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Europa mit dem Zug - Entspannt ins neue Jahr

Ein Adventsbesuch auf den Stuttgarter Weihnachtsmarktt, Silvesterparty in London oder eine Skitourenwoche in Skandinavien - auch die kalte Jahreszeit weckt die Reiselust der Schweizerinnen und Schweizer. Für Umweltbewusste bietet der VCS neu die Onlineplattform "Europa mit dem Zug" - eine Website voller Informationen, Inspirationsquellen, Tipps und Tricks, wie es sie bisher noch nicht auf einer Plattform zusammengefasst gab.

Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt gehört zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Europa                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Welches ist die einfachste und schnellste Zugverbindung nach Lissabon? Was muss ich bei der Reise im Zug beachten? Und wo buche ich mein internationales Zugticket am bequemsten? Antworten rund um das Reisen mit dem Zug in Europa liefert der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) auf einer  neu geschaffenen Onlineplattform.  Diese füllt eine Lücke, denn bisher gab es all das noch auf keiner Plattform zusammengefasst.

 

Die Webseite zeigt zum Beispiel auf einer Karte die bestehenden Nachtzugverbindungen, sowie die einfachsten Reiserouten für Ziele in ganz Europa - insbesondere auch für komplexere Destinationen wie Dublin, Mallorca oder Kiew. Zahlreiche Reiseberichte liefern Inspiration für Kurztrips oder die nächsten längeren Ferien in Europa für Umweltbewusste. Kurz: Ob Nordlichter über Skandinavien, der berühmte Hogwarts Express in Schottland oder orientalische Märkte in Istanbul - die Webseite verrät alles, was man für die Zugreise wissen muss.

Der Zug muss konkurrenzfähiger werden

 

Die Webseite zeigt, dass schon heute zahlreiche Möglichkeiten bestehen, um mit dem Zug durch Europa zu reisen. Die Nachfrage nach Nachtzügen ist zudem gross, wie eine VCS-Studie bereits im Frühling gezeigt hat. Trotzdem gibt es noch viel zu tun: Es fehlt zum Beispiel oft an einfachen Buchungsmöglichkeiten für die ganze Reise, wie es sie beim klimaschädlichen Flugverkehr gibt. Hier sind die Bahngesellschaften gefordert, zusammenzuspannen und das Angebot zu verbessern. Ausserdem braucht es dringend mehr Nachtzüge. Viele jener Städte, die von der Schweiz am häufigsten mit dem Flugzeug angeflogen werden, liegen eigentlich in perfekter Nachtzugdistanz.



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Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 geht in Frankfurt die neue S-Bahn Station Gateway Gardens in Betrieb

In Frankfurt (Main), nordwestlich des Frankfurter Kreuzes, direkt gegenüber dem Terminal 2 des Frankfurter Flughafens, entsteht ein neuer Stadtteil. Das Quartier auf dem Gelände der ehemaligen amerikanischen Wohnsiedlung „Gateway Gardens“ erhält Büro- und Konferenzgebäude, Hotels sowie Gastronomie- und Einzelhandelsflächen. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 wird die neue S-Bahn Station "Gateway Gardens“ in Betrieb gehen.  Für eine direkte und leistungsfähige Anbindung von "Gateway Gardens“ an den öffentlichen Personennahverkehr wird die bestehende S-Bahn-Trasse zwischen Frankfurt Stadion und Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof in Richtung Osten verlegt. Die S-Bahn-Anbindung von "Gateway Gardens“ ist Teil des Infrastrukturentwicklungsprogramms "Frankfurt RheinMain Plus“.

Aussenansicht der neuen S-Bahn-Station Gateway Gardens                                                                   Visualisierung: DB Netze

 

 

 

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 wird in Frankfurt (Main) die neue S-Bahn Station "Gateway Gardens“ in Betrieb gehen. Vom Samstag 26. Oktober 2019 bis Samstag 14. Dezember 2019 erfolgt die Anbindung dieser neuen Station an das bestehende Streckennetz.

 

Infolge dessen kommt es bis 14. Dezember 2019 zu Umleitungen mit Haltausfällen auf diesen Linien:

  • RE2: Frankfurt (Main) Hbf - Frankfurt (M) Flughafen Regionalbf - Mainz Hbf - Bingen Hbf - Koblenz Hbf
  • S8: Wiesbaden Hbf - Mainz Hbf - Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof - Frankfurt Hbf (tief) - Offenbach Ost (- Hanau Hbf)
  • S9: Wiesbaden Hbf - Mainz Kastel - Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof - Frankfurt Hbf (tief) - Offenbach Ost - Hanau Hbf

RE2: Die Züge halten nicht in Frankfurt (M) Flughafen.

S8 und S9: Die Züge fahren in diesem Zeitraum über Frankfurt (M) Flughafen Fernbahnhof (Ersatzhalt) und halten nicht in Frankfurt (M) Flughafen Regionalbahnhof und Kelsterbach.

Die Züge des Flughafenshuttles (S8: Frankfurt (Main) Hbf <-> Frankfurt (M) Flughafen / Kelsterbach) entfallen.

Ersatzverkehr: Zwischen Frankfurt (M) Flughafen Terminal 1 und Kelsterbach / Rüsselsheim haben wir einen Schienenersatzverkehr mit Bussen für Sie eingerichtet. Zudem bestehen weitere Fahrmöglichkeiten zwischen Frankfurt (M) Flughafen Terminal 1 und Kelsterbach / Rüsselsheim mit den Buslinien 72 und 73.

 

 

 

Für eine direkte und leistungsfähige Anbindung von "Gateway Gardens“ an den öffentlichen Personennahverkehr wird die bestehende S-Bahn-Trasse zwischen Frankfurt Stadion und Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof in Richtung Osten verlegt. Im Juni 2018 konnte der grosse Meilenstein des Projektes – der Tunneldurchbruch unter der A 5 – realisiert werden. Der Tunnelrohbau wurde im 2. Quartal 2019 beendet, anschliessend begann der Tunnelinnenausbau. Die Fertigstellung der Station, die Nachrüstung des Bestandstunnels bis zum Regionalbahnhof mit zwei Rettungsausstiegen und die Fertigstellung des Kreuzungsbauwerks an der Hinkelsteinschneise sind weitere Meilensteine bis zur Inbetriebnahme am 15. Dezember 2019. In den Jahren nach der Inbetriebnahme wird die alte Bestandsstrecke zurückgebaut, rekultiviert und aufgeforstet.

 

 

Programm "Frankfurt RheinMainplus“

 

Das Projekt "Gateway Gardens“ gehört zum Programm Frankfurt RheinMain plus (kurz: FRMplus). Dieser Masterplan für den Ausbau des Schienennetzes sorgt dafür, dass Millionen Menschen in Zukunft noch schneller, bequemer und barrierefrei ans Ziel kommen. Der Bund, das Land Hessen, die Stadt Frankfurt, der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn kooperieren dabei und machen den Schienenverkehr in der Region fit für die Zukunft. Bis 2030 fliessen so dank FRMplus mehr als 12 Milliarden Euro in die Infrastruktur. Der Nah- und Fernverkehr im Rhein-Main-Gebiet und in ganz Hessen wird von diesen Projekten profitieren.


                                    Grafik: DB Netze

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Gesamtbroschüre zum Projekt
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Umbau des Regionalbahnhofs am Frankfurter Flughafen abgeschlossen

Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof nach Abschluss der Modernisierungsarbeiten                   Foto: DB / Eibe Sönnecken

 

 

Klar, geordnet, hell und übersichtlich – so präsentiert sich der Regionalbahnhof am Frankfurter Flughafen bereits seit einigen Monaten seinen Fahrgästen. Rechtzeitig zum Ferienende sind nun auch die letzten Restarbeiten abgeschlossen. Der Umbau und die Modernisierung einer der meist frequentierten Bahnhöfe Hessens sind damit in weniger als einem Jahr erfolgt. Und das bei laufendem Betrieb: Um die Beeinträchtigungen für die rund 50.000 Reisenden, die den Regionalbahnhof am Flughafen täglich nutzen, möglichst gering zu halten, wurden die Bahnsteige abwechselnd saniert, während auf der jeweils anderen Seite der Verkehr wie gewohnt rollte.

 

Für ein zeitgemässes und modernes Erscheinungsbild erhielt die 1972 in Betrieb genommene Station am Flughafen in den letzten Monaten zunächst helle Feinsteinzeugbodenfliesen. Damit sich auch Menschen mit Sehbehinderung in der Station zurechtfinden, wurde ein so genanntes taktiles Leitsystem aus Noppen- und Rillenplatten in den Boden eingelassen. Barrierefrei zugänglich ist die Station mit Hilfe von sechs Aufzügen.

 

Farblich ist die gesamte Station in verschiedenen Blautönen gehalten, die zum Beispiel in Form von Rauten die Tunnelwand schmücken. Frischen Wind gab es auch für die Möblierung am Bahnsteig: Reisende können am Regionalbahnhof auf Designerbänken der Marke Vitra sowie auf extra angefertigten Rundbänken Platz nehmen. Für ein insgesamt ruhigeres und geordnetes Erscheinungsbild der Station sorgt auch, dass Fahrkarten- und Verpflegungsautomaten sowie Telefonsäulen nicht mehr frei stehen, sondern in die Wand eingelassen wurden.

 

Nachdem sie so umfassend erneuert wurde, wird die Station Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof zunächst allerdings noch einmal in den Ruhezustand versetzt. Bis zum 14. Dezember 2019 ist die Station wegen der Anbindung der neuen S-Bahn-Haltestelle Gateway Gardens gesperrt. Die S-Bahnen halten in dieser Zeit an der Haltestelle Frankfurt Flughafen Fernbahnhof.

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Einchecken und Losfahren: SBB führt automatisches Ticketing für alle ein

Nach einer positiven Bilanz der Markttests führt die SBB das automatische Ticketing jetzt in der App SBB Mobile ein. Mit EasyRide ist das Reisen in der Schweiz so einfach und bequem wie mit dem GA. EasyRide basiert auf der Technologie von FAIRTIQ. Mit dem Einbau der Fairtiq-Technologie in die meistgenutzte App der Schweiz steigt der Nutzerkreis der neuartigen Ticketing-Technologie sprunghaft auf 5 Millionen Handys an. Dank der Technologiepartnerschaft mit der SBB kann neu auch in der SBB Mobile App mit nur einer Wischbewegung ein gültiges Billett gelöst werden.

Einfahrt Bahnhof Bern  -   Auf die Plätze, fairtiq und EasyRide...!                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Das Ein- und Auschecken für Reisen im öffentlichen Verkehr ohne ein Billett von A nach B zu kaufen, kommt bei den Kundinnen und Kunden gut an. Das zeigte der im Oktober 2018 gestartete Markttest mit 15 000 Personen. Jetzt besteht für alle Reisenden die Möglichkeit, im öffentlichen Verkehr unterwegs zu sein, ohne vorgängig am Automaten, am Schalter oder online ein Billett zu kaufen. Seit Mitte November enthält die App SBB Mobile eine neue Funktion: «EasyRide». EasyRide basiert auf der Technologie von FAIRTIQ.

 

FAIRTIQ ein innovatives Schweizer Startup aus Bern mit dem Ziel, Reisen mit dem öffentlichen Verkehr so leicht wie möglich zu machen. Die von FAIRTIQ entwickelte und betriebene, gebührenfreie Ticketing-App kann bereits für den gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz und in Liechtenstein sowie in Teilen Deutschlands und in Vorarlberg und Linz genutzt werden. Mit über 500’000 Reisen pro Monat ist sie die weltweit zurzeiterfolgreichste Check-in/Check-out-Lösung, verfügbar für iPhone und Android. Die Partner von FAIRTIQ sind Transportunternehmen und Verbünde in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Auch die ÖBB setzen auf FAIRTIQ als Technologiepartner und nutzen die von FAIRTIQ betriebene Technologie in ihrer eigenen App.

 

Mit der Funktion «EasyRide» in der SBB App können Kundinnen und Kunden beim Reiseantritt einchecken und am Schluss ihrer Reise an jedem beliebigen Ort wieder auschecken. Die «EasyRide»-Funktion erkennt die gefahrene Strecke und bucht automatisch das passende Billett, und dies immer zum fairsten Preis. Übersteigt beispielsweise der Wert der gefahrenen Strecke an einem Tag den Preis einer Tageskarte, wird dem Kunden nachträglich der günstigere Preis der Tageskarte verrechnet.

 

«EasyRide» richtet sich an Kundinnen und Kunden, die nicht über ein GA verfügen, aber genauso bequem, einfach und sorglos im öffentlichen Verkehr reisen möchten. Um «EasyRide» nutzen zu können, müssen die Reisenden über ein SwissPass-Login verfügen und ein Zahlungsmittel in der App SBB Mobile hinterlegen, damit die absolvierten Reisen verrechnet werden können.

 

 

FAIRTIQ, die einfachste Fahrkarte

 

Durch die Technologiepartnerschaft mit den Schweizerischen Bundesbahnen wird die Fairtiq-Technologie ab sofort für alle nutzbar, die die App der SBB auf dem Mobiltelefoninstalliert haben. Die Fahrgäste können nun wählen, ob sie die schlanke und einfachbedienbare Fairtiq-App für die automatische Ticketing-Funktion oder die SBB Mobile-App mit diversen zusätzlichen Funktionen nutzen möchten. Die Funktionsweise bleibt dabei weitgehend die gleiche. Denn das Backend, der eigentliche Motor der Technologie, wird weiterhin von Fairtiq betrieben und konstant weiterentwickelt.Fairtiq bleibt dabei seinem Credo treu. “Unser Ziel ist es, allen Fahrgästen den Kauf von Billetten so einfach wie möglich zu machen. Auch all jene, die nur selten den ÖV nutzen, müssendie Möglichkeit haben, in Sekundenschnelle das optimale Ticket für ihre Fahrt zu lösen”, sagt Gian-Mattia Schucan, Gründer und Geschäftsführer des Berner Startups. Deshalb sei in der Fairtiq-App bewusst auf unnötige Funktionen verzichtet worden, so dass diese auch bei der allerersten Nutzung intuitiv bedient werden kann.

 

“Wir haben dutzende von Ideen für neuartige Funktionen, die wir gerne in die App einbauen würden. Diesbezüglich ist aber Zurückhaltung der Schlüssel zum Erfolg. Wir konzentrieren uns darauf, den Kauf des richtigenTickets so einfach wie nur möglich zu machen. Jede zusätzlichen Funktion bedeutet aber eine potenzielle Verwirrung für den Nutzer.” Schucan und sein Team legen daher den Fokus darauf, zusätzliche Funktionen in der App zu automatisieren, so dass die Nutzer der App weiterhin denhohen Komfort geniessen können. Ein Beispiel für eine solche Automatisierung ist der “Bonus”, der zusammen mit den mit Fairtiqin Partnerschaft stehenden Transportunternehmen entwickelt wurde und exklusiv in der Fairtiq-App zur Verfügung steht. Der Bonus ist im Prinzip eine digitale Antwort auf die beliebte Mehrfahrtenkarte: Wer während eines Kalendermonats mindestens 5 Tage mit Fairtiq reist,erhält ein Guthaben in Höhe von 5% des Ticketpreises für Fahrten innerhalb derteilnehmenden Tarifverbünde. Diese Gutschrift ist einen Monat gültig und wird automatischvon der nächsten Rechnung abgezogen.

 

Schucan ist überzeugt davon, dass von der Technologie-Partnerschaft zwischen SBB und Fairtiq beide Seiten profitieren. “Als Taktgeber des Schweizer ÖV kann die SBB nicht einfach inneuartige Technologien investieren. Die Kundinnen und Kunden erwarten von Beginn weg perfektionierte Lösungen. Als Pionier des automatischen Ticketings kann Fairtiq der SBB nun eine ausgereiften und am Markt getesteten Lösung zur Verfügung stellen. Mit unserem vergleichsweise bescheidenen Kommunikationsbudget wäre es uns nicht möglich gewesen, auf einen Schlag so viele potentielle Nutzer anzusprechen. Das internationale Ansehen einer Partnerschaft mit der SBB hilft Fairtiq zudem beim internationalen Wachstum.” Nach dem Gewinn von öffentlichen Ausschreibungen in Österreich und München arbeite Fairtiq mit Hochdruck an der weiteren internationalen Expansion. Die Idee des Fairtiq-Gründers zeigt dabei, wohin die Reise gehen soll: “Unsere Vision ist es, dass Sie - egal wo Sie gerade stehen -Fairtiq öffnen, den Check-in Schalter nach rechts ziehen und in den ÖV einsteigen können. Und dies weltweit!” Bis dahin braucht es noch viel Arbeit. Die Partnerschaft mit der SBB ist dabeiein wichtiger Meilenstein

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Berliner Congress Center: Gute-Praxis-Beispiele und Modellprojekte prämiert

Mit dem Bundesteilhabepreis werden "Gute-Praxis-Beispiele und Modellprojekte" prämiert, die vorbildlich für den inklusiven Sozialraum und bundesweit in Kommunen oder ländlichen Räumen übertragbar sind. Er wird ab 2019 jährlich durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vergeben. Der Preis soll Vorbilder der gelungenen inklusiven Sozialraumgestaltung auszeichnen. Im Jahr 2019 ist das Thema die "Inklusive Mobilität". Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury bestimmt und heute bei den Inklusionstagen im Berliner Congress Center durch Bundesminister Hubertus Heil verliehen.

Die Fachjury sprach dem BerlKönig den zweiten Platz des Bundesteilhabepreises zu             Foto: Marcel Manhart

 

 

Thema 2019: Inklusive Mobilität

 

Das Thema des ersten Bundesteilhabepreises ist die „Inklusive Mobilität“. Der Anspruch eines inklusiven Mobilitätssystems ist, allen Menschen gleichberechtigt eine selbstbestimmte Fortbewegung zu ermöglichen, um uneingeschränkt an der Gesellschaft teilhaben zu können. Ziel ist, eine lückenlose barrierefreie Mobilitätskette von Tür zu Tür zu gewährleisten. Dieser Anspruch gilt in Gemeinden, Städten und Landkreisen gleichermadden und bezieht die verschiedenen Verkehrsmittel ein. Die inklusive Mobilität ist Voraussetzung der Teilhabe, weil sie die verschiedenen Bereiche des Sozialraumes, insbesondere Wohnen, Arbeit, Bildung, Versorgung und Freizeit, verknüpft.

 

Das BMAS dotiert den Bundesteilhabepreis jährlich mit insgesamt 17.500 Euro. Es werden drei Preisgelder vergeben:

10.000 Euro (1. Preis), 5.000 Euro (2. Preis) und 2.500 Euro (3. Preis).

 

 

Die Preisträger/innen des Bundesteilhabepreis 2019 Inklusive Mobilität sind:

 

1. Preis: Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e. V. in Kooperation mit dem Sozialverband VdK Sachsen e.V.

 

Projekt: ÖPNV/SPNV für alle, 2019-2021: Weichenstellung für 2022 in Sachsen

 

Im Zeitraum 2019-2021 werden die anteiligten Aufgaben des Gesamtprogramms in der Region Dresden/Ostsachsen/Niederschlesische Oberlausitz und in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen in Form des Projektes "ÖPNV/SPNV für alle - Weichenstellung für 2022 in Sachsen" realisiert. Dabei stehen u. a. folgende Ziele und Aufgabenstellungen im Mittelpunkt:

Weichenstellung 2022 - 2030:

  • Durchführung einer Fachtagung bzw. Hinwirkung und Beteiligung an einer Behandlung des Themas "Barrierefreiheit"  als Schwerpunkt im Rahmen einer Fachtagung der Verkehrsverbünde
  • Mitwirkung an weiterem Konferenzen und Tagungen zur Umsetzung der Projektanliegen
  • Umsetzung der aktualisierten Technischen Forderungen für die Jahre 2017 - 2021 und Erstellung aktualisierter Technischer Forderungen mit Gültigkeit ab 2022
  • Mitwirkung an der Umsetzung bestehender Konzepte, die unter Beteiligung des Projektes entstanden sind (Nahverkehrspläne, Zielstellungen der ÖPNV/SPNV Strategiekommission, Aktionsplan der Staatsregierung zur Umsetzung der UN-BRK, ...)
  • kontinuierliche abgestimmte und vernetzte Arbeit mit den Partnerprojekten und innerhalb des Projektteams

 

2. Preis: Berliner Verkehrsbetriebe in Kooperation mit ViaVan GmbH

 

Projekt: BerlKönig

 

Die Fachjury sprach dem BerlKönig mit seinem unkompliziert nutzbaren, barrierefreien Angebot den mit 5000 Euro dotierten zweiten Platz des Bundesteilhabepreises zu. Valerie von der Tann, General Manager Berlin bei ViaVan, und Dr. Henry Widera, Leiter des Vorstandsstabes Digitalisierung bei der BVG, nahmen den Preis am heutigen Dienstag von Bundesminister Hubertus Heil entgegen. Das Preisgeld wird an eine gemeinnützige Einrichtung im Bereich Inklusion gespendet.

 

Der BerlKönig ergänzt mit seinen aktuell fünf Rolli-gerechten Vans ideal das barrierefreie Angebot mit Bussen und Bahnen im Berliner Nahverkehr. So haben Rollstuhlfahrer über die BerlKönig-App die Möglichkeit, individuelle Fahrten ohne lange Wartezeiten zu buchen und zu bezahlen. 17 Minuten betrug die durchschnittliche Wartezeit für barrierefreie Fahrten beispielsweise im September. Wie bei allen BerlKönig-Fahrten wird – ganz im Sinne der Inklusion – natürlich auch bei diesen Touren versucht, Fahrtwünsche zu bündeln und Fahrgäste mit und ohne Handicap auf optimalen Routen gemeinsam ans Ziel zu bringen.

 

Neben der Inklusion von Menschen im Rollstuhl steht auch die Zugänglichkeit des Angebots für Menschen mit Sehbehinderung im Fokus. Hierfür kann die App bereits per Voice-Over Funktion bedient werden. Noch in diesem Jahr werden vereinfachte Buchungs- und Kontaktmöglichkeiten für seheingeschränkte Kunden eingeführt.

 

Seit dem Start des BerlKönigs im September 2018 wurde das Angebot im genehmigten Bediengebiet innerhalb des östlichen S-Bahnrings bereits für mehr als 1,15 Millionen Fahrten genutzt. Mehr als die Hälfte der aktuell 160 Fahrzeuge ist elektrisch unterwegs. Bis Ende 2020 sollen alle BerlKönige mit Strom fahren.

 

Durch geteilte und gebündelte Fahrten trägt das Angebot dazu bei, Autoverkehr und Schadstoffe zu reduzieren. Und das gelingt immer besser. Im Oktober waren rund 80 Prozent der Fahrten geteilt. Das heißt, es war mehr als ein Fahrgast im BerlKönig unterwegs. In Spitzenzeiten betrug der Wert sogar über 95 Prozent.

 

Die Bündelungsrate, also der Anteil der Fahrten, bei denen Gruppen oder Einzelpersonen mit unterschiedlichen Start- und Zielpunkten gemeinsam unterwegs sind, stieg inzwischen auf durchschnittlich 54 Prozent, in Spitzenzeiten liegt sie bei 64 Prozent.

 

 

3. Preis: Technische Universität Dresden, Fakultät Bauingenieurwesen, Fakultätsrechenzentrum

 

Projekt: Campus Navigator — barrierefreies, webbasiertes Leit-, Orientierungs- und Informationssystem der TU Dresden

 

Der Campus Navigator dient der Orientierung und Information im gesamten Campusgebiet der TU Dresden. Er umfasst die Darstellung der Campuskarten auf Basis von OpenStreetMap-Daten, die Anzeige von Etagenplänen und Raumbelegungen, Informationen für mobilitätseingeschränkte Besucher und ein leistungsfähiges Routingsystem mit Standort- und Zieleingabe sowie GPS-Unterstützung. Mit Hilfe einer komfortablen Suchfunktion lassen sich Gebäude, Hörsäle und Seminarräume ebenso schnell finden, wie Toiletten, Wickeltische und Aufzüge. Für Nutzer der App stehen anspruchsvolle interaktive Karten und umfangreiches Bildmaterial zur Verfügung.

 

 

Weitere Projekte in den Top 10 (alphabetische Reihenfolge)

 

Freiburger Verkehrs AG - Projekt: Reisebegleitung in der App „VAG mobil“

 

Landeshauptstadt München, Kreisverwaltungsreferat HA I/3 - Abteilung Verkehrssicherheit und Mobilität

Projekt: Grünzeitverlängerung für mobilitätseingeschränkte Menschen per Funksignal

 

Landratsamt Sonneberg - Projekt: Planungsgruppe „Wege in Personenzentrierung“

 

saarVV-SNS Saarländische Nahverkehrs-Service GmbH - Projekt: mobisaar – Mobilität für Alle

 

Sozialverband Deutschland, Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. - Projekt: InklusionsTaxi – Taxi für Alle

 

Stadtwerke Augsburg - Projekt: Mobilitätsdrehscheibe Augsburg, Hauptbahnhof und Linienausbau

 

Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH - Projekt: JederBus „Inklusion erfahren“



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Aktionsbillett Schweiz - Deutschland bei Coop und Interdiscount

Ab heute und bis 24. November 2019 verkaufen Coop und Interdiscount solange Vorrat ein Aktionsbillett für CHF 79.-- für eine Hin- und Rückfahrt ab einem Schweizer Haltepunkt / Wohnort (via GA-Bereichsstrecken) nach einem Ort in Deutschland, der mit ICE / EC / IC (gilt in D nur in dieser Zugkategorie) erreichbar ist. Eingelöst werden kann das Ticket zwischen dem 6. Januar und dem  31. März 2020 (letzter Rückreisetag).

Ein DB ICE am Grenzbahnhof Basel Bad auf der Fahrt nach Deutschland                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

Das Aktionsbillett ist solange Vorrat exklusiv bei Coop und Interdiscount vom 11. bis 24. November 2019 erhältich und gilt in Deutschland nur in der Zugskategorie ICE / EC und IC. Ab dem Schweizer Wohnort können alle Verkehrsmittel via GA-Bereichsstrecke genutzt werden. Der Verkaufspreis für eine Hin- und Rückfahrt beträgt CHF 79.-- Ein Halbtax-ABO oder GA ist nicht notwenig und es werden mit diesen Abos auch keine weiteren Ermässigungen gewährt. Eine kostenlose Sitzplatzreservation ist inbegriffen und kann an einer bedienten ÖV-Verkaufsstelle in der Schweiz bezogen werden. Das Hin- und Rückreisedatum ist jeweils vor der entsprechenden Abreise ausfüllen, das Rückreisedatum kann nach der Hinreise eingesetzt werden.

 

 Zusätzliche Bestimmungen

  • Erhältlich vom 11.11.2019 bis 24.11.2019 (solange Vorrat).

  • Gültig für eine Hin- und Rückreise zwischen dem 6.1. bis 31.3.2020 (letzter Rückreisetag) in allen ICE-/ IC-/EC-Zügen von und nach Deutschland in der 2. Klasse.

  • In Deutschland nicht gültig für IC-Busse, Privat-, Regional- und S-Bahnen sowie Schlaf- und Liegewagen.

  • In der Schweiz gültig ab einer ÖV-Haltestelle (Wohnort) auf den GA-Bereichsstrecken bis an die Grenze und zurück.

  • Am An-/Abreisetag auch für Umsteigeverbindungen sowie für Rückreisen am gleichen Tag gültig.

  • Kein Halbtax oder GA nötig.

  • Keine Rückerstattung und Umbuchung möglich.

  • Beinhaltet eine freiwillige Sitzplatzreservation (kann kostenlos an einer bedienten ÖV-Verkaufsstelle bezogen werden).

  • Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Begleitung von zahlenden Erwachsenen reisen gratis mit (max. 4 Kinder/Jugendliche pro Erwachsenen).

  • Obligatorische Gratis-Billette für Kinder/Jugendliche müssen an einer bedienten ÖV- Verkaufsstelle bezogen werden.



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Bundesrat will grenzüberschreitenden Bahnverkehr weiter stärken

Dem Bundesrat ist es wichtig, dass der grenzüberschreitende Bahnverkehr möglichst hindernisfrei funktioniert. Er sieht deshalb vor, die sogenannte technische Säule des vierten EU-Eisenbahnpakets zu übernehmen. Diese bringt europäisch vereinheitlichte Verfahren und damit einen tieferen Aufwand für Bahnen und Rollmaterialhersteller im internationalen Verkehr. In einem ersten Schritt hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 6. November 2019 zu diesem Zweck die Eisenbahnverordnung angepasst.

SBB/DB Eurocity, ÖBB und Thurbo S-Bahnzüge am Grenzbahnhof in St. Margrethen                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Rollmaterialhersteller und Bahnunternehmen wollen neue Züge oft in mehreren Ländern einsetzen. Bisher mussten sie dafür in jedem betroffenen Land ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Mit der sogenannten technischen Säule des vierten Eisenbahnpakets hat die EU solche Verfahren harmonisiert und vereinfacht: Seit Mitte Juni 2019 ist die europäische Eisenbahnagentur (ERA) für Zulassungen von Rollmaterial für den grenzüberschreitenden Verkehr zuständig. Sie erteilt auch einheitliche Sicherheitsbescheinigungen. Für die Unternehmen reicht es somit aus, für Mehrländerzulassungen nur noch ein einziges Gesuch bei der ERA einzureichen. Der administrative Aufwand sinkt dadurch erheblich.

 

Die Schweiz hat ein grosses Interesse daran, dass der grenzüberschreitende Eisenbahnverkehr möglichst reibungslos und hindernisfrei funktioniert. Dies dient den Unternehmen und Passagieren und stärkt die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs auf die Schiene.

 

Der Bundesrat will deshalb die technische Säule des vierten EU-Eisenbahnpakets in zwei Schritten in das schweizerische Recht übernehmen:

  • In einem ersten Schritt sollen bis Ende 2019 die Verfahren der EU und der Schweiz bei Fahrzeugzulassungen für den internationalen Verkehr sowie für Sicherheitsbescheinigungen harmonisiert werden. Dafür hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 6. November 2019 die Eisenbahnverordnung (EBV) angepasst. Ergänzend ist ein Beschluss des gemischten Ausschusses Schweiz-EU zum Landverkehrsabkommen erforderlich.
  • In einem zweiten Schritt sollen die Verfahren der Schweiz und der EU zusammengelegt werden. Dafür will der Bundesrat dem Parlament eine Botschaft für die Anpassung des Eisenbahngesetzes unterbreiten. Damit soll die technische Säule des vierten EU-Eisenbahnpakets vollständig ins schweizerische Recht übernommen werden.
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«Léman Express» wird grösste grenzüberschreitende S-Bahn Europas

Für die Pendlerinnen und Pendler in der Agglomeration Genf verkürzen und verändern sich ab dem 15. Dezember 2019 die Wege. Ab diesem Tag hat Genf seine eigene «echte» S-Bahn, welche nicht nur 45 Stationen auf einer Streckenlänge von 230 Kilometern, sondern auch Nationen verbindet. Die sechs Linien des «Léman Express» verkehren zwischen Coppet im Kanton Waadt, Genf und verschiedenen Endpunkten im benachbarten Frankreich. So gibt es neue, umsteigefreie Verbindungen von Coppet/Genf nach Annemasse, aber auch bis Evian-les-Bains, Annecy und St-Gervais-les-Bains-Le-Fayet. Damit profitiert künftig eine Million Menschen in der Schweiz und in Frankreich vom neuen, zeitgemässen ÖV-Angebot mit 240 Verbindungen pro Tag.

Die Züge des «Léman Express» verbinden zwei Nationen miteinander                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die grenzüberschreitende S-Bahn von der Schweiz nach Frankreich

 

Der Léman Express wird sowohl die Kantone Waadt und Genf als auch die Departemente Ain und Haute-Savoie bedienen. Auf dem 230 Kilometer langen Netz des Léman Express werden täglich 50'000 Reisende erwartet. Mit der Inbetriebnahme der 16 Kilometer langen CEVA (Cornavin - Eaux-Vives - Annemasse) Linie verkürzt sich die Reisedauer zwischen Genf Cornavin und Annemasse von 47 Minuten (aktuell per Bus) auf 22 Minuten.

 

Die SBB und die Region Auvergne-Rhône-Alpes haben knapp 500 Millionen Franken bzw. 460 Millionen Euro in die 39 Züge der zukünftigen grenzüberschreitenden  S-Bahn  investiert.  Die  französischen  und  schweizerischen  Besteller  des  Regionalverkehrs  finanzieren  die  knapp 2 Milliarden Franken bzw. 1,8 Milliarden Euro für die Modernisierung der Infrastruktur und den Bau der neuen CEVA-Linie, die dem Léman Express seine grenzüberschreitende Dimension gibt.

 

Die Grundlage und das Rückgrat für das S-Bahn-Netz bildet die neue Tunnelstrecke von Genf nach Annemasse (CEVA) mit fünf Zwischenstationen, die nach acht Jahren Bauzeit am 15. Dezember 2019 eröffnet wird. Auf den Linien des «Léman Express» kommen 39 neue S-Bahn-Züge Schweizer und französischer Bauart zum Einsatz. Zusätzlich wird der halbstündliche RegioExpress Vevey - Genf bis Annemasse verlängert (Stundentakt am Wochenende). Neu verkehrt er zudem stündlich bereits ab St-Maurice (VS). Die Kundinnen und Kunden aus dem Unterwallis geniessen dadurch mehr Kapazitäten und Direktverbindungen in Richtung Lausanne - Genf. Das Unterwallis wird mit dem RegioExpress stündlich entlang des Genfersees mit Frankreich verbunden.

 

 

Der 9. März 2017 - ein historischer Tag

 

In der Zusammenarbeit zwischen der SBB und der SNCF ist am 9. März 2017 ein entscheidender Schritt erfolgt: Die Chefs der beiden Bahnunternehmen, Andreas Meyer, CEO der SBB, und Guillaume Pepy, Präsident der SNCF, hatten in Paris den Vertrag zur Regelung der Betriebsmodalitäten des "Léman Express" unterzeichnet. Der Kooperationsvertrag zwischen der SBB und der SNCF stärkt die Beziehungen zwischen den beiden Bahnen und gewährleistet die harmonische und nachhaltige Entwicklung der Mobilität in dieser Region mit über einer Million Einwohnern.

 

 

Am 31. März 2018 wurden die neuen Züge für den "Léman Express" vorgestellt

 

Die Flotte von  "Léman Express"  besteht  aus  23 FLIRT-Zügen (RABe 522)  des  Schweizer Herstellers Stadler und aus 16 Régiolis-Zügen (Z 31500) des französischen Herstellers Alstom. Sämtliche 39 Einheiten sind zweifrequenzfähig und sowohl in der Schweiz als auch in Frankreich zugelassen, so dass umsteigefreie Fahrten zwischen Coppet und Evian-Les Bains, Annecy, St-Gervais sowie Annemasse angeboten werden können. Die Léman Express-Flotte hat ein einheitliches Design. Die Züge sind niederflurig, klimatisiert, bieten grosse Ablagefläche in der ersten sowie Steckdosen in beiden Wagenklassen sowie genügend Raum für Kinderwagen, Velos und Rollstühle und je eine behindertengängige Toilette.

 

Auf Schweizer Seite wurden die FLIRT-Triebzüge 2018 schrittweise auf der Strecke - in Dienst gestellt. Die ersten Régiolis-Einheiten wurden ab der ersten Jahreshälfte 2018 getestet. Die SBB finanziert die 23 FLIRTs mit 236 Millionen Franken. Auf französischer Seite ist es die Region Auvergne-Rhône-Alpes, die die 16 Régiolis mit bis zu 210 Millionen Euro finanziert.




Alstom Régiolis Z 31500             Foto: Jimmy Déray                              Stadler FLIRT RABe 522               Foto: Marcel Manhart


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Netzplan "Léman Express"
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Zonenübersicht "Léman Express"
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Am 5. November 2019 fanden im Rahmen der Tests zur Freigabe der neuen CEVA-Verbindungslinie erstmals

kommerzielle Fahrten mit Passagieren mit den Alstom Régiolis-Zügen (Z 31500) bis Lancy-Pont-Rouge statt.


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Im Bahnhof Bern wurde das neue Perron mit den Gleisen 49/50 in Betrieb genommen

Am  04. November 2019 sind am Bahnhof Bern die neuen Gleise 49 und 50 in Betrieb gegangen. Nach dem Stellwerk im Juni 2019 ist das bereits die zweite grosse Inbetriebnahme im Projekt «Zukunft Bahnhof Bern». Die neuen Gleise befinden sich am Perron der Gleise 9/10, das in Richtung Westen (Freiburg) verlängert wurde. Damit werden gewisse Umsteigewege im Bahnhof für die Reisenden länger, es stehen ihnen aber trotz umfangreichen Bauarbeiten alle Fahrplan-Verbindungen zur Verfügung.

Das neue Perron zu den Gleisen 49 und 50 im Bahnhof Bern                                                             Foto: Christian Strausak

 

 

 

Die Bauarbeiten am Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» laufen auf Hochtouren. Um den Betrieb während dieser Arbeiten aufrecht erhalten zu können, hat die SBB das Perron Gleis 9/10 um 385 Meter Richtung Westen verlängert. Die neuen Gleise tragen ab Höhe der «Welle» die Bezeichnungen 49 bzw. 50. Mit der Perronverlängerung können während der anstehenden Bauarbeiten Gleise ausser Betrieb genommen werden, ohne Ausdünnung des Fahrplans. Am neuen Perron können pro Gleis zwei S-Bahn-Züge und neu auch zwei Fernverkehrszüge halten.

 

Damit die Reisenden mehr Platz auf dem Perron haben, verfügt dieses über ein 200 Meter langes und bis zu acht Meter breites, begehbares Dach mit Zugang von der «Welle» aus. Zwei Treppen und ein Lift führen zum eigentlichen Perron hinunter.

 

Damit die Reisenden das Gleis 49/50 finden, hat die SBB eine umfangreiche Signaletik auf allen Ebenen des Bahnhofs installiert. Zudem hat sie zusätzliche Massnahmen in der Kundeninformation ergriffen, wie beispielsweise Zugdurchsagen, Informationsflyer sowie zusätzliches Personal zur Kundenlenkung am Bahnhof.

 

Die Bauarbeiten der Perronverlängerung konnten termingerecht per 2. November 2019 abgeschlossen werden. Die Vorarbeiten dauerten von Juni bis September 2018, die Hauptarbeiten seit Dezember 2018.

 

In den nächsten Jahren wird es im Bahnhof Bern immer wieder zu Änderungen der Abfahrts- und Ankunftsgleise und Anpassungen im Fahrplan aufgrund der wechselnden Baustellen kommen. Die SBB empfiehlt ihren Kundinnen und Kunden, vor der Reise ihre entsprechende Verbindung in der SBB Mobile App oder im Online-Fahrplan auf  www.sbb.ch  zu prüfen.

 

 

Die aktuellen Änderungen für die Reisenden betreffen die  Verbindungen aus Biel und La-Chaux-de-Fonds

 

Ab sofort fährt der Regio Express Biel/Bienne–Lyss–Bern im Gleis 49 ein und aus.

Der Regio Express La Chaux-de-Fonds–Neuchâtel–Bern kommt im Gleis 50 an und fährt neu ab Gleis 5/6.

 

Mit den neuen Verbindungen ab Gleis 49/50 können die Bahn-Anschlüsse an den öffentlichen Nahverkehr gewährleistet werden. Die SBB empfiehlt Reisenden, die auf den Bus oder das Tram umsteigen, die nahegelegenen Haltestellen Schanzenstrasse, Obergericht und Hirschengraben zu benützen.


 

Zeitraffervideo zur Perronverlängerung / Quelle: SBB CFF FFS


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RhB: Entgleisung dreier Güterwagen beim Bahnhof Bonaduz

Die Strecke zwischen Reichenau-Tamins und Thusis der Rhätischen Bahn (RhB) ist für den Bahnverkehr unterbrochen. Kurz nach 16 Uhr sind zwischen Rhäzüns und Bonaduz, auf der Einfahrt zum Bahnhof Bonaduz, drei Wagen eines Güterzuges entgleist. Zwei mit Schotter beladene Wagen kippten ganz um, ein Flachwagen halb. Ein Fahrleitungsmast und die Fahrleitung wurden beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Kantonspolizei sowie die Fachdienste der RhB sind vor Ort.

Die Situation mit entgleisten Güterwagen beim RhB Bahnhof Bonaduz                                    Foto: Rhätische Bahn AG (RhB)

 

 

 

Es verkehren Bahnersatzbusse zwischen Reichenau-Tamins und Thusis. Zwischen Chur und Thusis verkehren direkte Bahnersatzbusse. Reisende vom und ins Engadin werden gebeten, via Vereinalinie zu reisen.

 

Es ist mit Verspätungen und Zugsausfällen zu rechnen. Die Anschlüsse sind nicht gewährleistet. Reisende werden gebeten, mehr Reisezeit einzurechnen.

 

Betroffene Kunden der Bündner Güterbahn werden persönlich kontaktiert und es werden alternative Transportlösungen angeboten.

 

Dauer der Behinderung bis voraussichtlich 05. November 2019 / abends

 

 

RhB UPDATE vom 05. November 2019 um 12.00 Uhr

 

Die Strecke kann um 16 Uhr für den Zugverkehr wieder freigegeben werden.

 

Erste durchgehende Züge:

 

S 2 1563 Chur Richtung Thusis, Abfahrt in Chur um 15.48 Uhr

S 2 1568 Thusis Richtung Chur, Abfahrt in Thusis um 16.36 Uhr

 

S 1 1525 Schiers Richtung Rhäzüns, Abfahrt in Schiers um 15.31 Uhr

S 1 1522 Rhäzüns Richtung Schiers, Abfahrt in Rhäzüns um 16.32 Uhr

 

IR 1153 Chur – St. Moritz, Abfahrt in Chur um 15.58 Uhr

IR 1152 St. Moritz – Chur, Abfahrt in St. Moritz um 15.02 Uhr



                                                                                          Fotos: Theo Widmer

 



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ÖBB bauen Erfolg der S-Bahn sukzessive weiter aus

Die S-Bahn ist seit Jahren erfolgreich auf Schiene. Sie wird von den ÖBB sukzessive ausgebaut, um den künftigen Anforderungen der Pendlerinnen und Pendlern an einen modernen öffentlichen Verkehr gerecht zu werden. In der Ostregion liegt der Fokus dabei aktuell im Süden von Wien.

S80 Wien Aspern Nord - Wien Hütteldorf (- Unter Purkersdorf) am Bahnhof Wien Stadlau                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Bahn in der Ostregion ist ein wesentlicher Bestandteil des Verkehrsnetzes in und um Wien. Das ist den ÖBB bewusst – sie stehen für den öffentlichen Verkehr und verbinden mit der Bahn relevante Ballungsräume, damit tausende Pendlerinnen und Pendler täglich zur Arbeit und wieder nach Hause kommen. Und die wachsenden Fahrgastzahlen der letzten Jahre sind der beste Beweis, dass das Modell erfolgreich funktioniert: genauer gesagt die Durchbindung der S-Bahn. Dadurch sind auch aus den Regionen alle relevanten Ziele in Wien erreichbar und mit der U-Bahn engmaschig verknüpft.

 

Basierend auf den Zahlen der „Verkehrsdatenharmonisierung Ostregion“ hat die ÖBB Infrastruktur entsprechend in den letzten zehn Jahren insgesamt rund 50 Millionen Euro in die Instandhaltung und Verbesserung der Bahn-Infrastruktur investiert. Und gemeinsam mit dem VOR und den jeweiligen Ländern wollen sie diesen Erfolg weiter vorantreiben. Das beste Beispiel dafür ist die Weststrecke: Mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke zwischen Wien und St. Pölten 2012 konnte die Fahrgastzahl um 50 Prozent gesteigert werden. Tagtäglich profitieren tausende Pendlerinnen und Pendler davon, in rund 25 Minuten von und nach Wien zu pendeln.

 

Zusätzlich errichten die ÖBB allein 2019 über 2.000 neue Stellplätze (ca. 1.200 P&R und ca. 1.000 B&R). In Abstimmung mit dem Land Niederösterreich geht der Ausbau weiter, um den Umstieg auf die umweltfreundliche Bahn noch einfacher zu machen.

 

 

Ausbau: Bahn in der Ostregion

 

In den letzten Jahren ist deutlich zu erkennen, dass immer mehr Menschen an den Stadtrand ziehen und vom sogenannten Speckgürtel in die Stadt zum Arbeiten pendeln. Speziell in der Ostregion stösst das Streckennetz daher teils an seine Kapazitätsgrenzen. Die Schnellbahn ist die mit großem Abstand am intensivsten genutzte Bahn in Österreich. Von den jährlich 250 Millionen BahnkundInnen österreichweit sind knapp 100 Million in oder durch Wien unterwegs, das sind stolze 40 Prozent!

 

 

Daher haben die ÖBB in den letzten Jahren sehr viel in Bahnstrecken und Bahnhöfe der Ostregion investiert, wie zum Beispiel:

 

           Neue, modernisierte Bahnhöfe: St. Pölten, Wiener Neustadt, Wien Hauptbahnhof, Wien Westbahnhof,

        Wien Mitte, Wien Praterstern, Bruck/Leitha, Strasshof

 

           Neubaustrecke Wien – St. Pölten, Lainzer Tunnel

 

Und der Ausbau geht weiter. Der Grossteil der Pendlerinnen und Pendler aus dem Umland fährt nicht durch die Stadt durch – Wien Mitte ist der Dreh- und Angelpunkt, an dem die Fahrgäste sich in der Stadt aufteilen. Rund 40 Prozent aller Fahrgäste kommen aus dem Süden. Von dort nutzen aber nur 20 Prozent die Öffentlichen Verkehrsmittel. Die ÖBB schaffen daher im Süden mehr Kapazitäten und erfüllen damit jetzt schon die Empfehlungen des VOR.

 

 

Aktuelle Projekte: Bahn in der Ostregion

 

Um den Fahrgästen auch künftig ein attraktives Verkehrsnetz in und um Wien zu bieten, arbeiten die ÖBB momentan intensiv an folgenden Projekten:

 

 

Achse Nord-Süd:

 

            Wien – Wiener Neustadt: Viergleisiger Ausbau bis 2023 durch Ausbau der Pottendorferlinie

        (Fernverkehr profitiert von neuen/freiwerdenden Kapazitäten)

 

            Modernisierung der Nordbahn bis zur Staatsgrenze

 

In  den  nächsten  Jahren  werden  in  die  Infrastruktur  Ausbaumassnahmen  der   S-Bahn  in  Wien  und  im  Wiener  Umland  insgesamt rund 2,16 Mrd. Euro investiert.

 

 

Achse Ost-West:

 

        Ausbau Wien – Bratislava: bis 2023 mit neuen Haltestellen, P&R, Elektrifizierung,

      mehr und schnellere Züge zwischen den Hauptstätten

 

         S-80 Hütteldorf-Aspern: alle Viertelstunde in 30 Minuten von Ost nach West mit 5 neuen Haltestellen und

       Verknüpfung mit allen 6 U-Bahnen (!)

 

o   Verbindungsbahn: Hütteldorf – Meidling

 

 

Künftige Projekte: Bahn in der Ostregion

 

Um den Pendlerinnen und Pendlern künftig weitere Qualitätsverbesserungen auf den Strecken in und um Wien zu bieten, sind folgende Projekte in Planung:

 

 

Achse Nord-Süd:

 

            Meidling - Mödling: 2 zusätzliche S-Bahn Gleise für einen 5 Minuten Takt

 

            Modernisierung der S-Bahn-Strecke zwischen Meidling und Floridsdorf, um von 700 auf 900 Züge am Tag zu kommen

 

 

Ost-West:

 

            Modernisierung Hütteldorf bis Westbahnhof inkl. neuer Haltestelle

 

            Flughafenspange (Flughafen Wien nach Bruck/Leitha) inkl. neuer Flughafenbahnhof

 

 

Im Sinne des Klimaschutzes, wollen die ÖBB der Umsetzung dieser Projekte dem Ziel näherkommen, noch mehr Menschen für den Umstieg auf die Bahn zu begeistern. 

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