaut – haben uns ermöglicht, 2020 ausgeglichen abzuschließen.

 

ÖBB-Finanzvorstand Arnold Schiefer: „Das leicht positive EBT ist vor allem im Hinblick auf die Sicherstellung der Investitionsfähigkeit des gesamten ÖBB Konzerns wichtig. Damit sichern wir uns nicht nur das Vertrauen auf den Finanzmärkten, sondern auch möglichst attraktive Finanzierungskonditionen. Immerhin tätigen wir in den kommenden Jahren bis 2026 Investitionen in Höhe von über 25 Milliarden Euro.“

 

 

Personenverkehr mit mehr als 90 Prozent minus bei Fahrgästen

 

Während der gesamten Covid-Krise haben die ÖBB die umweltfreundliche Mobilität mit Bahn und Bus in ganz Österreich aufrechterhalten. Damit war gewährleistet, dass die „SystemerhalterInnen“ sicher und rechtzeitig in die Arbeit und nach Hause kommen – die Verkäuferin, die Polizistin, der Krankenpfleger etc. 2020 haben 286,5 Millionen Fahrgäste die ÖBB-Mobilitätsdienste genutzt. Insgesamt waren dies 190 Millionen weniger als im Jahr davor. Am Höhepunkt der Krise betrug der Rückgang bei den Passagieren mehr als 90 Prozent, im Schnitt übers Jahr gesehen noch immer 40 Prozent minus. Das entspricht den Fahrgastzahlen Ende der 1980er Jahre.

 

 

Güterverkehr: Versorgung von Handel und Industrie ohne Pause gesichert

 

Die ÖBB Rail Cargo Group hat sowohl in Österreich als auch ins gesamte Europa bis nach Asien sogar am Höhepunkt der Krise jede Tonne verlässlich und sicher ans Ziel gebracht. Von Rohstoffen für die Industrie bis hin zu Pasta, Tomatensauce und Klopapier deckt die RCG das Transportspektrum ab. Das engagierte Krisenmanagement des Teams in 18 Ländern wurde im Rahmen der Kundenzufriedenheitsanalyse besonders honoriert. Gleichzeitig konnte die RCG 2020 wesentliche Akzente bei Internationalisierung und Ausbau des TransNET setzen und die Digitalisierungsinitiative mit dem GO-Live des digitalen Assistenten MIKE zum ersten Zwischenerfolg führen.

 

 

Infrastruktur: 2,6 Milliarden Euro in Erneuerung und Ausbau investiert

 

Mehr als 2,6 Milliarden Euro wurden auch im Krisenjahr 2020 in die Erneuerung und den Ausbau der Bahninfrastruktur investiert. Die rund 200 Baustellen der ÖBB-Infrastruktur waren bis auf wenige Tage auch während der Covid-Krise in vollem Betrieb - wodurch Arbeitsplätze in der gesamten Lieferkette gesichert wurden. Mit dem im Vorjahr von der Bundesregierung beschlossenen Rahmenplan 2021-2026 von 17,5 Milliarden Euro wurde außerdem das größte Investitionspaket aller Zeiten auf Schiene gebracht. Das bringt dem Wirtschaftsstandort Österreich jährlich 5 Milliarden Euro Wertschöpfung und sichert bzw. schafft pro investierter Milliarde 15.000 Arbeitsplätze.

 

„Trotz aller Widrigkeiten ist es gelungen, in allen drei Teilkonzernen, ‚schwarze Nullen‘ zu schreiben. Für diese ausgeglichenen Ergebnisse brauchte es im Krisenjahr 2020 unterschiedliche Geschwindigkeiten innerhalb des Konzerns: Im Personen- und Güterverkehr sind wir aufwandsseitig auf die Kostenbremse gestiegen, während wir beim Infrastrukturausbau weiter Gas gegeben haben. Die ÖBB haben damit einen wesentlichen Beitrag geleistet, um die österreichische Volkswirtschaft am Laufen zu halten“, erläutert Vorstandsvorsitzender Matthä die Herangehensweise beim Krisenmanagement.

 

 

Fit für die Zukunft – 25 Milliarden Euro Investitionen bis 2026 geplant

 

2021 wird für die ÖBB weiter herausfordernd bleiben. Mit zunehmender Durchimpfung der Bevölkerung und schrittweiser Rückkehr zur Normalität wollen die ÖBB wieder volle Fahrt aufnehmen und mit einem breiten Investitionsprogramm den Wirtschaftsstandort Österreich vorantreiben.

 

Für die Periode von 2021 bis 2026 liegt ein umfassender Investitionsplan mit einem Volumen von mehr als 25 Milliarden Euro vor. Ein Großteil davon – 20,6 Milliarden Euro – geht in den Ausbau der Bahninfrastruktur sowie erneuerbarer Energien. Überdies werden im Bereich Personenverkehr mit 3,4 Milliarden Euro erhebliche Mittel in die Modernisierung und Aufstockung der Zugflotte gesteckt. Nicht zuletzt wird auch in neue Nachtzüge zum Ausbau des ÖBB-Nightjet-Netzes investiert.

 

„Im Nachtzug-Segment wollen wir unsere Vorreiterrolle in Europa noch einmal deutlich ausbauen. Bereits zu Beginn des Sommers nehmen wir das bewährte Programm wieder auf – zum Beispiel nach Rom, Venedig, Mailand, Livorno. Und wir führen die neue Destination nach Amsterdam ein, zum Jahresende kommt dann endlich Paris dazu“, zählt Andreas Matthä die Destinationen des Nightjets auf.

 

 

Klimaschutzunternehmen #1 will auch bei Digitalisierung an die Spitze

 

Rund 1,5 Milliarden Euro sollen in den nächsten sechs Jahren in die Digitalisierung des Bahnsystems fließen. Durch Projekte wie die grafische Sitzplatzreservierung oder die Wegfinder-App, gekoppelt mit den ÖBB360°-Angeboten für die erste und letzte Meile, soll der Personenverkehr noch kundenfreundlicher werden. In der Infrastruktur wird an einem „digitalen Zwilling“ des ÖBB-Schienennetzes gearbeitet, um Instandhaltung und Netzauslastung effizienter und günstiger zu steuern.

 

Auch im Güterverkehr wird die Digitalisierung vorangetrieben. „Mit der End-to-End Digitalisierung wird der Güterverkehr auf der Schiene schneller und effizienter. Die Schienenlogistik wird so einfach zugänglich wie die Straßenlogistik. Da geht es direkt in die Zukunft“, führt Andreas Matthä aus. Als Arbeitgeber bleiben die ÖBB eine verlässliche Größe: bis 2025 kann pro Jahr mit 2.700 Neuaufnahmen gerechnet werden.

 

Matthä abschließend: „Durch umsichtiges Handeln der Regierung und unser eigenes, schnelles Gegensteuern mit einem konsequenten Sparkurs sind wir 2020 durchgetaucht. Die Investitionsfähigkeit und Innovationskraft der ÖBB für die Zukunft bleibt gesichert. Wir werden unsere Verantwortung als Österreichs Klimaschutzunternehmen Nr. 1 weiter wahrnehmen und bei Innovation und Digitalisierung ins Spitzenfeld der Branche ziehen.“


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Präsentation ÖBB Konzernbilanz 2020
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SBB bestellt bei Stadler weitere 60 Doppelstock-Züge

Die SBB bestellt bei Stadler für rund 1,3 Milliarden Franken 60 weitere Interregio-Doppelstockzüge. Damit schafft die SBB genügend Kapazitäten für den Angebotsausbau im Regionalverkehr und erfüllt die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes im Fernverkehr. Für die 60 Züge löst die SBB eine bestehende Option ein.

SBB Stadler KISS am Bahnhof Bern bereit als IR zur Fahrt nach Zürich HB                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit der Beschaffung der 60 Interregio-Doppelstockzüge (IR-Dosto) verstärkt die SBB die bestehende Flotte mit einem bekannten Fahrzeugtyp. 41 der Fahrzeuge tragen dazu bei, die Altflotte zu ersetzen und die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) im Fernverkehr zu erfüllen. Dieses verlangt unter anderem bis Ende 2023 hindernisfreie Einstiege in die Züge für Personen mit eingeschränkter Mobilität. 19 der Fahrzeuge werden eingesetzt, um im Regionalverkehr in den Regionen Zürich und Westschweiz Kapazitätsengpässe zu beheben, Angebotsausbauten zu ermöglichen und mehr Komfort zu schaffen. Die ersten Fahrzeuge werden ab Fahrplan 2024 eingesetzt. Die SBB ist bereits heute in Besitz von 93 IR- resp. RE-Dosto-Fahrzeugen. Für die 60 Fahrzeuge löst die SBB eine bestehende Option ein.

 

 

Veloplätze, Multifunktionsabteile und Steckdosen

 

Der IR-Dosto ist ein Triebzug und bietet auf einer Zugslänge von 150 Metern 466 Sitzplätze. Das Niederflur-Konzept erlaubt hindernisfreies Einsteigen für alle Reisenden. Die Innenausstattung entspricht dem Fernverkehrsstandard und bietet eine 2/1-Bestuhlung in der 1. Klasse. Im ganzen Zug werden Steckdosen, leicht erreichbare Veloplätze, Multifunktionsabteile mit Platz für Kinderwagen, ausreichend Toiletten und ein modernes Informationssystem angeboten. Stadler nennt den IR-Dosto «komfortablen, innovativen, spurtstarken S-Bahn-Zug» (KISS).

 

 

 

Les CFF commandent 60 trains duplex à Stadler
 
 

Les CFF commandent 60 trains duplex InterRegio supplémentaires à Stadler pour un montant de quelque 1,3 milliard de francs. Ils atteignent ainsi les capacités requises en vue du réaménagement de l'offre en trafic régional et répondent aux directives de la loi sur l'égalité pour les handicapés en trafic grandes lignes. Les véhicules sont commandés sur la base d'une option d'achat des CFF.

 

Les 60 trains duplex InterRegio (duplex IR), un type de véhicule bien connu, viendront compléter la flotte existante des CFF. 41 véhicules remplaceront l'ancienne flotte et contribueront à la mise en œuvre des prescriptions de la loi sur l'égalité pour les handicapés (LHand) en trafic grandes lignes. Cette loi exige, entre autres, que les personnes à mobilité réduite puissent accéder en toute autonomie aux trains d'ici à 2023. En outre, 19 trains permettront de remédier aux problèmes de capacités observés en trafic régional dans la région de Zurich et en Suisse romande , de réaliser des réaménagements de l'offre et d'améliorer le confort des voyageurs. Les premiers véhicules seront mis en service dès l'horaire 2024. Les CFF possèdent d'ores et déjà 93 duplex IR et duplex RE. La commande des 60 véhicules supplémentaires repose sur une option d'achat.

 

 

Places pour vélo, compartiments multifonctionnels et prises

 

Le duplex IR est une rame automotrice de 150 mètres de long qui propose 466 places assises. Le concept de plancher surbaissé permet à tous les voyageurs de monter à bord des trains sans obstacles. L'aménagement intérieur correspond au standard du trafic grandes lignes et comprend des places assises doubles et individuelles en 1re classe. L'ensemble du train est équipé de prises, de places de vélo facilement accessibles, de compartiments multifonctionnels avec un espace pour les poussettes, de toilettes en nombre suffisant et d'un système d'information moderne. Stadler décrit le duplex IR comme un «train RER rapide, confortable et innovant» (KISS).

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Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) plant einen Ridepooling-Testbetrieb

Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen verändern sich. Um diesen Veränderungen gerecht zu werden, lancieren die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) einen Ridepooling-Testbetrieb. Das Angebot ermöglicht eine für Basel neuartige, fahrplanunabhängige Form der Beförderung in Fahrgemeinschaften. Geplant ist der Start des neuen Angebots noch in diesem Jahr. Die Ausschreibung für die Bereitstellung der Software erfolgte am 7. April 2021.

Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) planen eine neue Mobilitätsform                                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen befinden sich im stetigen Wandel. Nebst der getakteten Mobilität werden die Ansprüche an die Mobilität zunehmend individueller. Dabei stehen neue Sharing-Angebote und Mobilitätsformen im Vordergrund. Um Erfahrungen mit der neuen Mobilitätsform zu gewinnen, testet die BVB in Basel-Stadt einen temporär befristeten Ridepooling-Pilotbetrieb. Der Test erfolgt im Parallelbetrieb zum bestehenden Nachtnetz, d.h. jeweils Freitag und Samstag abends/nachts, sowie ausschliesslich auf dem Kantonsgebiet Basel-Stadt.

 

«Ridepooling ist in diversen deutschen Städten bereits etabliert und wird aktuell auch in Zürich erprobt», sagt Direktor Bruno Stehrenberger. «Der Pilotbetrieb wird uns zeigen, ob Ridepooling auch in Basel Anklang findet. Es ist eine spannende und zukunftsweisende Ergänzung unseres Angebots».

 

Beim Ridepooling werden einzelne Fahrgäste mit ähnlichem Start und Ziel zu Fahrgemeinschaften gebündelt. Dabei richtet sich der Fahrgast nicht mehr nach einem vorgegebenen Fahrplan, sondern kann das Angebot individuell auf seine Bedürfnisse anpassen. Fahrgäste melden via App ihren Standort und das gewünschte Ziel innerhalb eines bestimmten Bediengebiets, ein Algorithmus berechnet die erwartete Abholzeit und die Fahrtdauer. Bei Ridepooling handelt es sich um «on-demand»-Verkehr, es wird also nur gefahren, wenn es effektiv auch Bedarf gibt.

 

 

Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)

 

Die BVB betreibt als grösste Partnerin im Tarifverbund Nordwestschweiz in Basel-Stadt und Umgebung über 182 Kilometer Tram- und Buslinien. Auf 9 Tram- und 14 Buslinien sind täglich 85 Tramkompositionen und 88 Busse im Einsatz. Seit dem Jahr 2006 wird die BVB als öffentlich-rechtliche Anstalt geführt und befindet sich zu 100 Prozent im Besitz des Kantons Basel-Stadt. 1336 BVB-Mitarbeitende sorgen 365 Tage im Jahr für einen reibungslosen Betrieb. Die BVB befördert jährlich fast 127 Millionen Fahrgäste. (Zahlen: Stand 31.12.2019)

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Bundesamt für Verkehr (BAV) beschliesst neue ERTMS-Strategie

Die Einführung von ERTMS (European Rail Traffic Management System) mit dem darin enthaltenen ETCS (European Train Control System) hat zum Ziel, europaweit einen einheitlichen Signalisierungs- und Zugbeeinflussungsstandard zu etablieren. Mit der Umsetzung der bisherigen ETCS-Strategie des BAV ist das Schweizer Normalspurnetz heute weitestgehend mit diesem Standard ausgerüstet. Die neue ERTMS-Strategie des BAV besteht aus einer Aktualisierung der ETCS-Strategie und einer Erweiterung um weitere Systeme wie die Sicherungsanlagen und den bahnspezifischen Mobilfunk GSM-R. Damit soll der Bahnverkehr noch leistungsfähiger und wirtschaftlicher gemacht und der grenzüberschreitende Verkehr weiter vereinfacht werden.

ETCS ist das europäisch standardisierte Zugbeeinflussungssystem, das auf dem schweizerischen Normalspurnetz

verwendet wird   (Veranschaulichung auf einem Nebengleis)                                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Seit der Jahrtausendwende verfolgt das Bundesamt für Verkehr (BAV) mit der ETCS-Strategie das Ziel, das schweizerische Normalspurnetz mit einem europakompatiblen und damit international durchlässigen Signalisierungs- und Zugbeeinflussungssystem auszurüsten. Seit 2018 ist das Schweizer Normalspurnetz weitestgehend interoperabel befahrbar: In- und ausländische Fahrzeuge benötigen für Fahrten auf dem Schweizer Normalspurnetz nur noch eine einzige Zugbeeinflussungsausrüstung, welche europäisch standardisiert ist.

 

Im Jahr 2020 hat das BAV eine Standortbestimmung zur ETCS-Strategie vorgenommen. Es kam zum Schluss, dass sich ETCS bewährt hat. Zugleich bestehen indes relevante Optimierungspotenziale.

 

In der Folge hat das BAV das Zielbild aktualisiert und einen entsprechenden Massnahmenplan definiert. Darin werden zusätzlich zum Zugbeeinflussungssystem die relevanten Umsysteme (Stellwerke, Leit-, Dispositions- und Funksysteme) miteinbezogen. Deshalb wird die Strategie neu als ERTMS-Strategie bezeichnet. Sie sieht einerseits vor, das Potenzial der bestehenden Systeme für eine qualitativ hochstehende Bahnproduktion auszuschöpfen. Andererseits wird kurz- bis mittelfristig ein bedarfsorientierter, aber nicht flächendeckender Weiterausbau der Führerstandsignalisierung (ETCS Level 2) angestrebt. Die flächendeckende Führerstandsignalisierung bleibt das Ziel auf lange Frist.

 

Für die Umsetzung des Massnahmenplans sind die Bahnen (Massnahmenerfüllung) und das BAV (Steuerung) verantwortlich. Das BAV stellt den Infrastrukturbetreibern über die Leistungsvereinbarungen mehrere hundert Millionen Franken zur Verfügung, um die ERTMS-Strategie umzusetzen. Die Modalitäten für die Finanzierung der erforderlichen Fahrzeugausrüstungen werden gegenwärtig durch das BAV geprüft.


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Strategie ERTMS
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RhB Bilanzmedienkonferenz: Verlustreiches 2020 für die Rhätische Bahn

Das Geschäftsjahr 2020 war auch bei der Rhätischen Bahn (RhB) stark geprägt von der Corona-Pandemie. Infolge massiv tieferer Betriebserträge und trotz frühzeitig eingeleiteter Sparmassnahmen resultiert für 2020 ein konsolidierter Gesamtverlust von 6.9 Millionen Schweizer Franken. Dies nach einem Gewinn von 7.1 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr. Ohne die COVID-19-Finanzhilfen von Bund und Kanton für den Regionalen Personenverkehr und den Autoverlad hätte der Verlust 19.9 Millionen Schweizer Franken betragen. Nur in den Sparten Güterverkehr und Infrastruktur wurden die finanziellen Ziele erreicht. Hohe Verluste der Tochtergesellschaften Glacier Express AG und Panoramic Gourmet AG führten in der Sparte Nebengeschäft zu einem hohen negativen Ergebnis.

Im Jahr 2020 erreichte der Kostendeckungsgrad im Personenverkehr der RhB mit 45.1% einen historischen Tiefstwert                                                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit gezielten Massnahmen sowie der Repriorisierung von Projekten bzw. Investitionen und dem Zurückstellen von nicht sicherheitsrelevanten und zwingenden Unterhaltsarbeiten konnten die Kosten deutlich reduziert werden. Als Reaktion auf die tiefen Frequenzen während des Shutdowns im Frühling 2020 verkehrten weniger Züge, teilweise auch ohne Zugpersonal. Die Öffnungszeiten an den Bahnhöfen wurden verkürzt. Auf Empfehlung des Bundesamts für Verkehr meldete die RhB im April Kurzarbeit von bis zu 20 Prozent an. Von Mai bis Ende Jahr erfolgte bei den Mitarbeitenden ein angeordneter konsequenter Abbau von Ferien, Mehrarbeits- und Überzeit.

 

 

Voller Einsatz unter schwierigen Bedingungen

 

Das äusserst herausfordernde 2020 war auch für die Mitarbeitenden der RhB eine grosse Belastung. Mit Inkrafttreten des ersten Shutdowns am 16. März 2020 musste auch die RhB einen Fahrplanwechsel in kürzester Zeit umsetzen und den operativen Betrieb sicherstellen. Den Mitarbeitenden gelang es, diese Herkulesaufgabe innert weniger Tage und ohne nennenswerte Probleme zu bewerkstelligen. Ebenso reibungslos konnte das System beim Lockern der Massnahmen wieder hochgefahren werden. Die ungewohnte Situation, die schnelle Entscheide und rollende Anpassungen innert kürzester Zeit verlangte, war für alle sehr herausfordernd.

 

 

Massiver Ertragseinbruch im Personenverkehr

 

Die Personenkilometer brachen um einen Drittel ein. Entsprechend sanken die Nettoerlöse aus Verkehrsleistungen in der Sparte Personenverkehr im Vergleich zum Vorjahr von CHF 98,9 Mio. auf CHF 67,9 Mio. Aufgrund der Transportpflicht konnte das Fahrplanangebot und damit die Kosten nur leicht reduziert werden. Umfangreiche Schutzmassnahmen führten zu zusätzlichen Ausgaben.

Der Kostendeckungsgrad erreichte mit 45.1% einen Tiefstwert. Dies nach dem Spitzenwert 2019 von 60.3 %.

Dank der COVID-19-Finanzhilfen von Bund und Kanton im Umfang von CHF 11,4 Mio. konnte das Spartenergebnis im Personenverkehr von brutto CHF – 18,4 Mio. auf CHF – 7,0 Mio. verbessert werden. Dies entspricht dem Wert der noch vorhandenen Reserven Art. 36 des Personenförderungsgesetzes (PBG), die damit nach der Gewinn- /Verlustverwendung 2020 vollständig aufgebraucht werden.

 

 

Starker Rückgang beim Autoverlad

 

Die Anzahl beförderter Fahrzeuge ging im Vergleich zum Vorjahr um rund 22 Prozent zurück. Der Nettoerlös fiel um 24 Prozent tiefer aus und betrug CHF 12,7 Mio. Aufgrund der beschränkten Möglichkeiten zur Kostenreduktion während der Aufrechterhaltung des Fahrplans betrug der Verlust CHF – 1,6 Mio. Dank der COVID-19-Finanzhilfe des Bundes mit einem à-fond-perdu-Betrag in gleicher Höhe ergab sich ein Spartenergebnis von Null.

 

 

Güterverkehr und Infrastruktur erreichen Ziele

 

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Güterverkehr und die Infrastruktur waren geringer als auf die anderen Sparten. Das Ergebnis in der Sparte Güterverkehr lag um CHF + 0,1 Mio. höher als im Vorjahr. Bei der Infrastruktur resultierte ein Spartenergebnis von CHF 1,8 Mio., das unmittelbar der gebundenen Reserve nach Art. 67 des Eisenbahngesetzes (EBG) zugewiesen wird. Die hohe Investitionstätigkeit zugunsten Substanzerhalt und Erneuerung der Infrastruktur konnte mehrheitlich gemäss Planung fortgeführt werden. Die Ertragsausfälle aus der Trassenpreisverrechnung wurden dank der tieferen Unterhalts- und Betriebskosten aufgefangen.

 

 

Hohe Verluste im Nebengeschäft

 

Im nicht subventionierten Nebengeschäft der RhB waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie enorm. Insgesamt resultierte ein negatives Spartenergebnis von CHF – 3,7 Mio. Die Glacier Express AG und die Panoramic Gourmet AG erlitten massive Verluste. Die Muttergesellschaften RhB und die Aktiengesellschaft Matterhorn Gotthard Bahn stellten frühzeitig notwendige Darlehen zur Verfügung. Infolge der unsicheren Wirtschaftslage und Entwicklung verbuchte die RhB die nötigen Wertberichtigungen auf den Darlehen zulasten des Jahresergebnisses 2020. Ähnliche Ertragseinbrüche verzeichneten die Segmente historische Fahrten und Bernina Express Bus.

 

 

RhB Immobilien AG mit positivem Ergebnis


Die im Juni 2020 rückwirkend auf den 1. Januar 2020 gegründete Tochtergesellschaft RhB Immobilien AG lieferte mit ihren nicht bahnbetriebsnotwendigen Immobilien einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis von rund CHF + 1,1 Mio. (exkl. Auflösung Rückstellung von CHF 27,0 Mio.).

 


Weiterhin hohe Investitionstätigkeit


Das Investitionsvolumen blieb mit CHF 415,4 Mio. hoch und hat sich gegenüber dem Vorjahr (CHF 339,4 Mio.) nochmals gesteigert. In den Substanzerhalt und den punktuellen Ausbau der Infrastruktur wurden CHF 203,5 Mio. investiert (Vorjahr CHF 255,6 Mio.). Im Verkehr und Nebengeschäft lagen die Investitionen bei CHF 211,9 Mio. (Vorjahr CHF 83,8 Mio.), hauptsächlich wegen der laufenden Beschaffung der 56 Capricorn-Triebzüge.

 


Abgeltungsvereinbarungen mit Bund und Kanton


Auf Basis der Leistungsvereinbarungen erhielt die RhB von der öffentlichen Hand Abgeltungen für ungedeckte Betriebskosten und Abschreibungen von insgesamt CHF 192,9 Mio. Davon entfielen CHF 91,2 Mio. auf die Finanzierung des Personenverkehrs, CHF 6,9 Mio. auf den Güterverkehr, CHF 1,8 Mio. auf den Autoverlad Vereina und CHF 92,9 Mio. auf die Infrastruktur (Betrieb und Abschreibungen). Darin enthalten sind auch COVID-19-Finanzhilfen à-fonds-perdu von CHF 11,4 Mio. (Personenverkehr) und CHF 1,6 Mio. (Autoverlad).

 


Solide Bilanz und enge Überwachung der Liquidität


Die flüssigen Mittel sanken, auch als Folge der deutlich tieferen Erträge und hohen Investitionen, auf rund CHF 105 Mio. Die zusätzlichen Investitionen beim Rollmaterial (Beschaffung Capricorn-Triebzüge) und in der Infrastruktur wurden durch eine 3. Anleihe von CHF 100 Mio. sowie durch Mittel der Leistungsvereinbarung finanziert. Die bedingt rückzahlbaren Darlehen des Bundes nahmen um rund CHF 155 Mio. auf CHF 1 882 Mio. zu.

 


Zukunftsaussichten


Die Entwicklung bleibt aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor unsicher. Eine zuverlässige Einschätzung der finanziellen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2021 ist nicht möglich. Die RhB kann jedoch weiterhin auf die spürbare Unterstützung des Kantons Graubünden und des Bundes zählen. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der RhB sind zuversichtlich, dass sich der langfristige Wachstumstrend im ÖV, gerade im Personenverkehr, in den nächsten Jahren, vielleicht etwas abgeschwächt aber doch fortsetzen wird. Die RhB ist gut aufgestellt und in verschiedenen Sparten tätig und solid unterwegs. Die Modernisierung wird weiter vorangetrieben. Dennoch ist höchste Aufmerksamkeit auf allen Ebenen nötig.


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Rhätische Bahn AG - Auszug Geschäftsbericht 2020
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WESTbahn und ÖBB: Gemeinsamer Fahrplan bis 4. Juli 2021 verlängert

Das Klimaschutz-Ministerium hat die bestehende Notvergabe an WESTbahn und ÖBB für die Strecke Wien – Salzburg um weitere drei Monate bis zum 4. Juli 2021 verlängert.  Auf der Weststrecke bleibt es bis dann beim schon bekannten Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

Die gegenseitige Ticketanerkennung ÖBB/WESTbahn bleibt bis 7. Oktober 2020 bestehen                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Um den öffentlichen Verkehr auf der Schiene verlässlich als Grundversorgung aufrecht zu erhalten und ihn trotz der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie als Rückgrat der Mobilität zu stärken, hatte sich das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) Mitte April dazu entschieden, eine Notvergabe für die Strecke Wien - Salzburg zu machen. Seit dem 20. April 2020 betreiben ÖBB und WESTbahn die Verbindung gemeinsam und die Tickets werden gegenseitig anerkannt. Diese Regelung wurde nun für drei weitere Monat bis zum 4. Juli 2021 verlängert.

 

Auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg bleibt es daher beim Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

 

Achtung: Sparschiene-Tickets sind zuggebundene Tickets und gelten deshalb nur in dem konkret gewählten Zug.

 

Erworbene Tickets – egal ob von ÖBB oder WESTbahn ausgestellt – werden für diesen Zeitraum in allen WESTbahn-Zügen sowie Fernverkehrszügen (Railjet, Railjet Express, ICE) der ÖBB akzeptiert. Ausnahme: Zugpaar IC 94/95. WESTbahn-Tickets können auch in den ÖBB CityjetExpress Zügen (CJX) von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt sowie in der S80 zwischen Wien Hütteldorf und Wien Meidling genutzt werden.

 

 

Für Reisende bleiben die schon bekannten Änderungen somit bis zum 4. Juli 2021 aufrecht:

  • Die WESTbahn fährt wie bisher zur Minute 42 von Wien Westbahnhof ab. Von dort geht es mit Zwischenhalten in Wien Meidling, Tullnerfeld, St. Pölten, Amstetten, St. Valentin, Linz, Wels, Attnang-Puchheim, Vöcklabruck und Neumarkt-Köstendorf nach Salzburg Hauptbahnhof.
  • Die Halte Tullnerfeld, St. Valentin und Neumarkt-Köstendorf werden somit zusätzlich bedient, Wien Hütteldorf entfällt als Halt.
  • Die Fahrzeit der Züge von Wien Westbahnhof nach Salzburg verlängert sich durch die geänderte Strecke sowie die zusätzlichen Halte auf 3 Stunden 6 Minuten, von Wien Meidling nach Salzburg beträgt die Fahrzeit 2 Stunden und 48 Minuten.
  • In den Zügen der WESTbahn werden während der Notvergabe alle gültigen Tickets des VOR, OÖVV und SVV akzeptiert.
  • Die wechselseitige Ticketanerkenntnis nicht zuggebundener Tickets von WESTbahn und ÖBB wird ebenfalls fortgesetzt. Sie können Ihr WESTbahn-Ticket somit auch in den Fernverkehrszügen der ÖBB (Railjet, Railjet Xpress, ICE) und in den ÖBB Cityjet Xpress Zügen von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt verwenden.
  • WESTbahn SommerHit Tickets können während der jeweiligen Gültigkeit ebenfalls in den oben genannten Zügen der ÖBB verwendet werden.
  • Bitte beachten Sie, dass Aktionstarife für die Strecke Wien – Salzburg während der Notvergabe bei keinem der beiden Unternehmen erhältlich sind bzw. nur wechselweise genutzt werden können, wenn diese nicht zuggebunden sind.
  • Durch einen gemeinsamen Fahrplan von WESTbahn und ÖBB wird ein Stundentakt zwischen Wien Meidling und Salzburg Hauptbahnhof gewährleistet, zusätzlich verdichtet durch weitere stündliche Verbindungen der ÖBB.
  • Alle Informationen und den aktuellen Fahrplan finden Sie hier.

 

Bitte tragen Sie weiterhin während der gesamten Zugfahrt eine FFP2-Maske. Kinder von 6-14 Jahren können alternativ einen Mund-Nasen-Schutz verwenden.

 

Die ÖBB begrüssen die Verlängerung der Notvergabe für die Weststrecke durch das Klimaschutzministerium bis Anfang Juli. Die ÖBB haben sich seit Beginn der Pandemie als verlässlicher Partner im öffentlichen Verkehr erwiesen. Wir sind und waren für die Menschen und die Wirtschaft da und setzen in der anhaltenden Covid-Krise und wiederkehrenden Lockdowns unser Angebot fort. Trotz teils stark rückläufiger Fahrgastzahlen galt und gilt es weiterhin die vielen Menschen, die unser aller Leben am Laufen halten, gut ans Ziel zu bringen: etwa PflegerInnen, medizinisches Personal, LebensmittelverkäuferInnen, PolizistInnen etc.

 

"Mit der Verlängerung der Notvergabe bis Anfang Juli können wir für unsere Pendlerinnen und Pendler auch in den kommenden Monaten das engmaschige Angebot mit garantierten Anschlüssen aufrechterhalten. Die bestehenden Verbindungen sind die Basis, um im Sommer wieder mit noch mehr klimafreundlicher Mobilität durchstarten zu können“, betont ÖBB CEO Andreas Matthä.

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BLS modernisiert den Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh für rund 26 Millionen Franken

Die BLS modernisiert in den nächsten zwei Jahren den Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh und investiert dafür rund 26 Millionen Franken. Sie investiert in einen zeitgemässen Bahnhof und gestaltet dabei die Bahnanlagen komplett um. Die Bauarbeiten für bequemere Zugänge zur Bahn sowie die Modernisierung der Gleis- und Bahntechnikanlagen starten in diesen Tagen mit dem Bau eines neuen Technikgebäudes. Zusammen mit der Gemeinde will die BLS das Bahnhofareal sowie das Bahnhofsumfeld aufwerten und neu beleben. Das alte Bahnhofsgebäude und der Güterschuppen weichen einem grosszügigen Bahnhofvorplatz und einer neuen Personenunterführung.

Die BLS erhöht am Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh den Kundenkomfort                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Gemeinde und die BLS wollen den Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh neu beleben und zu einem Begegnungsort umgestalten. Dank höheren und längeren Perrons können Reisende künftig ebenerdig ein- und aussteigen. Die Perrons werden überdacht und durch eine neue Personenunterführung verbunden. Das alte Bahnhofsgebäude und der Güterschuppen werden zurückgebaut. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde entstehen ein neuer, grösserer Bahnhofplatz und eine öffentliche WC-Anlage.

 

Die Hauptarbeiten starten im April 2021 mit dem Bau eines neuen Technikgebäudes, in dem die Sicherungsanlagen untergebracht werden. Ab November 2021 baut die BLS die Gebäude zurück. Im Sommer 2022 wird die Strecke für einen Monat gesperrt, um die Gleisanlagen und die Fahrleitungen zu ersetzen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2023 abgeschlossen. Ab 2024 entsteht am Bahnhof eine neue Überbauung mit ungefähr 20 bis 30 Wohnungen und Platz für Geschäfte und Dienstleistungen im Erdgeschoss. Die BLS kann so das Bahnhofsumfeld beleben und zu einer neuen Begegnungszone umgestalten.

 

 

Verkaufsstelle schliesst Ende Oktober 2021

 

Heute ist der Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh durch BLS-Fahrdienstpersonal vor Ort besetzt. Diese Mitarbeitenden stellen die Weichen und Signale und verkaufen zudem Billette. Mit der Modernisierung des Bahnhofs können die Sicherungsanlagen künftig ferngesteuert werden. Dies macht den Betrieb effizienter, hat aber auch Auswirkungen auf das Personal. Weil kein Fahrdienstpersonal mehr notwendig ist, fallen auch die Synergien mit dem Billetverkauf weg. Deshalb schliesst die Verkaufsstelle Ende Oktober 2021. Die BLS hält aber an einem dichten Netz von Reisezentren fest, wo sie weiterhin umfassende und persönliche Beratung anbietet. Billette sind zusätzlich auf der App BLS Mobil erhältlich.

 

Eckdaten

  • Baubeginn Bahnhof: Mitte 2021
  • Inbetriebnahme Bahnhof: Ende 2022
  • Baubeginn Neubauprojekt Bahnhofsumfeld: ab 2024
  • Kosten: Die BLS investiert rund 26 Millionen Franken in den Bahnhof (exkl. Bahnhofsumfeld)

 

 

Was das Projekt beinhaltet

  • Anpassungen des Bahnhofs Kirchberg-Alchenflüh an die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG), welches den diskriminierungsfreien Zugang zum ÖV vorschreibt. Bahninfrastruktur und Züge müssen bis Ende 2023 angepasst sein.
  • Neubau einer neuen Unterführung und eines neuen Technikgebäudes
  • Neubau eines Kiosks sowie einer WC-Anlage nach Rückbau des bestehenden Bahnhofgebäudes und des Güterschuppens
  • Neugestaltung des Bahnhofplatzes in Zusammenarbeit mit der Gemeinde
  • Es entstehen weitere Park-and-ride- und Veloparkplätze sowie eine Ladestation für Elektroautos
  • Modernisierung der Gleis- und Bahntechnikanlage
  • Fernsteuerung sämtlicher Weichen und Sicherungsanlagen wie Signale. Damit kann die BLS den Bahnbetrieb effizienter und sicherer gestalten und bei Störungen den Zugverkehr schneller regulieren. Bis anhin mussten die Weichen in Kirchberg-Alchenflüh noch vor Ort gestellt werden.



                                                                Foto: Marcel Manhart

                                                                    Visualisierung: BLS



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Letzter Betriebstag und Abschied vom 750mm-spurigen Waldenburgerli

Heute ist der letzte Betriebstag auf der durch die Baselland Transport AG (BLT) betriebenen 750mm-spurigen Waldenburgerbahn (WB). Die Bahnlinie im Waldenburgertal wird von den Gleisen über das Rollmaterial bis zu den Haltestellen und dem Bahnhof in Waldenburg bis 2022 voll­ständig erneuert. Mit seiner Spurweite ist das Waldenburgerli ein Exot; als einzige Schweizer Bahn im Personenverkehr fährt sie auf einer Spurweite von 750 Millimetern. Im Rahmen der umfassenden Erneuerung wird die Bahn auf 1000 Millimeter umgespurt. Auf dieser Meterspur werden dann ab Dezember 2022 neue Stadler Tramlink Niederflurzüge unterwegs sein. Von Osterdienstag, 6. April 2021, bis Samstag, 10. Dezember 2022, ist die gesamte Strecke der Waldenburger­bahn von Liestal bis Waldenburg vollständig gesperrt und es verkehren Bahnersatzbusse.

Waldenburgerbahn am Bahnhof Liestal auf Abschiedsfahrt                                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Das ursprünglich zuständige Verkehrsunternehmen der Bahnlinie im Waldenburgertal, die Waldenburgerbahn (WB), wurde im Juni 2016 in die Baselland Transport AG (BLT) integriert und fährt als Linie 19. Als einzige Schweizer Bahn im Personenverkehr war sie bis zum heutigen Tag auf einer Spurweite von 750 Millimetern unterwegs. Von den Gleisen (neu Meterspur) über das Rollmaterial bis zu den Haltestellen und dem Bahnhof in Waldenburg wird bis 2022 alles voll­ständig erneuert.

 

 

Buslinie 19 als Bahnersatz

 

Von Osterdienstag, 6. April 2021, bis Samstag, 10. Dezember 2022, ist die gesamte Strecke der Waldenburger­bahn von Liestal bis Waldenburg vollständig gesperrt und es verkehren moderne Gelenkbusse als Bahnersatz. Die Reisezeit mit dem Bus von Waldenburg nach Liestal verlängert sich in den Hauptverkehrs­zeiten um maximal zehn Minuten gegenüber der Fahrt mit der WB, ab Hölstein um sechs Minu­ten.

 

 

Bisherige Flotte wird in die Slowakei verkauft

 

Die 750mm-spurige Waldenburgerbahn wird auf den Betrieb mit meterspurigen Niederflur-Strassenbahnen umgestellt. Die Baselland Transport AG (BLT) hat dazu 10 siebenteilige Tramlink Fahrzeuge bestellt, die bei Stadler in Valencia gebaut werden. Die ersten Fahrzeuge werden im Sommer 2022 geliefert. Die bisherigen rot-weissen (zwar Kult-) Züge sind mit Baujahr ab 1985 nicht attraktiv genug für's Museum und werden an das slowakische Unternehmen Čiernohronská železnica n.o. (ČHŽ) verkauft. Es handelt sich dabei um sieben vierachsige Triebwagen vom Typ BDe 4/4 und zehn zugehörige Steuerwagen der Baujahre 1985-93, die zusammen 80'000 Schweizer Franken abgegeben werden. Der Vertrag wurde am 3.April 2020 unterzeichnet, alle Infos zum Projekt werden laufend ergänzt unter www.chez.sk.

 

 

 

Ausbau Bahnhof  Liestal

 

Seit 2019 baut die SBB den Bahnhof Liestal auf vier Spuren aus. Gleichzeitig wird das Perron der Waldenburgerbahn erneuert und aufgewertet. Ausgebaut werden die Perron- und Gleisanlagen im Bahnhof Liestal inklusive Zufahrten. Damit sollen Zug­kreuzungs­konflikte entschärft und der pünktliche und störung­sfreie Bahn­verkehr optimiert werden.

 

Situation heute: Der Güterzug und der S-Bahn-Zug müssen warten, bis der Schnellzug das Gleisfeld durchfahren hat und die Gleise freigibt. Für zusätzliche S-Bahn-Züge zwischen Basel und Liestal fehlt im Bahnhof die Kapazität.

Situation künftig: Dank dem Vierspurausbau bieten sich mehr Optionen, um die Züge aneinander vorbei zu lenken. Das Wendegleis schafft im Bahnhof die Kapazität für einen stabilen S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal.

Der «Vierspurausbau Liestal» alleine erlaubt keine Verdichtung des Angebotes. Das zusätzliche Hauptgleis sorgt jedoch für deutlich weniger Kreuzungskonflikte. Die zusätzlichen Perronkanten, an welchen die Züge halten können, ermöglichen künftig zudem mehr Flexibilität bei der Steuerung des Zugverkehrs. Beides erlaubt einen pünktlicheren und störungsfreieren Bahnverkehr im Fern-, Regional- und Güterverkehr. Der Vierspurausbau ist ausserdem eine der Grundvoraussetzungen für einen späteren Angebotsausbau zwischen Olten und Basel.

 

Mit dem Ausbau der Perronanlagen und der Unterführungen entspricht die SBB der stetig wachsenden Zahl der Reisenden. Je schneller und komfortabler die Reisenden zu den Zügen gelangen, desto pünktlicher können die Züge losfahren. Der Bahnhof Liestal sichert sich damit die Rolle einer kundenfreundlichen und leistungsstarken ÖV-Drehscheibe.

 

 

Vierspurausbau Liestal inkl. neuem Perron für die Linie 19

 

Mit dem Start des Vierspurausbaus im Bahnhof Liestal wurde Ende Juni 2019 die erste Bauphase des Projekts zur Erneuerung der Waldenburgerbahn eingeläutet. Die Arbeiten an den bahnhofnahen Anlagen der Waldenburgerbahn (WB) nimmt die SBB 2022 vor, dabei wird das Perron der Waldenburgerbahn, Linie 19, erneuert und aufgewertet. Im Norden des Bahnhofareals wird ein neues Wendegleis für S-Bahn-Züge gebaut, eine wichtige Voraussetzung für den S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal.


In der nördlichen Einfahrt des Bahnhofs Liestal vereinen sich zwei Doppelspurstrecken auf eine: Die Stammlinie Basel–Frenkendorf–Olten und die Neubaustrecke via Adlertunnel. Dadurch überschneiden sich die Fahrwege der Züge, es kommt zu sogenannten Kreuzungskonflikten. Hat beispielsweise ein Schnellzug aus Basel Verspätung, müssen die bis dahin pünktliche Züge von Olten in Richtung Frenkendorf abwarten, bis der verspätete Zug das Gleisfeld durchfahren hat. Das schränkt die Kapazität ein und sorgt bei Unregelmässigkeiten im dicht verwobenen Fahrplan für zusätzliche Verspätungsminuten.

 

 

Um die Kreuzungskonflikte zu beheben und gleichzeitig die Perronanlagen nachfragegerecht auszubauen, umfasst das Projekt Vierspurausbau Liestal folgende Massnahmen:  

  • Erweiterung der Gleisanlage: Ausbau des Bahnhofs inklusive nördliche und südliche Einfahrt auf durchgehend vier Spuren
  • Bedingt durch die Verbreiterung des Gleisfeldes:
    • Verschiebung Oristal-, Sichtern- und Gartenstrasse im Bahnhofbereich
    • Abbruch von SBB-eigenen Liegenschaften im Bahnhofbereich
    • Anpassungen an mehreren Über- und Unterführungen im Bereich zwischen Altmarkt und Schauenburgerstrasse
    • Anpassungen an Böschungen, Stützmauern und Lärmschutzwänden zwischen Altmarkt und Schauenburgerstrasse
  • Bau eines zusätzlichen 420 Meter langen Mittelperrons
  • seitliche Verschiebung beziehungsweise Neubau des Perrons zwischen SBB und Waldenburgerbahn sowie der Gleisanlagen der Waldenburgerbahn
  • Abbruch der bestehenden beiden Personenunterführungen und Bau von zwei neuen, grosszügigeren und behindertengerechten Personenunterführungen an neuer Lage, beide mit direkten Quartierzugängen zur Oristal- respektive Sichternstrasse
  • Abbruch der bestehenden Passerelle beim Bahnübergang Schwieri und Bau einer neuen Passerelle, Schliessung des Bahnübergangs Schwieri
  • Bau eines neuen P+Rail-Parkhauses an der Tiergartenstrasse als Ersatz für die aufzuhebende P+Rail-Anlage an der Sichternstrasse
  • Neue Veloabstellanlagen bei der Sichern- und Oristalstrasse als Ersatz für die aufzuhebenden Veloabstellanlagen am selben Ort.
 

Die drei geplanten Gebäude auf dem Bahnhofareal, darunter ein neues Bahnhofgebäude, sind Teil des Projekts Bahnhofareal Liestal. Auf dessen Grundlage wollen SBB Immobilien und die Stadt Liestal das Bahnhofareal weiterentwickeln. Die Finanzierung der Gebäude trägt SBB Immobilien. Die Liestaler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben den dazugehörigen Quartierplan Bahnhofcorso Ende November 2017 angenommen. 

 

Zwischen den vom Bund finanzierten Projekten Vierspurausbau und Wendegleis und den von SBB Immobilien finanzierten Gebäuden bestehen keine zwingenden Abhängigkeiten. Vierspurausbau und Wendegleis werden gegebenenfalls auch ohne die drei Gebäude realisiert. Vierspurausbau und Wendegleis selber beinhalten weder einen Neubau, einen Umbau, noch eine Sanierung des Bahnhofgebäudes. Nichtsdestotrotz: Eine Realisierung von Bahnhofgebäude, Vierspurausbau und Wendegleis im selben Zeitfenster ermöglicht Synergien, beispielsweise bei der Nutzung von Gleissperren.


Heute wechselt am Bahnhof Liestal für's rot-weisse Waldenburgerli letztmals das Signal von Rot auf Grün!


Der SBB Online Fahrplan weist auf die letzte Fahrt hin

 

 

 

                                                  Scan DB Online Fahrplan   --->



Blick auf die Bauarbeiten am Bahnhof Liestal         Foto: BLT

Die neuen Tramlink Fahrzeuge          Visualisierung: Stadler



Bevölkerungsinformation vom 26. März 2021

 

Minute

00:00     Einleitung und Ausgangslage

03:00     Verfahrensstand

04:40     Übersicht Bauphasen und Termine

14:07     Bauarbeiten und Verkehrseinschränkungen

25:10     Bahnersatzverkehr

26:26     Neue Stadler Tramlink Fahrzeuge

28:10     Information und Kommunikation


Am 5. April 2021 wurde das Waldenburgerli verabschiedet


UPDATE vom 11. Mai 2021

Am 10. Mai 2021 sind die ersten 12 von insgesamt 17 Zügen vom Hafen Basel aus per Schiff in Bratislava angekommen. Der Weitertransport aller 17 Fahrzeuge erfolgt anschliessend per Bahn auf Rgs Güterwagen.


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Fahrplanwechsel im Tessin - Mit dem Treno Gottardo bis nach Locarno

Wegen coronabedingter Verzögerungen auf Baustellen im Tessin verkehrten die Züge vom 13. Dezember 2020 bis 4. April 2021 gemäss einem Zwischenfahrplan. Ab Ostermontag, 5. April 2021 wird es mit dem Abschluss der Arbeiten auf der Strecke zwischen Contone und Tenero möglich sein, den definitiven Fahrplan 2021 einzuführen. Der Treno Gottardo der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) ist ab dann stündlich bis nach Locarno unterwegs. Am 5. April 2021 werden im Tessin von der SBB auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

Der SOB Treno Gottardo fährt künftig bis/ab Locarno                                           Foto aus Castione-Arbedo: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mit dem Treno Gottardo ist  Locarno ab dem Montag, 5. April 2021 umsteigefrei über die Gotthardbergstrecke aus der Deutschschweiz erreichbar. Stündlich alternierend verbindet die Südostbahn Basel, Olten und Luzern respektive Zürich und Zug mit Arth-Goldau sowie den Tourismusregionen in den Kantonen Schwyz, Uri und Tessin. Wegen coronabedingter Verzögerungen auf Baustellen im Tessin verkehrten die Züge seit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember nur bis Bellinzona und mit 20-minütigem Aufenthalt in Airolo. Diese Wartezeit in Airolo entfällt ab dem 5. April 2021. Der Treno Gottardo hält zudem zwischen Bellinzona und Locarno auch in Giubiasco, Cadenazzo und Tenero.

 

Mit der Inbetriebnahme der Treno Gottardo-Verbindung bis nach Locarno schliesst die Südostbahn die erste Etappe des Eintritts in den Fernverkehr ab. «Unser bisheriges Engagement für den Erhalt der Gotthardbergstrecke hat schon viel bewegt und kann nun mit der Einführung des definitiven Fahrplans die volle Wirkung entfalten», sagt Thomas Küchler, Vorsitzender der SOB-Geschäftsleitung. Ende 2021 übernimmt die SOB mit dem Interregio 35 «Aare Linth» (Bern–Olten–Zürich–Chur) die zweite Linie der Fernverkehrskooperation mit der SBB.

 

 

Spezialangebot

 

Für den Treno Gottardo sind ab dem 6. April 2021 online unter www.trenogottardo.ch Spezialbillette erhältlich. Für 20 Franken (Basis 2. Klasse mit Halbtax) ist eine Hin- und Rückfahrt etwa von Zürich oder Basel nach Locarno erhältlich. Die solange Vorrat erhältlichen Tickets sind nur im Treno Gottardo gültig, inbegriffen sind Vergünstigungen bei Freizeitpartnern in den Regionen von Bellinzona und Locarno. Um Reisenden in der Corona-Pandemie Flexibilität gewähren zu können, kann das Reisedatum bis 31. Dezember 2021 (ausser an Auffahrt/Pfingsten) frei gewählt werden. Die Hin- und Rückfahrt muss nicht am selben Tag erfolgen.

 

 

Informationen zum Velotransport im Treno Gottardo

 

Ausflugsreisen mit Fahrrädern werden immer beliebter. Im 150 Meter langen «Traverso» der Südostbahn stehen 12 Fahrradplätze zur Verfügung. Weil diese Kapazitäten an schönen Wochenenden und Feiertagen in der Gotthard-Region knapp werden könnten und längere Züge nur beschränkt möglich sind, setzt die Südostbahn ab Karfreitag, 2. April 2021, Zusatzbusse für Reisende mit Velos zwischen Arth-Goldau, Flüelen und Göschenen ein.

 

Der Zusatzbus verkehrt jeweils an Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen bei schönem Wetter. Am Morgen um 7.58 Uhr und 8.58 Uhr ab Arth-Goldau nach Flüelen und Göschenen, nachmittags in die Gegenrichtung mit Abfahrt um 15.00 Uhr und 16.00 Uhr ab Göschenen. Im Velobus sind die normalen Bahnbillette gültig. Der Online-Fahrplan informiert jeweils ab Mittwoch, ob am Wochenende der Zusatzbus eingesetzt wird. Für den Velotransport im Treno Gottardo und im Velobus ist keine Reservation nötig und möglich.

 

 

Neue touristische Partnerschaften im Tessin

 

Die Südostbahn arbeitet eng mit touristischen Partnern zusammen, um neue Angebote schaffen zu können. «Mit der Eröffnung des Gotthardtunnels im Jahr 1882 erreichten die Züge der Gotthardbahn zum ersten Mal Locarno. Heute, wie vor 140 Jahren, sind gute Bahnverbindungen essenziell. Wir freuen uns daher, dass der Treno Gottardo nun aus der Deutschschweiz auf der geschichtsträchtigen Bahnlinie bis nach Locarno fährt», sagt Fabio Bonetti, Direktor von Ascona-Locarno Tourismus.

 

 

Definitiver Fahrplan vom 5. April 2021 bis 11. Dezember 2021

 

Ab Montag, 5. April 2021 wird es mit dem Abschluss der Arbeiten auf der Strecke zwischen Contone und Tenero möglich sein, den endgültigen Fahrplan 2021 einzuführen, wobei folgende Änderungen am Übergangsfahrplan vorgenommen werden:

 

 

Fernverkehr

  • Neue Abfahrtszeiten der IC-Verbindungen:  Abfahrt Lugano (xx.02 / xx.30) und Abfahrt Bellinzona (xx.18 / xx.47).

 

 

Mehr Verbindungen im Tessiner Regionalverkehr

 

Mit dem definitiven Fahrplan werden im Tessin von der SBB auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

 

 

RE80:   Neue Direktverbindungen Locarno–Lugano–Chiasso

  • Die neue Linie RE80 verbindet Mailand und den Sottoceneri via Ceneri-Basistunnel direkt mit Locarno.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt auf der Strecke Locarno–Lugano–Chiasso und im Stundentakt auf der Strecke Milano Centrale–Chiasso.
  • Die Reisezeit zwischen Lugano und Locarno beträgt rund 30 Minuten.
  • Die Züge halten in Locarno, S. Antonino, Cadenazzo, Riazzino, Gordola, Tenero, Lugano, Lugano-Paradiso, Mendrisio, Chiasso, Como S. Giovanni, Como Camerlata, Seregno, Monza und Milano Centrale.
  • Die Linie RE10 ist nicht mehr in Betrieb und zwischen Bellinzona und Lugano wird sie durch die Linie S10 ersetzt.

 

 

S10:   Neue Direktverbindungen zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona

  • Die Reisezeit zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Die Linie S10 bedient die Haltestellen der Ceneri-Bergstrecke (Rivera-Bironico, Mezzovico, Taverne-Torricella, Lamone-Cadempino) nicht mehr.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt zwischen Como S. Giovanni–Chiasso–Lugano–Bellinzona bis nach Biasca. Zwischen Biasca und Lugano verkehrt ein Schnellzug im Halbstunden- anstatt im Stundentakt.
  • Während der Hauptverkehrszeiten sind Direktverbindungen zwischen Airolo und dem Sottoceneri geplant.
  • Zwischen Biasca und Mendrisio verkehren die S10 und die S50 weiterhin gemeinsam als Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

S90:   Neue Linie auf der Ceneri-Bergstrecke

  • Die Züge der neuen Linie S90 verkehren zwischen Lugano und Giubiasco via Ceneri-Bergstrecke.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt zwischen Lugano und Giubiasco und bedienen die Haltestellen Lamone-Cadempino, Taverne-Torricella, Mezzovico und Rivera-Bironico.
  • Zwischen Lugano und Mendrisio verkehren die Züge der S90 im Stundentakt. Sie halten in Lugano Paradiso, Melide, Maroggia-Melano, Capolago-Riva S. Vitale und Mendrisio San Martino. 

 

 

S20:   Neue Endstation in Castione-Arbedo

 

  • Die S20 verkehrt im Halbstundentakt auf der Strecke Castione–Arbedo–Bellinzona–Locarno mit optimierten Anschlüssen an den Fernverkehr in Bellinzona.

S30:   Verbindungen im Zweistundentakt bestätigt

  • Die Verbindungen der S30 im Zweistundentakt sind bestätigt.
  • Die Anschlüsse in Cadenazzo werden in alle Richtungen optimiert: ab/nach Lugano–Chiasso, ab/nach Bellinzona und ab/nach Locarno.
  • Zwischen 9.00 und 13.00 Uhr wird die S30 durch Busse ersetzt.
  • Vom 5. April bis am 6. Mai 2021 werden die Verbindungen der S30 infolge von umfassenden Bauarbeiten auf der Strecke durch Busse sichergestellt.

 

 

S40/S50:   FMV bestätigt

  • Die Linie S40 verbindet Como S. Giovanni-Mendrisio-Varese im Stundentakt.
  • Die Linie S50 verbindet Biasca–Bellinzona–Lugano–Varese und verkehrt im Stundentakt bis zum Flughafen Malpensa.
  • Die Linien S40 und S50 ermöglichen eine Verbindung zwischen Mendrisio und Varese im Halbstundentakt.
  • Die Reisezeit nach Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Zwischen Bellinzona und Mendrisio verkehren die Züge der S50 und der S10 weiterhin gemeinsam in Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

Baustellen mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr

 

  • Von Dienstag, 6. April bis Donnerstag, 6. Mai 2021 wird die Strecke Cadenazzo–Luino für den Verkehr gesperrt (Infrastrukturarbeiten auf der italienischen Seite). Sämtliche Züge zwischen Cadenazzo und Luino werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 12. und bis am 16. April 2021 fallen zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) die letzten Züge aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom 18. und 19. April, 25. und 26. April, 2. und 3. Mai, 30. und 31. Mai sowie vom 6. und 7. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Giubiasco und Bellinzona aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 10. und bis am 14. Mai 2021 fallen die letzten Züge zwischen Chiasso und Como aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom 6./7., 13./14. und 20./21. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Bellinzona und Taverne via Ceneri-Bergstrecke aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In der Nacht vom 20./21. Juni 2021 ist der Bahnhof Chiasso für den Verkehr gesperrt. Die letzten S-Bahn-Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) sowie die letzten Verbindungen zwischen Lugano–Bellinzona–Locarno fallen aus und werden durch Busse ersetzt.
  • An den Wochenenden zwischen dem 31. Juli und dem 1. August sowie zwischen dem 7. und dem 8. August 2021 fährt die S10 nur bis Castione-Arbedo anstatt bis Biasca. Die Reisenden benutzen die Linienbusse zwischen Castione und Biasca.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 6. bis am 10. September 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt.
  • Von Samstag, 9. Oktober 22.00 Uhr bis Montag, 11. Oktober 6.00 Uhr fährt die S20 nur bis Bellinzona. Die Reisenden nach Castione benutzten die S10.
  • In den beiden Nächten vom 10. bis 11. Oktober sowie vom 17. bis 18. Oktober 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Taverne und Melide aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den fünf aufeinanderfolgenden Nächten vom 24. bis am 30. Oktober 2021 fallen die Züge zwischen Locarno und Cadenazzo von 22.25 bis 4.00 Uhr aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 29. November bis am 3. Dezember 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt. 


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Neue Fussgängerbrücke überspannt das Gleisfeld beim Zürcher Hauptbahnhof

Der Bau der neuen Fussgängerbrücke über das Gleisfeld beim Zürcher Hauptbahnhof ist abgeschlossen; sie ist seit heute Nachmittag öffentlich zugänglich. Gemeinsam mit dem Tiefbauamt der Stadt Zürich hat die SBB den 161 Meter langen Negrellisteg erstellt. Die neue Fussgängerbrücke schafft eine neue, attraktive Quartierverbindung der Kreise 4 und 5. Der Negrellisteg reicht vom Gustav-Gull-Platz beim Zentralstellwerk in der Europaallee bis zur Zollstrasse/Klingenstrasse. Die Brückenelemente wurden unter laufendem Bahnbetrieb eingeschoben. Aus bahnbetrieblichen Gründen mit nur wenigen Stützen versehen scheint sie förmlich zu schweben. Die Brücke trägt der Entwicklung des Zürich HB und seines Umfelds beidseits der Gleise Rechnung und die Stadtkreise 4 und 5 haben damit eine neue Quartierverbindung erhalten.

Der Negrellisteg bietet auch einen schönen Blick auf den Zugverkehr rund um den Hauptbahnhof    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die SBB und das Tiefbauamt der Stadt Zürich haben gemeinsam den Negrellisteg erstellt. Der nach Ingenieur Alois Negrelli benannte Steg ist als Fussgängerüberführung konzipiert und reicht vom Gustav-Gull-Platz beim Zentralstellwerk bis zur Zoll-/Klingenstrasse. Der 160 Meter lange und vier Meter breite Steg ist nur mit wenigen Stützen versehen und scheint daher förmlich über dem Gleisfeld zu schweben. Auf beiden Seiten schwingen sich die Auf- und Abgänge in Spiralform um die runden Lifttürme. Die Aussenseite der Liftturmfassade sowie die wellenförmige Brüstung der Brücke werden beleuchtet. Dies ist eine weitere Umsetzung des Plan Lumière der Stadt Zürich.

 

2016 wurde entschieden, auf eine Veloverbindung auf dem Negrellisteg zu verzichten. In unmittelbarer Nachbarschaft bestehen Planungen für Gleisquerungen, nämlich die Verbreiterung der Langstrassenunterführung und der Velotunnel unter dem Hauptbahnhof. Diese haben zwar einen langen Planungshorizont und Bewilligungsprozess, bieten aber besseren Komfort für die Velofahrenden.

 

Wegen der Pandemie wurde auf eine Eröffnungsfeier verzichtet. Der Negrellisteg wurde daher heute nach rund 18 Monaten Bauzeit «still» eröffnet. In einem kurzen Video würdigen Stadtrat Richard Wolff, Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, und Alexander Muhm, Leiter SBB Immobilien, den neuen Steg. Stadtrat Richard Wolff betont die Wichtigkeit des Fussverkehrs in der wachsenden Stadt. Alexander Muhm hebt die herausragende Leistung der Ingenieure und Projektbeteiligten und den Beitrag der SBB zur nachhaltigen Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof hervor. Auch die Quartiervereinspräsidenten der Kreise 4 und 5 dankten der Stadt und der SBB für diesen Brückenschlag. Der Negrellisteg sei ein neues Wahrzeichen der Stadt und lasse gleichzeitig die Kreise 4 und 5, die einst die Gemeinde Aussersihl bildeten, wieder näher zusammenrücken.





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Grünes Licht für die Modernisierung des Bahnhofs Fribourg

Nach Ablauf der öffentlichen Auflage hat die SBB die Plangenehmigungsverfügung für die Modernisierung des Bahnhofs Fribourg erhalten. Die Bauarbeiten können im Frühling 2021 beginnen und werden voraussichtlich 2025 abgeschlossen.

Das Perron an den Gleisen 2 und 3 in Fribourg wird verbreitert und erhält ein neues Dach                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Breitere und längere Perrons, bessere Zugänge und eine neue Personenunterführung: Die SBB kann mit den Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Fribourg beginnen. Sie hat vom Bundesamt für Verkehr die Plangenehmigungsverfügung und damit grünes Licht für die Umsetzung des im Oktober 2019 aufgelegten Projekts erhalten.

 

Die Bauarbeiten beginnen im Frühling 2021 und dauern voraussichtlich bis 2025. Das Perron an den Gleisen 2 und 3 wird verbreitert, das Perron am Gleis 3 verlängert. Das Perron am Gleis 1 wird ebenfalls teilweise verbreitert. Zudem erhält das Perron an den Gleisen 2 und 3 ein neues Dach.

 

Erhöhte Perrons ermöglichen Personen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Kinderwagen einen hindernisfreien Einstieg in die Züge. Die Zugangsrampen werden entsprechend an die höheren Perrons angepasst. Nach den Arbeiten wird der Bahnhof die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes erfüllen. In Absprache mit den Behindertenverbänden hat die SBB beschlossen, im Hinblick auf die erwartete Zunahme der Reisenden zusätzliche Lifte einzubauen, um mehr Komfort zu bieten. 2016 wurden rund 27'000 Reisende pro Tag verzeichnet, für 2028 werden bereits über 46'000 erwartet, 2038 dann 75'000.

 

Schliesslich wird im Westteil des Bahnhofs eine zweite Unterführung zwischen der Esplanade de l'Ancienne Gare und der Richemond-Kreuzung erstellt. Auch diese wird stufenfreie Zugänge zu den Zügen ermöglichen. Diese neue Unterführung soll 2023 in Betrieb genommen werden. Die Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Freiburg kosten rund 110 Millionen Franken.

 

Die SBB ist darum bemüht, die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Anwohnerinnen und Anwohner sowie auf die Kundschaft möglichst gering zu halten. Verschiedene im Frühling 2021 geplante Arbeiten erfordern einen Teilunterbruch des Bahnverkehrs an gewissen Wochenenden. Fahrpläne werden angepasst und rechtzeitig kommuniziert.

 

 

Neues Stellwerk für flüssigere und zuverlässigere Verkehrssteuerung

 

Auch die Bahntechnik im Hintergrund wird erneuert. Diese Arbeiten begannen bereits im Oktober 2019 im Osten des Bahnhofs. Ziel ist ein besserer Verkehrsfluss. Ein neues Stellwerk wird sämtliche Signale und Weichen steuern. Dafür sind umfassende Arbeiten in mehreren Phasen erforderlich. Am Wochenende vom 10. bis 12. April 2021 wird der Verkehr im Bahnhof Fribourg für die Montage der neuen Signale im Bahnhof unterbrochen.

 

Von Frühling bis Sommer 2021 sind bis zur voraussichtlichen Inbetriebnahme des neuen Stellwerks im Oktober 2021 mehrere Wochenenden mit Bauarbeiten geplant. Einige Arbeiten werden nachts durchgeführt. Die SBB setzt alles daran, die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten, und dankt den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis. Weitere Informationen finden sich auf der Website www.sbb.ch/bauarbeiten-freiburg. Das neue Stellwerk und die Anpassung der Anlagen kostet rund 12 Millionen Franken.




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Unterbruch des Bahnverkehrs in Lausanne am 20. und 21. März 2021

Der Bahnhof Lausanne erlebt von Samstag, 20., bis Sonntag, 21. März 2021, ein ausserordentliches Wochenende: Die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks, das die Weichen und Signale steuert, erfordert einen fast kompletten Unterbruch des Bahnverkehrs in der Region. An diesem Wochenende gilt ein Spezialfahrplan. Das Bahnangebot wird stark eingeschränkt. Die SBB empfiehlt ihrer Kundschaft, auf Zugfahrten in der Region Lausanne möglichst zu verzichten.

Der Bahnhof Lausanne erlebt ein ausserordentliches Wochenende                                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Am Wochenende vom 20./21. März 2021 steht im Programm Léman 2030 mit der Inbetriebnahme des neuen Stellwerks Lausanne ein Meilenstein an. An zwei Tagen werden fast 250 Signale, über 100 Weichenantriebe und Hunderte weitere Sicherungsanlagen angepasst und mit dem modernen Stellwerk verbunden.

 

Diese Arbeiten erfordern einen fast kompletten Unterbruch des Zugverkehrs im Bahnhof Lausanne. Während dieses Wochenendes bleibt ein einziges Gleis in Betrieb. Es ermöglicht tagsüber den Verkehr zweier Züge pro Stunde und Richtung zwischen Genf Flughafen und dem Wallis sowie zwischen Genf Flughafen und Freiburg via Vevey. In der Nacht von Samstag auf Sonntag verkehrt kein Zug im Bahnhof Lausanne.

 

Die SBB empfiehlt ihren Kundinnen und Kunden, an diesem Wochenende möglichst keine Bahnfahrten in der Region zu unternehmen. Im und um den Bahnknoten Lausanne gilt ein Spezialfahrplan. Für Personen, die nicht auf ihre Reise verzichten können, besteht ein Ersatzbusdienst, jedoch mit reduzierter Kapazität und mit längeren Fahrzeiten. Der Online-Fahrplan auf www.sbb.ch ist angepasst und schlägt jeweils die besten Verbindungen für dieses Wochenende vor. Genaue Informationen zum Ersatzkonzept sind hier zu finden.

 

Für das neue Stellwerk hat die SBB bereits ein neues Technikgebäude im Osten des Bahnhofs sowie einen neuen Kabelstollen gebaut. Die modernen rechnergesteuerten Anlagen zum Stellen der Weichen und Signale sind Voraussetzung für den Infrastrukturausbau im Bahnhof Lausanne. Die Kosten belaufen sich auf 89 Millionen Franken.



Circulation des trains interrompue à Lausanne les 20 et 21 mars 2021

 

La gare de Lausanne vivra un week-end exceptionnel les samedi 20 et dimanche 21 mars 2021: les travaux de mise en service du nouvel enclenchement, qui commande les aiguillages et les signaux, nécessiteront l'interruption quasi totale du trafic ferroviaire dans la région. Un horaire spécial sera exploité durant ce week-end. Le nombre de trains sera réduit et les CFF recommandent à leur clientèle d'éviter les trajets ferroviaires autour de la capitale vaudoise.

La gare de Lausanne vivra un week-end exceptionnel                                                                     Photo: Marcel Manhart

 

 

 

Le programme Léman 2030 franchira le week-end des 20 et 21 mars 2021 une étape importante en gare de Lausanne, avec la mise en service du nouvel enclenchement. Durant deux jours, près de 250 signaux, plus de 100 moteurs d'aiguillages, et des centaines d'autres installations de sécurité seront changées, adaptées, puis connectées aux nouvelles installations informatisées de gestion du trafic ferroviaire.

 

Les travaux nécessitent une interruption presque totale du trafic ferroviaire en gare de Lausanne. Durant ce week-end, seule une voie restera en service, afin de permettre le passage de deux trains par heure et par sens, qui assureront des trajets entre Genève-Aéroport et le Valais ainsi qu'entre Genève-Aéroport et Fribourg, en passant par Vevey. Durant la nuit du samedi au dimanche, aucun train ne circulera dans la gare.

 

Les CFF recommandent à leur clientèle d'éviter les déplacements en train durant ce week-end. Les horaires des trains autour du nœud ferroviaire de Lausanne sont alors entièrement modifiés. Une offre de substitution a été mise en place pour ceux qui devraient tout de même voyager, mais les capacités de transport seront réduites du samedi matin au dimanche soir, et il faut compter avec des temps de parcours plus longs. L'horaire en ligne est adapté sur www.cff.ch et il propose les meilleures relations possibles durant ce week-end. Tous les détails sur les possibilités de substitution sont disponibles sur le site www.lausanne-sans-trains.ch

 

Le nouvel enclenchement CFF, qui a vu l'édification d'un nouveau bâtiment technique, à l'est de la gare, ainsi que le percement d'un nouveau tunnel à câbles souterrain, permet de doter le nœud ferroviaire vaudois d'installations informatisées et modernes de commande des aiguillages et des signaux. Sa réalisation est un préalable indispensable au projet de modernisation des infrastructures de la gare de Lausanne, dont les travaux devraient démarrer cet été. Le coût de construction du nouvel enclenchement s'élève à 89 millions de francs.


Einfahrt in den Bahnhof Lausanne und anschliessend weiter in Richtung Renens VD



UPDATE vom Bauwochenende 20. / 21. März 2021


 

Innerhalb von zwei Tagen hat die SBB fast 250 Signale, über 100 Weichenantriebe und Hunderte weitere Sicherungsanlagen angepasst und mit dem modernen Stellwerk verbunden. Im Einsatz standen über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (an den Eisenbahnanlagen, in den technischen Räumen und für die Kundenlenkung) und haben am Erfolg dieses Vorhabens gearbeitet.

Die Arbeiten vom vergangenen Wochenende erforderten einen fast kompletten Unterbruch des Zugverkehrs im Bahnhof Lausanne.

Mit Gleis 8 blieb nur ein einziges Gleis in Betrieb. Dies ermöglichte tagsüber den Verkehr je eines Zuges pro Stunde und Richtung aus dem Wallis sowie aus Fribourg via Vevey - Lausanne nach Genf Flughafen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fuhr kein Zug im Bahnhof.

Mit Betriebsbeginn am Montag, 22. März 2021 wurde der normale Zugverkehr wieder aufgenommen.

 

Innovation und Nachhaltigkeit

 

Bereits zuvor hat die SBB für das neue Stellwerk ein neues Technikgebäude im Osten des Bahnhofs sowie einen neuen Kabelstollen gebaut. Die Konstruktion wurde auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gebaut. Die Nordwand des Gebäudes wurde bepflanzt, um eine bessere Integration in die städtische Umgebung zu ermöglichen.


Die Kühlung der Räume mit den zahlreichen Computern war dank der Geokühlung auch Gegenstand von Innovationen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung. Diese Technik ermöglicht die Zirkulation kalter Luft zwischen dem neuen Kabeltunnel (der sich fast 20 Meter unter der Erdoberfläche befindet) und dem Gebäude. 90 Prozent der Klimaanlage in Computerräumen ist natürlich und spart jährlich rund 77.200 kWh, was dem Verbrauch von 50 Einfamilienhäusern entspricht.



Impressionen vom 20. März 2021

 


Impressionen vom 21. März 2021

 


Diverse Extrazüge; aufgenommen in Visp, Vevey, Lausanne, Renens und Romont.

 


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SBB Geschäftsjahr 2020: Nachfrage eingebrochen, finanzieller Rückschlag, zufriedenere Kunden

Die SBB blickt auf ein äusserst herausforderndes Jahr zurück: Nach einem guten Start ins Jahr 2020 hat Covid-19 die SBB massiv getroffen: Pro Tag wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 843'000 Reisende befördert, über ein Drittel weniger als im Vorjahr (1,32 Millionen Reisende). Die Personenkilometer sanken um 40,6 Prozent; im Fernverkehr sind sie um 43,7 Prozent gesunken und im Regionalverkehr um 32,4 Prozent. Der starke Einbruch erklärt sich durch die behördlich festgelegten Massnahmen wegen Covid-19: Viele Pendlerinnen und Pendler arbeiteten im Homeoffice, aber auch Freizeitreisende aus der Schweiz und aus dem Ausland waren aufgrund der Einschränkungen deutlich weniger unterwegs. Im internationalen Personenverkehr ist die Nachfrage noch stärker gesunken: bei den Personenkilometern um 51,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, dies aufgrund von Reisebeschränkungen und Angebotsreduktionen.

Weniger Reisende und die angeordnete Schliessung von Geschäften führten zu einem starken Rückgang der Kundinnen und Kunden in den Bahnhöfen; insgesamt waren es ein Drittel weniger als im Vorjahr                        Foto: Marcel Manhart

 

 

Im Jahr 2020 besassen gleich viele Reisende ein Halbtaxabonnement wie im Vorjahr, insgesamt 2,72 Millionen. Ein Generalabonnement hingegen besassen noch 439'000 Personen, 12,2 Prozent weniger als im Vorjahr (500 000). Deutlich mehr als die Hälfte der Billette wurde über die digitalen Verkaufskanäle sbb.ch und SBB Mobile bezogen (61,4 Prozent; Vorjahr: 52,8 Prozent). Die starke Zunahme aus den Vorjahren setzt sich damit im Pandemiejahr fort.

 

Wirtschaftliche Situation sehr angespannt

 

 
Folgen der Covid-19-Pandemie sind erheblich. Grosser Nachfragerückgang: in Zügen und Bahnhöfen ein Drittel weniger Kundinnen unterwegs.
SBB verzeichnete Verlust von 617 Millionen Franken, verzinsliche Nettoverschuldung stieg um 1,5 Milliarden Franken.
Seit Frühling 2020 setzt die SBB Sparmassnahmen um: Einstellungsstopp in Verwaltung, Projekte priorisiert und gezielt Investitionen zurückgestellt.
Liquidität ist dank dem Bund jederzeit gesichert. Zudem wurde der ÖV von Bund und Kantonen finanziell unterstützt.
Sicherheit, Pünktlichkeit, Kundenzufriedenheit und Imagewerte sind 2020 gestiegen, Personalzufriedenheit und -motivation ebenfalls.
Mitarbeitende haben im Pandemiejahr einen grossen Effort erbracht.
2021 fokussiert SBB auf Qualität, Fahrplanstabilität und Baustellenplanung und investiert mehr in Rollmaterial. Die finanzielle Lage bleibt angespannt.
 

 

 

Der Nachfragerückgang hat einschneidende finanzielle Folgen: Im Vergleich zum Vorjahr resultierten tiefere Personenverkehrserträge (−28,9 Prozent), tiefere Drittumsätze in den Bahnhöfen (−26,8 Prozent), tiefere Trassenerträge bei der Infrastruktur (−12,1 Prozent) und weniger Gütertransporte (−2,4 Prozent der Güterverkehrsleistung). Die SBB hat während des Lockdowns Mieten erlassen oder reduziert sowie zusammen mit der ÖV-Branche umfangreiche Kulanzmassnahmen für Abo-Kundinnen und -Kunden umgesetzt.

 

All dies schlägt sich im Konzernergebnis von -617 Millionen Franken nieder (Vorjahr: +463 Millionen Franken). Es ist der grösste Verlust seit der Ausgliederung der SBB vom Bund in eine Aktiengesellschaft. Trotz der finanziell sehr angespannten Situation will die SBB die Preise stabil halten und so die Attraktivität des ÖV sichern.

 

Die verzinsliche Nettoverschuldung ist um 1,5 Milliarden Franken gestiegen. Aufgrund des tiefen operativen Cashflows (EBITDA) und der erhöhten Verschuldung liegt der Schuldendeckungsgrad bei 21,6 und damit deutlich über der vom Bund geforderten Höchstgrenze von 6,5.

 


Sparmassnahmen und Unterstützung durch Bund und Kantone

 

Die SBB hat im Frühling 2020 mit Sparmassnahmen auf die Einnahmeausfälle reagiert, etwa mit einem Einstellungsstopp in der Verwaltung, dem Abbau von Gleitzeit- und Ferienguthaben und der Verschiebung respektive Streichung von Projekten und Investitionen. Diese Massnahmen leisteten einen Beitrag in dreistelliger Millionenhöhe. Der operative Bahnbetrieb und die Sicherheit sind durch die Sparmassnahmen nicht tangiert.

 

Zur Absicherung der Zahlungsfähigkeit hat der Bund die Kreditlimite um 550 Millionen Franken erhöht. Zudem haben Bund und Parlament im zweiten Halbjahr 2020 eine Unterstützung für den ÖV verabschiedet, um bei den Transportunternehmen die Covid-bedingten Einnahmeausfälle in den abgeltungsberechtigten Bereichen Infrastruktur und Regionalverkehr sowie beim Güterverkehr abzufedern. In den eigenwirtschaftlichen Bereichen Fernverkehr und Immobilien muss die SBB die Einnahmeausfälle selbst tragen.

 

 

Kundinnen und Kunden sind mit der Qualität der SBB zufrieden

 

Mit dem zwischenzeitlich reduzierten Angebot hat die SBB im vergangenen Jahr vier Fahrplanwechsel umgesetzt: ein Kraftakt der Mitarbeitenden. Die SBB hat unter schwierigen Bedingungen weiter intensiv an der Qualität ihrer Leistungen gearbeitet. Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels wurde die «Neue Eisenbahn-Alpentransversale» (NEAT) vollendet. Ein historischer Moment für die Schweiz und für Europa.

 

Sicherheit, Pünktlichkeit, Kundenzufriedenheit und auch das Image (2020: 66,6 Punkte, 2019: 64,7 Punkte) haben sich verbessert. Die SBB verzeichnete im Jahr 2020 weniger Berufs-, Rangier- und Zugunfälle als im Vorjahr. Die Kundenpünktlichkeit lag bei 93,4 Prozent (Vorjahr: 90,6 Prozent) und die Zugpünktlichkeit bei 95,7 Prozent (Vorjahr: 94,2 Prozent). Auch die Sendungspünktlichkeit von Cargo hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert (93,5 Prozent, Vorjahr: 91,9 Prozent). Positiv auf die Pünktlichkeit ausgewirkt haben sich neben der gesunkenen Nachfrage die verbesserte Baustellenplanung.

 

Mit 76,3 Punkten ist die Kundenzufriedenheit insgesamt höher als im Vorjahr (+0,5 Punkte). Verbessert hat sich die Kundenzufriedenheit im Personenverkehr (+1,5 Punkte) sowie jene in den Bahnhöfen (+1,0 Punkte). Gesunken ist die Zufriedenheit der Güterverkehrskunden (−3,4 Punkte). Gestiegen sind im Vergleich zum Vorjahr die Personalzufriedenheit (2020: 70 Punkte, 2019: 66 Punkte) und auch die Personalmotivation (2020: 77 Punkte, 2019: 73 Punkte) der SBB Mitarbeitenden (Anzahl Vollzeitbeschäftigte 2020: 33 498, 2019: 32 535).

 

Der Fachkräftemangel hat sich im Jahr 2020 wegen der Pandemie verschärft. Aufgrund von fehlendem Lokpersonal fielen Zugverbindungen aus, wofür sich die SBB entschuldigt. Ab Mitte 2021 wird sich die Situation entspannen, die Ausbildungsklassen sind voll. Lokführerinnen und Lokführer werden künftig für mehr Strecken und Fahrzeugtypen geschult und flexibler einsetzbar sein.

 

 

SBB fokussiert weiter auf Qualität, finanzielle Lage bleibt sehr angespannt

 

2021 fokussiert die SBB weiter auf die Qualität für die Kundinnen und Kunden. Zentral bleiben Fahrplanstabilität und bessere Baustellenplanung. Die SBB investiert in das Kerngeschäft, insbesondere verstärkt in neues Rollmaterial. Die finanzielle Lage der SBB bleibt auch in den nächsten Jahren sehr angespannt. Die SBB wird die Sparmassnahmen konsequent weiterführen und auf allen Ebenen das Kostenbewusstsein schärfen.

 

Nach der Krise wird die Nachfrage wieder steigen; die SBB bereitet sich darauf vor. Die Mobilität bleibt eine Grundvoraussetzung für das berufliche und gesellschaftliche Leben und die klimafreundliche Bahn ein gefragtes Verkehrsmittel. Die SBB wird ihren Umweltvorteil darum weiter stärken: Mit ihrem Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein, und mit der Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene trägt sie massgeblich zum Erreichen der Klimaziele des Bundes bei.

 

 

Die Pandemie belastet alle Bereiche der SBB

 

Das Jahresergebnis im Personenverkehr beträgt −661 Millionen Franken (Vorjahr: 215 Millionen Franken). Sowohl der Regional- wie auch der Fernverkehr verzeichneten negative Ergebnisse (RV −26,1 Millionen Franken, FV −626,7 Millionen Franken). Beim Billettverkauf ist die Selbstbedienungsquote von 90,6 auf 93,4 Prozent gestiegen. Darin enthalten sind die digitalen Kanäle (sbb.ch und SBB Mobile), automatische Abo-Verlängerungen sowie Bezüge an Automaten und via Partnervertriebe.

 

Das Ergebnis der Division Immobilien beträgt vor den Ausgleichszahlungen an die Infrastruktur (150 Millionen Franken) und der Zahlung an die Pensionskasse (84 Millionen Franken) 244 Millionen Franken (Vorjahr 339 Millionen Franken). Der Mietertrag durch Dritte lag bei 541 Millionen Franken (Vorjahr: 552 Millionen Franken).

 

Das Ergebnis von SBB Cargo Schweiz beträgt −34,7 Millionen Franken (Vorjahr: 0 Millionen Franken). SBB Cargo International schloss mit 4,6 Millionen ab (Vorjahr: 5,5 Millionen Franken). Die Nettotonnenkilometer im Güterverkehr haben um 2,4 Prozent abgenommen (15'978 Millionen Nettotonnenkilometer, Vorjahr: 16'377 Millionen Ntkm). Die Entwicklung der beiden Gesellschaften waren gegenläufig: Während SBB Cargo Schweiz −11,9 Prozent Nettotonnenkilometer verzeichnete, konnte SBB Cargo International mit +1,6 Prozent leicht zulegen.

 

SBB Infrastruktur verzeichnet ein Jahresergebnis von −45,8 Millionen Franken (Vorjahr +22,5 Millionen Franken). Durch den Einbruch der Trassenerlöse sowie Produktivitätsverluste infolge Corona resultierte im Bereich Netz mit –63,6 Millionen Franken ein deutlich negatives Ergebnis (Vorjahr −24,7 Millionen Franken). Auch im Bereich Energie lag das Ergebnis mit 17,9 Millionen Franken tiefer als im Vorjahr (47,1 Millionen Franken), dieser Betrag fliesst in Reinvestitionen von Energieanlagen.



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Der Kohlekasten der RhB-Dampflok Nr. 1 ist voll – Bald startet die Reaktivierung

Mit grosser Freude konnte die Projektgruppe «RHÆTIA» letzten Freitag, 12. März 2021, das Ende der Spendenaktion für die erste und älteste RhB-Dampflok von 1889 verkünden. Der Abschluss fand in sehr kleinem Rahmen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Insgesamt 595 Bahnbegeisterte aus 11 Nationen haben der privaten «Projektgruppe RHÆTIA» fast eine Million Franken gespendet, damit die Gründerzuglok der Rhätischen Bahn bald wieder dampfen kann. Für die Projektgruppe startet damit die heisse Phase der Restaurierung dieser wertvollen Dampflok, damit sie bald wieder auf dem Schienennetz der RhB mit Gästen unterwegs und das touristische historische Reiseangebot in Graubünden bereichern kann.

Die Projektgruppe RHÆTIA mit Armin Brüngger, Christian Meyer und Fredy Pfister stossen für der Kohle-Lok mit RhB-Direktor Renato Fasciati auf den Spendenabschluss an                                                                 Foto: Historic RhB

 

 

 

Herzhaftes Freiwilligen-Engagement wurde grosszügig belohnt

 

Der Verein Dampffreunde der Rhätischen Bahn aus Bonaduz und der Samedner Club 1889 «Wir erhalten historische Fahrzeuge der Rhätischen Bahn» haben unter ihrem Bergüner Dachverband historic RhB 2018 mit viel Herzblut und Initiative eine grosse Spendenaktion gestartet. Unter dem Motto «Unsere Nr. 1 braucht Kohle» und mit einer eigenen Spendenhomepage konnten sehr viele Bahnliebhaber und Technikinteressierte aus Graubünden, der Schweiz und dem Ausland erreicht werden. Sie öffneten ihre Portemonnaies sehr grosszügig für die erste und älteste, seit 2014 aber aufgrund grosser Altersgebrechen stillgelegte Dampflok mit dem klingenden Namen «RHÆTIA».

 

Nachdem die Spendenaktion von Vereinsmitgliedern im November 2018 grossflächig gestartet wurde, verzeichnete das Spendenkonto zum Jahresanfang 2021 rund 940'000 Franken. Dieser Betrag wurde für die dringend notwendige Restaurierung berechnet. Die Spendenaktion wurde, um Geld zu sparen, allein durch Freiwillige mit viel Kreativität und grossem Engagement durch Freiwillige in den beteiligten Vereinen und ohne professionelles Crowdfunding durchgeführt. Überrascht sind die zwei Vereine nun, dass die Spendenaktion bereits nach zwei Jahren beendet werden kann.

 

 

Die RhB half mit beim Kohle-Sammeln

 

Was die zwei Vereine unter dem gemeinsamen Auftritt «Projektgruppe RHÆTIA» alles in diesen zwei Jahr erreicht haben, ist nicht ohne und zeugt vom grossen Interesse weiter Kreise am historischen Rollmaterial der RhB. Am 9. November 2018 schenkte die RhB der Projektgruppe zum Auftakt der Spendenaktion grossflächige Werbung auf einer ihrer Loks. Diese wurde im November 2018 im Rahmen einer kleinen Feier in der Hauptwerkstätte in Landquart offiziell eingeweiht, indem sie RhB-Direktor Renato Fasciati dem Leiter der Projektgruppe, Christian Meyer, Präsident der Dampffreunde, übergab. Sie wurde in einschlägigen Kreisen sofort «Kohle-Lok» genannt.

 

Diese modernere elektrische RhB-Lok war eine gute Spendenbotschafterin, weil Lokomotiven mit grossflächiger Werbung in weiten Kreisen der Bahnliebhaber aus dem In- und Ausland viel beachtet werden, da sie überall im Kanton in der schönen Landschaft anzutreffen sind. Sie werden viel fotografiert, in Internet-Foren diskutiert und in Modell nachgebaut. Das zentrale Element der Kohle-Lok ist ein Spendenbarometer, welches aus einem Balken mit 19 weissen Feldern besteht. Jedes Mal, wenn mehr als 50'000 Franken gesammelt worden waren, wurde ein symbolisches Kohle-Brikett aufgeklebt.

 

 

Spontane Solidarität und originelle Unterstützung

 

Bereits wenige Wochen nach der Lancierung der Kohle-Lok wurden zwei kleinere und zwei grosse deutsche Modellbahnhersteller auf die Spendenaktion aufmerksam. Sie waren spontan bereit, die Werbelok in unterschiedlichen Massstäben produzieren zu lassen und jeweils einen Teil des Verkaufserlöses in den Spendentopf der Projektgruppe zu legen.

 

Der Fantasie waren im Zuge zahlreicher privater Sammelaktionen schier keine Grenzen gesetzt: Zu den Höhepunkten der Spendenkampagne zählen zudem das Schierser Dorffest, welches am 25./26. August gemeinsam mit der Gemeinde und den örtlichen Vereinen durchgeführt wurde, sowie die zweitägige Spendenfahrt am 28.+29. September 2019, welche mit einem Dampfextrazug in zwei Tagen von Samedan über Davos bis nach Landquart verkehrte. Die Fahrt fand ein grosses Echo in den Fachmedien und gleich zwei grosse Sponsoren: Die Raiffeisenbank Engiadina Val Müstair überreichte auf dem Perron von Samedan Fredy Pfister, Präsident vom Club 1889, einen grösseren Check und Christian Meyer durfte im Bahnhof Davos Platz von der Region Prättigau/Davos einen Check über 25'000 Franken in Empfang nehmen, welcher einen Franken pro steuerzahlenden Einwohner repräsentierte.

 

Natürlich gab es nebst diesen grossen Events und Partnerschaften, unzählige kleinere aber umso wichtigere, kreative, innovative Aktionen und Anlässe, die beitrugen das Spendenziel zu erreichen. Die letzten sechzig Franken spendete der bahnbegeisterte, zehnjährige Niklas.

 

 

Bündner Denkmalpflege mit auf dem Zug

 

Der Kanton Graubünden teilte am 22. August 2019 in einer Medienmitteilung mit, dass er das Restaurationsprojekt der RhB-Dampflok Nr. 1 mit maximal 160’000 Franken unterstützt. Für diese Zusage hat die Projektgruppe RHÆTIA vorgängig ein Dossier eingereicht, welches die kantonale Denkmalpflege überzeugte. Hervorgehoben wird vom Kanton Graubünden die Möglichkeit, mit der Dampflok RHÆTIA einen Gründerzug aus den Jahren 1889 bis 1897 zu bilden, welcher den technisch-touristischen Aufschwung und den Übergang der Landquart-Davos-Bahn zur Rhätischen Bahn erlebbar machen wird.

 

 

Baldiger Start der Arbeiten

 

Voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte kann die Projektgruppe die Hauptarbeiten der Aufarbeitung in Angriff nehmen und in Auftrag geben: Der Kessel muss in Grossbritannien mit einer neuen, kupfernen Kupfer-Feuerbüchse ausgestattet werden. Diese «Energiezentrale» der Dampflok, da wo das Feuer während der Fahrt brennt, muss sorgfältig und mit viel Know-How durch erfahrene Fachleute neu hergestellt werden.

 

Wichtige Kleinteile der Dampflok-Bedienung haben Mitglieder des Club 1889 in den letzten Monaten aufgearbeitet. So zum Beispiel der historische Geschwindigkeitsmesser und zahlreiche Ventile und Steuerelemente vom Dampfkessel.

 

Die Projektgruppe RHÆTIA bedankt sich von ganzem Herzen bei allen Spendern, Gönnerinnen und Sympathisanten. Nicht zuletzt aber auch der Bündner Bevölkerung für das unglaubliche «Wohlwollen», das den Initianten und Verantwortlichen entgegengebracht wurde.




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Stadler: Starkes zweites Halbjahr 2020 trotz Corona-Krise

Stadler konnte im vergangenen Jahr trotz der Pandemie zahlreiche neue Aufträge im Gesamtwert von 4.33 Milliarden Schweizer Franken gewinnen. Damit liegt der Bestellungseingang erwartungsgemäss rund 15 Prozent unter dem ausserordentlich hohen Vorjahreswert (2019: 5.12 Milliarden Schweizer Franken). Während es bei vereinzelten bedeutenden Vergabeentscheiden aufgrund der Corona-Krise und der Rechtsmittelnutzung von Mitbewerbern zu Verzögerungen gekommen ist, nimmt Stadler keinen Nachfrageeinbruch wahr. Es kam weder zu Stornierungen laufender Aufträge noch wurden Ausschreibungen ausgesetzt. Der Auftragsbestand steigt auf über 16 Milliarden Schweizer Franken (2019: 15 Milliarden Schweizer Franken) und sichert Stadler eine solide Grundauslastung.

Neuer BLS FLIRT RABe 528 beim Stadler IBS-Zentrum in Erlen                                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im ersten Halbjahr 2020 war es aufgrund der Pandemie zu Unterbrüchen in den Lieferketten gekommen. Zudem waren aufgrund behördlicher Vorgaben einzelne Werke entweder temporär geschlossen oder mussten vorübergehend ihre Produktionskapazität reduzieren. Einschränkungen der Reisetätigkeit von Kunden und Mitarbeitenden führten zu verzögerten Zulassungen und Fahrzeugabnahmen. Dies hatte zur Folge, dass sich Umsätze verschoben und Schlussrechnungen für die Fahrzeuge erst verzögert gestellt werden konnten, was auch den betrieblichen Geldfluss belastet hat. Die stark reduzierten Fahrplanfrequenzen im öffentlichen Verkehr hatten zudem zu weniger gefahrenen Kilometern und damit zu tieferen Umsätzen und Gewinnen aus Service-Dienstleistungen geführt.

 

 

  • Die Ebit-Marge in der zweiten Jahreshälfte steigt trotz massiver Corona-Einflüsse gegenüber dem ersten Semester deutlich auf 7.0 Prozent (H1 2020: 0.5 Prozent). Im Gesamtjahr erreicht Stadler 5.1 Prozent Ebit-Marge (Vorjahr: 6.1 Prozent).
  • Der Reingewinn konnte im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber der Vorjahresperiode auf 138.4 Mio. CHF gesteigert werden (Vorjahr: 128.5 Mio. CHF).
  • Corona-bedingte Verzögerungen konnten nur teilweise kompensiert und insgesamt 465 Fahrzeuge ausgeliefert werden (2019: 444 Fahrzeuge). Die Corona-bedingt nicht ausgelieferten Fahrzeuge sind weitestgehend fertiggestellt und bereit zur Zulassung und Kundenabnahme.
  • Stadler erreicht die im August 2020 bekanntgegebenen Umsatz- und Margenziele. Dies ist trotz Unterbrüchen in den Lieferketten, Reisebeschränkungen und verordneter Quarantänen, die rund 25 000 Arbeitstage kosteten, gelungen. Zudem beeinträchtigten Masken- und Homeoffice-Pflicht die Produktivität. Der Umsatz liegt mit rund 3.1 Mia. CHF nur leicht unter Vorjahr (2019: 3.2 Mia. CHF). Das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr betrug trotz Corona 3.1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.
  • Trotz Verzögerungen bei Vergabeentscheiden von Grossprojekten erreicht Stadler einen Bestellungseingang von 4.3 Mia. CHF, 15 Prozent unter dem ausserordentlich hohen Auftragseingang von 5.1 Mia. CHF im Vorjahr. Der mehrjährige Auftragsbestand beträgt über 16 Mia. CHF.
  • Unter der Annahme, dass sich die Corona-Situation zeitnah normalisiert, wird 2021 wiederum ein starker Auftragseingang und eine Rückkehr zu deutlichem Umsatzwachstum bei verbesserter Profitabilität erwartet. Unter diesen Voraussetzungen erwartet Stadler, dass verzögerte Zulassungen und Schlussabnahmen im laufenden Jahr aufgeholt werden können. Die mittelfristigen Finanzziele werden unter der Annahme der Normalisierung der wirtschaftlichen Bedingungen bestätigt.

 

 

Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise aus dem ersten Halbjahr 2020 haben sich im zweiten Semester leicht normalisiert. Dank der eingeleiteten Sofortmassnahmen, wie beispielsweise beschleunigte Abnahme- und Zulassungsprozesse sowie strikte Optimierungsprogramme, ist es Stadler gelungen, die Verzögerungen aus der ersten Jahreshälfte teilweise zu kompensieren. Nach einem Umsatzrückgang gegenüber der Vorjahresperiode von 16 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2020 konnten die Umsätze im zweiten Semester gegenüber dem Vorjahr bereits wieder um 3.1 Prozent gesteigert werden. Damit lag der Umsatz im Gesamtjahr mit 3.08 Milliarden Schweizer Franken nur leicht unter dem Rekordergebnis von 2019 (2019: 3.20 Milliarden Schweizer Franken). Die Produktion in allen Werken läuft wieder weitgehend normal und Stadler konnte im gesamten Jahr 465 Züge, Stadtbahnen und Lokomotiven ausliefern (Vorjahr: 444 Fahrzeuge). Die Corona-Krise beeinflusste dennoch auch im zweiten Semester Aufträge im Hinblick auf die Lieferkette, die Zulassungsprozesse und Auslieferungen.
 
Das operative Ergebnis auf Stufe Ebit ist entsprechend gegenüber dem Vorjahr rückläufig und liegt bei 156.1 Millionen Schweizer Franken (2019: 193.7 Millionen Schweizer Franken). Im zweiten Semester konnte Stadler die Profitabilität gegenüber der ersten Jahreshälfte 2020 von 0.5 auf 7.0 Prozent steigern (H2 2019: 7.0 Prozent), wodurch für das Gesamtjahr eine Ebit-Marge von 5.1 Prozent erreicht wurde (2019: 6.1 Prozent). Die insgesamt tiefere Profitabilität ist insbesondere auf Corona-bedingte Verschiebungen von Umsätzen und auf Unterbrüche in den Lieferketten zurückzuführen. Trotz starken Wachstums lagen die Umsätze und damit auch die Deckungsbeiträge im überdurchschnittlich margenstarken Segment Service & Components mit der Ausdünnung der Fahrpläne deutlich unter den eigenen Erwartungen sowie unter den bereitgestellten Kapazitäten. Belastend auf die Ebit-Marge wirkte auch die Abwertung der Norwegischen Krone gegenüber dem Schweizer Franken. Die Abwertung führte bei verbleibenden Optionsabrufen aus einem im Jahr 2008 unterzeichneten Rahmenvertrag zu Währungsverlusten in Höhe von rund 30 Millionen Schweizer Franken. Damit konnten sämtliche Währungsrisiken aus diesem Vertrag bereinigt werden.

Der Reingewinn konnte im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber der Vorjahresperiode auf 138.4 Millionen Schweizer Franken gesteigert werden (Vorjahr: 128.5 Millionen Schweizer Franken).

Die Nettoverschuldung steigt per 31. Dezember 2020 auf 608 Millionen Schweizer Franken gegenüber ‑5.6 Millionen Schweizer Franken per 31. Dezember 2019. Dieser Anstieg ist insbesondere auf Pandemie-bedingte Verzögerungen in den Zulassungsprozessen sowie Kundenabnahmen und den Eingang der damit verbundenen Schlusszahlungen zurückzuführen. Dies hatte einen Anstieg des Net Working Capital zur Folge. Insgesamt führte dies im vergangenen Geschäftsjahr zu einem Geldfluss aus Betriebstätigkeit von -205.8 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr: -186.8 Millionen Schweizer Franken). Stadler hat zudem weiterhin stark in die Entwicklung innovativer Produkte und in das Wachstum der Gruppe investiert.


 
Segment Rolling Stock legt in der zweiten Jahreshälfte zu
 
Der Auftragseingang im Segment Rolling Stock belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 2.88 Milliarden Schweizer Franken. Der Rückgang um rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2019: 4.28 Milliarden Schweizer Franken) ist auf eine ausserordentliche hohe Vergleichsbasis im Jahr 2019 sowie Verzögerungen von einzelnen bedeutenden Vergabeentscheiden, die im Jahr 2020 erwartet worden waren, zurückzuführen. Im Segment Rolling Stock geht der Auftragsbestand somit per Ende 2020 leicht auf 12.0 Milliarden Schweizer Franken zurück (2019: 12.3 Milliarden Schweizer Franken).
 
Nach dem Umsatzrückgang von über 20 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode im ersten Semester 2020 konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahresniveau (H2 2019: 1.94 Milliarden Schweizer Franken)
im Berichtssegment Rolling Stock in der zweiten Jahreshälfte mit 1.95 Milliarden Schweizer Franken bereits wieder leicht gesteigert werden. Aufgrund verzögerter Auslieferungen liegt der Umsatz im Gesamtjahr mit 2.74 Milliarden Schweizer Franken jedoch um 6.7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2.94 Milliarden Schweizer Franken.


 
Wachstum im Segment Service & Components trotz Corona weiter beschleunigt
 
Der Auftragseingang im Berichtssegment Service & Components lag im Jahr 2020 bei 1.46 Milliarden Schweizer Franken und damit 75 Prozent über dem Vorjahresniveau von 0.83 Milliarden Schweizer Franken. Dieses Rekordergebnis im Berichtssegment Service & Components war unter anderem dem Service-Auftrag für das Netz von Tyne & Wear Metro in Grossbritannien über 35 Jahre und der Ersatzteilversorgung der neuen U-Bahn-Wagen für die Berliner Verkehrsbetriebe über einen Zeitraum von 32 Jahren zu verdanken. Einen strategisch relevanten Auftrag erhielt Stadler aus den Niederlanden: 36 FLIRT des Regionalverkehrsbetreibers Arriva Nederland werden mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) GUARDIA nachgerüstet.
 
Das Wachstum im strategisch wichtigen Service-Geschäft konnte auch im Jahr 2020 weiter beschleunigt werden. Im ersten Halbjahr 2020 hatten viele Bahnbetreiber ihre Fahrpläne aufgrund der Pandemie ausgedünnt. Da langfristige Service-Verträge in der Regel anhand der Kilometerleistung abgegolten werden, blieben die Umsätze im Service-Geschäft insgesamt hinter den Erwartungen von Stadler zurück. Dennoch ist es Stadler gelungen, das Wachstum im strategisch wichtigen Service-Geschäft weiter voranzutreiben, wodurch die Umsätze im vergangenen Geschäftsjahr um 32 Prozent auf 343.3 Millionen Schweizer Franken angestiegen sind (2019: 260.9 Millionen Schweizer Franken).


 
Wesentliche Meilensteine im Signalling-Geschäft
 
Seit 2016 ist bei Stadler der kontinuierliche Auf- und Ausbau des Signalling-Bereichs im Gang. Die Erfolge der Vorjahre konnten 2020 fortgesetzt werden. So hat beispielsweise das Zugsicherungssystem (ETCS) GUARDIA 2020 die Zulassung zum Betrieb in Polen erhalten. Dort kommt das System in den FLIRT-Zügen des Bahnbetreibers Koleje Mazowickie zum Einsatz. In der Schweiz wird das System erstmals in den neuen FLIRT-Zügen der BLS zum Einsatz kommen, die 2020 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurden. ETCS-Projekte laufen auch in weiteren Ländern, darunter Ungarn, Slowenien, Italien und Deutschland.

 

 

Stadler investiert in Wachstum und innovative Schienenfahrzeuge
 
2020 investierte Stadler insgesamt 288 Millionen Schweizer Franken in Wachstum, dazu zählen die Entwicklung und der Ausbau der Standorte. Im Heimmarkt Schweiz bezog Stadler das neue Produktionswerk in St. Margrethen. Die Investitionen belaufen sich im Total auf über 86 Millionen Schweizer Franken, davon fielen 36.6 Millionen 2020 an. In Deutschland schreitet der Ausbau der neuen Produktionshalle voran mit einem Investitionsvolumen von bis zu 70 Millionen Euro, davon fielen 42.6 Millionen 2020 an. In Polen erweiterte Stadler die Kapazitäten in der Inbetriebsetzung mit einer neuen Halle am Standort in Siedlce für 9.6 Millionen Franken. Ebenfalls wurden die Produktionskapazitäten im Werk in Minsk und im ungarischen Szolnok mit einer Investition von 12 Millionen Franken respektive 11.4 Millionen Franken erhöht. In Ungarn investiert Stadler zudem 28.8 Millionen Franken in den Bau einer neuen Halle für die Revision von Drehgestellen.
 
Um auch weiterhin zukunftsfähige, attraktive Mobilitätslösungen anbieten zu können, investiert Stadler in innovative Schienenfahrzeuge, wie beispielsweise die neue Niederflur-Strassenbahn, die Anfang 2020 erstmals im deutschen Darmstadt bestellt wurde. Eigenschaften wie komplette Barrierefreiheit, Panoramafenster und hohe Innendecken sorgen für ein angenehmes Reiseerlebnis. Die neue Drehgestell-Technologie macht die Strassenbahnen ausserdem besonders wartungsfreundlich und damit noch wirtschaftlicher im Betrieb. Zudem stösst Stadler neben dem bestehenden, abgerundeten und breiten Produktportfolio auch in neue Antriebstechnologien vor. Für den Bahnbetreiber des San Bernardino County in Kalifornien entwickelt Stadler seinen ersten Wasserstoff-Zug. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein in Norddeutschland bestellte 55 Batterie-Züge, nachdem Stadler als Sieger aus der ersten Green-Technology-Ausschreibung Deutschlands hervorgegangen war. Neben dem gemeinsamen Projekt mit der österreichischen Zillertalbahn ist ein weiteres Wasserstoff-Konzept für den europäischen Markt ist in Arbeit.


 
Änderungen in der Konzernleitung
 
Der Verwaltungsrat von Stadler hat in seiner Sitzung vom 10. März 2021 den Rücktritt von Marina Winder als Leiterin Kommunikation & PR zur Kenntnis genommen. Marina Winder hat sich entschieden, nach Ablauf ihres Mutterschaftsurlaubes aus der Konzernleitung auszutreten und sich selbstständig zu machen. Sie wird Stadler als Kommunikationsspezialistin weiterhin im Mandat unterstützen. «Ich danke Marina Winder für ihren grossartigen Einsatz für Stadler und freue mich, dass wir weiterhin auf ihre Fachexpertise zählen dürfen, und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit», sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO a. i. Marina Winder führte bei Stadler seit Mai 2015 das Generalsekretariat und leitete das internationale Kommunikationsteam.
 
Der Verwaltungsrat von Stadler hat in seiner Sitzung vom 10. März 2021 zudem einstimmig die Berufung von Philipp Brunner als neues Mitglied der Konzernleitung per 1. Juli 2021 beschlossen. Er ist seit über zehn Jahren für Stadler tätig und derzeit CEO von Stadler Minsk. In seiner künftigen Funktion als Leiter der Division Zentraleuropa folgt Philipp Brunner auf Christian Spichiger, der die Leitung der Division Components von Markus Bernsteiner übernimmt. «Es macht mich stolz, dass wir für den Generationenwechsel eine interne Lösung finden konnten», erklärt Peter Spuhler. Christian Spichiger führte die Division Zentraleuropa seit 2013 und war seit 2006 für den Aufbau des Standorts Polen verantwortlich. «Ich bedanke mich bei Christian Spichiger für seinen grossen Einsatz und wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Stadler», sagt Peter Spuhler. Markus Bernsteiner konzentriert sich künftig auf die Leitung der grössten Division Schweiz, die etwa 50 Prozent des Gruppenumsatzes zu verantworten hat. Im Weiteren hat Markus Bernsteiner wichtige Aufgaben als einer der Stellvertreter von Peter Spuhler übernommen.


 
Ausblick: Rückkehr zu deutlichem Umsatzwachstum und verbesserte Profitabilität erwartet
 
Dank der anhaltend soliden Nachfrage und unter der Annahme, dass sich die Auswirkungen der Pandemie zeitnah normalisieren, wird auch für 2021 ein Auftragseingang von rund 4 bis 5 Milliarden Schweizer Franken und ein Umsatz zwischen 3.5 und 3.8 Milliarden Schweizer Franken erwartet. Unter diesen Voraussetzungen erwartet Stadler im laufenden Geschäftsjahr eine Ebit-Marge von über 6 Prozent. Zur Bereitstellung der benötigten Kapazitäten rechnet Stadler 2021 mit Investitionen von circa 200 Millionen Schweizer Franken. Für das laufende Jahr wird mit einem positiven Free Cashflow gerechnet. Der Verwaltungsrat beabsichtigt, zuhanden der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 85 Millionen Schweizer Franken (0.85 Franken pro Aktie) zu beantragen. Unter der Bedingung einer Normalisierung der Corona-Situation werden die mittelfristigen Finanzziele einer Ebit-Marge von 8 bis 9 Prozent ab 2023 sowie einer Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von circa 60% bestätigt.




Neue Züge für die WESTbahn aus der Ostschweiz


San's griesst alle miteinandor... 


Buntes aus dem Kanton Thurgau... 😉
...beim Stadler IBS-Zentrum in Erlen über den Zaun geschaut

"Tour de Stadler" von St. Margrethen über Erlen nach Bussnang...


"Tour de Stadler Teil 2" von St. Margrethen über Erlen nach Bussnang...


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Bahnhof Lausanne wird in den kommenden Jahren umfassend modernisiert

Der Bahnhof Lausanne stösst an seine Kapazitätsgrenzen. Die Perrons sind nicht lang genug für 400-Meter-Züge, sie sind auch nicht breit genug. Insbesondere in den Spitzenzeiten ist in den Zugangsbereichen zu den Zügen die Kapazitätsgrenze erreicht. Ein umfassendes Modernisierungsprojekt zugunsten der Reisenden sorgt künftig für besseren Komfort und reibungsloses Umsteigen. Zudem werden die ÖV-Kundinnen und -Kunden sowie die Lausanner Bevölkerung im neuen Bahnhof Lausanne ein breites und attraktives Dienstleistungs- und Ladenangebot finden. Nachdem 2019 das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Baupläne genehmigte, wurden gegen diesen Entscheid zwei Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) erhoben. Diese hat das BVGer im November 2020 abgewiesen und nachdem bis Januar 2021 keine (noch möglichen) Einsprachen beim Bundesgericht mehr eingegangen sind, ist die Baubewilligung damit nun rechtskräftig geworden. Der Beginn der Hauptarbeiten ist für Sommer 2021 und der Abschluss aller Arbeiten für 2031 geplant.

Neue provisorische Perronverlängerung für 400-Meter-Züge am Gleis 4                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im Rahmen des Projekts Léman 2030 vergrössern die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) den Bahnhof Lausanne und bauen ihn um, um den Herausforderungen der Mobilität der Zukunft zu entsprechen. Am 3. Juni 2019 genehmigte das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Baupläne, wobei sich das Budget auf über 1,25 Milliarden Franken beläuft. Gegen diesen Entscheid wurden zwei Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) erhoben. Die Beschwerdeführer bestreiten die Zuständigkeit des BAV, die Pläne des Parkhauses/Gebäudes «Epinettes» und der Retailflächen zu genehmigen. Ihrer Auffassung nach sind die Gewerbeflächen zu gross und es werden die Lärmschutzvorschriften verletzt. Den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur beanstanden sie nicht.

 

 

Projektinhalt

  • Verbreiterung und Verlängerung der Perrons auf 420 Meter nach Westen.
  • Aufhebung eines Durchgangsgleises zugunsten der Verbreiterung von Perrons und Zugängen.
  • Bau von drei neuen 17 bis 19 Meter breiten Unterführungen.
  • Verbesserung der Zugänge zu den Zügen und der Publikumsbereiche.
  • Koordination mit den Nachbarprojekten der SBB (Stellwerkerneuerung, Bahnhofsköpfe, Überwerfung und 4. Gleis Lausanne–Renens).
  • Koordination mit den kantonalen und kommunalen Projekten (Musée cantonal des Beaux-Arts, m2/m3, Bahnhofplatz angrenzende Quartiere auf der Südseite).
  • Optimale Eingliederung des Bahnhofs in die städtische Umgebung.
  • Neuer multimodaler Hub auf und unter dem Bahnhofplatz, der bequemes Umsteigen zwischen verschiedenen Verkehrsträgern ermöglicht: Zug, Metro (m2, m3), Bus, Auto und Velo.

Die Kosten werden auf rund 1300 Millionen Franken geschätzt (±10%). Die Finanzierung wird durch den Bund (Programm ZEB), den Kanton Waadt, die Stadt Lausanne und SBB Immobilien sichergestellt.

 

 

Terminkalender

  • Januar 2021 – Baubewilligung rechtskräftig
  • Sommer 2021 – Beginn der Hauptarbeiten
  • 2024 – Neues Perron 1
  • 2025 – Neues Perron 5
  • 2026 – Neues Perron 4
  • 2027 – Neues Perron 2; Verkehr mit 400 Meter langen Zügen möglich
  • 2028 – Neues Perron 3; neue Unterführungen in der Mitte und im Westen sowie Inbetriebnahme der Metrolinie m2
  • 2030 – Inbetriebnahme des neuen Bahnhofteils unter dem Bahnhofplatz
  • 2031 – Inbetriebnahme der Unterführung im Osten sowie der Metrolinie m3

 

Mit dem Urteil A-3462/2019 vom 6. November 2020 weist das Bundesverwaltungsgericht die beiden Beschwerden gegen den Umbau des Bahnhofs Lausanne ab. Der Ausbau der Gewerbeflächen ist rechtskonform und entspricht dem politischen Willen, die eidgenössischen Finanzen zu entlasten. Ausserdem sind die künftigen Lärmemissionen gesetzeskonform. Nachdem keine (noch mögliche) Einsprache beim 

Bundesgericht eingeganen ist, ist die Baubewilligung nun rechtskräftig.

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht in Kürze


Das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) besteht seit 2007 und hat seinen Sitz in St. Gallen. Mit 74 Richterinnen und Richtern (66.25 Vollzeitstellen) sowie 355 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (300.8 Vollzeitstellen) ist es das grösste eidgenössische Gericht. Es behandelt Beschwerden, die gegen Verfügungen von Bundesverwaltungsbehörden erhoben werden. In gewissen Bereichen überprüft es auch kantonale Entscheide und es urteilt zudem vereinzelt erstinstanzlich in Klageverfahren. Das BVGer, das sich aus sechs Abteilungen zusammensetzt, erlässt im Durchschnitt 7500 Entscheide pro Jahr.

 

 

Zuständigkeit des BAV

 

Das BVGer hat vorab die Plangenehmigungskompetenz des BAV hinsichtlich der Pläne des Parkhauses «Epinettes» und der neuen Retailflächen geprüft. Das Parkhaus ist hauptsächlich für die Zugpassagiere bestimmt, wobei auch Dritte es benutzen können, um zu den Geschäften und zum neuen Museums- und Kulturzentrum zu gelangen. Zudem wird das Parking der Abstützung der Gleise 8 und 9 und der Perrons 4 und 5 dienen. Was die geplanten Gewerbeflächen betrifft, so werden diese mit der Bahnhofinfrastruktur verbunden sein. Im Übrigen haben die Betreiber von Eisenbahninfrastrukturen das Recht, in den Bahnhöfen Retailflächen vorzusehen. Das Parkhaus «Epinettes» und die Retailflächen gelten somit als Eisenbahnanlagen, für deren Genehmigung das BAV zuständig ist.

 

 

Gewerbeflächen

 

Mit den Retailflächen in den grossen Bahnhöfen der Schweiz wird ein Ziel verfolgt, das der Bundesrat den SBB vorgegeben hat. Das Ziel ist es, den SBB die Erwirtschaftung von Gewinnen zu ermöglichen, die teilweise in die Eisenbahninfrastruktur reinvestiert werden müssen. Die rund sechzig Gewerbeflächen, die im Bahnhof Lausanne geplant sind, wurden gestützt auf die aktuelle und künftige Benutzung des Bahnhofs definiert und entsprechen dem, was in anderen grossen Bahnhöfen der Schweiz üblich ist. Der Verhältnismässigkeitsgrundsatz wird somit nicht verletzt. Die Erstellung eines Einkaufszentrums an diesem Ort entspricht ebenfalls den Bedürfnissen der kantonalen Planung.

 

 

Lärmschutz

 

Der Ausbau des Bahnhofs und die Schaffung von Retailflächen werden eine Zunahme des Strassenverkehrs und des Lärms verursachen. Die vielen beschlossenen Schutzmassnahmen werden indessen die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sicherstellen.



Baubedingt war Lausanne am Wochenende 23./24. Januar 2021 Endstation für den IC1

 

Um die Mobilität in der Genferseeregion zu verbessern führte die SBB  am 23./24. Januar 2021 verschiedene Arbeiten zur Modernisierung des Netzes durch. Als Folge waren Fahrplanänderungen zwischen Lausanne und Genève-Aéroport unvermeidbar, da aufgrund dieser Bauarbeiten die Strecke nur eingeschränkt befahrbar war.

 

Die Züge auf der Ost-West-Achse der Linie IC1 St. Gallen - Zürich - Bern - Lausanne - Genève sind zwischen Lausanne (Ankunft zur Minute xx.40) und Genève bzw. Genève-Aéroport ausgefallen. Für die Weiterfahrt konnte der IR90 (Abfahrt zur Minute xx..47) mit Zwischenhalten in Morges und Nyon oder der RegioExpress (Abfahrt zur Minute xx.51) mit Zwischenhalten in Renens VD, Morges, Alaman, Rolle, Gland, Nyon und Coppet genutzt werden. Dasselbe Prozedere galt natürlich auch für die Gegenrichtung.

 

Die auf Gleis 5 eingefahrenen Züge (xx.40) des IC1 (hier im Video ein Bombardier Twindexx in Doppeltraktion) wurden weggestellt und anschliessend zur Abfahrt (xx.20) in Lausanne nach Bern - Zürich - St. Gallen auf Gleis 1 bereit gestellt.


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In eigener Sache - Informationslinks zum Bahnverkehr in Europa

Schweren Herzens muss ich Euch mitteilen, dass es mir aus persönlichen Gründen nach 15 Jahren Website und über 10 Jahren auf Facebook nicht mehr möglich ist, die info24 Seite im bisherigen "intensiven Rahmen" weiterzuführen und ich bitte Euch um Verständnis, dass ich drezeit auch keine Nachrichten beantworten kann. Trotzdem hoffe ich auf eine gute Zu(g)kunft und dass noch nicht alle Türen ganz geschlossen sind und der Zug für info24 - ÖV Schweiz - Europa defintiv abgefahren ist.  Ob es reduziert noch etwas weitergehen könnte werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

In diesem Sinne: Schöne Adventszeit, bleibt gesund und ein herzliches DANKESCHÖN Euch allen für die langjährige Treue!

 

 

Bei den europäischen Bahnen gilt zwar weitgehend der reguläre Fahrplan (Sonntag in einer Woche am 13. Dezember 2020 ist dann noch der allgemeine Fahrplanwechsel!) und auch Services wie Bahngastronomie werden mehrheitlich wieder angeboten. In den meisten Ländern gilt im gesamten öffentlichen Verkehr die Maskentragpflicht und es wird dringend gebeten diese und die weiteren Schutzmassnahmen zu befolgen. Die Einreisebestimmungen und Schutzkonzepte der Länder sind teilweise unterschiedlich und deshalb habe ich Euch nachfolgend die Links zu den wichtigsten Bahnen in Europa zusammengestellt.

 

Internette Grüsse

 

Marcel


Informationslinks zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona


 

Da sich die Situation im europäischen Bahnverkehr laufend ändert und Sie sich jederzeit

tagesaktuell informieren könnnen, nachstehend die diversen Links zu den Unternehmen.

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Berlin tief verbunden. Die neue U5 ist eröffnet

Am heutigen Freitag, den 4. Dezember 2020, haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die neue Linie U5 in Betrieb genommen. Mit 22 Kilometern Streckenlänge zwischen Hönow und Hauptbahnhof ist sie ab sofort die zweitlängste U-Bahnlinie der Hauptstadt. Kurz nach 12 Uhr mittags hielten erstmals Züge mit Fahrgästen auf den beiden neuen U-Bahnhöfen Rotes Rathaus und Unter den Linden.

Blick in den neuen U-Bahnhof Unter den Linden                                                                                   Foto: BVG/Oliver Lang

 

 

 

 

Zuvor hatten Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, BMVI-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang und BVG-Vorstandsvorsitzende Eva Kreienkamp auf dem U-Bahnhof Unter den Linden die Bedeutung des „Lückenschluss U5“ für Berlin gewürdigt. Sie dankten dabei all denen, die am erfolgreichen Abschluss des Großprojekts mitgewirkt haben. Die kleine Zeremonie fand aufgrund der Corona-Pandemie ohne Gäste statt. Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther übergab die Urkunde zur Betriebserlaubnis an die BVG. Gemeinsam mit der BVG-Aufsichtsratsvorsitzenden Senatorin Ramona Pop stellte der Betriebsvorstand Dr. Rolf Erfurt um 12 Uhr am U-Bahnhof Rotes Rathaus alle Signale auf Grün und schickte den ersten Zug auf freie Fahrt von Hönow bis zum Hauptbahnhof.

 

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 vom Alexanderplatz zum Hauptbahnhof mit den neuen Bahnhöfen Rotes Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden ist ein herausragendes Verkehrsprojekt. Dadurch wird der Osten Berlins deutlich besser an das Zentrum der Stadt angebunden. Und diese Streckenverlängerung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Mobilitätswende in Berlin. Der ÖPNV gewinnt damit noch einmal deutlich an Attraktivität. Passend zum 30-jährigen Jubiläum der deutschen Einheit wächst so Ost und West weiter zusammen. Ein guter Tag für Berlin!“

 

Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Ein starker öffentlicher Nahverkehr ermöglicht flexible Mobilität, Teilhabe und Klimaschutz. Mit dem Lückenschluss der U5 ist ein wichtiges Großprojekt für die Hauptstadt erfolgreich umgesetzt worden. Die verlängerte Strecke verbindet zentrale Knotenpunkte der Metropole. Für die Berlinerinnen und Berliner bedeutet das bessere Anbindungen vom Stadtrand bis zum Hauptbahnhof. Das ist gerade für Berufspendler ein großer Gewinn. Das BMVI stellte für den gesamten Abschnitt von Alexanderplatz bis Hauptbahnhof Zuwendungen in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro zur Verfügung.“

 

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Ab sofort ist unser U-Bahnnetz im Herzen Berlins noch dichter. Dafür haben seit dem Spatenstich vor zehn Jahren sehr viele Menschen mit größtem Einsatz und viel Leidenschaft gearbeitet. Ich denke dabei an die Beschäftigten der BVG Projekt GmbH und an die der beteiligten Baufirmen, an alle Akteure von Bund, Land und natürlich im Bezirk Berlin-Mitte. Mein Dank gilt auch den Anrainern für die Geduld und das Verständnis. Ihnen allen sind wir tief verbunden! Wir freuen uns nun, gemeinsam mit den vielen Millionen Fahrgästen, über unsere neue U5. Die Qualität dieser großartigen Anlagen gilt es jetzt mit Qualität bei Angebot und Betrieb erlebbar zu machen.“

 

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Die U5 bringt die Stadt zusammen. Gut drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall bekommen die Berlinerinnen und Berliner ein noch dichteres Netz des Umweltverbundes zwischen den östlichen Bezirken und der neuen Mitte: endlich gibt es eine direkte, komfortable U-Bahn-Verbindung von Marzahn-Hellersdorf via Alex bis zum Hauptbahnhof. Das macht es noch attraktiver, auf den ÖPNV umzusteigen.“

 

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BVG: „Mit der neuen U5 gewinnt das Berliner U-Bahn-Netz noch mehr an Attraktivität. Viele Berlinerinnen und Berliner werden künftig schnell und ohne umzusteigen an ihr Ziel kommen. Als Aufsichtsratsvorsitzende der BVG bin ich stolz auf die Leistung der BVG Projekt GmbH. Sie zeigt, dass Großprojekte in unserer Stadt im Zeit- und Kostenrahmen zu stemmen sind.“

 

 

Mehr als „nur“ ein Lückenschluss

 

Mit 2,2 Kilometern neuer Tunnelstrecke zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor ist die Lücke zwischen „alter“ U5 und der 2009 in Betrieb genommenen U55 nun geschlossen. Im Ergebnis steht die neue, längere U5. Drei neue U-Bahnhöfe, von denen der Bahnhof Museumsinsel noch bis Sommer 2021 ohne Halt durchfahren wird, bieten noch besseren Zugang zu Berlins historischer Mitte. Die BVG erwartet auf dem neuen Abschnitt täglich rund 155.000 Fahrgäste, die unter anderem von einer zusätzlichen Anbindung des Berliner Hauptbahnhofs sowie einer neuen Direktverbindung aus dem Osten Berlins in die Innenstadt profitieren.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Das Wachstum der U-Bahn als Rückgrat der Mobilität unserer Stadt geht weiter. Im Frühjahr haben wir bis zu 1.500 moderne U-Bahnwagen bestellt und heute eröffnen wir eine neue Strecke. Mit der verlängerten U5 bringen wir Mobilität in neue Dimensionen: Mitten im Herzen unserer Stadt profitieren Millionen von Fahrgästen aus Berlin und aller Welt von dieser 2,2 km längeren Verbindung. Eine solche Eröffnung ist auch eine betriebliche Kraftanstrengung, weshalb ich allen Beschäftigten der BVG – von U-Bahn, Infrastruktur oder anderen Bereichen – meinen herzlichen Dank aussprechen möchte. Jetzt heißt es: Alle Signale auf Grün und freie Fahrt von Hönow bis zum Hauptbahnhof!“

 

„Berlin tief verbunden“: Das Motto der heutigen Eröffnung beschreibt nicht nur den Lückenschluss auf der Linie U5 selbst. So kommt beispielsweise der Umsteigemöglichkeit zwischen S- und U-Bahn am Brandenburger Tor nun eine neue Bedeutung zu. Vor allem aber der neue U-Bahnhof Unter den Linden hat es „in sich“. Mit ihm gibt es ab sofort ein Umsteigekreuz zwischen U5 und der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden U6.

 

Seit 12 Uhr halten die Züge der U6 zwischen Alt-Mariendorf und Alt-Tegel am oberen Bahnsteig des U-Bahnhofs Unter den Linden. Der nur wenige Meter Fußweg und knapp zweihundert Meter Schienenstrecke entfernte U6-Bahnhof Französische Straße ging zeitgleich vom Netz und bleibt künftig geschlossen. Die BVG geht am U-Bahnhof Unter den Linden von täglich rund 50.000 Umstiegen zwischen U5 und U6 aus.

 

 

Ein Projekt, zwei Tunnel, drei U-Bahnhöfe

 

Der „Lückenschluss U5“ zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor wurde unter der Geschäftsführung von Ute Bonde und Jörg Seegers von der 2014 eigens gegründeten BVG-Tochter „Projektrealisierungs GmbH U5“ geleitet, welche seit Anfang 2020 „BVG Projekt GmbH“ heißt. Die Baukosten – getragen von Bund und Land – werden nach Fertigstellung des U-Bahnhofs Museumsinsel die 2013 berechneten 525 Millionen Euro um nur wenige Prozent übertreffen. Das BMVI stellte für das Gesamtvorhaben, den Abschnitt von Alexanderplatz bis Hauptbahnhof, einschließlich der bereits fertiggestellten U55, wie im Hauptstadtfinanzierungsvertrag festgelegt, Zuwendungen in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Ute Bonde, Geschäftsführerin Finanzen der BVG Projekt GmbH: „Wir sind sehr stolz auf diese Leistung. Wir haben gezeigt, dass auch Großprojekte innerhalb des Zeit- und Kostenrahmens mit dem richtigen Team und einem partnerschaftlichen Miteinander gelingen. Wir sind bereit für weitere bauliche Herausforderungen hier in Berlin.“

 

Jörg Seegers, Geschäftsführer Technik der BVG Projekt GmbH: „Die Streckenführung mitten durch das Grundwasser, mitten in der Stadt, unter denkmalgeschützten Bauwerken, Gewässern und direkt unter „Unter den Linden“ war sehr anspruchsvoll. Tausende Menschen haben hier in den vergangenen Jahren Herausragendes geleistet. Wir sind allen Projektbeteiligten sehr dankbar, auch wenn sie heute hier leider nicht dabei sein können.“

 

Die Dimensionen beim Bau des neuen U-Bahn-Abschnitts waren gewaltig: Mit der 700 Tonnen schweren Tunnelvortriebsmaschine „Bärlinde“ entstanden zwischen Sommer 2013 und Herbst 2015 zwei Tunnelröhren zwischen Marx-Engels-Forum und U-Bahnhof Brandenburger Tor. An Spitzentagen schaffte die Tunnelmannschaft bis zu 20 Meter Vortrieb. Im März 2017 erfolgte der Durchbruch von der Neubaustrecke zum U-Bahnhof Brandenburger Tor. Später wurden 9.200 Tonnen Schotter verteilt, mehr als 6.000 Schwellen und 8.500 Meter Schienen eingebaut. Die Fachgewerke der BVG verlegten rund 250 Kilometer Kabel im Tunnel und den drei Bahnhöfen.

 

Die drei neuen Bahnhöfe entlang der Strecke haben einen jeweils ganz eigenen Charakter. So verfügt der U-Bahnhof Rotes Rathaus, direkt vor dem Berliner Regierungssitz gelegen, über zwei Ebenen: Auf der oberen befindet sich der zweigleisige U-Bahnhof, darunter eine viergleisige „Aufstellanlage“ für die U-Bahnzüge. Der in Deckelbauweise entstandene Bahnhof wurde von Oliver Collignon entworfen. Prägende Elemente sind die sieben „Pilzkopfstützen“ in der Mitte der Gleise sowie die Wand- und Bodenbeläge aus weiß-schwarzem Terrazzo.

 

Oliver Collignon, Architekt des U-Bahnhofs „Rotes Rathaus“: „Dieser U-Bahnhof ist weit mehr als nur eine Funktion in einer Verkehrsinfrastruktur. Ein gutes Gebäude muss sich gut anfühlen. Die Menschen, die ein Gebäude nutzen, sollen sich wohlfühlen damit.“

 

Der bautechnisch herausforderndste neue Bahnhof liegt an der namensgebenden Museumsinsel, unterhalb des Spreekanals. Aufgrund der besonderen Lage konnten nur die beiden Bahnhofsenden in offener Bauweise hergestellt werden. Der gesamte Bahnsteigbereich musste im Schutz eines riesigen Eiskörpers im bergmännischen Verfahren hergestellt werden. Der 28.000 Kubikmeter große Frostkörper entstand mittels aufwändiger Vereisungsbohrungen und -37° Celsius kalter Kalziumchlorid-Sole. Auf dem von Max Dudler entworfenen Bahnhof läuft noch der Ausbau von Zugängen und Zwischenebene, weshalb er bis Sommer 2021 ohne Halt durchfahren wird. Bereits fertig ist der aus insgesamt 6.662 Lichtpunkten bestehende Sternenhimmel, unter dem die Züge hier künftig einfahren.

 

Drei Ebenen, zwei Linien, ein Bahnhof: Dem von Prof. Axel Oestreich und Ingrid Hentschel entworfenen U-Bahnhof Unter den Linden kommt eine besondere „verbindende“ Bedeutung zu. Denn hier kreuzen sich ab sofort die Linien U5 und U6. Dass die bestehende U6 in diesem Bereich während des Baus nur für rund 17 Monate unterbrochen werden musste, ist eine besondere planerische und bauliche Leistung.

 

Prof. Axel Oestreich, Architekt des Bahnhofs „Unter den Linden“: „Der U-Bahnhof ist zeitlos gestaltet. Auch in 100 Jahren sollen die Menschen hier gerne ein-, aus- und umsteigen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.“

 

Mit den 11 Metern zwischen U5-Bahnsteig auf der untersten Ebene und der Bahnhofsdecke eröffnen sich an diesem U-Bahnhof ungewohnte Räume im Untergrund. Dank insgesamt 183,8 Metern verbauter Fahrtreppen müssen die umsteigenden Fahrgäste dennoch kein langes Treppensteigen befürchten. Gestalterische Akzente liefern die von der Humboldt Universität gestalteten Hintergleiswände des U5-Bahnsteigs.



                                                                                                Video: BVG/United News


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Die Schweizerische Südostbahn startet in den Fernverkehr

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) ist ein eigenständiges Bahnunternehmen, das jährlich rund 13 Millionen Fahrgäste bewegt und ein eigenes 123 Kilometer langes Schienennetz unterhält. Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 übernimmt die SOB mit dem «Treno Gottardo» die Gotthard-Bergstrecke und steigt damit auch in den Fernverkehr ein. Mit dem neuen Angebot bietet sie ab Zürich / Basel / Luzern eine umsteigefreie Direktverbindungen in die Tourismusregionen an, verdoppelt ihre Produktionsleistung und schafft über 200 Arbeitsplätze.

Ab dem Fahrplanwechsel ist der Traverso auch als "Treno Gottardo" im Einsatz                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Für die Südostbahn ist der Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember 2020 ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Mit dem «Treno Gottardo» wird die SOB neu auch im nationalen Fernverkehr unterwegs sein und damit ihre Produktionsleistung nahezu verdoppeln. «Die SOB schafft mit dem  "Treno Gottardo"  ein attraktives Angebot, um den Betrieb der Gotthard-Bergstrecke nachhaltig zu sichern», sagt Thomas Küchler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Südostbahn.


Die im Co-Branding mit der SBB betriebene Linie schafft für die Kundinnen und Kunden aus den Zentren der Deutschschweiz und des Tessins neue umsteigefreie Direktverbindungen in die Tourismusregionen. Die Züge fahren stündlich alternierend ab Basel - Olten - Luzern und Zürich - Zug in Richtung Süden. Wegen Bauarbeiten im Tessin verkehren die Züge ab dem Fahrplanwechsel vorerst nur bis Bellinzona und ab dem 5. April 2021 dann bis nach Locarno. Mit dem neuen digitalen Marktplatz der Südostbahn werden die Regionen und ihre touristischen Angebote auch in der Vermarktung näher zusammengeführt. Auf dem Marktplatz wird nebst dem Ticketkauf für die Bahnreise auch eine Sitzplatz-Reservation in den Zügen angeboten.


Die Fahrgäste profitieren auf ihrer Reise vom modernen Niederflurzug Traverso. Der kupferfarbene Traverso wird seit 2019 auch auf der Linie des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern eingesetzt. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 verkehren die Züge zudem auf der Linie  «Aare Linth»  zwischen Bern - Olten - Zürich und Chur.


Die Südostbahn verdoppelt mit dem Eintritt in den Fernverkehr die Produktionsleistung und schafft neue Arbeitsplätze. Bis Ende 2021 wird das Unternehmen um rund 200 Mitarbeitende auf über 800 wachsen, dies vor allem im Bereich des Lokpersonals und der Kundenbegleitung, aber auch im Bereich der Instandhaltung wird mehr Personal tätig sein. «Dass wir gerade in den schwierigen Zeiten von Covid-19 neue Arbeitsplätze schaffen können, ist ein weiteres Plus unseres unternehmerischen Engagements», betont Thomas Küchler.

 

 

Der Traverso

 

Die achtteiligen, 150 m langen Niederflurtriebzüge vom Typ «Traverso» zeichnen sich durch Innovation und Komfort aus und verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse (2+1-Bestuhlung). Die hochwertige Innenausstattung deckt die Bedürfnisse der unterschiedlichen Benutzergruppen von Pendlerinnen und Pendlern sowie des Freizeit- und Tourismusverkehrs ab: Alle Sitzplätze sind mit Steckdosen ausgerüstet. In den komfortablen Zügen mit modernem Raumkonzept und grossen Panoramafenstern gibt es zwei Bistrozonen mit Getränke- und Snackautomaten, ein einzigartiges Familienabteil und Plätze für Fahrräder und Skis. Die vollklimatisierten Züge erfüllen die neuesten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bieten ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen.

 

Die SOB setzt die kupferfarbenen Fernverkehrszüge «Traverso» seit Juni 2019 auf der Strecke des «Voralpen-Express» zwischen St. Gallen und Luzern ein. Ab 13. Dezember 2020 wird der Traverso als «Treno Gottardo» stündlich alternierend ab Basel respektive Zürich über die Gotthardbergstrecke nach Locarno fahren und ab Mitte Dezember 2021 als «Aare Linth» zwischen Bern - Zürich - Chur verkehren.

 

 

News und Fahrplanänderungen im Regionalverkehr

 

Ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember 2020 übernimmt die Südostbahn den Betrieb der Linie S6 Rapperswil–Schwanden von der SBB. Für die Kundinnen und Kunden hat dies besonders am Bahnhof Rapperswil Vorteile. Neu können Fahrgäste aus dem Linthgebiet wieder in beide Richtungen perrongleich von und nach Zürich umsteigen. Die Südostbahn kann die Anschlusssituation dank eines optimierten Einsatzes des Rollmaterials verbessern. Aktuell ist der perrongleiche Umstieg in Rapperswil nur bei Fahrten nach Zürich möglich.


Mit der Übernahme der S6 bis ins Glarnerland vergrössert die Südostbahn aber auch ihr Marktgebiet. Im Regionalverkehr steigert die SOB mit der Übernahme der Linie ihre jährlichen Zugkilometer deshalb um weitere 700‘000 Kilometer.

 


Änderungen Raum Arth-Goldau/Einsiedeln/Samstagern/Rapperswil

 

Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels ändern sich in Arth-Goldau die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge Richtung Tessin. Um die Anschlüsse aus der Südschweiz in Arth-Goldau Richtung Biberbrugg, Rapperswil und St. Gallen am Abend länger anzubieten, passt die Südostbahn ihr Angebot an.


Die bisherigen Spät-S-Bahnen ab Arth-Goldau werden um 21.16 Uhr und 22.16 Uhr durch den beschleunigten Voralpen-Express ersetzt. Wie tagsüber halten diese Züge in Rothenthurm, Biberbrugg und Pfäffikon. Zusätzlich wird abends auch Samstagern bedient. Reisenden nach Steinerberg und Sattel stehen künftig abends zusätzliche Busverbindungen zur Verfügung. Die letzte Verbindung um 23.13 Uhr ab Arth-Goldau Richtung Rapperswil/St. Gallen bleibt mit allen Zwischenhalten wie bisher bestehen.


Zwischen Rapperswil und Einsiedeln wird das Abendangebot ausgebaut. Die S40 verkehrt zusätzlich auch um 21.06 Uhr und 22.06 Uhr ab Rapperswil respektive um 21.12 und 22.12 Uhr ab Einsiedeln. Die zusätzlichen Züge kompensieren teilweise die wegfallenden Halte der Züge aus Arth-Goldau, schaffen aber auch neue abendliche umsteigefreie Verbindungen zwischen Rapperswil und Einsiedeln.

 

 

Änderungen Raum St. Gallen


In der Region St. Gallen passt die Südostbahn den Fahrplan im kommenden Jahr nur im Minutenbereich an. Um in St. Gallen den Anschluss in Richtung Zürich sicherzustellen, verkehrt die S-Bahn neu bereits um 5.44 Uhr ab Herisau.


Wegen eines Strassenbauprojekts des Tiefbauamts des Kanton St. Gallen muss die Nachtbus-Haltestelle Krummenau Trempel aufgehoben werden. Kundinnen und Kunden des Nachtbus Wil - Wattwil - Nesslau steht die Haltestelle Krummenau, Restaurant Adler als Ersatz zur Verfügung.


Ein Jahr später wird der "Traverso" dann auch Bern mit dem Kanton Graubünden verbinden. Entsprechende Testfahrten entlang vom Walensee im Kanton St.Gallen haben bereits stattgefunden. In den Hauptverkehrszeiten ist hier auch geplant den "Traverso" mit einem neuen 4-teiligen SOB FLIRT3 (mit gleicher Innenausstattung) zu verstärken. Die Züge werden ab 12. Dezember 2021 auf der Linie "Aare Linth" als Interregio bzw. Regio-Express von Bern über Olten - Zürich - Sargans nach Chur unterwegs sein.


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Projekt fahrBAR: Restaurierung und Wiederinbetriebnahme eines legendären Barwagens

Ganz nach dem Motto "aus alt mach neu“ restaurieren junge Bahnliebhaber im Kanton Graubünden einen alten Bahnwagen, mit der Vision einer modernen Barwagengastronomie, die jede Menge Platz für Bierkultur, Kulinarik, Begegnungen und verrückte Ideen bietet. Die fahrBAR soll neue Akzente auf dem Netz der Rhätischen Bahn (RhB) setzen. Dank dem mobilen Eventlokal können nicht nur Partys, Konzerte und Kulturveranstaltungen, wie Degustationen oder Poetry Slam in neuer Form stattfinden, sondern auch fahrplanmässige Personenzüge auf dem RhB-Schienennetz mit einem Barwagen bereichert werden.

Nachfolgend stellen die Verantwortlichen ihr Projekt fahrBAR gleich selbst vor                                      Foto: Florian Huber

 

 

 

«wir machen die fahrBAR wieder fahrbar»

 

Mit diesem Ziel vor Augen gründeten fünf junge bahninteressierte im Jahr 2014 die Projektgruppe fahrBAR. Im Vordergrund steht die Restaurierung und Umfunktionierung eines ehemaligen Postwagens der Rhätischen Bahn (RhB) in einen Barwagen.

 

Die Idee des Wagens als Barlokal ist tief in der Geschichte unseres Wagens verankert. Bereits im Jahr 1981 hat die Rhätische Bahn den zuvor ausrangierten Postwagen mit viel Mühe in den Calanda-Bräu-Wagen umgebaut. Seither wurde der Wagen für Verschiedenes eingesetzt. Unter anderem als Schmuckladen, Ausstellungsobjekt und Gesellschaftswagen. Unser Team stiess auf den heutigen WR-S 3823, kurz bevor dieser verschrottet werden sollte. Für das geplante Projekt war der Wagen perfekt geeignet und so retteten wir ihn vor seinem sicheren Ende. In den letzten Jahren hat unser motiviertes Team alles daran gesetzt, den historischen Wagen wieder auf Vordermann zu bringen.

 

Inzwischen sind wir als Verein tätig und können uns immer wieder über Neuzugänge freuen. Alle Vereinsmitglieder tragen stetig zur Realisierung unseres Projektes bei. Sei es als Handwerker am Wagen, als Organisationsmitglied bei der Planung oder als finanzieller Unterstützer. Hast auch Du Interesse an unserem Projekt? Oder willst Du als Vereinsmitglied Deine Unterstützung einbringen? Dann schau doch mal auf unserer Homepage unter www.projekt-fahrbar.ch vorbei oder nimm direkt mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns über jeden Interessierten!


Der Vorstand des Vereins Projekt fahrBAR: Hinten (v.l.n.r)  Samuel Kier (Leiter Technik / Bau | Stv. Projektleiter),  

Florian Huber (Projektleiter fahrBAR), Jonas Krummenacher (Teamleiter äussere Aufarbeitung);

vorne Selina Schmid (Personal / Sponsoring) und Michelle Pudil (Finanzen / Einkauf).


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Terminal Service Austria bekommt mit Lineas neuen Grosskunden

Die Terminal Service Austria (TSA) betreibt die sieben Güterterminals der ÖBB Infrastruktur, ist flächendeckend und österreichweit tätig und der grösste Anbieter an Terminal und Umschlagleistungen in Österreich. Nun lässt die TSA mit erfreulichen Nachrichten aufhorchen: Mit Lineas konnte ab Fahrplanwechsel im Dezember 2020 ein neuer Zugbetreiber gewonnen werden der mit seinen Xpress-Zügen die Terminals Wolfurt, Wels und Wien Süd anfahren wird.

Ab dem Fahrplanwechsel wird Lineas mit seinen Xpress-Zügen von Antwerpen nach Wolfurt fahren    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Wolfurt mit 3 Zügen wöchentlich

 

Ab Mitte Dezember 2020 wird Lineas mit seinen Xpress-Zügen 3x wöchentlich von Antwerpen nach Wolfurt, mit Zwischen-Stopps in Recklinghausen und Langweid-Foret, fahren. Mit dem neuen Grosskunden und dessen Paradeprodukt "Green Xpress Network" sichert sich der Terminal Wolfurt die indirekte Anbindung an die grossen Hafengebiete Antwerpen, Zeebrügge, Gent und Rotterdam. Der Vorarlberger Terminal profitiert somit vom Direktanschluss an die mehr als 20 regelmässigen Green Xpress Züge in ganz Europa.

 

 

Wels und Wien Süd ebenfalls Teil des Xpress Networks

 

Der Terminal Wien Süd wird in Zukunft ebenfalls mit 3 Rundläufen ein Bestandteil des "Green Xpress Netzwerkes" sein. Dabei werden wöchentlich 6 gemischte Züge (3 in jede Richtung) mit konventionellen und kombinierten Sendungen die Strecke Antwerpen – Wels – Wien Süd und Bratislava fahren. "Es ist erfreulich, dass wir mit Lineas ein modernes Unternehmen aus dem Schienengüterverkehr an uns binden konnten. Die zusätzlichen 12 Zugsverbindungen sind ein Auftrag an uns, unsere Serviceleistungen in der Terminallogistik in gewohnt guter Qualität und mit Engagement für unsere Kunden abzuwickeln", so die Geschäftsbereichsleiterin der TSA in der ÖBB Infrastruktur Dr. Renate Glisic.

 

Lineas ist der grösste private Schienengüterverkehrsbetreiber in Europa mit Hauptsitz in Belgien und bietet seinen Kunden hochwertige Schienenverbindungen und dazugehörige Serviceleistungen mit dem Ziel an, mehr Transportgüter von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen. Dabei soll es den Kunden ermöglicht werden, deren Lieferketten zu optimieren und gleichzeitig werden damit die positiven Effekte des kombinierten Verkehrs auf Klima und Mobilität genutzt.

 

Die TSA betreibt die 7 Terminals der ÖBB Infrastruktur. Die Standorte sind das Terminal Wien Süd (UKV), Terminal Wels (UKV, ROLA), Terminal St. Michael (UKV), Terminal Villach (UKV) sowie das Terminal Wolfurt (UKV), Terminal Wörgl (ROLA) und Terminal Brennersee (ROLA). Mit diesen 7 Terminalstandorten ist TSA flächendeckend und österreichweit tätig und der größte Anbieter an Terminal und Umschlagleistungen, ergänzt um verschiedenste Terminallogistikleistungen, in ganz Österreich

 

 

Rundläufe ab Fahrplanwechsel 2020/21:

 

· Verkehrstage Wolfurt:

   Ankunft in Wolfurt: Jeweils  am Montag, Mittwoch und Freitag 

   Abfahrt von Wolfurt: Jeweils am Dienstag, Donnerstag und Samstag

 

· Verkehrstage Wien Süd:

   Ankunft in Wien Süd: Jeweils am Mittwoch, Donnerstag und Samstag

   Abfahrt von Wien Süd: Jeweils am Dienstag, Mittwoch und Samstag

 

· Verkehrstage Wels:

   Ankunft in Wels: Jeweils am Donnerstag und Samstag

   Abfahrt von Wels: Jeweils am Mittwoch und Sonntag

 

 

 

Der Güterterminal Wolfurt wird Teil des deutschen AlbatrossExpress-Netzwerks

 

Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 weitet die TFG-Transfracht sein AlbatrossExpress-Netzwerk in Österreich auf den Terminal Wolfurt aus. Mit einer 5 x wöchentlichen Abfahrt in beiden Richtungen und den schnelleren Laufzeiten stärkt der Terminalstandort seine Hub-Stellung in der gesamten Bodenseeregion. Zudem garantiert das Netzwerk eine Anbindung an die für den maritimen Sektor sehr wichtigen Containerterminals in den Häfen Rotterdam und Antwerpen, die beide sehr ambitionierte und nachhaltige Wachstumsstrategien durch den Ausbau des Schienengüterverkehrs verfolgen.

 

 

Netzwerk mit 15.000 Destinationen und 24 Terminals

 

Das flächendeckende AlbatrosExpress-Zugsystem der TGF-Transfracht verbindet täglich die Containerterminals der Häfen Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Koper, Rotterdam und Antwerpen mit über 15.000 Destinationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit den 24 Terminals ist das AlbatrosExpress-Netzwerk das dichteste Zugnetzwerk im europäischen Seehafenhinterlandverkehr.

 

 

Verkehrsverlagerung auf klimafreundliche Schiene

 

"Für die TSA als neutralen Dienstleister in der Terminallogistik ist die Aufnahme in das AlbatrossExpress.-Netzwerk eine grosse Herausforderung aber auch die Chance, aktiv daran mitzuarbeiten, dass in Europa die Verkehrsverlagerung des Güterverkehrs auf die klimafreundliche Schiene spürbar erhöht wird. Die AlbatrossExpress-Züge ersetzen jährlich rund 600.000 Lkw-Fahrten und vermeiden so etwa 360.000 Tonnen CO2. Damit realisieren wir nachhaltigen Umweltschutz“, so die Geschäftsbereichsleiterin der TSA in der ÖBB Infrastruktur Dr. Renate Glisic.

 

Die TFG Transfracht ist eine Tochter der Deutschen Bahn AG und ist Marktführerin im containerisierten Seehafenhinterlandverkehr der deutschen Seehäfen. Durch die Aufnahme des TSA-Terminals Wolfurt und dessen Serviceleistungen in das AlbatrossExpress-Zugsystem erwartet sich das Unternehmen eine bessere Anbindung an die Regionen Süddeutschland, Westösterreich, Ost-Schweiz sowie an den Ländermarkt Liechtenstein.




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Goldach - Rorschach: Bus statt Zug wegen Bauarbeiten am Wochenende

Um die Kapazitätsengpässe auf der Linie St. Gallen - St. Margrethen zu entschärfen und die Ostschweiz an den europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland anzuschliessen (HGV-A), baut die SBB die heute einspurige Strecke zwischen Goldach und Rorschach Stadt seit 2019 zur Doppelspur aus. Aufgrund der Bauarbeiten ist diese Strecke am Wochenende vom 27. bis 29. November 2020 für den Zugverkehr gesperrt. Es fahren Bahnersatzbusse.

Im Zuge der Bauarbeiten wird der Bahnhof Rorschach Stadt auch barrierefrei ausgebaut                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Im Rahmen des Doppelspurausbaus Goldach - Rorschach Stadt werden am kommenden Wochenende unter anderem die sogenannten Hilfsbrücken (provisorische Gleise und Perrons) ausgebaut, die für den Bau der Velounterführung «Sonnenweg» nötig waren. Aus diesem Grund ist die Strecke Goldach - Rorschach von Freitagabend, 27. November, 21.40 Uhr, bis Sonntagabend, 29. November 2020, Betriebsschluss, für den Zugverkehr gesperrt.

 

 

Einschränkungen im Zugsverkehr

  • Der EC Zürich HB - München wird via Romanshorn umgeleitet und hält nicht in St. Gallen.

  • Der IR 13 fällt zwischen St. Gallen und Rorschach aus.

  • Die RE, S2, S3 und S4 fallen zwischen Goldach und Rorschach aus.

Zwischen Goldach und Rorschach fahren Bahnersatzbusse. Anschlüsse auf den jeweils nächsten Zug in Richtung St. Margrethen / Sargans / Chur beziehungsweise in Richtung St. Gallen / Wil sind sichergestellt. Die Reisezeiten verlängern sich um bis zu 40 Minuten.

 

 

Online-Fahrplan prüfen


SBB, Thurbo und SOB bitten die Reisenden, vor der Fahrt jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB Mobile App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Bei Fragen hilft der Rail Service 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.


Weitere Informationen sind unter sbb.ch/ostschweiz oder thurbo.ch/bauarbeiten finden.






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Basel SBB: Ersatz von Weichen führt zu Fahrplaneinschränkungen

Ab dem kommenden Wochenende erneuern die SBB und die DB Netz AG im Umfeld des Bahnhofs Basel SBB mehrere Weichen. Aufgrund dieser Bauarbeiten kommt es zu diversen Fahrplaneinschränkungen, so am 28. und 29. November 2020 zwischen Basel SBB und Basel Badischer Bahnhof sowie am 5. und 6. sowie am 12. und 13. Dezember 2020 zwischen Basel SBB und Olten. Der Online-Fahrplan ist angepasst.

Weichenerneuerungsarbeiten führen im Raum Basel zu Fahrplaneinschräkungen                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Die SBB und die DB Netz AG nehmen im Umfeld des Bahnhofs Basel SBB an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden umfangreiche Weichenerneuerungsarbeiten vor. Am Wochenende vom 28./29. November 2020 erneuert die DB Netz AG im Bereich des Basler Stadtviertels Gellert Weichen. Aus diesem Grund muss die Strecke Basel Badischer Bahnhof–Basel SBB für den Bahnverkehr gesperrt werden.

 

An den Wochenenden vom 5./6. Dezember und 12./13. Dezember 2020 ersetzt die SBB drei Weichen in der östlichen Einfahrt zum Bahnhof Basel SBB, kurz vor der Peter-Merian-Brücke. Für die Hauptarbeiten sind aus Sicherheitsgründen längere Gleissperren unerlässlich.

 

 

Fahrplaneinschränkungen 28./29. November 2020

  • Einzelne Verbindungen der Linie (Chur)–Zürich HB–Basel SBB–Deutschland werden in beiden Richtungen via Basel Rangierbahnhof umgeleitet und halten nicht in Basel SBB.
    • Reisende ab Zürich HB nach Basel SBB benützen den IR 37 mit Abfahrt um xx.08 Uhr in Zürich HB.
    • Reisende ab Basel SBB nach Zürich HB benützen den IR 36 mit Abfahrt um xx.13 Uhr in Basel SBB.
  • Die Züge der S6 fallen zwischen Basel SBB und Basel Badischer Bahnhof aus. Zwischen Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB (via Basel Rangierbahnhof) verkehren Extrazüge im Halbstundentakt.
  • Die internationalen Personenzüge Deutschland–Schweiz wenden in Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB. Reisende zwischen Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB benützen die Extrazüge.


Fahrplaneinschränkungen 5./6. Dezember und 12./13. Dezember 2020

  • Die Züge IR 26 und IC 21 fallen zwischen Olten und Basel SBB in beiden Richtungen aus. Reisende zwischen Olten und Basel SBB benützen den IC 61.
  • Die S3 Olten–Basel SBB–Laufen/Delémont/Porrentruy verkehrt am 5. und 6. Dezember 2020 nicht durchgehend. Reisende müssen in Basel SBB umsteigen.
  • Einige Züge der S6 Basel SBB–Zell im Wiesental fallen am Samstag, 5. Dezember und am Samstag, 12. Dezember 2020 zwischen Basel SBB – Basel Badischer Bahnhof aus. Betroffen sind nur die Verbindungen zur vollen Stunde.
    • In der Richtung Basel SBB–Zell im Wiesental fallen die Züge mit Abfahrt um xx.04 Uhr in Basel SBB aus.
    • In der Richtung Zell im Wiesental–Basel SBB wenden die Züge mit Ankunft um xx.50 Uhr in Basel Badischer Bahnhof.


Vor Reiseantritt Online-Fahrplan prüfen 


Die SBB bittet die Kundinnen und Kunden, vor Antritt ihrer Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Zusätzlich informiert die SBB ihre Kundinnen und Kunden mit Durchsagen im Zug sowie über Werbe-, Störungs- und Betriebslagemonitore am Bahnhof über die Fahrplananpassungen. Bei Fragen hilft auch das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.

 

 

Weichen führen auf das richtige Gleis

 

Dank einer Weiche kann ein Zug trotz starrer Schienen von einem Gleis auf ein anderes abbiegen. Ihr wichtigstes Bestandteil ist dabei die sogenannte Weichenzunge. Sie ist der verstellbare Teil der Weiche, der sich an die Schiene des Hauptgleises legt, um den Zug auf ein anderes Gleis zu lenken. Heute werden die Weichen des Schweizer Bahnnetzes ferngesteuert und mit Elektromotoren an den Gleisen angetrieben. Die Weichen sind zudem mit einem Heizsystem ausgestattet, damit sie im Winter nicht einfrieren.

Jedes einzelne Weichenjoch, bestehend aus Schienen und Schwellen, wiegt bis zu 30 Tonnen, ist für seinen Einsatzort massgeschneidert und wird mit Spezialwagen per Bahn angeliefert. Für den Einbau und das Schotterstopfen kommen schwerere Gleisbauzüge zum Einsatz, veritable fahrende Fabriken. Nach den Hauptarbeiten justieren die Gleisbauteams jeweils nachts mittels mehrmaliger Schotterstopfungen die Lage von Weichen und Gleisen millimetergenau und nehmen Schweissarbeiten vor.

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DB: Sanierung der Schnellfahrstrecken wird 2021 fortgesetzt

Die Sanierung der Schnellfahrstrecken der Deutschen Bahn (DB) geht in die nächste Runde: Ab dem 24. April 2021 stehen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover - Würzburg die nächsten Arbeiten an. Bis zum 16. Juli 2021 tauscht die DB zwischen Göttingen und Kassel insgesamt 75 Kilometer Gleis, 72.000 Schwellen, 95.000 Tonnen Schotter und 48 Weichen aus. Die DB investiert 114 Millionen Euro und macht damit die Strecke wieder fit für die Zukunft.

Die Züge werden umgeleitet und die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 40 Minuten                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Sanierung der Strecke ist wegen der vorhandenen vier Brücken und sieben Tunnel äusserst anspruchsvoll. Um die Einschränkungen für die Reisenden auf ein Minimum zu reduzieren, bündelt die DB die Arbeiten gezielt und führt sie mit modernsten Bauverfahren durch. Auf diese Weise wird die DB die Sanierung der insgesamt 40 km langen Strecke in nur zweieinhalb Monaten abschließen.

 

 

Auswirkungen auf den Bahnverkehr

 

Für das Baupensum wird die Schnellfahrtrecke auf dem Abschnitt zwischen Göttingen und Kassel komplett gesperrt. Züge werden über Eichenberg umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 40 Minuten. Die Züge in Richtung Hannover/Hamburg sowie Braunschweig/Berlin kommen nach der Umleitung in den Bahnhöfen nördlich von Kassel entsprechend später an, bzw. müssen dort in der Gegenrichtung nach Süden früher abfahren als sonst. Die veränderten Fahrzeiten sind in der Fahrplanauskunft bereits berücksichtigt.

 

Für den Nahverkehr ergeben sich während der Bauarbeiten ebenfalls Veränderungen. Alle RegionalExpress-Züge zwischen Halle, Erfurt und Kassel sowie zwischen Düsseldorf, Hagen und Kassel fahren zum Kasseler Hauptbahnhof statt nach Kassel Wilhelmshöhe, ebenso die RegionalBahnen von und nach Korbach. Auch auf den anderen RE-, RB- und auch den RegioTram-Linien nach Kassel kommt es zu geänderten Abfahrtzeiten, meist im Bereich bis 5 Minuten, teilweise jedoch auch bis zu 20 Minuten. Eine RegioTram im morgendlichen Schülerverkehr von Hümme nach Kassel muss ausfallen, dafür fährt die vorausfahrende RT mit mehr Sitzplätzen.

 

 

Erneuerung der DB-Schnellfahrstrecken

 

Mit den ersten Schnellfahrstrecken Hannover – Würzburg und Mannheim -Stuttgart begann eine neue Ära im Bahnverkehr. Nach rund 30 Jahren werden diese Strecken wieder fit für die Zukunft gemacht. Noch bis Ende Oktober 2020 wurde die Strecke Mannheim – Stuttgart saniert. Im Durchschnitt nutzen jährlich 15,5 Millionen Fahrgäste diese Fernverkehrsachse, rund 13,7 Millionen Bruttotonnen Güter werden hier pro Jahr transportiert. Hochgeschwindigkeitszüge fahren mit bis zu 280 km/h.

 

 

Information der Reisenden

 

Über Fahrplanänderungen informiert die Bahn über zahlreiche Kanäle von der App DB Navigator über Max Maulwurf, Flyer, Aushänge und Plakate in den Bahnhöfen bis hin zu dem Buchungsportal bahn.de.


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Sanierung SFS Göttingen - Kassel
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Bahnangebot ab der Schweiz nach Italien und Frankreich wird reduziert

Die aktuelle Situation und die verschärften Schutzmassnahmen gegen das Corona-Virus haben zu einem deutlichen Nachfrage-Rückgang im internationalen Bahnverkehr geführt. In Absprache mit Trenitalia, SNCF und TGV Lyria wird das Angebot zwischen der Schweiz und Italien sowie Frankreich reduziert: Nach Italien werden ab 9. November 2020 fünf Verbindungen ausgesetzt, im Verkehr von und nach Frankreich wird das Angebot ab sofort auf zwei Verbindungen zwischen Genf und Paris und eine Verbindung Zürich/Basel–Paris reduziert.

Die betroffenen Züge verkehren innerhalb der Schweiz regulär bis nach Chiasso                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie in der Schweiz und den umliegenden Ländern zwingt die Bahnen zum Handeln. Aufgrund des massiven Rückgangs von Reisen insbesondere von und nach Italien und Frankreich haben die SBB in Absprache mit den Partnerbahnen Trenitalia, SNCF und TGV Lyria, beschlossen, das Angebot ab sofort zu reduzieren. Im Verkehr nach Italien gelten diese Massnahmen ab dem 9. November 2020 bis vorerst am 12. Dezember 2020, nach Frankreich ab sofort bis mindestens am 1. Dezember 2020.

 

Im Verkehr nach Italien sind auf der Gotthard-Achse von und nach Mailand vier Verbindungen betroffen. Die betroffenen Züge verkehren jedoch innerhalb der Schweiz regulär bis nach Chiasso, zudem fällt eine Verbindung zwischen Genf und Mailand aus. Die direkten Verbindungen von der Schweiz nach Venedig und zurück werden ebenfalls ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt; diese Züge verkehren nur zwischen der Schweiz und Mailand. Weitere Reduktionen des Angebots können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Im grenzüberschreitenden Regionalverkehr nach Italien wird das Angebot der S50 von TILO (Bellinzona-Lugano-Mendrisio-Varese-Malpensa) ab dem 9. November ebenfalls angepasst. Aktuelle Informationen zum Regionalverkehr von und nach Italien finden Sie auf www.tilo.ch.

 

Im Fernverkehr werden ab Genf nach Paris und zurück täglich zwei Verbindungen angeboten, von und nach Zürich/Basel nach Paris verkehrt pro Tag ein Zug von TGV Lyria. Auf der Strecke zwischen Neuchâtel und Frasne wird das Angebot eingestellt, da in Frasne aufgrund des Ausfalls der TGV-Verbindungen durch den Jura vorübergehend kein Anschluss an das TGV-Hochgeschwindigkeitsnetz nach Paris angeboten werden kann.

 

In Absprache mit der ÖBB werden ab dem kommenden Wochenende zudem die Nachtzugverbindungen mit dem Nightjet auf den Strecken von Zürich nach Berlin und Hamburg in beiden Richtungen bis voraussichtlich am 2./3. Dezember 2020 eingestellt.

 

Die aktuellen Angaben zu den internationalen Tagesverbindungen sowie der Nachtzüge sind entsprechend im Online-Fahrplan unter www.sbb.ch sowie auf SBB Mobile angepasst.

 

 

 

Rhätische Bahn (RhB) Grenzverkehr mit Italien - Tirano in der "roten Zone"

 

Die italienische Regierung hat zusätzliche Corona-Massnahmen erlassen. Ab Freitag, 6. November 2020, ist in den sogenannten "roten Zonen", zu welchen auch die Provinz Lombardei gehört, touristisches Reisen untersagt. Die Ein- und Ausreise ist verboten. Davon ausgenommen sind lediglich Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Freizeitreisende dürfen in Tirano nicht mehr einreisen. Der Betrieb des Bernina Express Bus von Tirano nach Lugano wird per Freitag, 6. November 2020 eingestellt.

 

Ausserdem ist vom 2. bis 7. November 2020 die Strecke Pontresina - Poschiavo aufgrund von Bauarbeiten für den Bahnverkehr gesperrt. Dort verkehren Bahnersatzbusse. Die Bahnhöfe Alp Grüm, Cavaglia und Cadera können nicht bedient werden.

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Nachtnetze im Schweizer ÖV werden bis auf weiteres eingestellt

Als Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus gilt in der Schweiz eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr. In Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und den Kantonen stellen die Transportunternehmen aus diesem Grund die Nachtnetze ein, die jeweils am Wochenende in den frühen Morgenstunden betrieben werden. Nicht betroffen von der Massnahme sind die regulären Spätverbindungen.

Das ZVV-Nachtnetz wurde nach der ersten Einstellung gar nicht wieder in Betrieb genommen          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

In der Schweiz stellen die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs ab dem kommenden Wochenende (6. auf 7. November 2020) die Nachtnetze ein. Es handelt sich um die ÖV-Angebote, die in vielen Städten oder Agglomerationen jeweils in den Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag zusätzlich zum ordentlichen Tagesangebot betrieben werden.

 

Die Einstellung ist eine Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus und erfolgt in Abstimmung mit den Bestellern des Nachtangebots (Bund und Kantone), dem Bundesamt für Verkehr (BAV) sowie den Systemführerinnen SBB (Schiene) und PostAuto (Strasse). Der Entscheid stützt sich auf die Vorgabe des Bundesrates vom 28. Oktober 2020, der eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr angeordnet hat. Dadurch bleibt die Nachfrage nach einem Nachtangebot aus. Einige Nachtnetze (z.B. Moonliner, nachtstern) haben ihren Betrieb bereits eingestellt. Andere wurden seit der ersten Corona-Welle nicht wieder in Betrieb genommen (ZVV-Nachtnetz).

 

Die Einstellung des Nachtangebots erfolgt vorerst unbefristet. Die Wiederaufnahme hängt von den Vorgaben des Bundesrates zu den Bereichen Sperrstunde und Nachtleben ab. Die Anschlüsse nach Ankunft der letzten Züge des Fahrplanes sind sichergestellt. Diese werden häufig von Berufstätigen mit einer späten Schicht (beispielsweise Pflegeberufe) benutzt. Die Verbindungen sind alle im Online-Fahrplan aufgeführt.


Suspension temporaire des réseaux de nuit

La fermeture de tous les établissements à 23 heures a été ordonnée en Suisse afin de lutter contre la propagation du coronavirus. En accord avec l'Office fédéral des transports (OFT) et les cantons, les entreprises de transport suspendent donc les réseaux de nuit, qui sont exploités aux premières heures du matin le week-end. Les liaisons régulières proposées en soirée ne sont pas concernées par cette mesure.

En Suisse, les entreprises de transports publics suspendent les réseaux de nuit à partir du week-end prochain (dès la nuit du 6 au 7 novembre 2020). Il s'agit d'offres proposées en plus de l'offre quotidienne dans de nombreuses villes ou agglomérations les nuits du vendredi au samedi et du samedi au dimanche. La suspension de ces liaisons est une mesure de lutte contre la propagation du coronavirus.

 

Elle est prise en concertation avec les commanditaires de l'offre de nuit (Confédération et cantons), l'Office fédéral des transports (OFT) et les gestionnaires des systèmes rail et route, respectivement les CFF et CarPostal. La décision s'appuie sur la prescription du Conseil fédéral du 28 octobre 2020, qui a ordonné la fermeture des établissements à 23h00. La demande de nuit devient ainsi inexistante. Certains réseaux de nuit (comme Moonliner, nachtstern) ont déjà mis leur exploitation à l'arrêt. D'autres n'ont pas été remis en service depuis la première vague de coronavirus (ZVV réseau de nuit).

Dans un premier temps, l'offre de nuit est suspendue pour une durée illimitée. La reprise dépendra des prescriptions du Conseil fédéral sur la fermeture des établissements et la vie nocturne. Les correspondances consécutives à l'arrivée des derniers trains de l'horaire sont garanties. Elles sont souvent empruntées par des personnes actives allant travailler tard le soir (comme le personnel soignant). Les relations sont toutes indiquées dans l'horaire en ligne.


Collegamenti notturni temporaneamente sospesi

Come misura contro la diffusione del coronavirus, in Svizzera vige l’obbligo di chiusura di bar e ristoranti a partire dalle ore 23.00. D’intesa con l’Ufficio federale dei trasporti (UFT) e i Cantoni le imprese di trasporto sospendono quindi per tale motivo i collegamenti notturni, che nel fine settimana sono operativi fino alle prime ore del mattino. I collegamenti notturni regolari non sono interessati da questa misura.

 

In Svizzera le imprese dei trasporti pubblici sospendono i collegamenti notturni a partire dal prossimo fine settimana (6-7 novembre 2020). Si tratta di offerte di trasporto che in molte città o agglomerati sono gestite, in aggiunta all’offerta giornaliera, nelle notti da venerdì a sabato e da sabato a domenica. La sospensione è una misura volta a contrastare la diffusione del coronavirus ed è stata decisa d’intesa con i committenti dell’offerta notturna (Confederazione e Cantoni), con l’Ufficio federale dei Trasporti (UFT), nonché con i leader di sistema FFS (trasporto ferroviario) e AutoPostale (trasporto su strada).

 

La decisione si basa sui provvedimenti adottati dal Consiglio federale il 28 ottobre 2020, che includono anche la chiusura di bar e ristoranti a partire dalle ore 23.00. Questo si traduce anche nell’assenza di domanda per un’offerta notturna. Alcune reti notturne (ad es. Moonliner, Nachtstern) hanno già sospeso l’esercizio, mentre altre non avevano ancora ripreso l’attività dopo la prima ondata di coronavirus (ZVV rete notturna).

 

L’offerta notturna sarà sospesa a tempo indeterminato. La ripresa dipenderà dalle disposizioni del Consiglio federale in materia di chiusure e di vita notturna. Le coincidenze previste dopo l’arrivo degli ultimi treni dell’orario saranno garantite, in quanto spesso utilizzate da persone attive professionalmente con turni di lavoro notturni (ad es. professioni sanitarie). I collegamenti sono tutti consultabili nell’orario online.

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Geburtstagsfahrt mit dem Roten Doppelpfeil «Churchill» der SBB

Der Rote Doppelpfeil SBB RAe 4/8 1021 wurde an der Schweizer Landesausstellung 1939 als Prestigeobjekt und Beispiel Schweizer Wertarbeit präsentiert. Den legendären Beinamen "Churchill" bekam er 1946, als Sir Winston Churchill mit diesem Zug als Staatsgast durch die Schweiz reiste und so ist er bis heute als "Churchill-Pfeil" respektive "Churchill-Doppelpfeil" bekannt. Wo er auftaucht, ist dem "Churchill-Pfeil" Bewunderung gewiss und so ist es auch Konrad Matt ergangen, als er vor etlichen Jahren an den Gleisen stand und Züge fotografierte. Da ist Koni die Idee gekommen zu seinem 80. Geburtstag im Mai 2020 Gäste für eine Zugfahrt einzuladen. Wegen Corona noch verschoben wurde diese Fahrt dann am 04. Oktober 2020 Wirklichkeit.

Ein Traum wurde wahr: Konrad Matt auf Geburtstagsfahrt mit dem Churchill-Pfeil                                Foto: Peter Hofstetter

 

 

 

 

Reisebericht von Kontrad Matt zur seiner Geburtstagsfahrt mit dem "Churchill-Pfeil" am 04. Oktober 2020

 

"Die Idee, an meinem 80sten meine Gäste zu einer Zugfahrt einzuladen, kam mir vor etlichen Jahren, als ich am Geleise stand und Züge fotografierte. So kontaktierte ich SBB Charter und die Idee wurde zu einem durchführbaren Projekt entwickelt. Bei der Routenwahl wollte ich wenig bekannte Strecken berücksichtigen. Start und Ziel der Rundreise sollte mein jetziger Wohnort Luzern sein. Die Fahrt sollte um etwa 10 Uhr beginnen und ca. 16 Uhr enden, inklusive Mittagessen im Zug.

 

Wir fuhren also von Luzern via Luzern-Verkehrshaus entlang dem Vierwaldstättersee nach Immensee. Dort gab‘s den ersten von drei Wendepunkten. Über Rotkreuz, durch das Reusstal und das Bünztal bis Hendschiken befuhr unser eleganter Triebwagen eine Strecke, auf der sonst vor allem schwere Güterzüge von Süden nach Norden und umgekehrt donnern. Nach einem kurzen Halt in Lenzburg wählten wir die Strecke der ehemaligen Nationalbahn und erreichten unseren zweiten Wendepunkt Zofingen via Suhr und Safenwil. Während der Lokführer den Führerstand wechselte, hatte man kurz Zeit, sich die Beine zu vertreten. Bald aber ging’s weiter über die sogenannte Kriegsschlaufe nach Rothrist und via Langental nach Huttwil.

 

Inzwischen war auch das Servicepersonal von Elvetino nicht untätig geblieben, und wir genossen ein erstklassiges Mittagessen in erstklassigem Ambiente. Für die nun folgende Strecke von Huttwil nach Sumiswald nahmen wir uns anderthalb Stunden Zeit. Fahrplantechnisch kein Problem, denn die Strecke wird nur noch von Sonderzügen befahren. Der einstündige Halt in Affoltern-Weier kam allen Fahrgästen gelegen, um sich auszutauschen und Selfies zu knipsen, mit dem schönen Zug als Kulisse. Vor Sumiswald gab’s noch einen kurzen Halt auf offener Strecke, damit die teils weit hergereisten Fotografen in aller Ruhe ihr Bild des Tages schiessen konnten.

 

Auf der Heimreise über Langnau im Emmental und durch das Entlebuch waren die Gäste in aufgeräumter Stimmung. Die stilvolle Reise in diesem Luxuszug, die Fahrt durch selten gesehene Landschaften, das gute Essen, verbunden mit dem erstklassigen Service, und nicht zuletzt das milde Herbstwetter, machten diesen Tag zu einem einmaligen Erlebnis für alle meine Gäste."

 

 

Die Geschichte vom Schnelltriebwagen Re 4/8 301 bis zum «Churchill-Pfeil» RAe 4/8 1021

 

Für die Landi 1939 entwarf die Schweizer Rollmaterialindustrie unter Leitung der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur, einen «Roten Doppelpfeil». Die Landesausstellungen dienten jeweils als Leistungsschau, an der Schweizer Institutionen und Unternehmen die Leistungsfähigkeit des Landes zur Schau stellten. Am Bau des Fahrzeugs beteiligten sich neben der SLM auch die Schweizerische Waggonfabrik Schlieren (SWS), Brown, Boveri & Cie (BBC), die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) und die Société Anonyme des Ateliers de Sécheron (SAAS). Aus der Zusammenarbeit entstand der Schnelltriebwagen Re 4/8 301, der im Mai 1939 in Dienst gestellt wurde und eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h aufwies, die damals allerdings nirgendwo auf dem Schweizer Schienennetz ausgefahren werden konnte.

 

Ab 1941 wurde der Doppelpfeil für den Charterverkehr freigegeben, die Reisegeschwindigkeit, die damals schon 100 km/h nicht überschritt, gilt bis heute unverändert, als für Passagiere noch komfortable Höchstgeschwindigkeit. Im Jahr 1944 erhielt der Doppelpfeil die Bezeichnung RBe 4/8. Zwei Jahre später kündigte sich mit Sir Winston Churchill, dem ehemaligen britischen Premierminister, hoher Besuch in der Schweiz an und der Doppelpfeil wurde im September 1946 zur Beförderung des Staatsgastes eingesetzt. Seit diesem legendären Einsatz ist dieser Zug kaum mehr unter seinen zahlreichen Typenbezeichnungen, sondern als «Churchill-Pfeil» bekannt. Seine offizielle Bezeichnung änderte sich bereits 1948 wieder, als der Doppelpfeil RBe 4/8 die Betriebsnummer 651 erhielt.

 

1953 wurden mit den RBe 4/8 661 und 662 von SWS und BBC zwei weitere "Rote Doppelpfeile" in Betrieb genommen. Diese wichen mechanisch und elektrisch vom «Churchill-Pfeil» deutlich ab, hatten eine normalisierte Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h und eine etwas höhere Leistung.

 

1956 erhielten die drei Doppelpfeile ihre zuletzt gültige Baureihenbezeichnung; mit Aufhebung der dritten Klasse (C) wurden die Doppelpfeile neu zu RAe 4/8 hochgestuft. 1959 erhielten die Doppelpfeile schliesslich gemeinsame, fortlaufende Betriebsnummern: RAe 4/8 1021 (Churchill-Pfeil) sowie RAe 4/8 1022 (nach einer Kollision 1977 abgestellt und 1980 abgebrochen) und RAe 4/8 1023 (Brand im November 1985, der zu seinem Abbruch führte).

 

Während der verunfallte RAe 4/8 1022 im Laufe des Jahres 1980 durch die SBB HW Zürich abgebrochen wurde, versuchte man den nicht mehr betriebsfähigen «Churchill-Pfeil» RAe 4/8 1021 unter anderem als historisches Fahrzeug im Verkehrshaus in Luzern unterzubringen. Da dies nicht gelang, wurde das defekte Fahrzeug über die Jahre an verschiedenen Orten abgestellt, ehe es im März 1985 zum Schrottwert an den privaten Interessenten Intraflug (Alby Glatt sel.) verkauft wurde.

 

Der Besitz der Intraflug gelangte durch deren Verkauf 1994 an das Reisebüro Mittelthurgau, einer Tochtergesellschaft der Mittelthurgaubahn (MThB). Der MThB gelang im September 1996 die erneute Inbetriebnahme des «Churchill-Doppelpfeils», der im Auftrag der MThB durch die Werkstätte Samstagern der Südostbahn (SOB) aufgearbeitet wurde. Das als RAe 4/8 1021 restaurierte Fahrzeug erhielt die MThB-UIC-Bezeichnung RAe 506 605.

 

Mit dem Konkurs der Mittelthurgaubahn, deren Konkursmasse 2002 weitgehend von den SBB übernommen wurde, kam das historische Fahrzeug wieder zurück zu den SBB. Ende 2004 wurde das Paradefahrzeug vollständig revidiert und steht seither allen Interessenten als Charterfahrzeug für Fahrten durch die Schweiz zur Verfügung. Der «Churchill-Doppelpfeil» gehört heute der Division Personenverkehr der SBB und wird durch SBB Charter vermarktet. Anfang 2019 wurde der «Churchill-Doppelpfeil» umfassend revidiert und steht für individuelle Charterfahrten und öffentliche Erlebnisreisen im Einsatz. Bei den SBB wird das Fahrzeug als RAe 591 021 geführt.



 

               Fotoalbum von der Geburtstagsfahrt


                                                    Churchill auf Geburtstagsfahrt, ein Video von  Joel Blättler


                                            Drohnenaufnahmen entlang der Strecke, ein Video von Gabriel Arnold


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Berlin: Die Züge rollen zum neu eröffneten Flughafenbahnhof BER

Bahn frei für den Zugverkehr zum Flughafen Berlin-Brandenburg. Am 25. Oktober 2020 hat die DB den Auftakt gegeben und den Verkehr zum neuen Flughafenbahnhof eröffnet. Zur Anbindung des neuen Hauptstadt-Flughafens wurden eigens zwei neue Bahnhöfe gebaut: der unterirdische barrierefreie Flughafenbahnhof, direkt unter dem Terminal - und der Bahnhof Waßmannsdorf. Die Station zwischen dem alten Bahnhof Schönefeld und dem neuen BER bindet den Schönefelder Ortsteil ab sofort an das S-Bahnnetz an. Der neue Flughafenbahnhof heisst nun offiziell "Flughafen BER – Terminal 1-2“.

DB Regio Flughafen-Express mit Baureihe 147 neben S-Bahn Berlin, Baureihe ET 481            Foto: DB / Volker Emersleben

 

 

 

Zum Anschluss des Flughafenbahnhofs an das Streckennetz der Deutschen Bahn wurden 18,5 km Strecke für den Fern- und Regionalverkehr und 8,6 km für die S-Bahn gebaut. Die Gesamtinvestitionen für Bahnhöfe und Zulaufstrecken betrugen 675 Millionen Euro.

 

Auf insgesamt sechs Gleisen halten künftig Regional- und Fernzüge sowie die Berliner S-Bahn unter dem Airport. Für das Publikum sind sowohl der Bahnhof als auch das DB-Reisezentrum ab Montag täglich von 7 bis 22 Uhr geöffnet. Hier erhalten die Fahrgäste Fahrkarten und Informationen. Zusätzlich unterstützen montags bis freitags zwischen 9 und 17 Uhr zwei Service-Guides die Fahrgäste an den Automaten.

 

Der bestehende Flughafen Schönefeld wird als Terminal 5 in den neuen Großflughafen BER eingegliedert. Deshalb erhält auch der Bahnhof Berlin-Schönefeld Flughafen einen neuen Namen: Er wurde heute in „Flughafen BER – Terminal 5“ umbenannt.

 

 

S-Bahn macht den Anfang • Nah- und Fernverkehr folgen

 

Die S9 fährt zunächst morgens und abends ab Spandau im 20-Minutentakt über Terminal 5 und Waßmannsdorf zum Terminal 1-2. Am Donnerstag wird der planmäßige Betrieb der Linien S45 und S9 zum neuen Flughafen aufgenommen. Damit hält ca. alle 10 Minuten eine S-Bahn am BER.

 

Mit der Eröffnung des Flughafens am 31. Oktober 2020 werden dann auch der Nah- und Fernverkehr Reisende zum Flughafen bringen. Insgesamt drei Regionalbahnlinien (RE7, RB14, RB22) plus der Flughafenexpress (FEX) halten ab 31. Oktober 2020 am BER Terminal 1-2. Somit bestehen tagsüber viermal in der Stunde schnelle Verbindungen zwischen Berlin Hbf bzw. Ostkreuz und dem BER. Die S-Bahn bietet zusätzlich pro Stunde sechs Fahrtmöglichkeiten.

 

Auch Fernzüge halten künftig unterm Terminal: Mit der Intercity-Linie Warnemünde – Berlin – Dresden ist der BER-Flughafenbahnhof auch für Fahrgäste aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen schnell und umsteigefrei erreichbar. Von Rostock bis zum BER beträgt die Fahrzeit zweieinhalb Stunden, von Neustrelitz sind es eineinhalb. Auch von Dresden dauert die Fahrt nur etwas mehr als 90 Minuten. Die modernen Intercity-Doppelstockzüge fahren im Zwei-Stunden-Takt.

 

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für das Land Berlin:

„Es freut mich, dass am Hauptstadtflughafen BER endlich Flieger starten und landen. Die Deutsche Bahn ist startklar, Bahnhöfe und Strecken sind betriebsbereit. Auf einer hervorragenden, leistungsstarken Infrastruktur bringen wir nun Gäste aus aller Welt zum neuen Flughafen BER. Mit attraktiven, schnellen Verbindungen und einem modernen barrierefreien Bahnhof sorgen wir für eine bequeme und klimafreundliche An- und Abreise sowie einen angenehmen Aufenthalt.“

 

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg:

„Mit der neuen Bahnanbindung zum Flughafen BER bekommen die Brandenburgerinnen und Brandenburger einen schnellen und zuverlässigen Anschluss an die Welt. Besonders hervorzuheben ist die ideale Lage des neuen Bahnhofes direkt unter dem Terminal des BER. Das bedeutet: Kurze Wege von der Schiene hin zum Flugzeug und auch wieder zurück. Fluggäste ebenso wie Pendlerinnen und Pendler können nun noch öfter den eigenen PKW stehen lassen und stattdessen ihre Reise von und zum Flughafen stressfrei und schnell mit der Bahn unternehmen.“

 

Regine Günther, Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz:

„Der neue Flughafen BER ist in enger Taktung an den ÖPNV angebunden. Die zahlreichen Verbindungen von S-Bahnlinien, dem neuen Flughafen Express, weiteren Regionalzügen und Bussen ermöglichen eine schnelle und bequeme Anreise, schonen das Klima, die Umwelt und vernetzen darüber hinaus die Metropolregion Berlin-Brandenburg.“

 

Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH:

„Wir freuen uns, dass heute der Flughafen-Bahnhof ans Netz geht und möchten zu diesem Anlass unseren Partnern danken, dass auch in schwierigen Zeiten eine partnerschaftliche, konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit möglich war. Mit dem leistungsfähigen Bahnhof direkt unter dem Terminal 1 verfügt der BER über ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen großen deutschen Flughäfen. Die Möglichkeit, mit dem Aufzug vom Bahnsteig in die Check-In-Halle zu gelangen, ist in Deutschland einmalig. Die Bahnfreundlichkeit des BER setzt Maßstäbe für umweltbewusstes Reisen.“

 

 

Zeitstrahl: Entstehung des Bahnhofs am BER

 

1996 - Beschluss der Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund:

            Der internationale Flughafen für Berlin und Brandenburg wird in Schönefeld gebaut

 

2003 - Beginn der bauvorbereitenden Maßnahmen (Umsiedlung, archäologische Untersuchungen)

 

2006 - Am 16. März genehmigt das Bundesverwaltungsgericht den Ausbau des Flughafens Schönefeld zum Hauptstadt-Airport BER

 

2006 - Am 5. September Spatenstich und gleichzeitige Unterzeichnung der BER-Verträge zwischen Bund, Berlin, Brandenburg,

           Deutsche Bahn AG und den Berliner Flughäfen. Baubeginn Terminal-Bahnhof und Bahntunnel unter dem Flughafen

 

2008 - Baubeginn westliche Schienenanbindung BER, Fertigstellung des ersten, 185 Meter langen Abschnitts des Rohbaus Terminalbahnhof

 

2011 - Am 30. Oktober Inbetriebnahme der Schienenanbindung zum BER

 

2020 - Am 25. Oktober Feierliche Eröffnung der Infrastruktur des BER-Bahnhofs

 

 

Streckendaten

  • Eisenbahntunnel: ca. 3 km
  • Streckenlänge für Fern- und Regionalverkehr: ca. 15 km
  • Streckenlänge für die S-Bahn (Bahnhof Schönefeld, BER T5 – BER T1/2): ca. 8 km
  • Gesamte Gleislänge: 51 km
  • Weichenanzahl: 65

 

Bahnhofsdaten

  • Bahnsteiggleise: 6 (2 S-Bahngleise/4 Fernbahngleise unter dem Terminal)
  • Bahnsteiglänge Fernbahn: 405 Meter
  • Bahnsteiglänge S-Bahn: 152,5 Meter
  • Bahnsteigbreite: rund 11 Meter
  • Bahnhofsbreite: maximal 65 Meter
  • Länge S-Bahnsteig: 152 m
  • Bahnhofsbreite: ca. 60 m / 40 m
  • Bauwerkshöhe: ca. 11 m
  • Bauwerkstiefe: ca. 15 m

 

Anbindung

 

FEX - Flughafen-Express / Airport Express - ein Angebot von DB Regio Nordost auf der Relation Berlin Hbf - Berlin Gesundbrunnen - Berlin Ostkreuz - Flughafen BER Terminal 1-2 im Auftrag des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg). Zum Einsatz kommen für das spezielle Einsatzgebiet angepasste moderne Dosto-Fahrzeuge.

 

    • Berlin Hbf - Berlin Gesundbrunnen - Berlin Ostkreuz - Flughafen BER Terminal 1-2 im 30-Minutentakt
  • RE7
    • Dessau Hbf/Bad Belzig - Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 1-2 - Wünsdorf-Waldstadt im Stundentakt
  • RB14
    • Nauen - Berlin-Spandau - Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 1-2 im Stundentakt
  • RB22
    • Berlin Friedrichstraße/Potsdam Hbf - Golm - Flughafen BER Terminal 1-2 - Königs Wusterhausen im Stundentakt
  • S45
    • Berlin Südkreuz - Flughafen BER Terminal 5 - Waßmannsdorf - Flughafen BER Terminal 1-2 im 20-Minutentakt
  • S9
    • Berlin Spandau - Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 5 - Waßmannsdorf - Flughafen BER Terminal 1-2 im 20-Minutentakt
  • IC Linie
    • Rostock – Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 1-2 – Dresden im 2-Stundentakt


BVG: Flugs zum Flug

 

 

Wenn am neuen Hauptstadtflughafen die ersten Passagiermaschinen abheben, steht auch die BVG vor einer neuen Herausforderung. Denn trotz eines gut ausgebauten Schienennetzes am BER werden die Busse des größten deutschen Verkehrsunternehmens hier rund 20 Prozent des öffentlichen Verkehrs stemmen. Dazu hat die BVG gemeinsam mit ihren Partnern ein umfangreiches Angebotspaket geschnürt. Teil davon sind vier Tages- und vier Nachtbuslinien die am neuen Terminalgebäude verkehren werden. Darunter auch zwei komplett neue Linien.

 

 

Der X71 startet am 8. November 2020

und bringt seine Fahrgäste vom U-Bahnhof Alt-Mariendorf mit nur 10 Zwischenhalten zum Terminal 1 des BER.

 

 

Mit dem N7X bietet die BVG ihre erste Nacht-Express-Linie an.

Während der Betriebspause der S- und U-Bahn wird die Linie sechsmal zwischen ca. 2:30 und 3:45 Uhr vom S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten zu beiden BER-Terminals fahren und damit vor allem den Flughafenangestellten und Frühfliegern zu Gute kommen.

 

Auch jenseits des BER, vor allem im Nachtverkehr im Berliner Süden wird es einige Änderungen im Busverkehr geben. Hier wird zum Beispiel die neue Linie N64 den nächtlichen Anschluss vom S- und U-Bahnhof Wuhletal zum S-Bahnhof Adlershof herstellen.

 

Wenn am 8. November 2020 die Lichter am Flughafen Tegel ausgehen,

wird auch das dortige Busangebot entsprechend angepasst. Während einige Linien eine neue Strecke bekommen und teilweise verstärkt werden, müssen sich die Berlinerinnen und Berliner von den Linien X9 und TXL für immer verabschieden.

 


Alle Änderungen zum 31. Oktober 2020 bzw. 8. November 2020 finden Sie hier zum Download:

Download
Angebotsänderungen zur BER-Eröffnung
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Bahnhof Luzern: Totalsperre wegen Ersatz der Bahnstromanlage

Die SBB ersetzt derzeit im Bahnhof Luzern die Bahnstromanlage. Die Hauptarbeiten finden am Wochenende vom 7./8. November 2020 statt. Dafür wird der Bahnhof Luzern für den Bahnverkehr gesperrt. Die SBB bittet die Reisenden, ihre Verbindung vor Reiseantritt im Online-Fahrplan zu prüfen.

Heute werden die Fahrleitung der SBB und der Zentralbahn über die gleiche Bahnstromanlage gespiesen, so dass Kurzschlüsse sich auf beide Netze auswirken.                                                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Bereits seit Mai 2020 laufen die Bauarbeiten an der Bahnstromanlage im Bahnhof Luzern. Diese Arbeiten sind nötig, um die Anlage den aktuell geltenden Normen anzupassen und weiterhin einen sicheren und zuverlässigen Bahnverkehr sicherzustellen. Die Kosten betragen knapp 7 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung mit dem Bund und der Zentralbahn finanziert.

 

Heute werden die Fahrleitung der SBB und der Zentralbahn über die gleiche Bahnstromanlage gespiesen. Kurzschlüsse wirken sich auf beide Netze aus. Um einen sicheren und zuverlässigen Bahnverkehr sicherzustellen ersetzt die SBB deshalb die Bahnstromanlage im Bahnhof Luzern. Durch redundant gespiesene Sektoren verbessert sich die Stromversorgung im Bahnhof Luzern und ist auch eine Voraussetzung für die zukünftige Doppelspureinführung der Zentralbahn.

 

Am Wochenende vom 7./8. November führt die SBB nun die Hauptarbeiten an den Schaltposten im Bereich der Langensandbrücke aus.

 

 

Fahrplaneinschränkungen im Raum Luzern

 

Für die Hauptarbeiten wird der Bahnhof Luzern von Samstag, 7. November ab Betriebsbeginn bis Sonntag, 8. November 2020 bis Betriebsschluss für den Bahnverkehr gesperrt. Mit dieser einmaligen Totalsperre an einem Wochenende kann die SBB auf 40 einzelne Nachtarbeiten verzichten und verschiedene Bauarbeiten bündeln. Dadurch verkürzt sich die Gesamtbauzeit und damit auch die Gesamtdauer der Lärmbelastung und Fahrplaneinschränkungen. Aufgrund der Totalsperre kommt es an diesem Wochenende zu grossen Einschränkungen im Bahnverkehr und Änderungen im Fahrplan:

 

  • Für die Reise von und nach Luzern benutzen Reisende die Züge bis Ebikon, Sursee, Emmenbrücke, Littau, Luzern Verkehrshaus oder Luzern Allmend/Messe und zurück. 
  • Ab den Bahnhöfen Ebikon, Emmenbrücke, Littau und Luzern Allmend/Messe fahren Bahnersatzbusse bis zur Station «Luzern, Inseliquai» und zurück. Abfahrtsort und Ankunftsort für alle Bahnersatzbusse ist «Luzern, Inseliquai».  
  • Zwischen Luzern, Bahnhof» und «Luzern, Verkehrshaus» steht den Reisenden das Regelangebot der Busse 6, 8 und 24 der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) zur Verfügung.  
  • Die Geschäfte im Bahnhof Luzern sind auch während der Totalsperre geöffnet. 

 

 

SBB bündelt Projekte: Strassensperren rund um den Bahnhof Luzern

 

Dank der Totalsperre des Bahnhofs Luzern können am Wochenende vom 7./8. November 2020 weitere Bauarbeiten in der Umgebung durchgeführt werden. So erneuert die SBB gleichzeitig die Strassenunterführungen Kreuzstutz und Seehof (Rotsee) und führt Vorarbeiten an der Strassenüberführung Fluhmühle aus. Die Strassenunterführung Kreuzstutz ist ab dem 26. Oktober 2020 gesperrt, die Strasse im Bereich der Brücke Kreuzstutz ist von Freitagabend, 6. November, bis Montagmorgen, 9. November 2020 sowie auch am darauffolgenden Wochenende gesperrt. Zudem ist der Rotseeweg im Bereich der Brücke Seehof von Donnerstagabend, 5. November, bis Montagabend, 9. November 2020 gesperrt, der Zugang zur Fähre ist ab Luzern auf beiden Seeseiten möglich. Umleitungen sind vor Ort signalisiert. Die Busse der VBL werden an den Wochenenden umgeleitet. Weitere Informationen zu den Strassensperren unter www.sbb.ch/bauarbeiten-luzern.

 

 

Vor Reiseantritt Online-Fahrplan prüfen

 

Die SBB bittet die Kundinnen und Kunden, vor Antritt ihrer Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Zusätzlich informiert die SBB ihre Kundinnen und Kunden mit Durchsagen im Zug sowie über Werbe-, Störungs- und Betriebslagemonitore am Bahnhof über die Fahrplananpassungen. Weiter sind während des ganzen Wochenendes Kundenlenker im Einsatz. Bei Fragen hilft das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.


                                                                                                                                                                             Grafik: SBB CFF FFS


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Weltleitmesse InnoTrans Berlin auf 2022 verschoben

Angesichts der dynamischen Lage rund um die Corona-Pandemie und der damit verbundenen mangelnden Planungssicherheit wird die InnoTrans auf 2022 verschoben. Dies hat die Messe Berlin in Abstimmung mit internationalen Marktführern und führenden Verbänden entschieden. Die dreizehnte Ausgabe der Weltleitmesse für Verkehrstechnik findet vom 20. bis 23. September 2022 in Berlin statt.

Die ursprünglich auf April 2021 verschobene InnoTrans findet nicht statt                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Die InnoTrans auf das Jahr 2022 zu verschieben, war eine sehr schwierige Entscheidung“, so Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin. „Ausschlaggebend waren letztlich die fehlende Planungssicherheit und die Prognose der Entwicklung der Pandemie in den nächsten Monaten. Angesichts der Pandemielage kann aktuell schlicht niemand ausreichend sicher sagen, ob die Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Nutzung unseres Gleisgeländes im April 2021 die Durchführung einer internationalen Leitveranstaltung wie der InnoTrans zulassen.“ Die Präsentation von neuen Zügen auf den rund 3000 Gleismetern ist ein Alleinstellungsmerkmale der InnoTrans und für die Qualität der Veranstaltung entscheidend.

 

"Wir sind uns mit den führenden Branchenakteuren einig, dass die InnoTrans nur international und im gewohnten Umfang ihrem Qualitätsanspruch gerecht wird. Im Sinne aller Beteiligten haben wir uns daher zu einer erneuten Verschiebung entschlossen, um die hohe Qualität der InnoTrans als führende Marketingplattform der Branche weiterhin und vor allem langfristig zu garantieren und gleichzeitig allen Akteuren Planungssicherheit zu bieten“, sagt Matthias Steckmann, Direktor Geschäftsbereich Mobility & Services.

 

Die nächste InnoTrans findet zum nächsten regulären Turnustermin vom 20. - 23. September 2022 statt. Bereits im kommenden Jahr, vom 9. bis 11. November 2021, findet die Mobilitätsfachmesse MES Expo auf dem Berliner Messegelände statt. Das verkehrssystemübergreifende Messekonzept ist ausgerichtet auf die Elektronikzuliefererbranche. Die B2B-Messe bietet Ausstellern und Fachbesuchern aus den Bereichen Schiene, Nutzfahrzeuge und Automotive eine intermodale Plattform für einen interdisziplinären und globalen Austausch. Das Rahmenprogramm wird von dem VDB, DVF, ZVEI sowie der Deutschen Bahn gestaltet.



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Die ÖBB bringen eine neue Bundesheer-Lok auf Schiene

Bahn frei für die neue Bundesheer-Lok: Das Österreichische Bundesheer und die ÖBB verbindet seit Jahrzehnten ein enge Partnerschaft. Sei es bei Katastropheneinsätzen oder bei Militärtransporten. Als Zeichen der Verbundenheit mit dem Österreichischen Bundesheer setzten die ÖBB ab sofort auch eine Taurus-Lokomotive mit Bundesheer-Branding ein. Es ist nach der „50 Jahre Bundesheer“-Lok im Jahr 2005 und der "50 Jahre Heeressport"-Lok im Jahr 2012 nun bereits die dritte Lok im Bundesheer-Design.

Die 1116 182  (ex COBRA) ist bereits die dritte Lok im Bundesheer-Design                                                  Foto: Dominik Pauli

 

 

 

 

Hier im Bild ist die ÖBB 1116 182 als GLZ 96560 auf der Fahrt von Wien Westbahnhof nach Wien Hauptbahnhof Autoreisezuganlage bei der Vorbeifahrt in Wien Speising zu sehen. In Anwesenheit von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und dem CEO der ÖBB Andreas Matthä wurde die Lok anschliessend in der Autoreisezuganlage der ÖBB am Hauptbahnhof Wien eingeweiht. Direkt nach der Taufe tritt die neue Bundesheer-Lok mit rund 10.000 PS ihren Dienst an. Ab heute wird sie durch ganz Österreich unterwegs sein und ein Zeichen für ein modernes und leistungsfähiges Bundesheer sein.

 

Die Motive der neuen Bundesheer-Lok spiegeln militärische Einsatzbereiche des Bundesheeres wider. Sie zeigen Soldaten des Jagdkommandos beim Fallschirmsprung aus der Herkules C-130 und auf der zweiten Seite der Lok das Thema Gebirgskampf. Die militärischen Aufgaben des Bundesheeres standen diesmal im Zentrum der Überlegungen bei der Designentwicklung. Die Geradlinigkeit des neuen Designs verdeutlicht einerseits die Diszipliniertheit und Einsatzbereitschaft des Bundesheeres und soll andererseits, neben dem Hoheitssymbol des Bundesheers, vor allem den Leitspruch „Wir schützen Österreich“ und die Bilder von Einsätzen des Bundesheeres deutlich hervorheben.

 

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sagte während der Lok-Taufe: „Es gibt keine Sicherheit ohne Zuverlässigkeit. So wie die ÖBB für zuverlässigen Transport sorgt, ist das Bundesheer ein zuverlässiger Partner für die Bevölkerung und hilft, wo andere nicht mehr helfen können.“ Die Kooperation zwischen dem Verteidigungsressort und der ÖBB ist seit vielen Jahren geprägt von Vertrauen und enger Zusammenarbeit zum Wohle der österreichischen Bevölkerung. Frau Bundesministerin Klaudia Tanner dankte der ÖBB: „Dank der ÖBB können wir den vielen Zugreisenden nun täglich vermitteln, wofür das Bundesheer steht. Unsere Soldaten und Soldatinnen sowie die Zivilbediensteten des Bundesheeres schützen und helfen der Bevölkerung – die Fotos an beiden Seiten der Lok von zwei Einsatzbereichen der Landesverteidigung verdeutlichen das.“

 

Auch Andreas Matthä freut sich über die bereits dritte Lok im Bundesheer-Design. „Das Bundesheer und die Österreichischen Bundesbahnen arbeiten im Logistikbereich Tag für Tag zusammen. So ersparen wir der Umwelt nicht nur viele tausende Tonnen CO2 pro Jahr, sondern stellen auch für den Krisenfall die Kompatilität der Systeme Bahn und Heer sicher.“

 

Zahlreiche Fahrten und Militärtransporte im Personen- und Güterverkehr, weit über 7700 im letzten Jahr, wurden von den ÖBB für das Bundesheer durchgeführt. Der Militärverkehr bildet dabei eine eigene Sparte bei den Spezialtransporten. Auch in Zukunft werden nationale und internationale Transporte, sowohl im Personenbereich als auch im Güterverkehr und als Militärsonderzüge stattfinden.

 

Die neue Bundesheer-Lok ist ein sichtbares und kraftvolles Symbol für die enge Zusammenarbeit von Bahn und Bundesheer. Auf ihren Fahrten quer durch Österreich wird sie ein Ausdruck für eine moderne Landesverteidigung sein und diese Botschaft künftig quer durch Österreich tragen.


Die 1116 182 bei der Durchfahrt in Wien Hauptbahnhof

                                                             Foto: Dominik Pauli

Andreas Matthä und Klaudia Tanner anlässlich der Loktaufe
                                                            Foto: ÖBB / Peter Berger



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ÖBB präsentieren neuen Fahrplan: Mehr Züge – mehr Platz – mehr Sicherheit - Nachtzugnetz wächst

Am 13. Dezember 2020 tritt europaweit ein neuer Fahrplan in Kraft. Die ÖBB bieten den Fahrgästen Verbesserungen bei Nah- und Fernverkehrsverbindungen und setzen weiterhin auf sicheres, klimafreundliches und komfortables Reisen. "Mit unseren Kapazitätsausweitungen im Nah- und Fernverkehr, neuen Nachtzugverbindungen und Investitionen in moderne Züge gestalten wir das Bahnfahren für unsere Fahrgäste zukünftig noch komfortabler. Die Bahn steht nicht nur für klimafreundliches und bequemes Reisen, auch in Zeiten von Corona ist man mit den ÖBB sicher unterwegs. Trotz grosser finanzieller Herausforderung haben wir uns entschlossen, dieses Jahr beim Fahrplanwechsel unsere Ticketpreise nicht zu erhöhen“, so ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.

Mehr Züge – mehr Platz durch Kapazitätsausweitungen im Nah- und Fernverkehr                               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

In der Früh und am Abend profitieren Fahrgäste künftig im Fernverkehr von zusätzlichen Tagesrandausweitungen auf den Strecken Graz – Wien, Salzburg – Innsbruck, Salzburg – Klagenfurt und Graz – Schwarzach-St. Veit. Neue Frühverbindungen gibt es auch von Bregenz nach Innsbruck und von Wien nach Linz und Salzburg.

 

Auf der Stecke von Wien nach Budapest werden die Züge fortan im Stundentakt verkehren. Von Zürich – Bregenz – München werden ebenso zusätzliche und schnellere Verbindungen angeboten.

 

Auch im Nahverkehr werden mit Fahrplanwechsel zahlreiche Angebotsverbesserungen, längere Betriebszeiten und verbesserte Intervalle umgesetzt. S-Bahn-Verbindungen werden in vielen Regionen ausgebaut. Insgesamt sind im Nah- und Regionalverkehr Ausweitungen von rund 2,3 Millionen Zugkilometern geplant.

 

Für die nächsten Ausflüge und Kurzurlaube in Österreich wird zudem das Wochenendangebot weiter ausgebaut: So kann man am Wochenende bequem und direkt von Wien in das steirische Thermen- und Vulkanland mit der Thermenbahn anreisen. Von Linz oder Wels geht es wochenends künftig im 2-Stunden-Takt und einfacher an den Attersee. Und für das nächste Skiabenteuer oder Wandererlebnis gibt es am Wochenende neue Direktverbindungen von Wien über Linz nach Hinterstoder und Schladming bis nach Bischofshofen.

 

 

Das Nachtzugnetz wächst: Ab Dezember 2020 über Nacht nach Amsterdam

 

Klimafreundlich und bequem über Nacht in europäische Metropolen – die ÖBB machen es möglich und lassen das einstige Nachtzugnetz wiederaufleben. Mit der neuen Nightjet-Verbindung geht es ab Fahrplanwechsel täglich von Wien und Innsbruck nach Amsterdam. Der Nightjet von Wien nach Brüssel fährt künftig das ganze Jahr über drei Mal pro Woche und kommt früher in Brüssel an. Das europäische Nachtzugnetz soll aber noch weiterwachsen, deshalb arbeiten die ÖBB gemeinsam mit Partnern bereits an neuen Destinationen.

 

"Künftig wird unser Nightjet täglich in die niederländische Hauptstadt unterwegs sein und unsere Fahrgäste sicher und klimaschonend an ihr Ziel bringen. Parallel prüfen wir diverse Destinationen, die in Europa mit einem Mittelstrecken-Flug erreichbar sind. Mein Ziel ist weiterhin klar: ich möchte bis 2028 wieder ein ausgebautes Nachtzugnetz in Europa sehen – von Berlin nach Paris, von Stockholm bis Rom“, so Andreas Matthä.

 

 

Neue Züge für noch mehr Komfort

 

Die ÖBB wollen den Komfort beim Bahnfahren weiter erhöhen und investieren auch im kommenden Jahr in ihre Zugflotte. 13 neue Nightjet Garnituren mit mehr Komfort und neuem Design sind aktuell in Produktion und sollen ab Ende 2022 im Einsatz sein. Ein Teil der bestehenden Nightjet-Flotte erhält ein Upgrade. Die modernisierten Nightjet Wagen werden insbesondere für Familien und Reisende mit eingeschränkter Mobilität mehr Komfort bieten. Alle erneuerten Wagen werden mit einem barrierefreien Abteil ausgestattet und ein Radtransport wird künftig möglich sein.

 

Für den Nahverkehr sollen neue Doppelstockzüge beschafft werden, zusätzlich werden bestehende Doppelstockzüge auf Cityjet-Niveau upgegradet.

 

 

Grafische Sitzplatzreservierung jetzt auch in der ÖBB App

 

Mit der grafischen Sitzplatzreservierung, die seit 19. Oktober 2020 auch in der ÖBB App für Züge ab dem Fahrplanwechsel verfügbar ist, können Fahrgäste fortan in den ÖBB Railjets ihren Lieblingsplatz auswählen. Mit ein paar Klicks können die KundInnen sehen, ob und wo im Zug bereits viele Sitzplätze durch Reservierungen belegt sind und sich dann ggf. für einen anderen Platz oder sogar Zug mit geringerer Auslastung entscheiden. In Zeiten von Corona und den damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen, wie dem größeren Abstandhalten gegenüber haushaltsexternen Personen, ist ein derartiges Feature besonders hilfreich.

 

 

Sicher reisen in Zeiten von Corona

 

Die Railjet- und Nightjet-Züge werden bis Jahresende ebenso mit neuen Desinfektionsmittel-Spendern in den WC-Anlagen ausgestattet. Ausserdem können in diesen Zügen auch während der Fahrt Handdesinfektionsmittel sowie ein Mund-Nasen-Schutz erworben werden.

 

"Mit Angeboten wie der Auswahl des Lieblingsplatzes anhand der grafischen Sitzplatzreservierung, der Buchungsmöglichkeit von Privatabteilen in den Nightjets und der Maximalbelegung von vier Personen im Liegewagen bieten wir unseren KundInnen die Voraussetzung, sicher und mit genügend Abstand durch Europa reisen zu können“, sagt Matthä.

 

 

Klimafreundlich, einfach und flexibel ans Ziel

 

Die ÖBB sind bereits jetzt das größte Klimaschutzunternehmen Österreichs, dennoch wird laufend nach Möglichkeiten gesucht, noch mehr für den Umwelt- und Klimaschutz zu tun. So werden in den Railjet-Bordrestaurants künftig Alu-Getränkedosen durch umweltfreundliche Glasflaschen ersetzt. Damit ersparen die ÖBB der Umwelt künftig rund 1,4 Tonnen Alu-Müll.

 

 

Des Weiteren werden die Mobilitätsservices in den Gemeinden und Tourismusregionen für die erste und letzte Meile weiter forciert, damit der Umstieg vom Auto auf nachhaltige Verkehrsmittel noch einfacher gelingen kann. Verschiedenste Angebote von klimaschonenden Sharing-Services werden dabei gebündelt und in der wegfinder-App verfügbar gemacht. So können die täglichen Wege, ganz nach dem Motto “Mobility as a service” (MaaS), unkompliziert und vor allem lückenlos zurücklegt werden. Nach dem erfolgreichen Start des Pilotprojekts in Korneuburg, werden nun integrierte Mobilitätskonzepte in Gmünd und Waidhofen/Ybbs erarbeitet. Damit gehen die ÖBB einen weiteren Schritt in Richtung eines nachhaltigen Gesamtmobilitätsdienstleisters.


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Präsentation ÖBB-Fahrplan 2021
Praesentation_OEBB_Fahrplan_2021_PK.pdf
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Im Anschluss an die virtuelle Pressekonferenz hat Andreas Matthä noch Zusatzfragen von Pressevertretern beantwortet


Auch das  Nachtzugnetz  wächst  weiter:

Ab Dezember 2020 geht's über Nacht nach Amsterdam                           Foto: Marcel Manhart


Klimaschutzministerin Gewessler begrüßt mehr Angebot für PendlerInnen, Dienstreisende und UrlauberInnen

 

ÖBB weitet Kapazitäten im Nah- und Fernverkehr aus – auch neue Nachtzugverbindungen starten

Gewessler: „Für alle etwas dabei“

 

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler freut sich über mehr Zugverbindungen mit dem neuen ÖBB-Fahrplan ab 13. Dezember. Neben mehr Angebot im Nah- und im Fernverkehr sind auch mehr Nachtzugverbindungen Teil des neuen Fahrplans. Darunter fallen neue Früh- und Spätverbindungen zwischen Wien und Graz oder Wien, Salzburg und Innsbruck, ein umfassender Ausbau der S-Bahn-Verbindungen in den Regionen und eine Nachtzugverbindung nach Amsterdam. Insgesamt wird das Angebot an klimafreundlichen Reisemöglichkeiten deutlich ausgebaut.

 

„Der öffentliche Verkehr ist das Rückgrat der klimafreundlichen Mobilität. Und wir arbeiten auf allen Ebenen daran, dass er noch besser wird. Mit dem größten Rahmenplan in der Geschichte bauen wir moderne Infrastruktur in ganz Österreich. Mit der Ausweitung des Angebots sorgen wir dafür, dass dann ein Zug fährt, wann wir ihn brauchen. Und mit dem 1-2-3-Ticket arbeiten wir an einem leistbaren Ticket für ganz Österreich“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

 

Die aktuellen Verbesserungen betreffen alle Teile des öffentlichen Verkehrs in Österreich. Von der Ausweitung des Nahverkehrs für Pendlerinnen und Pendler über bessere Fernverkehrsverbindungen und touristische Angebote in Österreich bis hin zu Nachtzügen in europäische Hauptstädte.

 

„Mit dem neuen Fahrplan machen wir einen großen Sprung. Egal, ob für die Pendlerin in der S-Bahn, auf der Dienstreise zwischen Wien und Graz oder in den Urlaub nach Amsterdam. In diesem Paket ist wirklich für alle etwas dabei. Und das Beste – wir starten schon am 13. Dezember“, so Gewessler.


Weitere Stellungnahmen / Reaktionen zum ÖBB Fahrplan 2021

 

Neuer ÖBB-Fahrplan bringt Railjet-Reduktion für Niederösterreich

LR Schleritzko: „Schlechtere Öffi-Angebote werden nicht zu mehr Umsteigern auf die Bahn führen“

 

St. Pölten (OTS/NLK) - Der ab 13. Dezember gültige neue Fahrplan der ÖBB bringt auf vielen Regionalbahnstrecken Verbesserungen für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. „Diese Verbesserungen werden dort möglich, wo Bund und Land gemeinsam in neue Angebote investieren“, verweist NÖ Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko auf die Bestellungen durch den Verkehrsdienstevertrag, die Anfang November präsentiert werden. Verärgert zeigt er sich jedoch ob eines anderen Umstandes: „Dort wo die ÖBB aber eigenverantwortlich unterwegs ist, nämlich im Fernverkehr, haben die Fahrgäste das Nachsehen. Denn der neue ÖBB-Fahrplan bringt eine deutliche Railjet-Reduktion für Niederösterreich.“

 

„Schlechtere Öffi-Verbindungen werden keine Gäste zum Umstieg auf die Bahn bewegen und die notwendige Mobilitätswende keinen Millimeter voranbringen. Wer ein europäisches Nachtzugnetz aufbauen will, sollte auch den Heimatmarkt entsprechend bedienen können“, hält der niederösterreichische Landesrat dazu fest.

 

„Gerade im Mostviertel und in St. Pölten werden diese Einstellungen spürbar. Auswirkungen ziehen sich aber bis auf die Südbahn nach Wiener Neustadt durch und treffen Fahrgäste mit Ziel Krems, Hainfeld oder Bruck an der Leitha. Taktknoten wie St. Pölten, Amstetten oder St. Valentin hängen in der Luft, die Anbindung nach Wien und zum Flughafen wird verschlechtert und Reisezeiten deutlich länger“, erläutert Schleritzko die Auswirkungen dieser Maßnahmen. Konkret werden sechs Railjet bzw. Railjet-Express aus dem Fahrplan genommen. Betroffen sind von Wien kommend der RJX 368 (Wien>Zürich) im Abschnitt Wien Hbf 05:30 – Salzburg Hbf 07:54, der RJ 820 Flughafen Wien 21:33 – Linz Hbf 23:30 und der RJX 764 Flughafen Wien 22:03 – Salzburg Hbf 00:56 sowie aus Westen kommend der RJ 825 Wels Hbf 03:55 – Flughafen Wien 05:57, der RJ 843 Salzburg Hbf 21:12 – Wien Hbf 00:05 sowie der RJX 367 (Zürich>Wien) im Abschnitt Salzburg Hbf 22:08 – Wien Hbf 00:33. Niederösterreichische Pendler müssen dadurch mit Fahrzeitverlängerungen von bis zu einer Stunde in den Tagesrandlagen rechnen, wenn die eigenwirtschaftlichen Fernverkehrszüge der ÖBB nicht verkehren.


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Neuchâtel: Bauarbeiten für einen besseren Zugang zu den Zügen

Am Bahnhof Neuchâtel haben am 19. Oktober 2020 die Arbeiten für einen komfortableren Einstieg in die Züge begonnen. In mehreren Bauphasen werden alle Perrons durchgehend auf die Standardhöhe von 55 Zentimetern angehoben. Ausserdem wird der Bahnhof für das Befahren mit Doppelstockzügen weiter fit gemacht und die Einfahrgeschwindigkeit zu den Gleisen 6 und 7 erhöht. Die Arbeiten dauern bis November 2021.

Am Bahnhof Neuchâtel wird für angenehmes uns sicheres Einsteigen in die Züge gebaut               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Nebst den Bahnsteigerhöhungen werden auch die Perronüberdachungen so angepasst, dass der erforderliche Sicherheitsraum beim befahren mit Doppelstockzügen frei bleibt. Ebenso werden die Gleisanlagen angepasst, damit die Züge auf den Gleisen 6 und 7 schneller in den Bahnhof einfahren können. Um den fahrplanmässigen Betrieb während dem Umbau jederzeit garantieren zu können, werden die Arbeiten in mehrere Bauphasen aufgeteilt und sollten gemäss aktueller Planung im November 2021 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf  rund 18 Millionen Franken.

Der Zugang zu den Zügen ist während den gesamten Arbeiten uneingeschränkt gewährleistet. Je nach Bauphase sind jedoch Gleisänderungen erforderlich.

Die SBB ist bestrebt, so viele Arbeiten wie möglich tagsüber auszuführen. Um den Bahnbetrieb ohne Unterbruch gewährleisten zu können, müssen allerdings einige Arbeiten auch nachts durchgeführt werden. Die SBB ist bemüht die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten und dankt den Anwohnern für ihr Verständnis.



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Fahrplaneinschränkungen zwischen Frick und Brugg wegen Abschlussarbeiten am Bözbergtunnel

Die SBB realisiert im Auftrag des Bundes bis 2020 einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthard-Achse. Somit können dereinst auch Sattelauflieger mit einer Höhe von vier Metern auf der Bahn transportiert werden. Das grösste Einzelprojekt ist der Neubau des Bözbergtunnels im Kanton Aargau. Bevor die SBB den neuen Bözbergtunnel in Betrieb nehmen kann, sind jedoch noch Abschlussarbeiten nötig. Deshalb kommt es zwischen Basel SBB und Brugg vom 23. Oktober bis 5. November 2020 zu Fahrplaneinschränkungen und es fahren Busse statt Züge. Die SBB empfiehlt Reisenden, den Fahrplan frühzeitig zu prüfen.

An den Bauwochenenden fällt der IR36 zwischen Frick und Brugg in beiden Richtungen aus          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im Auftrag des Bundes realisiert die SBB einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthard-Achse. Das grösste Einzelprojekt ist der Neubau des Bözbergtunnels im Kanton Aargau. Der bestehende zweispurige Bözbergtunnel ist nicht 4-Meter-tauglich, deshalb wird parallel dazu eine neue 2,7 Kilometer lange Doppelspur-Röhre gebaut. Der alte Tunnel wird künftig als Dienst- und Rettungsstollen genutzt.

 

Die Bauarbeiten im neuen Bözbergtunnel stehen kurz vor ihrem Abschluss. Bevor der Tunnel am 6. November 2020 in Betrieb gehen kann, sind noch Abschlussarbeiten in Schinznach Dorf und Effingen nötig. Am Wochenende vom 24./25. Oktober 2020 schliesst das Bauteam eines der bestehenden Gleise an das neue, aus dem Tunnel kommende Gleis an. Eine Woche später, am Wochenende vom 31. Oktober / 1. November 2020 wird das zweite bestehende Gleis angeschlossen. Anschliessend werden die Fahrleitungen und Sicherungsanlagen an die neuen Gleise angepasst. Ab Freitag, 30. Oktober 2020 geht der bestehende Bözbergtunnel ausser Betrieb.

 

 

Fahrplaneinschränkungen und Bahnersatz

 

Aufgrund der Bauarbeiten kann die Strecke Effingen - Schinznach Dorf von Freitag, 23. Oktober bis Donnerstag, 5. November 2020 wochentags nur einspurig befahren werden. An den Wochenenden ist die Strecke für den Zugverkehr ganz gesperrt. Während dieser Zeit müssen Kundinnen und Kunden mit folgenden angepassten Abfahrtszeiten, verlängerten Reisezeiten, Gleisänderungen und Verbindungen mit Bahnersatz rechnen:

 

Montag bis Freitag

  • Der IR36 Basel SBB - Zürich HB verkehrt während der Hauptverkehrszeiten mit geänderten Abfahrtszeiten zwischen Basel SBB und Brugg AG.
  • Während der Nebenverkehrszeiten fällt der IR36 zwischen Stein-Säckingen und Brugg AG in beiden Richtungen aus.
  • Es verkehren Bahnersatzbusse zwischen Stein-Säckingen, Frick und Brugg AG.
  • Die S1 Basel SBB - Laufenburg verkehrt während der Nebenverkehrszeiten nach Frick statt Laufenburg.
  • Zwischen Stein-Säckingen und Laufenburg verkehren Bahnersatzbusse.
  • Reisende zwischen Basel SBB und Zürich HB werden gebeten, via Olten zu reisen.


Samstag und Sonntag

  • Der IR36 Basel SBB - Zürich HB fällt zwischen Frick und Brugg in beiden Richtungen aus.
  • Die S1 Basel SBB - Laufenburg verkehrt nach Frick statt Laufenburg.
  • Zwischen Frick und Brugg sowie zwischen Stein-Säckingen und Laufenburg verkehren Bahnersatzbusse.


Vor Reiseantritt Online-Fahrplan prüfen


Die Einschränkungen unterscheiden sich je nach Tag und Uhrzeit stark. Deshalb empfiehlt die SBB den Reisenden, ihre Verbindungen kurz vor jeder Reise im Online-Fahrplan zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Zusätzlich informiert die SBB ihre Kundinnen und Kunden mit Durchsagen im Zug sowie über Werbe-, Störungs- und Betriebslagemonitore am Bahnhof über die Fahrplananpassungen. Bei Fragen hilft das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter. 

 

 

UPDATE vom 06. November 2020:

Züge rollen ab heute durch den neuen Tunnel

 

In den vergangenen zwei Wochen war die Bözbergstrecke zwischen Effingen und Schinznach Dorf nur ein- statt zweispurig befahrbar. Nun sind die Abschlussarbeiten beendet.

 

Die Bauteams haben die Gleise vom bestehenden an den neuen Bözbergtunnel verschwenkt und erfolgreich angeschlossen. Somit konnten die Abschlussarbeiten wie geplant heute, am 6. November 2020, beendet werden. Seit heute Mittag um 12 Uhr stehen den Zügen beide Spuren durch den neuen doppelspurigen Bözbergtunnel zur Verfügung.

Die SBB hat im Auftrag des Bundes einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthard-Achse realisiert, damit auch Sattelauflieger mit einer Höhe von vier Metern auf der Bahn transportiert werden können. Der neue Bözbergtunnel ist das grösste Einzelprojekt des gesamten 4-Meter-Korridors.

 

 

Umbau des alten Tunnels bis 2022


Die Bauarbeiten gehen noch weiter. Als nächstes wird der alte Tunnel bis April 2022 umgebaut und künftig als Dienst- und Rettungsstollen genutzt. Hierzu wird der neue Doppelspurtunnel über fünf Querverbindungen mit dem künftigen Dienst- und Rettungsstollen verbunden. Das Gesamtprojekt Bözbergtunnel wird im Sommer 2022 in Betrieb gehen, nachdem auch die zweite Rettungsübung erfolgreich durchgeführt worden ist.


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Maskenpflicht im ÖV gilt neu schweizweit auch an Bahnhöfen mitsamt Perrons, Unterführungen und Bushaltestellen

Der Bundesrat hat heute an einer ausserordentlichen Sitzung mehrere, schweizweit gültige Massnahmen gegen den starken Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus ergriffen. Ab Montag, 19. Oktober 2020 sind im öffentlichen Raum spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten. In öffentlich zugänglichen Innenräumen muss eine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt zudem in allen Bahnhöfen, Flughäfen und an Bus- und Tramhaltestellen.

Ab 19. Oktober 2020 gilt die Maskenpflicht schweizweit auch auf den Perrons                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Der starke Anstieg der Fallzahlen in den letzten Tagen ist besorgniserregend. Er zeigt sich in allen Altersklassen und in allen Kantonen. Auch die Zahl der Hospitalisierungen nimmt zu. Ziel der neuen schweizweiten Massnahmen von Bund und Kantonen ist, die Gesundheit der Bevölkerung besser zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitswesens in den nächsten Wochen und Monaten zu verhindern. Ziel ist auch, den Anstieg der Fallzahlen so stark zu bremsen, dass die Kantone das Contact Tracing weiterhin konsequent und umfassend sicherstellen können. Trotz der Einschränkungen soll das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben weitergeführt werden können.

 

 

Schweizweit einheitliche Maskenpflicht

 

Wer im öffentlichen Verkehr (Züge, Strassenbahnen, Busse, Schiffe, Luftfahrzeuge und Seilbahnen) unterwegs und älter als 12 Jahre ist, muss seit dem 6. Juli 2020 eine Gesichtsmaske tragen. Diese Pflicht wird ab Montag, 19. Oktober 2020 neu auf Personen ausgedehnt, die sich auf Perrons und in weiteren Wartebereichen für Bahn, Tram und Bus (z.B. Perrons, Tram- und Bushaltestellen) befinden oder sich in Bahnhöfen, Flughäfen oder in anderen Zugangsbereichen (z.B. Seilbahnstationen) des ÖV aufhalten. Die Maskentragpflicht gilt sowohl in Innenräumen als auch in Aussenräumen der genannten Warte und Zugangsbereiche. Wie bis anhin sind Personen, die etwa aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, von der Maskentragpflicht ausgenommen.

 

Zusätzlich gilt neu auch in öffentlich zugänglichen Innenräumen eine Maskentragpflicht, zum Beispiel in Geschäften, Einkaufszentren, Banken, Poststellen, Museen, Bibliotheken, Kinos, Theatern, Konzertlokalen, Innenräumen von zoologischen und botanischen Gärten und Tierparks, Restaurants, Bars, Discos, Spielsalons, Hotels (mit Ausnahme der Gästezimmer), Eingangs- und Garderobenräume von Schwimmbädern, Sportanlagen und Fitnesszentren, in Arztpraxen, Spitälern, Kirchen und religiösen Einrichtungen, Beratungsstellen und Quartierräumen. Ebenso gilt eine Maskentragpflicht in jenen Teilen der öffentlichen Verwaltung, die dem Publikum zugänglich sind.

 

Die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske gilt in obligatorischen Schulen, Schulen der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe, in Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung sowie in den Trainingsbereichen von Sport- und Fitnesseinrichtungen nur dann, wenn sie im betreffenden Schutzkonzept vorgesehen ist.

 

 

Vorgaben für private Veranstaltungen

 

Viele Personen stecken sich an Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis mit dem Coronavirus an. Diese Veranstaltungen sollen wenn möglich vermieden werden. An privaten Veranstaltungen mit über 15 Personen darf künftig nur sitzend konsumiert werden. Wer nicht an seinem Platz sitzt, muss eine Maske tragen. Ausserdem müssen die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten und die Kontaktdaten erhoben werden. Private Veranstaltungen mit über 100 Personen müssen analog den öffentlichen Veranstaltungen über ein Schutzkonzept verfügen, sie dürfen zudem nur in öffentlich zugänglichen Einrichtungen durchgeführt werden.

 

 

Keine Versammlungen von mehr als 15 Personen im öffentlichen Raum

 

Im öffentlichen Raum sind spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen. Damit soll insbesondere verhindert werden, dass private Anlässe in den öffentlichen Raum verlagert werden. Organisierte Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind mit den entsprechenden Schutzmassnahmen weiterhin erlaubt, etwa politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen.

 

 

Konsumation in Restaurationsbetrieben nur sitzend

 

Das Konsumieren von Speisen und Getränken in Restaurants und Ausgehlokalen wie Bars oder Clubs ist nur noch sitzend erlaubt, unabhängig davon, ob in Innenräumen oder im Freien.

 

 

Homeoffice-Empfehlungen

 

Der Bundesrat hat zudem die «Covid-19-Verordnung besondere Lage» mit einem Absatz zum Homeoffice ergänzt. Arbeitgebende sind verpflichtet, die Homeoffice-Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu beachten. Mit dem Arbeiten zu Hause können grössere Menschenansammlungen vor allem zu Stosszeiten vermieden und enge Kontakte am Arbeitsplatz reduziert werden. Zudem wird das Risiko vermindert, dass bei einem Covid-19-Fall ganze Arbeitsteams in Quarantäne müssen.

 

Die Federführung der Bewältigung der Covid-19-Epidemie in der Schweiz liegt seit dem 19. Juni 2020 bei den Kantonen. Der Bund erwartet von den Kantonen, weiterhin breit zu testen, ein lückenloses Contact Tracing sicherzustellen und mit gezielten Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie beizutragen.


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FAQ - Bundesamt für Gesundheit BAG
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Eidgenössisches Departement des Innern EDI - Eräuterungen
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ÖBB: Gewessler und Matthä präsentieren Rahmenplan 2021 - 2026

Knapp drei Milliarden Euro jährlich werden die ÖBB in den kommenden sechs Jahren im Auftrag der Bundesregierung in eine moderne und leistungsfähige Bahn-Infrastruktur investieren. Bis 2026 werden es 17,5 Milliarden Euro sein. Insgesamt 3 Milliarden Euro sind für komplett neue Vorhaben in dieser Rahmenplan-Periode bis inklusive 2026 vorgesehen. Weitere 5 Milliarden für Projekte, die nach 2026 umgesetzt werden.

Bundesministerin Leonore Gewessler und ÖBB-CEO Andreas Matthä an der Präsentation                                Foto: ÖBB

 

 

 

 

Ausbauplan ÖBB - Rahmenplan 2021 - 2026

 

Der Rahmenplan der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ist das bundesseitige Planungs- und Finanzierungsinstrument für Investitionen in das Netz der ÖBB-Infrastruktur AG. Die rechtliche Grundlage dafür bildet § 42 des Bundesbahngesetzes.

 

Der ÖBB-Rahmenplan ist eine Darstellung der geplanten Projekte und deren Investitionssummen, die innerhalb des jeweils 6-jährigen Zeitraums zur Umsetzung vorgesehen sind. Weiters umfasst der Rahmenplan auch die im Zeitraum vorgesehenen Aufwände für die Instandhaltung des Schienennetzes. Dies zusammen bildet die inhaltliche Grundlage für die Zuschüsse des BMK an die ÖBB-Infrastruktur AG, die in weiterer Folge vertraglich vereinbart werden (Zuschussverträge).

 

Das Bundesbahngesetz sieht vor, dass der Rahmenplan jährlich um ein Jahr ergänzt wird und auf den neuen Zeitraum angepasst wird.

 

Im Auftrag der Bundesregierung werden die ÖBB in den nächsten Jahren kräftig in eine moderne und leistungsfähige Bahn-Infrastruktur investieren. Bis 2026 werden es 17,5 Milliarden Euro sein. Insgesamt 3 Milliarden Euro sind für komplett neue Vorhaben in dieser Rahmenplan-Periode bis inklusive 2026 vorgesehen. Weitere 5 Milliarden für Projekte, die nach 2026 umgesetzt werden.

 

Damit werden Strecken, Bahnhöfe, Sicherungstechnik und Verkehrsleitsysteme fit für die Zukunft gemacht:

 

· als Basis für den Taktfahrplan mit leicht merkbare Abfahrtszeiten, kurzen Umstiegszeiten und kürzeren Reisezeiten,

· als Basis für das 1-2-3 Ticket sowie

· als Basis für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.

 

Der Ausbau der klimafreundlichen Bahn spielt im Kampf gegen die Klimakrise eine wesentliche Rolle. „Mit dem neuen ÖBB-Rahmenplan bringen wir das größte Bahnpaket auf Schiene, das die Republik je gesehen hat. Mehr als 17 Milliarden Euro für Bahnprojekte im ganzen Land sind eine Ansage im Kampf gegen die Klimakrise“, sagt  Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

 

Mit dem Rahmenplan 2021 – 2026 ist nun jenes Investitionspaket beschlossen worden, das die Bahn für die kommenden Jahre bestens rüstet.

 

Vier Schwerpunkte wurden bei den Investitionen gesetzt:

 

· Mehr S-Bahnen in und rund um die Städte.

· Weitere Attraktivierung der Regionalbahnen und ein ehrgeiziges Elektrifizierungsprogramm.

· Mehr Kapazität und wirtschaftlichere Streckennutzung für den Güterverkehr.

· Digitalisierung und Effizienzsteigerung im Bau und Betrieb.

 

"In den vergangenen Jahren haben sich die S-Bahnen großer Kundenzuwächse erfreut. Auch unsere Regionalbahnen haben sich sehr positiv entwickelt. Trotz des ordentlichen Corona-Dämpfers müssen wir jetzt in eine moderne, effiziente und zukunftsfitte Bahn investieren. Denn, die akute Klimakrise wird noch mehr Fahrgäste zum Umstieg motivieren. Vor allem zu Spitzenzeiten ist die Kapazität in neuralgischen Streckenabschnitten bereits ausgelastet, darunter leidet der Personen- als auch der Güterverkehr. Wir müssen für die Zeit nach der Corona-Krise gewappnet sein“, sagt  ÖBB-CEO Andreas Matthä.

 

Hier setzt der Rahmenplan an: Zum Beispiel wird die Wiener S-Bahn-Strecke zwischen Meidling und Floridsdorf mit modernster, satellitengesteuerter Technik und längeren Bahnsteigen von 220 m für längere Züge und die Streckenkapazität auf 900 Züge pro Tag gesteigert (statt bisher 700). Das Ergebnis: mehr und längere Züge.

 

Insgesamt werden allein in der Ostregion in den kommenden sechs Jahren rund 6 Milliarden Euro investiert. Dazu werden auch die Strecken in Niederösterreich aufgewertet: Zum Beispiel der viergleisige Ausbau von Meidling bis Mödling. So können leistungsfähige Alternativen für den Pendlerverkehr im sogenannten Speckgürtel geschaffen werden. Ähnliche Programme werden auch in allen anderen Landeshauptstädten realisiert.

 

 

Heute wird die moderne Bahn von morgen gebaut

 

Insgesamt 1,8 Milliarden Euro (1,2 Milliarden im Rahmenplan bis 2026) fliessen in die Modernisierung und Elektrifizierung der Regionalbahnen. Diesen kommt im Streckenkonzept der Zukunft nicht nur die wichtige Zubringerfunktion zu, sie bringen den ländlicheren Regionen Österreichs umweltfreundliche Mobilität und werten den Wirtschaftsstandort auf. Die Investitionen kommen zudem vor allem Klein-und Mittelbetrieben zugute, was zusätzliche lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze bringt.

 

Auch für den Güterverkehr arbeiten wir an noch besseren Infrastrukturanlagen – das Güterzentrum Wien Süd tritt in die nächste Ausbauphase und wird in Zukunft über noch mehr Kapazitäten verfügen. Dabei ist uns vor allem beim Güterverkehr natürlich auch der Schallschutz der Anrainer ein großes Anliegen, daher werden auch in den nächsten Jahren weitere Schallschutzwände gebaut.

 

 

Digitalisierung auf allen Ebenen

 

Ein wesentlicher Faktor bei der Attraktivierung und Modernisierung der Bahninfrastruktur ist die Digitalisierung. Hier werden 1,5 Milliarden Euro investiert. Sie macht erst vieles möglich, was vor einigen Jahren noch undenkbar schien. Die Attraktivierung der Wiener S-Bahn etwa wäre ohne modernste Technik nicht möglich. Der gesamte Bahnbetrieb profitiert von der Digitalisierung – von der Weichensteuerung bis zur Erstellung eines „digitalen Zwillings“ unseres gesamten Streckennetzes.

 

 

Die ÖBB sind hier ein stabiler und verlässlicher Anker

 

Doch all diese Investitionen kommen nicht nur der Bahn zugute: Der sechs Jahre laufende Rahmenplan wird jährlich fortgeschrieben und kann damit vor allem in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten – wie aktuell durch die Coronakrise ausgelöst – wertvolle Investitionen sicherstellen:

 

· Zwei Arbeitsplätze bei den ÖBB schaffen und sichern einen weiteren Job außerhalb der Bahn

· 1 Euro in den Bahnausbau bringt 2 Euro für die Volkswirtschaft (Steuern, Abgaben, Sozialversicherung)

· 1 Mrd. Euro an Investitionen sichert 15.000 Arbeitsplätze

· Pro Jahr bringen die ÖBB dem Land etwa 5 Milliarden Euro an Wertschöpfung und 0,6 Prozent BIP-Beitrag p.a.

· Bessere Erreichbarkeit und Erschließung der Regionen bringt mehr Wachstum und Wohlstand,

   schafft und sichert dauerhaft Arbeitsplätze und führt zu einer Aufwertung des Wirtschaftsstandortes.

· Und das erworbene Know-How der ÖBB in der Bahntechnik und Bautechnik bringt auch die österreichische Bahnindustrie voran

   und garantiert zusätzliche Exporterfolge.

 

"Mit diesen Investitionen schaffen wir eine Win-Win-Situation: Wir schaffen regionale Wertschöpfung und wir schützen unser Klima. Für sichere Arbeitplätze für die Menschen und eine gute Zukunft auch für kommende Generationen“, sagt Bundesministerin Gewessler

 

"Investitionen in die Bahn wirken während der Bauphase, sie schaffen Arbeitsplätze und wirken als Konjunkturmotor. Mit dem vorliegenden Rahmenplan schaffen wir nicht nur Beschäftigung und regionale Wertschöpfung, sondern stärken auch unsere Regionen. Entlang gut ausgebauter Bahnachsen haben wir einen ‚Pull-Effekt‘, der sich positiv auf die Bevölkerungsentwicklung entlang dieser Achsen auswirkt und Betriebsansiedelungen attraktiv macht. Mit der Umsetzung des Rahmenplanes werden wir eine Bahn haben, die umweltfreundliche, bequeme und einfache Mobilität völlig neu definiert,“ schliesst ÖBB-CEO Matthä.


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Planungsprojekte ÖBB-Rahmenplan 2021 - 2026
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Investitionen und Instandhaltung im Detail
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ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.

ÖBB Taurus 1116 225 -  Heute. Für morgen. Für uns.                                                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern.

 

Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.


UPDATE vom 21. Oktober 2020:

ÖBB präsentieren neuen Fahrplan: Mehr Züge – mehr Platz – mehr Sicherheit - Nachtzugnetz wächst


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Zielnetz 2025 Ergebnisbericht Anhang A-G
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ÖBB investieren 427 Mio. in Vorarlberg

Zu den bis 2026 geplanten Projekten gehören der Ausbau der Strecke zwischen Lauterach und St. Margrethen und die Modernisierung der Bahnhöfe im Rheintal und im Walgau. Für den Bregenzer Bahnhof gibt es weiterhin kein konkretes Datum.

 

Eines der wichtigsten Projekte ist laut ÖBB die Fertigstellung der Bauarbeiten auf der Strecke von Lauterach nach St. Margrethen. Die Arbeiten sollen bis in fünf Jahren abgeschlossen sein, heißt es von den Bahnen. Ebenfalls auf dem Programm bis zum Jahr 2026 steht die Modernisierung der Bahnhöfe im Rheintal und Walgau. Im Rahmenplan sind dafür knapp 100 Millionen Euro vorgesehen.

Auf der Arlbergstrecke sind Arbeiten geplant, die Verzögerungen künftig vermeiden sollen. Die Planungen dafür beginnen 2021. Der Bahnhofsumbau in Bregenz ist ebenso weiterhin in der Finanzplanung enthalten. Genauere Angaben dazu gibt es aber derzeit von den ÖBB noch nicht.

 

Schwerpunkte für Vorarlberg 2021 bis 2026

  • Bludenz: Adaptierung Ausfahrt Richtung Arlberg
    Inbetriebnahme: 2026
  • Wald am Arlberg – Dalaas; Maßnahmen im Bereich Löcherwald
    Inbetriebnahme: 2027
  • Bregenz Hafen: Umbau Haltestelle
    Inbetriebnahme: 2025
  • Bahnhofsumbau Bregenz und Götzis

 

Die Umsetzung des Rahmenplans 2021 bis 2026 soll die Bahn für die kommenden Jahre rüsten. Österreichweit werden in den kommenden sechs Jahren im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz 17,5 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur investiert. Mit dem Geld werden Strecken, Tunnels, Bahnhöfe, Sicherungstechnik und Verkehrsleitsysteme, Kundeninformation und Energieversorgung modernisiert.

 

 

Güterzentren und Terminals


Die ÖBB-Infrastruktur setzt auf leistungsstarken Güterumschlag für die verladende Wirtschaft. Insgesamt sieben Terminals bieten österreichweit beste Anschlüsse an Straße und Schiene. Als "Vorarlbergs Tor zur Welt" wird der Güterterminal in Wolfurt gerne bezeichnet. Er gilt nicht nur als neutrale Drehscheibe für die exportstarke Wirtschaft im gesamten Bodenseeraum, sondern auch als sehr gutes Beispiel in Bezug auf Nachhaltigkeit. Die Gebäude am Terminalgelände sind nach dem "Green Building Standard" errichtet und in den Nachstunden verwenden wir vor Ort hochmoderne LED-Technologie.

 

 

VCÖ unterstützt die Bauvorhaben

 

Der Verkehrs Club Österreich (VCÖ) begrüßt die von den ÖBB präsentierten Ausbauvorhaben. Der Verein hält sie für "wichtige Klimaschutz-Investitionen, die zudem die Konjunktur ankurbeln und viele Arbeitsplätze schaffen“. Im Vorjahr seien in Österreich um rund 50 Prozent mehr Kilometer mit der Bahn gefahren worden als im Jahr 2005, macht der VCÖ aufmerksam. Um die Klimaziele erreichen zu können, seien verstärkt Autofahrten auf die Bahn zu verlagern, so der VCÖ.


ÖBB investieren 608 Mio. im Land Salzburg

Von den insgesamt 17,5 Milliarden Euro welche die  Österreichischen Bundesbahnen landesweit investieren fallen 608 Millionen Euro auf das Land Salzburg.

 

Die Schwerpunkte für Salzburg sind die Ennstalbahn, für eine Attraktivierung zwischen Bischofshofen und Stainach-Irdning vorgesehen ist. Auch die Verlängerung der Mattigtalbahn (3-gleisiger Ausbau) ist vorgesehen. Ebenfalls investiert wird in die Errichtung der Haltestellen in Seekirchen Süd und Zell am See Schüttdorf.


Öffi-Offensive für Niederösterreich

 

4,18 Milliarden Euro bringt der neue Rahmenplan 2021 – 2026 für Niederösterreichs Bahninfrastruktur. Das Netz im urbanen Raum soll gestärkt, die Regionalbahnen modernisiert, ausgebaut und umweltfreundlich gestaltet werden.

 

Ein Budget von über 4 Milliarden Euro für Niederösterreich: Dahinter verbirgt sich neben dem Ausbau der Hauptstrecken ein großes Attraktivierungspaket für die Regionalbahnen und einen Modernisierungsschub für die Franz-Josefs-Bahn. Dazu kommen noch umfangreiche Elektrifizierungen und der Vollausbau Stadlau – Marchegg. Auch die großen Projekte wie der Semmeringtunnel und den dazugehörigen Strecken-Attraktivierungen etwa zwischen Wiener Neustadt und Gloggnitz - sowie der Streckenausbau der Nordbahn und der neu hinzugekommenen Neubaustrecke Flughafen Wien, finden sich in diesem Öffi-Offensiv-Paket für Niederösterreich. Das Umsteigen auf die Bahn wird für PendlerInnen noch einfacher: Die Zahl der P&R-Stellplätze soll von rund 35.000 auf etwa 41.000 steigen.

 

Überblick der Schwerpunkte 2021 – 2026:

  • Wien Meidling – Mödling: 4-gleisiger Ausbau
    Inbetriebnahme Abschnitt Meidling-Liesing: 2032
    Inbetriebnahme Abschnitt Liesing-Mödling: 2034
  • Südbahn: Nahverkehr, Bahnsteigverlängerungen (Inbetriebnahme: 2027)
  • Nordwestbahn: Nahverkehr, Bahnsteigverlängerungen (Inbetriebnahme: 2026)
  • Stadlau - Staatsgrenze nächst Marchegg: Vollausbau (Inbetriebnahme: 2024)
  • Franz-Josefs-Bahn: Absdorf-Hippersdorf - Sigmundsherberg; Anbindung Horn, selektiv 2-gleisiger Ausbau (Inbetriebnahme: 2027)
  • Traisentalbahn: St. Pölten - Traisen - Hainfeld/Freiland; Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2026)
  • Erlauftalbahn: Pöchlarn – Scheibbs: Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2026)
  • Puchbergerbahn: Bad Fischau – Puchberg: Attraktivierung
  • Flughafen Wien - Bruck a.d. Leitha: Errichtung Verbindungsstrecke (Inbetriebnahme: 2034)
  • Verbindung Ostbahn - Flughafenschnellbahn (Klederinger Schleife): Niveaufreie Ein- und Ausbindung (Inbetriebnahme: 2028)
  • Gramatneusiedl, Attraktivierung und Funktionserweiterung (Inbetriebnahme: 2024)
  • Wr. Neustadt - Loipersbach-Schattendorf: Attraktivierung und Ertüchtigung (Inbetriebnahme: 2026)
  • Terminal Inzersdorf: Ausbau (Phase 2) (Inbetriebnahme: 2023)

In Öberösterreich wird Ausbau grossgeschrieben

 

Mit 2,1 Milliarden Euro Investitionsvolumen, hat Oberösterreich einen sehr großen Anteil im neuen Rahmenplan. Die Regionalbahnen werden zukunftsfit gemacht, die Hauptstrecken weiter ausgebaut.

 

Oberösterreich ist einer der Schwerpunkte im Investitionsprogramm der ÖBB-Infrastruktur AG in den kommenden sechs Jahren. Das Paket ist gut ausbalanciert zwischen dem zügigen Ausbau der Weststrecke zwischen Linz und Wels und der Pyhrnbahn mit dem Bosrucktunnel sowie der Attraktivierung der wichtigen regionalen Strecken im Land. Die Regionalbahnen im Mattigtal und im Almtal sowie die Donauufer- und Innkreisbahn werden elektrifiziert. Entlang aller Strecken werden die Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert und die Gleise erneuert. Damit werden auch die Hausruckbahn, die Mühlkreis- und Summerauerbahn zukunftsfit gemacht. Dort wo es möglich ist, werden die Regionalbahnen, reif für die Einbindung in den Taktfahrplan gemacht – dazu zählt zum Beispiel die Salzkammergutbahn. Nach Passau rauf wird die Bestandsstrecke weiter ausgebaut, die Strecke Steindorf bei Straßwalchen – Friedburg soll elektrifiziert und der Bahnhof Friedburg attraktiviert werden.

 

 

Überblick der Schwerpunkte 2021 – 2026

  • Innkreisbahn: Neumarkt-Kallham – Braunau am Inn: Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2028)
  • Mattigtalbahn: Friedburg – Braunau am Inn: Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2027)
  • Donauuferbahn: St. Valentin – St.Nikola-Struden: Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2028)
  • Summerauerbahn: Linz – Summerau: Streckenausbau
  • Mühlkreisbahn: Linz Urfahr – AigenSchlägl: Attraktivierung
  • Almtalbahn: Wels – Grünau im Almtal: Attraktivierung
  • Pyhrnbahn: Hinterstoder – Pießling-Vorderstoder: 2-gleisiger Ausbau (Inbetriebnahme: 2034)
  • Windischgarsten; Bahnhofsumbau (Inbetriebnahme: 2026)
  • Salzkammergutbahn: Stainach-Irdning – Attnang-Puchheim: Attraktivierung (Inbetriebnahme 2028)

Nahverkehrs-Boost für Wien

 

Der neue Rahmenplan 2021 – 2026 bringt für den Nahverkehr in Wien einen massiven Investitionsschub. Waren im alten Rahmenplan rund 640 Millionen Euro für Wien vorgesehen, so sind es nun für die kommenden sechs Jahren 1,62 Milliarden.

 

Da schlägt das PendlerInnen-Herz hoch: Neuer Schwerpunkt der Investitionen in der Bundeshauptstadt ist die Attraktivierung der Stammstrecke zwischen Meidling und Floridsdorf. Auf 220 Meter verlängerte Bahnsteige und modernste Zugleit-Technik sollen die Kapazitäten der meistbefahrenen Bahnstrecke Österreichs noch deutlich erweitern. Statt der bisher rund 700 Züge am Tag sollen es bald bis zu 900 sein. Zusammen mit dem viergleisigen Ausbau der Strecke von Meidling über Liesing bis nach Mödling soll die Strecke fit gemacht werden für die Anforderungen der Zukunft und noch mehr PendlerInnen vom Auto auf die Schiene holen.

 

Insgesamt werden in Wien in den nächsten sechs Jahren rund 900 Millionen investiert um den Nahverkehr noch attraktiver zu machen.

 

Überblick der Schwerpunkte 2021 – 2026:

  • Wiener Schnellbahn Stammstrecke; Qualitätssicherung (Inbetriebnahme: 2026)
  • Wien Meidling - Mödling; 4-gleisiger Ausbau
    Inbetriebnahme Abschnitt Meidling-Liesing: 2032
    Inbetriebnahme Abschnitt Liesing-Mödling: 2034
  • Floridsdorf; Erweiterung Abstellkapazitäten für Nahverkehr (Inbetriebnahme: 2024)
  • Wien Hütteldorf; Bahnhofsumbau (Inbetriebnahme: 2031)
  • Terminal Inzersdorf: Ausbau (Phase 2) (Inbetriebnahme: 2023)

Elektrifizierung und Attraktivierung fürs Burgenland

 

172 Millionen Euro werden in den nächsten sechs Jahren in die Infrastruktur im Burgenland investiert. Das Netz im regionalen Raum soll modernisiert, ausgebaut und umweltfreundlich gestaltet werden.

 

Der Rahmenplan 2021 - 2026 bringt für das Burgenland in den kommenden sechs Jahren einen Investitionsschub von 172 Millionen Euro. Schwerpunkte sind der zweigleisige Ausbau der Strecke Parndorf – Kittsee und die Attraktivierung und Elektrifizieren der Strecke Wr. Neustadt – Loipersbach-Schattendorf. Auch die Errichtung der Schleife Müllendorf – Eisenstadt wird vorangetrieben. Die Vorbereitung zur Flughafenanbindung gehen in die nächste Phase.

 

Überblick der Schwerpunkte 2021 – 2026

  • Zweigleisiger Ausbau Parndorf – Kittsee
  • Errichtung der Schleife Müllendorf – Eisenstadt
  • Start Planung Schleife Ebenfurth
  • Attraktivierung und Elektrifizierung der Strecke Wiener Neustadt – Loipersbach-Schattendorf
  • Elektrifizierung Jennersdorf – Graz Ostbahnhof

Stellungnahme Verband der Bahnindustrie:

Neuem ÖBB-Rahmenplan muss echtes Bestbieterprinzip folgen

 

Kapsch: Neuer Rahmenplan klares Bekenntnis der Regierung zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs und wichtige Maßnahmen für den Klimaschutz – echtes Bestbieterprinzip entscheidend um Investitionen in heimische Wertschöpfung zu übersetzen

Der Verband der Bahnindustrie begrüßt den neuen Rahmenplan der ÖBB für die Jahre 2021 bis 2026. Die Bundesregierung bekennt sich damit in den nächsten Jahren ganz klar zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs, zu mehr Klimaschutz im heimischen Verkehrssektor und zur weiteren Aufwertung des Faktors Bahn in Österreich.

Gleichzeitig ist dieser Rahmenplan aber auch ein wichtiges Instrument zur Konjunkturbelebung für die durch die Corona-Pandemie geschwächte heimische Wirtschaft: „Grade in wirtschaftlich schwierigen Phasen wie wir sie aktuell erleben, sind Infrastrukturinvestitionen sehr wichtig für die Konjunkturbelebung. Unternehmen erhalten so dringend benötigte Aufträge, wodurch wiederum Arbeitsplätze geschaffen werden und trotz schwierigen Verhältnissen Wertschöpfung generiert wird. Und dies ist die Basis dafür, um die gute Position Österreichs im globalen Wettbewerb zu erhalten und nach dieser Krise wieder in wirtschaftlich erfolgreichere Phasen übergehen zu können“, zeigt sich Kari Kapsch, Präsident des Verbands der Bahnindustrie, angesichts der Rekordinvestitionen der Bundesregierung in den heimischen Bahnsektor erfreut.

Laut Kapsch sei es nun aber auch wichtig, den durch die Corona-Pandemie dramatisch eingebrochenen Schienenverkehr in Österreich durch gezielte Maßnahmen wieder zu beleben: „Egal ob im Personen- oder im Güterverkehr, die Schiene wurde durch Corona sehr in Mittleidenschaft gezogen. Dem muss dringend entgegengewirkt werden, damit die Infrastruktur die in den nächsten Jahren geschaffen wird, auch adäquat genutzt wird. Die durch Bundesministerin Gewessler angekündigte 100%ige Senkung der Schienenmaut in Österreich ist ein erster richtiger und wichtiger Schritt, dem aber weitere folgen müssen“, so Kapsch weiter.

 


Echtes Bestbieterprinzip um Investitionen in heimische Wertschöpfung zu übersetzen


Damit die geplanten Investitionen in den nächsten Jahren auch in der heimischen Wirtschaft ankommen und in Arbeitsplätze und Wertschöpfung am Standort Österreich übersetzt werden, ist ein echtes Bestbieterprinzip unumgänglich. Deshalb ist es gerade jetzt umso wichtiger, dass bei öffentlichen Vergaben ein solches Bestbieterprinzip mit geeigneten Qualitätskriterien verpflichtend angewendet wird, fordert Kapsch: „Die Ausrufung von Investitionen ist das eine, die heimischen Unternehmen müssen jedoch auch davon profitieren können. Hier muss das Vergaberecht als Rechtsgrundlage von Beschaffung der öffentlichen Hand so angewendet werden, dass keine versteckten Vergaben an Billigstbieter vorbei an den österreichischen Unternehmen mit ihren herausragenden Qualitätsprodukten, stattfinden. Denn genau das wäre auf dem Weg aus dieser Krise heraus fatal.“

Aber auch langfristig gesehen müssen sich die heimischen Unternehmen mit ihren Qualitätsprodukten gegen Billigstangebote aus Ländern wie China behaupten können: „Die Vergabe öffentlicher Aufträge ist neben der Beschaffung von inländischen Qualitätsprodukten die hohen Komfort und Sicherheit gewährleisten ein überaus wichtiger Hebel, um wirtschafts- und standortpolitische Ziele wie eine hohe Wertschöpfung und die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, zu erreichen. Das gelingt aber nur mit fairen Vergaben abgesichert durch geeignete Qualitätskriterien“, so Kapsch weiter.

Die Stärkung des Bestbieterprinzips erfordert Ressourcen sowie fachliche und technische Kompetenz auf der Auftraggeberseite. Wesentlich ist deshalb die laufende Schulung der Personen und EntscheidungsträgerInnen in den ausschreibenden Stellen. Dafür ist aus Sicht des Verbands auch das eindeutige politische Bekenntnis zu geeigneten Rahmenbedingungen in der öffentlichen Beschaffung notwendig.


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DB und SBB bauen das Bahnangebot zwischen Deutschland und der Schweiz in den kommenden Jahren weiter aus

Die Deutsche Bahn (DB) und die SBB bauen das Angebot im internationalen Personenverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz mittelfristig weiter aus, unter anderem mit neuen Direktverbindungen von Hamburg ins Tessin und neuen Verbindungen von Deutschland ins Wallis. Ausserdem soll die Fahrzeit zwischen Destinationen der beiden Länder weiter verkürzt werden. Die beiden Bahnen haben dazu heute eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Am Grenzübergang Basel stieg die Zahl der Reisenden in den letzten 5 Jahren um über 25 %         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Nachfrage im internationalen Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Allein am Grenzübergang Basel stieg die Zahl der Reisenden in den letzten fünf Jahren um über 25 Prozent. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung des Klimaschutzes ist davon auszugehen, dass dieser Trend hin zu umweltfreundlichem Reisen mit der Bahn anhalten wird. Trotz der aktuellen Herausforderungen der COVID-19-Krise sind die beiden Bahnen DB und SBB deshalb überzeugt, dass im Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz mittel- und langfristig grosse Wachstumspotenziale bestehen. Deshalb planen DB und SBB einen umfangreichen Angebotsausbau. Beide Bahnen haben dazu heute eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet.

 

Der geplante Angebotsausbau wird durch die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und den bis 2026 geplanten Ausbauschritten Karlsruhe–Offenburg und Müllheim - Basel ermöglicht. Mit dem Angebotsausbau geht die vollständige Umstellung aller ICE-Verbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland auf den ICE 4, den modernsten Zug der DB, sowie der Einsatz von Giruno-Kompositionen der SBB in Deutschland einher.



Schwerpunkte des Angebotsausbaus voraussichtlich ab Fahrplan 2026 sind:
 

 

 
Die Anzahl an Direktverbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland wird von heute 26 auf 35 tägliche Verbindungen erhöht.
Zwei neue Direktverbindungen pro Tag von Hamburg über Basel nach Lugano stärken das Angebot auf der Nord-Süd-Achse durch den Gotthard. Mit dem Einsatz des Giruno auf dieser Linie besteht die Option, künftig weitere direkte Verbindungen von Deutschland bis nach Mailand anzubieten.
Mit dem neuen Konzept werden zudem neue Direktverbindungen von Deutschland über Bern in das Wallis geschaffen.
Der Einsatz der ICE 4 auf der Linie Dortmund–Köln–Basel ermöglicht neue Direktverbindungen aus Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, in die Schweiz.
Der zukünftige Halbstundentakt auf der Strecke Zürich–Chur schafft die Möglichkeit, zusätzliche Direktverbindungen aus Deutschland nach Chur anzubieten.
Die Reisezeit zwischen Frankfurt und Zürich reduziert sich um 20 Minuten auf 3 Stunden und 40 Minuten.
 

 

 

 

In Verbindung mit dem gemeinsamen Angebotsausbau wird die SBB Züge des Typs Giruno neu auch im Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland einsetzen. Sie beabsichtigt dazu die Beschaffung weiterer Giruno-Kompositionen im Rahmen der bestehenden Optionen beim Hersteller Stadler Rail. Für Vincent Ducrot, CEO der SBB, ist dieser Angebotsausbau ein weiterer wichtiger Schritt, der die grossen Anstrengungen der SBB unterstreicht, das Angebot im internationalen Personenverkehr deutlich zu verbessern: «Wir wollen Bahnreisen in Europa für unsere Kundinnen und Kunden einfacher machen. Die Bahn bietet grosse Vorteile bei Reisezeit und Komfort und bekommt mit der Klimadebatte weiter Auftrieb. Darum setzen wir auf die weitere Entwicklung des internationalen Verkehres. Nachhaltige und effiziente Mobilität muss auch im europäischen Massstab betrachtet werden. Infrastrukturprojekte wie der Ceneri-Basistunnel und Stuttgart 21 sind hier wegweisend.»

 

Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn: «2021 wird das europäische Jahr der Schiene werden. Vorhaben wie die Wiederbelebung des Trans Europ Express für grenzüberschreitende Verkehre und auch der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit der SBB stehen beispielhaft dafür. Dies sind grossartige Signale für die Stärkung der Eisenbahn auf dem gesamten Kontinent, aber vor allem für das Zusammenwachsen von Menschen und Wirtschaft in Europa.»

 

 

Langjährige Zusammenarbeit zwischen SBB und DB wird verstärkt

 

Die DB und die SBB arbeiten im grenzüberschreitenden Fernverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz seit vielen Jahren eng zusammen.

 

Der Angebotsausbau wird auch in den nächsten Jahren gemeinsam fortgeführt. So wird mit dem neuen Fahrplan ab Dezember dieses Jahres das Angebot nach München von 6 auf 12 Verbindungen täglich erweitert. Die Reisezeit Zürich–München verkürzt sich gegenüber heute in einem ersten Ausbauschritt um 40 Minuten auf 4 Stunden. In einem weiteren Ausbauschritt soll die Reisezeit um weitere 30 Minuten auf eine Reisezeit von 3 Stunden und 30 Minuten verkürzt werden.

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An den Ferienwochenenden gilt in der S-Bahn Mitteldeutschland ein Ticket für zwei Fahrgäste

Seit Juni fährt die S-Bahn Mitteldeutschland nach den vorangegangenen Corona-Einschränkungen wieder das fahrplanmässige Angebot. Als Mobilitätspartner im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) beteiligt sich DB Regio an der Aktion "2 auf 1“: An drei Wochenenden in den bevorstehenden Herbstferien kann jeder Fahrgast mit einem gültigen Einzelfahrschein oder einer 24-Stunden-Karte kostenfrei eine weitere Person mitnehmen. Die Aktion gilt an den Wochenenden 17. und 18. Oktober, 24. und 25. Oktober sowie 31. Oktober und 1. November 2020 in S-Bahn, Nahverkehrszug, Tram und Bus und richtet sich an alle Fahrgäste im Verbundgebiet.

Mit "2 auf 1“ an drei Wochenenden günstig Mitteldeutschland mit dem Nahverkehr erkunden            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit Freunden oder der Familie zum halben Preis unterwegs

 

"Wir möchten das Vertrauen in den öffentlichen Nahverkehr zurückgewinnen und zeigen, dass man in unseren Zügen – unter Berücksichtigung der Hygieneregeln – sicher unterwegs ist“, betont Frank Bretzger, Leiter Produktmanagement der S-Bahn Mitteldeutschland. "Wir wollen daran erinnern, wie unkompliziert die attraktiven Ausflugsziele in der Region mit Bus und Bahn erreicht werden können.“

 

So können Ausflüge an den kommenden Wochenenden im Rahmen der "2 auf 1“-Aktion günstig mit Freunden oder Familie im gesamten MDV-Gebiet unternommen werden. Dabei teilen sich zwei Personen jeweils eine gültige Einzelfahrkarte, eine Einzelfahrkarte Kind, eine Einzelfahrkarte Kurzstrecke, eine 24-Stunden-Karte oder 24-Stunden-Karte-Kind. Dies gilt sowohl für Fahrscheine, die online, am Ticketautomaten oder in einer Verkaufsstelle erworben werden.

 

Bretzger hat noch einen Tipp: "Wir empfehlen den Ticketkauf über den DB Navigator direkt in der Verbindungsauskunft, so kann auch die Fahrscheinkontrolle kontaktlos erfolgen.“ Tipps für interessante Ziele, Verbindungsauskünfte und weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite www.s-bahn-mitteldeutschland.de.

 

Wichtig:  In allen Nahverkehrsmitteln gilt laut den Verordnungen der Länder die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

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Deutliche Verbesserung für Fahrgäste zwischen Singen und Schaffhausen

Zur Verbesserung der Kapazität und damit auch der Fahrplanstabilität auf der Strecke Singen - Schaffhausen hat DB Regio bei einem gemeinsamen Termin in Schaffhausen mit Vertretern des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und dem Kanton Schaffhausen den Einsatz eines zusätzlichen Fahrzeugs zugesagt. Mit dem Einsatz eines Triebwagens der Baureihe 426 als fünftes Fahrzeug soll der Zugverkehr für die Kundinnen und Kunden künftig wieder stabil laufen.

Für die Strecke Singen - Schaffhausen stellt DB Regio nun ein fünftes Fahrzeug zur Verfügung        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Damit unsere Fahrgäste sich wieder auf uns verlassen können, werden wir einen zusätzlichen Triebwagen auf eigene Kosten zur Verfügung stellen. Ich möchte mich ausdrücklich bei unseren Kundinnen und Kunden entschuldigen, dass wir in den letzten Wochen zu oft nicht mit der versprochenen Kapazität unterwegs waren. Es ist mir ein persönliches Anliegen, die Situation für unsere Fahrgäste schnell zu verbessern. Mit dem zusätzlichen Triebwagen erhöhen wir die Fahrzeugverfügbarkeit“, so David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Baden-Württemberg.

 

"Wir freuen uns über die richtige und aus unserer Sicht zwingend notwendige Entscheidung, ein weiteres Ersatzfahrzeug einzusetzen. Die Situation der letzten Wochen war nicht hinnehmbar. Die jetzt getroffene Massnahme wird die Qualität deutlich verbessern und gibt uns die Sicherheit, dass wir auf Dauer ausreichende Kapazitäten im morgendlichen Schülerverkehr zwischen Schaffhausen und Singen haben“, betont Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg.

 

Der Kanton Schaffhausen begrüsst die Entscheidung der DB Regio, ein zusätzliches Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Dazu René Meyer, Leiter öffentlicher Verkehr Kanton Schaffhausen: "Damit erwarten wir, dass die Zugsausfälle endlich ein Ende nehmen. In den letzten Monaten konnte sich die Bevölkerung nicht immer auf den ÖV verlassen. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind die zentralen Anforderungen eines attraktiven öffentlichen Verkehrs. Mit dieser Massnahme sollen sich die Fahrgäste wieder auf den ÖV verlassen können.“

 

Kunden haben immer die Möglichkeit, sich mit der App DB Streckenagent in Echtzeit individuell über die aktuelle Situation auf ihrer Strecke zu informieren. Aktuelle Fahrplaninformationen sind auch in der App DB Navigator oder auf www.bahn.de hinterlegt.

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DB baut mit dem Fahrplan 2021 ihren Fernverkehr weiter aus

Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 baut die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr aus. Vor allem die zentralen Achsen Hamburg - Berlin, NRW - Berlin und München - Zürich profitieren davon. Auch der Ausbau und die Modernisierung der Fernverkehrsflotte schreiten voran. Somit stehen Ende des Jahres täglich 13'000 zusätzliche Sitzplätze in neuen Zügen zur Verfügung. DB-Fernverkehrschef Michael Peterson: "Zum 13. Dezember bringen wir mehr Angebot, Komfort und mehr Sitzplätze in neuen Zügen auf die Schiene als je zuvor. Wir starten zwischen Hamburg und Berlin erstmals einen Halbstundentakt und geben unseren Kunden damit einen Vorgeschmack auf den Deutschlandtakt.“

Im Fahrplan 2021 baut die Deutsche Bahn vorallem ihren Fernverkehr weiter aus                             Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mehr ICE zwischen Berlin und Hamburg

 

Zwischen den beiden grössten Städten Deutschlands, Hamburg und Berlin, wächst die Anzahl der Züge von bisher 46 auf bis zu 60 Züge täglich. Damit stehen 6.000 zusätzliche Sitzplätze für die Fahrt von der Elbe an die Spree zur Verfügung.

 

 

Mehr als verdreifachtes ICE-Angebot zwischen Bonn und Berlin

 

Bonn und Berlin sind ab dem kommenden Fahrplan durch 14 ICE-Züge umsteigefrei verbunden. Das sind zehn Verbindungen mehr als heute. Neuss und Mönchengladbach werden täglich angebunden. Erkelenz kommt als ICE-Halt ganz neu hinzu. Zwischen Köln, Hannover und Berlin rollen erstmals die neuen siebenteiligen ICE 4. Die Züge bieten jeweils 444 Sitzplätze und damit 17 Prozent mehr als die bisher eingesetzten ICE 2. Zwischen der Rheinmetropole und der Bundeshauptstadt können nun auch Fahrräder im ICE mitgenommen werden.

 

 

Neuer EuroCity-Express zwischen München und Zürich

 

Die drei Bahngesellschaften DB, ÖBB und SBB treiben mit einem neuen attraktiven Angebot zwischen München und Zürich die europäische Integration weiter voran. Gänzlich grün – unter neuem elektrischem Fahrdraht – übernimmt der EuroCity-Express mit ICE-Komfort den Betrieb. Häufiger und schneller als bisher: Mit zwölf Fahrten täglich und einer Reisezeit von vier Stunden verbindet er künftig die Metropolen. Ab Ende 2021 verkürzt sich die Fahrzeit weiter auf nur noch 3,5 Stunden.

 

 

Mehr Fernzüge fahren zu touristischen Zielen

 

Auch das touristische Angebot wird ausgebaut: Ein täglicher Eurocity verbindet Berlin über Breslau mit Krakau. Neu an Samstagen im Winter ist eine umsteigefreie ICE-Verbindung von Berlin über Erfurt und Würzburg direkt in die Wintersportgebiete nach Tirol. Häufiger geht es mit ICE- und IC-Zügen auch an die deutschen Küsten – nach Ostfriesland, Mecklenburg-Vorpommern und Lübeck. Vielfach ganzjährig – und nicht mehr nur saisonal. Als Bonus im neuen Fahrplan 2021 gibt es erstmals einen Fernverkehrshalt in Ringsheim/Europa-Park Rust. Zweimal täglich halten dort Fernverkehrszüge und bieten anreisenden Gästen z.B. aus dem Rhein/Main-Gebiet eine attraktive Alternative zur Anreise mit dem eigenen Auto.

 

 

Stärker im Takt: mehr Verbindungen an sieben Tagen der Woche

 

Einzelne Fahrten in Fahrplantakten werden künftig täglich – also sowohl unter der Woche als auch am Wochenende – angeboten. Das Ziel der DB: In den kommenden Jahren sollen bestehende Taktlücken durchgehend geschlossen werden. Im Fahrplan 2021 wird daher eine zusätzliche ICE-Verbindung Hamburg–Kassel–München die bestehenden Taktangebote verstärken. Lüneburg, Uelzen, Celle und Augsburg profitieren damit von mehr Direktverbindungen.

 

 

XXL-ICE nimmt ab Juni 2021 Fahrt auf

 

Ab 13. Juni 2021 kommt erstmals der XXL-ICE auf der ICE-Linie Hamburg–Frankfurt–Basel–Zürich–Chur zum Einsatz. Die ersten Züge zwischen Nordrhein-Westfalen und München fahren dann ab September 2021. Der XXL-ICE 4 besteht aus 13 Wagen und bietet 918 Sitzplätze – so viele wie nie zuvor in einem ICE. Die DB hat 50 von diesen Zügen geordert. Der Auftrag ist Teil der 8,5 Milliarden Euro Investitionen in Verjüngung und Ausbau der DB-Fernverkehrsflotte.

 

 

Infos und Tickets ab 13. Oktober 2020 - BahnCard 25 im Aktionsangebot

 

Der neue Fahrplan gilt ab dem 13. Dezember 2020 Fahrkarten gibt es ab dem 13. Oktober 2020 auf www.bahn.de, im DB Navigator, in DB Reisezenten und DB Agenturen sowie an DB Automaten. Ausserdem gibt es im Oktober noch die Bahncard25 im Aktionsangebot. Die Sparkarte mit 12 Monaten Gültigkeit gibt es ab 24,90 Euro statt 54,90 Euro (2.Klasse; für die 1. Klasse: 69,90 Euro statt 109,90 Euro). Damit sind alle Tickets des DB-Fernverkehr um 25 Prozent reduziert, auch Spar- und Supersparpreise.

 

 

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Die wichtigsten Änderungen aus den Regionen im Detail

 

 

 

Fern- und Nahverkehr Baden-Württemberg

 

 

Fernverkehrshalt in Ringsheim/Europa-Park

 

Als Bonus im neuen Fahrplan 2021 gibt es erstmals einen Fernverkehrshalt in Ringsheim/Europa-Park Rust. Zweimal täglich halten dort Fernverkehrszüge und bieten anreisenden Gästen z.B. aus dem Rhein/Main-Gebiet oder aus der Schweiz eine attraktive Alternative zur Anreise mit dem eigenen Auto.

 

 

Zwei weitere Verbindungen auf der Achse Frankfurt–Darmstadt–Heidelberg–Karlsruhe

 

Der ICE 1575 aus Hamburg fährt ab Frankfurt weiter mit Halt unter anderem in Darmstadt und Heidelberg bis Karlsruhe. Der ICE 1578 startet seine Fahrt bereits in Karlsruhe und fährt über Heidelberg, Darmstadt und Frankfurt nach Stralsund. Damit wird die mittägliche Taktlücke auf der Achse Frankfurt–Darmstadt–Heidelberg–Karlsruhe geschlossen.

 

 

Angebotsausweitungen bei S-Bahn und Teckbahn

 

Die S-Bahn Stuttgart fährt ab Fahrplanwechsel Montag bis Freitag von etwa 6.00 Uhr bis 20.30 Uhr tagsüber durchgängig auf allen Linien im 15-Minuten-Takt. Die bisher noch bestehende Angebotslücke zwischen 10 Uhr und 12 Uhr wird damit geschlossen. Durch die Ausweitung verbessert sich das Fahrplanangebot für eine flexible Nutzung außerhalb der morgendlichen Hauptverkehrszeit. Das trifft auch auf die Teckbahn zu. Auf der Regionalbahnlinie zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen wird die bisherige dreistündige Taktlücke am Vormittag durch zwei zusätzliche Zugverbindungen je Richtung geschlossen.

 

 

24 neue Züge des Typs Mireo von Siemens jetzt vollständig im Einsatz

 

Bereits vor dem Fahrplanwechsel ab dem 1. November 2020 können Kunden von den Vorteilen der modernen Mireo Züge profitieren. Zwischen Offenburg und Freiburg sowie zwischen Freiburg und Basel fahren die Regionalbahnen im Stundentakt und bieten mehr Platz für Reisende. Darüber hinaus pendelt ein Zug stündlich zwischen Müllheim (Baden) und Neuenburg (Baden) und sorgt für eine direkte Anschlussverbindung in Richtung Nord und Süd. Die durchgehenden Verbindungen mit den neuen Fahrzeugen sorgen für Qualitätsverbesserungen für die Fahrgäste in der gesamten Region.

 

Auf allen Linien im Nahverkehr von DB Regio Baden-Württemberg wurden Anpassungen im Minutenbereich vorgenommen, um Anschlüsse zuverlässig bedienen zu können. So besteht in Kißlegg nun grundsätzlich der Anschluss von und zur RB-Linie Wangen - Kißlegg - Leutkirch.

 

 

 

München und Zürich wachsen zusammen

 

Zum Fahrplanwechsel 2021 wird im Allgäu ein neues Zeitalter der Bahn eingeläutet. Erstmals werden SBB-Fernzüge mit ICE-Komfort die Metropolregionen München und Zürich verbinden. Zwölf Fahrten täglich werden mit einer Reisezeit von vier Stunden zwischen den Metropolen angeboten. Auch Reisende von und nach Buchloe und Memmingen profitieren von der neuen Fernverkehrslinie durchs Allgäu, weiters halten die Züge in Lindau-Reutin, Bregenz, St. Margrethen, St. Gallen, Winterthur und Zürich Flughafen.

 

Ab Ende 2021 verkürzt sich die Fahrzeit weiter auf nur noch 3,5 Stunden. Der Bodensee ist von München aus in 1:55 h erreicht – das ist 40 Minuten schneller als die bisherige Fahrzeit 2020.

 

 

"Astoro" bringt ICE-Komfort zwischen München und Zürich

 

Die drei Bahngesellschaften DB, ÖBB und SBB werden mit dem Hochgeschwindigkeitszug vom Typ "Astoro“  ICE-Komfort auf die Strecke zwischen München und Zürich bringen. Die Fahrzeuge haben weiterhin ein Bordrestaurant und (reservierungspflichtige!) Fahrradstellplätze sowie WLAN.

 

 

Mehr Fernzüge fahren zu touristischen Zielen

 

Neu an Samstagen im Winter ist eine umsteigefreie ICE-Verbindung von Würzburg, Augsburg und München via Rosenheim direkt in die Wintersportgebiete nach Tirol. Über Innsbruck geht es ins Ötztal und an den Arlberg. Dank der Frühverbindungen sind Tagesaufenthalte von rund 10 Stunden auf den Skipisten des Ötztals möglich; die Busverbindungen in Tirol ermöglichen nahtlose Reiseketten.

 

 

Weitere Angebotsverbesserungen von/nach München

 

Viele Verbesserungen im neuen DB-Fahrplan zeigen sich im Detail. Auf der beliebten Rennstrecke München – Nürnberg - Berlin stehen nun auch am Wochenende alle fünf Sprinter-Verbindungen parat. Insbesondere mit der Frühverbindung um 6 Uhr ab München erreicht man künftig auch sonntags die Bundeshauptstadt schon um 10 Uhr. Die Reisezeit von der Isar an die Spree beträgt weniger als vier Stunden; zusätzlich fahren im Stundentakt ICE mit Zwischenhalten in Leipzig, Erlangen, Bamberg oder Coburg. Bei den Nord-Süd-Verbindungen profitieren insbesondere Augsburg und Treuchtlingen von einer zusätzlichen Direktverbindung aus Hamburg nach München.

 

 

 

 

Zusätzliche Züge ergänzen das Angebot in Hessen

 

 

In Nordhessen profitieren Kassel und Fulda von einem zusätzlichen ICE-Zugpaar (Hamburg–München) ergänzend zum bestehenden ICE-Stundentakt. Im Vergleich zu diesem aber mit Direktanbindung von Lüneburg und Uelzen sowie in Nord-Süd-Richtung von Treuchtlingen, Donauwörth, Augsburg bzw. in Süd-Nord-Richtung auch von Celle,

 

ICE 1587 Hamburg (13:28) – Kassel (15:58) – Fulda (16:34) - München (20:04),

ICE 1980 München (16:18) – Fulda (19:20) - Kassel (19:56) - Hamburg (22:29).

Das Zugpaar verkehrt von Montag bis Freitag

 

Zusätzlich verkehren am Wochenende von und nach Kassel, Fulda und Hanau am Samstagabend der ICE 590 aus München, Stuttgart (20:51), Mannheim (21:32) und Frankfurt (22:18), Hanau (22:33), Fulda (23:17) und Kassel (23:51) und am Sonntagmorgen der ICE 591 nach München ab Kassel (6:15), Fulda (6:48) und Hanau (7:28) z.B. nach Frankfurt, Mannheim und Stuttgart (an 9:08). Damit besteht für Kassel eine zusätzliche ICE-Anbindung rund zwei Stunden früher als bisher.

 

Für Kassel gibt es am Wochenende auch eine zusätzliche Verbindung von/nach Berlin. Am Samstagabend fährt der ICE 997 aus Berlin (19:35) via Braunschweig, Hildesheim, Göttingen nach Kassel (22:15). Am Sonntagmorgen fährt der ICE 876 von Kassel (6:43) nach Berlin (an 9:27), zwei Stunden früher als derzeit.

 

Der Sprinter ICE 1598 verkehrt künftig Mo-Fr von Frankfurt (6:00) nonstop nach Berlin (9:54).

 

Bei der ICE/IC-Linie 26 (Hamburg–Gießen–Frankfurt–Karlsruhe) mit Halt in Darmstadt, Bensheim, Weinheim, Heidelberg, Wiesloch-Walldorf und Bruchsal wird die bisherige, mittägliche Angebotslücke geschlossen.

 

Der ICE 1575 aus Hamburg verkehrt ab Frankfurt (11:20) neu via Darmstadt (an 11:35) und Heidelberg (an 12:13) bis Karlsruhe (an 12:50) bzw. ICE 1578 nach Hamburg/Stralsund neu auch zwischen Karlsruhe (ab 11:10), Heidelberg (ab 11:46), Darmstadt (ab 12:24) und Frankfurt (an 12:40).

 

Neu ist auch die tägliche späte ICE-Direktverbindung von Essen (19:41) über Düsseldorf, Köln (20:33), Montabaur (21:04) und Limburg Süd (21:14) nach Frankfurt (an 21:48).

 

 

Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten

 

Im nächsten Jahr wird die Schnellfahrstrecke Göttingen-Kassel vom 24.04.-16.07.2021 im Rahmen einer Vollsperrung erneuert. Die Züge werden umgeleitet, dadurch verlängert sich die Fahrzeit um bis zu 40 Minuten. In dieser Zeit entfällt auch der Hamburg-Sprinter sowie die zweistündliche ICE-Linie13 Frankfurt-Berlin einschließlich des nonstop-Sprinters in die Bundeshauptstadt.

 

 

 

Veränderungen für Sachsen-Anhalt und Thüringen:

 

 

Sprinter Berlin–Halle (Saale)–Erfurt–München – am Wochenende häufiger

 

Im Jahresfahrplan 2021 werden die schnellen Sprinter neu z. B. auch sonntagsfrüh um etwa 6 Uhr jeweils ab Berlin und München angeboten. So können Tagesreisende ab Halle (Saale) und Erfurt auch am Sonntag Nürnberg schon um 9 Uhr und München schon um 10 Uhr erreichen – eine Stunde früher als im bisherigen Fahrplan.

 

 

Sonnabends ab Erfurt in der Wintersaison in die Tiroler Wintersportgebiete

 

Für Berlin (6.08 Uhr) und Erfurt (7.54 Uhr) wird zwischen 26. Dezember 2020 und 20. März 2021 ein direkter ICE via Rosenheim und Innsbruck bis nach Landeck angeboten, abends retour.

 

 

Zusätzlicher ICE-Halt morgens von Hannover/Wolfsburg nach Berlin in Stendal

 

Der montags bis freitags aus Hamburg via Hannover fahrende ICE 753 wird über Wolfsburg (7.37 Uhr) hinaus weiter über Stendal (8.05 Uhr) bis Berlin (8.55 Uhr verlängert.

 

 

 

 

Mehr ICE-Fahrten am Wochenende und neue Direktverbindungen aus NRW nach Berlin

 

 

"Auch in den schwierigen Corona-Zeiten können wir unser Angebot zum Fahrplanwechsel weitgehend aufrechterhalten und insbesondere zur Bundeshauptstadt teilweise sogar weiter verbessern. Dies ist Voraussetzung für die grüne Verkehrswende mit der starken Schiene“, so Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für NRW.

 

Highlights sind unter anderem der sukzessive Einsatz des neuen siebenteiligen ICE 4 auf der ICE-Linie zwischen Köln und Berlin auf einzelnen Fahrten. Diese Züge bieten 444 Sitzplätze, 17 Prozent mehr als die bisher eingesetzten ICE 2. Ab Hamm, wo die ICE aus Wuppertal und dem Ruhrgebiet kommend, zusammengekoppelt werden, gibt es dann also ein Sitzplatzangebot von fast 900 Sitzplätzen von/nach Berlin. Außerdem kann man erstmals zwischen der Rheinmetropole und der Bundeshauptstadt Fahrräder im ICE mitnehmen.

 

Bonn und Berlin werden künftig durch 14 ICE-Züge (bisher vier) umsteigefrei verbunden. Dadurch verkürzt sich die Reisezeit um 20 Minuten. Neu ist auch ein Nacht- ICE von Bonn (22:48 Uhr) nach Berlin (5:36 Uhr).

 

Erkelenz wird neuer ICE-Halt im nahezu täglichen ICE-Zugpaar Aachen–Dortmund–Hannover–Berlin (Abfahrt 7:43 Uhr nach Berlin / Ankunft 19:16 Uhr aus Berlin) sowie um 21:06 Uhr in einem sonntäglichen ICE aus Berlin nach Aachen.

 

Die abendliche ICE-Direktverbindung aus Berlin nach Neuss (an 20:29) und Mönchengladbach (an 20:43) ist nun täglich statt bislang nur freitags möglich.

 

Am Bahnhof Siegburg/Bonn entlang der Schnellfahrstrecke hält um 21:50 Uhr neu wieder ein täglicher ICE aus München nach Köln – mit attraktiver Spätverbindung z.B. auch aus Stuttgart, Mannheim und Frankfurt Flughafen. Neu ist auch eine tägliche späte ICE-Direktverbindung Essen (19:41) – Köln – Frankfurt (21:48).

 

Auf der IC-Linie Köln - Münster - Emden/Norddeich Mole erfolgen mehrere bislang nur saisonale Fahrten am Wochenende neu ganzjährig, also auch in den Wintermonaten, z.B. die Ankünfte samstags am Fähranleger Norddeich Mole um 10:16 und 14:59 Uhr.

Davon profitieren z.B. auch Gelsenkirchen und Recklinghausen.

 

 

Neue ICE 4-Züge auf der Linie Berlin–Hannover–Köln/Düsseldorf


Sukzessive werden zwischen Berlin und Köln/Düsseldorf über Hannover ICE 4-Züge mit sieben Wagen eingesetzt, die zwischen Berlin und Hamm mit zwei Zugteilen verkehren und von dort jeweils weiter mit einem Zugteil nach Köln über Wuppertal sowie nach Düsseldorf über Essen. Sie verfügen über mehr Sitzplätze und bieten die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme.

 

 

 

Hamburg-Berlin im Halbstundentakt

 

 

Mehr ICE zwischen Berlin und Hamburg

 

Zwischen den beiden größten Städten Deutschlands, Hamburg und Berlin, wächst die Anzahl der Züge von bisher 46 auf bis zu 60 Züge täglich. Damit stehen 6.000 zusätzliche Sitzplätze für die Fahrt von der Elbe an die Spree zur Verfügung.

 

 

Zusätzlicher ICE von Hannover/Wolfsburg nach Berlin


Von Hamburg aus kommend verkehrt montags bis freitags ein ICE über Hannover mit Halt in Wolfsburg um 7.37 Uhr und Stendal um 8.05 Uhr bis Berlin. Ankunft ist hier um 8.55 Uhr.

 

 

Zusätzliches ICE-Angebot Hamburg–Göttingen–Süddeutschland


Montags bis freitags fährt ein zusätzliches ICE-Zugpaar Hamburg–München mit Halt in Lüneburg und Celle. Abfahrt in Hamburg ist um 13.28 Uhr und Ankunft in München um 20.04 Uhr. Von München startet der ICE um 16.18 Uhr und erreicht mit Halt in Celle, Uelzen und Lüneburg Hamburg Hbf um 22.29 Uhr.

 

 

Für Lübeck mehr umsteigefreie ICE-Fahrten am Wochenende


Am Wochenende verkehrt ein weiteres ICE-Zugpaar zwischen Lübeck und München. Der ICE erreicht samstagabends um 21.42 Uhr Lübeck und fährt sonntagmorgens um 8.15 Uhr nach München.

 

 

Zusätzliches ICE-Zugpaar zwischen Kassel/Göttingen und Berlin am Wochenende


Samstagabends startet der ICE von Berlin um 19.35 Uhr mit Halt in Braunschweig, Hildesheim und Göttingen nach Kassel. Sonntagmorgens fährt ein ICE von Kassel bereits um 9.27 Uhr nach Berlin.

 

 

Mehr Fernzüge für Emden/Norddeich Mole


Auch das touristische Angebot wird ausgebaut. Mit den IC-Zügen geht es häufiger nach Ostfriesland. Mehrere bislang nur saisonale Fahrten am Wochenende von/nach Köln verkehren neu ganzjährig, also auch in den Wintermonaten. So gibt es beispielsweise eine Ankunft samstags am Fähranleger Norddeich Mole um 10.16 und 14.59 Uhr.

 

 

Tagsüber umsteigefrei Berlin - Breslau - Krakau

 

Der neue Eurocity (EC) fährt von Berlin Hbf (ab 10.40 Uhr) über Frankfurt (Oder) (ab 11.45 Uhr) schnell und ohne Umstieg zum Beispiel nach Zielona Gora (an 12.51 Uhr), Breslau (an 14.47 Uhr) und Krakau (an 17.39 Uhr). In der Gegenrichtung erreicht der Eurocity aus Krakau (Abfahrt 10.18 Uhr), Breslau (ab 13.05 Uhr) und Zielona Gora (ab 15.06 Uhr) um 16.12 Uhr Frankfurt (Oder) und fährt weiter nach Berlin Hbf (an 17.16 Uhr).

 

Damit ergänzt dieser neue EC die bereits bestehende Fahrtmöglichkeit über Nacht von Berlin über Frankfurt (Oder) nach Breslau und Krakau in EC-Sitzwagen, die Teil des ÖBB-Nachtzuges "Nightjet“ nach Wien sind.

 

 

An Wintersamstagen häufiger nach Tirol

 

Ab Berlin Hbf (6.08 Uhr) zwischen 26. Dezember 2020 und 20. März 2021 direkter ICE via Rosenheim und Innsbruck bis nach Landeck - abends zurück.

 

 

Öfter und attraktiver Berlin–Hannover–Nordrhein-Westfalen

 

Auf der Linie Berlin - Hannover - Köln/Düsseldorf gibt es im Laufe des nächsten Jahres rund 17 Prozent mehr Sitzplätze pro Zug und Fahrradmitnahme, da vermehrt neue ICE-4-Züge eingesetzt werden. Außerdem mehrere zusätzliche Fahrten dieser ICE-Linie am Wochenende.

 

Für Berlin von/nach Bonn: Ausweitung der ICE-Direktverbindungen von zwei auf sieben Fahrten pro Tag und Richtung (20 Minuten schneller als mit Umstieg). Dabei kommt auch der bestehende ICE über Nacht nach Berlin Hbf (an 5.36 Uhr) künftig neu direkt aus Bonn (an 22.48 Uhr).

 

Zusätzlicher ICE morgens von Hannover/Wolfsburg nach Berlin: Verlängerung des bereits aus Hamburg via Hannover fahrenden ICE über Wolfsburg (ab 7.37 Uhr) hinaus weiter via Stendal (ab 8.05 Uhr) bis Berlin Hbf (an 8.55 Uhr).

 

 

Am Wochenende häufiger schnell Berlin–Erfurt–München

 

Die schnellen Sprinter Berlin–München fahren künftig zum Beispiel auch sonntags um etwa 6 Uhr jeweils ab Berlin und München mit einer Reisezeit von knapp vier Stunden. So können Berliner auch am Sonntag Nürnberg schon um 9 Uhr und München um 10 Uhr erreichen - eine Stunde früher als bislang.

 

 

Ausweitungen am Wochenende Berlin-Hessen

 

Zusätzlich samstags ICE ab Berlin Hbf (ab 19.35 Uhr) via Braunschweig, Hildesheim, Göttingen nach Kassel-Wilhelmshöhe (an 22.15 Uhr) sowie in Gegenrichtung sonntags ICE von Kassel-Wilhelmshöhe (ab 6.43 Uhr) nach Berlin Hbf (an 9.27 Uhr) – zwei Stunden früher als derzeit mit der ersten sonntäglichen Direktverbindung.

 

 

Künftig auch freitags Sprinter-ICE ohne Halt von Frankfurt  nach Berlin


Der Sprinter-ICE von Frankfurt am Main Hbf (ab 6 Uhr) nach Berlin Hbf (an 9.54 Uhr) fährt neu auch freitags, bisher verkehrte dieser Zug nur montags bis donnerstags.


                                                    Grafik: Deutsche Bahn (DB)



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