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Stadler präsentiert sieben Innovationen an der InnoTrans

Vom 18. bis 21. September 2018 findet die internationale Fachmesse für Verkehrstechnik InnoTrans in Berlin statt. Stadler wird als einer der grössten Aussteller sieben neu entwickelte Züge und Lokomotiven ausstellen und damit wieder einer der grössten Aussteller sein. Nebst der Fachmesse gibt es am 22. und 23. September auch wieder die beliebten Besuchertage für das Aussengelände.

Ein Highlight wird auch der KISS für die Schwedische Bahngesellschaft Mälab sein                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die sieben Stadler Innovationen an der InnoTrans im Überblick

 

 

KISS für Mälab:
 
Die Doppelstocktriebzüge sollen in der Region des Mälarsees, westlich von Stockholm, verkehren. Sie sind für eine Maximalgeschwindigkeit von 200 km/h zugelassen. Der Auftrag für Mälab ist der erste Abruf aus dem Rahmenvertrag, den das schwedische Leasingunternehmen Transitio im Jahr 2014 mit drei Anbietern für die Beschaffung von Regionalbahnfahrzeugen abgeschlossen hat. Stadler ist der einzige zugelassene Lieferant, der den Rahmenvertrag für zwei verschiedene Fahrzeugtypen unterschrieben hat: Für den einstöckigen FLIRT sowie den doppelstöckigen KISS.

 

 

FLIRT für die SOB:
 
Bei den elf FLIRT für die SOB handelt es sich um sechs achtteilige und fünf vierteilige Triebzüge der neusten Generation. Alle Züge erfüllen die neusten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bieten ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen. Die Züge fahren mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 160 km/h und verfügen über ein neuartiges, leichtes Drehgestell, welches bei Wartungsarbeiten einen schnellen Austausch ermöglicht. Ein achtteiliger „Traverso“ wird an der InnoTrans gezeigt werden.

 

 

S-Bahn Berlin:
 
Die S-Bahn Berlin GmbH hat mit dem Konsortium aus Stadler Pankow GmbH und Siemens einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 1380 Wagen abgeschlossen. Die ersten 106 Züge wurden verbindlich bestellt. Die S-Bahn Berlin, eine Tochterfirma der Deutschen Bahn, plant den Einsatz der neuen Fahrzeuge auf etwa einem Drittel des gesamten S-Bahn-Streckennetzes von Berlin. Die ersten zehn Fahrzeuge werden bereits ab 2020 im Einsatz sein. Anschließend werden fortlaufend bis 2023 alle übrigen Fahrzeuge auf die Berliner Schienen gebracht.


 
METRO für SPT Glasgow Subway:
 
Die Züge für die Glasgow Subway sind gut 39 Meter lang und sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 58 km/h ausgelegt. Für einen sicheren Betrieb werden Platform Screen Doors (PSD) installiert. Die Glasgow Subway wird umfassend modernisiert und komplett auf ein vollautomatisches, zugführerloses System umgestellt. Eine durchgehende Bodenhöhe im ganzen Innenraum und sechs grosse Eingangstüren auf jeder Seite machen die Züge besonders benutzerfreundlich.


 
Tailor-Made-Züge für den RBS:
 
Die Züge werden vollklimatisiert und auf der gesamten Länge von 60 Metern durchgängig sein. Dank den acht Türen pro Zug und dem grösseren Stehplatzanteil können die Fahrgäste schneller ein- und aussteigen. Die Züge sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt. Der RBS hat seine Fahrgäste schon früh in die Beschaffung der neuen Fahrzeuge einbezogen. In einem so genannten Crowdsourcing konnten sie bereits im Herbst 2014 ihre Ideen und Bedürfnisse kundtun.
 
 
FLIRT für Abellio East Anglia:
 
Die 58 Züge umfassen 378 Wagen mit einer Kombination von 20 Intercity-Elektrotriebzügen mit je 12 Wagen und 38 bimodalen Regional-Triebzügen, jeweils in Konfigurationen mit 3 Wagen (14 Einheiten) und 4 Wagen (24 Einheiten), die mit Strom oder Diesel fahren können. Die FLIRT-Züge, die im Rahmen der Konzession für Greater Anglia eingesetzt werden, weisen zahlreiche Vorzüge auf: Klimaanlage, «2x2»-Sitzanordnung, Wi-Fi und Steckdosen im ganzen Zug, Niederflurbauweise für einen einfachen Ein- und Ausstieg, Fahrgastinformationssysteme mit Echtzeitinformationen sowie Bremsen mit Rückspeisung.


 
EURODUAL-Lokomotiven für die Havelländische Eisenbahn Aktiengesellschaft HVLE:
 
Die EURODUAL-Lokomotive von Stadler ist eine Dual-Mode-Lokomotive mit einer beeindruckenden Leistung, sowohl im Diesel- als auch im Elektroantriebsmodus, die in verschiedenen Konfigurationen, Spurweiten und Fahrdrahtspannungen erhältlich ist. Die modulare Plattform bietet ebenfalls ein breites Spektrum an verschiedenen Antriebsleistungen im Diesel-Modus, um den individuellen Bedarf des Kunden adäquat zu decken. Die vielseitige Plattform der Lokomotive wurde für den Fracht- und Reisefernverkehr bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h auf elektrifizierten und nicht-elektrifizierten Strecken entwickelt.

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Siemens zeigt vernetzte Mobilität auf der InnoTrans 2018

Vom 18. bis 21. September 2018 findet die internationale Fachmesse für Verkehrstechnik InnoTrans in Berlin statt. Siemens ist in diesem Jahr wieder in Halle 4.2 sowie auf dem Aussengelände vertreten. Die Digitalisierung verändert die Mobilitätsbranche fundamental. Sie verbessert die Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Infrastrukturen, optimiert Betriebsabläufe und reduziert Aufwand und Kosten. Digitale Innovationen in einem stärker vernetzten "Gesamtsystem Mobilität" stehen deshalb bei Siemens im Mittelpunkt der InnoTrans 2018. Unter dem Motto "Shaping connected mobility" wird Siemens neue, intelligente Lösungen präsentieren, die das Verkehrsmittel Bahn noch effizienter, sicherer und zuverlässiger machen.

Ein Highlight an der InnoTrans wird die Präsentaion des Velaro Novo sein                                              Visualisierung: Siemens

 

 

 

Unter dem Motto "Shaping connected mobility" präsentiert Siemens auf der InnoTrans digitale Innovationen in einem zunehmend stärker vernetzten "Gesamtsystem Mobilität". Die Lösungen werden das Verkehrsmittel Bahn noch effizienter, sicherer und zuverlässiger machen.

 

Die Digitalisierung verändert die Mobilitätsbranche fundamental: Sie verbessert die Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Infrastrukturen, optimiert Betriebsabläufe und reduziert Aufwand sowie Kosten. Reisenden ermöglicht sie attraktive und nahtlose Mobilität von A nach B. Betreibern hilft sie, Infrastrukturen intelligenter zu machen, den Reisekomfort für Passagiere zu verbessern, Verfügbarkeit zu garantieren und nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus zu erhöhen.

 

 

MindConnect Rail – sichere Datenübertragung aus sicherheitskritischen Infrastrukturen

 

MindConnect Rail ist eine modular aufgebaute, flexible Soft- und Hardware-Lösung zur sicheren Datenübertragung aus sicherheitskritischen Infrastrukturen. MindConnect Rail nutzt alle Funktionen der neuen Data Capture Unit (DCU), um einerseits vollen Datenzugriff zu ermöglichen und andererseits Cyber-Security zu garantieren. Die MindConnect-Rail-Lösung von Siemens ist ein zentrales Element der intelligenten Transportinfrastruktur für die digitale Integration von Schienen- und Straßenverkehr und das vernetzte "Gesamtsystem Mobilität" von morgen.

 

 

MindSphere, das IoT-Betriebssystem von Siemens, erschließt durch umfassendes Daten-Management neue digitale Lösungen für die Bahnindustrie

 

Jedes Schienenfahrzeug generiert große Datenmengen, die Auskunft über den Zustand und die Funktionsfähigkeit von Komponenten und Systemen geben. Das Gleiche gilt für Infrastrukturen. Das offene IoT-Betriebssystem MindSphere von Siemens ermöglicht durch Künstliche Intelligenz umfassendes Daten-Management und erschließt dadurch vollkommen neue Lösungen für die Bahnindustrie.

 

 

Railigent – das offene digitale Ökosystem – beinhaltet nun auch Partner-Applikationen

 

Die Railigent-Applikation-Suite von Siemens ermöglicht es, Bahndaten intelligent zu nutzen, Instandhaltung und Betrieb zu optimieren und eine hundertprozentige Verfügbarkeit zu garantieren. Railigent basiert auf MindSphere, dem IoT-Betriebssystem von Siemens. Bisher konnten mit Railigent vor allem Siemens-Systeme analysiert werden. Die Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen und die Integration von Partner-Applikationen soll Kunden nun ein umfassendes Asset-Management von Fahrzeugflotten und Bahninfrastrukturen ermöglichen. Mit der SKF GmbH, Strukton Rail b.v. und der Voith GmbH & Co. KGaA hat Siemens bereits Applikationen von drei Partnern integriert. Alle Unternehmen verfügen über spezifische Kompetenzen für die digitalisierte Zustandsüberwachung von Fahrzeugkomponenten und Bahninfrastruktur. Auf Basis der bereitgestellten Messdaten kann die Instandhaltung von Bahnsystemen optimiert und kosteneffizienter gestaltet werden. Das beinhaltet beispielsweise die Reduzierung von Lebenszyklus-Kosten, die Verlängerung von Instandhaltungs-Intervallen und das Vermeiden von Unfällen oder ungeplanten Ausfällen.

 

 

Neue Cloud-basierte Lösungen reduzieren den Bedarf an Hardware-Installationen

 

Das "Stellwerk in der Cloud" wird den Fernverkehr revolutionieren. Mit ihm können in Zukunft, unabhängig von räumlichen Beschränkungen, sowohl die Stellwerks- als auch die Bedienlogik an einem Ort zentralisiert werden. Betreiber erhalten auf diese Weise eine wirtschaftliche und effiziente Lösung, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen. Siemens arbeitet gemeinsam mit Partnern an der Umsetzung dieser Technologie.

 

 

Digital Station – das Zusammenspiel integrierter Mobilitätsangebote

 

Bahnhöfe sind Knotenpunkte für den intermodalen städtischen Verkehr. Nur wenn der Übergang zwischen den verschiedenen Transportsystemen nahtlos, bequem und zeitsparend ist, nutzen zunehmend mehr Menschen das effizienteste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel – den öffentlichen Personennahverkehr. Die Digital-Station-Lösungen von Siemens decken eine große Bandbreite an Funktionen ab, von Infrastrukturmanagement und durchgängiger intermodaler Reise-Information bis zur Datenauswertung für die kontinuierliche Optimierung des Betriebs. So können 100-prozentige Verfügbarkeit und Steigerung des Fahrgastdurchsatzes erreicht und der Reisekomfort kann verbessert werden – wichtige Voraussetzungen für einen attraktiveren Personennahverkehr.

 

 

Volle Transparenz für Bahn-Infrastrukturprojekte mit digitalem Zwilling

 

In Kooperation mit Softwarepartnern wie Bentley Systems nutzt Siemens mit "Building Information Modeling" einen digitalen Zwilling für Planung, Design und Bau von komplexen Bahn-Infrastrukturprojekten. Dieses computergenerierte Modell ist eine objektorientierte, parametrische und digitale 3D-Darstellung des Systems. Die Datenbasis schafft die Voraussetzung für umfassende Simulationen, um Systemkonflikte konsequent zu vermeiden, das Risiko von Verzögerungen zu reduzieren und die Installation zu beschleunigen.

 

Im Bereich Bahnelektrifizierung zeigt Siemens auf der InnoTrans eine weitere Neuheit: Das Unternehmen kann das elektrische Netzwerk und den Energiefluss erstmals in Echtzeit in einer datenbasierten Simulation darstellen. Das funktioniert mit der Kombination des Netzleitsystems SCADA (Sitras RSC) mit dem intelligenten Energiemanagement-System Sitras iEMS zusammen mit Sitras Sidytrac Real Time. Auf diese Weise lassen sich Lastspitzen vorhersagen und vermeiden, kritische Netzzustände transparent machen, Zugfahrpläne entsprechend der optimalen Energienutzung anpassen. Letztlich lässt sich damit der Leistungsbezug steuerbar machen und der Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent senken.

 

 

Modulare Fahrzeug-Plattformen, die steigende Anforderungen in Flexibilität, Lebenszyklus-Kosten und Komfort erfüllen

 

Der neue Velaro Novo von Siemens ist eine konsequente Weiterentwicklung von drei Velaro-Generationen. Zahlreiche Innovationen im Detail machen den neuen Hochgeschwindigkeitszug zu einem einzigartigen, hocheffizienten Fahrzeug, das bis zu 30 Prozent weniger Energie verbraucht und die Investitions- und Instandhaltungskosten deutlich reduziert. Gleichzeitig wurde ein Kapazitätszuwachs von zehn Prozent realisiert. Der Velaro Novo ist durch sein Prinzip der leeren Röhre und durch zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten zukunftssicher und lässt sich auch noch nach Jahren im Betrieb an neue Vorstellungen und Anforderungen der Betreiber flexibel anpassen.

 

Siemens ist in diesem Jahr wieder in der Halle 4.2 und auf dem Freigelände vertreten. Neben den erwähnten Messe-Schwerpunkten zeigt das Unternehmen auf dem Freigelände folgende Fahrzeuge:

 

  • Avenio M Ulm: Für die neue Linie 2 hat die Stadtwerke-Tochtergesellschaft SWU Verkehr GmbH bei Siemens zwölf Multigelenk-Straßenbahnen der neuen Baureihe Avenio M bestellt, die für die Ulmer Strecken mit ihren starken Steigungen optimiert sind. In puncto Sicherheit setzt der Avenio M Maßstäbe: das Kollisionswarnsystem "Siemens Tram Assistant" unterstützt den Fahrer, Unfälle zu vermeiden.
  • Metro Sofia: Siemens stattet in Sofia die neue U-Bahnlinie 3 mit 20 U-Bahnen vom Typ Inspiro aus, inklusive Energiemanagement- und Zugsicherungssystem für automatisierten Fahrbetrieb sowie Bahnsteigtüren.
  • Cityval Rennes B: 25 Automated-People-Mover-Systeme (APM) vom Typ Cityval werden ab 2020 auf Rennes' zweiter U-Bahnlinie B unterwegs sein
  • Rhein-Ruhr-Express (RRX): Mit innovativem Design und digitaler Vernetzung setzt der RRX in Deutschlands bevölkerungsstärkster Region Rhein-Ruhr neue Maßstäbe bei Fahrgastkomfort und Verfügbarkeit. Ab Ende 2018 werden die ersten von insgesamt 82 Elektrotriebzügen vom Typ Desiro HC ausgeliefert.
  • Desiro City Moorgate: Der Desiro City ist die erfolgreiche Plattform mit höchster Flexibilität, perfektem Komfort und niedrigem Energieverbrauch für den britischen Markt. Die Züge für den Kunden Govia Thameslink Railway (GTR) sind bereits der dritte Auftrag für diese Zugplattform. Die ersten der 25 Züge werden ab Ende 2018 auf der Londoner Great-Northern-Strecke eingesetzt.
  • Desiro ML ÖBB cityjet, Prototyp mit Batterieantrieb: Alternative Antriebe werden für den Einsatz auf nicht-elektrifizierten Strecken immer wichtiger. In Zusammenarbeit mit dem Kunden ÖBB wurde ein Serienfahrzeug des Desiro ML ÖBB cityjet mit einer Batterie für oberleitungsfreies Fahren ausgerüstet.
  • Vectron MS: TDer Vectron ist die Universallokomotive für Europa, in der Mehrsystemausführung ermöglicht er grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehr in Europa. Der ausgestellte ÖBB-Vectron erlaubt den Einsatz in neun Ländern, er kann in Mehrfachtraktion mit anderen ÖBB-Fahrzeugen betrieben und somit flexibel in die Bestandsflotte des Kunden integriert werden.
  • Smartron: Der Smartron, die neue Lokomotive von Siemens, ist auf eine definierte Transportaufgabe zugeschnitten und kombiniert die Vorteile eines Standardprodukts mit der plattformerprobten Technologie des Vectron. Als vorkonfigurierte Lokomotive ist der Smartron für den Güterverkehr in Deutschland konzipiert und ermöglicht Kunden einen kosteneffizienten Betrieb bei hoher Betriebssicherheit.

Die Division Mobility wird zum 1. August 2018 als Siemens Mobility GmbH eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Siemens AG. Die Mobilitätssparte von Siemens ist seit mehr als 160 Jahren führend bei der Entwicklung von Transportlösungen. Das Portfolio umfasst Innovationen aus den Bereichen Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierung, Straßenverkehrstechnik, Verkehrstelematiksysteme ebenso wie Bahnelektrifizierung. Im Geschäftsjahr 2017, das am 30. September 2017 endete, erzielte die Division Mobility einen Umsatz von 8,1 Milliarden Euro. Ende September 2017 hatte die Division weltweit rund 28.405 Beschäftigte.


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Siemens Vor-Pressekonferenz zur InnoTrans 2018
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RBS nimmt neuste Abfahrtsanzeiger und ein «Text-zu-Sprache»-System in Betrieb

An den Bahnhöfen Worblaufen und Ittigen hat der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) neue Abfahrtsanzeiger mit Echtzeitdaten in Betrieb genommen. Bis Ende 2019 werden alle Bahnhöfe des RBS mit den modernen Abfahrtsanzeigern und einem «Text-zu-Sprache»-System ausgestattet. Mit seh- und hörbeeinträchtigten Personen aus Behindertenorganisationen sowie im Beisein von Vertretern des Bundesamtes für Verkehr wurde das System zuvor getestet.

Neue Abfahrtsanzeiger in Worblaufen und Ittigen                                                           Foto: Regionalverkehr Bern-Solothurn

 

 

 

An den Bahnhöfen Worblaufen und Ittigen wurden auf allen Perrons neue Abfahrtsanzeiger in Betrieb genommen. Aktuell werden an den Bahnhöfen Solothurn, Worb Dorf und Zollikofen die Anzeiger installiert. Die Monitore zeigen den Fahrgästen die nächsten Abfahrten der Züge in Echtzeit sowie Störungen oder Verspätungen an. Als erste Bahn der Schweiz wird der RBS diese Anzeiger später auch mit dem von Bus und Tram her bekannte System «text-to-speech» (auf Deutsch: «Text-zu-Sprache») ausrüsten: Nach dem Druck auf den entsprechenden Knopf liest eine Computerstimme den Text auf den Anzeigern über einen integrierten Lautsprecher vor.

 

 

Vorgängige Tests mit seh- und hörbeeinträchtigten Personen

 

Die nationale Gesetzgebung legt detailliert fest, welchen Vorgaben das Fahrgastinformationssystem hinsichtlich der Behindertengerechtigkeit zu genügen hat. Zusammen mit seh- und hörbeeinträchtigten Personen aus Behindertenorganisationen sowie im Beisein von Vertretern des Bundesamtes für Verkehr fand im 2017 eine Teststellung statt. So konnten die Systeme auf die unterschiedlichen Bedürfnisse optimiert werden. Bei starker Sonneneinstrahlung wurden die Abfahrtsmonitore im Freien und unter dem Perrondach getestet, das «Text-zu-Sprache»-System beim Perron-Hauptzugang. Der RBS berichtet im eigenen Blog darüber.

 

 

Ausstattung aller RBS-Bahnhöfe

 

Aktuell erfolgt der Rollout auf weitere Bahnhöfe und parallel dazu die Einführung des «Text-zu-Sprache»-Systems. An grösseren Bahnhöfen und Umsteigeknoten werden zudem sogenannte «Generalanzeiger» installiert, welche einen Überblick über alle anstehenden Abfahrten bieten. Bis Ende 2019 wird der RBS alle Bahnhöfe mit diesem neusten Fahrgastinformationssystem ausrüsten.



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Stadler gewinnt den ersten Auftrag in Frankreich für die innovative Lokomotivengeneration

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler, das französische Schienengüterverkehrsunternehmen VFLI und das Leasingunternehmen Alpha Trains haben die Kaufverträge für die ersten zwölf dieselelektrischen Lokomotiven EURO4001 und den Prototypen der Dual-Mode-Lokomotive EURODUAL unterschrieben. Beide Modelle gehören zur neuen Generation sechsachsiger Lokomotiven, die Stadler in Valencia für den europäischen Markt entwickelt hat. VFLI wird die 13 neuen Lokomotiven für Schienengütertransporte in Frankreich und Belgien einsetzen.

Prototyp EURODUAL                                                                                                                                                              Foto: Stadler

 

 

 

Das französische Schienengüterverkehrsunternehmen VFLI, eine Tochtergesellschaft von SNCF, nutzt die Lokomotiven von Stadler seit 2013 für seine Gütertransportdienstleistungen. Die Flotte des Unternehmens besteht derzeit aus 19 EURO4000-Lokomotiven, die letzten davon wurden Ende 2017 ausgeliefert. Mit diesen neuen Verträgen ist VFLI der erste französische Kunde der neuen Generation von Co’Co’-Lokomotiven, die Stadler in seinem Werk in Albuixech entworfen und hergestellt hat, um den Schienengütertransport in Europa zu erneuern.

 

Das Leasingunternehmen Alpha Trains besitzt eine Flotte von 30 EURO4000-Lokomotiven, die durch verschiedene Schienengüterunternehmen in Spanien und Portugal betrieben werden. Derzeit weitet Alpha Trains seine Geschäftstätigkeit durch das Leasing von zusätzlichen Stadler-Lokomotiven in Frankreich weiter aus..

 

Die EURODUAL ist die technologische Antwort von Stadler auf die Herausforderungen, die durch grenzübergreifende Korridore wie beispielsweise den Mittelmeer- und den Atlantischen Schienenfracht-Korridor entstanden sind. Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia, betont die Wichtigkeit des Projekts sowie die Vorteile der neuen Plattform: «Die EURODUAL ist das Resultat vieler Jahre Arbeit und Ressourcen, die wir in Forschung, Entwicklung und Innovation investiert haben. Mit ihrer Avantgarde-Technologie deckt die Lokomotive sämtliche Bedürfnisse effizient und zuverlässig ab. Den Bahnbetreibern werden dadurch zahlreiche ökonomische und ökologische Vorteile geboten.»

 

Einer der Verträge beinhaltet den Erwerb des Prototyps der EURODUAL durch VFLI, die Stadler für die Homologation der neuen Plattform in Frankreich und Belgien nutzt. Die vielseitige Lokomotive bietet zwei Lösungen in einem durch die Kombination von zwei Antriebsmodi: elektrisch und Diesel. Sie fährt auf elektrifizierten Strecken mit 25 kV AC und 1,5 kV DC mit einer Leistung von 7000 kW, wird für nicht elektrifizierte Strecken aber auch durch einen IIIB-Dieselmotor mit 2800 kW angetrieben. Dank ihrer hohen Leistungskraft und Zugkraft sowie dem hochmodernen Adhäsionskontrollsystem kann sie längere und schwerere Züge transportieren. Dazu kommt die operative Flexibilität, die durch die hochleistungsfähige Dieseltraktion und die ökologischen Vorteile der Elektrotraktion geboten wird.

 

Die Verträge beinhalten ebenfalls die Lieferung von zwölf dieselelektrischen Lokomotiven des Typs EURO4001. VFLI übernimmt drei Stück davon und wird die restlichen neun via Alpha Trains nutzen. Die EURO4001 ist die Nachfolgerin der sehr erfolgreichen EURO4000. Diese Lokomotive hat die unglaubliche Leistungskraft und Zuverlässigkeit ihrer Vorgängerin geerbt. Sie ist eine sechsachsige dieselelektrische Lokomotive mit AC/AC-Übertragung und einem Motor mit 2800 kW. Dieser entspricht den gemäss EG 26/2004 in Europa für Zugmaschinen geforderten Emissionsgrenzwerten der Stufen IIIB und V. Die leistungsstarke Lokomotive bietet hohe Flexibilität, Zugkraft, niedrigen Energieverbrauch und damit reduzierte Betriebskosten.

 

 

Über Stadler

 

Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Weissrussland und den USA sowie über 30 Servicestandorten arbeiten über 7600 Mitarbeitende. Servicestandorte betreibt Stadler an den Produktionsstandorten und darüber hinaus unter anderem auch in Algerien, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden und in Grossbritannien. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lokomotive. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.

 

Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) hat sich bereits über 1500-mal in insgesamt 18 Ländern verkauft. Auch der KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde annähernd 300-mal in 11 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die EURO4000, wurde in 7 Ländern 140-mal verkauft. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von über 120 Millionen Kilometern instand.

 

 

Über VFLI

 

Seit der Gründung 1998 hat sich VFLI, ein Tochterunternehmen von SNFC, der staatlichen Eisenbahngesellschaft Frankreichs, zu einem führenden Eisenbahnunternehmen im Schienengüterverkehr entwickelt. Das dynamische Unternehmen verzeichnet nachhaltiges Wachstum und beschäftigt rund 900 Mitarbeitende, deren Arbeit sich vor allem um die Kundenbedürfnisse in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Schnelligkeit dreht. So ist das Unternehmen in der Lage, massgeschneiderte Transportlösungen anzubieten. VFLI setzt das breite Fachwissen und die Professionalität gezielt ein, um die Schiene zum bevorzugten Transportsystem für Güter beliebt zu machen.

 

Das Unternehmen hat täglich rund 60 Züge auf dem französischen Bahnschienennetz (RFN) im Einsatz und kümmert sich ebenfalls um Logistikarbeiten an den Industriestandorten ihrer Kunden. Weiter teilt VFLI nicht nur das Fachwissen, sondern auch Schienenfahrzeuge und Schwermaschinen mit Unternehmen, die in der Eisenbahninstandhaltung aktiv sind.

 

 

Umfassender Zugbetrieb und optimale Verkehrsflüsse sprechen für die starken organisatorischen Fähigkeiten von VFLI, wenn es darum geht, massgeschneiderte Lösungen zu liefern. Darüber hinaus bietet das Unternehmen lokale Transporteinrichtungen an, damit multimodale Nutzer leicht von der Strasse auf die Schienen wechseln können.

 

VFLI ist ständig bemüht, seine CO2-Bilanz zu verbessern und optimiert Transportpläne laufend, um diese so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten.

 

Im Jahr 2017 hat VFLI über 3,7 Milliarden Tonnenkilometer Waren transportiert und einen Umsatz von 154,5 Millionen Euro erzielt. Dies ist ein Anstieg von 5 % im Vergleich zum Vorjahr. VFLI verfolgt auch im Jahr 2018 eine nachhaltige Wachstumsstrategie: Nach der Integration von Ecorail Transport plant das Unternehmen nun die Anstellung und Ausbildung von 100 Zugführern und Betriebspersonen.

 

 

Über Alpha Trains

 

Alpha Trains ist die führende Leasinggesellschaft für Schienenfahrzeuge in Kontinentaleuropa. Rund 100 Mitarbeitende aus 11 Ländern arbeiten in den Büros in Luxemburg, Antwerpen, Köln, Madrid und Paris. Alpha Trains besitzt 435 Personenzüge und 370 Lokomotiven und bietet massgeschneiderte Leasinglösungen, ein umfassendes Fachwissen in der Instandhaltung und Fahrzeugreparatur sowie langjährige Erfahrung in der Finanzierung neuer Bauprojekte an. Die Flotten von Alpha Trains sind durch viele öffentliche und private Betreiber in 15 europäischen Ländern im Einsatz. Die Aktionäre von Alpha Trains sind Arcus Infrastructure Fund, AMP Capital und Public Sector Pension Investment Board (PSP Investment).

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Entgleisung in Winterthur: Fernverkehr nach wie vor stark eingeschränkt – S-Bahn teilweise wieder in Betrieb

Eine Entgleisung von drei Wagen eines Güterzugs (Bauzug) hat am Freitagnachmittag zu einem Totalunterbruch des Bahnbetriebs im Bahnhof Winterthur geführt. Dabei wurden ein Strommast und Geleise beschädigt. Es sind keine Personen zu Schaden gekommen, zahlreiche Reisende waren jedoch von massiven Verspätungen und Zugsausfällen betroffen. Seit Freitag 22.00 Uhr verkehren wieder einzelne S-Bahnen. Im Fernverkehr verkehren nach aktuellem Stand bis Sonntagmorgen keine Züge über Winterthur weiter Richtung Ostschweiz. Im Grossraum Winterthur sind Busse als Ersatz für die ausgefallenen Züge im Einsatz.

Der Bauzug am Bahnhof Winterthur mit dem beschädigtem Strommast im Hintergrund                             Foto: Erica Anderegg

 

 

Drei mit Schottersteinen beladene Wagen eines Güterzugs sprangen gestern kurz vor 17.00 Uhr bei Bahnhof Winterthur aus noch ungeklärten Gründen aus den Schienen. Dabei wurde neben den Gleisen auch ein Fahrleitungsmast beschädigt, was zu einem Totalunterbruch führte. Verletzt wurde niemand. Bei der Durchfahrt eines nachfolgenden InterCityzuges von Lausanne nach St. Gallen fiel die Fahrleitung herab und löste einen Kurzschluss und einen erneuten Totalunterbruch von Winterthur Richtung Osten aus.

 

Ab ca. 22.00 Uhr konnte der Betrieb der S-Bahnen S7 (Winterthur-Rapperswil), S12 (Brugg-Zürich-Winterthur) und S41 (Bülach-Winterthur) wieder aufgenommen werden. Im Regionalverkehr verkehren die Züge ab und bis Winterthur-Grüze. Der Betrieb ab Winterthur in Richtung Osten kann aufgrund der entstandenen Schäden jedoch vorerst nicht aufgenommen werden. In der Nacht auf Samstag und am Samstagmorgen konnten die entgleisten Wagen des Güterzugs geborgen werden. Die Reparaturarbeiten an den Schienen und am Strommasten können deshalb erst heute Samstag gegen Mittag aufgenommen werden. Weil es sich beim defekten Strommast um eine über mehrere Geleise zusammenhängende Installation handelt, gestalten sich diese Arbeiten sehr aufwändig.

 

Im Fernverkehr verkehren nach aktuellem Stand bis Sonntagmorgen keine Züge über Winterthur weiter Richtung Schaffhausen oder St. Gallen. Neben den Regionalzügen verkehrt von Westen ein Fernverkehrszug pro Stunde bis Winterthur. Im Raum Winterthur sind Ersatzbusse im Einsatz. Reisende im Raum Winterthur mit Reiseziel Richtung Osten müssen mit Zugsausfällen und massiven Verspätungen rechnen. Die SBB hat an verschiedenen Orten Mitarbeitende im Einsatz, welche die Kunden unterstützen und informieren.

Aktuelle Angaben zum Bahnverkehr laufend unter www.sbb.ch/railinfo

 

 

Unfallursache der Entgleisung ist noch unklar

 

Die Unfallursache der Entgleisung in Winterthur ist noch unklar und wird von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) abgeklärt. Die SBB hat grosses Interesse, die Ursache so schnell wie möglich zu kennen. Die SBB bedauert, ausserordentlich, dass so viele Kundinnen und Kunden betroffen sind und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten.




             Umgeleitete  Züge  in  Mols  am  Walensee  und  in  Sargans

 


UPDATE  vom   16.06.2018  um 17.00 Uhr:

Förderband-Wagen war nicht korrekt eingestellt

Betriebsaufnahme  teilweise  ab  Sonntagmittag

 

Die Unfallursache der Entgleisung von drei Wagen eines Güterzugs gestern Nachmittag in Winterthur ist mit grösster Wahrscheinlichkeit geklärt. Sicherheitsexperten der SBB und der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) kommen zu Schluss, dass ein Förderband-Wagen einer externen Firma den vorauslaufenden Wagen auf einer Weiche aus den Schienen gehievt hat. Aus bisher unbekannten Gründen war eine Arretierung des Förderband-Wagens nicht auf der Position für Zugfahrten eingestellt. Die Reparaturarbeiten laufen mit Hochdruck. Die SBB rechnet damit, den Betrieb durch Winterthur im Regional- und Fernverkehr voraussichtlich am Sonntagmittag teilweise wieder in Betrieb nehmen zu können. Nach einer ersten Analyse von Sicherheitsexperten der SBB und der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) scheint die Unfallursache der Entgleisung in Winterthur klar: Eine Arretierung an einem Förderband-Wagen einer externen Baufirma war während der Fahrt noch in der "Baustellenposition". Auf einer Weiche ist es in der Folge zur Entgleisung gekommen, indem der Förderband-Wagen den vorauslaufenden Wagen aus den Schienen gehievt hat. Weshalb die Arretierung in der falschen Position war, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

 

Drei mit Schottersteinen beladene Wagen eines Güterzugs sprangen gestern kurz vor 17.00 Uhr bei Bahnhof Winterthur aus den Schienen. Dabei wurde neben den Gleisen auch ein Fahrleitungsmast beschädigt, was zu einem Totalunterbruch führte. Verletzt wurde niemand. Bei der Durchfahrt eines nachfolgenden InterCityzuges fiel die Fahrleitung herab und löste einen Kurzschluss und einen erneuten Totalunterbruch von Winterthur Richtung Osten aus.

 

 

Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren – Teilweise Betriebsaufnahme ab Sonntagmittag

 

Im Fernverkehr verkehren nach aktuellem Stand bis Sonntagmittag keine Züge über Winterthur weiter Richtung Schaffhausen oder St. Gallen. Neben den Regionalzügen verkehrt von Westen ein Fernverkehrszug pro Stunde bis Winterthur. Im Raum Winterthur sind Ersatzbusse im Einsatz. Reisende im Raum Winterthur mit Reiseziel Richtung Osten müssen derzeit noch mit Zugsausfällen und Verspätungen rechnen. Ab Sonntagmittag kann voraussichtlich der Betrieb in Fernverkehr durch Winterthur wieder teilweise in Betrieb genommen werden.

 

Der Betrieb der S-Bahnen S7 (Winterthur-Rapperswil), S12 (Brugg-Zürich-Winterthur) und S41 (Bülach-Winterthur) konnte am Samstagabend wieder aufgenommen werden. Im Regionalverkehr verkehren die Züge ab und bis Winterthur-Grüze. Der Betrieb ab Winterthur in Richtung Osten kann aufgrund der entstandenen Schäden jedoch vorerst nicht aufgenommen werden. Die Reparaturarbeiten an den Schienen und am Strommasten konnten heute Mittag aufgenommen werden. Weil es sich beim defekten Strommast um eine über mehrere Geleise zusammenhängende Installation handelt, gestalten sich diese Arbeiten sehr aufwändig.

 

Die SBB hat an verschiedenen Orten Mitarbeitende im Einsatz, welche die Kunden unterstützen und informieren.

Aktuelle Angaben zum Bahnverkehr laufend unter www.sbb.ch/railinfo

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Stadler wächst auf über 7600 Mitarbeitende

2017 war für Stadler ein erfolgreiches Jahr. Der Schweizerische Schienenfahrzeughersteller ist nach den Währungsverwerfungen im Jahr 2015 gestärkt aus der Krise hervorgegangen und beschäftigt mehr Mitarbeitende denn je. Der Auftragseingang 2017 liegt bei rund 3.5 Mia. CHF.

Mit einem Auftragseingang von 3.496 Milliarden CHF blickt Stadler auf ein erfolgreiches  2017 zurück  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Das Geschäftsjahr 2017 stand im Zeichen des 75-jährigen Bestehens von Stadler. Gleichzeitig kann es als das Jahr in die neuere Firmengeschichte eingehen, in dem Stadler die schwierige Situation nach dem sogenannten Frankenschock gemeistert hat. Stadler wurde von der Aufhebung der Franken-Euro-Bindung im Jahr 2015 hart getroffen. Der Rekordauftragseingang des Folgejahres konnte ebenfalls währungsbedingt nicht zu einem Rekordumsatz führen. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung haben mit strategischen Entscheidungen auf die schwierige Situation reagiert, was auch im Geschäftsjahr 2017 noch in positivem Sinne deutlich spürbar war. Stadler ist es gelungen, ohne Entlassungen oder Kurzarbeit durch die Krise zu gehen und sogar gestärkt daraus hervorzugehen. Die geplante Investition in ein neues Werk in St. Margrethen im Rahmen von 86 Millionen Schweizer Franken ist vor diesem Hintergrund auch als klares Zeichen für den Werkplatz Schweiz zu verstehen.
 
Stadler kann mit einem Auftragseingang von 3.496 Milliarden Schweizer Franken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurückblicken. Einen bedeutenden Teil dazu beigetragen haben grosse Aufträge aus der Schweiz (BLS, SBB und SOB) sowie aus weiteren europäischen Ländern wie Ungarn, Norwegen, den Niederlanden und Deutschland. Ebenso war der Rekordauftragseingang von 800 Millionen Schweizer Franken der Division Service von Bedeutung für dieses Ergebnis. Das entspricht mittlerweile 22 Prozent des gesamten Auftragseingangs. Aus Ungarn durfte Stadler nach den Bestellungen von insgesamt 143 FLIRT erstmals auch einen Rahmenvertrag für 40 KISS-Doppelstockzüge für MÁV-Start entgegennehmen.
 
Der Umsatz der Stadler Rail AG lag im Geschäftsjahr 2017 bei 2.4 Milliarden Schweizer Franken und damit etwa wieder auf dem Niveau vor dem Frankenschock. Die beiden vergangenen Geschäftsjahre konnten somit umsatztechnisch deutlich übertroffen werden. Die Finanzplanung für die kommenden Jahre sieht weiteres Wachstum vor. Stadler rechnet bis 2020 mit einer Umsatzsteigerung auf 3.9 Milliarden Schweizer Franken, welche bereits weitgehend mit Aufträgen unterlegt ist. Das ist die Folge des rekordhohen Auftragseingangs im Jahr 2016. Grosse Aufträge wie die Bestellung von 58 FLIRT durch East Anglia oder von 52 METRO durch Merseytravel werden erst in den kommenden Jahren umsatzwirksam.   
 
Die Zahl der Mitarbeitenden ist im Geschäftsjahr 2017 auf über 7600 angestiegen, davon sind nach wie vor über 3100 in der Schweiz angestellt. Dies ist die höchste Anzahl Beschäftigte der Unternehmensgeschichte.
 
 
Gut eingespieltes Führungs-Duo
 
Stadler geht mit einem starken Führungs-Duo in die Zukunft. Nach 30 Jahren in der Doppelfunktion des Verwaltungsratspräsidenten und des Group CEO hat Peter Spuhler per 1. Januar 2018 die operative Verantwortung an seinen langjährigen Stellvertreter Dr. Thomas Ahlburg übertragen. Das ermöglicht dem Eigentümer und Verwaltungsratspräsidenten, sich vermehrt auf die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens zu konzentrieren. Er fokussiert sich auf die strategische Produktentwicklung, die Gründung und den Aufbau von Joint Ventures mit lokalem Wertschöpfungsanteil und trägt die Verantwortung für sämtliche "Merger- and Acquisitions"-Projekte. Zudem kann er sich dank der neuen Aufgabenteilung wieder verstärkt der Kundenpflege widmen.
 
Dr. Thomas Ahlburg trägt als Group CEO die operative Verantwortung für die Gesamtgruppe. Dank seines Werdeganges bringt er ein hohes Mass an Fachkompetenz mit und als langjähriger Stellvertreter von Peter Spuhler stellt er die Kontinuität in der Führung sicher. Thomas Ahlburg geniesst das volle Vertrauen von Verwaltungsrat, Konzernleitung und Mitarbeitenden.
 
"Die Entscheidung war richtig, das hat sich nun nach einem halben Jahr deutlich gezeigt. Es ist eine der schwierigsten Herausforderungen für einen Unternehmer, einen geordneten und nachhaltigen Generationenwechsel einzuleiten. Die Aufgabenteilung zwischen Thomas Ahlburg und mir ist sinnvoll und gewinnbringend für das Unternehmen. Wir sind ein gut eingespieltes Team, das sich hervorragend ergänzt", sagt Peter Spuhler.
 
 
Rekordauftragseingang im Service-Geschäft
 
Stadler Service betreut mittlerweile 36 Prozent der ausgelieferten FLIRT-Triebzüge und dies zum Teil seit mehr als zehn Jahren. Von dieser langjährigen Erfahrung profitieren heute Kunden in total 16 Ländern und an über 35 Servicestandorten.
 
Im Geschäftsjahr 2017 konnte Stadler Service einen Rekordauftragseingang von über 800 Millionen Schweizer Franken verzeichnen. Dazu beigetragen haben Aufträge von Merseytravel, der die Instandhaltung der bestehenden Flotte sowie der neuen Flotte von 52 Fahrzeugen mit einer Vertragsdauer von 35 Jahren einschliesst. Ebenfalls Teil dieses Auftrags ist der Bau einer neuen Instandhaltungsanlage in Kirkdale/Liverpool, die nach der Fertigstellung vom Kunden übernommen wird. Dieser Auftrag bedeutet für Stadler einen grossen Fortschritt im britischen Markt.
 
In den Niederlanden konnte Stadler einen Vertrag mit Syntus unterzeichnen, der die Instandhaltung von 16 FLIRT-Triebzügen während 15 Jahren und einen neuen Standort in Hengelo vorsieht. Dieser wurde innerhalb von neun Monaten realisiert und ging im November 2017 in Betrieb. In Italien konnte die Division Service die Instandhaltung von 22 FLIRT-Zügen, kommerziell betrieben durch Trenitalia, bei Sisteme Territoriale für sich entscheiden – ein wichtiger Meilenstein in diesem Markt, da der Standort Venedig zur lokalen Drehscheibe ausgebaut wird. Für MÁV in Ungarn wird Stadler Service den Servicesupport und grosse Instandhaltungsaktivitäten für die vierte Flotte übernehmen.
 
Das Wachstum der Division Service ist auch Aufträgen im Ersatzteilbereich, Revisionen von Drehgestellen und Subsystemen für Kunden unter anderem aus Italien, der Schweiz, Norwegen, Ungarn, Tschechien und Finnland sowie Modernisierungen zu verdanken. Per 1. Januar 2017 wurde mit der ÖBB ein Joint Venture in Wien gegründet, um die Instandhaltung der Flotte von 17 KISS-Zügen der WESTbahn gewährleisten zu können.
 
 
SMILE auf Kurs
 
Die Produktion des von der SBB auf den Namen Giruno getauften Hochgeschwindigkeitszuges des Typs SMILE läuft weiterhin auf Hochtouren. Im Mai 2017 wurde der Roll-out im Beisein von Bundespräsidentin Doris Leuthard gefeiert. Am Osterwochenende dieses Jahres sind mit dem Giruno erstmals Fahrten mit 275 km/h im Gotthard-Basistunnel durchgeführt worden. Diese Rekordgeschwindigkeitsfahrten sind Teil der Test- und Erprobungsfahrten, um später einen sicheren und reibungslosen Betrieb der Züge im Fahrplanverkehr zu gewährleisten. Die Fahrt mit 275 km/h ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fahrzeugzulassung bis 250 km/h. Stadler hat bis jetzt alle 46 vertraglich zugesicherten Meilensteine erfüllt und befindet sich betreffend Zulassung auf Kurs.
 
 
Investition in den Werkplatz Schweiz
 
Stadler wird auch im Geschäftsjahr 2018 die Entwicklung und den Bau von Schienenfahrzeugen vorantreiben, die in Bezug auf Leistung, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Komfort der internationale Benchmark sind. Im Rahmen der weiteren Internationalisierung wird in der Schweiz und im Ausland gebaut: In St. Margrethen, Schweiz, entsteht ein neues Doppelstockzug-Kompetenzzentrum, in Salt Lake City, USA, ein neues Montagewerk für den US-Markt und in Kirkdale, Grossbritannien, ein neues Instandhaltungswerk für die Metro Liverpool.
 
Ziel des neuen Produktionsstandorts in St. Margrethen ist die Optimierung der Produktionsbedingungen für das Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge. Das geplante Investment ist ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort im Dreiländereck. „Das zeigt, dass wir an den Werkplatz Schweiz glauben und ihn auch in schwierigen Zeiten verteidigen“, sagt Peter Spuhler. Die Verlagerung betrifft nur den Produktionsstandort in Altenrhein. Nicht betroffen ist der Hauptsitz in Bussnang, das Kompetenzzentrum für Drehgestelle in Winterthur oder das Inbetriebsetzungszentrum in Erlen.
 
 
Sieben Innovationen an der InnoTrans
 
Vom 18. bis 23. September 2018 findet in Berlin die InnoTrans, die weltgrösste Schienenfahrzeugmesse, statt. Stadler wird als einer der grössten Aussteller sieben neu entwickelte Züge und Lokomotiven ausstellen und damit wieder einer der grössten Aussteller sein.
 
FLIRT für die SOB:
 
Bei den elf FLIRT für die SOB handelt es sich um sechs achtteilige und fünf vierteilige Triebzüge der neusten Generation. Alle Züge erfüllen die neusten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bieten ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen. Die Züge fahren mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 160 km/h und verfügen über ein neuartiges, leichtes Drehgestell, welches bei Wartungsarbeiten einen schnellen Austausch ermöglicht. Ein achtteiliger „Traverso“ wird an der InnoTrans gezeigt werden.
 
METRO für SPT Glasgow Subway:
 
Die Züge für die Glasgow Subway sind gut 39 Meter lang und sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 58 km/h ausgelegt. Für einen sicheren Betrieb werden Platform Screen Doors (PSD) installiert. Die Glasgow Subway wird umfassend modernisiert und komplett auf ein vollautomatisches, zugführerloses System umgestellt. Eine durchgehende Bodenhöhe im ganzen Innenraum und sechs grosse Eingangstüren auf jeder Seite machen die Züge besonders benutzerfreundlich.
 
Tailor-Made-Züge für den RBS:
 
Die Züge werden vollklimatisiert und auf der gesamten Länge von 60 Metern durchgängig sein. Dank den acht Türen pro Zug und dem grösseren Stehplatzanteil können die Fahrgäste schneller ein- und aussteigen. Die Züge sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt. Der RBS hat seine Fahrgäste schon früh in die Beschaffung der neuen Fahrzeuge einbezogen. In einem so genannten Crowdsourcing konnten sie bereits im Herbst 2014 ihre Ideen und Bedürfnisse kundtun.
 
KISS für Schwedische Bahngesellschaft Mälab:
 
Die Doppelstocktriebzüge sollen in der Region des Mälarsees, westlich von Stockholm, verkehren. Sie sind für eine Maximalgeschwindigkeit von 200 km/h zugelassen. Der Auftrag für Mälab ist der erste Abruf aus dem Rahmenvertrag, den das schwedische Leasingunternehmen Transitio im Jahr 2014 mit drei Anbietern für die Beschaffung von Regionalbahnfahrzeugen abgeschlossen hat. Stadler ist der einzige zugelassene Lieferant, der den Rahmenvertrag für zwei verschiedene Fahrzeugtypen unterschrieben hat: Für den einstöckigen FLIRT sowie den doppelstöckigen KISS.
 
FLIRT für Abellio East Anglia:
 
Die 58 Züge umfassen 378 Wagen mit einer Kombination von 20 Intercity-Elektrotriebzügen mit je 12 Wagen und 38 bimodalen Regional-Triebzügen, jeweils in Konfigurationen mit 3 Wagen (14 Einheiten) und 4 Wagen (24 Einheiten), die mit Strom oder Diesel fahren können. Die FLIRT-Züge, die im Rahmen der Konzession für Greater Anglia eingesetzt werden, weisen zahlreiche Vorzüge auf: Klimaanlage, «2x2»-Sitzanordnung, Wi-Fi und Steckdosen im ganzen Zug, Niederflurbauweise für einen einfachen Ein- und Ausstieg, Fahrgastinformationssysteme mit Echtzeitinformationen sowie Bremsen mit Rückspeisung.
 
EURODUAL-Lokomotiven für die Havelländische Eisenbahn Aktiengesellschaft HVLE:
 
Die EURODUAL-Lokomotive von Stadler ist eine Dual-Mode-Lokomotive mit einer beeindruckenden Leistung, sowohl im Diesel- als auch im Elektroantriebsmodus, die in verschiedenen Konfigurationen, Spurweiten und Fahrdrahtspannungen erhältlich ist. Die modulare Plattform bietet ebenfalls ein breites Spektrum an verschiedenen Antriebsleistungen im Diesel-Modus, um den individuellen Bedarf des Kunden adäquat zu decken. Die vielseitige Plattform der Lokomotive wurde für den Fracht- und Reisefernverkehr bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h auf elektrifizierten und nicht-elektrifizierten Strecken entwickelt.
 
S-Bahn Berlin:
 
Die S-Bahn Berlin GmbH hat mit dem Konsortium aus Stadler Pankow GmbH und Siemens einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 1380 Wagen abgeschlossen. Die ersten 106 Züge wurden verbindlich bestellt. Die S-Bahn Berlin, eine Tochterfirma der Deutschen Bahn, plant den Einsatz der neuen Fahrzeuge auf etwa einem Drittel des gesamten S-Bahn-Streckennetzes von Berlin. Die ersten zehn Fahrzeuge werden bereits ab 2020 im Einsatz sein. Anschließend werden fortlaufend bis 2023 alle übrigen Fahrzeuge auf die Berliner Schienen gebracht.
 
 
Neue Produktfamilie WINK
 
Im November 2017 hat Arriva Netherlands bei Stadler 18 zweiteilige Züge des neuen Typs WINK bestellt. Das Akronym steht für „Wandelbarer Innovativer Nahverkehrs-Kurzzug“. Der WINK ist ein zweiteiliger Triebzug für Nebenlinien mit kleinerem Fahrgastaufkommen. Er nimmt in einem PowerPack genannten Mittelteil die Komponenten zur Energieerzeugung, die Traktionskomponenten und die Hilfsbetriebe auf. Das PowerPack lässt sich mit klassischen Bauteilen der Energieerzeugung und -speicherung ausrüsten, aber auch mit solchen, die komplett emissionsfreies Fahren ermöglichen. Der WINK ergänzt das Stadler-Produktportfolio der Regionalzüge. Stadler sieht mit diesem Fahrzeug weitere Absatzchancen schwergewichtig in West- und Zentraleuropa sowie in Grossbritannien.
 
 
Stadler tritt in das Signalling-Geschäft ein
 
Der globale Markt für Rollmaterial wächst weiterhin stark, gleichzeitig sieht sich Stadler mit einer starken Konsolidierung im Umfeld der Wettbewerber konfrontiert. Mit dem bevorstehenden Zusammenschluss der Zugsparten von Siemens und Alstom, ausgelöst durch das weitere Vordringen des chinesischen Konzerns CRRC, steht Stadler ein weiterer Industriegigant gegenüber. Die Grösse der Mitbewerber ist für Stadler gleichzeitig eine Möglichkeit, seine Stärken auszuspielen. Kurze Entscheidungswege, eine hohe Kundenbezogenheit und das Einhalten von Lieferterminen sind Qualitäten, für die Stadler bekannt ist – für Grosskonzerne hingegen stellen sie eine Herausforderung dar.
 
Durch den Zusammenschluss erreichen Siemens und Alstom im Bereich des so genannten Signallings jedoch eine Marktmacht von über 85 Prozent. Stadler sieht sich dadurch gezwungen, bei Ausschreibungen eine wichtige Zugkomponente bei Mitbewerbern einkaufen zu müssen. Um sich aus dieser Abhängigkeit zu lösen, hat Stadler entschieden, im Bereich des Signallings und des automatisierten Bahnbetriebes, eigene Lösungen zu entwickeln. Stadler hat für die Marktsegmente Vollbahnen, Nebenbahnen und Metro eine Signalling-Strategie formuliert.
 
ETCS für Vollbahnen:
 
ETCS steht für European Train Control System und beschreibt den europäischen Standard der Zugbeeinflussung mit Ziel einer Vereinheitlichung und Interoperabilität auf sämtlichen europäischen Strecken. Die mit dem hohen Normierungsgrad verbundene Komplexität führt zu hohen Einstiegshürden für neue Mitbewerber. Stadler bietet im Joint Venture mit dem auf Zugsicherungen spezialisierten Unternehmen Mermec mit dem leistungsfähigen GUARDIA eine eigene Lösung für das ETCS-On-board-System an. Das komplett neu entwickelte System befindet sich zurzeit im Feldtest und im Zulassungsprozess in der Schweiz und wird zusätzlich zeitgleich in mehreren europäischen Ländern eingeführt.
 
Aktuell erfolgt der Einsatz von GUARDIA in fünf Projekten zur möglichst raschen Erreichung der Zulassung und Freigabe in mehreren europäischen Märkten.
 
CBTC für Metro:
 
CBTC steht für Communication Based Train Control. Die CBTC-Systeme sind das weltweit meistgewählte System für Metros. Metrozüge können so automatisiert und teilweise ohne Zugführer eingesetzt werden. Ziel ist, die Sicherheit, die Frequenz und die Pünktlichkeit auf den dicht befahrenen Trassen zu erhöhen.
 
Stadler entwickelt ein hochmodernes CBTC-System auf Basis neuster Technologien. Hierzu wurde ein auf Signalling spezialisiertes Team von Ingenieuren zusammengestellt. Diese haben ihre Büros in Wallisellen bezogen. Das Entwicklungswissen, das in dieser Abteilung geniert wird, soll auch auf die Sektoren der Vollbahnen und Nebenbahnen übertragen werden. 
 
ATO für Voll- und Nebenbahnen:
 
ATO steht für Automatic Train Operation und wird als Überbegriff für die verschiedenen Anwendungen von teil- oder vollautomatisiertem Fahren verwendet. Im Rahmen einer Branchenstudie hat Stadler die Bedürfnisse im Nebenbahnen-Bereich erhoben, woraus diverse Konzepte abgeleitet wurden. Auf diese Weise kann die weitere Entwicklung zielgerichtet und vor allem kundenorientiert vorangetrieben werden. Im Rahmen von SmartRail 4.0 läuft zudem ein von der SBB angeführtes Branchenprogramm zur Digitalisierung des Bahnwesens.
 
Stadler hat im Dezember erste Tests von automatisiertem Fahren (Beschleunigen und Bremsen) auf der ETCS-Level-2-Strecke zwischen Ostermundigen und Olten gemeinsam mit der SBB erfolgreich durchgeführt. Nun wird der Funktionalitätsumfang des automatisierten Fahrens ausgedehnt und auf ETCS-Level-1-Strecken getestet.
 
Die Stadler Rail Group ist mit dem soliden Auftragseingang, der mehr als soliden Bilanz und spezialisierten Standorten mit ausgewiesenem Know-how bestens für die Zukunft gerüstet.


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Jahresmedienkonferenz 2018 Stadler Rail AG
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Ein halbes Jahr nach Start: Zwei Millionen Reisende auf der Schnellfahrstrecke Berlin-München unterwegs

Ein halbes Jahr nach dem Start der neuen Schnellfahrstrecke hat die Deutsche Bahn (DB) ihre Position im Wettbewerb der Verkehrsträger zwischen Berlin und München deutlich gestärkt: Zwei Millionen Fahrgäste waren auf der neuen Strecke bereits unterwegs. Dies entspricht mehr als einer Verdoppelung der Reisendenzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr: „Dies ist ein bemerkenswerter Erfolg, der unsere Erwartungen übertrifft. Zwischen Berlin und München ist die Bahn für Reisende eine Top-Wahl."

Erfolgreiche Schnellfahrstrecke Berlin-München /  Angebotsausbau ab Dezember 2018                     Foto: DB / Hannes Frank

 

 

 

Die hohe Nachfrage hält weiter an: Täglich verkauft die DB durchschnittlich 15.000 Fahrkarten für Verbindungen entlang der neuen Schnellfahrstrecke. Auch der Vorverkauf für die nachfrageschwächere Sommerferienzeit im Juli und August liegt bereits heute auf doppeltem Niveau der Reisendenzahlen des Vorjahrs.

 

„Aufgrund der großen Nachfrage werden wir das Angebot zwischen Berlin und München ausbauen", so Bohle. „Ich bin sicher, dass wir damit noch mehr Kunden von uns überzeugen und weitere Marktanteile hinzugewinnen werden."

 

 

Das sind die Angebotsverbesserungen ab Dezember 2018:

 

- Zwei weitere Sprinter-Zugpaare kommen hinzu. Die DB verbindet Berlin und München dann fünf Mal pro Tag und Richtung in

   unter vier Stunden: Sie starten je gegen 6, 8, 12, 16 und 18 Uhr in München Hbf und Berlin Hbf.

 

- Mit einem neuen Direktzug Berlin-Halle-Nürnberg-Wien wird es auch die erste internationale Verbindung über die neue Strecke geben.

   Reisende sind dann 30 bis 70 Minuten schneller als heute in Wien. Freitags wird der Zug von Berlin bis an die Ostseeküste nach

   Rostock verlängert.

 

- Mit dem ICE 4 wird das neueste Fahrzeug der DB auf der Schnellfahrstrecke eingesetzt. Erstmals können dann auch Fahrräder

  mitgenommen werden. Der ICE 4 bietet mit 830 Sitzplätzen rund 10 Prozent mehr Platz als sein Vorgängermodell auf der Strecke.

 

Insgesamt stellt die DB ihren Reisenden ab Dezember täglich 23.000 Sitzplätze zwischen Berlin und München zur Verfügung. Bereits zum 30. Juni wird die DB bei zwei Fahrten am Wochenende mit zusätzlichen Zugteilen die Sitzplatzanzahl verdoppeln.

 

Bohle: „Auch die Pünktlichkeit der Züge auf der neuen Strecke macht uns stolz: Sie liegt mit 84 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt. Die ICE-Sprinter sind sogar mit Werten von rund 90 Prozent unterwegs."

 

Die betriebliche Stabilität ist auch auf den Einsatz des Zugbeeinflussungs-systems European Train Control System (ETCS) zurückzuführen, mit dem die Züge auf der Strecke ohne Streckensignale funkgesteuert sicher geleitet werden. Der Einsatz von ETCS soll im Rahmen des Projekts Digitale Schiene Deutschland weiter ausgebaut werden und bietet die Chance auf einen einzigartigen Entwicklungsschub für das Schienennetz.

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SRF «Einstein» zu Gast bei «Zukunft Bahnhof Bern»

Die Wissenschaftssendung «Einstein» berichtet morgen Donnerstag, 14. Juni um 22.25 Uhr auf SRF 1 über Zukunft Bahnhof Bern. Wie werden heute milliardenschwere Bauprojekte umgesetzt? Wie wird geplant, gebaut und koordiniert? Das «Einstein-Team» hat im und um den Bahnhof Bern hinter die Kulissen geschaut.

Mehr Bahnhof für Bern; SRF "Einstein" berichtet über den Ausbau des Bahnhofes Bern                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Arbeiten am Grossprojekt «Zukunft Bahnhof Bern» sind in der Stadt deutlich sicht- und spürbar geworden. Auf der Grossen Schanze, im Hirschenpark, im Eilgut und im Perimeter Laupenstrasse/Stadtbachstrasse sind die Arbeiten in vollem Gang. Im Bahnhof Bern hat die SBB mit den Arbeiten für die Verlängerung des Perrons Gleis 9/10 begonnen.

 

Mit «Zukunft Bahnhof Bern» schaffen RBS, SBB und die Stadt Bern mehr Platz und Kapazität im Bahnhof Bern: Bis 2025 entstehen im Bahnhof Bern eine neue Personenunterführung mit zwei neuen Zugängen zum Bahnhof (Zugang Bubenberg und Zugang Länggasse) und ein neuer RBS-Bahnhof unter den SBB-Gleisen. Dadurch wird mehr Platz geschaffen und Reisende können sich auf einen grösseren, helleren und modernen Bahnhof freuen. Die Stadt Bern will abgestimmt auf den Ausbau des Bahnhofs bis 2025 den Verkehr im Bahnhofumfeld neu organisieren und gestalten.

 

Morgen Donnerstag, 14. Juni um 22.25 Uhr, berichtet das Schweizer Fernsehen in der Wissenschaftssendung «Einstein» über den Ausbau des Bahnhofs Bern. «Zukunft Bahnhof Bern» dient als Beispiel, wie heutzutage Grossprojekte geplant und umgesetzt werden.



«Zukunft Bahnhof Bern»                                   Bauarbeiten schreiten voran                                                 Foto: Marcel Manhart


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Deutsche Bahn verbessert Fernverkehrsangebot

Die Deutsche Bahn (DB) weitet ihr Angebot für Fernverkehrskunden erneut aus. Zum einen mit einem höheren Anteil an ICE-Zügen: Die Auslieferung weiterer ICE 4-Züge, der neuesten ICE-Generation, ermöglicht ein grösseres Platzangebot auf den besonders nachfragestarken Nord-Süd-Verbindungen. Zudem werden zwischen dem Ruhrgebiet und Hamburg drei Intercity-Fahrten durch ICE 1-Triebzüge ersetzt. Zum anderen mit einer schnelleren Verbindung: Auf der grenzüberschreitenden Eurocity-Linie Hamburg-Berlin-Prag verkürzt sich die Fahrzeit zwischen den beiden Hauptstädten durch den Einsatz von Mehrsystem-Lokomotiven auf rund vier Stunden. Das neue Angebot ist mit dem kleinen Fahrplanwechsel am 10. Juni 2018 in Kraft getreten.

Kürzere Fahrzeit Hamburg-Berlin-Prag dank Mehrsystem-Lokomotiven                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Rund 10 Minuten schneller zwischen Hamburg - Berlin und Prag

 

Die touristisch stark nachgefragte Eurocity-Verbindung Hamburg-Berlin-Prag wird beschleunigt. Von Prag nach Berlin sinkt die Reisezeit ab 10. Juni 2018 um zwölf Minuten auf nur noch knapp 4 Stunden 10 Minuten - zusätzlich zur bereits Ende 2017 erfolgten Beschleunigung um 13 Minuten. Von Berlin nach Prag reduziert sich die Fahrzeit um zehn Minuten auf in der Regel rund 4 Stunden 5 Minuten. Zwischen Hamburg und Prag beträgt die Fahrzeit künftig in beiden Richtungen rund 6 Stunden 40 Minuten.

 

Möglich wird dies durch den Einsatz von Mehrsystemlokomotiven, die einen zeitaufwändigen Lokwechsel in Dresden überflüssig machen. Die Eurocity-Linie fährt weitgehend im Zwei-Stunden-Takt. Zum Einsatz kommen modernisierte Reisezugwagen der Tschechischen Bahn mit Vollklimatisierung, kostenfreiem W-LAN und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h.

 

 

Erhöhtes Platzangebot auf nachfragestarken Verbindungen

 

Mit 18 Zugfahrten täglich sind mehr ICE 4-Züge auf dem Streckennetz unterwegs. Zwischen Hamburg und Stuttgart verkehren fünf Zugpaare, auf der Verbindung Hamburg-München werden vier Zugpaare unterwegs sein. Bisher waren es auf beiden Linien jeweils drei Zugpaare. Die neuen zwölfteiligen Triebzüge bieten 830 Fahrgästen Platz, viel Stauraum für Gepäck und ermöglichen eine Fahrradmitnahme. Auf diesen nachfragestarken Strecken reisen mehr als 10.000 Reisende pro Tag und damit etwa drei Prozent aller Fahrgäste des Fernverkehrs.

 

Auf der neuen Schnellfahrstrecke zwischen München und Berlin werden zwei besonders stark nachgefragte Fahrten am Wochenende ab 30. Juni um einen zusätzlichen Zugteil verstärkt. Damit verdoppelt sich das Platzangebot für den ICE 1506, samstags 14.55 Uhr ab München, und den ICE 1507 sonntags, 8.30 Uhr ab Berlin Hauptbahnhof.

 

 

Umstellung von IC-Fahrten auf ICE

 

Auf der Strecke Köln-Hamburg setzt die DB auf ausgewählten Verbindungen ICE-Züge statt IC-Züge ein und verbessert damit den Komfort für die Reisenden. Diese sind das ICE-Zugpaar 1022/1023 Hamburg–Köln–Frankfurt/Main (Hamburg Abfahrt 7.46 Uhr bzw. Ankunft 22.14 Uhr) sowie die Morgenverbindung ICE 1026 montags bis freitags von Bremen (Abfahrt 7.17 Uhr) nach Hamburg. Ebenso fährt wieder das Zugpaar ICE 274/279 Berlin–Braunschweig–Frankfurt/Main–Basel, das vorübergehend als IC im Einsatz war (ab 25. Juni 2018 Berlin Abfahrt 8:30 Uhr bzw. Ankunft 23.32 Uhr, davor baubedingt um eine Stunde versetzt).

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Erfolgreiches RhB-Bahnfestival und neuer RhB Club

Anlässlich des Jubiläums «10 Jahre UNESCO Welterbe RhB» lud die Rhätische Bahn (RhB) dieses Wochenende in Samedan und Pontresina zum ersten Bahnfestival. Als Teil der Schweizerischen Welterbetage zog es viel Publikum an, das sich die Attraktionen rund um die RhB nicht entgehen lassen wollte und vom Anlass durchwegs begeistert war. Sehr beliebt waren die historischen Shuttle-Züge, die zwischen Pontresina und Samedan verkehrten, der Parcours der TrainGames in Samedan sowie das Kinderunterhaltungsprogramm in Pontresina. Am meisten Zuschauerinnen und Zuschauer versammelten sich am Samstagabend, als in Pontresina bei der grössten Zugparade, die die RhB jemals auf die Beine gestellt hat, Rollmaterial aus fast jeder Bahnepoche gezeigt wurde. Präsentiert wurde die Zugparade von RhB-Direktor Renato Fasciati. Am Bahnfestival wurde auch der neue RhB Club lanciert.

Historischer Shuttle-Zug in Samedan für die Fahrt nach Pontresina                                                              Foto: Marcel Manhart

 

 

Am Bahnfestival wurde auch der neue RhB Club lanciert: Freunde und Fans der RhB oder von Graubünden und seiner fantastischen Natur werden so Teil der RhB-Familie. Club-Mitglieder erhalten exklusiven Zugang zu Insider-Informationen und Spezialangeboten rund um die Bahn, sei es bei Führerstandsfahrten, Depotführungen oder im Mitarbeitermagazin. RhB-Direktor Renato Fasciati höchstpersönlich warb am Bahnfestival für den Club: «Unsere Bahn hat Fans in der ganzen Welt. Sehr viele Bahnfreunde reisen regelmässig nach Graubünden, um mit der RhB in der einmaligen Bündner Kulisse unterwegs zu sein». Diesen und auch allen anderen, die sich mit der Bündner Bahn speziell verbunden fühlen, möchte man mit dem RhB-Club eine Plattform bieten. Dabei ist die Idee, dass sich diese stets weiterentwickelt. So sollen nicht nur von der RhB generierte, sondern auch von Mitgliedern beigesteuerte Inhalte die Club-Plattform beleben. Die Jahres-Mitgliedschaft gibt’s für für 89 Franken im Jahr, Kinder bis 16 Jahre bezahlen 49 Franken und Familien 169 Franken. Als Willkommensgruss wir ein attraktives Club-Paket zusammengestellt, wo unter anderem auch eine Tageskarte 1. Klasse für das RhB-Netz dabei ist sowie der kostenlose Zugriff auf das RhB-Mitarbeitermagazin.









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