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Wiener Weihnachtsbim: 10.000 Euro für „Lernen macht Schule"

Seit 2004 dreht die Ströck-Weihnachtsbim in der Adventzeit in Wien ihre Ringrunden für den guten Zweck. Heuer kommt der Erlös von 10.000 Euro der von Caritas der Erzdiözese Wien, Wirtschaftsuniversität (WU) Wien und REWE International AG ins Leben gerufenen Initiative „Lernen macht Schule" zugute.

v.l.n.r.:  Christina  Fasching  (Leiterin  Volunteering@WU),  Caritas  Wien  Generalsekretär  Klaus  Schwertner,  Öffi-Stadträtin Ulli Sima,  Irene Ströck,  Geschäftsführerin  Bäckerei Ströck,  Wiener-Linien-Geschäftsführer  DI Günter Steinbauer und Ines Schurin (Leiterin Unternehmenskommunikation Rewe International AG)                                                                Foto: PID / Jobst

 

 

 

Öffi-Stadträtin Ulli Sima, Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und Irene Ströck, Geschäftsführerin der Bäckerei Ströck, überreichten jetzt den Spendenscheck an Caritas Wien Generalsekretär Klaus Schwertner, Ines Schurin (Leiterin Unternehmenskommunikation Rewe International AG) und Christina Fasching (Leiterin Volunteering@WU). Der gesamte Erlös stammt aus Ticketeinnahmen und Fahrgastspenden der weihnachtlich geschmückten Oldtimer-Straßenbahn.

 

Mehr als 100.000 Euro sammelten die Wiener Linien und die Bäckerei Ströck in den vergangenen Jahren bereits und unterstützten damit unter anderem MOKI-Wien, die Kinderkrebshilfe Wien, die Initiative Lungenhochdruck, die Roten Nasen Clowndoctors, das Kinderhospiz Sterntalerhof oder die Herzkinder.

 

 

Gemeinsames Lernen für mehr Zukunftschancen

 

Seit Sommer 2010 unterstützen und fördern Studierende der WU im Rahmen der Initiative „Lernen macht Schule" Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen und lernen mit- und voneinander. So werden Bildung und Integration vorangetrieben. Ziel der Initiative ist es, dass alle Beteiligten in ihrer persönlichen Entwicklung und auf ihrem Bildungsweg profitieren. Bis zu 240 Kinder werden im Rahmen des Programms von etwa 120 Studierenden, die sich freiwillig als Buddys engagieren, regelmäßig betreut. Sie erhalten Unterstützung beim Lernen und erleben Vorbilder, die mit ihnen gemeinsam Zeit verbringen (Fußball spielen, in einem Chor miteinander proben, ...). So entstehen soziale Beziehungen und neue Perspektiven.



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Berlin: Viertes Gleis für mehr S-Bahn-Züge zwischen Ostkreuz und Warschauer Straße

Die Dichte an Baustellen im Grossraum Berlin bleibt mit fünf Grossprojekten besonders hoch. So geht im November 2018 beispielsweise auch das vierte S-Bahn-Gleis zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof in Betrieb, das erlaubt mehr Züge und wirkt sich auch auf die Pünktlichkeit aus. Gleichzeitig müssen Gleise, Weichen und viele andere für den Bahnbetrieb wichtige Anlagen instand gehalten werden. Dieses Jahr werden in und um Berlin insgesamt 33 Bahnbrücken wieder „in Schuss“ gebracht. Bis zu 100 Baustellen täglich müssen überwacht und koordiniert werden. Trotz der Aktivitäten blieben die S- und Regionalzüge mit 97 bzw. 94 Prozent pünktlich.

Blick vom Ostkreuz auf die Baustelle in Richtung Warschauer Straße                                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Deutsche Bahn richtet dieses Jahr ihren Blick auch bei den Bauvorhaben in der Region Berlin/Brandenburg stärker auf den Effekt Qualität. Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land Berlin: „Wir konzentrieren uns jetzt darauf, dass unsere Bauvorhaben wie geplant umgesetzt werden und der Nutzen schnell wirksam wird. Dafür stellen wir dieses Jahr 210 Ingenieure, Planer, Bauüberwacher, Mechatroniker und Gleisbauer ein. Insgesamt sind dann bei uns 2.165 'Bau'-Mitarbeiter tätig.“

 

 

Aus dem Bauprogramm

 

Im November 2018 geht das vierte S-Bahn-Gleis zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof in Betrieb, das erlaubt mehr Züge und wirkt sich auch auf die Pünktlichkeit aus.

 

Im Rahmen der Grunderneuerung Bahnhof Schöneweide werden im April 2018 die letzten zwei Brücken über den Sterndamm eingehoben, die Straßendurchfahrt ist ab Juni wieder frei. Ab August beginnt die Grunderneuerung des Bahnhofs.

 

An der Dresdner Bahn ist dieses Jahr öffentlich erster Spatenstich. Daneben wird im März und April 2018 auch an der S-Bahn-Strecke gebaut.

 

Im Programm Zugbeeinflussungssystem S-Bahn (ZBS) werden bis Mai zwischen Anhalter Bahnhof und Wannsee sowie bis August 2018 zwischen Westkreuz und Spandau weitere 19 Kilometer Strecke ausgerüstet. Bis Jahresende ist ein Drittel des Streckennetzes durch ZBS gesichert.

 

Am Karower Kreuz geht im Herbst 2018 die neue zweigleisige Fernbahnbrücke über den Berliner Aussenring in Betrieb, zunächst wird aber nur ein Gleis benutzt. Auf der Ausbaustrecke Berlin–Frankfurt (Oder) wird weiter im Abschnitt Rahnsdorf–Erkner und ab Mai 2018 in der Gegenrichtung gebaut.

 

 

...weiters wird hier gebaut:

 

–  Wannsee–Michendorf: Gleis- und Weichenerneuerung im März 2018

–  Beelitz–Belzig: Brückenarbeiten von April bis Oktober 2018

–  Strausberg: Entflechtung von S- und Fernbahn, noch bis November 2018

–  Cottbus: Erneuerung der Verkehrsstation, noch bis Dezember 2018



Unterwegs mit einer S9 (Berlin-Schönefeld Flughafen - Berlin-Spandau) zwischen den

Stationen Treptower Park und Warschauer Straße über die neue S-Bahn Brücke vorbei am Ostkreuz.


                                                                              Bauvideo vom September 2013


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BVG Berlin: Countdown für die autonomen Minibusse

Vier Fahrzeuge, drei Projektpartner, zwei Testgelände, ein Ziel: Autonomer Linienbusverkehr. So knapp könnte man das Projekt Stimulate zusammenfassen, das die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Land Berlin im Sommer erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt haben. Nun nimmt das Pilotvorhaben Gestalt an: Drei der vier Fahrzeuge sind da, eines von ihnen zeigt sich am heutigen Donnerstag im bekannten BVG-Gelb auf der vierten Industrie 4.0-Konferenz des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam.

Autonomer Minibus im bekannten BVB-Gelb in Berlin                                                                                 Foto:  BVG / Diana Stein

 

 

 

Abgesehen von dem eintägigen Ausflug in die benachbarte Landeshauptstadt nach Potsdam sind die bereits gelieferten Fahrzeuge schon an ihren künftigen Einsatzorten in Berlin unterwegs – zunächst noch in unregelmässigen Abständen. Zwei Fahrzeuge des Herstellers EasyMile sind seit Ende Januar 2018 stundenweise auf dem Campus Charité Mitte im Einsatz, um die Strecke einzumessen und die künftigen Begleitpersonen auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Das erste von zwei Navya-Fahrzeugen absolviert ab dieser Woche einzelne Einmessfahrten auf dem Campus Virchow-Klinikum, auch dort folgen Schulungen der Begleiter. Das zweite Fahrzeug von Navya kommt demnächst nach Berlin.

 

Wie angekündigt soll der Linienbetrieb mit Fahrgästen im Frühjahr 2018 starten. Zwar werden die Fahrzeuge dann schon selbstständig fahren, in der ersten Phase wird jedoch stets eine Begleitperson an Bord sein.


 

 

                                                                                   Grafik: BVG



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Wiener Linien: Buch arbeitet Zwangsarbeit in NS-Zeit auf

Ein neues Buch der Wiener Linien arbeitet die Zwangsarbeit in der NS-Zeit auf. Die Zwangsarbeit abseits der Konzentrationslager wurde lange Zeit von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Vor allem in den letzten Kriegsjahren waren Zwangsarbeiter für die deutsche Wirtschaft von eminenter Bedeutung. Um die Jahreswende 1944/45 waren im Deutschen Reich etwa 7,6 Millionen ausländische ZwangsarbeiterInnen eingesetzt.

Autor Walter Farthofer und Wiener Linien Geschäftsführer Günter Steinbauer an der Buchpräsentation Foto: Manfred Helmer

 

 

 

Die Wiener Linien sind eines der wenigen österreichischen Unternehmen, die sich diesem Thema angenommen haben. Walter Farthofer, langjähriger Mitarbeiter der Wiener Stadtwerke – Verkehrsbetriebe/Wiener Linien GmbH, hat nun in Buchform die Geschichte der Zwangsarbeit dokumentiert. Er stützt sich dabei auf 1.351 Karteikarten von ausländischen ArbeiterInnen, die in der Zeit von Juli 1941 bis April 1945 bei den Wiener Verkehrsbetrieben beschäftigt waren. So kamen ausländische ZwangsarbeiterInnen – etwa aus den Niederlanden, der Ukraine oder Frankreich – zum Beispiel im Gleisbau, bei der Reparatur von Kriegsschäden, in Werkstätten sowie im Fahrbetrieb zum Einsatz.

 

 

Aufarbeitung der eigenen Geschichte

 

„Ein so dunkles Kapitel wie das Verbrechensregime des Nationalsozialismus muss immer Platz im kollektiven Gedächtnis haben. Die Wiener Linien gehen bei der Aufarbeitung dieser Schreckenszeit mit gutem Beispiel voran, wofür ich mich an dieser Stelle auch bedanken möchte“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima anlässlich der Buchpräsentation.

 

„Diese Aufarbeitung ist wichtig für die Wiener Linien, weil wir uns als Unternehmen unserer Vergangenheit auch in den unheilvollen Zusammenhängen bewusst sein wollen. Wir haben die Verantwortung dafür, dass die Erinnerung an diese Schandtaten aufrechtbleibt und wir die richtigen Lehren aus der Geschichte ziehen“, fasst Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer zusammen.

 

 

Buch von Walter Farthofer ab sofort erhältlich

 

Das knapp 90 Seiten starke Werk gibt es ab sofort um 19,80 Euro im Wiener-Linien-Shop im Verkehrsmuseum Remise (Ludwig-Koeßler-Platz, 1030) oder ab 19. Februar 2018 im Online-Shop auf shop.wienerlinien.at.

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Neues Fahrplankonzept zwischen Nürnberg – Jena – Leipzig ab 2019

Die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH (NVS) und die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) haben ein neues Fahrplankonzept für die Strecke zwischen Nürnberg, Jena und Leipzig vorgestellt: Bereits ab 2019 soll der Franken-Thüringen-Express bis nach Leipzig verlängert werden, der Auftrag dazu soll an DB Regio Bayern vergeben werden.

Der Franken-Thüringen-Express aus Nürnberg soll bis Leipzig verlängert werden                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der wesentliche Aspekt des neuen Fahrplankonzepts ist ein schneller Regionalexpress (RE), der alle zwei Stunden ohne Umsteigen die Metropolregionen Nürnberg und Leipzig verbindet, so dass die Züge von DB Regio Bayern die Reisenden bequem z.B. in die Zentren Erlangen, Bamberg, Lichtenfels, Saalfeld und Jena in Nord- und Südrichtung bringen. Zudem sind diese Züge auf die jeweiligen ICE-Anschlüsse in Nürnberg, Bamberg und Leipzig abgestimmt. Ein weiterer Meilenstein ist ein RE-Stundentakt zwischen Saalfeld und Nürnberg, der auch dem Raum Kronach deutliche Verbesserungen zum Status quo bringt.

 

Das neue Konzept ist als Übergangsvertrag für die Jahre 2019 - 2023 konzipiert. Ab dem Jahr 2024 ist eine Fernverkehrsverbindung von Stuttgart/Nürnberg nach Leipzig über die Frankenwald- bzw. Saaletalbahn geplant.

 

„Wir freuen uns über die Ankündigung der Vergabe und stehen in den Startlöchern, in diesem Übergangszeitraum in den Vorlaufbetrieb für den angekündigten Fernverkehr zu gehen. Unsere Kunden können sich auf schnelle, umsteigefreie Verbindungen zwischen Bayern und den benachbarten Bundesländern freuen“, so Hansrüdiger Fritz, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern.

 

Der Franken-Thüringen-Express ist seit 2012 in Betrieb. Eingesetzt werden die modernen innovativen Elektrotriebzüge des Types TALENT 2 der Firma Bomardier. Es werden derzeit umsteigefreie Verbindungen zwischen Nürnberg - Würzburg, Nürnberg - Sonneberg (Thür) und Nürnberg - Jena Saalbahnhof angeboten.

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Der neue SBB FV-Dosto darf ab sofort mit Fahrgästen fahren

Das Bundesverwaltungsgericht hat am 14. Februar 2018 entschieden, dass die SBB die neuen Fernverkehrs-Doppelstockzüge FV-Dosto für Fahrten mit Kundinnen und Kunden einsetzen darf. Die SBB begrüsst den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts (BVGer) und wird Ende Februar den neuen Fernverkehrs-Doppelstockzug für Fahrten mit Kundinnen und Kunden einsetzen.

FV-Dosto in Sargans; bald auch mit Fahrgästen als RE Zürich-Chur                                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Somit kann die SBB nun, bevor die neuen Züge zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 vollumfänglich in den neuen Fahrplan integriert werden, die Züge im Alltagsbetrieb auf Funktionstauglichkeit und Zuverlässigkeit testen. Die Züge werden in einer ersten Phase als Interregio auf der Strecke Zürich HB–Bern und/oder als RegioExpress auf der Strecke Zürich HB–Chur eingesetzt. Zu einem späteren Zeitpunkt kommen die neuen Züge schrittweise zwischen St. Gallen–Bern–Genève Aéroport und auf anderen Intercity-Linien zum Einsatz.

 

 

SBB offen für lösungsorientierten Dialog

 

Die Behindertenorganisation Inclusion Handicap hat im Januar eine Verbandsbeschwerde gegen die Ende November 2017 vom Bundesamt für Verkehr (BAV) erteilte befristete Betriebsbewilligung der FV-Dosto Züge eingereicht. Die Beschwerdeführer haben überdies vorsorgliche Massnahmen zur Umgestaltung der teilweise bereits produzierten Fahrzeuge beantragt. Die SBB hat am 2. Februar 2018 dem Gericht ihrerseits beantragt, ohne weitere Anhörung den Einsatz der FV-Dosto mit Kunden zu erlauben und die aufschiebende Wirkung der Verbandsbeschwerde in diesem Umfang zu entziehen. Dem Antrag wurde für sechs Fahrzeuge (zwei IC 200, zwei IR 200 und zwei IR 100) stattgegeben. Die Anträge der Beschwerdeführer auf Erlass vorsorglicher Massnahmen zur Umgestaltung der teilweise bereits produzierten Fahrzeuge wurden demgegenüber abgewiesen. Die SBB begrüsst diesen Entscheid, der eine sachliche und vertiefte Diskussion der vielfältigen konstruktiven und regulatorischen Anforderungen an interoperables Rollmaterial im Rahmen des Hauptverfahrens erlaubt.

 

Seit Beginn des Projekts findet eine aktive Abstimmung mit den Behindertenorganisationen statt. Sie wurden in die Fahrzeug-Konzeption einbezogen. Die Organisationen besichtigten bereits im ersten Halbjahr 2011 das 1:1 Holzmodell (Maquette) des Zuges und konnten es begehen, mit dem Rollstuhl befahren und kommentieren. Bei diesem Modell war die Rampenneigung gemäss der heutigen Ausführung des Zuges und nach Überzeugung der SBB auch gemäss der geltenden Normen gebaut. Damals erfolgten keine Einwendungen zur Rampensituation.

 

 

Die SBB bleibt weiterhin in einem lösungsorientierten Dialog mit den Behindertenorganisationen

 

Die SBB nimmt das Thema Behindertengleichstellung sehr ernst. Oftmals geht die SBB bei der Umsetzung über das gesetzlich geforderte und die in den Nachbarländern/der EU geltenden Standards hinaus. Die SBB investiert erhebliche Mittel in die Behindertentauglichkeit ihres Rollmaterials und, wo nötig, in ergänzende Einstiegshilfestellungen. So unterhält die SBB das SBB Call Center Handicap, das mobilitätseingeschränkten Kundinnen und Kunden bei der Planung und Durchführung von Zugreisen zur Seite steht. Reisende im Rollstuhl, Geh- und Sehbehinderte sowie geistig Behinderte erhalten kostenlose Unterstützung beim Ein- und Aussteigen. Allein im Jahr 2017 organisierte die SBB für rund 9 Millionen Franken über 142 000 solcher Einstiegshilfestellungen. Dafür standen schweizweit 77 Mitarbeitende im Einsatz. Aktuell können 78 Prozent aller möglichen Verbindungen mit dem Rollstuhl genutzt werden, d.h. entweder autonom oder mit Unterstützung von unseren Mitarbeitenden. Auch waren per Ende 2017 mehr als die Hälfte aller SBB-Bahnhöfe barrierefrei. Davon profitierten 76 Prozent der Reisenden.


Von Hennigsdorf an den Walensee....





Le nouveau duplex pour le trafic grandes lignes autorisé à transporter des voyageurs

 

Le 14 février 2018, le Tribunal administratif fédéral a décidé que les CFF sont autorisés à transporter des voyageurs à bord de leurs nouveaux trains duplex pour le trafic grandes lignes. Les CFF saluent la décision du Tribunal administratif fédéral (TAF) et utiliseront les nouveaux trains duplex pour des courses avec voyageurs dès fin février 2018.

 

Les CFF pourront ainsi tester le fonctionnement et la fiabilité de ces trains dans le cadre de l'exploitation quotidienne, avant leur pleine mise en service au changement d'horaire de décembre 2018. Dans un premier temps, ces trains seront utilisés comme InterRegio sur le tronçon Zurich–Berne et /ou comme RegioExpress sur le tronçon Zurich–Coire. Les nouvelles rames seront ensuite introduites de manière échelonnée sur la ligne Saint-Gall–Berne–Genève Aéroport et sur d'autres lignes InterCity.

 

 

Les CFF ouverts au dialogue en vue de trouver des solutions

 

En janvier, l'organisation de personnes handicapées Inclusion Handicap a recouru contre l'autorisation d'exploitation temporaire délivrée à la fin novembre 2017 par l'Office fédéral des transports (OFT) pour les trains duplex grandes lignes. Les recourants ont demandé en outre des mesures provisionnelles en vue de la transformation des véhicules, en partie déjà produits. Le 2 février 2018, les CFF ont, de leur côté, demandé au tribunal d'autoriser le transport de voyageurs par le nouveau train duplex sans autre audition, et de retirer en conséquence l'effet suspensif. Leur demande a été acceptée pour six véhicules (deux IC 200, deux IR 200 et deux IR 100). La demande de mesures provisionnelles des recourants en vue de la transformation de véhicules en partie déjà produits a en revanche été rejetée. Les CFF saluent cette décision, qui permet un débat factuel et approfondi sur les multiples contraintes de construction et de régulation fixées pour le matériel roulant dans le cadre de la procédure principale.

 

Depuis le début, les organisations de défense des handicapés sont étroitement impliquées dans le projet. Elles ont été associées à la conception du véhicule. Au premier semestre 2011 déjà, ces organisations ont visité la maquette en bois grandeur nature du train. Elles ont pu y accéder, en fauteuil roulant, et faire part de leurs commentaires. La pente de la rampe du train est la même que sur la maquette et, de l'avis des CFF, elle est conforme aux normes en vigueur. En 2011, aucun reproche n'a été formulé au sujet de l'emplacement de la rampe.

 

 

Les CFF restent ouverts au dialogue avec les organisations de personnes handicapées en vue de trouver des solutions

 

Les CFF prennent très au sérieux le thème de l'égalité pour les handicapés. À bien des égards, les CFF dépassent même les exigences légales et les normes appliquées dans les pays voisins/l'UE. Ils investissent des sommes importantes dans l'accessibilité de leur matériel roulant et dans des aides à l'accès complémentaires lorsque c'est nécessaire. Ainsi, les CFF ont mis en place le Call Center Handicap, qui aide les voyageurs à mobilité réduite dans la planification et la réalisation de leur voyage en train. Les voyageurs en fauteuil roulant, mais aussi les personnes handicapées moteur, malvoyantes ou souffrant d'un handicap mental bénéficient ainsi gratuitement d'une aide pour monter et descendre du train. Rien qu'en 2017, plus de 142 000 interventions de ce genre ont été réalisées par les quelque 77 collaborateurs des CFF affectés à cette tâche, pour un montant de près de 9 millions de francs. Actuellement, 78 pour cent de toutes les relations existantes peuvent être empruntées avec une chaise roulante, ou de manière autonome, ou avec l'aide de nos collaborateurs. Fin 2017, plus de la moitié des gares CFF pouvaient être utilisées de manière autonome, ce qui représentait 76 pour cent des voyageurs.

 






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DB Rekordinvestitionen in Netz und Bahnhöfe: 2018 fliessen 9,3 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur

Die Deutsche Bahn investiert in diesem Jahr so viel wie noch nie zuvor: „Mit der Rekordsumme von 9,3 Milliarden Euro sorgen wir für stabileren Verkehr, bessere Qualität und mehr Verlässlichkeit im deutschen Schienennetz. Wir steigern damit die Investitionen in diesem Jahr um 800 Millionen Euro“, so Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG. Trotz steigendem Bauvolumen sollen die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich gehalten werden. „Mit dem bei DB Netz eingerichteten “Lagezentrum Bau“ haben wir es geschafft, die Auswirkungen auf die Bahnkunden deutlich zu verringern. So konnten wir 2017 die durch Baustellen verursachten Verspätungen gegenüber 2016 um 10 Prozent reduzieren“, erläutert Ronald Pofalla.

DB Investitionsoffensive in die Bahninfrastrukur                                                                                         Foto: DB / Marco Prosch

 

 

Die Investitionsoffensive der letzten Jahre zeigt Wirkung. So sind die Infrastrukturmängel seit Start des Modernisierungsprogramms in 2015 um fast 50 Prozent zurückgegangen. Auch bei den Brücken gab es einen Qualitätssprung: 2015 bis 2017 wurden bereits fast 380 Eisenbahnbrücken modernisiert. Der Zustand der Bauwerke hat sich kontinuierlich verbessert.

 

Im laufenden Jahr werden das Bestandsnetz und die Stationen weiter auf Vordermann gebracht. 5,5 Milliarden Euro stehen für die Erneuerung und Instandhaltung von 1.600 Kilometer Gleisen, über 220 Brücken und über 1.700 Weichen zur Verfügung. Für über 40 Neu- und Ausbaumaßnahmen sind 2,6 Milliarden Euro eingeplant. Außerdem werden mit rund 1,2 Milliarden Euro über 700 Bahnhöfe modernisiert.

 

Bundesweit starten 12 Baumaßnahmen in Großprojekten. Hinzu kommen 19 Inbetriebnahmen. Ronald Pofalla: „Für die Vielzahl an Baustellen - in Spitzenzeiten bis zu 800 am Tag – sind die Bündelung in über 100 Korridoren und ein professionelles Baumanagement unverzichtbar. Damit wir noch besser bauen können, stellen wir dieses Jahr 2.000 Mitarbeiter in baurelevanten Berufen ein.“

 

Auch in den folgenden Jahren werden enorme Summen in die Schieneninfrastruktur investiert und die Zahl der Baustellen bleibt konstant hoch. Gleichzeitig steigt die Nachfrage an Personen- und Güterverkehr auf der Schiene. „Dies in Einklang zu bringen, ist eine Herkulesaufgabe und Chance für das gesamte System Schiene zugleich“, so Pofalla weiter.

 

Ziel der Bahn ist es deshalb, zukünftig deutlich kapazitätsschonender zu bauen als bislang. Bereits in diesem Jahr wird in ausgewählten Regionen damit begonnen, um im Jahr 2021 das bundesweite Baustellenmanagement nach den Kriterien des kapazitätsschonenden Bauens zu steuern. Pofalla: „Wir wollen bei gleichbleibend intensivem Baugeschehen ein Drittel mehr Züge fahren, als dies heute möglich ist.“



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Stadler liefert acht KISS-Doppelstockzüge an AB Transitio – Ausbau der Präsenz in den nordischen Märkten

Stadler und AB Transitio haben einen Vertrag unterschrieben über acht KISS-Doppelstockzüge für Uppsala Länstrafik. Dank einer speziellen Ausstattung für kalte Temperaturen sind diese Züge äusserst gut geeignet für die anspruchsvollen Verhältnisse in Skandinavien. Neben der Übernahme von Swedtrac von Knorr-Bremse Anfang dieses Jahres, bedeutet dieser Auftrag einen weiteren Ausbau der Präsenz auf dem schwedischen Markt.

Stadler liefert weitere acht KISS Doppelstockzüge nach Schweden                                                             Visualisierung: Stadler

 

 

 

Stadler hat einen Auftrag von AB Transitio für acht weitere KISS-Züge erhalten. Transitio löst somit eine Option des im Jahr 2016 unterzeichneten Vertrags über 33 Züge und eine Option von 110 Zügen ein. Die Züge werden von der schwedischen Bahngesellschaft Uppsala Länstrafik genutzt und sind für den Pendler- und Regionalverkehr rund um Uppsala bestens geeignet.

 

Stadler-Fahrzeuge überzeugen mit ihrer Wintertauglichkeit. Diese stellen sie in Norwegen, Finnland, Estland, Russland und Weissrussland – wo zum Teil extreme winterliche Verhältnisse herrschen – unter Beweis. Zur ausgeprägten Winterfestigkeit tragen unter anderem die geschlossenen Maschinenräume, doppelwandigen Wagenübergänge, Schneeschaber zwischen Drehgestellen und Wagenkästen, eine Wärmerück-gewinnungsanlage, die Fussbodenheizung und die gute Isolation bei. Auch beim aktuellen Auftrag wird Stadler selbstverständlich schwedische Zulieferer wie Icomera AB, Kockum Sonics AB, ÅF-Infrastructure AB und Hök Instrument AB berücksichtigen.

 

 

Breitere Wagenkasten

 

Die neue Generation der Doppelstockzüge weist eine offene und fliessende Architektur auf. Der Passagierfluss im Eingangsbereich wurde optimiert – ein Effekt, der sich vor allem auch in stark nachgefragten urbanen Regionen wie bei der S-Bahn Zürich und der S-Bahn Berlin positiv auswirkt. Im neuen KISS gibt es mehr Beinfreiheit, und auch ansonsten bietet der Zug ein grosszügiges Raumgefühl. Stadler passt die Wagenkästen des Doppelstockzuges für Mälab an das schwedische Lichtraumprofil an, welches höher und breiter ist als die Schweizer Norm.

 

 

Energieeinsparungen

 

Dank Aluminium-Leichtbauweise der Wagenkästen können der Energieverbrauch und folglich auch die Betriebskosten beträchtlich gesenkt werden. Eine weitere innovative technische Lösung ist der Trockentransformator, bei dem kein Öl als Kühlmittel verwendet werden muss. Diese Technologie bewährt sich bereits bei Stadler FLIRT-Zügen, die bei der SBB im Einsatz stehen und bei diesen Zügen zu einer durchschnittlichen Einsparung von etwa 8% des gesamten Energieverbrauchs führt.

 

 

Stadler als Referenz im Intercity-Verkehr

 

Stadler kann exzellente Referenzen im Interregio- und Intercitybereich aufweisen. Westbahn setzt Stadler KISS-Züge als Intercity-Züge auf der Strecke zwischen Salzburg und Wien ein. Die SBB operieren mit Stadler-Zügen auf Interregio-Strecken in der ganzen Schweiz und ab Dezember 2018 auf der transalpinen Strecke zwischen Zürich und Mailand ebenfalls mit Stadler SMILE Hochgeschwindigkeitszügen. Ab 2020 werden Stadler KISS-Züge durch das Silicon Valley fahren und San Francisco mit San José verbinden. Stadler steht im Ruf, als verlässlicher Partner vieler Staatsbahnen zu gelten.

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Neuer Name für Neigezug SBB ETR 610: erster «Astoro» rollt frisch revidiert gegen Norden

Die gesamte Flotte der 19 Neigezüge des «Astoro» (SBB ETR 610) wird aufgerüstet und revidiert. Grössere Gepäckablagen, eine Familienzone, mehr Platz für Velos, neue Technik und ein besserer Mobilfunkempfang verbessern den Reisekomfort und die Zuverlässigkeit auf der Nord-Süd-Achse. Heute hat der erste revidierte und aufgerüstete Zug das Alstom-Werk in Savigliano (Italien) verlassen.

Der erste revidierte Astoro hat das Alstom-Werk in Savigliano verlassen                                                       Foto: SBB CFF FFS

 

 

 

Die 19 «Astoro» werden nach einer Laufleistung von bis zu 2,5 Mio. Kilometern schrittweise revidiert und dabei mit neuer Technik ausgestattet, die unter anderem für besseren Mobilfunkempfang mit Signalverstärkern und WiFi sorgt. Die Revisionsarbeiten sind im September 2017 gestartet und dauern noch bis 2021. Heute ist der erste revidierte und aufgerüstete Zug aus dem Werk von Alstom gerollt.

 

Die sieben Züge der ersten Serie erhalten parallel zur Revision eine Aufrüstung. Diese beinhaltet grössere Gepäckablagen, eine Familienzone, grössere Bildschirme, mehr Platz für Velos sowie eine Brandunterdrückungsanlage – alles Verbesserungen, die bei den zwölf Zügen der zweiten Serie bereits ab Werk vorhanden waren. Kostenpunkt für die gesamte Revision und Aufrüstung: rund 88 Mio. Franken.

 

 

Neuer Name für den ETR 610 – «Astoro»

 

Der Projektname ETR 610 wird ersetzt mit dem Namen «Astoro», abgeleitet vom italienischen Begriff Astore für Habicht. Auch der künftige Zug für den Gotthard-Verkehr hat bereits einen Namen aus der Vogelwelt erhalten: Er heisst Giruno (von girun, rätoromanisch für Mäusebussard) und kommt ab Ende 2019 zum Einsatz.



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BVG Berlin: Hör mal, wer da spricht

Wenn in Berlin einige Strassenbahnen der M4 und Busse auf der Linie 186 bald mit den Fahrgästen reden, sollten diese sich nicht wundern. Denn ab dem 19. Februar 2018 testet die BVG für ein Jahr verschiedene Lösungen, blinden und sehbehinderten Menschen an Bus- und Strassenbahnhaltestellen akustische Fahrgastinformation in Echtzeit anzubieten. Dabei werden sowohl zehn Strassenbahnen und zehn Busse als auch 13 Haltestellen sukzessive ab 19. Februar 2018 bis Ende April 2018 mit akustischen Lösungen ausgestattet. Zudem werden Smartphone-basierte Lösungen getestet.

Im Betriebshof Lichtenberg hat die BVG die geplanten Neuerungen vorgestellt                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Das Projekt wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (SenIAS) durchgeführt und wird aus dem Landeshaushalt finanziert.

 

Beim Thema Barrierefreiheit zählt die BVG, auch im internationalen Vergleich, schon heute zu den Vorreitern. 118 der 173 U-Bahnhöfe sind bereits mit Aufzügen oder Rampen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erreichbar, dazu kommen niederflurige Straßenbahnen und sich absenkende Busse. Bereits 121 U-Bahnhöfe sind dank Ansagen und taktilem Leitsystem barrierefrei für blinde und sehbehinderte Menschen. Ziel des jetzt startenden Projekts ist es, auch Busse und Straßenbahnen dem Zwei-Sinne-Prinzip folgend barrierefrei zu gestalten. Das heißt, mindestens zwei der Sinne Sehen, Hören und Tasten sollen angesprochen werden.

 

Vor allem an Mehrfachhaltestellen wird Bus- und Bahnfahren dank Ansagen des Echtzeitfahrplans für blinde und sehbehinderte Menschen zuverlässiger und einfacher. Denn hier ist der Fahrplan eng getaktet. Welcher Bus zuerst kommt und welcher wo zum Einsteigen anhält, entscheidet sich oft innerhalb weniger Momente. Die Herausforderung für die Anbieter, die sich am Test beteiligen, besteht also in der Flexibilität und Verlässlichkeit ihrer Produkte.

 

Die zweite große Herausforderung ist die Frage der richtigen Akustik. Die Ansagen sollen für die Testpersonen laut genug und verständlich sein, zugleich aber für Anwohner der Haltestellen so leise wie möglich bleiben. Hierzu werden auch geräuschadaptive Lösungen getestet, also solche, die abhängig von der Geräuschkulisse des Umfeldes ihre Lautstärke regeln. Um diese Herausforderung zu meistern, wird ein Psychoakustiker den Modellversuch begleiten.

 

Eine Gruppe aus blinden, sehbehinderten und sehenden BVG-Kunden wird in den kommenden zwölf Monaten die verschiedenen Lösungen testen. Die Bewertungen und Ergebnisse dieser Testgruppe werden von der Firma SGM Educational Solutions wissenschaftlich begleitet und die Lösungsansätze auf ihre Nutzerakzeptanz, Praktikabilität sowie Wirtschaftlichkeit evaluiert. Am Ende des Modellversuchs steht eine Handlungsempfehlung, wie das Zwei-Sinne-Prinzip bei Bus und Straßenbahn umgesetzt werden kann.

 

Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG: „Sich absenkende Busse, niederflurige Straßenbahnen, Aufzüge, Rampen und Leitsysteme für blinde und sehbehinderte Menschen in unseren U-Bahnhöfen, sind ein wichtiger Beitrag zum barrierefreien ÖPNV. Ich freue mich sehr, dass wir nun mit diesen Tests an einem weiteren Angebot zur Barrierefreiheit arbeiten. Ich bin gespannt darauf, welches System sich bewähren wird.“

 

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Mobil zu sein, bedeutet, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Für alle Menschen ist es wichtig, dass sie öffentliche Verkehrsmittel ohne Hürden nutzen können. Der Abbau von Barrieren in U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bussen hat für mich daher eine hohe Priorität. Das Projekt ist hierbei ein weiterer wichtiger Schritt und kann den Alltag von Blinden und Sehbehinderten deutlich vereinfachen.“

 

Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales: „Dies ist ein tolles Projekt mit großer Wirkung vor allem für sehbehinderte und blinde Menschen. Ich freue mich über die technische Innovation, die jetzt in die Testphase geht. Sie verspricht Tausenden Menschen mehr Mobilität und damit mehr Teilhabe. Berlin geht damit einen weiteren Schritt in Richtung Barrierefreiheit im ÖPNV.“

 

Christine Braunert-Rümenapf, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung: „Die Möglichkeit, mobil zu sein, ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Von daher begrüße ich das Projekt sehr, denn die barrierefreie Nutzung des ÖPNV erfordert eine Informationsübermittlung, die mindestens zwei der drei Sinne Sehen, Hören und Tasten anspricht. Ebenso wichtig ist aber auch die Einbeziehung von blinden und sehbehinderten Menschen als Testende in eigener Sache. Nur sie können beurteilen, ob die vorgestellten Systeme die Anforderungen an Barrierefreiheit tatsächlich erfüllen und damit eine Verkehrsmittelnutzung jederzeit ohne fremde Hilfe und besondere Erschwernis ermöglichen.“

 

Die BVG leitet das Projekt in enger Abstimmung mit den Senatsverwaltungen sowie der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung (LfB), dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin e. V. (ABSV), dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV), dem Verein PRO RETINA e. V., der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB), dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO), dem Immissionsgutachter Berliner Schalltechnisches Büro BeSB sowie dem TÜV Rheinland.

 

 

 

Projektbeschreibung Fahrgastinformation akustisch „2-Sinne-Prinzip bei Bus und Strassenbahn“

 

Das Projekt Fahrgastinformation akustisch „2-Sinne-Prinzip bei Bus und Stra-ßenbahn“ beschäftigt sich mit den Belangen der Barrierefreiheit für sehbehin-derte und blinde Menschen im öffentlichen Nahverkehr. Diese Personengrup-pe wächst durch die sich verlagernde Altersstruktur unserer Gesellschaft ste-tig. Der Anspruch an die Barrierefreiheit erstreckt sich lückenlos über die ge-samte Reisekette und betrifft Informationen über bereitgestellte und einfah-rende Fahrzeuge ebenso wie über Störungen des Regelbetriebes. Ziel des Projektes ist es, Lösungen für eine barrierefreie Fahrgastinformation für blinde und sehbehinderte Menschen zu evaluieren und Handlungsempfehlungen für nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.

 

Bei dem Modellversuch werden auf der Buslinie 186 (Richtung“ S Grunewald“ bzw. Richtung „S Lichterfelde Süd“) zehn Busse und fünf Haltestellen „sprechen“. Weitere zehn Busse und vier Haltestellen werden mit Technik für die App-Lösungen ausgestattet. Auf der Straßenbahnlinie M4 (Richtung „S Hackescher Markt“ bzw. Richtung „Falkenberg“) werden zehn Fahrzeuge und acht Haltestellen „sprechen“. 17 Fahrzeuge und vier Haltestellen werden mit Technik für die App-Lösungen ausgerüstet. Grundsätzlich werden bei der akustischen Fahrgastinformation Liniennummer und Ziel ausgegeben. Dabei werden drei verschiedene Ansätze mit insgesamt zwölf unterschiedlichen Lösungen ergebnisoffen getestet:

 

 

Sprechendes Fahrzeug

 

Das Fahrzeug hält an der Haltestelle, die Einstiegstür wird geöffnet und Linie sowie Ziel werden vom Fahrzeug akustisch ausgegeben. Im Test sind vier unterschiedliche Systeme. Alle Systeme funktionieren im Prinzip wie die In-nenansage recht starr und aktualisieren sich bei einer unvorhergesehen Ände-rung des Fahrtziels (z. B. wegen einer Straßensperrung) nicht. In diesem Fall informiert das Fahrpersonal über die aktuelle Veränderung.

 

 

Sprechende Haltestelle

 

Der Fahrgast betätigt einen Druckknopf an der Haltestelle und aktiviert so das System. Anschließend werden die nächsten Abfahrten mit Linie, Ziel und vo-raussichtlicher Abfahrtzeit (wie bei den dynamischen Anzeigen) über einen Lautsprecher angesagt. Im Gegensatz zu früheren Tests wird auch das sich nähernde Fahrzeug erkannt und automatisch über den Lautsprecher mit Linie und Ziel angekündigt. Es ist also kein zusätzliches Drücken des Infoknopfes notwendig. Blinde und sehbehinderte Fahrgäste benötigen bei dieser Lösung keine zusätzliche Ausrüstung (z. B. Funktaster, Scheckkarte, Smartphone o. ä.). Im Test sind drei unterschiedliche Systeme.

 

 

Sprechendes Smartphone

 

Der Fahrgast erhält auf dem eigenen Smartphone über die jeweilige Test-App an der Haltestelle die akustische Information über den Namen der Haltestelle sowie über die nächsten Abfahrten mit Liniennummer, Ziel und voraussichtli-chen Abfahrtszeiten (wie bei den dynamischen Anzeigen). Bei Einfahrt eines Fahrzeuges kündigt die App die Liniennummer sowie das Ziel an. Durch hin-terlegte GPS-Koordinaten wird die jeweilige Haltestelle erkannt. Jedes Fahr-zeug der Linien 186 und M4 ist mit einem Beacon (basiert auf Bluetooth Low Energy BLE) ausgestattet. Jedes ausgestattete Fahrzeug wird so eindeutig von der App auf dem Smartphone identifiziert, sodass das Fahrzeug in Echt-zeit auf dem Smartphone wenige Augenblicke vor dem Eintreffen angekündigt wird. Die App kann auch über planmäßige Veränderungen (Baumaßnahmen) informieren, wenn diese in den VBB-Daten verfügbar sind. Im Test sind fünf Lösungen.





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Flyer akustische Fahrgastinformation
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