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Die neuen Stadler FLIRT für Go-Ahead für das E-Netz Allgäu

Die Fahrzeugproduktion der neuen Stadler FLIRT3 für Go-Ahead Bayern für das E-Netz Allgäu geht planmässig voran. In einer europaweiten Ausschreibung konnte sich Go-Ahead 2018 für den künftigen Bahnbetrieb auf dem E-Netz Allgäu durchsetzen und hat anschliessend bei Stadler 22 elektrische Triebzüge des Typs FLIRT bestellt. Den Vertrag mit einem Auftragsvolumen in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionen-Betrags hatten Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go-Ahead, und Ulf Braker, Geschäftsführer von Stadler Pankow, während der InnoTrans 2018 in Berlin unterschrieben. Ab dem 12.Dezember 2021 werden die neuen elektrischen Triebzüge auf der Strecke München - Memmingen - Lindau zum Einsatz kommen.

Neuer FLIRT3 für Go-Ahead Bayern im Stadler Werk Berlin-Pankow                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Go-Ahead Deutschland gehört zum Nahverkehrskonzern Go-Ahead, der seine Wurzeln in Großbritannien hat und weltweit in mehreren Ländern aktiv ist. Mit einer neuen Website stellte sich das Eisenbahnunternehmen Go-Ahead Bayern Mitte dieses Jahres der Öffentlichkeit vor. "Wir wollen darüber informieren, wer wir sind und was wir in der Region künftig vorhaben", so Julia Bülow, Kommunikationschefin von Go-Ahead Deutschland.

 

Das Tochterunternehmen Go-Ahead Bayern mit Sitz in Augsburg hat nicht umsonst den Slogan "Ein Stück Heimat auf der Schiene.“ auf seine neue Internetseite geschrieben. Man will als Anbieter für die Region und in der Region tätig sein; sehr bewusst wurden die Züge in blau-weisser Lackierung bestellt, und auch die Internetdomain mit der Endung .bayern weist in diese Richtung. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr hat Go-Ahead Bayern am 17. August 2020 die formelle Lizenz als Eisenbahnverkehrsunternehmen erteilt. Damit liegt die Betriebserlaubnis vor, mit der Go-Ahead Bayern als Eisenbahnverkehrsunternehmen tätig werden und Züge betreiben darf.

 

Das Unternehmen wird im Auftrag des Freistaats Bayern und des Landes Baden-Württemberg ab dem 12. Dezember 2021 den Zugbetrieb auf der Strecke Lindau – Memmingen – München starten und ab Ende 2022 dann auch die Strecken Ulm – Augsburg – München, Würzburg –Donauwörth – Augsburg und Aalen – Nördlingen – Donauwörth übernehmen.

 

Für den Einsatz auf dem E-Netz Allgäu in Baden-Württemberg und Bayern hat Go-Ahead 2018 bei Stadler 22 elektrische Triebzügen des Typs FLIRT3 bestellt. Nach deren Auslieferung verfügt Go-Ahead damit über eine Flotte von insgesamt 88 FLIRT unterschiedlichster Konfigurationen und Ausstattungen.

 

Die neuen vierteiligen Fahrzeuge sind mit einer grosszügigen Sitzgestaltung sowie Arbeitstischen und Steckdosen zum Aufladen mobiler Endgeräte an den Sitzen ausgestattet. Zusätzliche Gepäckregale ergänzen die Gepäckablagen über den Sitzen. In der Fahrzeugdecke eingelassene Kameras ermöglichen die Überwachung des Fahrgastraums und tragen somit zur Sicherheit bei. Die Fahrzeuge sind sowohl im Innenraum als auch in der Aussengestaltung im typischen blau-weissen Design gestaltet. Die 74 Meter langen Triebzüge bieten 395 Personen Platz, 200 davon sitzend in der 2. Klasse, 16 Sitzplätze sind als 1.-Klasse-Bereich ausgewiesen. Wie alle FLIRT verfügen die Fahrzeuge über helle, freundliche Fahrgastbereiche, sind barrierefrei und durchgängig niederflurig. Zwei WCs befinden sich in den Triebzügen, eins davon ist nach TSI PRM ausgestattet.

 

Die besonders gross gestalteten Mehrzweckbereiche bieten Raum für den Transport von bis zu 21 Fahrrädern, sperrigem Gepäck und Kinderwagen. Ebenso sind Rollstuhlplätze nach TSI PRM eingerichtet. Das zeitgemässe Fahrgastinformationssystem ebenso wie die fahrzeugseitige WLAN-Ausstattung erleichtern den Reisenden die minutengenaue Aktualisierung ihrer Reise. Die Fahrzeuge erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h.



"Es geht voran", postet Go-Ahead Bayern am 23. Juli 2020 auf ihrer Facebook-Seite

Die ersten vierteiligen FLIRTS werden aus dem Stadler Werk in Berlin-Pankow zur statischen

und dynamischen Inbetriebsetzung nach Velten (Brandenburg) überführt.


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Transdev erhält 64 Stadler FLIRT für die S-Bahn Hannover

Die Transdev Hannover GmbH wurde 2019 gegründet und ist ein regionales Tochterunternehmen der Transdev-Gruppe. Als grösster privater Mobilitätsanbieter in Deutschland bringt Transdev jährlich rund 270 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel und demnächst auch in Hannover: Ab dem 12. Juni 2022 wird die Transdev Hannover GmbH die neue Betreiberin für alle 10 Linien im Netz der S-Bahn Hannover. Neben den 13 bestehenden Fahrzeugen wird sie hierfür 64 neue elektrische Triebzüge des Typs FLIRT von Stadler einsetzen.

Einer der insgesamt 64 FLIRT's für die S-Bahn Hannover im Stadler Werk Berlin-Pankow                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

 

Nachdem sich die Transdev GmbH sich im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung für den Betrieb der S-Bahn Hannover durchsetzen konnte hatte sie im November 2018 bei Stadler 64 neue elektrische Triebzüge des Typs FLIRT bestellt. Das Auftragsvolumen für die Beschaffung der Fahrzeuge liegt bei rund 320 Millionen Euro. Transdev betreibt damit in Deutschland eine Flotte von insgesamt 100 FLIRT unterschiedlicher Konfigurationen und Ausstattungen.

 

 

Die Fahrzeuge

 

Die dreiteiligen Züge für die S-Bahn Hannover verfügen auf einer Gesamtfahrzeuglänge von 68 Metern über acht Fahrgasttüren auf jeder Seite, die einen schnellen Fahrgastwechsel ermöglichen. Die neuen Fahrzeuge sind mit jeweils 180 Sitz- sowie 217 Stehplätzen ausgestattet, somit finden insgesamt 397 Fahrgäste im auf der ganzen Fläche videoüberwachten Fahrgastbereich Platz.

 

Die Triebzüge sind mit einem barrierefreien Universal-WC nach TSI PRM ausgestattet und verfügen wie alle Stadler FLIRT über helle, freundliche Fahrgastbereiche, sind barrierefrei und durchgängig stufenlos begehbar. Die besonders gross gestalteten Mehrzweckbereiche bieten Raum für den Transport von bis zu zwölf Fahrrädern, sperrigem Gepäck und Kinderwagen. Sie sind mit Steckdosen zum Laden von E-Bikes sowie mit Rollstuhlplätzen nach TSI PRM ausgestattet. Das zeitgemässe Fahrgastinformationssystem in Echtzeit mit Monitoren in jedem Einstiegsbereich ebenso wie die fahrzeugseitige WLAN-Ausstattung erleichtert den Reisenden die minutengenaue Aktualisierung ihrer Reise. Die Fahrzeuge erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h.

 

Die Fahrzeugflotte für die S-Bahn Hannover setzt sich aus diesen 64 neuen Fahrzeugen sowie 13 Bestandsfahrzeugen des bisherigen Betreibers zusammen. Auch die Bestandsfahrzeuge werden sukzessive umgerüstet und verfügen dann ebenfalls über den Komfort der Neufahrzeuge.

 

 

Das Liniennetz

 

Die Transdev Hannover GmbH übernimmt von der DB Regio die zehn S-Bahnlinien rund um die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover mit Verbindungen von Nienburg und Celle im Norden bis nach Minden im Westen, Hildesheim im Osten und Paderborn im Süden. Das Streckennetz umfasst insgesamt jährlich rund 9,3 Millionen Zugkilometer.

 

Die Linien im Detail

  • S 1: Minden - Haste - Hannover
  • S 2: Haste - Hannover - Nienburg
  • S 3: Hannover - Lehrte - Hildesheim
  • S 4: Bennemühlen - Hannover - Hildesheim
  • S 5: Hannover Flughafen - Hannover - Paderborn
  • S 6: Hannover - Celle
  • S 7: Hannover - Lehrte - Celle
  • S 8: Hannover Flughafen - Hannover - Hannover Messe / Laatzen
  • S 21: Hannover - Weetzen - Barsinghausen
  • S 51: Seelze - Hannover - Hameln

Für das Betriebspersonal ist ein Personalübergang vom vorherigen Betreiber durch die Transdev Hannover GmbH vorgesehen.

Mehr Informationen hierzu finden Sie hier bei den "Fragen und Antworten" zur neuen S-Bahn Hannover ab 2022 sowie den aktuellen Stellenausschreibungen.

 

 

Die Aufgabenträger

 

Der Tätigkeitsbereich der Aufgabenträger umfasst die Planung, Organisation und die Finanzierung des Schienenpersonenverkehrs (SPNV). Sie stimmen das Fahrplanangebot ab und gewähren Finanzhilfen für Investitionen im SPNV, beispielsweise für Sanierungen von Bahnhöfen. Darüber hinaus sind die Aufgabenträger in NRW massgeblich an der Weiterentwicklung der Tariflandschaft - von den Gemeinschaftstarifen bis hin zur Umsetzung eines NRW-Tarifes - beteiligt.

 

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Transdev Hannover GmbH und ihren Auftraggebern spielt eine wichtige Rolle. Den Zuschlag für das Netz der S-Bahn Hannover ab 2022 erteilten nach einer europaweiten Ausschreibung im Jahr 2018 die Aufgabenträger:

 

- Region Hannover (RH)

 

- Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG)

 

- Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)



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RhB: Bahnersatzbusse Küblis - Klosters infolge Fahrleitungsstörung

Ein schöner Sonntag mit Prachtswetter und vielen Ausflugstouristen im Kanton Graubünden. Doch bereits um ca. 09.30 Uhr stellte die Netzleitstelle der Rhätischen Bahn (RhB) heute Vormittag einen Kurzschluss fest. Um 09.32 Uhr kam dann beim RCC in Landquart die Meldung herein, dass ein RegioExpress auf seiner Fahrt von Landquart in Richtung Davos die Fahrleitung heruntergerissen hat. Aufgrund dieser Meldung war dann sofort klar, dass es einen längeren Betriebsunterbruch auf der Strecke Küblis - Klosters gibt und sicher Arbeit vor Ort nötig ist.  Eine genaue Dauer war anfangs allerdings noch nicht abschätzbar. Ebenso rasch wurden Chauffeure und Postautos für einen Bahnersatzbetrieb zwischen Küblis und Klosters aufgeboten.

In Küblis hiess es umsteigen von der RhB aufs Postauto zur Fahrt nach Klosters                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Der RegioExpress 1025 Landquart (08.47) - Küblis (09.10) - Klosters Dorf (09.23) - Klosters Platz (09.29) - Davos Platz (09.57) hat heute Vormittag kurz vor Klosters Dorf die Fahrleitung heruntergerissen. Nachdem bereits um ca. 09.30 Uhr die Netzleitstelle der Rhätischen Bahn (RhB) einen Kurzschluss festgestellt hat erreichte diese Meldung um 09.32 Uhr das RhB Rail Control Center (RCC) in Landquart.

 

Nun hiess es rasch handeln: Chauffeure und Postbusse für einen Bahnersatzbetrieb Küblis - Klosters aufbieten, praktikable Lösungen finden für die zu dieser Zeit ebenfalls auf dieser Linie unterwegs fahrenden Züge, Reisende verstädigen und vorallem natürlich die entsprechenden Reparaturteams aufbieten.

 

Nach wegstellen des vom Ereignis betroffenen RE 1025 mit dem Diesel des Fahrleitungsdienstes konnten die Arbeiten beginnen. Bereits nach ca. 2 Std. intensiver Arbeit konnte um 14.20 Uhr schon wieder die Fahrbarmeldung für die Strecke vermeldet werden.

 

In der Zwischenzeit wurden die Reisenden zwischen Küblis und Klosters sowie aus den unterwegs steckengebliebenen Zügen mit Bahnersatzbussen weiterbefördert. Die Züge der Linie Disentis/Mustér - Scuol-Tarasp wurden in Landquart respektive Klosters Platz jeweils auf die Gegenrichtung gewendet. Die RE mit Abfahrt in Landquart zur Minute ...20 nach Klosters Platz (und weiter nach St. Moritz bzw. Davos Platz sind auf dem gesamten Laufweg ausgefallen. Zwischen Landquart und Küblis wurden die Reisenden mit dem "Davoser Pendel" (mit zusätzlichem Halt in Malans und Jenaz) befördert. Zwischen Klosters und Davos waren diverse Fahrzeuge im Einsatz (Davos Pendel sowie RTZ). Der RegioExpress 1036 musste mangels Pendel oder anderen Alternativen von Davos Platz (12.02) nach Klosters Platz (12.28) sogar mit der "alten Dame" (RhB Lok Ge 4/4 I 603 "Badus" / Baujahr 1947) plus 2 Wagen geführt werden.

 

Ein Zug der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls unterwegs war, war der "Clà Ferrovia" auf seiner "Reise ins Farbenland" mit Linard Bardill, der Krokodillok Ge 6/6 I 415 und den historischen Wagen B 2245, B 2096, B 2138, D 4052, C 32 und B 2245. Ursprünglich wäre er ab Chur via Landquart - Saas im Prättigau (Planmässiger ca. 1-stündiger Aufenthalt, der dann halt heute unfreiwillig "etwas verlängert" wurde) - Davos - Filisur und zurück via Albulalinie gefahren. Also auch für den Kinder-Kondukteur "Clà Ferrovia" (Linard Bardill) eine "zusätzliche Aufgabe", die Kinder mit Geschichten über die Bahn und sein abenteuerliches Leben zu unterhalten.

 

Kurz und bündig gesagt: Perfektes Ereignis-Management und ein grosses Lob verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So hatten nicht nur die Kinder vom "Clà Ferrovia" ihre Freude, sondern auch die Erwachsenen ein "bisschen "Erlebniszug" gehabt. Jedenfalls hat man trotz "erschwerten Reisebedingungen" von den Fahrgästen kein "böses Wort" gehört und man zeigte Verständnis für die Situation.




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Halbzeit beim Doppelspurausbau Goldach - Rorschach Stadt

Um die Kapazitätsengpässe auf der Linie St. Gallen - St. Margrethen zu entschärfen und die Ostschweiz an den europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland anzuschliessen (HGV-A), baut die SBB im Auftrag des Bundes und in Absprache mit dem Kanton St. Gallen sowie der Stadt Rorschach die heute einspurige Strecke zwischen Goldach und Rorschach Stadt zur Doppelspur aus. Die 2019 begonnenen Bauarbeiten dauern bis 2021. Die Inbetriebnahme der Doppelspur von Goldach nach Rorschach Stadt ist für Juni 2021 geplant, die Fertigstellung am Bahnhof Rorschach Stadt für Dezember 2021. Während der Bauzeit kommt es an drei Wochenenden und in 82 Nächten zu Total- oder Nachtsperren. Zwischen Goldach und Rorschach verkehren dann jeweils Bahnersatzbusse.

Das erste neue erstellte Aussenperron am Bahnhof Rorschach Stadt ist provisorisch in Betrieb        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Hauptarbeiten umfassen den Ausbau der heute einspurigen Strecke zwischen Goldach und Rorschach Stadt zur Doppelspur. Im Zuge dessen sind parallel dazu aber auch zahlreiche weitere Projekte in Arbeit. Die Stadt Rorschach gestaltet den Platz vor dem Bahnhof neu und plant zusammen mit der Gemeinde Goldach einen Radweg parallel zu den Gleisen. Ausserdem ist am Bahnhof Rorschach Stadt ein neuer Bushof geplant, dieser soll die Haltestelle Signalstrasse als Hauptknoten für Seebus und Postauto ablösen.

 

Die SBB baut am Bahnhof Rorschach Stadt  eine neue Personenunterführung und zwei neue Aussenperrons mit einer Höhe von 55 Zentimeter. Dadurch können die Reisenden künftig stufenfrei in die Niederflurzüge eintreten (statt einsteigen...). Dies entspricht den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes ( BehiG) und ermöglicht so Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein möglichst autonomes Reisen. Stufenfreies Ein- und Aussteigen ist zudem auch für Reisende mit Gepäck oder Kinderwagen ein Komfortgewinn und beschleunigt das Umsteigen. Dies dient wiederum der Pünktlichkeit der Züge.

 

 

Kurze Bauzeit in der Nachtbetriebspause


Damit der Zug für die Kundinnen und Kunden trotz der Arbeiten wie gewohnt zur Verfügung steht, baut die SBB wann immer möglich unter laufendem Zugbetrieb oder in den kurzen Nachtbetriebspausen. Viele Arbeiten im Gleisbereich in direkter Umgebung der fahrenden
Züge und der Fahrleitungen müssen zur Sicherheit der Arbeitenden in den kurzen Nachtbetriebspausen ausgeführt werden. Mit einer minutiösen Planung kann die kurze Zeit zwischen dem letzten Zug und dem ersten Zug optimal für die Bauarbeiten genutzt werden.

 

 

Totalsperren senken Baukosten um bis zu 30 Prozent

 

Um den regulären Zugverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen und die Sicherheit aller Mitarbeitenden zu gewährleisten ist es notwendig einzelne Arbeiten in der Nacht bei gesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitung auszuführen. Eine kostengünstige und effiziente Möglichkeit für die Projektrealisierung besteht darin, eine Strecke für den Zugbetrieb über mehrere Tage ganz zu sperren und die Bauarbeiten in dieser Zeit am Stück auszuführen. Im Vergleich zum Bauen in den kurzen Nachtbetriebspausen senken solche Totalsperren die Kosten um rund 25 bis 30 Prozent.

 

 

Bus statt Zug im Oktober und November 2020


Jeweils in den Nächten Sonntag/Montag bis Donnerstag/Freitag fallen an den nachfolgend genannten Daten und Zeiten sämtliche Züge zwischen Goldach und Rorschach aus. Es verkehren Bahnersatzbusse.

  • 25. Oktober 2020 – 30.Oktober 2020, jeweils von 23.56 Uhr bis 4.57 Uhr
  • 01.November 2020 – 06. November 2020, jeweils von 23.56 Uhr bis 4.57 Uhr
  • 22.November 2020 – 27. November 2020, jeweils von 23.56 Uhr bis 4.57 Uhr

 

Wochenendsperre im November 2020

  • Durchgehend von Freitag, 27. November 2020, 21.42 Uhr bis Montag, 30. November 2020, 4.57 Uhr

 

Halteorte der Bahnersatzbusse

  • Goldach: Bahnhofplatz
  • Rorschach Stadt: Bushaltestelle «Bahnhof Rorschach Stadt»
  • Rorschach: Bushaltestelle «Rorschach Bahnhofplatz»

 

Informationen zum Bahnersatz

  • Der Fahrradtransport ist in den Bahnersatzbussen nicht möglich.
  • In den Bahnersatzbussen können keine Fahrausweise gekauft werden.

 

SBB, Thurbo und die SOB empfehlen ihren Kunden, vor Antritt der Reise den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen.

 

Bei Fragen hilft der Rail Service Tel. 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.

 

Informationen zur allgemeinen Betriebslage sind unter sbb.ch/166 aufrufbar.

 

 

Kurzübersicht der Bauarbeiten bis 2021

 

  • Doppelspur von Goldach bis und mit Rorschach Stadt: 1260 Meter
  • Ausbau Bahnhof Rorschach Stadt 
    • Neubau von zwei erhöhten Aussenperrons für einen stufenfreien Ein- und Austieg in die Züge
    • Neue Perrondächer auf beiden Perrons
    • Neue Personenunterführung zu den Perrons mit Treppen und Rampen für stufenfreie Zugägne zu den Perrons
  • Bushaltestellen Bahnhof Rorschach Stadt
  • Sanierung Bachdurchlässe  

 

 

Ausblick


• Anschluss an das HGV-Netz zur Sicherstellung des ab Dezember 2020 im Zweistundentakt verkehrenden Eurocity Zürich - München


• Verbesserungen im Regionalverkehr ab Dezember 2021


• Verlängerung des IC 5 von St. Gallen bis Rorschach, voraussichtlich ab Dezember 2022


• Zukünftiger Halbstundentakt  des IR13 zwischen St. Gallen und Chur, voraussichtlich ab Dezember 2025.


Rückblick

 

In der Nacht vom 24. / 25. Mai 2019 erfolgte der Start zur ersten Wochenendsperre



 

Harte Nachtarbeit

 

Während den Bauarbeiten geht es teilweise auch  "ganz schön laut"  zu und her.

Die SBB verspricht aber grösstmögliche Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen.


 

Bahnersatzbus von Rorschach nach Goldach bei der Abfahrt in Rorschach Stadt


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Corona belastet das Halbjahresergebnis der BVZ Gruppe

Die BVZ Gruppe mit ihren Produktmarken Gornergrat Bahn und Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn) sowie deren Tochterunternehmung Glacier Express weist für das erste Halbjahr 2020 ein durch das Coronavirus massiv beeinträchtigtes Ergebnis aus. Das zu erwartete Defizit im Regionalverkehr kann grösstenteils mit selbst erwirtschafteten Reserven gedeckt werden. Damit der Service Public-Auftrag auch in Zukunft erfüllt werden kann, hat die öffentliche Hand für darüberhinausgehende Verluste ihre finanzielle Unterstützung zugesichert.

Das Defizit im Regionalverkehr kann grösstenteils aus Reserven gedeckt werden                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im Regionalverkehr der Matterhorn Gotthard Bahn waren während des Lockdowns bei den Frequenzen Einbrüche von bis zu 90% zu verzeichnen. Die Gornergrat Bahn und der Glacier Express mussten aufgrund der behördlichen Vorgaben für fast drei Monate den Betrieb vollständig einstellen. Um die Folgen der Ertragsausfälle abzumildern, hat die BVZ Gruppe frühzeitig ein umfassendes Kostensparprogramm eingeleitet und Kurzarbeit eingeführt.

 

 

Finanzergebnis infolge von Covid-19 stark beeinträchtigt

 

Der Gesamtertrag sank im ersten Halbjahr um 33.1% auf CHF 57.6 Mio (-28.5 Mio). Ertragseinbussen waren in den touristisch orientierten Geschäftsfeldern Mobilität und Gornergrat sowie beim Glacier Express zu verzeichnen. Die Erträge im Geschäftsfeld Immobilien konnten dagegen um 2.1% gesteigert werden. Der Betriebsaufwand sank dank der umgehend eingeleiteten Sparmassnahmen um 12% auf CHF 56.9 Mio. Die grössten Aufwandspositionen entfielen auf den Personalaufwand mit CHF 28.3 Mio. (-7.0%) sowie den Material- und Dienstleistungsaufwand mit CHF 16.9 Mio. (-18.1%). Der Rückgang resultierte unter anderem aus Kosteneinsparungen sowie tieferen ertragsbedingten Verkaufsentschädigungen und Trassenkosten. Daraus ergibt sich für den BVZ Konzern im ersten Halbjahr 2020 ein Verlust von CHF 8.8 Mio. Damit liegt das Halbjahresergebnis um CHF 16.1 Mio. tiefer als in der Vorjahresperiode, in der ein Gewinn von CHF 7.3 Mio. erreicht wurde.

 

 

Touristisch ausgerichtete Geschäftsfelder unter Druck

 

Nachdem im Januar und Februar zunächst sogar noch die Rekordfrequenzen des Vorjahres übertroffen werden konnten, musste die Gornergrat Bahn infolge der staatlichen Verordnung für den touristischen Verkehr den Betrieb vom 14. März bis 5. Juni einstellen. Die Zahl der Reisenden sank gegenüber dem Vorjahr um 51.4% auf 192’337. Der Ertrag brach entsprechend um 54.2% auf CHF 7.4 Mio. ein. Auch im Geschäftsfeld Mobilität ging der Ertrag nach einem erfolgreichen Start deutlich zurück. Die Erträge beim Regionalverkehr zwischen Disentis und Zermatt reduzierten sich auf CHF 18 Mio. Die Anzahl der Reisenden nahm um 1.3 Mio. (-36.4%) Personen auf 2.2 Mio. ab. Die Autotransporte erwirtschafteten einen Ertrag von CHF 3.5 Mio. (-8.3%). Die Zahl der beförderten Fahrzeuge am Autoverlad Furka lag bei 127’439 (-4.9%). Das Geschäftsfeld Immobilien konnte sich in einem schwierigen Umfeld behaupten und trug CHF 2.5 Mio. (+2.1%) zum Gesamtergebnis bei.

 

 

Andermatt Central AG – Liegenschaftsportfolio erfolgreich ergänzt

 

Bereits seit Dezember 2019 sind die Schalteranlagen und die Gewerbeflächen der Überbauung am Bahnhof Andermatt in Betrieb. Mit einer Gesamtauslastung von 80% weist das Gebäude bereits eine hohe Auslastung aus. Im August 2020 konnten 56 der 58 verfügbaren Wohnungen an die Mieter übergeben werden. Das Investitionsvolumen für das Projekt betrug insgesamt CHF 36 Mio. Der jährliche Mietertrag liegt bei CHF 1.7 Mio., was einer Bruttorendite von 4.9% und damit der durchschnittlichen Rendite der BVZ Asset Management entspricht. Die Andermatt Central AG, an welcher die BVZ Holding mit 50% sowie die Andermatt Swissalps AG und die Schmid Holding AG mit je 25% beteiligt sind, ergänzt substanziell das Immobilienportfolio der BVZ Gruppe als zusätzliches Standbein neben den vorwiegend touristisch geprägten Verkehrsdienstleistungen.

 

 

«Zooom the Matterhorn» – Die Bergwelt in allen Dimensionen geniessen

 

Die BVZ Gruppe hält auch im aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfeld aufgrund der in den vergangenen Jahren aufgebauten soliden finanziellen Substanz an ihren strategischen Zielen und den damit einhergehenden langfristig angelegten Investitionsprogrammen fest. Dazu gehören unter anderem die Projekte zur Weiterentwicklung des Gornergrats auch. So sollen schon im Sommer 2021 die ersten Gäste in eine einmalige multimediale Erlebniswelt rund um das Matterhorn eintauchen können. Realisiert wird die Inszenierung in der Station der ehemaligen Luftseilbahn «Hohtälli». Die Ausstellung ist eine faszinierende Ergänzung des Besuchs auf dem Gornergrat und bietet ganz neue Blickwinkel auf die eindrucksvolle Bergwelt. Das mit knapp neun Millionen Franken veranschlagte Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung des Ausflugbergs. Bereits Ende 2019 hatte die Gornergrat Bahn bei Stadler Rail eine Bestellung von fünf neuen Doppeltriebzügen ausgelöst.

 

 

Ausblick – Einbussen im mittleren zweistelligen Millionenbereich für 2020, Gästezahlen nehmen wieder zu

 

Die Auswirkungen des Coronavirus haben unmittelbare Konsequenzen auf die finanziellen Resultate der laufenden Geschäftsperiode. Auf der Ertragsseite muss für 2020 mit Einbussen im mittleren zweistelligen Millionenbereich gerechnet werden. Das zu erwartete Defizit im Regionalverkehr (Teil der Mobilität) wird grösstenteils mit den selbst erwirtschafteten Reserven gemäss Art. 36 des Personenbeförderungsgesetzes gedeckt. Damit der Service Public-Auftrag auch in Zukunft erfüllt werden kann, hat die öffentliche Hand für weiterreichende Verluste ihre finanzielle Unterstützung zugesichert. Dank der diversifizierten Geschäftsfelder und der konsequenten Fortführung der Grossinvestitionen, wie beispielsweise die Weiterentwicklung des Gornergrats und die Erneuerung des Rollmaterials, ist die BVZ Gruppe aber zuversichtlich, ihre gute Wettbewerbsposition festigen und ausbauen zu können. Ein gutes Zeichen in diese Richtung sind die wieder anziehenden Kundenfrequenzen: So waren in den Monaten Juli und August bereits wieder 123’000 Besucher am Gornergrat zu verzeichnen. Mittelfristig sollen die Ergebnisse wieder das Niveau der Vorjahre erreichen.


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BVZ Halbjahresbericht 2020
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SBB und ÖBB wollen das Nachtzug-Angebot in Europa weiter ausbauen

Die SBB und die ÖBB verstärken im internationalen Personenverkehr ihre langjährige Zusammenarbeit. Die beiden Bahnen wollen das bereits bestehende Angebot im Nachtzugverkehr von sechs auf zehn Linien ausbauen. Geplant sind neue Nachtzüge ab der Schweiz nach Amsterdam, Rom und Barcelona. Die SBB und die ÖBB haben heute ihre Ausbaupläne vorgestellt und eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der geplante Ausbau kann nur mit finanzieller Unterstützung aus dem Schweizer Klimafonds sichergestellt werden.

Gemeinsam mit den SBB bauen die ÖBB ihr Nightjetz-Netz weiter aus                                               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Nachfrage im internationalen Nachtzugverkehr hat im Jahr 2019 und im laufenden Jahr bis zum Ausbruch der Corona-Krise deutlich zugenommen. Die Anzahl der Reisenden in den Nachtzügen ab der Schweiz stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 25 Prozent. Die beiden Partnerbahnen sehen dies als nachhaltigen Trend im Kontext des stark gestiegenen Kundenbedürfnisses, umweltfreundlich und ressourcenschonend zu reisen. Nachtzüge haben eine klar nachweisbare positive Klimawirkung, da sie eine Verlagerung von anderen Verkehrsmitteln auf den Zug bewirken. Das gemeinsame Ziel von ÖBB und SBB ist, mehr Reisen auf die Bahn zu verlagern und damit einen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen im Reisesektor zu leisten. Dieses Engagement steht im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens sowie dem Anliegen von Politik und Öffentlichkeit, ein attraktives Nachtreisezugnetz als wichtiges Element einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität in Europa zu entwickeln.

 

Mit 19 Nightjet Linien und acht weiteren Verbindungen mit Partnern betreibt die ÖBB bereits heute das grösste Nachtzugnetz Europas. Davon umfasst das Netz in Kooperation mit der SBB ab der Schweiz sechs Linien und eine weitere Verbindung. Auf diesen Erfolg aufbauend wollen die SBB und ÖBB das Angebot an Nachtzügen in Europa gemeinsam erweitern. In den vergangenen Monaten haben die Unternehmen verschiedene Ausbauoptionen intensiv geprüft und bewertet. Dank der Kooperation können die Bahnen bei der Produktion und Vermarktung des Angebots Synergien nutzen und Kosten sparen. Mit der am 11. September 2020 unterzeichneten Absichtserklärung (Letter of Intent) haben die beiden Bahnen die Strategie der Ausbaupläne von «Nightjet-Netz Schweiz 2024» vorgestellt. Die Pläne beinhalten einen Ausbau des Nightjet-Netzes ab der Schweiz auf insgesamt zehn Linien und 25 Destinationen.

 

 

Die Schwerpunkte der Ausbaupläne:

 

 

• Ab Fahrplan 2022: Neue Nightjet-Verbindung nach Amsterdam

 

Als ersten Ausbauschritt wollen die beiden Bahnen ab Dezember 2021 eine neue tägliche Nightjet-Verbindung Zürich – Basel – Frankfurt – Köln – Amsterdam aufnehmen. Das nur sehr begrenzt verfügbare für den Nachtverkehr geeignete Rollmaterial setzt einem kurzfristigen Angebotsausbau jedoch enge Grenzen. Die SBB beabsichtigt deshalb, beim deutschen Anbieter RDC Asset GmbH entsprechendes Rollmaterial zu mieten.

 

 

• Kapazitätsausbau nach Berlin, Hamburg und Prag sowie neue Verbindung nach Leipzig und Dresden

 

Die heute angebotenen Verbindungen ab Zürich über Basel nach Berlin und Hamburg erfreuen sich einer steigenden Nachfrage. Deshalb soll die Kapazität dieser Verbindungen deutlich ausgebaut werden. SBB und ÖBB wollen diese beiden Verbindungen wenn möglich ab Fahrplan 2023 mit zwei separaten Zügen auf der ganzen Strecke bedienen. Dadurch kann die Kapazität deutlich erhöht werden. Die Verbindung nach Prag soll als Zugteil des Berliner Nightjet mit Schlaf- und Liegewagen neu auch über Deutschland geführt werden. Durch die geänderte Linienführung entsteht neu eine direkte Verbindung nach Leipzig und Dresden.

 

 

• Neue Verbindungen nach Rom und Barcelona geplant

 

Eine neue Linie soll von Zürich über Bern – Brig – Domodossola nach Rom geführt werden. Geplant ist zudem eine tägliche Verbindung von Zürich über Bern – Lausanne – Genf nach Barcelona. Damit wäre auch eine direkte Anbindung der Westschweiz an das Nachtzugnetz sichergestellt. Die Einführung dieser beiden neuen Linien ist noch nicht gesichert, Abklärungen mit weiteren Partnerbahnen sind noch ausstehend.

 

Um den mittel- und langfristigen Ausbau des Nachtzugverkehrs sicherstellen zu können, investiert die ÖBB auch in neues Rollmaterial. Die neuen Nachtzug Garnituren sollen schrittweise zum Einsatz kommen.

 

 

 

SBB und ÖBB setzen sich für bessere Rahmenbedingungen bei Nachtzügen ein

 

Mit dem geplanten Ausbau wollen sich SBB, ÖBB und ihre Partnerbahnen auch für bessere verkehrspolitische Rahmenbedingungen für den Betrieb von Nachtzügen in Europa einsetzen. In der Schweiz berät das Parlament in der Herbstsession die Totalrevision des CO2-Gesetzes. Dieses sieht eine Förderung des grenzüberschreitenden Zugverkehrs aus dem Klimafonds vor. Das Parlament hat letzte Woche der Förderung des internationalen Personenverkehrs inklusive Nachtzüge zugestimmt. Vorbehältlich der Schlussabstimmung und eines allfälligen Referendums würde die finanzielle Unterstützung aus dem Klimafonds der SBB ermöglichen, die hohen und defizitären Betriebskosten der Nachtzugsverbindungen auszugleichen.

 

Die ÖBB sind der grösste Anbieter im Nachtverkehr in Europa und haben im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit wesentlich zum Erhalt von Nachtzügen ab der Schweiz beigetragen. «Wir sind vom Erfolg des Nightjets überzeugt. Mit der SBB als starke Partnerin können wir den Ausbau des Nightjet Netzes weiter vorantreiben. Wir investieren in neue Züge, 13 Nightjet-Garnituren der neusten Generation werden ab Ende 2022 im Einsatz sein. Mit den zusätzlichen Verbindungen und modernen Wagen wird das Nachtzugreisen noch attraktiver», so Andreas Matthä, CEO der ÖBB.

 

SBB-CEO Vincent Ducrot ist überzeugt, dass die Nachfrage nach Bahnreisen für schnelle Tagesverbindungen und für Nachtzüge weiter zunehmen wird. «Diese Entwicklung ist nachhaltig und die Nachfrage nach umweltfreundlicher und ressourcenschonender Mobilität wird weiter steigen».

 

Für die SBB und die ÖBB ist der Nachtverkehr ein wichtiger Beststandteil des gesamten Angebots mit einem grossen Synergiepotenzial zu den Tagesverbindungen. Ein attraktives Angebot auf der Schiene unterstützt das Ziel, den Flugverkehr im Kurzstreckenbereich auf die Bahn zu verlagern.

 

 

Nachtzüge haben eine nachweisbar positive Klimawirkung

 

Nachtzüge haben eine klar nachweisbare Klimawirkung, da sie eine Verlagerung von Reisen vom Flugzeug, Auto oder Bus auf den Zug bewirken. Nach eigenen Schätzungen der SBB beläuft sich die Klimawirkung des heute bestehenden Nachtzugverkehrs ab der Schweiz auf eine Einsparung von rund 50.000 Tonnen CO2 jährlich. Dies entspricht dem durchschnittlichen, jährlichen Ausstoss von 30.000 Autos.

 

Zürich ist mit dem Angebot von Nachtzügen nach Hamburg, Berlin, Wien, Graz, Budapest, Prag und Zagreb bereits heute der zweitgrösste Hub für Nachtverkehre in Europa. Nur in Wien starten und enden mehr Nachtzüge als in Zürich.



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Nightjet-Netz Schweiz 2024
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Elektrifizierung Allgäu – nach zweieinhalb Jahren Bauzeit folgen nun drei Monate Testbetrieb

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist die Deutsche Bahn mit den Arbeiten zur Elektrifizierung der Strecke München - Lindau (ABS 48) nun weitgehend am Ziel angekommen. Im Sommer fanden die letzten Tätigkeiten an Gleisen und Oberleitungsanlagen statt. Alle grösseren Bauwerke, wie Brücken und Stellwerke konnten bereits früher vollendet werden. Seit Ende August 2020 stehen auch alle Streckenabschnitte unter Strom.

Im Dezember 2020 startet mit dem ETR 610 der elektrische Zugbetrieb in die Schweiz                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

"Nun folgt die Phase der Inbetriebsetzung. Dabei testen wir alle Anlagen millimetergenau. Die drei Monate bis zum Beginn des elektrischen Zugverkehrs sind genau durchgeplant," so Projektleiter Matthias Neumaier.  Ende September 2020 führt die DB Tests an der Bahsntromversorgung durch. Dabei kommt erstmals ein elektrischer Zug auf die Strecke.

 

Ab Anfang Oktober 2020 folgen Messfahrten für den Neigetechnikbetrieb und für die Oberleitung. Die Fahrten werden mit dem zukünftig eingesetzten Schweizer EuroCity-Zug ETR 610 (SBB "Astoro" RABe 503) durchgeführt. Da die Messfahrten mit bis zu 176 km/h auch im Hochgeschwindigkeitsbereich stattfinden werden, ist es notwendig, die Bahnübergänge im jeweiligen Messabschnitt zeitweise zusätzlich mit Bahnübergangsposten zu sichern. Die Schranken können dann zwischen 10 und bis zu 25 Minuten geschlossen sein. Die einzelnen Streckenabschnitte werden mit 5 bis 6 Versuchsfahrten befahren. Die Bahn bittet die Straßenverkehrsteilnehmer um Verständnis.

 

Für die im Neigetechnikbetrieb gefahrenen höheren Geschwindigkeiten wird noch ein zusätzliches Sicherungssystem zur Geschwindigkeitsüberwachung installiert und bis Mitte November 2020 in Betrieb gesetzt. Anschliessend können dann Fahrten zur Lokführerschulung stattfinden.

 

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wird das Fahrplanangebot auf der Strecke Zürich - St. Gallen - Lindau - München - mit neu sechs Zügen pro Richtung täglich - deutlich ausgebaut. Dies bedeutet eine Verdoppelung der Direktverbindungen und Sitzplätze zwischen diesen beiden Städten. Dank der neuen Züge mit Neigetechnik verkürzt sich die Fahrzeit der EC-Verbindung Zürich - München von heute ca. 4 Stunden 45 Minuten auf rund 4 Stunden.

 

In das Projekt Elektrifizierung Allgäu, das die 155 Kilometer lange Verbindung von Geltendorf bei München bis Lindau umfasst, sind 500 Millionen Euro investiert worden. Für den Lärmschutz entlang der Strecke wurden dabei rund 100 Millionen aufgewendet. Mit einem speziellen Schallmesswagen werden Anfang Oktober 2020 auch diese Emissionen gemessen. In den kommenden Wochen finden noch kleinere Schallschutz-Restarbeiten statt. So werden z. B. in Westerheim die Wandelemente in die bereits vorbereitete Schallschutzkonstruktion eingesetzt und in Buxheim noch eine kleine Lücke geschlossen. Ansonsten finden Bauarbeiten und Schallschutzarbeiten im Zuge der ABS 48 nur noch im Stadtgebiet von Lindau statt.

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Feierlicher Roll-out: BLS und Stadler präsentieren erstmals den FLIRT der neuesten Generation

Der erste von 58 neuen Zügen für die BLS ist fertig gebaut. Stadler und BLS haben den Zug des Typs FLIRT heute in Erlen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen des sogenannten Roll-outs wurden die neuen Züge auf den Namen MIKA getauft. Sie ersetzen drei ältere Fahrzeugtypen und stellen den geplanten Angebotsausbau auf dem Streckennetz der BLS sicher. Die Züge gehen ab 2021 schrittweise in Betrieb. Mit dem FLIRT der neusten Generation kommt erstmals das von Stadler entwickelte ETCS-Zugsicherungssystem GUARDIA auf Schweizer Schienen zum Einsatz.

Roll-out des BLS FLIRT RABe 528 104 im Stadler IBS-Zentrum in Erlen                                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Bernard Guillelmon, CEO der BLS, und Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler, haben in Erlen erstmals den neusten BLS-Zug des Typs FLIRT der Öffentlichkeit präsentiert. Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines Schienenfahrzeugs. In der Branche ist es üblich, dass dieser Moment gebührend gefeiert wird. Im Rahmen des Roll-outs wurden die Züge auf den Namen MIKA getauft. MIKA steht für moderner, innovativer, kompakter Allroundzug. Die Taufe von Zugflotten hat Tradition bei der BLS. So sind die von Stadler gebauten Doppelstocktriebzüge des Typs KISS als MUTZ unterwegs. Der Name für die neuen Züge wurde im Rahmen eines von der BLS öffentlich durchgeführten Wettbewerbs ausgewählt.

 

 

Ein Zug, der alle verbindet

 

 

Bernard Guillelmon, CEO der BLS, freut sich über den neuen Zug: «Unser MIKA verbindet Menschen und Regionen: Schon bald bringt er unsere Kundinnen und Kunden auf dem Netz der S-Bahn Bern und den RegioExpress-Strecken sicher und komfortabel ans Ziel. Ich bin überzeugt, die BLS verfügt damit über einen Zug, der unsere Gäste begeistert. Auch unsere Mitarbeitenden werden sich an ihrem neuen Arbeitsort wohl fühlen.»

 

BLS und Stadler haben bei der Ausgestaltung der sechsteiligen Züge von Beginn an Kundenvertreter, ausgewählte Fahrgäste sowie Behindertenorganisationen einbezogen. Sowohl die S-Bahn- wie auch die RegioExpress-Züge verfügen über niederflurige und grosszügige Einstiegsbereiche mit Stehplatzzonen, grossen Fenstern, Ablageflächen, Steckdosen in der ersten und zweiten Klasse und guten Handyempfang. Sie sind einstöckig und 105 Meter lang. Die RegioExpress-Züge sind mit einer Verpflegungszone ausgestattet. Die Züge für den S-Bahn-Verkehr (28 Stück) und für den RegioExpress-Verkehr (30 Stück) sind technisch identisch. Ab 2021 werden die Züge schrittweise eingesetzt. Die ersten Züge verkehren auf der Linie Bern – Neuchâtel – La-Chaux-de-Fonds.

 

Die 58 Triebzüge der neusten Generation des Typs FLIRT ersetzen drei ältere Fahrzeugtypen und vereinheitlichen die BLS-Flotte. Damit werden der Betrieb, die Einsatzplanung und der regelmässige Service der Züge stark vereinfacht.

 

 

Erstmaliger Einsatz von GUARDIA in der Schweiz

 

«Es ist für das ganze Stadler-Team immer eine grosse Freude, zusammen mit einem Schweizer Bahnbetreiber einen neuen Zug für unseren Schweizer Heimmarkt entwickeln und bauen zu dürfen», sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler.

 

Bei den neuen FLIRT der BLS kommt das neue ETCS-Zugsicherungssystem GUARDIA von Stadler zum Einsatz. Erstmals wird damit in der Schweiz diese Neuentwicklung in einer grösseren Serie von Triebzügen installiert.

 

«Obschon wir erst 2016 in den Signalling-Bereich eingestiegen sind, können wir bereits jetzt der BLS ein eigenes, innovatives und zuverlässiges Zugsicherungssystem anbieten. Das macht uns als Unternehmen unabhängiger, wovon unsere Kunden profitieren werden», betonte Peter Spuhler im Rahmen der Roll-out-Feierlichkeiten.

 

GUARDIA besteht aus Hard- und Software, die im Zug installiert wird. Position, Geschwindigkeit und weitere Daten werden dem Lokführer angezeigt und an die Zentrale übermittelt. Gleichzeitig können Daten wie die Fahrerlaubnis empfangen werden. GUARDIA markiert für den Schienenfahrzeughersteller aus der Ostschweiz einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.



Das "jüngste Kind" der BLS-Flotte heisst MIKA!            🙂 ❤️ 🙂

Der Name steht für moderner, innovativer, kompakter Allroundzug.

Aber wie es dazu gekommen ist  und weshalb der kleine Mika mit seinem stolzen Vater

ein Leben lang damit verbunden sein werden,  das  erfahrt  Ihr  hier  in  diesem  Video!

 


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RRX: Baugenehmigung für den Bereich Bochum erteilt

Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Planfeststellungsbeschluss für einen weiteren Abschnitt des Grossprojekts Rhein-Ruhr-Express (RRX) erteilt. Der Planfeststellungsabschnitt 5b umfasst die Ausbaumassnahmen auf dem Bochumer Stadtgebiet. Damit liegt nun nach Köln, Leverkusen, Langenfeld und Essen auf dem fünften Abschnitt Baurecht vor.

RRX auf der Linie RE11 am Bochumer Hauptbahnhof                                                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Der Beschluss wird ab heute Montag, 07. September 2020 bis Sonntag, 20. September 2020 bei der Stadt Bochum (im Foyer des technischen Rathauses, Hans-Böckler-Str. 19, Bochum) der Öffentlichkeit zur Einsicht ausgelegt. Online steht er auf der Website www.rheinruhrexpress.de zum Download zur Verfügung.

 

Der Abschnitt 5b verläuft quer durch Bochum von der Stadtgrenze zu Essen bis zur Stadtgrenze zu Dortmund. Insgesamt umfasst er rund 17 Kilometer Strecke. Für den geplanten 15-Minuten-Takt des RRX sind im Bochumer Hauptbahnhof Anpassungen an Weichen und an der Signaltechnik sowie die Verlängerung des Bahnsteigs 2 nötig. Ausserdem erfordert die Taktverdichtung den Bau einer Verbindungskurve von der S-Bahn auf die Strecke nach Witten in Bochum-Langendreer. Durch die Verlagerung von Regionalzügen von den Fernbahngleisen auf die S-Bahn-Gleise und den Einbau von zusätzlichen Weichen im Bereich Bochum Hbf, kann der RRX auf den Fernbahngleisen verkehren, ohne dass zwei zusätzliche durchgehende Gleise gebaut werden müssen. Hierdurch wird der Eingriff in die Umwelt und die angrenzenden Flächen so gering wie möglich gehalten.

 

Im Ausbaubereich am Hauptbahnhof Bochum und in Bochum-Langendreer ist der Neubau von insgesamt drei Schallschutzwänden mit Höhen bis zu vier Metern vorgesehen. Gebäude, die trotz dieser Massnahme weiterhin über den entsprechenden Grenzwerten liegen, haben Anspruch auf passiven Schallschutz und werden postalisch informiert.



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Instandsetzung Arosertunnel erfordert Bahnersatzbetrieb Litzirüti - Arosa

Die Instandsetzung des 1914 in Betrieb genommenen Arosertunnels der Rhätischen Bahn (RhB) erfordert insgesamt rund zehn Monate Sperre für den gesamten Bahnverkehr. Für die Bauarbeiten wird der Streckenabschnitt von Litzirüti bis Arosa vom kommenden Montag, 7. September 2020 bis 29. November 2020, und von Mitte April 2021 bis Ende November 2021 deshalb für den Zugverkehr gesperrt. Es verkehrt ein leistungsfähiger Ersatzbetrieb mit Bussen zwischen Litzirüti und Arosa. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten an allen Bahnhöfen bleiben unverändert.

Das Ausfahrsignal vom Bahnhof Arosa wird für mehrere Monate "Halt" zeigen                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der 1914 in Betrieb genommene Arosertunnel wird bis ins Jahr 2022 komplett abgebrochen und durch einen neuen Tunnel auf gleicher Linienführung ersetzt. Aus Sicherheitsgründen wird der Streckenabschnitt während insgesamt rund zehn Monaten für den Bahnverkehr gesperrt.

 

Am Bahnhof Litzirüti wurden umfangreiche Provisorien mit Perronanlagen, Stauraum und Wendeschlaufe für den leistungsfähigen Bahnersatzbetrieb mit Bussen vorbereitet. Während des Winters werden die Bauarbeiten jeweils von Dezember bis Mitte April eingestellt und der Bahnbetrieb kann ohne Einschränkungen bis nach Arosa erfolgen. Der Transport von Fahrrädern ist während der Zeit des Streckenunterbruchs eingeschränkt. Für Transportkunden der Bündner Güterbahn werden individuelle Lösungen über die Strasse umgesetzt.

 

 

Instandsetzung Arosertunnel und weitere umfangreiche Massnahmen auf der Linie Chur - Arosa

 

Der Umbau des Arosertunnels bildet das erste Glied in einer ganzen Kette umfangreicher Massnahmen, die in den kommenden Jahren notwendig werden, um die Angebotserweiterung, die Verbesserung der Ein- und Ausstiegsituation in den Bahnhöfen (Behindertengleichstellungsgesetz), die Modernisierung der Stellwerke und das Konzept der Systemzuglänge im Schanfigg nachhaltig umzusetzen.

 

Die Bauarbeiten am Tunnel sind sehr komplex: Schutz von Gebäuden, Einhaltung der Umweltanforderungen wie Lärm, Licht, Erschütterungen, Ver- und Entsorgung der Baustelle und Installationen auf engstem Raum. Zudem verläuft der Tunnel geologisch durch die «Sackungsmasse» von Arosa mit zerbrochenen Felspaketen und versackter Moräne. Aus Gründen der Sicherheit ist deshalb eine Totalsperre des Streckenabschnittes Litzirüti – Arosa in den Bausaisons 2020/21 während insgesamt rund zehn Monaten notwendig.



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Mit FAIRTIQ wird Bus- und Bahnfahren im VVO in Sachsen einfacher

FAIRTIQ ist ein innovatives Startup aus Bern mit dem Ziel, Reisen mit dem öffentlichen Verkehr so leicht wie möglich zu machen. Die von FAIRTIQ entwickelte und betriebene, gebührenfreie Ticketing-App kann bereits für den gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz sowie in Teilen Deutschlands und inVorarlberg und Linz genutzt werden. Als erster Verbund in Sachsen führt der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) – und mit ihm die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) – die innovative Ticketing-App FAIRTIQ in allen Verkehrsmitteln ein. Damit können die Kunden bargeld- und kontaktlos fahren und haben automatisch immer das richtige Ticket in der Tasche.

Mit der FAIRTIQ-App haben die Fahrgäste automatisch immer das richtige Ticket in der Tasche        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

 

"Einfach einsteigen und mitfahren ohne sich vorher mit dem Tarif beschäftigen zu müssen – mit dem Check-in/Check-out-System von FAIRTIQ machen wir Fahrten durch den ganzen Verbund noch einfacher“, erklärt Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO (Verkehrsverbund Oberelbe)  und unterstreicht: "Die Fahrgäste wollen nur fahren und das Ticket ist Mittel zum Zweck. Mit FAIRTIQ setzen wir genau diese Idee um: Statt vorher über das passende Ticket nachzudenken, können die Fahrgäste nun einsteigen und das System kümmert sich um die Abrechnung. “Wer die mit dem iPhone und Android-Smartphones kompatible App nutzt, braucht im gesamten Verkehrsverbund keine Fahrkarte mehr zu kaufen: Beim Einsteigen in Bus oder Bahn genügt eine Wischbewegung in der App, um den Fahrtantritt zu erfassen. Ein weiterer Wisch beim Aussteigen beendet die Fahrt.

 

"Durch die Standortermittlung erkennt die App, welche Strecke gefahren wurde und berechnet das Ticket“, erläutert Andreas Hemmersbach, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB)"Bei mehreren Einzelfahrten erkennt FAIRTIQ zudem, ob nicht ein Tagesticket die bessere Wahl wäre und berechnet dann automatisch nur diesen günstigeren Preis.“ In Dresden beispielsweise bedeutet das: Wer eine Strecke in einer Tarifzone hin und zurück fährt, braucht sich nicht vorab zu überlegen, ob später vielleicht noch eine dritte Fahrt folgt. Die erste und zweite Strecke wird mit jeweils 2,50 Euro berechnet und ab der dritten und jeder weiteren Fahrt am gleichen Tag wird die Abbuchung beim Tageskartenpreis von 6,50 Euro gekappt.

 

Ein Vorteil für Abo-Kunden, die manchmal in benachbarte Tarifzonen fahren: Sie können ihre Monatskarte digital in der App hinterlegen. Diese wird dann durch FAIRTIQ bei allen Fahrten berücksichtigt. So entfallen der Vorab-Kauf und die Entwertung von passenden Anschlusstickets, wenn manseine Stammzone mal verlässt. Die App berechnet dann nur den zusätzlichen Betrag für die weiteren Tarifzonen. Bei der Kontrolle zeigt der Fahrgast einfach App und Monatskarte vor. Die FAIRTIQ-App selbst ist gebührenfrei und kann im App Store (iOS) bzw. Google PlayStore (Android) heruntergeladen werden. Bezahlt werden kann per Kreditkarte (Visa- undMastercard), PayPal und Lastschriftverfahren. Die Kunden müssen dafür lediglich bei der Registrierung einmalig die entsprechenden Bezahldaten hinterlegen. Zunächst bildet dieFAIRTIQ-App den kompletten VVO-Tarif für Einzelpersonen ab. Auch Fahrten mit Fähren und Bergbahnen im Verkehrsverbund lassen sich damit begleichen.

 

"Wir freuen uns, dass wir mit der neuen Kooperation in Sachsen die Verbreitung von FAIRTIQ in Deutschland weiter ausbauen“, sagt FAIRTIQ-CEO Gian-Mattia Schucan. Die Ticketing-App des innovativen, vielfach preisgekrönten Schweizer Start-ups wird nun in insgesamt sechs Verkehrsgebieten in Deutschland angeboten. Mit mehr als einer Million Fahrten pro Monat vor der Corona-Krise ist FAIRTIQ die weltweit erfolgreichste Check- in/Check-out-Lösung im öffentlichen Nahverkehr.

 

 

Über FAIRTIQ

 

FAIRTIQ ist ein innovatives Startup aus Bern mit dem Ziel, Reisen mit dem öffentlichen Verkehr soleicht wie möglich zu machen. Die von FAIRTIQ entwickelte und betriebene, gebührenfreie Ticketing-Appkann bereits für den gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz sowie in Teilen Deutschlands und in Vorarlberg und Linz genutzt werden. Mit insgesamt über 15 Millionen Fahrten ist sie zurzeit die weltweit erfolgreichste, komplett auf Smartphones basierende Check-in/Check-out-Lösung, verfügbar für iPhone undAndroid. Die Partner von FAIRTIQ sind Verkehrsbetriebe und Verbünde in der Schweiz, in Österreich,Deutschland, Liechtenstein und Frankreich. Neben der Reiseerfassung bietet die FAIRTIQ-Partnerschaft den Verkehrsbetrieben auch umfangreiche Möglichkeiten zur Tarifgestaltung und im digitalen Marketing sowieeinen Bestpreis-Algorithmus. Die App kann mit einmaliger Registrierung in allen beteiligten Regioneninternational genutzt werden.

 

 

So funktioniert eine Reise mit FAIRTIQ

 

Vor dem Einsteigen in Zug, Tram, Bus oder Schiff checkt sich der Fahrgast in der App mit einer Wischbewegungein. Damit hat er oder sie eine gültige Fahrkarte für den gesamten öffentlichen Verkehr in der entsprechenden Region. Am Zielort angekommen, beendet ein weiterer “Wisch” die Kostenerfassung. Die App erkennt die gefahrene Strecke anhand der Standortermittlung und verrechnet das preisoptimale Ticket. Falls der Wert einer Einzelfahrt den Preis für eine Tageskarte übersteigt, zahlt der Kunde nachträglich nur den günstigeren Tarif. Damit der Reisende nicht vergisst auszuchecken, erinnert FAIRTIQ am Ende der Reise mittels Smartphone-Sensoren automatisch daran.

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Moderne Fahrzeuge für Nürnbergs älteste U-Bahn-Linie

Die U1 ist die älteste und längste der drei Nürnberger U-Bahn-Linien und auch die mit den höchsten Fahrgastzahlen. Nach rund 40 Jahren haben die 42 Doppeltriebwagen des Typs DT1 ausgedient. Sie werden nun nach und nach durch 21 Vier-Wagen-Gliederzüge des Typs G1 ersetzt und sind ausschliesslich auf der mit Fahrern betriebenen U1 im Einsatz. Der Auftrag ging im Jahr 2015 an Siemens und eine Reihe von Subunternehmer. Nun ist es soweit: Die ersten drei Fahrzeuge der neuen VAG-Baureihe G1 wurden am 19. August 2020 offiziell in Betrieb genommen. Seit dem 20. August 2020 ist der G1 tagsüber vorerst einmal zwischen Fürth Stadthalle und Aufseßplatz als zusätzlicher Zug unterwegs.

Neuer U-Bahn-Zug der VAG-Baureihe G1 an der Haltestelle Fürth Stadthalle                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Bei den VAG Nürnberg ist die neue U-Bahn des Typs G1 vom Hersteller Siemens Mobility nun im Fahrgastbetrieb unterwegs, drei Fahrzeuge der neuen VAG-Baureihe G1 wurden am 19. August 2020 offiziell in Betrieb genommen. Seit dem 20. August 2020 ist der G1 tagsüber vorerst einmal zwischen Fürth Stadthalle und Aufseßplatz als zusätzlicher Zug unterwegs.

 

Die 21 Vier-Wagen-Gliederzüge des Typs G1 sollen die 42 noch im Betrieb befindlichen DT1-Modelle nach und nach ablösen. Die neuen Züge werden in etwa die Länge von zwei gekoppelten Doppeltriebwagen haben und komplett durchgängig sein. Die Fahrzeuge sind klimatisiert und haben einen Schiebetritt an den Türen, sodass die Züge nun auch barrierefrei zugänglich sind. Die neuen Züge sind ausschliesslich für den Betrieb mit Fahrer auf der U1 vorgesehen. Allerdings ist der von Siemens entwickelte Zug auch für den automatischen Betrieb ausgelegt und vorgerüstet.

 

Für einen höheren Fahrgastkomfort und optimierten Fahrgastfluss beauftragte die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg die Siemens AG im November 2015 mit der Lieferung von 21 vierteiligen Zügen vom Typ G1. Der Auftrag beinhaltet zwei Optionen über weitere 13 Fahrzeuge, welche 2018 und 2019 eingelöst wurden.

 

Die Komponenten der G1-Züge entstehen an unterschiedlichen Standorten. Gebaut werden die U-Bahnen im Siemens-Werk in Wien. Aus Nürnberg kommen Kernkomponenten, wie beispielsweise der Antriebsstromrichter, die Motoren, der Hilfsbetriebeumrichter und die verbaute Leittechnik. In Erlangen erfolgen das Projektmanagement, die Entwicklung und die Servicebetreuung.

 

 

Durchgängig, modern und grosszügig

 

Am auffälligsten ist beim G1 der Durchgang zwischen allen Wagenteilen. Sie sind fest miteinander verbunden, sodass Fahrgäste komplett durchgehen können. Gegenüber dem heutigen, sogenannten Langzugbetrieb, bei dem zwei Doppeltriebwagen gekuppelt werden, fallen je zwei Fahrerstände und Hilfsbetriebeumrichter für die Stromversorgung weg. Das senkt die Anschaffungskosten und das Gewicht, was sich positiv auf den Energieverbrauch auswirkt. Die Durchgängigkeit bietet zudem mehr Platz für die Fahrgäste. Im vorderen und hinteren Eingangsbereich sind die Sitze längs angeordnet, die Freiflächen für Rollstühle, Kinderwagen, Rollatoren oder Fahrräder befinden sich hinter dem Fahrerstand und im Bereich der Übergänge. So staut es sich im Türbereich weniger. Die zehn Zentimeter breiteren Türen beschleunigen den Fahrgastwechsel. Schiebetritte, zur Spaltüberbrückung zwischen Zug und Bahnsteig, ermöglichen einen barrierefreien Zugang. Damit ist unsere U-Bahn-Flotte fast vollständig ohne Spalt zugänglich.

 

Auch aussen sind die neuen Züge flott unterwegs. In den VAG-Unternehmensfarben - rot, weiss - kommen sie freundlich, transparent und modern daher. Das Design wurde übrigens auf der Grundlage einer Designstudie in Zusammenarbeit mit dem Münchner Büro ergon3Design entwickelt.

 

 

Einsteigen oder nicht: Ampelfarben an den Türen

 

Bei den alten DT1-Zügen überwachen die Fahrer das Öffnen und Schließen der Türen mittels Sichtkontrolle entlang des Bahnsteigs. Bei den G1-Zügen ist diese Kontrolle komplett technisch abgesichert. So wie es bei den Zügen DT3 und DT3-F bereits Standard ist. Neu dageben ist: Den Status des Fahrgastwechsels oder die Zugabfahrt zeigen LED-Lichtbänder, außen und innen an den Türen, an. Rot heißt Stopp, Grün Einsteigen.

 

Die neuen Züge bieten breitere Fahrgasttüren mit einer innovativen LED-Lichtsignalisierung. Zusammen mit einem durchgängigen Fahrgastraum in den vierteiligen Zügen verbessert das den Fahrgastfluss. Zudem sorgen automatische Schiebetritte an allen Türen für einen optimalen barrierefreien Ein- und Ausstieg. Der durchgängige, hell und freundlich gestaltete Innenraum mit grosszügigen Mehrzweckbereichen vermittelt subjektive Sicherheit und sorgt für einen angenehmen Aufenthalt. Auch für die Fahrer/innen wurde auf hohen Komfort am Arbeitsplatz geachtet: Der Fahrerstand ist so eingerichtet, dass sie den Zug sowohl im Stehen als auch im Sitzen führen können. Die vierteiligen U-Bahnzüge nahmen am 20. August 2020 den Fahrgastbetrieb auf.

 

 

Nürnbergs älteste U-Bahn-Linie

 

Die älteste und längste der drei Nürnberger U-Bahn-Linien und auch die mit den höchsten Fahrgastzahlen ist die U-Bahn-Linie U1. Ihre Strecke reicht vom Nürnberger Stadtteil Langwasser über die Messe und den Nürnberger Hauptbahnhof bis in die Nachbarstadt Fürth.

Mit insgesamt 18,5 Kilometern Länge und 27 Stationen (von insgesamt 48 Stationen im Stadtgebiet Nürnberg/Fürth) wird die Linie U1 werktags insbesondere von vielen Pendlern und Schülern genutzt. Die Fahrgastzahlen steigen zudem besonders bei Grossveranstaltungen wie dem Nürnberger Christkindlesmarkt und zu Messezeiten stark an.



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Datenblatt Baureihe G1
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Mehr und schnellere Verbindungen nach Mailand und München sowie ein besseres Angebot in der Schweiz ab Dezember 2020

Der Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 steht im Zeichen der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT), die nach 28 Jahren Bauzeit fertiggestellt wird. Die Flachbahn durch die Alpen ermöglicht neue Angebote im nationalen und internationalen Güter- und Personenverkehr. Der Fahrplan 2021 bringt schnellere, häufigere und bequemere Verbindungen nach Mailand und München sowie zahlreiche Verbesserungen für den Personenverkehr in der ganzen Schweiz. Einzelne Angebotselemente werden aufgrund der Corona-Pandemie verzögert in Betrieb genommen. Aufgrund des Lokführermangels kommt es bis zum Fahrplanwechsel im Dezember zu Angebotseinschränkungen.

SBB "Astoro" Triebzug RABe 503 022 (ETR 610 2. Serie)                                                                              Foto: Marcel Manhart   

 

 

 

 

Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels wird das Jahrhundertwerk NEAT finalisiert. Zusammen mit der Fertigstellung des 4-Meter-Korridors profitiert der europäische Güterverkehr von mehr Kapazitäten und schnelleren und klimafreundlichen Verbindungen durch die Schweiz. Sattelaufleger mit einer Eckhöhe von vier Metern können verlagert sowie Züge von bis zu 750 Metern Länge via Luino geführt werden. Bei optimaler internationaler Abstimmung werden ab Dezember 2020 zwischen Rotterdam und Mailand im Güterverkehr zwei Stunden gewonnen. Zusammen mit der Fertigstellung der Arbeiten am Zugersee Ostufer werden auch für den Personenverkehr die Kapazitäten für nationale und internationale Verbindungen erhöht und die Fahrzeiten verkürzt. Neu können Verbindungen von und ins Tessin mit Doppelstockzügen bedient werden.



Die wichtigsten Angebotsverbesserungen im internationalen Personenverkehr und im nationalen Fernverkehr im Überblick
 
 
 
Mehr und schnellere Verbindungen auf der Nord-Süd-Achse Gotthard
 
 
 
Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels und der Fertigstellung der Bauarbeiten am Zugersee Ostufer sinkt die Fahrzeit von Zürich nach Lugano auf weniger als zwei Stunden, die Fahrt von Zürich nach Mailand dauert neu noch 3 Stunden 17 Minuten. Gleichzeitig wird das Angebot ab Zürich nach Mailand auf täglich zehn Direktverbindungen ausgebaut. Eingesetzt werden in erster Linie die neu beschafften Giruno-Züge. Gegenüber dem aktuellen Fahrplan mit der Sperre am Zugersee-Ostufer verkürzen sich die Reisezeiten somit um rund 20 Minuten. Zwischen Zürich und Arth-Goldau wird zudem wochentags der durchgängige Halbstundentakt eingeführt, ohne Beeinträchtigung des Regionalverkehrs.

Ab Basel gibt es neu fünf Direktverbindungen pro Tag nach Mailand, davon verkehren zwei via Luzern–Gotthard–Chiasso und drei via Bern–Brig–Domodossola. Der Fahrzeitgewinn zwischen Basel SBB und Lugano bei den Verbindungen zur vollen Stunde beträgt gegenüber 2016 insgesamt 51 Minuten.

Mit dem Fahrplanwechsel tritt auch die Kooperation mit der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) in Kraft. Unter der integralen Fernverkehrskonzession der SBB fährt die SOB neu stündlich alternierend von Basel und Zürich via Arth-Goldau über die Gotthard-Panoramastrecke nach Locarno. Diese Strecke vermarktet die SOB unter der Linienbezeichnung «Treno Gottardo». Eingesetzt werden die modernen Niederflurtriebzüge vom Typ Traverso. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie erfolgt die vollständige Umsetzung bis Locarno erst ab 5. April 2021. Bis dahin verkehrt die SOB zwischen Basel/Zürich und Bellinzona.
 
 
 
Mehr Verbindungen ab Zürich nach München, St. Gallen und Chur
 
 
 
Im internationalen Personenverkehr wird das Fahrplanangebot auf der Strecke Zürich–St. Gallen–München für die Kunden mit neu sechs Zügen pro Richtung täglich deutlich ausgebaut. Dies bedeutet eine Verdoppelung der Direktverbindungen und Sitzplätze zwischen diesen beiden Städten. Dank der neuen Züge des Typs Astoro mit Neigetechnik verkürzt sich die Fahrzeit der EC-Verbindung Zürich–München von heute ca. 4 Stunden 45 Minuten auf rund 4 Stunden.

Zwischen Zürich und St. Gallen werden ab dem Fahrplanwechsel zudem mehr schnelle Verbindungen mit einer Reisezeit von neu 59 Minuten angeboten. Auf dem IC1 zwischen St. Gallen und Genf Flughafen via Bern wird grösstenteils der neue, moderne FV-Dosto eingesetzt, welcher die Kapazitäten auf der Ost-West-Achse erhöht. Zwischen Zürich HB und St. Gallen hält der IC1 neu auch in Zürich Oerlikon, Wil SG, Uzwil, Flawil und Gossau. Für die schnellere Reisezeit von 59 Minuten sorgt neu der IC5, der nur noch in Winterthur und Zürich Flughafen halten wird.

Ab Zürich in Richtung Chur wird das Angebot des IC3 in den Abendstunden um eine Stunde verlängert und in den Zeiten hoher touristischer Nachfrage auf einen durchgehenden Halbstundentakt verdichtet. Damit ergeben sich deutlich bessere Verbindungen in die Bündner Ferienregionen.
 
 
 
Veränderungen im Raum Bern, Olten, Luzern
 
 
 
Zwischen Olten und Bern betreibt die BLS ab dem Fahrplanwechsel unter der integralen Fernverkehrskonzession der SBB neu den IR35 Bern–Olten (heutiger RE Bern-Olten).

Um der grossen Nachfrage auf dem Abschnitt Luzern–Zug–Zürich nachzukommen, setzt die SBB auf den IR70 die neuen FV-Dosto ein, welche über mehr Sitzplätze verfügen. Der Halt in Thalwil entfällt aus betrieblichen Gründen. Ab Zürich HB verkehrt der IR70 nach einem Aufenthalt von knapp 20 Minuten weiter als IR13 via Flughafen, St. Gallen nach Chur. Zusammen mit dem IR75 Luzern–Zug–Zürich–Weinfelden–Konstanz besteht neu zweimal pro Stunde eine direkte Verbindung Luzern–Zürich Flughafen.

Die wichtigsten Angebotsveränderungen im Regionalverkehr in der Deutschschweiz:
 
 
 
Mittelland: Startschuss für mehr und bessere Verbindungen dank Vierspurausbau Olten–Aarau
 
 
 
Die Inbetriebnahme des Vierspurausbaus Olten–Aarau (Eppenbergtunnel) bringt ab dem Fahrplanwechsel mehr Verbindungen und bessere Anschlüsse für die Kundinnen und Kunden. Die S29 verkehrt neu zwischen 5.30 und 22.30 Uhr im Halbstundentakt zwischen Turgi-Aarau-Zofingen. Somit entsteht eine neue, schnelle Direktverbindung von Zofingen nach Aarau (ohne Halt zwischen Olten und Aarau). Die S11 Aarau–Zürich HB–Winterthur–Seuzach/Wila hält neu integral in Othmarsingen. Zudem verkehren die Zusatzzüge der S11 während der Hauptverkehrszeit neu täglich statt nur wochentags. Weiter halten neu alle Züge des RegioExpress Olten–Wettingen an der Haltestelle Wildegg. Die S26 aus Olten–Schönenwerd vermittelt neu in Aarau (statt bisher Lenzburg) Anschluss an den RegioExpress nach Zürich HB.

Am Samstag und Sonntag verkehren neu jeweils am Morgen zwei Zugpaare zwischen Olten–Aarau–Arth-Goldau und am Abend von Arth-Goldau nach Aarau.
 
 
 
S23 hält am Wochenende in Dulliken
 
 
 
Der Halt Dulliken auf der S23 kann vorerst nur am Wochenende eingeführt werden. Grund dafür sind Bauarbeiten in den Bahnhöfen Mägenwil und Lenzburg, für welche aus Sicherheitsgründen die Geschwindigkeit reduziert werden muss. Die dafür benötigte Fahrzeit führt dazu, dass der Halt Dulliken nicht integral angeboten werden kann. Als Ersatz verkehren werktags Busse zwischen Dulliken und Däniken, welche in Däniken den Anschluss von und auf die S23 sicherstellen.
 
 
 
Zentralschweiz
 
 
 
Nach Fertigstellung der Arbeiten am Zugersee-Ostufer verkehrt die S2 wieder direkt zwischen Baar Lindenpark–Zug–Arth-Goldau–Erstfeld. Der Umweg mit Umsteigen in Rotkreuz entfällt, und neu wird Walchwil Hörndli halbstündlich bedient. Der Fahrplan der S3 wird abends ausgebaut. Für das Freiamt bringt der Fahrplanwechsel erstmalig einen neuen morgendlichen Zusatzzug von Muri über Rotkreuz via Cham nach Zug.

Olten–Luzern: Der RE Olten–Luzern hält neu auch in Rothenburg. Reisende nach Luzern profitieren von neu drei statt nur zwei Verbindungen pro Stunde. Dafür kann der Halt in Aarburg-Oftringen auf dieser Verbindung nicht mehr angeboten werden.
 
 
 
Ostschweiz/Zürich
 
 
 

Der RegioExpress Herisau–St. Gallen–Konstanz fährt abends länger. Im Netz der Zürcher S-Bahn hält die S11 auf dem Abschnitt Winterthur–Wila neu in Rämismühle-Zell.


Weitere Informationen und Details zu den Angebotsänderungen je nach Region sind hier verfügbar:

Regionen Mittelland und Nordwestschweiz
Kantone LU, ZG, SZ, UR
Region Ostschweiz
Region Zürich


 

Lokführermangel und verzögerte Ausbildung führen zu zwischenzeitlichen
Angebotseinschränkungen


Die SBB hat in der Vergangenheit bei der Bedarfs-, Einsatz- und Ausbildungsplanung des Lokpersonals Fehler gemacht. Die Planungen wurden 2019 korrigiert und auf den effektiven Bedarf ausgerichtet. Trotzdem fehlen der SBB per Ende August 2020 211 Lokführerinnen und Lokführer. Die Corona-Krise hat die angespannte Situation zusätzlich verschärft, da viele Aus- und Weiterbildungskurse während Monaten nicht durchgeführt werden konnten. Folglich verschiebt sich der Abschluss der Ausbildungsklassen um zwei bis vier Monate. Um den Unterbestand auszugleichen, hatte die SBB bereits im letzten Sommer zusätzliche Ausbildungsklassen gebildet, die nun im Verlauf der Jahre 2021 und 2022 abschliessen. Im November befinden sich bei der SBB insgesamt 340 Lokführer gleichzeitig in Ausbildung. Der Unterbestand beim Lokpersonal wird sich bis Mai 2021 auf rund 110 Personen halbieren. Allen Lokführerinnen und Lokführern und den Einsatzplanern gebührt ein grosses Dankeschön für ihren grossen Effort.

Die SBB hat neben gewissen Zugsverbindungen, die in der Folge der Covid-19-Krise wegen fehlenden Lokführern nicht wieder in Betrieb genommen wurden (Medienmitteilung vom 5. August 2020), weitere Angebotseinschränkungen geprüft. Nun wurden zusätzliche Massnahmen für die Regionen Westschweiz, Mittelland und Nordwestschweiz sowie Zürich festgelegt. Diese treten ab dem 7. September 2020 in Kraft und dauern bis zum Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2020. Durchschnittlich fallen an den Werktagen von den über 9000 rund 200 (2.2 Prozent) der Verbindungen aus.

Eine Übersicht über die Massnahmen ist hier verfügbar.

Für die SBB ist trotz reduziertem Angebot zentral, dass die Transportketten im Rahmen des Möglichen bestehen bleiben und die Reisenden befördert werden können. Dazu werden wo möglich und sinnvoll Bahnersatzbusse eingesetzt. Trotzdem müssen die Kundinnen und Kunden mit verlängerten Reisezeiten rechnen. Mittels aktiver Kundenlenkung und Kommunikation werden Reisende über die Einschränkungen informiert und auf alternative Verbindungen gelenkt. Sämtliche Anpassungen sind im Online-Fahrplan abgebildet. Die SBB unternimmt ihr Möglichstes, um die Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten und bittet für allfällige Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.

Gemäss heutiger Planung kann die SBB ab dem Fahrplanwechsel das Angebot wieder vollumfänglich produzieren – mit Ausnahme der Romandie, wo gewisse Einschränkungen bis April 2021 bestehen bleiben. Zwar kann der RER Vaud wie geplant mit dem Fahrplanwechsel in Betrieb genommen werden. Der Léman Express verkehrt hingegen bis April 2021 gemäss angepasstem Konzept.

Auswirkungen verzögerter Inbetriebnahmen auf den Fahrplan 2021

Die Corona-Pandemie hat zu einem temporären Baustellenstopp und somit zu Verzögerungen in Bauprojekten sowie zu Verzögerungen bei der Zulassung und Einführung von neuem Rollmaterial geführt. Betroffen ist primär die Nord-Süd-Achse. Im Tessin werden die Doppelspurausbauten zwischen Contone und Tenero erst im Frühjahr 2021 für einen Vollausbau des Angebots bereitstehen, bis dahin gilt ein Übergangsfahrplan mit beschränktem Angebotsausbau. Im Berner Jura sowie auf dem Netz der Basler S-Bahn erfolgt der Ersatz des bestehenden Rollmaterials durch Domino-Züge voraussichtlich in der ersten Hälfte 2021. Aufgrund der noch laufenden Abschlussarbeiten im Gotthard-Basistunnel kann per Fahrplanwechsel noch nicht die volle Kapazität von 260 Trassen für den Güterverkehr und 65 Trassen für den Personenverkehr pro Tag angeboten werden kann. Die heute verfügbare Gesamtkapazität von 270 Trassen pro Tag reicht aber aus, um die aktuelle Nachfrage sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr abzudecken. Im Schnitt verkehren zurzeit täglich 140 Züge durch den Tunnel.

 

ZVV sehr besorgt über Ausdünnung des S-Bahn-Angebotes

 

Wegen Lokführermangels setzt die SBB im Kanton Zürich mindestens bis zum Fahrplanwechsel mehrere S-Bahn-Kurse aus. Der Zürcher Verkehrsverbund ist über diese Angebotsreduktion nicht erfreut: Mit Blick auf die steigenden Frequenzen und im Hinblick auf die Winterzeit drohen Engpässe und negative Auswirkungen auf die Fahrgäste im Gebiet des ZVV. Der ZVV verlangt von der SBB, diese Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

 

Wegen Fehlern in der Personalplanung verfügt die SBB seit geraumer Zeit über zu wenige Lokführerinnen und -führer. Da die Coronakrise zu Verlängerungen bei der Lokführerausbildung führt, hat sich die Personalsituation bei der SBB zusätzlich akzentuiert. Aus diesem Grund lässt die SBB im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) in den Hauptverkehrszeiten etliche S-Bahn-Kurse und ganze S-Bahn-Linien ausfallen. Die SBB hat heute die Medien orientiert.

 

 

Attraktivität und Zuverlässigkeit des öffentlichen Verkehrs leiden

 

Dass die SBB nicht imstande ist, die bestellten S-Bahn-Leistungen zu liefern, ist äusserst bedauerlich und ein trauriges Novum in der Geschichte der Zürcher S-Bahn. Die Leidtragenden sind in erster Linie die Fahrgäste: Ihnen stehen weniger Verbindungen und weniger Platz zur Verfügung. Zudem können nicht mehr überall funktionierende Reiseketten gewährleistet werden. Dies ist vor allem mit Blick auf die Fahrgastzahlen besorgniserregend: Seit dem Ende der Sommerferien steigt die Auslastung der S-Bahnen wieder merklich an, und erfahrungsgemäss sind im Herbst und Winter wetterbedingt am meisten Passagiere im öV unterwegs. Für ganze S-Bahnlinien können sodann auch keine sinnvollen und attraktiven Ersatzdienste mit Bussen angeboten werden.

 

 

Reduktion auf ein Minimum beschränken

 

Als Besteller des S-Bahn-Angebots kann der ZVV keinen Einfluss auf die Personalplanung der SBB nehmen. Die schwierige Situation, in der sich die SBB befindet, ist teilweise nachvollziehbar, und die bereits ergriffenen Massnahmen betreffend Ausbildung der Lokführer sind zu begrüssen. Dennoch erwartet der ZVV stellvertretend für seine Fahrgäste, dass die SBB das Ausmass der Angebotsreduktion räumlich wie auch zeitlich auf ein Minimum beschränkt und schnellstmöglich zum Normalfahrplan zurückkehrt.

 

 

Umfang des Angebotsabbaus

 

Die meisten der betroffenen Kurse wurden ursprünglich im Lockdown ausgesetzt und hätten während des Sommers im Rahmen der Wiederaufnahme des vollständigen Regelfahrplans wieder hochgefahren werden sollen. Als Folge des Lokführermangels verzögerte sich dies aber. Konkret handelt es sich um die meisten Kurse der S20 am rechten Seeufer, die S21 im Furttal am Nachmittag, zwei Kurse der S23 zwischen Zürich und Winterthur sowie die S42 als Direktverbindung vom Aargauer Freiamt nach Zürich. Ab dem 6. September dünnen die SBB das Angebot zusätzlich punktuell weiter aus. So wird die S21 im Furttal neu komplett eingestellt. Die Regelung soll, so die Aussagen der SBB Stand heute, bis zum Fahrplanwechsel im Dezember gelten.

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Berlin: 100 Tage vor Eröffnung der neuen Strecke erfolgt der Start der U5-InfoTour

Am 4. Dezember 2020 ist es in Berlin endlich so weit: Die neue U5 fährt durch. Von Hönow bis Hauptbahnhof, von Hauptbahnhof bis Hönow. Über 150.000 Fahrgäste werden auf der Strecke täglich erwartet. Zeitgleich mit der Inbetriebnahme der neuen Strecke erfolgt die Eröffnung von zwei neuen U-Bahnhöfen: Rotes Rathaus, direkt vor dem Berliner Regierungssitz, sowie Unter den Linden, dem Umsteigebahnhof zwischen U5 und U6. Die Eröffnung des technisch anspruchsvollsten U-Bahnhofs Museumsinsel erfolgt im Sommer 2021. 

Bis voraussichtlich November 2020 ist die U55 für den Lückenschluss zur U5 noch gesperrt               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Viele Jahre U-Bahnbau liegen dann hinter uns und den Berlinerinnen und Berlinern: 2010 fand der symbolische Spatenstich statt; 2012 begannen die Bauarbeiten zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor. Seit dem ist viel geschehen: Der Abriss eines Stücks U6-Alttunnel und der unmittelbar darauf erfolgte Neubau des U6-Bahnhofs Unter den Linden, Tunnelvortriebsmaschine Bärlinde und der Durchbruch am Brandenburger Tor, die Herstellung der Pilzkopfstützen am U-Bahnhof Rotes Rathaus die Rekordvereisung am U-Bahnhof Museumsinsel, um nur einige Meilensteine zu nennen.

 

Um diese Höhepunkte noch einmal Revue passieren zu lassen und die Vorfreude auf den Termin noch weiter zu steigern, eröffnen die BVG am 26. August 2020 – genau 100 Tage vor dem Inbetriebnahmetermin der neuen U5 – eine U5- InfoTour: Corona-konform an der Oberfläche zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor. An 10 Infopunkten werden die Arbeiten im Untergrund der vergangenen Jahre noch einmal erfahrbar: Mit Hilfe von zahlreichen Texten, Fotografien und Filmen, werden die die am Bau beteiligten Personen ebenso gezeigt, wie eine virtuelle Begehungen der drei U-Bahnhöfe.

 

 

Die U5-InfoTour ist teilweise auch online nachvollziehbar

 

Der „Lückenschluss U5“ führt die U5 (U Hönow <> S+U Alexanderplatz) mit der 2009 eröffneten U55 (S+U Brandenburger Tor <> S+U Hauptbahnhof) zu einer neuen Strecke, der neuen U5, zusammen. Das Großprojekt umfasst 2,2 Kilometer Tunnel und drei neue U-Bahnhöfe zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor: Rotes Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden. Die Inbetriebnahme der Gesamtstrecke ist für den 4. Dezember 2020 vorgesehen. Das Großprojekt steht unter der Leitung der BVG Projektgesellschaft, einer 100- prozentigen Tochter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). 


                                   

Hier gehts zur U5-Info-Tour


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Stadler geht trotz Corona-Krise gestärkt ins zweite Halbjahr

Stadler war trotz der Corona-Krise im ersten Halbjahr 2020 nicht von einem Nachfrageeinbruch betroffen und konnte weiterhin von einer führenden Marktposition profitieren. Es wurden keine laufenden Aufträge storniert und bereits im ersten Halbjahr 2020 hat Stadler neue Aufträge im Gesamtwert von 3.1 Milliarden Schweizer Franken gewonnen, davon 1.2 Milliarden Schweizer Franken im Bereich Service & Components. Das entspricht insgesamt einer Steigerung von 35 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Der Auftragsbestand steigt damit nochmals um 12 Prozent gegenüber dem Stand per Ende 2019 auf rekordhohe 16.8 Milliarden Schweizer Franken, davon über 4 Milliarden aus dem Segment Service & Components.

Neue Go-Ahead FLIRT für das E-Netz Allgäu im Stadler Werk Berlin-Pankow                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Im Gegensatz zur sehr soliden Auftragslage war Stadler allerdings von deutlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf Umsatz, Profitabilität und Cashflow betroffen. Es kam insbesondere zu Unterbrüchen in den Lieferketten sowie zu Reisebeschränkungen für Mitarbeiter, Kunden und Zulassungsbehörden. Die stark ausgedünnten Fahrpläne der Bahnbetreiber hatten zudem unter den Erwartungen liegende Umsätze im Segment Service & Components zur Folge. Insgesamt sank der Umsatz in der Berichtsperiode auf 934.7 Millionen Schweizer Franken, ein Rückgang um 16 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Die temporäre Werkschliessung für drei Wochen in Valencia sowie das massive Herunterfahren der Produktionskapazitäten in Salt Lake City hatten ebenfalls einen entsprechend negativen Einfluss auf den Umsatz und Ebit

 


Segment Rolling Stock
 
Im Berichtsegment Rolling Stock beläuft sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr auf 1.9 Milliarden Schweizer Franken und liegt damit 12 Prozent über der Vorjahresperiode. Auch der Auftragsbestand wächst im Vergleich zum Jahresende 2019 um 4 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 12.8 Milliarden Schweizer Franken. Die Auswirkungen der Corona-Krise zeigen sich hingegen in einem Umsatzrückgang von 21 Prozent auf 788.8 Millionen Schweizer Franken (Vorjahresperiode: 1.002 Milliarden Schweizer Franken). Durch den teilweise mehrwöchigen Lockdown in zahlreichen Ländern kam es zu Unterbrüchen in den Liefer- und Transportketten. Von 148 Aufträgen, die sich bei Stadler in der Abwicklung befinden, waren etwa 20 Aufträge direkt von Verzögerungen der Zulieferindustrie betroffen. Weiter führten Einschränkungen der Reisetätigkeit von Kunden, Mitarbeitenden und insbesondere der Zulassungsbehörden zu verzögerten Zulassungen und Fahrzeugabnahmen. Dies wiederum hat zur Folge, dass sich die entsprechenden Umsätze verschieben und Schlussrechnungen für die Fahrzeuge erst verzögert gestellt werden können.

 

 

Segment Service & Components
 
Der Auftragseingang im Berichtsegment Service & Components liegt im ersten Halbjahr 2020 bei 1.2 Milliarden Schweizer Franken und hat sich damit gegenüber dem Vorjahresniveau nahezu verdoppelt. Damit steigt der Auftragsbestand im Segment Service & Components auf 4.1 Milliarden Schweizer Franken und trägt nun knapp einen Viertel zum Auftragsbestand von Stadler bei. Das Berichtssegment Service & Components erreichte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 145.9 Millionen Schweizer Franken. Damit liegt der Umsatz mit einem Anstieg von 29 Prozent zwar klar über der ersten Jahreshälfte 2019, allerdings auch deutlich unter den eigenen Erwartungen. Da langfristige Serviceverträge in der Regel anhand der Kilometerleistung der Fahrzeuge abgegolten werden, haben sich die stark ausgedünnten Fahrpläne der Bahnbetreiber direkt auf den Umsatz im Segment Service & Components ausgewirkt.

 

 

Ebit, Reingewinn und Cashflow von Covid-19 beeinträchtigt
 
Der Ebit beläuft sich in der ersten Jahreshälfte 2020 auf 5 Millionen Schweizer Franken (0.5 Prozent Ebit-Marge), gegenüber 46.9 Millionen Schweizer Franken (4.2 Prozent Ebit-Marge) in der Vorjahresperiode. Der Rückgang der Profitabilität ist im Wesentlichen durch tiefere Volumen aufgrund Corona-bedingter Verschiebungen von Umsätzen und durch Unterbrüche in den Lieferketten begründet. Die Umsätze im Segment Service & Components lagen mit der Ausdünnung der Fahrpläne im öffentlichen Verkehr und der daraus folgenden Reduktion der gefahrenen Kilometer zudem unter den bereitgestellten Kapazitäten, welche mit laufenden Kosten einhergehen.
 
Der Geschäftsgang von Stadler ist grundsätzlich einer starken Saisonalität ausgesetzt, welche typischerweise zu bedeutend höheren Umsätzen, Profitabilität und Cashflows in der zweiten Jahreshälfte führt. Dies äussert sich in der Regel darin, dass rund ein Drittel der Umsätze in der ersten, und die restlichen zwei Drittel in der zweiten Jahreshälfte erwirtschaftet werden. Der saisonale Einfluss wirkt sich verstärkt auf den Ebit, die Ebit-Marge sowie den Cashflow aus. Die Corona-Krise hat diese Effekte zusätzlich verstärkt.
 
Auf Stufe Reingewinn verbuchte Stadler im ersten Halbjahr 2020 einen Gewinn von 15.7 Millionen Schweizer Franken gegenüber 27.5 Millionen Schweizer Franken in der Vorjahresperiode, was einem Rückgang um 43 Prozent entspricht.
 
Die Nettoverschuldung betrug per 30. Juni 2020 417.1 Millionen Schweizer Franken gegenüber -5.6 Millionen Schweizer Franken per 31. Dezember 2019. Die Zunahme der Nettoverschuldung ist insbesondere auf verzögerte Abnahmen und Fakturierungen von Fahrzeugen zurückzuführen. Viele Fahrzeuge sind fertig gebaut und bereit für die Zulassung und Abnahme. Aufgrund von Reisebeschränkungen konnten jedoch Stadler-Mitarbeitende nicht in die entsprechenden Länder reisen, wodurch die neuen Fahrzeuge nicht zugelassen und von den Kunden nicht abgenommen werden konnten. Deshalb wurden auch die entsprechenden Schlussrechnungen noch nicht gestellt und geplante Zahlungseingänge blieben aus, was mit einem Anstieg des Nettoumlaufvermögens um 259.9 Millionen Schweizer Franken einhergeht und den Cashflow entsprechend belastet. Zudem hat Stadler weiterhin stark in die Bereitstellung der Kapazitäten zur Abwicklung des hohen Auftragsbestandes investiert.

 

 

Ausblick: Deutlich stärkeres zweites Halbjahr erwartet
 
Stadler erwartet in der zweiten Jahreshälfte eine starke Erhöhung des Umsatzes und der Profitabilität gegenüber dem ersten Halbjahr 2020. Stadler geht davon aus, dass aufgrund eingeleiteter Sofortmassnahmen die durch die Corona-Krise ausgelösten Verzögerungen in den Zulassungs- und Abnahmeprozessen in der zweiten Jahreshälfte teilweise kompensiert werden können. Deshalb erwartet Stadler für das Jahr 2020, unter der Annahme, dass sich die Corona-bedingten Einflüsse auf die Lieferketten, Zulassungen und Fahrzeugabnahmen stabilisieren sowie unter stabilen Wechselkursen, eine leicht negative Umsatzentwicklung gegenüber 2019 sowie eine Ebit-Marge von über 5 Prozent. Die Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von circa 60 Prozent des Nettoergebnisses sowie die mittelfristigen Finanzziele einer Ebit-Marge von 8 bis 9 Prozent ab dem Jahr 2023 werden weiterhin bestätigt.

 

 

Wichtigste Auftragseingänge
 
Einen wichtigen Auftrag konnte Stadler gleich zu Beginn des Jahres in Ungarn verbuchen: Der staatliche Bahnbetreiber MÁV-START hat im Januar 2020 21 weitere Doppelstock-Triebzüge des Typs KISS aus dem seit 2017 bestehenden Rahmenvertrag abgerufen und damit nun insgesamt 40 Züge bestellt. Bei den Tailor-Made-Fahrzeugen konnte die langjährige Zusammenarbeit mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGBahn) fortgesetzt werden. Im März 2020 bestellte die MGBahn zwölf dreiteilige Zahnrad-Triebzüge in der ersten von zwei Etappen zur umfassenden Modernisierung ihres Rollmaterials. Insgesamt ist die Beschaffung von 27 Triebzügen vorgesehen. Auch im Nordosten Englands kommen vermehrt Stadler-Fahrzeuge zum Einsatz: Auf dem Netz von Tyne and Wear Metro im Raum Newcastle verkehren künftig 46 METRO-Züge, die im Februar 2020 bestellt wurden. Damit werden Fahrgäste in allen U-Bahnen Grossbritanniens ausserhalb Londons – in Liverpool, Glasgow und neu auch in Newcastle – in naher Zukunft mit Stadler-METRO-Zügen reisen. In Deutschland ist Stadler im März 2020 als Sieger aus der Ausschreibung der Berliner Verkehrsbetriebe für die Lieferung von bis zu 1500 Wagen für den Einsatz im U-Bahn-Netz der deutschen Hauptstadt hervorgegangen. Der Rahmenvertrag mit einem Gesamtvolumen von bis zu drei Milliarden Euro umfasst auch die Ersatzteilversorgung über einen Zeitraum von 32 Jahren

 

 

Fahrzeuge für Greater Anglia erfolgreich abgenommen
 
Für Greater Anglia konnten alle 58 FLIRT erfolgreich ausgeliefert und vom Kunden abgenommen werden. Die Züge fahren bereits im fahrplanmässigen Betrieb und bezüglich Verzugspönalen konnte mit dem Kunden eine Einigung gefunden werden.

 

 

Rasch von Cyberangriff erholt
 
Im Mai wurde das IT-Netzwerk von Stadler mit Schadsoftware angegriffen. Dank vollständiger und funktionsfähiger Backup-Daten und dem grossen Einsatz des IT-Teams waren kurzzeitige operative Einschränkungen schnell überwunden und die betroffenen Systeme konnten sehr rasch wieder hochgefahren werden.

 

 

Erste Länderzulassung für Zugsicherungssystem (ETCS) GUARDIA
 
Seit 2016 ist bei Stadler der kontinuierliche Aufbau des firmeneigenen Signalling-Bereichs im Gang. Am Signalling-Standort Wallisellen arbeiten mehrere Teams von hochqualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren an der Umsetzung der Signalling-Strategie für die Produkte Vollbahnen, Nebenbahnen und Metro. Stadlers Joint Venture AngelStar konnte die erste Länderzulassung für die eigene ETCS-Lösung GUARDIA im Juni in Polen erfolgreich erwirken. In der Schweiz hat GUARDIA vom Bundesamt für Verkehr (BAV) bereits im April 2019 die generische Zulassung erhalten. Nun folgt die Typenzulassung und im Frühjahr 2021 geht die BLS mit GUARDIA auf ihren Stadler-Fahrzeugen in Betrieb. Neben Deutschland laufen Zulassungsverfahren in weiteren neun Ländern.



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BVG und Stadler stellen vor: Die Zug(k)unft der Berliner U-Bahn

Ab 2022 erhalten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die ersten neuen U-Bahn-Wagen der Baureihen «J» und «JK» von Stadler für den Einsatz in der deutschen Hauptstadt. Mit der Flottenerneuerung wird das Rückgrat der Berliner Mobilität fit gemacht für die Zukunft. Ein historisch klug entwickeltes Liniennetz, architektonisch spannende Bahnhöfe aus verschiedenen Jahrzehnten, dichte Takte und Betriebszeiten beinahe rund um die Uhr machen die U-Bahn zu einem der Aushängeschilder und Leistungsträger Berlins. Im Jahr 2019 nutzten fast 600 Millionen Fahrgäste die verkehrsgelben Züge der BVG. Mit den modernen Fahrzeugen kommt ein weiterer Grund hinzu, auf die U-Bahn umzusteigen.

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Aufsichtsratsvorsitzende der BVG, Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler, Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG und Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland (v.l.n.r) präsentieren die neue Berliner U-Bahn            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Aus Berlin, für Berlin: Die neue Fahrzeuggeneration wird von Stadler in Berlin-Pankow entwickelt und gefertigt. In den zwei Baureihen ­«JK» für das Berliner Kleinprofilnetz (U1 bis U4) und «J» für das Großprofil (U5 bis U9) können die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) während der Laufzeit des Rahmenvertrages bis 2030 insgesamt voraussichtlich bis zu 1500 Wagen abrufen. Die feste Mindestbestellmenge umfasst 606 Wagen. Zum Vergleich: Der aktuelle Fuhrpark verfügt, über alle Baureihen und -jahre hinweg, über rund 1300 Wagen. Bis zu rund drei Milliarden Euro investiert die BVG in den kommenden Jahren in die Erneuerung der U-Bahn-Flotte. Am heutigen Montag, 24. August 2020, stellten die BVG und Stadler gemeinsam den weiteren Zeitplan vor.

 

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Aufsichtsratsvorsitzende der BVG: «Der Großauftrag ist ein doppelter Gewinn für Berlin. Mit der neuen U-Bahngeneration wird der Hauptstadtverkehr in unserer wachsenden Metropole leistungsstärker und klimafreundlicher. Mit diesen wichtigen Investitionen sorgen wir für moderne Mobilität und machen den ÖPNV für die Berlinerinnen und Berliner noch attraktiver. Zusätzlich sichern wir viele Arbeitsplätze in einem Unternehmen, das in Berlin tief verwurzelt ist.»

 

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler: «Wir sind sehr stolz, mit dem Gewinn eines der größten bisher in Europa vergebenen Lieferaufträge die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BVG fortzusetzen und an unserem Standort in Berlin-Pankow die neue U-Bahn-Flotte für die deutsche Hauptstadt zu bauen. Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – sowohl im Fahrzeugprojekt als auch am Standort selbst, wo die Bauarbeiten an unserem Neubau zur Erweiterung der Kapazitäten zügig und planmäßig vorangehen.»

 

 

2022 kommen die ersten 24 Wagen

 

Die ersten insgesamt 24 Wagen, je zwölf für das Klein- und für das Großprofil, sollen im Herbst 2022 aus dem Berliner Stadler-Werk an die BVG überführt werden. Nach einem mehrmonatigen Testbetrieb, intensiven Prüfungen und der Zulassung beginnt dann Ende 2023 die Serienlieferung. Vereinbart ist eine Lieferung von vier Wagen alle fünf Werktage – die Züge kommen also deutlich schneller zur BVG als zuletzt die Züge der Baureihe IK. Anschließend können bis ins Jahr 2030 weitere Serienfahrzeuge aus dem Rahmenvertrag abgerufen werden.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: «Die U-Bahn ist ein wichtiger Baustein des ÖPNV in Berlin mit täglich über 1,6 Millionen Fahrgastfahrten. Ich bin froh, dass wir trotz der Corona-Krise den größten Auftrag für neue U-Bahnen in der Geschichte der BVG vergeben haben. Das ist ein klares Zeichen für einen modernen ÖPNV in Berlin und eine wichtige Investition in die BVG. Gebaut werden nun zwei Typen von Zügen, für das Klein- und für das Großprofil. Dabei setzen wir auf eine intensive und gute Zusammenarbeit mit Stadler.»

 

Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland: «Ich bin überzeugt, dass wir mit den Fahrzeugen der neuen Generation einen maßgeblichen Beitrag zum Fahrkomfort der Berliner Fahrgäste leisten werden. Die Wurzeln von Stadler liegen im sogenannten Tailor-Made-Bereich, also in der Konstruktion und Fertigung von Zügen, die exakt auf die individuellen Bedürfnisse einer Stadt zugeschnitten sind. Daher freuen wir uns umso mehr, mit der neuen Baureihe U-Bahnen für das Klein- und Großprofil zu liefern, die genau zu Berlin passen.»

 

Übrigens: Die Fahrgäste können sich schon in diesem Jahr einen ersten Eindruck der neuen Fahrzeuge verschaffen. Voraussichtlich im Herbst wird ein sogenanntes «Mock-Up» nach Berlin kommen. Das lebensgroße Modell eines U-Bahn-Wagens besteht aus einem weitgehend funktionsfähigen Fahrerstand sowie einem teilfunktionsfähigen Fahrgastraum, der zum Beispiel auch Türen und Licht enthält. Das Modell dient für Tests zur Festlegung von Designs und Ausstattungsdetails. Die gesammelten Erfahrungen fließen dann direkt in die Fahrzeugentwicklung ein. Wo das Modell zu sehen und begehen sein wird, gibt die BVG rechtzeitig bekannt.

 

 

Bei Bedarf schnell umgebaut, auf Jahrzehnte zuverlässig

 

Die Großbeschaffung hat gleich mehrere Vorteile. Zwei Baureihen für das Groß- und das Kleinprofil aus einer Hand zahlen sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch betrieblich aus. Viele Bauteile der Groß- und Kleinprofilzüge sind identisch. Das hat den Vorteil, dass die Arbeit in den Werkstätten erleichtert wird. Vor allem aber erhöhen eine große Anzahl baugleicher Fahrzeuge und ein für die Berliner U-Bahn neuartiges, modulares Konzept bei «J» und «JK» die betriebliche Flexibilität enorm.

 

Bei beiden Baureihen gibt es sogenannte End- und Mittelwagen. Aus ihnen können im Großprofil durchgängige Zwei-, Vier- und Sechs-Wagen-Fahrzeuge gebildet werden. Im Kleinprofil sind durchgängige Zwei- oder Vier-Wagen-Fahrzeuge möglich, aus denen wiederum auch Sechs- oder Acht-Wagen-Einheiten gekuppelt werden können. Ein «langer» Acht-Wagen-Zug kann dann zum Beispiel – wie von den Baureihen HK und IK bekannt – aus zwei miteinander verbundenen, jeweils für sich durchgängigen Vier-Wagen-Fahrzeugen bestehen.

 

Größten Wert wird auf die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge gelegt: Begleitend zur Lieferung der Züge übernimmt Stadler auch die Ersatzteilversorgung über eine Laufzeit von circa 32 Jahren hinweg. Darin enthalten ist die Lieferung aller benötigten Ersatzteile für die Einhaltung der Instandhaltungsfristen, Inspektionen und Hauptuntersuchungen sowie die Lieferung aller zum Beispiel für die Behebung von Vandalismus- und Unfallschäden benötigten Ersatzteile. So können sich die Berlinerinnen und Berliner langfristig auf die neuen Fahrzeuge verlassen.

 

 

Stadler baut aus

 

Stadler ist für die Abwicklung des Großprojekts Berliner U-Bahn gut aufgestellt. Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Standorts in Berlin-Pankow verlaufen nach Plan. Auf rund 24 000 Quadratmetern entstehen bis Sommer 2021 eine neue Produktions- und Inbetriebsetzungshalle sowie hochmoderne Büro- und Sozialraumflächen. Stadler investiert bis zu 70 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts. In Abhängigkeit vom künftigen Auftragseingang soll in weiteren Schritten unter anderem ein Logistikzentrum hinzukommen.


 Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler

 


Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Aufsichtsratsvorsitzende der BVG

 


Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG und Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland

 


Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Stadler-Standorts in Berlin-Pankow verlaufen nach Plan.

Auf rund 24'000 Quadratmetern entstehen bis Sommer 2021 eine neue Produktions- und Inbetriebsetzungshalle sowie hochmoderne Büro- und Sozialraumflächen.

 


                                                                                                                                    Visualisierung: BVG / Stadler


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Hitzewelle: DB zieht positive Bilanz

Trotz teils extremer Temperaturen sind die Züge der DB in den vergangenen Wochen verlässlich unterwegs gewesen. Nur 0,18 Prozent der Fernverkehrszüge konnten ihre Fahrt hitzebedingt nicht wie geplant zu Ende führen.

Auch bei Extremtemperaturen war die DB verlässlich unterwegs                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

„Wir sind besser auf die Extremtemperaturen vorbereitet als je zuvor“, sagt DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. „Insbesondere die Investitionen in neue Züge zahlen sich jetzt aus. Zur Fernverkehrsflotte gehören mittlerweile über 100 Fahrzeuge der neuesten Generationen wie der ICE 4, der ICE 3 Baureihe 407 und der Intercity 2. Deren Klimaanlagen sind auf Temperaturen bis 45 Grad ausgelegt. Schon bis Ende des Jahres werden wir 13.000 weitere Sitzplätze in neuen Zügen anbieten.“

 

In den vergangenen Wochen lag die Auslastung der Züge coronabedingt natürlich weiter unter den Werten des Vorjahres. Huber: „Das ist in normalen Zeiten kein Grund zur Freude, schafft aber jetzt zusätzliche Stabilität für die Klima- und Lüftungstechnik in unseren Zügen und vor allem Raum für sicheres Reisen mit der Bahn. Wir können derzeit weniger Fahrgäste auf mehr Sitzplätze verteilen.“

 

Die DB bleibt in den kommenden Jahren auf Investitionskurs. Bis Ende 2024 fließen rund 6,5 Milliarden Euro in neue Fernverkehrszüge. Die Fahrzeugflotte wird damit deutlich jünger: Das Durchschnittsalter der Züge sinkt von heute 21 auf dann 14 Jahre. Erst Ende Juli hatte die DB einen weiteren Milliardenauftrag für 30 neue Hochgeschwindigkeitszüge öffentlich bekannt gemacht.  

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Stadt Zürich lanciert neue Mobilitäts-App ZüriMobil

Wer in Zürich mit ÖV, Velo, E-Trottinett, Auto oder zu Fuss unterwegs ist, erhält nun Unterstützung durch die neue Mobilitäts-App "ZüriMobil", diese zeigt städtische Transportangebote auf einen Blick. Mit der App der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) können Nutzer ihre Tramfahrt planen oder auch Mobility-Autos, Publibikes und E-Trottinets mieten. Neben Haltestellen und Linienführung des öffentlichen Verkehrs sind auch Carsharing-, Bikesharing- sowie E-Scooter-Standorte ersichtlich. 

Das VBZ Züri-Linie Cobra Be 5/6 3087 als Werbetram für die ZüriMobil App                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Mobilitäts-App "ZüriMobil" soll den Nutzern das optimale Verkehrsmittel für ihre Reise anzeigen - ob Tram, E-Scooter, Mietvelo oder Mietauto. Folgende Partner sind bereits mit an Bord: Publibike für Bikesharing, Tier für den E-Scooterverleih und Mobility fürs Carsharing – weitere Partner sollen folgen, wie die Stadt Zürich mitteilt. Wer ein Auto oder ein E-Scooter mieten will, muss dies allerdings in der App des jeweiligen Anbieters tun.

 

Die Partner bieten ihre Verkehrsmittel an bestimmten Stationen an. Ein Pilotversuch soll zeigen, ob diese Stationen künftig zum festen Bestandteil des Mobilitätsnetzes der Stadt Zürich gehören sollen. Die erste Zürimobil-Station steht nun in Altstetten an der Haltestelle Flurstrasse. Zusätzlich bietet die App auch die Möglichkeit, Routen herunterzuladen sowie direkten Zugriff auf das Online-Fundbüro Easyfind.

 

 

Entdecken Sie mit ZüriMobil das Mobilitätsangebot von Zürich

 

Durch Zürich wie ich will - die ZüriMobil App ermöglicht Ihnen den Zugang zum Mobilitätsangebot in und um Zürich. Egal ob Sie zu Fuss, mit dem öffentlichen Verkehr, dem Velo oder dem Auto unterwegs sein möchten. Finden Sie für jedes Ziel Ihre aktuell beste Verbindung und das passende Verkehrsmittel.

 

Dabei können Sie Ihre Verbindung nach den Kriterien Reisedauer, Distanz und Preis vergleichen und wählen. Auf der Einstiegskarte erhalten Sie den Überblick, welche ÖV- und Mietangebote in Ihrer aktuellen Umgebung zu finden sind. Und bei ungünstiger Verkehrslage und Störungen finden Sie auf ZüriMobil alternative Möglichkeiten und Routen.

 

 

Zum Start von ZüriMobil können Sie folgende Verkehrsmittel in der App vergleichen:

 

  • Das ÖV-Angebot in der Urbanregion Zürich
  • Bikesharing mit PubliBike, lückenlos mobil sein, sich einfach, schnell und umweltfreundlich fortbewegen
  • E-Scootersharing mit TIER, dem ersten vollständig klimaneutralen Unternehmen für Mikromobilität
  • Carsharing mit Mobility, wählen Sie aus den verschiedenen Fahrzeugen das Passende aus - vom Budgetangebot, über Transporter, bis zum Premiumangebot ist alles verfügbar
  • Den kürzesten Fussweg
  • Die beste Route, wenn Sie mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind

 

Zur Buchung der einzelnen Verkehrsmittel benötigen Sie ebenfalls die App des jeweiligen Anbieters auf dem Mobiltelefon. Weitere Verkehrsmittel und Mobilitätsanbieter werden folgen.

 

 

Zusätzliche Features der App:

  • Sie können jederzeit Ihre persönlichen Routen herunterladen oder löschen
  • Etwas verloren? Mit dem direkten Zugriff auf easyfind, dem Online-Fundbüro der Schweiz können Sie es suchen
  • Via ZüriWieNeu können Sie Schäden an der Infrastruktur von Zürich via App melden

 

ZüriMobil Station

 

An der neuen ZüriMobil Station wird der Umstieg von einem Verkehrsmittel auf das andere noch einfacher. Alle Angebote der Mobilitätspartner sind nur wenige Meter voneinander entfernt. Die erste ZüriMobil Station finden Sie an der Haltestelle Flurstrasse in Zürich Altstetten. Weitere werden bald folgen.

 

 

Die ZüriMobil App ist im Google Play Store und im Apple App Store erhältlich.



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BAV bewilligt Aufnahme des Probebetriebs durch die SBB im Ceneri-Basistunnel

Knapp drei Wochen vor der feierlichen Eröffnung des Ceneri-Basistunnels am 4. September 2020 hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) heute den SBB die Bewilligung für den Probebetrieb erteilt. Die Probefahrten werden ab September bis Dezember 2020 mit kommerziellen Güter- und Personenzügen durchgeführt. Sie bilden die letzte Vorbereitungsphase vor der fahrplanmässigen Inbetriebnahme Mitte Dezember 2020.

Stadler SMILE / SBB Giruno RABe 501 008-3 "Ceneri 2020" am Bahnhof Melide                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Anfang September 2020 geht der Ceneri-Basistunnel von der Erstellerin AlpTransit Gotthard AG (ATG) an die Betreiberin SBB über. Das BAV hat heute die Bewilligung erteilt, damit die SBB ab diesem Zeitpunkt den Probebetrieb durchführen kann. Dieser wird bis zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 dauern. Er dient dazu, die betrieblichen Abläufe einzuüben und schrittweise hochzufahren, die Anlagen zu testen und die erforderlichen Nachweise im Hinblick auf die Erteilung der Betriebsbewilligung für den fahrplanmässigen kommerziellen Betrieb im Dezember 2020 zu erbringen.

 

Seit März 2020 führt die ATG Testfahrten im Tunnel durch, um die sichere Funktion aller Anlagen und Systeme zu überprüfen. Wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie musste der Testbetrieb vorübergehend während fünf Wochen unterbrochen werden. Er wurde am 20. April unter Einhaltung von Auflagen wieder aufgenommen, und am 30. April 2020 fuhr ein Testzug ICE-S mit 275 km/h durch den Tunnel. Eine für Mitte Juni 2020 vorgesehene Rettungsübung wurde wegen Corona auf den Oktober 2020 verschoben; Anfang Juni 2020 fand eine Übung mit Figuranten statt.

 

 

Eine Alpentransversale für den Güterverkehr der Zukunft

 

Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels wird das letzte Teilstück der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) fertiggestellt. Der Ceneri-Basistunnel hat eine Länge von 15,4 km und führt von Camorino bei Bellinzona nach Vezia bei Lugano. Insgesamt wurden in dieses Projekt rund 22,8 Milliarden Franken investiert. Der neue Korridor zwischen Nord- und Südeuropa fördert die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene. Er verkürzt die Fahrzeit der Güterzüge um bis zu zwei Stunden und erhöht dank dem 4-Meter-Korridor die Kapazität (750 Meter lange Kompositionen). Die Basis dafür bildet eine verbesserte Zusammenarbeit der europäischen Bahnunternehmen, die es in Zukunft ermöglicht, die Fahrpläne besser zu koordinieren, die Standzeiten an den Grenzbahnhöfen genauer abzustimmen und die Fahrzeiten optimaler zu synchronisieren.

 

Neue Möglichkeiten im nationalen und internationalen Personenverkehr

 

Im Personenverkehr wird die SBB per Fahrplanwechsel von Mitte Dezember 2020 den Grossteil des geplanten Angebots termingerecht umsetzen. Dazu zählen häufigere Nord-Süd-Verbindungen sowie mehr internationale Verbindungen. So werden die Reisezeiten im Nord-Süd-Verkehr weiter verkürzt, sowohl im nationalen und internationalen Verkehr als auch im Regionalverkehr im Kanton Tessin. Nach der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels dauert die Fahrt von Zürich nach Lugano rund 2 Stunden. Die Fahrt von Zürich nach Mailand dauert, aufgrund der eingeplanten Reserven, zunächst 3 Stunden 17 Minuten. Auf diese Weise sorgen die SBB und Trenitalia für einen zuverlässigen grenzquerenden Verkehr. Gegenüber dem Fahrplan, der seit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels gilt, verkürzt sich die Reisezeit somit um 9 bis 13 Minuten. Das Ziel ist, die Reisezeit von Zürich nach Mailand künftig auf 3 Stunden 2 Minuten zu verkürzen. Zu diesem Zweck ist in Chiasso ein dynamischer Übergang ohne Halt zum Wechseln des Stromabnehmers notwendig.

 

 

Revolution im Tessiner Regionalverkehr

 

Dank dem Ceneri-Basistunnel erhält das Tessin zudem eine attraktive S-Bahn. Die Fahrzeit zwischen Lugano und Bellinzona verkürzt sich um 15 Minuten, zwischen Locarno und Lugano um 25 Minuten. So entsteht eine eigentliche S-Bahn, welche die Ballungszentren des Kantons miteinander verbindet. Um den erwarteten Zuwachs der Fahrgastzahlen von 30 Prozent bei Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels und den damit einhergehenden Fahrplanausbau aufzufangen, erweitert TILO die Fahrzeugflotte: Zehn neue FLIRT-Kompositionen wurden bereits bestellt, und im Laufe des Jahres 2020 werden 40 neue Lokführer ausgebildet.




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Fragen und Antworten zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona

Bei den europäischen Bahnen gilt wieder weitgehend der reguläre Fahrplan und auch Services wie Bahngastronomie werden wieder angeboten. Ausserdem gilt im öffentlichen Verkehr die Maskentragpflicht und es wird dringend gebeten die weiteren Schutzmassnahmen zu befolgen. Im heutigen Beitrag finden Sie die von der Deutschen Bahn (DB) zusammengestellten Informationen. Die Schutzkonzepte in anderen Ländern sind teilweise unterschiedlich und deshalb haben wir die Links zu den wichtigsten Bahnen in Europa nachfolgend ebenfalls aufgeführt. Dort können Sie sich jeweils tagesaktuell informieren.

DB ICE4 auf dem Weg von Chur nach Hamburg am Bahnhof Basel SBB                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Wie geht die DB mit der geltenden Tragepflicht von Mund-Nase-Bedeckungen um?

 

Ganz klar: Reisende in Zügen und Bussen der Deutschen Bahn sind verpflichtet, Mund und Nase zu bedecken. Sollten sich Fahrgäste nach einer wiederholten Aufforderung weigern, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, können wir dies nicht akzeptieren und holen, wie in allen Konfliktsituationen, die Bundespolizei hinzu.

 

Nach wie vor hält sich die grosse Mehrheit der Reisenden an die Maskenpflicht. Wenn eine sehr kleine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für uns nicht hinnehmbar. Sollte die Bahn in solchen Fällen einen Beförderungsausschluss aussprechen müssen, setzt die Bundespolizei dies in Konfliktsituationen um.

 

Seit Bestehen der Maskenpflicht informieren wir darüber breit in Zügen, Bahnhöfen sowie in allen Medien (bahn.de, Bahn-App DB Navigator) und appellieren an Fahrgäste, dies zum Schutz aller Kunden und DB-Mitarbeiter zu beachten. Neben der Einhaltung verbindlicher Verordnungen geht es zudem darum, gegenseitige Rücksichtnahme zu leben und Verantwortung für die Gesundheit jedes Einzelnen und in der Gesamtbevölkerung zu empfinden.

 

Der Schutz der Gesundheit von Mitarbeitenden und Fahrgästen hat für uns oberste Priorität.

 

 

Wie beugt die Bahn einer zu hohen Auslastung der Züge vor?

 

Wir nehmen seit dem Ende des Lockdowns die Anpassung unseres Angebots an die Nachfrage stets so vor, dass unseren Kunden eine hohe Kapazität an Sitzplätzen zur Verfügung steht. Während der Reise unterstützt zudem unser Bordservicepersonal die Kunden dabei, sich innerhalb der Züge bestmöglich zu verteilen. Die Zahl der Reservierungen wird von vornherein begrenzt, um Reisenden größtmögliche Flexibilität und die Möglichkeit zu schaffen, sich bei Bedarf umzusetzen. Kunden sehen auf bahn.de und in der DB Navigator-App, sobald ein Fernverkehrszug über Vorabbuchungen zu mehr als 50 Prozent ausgelastet ist. Bei Zügen mit voraussichtlich sehr hoher Auslastung behalten wir uns vor, den Ticketvorverkauf auszusetzen. Dennoch haben Fahrgäste weiterhin die Möglichkeit, spontan in jeden Zug einzusteigen. An dem offenen System, das Bahnkunden in Deutschland sehr schätzen, halten wir fest.

 

 

Wie setzt die Deutsche Bahn die digitale Aussteige-Karten um?

 

Reisende, die mit Zügen der Deutschen Bahn aus Risikogebieten einreisen, weisen wir darauf hin, dass die behördliche Pflicht besteht, Kontaktdaten und Angaben zur Reise zu hinterlegen. Auf bahn.de finden Fahrgäste zudem das Online-Formular, in dem sie ihre Angaben machen müssen. Im Video erklärt Deutsche Bahn Konzernsprecher Achim Stauß, wie die Deutsche Bahn die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums umsetzt.

 

 

Wann und wie werden freiwillige Corona-Tests an den Bahnhöfen realisiert?

 

Wenn die Behörden auf Wunsch der Landesregierungen an Bahnhöfen Corona-Tests bei Reisenden durchführen möchten, unterstützen wir dies selbstverständlich und werden nach Möglichkeit Flächen oder Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. An den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg gibt es bereits Testzentren. Corona-Tests werden in Deutschland durch die kommunalen Gesundheitsbehörden veranlasst und durchgeführt.

 

 

Wie läuft der Bahnverkehr im Moment?

 

Die Buchungszahlen für die Fernverkehrszüge sind in den vergangenen Wochen wieder gestiegen. Aktuell sind unsere ICE- und IC-Züge durchschnittlich zu rund 30 Prozent ausgelastet.

 

Die Deutsche Bahn fährt ihr Angebot weiter hoch. Kunden steht inzwischen wieder ein deutlich größeres Angebot zur Verfügung. Zusätzlich zur Wiederaufnahme der touristischen ICE- und IC-Linien wurden auch besonders nachgefragte ICE-Städteverbindungen verstärkt. Hier setzt die Bahn auch wieder Züge mit der doppelten Zahl an Sitzplätzen (Doppeltraktion) ein.

 

Auch die ICE Sprinter-Züge kommen nachfrageorientiert zurück, zwischen Berlin und München bieten wir wieder das gesamte Sprinter-Angebot, zwischen Berlin und Frankfurt sind es inzwischen wieder drei Zugpaare.

 

Für Urlauber hat die DB in diesem Sommer ihr touristisches Angebot weiter ausgebaut. Die beliebten Urlaubsziele Rügen, Ostfriesische Inseln und Tirol sind noch öfter, bequemer und schneller erreichbar.

 

Seit dem 27. Juni bringt ein ICE aus Berlin nach Innsbruck jeden Samstag Reisende in die Berge. Der ICE legt Zwischenhalte u.a. in Erfurt, Nürnberg und München ein. Eine weitere neue Verbindung besteht zwischen München und Norddeich Mole. Seit dem 31. Juli wird auch Rügen mit einer neuen Direktverbindung von Stuttgart via Würzburg, Kassel, Berlin und Stralsund nach Binz angefahren.

 

Ins Ausland wird wieder das vollständige Angebot gefahren. Die DB hat das internationale Angebot sogar ausgeweitet, unter anderem mit dem neuen Zug Berlin-Prag-Wien-Graz.

 

Alle Infos zu Corona und der aktuellen Lage im Schienengüterverkehr finden Sie hier zusammengefasst.

 

 

Wie schützt die DB Mitarbeitende und Kunden?

 

Alle DB-Mitarbeiter an Bord der Züge sind verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Sämtliche Mitarbeiter mit Kundenkontakt wurden mit Masken ausgestattet. In den DB Reisezentren und DB Informationen in den Bahnhöfen bieten Plexiglasscheiben im Verkaufs- und Beratungsbereich Mitarbeitern und Kunden Schutz. In den Zügen wurden einige Services eingestellt: So werden derzeit keine Zeitungen an Bord angeboten, sie sind aber digital verfügbar. Auch in den Bordbistros und Bordrestaurants gibt es entsprechende Sicherheitsvorkehrungen.

 

In den Bussen werden Kunststoffscheiben am Fahrerarbeitsplatz eingebaut. Nach Einbau der Kunststoffscheibe wird die erste Tür im Bus wieder geöffnet, die erste Reihe hinter dem Fahrer freigegeben und der Fahrkartenverkauf aufgenommen.

 

 

Welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen ergreift die Deutsche Bahn?

 

Die DB setzt bundesweit rund 4.000 Mitarbeiter in der Reinigung ein: In den Fernverkehrszügen haben wir die Zahl der Unterwegsreiniger, die während der Fahrt die Züge reinigen, auf 600 verdoppelt. 1.400 Reinigungsmitarbeiter kümmern sich bei der DB allein um die Reinigung der Regionalverkehrszüge. Und auf den Bahnhöfen sorgen weitere rund 2.000 Mitarbeiter für Sauberkeit. Die DB wendet jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag für Reinigung und Hygiene auf.

 

Die DB ist zum Thema Hygienemaßnahmen in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesverkehrsministerium. Die bestehenden Pandemieplanungen der DB werden den Aktualisierungen der Bundesregierung und der Bundesländer kontinuierlich angepasst. Die DB folgt zudem den Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

 

 

Ausserdem:

  • Fahrkarten werden kontaktlos kontrolliert.
  • Alle Mitarbeiter an den Bahnhöfen, die Kontakt mit Reisenden haben, sind mit Mundschutz, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhen ausgestattet.
  • Mitarbeiter im Nah- und Fernverkehr tragen alle eine Mund-Nase-Bedeckung.
  • Alle DB Informationen und DB Reisezentren mit offenen Schaltern sind mit Plexiglasscheiben ausgestattet.
  • Vor den DB Informationen, in den Reisezentren und vor vielen Geschäften in den Bahnhöfen gibt es Mindestabstandsmarkierungen.
  • Auf 20 Bahnhöfen haben wir Waschgelegenheiten zugänglich gemacht, die vor den Bezahlschranken zu den Toilettenanlagen liegen. Üblicherweise gibt es diese Anlagen an großen Bahnhöfen.
  • Wo es technisch möglich ist, öffnen und schließen die Türen der Regio-Züge und S-Bahnen automatisch.

 

Fahrzeuge und Kontaktflächen unterliegen einer systematischen Reinigung und werden derzeit verstärkt gereinigt. Mitarbeiter sind mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. In den S-Bahn-Netzen öffnen und schliessen Fahrzeugtüren beim Halt automatisch, um das Berühren von Kontaktflächen zu vermeiden.

 

 

Was passiert bei einem Corona-Verdacht im Zug?

 

Generell folgen wir bei unseren Vorsorge- und Hygiene-Maßnahmen den Empfehlungen des RKI und des europäischen Center for Disease Control (ECDC). Bei einem von den Behörden festgestellten Corona-Verdacht wird der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert. Die Fahrgäste werden durch das Zugpersonal informiert, dass sie ihre Kontaktdaten hinterlegen sollen, um von den Behörden im Bedarfsfall kontaktiert werden zu können.

 

An Bord der Züge kommt es gelegentlich vor, dass sich Fahrgäste wegen akuter Beschwerden bei den Mitarbeitern melden. Für solche Situationen gibt es klar definierte Abläufe: Die DB-Mitarbeiter informieren die Notfallleitstelle und fordern auf diesem Weg Rettungskräfte an. In der Erstversorgung geschulte Mitreisende werden in der Zwischenzeit um Unterstützung gebeten.


 

Kunden der DB finden Informationen auf bahn.de/corona


 

Da sich die Situation im europäischen Bahnverkehr laufend ändert und Sie sich jederzeit

tagesaktuell informieren könnnen, nachstehend die diversen Links zu den Unternehmen.


Schweiz




Deutschland




Österreich




Frankreich


                                      

SNCF Verkehrsinformationen

                                      

TGV Lyria Infos zu Corona



Weitere Europäische Länder















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Glacier Express feiert in St. Moritz und Zermatt das 90-jährige Jubiläum

Glacier Express erinnert mit einer authentischen Feier zum 90. Jubiläum an die ereignisreiche Geschichte und blickt trotz ungewissen Zeiten vorsichtig optimistisch in die Zukunft. „Too big to fail“ – seit dieser Woche weiss man, dass dieser Krisenspruch auch für den Glacier Express gilt und in der Vergangenheit schon öfters galt: Verwaltungsratspräsident Isidor Baumann meint damit, dass der bekannteste Schweizer Zug zu wichtig sei für den Schweizer Tourismus, und dass er auch diese Corona-Krise überstehen werde, nachdem er in seiner nun 90jährigen Geschichte schon turbulente Zeiten wie den zweiten Weltkrieg und anfangs 2000 die Finanz- und dann die Euroturbulenzen überlebt habe.

Renato Fasciati, Direktor RhB, Annemarie Meyer, Geschäftsführerin Glacier Express AG, Isidor Baumann, Verwaltungsrats-präsident Glacier Express AG,  Amadé Perrig, ehemaliger Tourismusdirektor Zermatt,  Hanspeter Danuser, ehemaliger Toursmusdirektor St. Moritz und Fernando Lehner, Direktor MGBahn                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Dieses erste runde Jubiläum in der neuen Ära als eigenständige Firma wollte man im Frühling gebührend feiern, doch mit dem Lockdown musste der Glacier Express als einer der wenigen rein touristischen Züge stillstehen. Da seit Juni wenigstens ein erstes und seit Juli ein zweites der vier regulären Sommer-Kurspaare wieder verkehren, war auch der Moment gekommen das Jubiläum mindestens in bescheidenem Rahmen nachzuholen: Mit je einem kleinen Festakt in St. Moritz und Zermatt und einer Jubiläumsfahrt zwischen den beiden Ausgangspunkten in der ersten komplett renovierten Glacier-Komposition.

 

Bis letztes Jahr war der Glacier Express unter neuer Ägide sehr gut unterwegs – „so gut, dass sich die Eignerbahnen aufs aktive Elternsein zurückziehen konnten. In der aktuellen Situation braucht es wieder mehr Engagement von der MGBahn und von uns“, wie RhB-Direktor Renato Fasciati anmerkt; mit fast 258‘000 Passagieren wurde in der Tat annähernd die absolute Rekordmarke von 2008 erreicht. Das nun wieder anziehende Interesse stimmt Glacier Express-Direktorin Annemarie Meyer zwar vorsichtig optimistisch, doch zwischen zunehmenden Reservationen und den zum Zeitpunkt X effektiv realisierten Buchungen bestehe noch ein grosses Fragezeichen.

 

 

Urgesteine plaudern aus dem Nähkästchen

 

Für einen authentischen Jubiläumsrahmen sorgen zwei Protagonisten, die sich ganz besonders um den Glacier Express verdient gemacht hatten, Hanspeter Danuser und Amadé Perrig, die beiden langjährigen ehemaligen Kurdirektoren von St. Moritz und Zermatt – die letzten, die sich noch so nannten, und die lautesten dazu, wie Perrig verschmitzt erklärt: „Danuser mit dem Alphorn und ich mit Jodeln“. Klar, dass die Gäste Kostproben geboten erhalten. Mit weitgehend unbekannten Geschichten aus ihrem reichen Anekdotenfundus sorgen die seinerzeit bekanntesten Schweizer Tourismuspromotoren für weitere Erheiterung der Gäste.

 

So schildert Danuser, wie er anfangs der Achtziger Jahre einen Anstoss von Helmut Klee, dem langjährigen Leiter der damaligen Schweizer Verkehrszentrale in New York (und mit 91 Jahren der älteste noch lebende Förderer des Glacier Express), aufgriff. Er sah bei den Amerikanern noch ein enormes Potenzial: „Die wollen in den Alpen reisen, nicht Ferien machen.“ Die Eröffnung des Furkatunnels 1982 schien die ideale Gelegenheit dafür. Dazu wurden erstmals in der Schweiz – eine Sitzplatzreservation eingeführt werden (per Telex) und die skeptischen Direktoren der damals noch drei Betreiberbahnen überzeugt werden: "Als solide Ingenieure können wir doch nicht einen Glacier-Express neu lancieren, bei dem der Passagier den Rhone-Gletscher gar nicht mehr sieht!“ Im Gegensatz zu Eisenbahnern nehmen es Kurdirektoren mit der Geografie nicht so genau. Und die eindrückliche Passagierzunahme gibt ihnen sowieso Recht...

 

Wie Danuser gesteht, half der Glacier Express aber auch seiner Kurort-Promotion: „St. Moritz galt überall als extravagant und teuer, die Schweiz als solid, aber langweilig. Mit dem 'Glacier' weckte ich Sympathie und Goodwill: 'Slow Travel and Slow Food' – acht Stunden entschleunigende 'Panorama Time', und erst noch für ein Schnäppchen im Vergleich zu internationalen Eisenbahn-Klassikern.“

 

Fast unglaublich die Episode, aufgrund der es Amadé Perrig gelang, die schlechter frequentierte West-Ost-Belegung an die umgekehrte Fahrtrichtung anzugleichen: „Bei einem Golfturnier in den Neunziger Jahren trifft mich ein Gewaltsabschlag am Magen. Der besorgte President von JTB (Japan Travel Bureau) eilt herbei und fragt: ‚What can I do for you?‘ Worauf Perrig schlagfertig sagt: «Oh, I don‘t need a doctor but your help – you must bring me more tourists travelling in the direction from Zermatt to St. Moritz.» Und als höflicher Japaner konnte er diese Bitte nicht ausschlagen...“

 

Buchstäblich ein Knaller war laut Perrig ein paar Jahre später auch der Messeauftritt an der wichtigsten deutschen Busmesse RDA in Köln: „Erstmals wird ein Computer für direkte Buchungen angeschleppt. Leider ist die Verkabelung nicht einwandfrei – der Stand gerät in Brand und die Reservationen hatte man glücklicherweise auch noch auf Papier.“ Der Glacier Express war damit Messegespräch und bekam ungewollte Propaganda...

 

 

Demokratische Farbwahl

 

Ein kleiner Primeur ist von MGBahn-Direktor Fernando Lehner aber auch aus der Glacier-Neuzeit zu vernehmen: „Als es 2004 um die Bestimmung des Rottons der neuen Panoramawagen geht, wird nicht das traditionelle RhB-Rot oder das Rot der kurz zuvor fusionierten und neu livrierten MGBahn gewählt, sondern eine Mischung der beiden Farbtöne als Kompromiss“. Und wie der lichte Blauton zustande kommt? Die Rollmaterial- und Marketingchefs treffen sich im Schweizerhof am Zürcher Bahnhofplatz, stellen fünf grosse Farbtafeln vors Hotel und entscheiden dann unter Einfluss der Publikumswirkung...


Empfang und Jubiläumsfeier in St. Moritz


Jubiläumsfahrt Teil 1 St. Moritz - Chur


Jubiläumsfahrt Teil 2 Chur - Andermatt


 Jubiläumsfahrt Teil 3 Andermatt - Zermatt


Videos aus dem Archiv

Begegnung  zweier  Glacier Express-Züge  in  Disentis/Mustér,

dem Übergangsbahnhof von der Matterhorn Gotthard Bahn zur Rhätischen Bahn.


Der Glacier Express GEX 905 schlängelt sich hier kurz nach Sedrun auf seiner

gut 8-stündigen Fahrt von St. Moritz (10.02) nach Zermatt (18.10) dem Oberalppass entgegen.


Präsentation und Taufe der RhB Glacier Express Lok Ge 4/4 II 623 am 14. August 2018 am Bahnhof Chur.

Die Lok führte anschliessend den GEX 903 St. Moritz (09.15) - Zermatt (17.10) ab Chur bis nach Diesentis/Mustér.


Ein "besonderes Schmankerl" haben wir hier am 26. Juni 2019 eingefangen, als die RhB Ge 4/4 II 621 kurz vor dem Ziel eine Lokstörung (Kompressor) hatte.  Aber  selbst  solches  konnte  den  liebevoll  auch  als  "langsamsten Schnellzug der Welt" bezeichneten Zug nur wenig bremsen. Völlig unkompliziert hat dann halt die "Güterbahn" ausgeholfen bzw. nachgeschoben, so dass die Fahrgäste Samedan bzw. St. Moritz auch an diesem Tag ohne umzusteigen erreicht haben!


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Busersatz für die Regionalzüge zwischen Fribourg und Givisiez/Schmitten am kommenden Wochenende

Der Ausbau der Bahnanlagen im Osten des Bahnhofs Fribourg/Freiburg erfordert von Freitag, 14. August 2020 um 20.20 Uhr bis Sonntag, 16. August 2020 Betriebsschluss den Ersatz der Züge durch Busse zwischen Fribourg und Givisiez sowie zwischen Freiburg und Schmitten.

Die S1 nach Schmitten sowie die S20, S21 und S30 nach Givisiez werden durch Busse ersetzt          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Arbeiten der SBB im Osten des Bahnhofs Fribourg haben zum Ziel, den Bahnverkehr flüssiger zu gestalten. Damit eine neue Weichenanlage verlegt werden kann, müssen die Züge zwischen Freiburg und Givisiez sowie zwischen Freiburg und Schmitten von Freitag, 14. August 2020 um 20.20 Uhr bis Sonntag, 16. August 2020 durch Busse ersetzt werden. Am Montagmorgen, 17. August 2020 verkehren sie wieder im Normalbetrieb.

 

Die Züge der SBB-Linie S30 (Freiburg–Yverdon-les-Bains) und der tpf-Linien S20 (Freiburg–Neuchâtel) und S21 (Freiburg–Ins/Murten) werden zwischen Freiburg und Givisiez durch Busse ersetzt. Die Verbindungen der BLS-Linie S1 (Freiburg–Thun) werden zwischen Freiburg und Schmitten ebenfalls durch Busse sichergestellt.

 

Die Reisezeit verlängert sich für Benutzerinnen und Benutzer der Linien S30, S20 und S21 um 10 Minuten und für Benutzerinnen und Benutzer der S1 um 20 Minuten. Reisenden wird empfohlen, vor Reiseantritt den Online-Fahrplan zu konsultieren.

 

Der Online-Fahrplan ist entsprechend aktualisiert. An den Bahnhöfen stehen den Kundinnen und Kunden zusätzliche Informationen zur Verfügung. Sie können sich auch telefonisch an den Railservice wenden: Tel. 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.).



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Digitale InnoTrans Vorschau ab September 2020 - Virtual Market Place bietet zahlreiche neue digitale Angebote

Bekannterweise wurde die für September geplante InnoTrans auf dem Berliner Messegelände auf den 27. bis 30. April 2021 verschoben. Trotzdem ermöglicht die InnoTrans bereits ab September 2020 einen ersten Vorgeschmack auf die Highlights der Weltleitmesse für Verkehrstechnik im kommenden Jahr. Bei der digitalen InnoTrans-Preview ab dem 21. September 2020 dreht sich alles um Innovationen in den Segmenten Railway Technology, Railway Infrastructure, Public Transport, Interiors und Tunnel Construction.

Zur üblichen InnoTrans Zeit im September folgt in diesem Jahr schon mal eine digitale Vorschau         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die InnoTrans ist die internationale Leitmesse für Verkehrstechnik, die normalerweise alle zwei Jahre in Berlin stattfindet. 153'421 Fachbesucher aus 149 Ländern informierten sich auf der 12. Veranstaltung, die im September 2018 stattgefunden hatte. Zu den fünf Messesegmenten der InnoTrans zählen jeweils Railway Technology, Railway Infrastructure sowie Public Transport, Interiors und Tunnel Construction. Im Jahr 2018 informierten 3'062 Ausstellern aus 61 Ländern über die Innovationen der globalen Bahnindustrie. Aus den bekannten Gründen musste die 13. InnoTrans vom September 2020 auf April 2021 verschoben werden. Trotzdem ermöglicht die InnoTrans bereits ab September 2020 den Ausstellern einen ersten Vorgeschmack auf die Highlights der Weltleitmesse für Verkehrstechnik im kommenden Jahr.

 

Zentrale Anlaufstelle ist der InnoTrans Virtual Market Place (VMP), der die Fachmesse als digitale Informations- und Kommunikationsplattform 365 Tage im Jahr begleitet. Anlässlich des verschobenen Termins der InnoTrans 2020 erhält der VMP ein neues Design sowie ein Angebot verschiedener neuer Produkte, wie Videos, 3D Fotos, Webinare oder auch virtuelle Rundgänge durch Züge oder Werkshallen. Das neue Angebot ist für Aussteller der InnoTrans ab 12. August online buchbar und wird in der Preview ab dem 21. September 2020 dem Fachpublikum zur Verfügung stehen.

 

 

Verbände gestalten Programm der InnoTrans Convention

 

Die hochkarätigen Expertenrunden zu aktuellen zukunftsrelevanten Mobilitätsthemen haben sich im Rahmen der InnoTrans Convention über die Jahre als internationaler Treffpunkt für Topentscheider aus Wirtschaft, Politik und Verkehr etabliert.

 

Zu den vormals geplanten Terminen am 23. und 24. September 2020 werden die Verbände das Deutsche Verkehrsforum (DVF) und der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) ihre Dialog Foren sowie das International Bus Forum, ebenfalls DVF, digital anbieten. Die Themen für die Dialogforen am 23. September 2020 lauten: „Mobilitätsrevolution 4.0: Auf der Schiene aus der Krise“ (VDB) und „Investitionen planvoll und zügig umsetzen – für ein digitales und erweitertes Schienennetz“(DVF). Am 24. September 2020 wird sich das International Bus Forum mit der Frage beschäftigen: „In Zukunft elektrisch? Strategien für den e-Bus zwischen Klimaschutz und Spardiktat“.

 

 

Hoher Buchungsstand für die InnoTrans 2021

 

Die InnoTrans findet vom 27. bis 30. April 2021 auf dem Berliner Messegelände statt. Der aktuelle Buchungsstand liegt, trotz Stornierungen aufgrund der Verschiebung der InnoTrans, auf dem Niveau der InnoTrans 2018, wobei die ersten Unternehmen, die ihre Teilnahme für dieses Jahr frühzeitig storniert hatten, wieder zurückkehren. Des Weiteren nehmen auch Neuanmeldungen wieder zu.

 

Die InnoTrans bietet der Branche ein vielseitiges und internationales Ausstellerportfolio: „Die InnoTrans ist eine der wichtigsten Plattformen für den intensiven Dialog in der Bahnbranche. Gerade jetzt gilt es, gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen zu entwickeln und zu diskutieren, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Bahn stärken und unsere Verkehrssysteme nachhaltiger und vernetzter zu gestalten. Siemens Mobility wird auf der InnoTrans 2021 Innovationen präsentieren, die Mobilitätsbetreiber weltweit dabei unterstützen, ihre Infrastruktur intelligent zu machen, eine nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen, den Fahrgastkomfort zu verbessern sowie Verfügbarkeit zu garantieren.“, sagt Michael Peter, CEO Siemens Mobility.



                    

Vorschau auf die InnoTrans 2021 auf info24 News



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Zugausfälle: Corona-Krise verzögert Lokführer-Ausbildung bei der SBB

Die SBB hat Rekrutierung und Ausbildung von Lokpersonal stark intensiviert. Im Herbst 2020 werden rund 340 Lokführerinnen und Lokführer in Ausbildung sein. Trotz dieser Offensive bleiben die Bestände vorerst knapp. Die Coronavirus-Krise verschärft die Situation zusätzlich, da die Ausbildung mit Verzögerung bzw. im Rahmen von aufwändigen Schutzkonzepten durchgeführt werden muss. Mit einer deutlichen Entspannung kann erst ab Mitte 2021 gerechnet werden. Deshalb fährt die SBB gewisse Leistungen, die in Folge der Covid-19-Krise ausgesetzt wurden, nicht wieder hoch.

Als SBB Lokführerin mit besonderer Ausbildung auch im TGV Lyria Euroduplex 2N2 unterwegs            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Durch die Coronavirus-Krise hat sich der Ressourcenmangel beim Lokpersonal verschärft, da viele Aus- und Weiterbildungen während längerer Zeit nicht durchgeführt werden konnten. Zudem sind die Ausbildungen auf den Fahrzeugen auch heute nur mit Restriktionen möglich. So wird die Schulung auf dem Führerstand aktuell mit weniger Personen durchgeführt, was zu einer Verdoppelung der Ausbildungstage führt. Folglich verschiebt sich der Abschluss der Ausbildungsklassen um zwei bis vier Monate und die Erhöhung der Ausbildungsklassen wird erst im Laufe des Jahres 2021 Wirkung zeigen.

 

 

Vereinzelte Anpassungen im Fahrplanangebot

 

Bis Ende Jahr bleibt die Situation in der West- und Deutschschweiz angespannt. Im Rahmen der Coronakrise wurde das Angebot reduziert und seit dem 11. Mai 2020 wieder schrittweise hochgefahren. Aufgrund der angespannten Personalsituation werden in einzelnen Regionen bis auf Weiteres bestimmte Leistungen noch nicht wiedereingeführt.

 

 

Im Raum Lausanne/Genève und Brig werden die Zusatzzüge in der Hauptverkehrszeit nicht hochgefahren. Gleiches gilt im Regionalverkehr zwischen Lausanne und St. Maurice, Vallorbe und Le Brassus sowie Lausanne und Vallorbe. Diese Massnahmen gelten bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020.

 

Ebenfalls betroffen sind Leistungen des Léman Express. Gemeinsam mit den französischen Partnern werden derzeit die Angebotskonzepte im Detail ausgearbeitet und so rasch wie möglich kommuniziert.

 

In der Zürcher S-Bahn sind Leistungen, die im Zuge der Covid-19 bedingten Angebotsausdünnungen ausgesetzt wurden, erst teilweise (S20, S21, S23) oder noch gar nicht (S42) wieder hochgefahren. Diese Leistungen werden bis mindestens am 6. September weiterhin nicht angeboten.

 

Die Zusatzzüge im Fernverkehr zwischen Zürich und Luzern in der Hauptverkehrszeit verkehren bis zum Fahrplanwechsel nicht.
 

 

 

Weitere Angebotsanpassungen werden aktuell geprüft. Die SBB unternimmt ihr Möglichstes, um die Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten. Sämtliche Anpassungen sind im Onlinefahrplan abgebildet. Die SBB empfiehlt den Reisenden die gewünschte Verbindung vor der Fahrt im Onlinefahrplan zu überprüfen.

 

Die SBB entschuldigt sich bei den Kundinnen und Kunden für allfällige Unannehmlichkeiten. Um die Situation beim Lokpersonal zu verbessern, wurde die Zahl der Ausbildungsklassen bereits 2019 deutlich erhöht. Im Herbst 2020 werden rund 340 Lokführerinnen und Lokführer gleichzeitig in Ausbildung sein, das sind zehn Prozent des Lokpersonals der SBB. Zudem ist geplant, dass das Lokpersonal der SBB künftig auf mehr Strecken und Fahrzeugtypen ausgebildet werden, damit sie flexibler eingesetzt werden können.

 

Die SBB bedankt sich herzlich bei allen Lokführerinnen und Lokführern für ihren grossen Effort, um unbesetzte Touren zusätzlich zu übernehmen.

 

 

Wie werden Sie Lokführer/in?

 

Weil die Babyboomer-Jahrgänge pensioniert werden, braucht die SBB in den nächsten Jahren rund 1000 neue Lokführerinnen und Lokführer. Die Ausbildungen für Lokführerinnen und Lokführer hat eine zweijährige Vorlaufzeit. Die aktuellen Ausbildungsklassen sind nahezu vollbesetzt. In den im Herbst beginnenden Klassen hat es aber noch freie Plätze.



Suppressions de trains: La crise du coronavirus retarde la formation des mécaniciens de locomotive

Les CFF ont fortement intensifié les campagnes de recrutement et de formation du personnel des locomotives. À l'automne 2020, quelque 340 mécaniciennes et mécaniciens seront en formation. Malgré ces initiatives, les effectifs restent pour l'instant limités. La crise liée au coronavirus complique encore la situation car la formation prend du retard et doit respecter un vaste plan de protection. Une franche amélioration ne pouvant guère être attendue avant mi-2021, les CFF ont décidé de ne pas réintroduire certaines prestations suspendues à la suite de la crise liée au COVID-19.

 

 

 
 

La situation de pénurie de personnel des locomotives s'est encore aggravée en raison de la crise liée au coronavirus, comme les cours de formation et de perfectionnement n'ont pu avoir lieu pendant un certain temps. En outre, à l'heure actuelle, les formations à bord des véhicules sont encore soumises à certaines restrictions. Ainsi, le nombre de participants est limité, ce qui double le nombre de jours de formation nécessaires. Par conséquent, la fin des formations est repoussée de deux à quatre mois, si bien que les efforts entrepris dans ce domaine ne porteront pas leurs fruits avant le courant de l'année 2021.

 

 

Adaptations sporadiques de l'offre horaire

 

La situation restera tendue en Suisse alémanique et en Suisse romande jusqu'à la fin de l'année. L'offre a été réduite dans le cadre de la crise liée au coronavirus avant d'être réintroduite de manière échelonnée depuis le 11 mai 2020. En raison des problèmes d'effectifs, certaines prestations demeurent suspendues jusqu'à nouvel ordre selon les régions.

 

 

 
Dans la région de Lausanne/Genève et de Brigue, les trains supplémentaires ne seront pas proposés aux heures de pointe. Il en est de même pour les trains régionaux entre Lausanne et St-Maurice, Vallorbe et Le Brassus, Lausanne et Vallorbe. Ces mesures s’appliquent jusqu’au changement d’horaire en décembre 2020.
Les prestations du Léman Express sont également concernées. Les concepts d’offres font actuellement l’objet d’une élaboration dans les moindres détails en collaboration avec les partenaires français et seront communiqués le plus rapidement possible.
Suspendues dans le cadre de la vague de réductions de l’offre liée à la crise sanitaire, les prestations du RER Zurich sont pour l’instant réintroduites sur certaines lignes uniquement (S20, S21, S23) alors que d’autres restent fermées, à l’instar de la S42. Ces dernières ne seront pas proposées avant le 6 septembre au moins.
Les trains supplémentaires en trafic grandes lignes ne circuleront pas aux heures de pointe entre Zurich et Lucerne jusqu’au changement d’horaire.
 

 

 

D'autres adaptations de l'offre sont actuellement à l'étude. Les CFF font tout leur possible afin de limiter les conséquences pour la clientèle. Toutes les adaptations effectuées figurent dans l'horaire en ligne. Les CFF conseillent aux voyageurs de consulter l'horaire en ligne avant chaque trajet pour vérifier si la liaison souhaitée est proposée.

 

Les CFF présentent leurs excuses à la clientèle pour les éventuels désagréments occasionnés. Le nombre de classes de formation a été nettement augmenté dès 2019 afin de remédier à la pénurie de mécaniciens. À l'automne 2020, près de 340 mécaniciennes et mécaniciens seront une formation en même temps, ce qui représente 10% du personnel des locs. Parallèlement, il est prévu d'étendre le contenu didactique à d'autres tronçons et types de véhicules afin de disposer d'une plus grande souplesse au niveau de la répartition du personnel.

 

Les CFF adressent leurs sincères remerciements à l'ensemble des mécaniciennes et mécaniciens pour les efforts considérables qu'ils ont consentis afin d'assurer des tours vacants supplémentaires.

 

 

Devenez mécaniciennes / mécaniciens de locomotive

 

Au cours des prochaines années, les CFF devront recruter quelque 1000 mécaniciennes et mécaniciens pour remplacer les générations du baby-boom proches de la retraite. Il faut compter deux ans pour réaliser la formation de mécanicien. Les classes de formation actuelles sont presque complètes, mais il reste encore des places pour la session qui débute à l'automne.



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Innovativ und sauber: Erste neue RhB-Rangierlokomotive in Betrieb

Die Rhätische Bahn (RhB) erneuert ihre Rangierlokflotte: Heute Montag wurde die erste Elektro-Akkulokomotive dem Betrieb in Chur übergeben. Mit den neuen Fahrzeugen werden Lärmemissionen deutlich und Abgasemissionen vollständig reduziert. Die RhB beschafft bei Stadler für insgesamt 21,5 Millionen Schweizer Franken sieben neue Rangierlokomotiven mit der Bezeichnung Geaf 2/2 20601 - 20607. Im Gegenzug können elf alte Rangierfahrzeuge ausgemustert werden.

Die neue Geaf 2/2 20601 und die vor der Pension stehende Gm 3/3 231 in Chur                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die neuen elektrischen Rangierlokomotiven werden primär unter Fahrleitung verkehren. Sie verfügen zudem über eine Traktionsbatterie, mit welcher die Lokomotiven auch in nicht-elektrifizierten Gleisen betrieben werden können. Lithium-Ionen-Batterien sind mittlerweile so weit entwickelt, dass sie auch für Rangierfahrzeuge auf der Schiene eine angemessene Alternative zu den bisherigen Diesellokomotiven darstellen.

 

Die neuen Fahrzeuge sind den alten Rangierlokomotiven betreffend Wirtschaftlichkeit, Umweltbelastung, Störungsanfälligkeit sowie Lärm- und Abgasemissionen überlegen. «Wichtige Pfeiler der Strategie 2030 der RhB sind die Modernisierung des Rollmaterials sowie die Förderung von Nachhaltigkeit. Es freut mich deshalb sehr, dass wir heute die erste von sieben sauberen Rangierlokomotiven in Betrieb nehmen können», so Direktor Renato Fasciati anlässlich der Betriebsübergabe der Geaf 2/2 20601 an das Rangierteam Chur.

 

Die Lokomotiven werden im Verlaufe dieses Jahres an den Bahnhöfen Landquart, Untervaz-Trimmis, Chur, Ilanz, Thusis, Davos Platz und Zernez dem Betrieb übergeben. Im Gegenzug können elf alte Rangierlokomotiven ausgemustert werden, die ihre vorgesehene Lebensdauer erreicht haben. Die am häufigsten eingesetzten Fahrzeuge wurden zunehmend stör- und wartungsanfällig. Für sie wäre ein umfangreicher Refit nötig gewesen. Allerdings hätten trotz dieser Massnahme die Betriebs- und Unterhaltskosten nicht wesentlich gesenkt werden können.

 

Die Beschaffung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn) realisiert, die ebenfalls zwei neue Rangierfahrzeuge dieses Typs bestellt hat. So konnten Synergien genutzt und die Beschaffungskosten um rund 1 Million Schweizer Franken reduziert werden.

 

 

Technische Daten der neuen Rangierlokomotiven

 

 

Antrieb

 

 

Gewicht                                                                                                             30 t

Max. Anfahrzugkraft Adhäsion                                                                          75 kN

Leistung am Rad (dauernd) elektrisch                                                            500 kW

Leistung am Rad ab Traktionsbatterie                                                            200 kW

 

Max. Anhängelast bei 0 bis 2 ‰                                                                       500 t

Max. Anhängelast bei 35 ‰ (Albula)                                                                150 t

Max. Anhängelast bei 45 ‰ (Prättigau)                                                           100 t

Max. Anhängelast bei 60 ‰ (Chur-Arosa)                                                         70 t

 

Max. Geschwindigkeiten

-       elektrisch                                                                                             80 km/h

-       ab Traktionsbatterie                                                                             40 km/h

 

Raddurchmesser neu/alt                                                                              810/740 mm

 

 

 

Bremsen

 

-          Direkte Rangierbremse

-          Elektrische Nutzstrombremse (Rekuperation ins Netz oder Batterie)

-          Automatische Bremse Vakuum und Druckluft

-          Federspeicher Feststellbremse

Bremsen, Rekuperation                                                                                   -800 kW

Bremsen, laden Traktionsenergie                                                                    -200 kW


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Faktenblatt Geaf 2/2
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Die "ältere Generation" in Landquart  

Die Geaf 2/2 20601 in Chur                Fotos: Marcel Manhart




Präsentation der Geaf 2/2 20601 am 3. August 2020 in Chur

 


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Die Deutsche Bahn macht sich schick: Neue Unternehmensbekleidung kommt zum 1. August 2020

Die Neue ist endlich da – und sie ist wirklich ein Hingucker! Ab dem 1. August 2020 tragen zehntausende DB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zügen, Bussen, an Bahnhöfen und in Reisezentren die neue, moderne Unternehmensbekleidung in den Farben Burgundy und Blau. 

Im DB Bahn Tower am Potsdamer Platz freut man sich auf die neue Bekleidung             Foto: Deutsche Bahn / Oliver Lang

 

 

 

 

DB-Chef Richard Lutz: "Mit unserer Strategie `Starke Schiene` wollen wir moderner werden und unseren Kunden ein attraktives Reiseerlebnis bieten. Dabei spielen unsere Beschäftigten als Gastgeber unserer Kunden in den Zügen und in den Bahnhöfen eine ganz entscheidende Rolle. Deshalb ist die neue Unternehmensbekleidung für mich ein Schlüssel für eine sympathische Bahn. Ich freue mich sehr über den gelungenen modischen und modernen Neubeginn für unsere Mitarbeitenden, die jeden Tag im Kundenkontakt den Laden am Laufen halten.“

 

DB-Personalvorstand Martin Seiler: "Ich denke, es ist nicht übertrieben zu sagen, dass hier eine neue Ära bei der Deutschen Bahn beginnt. Denn unser Erscheinungsbild in Deutschland ändert sich von einem Tag auf den anderen fast komplett. Die DB präsentiert sich hier wieder einmal als moderner und attraktiver Arbeitgeber. Jetzt können wir hinzufügen – ein wirklich schicker Arbeitgeber. Uns war es deshalb auch wichtig, dass unsere Kolleginnen und Kollegen von Anfang an in die Planungen mit einbezogen werden.“

 

Stardesigner Guido Maria Kretschmer hatte die Kollektion aus 80 Einzelteilen in enger Abstimmung mit dutzenden DB-Mitarbeitern entworfen. Nach längeren Tragetests und weiteren Anpassungen begannen die Produktion und im Januar dieses Jahres die Bestellungen. Trotz der Corona-Krise konnten die Kleidungsstücke im vorgesehenen Zeitrahmen genäht und geliefert werden.

 

Rund 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kundenkontakt tragen bei der DB Unternehmensbekleidung. In einigen Regionen findet der Rollout über die nächsten Monate hinweg statt. Die Beschäftigten erhalten "Styleguides" mit allen Kombinationsmöglichkeiten auf einen Blick. Neu im Angebot sind für einige Berufsgruppen Jeans und Polohemd. Kleider gibt es nun ebenfalls.

 

Die DB achtet bei der Produktion auf die Einhaltung von besonders hohen Nachhaltigkeitsstandards, die das renommierte Institut Hohenstein zertifiziert. Ein Grossteil der Kleidungsstücke wird deshalb das Label MADE IN GREEN by OEKO-TEX® tragen, das für schadstoffgeprüfte Materialien und eine umweltfreundliche sowie sozialgerechte Produktion steht.

 

Die bisherige Unternehmensbekleidung wurde vor 17 Jahren eingeführt. Die DB sammelt die Kleidungsstücke nun ein und lässt sie in Teilen recyclen. Daraus entstehen u. a. Malerteppiche, Dämmschichten, Putzlappen und Wischtücher.


Videos:  © Deutsche Bahn / Oliver Lang

Die neue Unternehmensbekleidung der Deutschen Bahn (DB):
O-Töne von Dr. Richard Lutz, CEO und Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 


Hier in diesem Video (Schwerpunkt Bahnsteigservice / Reisezentrum)

werden die Details der neuen Bekleidung näher unter die Lupe genommen.

 


Hier in diesem Video stellt die Deutsche Bahn die neue Unternehmensbekleidung

bei der Arbeit (Zugbegleiter/-innen, Lokführer-/innen, Bordgastronomie) im Fernverkehr vor.

 


Hier in diesem Video stellt die Deutsche Bahn die neue Unternehmensbekleidung an der Arbeit bei DB Regio vor.

 


Hier in diesem Video nimmt uns eine Busfahrerin mit auf die Reise und

stellt die neue Unternehmensbekleidung an der Arbeit bei DB Regio Bus vor.

 


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DB legt Halbjahreszahlen 2020 vor - Corona lässt Umsatz und Ergebnis einbrechen

Mit Rekordinvestitionen stemmt sich die Deutsche Bahn (DB) gegen die Folgen der Corona-Pandemie, um wieder auf einen Wachstumspfad zurückzukehren. Einstweilen hat die weltweite Infektionswelle auch die DB wirtschaftlich hart getroffen und im ersten Halbjahr 2020 Umsatz und Ergebnis einbrechen lassen. Daher schliesst die DB die ersten sechs Monate mit einem operativen Verlust (EBIT bereinigt) in Höhe von 1,8 Milliarden Euro ab. Hinzukommen ausserordentliche Effekte, die vor allem durch eine Sonderabschreibung auf die DB-Tochter Arriva von 1,4 Milliarden Euro geprägt sind. Zusammen führt dies im ersten Halbjahr zu einem Ergebnis nach Steuern von minus 3,7 Milliarden Euro.

Mit Rekordinvestitionen will die DB nach der Corona-Kriese wieder wachsen                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Bund und Bahn stehen zu ihrem langfristigen Modernisierungs- und Ausbauprogramm für die Eisenbahn in Deutschland, so dass im ersten Halbjahr 2020 die Investitionen erneut gestiegen sind. Mit 5,6 Milliarden Euro (Brutto-Investitionen) und 2,8 Milliarden Euro (Netto-Investitionen) erreichten diese ein neues Rekordniveau und die höchsten Halbjahreswerte in der DB-Geschichte.

 

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG: "Das Virus hat unseren erfolgreichen Wachstumskurs jäh ausgebremst und die DB in die schlimmste finanzielle Krise seit ihrem Bestehen gestürzt. Corona hat aber auch gezeigt, wie entscheidend die Schiene für Deutschland und Europa ist: Wir sind systemrelevant. Wir halten auch in sehr schwierigen Zeiten verlässlich Mobilität und Logistik aufrecht."

 

Dank der seit einem Jahr verfolgten Strategie „Starke Schiene“ habe die DB den Belastungstest bestanden. Lutz: „Jetzt arbeiten wir jeden Tag daran, wieder mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen. Dass unsere Investitionsoffensive weitergeht, belegt der Kauf von 30 zusätzlichen ICEs nachdrücklich.“

 

Im ersten Halbjahr 2020 sank der Umsatz des DB-Konzerns im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 11,8 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro. Knapp 663 Millionen Reisende nutzten die Nah- und Fernverkehrszüge der DB in Deutschland – und damit 37 Prozent weniger als in der ersten Jahreshälfte 2019. Dabei war der Konzern noch im Januar und Februar, nicht zuletzt dank der Senkung der Mehrwertsteuer, mit einem kräftigen Plus ins Jahr gestartet.

 

Die Verkehrsleistung auf der Schiene im Fernverkehr ging in den ersten sechs Monaten um 44 Prozent auf knapp zwölf Milliarden Personenkilometer zurück. Im Zugverkehr bei DB Regio fiel die Verkehrsleistung um 41 Prozent und bei DB Cargo um knapp 13 Prozent. Der Schienengüterverkehr legte beim Transport von Lebensmitteln und Pandemie-Artikeln zwar zu. DB Cargo litt aber unter anderem erheblich unter dem zeitweiligen Stillstand in zahlreichen Schlüsselindustrien.

 

Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Deutschland zeichnen sich seit Mai wieder Verbesserungen im Kerngeschäft der DB ab. Positiv entwickelte sich die Pünktlichkeit. Sie liegt deutlich über Vorjahr. Der Fernverkehr erzielte mit 83,5 Prozent den besten Halbjahreswert seit zwölf Jahren. Die Zufriedenheit der Kunden mit der aktuellen Fahrt kletterte im Juni auf den höchsten Stand seit zehn Jahren.

 

 

Rückblick auf 2019

 

Sehr unterschiedlich ist das Bild beim internationalen Geschäft. Die europäische Nahverkehrstochter DB Arriva war bereits seit längerem durch den beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und die Entwicklungen auf dem britischen Eisenbahnmarkt unter Druck geraten. Die Corona-Krise traf die DB-Tochter zusätzlich mit voller Wucht, da DB Arriva in Ländern mit besonders schwerem Pandemie-Verlauf wie Großbritannien, Italien und Spanien aktiv ist. Vor diesem Hintergrund war eine Sonderabschreibung von 1,4 Milliarden Euro unumgänglich.

 

Die internationale Logistik-Tochter DB Schenker navigiert hingegen trotz Umsatzeinbußen gut durch die Krise. Sie bewährte sich weltweit als zuverlässiger Versorger und steigerte das operative Ergebnis (EBIT bereinigt) auf 278 Millionen Euro (plus 16,8 Prozent gegenüber erstem Halbjahr 2019).

 

 

Wachstumsoffensive wird fortgesetzt

 

Die DB hat in den ersten sechs Monaten mit rund 19.000 Zusagen an neue Mitarbeiter weiter auf Rekordniveau eingestellt. Angesichts gleichzeitiger Rekordinvestitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge bilanzierte Finanzvorstand Dr. Levin Holle: „Das ist ein starkes gemeinsames Signal von Bund und DB für Klimaschutz und Wachstum."

 

Dr. Levin Holle, Vorstand Finanzen und Logistik Deutsche Bahn AG: "Wir sparen nicht an der Zukunft, wir gestalten sie!"

 

Die Wachstumsoffensive wird sich kurzfristig noch nicht positiv auf die wirtschaftliche Lage der DB auswirken. Zum Jahresende erwartet die DB mit bis zu 3,5 Milliarden Euro den größten operativen Verlust (EBIT bereinigt) ihrer Geschichte. Der Umsatz im Jahr 2020 könnte auf bis zu 38,5 Milliarden Euro sinken. Alle Prognosen sind unverändert mit hohen Unsicherheiten behaftet.


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DB Halbjahres-Pressekonferenz 2020
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Positiver Bundesgerichtsentscheid zugunsten der S3 im Zürcher Unterland

Das Bundesgericht hat zugunsten der Pendlerinnen und Pendler entschieden: Der im Dezember 2018 eingeführte Halbstundentakt der S3 zwischen Zürich Hardbrücke und Bülach bleibt bestehen. Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) nimmt diesen Entscheid mit Genugtuung zur Kenntnis, weil er die langjährige Planung des ZVV stützt.

Eine S3 bereit in Bülach zur Fahrt vom Zürcher Unterland ins Zürcher Oberland nach Wetzikon        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Züge der Linie S3 auf der S-Bahn Zürich verkehren tagsüber auf dem Streckenabschnitt von Zürich Hardbrücke über Zürich Hauptbahnhof - Stettbach - Effretikon - Pfäffikon ZH nach Wetzikon. Nach über zehn Jahre langer Planung wollte der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) Ende 2018 zusätzlich den Halbstundentakt der S3 auf dem Abschnitt zwischen Bülach und Zürich Hardbrücke am Morgen und am Abend einführen. In seinen Netznutzungsplänen für die besagte Fahrplanperiode stellte das Bundesamt für Verkehr (BAV) jedoch die benötigten sogenannten Trassen dem Güterverkehr zur Verfügung. Die S3 hätte auf diesem Abschnitt somit nur im Stundentakt fahren und die beabsichtigte Entlastung für die steigende Anzahl Fahrgäste nicht erbringen können.

 

Gegen diesen Entscheid des BAV erhob der ZVV gemeinsam mit dem Zürcher Regierungsrat und der Stadt Bülach Beschwerde. Im Herbst 2018 sprachen die Gerichtsinstanzen die benötigen Trassen als vorsorgliche Massnahme der S-Bahn zu. Seit Dezember 2018 konnte die SBB die S3 zwischen Bülach und Zürich Hardbrücke wie geplant im Halbstundentakt fahren lassen.

 

 

Erfolg vor Bundesgericht

 

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation(UVEK) zog die Beschwerde daraufhin an das Bundesgericht weiter. Dieses hat nun in seinem abschliessenden Urteil die Haltung des ZVV betreffend der S3 gestützt. Der Entscheid schützt insbesondere die Planungs- und Investitionssicherheit aller Beteiligten. Das ist zu begrüssen, denn der öffentliche Personenverkehr ist wegen der teilweise hohen Investitionssummen ein langfristiges Geschäft, das sorgfältige und verlässliche Planungen erfordert. Im vorliegenden Fall begann die Planung des ZVV bereits vor über zehn Jahren und war dem Bund bekannt. Im Hinblick auf die zusätzlichen S-Bahn-Kurse der S3 wurden auch schon zusätzliche Züge für die Flotte der Zürcher S-Bahn bestellt und gekauft.

Die Züge der S3 und der S9 verbinden das Zürcher Unterland mit dem Zürcher Oberland                      Foto: Marcel Manhart

 

 

Zu den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend verkehrt die S3 ab Bülach via Zürich Hardbrücke - Zürich HB - Stettbach - Effretikon - Pfäffikon ZH nach Wetzikon. Die S9 fährt ganztags zwischen Schaffhausen - Bülach - Zürich Hardbrücke - Zürich HB - Stettbach - Dübendorf - Schwerzenbach ZH und Uster.

 

«Ich bin sehr erfreut, der Einsatz für diese Verbindung hat sich gelohnt. Denn der Halbstundentakt der S3 zwischen Bülach und  Zürich Hardbrücke ist bereits etabliert und wird von den Pendlerinnen und Pendlern ansprechend genutzt», sagt die Präsidentin des ZVV-Verkehrsrats und Regierungsrätin Carmen Walker Späh. «Das entlastet die Kurse der S9 in den Hauptverkehrszeiten».



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Baufinale Allgäu: Letzte Zugausfälle für Elektrifizierung mit Schienenersatzverkehren

Ausflügler mit der Bahn ab München in Richtung Allgäu und Bodensee sollten sich im August und September 2020 vorab über den Fahrplan informieren. Denn sowohl zwischen Buchloe und Mindelheim als auch auf den Strecken von Lindau Richtung Hergatz, Friedrichshafen und Bregenz kommt es jeweils für gut drei Wochen zu Gleissperrungen mit Schienenersatzverkehr. Im Fernverkehr fallen die Eurocity-Züge München - Kempten - Lindau - Bregenz - Zürich u.a. auch wegen Bauarbeiten in Österreich bis und mit 13. September 2020 aus.

SBB Eurocity Zürich - München am Grenzbahnhof in St. Margrethen                                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Eurocity Züge Zürich - St. Margrethen - Bregenz - Lindau -  München und umgekehrt fallen infolge Bauarbeiten auf Streckenabschnitten in Österreich (St. Margrethen - Bregenz - Lindau) und in Deutschland bis zum 13. September 2020 aus. Bis dahin fahren nur die IC-Busse nonstop zwischen den beiden Metropolen Zürich und München.

 

 

Schienenersatzverkehr Buchloe – Mindelheim und Türkheim – Bad Wörishofen

 

Auf der Zielgeraden des Bahnausbaus rückt der Bahnhof in Türkheim noch einmal ins Blickfeld. Dort tauscht die Bahn von Mittwoch, 5. August 2020, bis einschliesslich Mittwoch, 26. August 2020, vier Weichen im westlichen Bahnhofsbereich aus. Im Stellwerk und an den Signalen sind noch letzte Arbeiten nötig.

 

Im genannten Zeitraum werden die Züge zwischen Buchloe und Mindelheim sowie zwischen Türkheim und Bad Wörishofen durch Busse ersetzt. Die Busse benötigen eine etwas längere Fahrzeit als die ausfallenden Züge. Sie sind so getaktet, dass auf der Strecke München – Memmingen die Zuganschlüsse in Mindelheim und auf der Strecke Bad Wörishofen – Türkheim die Zuganschlüsse in Türkheim erreicht werden. Nicht betroffen ist der Zugverkehr von München bzw. Augsburg über Buchloe in Richtung Kempten, Füssen oder Oberstdorf.

 

 

Schienenersatzverkehr von Lindau Richtung Hergatz, Kressbronn und Lochau-Hörbranz

 

Im Sommer 2020 bündelt die Bahn die Arbeiten im Bahnknoten Lindau. In einer ebenfalls dreiwöchigen Gleissperrung von Samstag 8. August 2020, bis einschliesslich Sonntag, 30. August 2020, findet auf den Strecken von und nach Lindau eingeschränkter bzw. kein Zugverkehr statt.

 

Auch hier gibt es einen Schienenersatzverkehr (SEV) zwischen Lindau und Hergatz (Strecken Richtung Kempten, Memmingen und Kißlegg), zwischen Lindau und Kressbronn (Strecke Richtung Friedrichshafen) sowie Lindau und Lochau-Hörbranz (Stecke Richtung Bregenz). Da die Busse eine längere Fahrzeit haben, fahren sie in Lindau früher ab bzw. kommen dort später an als die ausfallenden Züge. Vom 27. – 30. August 2020 wird der SEV auf der Strecke Richtung Kempten/Oberstdorf bis Oberstaufen verlängert. Rollstühle und Kinderwagen können in den Bussen mitgenommen werden, Fahrräder jedoch nicht.

 

 

Neue Flotte mit kürzeren Reisezeiten und mehr Verbindungen von Zürich nach München ab Dezember 2020

 

Wie bereis darüber berichtet baut die SBB ab dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember das EuroCity-Angebot in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern DB und ÖBB auf der Strecke Zürich - München markant aus. Auf der neu vollständig elektrifizierten Strecke kommen ab 13. Dezember 2020 die modernen SBB "Astoro" Triebzüge RABe 503 (ETR 610 2. Serie) zum Einsatz. Das Angebot erhöht sich von derzeit 3 auf künftig 6 Fahrten pro Tag und Richtung, die Anzahl der Sitzplätze um rund 60 Prozent. Die Fahrzeit wird um 20 bis 45 Minuten auf rund 4 Stunden verkürzt. In einem zweiten Schritt soll eine weitere Fahrzeitverkürzung auf 3 Stunden 30 Minuten erfolgen.

 

Dank der neuen Züge, die in Deutschland mit Neigetechnik unterwegs sind, den verschiedenen baulichen Anpassungen der Linie und dem neuen Durchgangsbahnhof in Lindau-Reutin kann die Fahrzeit der Strecke Zürich–München ab Dezember 2020 auf rund 4 Stunden verkürzt werden. Das ist 45 Minuten schneller im Vergleich zur derzeit baubedingten Führung via Kempten bzw. 20 Minuten schneller im Vergleich zur Fahrzeit via Memmingen vor der Baustelle.

 

 

Bahnstrecke München - Zürich wird konkurrenzfähiger

 

In einem zweiten Schritt, voraussichtlich per Ende 2021, soll dann ein weiterer Fahrzeitgewinn um 30 Minuten realisiert werden. Die effektive Fahrzeit beträgt dann noch 3 Stunden und 30 Minuten. Ermöglicht werden soll diese weitere Fahrzeitverkürzung durch einen automatisierten Wechsel zwischen den länderspezifischen Zugsicherungssystemen an den Landesgrenzen.

 

Damit entfällt der sonst übliche lange Halt zum manuellen Wechsel der Systeme an den Grenzbahnhöfen. Dieser im Fachjargon «dynamische Transition» genannte Systemwechsel bedingt eine Aufrüstung der eingesetzten Triebzüge mit dem Zugsicherungssystem ETCS Baseline 3. Die Ausrüstung der Züge erfolgt durch Alstom, dem Hersteller der Triebfahrzeuge des Typs ETR 610. Ursprünglich war die Fertigstellung der Ausrüstung der Fahrzeuge mit dem erforderlichen System bereits auf Dezember 2020 geplant. Aufgrund von Verzögerungen bei der Entwicklung und Zulassung kann der Einsatz des neuen Systems voraussichtlich nun auf Dezember 2021 erfolgen.

 

Das neue Angebot verbessert deutlich die Konkurrenzfähigkeit der Eisenbahn im Vergleich zum Flugzeug, zum Busverkehr und zum motorisierten Individualverkehr mit mehr Kapazitäten, komfortablen Zügen und kürzerer Fahrzeit. Mit der vollständigen Elektrifizierung der Strecke endet der Einsatz der letzten Diesellok im Internationalen Personenverkehr der SBB. Die Ostschweiz, das Land Vorarlberg und München rücken näher zusammen. Gleichzeitig bestehen in München attraktive Anschlüsse an das ICE-Netz.

 

 

Fahrplaninformationen zum regionalen Bahnverkehr während den Bauarbeiten

 

Informationen zum Baufahrplan finden die Fahrgäste im Internet unter https://bauinfos.deutschebahn.com/bayern oder über die App DB-Navigator. Die Fahrplanänderungen sind in der elektronischen Fahrplanauskunft im Internet und an den Fahrkartenautomaten bereits berücksichtigt. Für Reisen nach Österreich gibt es Informationen über die Website der ÖBB.

 

In Lindau macht es die Vielzahl von parallel durchzuführenden Baumassnahmen notwendig, dass die Arbeiten teilweise nachts und am Wochenende stattfinden. Wo immer möglich, werden die lärmintensiven Arbeiten tagsüber durchgeführt. Die Bündelung der Arbeiten auf einen Zeitraum ohne Zugfahrten lassen eine Zeitersparnis im weiteren Bauverlauf zu. Die Bauarbeiten werden die durch das Eisenbahn-Bundesamt festgelegten Lärmschutzgrenzen nicht überschreiten.

 

Im Einzelnen finden in Reutin letzte Gleisbauarbeiten im Bereich der neuen Verkehrsstation statt. Südlich der Verkehrsstation entsteht die neue Abstell- und Tankanlage. Der Bereich Reutin erhält zudem neue Oberleitungen. Weitere Massnahmen im Knoten Lindau betreffen den Lärmschutz – auf einer Gesamtlänge von rund 3,7 Kilometern errichtet die Bahn Schallschutzwände. Auf der Strecke nach Hergatz erneuert die Bahn auf drei Kilometer die Gleise. Auch auf der Südbahn finden im Bereich Lindau-Aeschach Oberleitungs-, Gleis- und Brückenarbeiten statt.


Eurocity 194  München Hbf (12.14)  -  Buchloe (12.59)  -  Kempten (Allgäu) Hbf (13.42)  -  Lindau Hbf (14.54) -

Bregenz (15.06) - St. Margrethen (15.29) - St. Gallen (15.55) - Winterthur (16.33) - Zürich Flughafen ( 16.48) -

Zürich HB (16.58) bei der Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof.


Eurocity 194  München Hbf (12.14)  -  Buchloe (12.59)  -  Kempten (Allgäu) Hbf (13.42)  -  Lindau Hbf (14.54) -

Bregenz (15.06) - St. Margrethen (15.29) - St. Gallen (15.55) - Winterthur (16.33) - Zürich Flughafen ( 16.48) -

Zürich HB (16.58) bei der Einfahrt in den Schweizer Grenzbahnhof St. Margrethen.


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RhB: Faszinierend anders unterwegs - mit Schutzkonzept

Der Entscheid des Bundesrates, im öffentlichen Verkehr eine Maskentragepflicht einzuführen, wird von der ÖV-Branche getragen. Nach den ersten Tagen zieht die Rhätische Bahn (RhB) ein positives Fazit. Die Fahrgäste halten sich fast ausnahmslos an die Maskenpflicht. Die RhB unternimmt im Berufs- und im Freizeitverkehr grosse Anstrengungen, um den Schutz von Reisenden und Mitarbeitenden zu gewährleisten. Dies erlaubt es, weitere Produkte und Erlebnisse wieder ins Angebot aufzunehmen.

Der Bernina Express Chur-Tirano ist bereits in Betrieb, ab 30. Juni folgt auch der BEX aus St. Moritz   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Das Vertrauen in den öffentlichen Verkehr und die Lust auf Bahnreisen steigen: Seit der Wiederaufnahme des touristischen Verkehrs am 8. Juni 2020 und dem wieder hochgefahrenen Angebot sind wieder mehr Fahrgäste mit den Zügen der RhB unterwegs. Im Schnitt ca. 60 Prozent gegenüber vor der Coronakrise. Diese Zunahme und das Ausarbeiten von Schutzkonzepten für die verschiedenen Produkte ermöglichen es der RhB, ihr Angebot weiter hochzufahren.

 

 

Bernina Express von und nach St. Moritz wird wieder in Betrieb genommen

 

Erfreulicherweise unternehmen auch wieder mehr Leute eine Reise mit dem Bernina Express. Nach wie vor verkehrt ein Zugpaar je Richtung zwischen Chur und Tirano. Dank der kontinuierlich steigenden Nachfrage kann die RhB ab 30. Juli 2020, jeweils vom Donnerstag bis am Sonntag, auch den Betrieb des Bernina Express von St. Moritz nach Tirano und umgekehrt (Züge 973/974/975/976) wieder aufnehmen. Bereits seit dem 27. Juni 2020 ist der Bernina Express Bus wieder unterwegs, welcher zwischen Tirano und Lugano für Anschluss an den Bernina Express sorgt.

 

 

Touristische Angebote mit eigenem Schutzkonzept - Essen und Trinken erlaubt

 

Ab Juli finden auch beliebte Angebote wie die Zeitreise mit Gleisbauer Reto, die Abenteuerfahrten mit dem Kinder-Kondukteur Clà Ferrovia, die Baustellenführungen des Albulatunnels oder die Tschutschu-Bahn zum Landwasserviadukt wieder statt. Für jedes der touristischen Angebote hat die RhB entsprechende Schutzmassnahmen erarbeitet. Dies betrifft auch kulinarische Genussfahrten wie den Arosa Genussexpress oder die Gourmino-Speisewagen, die täglich auf der Albulalinie unterwegs sind. Bei diesen Erlebnissen kommen die Gastro-Schutzbestimmungen zur Anwendung. Sie erlauben das Essen und Trinken im öV, und die Maske kann während dieser Zeit entfernt werden. Bei einer Buchung von Charterwagen wie zum Beispiel der rollenden Bündnerstube Stiva Retica, dem Piano Bar-Wagen oder dem InnoTren gelten ebenfalls die Gastro-Schutzbestimmungen und es kann unter Berücksichtigung der Mindestabstände in diesen Fällen vom Tragen einer Maske abgesehen werden.

 

 

Grosses Engagement für Hygiene und Sicherheit: «Clean and Safe» unterwegs

 

Nach wie vor steht der Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden an erster Stelle. Das von der öV-Branche erarbeitete Schutzkonzept orientiert sich an den Vorgaben und Hygiene- und Distanzregeln des Bundesrates. Die Reinigung der Züge wurde intensiviert. Mehrmals täglich werden Kontakt- und Oberflächen wie Haltestangen, Taster, Tische, Armlehnen sowie die WCs gereinigt und desinfiziert. Auch an den Bahnhöfen wird öfter gereinigt. Reisende haben die Möglichkeit, sich auch in den offenen WC-Anlagen der Bahnhöfe die Hände entsprechend der Vorgaben zu waschen. An bedienten Bahnhöfen wurden Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Als touristische Leistungsträgerin ist die RhB Teil der Kampagne «Clean and Safe», bei welcher die touristischen Betriebe und Anbieter mit weiteren Massnahmen ihre Gäste schützen und ihnen so einen angenehmen Aufenthalt in der Schweiz ermöglichen.


Das aktuelle ÖV-Schutzkonzept wurde mit der Maskenpflicht ergänzt

 

Die Sicherheit der Reisenden hat auch für die ÖV-Unternehmen höchste Priorität. Die Auslastung hat in den vergangenen Wochen zugenommen. Mit der Maskenpflicht zusätzlich zu den bisherigen Schutzmassnahmen kann die Prävention verstärkt werden. Die ÖV-Branche ist überzeugt, dass die Reisenden diese Vorgabe mittragen, um sich und andere zu schützen. Das per 6. Juli 2020 angepasste Schutzkonzept im öffentlichen Verkehr orientiert sich an den Massnahmen des Bundesrates und bleibt bis auf Weiteres bestehen. Es wird jeweils angepasst, falls die Strategie des Bundesrats dies erfordert oder falls es während der Umsetzung notwendig wird.


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Nachhaltige Impulse für Stadtentwicklung in Rüdesheim am Rhein

Der Start der Deutschen Bahn in ein Jahrzehnt der Investitionen ist auch in Rüdesheim am Rhein zu spüren. Nach vielen Jahren aktiver Nutzung wurde die Fussgängerunterführung "Rottland“ in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Rüdesheim am Rhein erneuert und nun in Betrieb genommen. Drei weitere Fussgängerunterführungen sowie eine Eisenbahnüberführung, ein neuer Bahnhof und eine Schallschutzwand im Stadtgebiet sind bereits in Planung. Insgesamt werden in den nächsten Jahren über 60 Millionen Euro in Bahnprojekte im Bereich des international beliebten Reiseziels investiert.

Der Bahnhof beim EÜ Rottland soll in den Osten von Rüdesheim verlegt werden                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Sehnlichst haben die Rüdesheimerinnen und Rüdesheimer und auch unsere Gäste die Fertigstellung der Unterführung am Bahnhof erwartet. Endlich wieder eine sichere fussläufige Verbindung vom Bahnhof direkt zum Rhein – heute ist ein schöner Tag!“, feiert der Rüdesheimer Bürgermeister Klaus Zapp die Freigabe. "So kann es weitergehen mit unserem Tourismusort und der Deutschen Bahn! Wir als Stadt wollen unseren Teil für eine partnerschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit gerne beitragen. Die nächsten gemeinsamen Projekte sind bereits in Planung – dazu gehört auch die Verlegung des Bahnhofs in den Osten von Rüdesheim am Rhein“, so Zapp weiter.

 

Innerhalb von 100 Stunden wurden die alten Brückenteile an der Eisenbahn-über- und Fussgängerunterführung Rottland im vergangenen Jahr abgerissen und die 337t schwere Eisenbahnüberführung trotz eines herausfordernden Baugrunds pünktlich eingesetzt. Während der Zugverkehr oben wieder rollte, wurde die Personenunterführung im Anschluss präzise nach den umfassenden Auflagen des Landesamts für Denkmalpflege wiederhergestellt und kann nun von Anwohnern und Touristen wieder genutzt werden.

 

"Auch in den kommenden Jahren werden weitere Modernisierungs- und Investitionsmassnahmen in und um Rüdesheim sukzessive vorangetrieben“, so Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter für das Land Hessen der Deutschen Bahn AG. "Das Erscheinungsbild des Bahndamms an der Uferfront von Rüdesheim wird sich in den kommenden Jahren erheblich weiterentwickeln und wir hoffen, gemeinsam mit der Stadt auch einen modernen Bahnhof an attraktiver Stelle errichten zu können. Bei allen Vorhaben wollen wir sehr eng mit der Stadt Rüdesheim zusammenarbeiten, sodass die neuen Anlagen vor Ort Anklang finden.“

 

Bis voraussichtlich Ende 2021 werden drei Fussgängerunterführungen und eine Eisenbahnüberführung im Stadtgebiet erneuert. Hierzu gehören unter anderem die Unterführungen Assmannshausen und Adlerturm. Eine deutliche Verbesserung der Schallemissionen für Anwohner entlang der Bahnstrecke bringt der für 2023 geplante Bau einer über 600 Meter langen und zwei Meter hohen Schallschutzwand mit sich.

 

Auch für den Bau eines neuen Rüdesheimer Bahnhofs soll die Planung demnächst begonnen werden. Die Station am neuen Standort soll vollständig barrierefrei ausgebaut werden und würde durch seine unmittelbare Nähe zur Innenstadt, eine direkte Busanbindung und Parkmöglichkeiten allen Pendlern und Touristen deutliche Vorteile bieten. Nach Fertigstellung der Entwurfsplanung soll diese im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung allen Interessierten vorgestellt werden.


Übersicht Rüdesheim am Rhein                                                                                                            Grafik: Deutsche Bahn (DB)


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Sonderfahrplan Budapest - Wien - Salzburg vom 18. Juli bis 04. Sept. 2020 infolge Bauarbeiten auf der Weststrecke

Damit die Züge auch zukünftig wie gewohnt sicher und pünktlich unterwegs sind, führt die ÖBB-Infrastruktur AG im Sommer umfangreiche Bauarbeiten an der Weststrecke durch. Im Zeitraum zwischen dem 18. Juli und 04. September 2020 sind Züge des Nah- und Fernverkehrs daher im Rahmen eines Sonderfahrplanes unterwegs. Die Fernverkehrszüge (RJX und RJ) starten ab Budapest, Flughafen Wien und Hauptbahnhof Wien um bis zu 30 Minuten früher, um dann spätestens ab Salzburg wieder zu den üblichen Planzeiten unterwegs zu sein. In der Gegenrichtung ist die Ankunft dieser Züge um bis zu 30 Minuten später.

Sommerarbeiten an der Weststrecke führen zu Fahrplanänderungen                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Bauarbeiten finden während der Sommerferien gebündelt an verschiedenen Streckenabschnitten statt. Diese beinhalten die Erneuerung von Gleis- und Weichenanlagen sowie Umbauarbeiten für die Errichtung des neuen Umsteigeknotens Neumarkt-Köstendorf und des neuen Bahnsteigs in Eugendorf. Insgesamt wird in mehreren Baubauschnitten an 45 Weichen gearbeitet und 10 km neue Gleise verlegt. In Neumarkt-Köstendorf wird unter anderem ein neuer Inselbahnsteig errichtet, was neben der Verlängerung der Mattigtalbahn von Steindorf bis Neumarkt eine Voraussetzung dafür ist, den öffentlichen Verkehr im nördlichen Flachgau weiter zu attraktivieren.

 

Um die Einschränkungen im Zugverkehr auf ein Minimum zu reduzieren, werden Arbeiten abseits der Gleise zum Teil über temporär errichtete Baustrassen durchgeführt. Begleitet werden diese Arbeiten von umfangreichen ökologischen Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen.

 

So werden etwa heimische Bäume und Büsche gepflanzt. Im Bereich der Dammböschungen und Versickerungsbecken entstehen unter anderem wechselfeuchte Wiesen. Außerdem schaffen sogenannte Steinlinsen neuen Wohnraum für Reptilien wie die Schlingnatter oder die Mauereidechse. Zum Schutz der Fledermäuse werden an geeigneten Standorten Nistkästen angebracht.

 

 

Fahrplanänderungen im Fernverkehr

 

Die Bauarbeiten führen naturgemäss zu Fahrplanänderungen und Einschränkungen im Bahnverkehr.

 

- Die ÖBB Fernverkehrszüge (RJX und RJ) starten ab Budapest, Flughafen Wien und Hauptbahnhof Wien um bis zu 30 Minuten früher,

  um dann spätestens ab Salzburg wieder zu den üblichen Planzeiten unterwegs zu sein.

  (Vom 18.7.-02.08.2020 ab Linz pünktlich, vom 03.08.-04.09.2020 15 Minuten früher).

  In der Gegenrichtung ist die Ankunft dieser Züge um bis zu 30 Minuten später.

 

- Von 3. August bis 4. September 2020 halten RJX zusätzlich in Attnang-Puchheim.

  Der Halt der ÖBB Railjets in Neumarkt-Köstendorf entfällt jedoch in dieser Zeit.

 

- Die Abfahrtszeit der WESTbahn-Züge ist ab Wien Westbahnhof / Wien Meidling um bis zu 30 Minuten früher.

  In der Gegenrichtung ist die Ankunft dieser Züge bis zu 30 Minuten später.

 

- Bei den ICE-Zügen kommt es zu Abweichungen von bis zu 20 Minuten. Sie halten von 18. Juli bis 2. August 2020 zusätzlich in St. Valentin.

 

Die Fahrgäste werden gebeten sich vor Reiseantritt über die geänderten Abfahrts- und Ankunftszeiten zu informieren. Einige Nahverkehrsverbindungen werden im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt.

Nähere Auskünfte unter: oebb.at, streckeninfo.oebb.at, Tel. 05-1717, SCOTTY mobil.

 

 

ÖBB ersuchen um Verständnis

 

Um einen sicheren und pünktlichen Bahnbetrieb zu gewährleisten, sind derartige Baumaßnahmen in regelmässigen Intervallen notwendig. Den ÖBB ist es dabei ein grosses Anliegen, dass die Unannehmlichkeiten für die Anrainerinnen und Anrainer sowie für die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden.

 

 

ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.

 

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.


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Info-Flyer zu den Bauarbeiten auf der Weststrecke
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Stäfa - Rapperswil: vier Wochen Bus statt Zug wegen Bauarbeiten

Zwischen Stäfa und Rapperswil erneuert die SBB diesen Sommer die Fahrbahn. Deshalb ist die Strecke vom Montag, 13. Juli 2020 bis und mit Freitag, 7. August 2020 für sämtliche Züge durchgehend gesperrt. Während dieser Zeit verkehren Bahnersatzbusse und die Reisezeit verlängert sich dadurch. Wo immer möglich nutzt die SBB Synergien und bündelt verschiedene Bauarbeiten, um Ressourcen effizient einzusetzen. So dient die Totalsperre nebst den Arbeiten für die Fahrbahnerneuerung zwischen Stäfa und Rapperswil auch dem Umbau des Bahnhofs Kempraten: Dieser wird bis im Herbst 2020 stufenfrei ausgebaut.

Während der Streckensperre fährt die S7 nur ab Stäfa nach Winterthur                                               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Schwingungen, der Schienendruck und das Gewicht der schnellen und schweren Züge nutzen die Infrastruktur stark ab. Die SBB nimmt deshalb gebündelt verschiedene, regelmässig wiederkehrende Unterhaltsarbeiten vor. Bis zu 20 Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen nehmen Kontrollen an technischen Komponenten vor und halten Gleis-, Fahrleitungs-, Telekom- und Sicherungsanlagen instand. Die Gleisbauteams schleifen beispielsweise mit dem Schleifzug Schienen und entfernen so kleine schuppige Oberflächenrisse auf den Schienenköpfen, welche sich durch die stete Abnutzung ergeben. Oder sie stopfen wo nötig mit einem Bauzug hochpräzis und computergesteuert Schotter unter die Schwellen und justieren so die Gleislage millimetergenau. Je besser die Pflege der Infrastruktur, desto weniger rasch wird sie abgenutzt. Das bedeutet weniger Schäden, längere Lebensdauer, tiefere Kosten, mehr Pünktlichkeit, mehr Sicherheit und eine sanftere, geräuschärmere Fahrt.

 

Die Unterhaltsarbeiten auf der Strecke Stäfa - Rapperswil dauern von Ende Juni bis voraussichtlich Anfang September 2020. Die Hauptarbeiten finden vom 13. Juli 2020 bis 7. August 2020 statt. Damit die Arbeiten rasch und sicher ausgeführt werden können, wird die Strecke in dieser Zeit für den Zugverkehr gesperrt. Reisende werden gebeten, vor Reiseantritt den Online-Fahrplan zu prüfen. Die Kosten für die Unterhaltsarbeiten betragen rund 9,8 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung mit dem Bund finanziert.

 

 

Auswirkungen auf den S-Bahnverkehr:

  • Ausfall der S7 zwischen Stäfa und Rapperswil und Ausfall der S20 zwischen Stäfa und Zürich Hardbrücke. Reisende steigen wo möglich auf alternative S-Bahnen um oder benützen die Bahnersatzbusse der VZO.
  • Die S16 fährt täglich bis 20 Uhr ausserordentlich von Herrliberg-Feldmeilen weiter bis Stäfa.
  • Zwischen Stäfa und Rapperswil fahren tagsüber Bahnersatzbusse im Viertelstundentakt, ab 20 Uhr im Halbstundentakt. Anschlüsse von Zug auf Bus sind gewährleistet, Anschlüsse von Bus auf Zug sind nicht garantiert.

 

Auswirkungen auf den Busverkehr in Stäfa, Feldbach und Rapperswil-Jona:

  • Die Orts- und Regionalbuslinien der VZO und des Stadtbus Rapperswil-Jona fahren nach regulärem Fahrplan. Vereinzelt können die Anschlüsse an die Bahnersatzbusse nicht gewährleistet werden.
  • In Feldbach sind Anschlüsse von den Bahnersatzbussen Richtung Rapperswil auf die Linie 970 nicht gewährleistet. Reisende von Zürich nach Hombrechtikon steigen in Stäfa auf die Linie 955 um.

 

Die SBB und die VZO bitten die Kundinnen und Kunden vor Antritt der Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Bei Fragen hilft das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.

Die SBB setzt alles daran, die Einschränkungen für die Reisenden und den Lärm für die Anwohnerinnen und Anwohner auf ein Minimum zu reduzieren und bittet die Betroffenen um Verständnis.

 

 

Gebündelte Bauarbeiten in Sommerferienzeit

 

Die SBB sperrt die Strecke während der Sommerferien, damit weniger Reisende von den Einschränkungen betroffen sind. Wo immer möglich nutzt die SBB Synergien und bündelt verschiedene Bauarbeiten, um Ressourcen effizient einzusetzen. So dient die Totalsperre nebst den Arbeiten für die Fahrbahnerneuerung zwischen Stäfa und Rapperswil auch dem Umbau des Bahnhofs Kempraten: Dieser wird bis im Herbst 2020 stufenfrei ausgebaut.

 

 

Bahnhof Kempraten

 

Nicht alle Bereiche im Bahnhof Kempraten entsprechen den heutigen Anforderungen an hindernisfreien Zugängen zum Zug. Der Bahnhof wird so umgebaut, dass ein stufenfreies Einsteigen möglich ist.

 

Die SBB erhöht das Perron auf eine Höhe von 55 Zentimetern. Dadurch können die Reisenden künftig stufenfrei in die Niederflurzüge eintreten. Dies entspricht den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) und ermöglicht so Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein möglichst autonomes Reisen. Stufenfreies Ein- und Aussteigen ist zudem auch für Reisende mit Gepäck oder Kinderwagen ein Komfortgewinn und beschleunigt das Umsteigen. Dies dient wiederum der Pünktlichkeit der Züge. Zudem baut die SBB eine Rampe auf der westlichen Seite des Bahnhofs Kempraten und nimmt Anpassungen an der Beleuchtung und Beschallung vor.

 

Die Kosten für die Perronerhöhung in Kempraten betragen rund 3,4 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung mit dem Bund finanziert.

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SBB CEO Vincent Ducrot: Wir machen Bahn – heute und in zehn Jahren

Vincent Ducrot ist seit dem 1. April 2020 CEO der SBB. Sein Amtsantritt fiel mitten in die Corona-Krise. Betrieblich konnte diese dank des Einsatzes der Mitarbeitenden bisher gut bewältigt werden. Aber die SBB muss mit einem Verlust im dreistelligen Millionenbereich rechnen. Die Finanzen des Unternehmens werden in nächster Zeit im Fokus stehen. Gleichzeitig galt es für den neuen CEO, die Zukunft zu planen. Das Bahnsystem muss robuster und stabiler werden. Das Kerngeschäft soll für die Kundinnen und Kunden stabilisiert und gestärkt werden. Markant erhöht werden Investitionen in die Zugsflotte. Die hohen Erwartungen an die SBB will Ducrot mit den 33'000 Mitarbeitenden erfüllen und möglichst übertreffen. Er betont: «Wir machen Bahn – heute und in zehn Jahren.»

Der Giruno und der FV-Dosto bilden das künftige Rückgrat der neuen SBB-Fernverkehrsflotte            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Er habe in den ersten 100 Tagen als CEO die SBB neu kennengelernt, sagte Vincent Ducrot anlässlich seiner ersten Bilanz vor den Medien: «Ich habe mit vielen Mitarbeitenden gesprochen, habe gute und engagierte Leute in der Fläche und in den Führungsteams getroffen.» Wegen der Corona-Krise fanden viele Kontakte virtuell statt. Die Bewältigung der Krise habe vom ersten Tag an im Vordergrund gestanden: «Wir sind bis jetzt gut durch die Krise gekommen, aber es war sehr anspruchsvoll. Den Mitarbeitenden gebührt grosser Dank für ihre engagierte Arbeit.»

 

Gleichzeitig galt es, die Zukunft vorzubereiten: «Eine solide Basis ist vorhanden, aber die SBB hat viele Herausforderungen.» Die finanzielle Situation der SBB sei ernst, es drohe ein Verlust im dreistelligen Millionenbereich: «Dank der Unterstützung des Bundes ist die Liquidität vorerst sichergestellt.» Die SBB werde mit dem Eigner eine mittelfristige Planung erstellen, auch um den Schuldendeckungsgrad zu stabilisieren. Die SBB werde den politischen Prozess für die finanzielle Unterstützung des Regionalverkehrs und der Infrastruktur begleiten: «Bei Fernverkehr und Immobilien muss die SBB die Ertragsausfälle selber decken.»

 

Aus betrieblicher Sicht gibt es viel zu verbessern, so Vincent Ducrot: «Das Bahnsystem ist zu wenig robust und am Limit.» Die SBB verfüge über zu wenig Reservezüge, beim Unterhalt der Flotte sei zu wenig investiert worden. Der Fahrplan sei nicht immer stabil genug. Im vergangenen Jahr seien die Baustellen ungenügend koordiniert und geplant worden. Beim Personal gebe es Lücken oder zu knappe Ressourcen, insbesondere in den Basisberufen der Bahn wie bei Lokführern. Ausgetrocknet sei der Markt auch bei Handwerksspezialisten, Ingenieurinnen oder IT-Fachkräften. Aus all diesen Gründen sei der Bahnbetrieb heute zu wenig zuverlässig: «Zu oft geht es heute nicht auf für unsere Kundinnen und Kunden.»

 

 

Kerngeschäft für Kundinnen und Kunden stärken

 

Er wolle das Kerngeschäft wieder als Kern betreiben, sagte Vincent Ducrot: «Im Zentrum steht alles, was es zum Bahnfahren braucht: Züge, Bahnhöfe, Bahninfrastruktur und gute, motivierte Mitarbeitende, die mit Herz und Seele dabei sind.» Die Kontakte mit der Politik und den ÖV-Partnern habe ihm gezeigt, dass viel Goodwill vorhanden sei, aber auch hohe Erwartungen. Die SBB sei ein Service-public-Unternehmen im Dienst der Schweiz: «Wir wollen die Erwartungen an uns erfüllen und möglichst übertreffen.» Zentral für ihn als neuer CEO der SBB sei dabei die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden. Trotz der grossen Herausforderungen sei er zuversichtlich: «Es ist eine faszinierende, intensive Aufgabe, die mir sehr viel Freude macht.» Der CEO allein mache aber nie die Eisenbahn aus, das «Wir» sei ihm sehr wichtig: «Wir sind 33'000, wir sind eine SBB.» Und mit Blick in die Zukunft: «Wir machen Bahn – heute und in zehn Jahren».

 

 

Fokus auf Kerngeschäft im Detail:

  • Zwei neue Konzernbereiche geschaffen: Der Bereich «Kunden» koordiniert neu alle Kundenthemen – für Reisende und Kunden an Bahnhöfen. Als ehemaliger Konsumentenschützer kennt Leiter Mathieu Fleury die Anliegen und Bedürfnisse der Kunden bestens. Der Bereich «Sicherheit und Produktion» steuert die Produktion übergreifend, mit Fokus auf Sicherheit, Pünktlichkeit und Qualität.
  • Zugsflotte stärken: Positiv entwickelt sich die Zuverlässigkeit bei FV-Dosto und Giruno. Der FV-Dosto wird verstärkt als IC1 eingesetzt. Heute investiert die SBB jährlich 1 Milliarde Franken in neue Züge und in den Unterhalt der bestehenden Flotte. Künftig werden es 1,3 Milliarden Franken sein. Der neue CEO will die bestehende Flotte aufstocken und den Unterhalt verstärken. Bei der Beschaffung setzt die SBB gemäss Rollmaterialstrategie auf möglichst wenig Fahrzeugtypen, so beim Ersatz der einstöckigen S-Bahn-Triebzüge.
  • Fahrpläne stabiler machen: Die Fahrpläne 2022 und 2025 werden von internen und externen Fahrplan-Experten einem Robustheitscheck unterzogen. Allfällige Massnahmen werden mit Bund und Kantonen abgestimmt. Ziel ist ein deutlich stabilerer Fahrplan mit verbesserter Pünktlichkeit. Im Zentrum stehen die Zugspünktlichkeit und die Anschlüsse.
  • Baustellen besser planen: Bauarbeiten werden so organisiert und geplant, dass ein stabilerer Bahnbetrieb möglich ist. Das bedeutet: Die Arbeiten werden besser übers Jahr verteilt, mehr gebaut wird während der Nacht, den Wochenenden und in Ferienzeiten. Alle zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel werden ausgeschöpft.
  • Personal fördern: Die Situation bei den Lokführerinnen und Lokführern bleibt über den Sommer sehr angespannt. Im Herbst werden 340 Lokführer in Ausbildung sein, das sind 10 Prozent des Fahrpersonals. Lokführer werden künftig für mehr Strecken und Fahrzeugtypen geschult und flexibler einsetzbar sein. Im Verlauf des kommenden Jahres wird die SBB dank Ausbildungen und Abtretung von Fernverkehrslinien wieder über genügend Lokführerinnen und Lokführer verfügen. Auch bei weiteren Berufsgruppen sind Ausbildungsoffensiven (z.B. Teilzeitausbildung Zugpersonal) oder Initiativen für den beruflichen Wiedereinstieg (z.B. IT) im Gang.
  • Intelligente Innovationen für Kunden: Die SBB will technische Innovationen nutzen, um die Bahn für die Kundinnen und Kunden weiterzubringen. Beispiele: Wagenscharfe Belegungsanzeige einzelner Wagen in Echtzeit, Push-Nachrichten zu einzelnen Strecken in SBB Mobile App ab Mitte Juli 2020. Bei der Multimobilität will die SBB dank konkreten Digitalisierungsprojekten Mehrwert für die Reisenden schaffen: Der ÖV soll viel einfacher mit individuellen Transportmitteln kombiniert werden können, dank bewährten und neuen Partnerschaften sowie Online-Plattformen für Drittprodukte.
  • Internationalen Personenverkehr ausbauen: Die SBB will das Corona-Momentum und eine allfällige Verlagerung von Flug- zu Zugreisen nutzen: Der internationale Fernverkehr wird mittel- und langfristig ausgebaut. Richtung Deutschland wird es mehr Tagesverbindungen geben. Bei den Nachtzügen strebt die SBB zusammen mit ÖBB einen markanten Ausbau an.
  • Immobilien im Dienst der starken Bahn: Bahnhöfe sollen sicher, sauber und attraktiv sein: Die SBB will Services in Bahnhöfen künftig wieder selber und in sehr guter Qualität anbieten, etwa WC-Anlagen oder Park&Rail. Die SBB wird zukünftig mehr preisgünstige Wohnungen anbieten: Bislang wurde ein Drittel angestrebt, nun sollen knapp die Hälfte der Wohnungen bis 2037 im preisgünstigen Segment sein.
  • SBB Cargo Rückgrat der Landesversorgung: Die Corona-Krise hat gezeigt: SBB Cargo spielt dank den grossen transportierten Mengen eine zentrale Rolle bei der Landesversorgung und kann auf Veränderungen im Markt rasch reagieren. Trotzdem hinterlässt die Krise finanzielle Spuren. SBB Cargo setzt alles daran, eigenwirtschaftlich vorwärts zu kommen. Der internationale Güterverkehr bleibt zentral für die Einbindung der internationalen Warenströme und als Beitrag der SBB zur Verlagerungspolitik. Während der Corona-Krise hat SBB Cargo gezeigt, dass mit Flexibilität auch im Binnenverkehr die Verlagerung auf die Schiene möglich ist.
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Für den öffentlichen Verkehr in der Schweiz gilt ab 6. Juli 2020 eine Maskenpflicht

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. Juli 2020 verschiedene Massnahmen getroffen, um eine erneute Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Angesichts des zunehmenden Reiseverkehrs und der seit Mitte Juni ansteigenden Zahl der Neuansteckungen hat er entschieden, für den öffentlichen Verkehr ab Montag, 6. Juli schweizweit eine Maskenpflicht einzuführen. Zudem müssen sich Einreisende aus gewissen Gebieten in Quarantäne begeben. Die Aufhebung von Einreisebeschränkungen für erste Drittstaaten ist für den 20. Juli 2020 vorgesehen.

Ab kommenden Montag gilt im Schweizer ÖV eine Maskenpflicht für Personen ab 12 Jahren          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Nachdem der Bundesrat die Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirusepidemie weitgehend aufgehoben hat, sind wieder mehr Menschen mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs. Dabei kann der empfohlene Abstand oft nicht eingehalten werden. Angesichts des zunehmenden Reiseverkehrs und der seit Mitte Juni steigenden Fallzahlen verstärkt der Bundesrat die Schutzmassnahmen und beschliesst in einem Grundsatzentscheid eine durchgehende Maskenpflicht in allen öffentlichen Transportmitteln. Personen ab 12 Jahren müssen ab Montag, 6. Juli 2020, in Zügen, Trams und Bussen ebenso wie in Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen eine Maske tragen. Die angepasste Verordnung wird morgen verabschiedet und publiziert.

 

Bisher galt im öffentlichen Verkehr die dringende Empfehlung, zu Stosszeiten eine Maske zu tragen. Diese wurde aber wenig befolgt. Mit seinem Entscheid reagiert der Bundesrat auch auf Empfehlungen von Experten und auf den Wunsch einiger Kantone. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) empfehlen ebenfalls das Tragen einer Maske, wenn der nötige Abstand nicht eingehalten werden kann.

 

 

Quarantäne für Reisende aus gewissen Gebieten

 

Seit Mitte Juni ist es wiederholt zu einer Ausbreitung des neuen Coronavirus in der Schweiz gekommen, nachdem infizierte Personen aus Ländern des Schengenraums und aus Nicht-Schengen-Staaten eingereist sind. Deshalb muss sich ab Montag, 6. Juli 2020, für zehn Tage in Quarantäne begeben, wer aus gewissen Gebieten in die Schweiz einreist. Das BAG führt eine entsprechende Liste, die regelmässig angepasst wird. Die betroffenen Personen werden gezielt im Flugzeug, im Reisebus und an den Grenzübergängen informiert. Sie müssen sich nach der Einreise bei den kantonalen Behörden melden. Die neue Verordnung wird morgen verabschiedet und publiziert. Die Flug- und Reisebusgesellschaften werden zudem angewiesen, kranke Passagiere nicht zu transportieren.

 

 

Einreisebeschränkungen bis am 20. Juli 2020 aufrechterhalten

 

Der Bundesrat hat zudem in seiner Sitzung vom 1. Juli 2020 von den Empfehlungen des Rates der EU, die coronabedingte Einreisebeschränkungen ab dem 1. Juli 2020 für 15 Staaten aufzuheben, Kenntnis genommen. Die Schweiz wird diesen Empfehlungen voraussichtlich folgen, jedoch erst per 20. Juli 2020 und mit Ausnahme von Serbien. Das EJPD beabsichtigt demnach auf dieses Datum hin Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Montenegro, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay sowie die EU-Staaten ausserhalb des Schengen-Raums (Bulgarien, Irland, Kroatien, Rumänien und Zypern) von der Liste der Risikoländer zu streichen. China soll in Umsetzung der EU-Empfehlung ebenfalls von der Liste gestrichen werden, sofern die Reziprozität für Einreisende aus der Schweiz gewährleistet ist.

 

 

Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr

 

1. Wo überall gilt die Maskenpflicht?

Die Maskenpflicht gilt im gesamten öffentlichen Verkehr, also in Zügen, Trams und Bussen, aber auch in Seilbahnen oder auf Schiffen. Ausgenommen sind Skilifte und Sesselbahnen.

 

2. Gibt es für kleine Kinder und andere Personen Ausnahmen?

Kinder unter zwölf Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Zudem sind Personen, die aus besonderen Gründen, insbesondere medizinischen, keine Masken tragen können, ebenfalls ausgenommen.

 

3. Muss ich auch eine Maske tragen, wenn der Zug oder Bus halb leer ist?

Die Maskenpflicht gilt unabhängig davon, wie viele Leute im öffentlichen Verkehr unterwegs sind. Man weiss nicht im Voraus, wie viele Personen zusteigen werden. Angesichts des Berufsverkehrs sowie des Freizeitverkehrs in der Ferienzeit ist grundsätzlich mit einem hohen Personenaufkommen zu rechnen.

 

4. Welche Masken werden empfohlen? Kann ich auch eine selbstgenähte brauchen?

Im öffentlichen Verkehr können Sie Hygienemasken (chirurgische Maske, OP-Maske) oder industriell gefertigte Textilmasken tragen. Für Hygienemasken und industriell gefertigte Textilmasken gibt es Normen und Standards (www.empa.ch/web/remask, www.testex.com/de/communitymask). Textilmasken können Sie gemäss Angaben des Herstellers mehrmals waschen. Selbstgenähte Masken sind nicht empfohlen. Wichtig ist: Die Maske muss Mund und Nase bedecken, sonst ist sie wirkungslos.

 

5. Wenn ich keine Maske habe: Kann ich auch den Schal über Gesicht und Nase ziehen, oder sonst ein Tuch?

Nein, mit einem Schal oder Tuch wird die Maskenpflicht nicht erfüllt. Ein Schal schützt nicht ausreichend vor Ansteckung und hat auch nur eine beschränkte Fremdschutzwirkung. Es soll eine Hygienemaske oder eine industriell gefertigte Textilmaske getragen werden.

 

6. Wie entsorge ich eine gebrauchte Maske korrekt?

Wenn Sie die Maske abziehen, fassen Sie möglichst nur die Schlaufen hinter den Ohren an und entfernen Sie die Maske so von Mund und Nase. Werfen Sie sie direkt in den Abfall. Fassen Sie Masken, die Sie irgendwo finden, nicht mit blossen Händen an. Waschen oder desinfizieren Sie sich die Hände, bevor und nachdem Sie gebrauchte Masken berührt haben.

 

7. Wo kann ich meine Maske verstauen, wenn ich aus einem öffentlichen Verkehrsmittel aussteige und sie später wiederverwenden möchte?

Einwegmasken sollten nicht wiederverwendet werden. Textilmasken sollten in einer Papiertüte oder einem Umschlag aufbewahrt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht mit der Aussenseite und die Maske nicht mit den Kleidern oder anderen Gegenständen (Handy usw.) in Berührung kommt.

 

8. Kann man Textilmasken zweimal hintereinander brauchen?

Ja, dabei sollte eine Textilmaske maximal für einen Tag, z. B. morgens und abends im Pendelverkehr getragen und danach gewaschen werden.

 

9. Warum wird nicht eine Kontaktliste geführt, statt für alle eine Maskenpflicht einzuführen?

Das Führen von Kontaktlisten ist im Bus oder Zug aus organisatorischen Gründen und wegen der hohen Fluktuation weder möglich noch sinnvoll.

 

10. Wer kontrolliert, ob die Fahrgäste eine Maske tragen?

Die Kontrolle und der Vollzug erfolgen durch das Zugpersonal und die Bahnpolizei bzw. Sicherheitsdienste.

 

11. Und wenn ich mich weigere, eine Maske zu tragen?

Wer sich weigert, eine Maske zu tragen, muss das Verkehrsmittel an der nächsten Station verlassen. Widersetzt sich eine Person den Aufforderungen der Sicherheitsleute und verlässt das Fahrzeug nicht, kann sie wegen Ungehorsam eine Busse bekommen (via normales Bussenverfahren, keine Ordnungsbusse).

 

12. Warum gibt es nicht überall im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht?

In öffentlichen Verkehrsmitteln sind viele Menschen über längere Zeit nahe beieinander, was das Risiko einer Ausbreitung erhöht. Zudem lassen sich die Kontaktdaten der anwesenden Personen nicht erfassen, was ein Contact Tracing verunmöglicht, wenn eine Person an COVID-19 erkrankt.

 

13. Über lange Zeit hielt das BAG an der Aussage fest, dass Masken gesunde Menschen im öffentlichen Raum nicht schützen. Warum werden sie jetzt trotzdem obligatorisch?

Wer eine Maske trägt, schützt die anderen. Wer infiziert ist, kann bereits zwei Tage vor Auftreten der Symptome ansteckend sein, ohne es zu wissen. Wenn auf engem Raum alle eine Maske tragen, wird jede Person von den anderen geschützt. Auch wenn damit kein hundertprozentiger Schutz gewährleistet ist, verlangsamt sich so die Ausbreitung des Virus.



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ÖBB: Internationale Nachtzugverbindungen wieder in Betrieb

Die internationalen Nachtzugverbindungen der ÖBB sind seit heute wieder aktiv. Umweltfreundlich und bequem können nun wieder von Wien aus Metropolen wie Zürich, Hamburg, Düsseldorf, Rom oder Venedig erreicht werden. Nach der Corona-Krise wurde heute der erste Nightjet nach Hamburg von Bundesministerin Leonore Gewessler, ÖBB CEO Andreas Matthä und ÖBB-Personenverkehr AG Vorständin Michaela Huber feierlich verabschiedet.

Auch nach Italien verkehren ab heute wieder ÖBB Nightjets                                                        Foto: ÖBB / Marek Knopp

 

 

 

"Wir werden in den nächsten Jahren gemeinsam einen Fokus auf den Ausbau der Nachtzüge legen. Wien ist bereits jetzt die Stadt mit den meisten Nachtzugverbindungen in der EU, diese Vorreiterrolle werden wir stärken. Über Nacht mit dem Zug in eine andere Stadt – bequem und klimafreundlich. Ich freue mich, dass das ab jetzt wieder möglich ist.“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (rechts im Bild).

 

"Unsere Nightjets nehmen wieder Fahrt auf und das heißt, dass wir den Menschen in Europa mit unseren Nightjet-Verbindungen wieder ein Stück Normalität zurückgeben können. Die Buchungszahlen stimmen uns positiv, dass das Nachtzugangebot auch jetzt wieder voll im Trend liegt“, so ÖBB CEO Andreas Matthä.

 

"Mit der Wiederaufnahme der Nightjets können nun auch Gäste aus unseren Nachbarländern Österreich neu entdecken. Ob das nun der nächste Städteurlaub in eine Kulturmetropole, der Wanderurlaub in den österreichischen Bergen oder die anstehende Geschäftsreise ist – unsere Fahrgäste können nun wieder über Nacht sicher, sorgenfrei und bequem an ihr Ziel kommen“, freut sich ÖBB-Personenverkehr AG Vorständin Michaela Huber (Bildmitte) über diesen wichtigen Schritt.

 

 

Das eigene Abteil für mehr Privatsphäre

 

In den ÖBB Nightjets können bis auf weiteres Einzelplätze im Sitzwagen, Liegewagen mit vier Abteilen oder im Schlafwagen gebucht werden. Für grösstmögliche Privatsphäre können die Abteile in den drei Komfortkategorien auch als eigenes (Privat-) Abteil gebucht werden. So können die Fahrgäste mit ihrer Familie oder ihren Freunden in einem eigenen Abteil reisen, ohne dieses mit fremden Mitreisenden teilen zu müssen.

 

Aufgrund offizieller Vorgaben können auf den Verbindungen von/nach Rom und Livorno derzeit nur ganze Abteile gebucht werden: Privatabteile im Sitz- und Liegewagen, Schlafwagen / Schlafwagen Deluxe zur exklusive Nutzung in Single-/Double-/Triple-Belegung. Bereits gekaufte Tickets für Einzelplätze behalten ihre Gültigkeit, jedoch können vom Zugpersonal andere Plätze der gleichen Reisekategorie zugeteilt werden, damit der vorgeschriebene Mindestabstand eingehalten werden kann. Die Fahrzeugmitnahme nach/ab Livorno ist unverändert buchbar.

 

Die EuroNight-Verbindungen EN 462/463 Budapest - München und EN 40462/40467 Budapest - Zürich verkehren bis voraussichtlich September 2020 nur mit Sitzwagen.

 

Zusätzlich werden die ÖBB Nightjets vor und nach jeder Fahrt gründlich gereingt. Das Sortiment des Bordverkaufs wurde um Desinfektionssprays und Mund-Nasen-Schutz erweitert. Somit steht einer sicheren und angenehmen Reise nichts mehr im Weg.

 

 

Klimafreundlich und sicher ans Ziel

 

Die Reise mit dem ÖBB Nightjet ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch bequem und günstig, denn man spart dabei wertvolle Zeit und hohe Hotelkosten. Fahrgäste im Schlaf- und Liegewagen erhalten zudem ein Begrüssungsgetränk und ein Frühstück vor der Ankunft an ihrer Zieldestination. Tickets für Nightjet-Verbindungen sind im Sitzwagen ab 29,90 Euro pro Person und Richtung erhältlich.

 

Tickets für Sitz-, Liege- und Schlafwagen können in den ÖBB Reisezentren, online im ÖBB Ticketshop, in der ÖBB App und beim Kundenservice unter +43 5 17 17 gebucht werden.

 

 

ÖBB: Europas grösster Anbieter von Nachtreisezügen

 

Der Ausbau der internationalen Fernverkehrsverbindungen der ÖBB schreitet kontinuierlich voran. Nach der Aufnahme der neuen Nachtzugverbindung von Wien nach Brüssel im Jänner, legen die ÖBB im Dezember 2020 einen weiteren Grundstein für umweltfreundliche Mobilität in Europa. Das mittlerweile mit 27 Linien umfassende Nachtzugangebot wird voraussichtlich ab Winter um Destinationen wie Amsterdam erweitert. Die ÖBB sind somit Europas grösster Anbieter von Nachtreisezügen.


Der Nightjet 466  von  Wien Hbf (21.27) hat am Morgen des 27. Juni 2020 pünktlich die Schweiz erreicht

und macht sich hier nach dem  Zwischenhalt in Sargans auf den Weg zum Zielbahnhof Zürich HB (08.20)


...und auch der Grazer ist wieder da    🙂 ❤️ 🙂
NJ 464 aus Graz Hbf (22.26) auf der Fahrt durch's Sarganserland zum Zugendbahnhof Zürich HB (09.20)


NJ 470  Zürich HB (20.00) - Berlin Ostbahnhof (08.10)  mit  Kurswagen  nach  Hamburg-Altona (08.08)  bei  der  Abfahrt  am  Abend  des  27. Juni 2020 in Basel Bad Bf.  Die  Komposition  ist  aus  Wagen  gebildet,  die  am 27. Juni 2020  morgens  mit   dem  NJ 466  aus  Wien  bzw.  mit  dem  NJ 464  aus Graz  nach  Zürich  gekommen   sind.



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WESTbahn und ÖBB: Gemeinsamer Fahrplan bis 7. Oktober 2020 verlängert

Das Klimaschutz-Ministerium hat die bestehende Notvergabe an WESTbahn und ÖBB für die Strecke Wien – Salzburg um weitere drei Monate bis zum 7. Oktober 2020 verlängert.  Auf der Weststrecke bleibt es bis dann beim schon bekannten Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

Die gegenseitige Ticketanerkennung ÖBB/WESTbahn bleibt bis 7. Oktober 2020 bestehen                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Um den öffentlichen Verkehr auf der Schiene verlässlich als Grundversorgung aufrecht zu erhalten und ihn trotz der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie als Rückgrat der Mobilität zu stärken, hatte sich das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) Mitte April dazu entschieden, eine Notvergabe für die Strecke Wien - Salzburg zu machen. Seit dem 20. April 2020 betreiben ÖBB und WESTbahn die Verbindung gemeinsam und die Tickets werden gegenseitig anerkannt. Diese Regelung wurde nun für drei weitere Monat bis zum 7. Oktober 2020 verlängert.

 

Auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg bleibt es daher beim Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

 

Achtung: Sparschiene-Tickets sind zuggebundene Tickets und gelten deshalb nur in dem konkret gewählten Zug.

 

Erworbene Tickets – egal ob von ÖBB oder WESTbahn ausgestellt – werden für diesen Zeitraum in allen WESTbahn-Zügen sowie Fernverkehrszügen (Railjet, Railjet Express, ICE) der ÖBB akzeptiert. Ausnahme: Zugpaar IC 94/95. WESTbahn-Tickets können auch in den ÖBB CityjetExpress Zügen (CJX) von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt sowie in der S80 zwischen Wien Hütteldorf und Wien Meidling genutzt werden.

 

 

Für Reisende bleiben die schon bekannten Änderungen somit bis zum 7. Oktober aufrecht:

  • Die WESTbahn fährt wie bisher zur Minute 42 von Wien Westbahnhof ab. Von dort geht es mit Zwischenhalten in Wien Meidling, Tullnerfeld, St. Pölten, Amstetten, St. Valentin, Linz, Wels, Attnang-Puchheim, Vöcklabruck und Neumarkt-Köstendorf nach Salzburg Hauptbahnhof.
  • Die Halte Tullnerfeld, St. Valentin und Neumarkt-Köstendorf werden somit zusätzlich bedient, Wien Hütteldorf entfällt als Halt.
  • Die Fahrzeit der Züge von Wien Westbahnhof nach Salzburg verlängert sich durch die geänderte Strecke sowie die zusätzlichen Halte auf 3 Stunden 6 Minuten, von Wien Meidling nach Salzburg beträgt die Fahrzeit 2 Stunden und 48 Minuten.
  • In den Zügen der WESTbahn werden während der Notvergabe alle gültigen Tickets des VOR, OÖVV und SVV akzeptiert.
  • Die wechselseitige Ticketanerkenntnis nicht zuggebundener Tickets von WESTbahn und ÖBB wird ebenfalls fortgesetzt. Sie können Ihr WESTbahn-Ticket somit auch in den Fernverkehrszügen der ÖBB (Railjet, Railjet Xpress, ICE) und in den ÖBB Cityjet Xpress Zügen von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt verwenden.
  • WESTbahn SommerHit Tickets können während der jeweiligen Gültigkeit ebenfalls in den oben genannten Zügen der ÖBB verwendet werden.
  • Bitte beachten Sie, dass Aktionstarife für die Strecke Wien – Salzburg während der Notvergabe bei keinem der beiden Unternehmen erhältlich sind bzw. nur wechselweise genutzt werden können, wenn diese nicht zuggebunden sind.
  • Durch einen gemeinsamen Fahrplan von WESTbahn und ÖBB wird ein Stundentakt zwischen Wien Meidling und Salzburg Hauptbahnhof gewährleistet, zusätzlich verdichtet durch weitere stündliche Verbindungen der ÖBB.
  • Alle Informationen und den aktuellen Fahrplan finden Sie hier.
  • Wir möchten Sie bereits jetzt darauf hinweisen, dass sich in der Zeit vom 18. Juli bis 4. September 2020 wegen umfangreicher Bauarbeiten entlang der Strecke die Fahrzeit bei beiden Unternehmen verlängern wird. 

Bitte denken Sie auch weiterhin daran, dass im öffentlichen Verkehr ein Mund-Nasen-Schutz verwendet werden muss.

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10 Jahre info24 - ÖV Schweiz-Europa auf Facebook

Nach der Gründung im November 2005 hat info24 - ÖV Schweiz-Europa knappe 5 Jahre später am 18. Juni 2010 als eine der ersten Bahnseiten auch den Sprung auf Facebook gewagt. Während dieser Zeit haben wir rastlos über den öffentlichen Verkehr berichtet, Fotos und Videos gemacht. Zum 10-jährigen Facebook-Jubiläum wäre eigentlich den ganzen Monat Juni 2020 hindurch an mehreren Tagen ein grosses "Special" geplant gewesen. Aufgrund der aktuellen Situation mit dem Coronavirus hat sich aber seit Mitte März 2020 auch unsere Seite verändert. Aktuelle Anlässe (soweit es sie überhaupt noch gab) wurden keine mehr besucht und auch auf Fahrten im ÖV, die nicht zwingend notwendig waren (z.B. nur um Bahnfotos oder Videos zu machen), haben wir verzichtet. Dafür waren dann die Berichte über das Corona-Thema in Bezug auf den ÖV umso intensiver.

Die letzten beiden bis heute noch im Swiss-Express-Look  verkehrenden Re 4/4 II  (11108 und 11109) am Eurocity 163 "Transalpin"  Zürich HB - Buchs SG (- Graz Hbf) in Mols am Walensee                                              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Selbstverständlich haben auch wir uns an die behördlichen Anordnungen gehalten und nehmen deren Vorgaben auch weiterhin sehr ernst. Aus diesem Grund hat sich in den letzten drei Monaten auch unsere info24-Seite verändert. Aktuelle Anlässe (soweit es sie überhaupt noch gab) wurden keine mehr besucht und auch auf Fahrten im ÖV, die nicht zwingend notwendig waren (z.B. nur um Bahnfotos oder Videos zu machen), haben wir verzichtet. Dafür waren dann die Berichte über das Thema  "Corona in Bezug auf den ÖV"  umso intensiver.

 

Als eine der ersten Bahnseiten auf Facebook ist  info24 - ÖV Schweiz-Europa  bereits seit dem 18. Juni 2010  dort  vertreten. Ursprünglich war es geplant unser 10-jähriges Facebook-Jubiläum den ganzen Monat Juni 2020 hindurch an mehreren Tagen mit einem "Special" zu feiern. Weil wir dafür auch schon einige Vorarbeiten geleistet hatten und diese nicht ganz ungenutzt lassen wollten und wir "unsere Spezialität" (jeweils auch mit passenden Fotos oder Videos) über die aktuellen Themen des öffentlichen Verkehrs zu berichten, weiterführen wollten, haben wir seitdem unter anderem auch mit diesen Archivfotos / Videos unser Jubiläum halt schon mal "etwas vorgezogen". Dafür feiern  wir  den  "Geburtstag"  ab  heute  bis zum Sonntag  auf  der  info24 Facebook Seite  nun  halt  etwas  intensiver  und  es  gibt  dort  stündlich jeweils zur Minute 24 noch ein Video. Lasst Euch überraschen.

 

Schweren Herzens muss ich Euch heute aber auch mitteilen, dass es mir aus persönlichen Gründen nicht mehr möglich ist, die info24 Seite im bisherigen "intensiven Rahmen" weiterzuführen. Hoffe jedoch auf eine gute Zu(g)kunft und dass es reduziert noch etwas weitergehen könnte. Die nächsten Wochen und Monate werden es zeigen. In diesem Sinne: Alles Gute und ein herzliches DANKESCHÖN Euch allen!


Internette Grüsse

Marcel



 

Da sich die Situation im europäischen Bahnverkehr laufend ändert und Sie sich jederzeit

tagesaktuell informieren könnnen, nachstehend die diversen Links zu den Unternehmen.

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SNCF Verkehrsinformationen

                                      

TGV Lyria Infos zu Corona



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Die neue Fussgängerbrücke als attraktive Quartierverbindung über das Gleisfeld am Zürcher Hauptbahnhof nimmt Gestalt an

Gemeinsam mit dem Tiefbauamt der Stadt Zürich erstellt die SBB den 161 Meter langen Negrellisteg. Die neue Fussgängerbrücke überspannt das Gleisfeld beim Zürcher Hauptbahnhof und schafft eine neue, attraktive Quartierverbindung der Kreise 4 und 5. Er reicht vom Gustav-Gull-Platz beim Zentralstellwerk in der Europaallee zur Zollstrasse/Klingenstrasse. Die Brückenelemente werden unter laufendem Bahnbetrieb eingeschoben. Aus bahnbetrieblichen Gründen mit nur wenigen Stützen versehen scheint er förmlich zu schweben. Der Steg trägt der Entwicklung des Zürich HB und seines Umfelds beidseits der Gleise Rechnung und bis Ende Jahr erhalten die Stadtkreise 4 und 5 so eine neue Quartierverbindung.

Der Negrellisteg wird auch einen schönen Blick auf den Hauptbahnhof bieten                                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der Negrellisteg ermöglicht Fussgängerinnen und Fussgängern ab Dezember 2020 eine kurze, sichere und direkte Querung des Gleisfelds zwischen den Stadtkreisen 4 und 5. Bereits sind erste Teile des Negrellistegs über dem Gleisfeld vor dem Hauptbahnhof sichtbar. Schon bald wird die Fussgängerbrücke das Gleisfeld vom Gustav-Gull-Platz beim Zentralstellwerk in der Europaallee bis zur Kreuzung Zollstrasse / Klingenstrasse überspannen.

 

Mit dem schlichten, aber eleganten Negrellisteg erhält die Stadt Zürich ein neues Wahrzeichen mit einer spektakulären Aussicht sowie eine nachhaltige Quartierverbindung, die der städtischen Entwicklung beidseits des Gleisfelds Rechnung trägt.

 

Die Bauarbeiten finden unter laufendem Bahnbetrieb statt und benötigen eine exakte Planung und Organisation. Seit März 2020 werden in Nachtschichten die einzelnen Brückenelemente eingeschoben. Tagsüber werden diese Teile miteinander verschweisst und weitere Vorbereitungsarbeiten für den nächsten Vorschub geleistet. Voraussichtlich Ende Juli wird das letzte Element eingeschoben. Ab August werden die Auf- und Abgänge erstellt, damit Ende Jahr die ersten Fussgängerinnen und Fussgänger den Steg nutzen können.

 

Der Baustart für den Negrellisteg erfolgte am 3.Oktober 2019. Die in Stahl gefertigte Brückenkonstruktion kostet rund 11 Millionen Franken und wird je zur Hälfte von der Stadt Zürich und der SBB getragen. Entworfen wurde der Steg von der ARGE Negrelli. In diesem Planerteam vertreten sind die Conzett Bronzini Partner AG, Chur, die Diggelmann + Partner AG, Bern, und die 10:8 Architekten GmbH, Zürich. Federführende Bauherrin ist die SBB.



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AB Transitio bestellt zwölf weitere Doppelstockzüge für Mälab

AB Transitio hat zwölf weitere Doppelstockzüge bei Stadler bestellt. Der Auftragswert beträgt 133.3 Millionen Schweizer Franken. Damit löst Transitio eine Option aus einem bereits seit 2016 bestehenden Vertrag ein. Die nun bestellten Züge werden gemäss Vertrag im Herbst 2021 geliefert und verkehren anschliessend in der Region des Mälarsees westlich der Schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Mit einem zweiten Optionsabruf hat AB Transitio bei Stadler weitere zwölf Züge für Mälab bestellt      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Transitio und Stadler hatten bereits 2016 einen Vertrag über die Lieferung von Doppelstockzügen für verschiedene Regionen in Schweden unterschrieben. Zunächst wurden 33 Züge für Mälab bestellt, in einem ersten Optionsabruf kamen acht weitere Züge für Uppsala Länstrafik hinzu. Der nun erfolgte zweite Optionsabruf umfasst zwölf Züge für Mälab. Insgesamt hat Transitio damit bislang 53 Züge des Typs KISS bei Stadler geordert.

 

Die vierteiligen Doppelstockzüge verfügen über eine Klasse, die komfortabel ausgelegt ist. Sie bieten den Fahrgästen viel Beinfreiheit und ein grosszügiges Raumgefühl. Stadler hat die Wagenkästen der Züge für Mälab an das schwedische Lichtraumprofil angepasst. Die Höchstgeschwindigkeit der Züge beträgt 200 Kilometer pro Stunde. Zur ausgeprägten Winterfestigkeit der Züge tragen unter anderem doppelwandige Wagenübergänge, die Fussbodenheizung und die gute Isolation bei.

 

Ansgar Brockmeyer, Vertriebsleiter bei Stadler, sagt: «Genau wie die Züge, die bereits seit Dezember 2019 im Passagierbetrieb sind, werden auch die neu bestellten Fahrzeuge der mit Transitio gemeinsam entwickelten skandinavischen Design-Linie folgen. Die Tatsache, dass wir von Transitio kurz nach Aufnahme des Fahrgastbetriebs der neuen Doppelstockzüge schon einen Nachfolgeauftrag erhalten haben, ist für uns ein grosser Vertrauensbeweis und eine Anerkennung der Qualität der neuen Züge.»

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Bundesamt für Verkehr: Gefahrguttransporte per Bahn sind sicherer geworden

Die Risiken für Bevölkerung und Umwelt durch den Transport von Benzin, Brenngas, Chlor und weiteren gefährlichen Gütern per Eisenbahn sind zurückgegangen. Das zeigt die Aktualisierung des Screenings, welches das Bundesamt für Verkehr (BAV) periodisch durchführt. Wo nötig, müssen die Bahnen Massnahmen zur Risikominderung prüfen und umsetzen.

Bevölkerung und Umwelt sind vor Schäden zu schützen, die bei Störfällen entstehen könnten       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Alle wichtigen Bahnstrecken, auf denen gefährliche Güter transportiert werden, unterstehen der Verordnung über den Schutz vor Störfällen. Für sie müssen die Bahnen alle geeigneten und verhältnismässigen Sicherheitsmassnahmen treffen, um Bevölkerung und Umwelt vor Schäden zu schützen, die bei Störfällen entstehen können. Für die Beurteilung der Risiken hat sich in den letzten zwanzig Jahren das Screening-Verfahren als wirksames Instrument etabliert. Dabei werden die Risiken in Abhängigkeit von Eintretenswahrscheinlichkeit und Schadenausmass ermittelt. Die Risiken sind unter anderem abhängig von der Häufigkeit der Transporte, den gefahrenen Geschwindigkeiten, aber auch der Bevölkerungsdichte entlang der Bahnstrecken. Das BAV aktualisiert die Screeningdaten alle drei bis vier Jahre.

 

Verglichen mit den Ergebnissen des letzten Screenings von 2014 ist das Gesamtrisiko für die Bevölkerung gesunken: 97,3 Prozent des Schienennetzes weisen akzeptable Risiken auf. 2,7 Prozent liegen im unteren Übergangsbereich. Weniger als 0,1 Prozent – das entspricht 1,8 Kilometer - liegen im oberen Übergangsbereich. Gemäss dem neuen Screening bestehen keine nicht akzeptablen Risiken.

 

Gegenüber den Ergebnissen des Screenings von 2014 ist der deutlichste Rückgang der Risiken beim Leitstoff Chlor festzustellen. Dies ist hauptsächlich auf die reduzierten Fahrgeschwindigkeiten für Chlortransporte zurückzuführen. Auf diese haben sich 2016 Wirtschaft, SBB und Behörden in der Gemeinsamen Erklärung II für noch sicherere Chlortransporte verständigt.

 

Die Schweiz ermittelt auch die Risiken für die Umwelt und nimmt dabei in Europa eine Vorreiterrolle ein. Hier wurden in 64 Segmenten Streckenabschnitte festgestellt, bei denen die Risiken vertieft abgeklärt werden müssen. In 16 dieser Segmente besteht Gefahr für das Grundwasser, in 48 Segmenten für die Oberflächengewässer. Seit dem Screening von 2014 haben die Risiken für die Umwelt ebenfalls abgenommen: Damals gab es noch 73 derartige Segmente.

 

Bei Streckenabschnitten mit erhöhten Risiken müssen die Bahnen in enger Zusammenarbeit mit den Behörden weitere Abklärungen treffen. Wo nötig, müssen sie Massnahmen zur Risikominderung prüfen und umsetzen. Diese können baulicher oder betrieblicher Natur sein.

 

Die Berechnungskapazitäten, die Möglichkeiten der Modellierung, der Stand der Technik, die Verfügbarkeit der Daten und das Verständnis der Phänomene, die zu Störfällen führen können, haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Für das Jahr 2021 ist deshalb eine umfassende Überarbeitung des Screenings angedacht. Das BAV will auch in Zukunft über ein leistungsfähiges Instrument verfügen, um das Risiko von Störfällen für die Bevölkerung und die Umwelt möglichst gut abschätzen zu können.

 

 

Sichere Durchführung von Gefahrguttransporten

 

Für die sichere Durchführung von Gefahrguttransporten müssen unterschiedliche Vorschriften beachtet werden. Adressaten dieser Vorschriften sind die Bahnunternehmen, Seilbahnen und Infrastrukturbeteiberinnen. Die Sektion Umwelt überwacht den Bereich Gefahrguttransporte. Im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit behandelt sie folgende Themen:

 

 

Transportvorschriften

 

Beförderungen gefährlicher Güter auf der Strasse, auf der Schiene, mit Seilbahnen und auf Gewässern unterliegen sowohl nationalen als auch internationalen Vorschriften. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) beteiligt sich aktiv an der Weiterentwicklung und Umsetzung dieser Regelungen.

 

 

Gefahrgutbeauftragte

 

Die Verordnung über Gefahrgutbeauftragte für die Beförderung gefährlicher Güter auf Strasse, Schiene und Gewässern (GGBV) regelt Ernennung, Aufgaben, Ausbildung und Prüfung von Gefahrgutbeauftragten. Gefahrgutbeauftragte eines Unternehmens sind zuständig für die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften über die Beförderung gefährlicher Güter. Sie beraten die Unternehmung zu allen Tätigkeiten, die mit der Beförderung gefährlicher Güter zusammenhängen.

 

 

Störfallvorsorge

 

Die Störfallverordnung (StFV) soll die Bevölkerung und die Umwelt vor schweren Schädigungen infolge von Störfällen schützen. Sie gilt u. a. für Eisenbahnanlagen, auf denen gefährliche Güter transportiert oder umgeschlagen werden.

 

 

Aufsicht im Bereich Gefahrgut

 

Das BAV überprüft regelmässig die Umsetzung der verschiedenen Vorschriften, die beim Transport gefährlicher Güter einzuhalten sind.

 

 

Gefahrgutumschliessungen

 

Die GGUV in Kraft seit 1. Januar 2013 regelt für alle Umschliessungen zur Beförderung gefährlicher Güter (Gefahrgutumschliessungen) auf der Strasse sowie mit Eisenbahnen und Seilbahnen wie sie in Verkehr gebracht und geprüft werden müssen. Zudem macht sie Vorgaben über eine Marktüberwachung dieser Produkte.

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DB Update zum internationalen Zugsangebot nach den Grenzöffnungen

Zusammen mit ihren europäischen Partnerbahnen fährt die Deutsche Bahn (DB) das Angebot an grenzüberscheitenden Verbindungen schrittweise wieder hoch. "Bis Ende Juni nehmen wir den internationalen Fernverkehr in alle Länder wieder auf. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität. So lassen sich viele touristisch interessante Ziele bei unseren europäischen Nachbarn wieder gut und komfortabel mit dem Zug erreichen", sagt DB-Fernverkehrschef Michael Peterson.

Ein Eurocity in Dresden Hbf bereit zur Fahrt in Richtung Tschechien                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Nach den aktuellen Grenzöffnungen fährt die Deutsche Bahn (DB) zusammen mit ihren europäischen Partnerbahnen das Angebot an grenzüberscheitenden Verbindungen schrittweise wieder hoch und baut dazu auch das internationale Angebot weiter aus.

 

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

 

 

Tschechien / Österreich

 

Auf der Verbindung Hamburg - Berlin - Dresden - Prag gibt es ab heute wieder weitgehend einen 2-Stunden-Takt. Neu hinzu kommt eine Direktverbindung Berlin - Dresden - Prag - Wien - Graz. Der Railjet in Kooperation mit der Tschechischen Eisenbahn (ČD) und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bietet ICE-Komfort und fährt ab dem 16. Juni 2020.

Der ČD-Railjet trägt für die neue Verbindung den legendären Namen "Vindobona" und fährt als RJ 257 von Berlin Hbf (06.17) über Dresden Hbf (08.10) - Praha hl.n. (10.44) - Wien Hbf (14.58) nach Graz Hbf (17.33). In der Gegenrichtung als RJ 256 von Graz Hbf (10.26) über Wien Hbf (13.10) - Praha hl.n. (17.32) - Dresden Hbf (19.55) - Berlin Hbf (21.54) bis nach Berlin-Charlottenburg (22.05). Der Zug erweitert also nicht nur das Angebot nach Tschechien, sondern zugleich zwischen Berlin und Wien. Beide Städte verbindet bereits ein ICE via Nürnberg und Passau.

 

 

Österreich / Italien

 

Bereits jetzt fahren alle Züge Richtung Salzburg, Linz, Wien, Klagenfurt und Graz wieder regulär. Ab morgen werden zudem drei Eurocity-Zugpaare von München via Kufsten - Jenbach nach Innsbruck angeboten. Ab 25. Juni 2020 fahren diese dann weiter nach/von Italien.

Neu ab 27. Juni 2020: Ein ICE von Berlin nach Innsbruck bringt immer am Samstagmorgen Fahrgäste direkt in die Berge. Für die Rückfahrt startet der ICE in Innsbruck immer um 15:27 Uhr. Der ICE legt unter anderem Zwischenhalte in Erfurt, Nürnberg, München und Rosenheim ein.

 

 

Schweiz

 

Alle ICE und EC-Verbindungen verkehren wieder ohne Einschränkungen bis nach Zürich, Chur und Interlaken. Seit dem 8. Juni 2020 fahren wieder drei Eurocity-Zugpaare (Hin- und Rückfahrten) zwischen München - Lindau  - Bregenz und Zürich. Neu: Zwischen Berlin und Interlaken ist ab heute auch der neue ICE 4 im Einsatz. Das heisst: Alle ICE-Reisenden in die Schweiz profitieren von kommender Woche an vom Komfort des neuen Fernverkehrs-Flaggschiffs mit mehr Sitzplätzen. Zugleich ist somit erstmals auf allen ICE-Verbindungen in die Schweiz die Fahrradmitnahme möglich.

 

 

Frankreich

 

Seit dem 8. Juni 2020 fährt zu dem ICE- ein weiteres TGV-Zugpaar zwischen Frankfurt und Paris. Weitere Züge auf dieser Verbindung sowie zwischen Stuttgart/Karlsruhe und Paris sind ab dem 4. Juli 2020 geplant.

 

 

Belgien

 

Auf der Achse Frankfurt - Köln - Aachen - Lüttich - Brüssel stehen Reisenden seit dem 1. Juni 2020 vier Zugpaare zur Verfügung. Voraussichtlich ab dem 27. Juni 2020 wird das Angebot sukzessive bis hin zum regulären 2-Stunden-Takt aufgestockt.

 

 

Niederlande

 

Bahnkunden mit Zielen in den Niederlanden profitieren seit dem 1. Juni 2020 wieder von dem vollständigen zweistündlichen Angebot zwischen Frankfurt - Köln - Düsseldorf -  Utrecht und Amsterdam sowie zwischen Berlin - Hannover - Osnabrück und Amsterdam.

 

 

Dänemark

 

Aktuell verkehren zwei Zugpaare zwischen Hamburg und Kopenhagen. Ab dem 20. Juni 2020 sollen alle Züge auf der Verbindung wieder rollen. Seit dem 8. Juni 2020 wird bereits das komplette Angebot zwischen Hamburg und Aarhus gefahren.

 

 

Polen

 

Ab dem 22. Juni 2020 werden zunächst wieder zwei Eurocity-Zugpaare von Berlin via Frankfurt (Oder) und Poznan nach Warschau verkehren. Weitere Verbindungen sind ab 26. Juni 2020 geplant.



Ab 15. Juni 2020 verkehren diese DB-ÖBB EuroCity Züge wieder zwischen München und Innsbruck.

 

- EC 89 München Hbf (13.33)  -  Kufstein (14.36) - Innsbruck Hbf (15.18)

- EC 287 München Hbf (17.34) - Kufstein (18.36) - Innsbruck Hbf (19.18)

- EC 288 Innsbruck Hbf (07.17) - Kufstein (07.59) - München Hbf (09.02)

- EC 88 Innsbruck Hbf (12.40)  -  Kufstein (13.26) - München Hbf (14.26)

- EC 86 Innsbruck Hbf (18.40)  -  Kufstein (19.26) - München Hbf (20.25)

 

 

Ab 16. Juni 2020 zusätzlich:

 

- EC 81 München Hbf (07.34)  -  Kufstein (08.36) - Innsbruck Hbf (09.18)

Ab 25. Juni 2020 fahren die DB-ÖBB EuroCity Züge  dann  weiter  nach / von Italien.



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Weitere 20 Capricorn-Triebzüge für die Rhätische Bahn

Der Verwaltungsrat der Rhätischen Bahn (RhB) hat die neue Strategie 2030 verabschiedet. Sie basiert auf der Eignerstrategie des Kantons Graubünden, in welcher die Regierung als Haupteignerin die Ziele und Erwartungen an die RhB festgelegt hat. Für zwei strategische Schwerpunkte zur Umsetzung der Eignerstrategie hat die Alpenbahn nun grünes Licht erhalten: Die RhB kann weitere 20 Capricorn-Triebzüge bestellen und ihr Immobiliengeschäft professionalisieren.

Capricorn-Triebzug in Davos Platz                                                                                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Rhätische Bahn (RhB) wird bei Stadler 20 weitere Triebzüge des Typs «Capricorn» im Wert von 172.9 Millionen Franken bestellen. Dieser Abruf einer Option folgt der ursprünglichen Bestellung von 36 Zügen im Jahr 2016. Mit den 20 zusätzlichen Fahrzeugen setzt die RhB die Modernisierung und Vereinheitlichung ihrer Flotte fort.

 

Die Regierung erwartet von der RhB, dass sie als Leistungserbringerin die Mobilität für alle Regionen Graubündens mit einem modernen, bedürfnisgerechten Angebot gewährleistet. In den letzten Jahren hat die RhB grosse Anstrengungen unternommen, ihre Flotte zu modernisieren und zu vereinheitlichen. Mit den Allegra-Triebzügen, den Alvra-Gliederzügen mit den dazugehörigen Steuerwagen und den Universal-Steuerwagen hat sich das Erscheinungsbild der RhB bereits gewandelt.

 

Ein weiterer markanter Schritt vollzieht sich mit der derzeit laufenden grössten Rollmaterialbeschaffung in der RhB-Geschichte, mit den 36 neuen Capricorn-Triebzügen. Dennoch wird auch nach dieser Beschaffung das Durchschnittsalter der RhB-Flotte relativ hoch bleiben, bei über 20 Jahren. Um die Flotte den heutigen Kundenbedürfnissen anzupassen und weiter zu vereinheitlichen, hat die RhB beschlossen, bei Stadler weitere 20 Capricorn-Triebzüge zu bestellen. Bund und Kanton haben hierfür grünes Licht erteilt.

 

Bereits 2016 hatte die RhB mit der grössten Rollmaterialbeschaffung ihrer Geschichte einen Vertrag über 36 dieser Züge unterschrieben. Die vierteiligen Züge haben eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde. Jeder Zug ist 76.4 Meter lang und verfügt über 164 Sitzplätze, davon 35 in der ersten Klasse. Für ein besonders attraktives Reiseerlebnis wird die Aussicht des Lokführers über eine Kamera im Führerstand in den Fahrgastbereich übertragen.
 
Die RhB setzt den «Capricorn» im Flügelzugbetrieb ein. Zwei Teilzüge können auf diese Weise zu verschiedenen Zielen fahren. In der Gegenrichtung werden die beiden Teile wieder vereint und fahren gemeinsam weiter. Damit kann auf der einspurigen Strecke zwischen Landquart und Klosters der Halbstundentakt ohne aufwändige Streckenausbauten realisiert werden. Um einen reibungslosen Flügelzugbetrieb zu gewährleisten, verfügen die Züge über automatische Kupplungen.
 
Ansgar Brockmeyer, Vertriebsleiter bei Stadler, sagt: «Schon seit Jahrzehnten arbeiten die Rhätische Bahn und Stadler eng zusammen. Wir sind stolz darauf, dass die Rhätische Bahn mit unseren robusten und hochwertigen Zügen die Modernisierung ihrer Flotte vorantreibt und wir nun insgesamt 56 ‹Capricorns› nach Graubünden liefern dürfen.»

 

 

Gründung der RhB Immobilien AG

 

Die RhB gliedert ausgewählte, nicht bahnbetriebsnotwendige Immobilien in eine separate und eigenständige juristische Person aus. Sie vollzieht damit die Trennung vom eigenwirtschaftlichen Immobilien- (Neben-) geschäft und dem subventionierten Hauptgeschäft. Für die Immobilien der Sparten Infrastruktur und Bahnproduktion wie Bahnhöfe, Dienstgebäude, Werkstätten oder Immobilien der zentralen Dienste bleibt die Immobilienabteilung der RhB zuständig. Die RhB Immobilien AG wird als hundertprozentige Tochtergesellschaft der RhB AG gegründet. Dies in enger Abstimmung mit den Eignern Kanton und Bund.

 

Die Regierung hält in der Eignerstrategie fest, dass die RhB durch gezielte Nutzung und Entwicklung der Areale und der nicht betriebsnotwendigen Objekte an den Wertsteigerungen der Grundstücke und Immobilien partizipiert. Sie soll einen angemessenen Gewinn mit vertretbaren Risiken realisieren und so zur Verbesserung des Gesamtunternehmensergebnisses beitragen. Die RhB Immobilien AG wird rund dreissig Immobilien und ebenso viele Baurechtsverträge mit einem Vermögenswert von 45 Millionen Franken verwalten. Sie wird über kein eigenes Personal verfügen, sondern alle Dienstleistungen mit entsprechenden Verträgen über die Immobilienabteilung der RhB und punktuell über externe Spezialisten beziehen. Wo sinnvoll werden Partnerschaften mit Privaten eingegangen.



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DB ICE4 verbindet Deutschland mit dem Berner Oberland

Die SBB und die Deutsche Bahn (DB) bauen ihre Partnerschaft weiter aus: Ab dem 14. Juni 2020 verkehrt der Hochgeschwindigkeitszug ICE4 täglich zwischen Deutschland und Interlaken und umgekehrt. Mit der Direktanbindung an die Jungfraubahnen soll die Destination Jungfraujoch Gäste aus Deutschland noch attraktiver und schneller erreichbar sein. Die touristische Nachfrage aus Deutschland ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen, durch die Corona-Krise ist diese jedoch vorübergehend stark zurückgegangen.

DB ICE4 am Bahnhof Interlaken West im Testbetrieb im August 2019                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Einhergehend mit den Lockerungsschritten können die Partnerbahnen SBB und DB auch im grenzüberschreitenden Personenverkehr das Angebot wieder sicherstellen. Ein wichtiger Pfeiler ist dabei das Angebot aus dem Raum Frankfurt/Main in das Berner Oberland und insbesondere in die Destination Jungfraujoch – Top of Europe. Ab dem 14. Juni 2020 verkehren die internationalen Züge ab Deutschland nach Interlaken erstmals mit den neuesten Hochgeschwindigkeitszügen, dem ICE4.

 

Die drei täglichen Direktverbindungen ins Berner Oberland werden auf der Strecke Berlin–Frankfurt/Main–Karlsruhe–Basel–Interlaken Ost angeboten. Die ICE4-Züge bieten den Reisenden kostenloses WLAN, ein On-Bord-Unterhaltungsportal sowie in der 1. Klasse einen Service am Platz an. Mit der neuen Flotte können die Partnerbahnen SBB und DB die Kapazitäten gegenüber den bisherigen ICE1-Zügen um 20 Prozent erhöhen.

 

Schneller und komfortabler auf das Jungfraujoch

 

Mit der Direktanbindung an die Jungfraubahnen in Interlaken Ost und ab Mitte Dezember 2020 an die V-Bahn Eiger Express ab Grindelwald Grund bis zum Eigergletscher soll das Reiseerlebnis der Tourismusattraktion Jungfraujoch – Top of Europe schneller und komfortabler gemacht werden. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen SBB, DB und Jungfraubahnen kann das Angebot künftig noch besser und koordinierter vermarktet werden.

 

Die Regionen Bern und Interlaken sind im touristischen Bahnverkehr mit Abstand die wichtigsten Zielregionen ab Deutschland in den Kanton Bern. Im vergangenen Jahr registrierte der Kanton Bern rund 185'000 Gäste aus Deutschland. Nach einem Rückgang aufgrund des hohen Frankenkurses im Jahr 2015 ist die Nachfrage seither bis zum Ausbruch der Coronakrise kontinuierlich angestiegen. Mit einem attraktiven Angebot wollen die drei Partner DB, Jungfraubahnen und SBB einen Beitrag leisten, um den touristischen Verkehr aus Deutschland ins Berner Oberland wieder anzukurbeln.

 

Günstige Billette für die Reise in die Schweiz gibt es mit dem Sparpreis Europa unter bahn.de/schweiz. Darüber hinaus gewährt die DB ihren Bahncard-Kundinnen und Kunden auch stark rabattierte Billette sowie Sonderangebote mit DB Bonus Punkten. Mit den Direktverbindungen wird gleichzeitig auch das Angebot aus der Schweiz nach Deutschland mit mehr Sitzplätzen und mehr Komfort ausgebaut.

 

 

Aktuelle Informationen zum internationalen Zugverkehr

 

Mit dem Abbau der Reisebeschränkungen in der Schweiz und in den Nachbarländern werden auch grenzüberschreitende Zugverbindungen Schritt für Schritt wieder aufgenommen. Alle Informationen, Land für Land, finden sich hier fortlaufend aktualisiert.

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Im IR von St. Moritz nach Chur dank Frontkamera zuvorderst mit dabei

Die Rhätische Bahn (RhB) und die Firma Livesystems warten mit einer Neuheit auf. Was man aus Flugzeugen kennt, gibt es jetzt auch auf der Schiene: Reisende haben auf der Albulalinie von St. Moritz nach Chur den gleichen Ausblick wie der Lokführer. Möglich macht dies eine am Steuerwagen montierte Kamera, welche ihre Aufnahmen direkt auf die Bildschirme im Zug überträgt.

Neuer RhB Alvra-Steuerwagen mit Frontkamera am InterRegio St. Moritz - Chur                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Den Fahrgästen bietet sich dadurch eine neue Perspektive auf die UNESCO Welterbestrecke. Die Blicke wandern nicht mehr nur nach links und rechts aus den Fenstern, sondern via Bildschirm von Livesystems, welcher mit dem Fahrgast-TV Passengertv ausgestattet ist, auch nach vorne. Die Fahrt durch die Kehrtunnel und über den Landwasserviadukt wird so zu einer neuen Erfahrung. Laut Livesystems ist die RhB die erste Bahn überhaupt, die dem Fahrgast dieses einzigartige Erlebnis bietet.

 

 

Die RhB interaktiv – immer und überall auf und neben der Strecke mit dabei

 

Mit den Frontkameras an den Alvra-Steuerwagen erweitert die RhB ihr Angebot an interaktiven und virtuellen Erlebnissen. Bereits vor Jahren war die RhB Vorreiterin, als sie, als erste Eisenbahn weltweit, komplett in Street View auf Google Maps integriert wurde. Die Panoramabilder geben einzigartige Einblicke in die Strecke und die Bündner Gebirgslandschaft.

 

Im RhB-Livestream liefern 18 Webcams in Endlosschlaufe Bilder vom Streckennetz in Echtzeit. Weitere Webcams geben Einblick in Projekte wie den Neubau des Albulatunnels oder den Ausbau der RhB-Werkstätten in Landquart. Ein Stück RhB für auf den PC, das Handy oder das Tablet hält die RhB in Form von Apps und Downloads bereit.





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Neue Flotte mit kürzeren Reisezeiten und mehr Verbindungen von Zürich nach München ab Dezember 2020

Wie bereis darüber berichtet baut die SBB ab dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember das EuroCity-Angebot in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern DB und ÖBB auf der Strecke Zürich - München markant aus. Auf der neu vollständig elektrifizierten Strecke kommen ab 13. Dezember 2020 die modernen SBB  "Astoro"  Triebzüge RABe 503 (ETR 610 2. Serie) zum Einsatz. Das Angebot erhöht sich von derzeit 3 auf künftig 6 Fahrten pro Tag und Richtung, die Anzahl der Sitzplätze um rund 60 Prozent. Die Fahrzeit wird um 20 bis 45 Minuten auf rund 4 Stunden verkürzt. In einem zweiten Schritt soll eine weitere Fahrzeitverkürzung auf 3 Stunden 30 Minuten erfolgen.

SBB "Astoro" Triebzug RABe 503 022 (ETR 610 2. Serie)                                                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mit dem Abschluss der Arbeiten zur durchgehenden Elektrifizierung der internationalen Strecke Zürich - St. Gallen - Bregenz - München wird das Fahrplanangebot und der Reisekomfort auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2020 für die Kunden deutlich ausgebaut. In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern DB und ÖBB ersetzt die SBB die bislang auf dieser internationalen Strecke abschnittsweise noch von Diesellokomotiven gezogenen Züge durch moderne "Astoro" Triebzüge des Typs ETR 610 mit rund 430 Sitzplätzen.

 

Die Züge bieten grenzüberschreitend kostenloses WLAN, ein Bordrestaurant und Service am Platz in der 1. Klasse. Das EuroCity-Angebot von Zürich nach München wird neu auf täglich sechs Züge in beiden Richtungen ausgebaut. Das Sitzplatz-Angebot auf dieser EuroCity-Verbindung erhöht sich damit um rund 60 Prozent. An Spitzentagen und zu speziellen Anlässen wie dem Oktoberfest (ab 2021 dann hoffentich wieder...) wird noch ein zusätzlicher Zug pro Richtung eingesetzt.

 

 

Schrittweise Fahrzeitverkürzung auf 3 Stunden 30

 

Dank der neuen Züge, die in Deutschland mit Neigetechnik unterwegs sind, den verschiedenen baulichen Anpassungen der Linie und dem neuen Durchgangsbahnhof in Lindau-Reutin kann die Fahrzeit der Strecke Zürich–München ab Dezember 2020 auf rund 4 Stunden verkürzt werden. Das ist 45 Minuten schneller im Vergleich zur derzeit baubedingten Führung via Kempten bzw. 20 Minuten schneller im Vergleich zur Fahrzeit via Memmingen vor der Baustelle.

 

In einem zweiten Schritt, voraussichtlich per Ende 2021, soll dann ein weiterer Fahrzeitgewinn um 30 Minuten realisiert werden. Die effektive Fahrzeit beträgt dann noch 3 Stunden und 30 Minuten. Ermöglicht werden soll diese weitere Fahrzeitverkürzung durch einen automatisierten Wechsel zwischen den länderspezifischen Zugsicherungssystemen an den Landesgrenzen.

 

Damit entfällt der sonst übliche lange Halt zum manuellen Wechsel der Systeme an den Grenzbahnhöfen. Dieser im Fachjargon «dynamische Transition» genannte Systemwechsel bedingt eine Aufrüstung der eingesetzten Triebzüge mit dem Zugsicherungssystem ETCS Baseline 3. Die Ausrüstung der Züge erfolgt durch Alstom, dem Hersteller der Triebfahrzeuge des Typs ETR 610. Ursprünglich war die Fertigstellung der Ausrüstung der Fahrzeuge mit dem erforderlichen System bereits auf Dezember 2020 geplant. Aufgrund von Verzögerungen bei der Entwicklung und Zulassung kann der Einsatz des neuen Systems voraussichtlich nun auf Dezember 2021 erfolgen.

 

 

Bahnstrecke Zürich - München wird konkurrenzfähiger

 

Das neue Angebot verbessert deutlich die Konkurrenzfähigkeit der Eisenbahn im Vergleich zum Flugzeug, zum Busverkehr und zum motorisierten Individualverkehr mit mehr Kapazitäten, komfortablen Zügen und kürzerer Fahrzeit. Mit der vollständigen Elektrifizierung der Strecke endet der Einsatz der letzten Diesellok im Internationalen Personenverkehr der SBB. Die Ostschweiz, das Land Vorarlberg und München rücken näher zusammen. Gleichzeitig bestehen in München attraktive Anschlüsse in Richtung Salzburg und Wien. Die SBB baut dieses Angebot auch im Hinblick auf ein geändertes Reiseverhalten und der gesteigerten Nachfrage nach internationalen Bahnreisen aus und leistet somit einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität.

 

 

Fahrplanentwurf zum öffentlichen Verkehr in der Schweiz

 

Der Fahrplanentwurf ist ab heute unter www.fahrplanentwurf.ch online abrufbar. Dieses Jahr neu gibt es dazu für individuelle Abfragen die Seite www.fahrplanauskunft-öv.ch. Allfällige Fahrplanbegehren und Unstimmigkeiten in den Fahrplanentwürfen können bis Sonntag, 28. Juni 2020, gemeldet werden.


Eurocity 194  München Hbf (12.14)  -  Buchloe (12.59)  -  Kempten (Allgäu) Hbf (13.42)  -  Lindau Hbf (14.54) -

Bregenz (15.06) - St. Margrethen (15.29) - St. Gallen (15.55) - Winterthur (16.33) - Zürich Flughafen ( 16.48) -

Zürich HB (16.58) bei der Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof.


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Wiederaufnahme der grenzüberschreitenden TILO-Verbindungen nach Italien

Mit der vollständigen Öffnung der Grenzen zwischen der Schweiz und Italien, nimmt TILO die grenzüberschreitenden Verbindungen ab dem 15. Juni 2020 wieder auf. Mit dieser Änderung kehrt das Angebot von TILO, abgesehen von wenigen Einschränkungen, praktisch zur Normalität zurück. Die von den schweizerischen und italienischen Behörden vorgesehenen Schutzmassnahmen für den öffentlichen Verkehr bleiben in Kraft und die Situation wird ständig überwacht

Einige Einschränkungen sind noch in Kraft - Bitte die Durchsagen am Bahnhof beachten                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die stufenweise Erhöhung des Angebots von TILO geht weiter, ab dem 15. Juni 2020 nimmt die TILO ihren normalen Betrieb wie vor der Coronavirus-Krise weitgehend wieder auf. Den Kunden steht praktisch das gesamte Angebot des jährlichen Fahrplans zur Verfügung, mit Ausnahme des Nachtangebots und einzelner Verbindungen während der Spitzenzeiten.

 

Die TILO Verbindungen verkehren wie folgt:

 

RE10 (Erstfeld­-Bellinzona­-Lugano­-Chiasso-Milano)

  • Die Züge verkehren wieder normal

S10 (Bellinzona–Lugano–Chiasso–Como)

  • Züge alle 30 Minuten zwischen Bellinzona und Como sind den ganzen Tag über garantiert
  • Es verkehren drei weitere Verbindungen, die um 6.35 / 6.53 Uhr ab Chiasso und um 17.49 Uhr ab Bellinzona abfahren.
  • Die Verbindungen ab Bellinzona um 4.34 / 23.34 / 00.34 Uhr und die Verbindungen ab Como um 22.10 / 23.10 / 00.15 Uhr, fallen aus.

S20 (Airolo–Biasca–Bellinzona–Locarno)

  • Züge alle 30 Minuten zwischen Biasca/Castione-Arbedo und Locarno sind den ganzen Tag über garantiert.
  • Es fahren zwei weitere Verbindungen ab Airolo um 6.45 Uhr und ab Locarno ab 16.48 Uhr.
  • Die Verbindungen ab Bellinzona um 22.32 / 23.32 / 00.32 Uhr und die Verbindungen ab Locarno um 23.01 / 00.01 / 1.05 Uhr, fallen aus.

S30 (Cadenazzo­­–Luino­–Gallarate)

  • Der Dienst verkehrt normal, mit einigen Ausnahmen.
  • Die Verbindungen zum Markt Luino, die um 8.14 Uhr ab Bellinzona und um 13.40 / 15.40 Uhr ab Luino abfahren, fallen aus.

S40 (Varese–Mendrisio–Como)

  • Der Dienst verkehrt normal.

S50 (Bellinzona–Lugano–Mendrisio–Varese–Malpensa)

  • Der Dienst verkehrt normal, mit einigen Ausnahmen.
  • Die Verbindungen ab Mendrisio um 22.35 / 23.35 / 00.35 Uhr und ab Bellinzona um 4.34 / 23.34 / 00.34 Uhr fallen zwischen Mendrisio und Bellinzona aus.
  • Die Verbindungen ab Varese um 22.00 Uhr und ab Malpensa um 23.13 Uhr fallen zwischen Varese und Malpensa aus.

TILO Pigiama

  • Die Nächtlichen Dienste TILO Pigiama fallen vollständig aus. 

 

Änderungen der angegebenen Massnahmen werden entsprechend der Entwicklung der Situation bewertet und rechtzeitig mitgeteilt.

Parallel zur Zunahme des Angebots hat auch die Zahl der Reisenden in den letzten Wochen wieder zugenommen. Es ist notwendig, die Hygiene- und Gesundheitsschutzmassnahmen, die von den zuständigen schweizerischen und italienischen Behörden in Übereinstimmung mit den Bahnen festgelegt wurden, weiterhin einzuhalten.

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SBB Fahrplan 2021: Grossteil des geplanten Angebots wird eingeführt, vereinzelt kommt es zu Verzögerungen

Wegen der Corona-Pandemie ist der Wechsel auf den Fahrplan 2021 anspruchsvoll. Die SBB kann zwar den Grossteil des geplanten Angebots am 13. Dezember 2020 umsetzen; einzelne Angebote können voraussichtlich aber nur verzögert eingeführt werden. Insgesamt bringt der Fahrplan 2021 viele Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr in der Schweiz und international.

Ab Dezember 2020 geht die Fahrt wieder direkt dem Zugersee Ostufer entlang                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 nimmt die SBB den Ceneri-Bastunnel in Betrieb, damit wird das Jahrhundertwerk Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) nach 28 Jahren Bauzeit vollendet. Zusammen mit der Fertigstellung des 4-Meter-Korridors durch die Schweiz stehen dann auch dem Güterverkehr mehr Kapazitäten auf der Schiene zur Verfügung.

 

Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels geht gleichzeitig auch die lange Phase von Streckensperrungen und Umleitungsfahrplänen in der Region Innerschwyz zu Ende: Die Arbeiten entlang dem Zugersee Ostufer sowie am Bahnhof und Bushof Arth-Goldau werden vollendet. Die Züge der S2 und des Fernverkehrs verkehren wieder direkt zwischen Arth-Goldau - Zug und Zürich. Das Angebot auf der Gotthard-Achse wird spürbar verbessert. Zwischen Arth-Goldau und Zürich wird wochentags der durchgängige Halbstundentakt eingeführt. Arth-Goldau wird für den öffentlichen Verkehr zur Drehscheibe für die ganze Region Innerschwyz im Austausch mit der übrigen Schweiz.

 

Im Personenverkehr wird die SBB per Fahrplanwechsel den Grossteil des geplanten Angebots termingerecht umsetzen. Dazu zählen nebst den schnelleren und häufigeren Verbindungen  im  Nord-Süd-Verkehr  auch der  Ausbau der internationalen Verbindungen nach München  und nach Italien sowie zahlreiche Verbesserungen im Regionalverkehr.

 

Der Fahrplanwechsel Ende Jahr ist anspruchsvoll, denn die Corona-Pandemie führte zu einem temporären Baustellenstopp sowie zu Verzögerungen bei der Ausbildung des Lokpersonals. Leider hat dies vereinzelt Auswirkungen auf das Angebot, es kann zu einzelnen Verzögerungen kommen. Wo dies der Fall ist, erfolgt die Umsetzung grundsätzlich bis spätestens zum 5. April 2021. Die SBB ist mit den Kantonen und Partnern im Gespräch bezüglich möglicher Verzögerungen und setzt alles daran, diese so klein wie möglich zu halten.

 

 

Fahrplanentwurf

 

Der Fahrplanentwurf ist ab 10. Juni 2020 unter www.fahrplanentwurf.ch online abrufbar. Dieses Jahr neu gibt es dazu für individuelle Abfragen die Seite www.fahrplanauskunft-öv.ch. Allfällige Fahrplanbegehren und Unstimmigkeiten in den Fahrplanentwürfen können bis Sonntag, 28. Juni 2020, gemeldet werden. Der Trassenzuteilungsprozess zum Jahresfahrplan 2021 läuft bis Ende Sommer 2020. Anpassungen sind bis nach Abschluss der Verhandlungen nicht ausgeschlossen. Für die Trassenbestellung und -zuteilung für das Fahrplanjahr 2021 zeichnet www.trasse.ch verantwortlich.


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Änderungen Fern- und Regionalverkehr
ab_13_12_2020.pdf
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Zusätzliche ICE-Züge in die Urlaubsregionen

Die Deutsche Bahn (DB) baut ihr touristisches Angebot für diesen Sommer weiter aus. Zusätzlich zu den bereits wieder aufgenommenen ICE- und IC-Linien werden die beliebten Urlaubsziele Rügen, Ostfriesische Inseln und Tirol somit noch öfter, bequemer und schneller erreichbar. DB Fernverkehrs-Chef Michael Peterson: "Ein breites Verkehrsangebot für den Deutschland-Tourismus ist in diesem Jahr wichtiger denn je.“ Mit den drei zusätzlichen Direktverbindungen baut die Deutsche Bahn deshalb ihre touristischen Kapazitäten nochmals aus.

DB ICE am Strelasund zwischen dem Festland und der Insel Rügen                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Ab dem 27. Juni 2020 macht ein ICE aus Berlin nach Innsbruck den Anfang, der jeden Samstag Reisende in die Berge bringt. Der ICE legt Zwischenhalte u.a. in Erfurt, Nürnberg und München ein. Dann folgt ab dem 3. Juli 2020 eine neue Verbindung aus München nach Emden und Norddeich Mole via Würzburg, Kassel und Münster. In Emden und Norddeich Mole bestehen Anschlüsse auf die Fähren nach Borkum, Juist und Norderney. Ab dem 31. Juli 2020 wird dann auch noch Rügen mit einer neuen Direktverbindung von Stuttgart via Würzburg, Kassel, Berlin und Stralsund nach Binz angefahren. Die Angebote sind ab sofort buchbar, der ICE München-Norddeich Mole wird ab 14. Juni 2020 buchbar sein.

 

Die Verbindungen im Detail:

  • ICE von Berlin nach Innsbruck
    Ab dem 27. Juni 2020 bringt ein ICE um 07.25 Uhr ab Berlin Hbf immer samstags Fahrgäste in die Berge.                                        Für die Rückfahrt startet der ICE in Innsbruck Hbf immer um 15:27 Uhr.
    Der ICE legt unter anderem Zwischenhalte in Halle, Erfurt, Nürnberg, München, Rosenheim und Kufstein ein.
  • ICE von München nach Emden und Norddeich Mole
    Ab dem 3. Juli 2020 startet eine weitere attraktive Verbindung in Richtung Nordsee. Die Züge verkehren immer freitags bis sonntags morgens ab München via Augsburg, Würzburg, Kassel, Paderborn und Münster. In Emden und Norddeich Mole bestehen Anschlüsse auf die Fähren nach Borkum, Juist und Norderney. Die ICE-Züge für die Rückfahrt starten in Ostfriesland samstags bis montags jeweils am späten Vormittag.
  • ICE von Stuttgart über Berlin nach Binz
    Ab dem 31. Juli 2020 wird eine neue ICE-Verbindung dann auch an die Ostsee angeboten. Immer freitags und samstags startet am Morgen ein ICE von Stuttgart über Würzburg, Kassel und Berlin z.B. nach Züssow (mit Anschluss nach Usedom), Stralsund und nach Binz auf Rügen. Samstags und sonntags am späten Vormittag verkehrt die durchgängige Verbindung für die Rückfahrt.

                                                                                                                                                      Infografik: Deutsche Bahn (DB)


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In Stralsund entsteht eine neue Bereitstellungsanlage für ICE und IC-Züge

Die Deutsche Bahn (DB) investiert in die Zukunft des Fernverkehrs im Nordosten Deutschlands. In Stralsund entsteht für 22 Millionen Euro bis zum Jahresende eine neue Bereitstellungsanlage für ICE- und Intercity-Züge. Der neue Boxenstopp der Bahn befindet sich auf einer Fläche westlich des Hauptbahnhofs, auf der künftig bis zu sieben Fernverkehrszüge gleichzeitig für ihren nächsten Einsatz vorbereitet werden können. Die Leistungsfähigkeit der neuen Anlage ist auf den verstärkten Einsatz von modernen und komfortablen ICE-Triebzügen an die Küste ausgelegt.

Die neue Bereitstellungsanlage in Stralsund entsteht westlich vom Hauptbahnhof                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Anlässlich der symbolischen Grundsteinlegung in Form einer ersten Gleisschwelle erläuterte Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der DB für Mecklenburg-Vorpommern: „Mit mehr Angebot und neuen komfortablen Zügen wollen wir die Tourismusregion Vorpommern-Rügen auch in den kommenden Jahren weiter stärken. Zusätzliche ICE-Züge Richtung Stralsund, Binz und Greifswald brauchen gerade in der Zukunft einen Wartungs- und Reinigungsstandort, der diesen Anforderungen gerecht wird. Stralsund bietet dafür die besten Voraussetzungen.“

 

Der Stralsunder Oberbürgermeister Alexander Badrow dazu: „Mit dieser Anlage setzt die Deutsche Bahn ein klares Zeichen für unsere Hansestadt und die Region. Eine Investition, die uns im wortwörtlichen Sinn voranbringt - ebenso wie alle künftigen Projekte, zum Beispiel Haltepunkt in Andershof, Darßbahn und mehr Züge im Fernverkehr. Davon profitieren nicht nur unsere Gäste, sondern auch die Stralsunderinnen und Stralsunder. Ausserdem wollen wir im Schatten des neuen Boxenstopps die alten Lokschuppen aus dem Dornröschenschlaf holen und gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Rügen entwickeln."

 

Auch André Kretzschmar, der Leiter der Tourismuszentrale der Hansestadt Stralsund, freut sich: „Eine leistungsfähige Infrastruktur sowie schnelle und komfortable Verbindungen von Berlin und Hamburg sind die Voraussetzung für die Akzeptanz der klimafreundlichen Anreisemöglichkeit mit der Bahn bei unseren Gästen. Bereits heute ist der Anteil der Gäste, die mit der Bahn nach Stralsund reisen, größer als in jeder anderen Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Doch natürlich kann und soll dieser Anteil weiter steigen. Dafür werden hier und heute die Weichen gestellt – für unsere Stadt und die gesamte Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Ein gutes Signal für den Tourismus im Land!“

 

Die neue Bereitstellungsanlage befindet sich auf einer Fläche von 48.000 Quadratmetern – über sechs Mal grösser als das Ozeaneum in der Hansestadt. Sie verfügt über sieben Gleise mit einer Länge von jeweils 360 bis 430 Metern. Das ermöglicht die zeitgleiche Wartung von Zügen unterschiedlicher Länge. Rund zwölf Mitarbeiter sind während 24 Stunden am Tag und sieben Tagen in der Woche im Einsatz, um Fernverkehrszüge, die im Nordosten enden und beginnen, zu betreuen.

 

Zum Boxenstopp für ICE-Züge gehört ein Qualitätscheck, der die Innenreinigung der Fahrgasträume und sanitären Einrichtungen beinhaltet. Aktuell liegt der Schwerpunkt dabei auf sogenannten Kontaktflächen, das sind Türdrücker, Griffe und Haltestangen. Auch während der Fahrt werden diese Flächen im Zug von Unterwegsreinigern mehrfach gesäubert. Neben der Ver- und Entsorgung von Frisch- und Brauchwasser werden zudem kleinere Reparaturen am Zug erledigt. Nach der abschliessenden Bremsprüfung sind die Fahrzeuge wieder bereit für ihren nächsten Einsatz.

 

Bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wird die Bereitstellungsanlage in Stralsund ein festes Ziel für Fernverkehrszüge, die aus Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Frankfurt am Main, München und Berlin Richtung Ostseeküste und bis auf die Insel Rügen fahren.

 

Die neue Bereitstellungsanlage in Stralsund ist Teil der Konzernstrategie „Starke Schiene“, mit der die DB die Fahrgastzahlen im Fernverkehr auf über 260 Millionen Personen verdoppeln möchte.


                                                                                                                                                          Infografik: Deutsche Bahn (DB)


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