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Ab kommenden Samstag fahren die «Tango»-Züge wieder bis Appenzell

Seit letztem Freitag fahren die Appenzeller Bahnen zwischen St.Gallen und Appenzell einen reduzierten Betrieb. Grund dafür ist der unerwartet hohe Verschleiss an Rad und Schiene. Ab Samstag, 27. Oktober 2018 soll ein Teil der reparierten Tango-Züge wieder einsatzbereit sein. Komplett hochgefahren wird der Betrieb ab dem 1. November 2018.

Bald wieder durchgehender «Tango» bis Appenzell                                                                                             Foto: Herbert Graf

 

 

 

Nach knapp zwei Wochen Betrieb mussten die Appenzeller Bahnen (AB) am letzten Freitag mitteilen, dass vier der insgesamt sieben der neuen Tango-Züge bereits wieder von den Schienen mussten. Grund dafür war ein unerwartet hoher Verschleiss an Rädern und Fahrzeugen. Seitdem verkehren auf der Linie zwischen Teufen und Appenzell Ersatzbusse. Spezialisten arbeiten derzeit an den Ursachen und haben Massnahmen eingerichtet.

 

 

Zusammenspiel Rad und Schiene

 

Die Spezialisten waren die letzten Tage mit Hochdruck daran, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Sowohl die Fahrbahn wie auch die Fahrzeuge wurden unter die Lupe genommen. Das Ergebnis lässt sich gemäss einer Mitteilung der AB wie folgt zusammenfassen: «Der Schmierfilm zwischen der Schienenflanke und den Spurkränzen der Fahrzeuge war ungenügend, insbesondere auf der Neubaustrecke zwischen St.Gallen und Teufen». Dies habe zu einem massiv höheren Verschleiss geführt. Das Zusammenspiel von Fahrbahn und Fahrzeug ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

 

 

AB haben die Situation unterschätzt

 

Die Topografie der Strecke spielt ebenso eine Rolle wie das Radprofil des Fahrzeuges. Die Dosierung der Schmierung, welche seitens Fahrzeug in regelmässigen Distanzen automatisch erfolgt, sei hinsichtlich der Streckenverhältnisse optimal einzustellen. Dieser Prozess ziehe sich während und nach der Inbetriebnahme über mehrere Monate hin. «In vorliegenden Fall haben die AB die Situation, insbesondere bei der Konditionierung der Schienen, unterschätzt», schreiben die Verwantwortlichen.

 

 

Massnahmen haben funktioniert

 

Die Sofortmassnahmen beinhalteten eine sofortige Behandlung der Neubaustrecke. Mit Messungen an Gleis und Rädern beobachten die Spezialisten die Situation laufend. Das Resultat bestätige den Erfolg der eingeleiteten Massnahmen; die Abnutzung bewegt sich nun im üblichen Rahmen. Nicht alle Fahrzeuge waren im selben Ausmass betroffen, weil diese einerseits seit der Inbetriebnahme unterschiedliche Kilometerleistungen erbracht hatten und andererseits auf anderen Streckenabschnitten problemlos im Einsatz waren.

 

 

Ab Samstag,  27. Oktober 2018 werden mit drei Ausnahmen wieder sämtliche Verbindungen durchgehend mit Zügen gefahren

 

- Zug 2058 (S-Bahn 05.55 Uhr ab Gais, Mo-Fr) wird durchgehend bis St.Gallen mit einem Bahnersatzbus durchgeführt.

- Zug 2072 (S-Bahn 07.24 Uhr ab Gais, Mo-Fr) wird durchgehend bis St. Gallen mit einem Bahnersatzbus durchgeführt.

- Zug 2173 (Schnellzug 17.28 Uhr ab St. Gallen, Mo-Fr) wird durchgehend bis Appenzell mit einem Bahnersatzbus durchgeführt.

 

 

Ab Donnerstag, 1. November 2018 stehen sämtliche Fahrzeuge wieder zur Verfügung

 

Ab diesem Zeitpunkt verkehren wieder alle Züge fahrplanmässig. Die Appenzeller Bahnen bedauern die Störung und entschuldigen sich bei den Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten.

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Ueli Schwizer aus Walenstadt stellt sich und seine Jahreskalender vor

Es gibt viele schöne Jahreskalender und manchmal fragt man sich auch, ob Wandkalender im Zeitalter von Computer- und Handykalendern überhaupt noch gebraucht werden. Wir denken schon, denn schöne Landschaftskalender sind natürlich auch als Wandschmuck gedacht, die einem durch das Jahr begleiten. Heute möchten wir Euch zwei Kalender von Ueli Schwizer aus Walenstadt vorstellen. Aufgrund von seinem Interesse an Eisenbahnen im Modell und Vorbild unterstützt uns Ueli auch tatkräftig bei info24 und dafür bedanken wir uns recht herzlich! 

 Der Heimatkalender 2019 ist einer der beiden Kalender von Ueli Schwizer                Foto: Ueli Schwizer/Schwizer Fotografie

 

 

 

Ueli Schwizer ist im Februar 1974 im Städtchen Walenstadt am schönen Walensee in der Südostschweiz geboren und lebt bis heute dort, reist aber auch sehr gerne durch die Länder. Sein Interesse und Wissen an Eisenbahnen im Modell und Vorbild schätzen auch wir sehr, so untersützt uns Ueli tatkräftig bei info24, die  SBB Re 460-er Werbelokliste  ist nur eines dieser Beispiele.

 

Seine Leidenschaft für die Fotografie fing schon früh an, mit 9 Jahren bekam Ueli seine erste Fotokamera, eine Konica Disc 4000 die bis heute in seinem Besitz ist. In der Kindheit und Jugend betrieb er "Gelegenheitsfotografie" auf dem elterlichen Bauernhof, bei Ausflügen und vor allem in den Ferien. Bis 2012 fotografierte er mit einer analogen Canon EOS 1000 Spiegelreflexkamera und einer digitalen Kompaktkamera. Als sich Ueli dann 2012 seine erste digitale Spiegelreflexkamera, eine Canon EOS 60D zulegte, begann er sich eingehender mit der Fotografie zu beschäftigen. Inzwischen ist die Fotografie für ihn auch ein kleiner Nebenerwerb geworden.

 

Wie jedes Jahr produziert Ueli Schwizer auch für 2019 wieder den beliebten Jahreskalender "Heimat" im A3 Format. Als "Spezialität" kommt nun nach vielen Jahren wieder einmal ein Skandinavienkalender dazu. Bestellt werden können die Kalender im Shop bei Schwizer Fotografie oder auch per E-Mail, ab 2 Stück gibt es übrigens 10% Rabatt!



 Die Fotoübersicht vom Skandinavienkalender 2019                                                       Foto: Ueli Schwizer/Schwizer Fotografie


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Gemeinsames Arbeitsprogramm für die zukünftige Mobilität der Freiburger Bevölkerung und SBB Kunden

Der Freiburger Staatsrat Jean-François Steiert und der SBB CEO Andreas Meyer haben heute die «Gesamtperspektive Freiburg» unterzeichnet. Dieser Entwicklungsplan, der in den nächsten Jahren laufend angepasst werden soll, sieht in sechs Schwerpunktgebieten Projekte vor, um den Bedürfnissen der Bevölkerung in den Bereichen Mobilität, Städtebau und Gestaltung des Lebensraums gerecht zu werden. Bis 2030 werden über eine Milliarde Franken in die Entwicklung und Instandhaltung der Bahnhöfe und Bahnanlagen investiert, was sich positiv auf die Lebensqualität im Kanton Freiburg auswirken wird.

Unterzeichnung der «Gesamtperspektive Freiburg» als gemeinsames Arbeitsprogramm                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die «Gesamtperspektive Freiburg», welche die freiburgischen Kantonsbehörden und die SBB heute Montag, 22. Oktober, unterzeichnet haben, bestätigt deren gemeinsamen Willen, die Gestaltung des Verkehrsangebots im Personen- und im Güterverkehr, der Infrastruktur und der Räume um die bestehenden und geplanten Bahnhöfe voranzutreiben und so langfristig eine koordinierte Entwicklung zu gewährleisten.

 

Der im Herzen der Schweiz zentral an der Ost-West-Achse des SBB Fernverkehrsnetzes gelegene Kanton Freiburg weist seit mehreren Jahren ein starkes Bevölkerungswachstum auf. Jede vierte erwerbstätige Person pendelt, und die Bedeutung der Mobilitätsentwicklung im Kanton ist dementsprechend gross. Andreas Meyer, CEO der SBB: «Wir vereinen unsere Kräfte, um zugunsten der Bevölkerung und unserer Kunden Projekte zu verwirklichen. Die SBB investiert zum Beispiel 57 Millionen Franken in die Tour de l'Esplanade. Dieses Hochhaus mit Wohnungen, Büros und Geschäften wird sich als Wahrzeichen des Bahnhofquartiers etablieren, wo in den nächsten Jahren in Zusammenarbeit mit den TPF ein integrierter Mobilitätshub entstehen wird.»

 

«Diese ‹Gesamtperspektive› legt ein Arbeitsprogramm fest, das auf einer gemeinsamen Zukunftsvision der SBB und des Kantons Freiburg beruht», freute sich Alain Barbey, SBB Regionalkoordinator für die Westschweiz. Der Freiburger Staatsrat Jean-François Steiert betonte, dass «das Bevölkerungswachstum im Kanton eine effizientere Verkehrsorganisation mit Entwicklungspolen entlang der Bahnachsen erfordert.»

 

 

Sechs Schwerpunktgebiete

 

Freiburg, Romont, Estavayer-le-Lac, der See- und der Sensebezirk gehören zu den sechs Schwerpunktgebieten, wo zusätzlich zum Angebotsausbau und zu den Infrastrukturprojekten rund 30 weitere Entwicklungsmassnahmen geplant sind. Die Finanzierung hängt jedoch zum Teil von der Beurteilung des Bundesamts für Verkehr und von der Zustimmung des eidgenössischen Parlaments ab. Die Bevölkerung und die SBB Kunden werden in verschiedener Hinsicht davon profitieren:

 

 

• Verbesserung des Verkehrsangebots durch Infrastrukturausbau

Bau einer zweiten Unterführung in Freiburg, Erneuerung der Haltestelle Givisiez, neue Haltestelle Avry-Matran, Bau eines Überholgleises: Die Infrastruktur-Projekte sind die wichtigste Voraussetzung für den Ausbau des Verkehrsangebots.

 

Ziel: Die RER Fribourg|Freiburg, die seit Dezember 2011 besteht und in enger Zusammenarbeit zwischen der SBB und den TPF geführt wird, soll ihre Entwicklung fortsetzen. Der Kanton möchte ihre Attraktivität noch steigern und ab Dezember 2020 den Halbstundentakt schrittweise auch abends einführen. Bis 2025/2030 sieht der Kanton den Viertelstundentakt für die Agglomeration Freiburg (Schmitten–Freiburg–Avry) vor. Ein erster konkreter Schritt in diese Richtung findet im Dezember 2019 statt: Die Eröffnung des neuen Bahnhofs Givisiez ermöglicht den Verkehr eines Zugs (S20 und S30) alle 15 Minuten zwischen Givisiez und Freiburg.

 

• Attraktivität der Bahnhöfe und Schaffung von Mobilitätshubs

Die Bahnhöfe werden sich weiterentwickeln. Einerseits bereiten Rahmenpläne diese Änderungsprojekte vor (Freiburg, Romont), und andererseits laufen auch Diskussionen, um die Bahnhöfe zu Mobilitätshubs umzugestalten (Düdingen, Schmitten, Kerzers und Morat/Murten).

 

Ziel: Mit der erwarteten Zunahme im Personenverkehr, insbesondere infolge des Ausbaus des S-Bahn-Angebots, Schritt halten sowie die Attraktivität der Umsteigepole und die Lebensqualität der Bevölkerung steigern.

 

• Immobilienprojekte innerhalb und ausserhalb der Städte

Die SBB wird 57 Millionen Franken in die Tour de l’Esplanade investieren. Dieses Hochhaus – Symbol für die Entwicklung der Stadt Freiburg und des Pérolles-Quartiers – wird Wohnungen, Büros und Geschäftsflächen bieten. Infolge der Entwicklung der Bahnhöfe wird geprüft, den Güterverkehr ausserhalb der Städte zu verlegen. Langfristig könnten zwei neue Logistikzentren für den Güterverkehr entstehen (Rahmenplan in Romont und laufende Analyse für Estavayer-le-Lac).

 

Ziel: Die Stadtzentren vom Güterverkehr befreien, die Abwicklung des Güterverkehrs sicherer und leistungsfähiger gestalten, auf den frei gewordenen Flächen Immobilienprojekte vorantreiben.

 

• Besseres Mobilitätsmanagement im Alltag

Der Kanton Freiburg und die SBB engagieren sich gemeinsam im ständigen Dialog mit Unternehmen, Behörden, Schulen und Hochschulen für flexible Arbeits- und Lehrformen, die «schlaues Pendeln» ermöglichen.

 

Ziel: Komfort der Reisenden verbessern, indem die Hauptverkehrszeiten entlastet werden und das Passagieraufkommen auf den ganzen Tag verteilt wird.

 

 

Die neuen Fernverkehrs-Doppelstockzüge kommen in die Westschweiz

 

Im Anschluss an das offizielle Treffen zwischen dem Kanton Freiburg und der SBB tauften Andreas Meyer, Jean-François Steiert und Thierry Steiert, Stadtammann von Freiburg, den neuen Fernverkehrs-Doppelstockzug RABe 502 205-3 auf "Fribourg/Freiburg".  Nach St. Gallen ist Freiburg nun die erste Stadt in der Westschweiz, die einem der 62 Züge ihren Namen gibt. Seit dem Sommer 2018 nehmen diese Züge nach und nach den Betrieb im SBB Fernverkehrsnetz auf.

 

Die FV-Dosto – das neue «Flaggschiff» der SBB Fernverkehrsflotte – bieten bis zu 1300 Sitzplätze und können eine Länge von 400 Metern erreichen. «Diese modernen Züge werden die Servicequalität für die zahlreichen Kunden auf der stark frequentierten Linie zwischen Genf, Freiburg, Bern und St. Gallen verbessern», freut sich Andreas Meyer. «Sie stellen einen bedeutenden Modernisierungsschritt auf der Ost-West-Achse dar.»



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Broschüre Gesamtperspektive Freiburg
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Die Schotten fahren ein: Welcome to Berlin

Berlin bekommt neue Doppeldecker. Nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Wartefrist haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am heutigen Montag den Zuschlag für die Beschaffung an das schottische Unternehmen Alexander Dennis erteilt. Nach aktueller Planung wird Deutschlands grösstes Nahverkehrsunternehmen aus dem geschlossenen Rahmenvertrag vorerst 200 dreiachsige Doppeldecker mit moderner Euro-6-Antriebstechnik abrufen.

Alexander Dennis liefert sein Busmodell Enviro500 an die BVG                                              Visualisierung: Alexander Dennis

 

 

 

Der Aufsichtsrat der BVG hatte in der vorletzten Woche beschlossen, nach erfolgreich bestandenem Test- und Erprobungsbetrieb mit zwei Bussen die Abnahme von zunächst 70 Fahrzeugen zuzusagen. Weitere Doppeldecker folgen, sollten sich die Fahrzeuge im Betrieb bewähren. Damit besteht eine Abnahmesicherheit für den Fahrzeughersteller. Die BVG kann zugleich weiterhin flexibel auf Marktentwicklungen bei E-Bussen reagieren. Je schneller diese auch für Doppeldeckbusse serienreif verfügbar sind, desto weniger konventionell betriebene Fahrzeuge wird die BVG aus dem Rahmenvertrag abrufen.

 

Alexander Dennis liefert sein Busmodell Enviro500 an die BVG. Die Doppeldecker werden 13,8 Meter lang sein. Sie verfügen über drei Türen, zwei Aufstiegstreppen ins Oberdeck sowie 80 Sitzplätze. Die Gesamtplatzkapazität entspricht damit zirka den aktuellen BVG-Doppeldeckern. Die ersten beiden Vorserienfahrzeuge sollen Mitte 2020 in Berlin unterwegs sein.



                                  

                                                                              Visualisierung: Alexander Dennis


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Stadler gewinnt Tailor-Made-Auftrag in der Slowakei

Stadler wird für die Slowakische Eisenbahngesellschaft ŽSSK (Železničná spoločnosť Slovensko, a.s., Bratislava, Slowakei) fünf Zahnrad-Adhäsions-Triebzüge des Typs GTW und eine multifunktionale Zahnrad-Adhäsions-Lokomotive liefern. Die Fahrzeuge werden im Jahr 2022 auf dem Zahnrad- und Adhäsionsnetz der meterspurigen elektrischen TEŽ Bergeisenbahnen in der Hohen Tatra, dem kleinsten Hochgebirge der Welt, zum Einsatz kommen.

Niederflurtriebzug für einen kombinierten Zahnrad- und Adhäsionsbetrieb                                         Visualisierung: Stadler

 

 

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese Ausschreibung gewinnen konnten und dass wir somit die neue Generation an zuverlässigen, sicheren und komfortablen GTW-Fahrzeugen für TEŽ liefern können. Sowohl der Bahnbetreiber als auch die Fahrgäste werden von den modernen Fahrzeugen gleichermassen profitieren. Besonders stolz sind wir, dass wir mit diesem Auftrag an die gemeinsame, erfolgreiche Vorgeschichte mit dem Kunden ŽSSK in der Hohen Tatra anknüpfen konnten“, sagte Peter Jenelten, Executive Vice President Stadler Rail Group, anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Štrba, Slowakei.

 

 

Bequeme und universelle Fahrzeuge

 

Bei den bestellten Passagier-Fahrzeugen handelt es sich um die neueste Generation des Niederflurtriezuges des Typs GTW, speziell angepasst für einen kombinierten Zahnrad- und Adhäsionsbetrieb. Solche Universal-Fahrzeuge werden bereits erfolgreich in Frankreich und in der Schweiz eingesetzt. Die fünf neuen Triebzüge bieten je 91 Sitzplätze, 2 Plätze für Rollstühle sowie Multifunktionsbereiche für Fahrräder und Kinderwagen. Sie sind mit Wi-Fi ausgestattet, klimatisiert, haben ein modernes Fahrgast- Informations-System wie auch ein Videosystem und eine Passagierzählanlage. Dank der Niederflurausführung ermöglichen sie einen bequemen, ebenen Ein- und Ausstieg der Fahrgäste.

 

Die multifunktionale Lokomotive hat sowohl einen elektrischen Antrieb als auch einen Dieselmotor, welcher die Emissionsvorschriften gemäss EURO-IIIB erfüllt. Sie kann auf den Adhäsionstrecken und den Zahnradstrecken eingesetzt werden. Im Winter kann die Lokomotive eine Schneefräse antreiben und die TEZ-Strecken von Schnee frei räumen. Die Führerstände sind mit einer Klimaanlage ausgestattet. Das Fahrzeug kann zudem via Funkübertragung ferngesteuert bedient werden. Ähnliche Arbeitsfahrzeuge werden auch auf den Bergstrecken in der Schweiz und in Spanien eingesetzt.



                     Multifunktionale Zahnrad-Adhäsions-Lokomotive und Niederflurtriebzug        Visualisierung: Stadler


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Reduzierter Bahnbetrieb zwischen St.Gallen und Appenzell

Die Appenzeller Bahnen (AB) haben seit vergangenem Freitag einen reduzierten Bahnbetrieb zwischen St. Gallen und Appenzell. Einige der neuen «Tango»-Züge müssen unerwartet einer Radsatzbearbeitung unterzogen werden. Das Zusammenspiel zwischen Rad und Schiene wird derzeit analysiert. Zwischen St. Gallen und Teufen fahren die Züge regulär. Zwischen Teufen und Appenzell verkehren Bahnersatzbusse. Die Dauer der Störung ist zurzeit unbestimmt.

Einer der sieben neuen «Tango»-Züge im Bahnhof Appenzell                                                                              Foto: Herbert Graf

 

 

 

Seit dem 7. Oktober 2018 sind die ersten sieben neuen «Tango»-Züge auf der Linie St.Gallen-Appenzell unterwegs. Nun haben Auswertungen ergeben, dass der Verschleiss an den Rädern bei einigen Fahrzeugen höher als erwartet ist. Die betroffenen Fahrzeuge werden aus dem Betrieb genommen und umgehend einer Radsatzbearbeitung unterzogen. Gleichzeitig werden die Gleise zwischen St.Gallen und Appenzell laufend beobachtet, um das Zusammenspiel zwischen Rad und Schiene zu analysieren.

 

 

Den Ursachen auf den Grund gehen

 

Bei vier Fahrzeugen ist der Verschleiss der Räder höher als erwartet. Drei weitere Fahrzeuge zeigen keine Auffälligkeiten und bleiben im Einsatz. Die verschiedenen Spezialisten seitens AB und Lieferanten sind gemeinsam und mit Hochdruck daran, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

 

 

Bahnersatzbusse zwischen Appenzell und Teufen

 

Bis alle Fahrzeuge wieder zur Verfügung stehen, fahren zwischen St. Gallen und Teufen die Züge regulär. Zwischen Teufen und Appenzell fallen die Züge aus und es verkehren Bahnersatzbusse.

 

Es sind folgende Ausnahmen zu beachten:

- Züge 2052 (5.15 Uhr ab Appenzell), 2056 (5.34 ab Appenzell) fahren normal die ganze Strecke Appenzell-St.Gallen.

- Züge 2211 (21.10 ab St. Gallen) und 2217 (21.40 ab St. Gallen) fahren normal die ganze Strecke St.Gallen-Appenzell.

- Züge 2058 (5.55 Uhr ab Gais), 2072 (7.24 Uhr ab Gais) werden durchgehend (Gais-St.Gallen) mit Bahnersatzbussen durchgeführt.

- Zug 2173 (17.28 Uhr ab St. Gallen) wird durchgehend (St.Gallen-Appenzell) mit einem Bahnersatzbus durchgeführt.

 

 

Online-Fahrplan angepasst

 

Der SBB-Online-Fahrplan ist angepasst. Die provisorischen Haltestellen zwischen Appenzell und Teufen befinden sich entlang der Strasse in Haltestellennähe und sind gekennzeichnet. In Appenzell und Teufen sind Kundenlenker im Einsatz. Die Dauer der Störung ist zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt. Die Appenzeller Bahnen bedauern diese Störung und entschuldigen sich bei den Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten.

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Züge fahren wieder über Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main

Seit heute Samstag fahren wieder Züge auf der Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln. Die Strecke musste wegen eines ICE-Brands am 12. Oktober 2018 in beide Richtungen gesperrt werden. Es entstand ein erheblicher Schaden an der Infrastruktur. Um den Zugverkehr schnellstmöglich wieder aufzunehmen, wurde in einem ersten Schritt das weniger beschädigte Gleis befahrbar gemacht. Der Zugverkehr ist gemäss DB heute gut angelaufen. Mehr als zwei Drittel der regulären Züge fahren jetzt wieder. Auf dem betroffenen Gleisabschnitt wird vorerst mit reduzierter Geschwindigkeit gefahren, weshalb es noch zu Einschränkungen und Haltausfällen kommt.

Ab Frankfurt gehts ab heute wieder über die Schnellfahrstrecke nach Köln                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Zwischen Köln und Frankfurt verkehren ab Samstag, den 20. Oktober 2018, je Richtung stündlich zwei ICE Züge. Es kommt aufgrund der Baustelle zwischen Köln und Frankfurt zu Fahrzeitverlängerungen und Einschränkungen. Die ab Samstag zwischen Köln und Frankfurt fahrenden Züge werden nicht in Montabaur und Limburg Süd halten können. Der aktuell eingerichtete Pendelverkehr zwischen Montabaur – Limburg Süd – Frankfurt/Main Flughafen – Frankfurt/Main Hbf bleibt weiterhin bestehen – lediglich die Abfahrtszeiten können sich noch ändern. In Siegburg/Bonn sind aufgrund der anhaltenden Bauarbeiten und der dadurch verlängerten Fahrzeit leider nur einige Halte möglich.

 

Es kann gerade zu Beginn in Einzelfällen noch zu Änderungen und Haltausfällen kommen. Wir bitten alle Reisenden sich vor Fahrtantritt über die Verbindungen unter www.bahn.de/aktuell und im DB Navigator zu informieren.

 

 

Regelungen zu bereits gekauften Tickets

 

Für alle Reisenden auf der Strecke Köln-Frankfurt/Main ist die Zugbindung für Spar- und Supersparpreise bis 21.10.2018 für den jeweils gebuchten Reisetag aufgehoben. Darüber hinaus können Reisende, die ein Ticket für eine geplante Fahrt am vergangenen Wochenende und in dieser Woche für den betroffenen Streckenabschnitt erworben haben, dieses kostenlos zurückgeben.

 

 

Weitere Arbeiten

 

Der Verkehr im betroffenen Abschnitt kann seit heute eingleisig an dem stark beschädigten Gleis vorbeifahren. Für eine schnelle Sanierung laufen die Planungen und Vorbereitungen weiter auf Hochtouren. Die umfangreichen Untersuchungen zum Zustand der Infrastruktur laufen weiter. Mögliche Konzepte zur Sanierung der Gleise sind in Arbeit. Hier fließen die Analyseergebnisse der externen Sachverständigen mit ein, die voraussichtlich Mitte kommender Woche vorliegen. Parallel beginnen die vorbereitenden Arbeiten auf der Baustelle. Mitarbeiter und Fachleute stehen für die kurzfristige Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen bereit. Notwendige Materialien und Baufahrzeuge sind geordert.

 

 

Laufende Ermittlungen

 

Die Deutsche Bahn unterstützt die zuständigen Behörden weiterhin bei der Ermittlung der Ursache. Wie es in diesem konkreten Fall zu dem Brand kommen konnte, müssen weitere Untersuchungen klären. Unter anderem werden einzelne Komponenten im Labor untersucht. Laut Aussage der Ermittler können die Untersuchungen mehrere Wochen andauern.

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ÖBB-Terminal Wolfurt: Neue Ära im Güterverkehr hat begonnen

Mit der offiziellen Eröffnung durch den Vorstandsvorsitzenden der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Andreas Matthä, Landeshauptmann Markus Wallner, Landtagsabgeordneten Christof Bitschi als Vertreter des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie sowie Wolfurts Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger in Vertretung von Bürgermeister Christian Natter und Lauterachs Bürgermeister Elmar Rhomberg, wurde heute der neue ÖBB-Terminal Wolfurt seiner offiziellen Bestimmung übergeben – ein enormer Mehrwert und ein wichtiger Meilenstein für die stark exportorientierte Vorarlberger Wirtschaft und für die gesamte Bodenseeregion. In das Projekt wurden über den Rahmenplan aus Mitteln des BMVIT knapp über 60 Millionen Euro investiert. Zudem wurde die Planung zu 50 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Landtagsabgeordneter Christof Bitschi, Landeshauptmann Markus Wallner, ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä, Wolfurts  Vizebürgermeisterin   Angelika Moosbrugger   und   Lauterachs  Bürgermeister  Elmar  Rhomberg   (v.l.n.r.)      

                                                                                                                                                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Im Dezember 2014 wurde mit den Arbeiten für den Ausbau des ÖBB-Güterterminals Wolfurt begonnen. Die stetig steigende Nachfrage und veränderte Marktbedürfnisse haben die Erweiterung unumgänglich gemacht. Allein im Jahr 2015 wurden in Wolfurt Monat für Monat mehr Waren umgeschlagen, als in der Frühzeit der Anlage im Laufe eines ganzen Jahres. Die Arbeiten an dem Großprojekt wurden bei laufendem Betrieb in drei Großbauphasen umgesetzt. Mit der offiziellen Eröffnung wurde der neue Terminal heute seiner offiziellen Bestimmung übergeben.

 

 

Stellplatzzahl für Container wurde vervierfacht

 

„Als Containertor in die Welt und zentraler Umschlagplatz, ist der neue Terminal wichtigster Güterverkehrsknoten in Westösterreich und damit Dreh- und Angelpunkt für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Die Kapazität an Container-Stellplätzen wurde durch den Ausbau vervierfacht. Die ÖBB sind damit ein wichtiger Partner für das Land Vorarlberg und die heimische Wirtschaft“, so ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä. Der ÖBB-Güterterminal Wolfurt bietet 1.700 Vollcontainerlager-Stellplätze im unmittelbaren Kranbereich sowie 3.500 Leercontainerlager-Stellplätze im nördlichen Bereich des Terminals.

 

Vor dem Ausbau gab es hingegen insgesamt Platz für 1.300 Container, also lediglich ein Viertel der heutigen Stellplatzzahl. Die Terminalfläche wurde von bisher 72.000 m² um rund 50 Prozent auf 106.000 m² erweitert und bietet damit Platz sowie die Kapazitäten für die künftigen Herausforderungen im Bahngütertransport. Landeshauptmann Markus Wallner sieht dies als Meilenstein für den Standort Vorarlberg: „Die Erweiterung des Güterbahnhofs in Wolfurt ist für Vorarlberg ein zentrales Infrastrukturprojekt der letzten Jahrzehnte. Die Vorarlberger Wirtschaft ist sehr stark exportorientiert und viele grosse und namhafte Unternehmen im Land setzen auf die Leistungen der Bahn sowie auf den Ausbau des Güterterminals Wolfurt.“ „Mit der neuen Drehscheibe für den Güterverkehr hier in Wolfurt wird die Anbindung der heimischen Waren an die internationalen Märkte weiter optimiert. Durch die zentrale Lage wird der Transportweg der Güter über die Schiene noch attraktiver. Ein enormer Mehrwert für die Vorarlberger Unternehmen“, so Landtagsabgeordneter Christof Bitschi.

 

Mit dem neuen Terminal wurde der Containerumschlag zwischen Schiene und Straße komplett neu organisiert. „Der Güterbahnhof Wolfurt ist seit seiner Entstehung eine der Grundlagen für Innovation und Wohlstand in unserem Land. Für Wolfurt bedeutet er Fortschritt, Impuls, Veränderung und damit stetige Herausforderung, der wir uns gerne stellen. Wir gratulieren zum erfolgreichen und beeindruckenden Ausbau des Terminals und sind stolz, Standortgemeinde dieses lebendigen „Tors zur Welt“ zu sein“, freut sich Wolfurts Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger. Lauterachs Bürgermeister Elmar Rhomberg zum neuen Güterterminal: „Das Güterzentrum Wolfurt ist einer der wichtigsten Warenumschlagplätze in Österreich. Transportlösungen, die umweltfreundlich und zugleich leistungsfähig sind, kurbeln die Vorarlberger Wirtschaft an und reduzieren den Verkehr. Die ÖBB bieten mit dem gelungenen Ausbau für unsere Unternehmen in Vorarlberg noch mehr Leistung und Qualität.“ Lauterach erhielt mit der Erweiterung des Terminals eine 460 Meter lange Lärmschutzwand, die auf Wunsch der Anrainer teilweise transparent gestaltet wurde.

 

 

Neue Containerladegleise und neue Kräne als „Herzstück“ der Anlage

 

Ein wesentliches Merkmal der Ausbaumassnahmen im Güterzentrum Wolfurt ist die komplette Neugestaltung der Gleiskonfiguration. Ziel war es, alle Containerzüge ohne Verschub der Waggons an den kranbaren Bereich heranzuführen. Mit der Gesamtfertigstellung können die Containerzüge direkt von der freien Strecke in die Terminalanlage einfahren. Der Zeitaufwand für den Verschub entfällt somit vollständig.

 

Das Herzstück der Anlage bilden die vier, bis zu 750 Meter langen Containergleise, die auf je 600 Metern von den beiden riesigen Containerkränen neuester Bauart „Made in Vorarlberg“ erreicht werden. Die mehr als 20 Meter hohen und rund 350 Tonnen schweren Kräne schweben praktisch über den Gleisanlagen. Nimmt einer der beiden Kräne einen Container auf, unterstützt die Technik den gesamten Hubvorgang. Mit Laser erkennt das System, wenn der Container wieder abgesetzt wird. Rechtzeitig vor dem Bodenkontakt verlangsamt sich automatisch die Geschwindigkeit der Absenkung und der Container wird punktgenau am gewünschten Zielort abgesetzt.

 

Dank der neuen Containerkräne ist die rasche und effiziente Manipulation der Container zwischen Straße und Schiene sowie von einem Zug auf den anderen gewährleistet. Um Platz für die Spezialtragwagen – das sind Waggons auf denen die Container aufgesetzt werden – zu schaffen, wurden vier neue Stutzgleise mit einer Länge von rund 1.200 Meter errichtet. So können die Wagen in unmittelbarer Nähe zur Verladung zwischengeparkt werden und können ohne aufwendige Zuführung aus anderen Bahnhöfen zum Einsatz kommen. In Summe wurde die mögliche Kapazität im Bereich des Containerumschlages am Terminal auf rund 190.000 Transporteinheiten pro Jahr gesteigert.

 

 

Von Wolfurt in die weite Welt – „Turbo“ für die heimische Wirtschaft

 

Durch die Erweiterung des ÖBB-Güterzentrums Wolfurt wurden die Kapazitäten mehr als verdoppelt. Aktuell verlassen täglich bis zu 800 Container das Güterzentrum und genauso viele kommen auch herein. Trotz eingeschränktem Baubetrieb wurden im Jahr 2017 eisenbahnseitig fast 64.000 Container bewegt (31.500 Stück Container wurden nach Wolfurt geliefert, 32.200 Stück Container haben den Terminal verlassen). Würde man all diese Container aneinanderreihen, ergäbe das eine Strecke von rund 550 Kilometer an Waren, die im vergangenen Jahr am Terminal bewegt wurden. Würde man dieses Volumen auf LKW umlegen, sind das rund 42.000 LKW pro Jahr, die zwischen Wolfurt und den Häfen Hamburg, Rotterdam, Antwerpen und Triest vermieden werden.

 

 

Kunden- und Anrainerinformation standen im Vordergrund

 

Bei der Umsetzung von Großprojekten setzen die ÖBB auf laufende und aktive Information aller Beteiligten. So wurden die Bürger aus Wolfurt und Lauterach vor Baubeginn zu einer öffentlichen Projektvorstellung eingeladen. Während der Umsetzung des Projektes wurden die Beteiligten sowie die Anrainer von den ÖBB laufend über die jeweiligen Bauschritte aktiv informiert. Im Bereich der Terminaleinfahrt hat es einen eigenen Infobereich beim LKW Ingate gegeben, wo die Kunden und die LKW-Fahrer über die einzelnen Bauchritte im Detail informiert wurden. Damit wurde sichergestellt, dass die Kunden und Terminalbenutzer auch während der Bauphasen die Zufahrtswege zu den Verladebereichen und Servicebüros gekannt haben. Die ÖBB bedanken sich bei allen Beteiligten und bei den Anrainern für das entgegengebrachte Verständnis während der umfangreichen Baumaßnahmen.

 

 

Öko-Auszeichnung für neue ÖBB-Gebäude in Wolfurt

 

Engagement für den Klimaschutz beweisen die ÖBB nicht nur in ihrem Kerngeschäft, dem umweltfreundlichen Transport von Personen und Gütern. Auch bei Bautätigkeiten wird Wert auf ökologische Nachhaltigkeit gelegt. So auch beim Ausbau des Güterterminals Wolfurt: Kann in einer modernen Logistikzone ökologisch nachhaltig geplant und gebaut werden? Die ÖBB-Infrastruktur AG hat sich mit Projektstart in Wolfurt dieser anspruchsvollen Aufgabe gestellt. Teil des umfassenden Ausbauprojektes ist auch der Neubau einer modernen Container- und Fahrzeugwerkstatt sowie eines sogenannten In-Gate-Gebäudes, in dem alle Verwaltungstätigkeiten für den Güterumschlag abgewickelt werden.

 

Alle Schritte bei Planung und Ausführung der beiden Objekte wurden penibel durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle geprüft. Das erfreuliche Ergebnis: Der gesamte Planungsprozess sowie die Bauausführung der Werkstatt wurden durch die „Österreichische Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ ausgezeichnet. Durch ihre Initiative leisten die ÖBB auch in Wolfurt einen Beitrag zur Erreichung der österreichischen Klimaziele. Die ökologische Orientierung bei der Gebäudeplanung kann als beispielgebend bezeichnet werden. Ausgehend von der umweltfreundlichen Verkehrserschließung haben die ÖBB-Ingenieure bei jedem Planungsschritt die Nachhaltigkeit der Gebäude berücksichtigt. Wo Beton erforderlich war, entschied man sich für ein Recyclingprodukt. Alle anderen Gebäudeteile wurden aus Holz und mit umweltfreundlichen Dämmstoffen errichtet. Erdwärme- und Photovoltaikanlagen sorgen für ein nachhaltiges Energiemanagement. Auch die sonstigen Anlagen am Güterzentrum Wolfurt werden mit großer Umweltorientierung geplant und gebaut. Lärmschutzwände, modernste lärmvermeidende Krantechnologie, insektenschonende Lichtanlagen mit LED-Technologie sowie die naturnahe bzw. fischgängige Gestaltung des Landgrabens sind Beispiele für die ökologische Ausrichtung des Bauprojektes.

 

 

Zahlen, Daten, Fakten zum neuen ÖBB-Güterterminal Wolfurt

 

· Baubeginn Dezember 2014

· Drei Bauphasen, die auf den Baufeldern Nord, Mitte und Süd umgesetzt wurden

· Baufertigstellung Oktober 2018

· Vier bis zu 750 Meter lange Containerladegleise

· Lagerplatz für 1.700 Container im unmittelbaren Kranbereich

· Vier Abstellgleise mit einer Gesamtlänge von 1.200 Meter für Containertragwagen

· Leercontainerlager für 3.500 Containereinheiten

· Eigener Bereich für den Wagenladungsverkehr – Gleisnutzlänge 500 Meter

· Investitionsvolumen gemäß Rahmenplan knapp über 60 Mio. Euro

 

(ohne Leercontainerbereich und dem Equipment für den Güterumschlag)

 

 

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

 

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.



 

 

Eröffnungsanlass


 

 

Kurze Eröffnungsfeier


 

 

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Einweihung neue Hinterrheinbrücke der Rhätischen Bahn in Reichenau

Seit über 100 Jahren vereinen sich die Albulalinie und die Surselvalinie der Rhätischen Bahn (RhB) im Raum Reichenau-Tamins auf der feingliedrigen Hinterrheinbrücke. Das künftige Angebotskonzept erfordert eine zweispurige Trassierung. Nachdem die «Sora Giuvna» im Herbst 2015 als Siegerprojekt aus einem internationalen Ingenieurwettbewerb hervorging und am 29. Mai 2017 der Spatenstich erfolgte, wurde die neue Hinterrheinbrücke in Reichenau heute Donnerstag mit einer Belastungsprobe offiziell eingeweiht.

«Sora Giuvna» ist für den Bahnbetrieb bereit                                                                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Im Hinblick auf das zukünftige Angebotskonzept hat die RhB eine Verlängerung der Doppelspur in Reichenau und damit eine neue Linienführung über den Hinterrhein projektiert. Die Doppelspur trägt zur Fahrplanstabilität in der Surselva und am Albula bei und ermöglicht zusammen mit anderen baulichen Massnahmen sowie der Verpendelung mittelfristig eine Steigerung der Produktivität und Flexibilität. Die Gesamtkosten der neuen Doppelspur mit der Instandsetzung und Verstärkung der alten Brücke belaufen sich auf 36 Millionen Schweizer Franken. Die reinen Baukosten für die neue Stahlbrücke «Sora Giuvna» betragen 14 Millionen Schweizer Franken.

 

 

Eine Belastungsprobe zur Einweihung

 

Das Brückenbauwerk mit drei Brückenlagern ist auf Seite Reichenau eine Spezialkonstruktion. Das Randfeld überquert die A13 stark schiefwinklig und hat deshalb eine Länge von 46 Metern. Hinzu kommt, dass sich die Brücke in einer leichten Kurve über den Rhein schwingt. Dieser Abschnitt war in technischer Hinsicht der anspruchsvollste Teil der gesamten Brückenkonstruktion sowohl in statischer Hinsicht als auch bei der Bauausführung. Um die statischen Berechnungen zu verifizieren, wird vor der Inbetriebnahme ein Belastungsversuch durchgeführt. Im Gegensatz zu früher werden Belastungsversuche heute nur noch sehr selten und nur bei aussergewöhnlichen Konstruktionen durchgeführt. Die RhB nutzt den Belastungsversuch mit der Lokomotive Ge 4/4 III 649 gleichzeitig als offizielle Einweihung für die neue Brücke.

 

 

Inbetriebnahme in gut zwei Wochen

 

Derzeit werden die letzten bahntechnischen Arbeiten durchgeführt. In der Nacht vom Samstag, 3. November 2018, auf den Sonntag, 4. November 2018, werden die Gleisanlagen auf die neue Brücke eingebunden. Diese Arbeiten erfordern eine verlängerte Nachtbetriebspause und dauern von 18.15 bis 7.40 Uhr. Die Inbetriebnahme des neuen Bauwerks erfolgt somit am Sonntag, 4. November 2018 mit der Überfahrt des ersten fahrplanmässigen Zuges um 7.40 Uhr.

 

 

Gesamtprojekt zweite Hinterrheinbrücke Reichenau

 

Das Gesamtprojekt besteht aus der Erneuerung und Ergänzung der Gleisanlagen auf einer Länge von 600 Metern von der Ausfahrt der Station Reichenau-Tamins bis zur Überführung über die Kantonsstrasse im Gebiet Reichenau-Farsch. Im Zentrum des neuen Doppelspurabschnittes steht die zweite Brücke über den Hinterrhein. Die Züge der Albulalinie verkehren künftig über die «Sora Giuvna», jene der Surselvalinie über die alte Hinterrheinbrücke. Die Gleisanlagen werden ab Reichenau-Tamins rund zehn Meter nach Süden geschoben. Dafür war ein Abtrag des angrenzenden Hügels erforderlich. Die alte Hinterrheinbrücke wird 2019 ausser Betrieb genommen und während dieser Zeit verstärkt und erneuert. Die heute vorhandene Brücke über die A13 wird abgebrochen und durch eine neue Stahlbrücke ersetzt. Die Gesamtanlage wird Ende 2019 in Betrieb genommen.

 

 

 

Die «Sora Giuvna»

 

Die «Sora Giuvna» ist das Siegerprojekt aus einem international ausgeschriebenen Ingenieurwettbewerb und besteht aus einer rund 200 Meter langen Stahlbrücke mit V-Stielen und einem Trogquerschnitt. Mit diesem Konzept können auf einheitliche Art sowohl die 63 Meter lange Hauptspannweite über den Hinterrhein als auch das 46 Meter lange Nebenfeld über die A13 überbrückt werden.

 

Die schlanke Konstruktion ermöglicht es, die bestehende, denkmalgeschützte Fachwerkbrücke weitgehend sichtbar zu belassen. Das neue Bauwerk besitzt einen Schottertrog und verursacht demzufolge bei der Überfahrt von Zügen wesentlich weniger Lärm als ihre Nachbarin. Die Spannweiten der neuen Brücke orientieren sich an der alten Fachwerkbrücke und betragen 46.445m / 40.993m / 63.0m / 45.849m. Der Überbau besteht aus zwei 1.70 Meter hohen Stahlkastenträgern, die 50 cm über die Schienenoberkante hochgezogen werden.

 

Die Bauarbeiten für die neue Brücke wurden am 29. Mai 2017 mit dem Spatenstich gestartet. Der spektakulärste Bauabschnitt, die Montage der 1'000 Tonnen schweren Stahlkonstruktion, erfolgte zwischen Januar und Mai 2018 mit einem Raupenkran.

 

 



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SBB Mobilfunkstrategie: Technologietest für Gratis-Internet im Zug

Gute Telefon- und Datenverbindungen am Bahnhof und im Zug sind für die Kunden zentral. Deshalb investiert die SBB gemeinsam mit den Mobilfunkanbietern laufend in die Verbesserung der Mobilfunkversorgung der Bahnstrecken, Tunnels und Züge. Seit einigen Jahren rüstet die SBB ihre Züge mit 3G/4G-Signalverstärkern aus. Im Hinblick auf den neuen 5G Mobilfunkstandard setzt die SBB zukünftig auch auf laserperforierte Fensterscheiben. Auf Basis der bestehenden guten Mobilfunkversorgung führt die SBB im 2019 einen Technologietest für Gratis-Internet im Zug durch. Die angestrebte Lösung bietet den Kunden eine schnellere, flüssigere Internetverbindung mit mehr Bandbreite als WLAN im Zug.

Der Technologietest erfolgt auf den Intercity-Neigezügen (ICN) auf den Linien IC 5 bzw. 51                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Im Rahmen ihrer Mobilfunkstrategie verbessert die SBB laufend die Telefon- und Datenverbindungen am Bahnhof und im Zug. 2013 startete die Ausrüstung erster Bahnhöfe mit Gratis-WLAN, mittlerweile steht dieses an 80 Bahnhöfen zur Verfügung. Gemeinsam mit den Mobilfunkanbietern wird seit Jahren in die Verbesserung der Mobilfunkversorgung der Bahnstrecken investiert, die Abdeckung beträgt mittlerweile 97%. Die gute Verbindungsqualität wurde durch den unabhängigen länderübergreifenden Vergleichstest «Connect» bereits mehrfach bestätigt. Die bestehenden Netzlücken sind bekannt. So werden Simplon- und Ceneri-Basistunnel mit 4G ausgerüstet. Ab 2022 werden somit alle Tunnel in der Schweiz durchgängig über 4G verfügen. Zusammen mit den Mobilfunkanbietern wird bis 2020 die 4G-Versorgung entlang der Nord-Süd-Achse und in den Regionen in Grenznähe weiter verbessert. Mit diesen Massnahmen wird die Streckenversorgung auf 99% gesteigert. Im Fern- und Regionalverkehr hat die SBB gemeinsam mit den Mobilfunkanbietern in mehr als 1300 Wagen und 150 Triebzügen 4G-Signalverstärker und rund 140 000 Steckdosen eingebaut. Im Fernverkehr wird die SBB bis 2020 rund 94 Prozent der Züge mit Signalverstärkern ausrüsten, im Regionalverkehr rund 80 Prozent. Bei Neubeschaffungen und Modernisierungen von Zügen werden laserperforierte Fensterscheiben eingebaut, welche über eine höhere Mobilfunkdurchlässigkeit verfügen.

 

 

Neu Gratis-Internet in Schweizer Zügen

 

Kunden können aktuell bei der SBB im Zug nicht gratis im Internet surfen. Das soll sich ändern: Die SBB führt im 2019 unter dem Namen SBB FreeSurf einen Technologietest durch für Gratis-Internet im Zug (s. unten). Das Gratis-Internet basiert auf der guten Mobilfunkversorgung mit 3G/4G in der Schweiz und bietet den Kunden eine schnellere, flüssigere Internetverbindung mit mehr Bandbreite im Vergleich zu WLAN: Ein zwischengeschaltetes WLAN im Zug wirkt wie ein Flaschenhals, weil die WLAN-Signale vieler Nutzer gebündelt und auf wenige Verbindungen aus dem Zug ins Mobilfunknetz übertragen werden müssen. Die neue Lösung ermöglicht zudem die rasche Nutzung von zukünftigem 5G in den Zügen. Der Technologietest erfolgt auf den Intercity-Neigezügen (ICN), welche auf den ICLinien IC 5 und IC 51 verkehren. Am Test teilnehmen können Kunden von Sunrise und Salt. Mit weiteren Mobilfunkanbietern, insbesondere der Swisscom, ist die SBB im Gespräch. Für Kunden ohne SIM-Karte, zum Beispiel Touristen, wird im Rahmen des Tests eine mobile Hotspotlösung geprüft. Ziel ist, ab 2020 Gratis-Internet in allen SBB-Fernverkehrszügen anzubieten.

 

 

Gratis-WLAN auf internationalen SBB-Zügen Ende 2019

 

Im Gegensatz zur guten Mobilfunkversorgung mit 3G/4G/(5G) in der Schweiz verkehren Bahnen im Ausland oft auf Strecken, welche durch schlechter versorgte Gebiete führen. Hier macht der Einsatz von WLAN Sinn: Ein WLAN-Router bündelt die jeweils vorhandenen Mobilfunknetze verschiedener Anbieter. Dadurch wird die Internetverbindung besser und Versorgungslücken einzelner Mobilfunknetze können ausgeglichen werden. Vor diesem Hintergrund rüstet die SBB ihre internationalen Züge, die sowohl in der Schweiz als auch in den Nachbarländern verkehren, mit WLAN aus. Dieses steht den Kunden Ende 2019 in ersten Kompositionen der SBB zur Verfügung.

 

 

SBB FreeSurf – so sind Reisende beim Test dabei

 

Der Technologietest erfolgt auf den 44 IntercityNeigezügen (ICN), welche auf den beiden IntercityLinien IC5 und IC51 zwischen Zürich–Genf, St. Gallen– Lausanne sowie Basel–Biel verkehren. Mitmachen können Kunden mit einem mobilen Gerät und einer Schweizer SIM-Karte (von Salt oder Sunrise). Beim Betreten eines ICN-Zuges wird der Kunde via Beacon lokalisiert. Der Kunde öffnet die zuvor installierte App SBB FreeSurf und bestätigt, dass er kostenloses Internet nutzen will. Nach erfolgter Anmeldung bzw. Aktivierung erhält der Kunde eine Bestätigung, dass er ab diesem Zeitpunkt kostenlos mit seinem Mobilfunkanbieter surfen kann. Beim Verlassen des Zuges oder beim Abschalten der Verbindung erhält der Kunde wiederum eine Mitteilung, dass der Gratis-Internet-Zugang nicht mehr aktiv ist. Vom Kunden wird einzig die Mobiltelefonnummer verlangt, mit der er sich für den gratis Internet-Zugang registrieren möchte.



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