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Feierliche Eröffnung der neuen Loküberdachung beim Bahnmuseum Albula in Bergün

Nach über zweijähriger Planung konnte im Frühjahr mit dem Spatenstich zum Bau der dringend notwenigen Überdachung angefangen werden und heute durfte das Bahnmuseum Albula in Bergün bei schönstem Herbstwetter die neue Loküberdachung eröffnen. Stiftungsratspräsident Yves Broggi hielt in einer emotionalen Rede wichtige Momenten in der Geschichte des Bahnmuseums Albula fest und unterstrich die Eröffnung als Meilenstein davon.

Yves Broggi bei der Eröffnungsrede der neuen Loküberdachung                           Foto: Roman Sommer / Bahnmuseum Albula

 

 

 

Nach über zweijähriger Planung konnte im Frühjahr mit dem Spatenstich zum Bau der dringend notwenigen Überdachung angefangen werden. Die Aufträge wurden von der Stiftung an Einheimische und Bündner Firmen vergeben. So stammt Beispielsweise das Holz für den Bau aus Bergün und dem nahen Albulatal. Die Stahlarbeiten sowie das elegant geschwungene Kupferdach stammen ebenfalls aus Bündner Handwerkerkunst. Das rund CHF 650'000.- teure Projekt konnte nur dank zahlreichen Gönnern und privaten Spenden verwirklicht werden.

 

Die Überdachung wird der historischen Krokodillok Ge 6/6 I 407 der Rhätischen Bahn, welche bereits Mitte September unter das Dach verschoben wurde, sowie der in Filisur remisierten RhB Ge 2/4 205 Schutz vor Wind und Wetter bieten. In der Krokodillok ist ein Fahrsimulator eingebaut, welcher den Besuchern des Bahnmuseums eine realitätsnahe Schnupperfahrt von Filisur nach Bever auf dem Führerstand ermöglicht.

 

Die Stiftung Bahnmuseum Albula ist für die Sammlung von erhaltenswertem und historischem Bahnmaterial und dessen Zugänglichmachung für die Öffentlichkeit verantwortlich. Zu diesem Zweck wurde in den Jahren 2011 / 2012 das ehemalige Zeughaus beim Bahnhof Bergün zum Bahnmuseum Albula um- und ausgebaut.

 

Für die RhB Ge 2/4 205 werden zurzeit Gelder für eine äusserliche Aufarbeitung gesucht. Diese Arbeiten sollen in der Hauptwerkstätte der RhB in Landquart durchgeführt werden so dass die Lok danach in Bergün ausgestellt werden kann.

 

 

Weitere Projekte in Zusammenarbeit mit der Rhätischen Bahn für das Bahnmuseum Albula

 

Bereits stehen weitere Projekte an. So wurde in Zusammenarbeit mit der Rhätischen Bahn die Erneuerung der Kindertour in Angriff genommen. Diese wird anlässlich der Clà Ferrovia Fahrt ins Bahnland vom kommenden 10. Dezember eröffnet werden. Somit wird der Kinderkondukteur der Rhätischen Bahn zukünftig „Kurze und Lange“ Gäste mit einer eigenen Tour im Bahnmuseum Albula begeistern.

 

Für den 15. Dezember 2017 ist dann die Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Erbe verpflichtet – UNESCO Welterbe in der Schweiz“ geplant. Die Ausstellung widmet sich den UNESCO Welterbestätten in der Schweiz anlässlich des 10 Jahre UNESCO-Jubiläums der Rhätischen Bahn im 2018. Unter anderem wird die Geschicht der UNESCO sowie der Welterbestätten in der Schweiz erzählt - verschiedene Stätten werden dabei monatlich in Bergün zu Gast sein. Verwaltungsrätin und Kuratorin Esther Reinhardt sowie Stiftungsrat und Verantwortlicher für Sammlung und Archiv Gion Caprez leiten die Projektarbeiten für die kommende grosse Ausstellung.

 

 

Erfreuliche Besucherzahlen im laufenden Jahr

 

Zum ersten Mal seit der Eröffnung darf das Bahnmuseum Albula eine Steigerung der Besucher verzeichnen wie Verwaltungsrat und Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit Roman Sommer mitteilt. Mit seiner zentralen Lage im Herzen Graubündens ist das Bahnmuseum Albula in Bergün gut erreichbar und wurde im 2017 bereits von über 18'000 Besuchern angeschaut, dass einer Steigerung von über 1'000 Eintritten gegenüber Vorjahr entspricht. Somit zählt das Bahnmuseum Albula zu den grössten Bündner Museen im Kanton.

 

 

Öffnungszeiten Museum

 

Dienstag bis Freitag und Sonntag    von 10.00 bis 17.00 Uhr

Samstag und allgemeine Feiertage  von 10.00 bis 18.00 Uhr

Montags                                            geschlossen

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Baden - Württemberg „bwegt“ : Die neue Dachmarke für den Nahverkehr ist da

Unter einer neuen Dachmarke für Mobilität in Baden-Württemberg soll der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in eine neue Ära geführt werden. Die neue Dachmarke „bwegt“, löst den bereits seit fast 20 Jahren bestehenden „3-Löwen-Takt“ ab. Verkehrsminister Winfried Hermann MdL und Volker M. Heepen, Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) präsentierten heute in Stuttgart gemeinsam „bwegt“.

Die neue Dachmarke „bwegt“, löst den bereits seit fast 20 Jahren bestehenden „3-Löwen-Takt“ ab       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Für Minister Hermann ist die Enthüllung der neuen Dachmarke der Beginn einer Angebots- und Qualitätsoffensive: „Wir bewegen Baden-Württemberg nachhaltig. Mit attraktiven neuen Zügen kann man klimatisiert und mit WLAN den Stau auf den Straßen umfahren. Selbstverständlich fahren die Nahverkehrszüge weiter im Takt. Unter „bwegt“ bündeln wir alle Maßnahmen, mit denen wir für mehr Attraktivität und Nachhaltigkeit im Personennahverkehr sorgen werden.“ Um die Umwelt und Straßen zu entlasten, hat sich die grün-schwarze Landesregierung bereits im Koalitionsvertrag verpflichtet, die Fahrgastzahlen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) signifikant zu erhöhen. Daher beginnt mit der neuen Dachmarke eine mehrjährige Kampagne für ÖPNV und eine vernetze nachhaltige Mobilität. „bwegt“ will zum Umsteigen bewegen.

 

 

Eine neue Marke für die Qualitätsoffensive im ÖPNV

 

Mit ihrem Zielkonzept 2025 hat die Landesregierung neue Standards für den ÖPNV in Baden-Württemberg gesetzt: Die flächendeckende, landesweite Einführung des Stundentaktes, die Taktverdichtung bei steigender Nachfrage und die Verbindung aller Oberzentren im Land durch ein Expressnetz im Stundentakt bilden die Grundlage der Qualitätsoffensive. Auf den Hauptrouten fahren die neuen Metropolexpresszüge (MEX) im Halbstundentakt nach Stuttgart.

 

Zusätzlich wird die Attraktivität des Nahverkehrs durch einen neuen Standard mit modernen Zügen im landeseigenen Design und hohem Komfort gesteigert: Barrierefreie und voll klimatisierte Neufahrzeuge mit ausreichenden Fahrrad-Mitnahmekapazitäten und kostenlosem WLAN sind nur einige der neuen Services. „Nach Abschluss der Vergaben werden 250 neue Nahverkehrszüge im einheitlichen Landesdesign unterwegs sein“, so der NVBW-Geschäftsführer, Volker M. Heepen.

 

Hinzu kommt die Einführung eines einheitlichen Baden-Württemberg-Tarifs ab Dezember 2018, der es dem Fahrgast ermöglichen wird, mit nur einem Ticket vom Start bis zum Ziel zu gelangen - egal wie oft er umsteigt oder von Bahn auf Bus wechselt. Mit diesen Maßnahmen soll die Anzahl der ÖPNV-Nutzer bis zum Jahr 2030 deutlich erhöht werden.

 

Gesichter der „bwegt“-Kampagne sind Mitglieder des „Gauthier Dance“-Ensembles um den international gefragten Tänzer, Choreografen und Musiker Eric Gauthier vom Theaterhaus Stuttgart. Passend zur Marke „bwegt“ präsentierte Gauthier am 19. Oktober 2017 auch den exklusiv von ihm entwickelten „bwegt-Move“, der den gemeinsamen Aufbruch in die Zukunft sinnbildlich in die Dynamik des Tanzes überführt.

 

Mit dem neuen Mobilitätskonzept will Verkehrsminister Hermann die Menschen nicht nur überzeugen, sondern bewegen und begeistern: „Alle können Teil einer Bewegung zu neuer Nachhaltiger Mobilität werden. Mit neuen Zügen und kundenfreundlichen Angeboten können wir Baden-Württemberg zum Wegbereiter Nachhaltiger Mobilität machen.“



Die neue Dachmarke „bwegt“, löst den bereits seit fast 20 Jahren bestehenden „3-Löwen-Takt“ ab          Fotos: Marcel Manhart


Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

 

                                                                Foto: Volker Emersleben



 

Die neue Initiative für die Mobilität der Zukunft in Baden-Württemberg

 

Am Anfang stand eine Vision: nachhaltige Mobilität für alle und ein Image-Wandel des öffentlichen Personennahverkehrs im Land. Dafür geht die neue Mobilitätsmarke bwegt neue Wege und schafft eine neue Bewegung.

 

Die Welt der Mobilität steht vor einer epochalen Wende. Steigende Mobilitätsbedürfnisse, erhöhtes Verkehrsaufkommen, Umweltbelastungen, Lärm und Staus – damit unser aller Lebensqualität vor diesem Hintergrund erhalten und sogar gesteigert werden kann, müssen wir ganz schön was bewegen. Und das Land Baden-Württemberg hat die Zeichen der Zeit erkannt.

 

Aus dem 3-Löwen-Takt wird mehr: MIt der neuen Mobilitätsmarke bwegt soll nicht weniger als eine neue Ära im Nahverkehr beginnen. Das gilt insbesondere für den Schienenpersonennahverkehr. Neue Strecken, neue Züge, neue Taktungen – bwegt ist hier nicht nur Idee, sondern echter Macher. Typisch Baden-Württemberg eben. Aber bwegt geht noch weiter. Mit einem gebündelten Informations- und Service-Angebot rund um den gesamten Nahverkehr – attraktiv verpackt in einem neuen Markenauftritt und mit spannenden Aktionen. Hier sind alle BürgerInnen und BesucherInnen Baden-Württembergs eingeladen, das wachsende Angebot im Nahverkehr mit all unseren Partnern für sich zu entdecken und verstärkt zu nutzen.

 

Die neue Mobilitätsmarke bwegt startet als Initiative. Unter einer starken Dachmarke bündeln und präsentieren wir die Angebote und den Fortschritt aller Nahverkehrsanbieter im Land. Unser großes Ziel ist die signifikante Steigerung der Fahrgastzahlen im Nahverkehr bis 2030. Das gelingt uns nur gemeinsam – als gemeinsame Bewegung für die Mobilität der Zukunft. Dabei gehen das Land, die Verkehrsunternehmen und -verbünde und alle unsere Partner als "bweger" voran und laden Sie als Fahrgäste ein, immer öfter und immer besser im Nahverkehr bewegt zu werden.

 

Gemeinsam setzen wir alles daran und würden uns freuen, wenn immer mehr Menschen in Baden-Württemberg "bwegt unterwegs" sind. Umweltbewusst, schnell, sicher und komfortabel. Wie das geht und was Sie davon haben – davon erzählt zum Beispiel unser Webangebot unter dem Motto "Ihr Nahverkehr bwegt Land und Leute".


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Broschüre: "Die neue Ära im SPNV: bwegt"
bwegt-Broschuere_Nachhaltige_Mobilitaet_
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Der SBB Fahrplan 2018 ist online: Fernverkehr neu mit Liniennummerierung

Seit gestern ist der Fahrplan 2018 auf der Webseite sbb.ch und in der SBB Mobile App verfügbar. Die neuen Fahrzeiten gelten ab dem Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017. Mit dem Fahrplan 2018 werden die Zugbezeichnungen im Fernverkehr der SBB vereinfacht und zusammengefasst. Zudem führt die SBB die Liniennummerierung auf den nationalen IR- und IC-Zügen ein.

IC und IR erhalten neu eine Liniennummer - Chur - Zürich - Basel ist dann die IC-Linie 3                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Einführung von Liniennummern

 

Um den Kunden die von den S-Bahn-Systemen gewohnte einfache und sichere Orientierung auch im Fernverkehr zu ermöglichen, führt die SBB auf den Fahrplanwechsel die Liniennummerierung auch auf den nationalen IR- und IC-Zügen ein. Ziel ist es, sowohl bestehenden als auch insbesondere im öV unsicheren oder ungeübten Kunden sowie Fahrgästen aus dem Ausland die von den S-Bahn-Systemen gewohnte einfache und sichere Orientierung auch im Fernverkehr zu ermöglichen. Den Kunden sollen den Fernverkehrs als „S-Bahn Schweiz“ nutzen.

 

 

Im internationalen Personenverkehr steht der Ausbau eines attraktiven Angebots auf der Nord-Süd-Achse im Vordergrund

 

Ab 10. Dezember 2017 wird eine tägliche Verbindung zwischen Zürich und Venedig eingeführt. Zudem verkehrt pro Tag ein Zugspaar des Typs ETR 610 direkt von Frankfurt nach Mailand. Auf der Linie Zürich–Stuttgart profitieren die Kunden von einem Stundentakt.

 

 

Grössere Änderungen in der Schweiz gibt es vorwiegend in der Romandie

 

Ab dem Fahrplan 2018 hält der InterRegio auf der Strecke Genf Flughafen–Bern–Luzern neu in Nyon, Morges, Palézieux und Romont. Damit erhalten Nyon und Morges eine Direktverbindung nach Bern. Palézieux und Romont sind neu mit einer schnellen Direktverbindung an Genf und Genf Flughafen angeschlossen. Auf diesen Strecken werden überwiegend Doppelstockkompositionen des Typs IC2000 eingesetzt. Damit stehen mehr Sitzplätze zur Verfügung. Die InterRegio-Züge Genf Flughafen–Lausanne–Brig verkehren neu stündlich ohne Halt zwischen Genf und Lausanne. Damit verkürzt sich die Reisezeit zwischen dem Wallis sowie der Riviera und Genf um 11 Minuten.

Im internationalen Personenverkehr steht der Ausbau eines attraktiven Angebots auf der Nord-Süd-Achse im Vordergrund.

 

 

Effizient durchgeführte Bauarbeiten

 

Im Fahrplanjahr 2018 werden Bau- und Instandhaltungsarbeiten vermehrt im Rahmen von längeren Bauintervallen durchgeführt. Dadurch steigert die SBB die Effizienz und reduziert die Kosten. Zudem wird die Pünktlichkeit während des Tages verbessert.

 

Das Eisenbahnnetz wird täglich stark beansprucht. Jeden Tag sind 1,25 Millionen Reisende und 10 000 Züge der SBB unterwegs – Tendenz steigend. Damit die Bahninfrastruktur auch in Zukunft sicher und zuverlässig funktioniert, investiert die SBB von 2017 bis 2020 jährlich 3,2 Milliarden Franken in Instandhaltung und Ausbau. Die SBB steigert die Effizienz im Unterhalt, indem zum Beispiel die notwendigen Arbeiten möglichst gebündelt und in längeren Bauintervallen ausgeführt werden und senkt damit die Kosten.

 

Bauarbeiten sind immer ein Eingriff in das laufende Bahnsystem und beeinflussen den Verkehr stark. Damit die Betriebsstabilität während der Hauptverkehrszeiten möglichst wenig beeinträchtigt wird, verlängert die SBB die nächtlichen Zeitfenster für die Bau- und Instandhaltungsarbeiten. Deshalb wird von Sonntag bis Donnerstag im Viereck Luzern–Olten–Basel–Zürich in den Randstunden mit geringerem Passagieraufkommen ab 22 Uhr das Angebot reduziert. Zudem sperrt die SBB teilweise ganze Streckenabschnitte, was ein effizientes Bauen ermöglicht. Zum Beispiel bei den Bauarbeiten auf der Strecke Lausanne–Puidoux im Sommer 2018: Dort können die Einschränkungen für die Kunden durch eine Totalsperrung von 6 Monaten auf rund 7 Wochen reduziert und die Kosten von 46 Mio. auf 27 Mio. Franken gesenkt werden. Sämtliche Änderungen und Ersatzkonzepte werden in die gedruckten und elektronischen Fahrplänen aufgenommen und frühzeitig kommuniziert, damit sich die Kundinnen und Kunden möglichst früh über alternative Reisemöglichkeiten informieren können. Die SBB ist sich bewusst, dass Einschränkungen immer mit Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste verbunden ist. Sie bittet ihre Kunden um Verständnis.

 

 

Vereinheitlichung der Bezeichnungen

 

Mit dem Fahrplan 2018 werden die Zugbezeichnung im Fernverkehr der SBB vereinfacht und zusammengefasst. Die Bezeichnung informiert den Kunden über das Schnelligkeits- und Komfortniveau der Verbindung im nationalen Verkehr:

 

  • Die Interregio (IR) verbinden die kleinen mit den grossen Zentren der Schweiz mindestens im Stundentakt. Sie bieten ein verlässliches Basisprodukt. Optische und akustische Kundeninformation, Steckdosen, Klimatisierung und ein leistungsstarker und durchgängiger Mobilfunkempfang mittels Repeater sowie Veloselbstverlad sind Standard.
  • Die Intercity (IC) bieten eine schnelle Verbindung der grossen Zentren der Schweiz überwiegend im Halbstundentakt. Sie bieten zusätzlich zum Basisprodukt IR Verpflegungsmöglichkeiten im Restaurant/Bistro und/oder Service am Platz in der 1. Klasse, Ruhe-, Business- und Familienzone sowie reservierbare Sitzplätze. Veloselbstverlad ist Standard, teilweise reservierungspflichtig.
  • Die internationalen Züge zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern verkehren weiterhin unter ihren bisherigen, bekannten Bezeichnungen: TGV, ICE, Railjet und EuroCity. Auch im Nachtverkehr gilt dies für EuroNight bzw. Nightjet. Die internationalen Züge der SBB werden weiterhin unter der Bezeichnung Eurocity (EC) zusammengefasst.

 

Der heutige ICN wird in die Produktmarke IC integriert. Für interessierte Reisende wird in den elektronischen Fahrplanmedien weiterhin auf Züge mit Neigetechnik (ICN, ETR 610) hingewiesen.


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Liniennetzplan SBB Fernverkehr
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DB Fernverkehrsfahrplan 2018: Die grösste Angebotsverbesserung in der Geschichte der Deutschen Bahn

Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 profitieren viele Reisende von der grössten Angebotsverbesserung in der Geschichte der Deutschen Bahn. Schneller und komfortabler auf der Schiene unterwegs: Mit der neuen Schnellfahrstrecke Berlin - München, dem neuen Drehkreuz Erfurt, dem Start des ICE 4 und mehr internationalen Verbindungen.

Die Fernverkehrspreise steigen dabei um durchschnittlich 0,9 Prozent und bleiben damit unter der Inflationsrate. Die Tickets für das neue Fahrplanangebot können ab heute Dienstag über alle Verkaufskanäle gebucht werden.

Zum Fahrplanwechsel ist der Start der Schnellfahrstrecke Berlin - München                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr: „Diese Angebotsverbesserung bedeutet einen Quantensprung im innerdeutschen Fernverkehr. Wir rechnen mit einer Verdopplung unserer Fahrgastzahlen zwischen Berlin und München auf 3,6 Millionen Reisende im Jahr. Das neue Fahrplanangebot ist ein weiteres Ergebnis unseres Konzernprogramms Zukunft Bahn, mit dem wir das Reisen für unsere Kunden komfortabler und verlässlicher machen.“

 

Die DB schließt mit der Fertigstellung des letzten Bauabschnitts an der Schnellfahrstrecke Berlin–München eine der letzten großen Lücken im deutschen Hochgeschwindigkeitsnetz. Unter anderem verkürzt sich die Reisezeit zwischen der Bundes- und Landeshauptstadt um zwei Stunden auf dann 3:55 Stunden. Damit wird der Zug absolut wettbewerbsfähig zum Flugzeug oder Auto. Über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke werden 35 ICE-Züge pro Tag mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern fahren. An Werktagen wird die DB bis zu 10.000 zusätzliche Sitzplätze zwischen Berlin und München anbieten und dafür vor allem längere Züge einsetzen. Täglich ermöglichen drei ICE Sprinter-Züge je Richtung Fahrten zwischen Berlin und München in unter vier Stunden. Die stündlichen ICE-Verbindungen zwischen Berlin und München, die weitere Zwischenhalte bedienen, benötigen künftig nur noch rund 4:30 Stunden.

 

Die Eröffnung der neuen Schnellfahrstrecke Berlin–München macht sich auch auf touristischen Verbindungen bemerkbar. Dank der kürzeren Reisezeiten nach München sind Reisende zum Beispiel aus Berlin deutlich schneller in den Alpen: schon ab 5:50 Stunden Reisezeit nach Kempten und Garmisch. Auch Tirol und das Salzburger Land, die bedeutendsten Urlaubsregionen Österreichs, erreicht man künftig schneller. Gleichzeitig können sich Reisende aus Bayern über kürzere Reisezeiten über Berlin bis an die Ostseeküste freuen.

 

Insgesamt 17 Millionen Menschen werden entlang der Schnellfahrstrecke von kürzeren Reisezeiten und neuen Direktverbindungen profitieren.

 

Erfurt wird ab Dezember mit exzellenten Verbindungen zum neuen Drehkreuz im mitteldeutschen Zugverkehr. Täglich werden dort 80 ICE-Züge halten, pro Stunde wird je ein Fernverkehrszug in alle vier Himmelsrichtungen abfahren. Neue und schnellere Direktverbindungen führen zum Beispiel nach Stuttgart, Nürnberg und Hamburg. Auch Berlin ist künftig umsteigefrei nahezu im Halbstundentakt erreichbar.

 

Zwischen Berlin und Frankfurt wird es künftig 35 Prozent mehr direkte ICEVerbindungen geben: bis zu zwei Fahrten pro Stunde – einmal via Braunschweig und einmal via Erfurt.

 

Auch auf anderen Relationen fahren Reisende künftig häufiger umsteigefrei, z.B. von Leipzig nach Mannheim und Stuttgart.

 

Auf der Gäubahn wird ein gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg vereinbartes Angebotskonzept realisiert: Die IC-Verbindungen zwischen Stuttgart, Singen und Zürich verdoppeln sich und verkehren damit stündlich. Dabei werden zwischen Stuttgart, Singen und Konstanz auch alle Nahverkehrstickets anerkannt. Alle zwei Stunden werden zwischen Stuttgart und Singen auch die neuen, modernen Intercity 2-Züge eingesetzt – mit Anschluss in Singen nach Zürich.

 

Das Reisen von Frankfurt/Main nach Wien wird ab dem 10. Dezember 2017 rund 25 Minuten schneller. Die Reisezeit verkürzt sich auf der zweistündlichen ICELinie von Frankfurt nach Wien auf unter 6:30 Stunden und von Nürnberg nach Wien auf 4:15 Stunden.

 

Für Reisende in den Süden gibt es ab Dezember einmal täglich eine komfortable Direktverbindung in ICE-Qualität von Deutschland ins Tessin und nach Italien. Von Frankfurt/Main startet die neue Verbindung um 8:01 Uhr nach Mailand — optimal für Touristen. In Mailand können Reisende die umsteigefreie Verbindung nach Frankfurt um 11:23 Uhr nutzen. Die Fahrzeit liegt wie bei heutigen Umsteigeverbindungen bei 7:30 Stunden.

 

Entlang der Mosel wird es einmal am Tag wieder eine umsteigefreie Verbindung morgens von Luxemburg und Trier nach Bonn, Köln und Düsseldorf geben – nachmittags retour. Hierfür wird ein RE-Zugpaar Luxemburg–Koblenz als IC von/nach Düsseldorf verlängert. Auf der Moselstrecke gilt weiterhin der Nahverkehrstarif.

 

Nach fast zwölf Monaten im Probebetrieb nimmt der ICE 4 den Regelbetrieb auf. Ab Dezember 2017 werden fünf ICE 4-Züge auf den Verbindungen zwischen Hamburg und Stuttgart sowie Hamburg und München fahren. Auf diesen nachfragestarken Strecken reisen mehr als 10.000 Reisende pro Tag und damit etwa drei Prozent aller Fahrgäste des Fernverkehrs.

 

Preise der BahnCard 25 und 50 bleiben im vierten Jahr in Folge stabil. Auch die Sparpreise und Kosten für Reservierungen ändern sich nicht. Die BahnCard 50 wird künftig auch bei Nutzung von Sparpreistickets mit An- und Weiterreise im Nahverkehr anerkannt und bietet dort 25 Prozent Rabatt. Weiterhin sind 19,90-Euro-Sparpreis-Aktionen mit zusätzlichen Kontingenten geplant.

 

Die Flexpreise steigen in der 2. Klasse um durchschnittlich 1,9 Prozent, in der 1. Klasse um durchschnittlich 2,9 Prozent. Bohle: „Das System der unterschiedlichen Flexpreise an ausgewählten Tagen im Jahr hat sich bewährt und wird fortgesetzt.“ Von den Erhöhungen ausgenommen bleiben die am stärksten genutzten Strecken über die Verbindung Karlsruhe–Basel, zum Beispiel Frankfurt/Main–Basel. Grund sind die jüngsten Einschränkungen während der Rheintalbahnsperrung. Erhöhungen gibt es auch bei den Streckenzeitkarten und der BahnCard 100. Hier steigen die Preise um durchschnittlich 1,9 Prozent. In Summe ändern sich damit die Preise um durchschnittlich 0,9 Prozent.

 

Die neuen Preise gelten ab Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017. Wer bis zum 9. Dezember 2017 seine Reise bucht, fährt noch zu den alten Preisen.

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Wartungs-Wochenende für die Münchner S-Bahn-Stammstrecke: Bus-Ersatzverkehr und verstärkter U-Bahntakt quer durch die Stadt

Am kommenden Wochenende fahren auf der Münchner S-Bahn-Stammstrecke keine Züge, dafür gibt es einen Buspendel-Verkehr. Die Gleise sind von Freitagabend, 20. Oktober 2017 ab 22.45 Uhr, bis Montagfrüh, 23. Oktober 2017 bis ca. 4.30 Uhr, gesperrt. Dringende Reparatur- und Inspektionsarbeiten können so gebündelt ablaufen. Um die gewohnten Ziele zu erreichen, fahren Busse im dichten Takt quer durch die Stadt. Zusätzlich können zwischen Pasing, Haupt- und Ostbahnhof Regionalzüge genutzt werden.

Von Osten kommend beginnen und enden die Linien S2, S3, S4 und S7 am Ostbahnhof                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit der Bündelung von Bauarbeiten während eines Wochenendes hatte die Bahn erstmals im Mai 2017 gute Erfahrungen gemacht. Damals funktionierte der Ersatzfahrplan zuverlässig. Die Bündelung von Bauarbeiten auf eine 54-stündige Vollsperrung an einem Wochenende ist wesentlich effektiver, als solche Arbeiten über viele Tage und Nächte zu verteilen. Die Fahrplaneinschränkungen für Reisende sind in Summe deutlich geringer.

 

Die Bahn nutzt die Gleissperrungen unter anderem, um mit einem Spezialtransport einen Trafo am Hauptbahnhof zu wechseln oder den wichtigsten Überflutungsschutz, das Wehrkammertor, unter der Isar zu inspizieren. Arbeiten an Gleisen und Weichen stehen ebenso an wie die Reparatur der Oberleitung. Außerhalb des Tunnels werden Vorarbeiten für die 2. Stammstrecke durchgeführt, beispielsweise auch Grünschnitt zwischen Laim und Donnersberger Brücke. Die Tunnelstationen werden grundgereinigt und Deckenarbeiten erledigt.

 

 

S-Bahnen beginnen und enden in Pasing, am Haupt- oder Ostbahnhof

 

Von Westen fahren die S-Bahnlinien S1, S2 und S6 ohne Halt an den Stammstreckenstationen zum Hauptbahnhof. Dabei verkehren die Linien S1 Freising/Flughafen und S2 Petershausen im 30-Minutentakt. Zwischen Dachau und Altomünster pendelt die S2 im Stundentakt.

Die Linien S3 und S4 beginnen und enden in Pasing.

 

Die Linie S7 Wolfratshausen fährt regulär bis zur Donnersbergerbrücke und direkt oberirdisch in den Hauptbahnhof.

Die Flughafenlinie S8 hält nicht zwischen Pasing und Ostbahnhof und lässt den Halt Leuchtenbergring aus.

 

Von Osten kommend beginnen und enden die Linien S2, S3, S4 und S7 am Ostbahnhof. Die S8 fährt direkt vom Ostbahnhof nach Pasing.

 

Die ausfallenden Züge werden durch Busse im Schienenersatzverkehr (SEV) ersetzt. Sie fahren tagsüber im 5-Minuten-Takt, frühmorgens und spätabends alle 10 oder 15 Minuten. Sie halten bis auf zwei Ausnahmen an den bekannten Stationen. Wegen der beengten Straßensituation am Marienplatz halten die SEV-Busse am Odeonsplatz. Dadurch ändert sich auch die Haltestelle am Karlsplatz (Stachus); sie wird zum Lenbachplatz verlegt. Die komplette Fahrzeit der Busse beträgt zwischen Pasing und Ostbahnhof rund 50 Minuten.

 

Wer schneller den Münchner Hauptbahnhof erreichen will, kann ab Pasing, Dachau oder Ostbahnhof auch die Regionalzüge benutzen. Die Züge des Fern- und Regionalverkehrs sind von der Stammstreckensperrung nicht betroffen.

 

Natürlich stehen als Ausweichmöglichkeiten auch die U-Bahnen und Straßenbahnen zur Verfügung. Die U-Bahnlinie U5 wird verstärkt und fährt am Samstag tagsüber im 5-Minuten-Takt. Der Takt der Trambahnen zwischen Westendstraße und Pasing wird am Samstag und Sonntag tagsüber auf einen 5-Minuten-Takt verdichtet.

 

Die Zugänge zu den Tunnelstationen sind während der Bauarbeiten versperrt. Helfer im Auftrag der S-Bahn München weisen den Fahrgästen den Weg zur Bushaltestelle oder informieren über alternative Fahrmöglichkeiten.

 

Alle Fahrplanänderungen sind in der elektronischen Fahrplanauskunft im Internet und an den Fahrkartenautomaten bereits berücksichtigt. Busfahrpläne und Streckenübersichten sind an den Bahnhöfen ausgehängt; ebenso Wegweiser zu den Bushaltestellen.


 

Liniennetzplan Stammstrecke während der Bauarbeiten                                                                                Grafik: S-Bahn München


Fahrplaninformationen  sowie  Lageskizzen  der  Bushaltestellen  finden  die  Fahrgäste  im  Internet  unter

www.s-bahn-muenchen.de  oder  über  die  App  der  S-Bahn München  „München Navigator“.

Telefonisch ist der Kundendialog der S-Bahn München  unter  der  Rufnummer  089 203'55'000 zu erreichen.


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Erster Wagenkasten der neuen S-Bahn für Berlin und Brandenburg eingetroffen

Die neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg nimmt Gestalt an. Der erste rot-gelb lackierte Wagenkasten der künftigen Fahrzeuggeneration ist in der Bundeshauptstadt eingetroffen. Dabei handelt es sich um den Kopfwagen eines künftig durchgehend begehbaren vierteiligen Zuges. Das Projekt liegt im Zeitplan. Die S-Bahn Berlin investiert in die neuen Fahrzeuge und die notwendige Anpassung der Werkstatt in Grünau rund 900 Millionen Euro.

Der erste  rot-gelb lackierte Wagenkasten  der  nächsten  Fahrzeuggeneration der  S-Bahn für Berlin und Brandenburg ist da                                                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

Das Verkehrsunternehmen hat beim Konsortium aus Stadler Pankow GmbH und Siemens insgesamt 106 Züge, bestehend aus 382 Wagen, bestellt. Die 85 Vier-Wagen-Einheiten und weitere 21 Zwei-Wagen-Einheiten sind für das Teilnetz Ring/Südost vorgesehen. Siemens liefert die wesentlichen elektrischen Komponenten, wie beispielsweise Antriebsstromrichter, Hilfsbetriebeumrichter, die Leittechnik des Fahrzeuges, die Fahrgastinformationssysteme sowie die Drehgestelle und das Bremssystem. Stadler ist hauptsächlich für die mechanischen Komponenten, wie Wagenkasten, Innenausbau (Wände, Fußboden, Decken), Sitze, Türen und die Klimaanlagen verantwortlich. Die Endmontage der Fahrzeuge erfolgt im Stadler-Werk in Berlin Pankow. Die Inbetriebsetzung der Züge geschieht in Velten. Die Fertigung der Wagenkästen findet in Ungarn statt, wo Stadler ein darauf spezialisiertes Werk hat.

 

Die S-Bahn Berlin investiert in die neuen Fahrzeuge und die notwendige Anpassung der Werkstatt in Grünau rund 900 Millionen Euro. Die ersten zehn Vorserienzüge der neuen Baureihe 483/484 kommen ab 1. Januar 2021 auf der Linie S47 zwischen Südkreuz und Spindlersfeld zum Einsatz. Die Auslieferung der Hauptserie wird bis zum Jahr 2023 abgeschlossen sein.

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Neuer Elektro-Testbus in Berlin: Mal etwas länger unterwegs

In Berlin setzt die BVG  ihre Testreihe mit Elektrobussen verschiedener Hersteller fort. Nach mehreren 12-Meter-Fahrzeugen ist jetzt erstmals ein 18 Meter langer Gelenkbus mit Elektroantrieb zu Gast in Berlin.

Der Sileo-Bus an der Michelangelostraße in Berlin Prenzlauer Berg                                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

Die BVG setzt ihre Testreihe mit Elektrobussen verschiedener Hersteller fort. Nach mehreren 12-Meter-Fahrzeugen ist jetzt erstmals ein 18 Meter langer Gelenkbus mit Elektroantrieb zu Gast in Berlin. Seit diesem Mittwoch fährt der E-„Schlenki“ des deutsch-türkischen Herstellers Sileo auf der Linie 200. Er ist in den kommenden zwei Wochen – zunächst jeden zweiten Tag – zwischen den Endhaltestellen am Bahnhof Zoologischer Garten und an der Michelangelostraße in Prenzlauer Berg unterwegs. Die bisher für alle E-Bus-Tests der BVG genutzte Linie 204 ist nicht für den Einsatz von Gelenkbussen geeignet.

 

Der Sileo-Bus wird nach dem Einsatz auf dem Betriebshof Indira-Gandhi-Straße per Stecker geladen. Nach Herstellerangaben soll das an die BVG ausgeliehene Modell eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern haben.





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Die Deutsche Bahn bringt mit „ioki“ On-Demand-Mobilität und autonome Flotten in den öffentlichen Verkehr

Den autonomen Elektrobus per Smartphone-App zur gewünschten Zeit vor die Haustür bestellen und sich damit zum Bahnhof fahren lassen. Unterwegs sammelt das Shuttle automatisiert weitere Fahrgäste mit ähnlichen Routen ein. Noch ist das Zukunftsmusik. Aber die Deutsche Bahn (DB) arbeitet daran, dass diese Zukunft in greifbare Nähe rückt. Heute stellte der Konzern in Berlin sein neuestes Angebot unter der Marke „ioki“ vor. Ziel ist es, On-Demand-Mobilität und autonomes Fahren in den öffentlichen Verkehr zu bringen.

Mobil  auf  einen  Klick  auch  ohne  eigenes  Auto:  Die  DB  bringt  mit  "ioki"  individuellen  Nahverkehr  auf  die  Strasse:

On-Demand-Shuttle (fahrerbasiert), autonomer Elektrobus, eTukTuk                                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

 

„Mit ioki geben wir schon heute Antworten auf die Mobilitätsnachfrage von morgen“, so DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. „Unsere Vision ist es, unsere Angebote noch stärker an den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden auszurichten, damit sie ihre täglichen Wege einfacher und flexibler gestalten können – ohne eigenes Auto, jederzeit auf Abruf, digital buchbar, in der Stadt wie auf dem Land und mit Anschluss an die Schiene.“ Bereits heute nimmt die DB dabei eine Vorreiterrolle ein: Noch im Oktober startet die erste autonom verkehrende Buslinie Deutschlands im bayerischen Bad Birnbach.

 

ioki stellt sich als Komplettdienstleister für neue Mobilitätsformen auf der Strasse auf. Das 40-köpfige Team aus IT- und Verkehrsexperten, Entwicklern und Produktdesignern analysiert für Städte, Kommunen und Verkehrsunternehmen den Bedarf, begleitet behördliche Genehmigungsprozesse und bietet Kundenlösungen aus einer Hand: Von passgenauen Fahrzeug- und Routenkonzepten bis hin zu digitalen Plattformen, über die Fahrgäste die neuen Services nutzen können.

 

Konkret in die Umsetzung geht ioki nach dem Betriebsstart in Bad Birnbach unter anderem in Hamburg: Im Rahmen der Smart City-Partnerschaft zwischen der DB und der Freien und Hansestadt Hamburg testet ioki 2018 einen fahrerbasierten Shuttleservice mit Anschluss an den ÖPNV. Dieser folgt dem Ridesharing-Prinzip, das heißt mehrere Fahrgäste teilen sich ein Fahrzeug, das digital per Smartphone-App buchbar ist. Zudem bekommt Hamburg auch ein Testfeld mit Bahnhofsanschluss für autonom verkehrende Elektrobusse.

 

ioki ist Teil der Digitalisierungsoffensive der DB, die die Entwicklung neuer, vernetzter, klimaschonender Mobilitätsangebote umfasst, die den Schienenverkehr sinnvoll ergänzen.

 

 

 

Fünf Fakten zu ioki

 

 

Mit ioki bringt die Deutsche Bahn On-Demand-Mobilität und autonomes Fahren in den öffentlichen Verkehr

 

ioki bietet alle Services aus einer Hand, um Dritte, etwa Städte oder kommunale Aufgabenträger, in die Lage zu versetzen, unter eigenem Namen On-Demand-Mobilitätsangebote im öffentlichen Verkehr zu betreiben. Zudem integriert die DB unter dem Dach von ioki autonomes Fahren auf der Straße in den öffentlichen Verkehr.

 

 

ioki entwickelt Lösungen für Metropolen und den ländlichen Raum

 

Gerade in ländlichen Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte besteht großes Potential mit On-Demand-Lösungen den Öffentlichen Verkehr nachhaltiger und effizienter zu gestalten und individuelle Mobilität ohne eigenes Auto zu ermöglichen.

 

 

ioki setzt schon heute Pilotprojekte zu On-Demand-Mobilität und autonomem Fahren konkret um

 

Nach ersten Testbetrieben in Berlin und Leipzig folgt noch im Oktober der erste autonom verkehrende Linienbusverkehr in Bad Birnbach.

Im Rahmen der Smart City-Partnerschaft der DB mit der Freien und Hansestadt Hamburg setzt ioki 2018 einen fahrerbasierten On-Demand-Shuttleservice mit ÖPNV-Anschluss sowie ein Testfeld für einen autonomen Busverkehr in Hamburg um.

 

 

ioki nutzt state-of-the-art Technologien und Fahrzeuge

 

ioki setzt auf die innovativsten auf dem Markt erhältlichen Fahrzeugkonzepte und Technologien, um seine Produkte und Lösungen zu entwickeln. Diese werden technologisch so umgesetzt, dass sie flexibel auf die spezifischen Einsatzzwecke der Kunden von ioki angepasst werden können.

 

 

ioki leistet gemeinsam mit seinen Partnern Pionierarbeit bei Rahmenbedingungen und Zulassung autonomer Verkehrsangebote

 

Derzeit gibt es keine standardisierten Verfahren zur Zulassung hoch-automatisierter bzw. autonomer Verkehrsangebote. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Wissenschaft und Politik arbeitet ioki an der Weiterentwicklung dieser Systeme sowie der regulatorischen Grundlagen. Bis spätestens 2025 strebt ioki die ersten regulär betriebenen autonomen Verkehrsangebote an.



 

Fotoalbum: "Mobil auf einen Klick" folgt


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Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht in Österreich

In Österreich entsteht Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge auf offener Strecke. Im „Open.Rail.Lab“ erproben Unternehmen und Forschungseinrichtungen neue Eisenbahntechnologie wie etwa Loks, die Eisenbahnkreuzungen oder Hindernisse auf den Schienen automatisch erkennen. Die Teststrecke zwischen Friedberg in der Steiermark und Oberwart im Burgenland ist über 25 Kilometer lang. Im „Open.Rail.Lab“ kann die gesamte Entwicklung der Technik für selbstfahrende Züge durchlaufen werden – von ersten Simulationen am Computer bis zu Testfahrten im normalen Bahnbetrieb. In die Aufrüstung der Strecke investiert das Infrastrukturministerium gemeinsam mit dem Land Burgenland und der Industrie rund 11 Millionen Euro. Darüber hinaus wird das Infrastrukturministerium jährlich rund fünf Millionen Euro für Forschungsprojekte rund um automatisiertes Bahnfahren bereitstellen.

Rund elf Millionen Euro Investitionen für Teststrecke von Bund, Land und Industrie   –   Infrastrukturministerium investiert weitere fünf Millionen Euro jährlich in Forschungsprojekte                                                             Bild Animation: Open.Rail.Lab

 

 

 

„Mit dem Open.Rail.Lab bekommt Österreich ein Testlabor für die Bahn der Zukunft. Im Burgenland werden künftig selbstfahrende Züge entwickelt und getestet, etwa intelligente Loks, die mit Eisenbahnkreuzungen und Autos kommunizieren und so Unfälle verhindern. Wir fördern gezielt Forschung rund um automatisiertes Bahnfahren. Damit tragen wir dazu bei, dass unsere heimischen Betriebe mit der neuen Technologie weltweit punkten und Arbeitsplätze bei uns im Land schaffen. Und wir machen die Eisenbahn noch sicherer“, sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

 

„Im Burgenland entsteht mit dem Open.Rail.Lab ein zukunftsweisendes Forschungsvorhaben. Unter dem Titel ‚Open.Rail.Lab‘ wird Forschungseinrichtungen und Industrie die Möglichkeit geboten, ihre Kompetenzen, um Innovationen im Zuge der Digitalisierung auf der Schiene im großen Stil zu entwickeln und zu testen. Einzigartig sind die vielfältigen Möglichkeiten die eine offene Strecke zur Erprobung und Evaluierung von neuen Innovationen im Bereich der Schiene mit sich bringen. Diese Dynamik im Bereich der Mobilität 4.0 auf der Schiene ist eine große Chance, die Wertschöpfungs- und der Forschungsquote im Burgenland zu steigern. Ab dem kommenden Jahr werden die Planungen und Umsetzungen für die Adaptierungen und Erweiterungen der Infrastruktur für das Open Rail Lab stattfinden“, so Landeshauptmann Hans Niessl.

 

„Die Bahn ist das Rückgrat des Transportes. Die österreichische Bahnindustrie und die Unternehmen sind an der Weiterentwickelung der Bahn der Zukunft interessiert. Die Automatisierung wie auf der Straße findet auch auf der Bahn statt, und die Unternehmen sind bereit die Bahn zukunftsfit zu machen. Für die Stärkung des österreichischen Wirtschaftsstandortes ist eine optimale Unterstützung durch ein Open.Rail.Lab von größter Bedeutung. Open.Rail.Lab ermöglicht den Unternehmen neue Entwicklungen und Erfindungen voranzutreiben. So stärken wir den Wirtschaftsstandort Österreich und seine Innovationskraft, damit wir unsere Nummer-1-Position nicht nur halten, sondern weiter ausbauen“, sagt der Obmann der Schienenbahnen-WKÖ Thomas Scheiber.

 

„Wir verstehen die Digitalisierung auch als Chance. Wir wollen die Modernisierungen mit gestalten und nicht nur dabei sein. Sollten selbstfahrende Züge auch abseits von isolierten Strecken einmal möglich werden, so ist für die MitarbeiterInnen damit sicherlich neues Spezialwissen verbunden. Dazu zählen etwa die Überwachung von Systemen, die Beurteilung der Lage in Notfallsituationen oder bei technischen Gebrechen. Gemeinsam mit den Arbeitgebern überarbeiten wir deshalb die Berufsbilder bei den Bahnen und definieren sie neu“, sagt vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit.

 

Die 25,5 Kilometer lange Teststrecke verläuft von Oberwart über Altpinkafeld, Pinkafeld und Schäffernsteg nach Friedberg. Sie umfasst insgesamt acht Haltestellen, zwölf Eisenbahnkreuzungen und einen 524 Meter langer Tunnel. Die Inbetriebnahme der Teststrecke erfolgt im Juni 2018.

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ÖBB: Schiene statt Strasse - Rail Cargo Group punktet mit Spezialtechnologie

Mit dem Ziel Containerwaren noch schneller und effektiver vom Werk via LKW zur Bahn zu transportieren, betreibt die Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH (FCP) derzeit ein Projekt zur Forcierung terminalautonomer Kombiverkehre. Der erste Probetransport im Rahmen des Projekts wurde Anfang Oktober 2017 mit dem technisch ausgereiften MOBILER-System der Rail Cargo Group (RCG) – Güterverkehrssparte der  Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) – durchgeführt.

Wolfgang Litschauer (RCG / Sales MOBILER) und Herbert Mayer (FCP / Projektleitung)                                  Foto: ÖBB / Mikula

 

 

 

Das Projekt

 

Sowohl national als auch international nimmt die Anzahl an Containertransporten stetig zu. Deshalb steht der rasche und unkomplizierte Containerumschlag  vom LKW  auf  die  Schiene  im Zentrum des von der Austrian Wirtschaftsservice GmbH geförderten Projekts „Combi Coop II“, das unter der Federführung von FCP betrieben wird. Innerhalb der Region Südburgenland, die seit 2013 eine deutliche Steigerung an Schienengütertransporten verzeichnet, werden konkrete Transportfälle unter Einbeziehung modernster Kombiverkehrssysteme in punkto Wirtschaftlichkeit geprüft. Das marktnahe Projekt zielt insbesondere darauf ab, Unternehmen, die über keinen eigenen Bahnanschluss verfügen, sowohl die kostenseitigen als auch die verkehrs- und umweltspezifischen Vorteile des Kombinierten Verkehrs auf der Schiene aufzuzeigen. Vor allem aufgrund der Verlagerung von Straßengüterverkehren auf die Schiene liefert das Projekt einen aktiven Beitrag zur Bahnoffensive in der Fläche und kann beispielgebend für weitere Regionen sein.

 

 

Der Testlauf

 

Im Rahmen der Probetransporte setzen die Projektverantwortlichen unter anderem auf logistisches Know-how und modernes Equipment der RCG: Durch das spezielle Behälterverschiebesystem der MOBILER-Technologie können MOBILER-Container nahezu überall rasch und unkompliziert zwischen LKW und Eisenbahnwaggons umgeschlagen werden – von einer einzigen Person, ohne jede fremde Hilfe und ohne aufwändige Terminalausrüstung, wie etwa Kräne. Ermöglicht wird dies durch eine besondere hydraulische Hub- und Verschubvorrichtung. Ein Bahnhof mit entsprechendem Ladegleis und Ladestraße ist ausreichend.

 

Der projektbezogene Einsatz des mittlerweile am Markt etablierten MOBILER-Systems erfolgte für das Abfallentsorgungsunternehmen Stipits Entsorgung GmbH in Rechnitz/Bezirk Oberwart im Burgenland. Dabei brachten MOBILER-LKW mehrere Container direkt an den Standort des Abfallentsorgers, wo die Behälter mit Altpapier und Kartonagen beladen wurden. Anschließend fuhren die MOBILER-LKW auf kurzem Transportweg zum Bahnhof Oberwart und luden die Container innerhalb weniger Minuten auf die Bahn um. Aufgrund des erfolgreichen Testlaufs sind weitere Probetransporte unter Anwendung der MOBILER-Technologie geplant. Zudem soll das schnelle und flexible Behälterverschiebesystem der RCG künftig weiterhin in der Region zum Einsatz kommen, da der Probetransport eindrucksvoll zeigte, wie Unternehmen durch effizienten Containerumschlag von zusätzlichen Potenzialen im Bahngüterverkehr profitieren können.

 

 

FCP – Ideen werden Wirklichkeit

 

Schwerpunkt des Unternehmens sind Dienstleistungen in den Bereichen Infrastruktur, Planung, Projektsteuerung, Begleitende Kontrolle, Generalplanung, Forschung und BauKG.

Besonderen Wert legen wir auf innovative Ideen und optimale Unterstützung unserer Auftraggeber, die wir auf Basis unseres Wissens und unserer Integrität 100%ig unterstützen. Prioritäten sehen wir in höchster Qualität, Termin- und Kostentreue. Die nachhaltige Entlastung der Umwelt hat ebenso hohe Priorität im Rahmen unserer Aktivitäten. Damit wollen wir einen Beitrag leisten, die Chancen der zukünftigen Generationen zu wahren.

 

 

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB

 

Die Rail Cargo Group ist mit rund 2,1 Mrd. EUR Umsatz jährlich und rund 8.400 MitarbeiterInnen eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Ausgehend von den Heimmärkten Österreich und Ungarn bietet die Rail Cargo Group maßgeschneiderte Bahnlogistiklösungen zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer und sorgt für sicheren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Transport auf der Schiene. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.

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