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RhB: Faszinierend anders unterwegs - mit Schutzkonzept

Der Entscheid des Bundesrates, im öffentlichen Verkehr eine Maskentragepflicht einzuführen, wird von der ÖV-Branche getragen. Nach den ersten Tagen zieht die Rhätische Bahn (RhB) ein positives Fazit. Die Fahrgäste halten sich fast ausnahmslos an die Maskenpflicht. Die RhB unternimmt im Berufs- und im Freizeitverkehr grosse Anstrengungen, um den Schutz von Reisenden und Mitarbeitenden zu gewährleisten. Dies erlaubt es, weitere Produkte und Erlebnisse wieder ins Angebot aufzunehmen.

Der Bernina Express Chur-Tirano ist bereits in Betrieb, ab 30. Juni folgt auch der BEX aus St. Moritz   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Das Vertrauen in den öffentlichen Verkehr und die Lust auf Bahnreisen steigen: Seit der Wiederaufnahme des touristischen Verkehrs am 8. Juni 2020 und dem wieder hochgefahrenen Angebot sind wieder mehr Fahrgäste mit den Zügen der RhB unterwegs. Im Schnitt ca. 60 Prozent gegenüber vor der Coronakrise. Diese Zunahme und das Ausarbeiten von Schutzkonzepten für die verschiedenen Produkte ermöglichen es der RhB, ihr Angebot weiter hochzufahren.

 

 

Bernina Express von und nach St. Moritz wird wieder in Betrieb genommen

 

Erfreulicherweise unternehmen auch wieder mehr Leute eine Reise mit dem Bernina Express. Nach wie vor verkehrt ein Zugpaar je Richtung zwischen Chur und Tirano. Dank der kontinuierlich steigenden Nachfrage kann die RhB ab 30. Juli 2020, jeweils vom Donnerstag bis am Sonntag, auch den Betrieb des Bernina Express von St. Moritz nach Tirano und umgekehrt (Züge 973/974/975/976) wieder aufnehmen. Bereits seit dem 27. Juni 2020 ist der Bernina Express Bus wieder unterwegs, welcher zwischen Tirano und Lugano für Anschluss an den Bernina Express sorgt.

 

 

Touristische Angebote mit eigenem Schutzkonzept - Essen und Trinken erlaubt

 

Ab Juli finden auch beliebte Angebote wie die Zeitreise mit Gleisbauer Reto, die Abenteuerfahrten mit dem Kinder-Kondukteur Clà Ferrovia, die Baustellenführungen des Albulatunnels oder die Tschutschu-Bahn zum Landwasserviadukt wieder statt. Für jedes der touristischen Angebote hat die RhB entsprechende Schutzmassnahmen erarbeitet. Dies betrifft auch kulinarische Genussfahrten wie den Arosa Genussexpress oder die Gourmino-Speisewagen, die täglich auf der Albulalinie unterwegs sind. Bei diesen Erlebnissen kommen die Gastro-Schutzbestimmungen zur Anwendung. Sie erlauben das Essen und Trinken im öV, und die Maske kann während dieser Zeit entfernt werden. Bei einer Buchung von Charterwagen wie zum Beispiel der rollenden Bündnerstube Stiva Retica, dem Piano Bar-Wagen oder dem InnoTren gelten ebenfalls die Gastro-Schutzbestimmungen und es kann unter Berücksichtigung der Mindestabstände in diesen Fällen vom Tragen einer Maske abgesehen werden.

 

 

Grosses Engagement für Hygiene und Sicherheit: «Clean and Safe» unterwegs

 

Nach wie vor steht der Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden an erster Stelle. Das von der öV-Branche erarbeitete Schutzkonzept orientiert sich an den Vorgaben und Hygiene- und Distanzregeln des Bundesrates. Die Reinigung der Züge wurde intensiviert. Mehrmals täglich werden Kontakt- und Oberflächen wie Haltestangen, Taster, Tische, Armlehnen sowie die WCs gereinigt und desinfiziert. Auch an den Bahnhöfen wird öfter gereinigt. Reisende haben die Möglichkeit, sich auch in den offenen WC-Anlagen der Bahnhöfe die Hände entsprechend der Vorgaben zu waschen. An bedienten Bahnhöfen wurden Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Als touristische Leistungsträgerin ist die RhB Teil der Kampagne «Clean and Safe», bei welcher die touristischen Betriebe und Anbieter mit weiteren Massnahmen ihre Gäste schützen und ihnen so einen angenehmen Aufenthalt in der Schweiz ermöglichen.


Das aktuelle ÖV-Schutzkonzept wurde mit der Maskenpflicht ergänzt

 

Die Sicherheit der Reisenden hat auch für die ÖV-Unternehmen höchste Priorität. Die Auslastung hat in den vergangenen Wochen zugenommen. Mit der Maskenpflicht zusätzlich zu den bisherigen Schutzmassnahmen kann die Prävention verstärkt werden. Die ÖV-Branche ist überzeugt, dass die Reisenden diese Vorgabe mittragen, um sich und andere zu schützen. Das per 6. Juli 2020 angepasste Schutzkonzept im öffentlichen Verkehr orientiert sich an den Massnahmen des Bundesrates und bleibt bis auf Weiteres bestehen. Es wird jeweils angepasst, falls die Strategie des Bundesrats dies erfordert oder falls es während der Umsetzung notwendig wird.


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Nachhaltige Impulse für Stadtentwicklung in Rüdesheim am Rhein

Der Start der Deutschen Bahn in ein Jahrzehnt der Investitionen ist auch in Rüdesheim am Rhein zu spüren. Nach vielen Jahren aktiver Nutzung wurde die Fussgängerunterführung "Rottland“ in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Rüdesheim am Rhein erneuert und nun in Betrieb genommen. Drei weitere Fussgängerunterführungen sowie eine Eisenbahnüberführung, ein neuer Bahnhof und eine Schallschutzwand im Stadtgebiet sind bereits in Planung. Insgesamt werden in den nächsten Jahren über 60 Millionen Euro in Bahnprojekte im Bereich des international beliebten Reiseziels investiert.

Der Bahnhof beim EÜ Rottland soll in den Osten von Rüdesheim verlegt werden                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Sehnlichst haben die Rüdesheimerinnen und Rüdesheimer und auch unsere Gäste die Fertigstellung der Unterführung am Bahnhof erwartet. Endlich wieder eine sichere fussläufige Verbindung vom Bahnhof direkt zum Rhein – heute ist ein schöner Tag!“, feiert der Rüdesheimer Bürgermeister Klaus Zapp die Freigabe. "So kann es weitergehen mit unserem Tourismusort und der Deutschen Bahn! Wir als Stadt wollen unseren Teil für eine partnerschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit gerne beitragen. Die nächsten gemeinsamen Projekte sind bereits in Planung – dazu gehört auch die Verlegung des Bahnhofs in den Osten von Rüdesheim am Rhein“, so Zapp weiter.

 

Innerhalb von 100 Stunden wurden die alten Brückenteile an der Eisenbahn-über- und Fussgängerunterführung Rottland im vergangenen Jahr abgerissen und die 337t schwere Eisenbahnüberführung trotz eines herausfordernden Baugrunds pünktlich eingesetzt. Während der Zugverkehr oben wieder rollte, wurde die Personenunterführung im Anschluss präzise nach den umfassenden Auflagen des Landesamts für Denkmalpflege wiederhergestellt und kann nun von Anwohnern und Touristen wieder genutzt werden.

 

"Auch in den kommenden Jahren werden weitere Modernisierungs- und Investitionsmassnahmen in und um Rüdesheim sukzessive vorangetrieben“, so Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter für das Land Hessen der Deutschen Bahn AG. "Das Erscheinungsbild des Bahndamms an der Uferfront von Rüdesheim wird sich in den kommenden Jahren erheblich weiterentwickeln und wir hoffen, gemeinsam mit der Stadt auch einen modernen Bahnhof an attraktiver Stelle errichten zu können. Bei allen Vorhaben wollen wir sehr eng mit der Stadt Rüdesheim zusammenarbeiten, sodass die neuen Anlagen vor Ort Anklang finden.“

 

Bis voraussichtlich Ende 2021 werden drei Fussgängerunterführungen und eine Eisenbahnüberführung im Stadtgebiet erneuert. Hierzu gehören unter anderem die Unterführungen Assmannshausen und Adlerturm. Eine deutliche Verbesserung der Schallemissionen für Anwohner entlang der Bahnstrecke bringt der für 2023 geplante Bau einer über 600 Meter langen und zwei Meter hohen Schallschutzwand mit sich.

 

Auch für den Bau eines neuen Rüdesheimer Bahnhofs soll die Planung demnächst begonnen werden. Die Station am neuen Standort soll vollständig barrierefrei ausgebaut werden und würde durch seine unmittelbare Nähe zur Innenstadt, eine direkte Busanbindung und Parkmöglichkeiten allen Pendlern und Touristen deutliche Vorteile bieten. Nach Fertigstellung der Entwurfsplanung soll diese im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung allen Interessierten vorgestellt werden.


Übersicht Rüdesheim am Rhein                                                                                                            Grafik: Deutsche Bahn (DB)


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Sonderfahrplan Budapest - Wien - Salzburg vom 18. Juli bis 04. Sept. 2020 infolge Bauarbeiten auf der Weststrecke

Damit die Züge auch zukünftig wie gewohnt sicher und pünktlich unterwegs sind, führt die ÖBB-Infrastruktur AG im Sommer umfangreiche Bauarbeiten an der Weststrecke durch. Im Zeitraum zwischen dem 18. Juli und 04. September 2020 sind Züge des Nah- und Fernverkehrs daher im Rahmen eines Sonderfahrplanes unterwegs. Die Fernverkehrszüge (RJX und RJ) starten ab Budapest, Flughafen Wien und Hauptbahnhof Wien um bis zu 30 Minuten früher, um dann spätestens ab Salzburg wieder zu den üblichen Planzeiten unterwegs zu sein. In der Gegenrichtung ist die Ankunft dieser Züge um bis zu 30 Minuten später.

Sommerarbeiten an der Weststrecke führen zu Fahrplanänderungen                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Bauarbeiten finden während der Sommerferien gebündelt an verschiedenen Streckenabschnitten statt. Diese beinhalten die Erneuerung von Gleis- und Weichenanlagen sowie Umbauarbeiten für die Errichtung des neuen Umsteigeknotens Neumarkt-Köstendorf und des neuen Bahnsteigs in Eugendorf. Insgesamt wird in mehreren Baubauschnitten an 45 Weichen gearbeitet und 10 km neue Gleise verlegt. In Neumarkt-Köstendorf wird unter anderem ein neuer Inselbahnsteig errichtet, was neben der Verlängerung der Mattigtalbahn von Steindorf bis Neumarkt eine Voraussetzung dafür ist, den öffentlichen Verkehr im nördlichen Flachgau weiter zu attraktivieren.

 

Um die Einschränkungen im Zugverkehr auf ein Minimum zu reduzieren, werden Arbeiten abseits der Gleise zum Teil über temporär errichtete Baustrassen durchgeführt. Begleitet werden diese Arbeiten von umfangreichen ökologischen Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen.

 

So werden etwa heimische Bäume und Büsche gepflanzt. Im Bereich der Dammböschungen und Versickerungsbecken entstehen unter anderem wechselfeuchte Wiesen. Außerdem schaffen sogenannte Steinlinsen neuen Wohnraum für Reptilien wie die Schlingnatter oder die Mauereidechse. Zum Schutz der Fledermäuse werden an geeigneten Standorten Nistkästen angebracht.

 

 

Fahrplanänderungen im Fernverkehr

 

Die Bauarbeiten führen naturgemäss zu Fahrplanänderungen und Einschränkungen im Bahnverkehr.

 

- Die ÖBB Fernverkehrszüge (RJX und RJ) starten ab Budapest, Flughafen Wien und Hauptbahnhof Wien um bis zu 30 Minuten früher,

  um dann spätestens ab Salzburg wieder zu den üblichen Planzeiten unterwegs zu sein.

  (Vom 18.7.-02.08.2020 ab Linz pünktlich, vom 03.08.-04.09.2020 15 Minuten früher).

  In der Gegenrichtung ist die Ankunft dieser Züge um bis zu 30 Minuten später.

 

- Von 3. August bis 4. September 2020 halten RJX zusätzlich in Attnang-Puchheim.

  Der Halt der ÖBB Railjets in Neumarkt-Köstendorf entfällt jedoch in dieser Zeit.

 

- Die Abfahrtszeit der WESTbahn-Züge ist ab Wien Westbahnhof / Wien Meidling um bis zu 30 Minuten früher.

  In der Gegenrichtung ist die Ankunft dieser Züge bis zu 30 Minuten später.

 

- Bei den ICE-Zügen kommt es zu Abweichungen von bis zu 20 Minuten. Sie halten von 18. Juli bis 2. August 2020 zusätzlich in St. Valentin.

 

Die Fahrgäste werden gebeten sich vor Reiseantritt über die geänderten Abfahrts- und Ankunftszeiten zu informieren. Einige Nahverkehrsverbindungen werden im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt.

Nähere Auskünfte unter: oebb.at, streckeninfo.oebb.at, Tel. 05-1717, SCOTTY mobil.

 

 

ÖBB ersuchen um Verständnis

 

Um einen sicheren und pünktlichen Bahnbetrieb zu gewährleisten, sind derartige Baumaßnahmen in regelmässigen Intervallen notwendig. Den ÖBB ist es dabei ein grosses Anliegen, dass die Unannehmlichkeiten für die Anrainerinnen und Anrainer sowie für die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden.

 

 

ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.

 

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.


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Info-Flyer zu den Bauarbeiten auf der Weststrecke
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Stäfa - Rapperswil: vier Wochen Bus statt Zug wegen Bauarbeiten

Zwischen Stäfa und Rapperswil erneuert die SBB diesen Sommer die Fahrbahn. Deshalb ist die Strecke vom Montag, 13. Juli 2020 bis und mit Freitag, 7. August 2020 für sämtliche Züge durchgehend gesperrt. Während dieser Zeit verkehren Bahnersatzbusse und die Reisezeit verlängert sich dadurch. Wo immer möglich nutzt die SBB Synergien und bündelt verschiedene Bauarbeiten, um Ressourcen effizient einzusetzen. So dient die Totalsperre nebst den Arbeiten für die Fahrbahnerneuerung zwischen Stäfa und Rapperswil auch dem Umbau des Bahnhofs Kempraten: Dieser wird bis im Herbst 2020 stufenfrei ausgebaut.

Während der Streckensperre fährt die S7 nur ab Stäfa nach Winterthur                                               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Schwingungen, der Schienendruck und das Gewicht der schnellen und schweren Züge nutzen die Infrastruktur stark ab. Die SBB nimmt deshalb gebündelt verschiedene, regelmässig wiederkehrende Unterhaltsarbeiten vor. Bis zu 20 Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen nehmen Kontrollen an technischen Komponenten vor und halten Gleis-, Fahrleitungs-, Telekom- und Sicherungsanlagen instand. Die Gleisbauteams schleifen beispielsweise mit dem Schleifzug Schienen und entfernen so kleine schuppige Oberflächenrisse auf den Schienenköpfen, welche sich durch die stete Abnutzung ergeben. Oder sie stopfen wo nötig mit einem Bauzug hochpräzis und computergesteuert Schotter unter die Schwellen und justieren so die Gleislage millimetergenau. Je besser die Pflege der Infrastruktur, desto weniger rasch wird sie abgenutzt. Das bedeutet weniger Schäden, längere Lebensdauer, tiefere Kosten, mehr Pünktlichkeit, mehr Sicherheit und eine sanftere, geräuschärmere Fahrt.

 

Die Unterhaltsarbeiten auf der Strecke Stäfa - Rapperswil dauern von Ende Juni bis voraussichtlich Anfang September 2020. Die Hauptarbeiten finden vom 13. Juli 2020 bis 7. August 2020 statt. Damit die Arbeiten rasch und sicher ausgeführt werden können, wird die Strecke in dieser Zeit für den Zugverkehr gesperrt. Reisende werden gebeten, vor Reiseantritt den Online-Fahrplan zu prüfen. Die Kosten für die Unterhaltsarbeiten betragen rund 9,8 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung mit dem Bund finanziert.

 

 

Auswirkungen auf den S-Bahnverkehr:

  • Ausfall der S7 zwischen Stäfa und Rapperswil und Ausfall der S20 zwischen Stäfa und Zürich Hardbrücke. Reisende steigen wo möglich auf alternative S-Bahnen um oder benützen die Bahnersatzbusse der VZO.
  • Die S16 fährt täglich bis 20 Uhr ausserordentlich von Herrliberg-Feldmeilen weiter bis Stäfa.
  • Zwischen Stäfa und Rapperswil fahren tagsüber Bahnersatzbusse im Viertelstundentakt, ab 20 Uhr im Halbstundentakt. Anschlüsse von Zug auf Bus sind gewährleistet, Anschlüsse von Bus auf Zug sind nicht garantiert.

 

Auswirkungen auf den Busverkehr in Stäfa, Feldbach und Rapperswil-Jona:

  • Die Orts- und Regionalbuslinien der VZO und des Stadtbus Rapperswil-Jona fahren nach regulärem Fahrplan. Vereinzelt können die Anschlüsse an die Bahnersatzbusse nicht gewährleistet werden.
  • In Feldbach sind Anschlüsse von den Bahnersatzbussen Richtung Rapperswil auf die Linie 970 nicht gewährleistet. Reisende von Zürich nach Hombrechtikon steigen in Stäfa auf die Linie 955 um.

 

Die SBB und die VZO bitten die Kundinnen und Kunden vor Antritt der Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Bei Fragen hilft das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.

Die SBB setzt alles daran, die Einschränkungen für die Reisenden und den Lärm für die Anwohnerinnen und Anwohner auf ein Minimum zu reduzieren und bittet die Betroffenen um Verständnis.

 

 

Gebündelte Bauarbeiten in Sommerferienzeit

 

Die SBB sperrt die Strecke während der Sommerferien, damit weniger Reisende von den Einschränkungen betroffen sind. Wo immer möglich nutzt die SBB Synergien und bündelt verschiedene Bauarbeiten, um Ressourcen effizient einzusetzen. So dient die Totalsperre nebst den Arbeiten für die Fahrbahnerneuerung zwischen Stäfa und Rapperswil auch dem Umbau des Bahnhofs Kempraten: Dieser wird bis im Herbst 2020 stufenfrei ausgebaut.

 

 

Bahnhof Kempraten

 

Nicht alle Bereiche im Bahnhof Kempraten entsprechen den heutigen Anforderungen an hindernisfreien Zugängen zum Zug. Der Bahnhof wird so umgebaut, dass ein stufenfreies Einsteigen möglich ist.

 

Die SBB erhöht das Perron auf eine Höhe von 55 Zentimetern. Dadurch können die Reisenden künftig stufenfrei in die Niederflurzüge eintreten. Dies entspricht den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) und ermöglicht so Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein möglichst autonomes Reisen. Stufenfreies Ein- und Aussteigen ist zudem auch für Reisende mit Gepäck oder Kinderwagen ein Komfortgewinn und beschleunigt das Umsteigen. Dies dient wiederum der Pünktlichkeit der Züge. Zudem baut die SBB eine Rampe auf der westlichen Seite des Bahnhofs Kempraten und nimmt Anpassungen an der Beleuchtung und Beschallung vor.

 

Die Kosten für die Perronerhöhung in Kempraten betragen rund 3,4 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung mit dem Bund finanziert.

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SBB CEO Vincent Ducrot: Wir machen Bahn – heute und in zehn Jahren

Vincent Ducrot ist seit dem 1. April 2020 CEO der SBB. Sein Amtsantritt fiel mitten in die Corona-Krise. Betrieblich konnte diese dank des Einsatzes der Mitarbeitenden bisher gut bewältigt werden. Aber die SBB muss mit einem Verlust im dreistelligen Millionenbereich rechnen. Die Finanzen des Unternehmens werden in nächster Zeit im Fokus stehen. Gleichzeitig galt es für den neuen CEO, die Zukunft zu planen. Das Bahnsystem muss robuster und stabiler werden. Das Kerngeschäft soll für die Kundinnen und Kunden stabilisiert und gestärkt werden. Markant erhöht werden Investitionen in die Zugsflotte. Die hohen Erwartungen an die SBB will Ducrot mit den 33'000 Mitarbeitenden erfüllen und möglichst übertreffen. Er betont: «Wir machen Bahn – heute und in zehn Jahren.»

Der Giruno und der FV-Dosto bilden das künftige Rückgrat der neuen SBB-Fernverkehrsflotte            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Er habe in den ersten 100 Tagen als CEO die SBB neu kennengelernt, sagte Vincent Ducrot anlässlich seiner ersten Bilanz vor den Medien: «Ich habe mit vielen Mitarbeitenden gesprochen, habe gute und engagierte Leute in der Fläche und in den Führungsteams getroffen.» Wegen der Corona-Krise fanden viele Kontakte virtuell statt. Die Bewältigung der Krise habe vom ersten Tag an im Vordergrund gestanden: «Wir sind bis jetzt gut durch die Krise gekommen, aber es war sehr anspruchsvoll. Den Mitarbeitenden gebührt grosser Dank für ihre engagierte Arbeit.»

 

Gleichzeitig galt es, die Zukunft vorzubereiten: «Eine solide Basis ist vorhanden, aber die SBB hat viele Herausforderungen.» Die finanzielle Situation der SBB sei ernst, es drohe ein Verlust im dreistelligen Millionenbereich: «Dank der Unterstützung des Bundes ist die Liquidität vorerst sichergestellt.» Die SBB werde mit dem Eigner eine mittelfristige Planung erstellen, auch um den Schuldendeckungsgrad zu stabilisieren. Die SBB werde den politischen Prozess für die finanzielle Unterstützung des Regionalverkehrs und der Infrastruktur begleiten: «Bei Fernverkehr und Immobilien muss die SBB die Ertragsausfälle selber decken.»

 

Aus betrieblicher Sicht gibt es viel zu verbessern, so Vincent Ducrot: «Das Bahnsystem ist zu wenig robust und am Limit.» Die SBB verfüge über zu wenig Reservezüge, beim Unterhalt der Flotte sei zu wenig investiert worden. Der Fahrplan sei nicht immer stabil genug. Im vergangenen Jahr seien die Baustellen ungenügend koordiniert und geplant worden. Beim Personal gebe es Lücken oder zu knappe Ressourcen, insbesondere in den Basisberufen der Bahn wie bei Lokführern. Ausgetrocknet sei der Markt auch bei Handwerksspezialisten, Ingenieurinnen oder IT-Fachkräften. Aus all diesen Gründen sei der Bahnbetrieb heute zu wenig zuverlässig: «Zu oft geht es heute nicht auf für unsere Kundinnen und Kunden.»

 

 

Kerngeschäft für Kundinnen und Kunden stärken

 

Er wolle das Kerngeschäft wieder als Kern betreiben, sagte Vincent Ducrot: «Im Zentrum steht alles, was es zum Bahnfahren braucht: Züge, Bahnhöfe, Bahninfrastruktur und gute, motivierte Mitarbeitende, die mit Herz und Seele dabei sind.» Die Kontakte mit der Politik und den ÖV-Partnern habe ihm gezeigt, dass viel Goodwill vorhanden sei, aber auch hohe Erwartungen. Die SBB sei ein Service-public-Unternehmen im Dienst der Schweiz: «Wir wollen die Erwartungen an uns erfüllen und möglichst übertreffen.» Zentral für ihn als neuer CEO der SBB sei dabei die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden. Trotz der grossen Herausforderungen sei er zuversichtlich: «Es ist eine faszinierende, intensive Aufgabe, die mir sehr viel Freude macht.» Der CEO allein mache aber nie die Eisenbahn aus, das «Wir» sei ihm sehr wichtig: «Wir sind 33'000, wir sind eine SBB.» Und mit Blick in die Zukunft: «Wir machen Bahn – heute und in zehn Jahren».

 

 

Fokus auf Kerngeschäft im Detail:

  • Zwei neue Konzernbereiche geschaffen: Der Bereich «Kunden» koordiniert neu alle Kundenthemen – für Reisende und Kunden an Bahnhöfen. Als ehemaliger Konsumentenschützer kennt Leiter Mathieu Fleury die Anliegen und Bedürfnisse der Kunden bestens. Der Bereich «Sicherheit und Produktion» steuert die Produktion übergreifend, mit Fokus auf Sicherheit, Pünktlichkeit und Qualität.
  • Zugsflotte stärken: Positiv entwickelt sich die Zuverlässigkeit bei FV-Dosto und Giruno. Der FV-Dosto wird verstärkt als IC1 eingesetzt. Heute investiert die SBB jährlich 1 Milliarde Franken in neue Züge und in den Unterhalt der bestehenden Flotte. Künftig werden es 1,3 Milliarden Franken sein. Der neue CEO will die bestehende Flotte aufstocken und den Unterhalt verstärken. Bei der Beschaffung setzt die SBB gemäss Rollmaterialstrategie auf möglichst wenig Fahrzeugtypen, so beim Ersatz der einstöckigen S-Bahn-Triebzüge.
  • Fahrpläne stabiler machen: Die Fahrpläne 2022 und 2025 werden von internen und externen Fahrplan-Experten einem Robustheitscheck unterzogen. Allfällige Massnahmen werden mit Bund und Kantonen abgestimmt. Ziel ist ein deutlich stabilerer Fahrplan mit verbesserter Pünktlichkeit. Im Zentrum stehen die Zugspünktlichkeit und die Anschlüsse.
  • Baustellen besser planen: Bauarbeiten werden so organisiert und geplant, dass ein stabilerer Bahnbetrieb möglich ist. Das bedeutet: Die Arbeiten werden besser übers Jahr verteilt, mehr gebaut wird während der Nacht, den Wochenenden und in Ferienzeiten. Alle zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel werden ausgeschöpft.
  • Personal fördern: Die Situation bei den Lokführerinnen und Lokführern bleibt über den Sommer sehr angespannt. Im Herbst werden 340 Lokführer in Ausbildung sein, das sind 10 Prozent des Fahrpersonals. Lokführer werden künftig für mehr Strecken und Fahrzeugtypen geschult und flexibler einsetzbar sein. Im Verlauf des kommenden Jahres wird die SBB dank Ausbildungen und Abtretung von Fernverkehrslinien wieder über genügend Lokführerinnen und Lokführer verfügen. Auch bei weiteren Berufsgruppen sind Ausbildungsoffensiven (z.B. Teilzeitausbildung Zugpersonal) oder Initiativen für den beruflichen Wiedereinstieg (z.B. IT) im Gang.
  • Intelligente Innovationen für Kunden: Die SBB will technische Innovationen nutzen, um die Bahn für die Kundinnen und Kunden weiterzubringen. Beispiele: Wagenscharfe Belegungsanzeige einzelner Wagen in Echtzeit, Push-Nachrichten zu einzelnen Strecken in SBB Mobile App ab Mitte Juli 2020. Bei der Multimobilität will die SBB dank konkreten Digitalisierungsprojekten Mehrwert für die Reisenden schaffen: Der ÖV soll viel einfacher mit individuellen Transportmitteln kombiniert werden können, dank bewährten und neuen Partnerschaften sowie Online-Plattformen für Drittprodukte.
  • Internationalen Personenverkehr ausbauen: Die SBB will das Corona-Momentum und eine allfällige Verlagerung von Flug- zu Zugreisen nutzen: Der internationale Fernverkehr wird mittel- und langfristig ausgebaut. Richtung Deutschland wird es mehr Tagesverbindungen geben. Bei den Nachtzügen strebt die SBB zusammen mit ÖBB einen markanten Ausbau an.
  • Immobilien im Dienst der starken Bahn: Bahnhöfe sollen sicher, sauber und attraktiv sein: Die SBB will Services in Bahnhöfen künftig wieder selber und in sehr guter Qualität anbieten, etwa WC-Anlagen oder Park&Rail. Die SBB wird zukünftig mehr preisgünstige Wohnungen anbieten: Bislang wurde ein Drittel angestrebt, nun sollen knapp die Hälfte der Wohnungen bis 2037 im preisgünstigen Segment sein.
  • SBB Cargo Rückgrat der Landesversorgung: Die Corona-Krise hat gezeigt: SBB Cargo spielt dank den grossen transportierten Mengen eine zentrale Rolle bei der Landesversorgung und kann auf Veränderungen im Markt rasch reagieren. Trotzdem hinterlässt die Krise finanzielle Spuren. SBB Cargo setzt alles daran, eigenwirtschaftlich vorwärts zu kommen. Der internationale Güterverkehr bleibt zentral für die Einbindung der internationalen Warenströme und als Beitrag der SBB zur Verlagerungspolitik. Während der Corona-Krise hat SBB Cargo gezeigt, dass mit Flexibilität auch im Binnenverkehr die Verlagerung auf die Schiene möglich ist.
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Für den öffentlichen Verkehr in der Schweiz gilt ab 6. Juli 2020 eine Maskenpflicht

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. Juli 2020 verschiedene Massnahmen getroffen, um eine erneute Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Angesichts des zunehmenden Reiseverkehrs und der seit Mitte Juni ansteigenden Zahl der Neuansteckungen hat er entschieden, für den öffentlichen Verkehr ab Montag, 6. Juli schweizweit eine Maskenpflicht einzuführen. Zudem müssen sich Einreisende aus gewissen Gebieten in Quarantäne begeben. Die Aufhebung von Einreisebeschränkungen für erste Drittstaaten ist für den 20. Juli 2020 vorgesehen.

Ab kommenden Montag gilt im Schweizer ÖV eine Maskenpflicht für Personen ab 12 Jahren          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Nachdem der Bundesrat die Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirusepidemie weitgehend aufgehoben hat, sind wieder mehr Menschen mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs. Dabei kann der empfohlene Abstand oft nicht eingehalten werden. Angesichts des zunehmenden Reiseverkehrs und der seit Mitte Juni steigenden Fallzahlen verstärkt der Bundesrat die Schutzmassnahmen und beschliesst in einem Grundsatzentscheid eine durchgehende Maskenpflicht in allen öffentlichen Transportmitteln. Personen ab 12 Jahren müssen ab Montag, 6. Juli 2020, in Zügen, Trams und Bussen ebenso wie in Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen eine Maske tragen. Die angepasste Verordnung wird morgen verabschiedet und publiziert.

 

Bisher galt im öffentlichen Verkehr die dringende Empfehlung, zu Stosszeiten eine Maske zu tragen. Diese wurde aber wenig befolgt. Mit seinem Entscheid reagiert der Bundesrat auch auf Empfehlungen von Experten und auf den Wunsch einiger Kantone. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) empfehlen ebenfalls das Tragen einer Maske, wenn der nötige Abstand nicht eingehalten werden kann.

 

 

Quarantäne für Reisende aus gewissen Gebieten

 

Seit Mitte Juni ist es wiederholt zu einer Ausbreitung des neuen Coronavirus in der Schweiz gekommen, nachdem infizierte Personen aus Ländern des Schengenraums und aus Nicht-Schengen-Staaten eingereist sind. Deshalb muss sich ab Montag, 6. Juli 2020, für zehn Tage in Quarantäne begeben, wer aus gewissen Gebieten in die Schweiz einreist. Das BAG führt eine entsprechende Liste, die regelmässig angepasst wird. Die betroffenen Personen werden gezielt im Flugzeug, im Reisebus und an den Grenzübergängen informiert. Sie müssen sich nach der Einreise bei den kantonalen Behörden melden. Die neue Verordnung wird morgen verabschiedet und publiziert. Die Flug- und Reisebusgesellschaften werden zudem angewiesen, kranke Passagiere nicht zu transportieren.

 

 

Einreisebeschränkungen bis am 20. Juli 2020 aufrechterhalten

 

Der Bundesrat hat zudem in seiner Sitzung vom 1. Juli 2020 von den Empfehlungen des Rates der EU, die coronabedingte Einreisebeschränkungen ab dem 1. Juli 2020 für 15 Staaten aufzuheben, Kenntnis genommen. Die Schweiz wird diesen Empfehlungen voraussichtlich folgen, jedoch erst per 20. Juli 2020 und mit Ausnahme von Serbien. Das EJPD beabsichtigt demnach auf dieses Datum hin Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Montenegro, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay sowie die EU-Staaten ausserhalb des Schengen-Raums (Bulgarien, Irland, Kroatien, Rumänien und Zypern) von der Liste der Risikoländer zu streichen. China soll in Umsetzung der EU-Empfehlung ebenfalls von der Liste gestrichen werden, sofern die Reziprozität für Einreisende aus der Schweiz gewährleistet ist.

 

 

Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr

 

1. Wo überall gilt die Maskenpflicht?

Die Maskenpflicht gilt im gesamten öffentlichen Verkehr, also in Zügen, Trams und Bussen, aber auch in Seilbahnen oder auf Schiffen. Ausgenommen sind Skilifte und Sesselbahnen.

 

2. Gibt es für kleine Kinder und andere Personen Ausnahmen?

Kinder unter zwölf Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Zudem sind Personen, die aus besonderen Gründen, insbesondere medizinischen, keine Masken tragen können, ebenfalls ausgenommen.

 

3. Muss ich auch eine Maske tragen, wenn der Zug oder Bus halb leer ist?

Die Maskenpflicht gilt unabhängig davon, wie viele Leute im öffentlichen Verkehr unterwegs sind. Man weiss nicht im Voraus, wie viele Personen zusteigen werden. Angesichts des Berufsverkehrs sowie des Freizeitverkehrs in der Ferienzeit ist grundsätzlich mit einem hohen Personenaufkommen zu rechnen.

 

4. Welche Masken werden empfohlen? Kann ich auch eine selbstgenähte brauchen?

Im öffentlichen Verkehr können Sie Hygienemasken (chirurgische Maske, OP-Maske) oder industriell gefertigte Textilmasken tragen. Für Hygienemasken und industriell gefertigte Textilmasken gibt es Normen und Standards (www.empa.ch/web/remask, www.testex.com/de/communitymask). Textilmasken können Sie gemäss Angaben des Herstellers mehrmals waschen. Selbstgenähte Masken sind nicht empfohlen. Wichtig ist: Die Maske muss Mund und Nase bedecken, sonst ist sie wirkungslos.

 

5. Wenn ich keine Maske habe: Kann ich auch den Schal über Gesicht und Nase ziehen, oder sonst ein Tuch?

Nein, mit einem Schal oder Tuch wird die Maskenpflicht nicht erfüllt. Ein Schal schützt nicht ausreichend vor Ansteckung und hat auch nur eine beschränkte Fremdschutzwirkung. Es soll eine Hygienemaske oder eine industriell gefertigte Textilmaske getragen werden.

 

6. Wie entsorge ich eine gebrauchte Maske korrekt?

Wenn Sie die Maske abziehen, fassen Sie möglichst nur die Schlaufen hinter den Ohren an und entfernen Sie die Maske so von Mund und Nase. Werfen Sie sie direkt in den Abfall. Fassen Sie Masken, die Sie irgendwo finden, nicht mit blossen Händen an. Waschen oder desinfizieren Sie sich die Hände, bevor und nachdem Sie gebrauchte Masken berührt haben.

 

7. Wo kann ich meine Maske verstauen, wenn ich aus einem öffentlichen Verkehrsmittel aussteige und sie später wiederverwenden möchte?

Einwegmasken sollten nicht wiederverwendet werden. Textilmasken sollten in einer Papiertüte oder einem Umschlag aufbewahrt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht mit der Aussenseite und die Maske nicht mit den Kleidern oder anderen Gegenständen (Handy usw.) in Berührung kommt.

 

8. Kann man Textilmasken zweimal hintereinander brauchen?

Ja, dabei sollte eine Textilmaske maximal für einen Tag, z. B. morgens und abends im Pendelverkehr getragen und danach gewaschen werden.

 

9. Warum wird nicht eine Kontaktliste geführt, statt für alle eine Maskenpflicht einzuführen?

Das Führen von Kontaktlisten ist im Bus oder Zug aus organisatorischen Gründen und wegen der hohen Fluktuation weder möglich noch sinnvoll.

 

10. Wer kontrolliert, ob die Fahrgäste eine Maske tragen?

Die Kontrolle und der Vollzug erfolgen durch das Zugpersonal und die Bahnpolizei bzw. Sicherheitsdienste.

 

11. Und wenn ich mich weigere, eine Maske zu tragen?

Wer sich weigert, eine Maske zu tragen, muss das Verkehrsmittel an der nächsten Station verlassen. Widersetzt sich eine Person den Aufforderungen der Sicherheitsleute und verlässt das Fahrzeug nicht, kann sie wegen Ungehorsam eine Busse bekommen (via normales Bussenverfahren, keine Ordnungsbusse).

 

12. Warum gibt es nicht überall im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht?

In öffentlichen Verkehrsmitteln sind viele Menschen über längere Zeit nahe beieinander, was das Risiko einer Ausbreitung erhöht. Zudem lassen sich die Kontaktdaten der anwesenden Personen nicht erfassen, was ein Contact Tracing verunmöglicht, wenn eine Person an COVID-19 erkrankt.

 

13. Über lange Zeit hielt das BAG an der Aussage fest, dass Masken gesunde Menschen im öffentlichen Raum nicht schützen. Warum werden sie jetzt trotzdem obligatorisch?

Wer eine Maske trägt, schützt die anderen. Wer infiziert ist, kann bereits zwei Tage vor Auftreten der Symptome ansteckend sein, ohne es zu wissen. Wenn auf engem Raum alle eine Maske tragen, wird jede Person von den anderen geschützt. Auch wenn damit kein hundertprozentiger Schutz gewährleistet ist, verlangsamt sich so die Ausbreitung des Virus.



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ÖBB: Internationale Nachtzugverbindungen wieder in Betrieb

Die internationalen Nachtzugverbindungen der ÖBB sind seit heute wieder aktiv. Umweltfreundlich und bequem können nun wieder von Wien aus Metropolen wie Zürich, Hamburg, Düsseldorf, Rom oder Venedig erreicht werden. Nach der Corona-Krise wurde heute der erste Nightjet nach Hamburg von Bundesministerin Leonore Gewessler, ÖBB CEO Andreas Matthä und ÖBB-Personenverkehr AG Vorständin Michaela Huber feierlich verabschiedet.

Auch nach Italien verkehren ab heute wieder ÖBB Nightjets                                                        Foto: ÖBB / Marek Knopp

 

 

 

"Wir werden in den nächsten Jahren gemeinsam einen Fokus auf den Ausbau der Nachtzüge legen. Wien ist bereits jetzt die Stadt mit den meisten Nachtzugverbindungen in der EU, diese Vorreiterrolle werden wir stärken. Über Nacht mit dem Zug in eine andere Stadt – bequem und klimafreundlich. Ich freue mich, dass das ab jetzt wieder möglich ist.“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (rechts im Bild).

 

"Unsere Nightjets nehmen wieder Fahrt auf und das heißt, dass wir den Menschen in Europa mit unseren Nightjet-Verbindungen wieder ein Stück Normalität zurückgeben können. Die Buchungszahlen stimmen uns positiv, dass das Nachtzugangebot auch jetzt wieder voll im Trend liegt“, so ÖBB CEO Andreas Matthä.

 

"Mit der Wiederaufnahme der Nightjets können nun auch Gäste aus unseren Nachbarländern Österreich neu entdecken. Ob das nun der nächste Städteurlaub in eine Kulturmetropole, der Wanderurlaub in den österreichischen Bergen oder die anstehende Geschäftsreise ist – unsere Fahrgäste können nun wieder über Nacht sicher, sorgenfrei und bequem an ihr Ziel kommen“, freut sich ÖBB-Personenverkehr AG Vorständin Michaela Huber (Bildmitte) über diesen wichtigen Schritt.

 

 

Das eigene Abteil für mehr Privatsphäre

 

In den ÖBB Nightjets können bis auf weiteres Einzelplätze im Sitzwagen, Liegewagen mit vier Abteilen oder im Schlafwagen gebucht werden. Für grösstmögliche Privatsphäre können die Abteile in den drei Komfortkategorien auch als eigenes (Privat-) Abteil gebucht werden. So können die Fahrgäste mit ihrer Familie oder ihren Freunden in einem eigenen Abteil reisen, ohne dieses mit fremden Mitreisenden teilen zu müssen.

 

Aufgrund offizieller Vorgaben können auf den Verbindungen von/nach Rom und Livorno derzeit nur ganze Abteile gebucht werden: Privatabteile im Sitz- und Liegewagen, Schlafwagen / Schlafwagen Deluxe zur exklusive Nutzung in Single-/Double-/Triple-Belegung. Bereits gekaufte Tickets für Einzelplätze behalten ihre Gültigkeit, jedoch können vom Zugpersonal andere Plätze der gleichen Reisekategorie zugeteilt werden, damit der vorgeschriebene Mindestabstand eingehalten werden kann. Die Fahrzeugmitnahme nach/ab Livorno ist unverändert buchbar.

 

Die EuroNight-Verbindungen EN 462/463 Budapest - München und EN 40462/40467 Budapest - Zürich verkehren bis voraussichtlich September 2020 nur mit Sitzwagen.

 

Zusätzlich werden die ÖBB Nightjets vor und nach jeder Fahrt gründlich gereingt. Das Sortiment des Bordverkaufs wurde um Desinfektionssprays und Mund-Nasen-Schutz erweitert. Somit steht einer sicheren und angenehmen Reise nichts mehr im Weg.

 

 

Klimafreundlich und sicher ans Ziel

 

Die Reise mit dem ÖBB Nightjet ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch bequem und günstig, denn man spart dabei wertvolle Zeit und hohe Hotelkosten. Fahrgäste im Schlaf- und Liegewagen erhalten zudem ein Begrüssungsgetränk und ein Frühstück vor der Ankunft an ihrer Zieldestination. Tickets für Nightjet-Verbindungen sind im Sitzwagen ab 29,90 Euro pro Person und Richtung erhältlich.

 

Tickets für Sitz-, Liege- und Schlafwagen können in den ÖBB Reisezentren, online im ÖBB Ticketshop, in der ÖBB App und beim Kundenservice unter +43 5 17 17 gebucht werden.

 

 

ÖBB: Europas grösster Anbieter von Nachtreisezügen

 

Der Ausbau der internationalen Fernverkehrsverbindungen der ÖBB schreitet kontinuierlich voran. Nach der Aufnahme der neuen Nachtzugverbindung von Wien nach Brüssel im Jänner, legen die ÖBB im Dezember 2020 einen weiteren Grundstein für umweltfreundliche Mobilität in Europa. Das mittlerweile mit 27 Linien umfassende Nachtzugangebot wird voraussichtlich ab Winter um Destinationen wie Amsterdam erweitert. Die ÖBB sind somit Europas grösster Anbieter von Nachtreisezügen.


Der Nightjet 466  von  Wien Hbf (21.27) hat am Morgen des 27. Juni 2020 pünktlich die Schweiz erreicht

und macht sich hier nach dem  Zwischenhalt in Sargans auf den Weg zum Zielbahnhof Zürich HB (08.20)


...und auch der Grazer ist wieder da    🙂 ❤️ 🙂
NJ 464 aus Graz Hbf (22.26) auf der Fahrt durch's Sarganserland zum Zugendbahnhof Zürich HB (09.20)


NJ 470  Zürich HB (20.00) - Berlin Ostbahnhof (08.10)  mit  Kurswagen  nach  Hamburg-Altona (08.08)  bei  der  Abfahrt  am  Abend  des  27. Juni 2020 in Basel Bad Bf.  Die  Komposition  ist  aus  Wagen  gebildet,  die  am 27. Juni 2020  morgens  mit   dem  NJ 466  aus  Wien  bzw.  mit  dem  NJ 464  aus Graz  nach  Zürich  gekommen   sind.



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WESTbahn und ÖBB: Gemeinsamer Fahrplan bis 7. Oktober 2020 verlängert

Das Klimaschutz-Ministerium hat die bestehende Notvergabe an WESTbahn und ÖBB für die Strecke Wien – Salzburg um weitere drei Monate bis zum 7. Oktober 2020 verlängert.  Auf der Weststrecke bleibt es bis dann beim schon bekannten Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

Die gegenseitige Ticketanerkennung ÖBB/WESTbahn bleibt bis 7. Oktober 2020 bestehen                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Um den öffentlichen Verkehr auf der Schiene verlässlich als Grundversorgung aufrecht zu erhalten und ihn trotz der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie als Rückgrat der Mobilität zu stärken, hatte sich das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) Mitte April dazu entschieden, eine Notvergabe für die Strecke Wien - Salzburg zu machen. Seit dem 20. April 2020 betreiben ÖBB und WESTbahn die Verbindung gemeinsam und die Tickets werden gegenseitig anerkannt. Diese Regelung wurde nun für drei weitere Monat bis zum 7. Oktober 2020 verlängert.

 

Auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg bleibt es daher beim Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

 

Achtung: Sparschiene-Tickets sind zuggebundene Tickets und gelten deshalb nur in dem konkret gewählten Zug.

 

Erworbene Tickets – egal ob von ÖBB oder WESTbahn ausgestellt – werden für diesen Zeitraum in allen WESTbahn-Zügen sowie Fernverkehrszügen (Railjet, Railjet Express, ICE) der ÖBB akzeptiert. Ausnahme: Zugpaar IC 94/95. WESTbahn-Tickets können auch in den ÖBB CityjetExpress Zügen (CJX) von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt sowie in der S80 zwischen Wien Hütteldorf und Wien Meidling genutzt werden.

 

 

Für Reisende bleiben die schon bekannten Änderungen somit bis zum 7. Oktober aufrecht:

  • Die WESTbahn fährt wie bisher zur Minute 42 von Wien Westbahnhof ab. Von dort geht es mit Zwischenhalten in Wien Meidling, Tullnerfeld, St. Pölten, Amstetten, St. Valentin, Linz, Wels, Attnang-Puchheim, Vöcklabruck und Neumarkt-Köstendorf nach Salzburg Hauptbahnhof.
  • Die Halte Tullnerfeld, St. Valentin und Neumarkt-Köstendorf werden somit zusätzlich bedient, Wien Hütteldorf entfällt als Halt.
  • Die Fahrzeit der Züge von Wien Westbahnhof nach Salzburg verlängert sich durch die geänderte Strecke sowie die zusätzlichen Halte auf 3 Stunden 6 Minuten, von Wien Meidling nach Salzburg beträgt die Fahrzeit 2 Stunden und 48 Minuten.
  • In den Zügen der WESTbahn werden während der Notvergabe alle gültigen Tickets des VOR, OÖVV und SVV akzeptiert.
  • Die wechselseitige Ticketanerkenntnis nicht zuggebundener Tickets von WESTbahn und ÖBB wird ebenfalls fortgesetzt. Sie können Ihr WESTbahn-Ticket somit auch in den Fernverkehrszügen der ÖBB (Railjet, Railjet Xpress, ICE) und in den ÖBB Cityjet Xpress Zügen von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt verwenden.
  • WESTbahn SommerHit Tickets können während der jeweiligen Gültigkeit ebenfalls in den oben genannten Zügen der ÖBB verwendet werden.
  • Bitte beachten Sie, dass Aktionstarife für die Strecke Wien – Salzburg während der Notvergabe bei keinem der beiden Unternehmen erhältlich sind bzw. nur wechselweise genutzt werden können, wenn diese nicht zuggebunden sind.
  • Durch einen gemeinsamen Fahrplan von WESTbahn und ÖBB wird ein Stundentakt zwischen Wien Meidling und Salzburg Hauptbahnhof gewährleistet, zusätzlich verdichtet durch weitere stündliche Verbindungen der ÖBB.
  • Alle Informationen und den aktuellen Fahrplan finden Sie hier.
  • Wir möchten Sie bereits jetzt darauf hinweisen, dass sich in der Zeit vom 18. Juli bis 4. September 2020 wegen umfangreicher Bauarbeiten entlang der Strecke die Fahrzeit bei beiden Unternehmen verlängern wird. 

Bitte denken Sie auch weiterhin daran, dass im öffentlichen Verkehr ein Mund-Nasen-Schutz verwendet werden muss.

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10 Jahre info24 - ÖV Schweiz-Europa auf Facebook

Nach der Gründung im November 2005 hat info24 - ÖV Schweiz-Europa knappe 5 Jahre später am 18. Juni 2010 als eine der ersten Bahnseiten auch den Sprung auf Facebook gewagt. Während dieser Zeit haben wir rastlos über den öffentlichen Verkehr berichtet, Fotos und Videos gemacht. Zum 10-jährigen Facebook-Jubiläum wäre eigentlich den ganzen Monat Juni 2020 hindurch an mehreren Tagen ein grosses "Special" geplant gewesen. Aufgrund der aktuellen Situation mit dem Coronavirus hat sich aber seit Mitte März 2020 auch unsere Seite verändert. Aktuelle Anlässe (soweit es sie überhaupt noch gab) wurden keine mehr besucht und auch auf Fahrten im ÖV, die nicht zwingend notwendig waren (z.B. nur um Bahnfotos oder Videos zu machen), haben wir verzichtet. Dafür waren dann die Berichte über das Corona-Thema in Bezug auf den ÖV umso intensiver.

Die letzten beiden bis heute noch im Swiss-Express-Look  verkehrenden Re 4/4 II  (11108 und 11109) am Eurocity 163 "Transalpin"  Zürich HB - Buchs SG (- Graz Hbf) in Mols am Walensee                                              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Selbstverständlich haben auch wir uns an die behördlichen Anordnungen gehalten und nehmen deren Vorgaben auch weiterhin sehr ernst. Aus diesem Grund hat sich in den letzten drei Monaten auch unsere info24-Seite verändert. Aktuelle Anlässe (soweit es sie überhaupt noch gab) wurden keine mehr besucht und auch auf Fahrten im ÖV, die nicht zwingend notwendig waren (z.B. nur um Bahnfotos oder Videos zu machen), haben wir verzichtet. Dafür waren dann die Berichte über das Thema  "Corona in Bezug auf den ÖV"  umso intensiver.

 

Als eine der ersten Bahnseiten auf Facebook ist  info24 - ÖV Schweiz-Europa  bereits seit dem 18. Juni 2010  dort  vertreten. Ursprünglich war es geplant unser 10-jähriges Facebook-Jubiläum den ganzen Monat Juni 2020 hindurch an mehreren Tagen mit einem "Special" zu feiern. Weil wir dafür auch schon einige Vorarbeiten geleistet hatten und diese nicht ganz ungenutzt lassen wollten und wir "unsere Spezialität" (jeweils auch mit passenden Fotos oder Videos) über die aktuellen Themen des öffentlichen Verkehrs zu berichten, weiterführen wollten, haben wir seitdem unter anderem auch mit diesen Archivfotos / Videos unser Jubiläum halt schon mal "etwas vorgezogen". Dafür feiern  wir  den  "Geburtstag"  ab  heute  bis zum Sonntag  auf  der  info24 Facebook Seite  nun  halt  etwas  intensiver  und  es  gibt  dort  stündlich jeweils zur Minute 24 noch ein Video. Lasst Euch überraschen.

 

Schweren Herzens muss ich Euch heute aber auch mitteilen, dass es mir aus persönlichen Gründen nicht mehr möglich ist, die info24 Seite im bisherigen "intensiven Rahmen" weiterzuführen. Hoffe jedoch auf eine gute Zu(g)kunft und dass es reduziert noch etwas weitergehen könnte. Die nächsten Wochen und Monate werden es zeigen. In diesem Sinne: Alles Gute und ein herzliches DANKESCHÖN Euch allen!


Internette Grüsse

Marcel



 

Da sich die Situation im europäischen Bahnverkehr laufend ändert und Sie sich jederzeit

tagesaktuell informieren könnnen, nachstehend die diversen Links zu den Unternehmen.

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SNCF Verkehrsinformationen

                                      

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Die neue Fussgängerbrücke als attraktive Quartierverbindung über das Gleisfeld am Zürcher Hauptbahnhof nimmt Gestalt an

Gemeinsam mit dem Tiefbauamt der Stadt Zürich erstellt die SBB den 161 Meter langen Negrellisteg. Die neue Fussgängerbrücke überspannt das Gleisfeld beim Zürcher Hauptbahnhof und schafft eine neue, attraktive Quartierverbindung der Kreise 4 und 5. Er reicht vom Gustav-Gull-Platz beim Zentralstellwerk in der Europaallee zur Zollstrasse/Klingenstrasse. Die Brückenelemente werden unter laufendem Bahnbetrieb eingeschoben. Aus bahnbetrieblichen Gründen mit nur wenigen Stützen versehen scheint er förmlich zu schweben. Der Steg trägt der Entwicklung des Zürich HB und seines Umfelds beidseits der Gleise Rechnung und bis Ende Jahr erhalten die Stadtkreise 4 und 5 so eine neue Quartierverbindung.

Der Negrellisteg wird auch einen schönen Blick auf den Hauptbahnhof bieten                                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der Negrellisteg ermöglicht Fussgängerinnen und Fussgängern ab Dezember 2020 eine kurze, sichere und direkte Querung des Gleisfelds zwischen den Stadtkreisen 4 und 5. Bereits sind erste Teile des Negrellistegs über dem Gleisfeld vor dem Hauptbahnhof sichtbar. Schon bald wird die Fussgängerbrücke das Gleisfeld vom Gustav-Gull-Platz beim Zentralstellwerk in der Europaallee bis zur Kreuzung Zollstrasse / Klingenstrasse überspannen.

 

Mit dem schlichten, aber eleganten Negrellisteg erhält die Stadt Zürich ein neues Wahrzeichen mit einer spektakulären Aussicht sowie eine nachhaltige Quartierverbindung, die der städtischen Entwicklung beidseits des Gleisfelds Rechnung trägt.

 

Die Bauarbeiten finden unter laufendem Bahnbetrieb statt und benötigen eine exakte Planung und Organisation. Seit März 2020 werden in Nachtschichten die einzelnen Brückenelemente eingeschoben. Tagsüber werden diese Teile miteinander verschweisst und weitere Vorbereitungsarbeiten für den nächsten Vorschub geleistet. Voraussichtlich Ende Juli wird das letzte Element eingeschoben. Ab August werden die Auf- und Abgänge erstellt, damit Ende Jahr die ersten Fussgängerinnen und Fussgänger den Steg nutzen können.

 

Der Baustart für den Negrellisteg erfolgte am 3.Oktober 2019. Die in Stahl gefertigte Brückenkonstruktion kostet rund 11 Millionen Franken und wird je zur Hälfte von der Stadt Zürich und der SBB getragen. Entworfen wurde der Steg von der ARGE Negrelli. In diesem Planerteam vertreten sind die Conzett Bronzini Partner AG, Chur, die Diggelmann + Partner AG, Bern, und die 10:8 Architekten GmbH, Zürich. Federführende Bauherrin ist die SBB.



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AB Transitio bestellt zwölf weitere Doppelstockzüge für Mälab

AB Transitio hat zwölf weitere Doppelstockzüge bei Stadler bestellt. Der Auftragswert beträgt 133.3 Millionen Schweizer Franken. Damit löst Transitio eine Option aus einem bereits seit 2016 bestehenden Vertrag ein. Die nun bestellten Züge werden gemäss Vertrag im Herbst 2021 geliefert und verkehren anschliessend in der Region des Mälarsees westlich der Schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Mit einem zweiten Optionsabruf hat AB Transitio bei Stadler weitere zwölf Züge für Mälab bestellt      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Transitio und Stadler hatten bereits 2016 einen Vertrag über die Lieferung von Doppelstockzügen für verschiedene Regionen in Schweden unterschrieben. Zunächst wurden 33 Züge für Mälab bestellt, in einem ersten Optionsabruf kamen acht weitere Züge für Uppsala Länstrafik hinzu. Der nun erfolgte zweite Optionsabruf umfasst zwölf Züge für Mälab. Insgesamt hat Transitio damit bislang 53 Züge des Typs KISS bei Stadler geordert.

 

Die vierteiligen Doppelstockzüge verfügen über eine Klasse, die komfortabel ausgelegt ist. Sie bieten den Fahrgästen viel Beinfreiheit und ein grosszügiges Raumgefühl. Stadler hat die Wagenkästen der Züge für Mälab an das schwedische Lichtraumprofil angepasst. Die Höchstgeschwindigkeit der Züge beträgt 200 Kilometer pro Stunde. Zur ausgeprägten Winterfestigkeit der Züge tragen unter anderem doppelwandige Wagenübergänge, die Fussbodenheizung und die gute Isolation bei.

 

Ansgar Brockmeyer, Vertriebsleiter bei Stadler, sagt: «Genau wie die Züge, die bereits seit Dezember 2019 im Passagierbetrieb sind, werden auch die neu bestellten Fahrzeuge der mit Transitio gemeinsam entwickelten skandinavischen Design-Linie folgen. Die Tatsache, dass wir von Transitio kurz nach Aufnahme des Fahrgastbetriebs der neuen Doppelstockzüge schon einen Nachfolgeauftrag erhalten haben, ist für uns ein grosser Vertrauensbeweis und eine Anerkennung der Qualität der neuen Züge.»

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Bundesamt für Verkehr: Gefahrguttransporte per Bahn sind sicherer geworden

Die Risiken für Bevölkerung und Umwelt durch den Transport von Benzin, Brenngas, Chlor und weiteren gefährlichen Gütern per Eisenbahn sind zurückgegangen. Das zeigt die Aktualisierung des Screenings, welches das Bundesamt für Verkehr (BAV) periodisch durchführt. Wo nötig, müssen die Bahnen Massnahmen zur Risikominderung prüfen und umsetzen.

Bevölkerung und Umwelt sind vor Schäden zu schützen, die bei Störfällen entstehen könnten       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Alle wichtigen Bahnstrecken, auf denen gefährliche Güter transportiert werden, unterstehen der Verordnung über den Schutz vor Störfällen. Für sie müssen die Bahnen alle geeigneten und verhältnismässigen Sicherheitsmassnahmen treffen, um Bevölkerung und Umwelt vor Schäden zu schützen, die bei Störfällen entstehen können. Für die Beurteilung der Risiken hat sich in den letzten zwanzig Jahren das Screening-Verfahren als wirksames Instrument etabliert. Dabei werden die Risiken in Abhängigkeit von Eintretenswahrscheinlichkeit und Schadenausmass ermittelt. Die Risiken sind unter anderem abhängig von der Häufigkeit der Transporte, den gefahrenen Geschwindigkeiten, aber auch der Bevölkerungsdichte entlang der Bahnstrecken. Das BAV aktualisiert die Screeningdaten alle drei bis vier Jahre.

 

Verglichen mit den Ergebnissen des letzten Screenings von 2014 ist das Gesamtrisiko für die Bevölkerung gesunken: 97,3 Prozent des Schienennetzes weisen akzeptable Risiken auf. 2,7 Prozent liegen im unteren Übergangsbereich. Weniger als 0,1 Prozent – das entspricht 1,8 Kilometer - liegen im oberen Übergangsbereich. Gemäss dem neuen Screening bestehen keine nicht akzeptablen Risiken.

 

Gegenüber den Ergebnissen des Screenings von 2014 ist der deutlichste Rückgang der Risiken beim Leitstoff Chlor festzustellen. Dies ist hauptsächlich auf die reduzierten Fahrgeschwindigkeiten für Chlortransporte zurückzuführen. Auf diese haben sich 2016 Wirtschaft, SBB und Behörden in der Gemeinsamen Erklärung II für noch sicherere Chlortransporte verständigt.

 

Die Schweiz ermittelt auch die Risiken für die Umwelt und nimmt dabei in Europa eine Vorreiterrolle ein. Hier wurden in 64 Segmenten Streckenabschnitte festgestellt, bei denen die Risiken vertieft abgeklärt werden müssen. In 16 dieser Segmente besteht Gefahr für das Grundwasser, in 48 Segmenten für die Oberflächengewässer. Seit dem Screening von 2014 haben die Risiken für die Umwelt ebenfalls abgenommen: Damals gab es noch 73 derartige Segmente.

 

Bei Streckenabschnitten mit erhöhten Risiken müssen die Bahnen in enger Zusammenarbeit mit den Behörden weitere Abklärungen treffen. Wo nötig, müssen sie Massnahmen zur Risikominderung prüfen und umsetzen. Diese können baulicher oder betrieblicher Natur sein.

 

Die Berechnungskapazitäten, die Möglichkeiten der Modellierung, der Stand der Technik, die Verfügbarkeit der Daten und das Verständnis der Phänomene, die zu Störfällen führen können, haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Für das Jahr 2021 ist deshalb eine umfassende Überarbeitung des Screenings angedacht. Das BAV will auch in Zukunft über ein leistungsfähiges Instrument verfügen, um das Risiko von Störfällen für die Bevölkerung und die Umwelt möglichst gut abschätzen zu können.

 

 

Sichere Durchführung von Gefahrguttransporten

 

Für die sichere Durchführung von Gefahrguttransporten müssen unterschiedliche Vorschriften beachtet werden. Adressaten dieser Vorschriften sind die Bahnunternehmen, Seilbahnen und Infrastrukturbeteiberinnen. Die Sektion Umwelt überwacht den Bereich Gefahrguttransporte. Im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit behandelt sie folgende Themen:

 

 

Transportvorschriften

 

Beförderungen gefährlicher Güter auf der Strasse, auf der Schiene, mit Seilbahnen und auf Gewässern unterliegen sowohl nationalen als auch internationalen Vorschriften. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) beteiligt sich aktiv an der Weiterentwicklung und Umsetzung dieser Regelungen.

 

 

Gefahrgutbeauftragte

 

Die Verordnung über Gefahrgutbeauftragte für die Beförderung gefährlicher Güter auf Strasse, Schiene und Gewässern (GGBV) regelt Ernennung, Aufgaben, Ausbildung und Prüfung von Gefahrgutbeauftragten. Gefahrgutbeauftragte eines Unternehmens sind zuständig für die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften über die Beförderung gefährlicher Güter. Sie beraten die Unternehmung zu allen Tätigkeiten, die mit der Beförderung gefährlicher Güter zusammenhängen.

 

 

Störfallvorsorge

 

Die Störfallverordnung (StFV) soll die Bevölkerung und die Umwelt vor schweren Schädigungen infolge von Störfällen schützen. Sie gilt u. a. für Eisenbahnanlagen, auf denen gefährliche Güter transportiert oder umgeschlagen werden.

 

 

Aufsicht im Bereich Gefahrgut

 

Das BAV überprüft regelmässig die Umsetzung der verschiedenen Vorschriften, die beim Transport gefährlicher Güter einzuhalten sind.

 

 

Gefahrgutumschliessungen

 

Die GGUV in Kraft seit 1. Januar 2013 regelt für alle Umschliessungen zur Beförderung gefährlicher Güter (Gefahrgutumschliessungen) auf der Strasse sowie mit Eisenbahnen und Seilbahnen wie sie in Verkehr gebracht und geprüft werden müssen. Zudem macht sie Vorgaben über eine Marktüberwachung dieser Produkte.

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DB Update zum internationalen Zugsangebot nach den Grenzöffnungen

Zusammen mit ihren europäischen Partnerbahnen fährt die Deutsche Bahn (DB) das Angebot an grenzüberscheitenden Verbindungen schrittweise wieder hoch. "Bis Ende Juni nehmen wir den internationalen Fernverkehr in alle Länder wieder auf. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität. So lassen sich viele touristisch interessante Ziele bei unseren europäischen Nachbarn wieder gut und komfortabel mit dem Zug erreichen", sagt DB-Fernverkehrschef Michael Peterson.

Ein Eurocity in Dresden Hbf bereit zur Fahrt in Richtung Tschechien                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Nach den aktuellen Grenzöffnungen fährt die Deutsche Bahn (DB) zusammen mit ihren europäischen Partnerbahnen das Angebot an grenzüberscheitenden Verbindungen schrittweise wieder hoch und baut dazu auch das internationale Angebot weiter aus.

 

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

 

 

Tschechien / Österreich

 

Auf der Verbindung Hamburg - Berlin - Dresden - Prag gibt es ab heute wieder weitgehend einen 2-Stunden-Takt. Neu hinzu kommt eine Direktverbindung Berlin - Dresden - Prag - Wien - Graz. Der Railjet in Kooperation mit der Tschechischen Eisenbahn (ČD) und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bietet ICE-Komfort und fährt ab dem 16. Juni 2020.

Der ČD-Railjet trägt für die neue Verbindung den legendären Namen "Vindobona" und fährt als RJ 257 von Berlin Hbf (06.17) über Dresden Hbf (08.10) - Praha hl.n. (10.44) - Wien Hbf (14.58) nach Graz Hbf (17.33). In der Gegenrichtung als RJ 256 von Graz Hbf (10.26) über Wien Hbf (13.10) - Praha hl.n. (17.32) - Dresden Hbf (19.55) - Berlin Hbf (21.54) bis nach Berlin-Charlottenburg (22.05). Der Zug erweitert also nicht nur das Angebot nach Tschechien, sondern zugleich zwischen Berlin und Wien. Beide Städte verbindet bereits ein ICE via Nürnberg und Passau.

 

 

Österreich / Italien

 

Bereits jetzt fahren alle Züge Richtung Salzburg, Linz, Wien, Klagenfurt und Graz wieder regulär. Ab morgen werden zudem drei Eurocity-Zugpaare von München via Kufsten - Jenbach nach Innsbruck angeboten. Ab 25. Juni 2020 fahren diese dann weiter nach/von Italien.

Neu ab 27. Juni 2020: Ein ICE von Berlin nach Innsbruck bringt immer am Samstagmorgen Fahrgäste direkt in die Berge. Für die Rückfahrt startet der ICE in Innsbruck immer um 15:27 Uhr. Der ICE legt unter anderem Zwischenhalte in Erfurt, Nürnberg, München und Rosenheim ein.

 

 

Schweiz

 

Alle ICE und EC-Verbindungen verkehren wieder ohne Einschränkungen bis nach Zürich, Chur und Interlaken. Seit dem 8. Juni 2020 fahren wieder drei Eurocity-Zugpaare (Hin- und Rückfahrten) zwischen München - Lindau  - Bregenz und Zürich. Neu: Zwischen Berlin und Interlaken ist ab heute auch der neue ICE 4 im Einsatz. Das heisst: Alle ICE-Reisenden in die Schweiz profitieren von kommender Woche an vom Komfort des neuen Fernverkehrs-Flaggschiffs mit mehr Sitzplätzen. Zugleich ist somit erstmals auf allen ICE-Verbindungen in die Schweiz die Fahrradmitnahme möglich.

 

 

Frankreich

 

Seit dem 8. Juni 2020 fährt zu dem ICE- ein weiteres TGV-Zugpaar zwischen Frankfurt und Paris. Weitere Züge auf dieser Verbindung sowie zwischen Stuttgart/Karlsruhe und Paris sind ab dem 4. Juli 2020 geplant.

 

 

Belgien

 

Auf der Achse Frankfurt - Köln - Aachen - Lüttich - Brüssel stehen Reisenden seit dem 1. Juni 2020 vier Zugpaare zur Verfügung. Voraussichtlich ab dem 27. Juni 2020 wird das Angebot sukzessive bis hin zum regulären 2-Stunden-Takt aufgestockt.

 

 

Niederlande

 

Bahnkunden mit Zielen in den Niederlanden profitieren seit dem 1. Juni 2020 wieder von dem vollständigen zweistündlichen Angebot zwischen Frankfurt - Köln - Düsseldorf -  Utrecht und Amsterdam sowie zwischen Berlin - Hannover - Osnabrück und Amsterdam.

 

 

Dänemark

 

Aktuell verkehren zwei Zugpaare zwischen Hamburg und Kopenhagen. Ab dem 20. Juni 2020 sollen alle Züge auf der Verbindung wieder rollen. Seit dem 8. Juni 2020 wird bereits das komplette Angebot zwischen Hamburg und Aarhus gefahren.

 

 

Polen

 

Ab dem 22. Juni 2020 werden zunächst wieder zwei Eurocity-Zugpaare von Berlin via Frankfurt (Oder) und Poznan nach Warschau verkehren. Weitere Verbindungen sind ab 26. Juni 2020 geplant.



Ab 15. Juni 2020 verkehren diese DB-ÖBB EuroCity Züge wieder zwischen München und Innsbruck.

 

- EC 89 München Hbf (13.33)  -  Kufstein (14.36) - Innsbruck Hbf (15.18)

- EC 287 München Hbf (17.34) - Kufstein (18.36) - Innsbruck Hbf (19.18)

- EC 288 Innsbruck Hbf (07.17) - Kufstein (07.59) - München Hbf (09.02)

- EC 88 Innsbruck Hbf (12.40)  -  Kufstein (13.26) - München Hbf (14.26)

- EC 86 Innsbruck Hbf (18.40)  -  Kufstein (19.26) - München Hbf (20.25)

 

 

Ab 16. Juni 2020 zusätzlich:

 

- EC 81 München Hbf (07.34)  -  Kufstein (08.36) - Innsbruck Hbf (09.18)

Ab 25. Juni 2020 fahren die DB-ÖBB EuroCity Züge  dann  weiter  nach / von Italien.



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Weitere 20 Capricorn-Triebzüge für die Rhätische Bahn

Der Verwaltungsrat der Rhätischen Bahn (RhB) hat die neue Strategie 2030 verabschiedet. Sie basiert auf der Eignerstrategie des Kantons Graubünden, in welcher die Regierung als Haupteignerin die Ziele und Erwartungen an die RhB festgelegt hat. Für zwei strategische Schwerpunkte zur Umsetzung der Eignerstrategie hat die Alpenbahn nun grünes Licht erhalten: Die RhB kann weitere 20 Capricorn-Triebzüge bestellen und ihr Immobiliengeschäft professionalisieren.

Capricorn-Triebzug in Davos Platz                                                                                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Rhätische Bahn (RhB) wird bei Stadler 20 weitere Triebzüge des Typs «Capricorn» im Wert von 172.9 Millionen Franken bestellen. Dieser Abruf einer Option folgt der ursprünglichen Bestellung von 36 Zügen im Jahr 2016. Mit den 20 zusätzlichen Fahrzeugen setzt die RhB die Modernisierung und Vereinheitlichung ihrer Flotte fort.

 

Die Regierung erwartet von der RhB, dass sie als Leistungserbringerin die Mobilität für alle Regionen Graubündens mit einem modernen, bedürfnisgerechten Angebot gewährleistet. In den letzten Jahren hat die RhB grosse Anstrengungen unternommen, ihre Flotte zu modernisieren und zu vereinheitlichen. Mit den Allegra-Triebzügen, den Alvra-Gliederzügen mit den dazugehörigen Steuerwagen und den Universal-Steuerwagen hat sich das Erscheinungsbild der RhB bereits gewandelt.

 

Ein weiterer markanter Schritt vollzieht sich mit der derzeit laufenden grössten Rollmaterialbeschaffung in der RhB-Geschichte, mit den 36 neuen Capricorn-Triebzügen. Dennoch wird auch nach dieser Beschaffung das Durchschnittsalter der RhB-Flotte relativ hoch bleiben, bei über 20 Jahren. Um die Flotte den heutigen Kundenbedürfnissen anzupassen und weiter zu vereinheitlichen, hat die RhB beschlossen, bei Stadler weitere 20 Capricorn-Triebzüge zu bestellen. Bund und Kanton haben hierfür grünes Licht erteilt.

 

Bereits 2016 hatte die RhB mit der grössten Rollmaterialbeschaffung ihrer Geschichte einen Vertrag über 36 dieser Züge unterschrieben. Die vierteiligen Züge haben eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde. Jeder Zug ist 76.4 Meter lang und verfügt über 164 Sitzplätze, davon 35 in der ersten Klasse. Für ein besonders attraktives Reiseerlebnis wird die Aussicht des Lokführers über eine Kamera im Führerstand in den Fahrgastbereich übertragen.
 
Die RhB setzt den «Capricorn» im Flügelzugbetrieb ein. Zwei Teilzüge können auf diese Weise zu verschiedenen Zielen fahren. In der Gegenrichtung werden die beiden Teile wieder vereint und fahren gemeinsam weiter. Damit kann auf der einspurigen Strecke zwischen Landquart und Klosters der Halbstundentakt ohne aufwändige Streckenausbauten realisiert werden. Um einen reibungslosen Flügelzugbetrieb zu gewährleisten, verfügen die Züge über automatische Kupplungen.
 
Ansgar Brockmeyer, Vertriebsleiter bei Stadler, sagt: «Schon seit Jahrzehnten arbeiten die Rhätische Bahn und Stadler eng zusammen. Wir sind stolz darauf, dass die Rhätische Bahn mit unseren robusten und hochwertigen Zügen die Modernisierung ihrer Flotte vorantreibt und wir nun insgesamt 56 ‹Capricorns› nach Graubünden liefern dürfen.»

 

 

Gründung der RhB Immobilien AG

 

Die RhB gliedert ausgewählte, nicht bahnbetriebsnotwendige Immobilien in eine separate und eigenständige juristische Person aus. Sie vollzieht damit die Trennung vom eigenwirtschaftlichen Immobilien- (Neben-) geschäft und dem subventionierten Hauptgeschäft. Für die Immobilien der Sparten Infrastruktur und Bahnproduktion wie Bahnhöfe, Dienstgebäude, Werkstätten oder Immobilien der zentralen Dienste bleibt die Immobilienabteilung der RhB zuständig. Die RhB Immobilien AG wird als hundertprozentige Tochtergesellschaft der RhB AG gegründet. Dies in enger Abstimmung mit den Eignern Kanton und Bund.

 

Die Regierung hält in der Eignerstrategie fest, dass die RhB durch gezielte Nutzung und Entwicklung der Areale und der nicht betriebsnotwendigen Objekte an den Wertsteigerungen der Grundstücke und Immobilien partizipiert. Sie soll einen angemessenen Gewinn mit vertretbaren Risiken realisieren und so zur Verbesserung des Gesamtunternehmensergebnisses beitragen. Die RhB Immobilien AG wird rund dreissig Immobilien und ebenso viele Baurechtsverträge mit einem Vermögenswert von 45 Millionen Franken verwalten. Sie wird über kein eigenes Personal verfügen, sondern alle Dienstleistungen mit entsprechenden Verträgen über die Immobilienabteilung der RhB und punktuell über externe Spezialisten beziehen. Wo sinnvoll werden Partnerschaften mit Privaten eingegangen.



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DB ICE4 verbindet Deutschland mit dem Berner Oberland

Die SBB und die Deutsche Bahn (DB) bauen ihre Partnerschaft weiter aus: Ab dem 14. Juni 2020 verkehrt der Hochgeschwindigkeitszug ICE4 täglich zwischen Deutschland und Interlaken und umgekehrt. Mit der Direktanbindung an die Jungfraubahnen soll die Destination Jungfraujoch Gäste aus Deutschland noch attraktiver und schneller erreichbar sein. Die touristische Nachfrage aus Deutschland ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen, durch die Corona-Krise ist diese jedoch vorübergehend stark zurückgegangen.

DB ICE4 am Bahnhof Interlaken West im Testbetrieb im August 2019                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Einhergehend mit den Lockerungsschritten können die Partnerbahnen SBB und DB auch im grenzüberschreitenden Personenverkehr das Angebot wieder sicherstellen. Ein wichtiger Pfeiler ist dabei das Angebot aus dem Raum Frankfurt/Main in das Berner Oberland und insbesondere in die Destination Jungfraujoch – Top of Europe. Ab dem 14. Juni 2020 verkehren die internationalen Züge ab Deutschland nach Interlaken erstmals mit den neuesten Hochgeschwindigkeitszügen, dem ICE4.

 

Die drei täglichen Direktverbindungen ins Berner Oberland werden auf der Strecke Berlin–Frankfurt/Main–Karlsruhe–Basel–Interlaken Ost angeboten. Die ICE4-Züge bieten den Reisenden kostenloses WLAN, ein On-Bord-Unterhaltungsportal sowie in der 1. Klasse einen Service am Platz an. Mit der neuen Flotte können die Partnerbahnen SBB und DB die Kapazitäten gegenüber den bisherigen ICE1-Zügen um 20 Prozent erhöhen.

 

Schneller und komfortabler auf das Jungfraujoch

 

Mit der Direktanbindung an die Jungfraubahnen in Interlaken Ost und ab Mitte Dezember 2020 an die V-Bahn Eiger Express ab Grindelwald Grund bis zum Eigergletscher soll das Reiseerlebnis der Tourismusattraktion Jungfraujoch – Top of Europe schneller und komfortabler gemacht werden. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen SBB, DB und Jungfraubahnen kann das Angebot künftig noch besser und koordinierter vermarktet werden.

 

Die Regionen Bern und Interlaken sind im touristischen Bahnverkehr mit Abstand die wichtigsten Zielregionen ab Deutschland in den Kanton Bern. Im vergangenen Jahr registrierte der Kanton Bern rund 185'000 Gäste aus Deutschland. Nach einem Rückgang aufgrund des hohen Frankenkurses im Jahr 2015 ist die Nachfrage seither bis zum Ausbruch der Coronakrise kontinuierlich angestiegen. Mit einem attraktiven Angebot wollen die drei Partner DB, Jungfraubahnen und SBB einen Beitrag leisten, um den touristischen Verkehr aus Deutschland ins Berner Oberland wieder anzukurbeln.

 

Günstige Billette für die Reise in die Schweiz gibt es mit dem Sparpreis Europa unter bahn.de/schweiz. Darüber hinaus gewährt die DB ihren Bahncard-Kundinnen und Kunden auch stark rabattierte Billette sowie Sonderangebote mit DB Bonus Punkten. Mit den Direktverbindungen wird gleichzeitig auch das Angebot aus der Schweiz nach Deutschland mit mehr Sitzplätzen und mehr Komfort ausgebaut.

 

 

Aktuelle Informationen zum internationalen Zugverkehr

 

Mit dem Abbau der Reisebeschränkungen in der Schweiz und in den Nachbarländern werden auch grenzüberschreitende Zugverbindungen Schritt für Schritt wieder aufgenommen. Alle Informationen, Land für Land, finden sich hier fortlaufend aktualisiert.

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Im IR von St. Moritz nach Chur dank Frontkamera zuvorderst mit dabei

Die Rhätische Bahn (RhB) und die Firma Livesystems warten mit einer Neuheit auf. Was man aus Flugzeugen kennt, gibt es jetzt auch auf der Schiene: Reisende haben auf der Albulalinie von St. Moritz nach Chur den gleichen Ausblick wie der Lokführer. Möglich macht dies eine am Steuerwagen montierte Kamera, welche ihre Aufnahmen direkt auf die Bildschirme im Zug überträgt.

Neuer RhB Alvra-Steuerwagen mit Frontkamera am InterRegio St. Moritz - Chur                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Den Fahrgästen bietet sich dadurch eine neue Perspektive auf die UNESCO Welterbestrecke. Die Blicke wandern nicht mehr nur nach links und rechts aus den Fenstern, sondern via Bildschirm von Livesystems, welcher mit dem Fahrgast-TV Passengertv ausgestattet ist, auch nach vorne. Die Fahrt durch die Kehrtunnel und über den Landwasserviadukt wird so zu einer neuen Erfahrung. Laut Livesystems ist die RhB die erste Bahn überhaupt, die dem Fahrgast dieses einzigartige Erlebnis bietet.

 

 

Die RhB interaktiv – immer und überall auf und neben der Strecke mit dabei

 

Mit den Frontkameras an den Alvra-Steuerwagen erweitert die RhB ihr Angebot an interaktiven und virtuellen Erlebnissen. Bereits vor Jahren war die RhB Vorreiterin, als sie, als erste Eisenbahn weltweit, komplett in Street View auf Google Maps integriert wurde. Die Panoramabilder geben einzigartige Einblicke in die Strecke und die Bündner Gebirgslandschaft.

 

Im RhB-Livestream liefern 18 Webcams in Endlosschlaufe Bilder vom Streckennetz in Echtzeit. Weitere Webcams geben Einblick in Projekte wie den Neubau des Albulatunnels oder den Ausbau der RhB-Werkstätten in Landquart. Ein Stück RhB für auf den PC, das Handy oder das Tablet hält die RhB in Form von Apps und Downloads bereit.





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Neue Flotte mit kürzeren Reisezeiten und mehr Verbindungen von Zürich nach München ab Dezember 2020

Wie bereis darüber berichtet baut die SBB ab dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember das EuroCity-Angebot in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern DB und ÖBB auf der Strecke Zürich - München markant aus. Auf der neu vollständig elektrifizierten Strecke kommen ab 13. Dezember 2020 die modernen SBB  "Astoro"  Triebzüge RABe 503 (ETR 610 2. Serie) zum Einsatz. Das Angebot erhöht sich von derzeit 3 auf künftig 6 Fahrten pro Tag und Richtung, die Anzahl der Sitzplätze um rund 60 Prozent. Die Fahrzeit wird um 20 bis 45 Minuten auf rund 4 Stunden verkürzt. In einem zweiten Schritt soll eine weitere Fahrzeitverkürzung auf 3 Stunden 30 Minuten erfolgen.

SBB "Astoro" Triebzug RABe 503 022 (ETR 610 2. Serie)                                                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mit dem Abschluss der Arbeiten zur durchgehenden Elektrifizierung der internationalen Strecke Zürich - St. Gallen - Bregenz - München wird das Fahrplanangebot und der Reisekomfort auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2020 für die Kunden deutlich ausgebaut. In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern DB und ÖBB ersetzt die SBB die bislang auf dieser internationalen Strecke abschnittsweise noch von Diesellokomotiven gezogenen Züge durch moderne "Astoro" Triebzüge des Typs ETR 610 mit rund 430 Sitzplätzen.

 

Die Züge bieten grenzüberschreitend kostenloses WLAN, ein Bordrestaurant und Service am Platz in der 1. Klasse. Das EuroCity-Angebot von Zürich nach München wird neu auf täglich sechs Züge in beiden Richtungen ausgebaut. Das Sitzplatz-Angebot auf dieser EuroCity-Verbindung erhöht sich damit um rund 60 Prozent. An Spitzentagen und zu speziellen Anlässen wie dem Oktoberfest (ab 2021 dann hoffentich wieder...) wird noch ein zusätzlicher Zug pro Richtung eingesetzt.

 

 

Schrittweise Fahrzeitverkürzung auf 3 Stunden 30

 

Dank der neuen Züge, die in Deutschland mit Neigetechnik unterwegs sind, den verschiedenen baulichen Anpassungen der Linie und dem neuen Durchgangsbahnhof in Lindau-Reutin kann die Fahrzeit der Strecke Zürich–München ab Dezember 2020 auf rund 4 Stunden verkürzt werden. Das ist 45 Minuten schneller im Vergleich zur derzeit baubedingten Führung via Kempten bzw. 20 Minuten schneller im Vergleich zur Fahrzeit via Memmingen vor der Baustelle.

 

In einem zweiten Schritt, voraussichtlich per Ende 2021, soll dann ein weiterer Fahrzeitgewinn um 30 Minuten realisiert werden. Die effektive Fahrzeit beträgt dann noch 3 Stunden und 30 Minuten. Ermöglicht werden soll diese weitere Fahrzeitverkürzung durch einen automatisierten Wechsel zwischen den länderspezifischen Zugsicherungssystemen an den Landesgrenzen.

 

Damit entfällt der sonst übliche lange Halt zum manuellen Wechsel der Systeme an den Grenzbahnhöfen. Dieser im Fachjargon «dynamische Transition» genannte Systemwechsel bedingt eine Aufrüstung der eingesetzten Triebzüge mit dem Zugsicherungssystem ETCS Baseline 3. Die Ausrüstung der Züge erfolgt durch Alstom, dem Hersteller der Triebfahrzeuge des Typs ETR 610. Ursprünglich war die Fertigstellung der Ausrüstung der Fahrzeuge mit dem erforderlichen System bereits auf Dezember 2020 geplant. Aufgrund von Verzögerungen bei der Entwicklung und Zulassung kann der Einsatz des neuen Systems voraussichtlich nun auf Dezember 2021 erfolgen.

 

 

Bahnstrecke Zürich - München wird konkurrenzfähiger

 

Das neue Angebot verbessert deutlich die Konkurrenzfähigkeit der Eisenbahn im Vergleich zum Flugzeug, zum Busverkehr und zum motorisierten Individualverkehr mit mehr Kapazitäten, komfortablen Zügen und kürzerer Fahrzeit. Mit der vollständigen Elektrifizierung der Strecke endet der Einsatz der letzten Diesellok im Internationalen Personenverkehr der SBB. Die Ostschweiz, das Land Vorarlberg und München rücken näher zusammen. Gleichzeitig bestehen in München attraktive Anschlüsse in Richtung Salzburg und Wien. Die SBB baut dieses Angebot auch im Hinblick auf ein geändertes Reiseverhalten und der gesteigerten Nachfrage nach internationalen Bahnreisen aus und leistet somit einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität.

 

 

Fahrplanentwurf zum öffentlichen Verkehr in der Schweiz

 

Der Fahrplanentwurf ist ab heute unter www.fahrplanentwurf.ch online abrufbar. Dieses Jahr neu gibt es dazu für individuelle Abfragen die Seite www.fahrplanauskunft-öv.ch. Allfällige Fahrplanbegehren und Unstimmigkeiten in den Fahrplanentwürfen können bis Sonntag, 28. Juni 2020, gemeldet werden.


Eurocity 194  München Hbf (12.14)  -  Buchloe (12.59)  -  Kempten (Allgäu) Hbf (13.42)  -  Lindau Hbf (14.54) -

Bregenz (15.06) - St. Margrethen (15.29) - St. Gallen (15.55) - Winterthur (16.33) - Zürich Flughafen ( 16.48) -

Zürich HB (16.58) bei der Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof.


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Wiederaufnahme der grenzüberschreitenden TILO-Verbindungen nach Italien

Mit der vollständigen Öffnung der Grenzen zwischen der Schweiz und Italien, nimmt TILO die grenzüberschreitenden Verbindungen ab dem 15. Juni 2020 wieder auf. Mit dieser Änderung kehrt das Angebot von TILO, abgesehen von wenigen Einschränkungen, praktisch zur Normalität zurück. Die von den schweizerischen und italienischen Behörden vorgesehenen Schutzmassnahmen für den öffentlichen Verkehr bleiben in Kraft und die Situation wird ständig überwacht

Einige Einschränkungen sind noch in Kraft - Bitte die Durchsagen am Bahnhof beachten                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die stufenweise Erhöhung des Angebots von TILO geht weiter, ab dem 15. Juni 2020 nimmt die TILO ihren normalen Betrieb wie vor der Coronavirus-Krise weitgehend wieder auf. Den Kunden steht praktisch das gesamte Angebot des jährlichen Fahrplans zur Verfügung, mit Ausnahme des Nachtangebots und einzelner Verbindungen während der Spitzenzeiten.

 

Die TILO Verbindungen verkehren wie folgt:

 

RE10 (Erstfeld­-Bellinzona­-Lugano­-Chiasso-Milano)

  • Die Züge verkehren wieder normal

S10 (Bellinzona–Lugano–Chiasso–Como)

  • Züge alle 30 Minuten zwischen Bellinzona und Como sind den ganzen Tag über garantiert
  • Es verkehren drei weitere Verbindungen, die um 6.35 / 6.53 Uhr ab Chiasso und um 17.49 Uhr ab Bellinzona abfahren.
  • Die Verbindungen ab Bellinzona um 4.34 / 23.34 / 00.34 Uhr und die Verbindungen ab Como um 22.10 / 23.10 / 00.15 Uhr, fallen aus.

S20 (Airolo–Biasca–Bellinzona–Locarno)

  • Züge alle 30 Minuten zwischen Biasca/Castione-Arbedo und Locarno sind den ganzen Tag über garantiert.
  • Es fahren zwei weitere Verbindungen ab Airolo um 6.45 Uhr und ab Locarno ab 16.48 Uhr.
  • Die Verbindungen ab Bellinzona um 22.32 / 23.32 / 00.32 Uhr und die Verbindungen ab Locarno um 23.01 / 00.01 / 1.05 Uhr, fallen aus.

S30 (Cadenazzo­­–Luino­–Gallarate)

  • Der Dienst verkehrt normal, mit einigen Ausnahmen.
  • Die Verbindungen zum Markt Luino, die um 8.14 Uhr ab Bellinzona und um 13.40 / 15.40 Uhr ab Luino abfahren, fallen aus.

S40 (Varese–Mendrisio–Como)

  • Der Dienst verkehrt normal.

S50 (Bellinzona–Lugano–Mendrisio–Varese–Malpensa)

  • Der Dienst verkehrt normal, mit einigen Ausnahmen.
  • Die Verbindungen ab Mendrisio um 22.35 / 23.35 / 00.35 Uhr und ab Bellinzona um 4.34 / 23.34 / 00.34 Uhr fallen zwischen Mendrisio und Bellinzona aus.
  • Die Verbindungen ab Varese um 22.00 Uhr und ab Malpensa um 23.13 Uhr fallen zwischen Varese und Malpensa aus.

TILO Pigiama

  • Die Nächtlichen Dienste TILO Pigiama fallen vollständig aus. 

 

Änderungen der angegebenen Massnahmen werden entsprechend der Entwicklung der Situation bewertet und rechtzeitig mitgeteilt.

Parallel zur Zunahme des Angebots hat auch die Zahl der Reisenden in den letzten Wochen wieder zugenommen. Es ist notwendig, die Hygiene- und Gesundheitsschutzmassnahmen, die von den zuständigen schweizerischen und italienischen Behörden in Übereinstimmung mit den Bahnen festgelegt wurden, weiterhin einzuhalten.

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SBB Fahrplan 2021: Grossteil des geplanten Angebots wird eingeführt, vereinzelt kommt es zu Verzögerungen

Wegen der Corona-Pandemie ist der Wechsel auf den Fahrplan 2021 anspruchsvoll. Die SBB kann zwar den Grossteil des geplanten Angebots am 13. Dezember 2020 umsetzen; einzelne Angebote können voraussichtlich aber nur verzögert eingeführt werden. Insgesamt bringt der Fahrplan 2021 viele Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr in der Schweiz und international.

Ab Dezember 2020 geht die Fahrt wieder direkt dem Zugersee Ostufer entlang                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 nimmt die SBB den Ceneri-Bastunnel in Betrieb, damit wird das Jahrhundertwerk Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) nach 28 Jahren Bauzeit vollendet. Zusammen mit der Fertigstellung des 4-Meter-Korridors durch die Schweiz stehen dann auch dem Güterverkehr mehr Kapazitäten auf der Schiene zur Verfügung.

 

Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels geht gleichzeitig auch die lange Phase von Streckensperrungen und Umleitungsfahrplänen in der Region Innerschwyz zu Ende: Die Arbeiten entlang dem Zugersee Ostufer sowie am Bahnhof und Bushof Arth-Goldau werden vollendet. Die Züge der S2 und des Fernverkehrs verkehren wieder direkt zwischen Arth-Goldau - Zug und Zürich. Das Angebot auf der Gotthard-Achse wird spürbar verbessert. Zwischen Arth-Goldau und Zürich wird wochentags der durchgängige Halbstundentakt eingeführt. Arth-Goldau wird für den öffentlichen Verkehr zur Drehscheibe für die ganze Region Innerschwyz im Austausch mit der übrigen Schweiz.

 

Im Personenverkehr wird die SBB per Fahrplanwechsel den Grossteil des geplanten Angebots termingerecht umsetzen. Dazu zählen nebst den schnelleren und häufigeren Verbindungen  im  Nord-Süd-Verkehr  auch der  Ausbau der internationalen Verbindungen nach München  und nach Italien sowie zahlreiche Verbesserungen im Regionalverkehr.

 

Der Fahrplanwechsel Ende Jahr ist anspruchsvoll, denn die Corona-Pandemie führte zu einem temporären Baustellenstopp sowie zu Verzögerungen bei der Ausbildung des Lokpersonals. Leider hat dies vereinzelt Auswirkungen auf das Angebot, es kann zu einzelnen Verzögerungen kommen. Wo dies der Fall ist, erfolgt die Umsetzung grundsätzlich bis spätestens zum 5. April 2021. Die SBB ist mit den Kantonen und Partnern im Gespräch bezüglich möglicher Verzögerungen und setzt alles daran, diese so klein wie möglich zu halten.

 

 

Fahrplanentwurf

 

Der Fahrplanentwurf ist ab 10. Juni 2020 unter www.fahrplanentwurf.ch online abrufbar. Dieses Jahr neu gibt es dazu für individuelle Abfragen die Seite www.fahrplanauskunft-öv.ch. Allfällige Fahrplanbegehren und Unstimmigkeiten in den Fahrplanentwürfen können bis Sonntag, 28. Juni 2020, gemeldet werden. Der Trassenzuteilungsprozess zum Jahresfahrplan 2021 läuft bis Ende Sommer 2020. Anpassungen sind bis nach Abschluss der Verhandlungen nicht ausgeschlossen. Für die Trassenbestellung und -zuteilung für das Fahrplanjahr 2021 zeichnet www.trasse.ch verantwortlich.


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Änderungen Fern- und Regionalverkehr
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Zusätzliche ICE-Züge in die Urlaubsregionen

Die Deutsche Bahn (DB) baut ihr touristisches Angebot für diesen Sommer weiter aus. Zusätzlich zu den bereits wieder aufgenommenen ICE- und IC-Linien werden die beliebten Urlaubsziele Rügen, Ostfriesische Inseln und Tirol somit noch öfter, bequemer und schneller erreichbar. DB Fernverkehrs-Chef Michael Peterson: "Ein breites Verkehrsangebot für den Deutschland-Tourismus ist in diesem Jahr wichtiger denn je.“ Mit den drei zusätzlichen Direktverbindungen baut die Deutsche Bahn deshalb ihre touristischen Kapazitäten nochmals aus.

DB ICE am Strelasund zwischen dem Festland und der Insel Rügen                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Ab dem 27. Juni 2020 macht ein ICE aus Berlin nach Innsbruck den Anfang, der jeden Samstag Reisende in die Berge bringt. Der ICE legt Zwischenhalte u.a. in Erfurt, Nürnberg und München ein. Dann folgt ab dem 3. Juli 2020 eine neue Verbindung aus München nach Emden und Norddeich Mole via Würzburg, Kassel und Münster. In Emden und Norddeich Mole bestehen Anschlüsse auf die Fähren nach Borkum, Juist und Norderney. Ab dem 31. Juli 2020 wird dann auch noch Rügen mit einer neuen Direktverbindung von Stuttgart via Würzburg, Kassel, Berlin und Stralsund nach Binz angefahren. Die Angebote sind ab sofort buchbar, der ICE München-Norddeich Mole wird ab 14. Juni 2020 buchbar sein.

 

Die Verbindungen im Detail:

  • ICE von Berlin nach Innsbruck
    Ab dem 27. Juni 2020 bringt ein ICE um 07.25 Uhr ab Berlin Hbf immer samstags Fahrgäste in die Berge.                                        Für die Rückfahrt startet der ICE in Innsbruck Hbf immer um 15:27 Uhr.
    Der ICE legt unter anderem Zwischenhalte in Halle, Erfurt, Nürnberg, München, Rosenheim und Kufstein ein.
  • ICE von München nach Emden und Norddeich Mole
    Ab dem 3. Juli 2020 startet eine weitere attraktive Verbindung in Richtung Nordsee. Die Züge verkehren immer freitags bis sonntags morgens ab München via Augsburg, Würzburg, Kassel, Paderborn und Münster. In Emden und Norddeich Mole bestehen Anschlüsse auf die Fähren nach Borkum, Juist und Norderney. Die ICE-Züge für die Rückfahrt starten in Ostfriesland samstags bis montags jeweils am späten Vormittag.
  • ICE von Stuttgart über Berlin nach Binz
    Ab dem 31. Juli 2020 wird eine neue ICE-Verbindung dann auch an die Ostsee angeboten. Immer freitags und samstags startet am Morgen ein ICE von Stuttgart über Würzburg, Kassel und Berlin z.B. nach Züssow (mit Anschluss nach Usedom), Stralsund und nach Binz auf Rügen. Samstags und sonntags am späten Vormittag verkehrt die durchgängige Verbindung für die Rückfahrt.

                                                                                                                                                      Infografik: Deutsche Bahn (DB)


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In Stralsund entsteht eine neue Bereitstellungsanlage für ICE und IC-Züge

Die Deutsche Bahn (DB) investiert in die Zukunft des Fernverkehrs im Nordosten Deutschlands. In Stralsund entsteht für 22 Millionen Euro bis zum Jahresende eine neue Bereitstellungsanlage für ICE- und Intercity-Züge. Der neue Boxenstopp der Bahn befindet sich auf einer Fläche westlich des Hauptbahnhofs, auf der künftig bis zu sieben Fernverkehrszüge gleichzeitig für ihren nächsten Einsatz vorbereitet werden können. Die Leistungsfähigkeit der neuen Anlage ist auf den verstärkten Einsatz von modernen und komfortablen ICE-Triebzügen an die Küste ausgelegt.

Die neue Bereitstellungsanlage in Stralsund entsteht westlich vom Hauptbahnhof                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Anlässlich der symbolischen Grundsteinlegung in Form einer ersten Gleisschwelle erläuterte Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der DB für Mecklenburg-Vorpommern: „Mit mehr Angebot und neuen komfortablen Zügen wollen wir die Tourismusregion Vorpommern-Rügen auch in den kommenden Jahren weiter stärken. Zusätzliche ICE-Züge Richtung Stralsund, Binz und Greifswald brauchen gerade in der Zukunft einen Wartungs- und Reinigungsstandort, der diesen Anforderungen gerecht wird. Stralsund bietet dafür die besten Voraussetzungen.“

 

Der Stralsunder Oberbürgermeister Alexander Badrow dazu: „Mit dieser Anlage setzt die Deutsche Bahn ein klares Zeichen für unsere Hansestadt und die Region. Eine Investition, die uns im wortwörtlichen Sinn voranbringt - ebenso wie alle künftigen Projekte, zum Beispiel Haltepunkt in Andershof, Darßbahn und mehr Züge im Fernverkehr. Davon profitieren nicht nur unsere Gäste, sondern auch die Stralsunderinnen und Stralsunder. Ausserdem wollen wir im Schatten des neuen Boxenstopps die alten Lokschuppen aus dem Dornröschenschlaf holen und gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Rügen entwickeln."

 

Auch André Kretzschmar, der Leiter der Tourismuszentrale der Hansestadt Stralsund, freut sich: „Eine leistungsfähige Infrastruktur sowie schnelle und komfortable Verbindungen von Berlin und Hamburg sind die Voraussetzung für die Akzeptanz der klimafreundlichen Anreisemöglichkeit mit der Bahn bei unseren Gästen. Bereits heute ist der Anteil der Gäste, die mit der Bahn nach Stralsund reisen, größer als in jeder anderen Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Doch natürlich kann und soll dieser Anteil weiter steigen. Dafür werden hier und heute die Weichen gestellt – für unsere Stadt und die gesamte Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Ein gutes Signal für den Tourismus im Land!“

 

Die neue Bereitstellungsanlage befindet sich auf einer Fläche von 48.000 Quadratmetern – über sechs Mal grösser als das Ozeaneum in der Hansestadt. Sie verfügt über sieben Gleise mit einer Länge von jeweils 360 bis 430 Metern. Das ermöglicht die zeitgleiche Wartung von Zügen unterschiedlicher Länge. Rund zwölf Mitarbeiter sind während 24 Stunden am Tag und sieben Tagen in der Woche im Einsatz, um Fernverkehrszüge, die im Nordosten enden und beginnen, zu betreuen.

 

Zum Boxenstopp für ICE-Züge gehört ein Qualitätscheck, der die Innenreinigung der Fahrgasträume und sanitären Einrichtungen beinhaltet. Aktuell liegt der Schwerpunkt dabei auf sogenannten Kontaktflächen, das sind Türdrücker, Griffe und Haltestangen. Auch während der Fahrt werden diese Flächen im Zug von Unterwegsreinigern mehrfach gesäubert. Neben der Ver- und Entsorgung von Frisch- und Brauchwasser werden zudem kleinere Reparaturen am Zug erledigt. Nach der abschliessenden Bremsprüfung sind die Fahrzeuge wieder bereit für ihren nächsten Einsatz.

 

Bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wird die Bereitstellungsanlage in Stralsund ein festes Ziel für Fernverkehrszüge, die aus Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Frankfurt am Main, München und Berlin Richtung Ostseeküste und bis auf die Insel Rügen fahren.

 

Die neue Bereitstellungsanlage in Stralsund ist Teil der Konzernstrategie „Starke Schiene“, mit der die DB die Fahrgastzahlen im Fernverkehr auf über 260 Millionen Personen verdoppeln möchte.


                                                                                                                                                          Infografik: Deutsche Bahn (DB)


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RhB-Aktionsangebote: «Allegra - Willkommen zurück in Graubünden»

Nach einem fast dreimonatigen Aussetzen des touristischen Verkehrs, nimmt die Rhätische Bahn (RhB) diesen am kommenden Montag, 8. Juni 2020 wieder auf. Unter dem Motto «Allegra – Willkommen zurück in Graubünden» hält die Alpenbahn, in Zusammenarbeit mit den Bündner Transportunternehmen, viele Sonderangebote bereit. Dabei vertraut sie auf die vielen Freunde der RhB und Graubündens, die nach der langen Zeit zuhause wieder Lust auf einen Ausflug verspüren.

Die «Allegra»-Aktionen bündeln bestehende Erlebnisangebote und neue Angebote                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit der Kampagne «Allegra, willkommen zurück in Graubünden» werden Einzelreisende, Paare, Familien und Kleingruppen willkommen geheissen. «Allegra» ist ein rätoromanisches Grusswort und gleichbedeutend mit einem freundlichen «Willkommen» und der Einladung, die Region zu entdecken. Die «Allegra»-Aktionen bündeln bestehende Erlebnisangebote und neue Angebote für die vier Zielgruppen Tagesausflügler, Familien, Bernina-Entdecker und Pendler. Ebenso sind Zweitwohnungsbesitzer angesprochen. Die «Allegra»-Angebote ermöglichen Erlebnisse mit Bahn, Postautos, Regionalbussen sowie einigen Berg- und Seilbahnen.

 

 

«Allegra»-Tagesreisen in ganz Graubünden

 

Mit der «Allegra»-Tageskarte können Einzelreisende mit bis zu zwei Kindern für 35 Franken (2. Klasse) respektive 53 Franken (1. Klasse) den gesamten ÖV in Graubünden nutzen. Mit dem Angebot «Allegra» Familien Tageskarte sind bis zu zwei Erwachsene mit bis zu 3 Kindern für 58 Franken respektive 87 Franken (1. Klasse) einen Tag in ganz Graubünden unterwegs. Die «Allegra»-Tageskarten sind bis zum 31. August 2020 gültig.

 

 

«Allegra» Bernina Express für eine Reise ins Puschlav

 

Mit dem Angebot «Allegra» Bernina Express reisen zwei Personen mit dem Paradezug der RhB von Chur nach Poschiavo/Le Prese und wieder zurück. Im Preis von 139 Franken ist nebst der Fahrt inklusive Sitzplatzreservation in der 2. Klasse auch ein Mittagessen am Zielort für zwei Personen inbegriffen.

 

 

BÜGA-Monatsaktion wird um einen Monat verlängert

 

Die seit einigen Jahren sehr erfolgreiche Sommeraktion der Bündner Transportunternehmen sowie ihren Partnern aus den Grenzregionen Tirol und Südtirol wird dieses Jahr um einen Monat verlängert. Das Bündner Generalabonnement (BÜGA) für einen Monat ist im Juli und im August 2020 zum halben Preis erhältlich (der erste Gültigkeitstag muss im Aktionszeitraum 01.07.-31.08.2020 sein). Erwachsene erhalten das Monats-BÜGA 2. Klasse für 115 Franken bzw. 1. Klasse für 165 Franken. Jugendliche bis 25 Jahre bezahlen während der Spezialaktion 85 Franken für das Monats-BÜGA.

 

 

Das ÖV-Schutzkonzept gilt weiterhin

 

Das per 11. Mai 2020 eingeführte Schutzkonzept im öffentlichen Verkehr wurde um die dazugekommenen Angebote wie der rein touristische Verkehr und Services wie die Bahngastronomie ergänzt. Das Schutzkonzept lehnt sich an den Anordnungen des Bundesrates an und bleibt bis auf Weiteres bestehen. Es wird angepasst, wenn die Strategie des Bundesrats dies erfordert oder wenn es während der Umsetzung nötig wird.

 

Die ÖV-Betreiber empfehlen Kundinnen und Kunden dringend, im öffentlichen Verkehr Schutzmasken zu tragen, wenn der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Reisende kaufen Billette möglichst online, in Apps oder am Automaten und bezahlen an Schaltern kontaktlos.

 

Das Schutzkonzept des ÖV setzt auf Eigenverantwortung und Solidarität der Reisenden. Halten sie sich an die beschriebenen Massnahmen, sind sie im Schweizer ÖV sicher unterwegs. Die Transportunternehmen haben Reinigung und Desinfektion verstärkt und über die Verhaltensregeln informiert. Der Schutz der Mitarbeitenden hat für die Unternehmungen im öffentlichen Verkehr ebenfalls eine zentrale Bedeutung.

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Öffentlicher Verkehr und Polizei verstärken Zusammenarbeit in Vorarlberg

Der Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) verstärkt zusammen mit den ÖBB ab Dienstag 2. Juni 2020 die Zusammenarbeit mit der Polizei um die Sicherheit der Fahrgäste im Öffentlichen Verkehr weiter zu verbessern. ZugbegleiterInnen und PolizeibeamtInnen sind gemeinsam in den Zügen unterwegs und werden Tickets kontrollieren sowie die Einhaltung der COVID-19-Lockerungsverordnung. An die Fahrgäste wird appelliert, Rücksicht auf sich und andere zu nehmen und einen Mund-Nasenschutz zu tragen.

ÖBB "Gemeinsam.sicher" Taurus 1116 157 mit einem REX in Sulz-Röthis                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Vorarlberger Verkehrsbetriebe haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Massnahmen gesetzt, um die Gesundheit der Fahrgäste und MitarbeiterInnen zu schützen. Diese Massnahmen folgen der aktuellen Verordnung des Gesundheitsministeriums. So muss beim Betreten eines öffentlichen Ortes in geschlossenen Räumen ein Mund-Nasenschutz benutzt werden, das gilt auch für öffentliche Verkehrsmittel. "Mit Hilfe von Infoscreens, Plakaten, Durchsagen, unserer Website und Pressearbeit machen wir die Fahrgäste darauf aufmerksam, sich und andere zu schützen und eine Schutzmaske zu tragen“, sagt der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Vorarlberg, Christian Hillbrand.

 

"Wenn auch ein Mund-Nasenschutz für uns alle nicht immer angenehm zu tragen ist, so appelliere ich doch an alle, den von den Gesundheitsexperten empfohlenen Mund-Nasenschutz bei Fahrten mit Bus und Bahn zu tragen“, erklärt Landespolizeidirektor Dr. Hans-Peter Ludescher und Christian Hillbrand ergänzt: "Bitte halten Sie auch Abstand zu anderen Fahrgästen soweit dies möglich ist.“

 

Züge und Busse werden weiterhin intensiv gereinigt. Insbesondere jene Punkte, mit denen Fahrgäste vermehrt in Berührung kommen (Haltegriffe, WCs etc.). In einigen Bussen ist es zwischenzeitlich wieder möglich ein Ticket beim Buslenker/bei der Buslenkerin zu erwerben. Fahrgäste werden gebeten, am besten ihren Fahrschein vor Fahrtantritt zu lösen – am einfachsten und kontaktlos über die Ticketing-App FAIRTIQ. MobilbegleiterInnen und ZugbegleiterInnen kontrollieren wieder verstärkt in den Bussen und Zügen die Fahrscheine.

 

 

Gemeinsam.sicher

 

Der Verkehrsverbund Vorarlberg ist seit September 2018 Sicherheitspartner der Aktion Gemeinsam.sicher. Ziel der Kooperation des Bundesministeriums für Inneres ist die Steigerung der Sicherheit des Lenk- und Kontrollpersonals.

 

Die Sicherheit der Fahrgäste ist für den VVV genauso wichtig wie die Sicherheit des Lenk- und Kontrollpersonals. Daher haben der VVV und „Gemeinsam.sicher“ ein Massnahmenpaket geschnürt, welches für optimale Sicherheit in den Bussen sorgen soll. Neben laufenden Hotspot-Besprechungen gehören auch gemeinsame Kontrollen sowie Deeskalationstrainings und Praxistraining im Bus dazu.

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Die SBB fährt ab 8. Juni 2020 weitgehend wieder das gesamte Angebot

Die SBB fährt mit wenigen Ausnahmen ab dem 8. Juni 2020 wieder das gesamte Angebot. Die Speisewagen öffnen wieder. Internationale Verbindungen werden in den nächsten Wochen in Absprache mit den Partnerbahnen schrittweise in Betrieb genommen. Das Schutzkonzept bleibt bis auf Weiteres in Kraft.

Auch die EC-Züge von Zürich nach München nehmen ab 8. Juni 2020 "wieder Fahrt auf"                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die SBB nimmt nach der schrittweisen Erhöhung des Angebots nun per 8. Juni 2020 weitgehend den Normalbetrieb wie vor dem Lockdown auf. Sowohl im nationalen Fern- als auch im Regionalverkehr steht den Kundinnen und Kunden praktisch das gesamte fahrplanmässige Angebot zur Verfügung. Ausgenommen sind bis voraussichtlich nach den Sommerferien lediglich das Nachtangebot und einige Verbindungen während der Hauptverkehrszeiten.

 

Erfreulich ist die Tatsache, dass parallel zu diesem Aufbau die Reisendenfrequenzen weiterhin ansteigen. Im Online-Fahrplan sind die jeweils aktuellsten Reiseinformationen dazu ersichtlich.

 

 

Die folgenden Verbindungen und Züge verkehren zusätzlich zum aktuellen Angebot wieder ab dem 8. Juni 2020:

 

  • IC1 Genève-Aéroport–Bern–Zürich–St. Gallen: IC1 fährt damit wieder als durchgehender West-Ost-Intercity. Zwischen Zürich und St. Gallen wieder drei Züge pro Stunde inkl. schnellem Intercity.
  • IC2 Zürich–Lugano: Zu bestimmten Zeiten wieder im Halbstundentakt.
  • IC3 Chur–Zürich–Basel: Wiederherstellung des durchgehenden IC-Halbstundentakts Zürich-Basel und zu bestimmten Zeiten halbstündlich Zürich–Chur.
  • IC4 Zürich–Schaffhausen (bereits seit 25. Mai): Wiederherstellung Halbstundentakt IC4 / RE Zürich–Schaffhausen.
  • IR16 Olten–Bern: Wiederherstellung der stündlichen schnellen Direktverbindung Bern–Aarau–Brugg AG–Baden
  • IR36 Basel–Zürich Flughafen: Wiederherstellung der Direktverbindung Basel–Zürich Flughafen und IR-Halbstundentakt Basel–Brugg AG–Zürich
  • IR37 Zürich–St. Gallen: Verdichtung des Angebotes Zürich–St.Gallen
  • RE Olten–Luzern
  • RE Olten–Wettingen
  • Weitere Züge während der Hauptverkehrszeit zwischen Bern und Zürich sowie in den Räumen Basel und La Chaux-de-Fonds.

 

 

Weitere Öffnungen auch im internationalen Personenverkehr

 

  • Im grenzüberschreitenden Regionalverkehr sind die meisten Verbindungen bereits wieder in Betrieb genommen worden. Nach wie vor bestehen Einschränkungen zwischen der Schweiz und Italien. So verkehren im Tessin die Regionalzüge von TILO nach wie vor nur bis zur Grenze.
  • Im internationalen Fernverkehr verkehren seit dem 18. Mai 2020 wieder zwei Züge zwischen Genf und Paris sowie einer zwischen Basel SNCF und Paris. Weitere Verbindungen zwischen der Schweiz und Frankreich werden in den nächsten Wochen in Absprache mit TGV Lyria und gemäss den behördlichen Entscheiden in Betrieb genommen.
  • Seit dem 25. Mai 2020 verkehren die internationalen Züge zwischen der Schweiz und Deutschland via Basel SBB und Schaffhausen wieder im Normalbetrieb; unter anderem die ICE-Linien von Hamburg bzw. Berlin nach Basel SBB und Interlaken bzw. Zürich/Chur, die IC-Linie Zürich–Schaffhausen–Stuttgart sowie seit dem 18. Mai die ICE-Verbindungen zwischen Köln und Basel SBB.
  • Per 8. Juni 2020 werden die EC Zürich - St. Gallen - St. Margrethen - Bregenz - Lindau - München und die IC-Busse Zürich - München wieder aufgenommen. Im Zeitraum vom 20. Juli bis 13. September 2020 fahren dann allerdings baubedingt nur IC-Busse nonstop zwischen den beiden Metropolen Zürich und München.
  • Am 8. Juni 2020 startet voraussichtlich auch wieder der EC 52 auf der *Strecke von Brig (13.19) über Bern (14.36) - Basel SBB (15.38) nach Frankfurt (Main) Hbf (18.44). *Der durchgehende Verkehr ab Mailand ist noch nicht möglich.
  • Am 9. Juni 2020 startet voraussichtlich auch wieder der EC 451 von Frankfurt (Main) Hbf (08.01) über Basel SBB (11.03) - Luzern (12.18) - Lugano (14.30) nach Chiasso (14.55). Ein durchgehender Verkehr bis nach Mailand ist jedoch noch nicht möglich.
  • Die Railjet-Verbindungen zwischen der Schweiz und Österreich starten per 2. Juni 2020.                                                                      Ausnahme: RJX 161 (Zürich ab: 6.40) und RJX 165 (Zürich ab: 10.40) fahren dann ab dem 3. Juni 2020.
  • Der EC 164 "Transalpin" Graz (9.40) - Zürich (19.20) fährt ab dem 2. Juni 2020.                                                                               Der EC 163 "Transalpin" Zürich (8.40) - Graz (18.22) startet ab dem 3. Juni 2020.
  • Das Angebot der Nachtzüge in Kooperation mit der ÖBB ist nach wie vor eingestellt;                                                                          Die Wiederaufnahme der Nightjet-Züge zwischen der Schweiz und Österreich bzw. Deutschland ist wie folgt geplant:
  • NJ 464 Graz Hbf - Zürich HB am 26. Juni 2020
  • NJ 465 Zürich HB - Graz Hbf am 29. Juni 2020
  • NJ 466 Wien Hbf - Zürich HB am 26. Juni 2020
  • NJ 467 Zürich HB - Wien Hbf am 29. Juni 2020
  • NJ 470 Zürich HB - Berlin Hbf am 27. Juni 2020
  • NJ 471 Berlin Hbf - Zürich HB am 28. Juni 2020
  • NJ 40470 Zürich HB - Hamburg-Altona am 27. Juni 2020
  • NJ 401 Hamburg-Altona - Zürich HB am 28. Juni 2020
  • Derzeit noch in Abklärung sind die Rahmenbedingungen für die EuroNight Züge zwischen Zürich und Zagreb:
  • Mögliche Wiederaufnahme EN 40465 Zürich HB - Zagreb am 29. Juni 2020
  • Mögliche Wiederaufnahme EN 40414 Zagreb - Zürich HB am 28. Juni 2020
  • Der Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der internationalen Fernverkehrsverbindungen zwischen der Schweiz und Italien ist aktuell noch nicht bekannt.

 

 

Speisewagen sind wieder geöffnet   –   Sparbillette wieder erhältlich

 

Mit den Lockerungen steht den Kundinnen und Kunden ab 8. Juni 2020 zudem auch wieder das Angebot der SBB Bahngastronomie in den Speisewagen zur Verfügung; im Fokus stehen weiterhin Spezialitäten aus den Schweizer Regionen. Für den grösstmöglichen Schutz des Personals und der Gäste gelten in den Speisewagen die gleichen Schutzmassnahmen des für die Gastronomiebetriebe im ÖV angepassten Schutzkonzepts.

 

Mit den Einschränkungen des Angebots im ÖV im März wurde auch das hauptsächlich im Freizeitverkehr genutzte Sortiment der Sparbillette und Spartageskarten vorübergehend ausgesetzt. Mit der Wiederaufnahme des Grundangebots und der steigenden Nachfrage werden auch diese Angebote wieder angeboten.

 

 

Das ÖV-Schutzkonzept gilt weiterhin

 

Das auf den 11. Mai 2020 eingeführte Schutzkonzept im öffentlichen Verkehr bleibt bis auf Weiteres bestehen und wird im Zuge wieder in Betrieb genommener Angebote sukzessive erweitert. Die Hygiene-Regeln des BAG sind weiterhin zu beachten. Die SBB empfiehlt, insbesondere in gut besetzten Zügen und wenn der Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, Schutzmasken zu tragen.

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Wiederaufnahme des touristischen Verkehrs bei der Rhätischen Bahn

Mit der weiteren Lockerung der Massnahmen gegen das Coronavirus darf auch die Schweizer Tourismusbranche, unter Einhaltung der dafür ausgearbeiteten Schutzkonzepte, wieder loslegen. Die Rhätische Bahn (RhB) ist in den Startlöchern und wird ihren touristischen Verkehr am Montag, 8. Juni 2020 wieder aufnehmen. Nach einem fast dreimonatigen Aussetzen der touristischen Angebote ist man bei der Bündner Alpenbahn sehr erleichtert, dass es bald wieder losgeht. Unter dem Titel «Allegra, herzlich willkommen zurück in Graubünden» hält die RhB viele Sonderangebote bereit. Die Züge des regionalen Personenverkehrs (RPV), also die nicht touristischen Züge, verkehren ab 8. Juni 2020 wieder mit Normalfahrplan. Ausgenommen bleibt der grenzüberschreitende Personenverkehr. Die Züge verkehren vorerst bis/ab Campocologno.

Der Bernina Express verkehrt ab 8. Juni 2020 vorerst einmal von Chur bis Campocologno        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Coronakrise setzt der RhB stark zu. Die Auswirkungen auf die Frequenzen und Erträge sowie auf das erwartete Ergebnis Ende Jahr sind aufgrund der massiven Ausfälle sehr gross. Dazu RhB-Direktor Renato Fasciati: «Der finanzielle Schaden, der durch den Lockdown entstanden ist, ist enorm und trifft uns hart. Die Grundversorgung (Stundentakt) haben wir immer aufrechterhalten, es schmerzte jedoch ungemein zu sehen, wie fast leere Züge durch Graubünden rollten». Umso dankbarer ist Fasciati, dass es nun bald auch mit den touristischen Angeboten wieder losgeht. Dabei vertraut er auf die vielen Freunde der RhB und Graubündens, die nach der langen Zeit zuhause wieder Lust auf einen Ausflug mit der Bahn verspüren.

 

 

Bernina- und Glacier Express: Vorerst nicht das ganze Angebot

 

Wegen der aktuell noch verhaltenen Reservationsstände wird aus Kostengründen bei den Panoramazügen Bernina Express und Glacier Express vorerst noch nicht das ganze Angebot gefahren. Dazu Piotr Caviezel, Leiter Vertrieb und Marketing bei der RhB: «Noch ist ungewiss, wie sich die Situation im Tourismus entwickelt». Reisende aus Fernmärkten wie China, Indien oder den USA werden diesen Sommer ausbleiben. Die RhB hofft, dass sie dies mit anderen Kundengruppen wenigstens teilweise auffangen kann. Beim Bernina Express stammen knapp 50 Prozent der Gäste aus Deutschland, Italien und der Schweiz. «Aufgrund der für Juni angekündigten Grenzöffnungen von Deutschland und Italien und der offiziellen Empfehlung des Bundesrates, dass Schweizerinnen und Schweiz ihre Sommerferien in der Schweiz verbringen sollen, hoffen wir dennoch auf einen guten Sommer», so Caviezel weiter.

 

Beim Bernina Express verkehrt ab 8. Juni 2020 je ein Zug pro Richtung zwischen Chur und Tirano resp. vorerst zwischen Chur und Campocologno. Bei zunehmender Nachfrage kann das Angebot situativ weiter hochgefahren werden. Noch nicht definiert ist die Wiederaufnahme des Bernina Express Bus, welcher jeweils zwischen Tirano und Lugano für Anschluss an den Bernina Express sorgt. Der Glacier Express nimmt den Betrieb am 20. Juni 2020 wieder auf. Zunächst mit je einem Zug pro Richtung zwischen St. Moritz und Zermatt. Zum Neustart präsentiert sich der Paradezug im neuen Kleid: Alle Wagen sind frisch renoviert und am eleganten Stil der im letzten Jahr eingeführten Excellence Class angelehnt.

 

 

Touristische und historische Fahrten gemäss Fahrplan

 

Auch die täglichen fahrplanmässigen historischen Fahrten zwischen Davos und Filisur werden per Montag, 8. Juni 2020 wieder aufgenommen.

 

Die Erlebnisfahrten Rheinschlucht starten am darauffolgenden Wochenende. Aufgrund der erfreulichen Nachfrage finden sie dieses Jahr nicht nur am Sonntag, sondern auch am Samstag statt.

 

Weitere Erlebnisfahrten, z.B. zur Alp Grüm, sind zu finden unter www.rhb.ch/erlebnisfahrten.

 

 

Grosses Engagement für Hygiene und Sicherheit

 

Nach wie vor steht der Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden an erster Stelle. Das von der ÖV-Branche erarbeitete Schutzkonzept orientiert sich an den Vorgaben und Hygiene- und Distanzregeln des Bundesrates. Die Reinigung der Züge wurde intensiviert. Mehrmals täglich werden Kontakt- und Oberflächen wie Haltestangen, Taster, Tische, Armlehnen sowie die WCs gereinigt und desinfiziert. Auch an den Bahnhöfen wird öfter gereinigt. Reisen-de haben die Möglichkeit, sich auch in den offenen WC-Anlagen der Bahnhöfe die Hände entsprechend der Vorgaben zu waschen. An bedienten Bahnhöfen wurden Desinfektions-mittelspender aufgestellt.

 

 

Das ÖV-Schutzkonzept gilt weiterhin

 

Das per 11. Mai 2020 eingeführte Schutzkonzept im öffentlichen Verkehr wurde um die dazugekommenen Angebote wie der rein touristische Verkehr und Services wie die Bahngastronomie ergänzt. Das Schutzkonzept lehnt sich an den Anordnungen des Bundesrates an und bleibt bis auf Weiteres bestehen.

 

Es wird angepasst, wenn die Strategie des Bundesrats dies erfordert oder wenn es während der Umsetzung nötig wird. Die ÖV-Betreiber empfehlen Kundinnen und Kunden dringend, im öffentlichen Verkehr Schutzmasken zu tragen, wenn der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Reisende kaufen Billette möglichst online, in Apps oder am Automaten und bezahlen an Schaltern kontaktlos. Das Schutzkonzept des ÖV setzt auf Eigenverantwortung und Solidarität der Reisenden. Halten sie sich an die beschriebenen Massnahmen, sind sie im Schweizer ÖV sicher unterwegs. Die Transportunternehmen haben Reinigung und Desinfektion verstärkt und über die Verhaltensregeln informiert. Der Schutz der Mitarbeitenden hat für die Unternehmungen im öffentlichen Verkehr ebenfalls eine zentrale Bedeutung.

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Schweizer ÖV macht weiteren Schritt zum Regelbetrieb

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz nimmt ab dem 6. respektive 8. Juni 2020 wieder weitgehend den Normalbetrieb auf. Dies betrifft insbesondere Linien des rein touristischen Verkehrs wie Panoramazüge, Bergbahnen und Schiffe, die momentan nicht verkehren, sowie Services wie die Bahngastronomie, Gruppenreservationen und den Gepäcktransport. Das gültige Schutzkonzept für den ÖV wurde um diese Angebote und Services ergänzt und bleibt bis auf Weiteres in Kraft.

Der Schweizer ÖV nimmt weiter Fahrt auf                                                                                              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Angelehnt an die Anordnungen des Bundesrats und die schrittweise Lockerung im Hinblick auf den 6. Juni, heben die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs (ÖV) per 6. Juni beziehungsweise per 8. Juni 2020 weitere Einschränkungen auf. Insbesondere nehmen zu diesem Zeitpunkt Anbieter des rein touristischen Verkehrs wie beispielsweise Bergbahnen und Schiffe, die momentan nicht verkehren, den Betrieb wieder auf. Damit kehrt der Schweizer ÖV weitgehend zur Normalität zurück. Es verbleiben noch einzelne Fahrplanreduktionen bei Zusatzkursen zu den Hauptverkehrszeiten und Nachtverbindungen.

 

Aufgrund der bisherigen Planung, die von einem Lockerungsschritt am 8. Juni ausging, ist es nicht allen Transportunternehmen möglich, weitere Öffnungsschritte bereits auf den 6. Juni 2020 umzusetzen. Sie folgen mit den Anpassungen am 8. Juni 2020 oder allenfalls auch etwas später. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, vor einer Fahrt die Angaben der einzelnen Transportunternehmen und Bergbahnen zu konsultieren.

 

Das seit 11. Mai 2020 gültige Schutzkonzept für den ÖV gilt weiterhin und wurde mit den notwendigen Spezifizierungen ergänzt (siehe unten). Auf touristischen Linien gilt das Schutzkonzept des öffentlichen Verkehrs mit der folgenden Ergänzung: Die Betreiber touristischer Linien berücksichtigen wenn möglich die Abstandsvorgaben bereits beim Buchen beziehungsweise beim Billettverkauf.

 

Dank des dritten Schritts zurück zum Regelfahrplan sind die ÖV-Betreiber bereit für den erwarteten Anstieg der Reisendenzahlen. Der ÖV steht den Personen, die nun wieder zur Arbeit pendeln oder erste Ausflüge unternehmen, weitgehend im gewohnten Takt zur Verfügung und heisst sie willkommen. Detaillierte Angaben zum Angebot auf einzelnen Linien des öffentlichen und touristischen Verkehrs folgen von den jeweiligen Betreibern. Aktuelle Reiseinformationen finden sich im Online-Fahrplan.

 

 

Gruppenreisen sind wieder möglich, Speisewagen verkehren, Gepäck wird wieder transportiert

 

Ab dem 6. oder 8. Juni 2020 nehmen die Schweizer ÖV-Unternehmen Services, die während des Übergangsfahrplans nicht angeboten werden konnten, wieder auf.

 

So können Gruppen für Fahrten ab diesem Zeitpunkt wieder Reservationen vornehmen. Die Betreiber der gewünschten Verbindung nehmen Rücksicht auf deren Auslastung und weisen Gruppen wenn nötig auf alternative Verbindungen hin. Die Einhaltung aller Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ist Sache der Reisegruppen.

 

Des Weiteren nehmen die Transportunternehmen ihre Gastronomie an Bord – wie Speisewagen oder Schiff-Restaurants – und in Stationen per dann wieder auf. Dabei gilt das Schutzkonzept des Gastgewerbes sinngemäss. Betreiber sperren einzelne Plätze oder Tische, damit Gäste stets ausreichend Abstand zueinander haben. Wo nötig und sinnvoll installieren die Betreiber Plexiglasscheiben und Abstandsmarkierungen. Mitarbeitende tragen Schutzmasken und freiwillig Einweghandschuhe. Sie desinfizieren Gegenstände wie Tische, Plastiktischtücher und Speisekarten nach jedem Gebrauch. Die Betreiber bitten Kundinnen und Kunden, wenn möglich bargeld- und kontaktlos zu bezahlen. Ebenfalls per 6. oder 8. Juni 2020 transportieren die Betreiber zudem Gepäck wieder uneingeschränkt.

 

 

ÖV-Schutzkonzept gilt weiterhin

 

Das per 11. Mai 2020 eingeführte Schutzkonzept im öffentlichen Verkehr wurde um die dazugekommenen Angebote wie der rein touristische Verkehr und Services wie die Bahngastronomie ergänzt. Das Schutzkonzept lehnt sich an den Anordnungen des Bundesrates an und bleibt bis auf Weiteres bestehen. Es wird angepasst, wenn die Strategie des Bundesrats dies erfordert oder wenn es während der Umsetzung nötig wird.

 

Die ÖV-Betreiber empfehlen Kundinnen und Kunden dringend, im öffentlichen Verkehr Schutzmasken zu tragen, wenn der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Reisende kaufen Billette möglichst online, in Apps oder am Automaten und bezahlen an Schaltern kontaktlos. Bei grenzüberschreitenden Verbindungen gilt das Territorialprinzip: Reisende müssen sich an die Vorgaben des jeweiligen Landes halten.

 

Das Schutzkonzept des ÖV setzt auf Eigenverantwortung und Solidarität der Reisenden. Halten sie sich an die beschriebenen Massnahmen, sind sie im Schweizer ÖV sicher unterwegs. Die Transportunternehmen haben Reinigung und Desinfektion verstärkt und über die Verhaltensregeln informiert. Der Schutz der Mitarbeitenden hat für die Unternehmungen im öffentlichen Verkehr ebenfalls eine zentrale Bedeutung.

 

 

 

SBB fährt ab dem 8. Juni 2020 weitgehend wieder das gesamte Angebot

 

Die SBB nimmt nach der schrittweisen Erhöhung des Angebots nun per 8. Juni 2020 weitgehend den Normalbetrieb wie vor dem Lockdown auf. Sowohl im nationalen Fern- als auch im Regionalverkehr steht den Kundinnen und Kunden praktisch das gesamte fahrplanmässige Angebot zur Verfügung. Ausgenommen sind bis voraussichtlich nach den Sommerferien lediglich das Nachtangebot und einige Verbindungen während der Hauptverkehrszeiten. Internationale Verbindungen werden in den nächsten Wochen in Absprache mit den Partnerbahnen schrittweise in Betrieb genommen.

 

 

 

BLS kehrt nach dem 6. Juni 2020 weitgehend zum Regelbetrieb zurück

 

Ab dem 6. Juni 2020 kann die BLS ihre Linien im touristischen Verkehr wieder betreiben. Auch der übrige Fahrplan erfährt Anpassungen.

Im Detail bedeutet das:

 

Bahn

 

Folgende Angebote nimmt die BLS wieder in Betrieb:

  • Regioexpress (RE) Zweisimmen–Spiez/Interlaken Ost: Die Züge verkehren ab dem 6. Juni wieder gemäss Fahrplan.
  • Interregio (IR) Bern–Biel: Die letzten Nachtverbindungen am Freitag- und Samstagabend verkehren ab dem 12. Juni wieder gemäss Fahrplan.
  • RE Brig–Domodossola: Bis und mit 13. Juni verkehrt nur das publizierte Minimalangebot für Berufspendler am Morgen und Abend. Ab dem 14. Juni gilt ein Spezialfahrplan aufgrund von Bauarbeiten der SBB im Simplontunnel. Ab diesem Datum verkehren tagsüber wieder Züge zu einem reduzierten Angebot.
  • RE Bern–Spiez–Brig: Die Zusatzzüge am Wochenende fallen weiterhin aus. Je nach Nachfrageentwicklung wird die BLS diese wiedereinsetzen.

Autoverlad

  • Kandersteg-Goppenstein
    Bis und mit 4. Juni, inklusive Pfingsten, bleibt das Angebot am Lötschberg eingeschränkt. Es verkehren zwei Autozüge pro Stunde und Richtung.

Zwischen dem 5. Juni und 25. Oktober 2020 gilt ein Spezialfahrplan aufgrund von Bauarbeiten im Lötschberg-Scheiteltunnel. Wochentags verkehren pro Stunde und Richtung zwei Autozüge, zwischen Freitagmittag und Sonntagabend jeweils drei Züge.

  • Brig-Iselle
    Bis mindestens 12. Juni verkehrt das Minimalangebot am Morgen und Abend. Ab dem 14. Juni 2020 plant die BLS wieder mehr Autozüge. Dazu ist die BLS noch in Absprache mit den Behörden.
  • Direktzüge Kandersteg-Iselle
    Erste direkte Züge verkehren voraussichtlich ab September wieder.

 

 

Wiederaufnahme des touristischen Verkehrs bei der Rhätischen Bahn (RhB)

 

Mit der weiteren Lockerung der Massnahmen gegen das Coronavirus darf auch die Schweizer Tourismusbranche, unter Einhaltung der dafür ausgearbeiteten Schutzkonzepte, wieder loslegen. Die Rhätische Bahn (RhB) ist in den Startlöchern und wird ihren touristischen Verkehr am Montag, 8. Juni 2020 wieder aufnehmen. Nach einem fast dreimonatigen Aussetzen der touristischen Angebote ist man bei der Bündner Alpenbahn sehr erleichtert, dass es bald wieder losgeht. Unter dem Titel «Allegra, herzlich willkommen zurück in Graubünden» hält die RhB viele Sonderangebote bereit. Die Züge des regionalen Personenverkehrs (RPV), also die nicht touristischen Züge, verkehren ab 8. Juni 2020 wieder mit Normalfahrplan. Ausgenommen bleibt der grenzüberschreitende Personenverkehr. Die Züge verkehren vorerst bis/ab Campocologno.

 

Die Coronakrise setzt der RhB stark zu. Die Auswirkungen auf die Frequenzen und Erträge sowie auf das erwartete Ergebnis Ende Jahr sind aufgrund der massiven Ausfälle sehr gross. Dazu RhB-Direktor Renato Fasciati: «Der finanzielle Schaden, der durch den Lockdown entstanden ist, ist enorm und trifft uns hart. Die Grundversorgung (Stundentakt) haben wir immer aufrechterhalten, es schmerzte jedoch ungemein zu sehen, wie fast leere Züge durch Graubünden rollten». Umso dankbarer ist Fasciati, dass es nun bald auch mit den touristischen Angeboten wieder losgeht. Dabei vertraut er auf die vielen Freunde der RhB und Graubündens, die nach der langen Zeit zuhause wieder Lust auf einen Ausflug mit der Bahn verspüren.

 

 

Bernina- und Glacier Express: Vorerst nicht das ganze Angebot

 

Wegen der aktuell noch verhaltenen Reservationsstände wird aus Kostengründen bei den Panoramazügen Bernina Express und Glacier Express vorerst noch nicht das ganze Angebot gefahren. Dazu Piotr Caviezel, Leiter Vertrieb und Marketing bei der RhB: «Noch ist ungewiss, wie sich die Situation im Tourismus entwickelt». Reisende aus Fernmärkten wie China, Indien oder den USA werden diesen Sommer ausbleiben. Die RhB hofft, dass sie dies mit anderen Kundengruppen wenigstens teilweise auffangen kann. Beim Bernina Express stammen knapp 50 Prozent der Gäste aus Deutschland, Italien und der Schweiz. «Aufgrund der für Juni angekündigten Grenzöffnungen von Deutschland und Italien und der offiziellen Empfehlung des Bundesrates, dass Schweizerinnen und Schweiz ihre Sommerferien in der Schweiz verbringen sollen, hoffen wir dennoch auf einen guten Sommer», so Caviezel weiter.

 

Beim Bernina Express verkehrt ab 8. Juni 2020 je ein Zug pro Richtung zwischen Chur und Tirano resp. vorerst zwischen Chur und Campocologno. Bei zunehmender Nachfrage kann das Angebot situativ weiter hochgefahren werden. Noch nicht definiert ist die Wiederaufnahme des Bernina Express Bus, welcher jeweils zwischen Tirano und Lugano für Anschluss an den Bernina Express sorgt. Der Glacier Express nimmt den Betrieb am 20. Juni 2020 wieder auf. Zunächst mit je einem Zug pro Richtung zwischen St. Moritz und Zermatt. Zum Neustart präsentiert sich der Paradezug im neuen Kleid: Alle Wagen sind frisch renoviert und am eleganten Stil der im letzten Jahr eingeführten Excellence Class angelehnt.

 

 

RhB: Touristische und historische Fahrten gemäss Fahrplan

 

Auch die täglichen fahrplanmässigen historischen Fahrten zwischen Davos und Filisur werden per Montag, 8. Juni 2020 wieder aufgenommen. Die Erlebnisfahrten Rheinschlucht starten am darauffolgenden Wochenende. Aufgrund der erfreulichen Nachfrage finden sie dieses Jahr nicht nur am Sonntag, sondern auch am Samstag statt.

 

 

 

Schweizerische Südostbahn (SOB)

 

Seit dem 11. Mai 2020 gilt bei der SOB wieder weitgehend das normale Fahrplanangebot

  • Der Voralpen-Express verkehrt weiterhin im Stundentakt, mit Verstärkung zwischen Rapperswil und St. Gallen während den Hauptverkehrszeiten. Die Verpflegungszonen im Voralpen-Express bleiben bis auf Weiteres geschlossen.
  • Die S4 verkehrt weiterhin im Stundentakt.
  • Die S31 verkehrt weiterhin im Stundentakt.
  • Die S13 verkehrt wieder im Halbstundentakt.
  • Das Angebot auf der Linie der S27 wird wieder zu den Hauptverkehrszeiten Montag bis Freitag gefahren.
  • Die S40 verkehrt wieder im Halbstundentakt.
  • Der Nachtbus (an den Wochenenden) Wil–Wattwil–Nesslau bleibt bis auf Weiteres eingestellt. 

 

 

Regionalverkehr Bern - Solothurn (RBS)

 

Ab 8. Juni 2020 gilt auf allen Bahn- und Buslinien des Regionalverkehr Bern-Solothurn ( RBS) wieder der Normalfahrplan. So fährt der RE Bern-Solothurn in den Hauptverkehrszeiten morgens und abends wieder im gewohnten Viertelstundentakt. Und auf der Linie S7 gilt morgens, mittags und abends wieder der 7 ½-Minuten-Takt zwischen Bern und Bolligen.

 

Der RBS konnte den Jahresfahrplan nach dem Lockdown auf den meisten Linien bereits per 11. Mai 2020 einführen. Wegen Personalengpässen (insbesondere aufgrund des temporären Unterbruchs laufender Ausbildungen) musste jedoch auf den Linien RE Bern-Solothurn und S7 Bern-Worb auf die Zusatzzüge in der Hauptverkehrszeit verzichtet werden. Per Montag, 8. Juni 2020 gilt auf allen Bahn- und Buslinien wieder der normale Jahresfahrplan.

 

 

 

Appenzeller Bahnen (AB)    -    Frauenfeld-Wil-Bahn (FBW)

Die Appenzeller Bahnen (AB) und die Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB) bieten die üblichen Services wie Gruppenreservationen, Gepäcktransport und Velomiete wieder an. Die Verkaufsstellen in Heiden und Appenzell sind geöffnet, Gruppenreisen und Gepäcktransporte sind wieder möglich. Die Erlebnisfahrten werden unter Einhaltung des Schutzkonzeptes wieder angeboten. Der Viertelstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten wird per 10. August 2020 und das Nachtangebot voraussichtlich per 14. August 2020 hochgefahren.

 

Erlebnisfahrten dürfen wieder stattfinden

 

Die offenen Aussichtswagen auf den Linien Rorschach-Heiden und Altstätten-Gais können bei schönem Wetter ab dem Wochenende vom 6. Juni 2020 wieder benutzt werden. Die beliebten öffentlichen Erlebnisfahrten wie Brunchfahrten oder Krimidinner in den nostalgischen Appenzeller Bahnen dürfen ebenfalls wieder stattfinden. Die seit Mitte März geschlossene Verkaufsstelle in Heiden steht für Buchungen ab dem 6. Juni 2020 wieder zur Verfügung. Die Verkaufsstelle in Appenzell ist wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar.

 

Vollumfängliches Fahrplanangebot nach Sommerferien

 

Der Viertelstundentakt Trogen-St.Gallen-Teufen, die zwei Schnellzugspaare Appenzell-St.Gallen sowie die Verdichtungszüge Wil-Wängi zu den Hauptverkehrszeiten werden ab dem 10. August 2020 wieder angeboten. Zu diesem Zeitpunkt nehmen einen Grossteil von Schulen und Unternehmungen ihren Betrieb nach den Sommerferien wieder auf. Das Nachtangebot wird voraussichtlich ab dem Freitag, 14. August 2020, hochgefahren, vorbehalten bleiben hier noch Entscheide des Bundersrates.

 

 

 

Sihltal - Zürich - Uetliberg - Bahn (SZU)

 

Die Uetlibergbahn S10 verkehrt ab 6. Juni 2020 wieder nach normalem Fahrplan bis nach Uetliberg (anstatt nur bis Ringlikon).

Das Nachtangebot SN 4 bleibt bis auf Weiteres eingestellt. Der Sihlwaldbus (Linie 137) und die Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg LAF fahren ebenfalls ab 6. Juni 2020 wieder nach normalem Fahrplan.

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Zahnradbahnen ins Appenzellerland dürfen vorerst weiter fahren

Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen haben geprüft, ob auf den drei Zahnradbahnlinien Altstätten Stadt−Gais, Rorschach Hafen − Heiden und Rheineck − Walzenhausen sinnvolle Alternativen zum heutigen Bahnangebot möglich sind. Die Ergebnisse liegen nun vor. Für jede der drei Linien gibt es unterschiedliche Lösungen.

Dieses Bild im auf 800 m.ü.M. gelegenen Luftkurort Heiden ist am 5.5.2019 entstanden                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Bahnlinien Altstätten Stadt − Gais, Rorschach Hafen − Heiden und Rheineck − Walzenhausen weisen seit Jahren eine rückläufige Nachfrage und sinkende Kostendeckungsgrade auf. Ausserdem stehen in den nächsten Jahren grössere Investitionen in die Erneuerung der Infrastruktur und teilweise auch der Fahrzeuge an. Deshalb haben die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr sowie den Appenzeller Bahnen alternative Betriebskonzepte für die drei Bahnlinien geprüft. Diskutiert wurden die Zwischenschritte und Ergebnisse jeweils in einer Begleitgruppe, in der auch die Gemeindepräsidenten der betroffenen Gemeinden sowie Vertreter aus den Tourismusorganisationen dabei waren. Der Ergebnisbericht wie auch eine touristische Potenzialstudie der Fachhochschule Graubünden liegen vor und sind ab sofort auf www.ar.ch/zahnradbahnlinien aufgeschaltet.

 

Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile haben die beiden Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen in Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr nun Entscheide gefällt.

 

 

Altstätten Stadt − Gais bis 2035

 

Die Bahn Altstätten Stadt bis Gais wird ca. bis ins Jahr 2035 fahren; also bis zum Ende des Lebensalters der Fahrzeuge. Dann wird die Strecke auf einen wirtschaftlich günstigeren Busbetrieb oder eine andere alternative Betriebsform umgestellt. Bis dahin ist die Infrastruktur durch die Appenzeller Bahnen soweit zu unterhalten, dass die Betriebssicherheit gewährleistet ist. Wie die Potenzialanalyse zeigt, ist die touristische Bedeutung dieser Linie klein, da sie nicht an den Bahnhof Altstätten angeschlossen ist. Im Gegensatz zur Bahn wäre mit dem Bus eine Direktverbindung zum Bahnhof Altstätten möglich.

 

 

Rorschach Hafen − Heiden weiterhin

 

Der Bahnbetrieb von Rorschach Hafen nach Heiden wird weitergeführt. Die touristische Bedeutung der Linie wiegt den Vorteil einer Umstellung auf Bus mehr als auf. Die Einstellung des Bahnbetriebs wäre für die Region und den Tourismus schlecht, denn die Bahn hat Zubringer von Schiene, Strasse und Bodensee-Schifffahrt. Mit dem Bus könnte zwar ein grösseres Gebiet entlang der Strecke erschlossen werden. Dafür wären aber zwei Busverbindungen notwendig und Wienacht hätte keinen direkten Anschluss mehr nach Rorschach. Zudem steigen die Chancen, dass ab 2022 mit der Verlängerung der IC-Züge nach Rorschach wieder attraktivere Anschlüsse in Richtung St.Gallen und Zürich möglich werden. Dies würde sich positiv auf die Frequenzen auswirken.

 

 

Automatisierte Bahnlösung für Rheineck−Walzenhausen

 

Der Handlungsbedarf für die Linie Rheineck − Walzenhausen ist hoch, denn das Fahrzeug könnte altersbedingt jederzeit ausfallen und müsste ersetzt werden. Die Appenzeller Bahnen prüfen, ob die Bahn als automatisierte Zahnrad- oder Seilbahn weitergeführt werden kann. Das wäre auch aus touristischer Sicht zusammen mit der Zahnradbahn Rorschach Hafen‒Heiden und der Schifffahrt interessant. Automatisierte Bahnlösungen haben zudem tiefere Betriebskosten und eine Verdichtung des Angebots ist jederzeit und mit geringen Mehrkosten möglich. Wenn diese Abklärungen die Zweckmässigkeit oder die Finanzierbarkeit einer automatisierten Lösung infrage stellen, würde als Option ein erweitertes Buskonzept Heiden – Walzenhausen – St.Margrethen mit dichterem Takt und besseren Anschlüssen auf S-Bahn und Fernverkehrszüge in St.Margrethen geprüft.

 

Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen schliessen nun bis Ende Jahr eine Vereinbarung mit den Appenzeller Bahnen zur Weiterentwicklung der drei Linien ab. Darin werden unternehmerische und kommunikative Massnahmen je Linie festgelegt. In einer zweiten Vereinbarung regeln die Kantone mit den betroffenen Gemeinden die Modalitäten, falls die Mindest-Kostendeckungsgrade trotz der Massnahmen nicht erreicht werden.


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Ergebnisbericht
Alternative Betriebsformen für die Appenzeller Zahnradbahnen
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InnoTrans Berlin: Neuer Termin im April 2021 positiv aufgenommen

Die internationale Leitmesse für Verkehrstechnik InnoTrans findet normalerweise alle zwei Jahre in Berlin statt. Im Jahr 2018 informierten sich 153.421 Fachbesucher aus 149 Ländern auf der Veranstaltung. Aufgrund der aktuellen Situation musste die für September 2020 geplante Messe auf den 27. bis 30. April 2021 verschoben werden. Diese Entscheidung stösst auf grosse Unterstützung der Mobilitätsbranche und Verantwortlichen der InnoTrans verzeichnen ein rundum positives Feedback.

Stadler Traverso und die neue S-Bahn Berlin an der InnoTrans 2018                                                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir - mit dieser sehr komplexen und komplizierten Maßnahme - dem weitaus überwiegenden Teil der Aussteller eine adäquate Alternative bieten können.“ so Matthias Steckmann, Senior Vice President, Messe Berlin.

 

Der neue Durchführungstermin der InnoTrans liegt mit gut einem halben Jahr in einem überschaubaren Zeitrahmen nach der ursprünglich geplanten InnoTrans im September 2020 und bietet ausreichend Planungssicherheit für Aussteller und Fachbesucher. Die darauffolgende InnoTrans ist mit einem Abstand von eineinhalb Jahren wieder im alten Turnustermin im September 2022 geplant.

 

„Alles in allem ist es sehr erfreulich, dass der größte Teil der Aussteller den neuen Termin im April 2021 begrüßt und die klassische Marketingplattform Fachmesse als Neustart nach Corona nutzen können wird. Es war von vornherein klar, dass einige Firmen der Branche ihre Teilnahme, infolge der Coronakrise und deren Auswirkungen, im April 2021 noch nicht hinbekommen werden. Das ist für die betroffenen Unternehmen sehr schade und wir versuchen zu unterstützen wo wir können. Umso schöner ist, dass der momentane Stand der Buchungen auf dem Niveau der InnoTrans 2018 liegt. Das zeigt eindeutig, die Branche ist sich einig und arbeitet auf Hochtouren an der InnoTrans im April kommenden Jahres. Insgesamt hat sich damit zwar der Überhang der Nachfrage, der noch Anfang des Jahres zu verzeichnen war, abgebaut, dennoch werden wir das gesamte Messegelände in Berlin bespielen. Ganz besonders freuen wir uns auf die Premiere des hub27.“ sagt Kerstin Schulz, Direktorin der InnoTrans.

 

 

Verbände sehen neuen InnoTrans-Termin als Perspektive

 

Die tragenden Verbände der InnoTrans unterstützen die Notwendigkeit einer Verschiebung und signalisieren Aufbruchsstimmung:

 

„Die schmerzliche, aber absolut richtige Entscheidung, die InnoTrans zu verschieben, sendet ein kräftiges doppeltes Signal. Erstens, Gesundheitsschutz steht an erster Stelle. Und zweitens, diese globale Leitmesse schafft Perspektive. Denn die Clean Mobility der Zukunft zusammen mit Partnern in aller Welt realisieren – das bleibt unser Auftrag und darum soll es auf der InnoTrans 2021 gehen.“, sagte Dr. Ben Möbius, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V.

 

Positiv äußern sich auch die Mitglieder des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, ZVEI: „Die Verschiebung der diesjährigen InnoTrans war keine leichte Entscheidung. Die Messe ist als Schaufenster neuer Technologien und Entwicklungen von hoher Bedeutung. Gleichwohl ist die Entscheidung, die die Messe Berlin zusammen mit dem ZVEI und weiteren Verbänden getroffen hat, richtig. Denn im Mittelpunkt jeder guten Messe müssen die Menschen selbst stehen – ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Der neue Termin vom 27. bis zum 30. April 2021 ist eine gute Wahl und gibt den Mitgliedsunternehmen des ZVEI Planungssicherheit. Die InnoTrans ist als erfolgreiche internationale Leitmesse für Verkehrstechnik seit Jahren ein großer Erfolg und wird sich unabhängig von der aktuellen Corona-Pandemie weiter positiv entwickeln. Davon bin ich überzeugt“, so Olaf Zinne, Leiter der ZVEI-Plattform Smart Mobility.

 

Die Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrs Forum, DVF, Dr. Heike van Hoorn betont ebenfalls die Notwendigkeit der Verschiebung und hebt die dadurch gewonnene Planungssicherheit für die Aussteller hervor: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Wir begrüßen es sehr, dass die Messe Berlin die internationale Leitmesse für Verkehrstechnik InnoTrans mit neuem Termin durchführen wird. Anstatt wegen der Corona-Beschränkungen dieses so wichtige Ereignis für die Schienen-, Bus- und ÖPNV-Branche abzusagen, hat die Messe Berlin ein neues Zeitfenster vom 27.- bis 30. April 2021 bekannt gegeben. Damit ist Ausstellern eine langfristige Planung möglich. Das DVF freut sich schon jetzt auf dieses Datum und wird auch im April mit Dialogforen vor Ort vertreten sein. Zuvor werden wir allerdings am 23. und 24. September 2020 die zwei geplanten Dialog-Veranstaltungen mit unserem Partner Messe Berlin digital durchführen. Wir halten den September-Platz somit für 2022 „warm“.“

 

Auch der Präsident der europäischen Eisenbahnindustrie UNIFE, Phillipe Citroën begrüßt den neuen Termin: "Es ist bedauerlich, dass die InnoTrans 2020 verschoben wurde, aber es war eine Notwendigkeit für die öffentliche Sicherheit, da die COVID19-Krise andauert. UNIFE freut sich darauf, im April nächsten Jahres mit unseren talentierten Kollegen aus dem gesamten Eisenbahnsektor in Berlin zusammenzutreffen, um über das "EU-Jahr der Eisenbahn" zu diskutieren, den Green Deal der EU zu unterstützen und die Ergebnisse der neuesten World Rail Market Study auszutauschen. Unsere Mitglieder werden ebenfalls anwesend sein, um ihre neuesten Innovationen vorzustellen, die das Rückgrat der nächsten Generation nachhaltiger Mobilität bilden werden.“

 

 

Industrie unterstützt neuen Termin der InnoTrans

 

„Mit der Corona-Krise befinden wir uns in einer Krisensituation, die Unternehmen weltweit vor große Herausforderungen stellt. Die Situation ist außerordentlich dynamisch und erfordert Entscheidungen, die nicht immer einfach aber dringend notwendig sind. Unser übergeordnetes Ziel ist der Schutz aller Mitarbeiter, sowie unserer Kunden und Partner. Das gelingt nur, indem wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen und auf diesem Weg die Dynamik der Erkrankungswelle abschwächen. Deshalb war es aus unserer Sicht die einzig richtige Entscheidung, die InnoTrans zu verschieben“, sagt Voith.

 

Verständnis für die Verschiebung äußerte auch die Berliner Verkehrsbetriebe BVG: „Dass die InnoTrans verschoben werden muss, ist schade, aber auch verständlich. Als Vorreiter in der Erprobung von ergänzenden Mobilitätslösungen ist uns der Austausch mit Gleichgesinnten der Mobilitätsbranche und der Politik extrem wichtig. Somit freuen wir uns auf den April 2021 und neue Impulse aus dem Bereich Mobility+.“, sagt Dr. Martell Beck, Head of Sales Marketing Digitization BVG.

 

Den Stellenwert der InnoTrans als internationale Plattform der Mobilität sieht Knorr-Bremse durch die Verschiebung ins Frühjahr 2021 als gewährleistet: „Die weltweit wichtigste Bahntechnikmesse „InnoTrans“ mit Besuchern aus allen Ländern der Welt und intensivem Reiseverkehr birgt vor dem Hintergrund der COVID-19-Krise die Gefahr, Infektionen zu übertragen“, sagt Mark Cleobury, Mitglied der Geschäftsführung der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH. „Um den Charakter der Messe als weltweites Forum aufrechtzuerhalten und eine Teilnahme zu ermöglichen, unterstützen wir eine Verschiebung auf das Jahr 2021.“



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Deutsche Bahn Bahn baut Angebot im In- und Ausland weiter aus

Die Deutsche Bahn fährt ihr Angebot weiter hoch. Kunden steht damit ab dem Pfingstwochenende ein deutlich grösseres Angebot zur Verfügung. Zusätzlich zur Wiederaufnahme der touristischen ICE- und IC-Linien werden auch besonders nachgefragte ICE-Städteverbindungen verstärkt: München - Dortmund via Nürnberg, Frankfurt am Main und Köln, München - Dortmund via Stuttgart und Köln sowie Basel - Dortmund via Karlsruhe und Köln. Hier setzt die Bahn Züge mit der doppelten Zahl an Sitzplätzen (Doppeltraktion) ein. Auch im Regionalverkehr der DB geht es voran: Im bundesweiten Durchschnitt liegt das Fahrplanangebot bereits wieder bei 95 Prozent.

Auch zwischen Berlin und Prag rollen wieder erste Züge                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber: "Die Nachfrage zieht langsam wieder an. Das ist ein gutes Zeichen für die gesamte Bahnbranche und den Klimaschutz. Deutschland braucht gerade in den Ferienmonaten ein breites Verkehrsangebot mit einer starken Schiene. Mehr Kapazität schafft zugleich Platz für Abstand und sicheres Reisen. Wir fahren jetzt rasch wieder unser touristisches Angebot hoch, wollen es sogar ausbauen und möglichst viele Reisende im Sommer für die umweltfreundliche Bahn gewinnen.“

 

Auch die ICE Sprinter-Züge zwischen Berlin und München kommen nachfrageorientiert zurück, der erste ab dem 2. Juni 2020, ein weiterer ab dem 14. Juni 2020. Ab Frankfurt, Stuttgart und München kommen die Fahrgäste besonders schnell direkt im Zentrum Berlins an.

 

Urlaubern bietet die DB im Sommer zusätzliche Züge. Ein ICE wird erstmals Stuttgart über Berlin mit Binz (Rügen) verbinden. Auch die Verbindungen ins Ausland werden ausgebaut. Es wird eine Direktverbindung Berlin - Innsbruck geben. Nach Österreich und in die Schweiz wird seit heute wieder annähernd das vollständige Angebot gefahren. Auch zwischen Berlin und Prag rollen wieder erste Züge. Weitere Verkehre in alle Nachbarländer folgen in Abhängigkeit der Grenzmodalitäten, Mitte Juni 2020 unter anderem in die Niederlande und nach Polen.

 

Ab dieser Woche führt die DB eine neue Auslastungsanzeige ein. Kunden sehen auf bahn.de und in der DB Navigator-App, sobald ein Fernverkehrszug über Vorabbuchungen zu mehr als 50 Prozent ausgelastet ist. Die Zahl der Reservierungen wird begrenzt. Bei Zügen mit voraussichtlich sehr hoher Auslastung kann der Ticketverkauf zudem ausgesetzt werden.

 

Die DB investiert unterdessen weiter in die Modernisierung und den Ausbau ihrer Fahrzeugflotte. Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Kapazität im Fernverkehr um rund 15.000 Sitzplätze erhöht. Bis Ende dieses Jahres sollen weitere rund 13.000 zusätzliche Sitzplätze hinzukommen.

 

 

Ab dem 25. Mai 2020 werden zwischen der Schweiz und Deutschland folgende Verkehre wieder aufgenommen: 

  • ICE Chur - Zürich HB - Basel SBB - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Hamburg-Altona 
  • ICE Interlaken Ost - Bern - Basel SBB - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Berlin Ostbahnhof
  • EC Zürich HB - Basel SBB - Mannheim Hbf - Köln Hbf - Hamburg-Altona  
  • EC Interlaken Ost - Bern - Basel SBB - Mannheim Hbf - Köln Hbf - Hamburg-Altona
  • IC Zürich HB - Schaffhausen - Singen (Htw) - Stuttgart Hbf   

Bereits seit dem 18. Mai 2020 sind die täglich sieben ICE-Verbindungen zwischen Basel SBB - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Flughafen und Köln Hbf planmässig unterwegs. Zu den EC Zügen zwischen Zürich HB - St. Gallen - St. Margrethen - Bregenz - Lindau und München Hbf hat uns ein DB-Bahnsprecher auf Nachfrage hin heute mitgeteilt, dass voraussichtlich ab dem 8. Juni 2020 wieder drei Eurocity-Zugpaare von Zürich via Lindau nach München fahren werden. Im Zeitraum vom 20. Juli bis 13. September 2020 fahren baubedingt nur IC-Busse nonstop zwischen den beiden Metropolen. Für allfällige Regionalzugverbindungen informieren Sie sich bitte via Online-Fahrplan. 

 

 

ÖBB Nightjet Züge

 

Die Wiederaufnahme der derzeit eingestellten Nachtreisezüge ist ab 26. Juni 2020 geplant (vorbehaltlich behördlicher Auflagen im In- und Ausland). Tickets sind ab sofort auf online erhältlich.


 

Bitte beachten Sie die behördlichen Anordnungen und die bis voraussichtlich Mitte Juni gültigen Reisebeschränkungen!

 

                                                                                                                                                                             Grafik: Deutsche Bahn


Die ersten ICE-Züge am 25. Mai 2020 in der Schweiz

Der ICE4 Triebzug Nr. 9044 war der Erste nach der Corona-Pause in den Schweizer Bergen!
Hier auf der Fahrt durchs Sarganserland als IC 1253 von Basel SBB (07.06) nach Chur (9.22);

Zuleitung für die anschliessende Fahrt als ICE 72 nach Hamburg.

 

 

Und auch der "gute altbewährte ICE1" hat uns heute wieder einmal beehrt, zumindest von Chur bis Basel.

Hier im Video der ICE 70 Chur (12.39) - Zürich HB (14.00) - Basel SBB (14.53) bei der Einfahrt in den Bahnhof Sargans.

Weiterfahrt ab Basel SBB (15.01) mit dem IC 2872 nach Frankfurt (Main) Hbf (17.58) - Hamburg-Altona (21.54).

 

 

Nach der Corona-Pause hat auch der erste direkte ICE aus Hamburg pünktlich wieder das Sarganserland erreicht.

Der DB ICE 71 aus Hamburg-Altona (06.02)  über Frankfurt (Main) Hbf (10.06)  -  Basel SBB (13.06)  -  Zürich HB (14.07)

nach Chur (15.22) wird hier mit "tosendem Applaus" vom Güterzug (im Vorprogram...) in Mols am Walensee begrüsst!

 

 

         ...und auch der nächste "Hamburger" hat pünktlich die Schweizer Berge erreicht.

ICE 75 aus Hamburg-Altona (10.07) über Frankfurt (Main) Hbf (14.06) - Basel SBB (17.06) -

Zürich HB (18.07)  nach  Chur (19.22)  kurz nach der Abfahrt am Bahnhof Sargans (19.03).

 

 


 

In den letzten Wochen wurde der öffentliche Verkehr europaweit schrittweise wieder hochgefahren. Da sich die Situation im Bahnverkehr jedoch laufend ändern kann, haben wir nachfolgend die wichtigsten Links zusammengestellt, wo Sie sich jeweils detailliert über die aktuelle Lage informieren können.

Schweiz




Deutschland




Österreich




Frankreich




Weitere Europäische Länder












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UPDATE zum internationalen Zugverkehr zwischen der Schweiz und den Nachbarländern

Schritt für Schritt werden auch die grenzüberschreitenden Zugverbindungen zwischen der Schweiz und den Nachbarländern wieder aufgenommen. Es gelten jedoch weiterhin die behördlichen Anordnungen der Länder. Ebenso zu beachten sind die aktuellen Einreisebeschränkungen beim Grenzübertritt. Nach Deutschland fahren ab dem kommenden Montag, 25. Mai 2020, unter anderem auch die ICE Züge auf der Linie Chur - Zürich - Basel - Hamburg sowie Interlaken - Bern - Basel - Berlin wieder planmässig. Nach Österreich wird mit den Regio und REX-Zügen der Grenz-Nahverkehr von Buchs SG nach Feldkirch sowie von St. Margrethen nach Bregenz wieder aufgenommen. Bereits seit dem 11. Mai 2020 verkehren nach Frankreich wieder TGV-Züge zwischen Basel und Paris sowie zwischen Genf und Paris. Der grenzüberschreitende Verkehr mit Italien bleibt hingegen bis auf weiteres eingestellt.

Ab Montag wird auch der DB ICE4 wieder in Zürich zu sehen sein                                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Ab dem 25. Mai 2020 werden zwischen der Schweiz und Deutschland folgende Verkehre wieder aufgenommen: 

  • ICE Chur - Zürich HB - Basel SBB - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Hamburg-Altona 
  • ICE Interlaken Ost - Bern - Basel SBB - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Berlin Ostbahnhof
  • EC Zürich HB - Basel SBB - Mannheim Hbf - Köln Hbf - Hamburg-Altona  
  • EC Interlaken Ost - Bern - Basel SBB - Mannheim Hbf - Köln Hbf - Hamburg-Altona
  • IC Zürich HB - Schaffhausen - Singen (Htw) - Stuttgart Hbf   

Bereits seit dem 18. Mai 2020 sind die täglich sieben ICE-Verbindungen zwischen Basel SBB - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Flughafen und Köln Hbf planmässig unterwegs. Die EC Züge zwischen Zürich HB - St. Gallen - St. Margrethen - Bregenz - Lindau und München Hbf bleiben hingegen bis auf weiteres eingestellt. Für allfällige Regionalzugverbindungen informieren Sie sich bitte via Online-Fahrplan. 

Die Bordgastronomie bleibt bis mindestens 08. Juni 2020 geschlossen.

 

 

 

Ab dem 25. Mai 2020 wird zwischen der Schweiz und Österreich der Grenz-Nahverkehr wieder aufgenommen:

  • S3 St. Margrethen - Lustenau - Bregenz
  • Regio und REX Buchs SG - Nendeln - Feldkirch

 

Ab dem 2. Juni 2020 wird der internationale Fernverkehr zwischen der Schweiz und Österreich wieder aufgenommen:

  • Railjet Zürich HB - Buchs SG - Innsbruck Hbf - Salzburg Hbf - Linz Hbf - Wien Hbf
  • EC "Transalpin" Zürich HB - Buchs SG - Innsbruck Hbf - Zell am See - Selzthal - Graz Hbf

 

 

Das Angebot zwischen der Schweiz und Frankreich

Seit dem 11. Mai 2020 verkehren zwischen Frankreich und der Schweiz täglich TGV-Züge zwischen Basel und Paris sowie zwischen Genf und Paris. Die Züge verkehren ab den französischen Bahnhöfen Genève Cornavin und Basel SNCF. Die Zollkontrollen werden beim Grenzübertritt am jeweiligen Bahnhof durchgeführt. Rechnen Sie mindestens 30 Minuten mehr Zeit vor der Abfahrt mit ein.

 

Aktuell werden diese TGV Lyria Verbindungen angeboten:

  • TGV 9774 Genève (14.29) - Paris (17.42)
  • TGV 9880 Genève (18.29) - Paris (21.42)
  • TGV 9763 Paris (08.18) - Genève (11.29)
  • TGV 9775 Paris (14.18) - Genève (17.29)
  • TGV 9226 Basel (16:34) - Paris (19:38)
  • TGV 9213 Paris (12:22) - Basel (15:26)

Die Regionalzugverbindungen in Richtung Frankreich (z.B. TER Verbindungen) werden schrittweise wieder aufgenommen.

Bitte informieren Sie sich via Online-Fahrplan. 

 

 

Das Angebot zwischen der Schweiz und Italien

 

Der grenzüberschreitende Verkehr mit Italien ist bis auf weiteres eingestellt.

Die jeweils aktuellen Infos zum Binnenverkehr in Italien finden Sie hier.

 

 

ÖBB Nightjet Züge

 

Die Wiederaufnahme der derzeit eingestellten Nachtreisezüge ist ab 26. Juni 2020 geplant (vorbehaltlich behördlicher Auflagen im In- und Ausland). Tickets sind ab sofort auf online erhältlich. Für die Verbindungen von Österreich nach Italien werden die Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme derzeit abgeklärt, daher sind diese Züge derzeit nicht buchbar.




                                                                                            Fotos: Marcel Manhart


 

In den letzten Wochen wurde der öffentliche Verkehr europaweit schrittweise wieder hochgefahren. Da sich die Situation im Bahnverkehr laufend ändern kann, haben wir hier die wichtigsten Links zusammengestellt, wo Sie sich jeweils detailliert über die aktuelle Lage informieren können.

Schweiz




Deutschland




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Thomas Ahlburg verlässt Stadler - Peter Spuhler übernimmt das Amt als Group CEO ad interim

Führungswechsel bei Stadler: Aufgrund von Differenzen hinsichtlich der strategischen und organisatorischen Weiterentwicklung von Stadler haben der Verwaltungsrat und der Group CEO Dr. Thomas Ahlburg entschieden, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aufzulösen. Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler übernimmt das Amt als Group CEO ad interim.

Thomas Ahlburg wird Stadler noch bis Ende 2020 als Senior Advisor zur Verfügung stehen              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Aufgrund von Differenzen hinsichtlich der strategischen und organisatorischen Weiterentwicklung von Stadler haben der Verwaltungsrat und der Group CEO Dr. Thomas Ahlburg entschieden, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aufzulösen. Der Verwaltungsrat nimmt zur Kenntnis, dass sich Dr. Thomas Ahlburg beruflich neu ausrichten und zukünftig als selbstständiger Unternehmer tätig werden möchte. Bis zur Benennung eines Nachfolgers übernimmt der exekutive Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler per sofort zusätzlich das Amt als Group CEO ad interim. Dr. Thomas Ahlburg wird dem Unternehmen noch bis Ende 2020 als Senior Advisor zur Verfügung stehen.

 

Peter Spuhler bedankt sich im Namen des Verwaltungsrates bei Dr. Thomas Ahlburg für seinen grossen Einsatz für Stadler in seiner Rolle als Group CEO, welche er seit dem 1. Januar 2018 ausübte, sowie für seine vorherige Tätigkeit als CEO von Stadler Bussnang. Dr. Thomas Ahlburg hat insbesondere die weitere Internationalisierung und den signifikanten Kapazitätsausbau von Stadler vorangetrieben, welche im erfolgreichen IPO am 12. April 2019 mündete. «Obwohl wir nicht immer gleicher Meinung waren, habe ich Thomas als leidenschaftlichen und pragmatischen CEO kennen- und schätzen gelernt», sagt Peter Spuhler.

 

Die operative sowie strategische Führung von Stadler ist dank der Erfahrung von Peter Spuhler als ehemaliger, langjähriger Group CEO und durch sein Amt als exekutiver Verwaltungsratspräsident in dieser Übergangsphase sichergestellt. Peter Spuhler zeigt sich zuversichtlich und sagt: «Ich bin überzeugt von der Qualität unserer Mitarbeitenden und des Managementteams, welche sich in den weltweit zuverlässig zum Einsatz kommenden Schienenfahrzeugen und Dienstleistungen widerspiegelt.»

 

 

COVID-19-Auswirkungen auf Stadler

 

Stadler ist bislang mit relativ geringen Auswirkungen durch die von COVID-19 ausgelöste Krise konfrontiert. Die zukünftigen Konsequenzen sind jedoch zum aktuellen Zeitpunkt schwer abschätzbar. Stadler ist von keinem Nachfrageausfall wie in anderen Branchen, beispielsweise in der Automobilindustrie, betroffen.

 

Stadler verfügt sowohl über eine sehr solide Liquidität als auch über einen weiterhin sehr hohen, mehrjährigen Auftragsbestand. Jedoch wurden kurzfristig einige Liefer- und Transportketten durch Komplikationen in der Zuliefererindustrie unterbrochen.

 

Weiter führen die Einschränkungen der Reisetätigkeit von Kunden und Mitarbeitern zu verzögerten Zulassungen, Abnahmen und verzögerten Fakturierungen. Dies hat zur Folge, dass Stadler gewisse Umsatzverschiebungen im Segment Rolling Stock erwartet. Zudem führt die Ausdünnung der Fahrpläne und damit verbundene Reduktion der gefahrenen Kilometer zu einem temporären Umsatzrückgang im Segment Service und Components.

 

Ausblick

 

Angesichts der gegenwärtigen Unsicherheiten werden die bisherigen Finanzziele für das Geschäftsjahr 2020 ausgesetzt. Weitere Informationen werden mit der Publikation der Halbjahresresultate am 25. August 2020 bekannt gegeben. Die mittelfristigen Finanzziele werden bestätigt.



                             Comeback von Peter Spuhler als Group CEO bei Stadler            Fotos: Marcel Manhart


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Bahnhof Zürich Wipkingen wird bis 2025 modernisiert und behindertengerecht umgebaut

Der Bahnhof Zürich Wipkingen wird ab Frühling 2023 modernisiert. Anstelle des Mittelperrons erhält der Bahnhof zwei Aussenperrons und wird nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BehiG) umgebaut. Ausserdem plant die SBB bis 2025 diverse Bestandteile der Bahninfrastruktur auf dem Abschnitt Wipkinger Viadukt -  Bahnhof Wipkingen -  Tunnelportal - Bahnhof Oerlikon zu sanieren. Um effizient zu bauen und die Auswirkungen auf Anwohnende und Reisende zu minimieren, plant die SBB, einen Grossteil der Arbeiten während einer einjährigen Streckensperrung Zürich HB - Zürich Wipkingen zwischen Dezember 2023 und Dezember 2024 auszuführen.

Anstelle des Mittelperrons gibt es in Zürich Wipkingen zwei Aussenperrons                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Das Projekt  zum Umbau des Bahnhofes Wipkingen nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BehiG) und die Arbeiten an der Bahninfrastruktur beinhalten insbesondere die Sanierung vom Wipkinger-Viadukt mit der Sanierung der Brücken Neugasse, Josef-, Heinrich- und Limmatstrasse sowie den Ersatz der Brücke Wasserwerkstrasse. Dazu stehen diverse Erneuerungsarbeiten an Fahrbahn und Fahrleitung auf dem Programm. Im Tunnel von Zürich Wipkingen nach Oerlikon ist die Sanierung von Feucht-, Tropf- und Hohlstellen notwendig. Am Bahnhof Zürich Wipkingen selbst erfolgt die behindertengerechte Gestaltung mit der Aufhebung des heutigen Mittelperrons und der Unterführung Nord inklusive stufenfreie Zugänge zu den Perrons sowie erhöte Perrons mit stufenfreiem Zustieg in die Züge. Ausserdem gib es eine neue durchgehende Personenunterführung Seite Zürich HB und Seite Oerlikon eine stufenfreie Verbindung zur Nordstrasse mittels Lift.

 

Die Realisierung der Arbeiten ist von Frühling 2023 bis Frühling 2025 geplant. Um effizient zu bauen und die Auswirkungen auf Anwohnende und Reisende zu minimieren, plant die SBB, einen Grossteil der Arbeiten während einer einjährigen Streckensperrung Zürich HB - Zürich Wipkingen zwischen Dezember 2023 und Dezember 2024 auszuführen. Im Vergleich zur Realisierung aller Bauarbeiten während laufendem Bahnbetrieb können die Arbeiten so in bedeutend kürzerer Zeit, kostengünstiger und in besserer Qualität vorgenommen werden. Die SBB rechnet mit Gesamtkosten von rund 100 Millionen Franken (Kostengenauigkeit +/- 20 Prozent). Die Finanzierung erfolgt über die Leistungsvereinbarung (LV) zwischen der SBB und dem Bund. Ausserdem hat der Bundesrat in seiner  Sitzung vom 13. Mai 2020  dem Parlament für die Periode 2021-2024 beantragt, den Zahlungsrahmen für Erhalt und Modernisierung des Schienennetzes zu erhöhen Die zusätzlichen Mittel dienen unter anderem auch dazu, Bahnhöfe und Haltestellen behindertengerecht anzupassen.

 

 

Umbau Bahnhof Wipkingen

 

Beim Umbau am Bahnhof Zürich Wipkingen wird die nördliche Unterführung aufgehoben. Neu erreicht man dann die Perrons mittels Treppe und Lift direkt von der Brücke Nordstrasse, wo sich auch die Bushaltestellen befinden. Das heutige Mittelperron wird durch zwei Aussenperrons ersetzt, damit wird die Verbindung zwischen den Perrons und den angrenzenden Quartieren verbessert. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedelungen der Baugenossenschaft (BEP) im Bahnhofsumfeld bedeutet dies barrierenfreien und schnelleren Zugang zu den Gleisen dank zwei neuen Unterführungen und zusätzlichen Veloabstellplätzen. Die steile Rampe auf der Ostseite wird so umgestaltet, dass man von der Rousseaustrasse künftig flacher und direkt aufs Perron gelangt. Das westliche Perron erreicht man ebenerdig direkt von der Dammstrasse her. Die südliche Unterführung wird neu durchgehend unter den Gleisen hindurchgeführt. So wird ein zusätzlicher Zugang zur Imfeldstrasse und zum Lettenfussweg geschaffen. Der angrenzende  Spielplatz muss umgesiedelt und der Garten Letten-Wasserwerk der BEP-Gartengruppe (er befindet sich auf Pachtland, welches der SBB gehört) zum Saisonende 2022 geräumt und ebenfalls verlegt werden.

 

 

S-Bahn Halte in Wipkingen

 

Bis zur Eröffnung der Durchmesserlinie verkehrten in Zürich Wipkingen noch die S2, S8 und die S14. Damals stiegen täglich durchschnittlich 5500 Passagiere ein und aus. Doch seit dem Fahrplanwechsel im Sommer 2014 wird der Bahnhof Wipkingen nur noch im Halbstundentakt durch die S24 bedient, entsprechend haben sich die Passagierzahlen um mehr als die Hälfte reduziert. Der Quartierverein Wipkingen hatte 2014 an die Stadt Zürich 6300 Unterschriften für einen Viertelstundentakt eingereicht und der damalige Stadtrat Andreas Türler hatte auch versprochen, sich für dieses Anliegen einzusetzen, erinnert sich Judith Stofer, Kantonsrätin und Mitglied des QV-Vorstands und sagt: "Passiert ist seither nichts". Sowohl mit der SBB als auch mit dem ZVV hat der Quartierverein hartnäckig um die Wiedereinführung des Viertelstundentakts verhandelt. Zahlreiche Möglichkeiten wurden diskutiert und Argumente vorgebracht. Für Stofer ist klar: "Man könnte, aber man will nicht". Sie hat am 10. Februar 2020 im Kantonsrat erneut eine Anfrage eingereicht. Darin will sie vom Regierungsrat wissen, ob der Viertelstundentakt in absehbarer Zeit wieder eingeführt werden kann.

 

Christian Vogt, Verkehrsplaner des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) erklärt die Entwicklungen, welche der ZVV derzeit plant. Diese seien eng verknüpft mit der Vorlage zur Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI), welche das Stimmvolk am 9. Februar letzten Jahres gutgeheissen hatte. Damit kann auch er für mögliche Verbesserungen nur einen fernen Horizont im Jahr 2030 bieten. Die Pläne des Projekts «S-Bahn 2G», wie der nächste Ausbauschritt der Zürcher S-Bahn genannt wird, der unter anderem alle Zürcher Quartierbahnhöfe im Viertelstundentakt bedienen möchte, seien weit fortgeschritten und das sei ein grosser Vorteil, wenn es dann um die Umsetzung gehe.

 

Thomas Kellenberger, Leiter Kommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung beim Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) verweist auf den Ausbauschritt 2035, der mit dem Ausbau vom Bahnhof Stadelhofen und dem Brüttnertunnel das Nadelöhr zwischen Zürich und Winterthur beseitigt und zusätzliche Kapazitäten bringt. Mit diesen neuen Infrastrukturbauten kann das S-Bahn-Angebot markant ausgebaut werden. Das bedeutet, dass vorerst einmal Geduld gefragt ist; der Baustart des Brüttnertunnels und des Ausbaus am Stadelhofen ist gemäss SBB frühestens ab 2026 möglich.


                                       Mit dem Projekt S-Bahn 2G (S-Bahn der zweiten Generation)

wollen die Verkehrsplaner des ZVV und der SBB die Kapazitäten auf dem Zürcher Bahnnetz langfristig verdoppeln.


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SBB, Thurbo und RegionAlps schreiben 194 einstöckige S-Bahn-Triebzüge aus

Gemeinsam mit Thurbo und RegionAlps hat die SBB gestern 194 einstöckige S-Bahn-Triebzüge ausgeschrieben. Die Bahnunternehmen benötigen neues Rollmaterial, um auch weiterhin einen leistungsfähigen und klimafreundlichen öffentlichen Verkehr anbieten zu können. Die Züge sollen primär bisherige einstöckige S-Bahn-Triebzüge ersetzen, die ausrangiert werden müssen. SBB, Thurbo und RegionAlps setzen bewusst auf ein bewährtes Fahrzeugkonzept und keine Neuentwicklung. Die Beschaffung wird in einem mehrstufigen Verfahren durchgeführt. Der Entscheid, welche Lieferanten zu einer zweiten Stufe der Ausschreibung zugelassen werden, soll Ende 2020 erfolgen.

Der  aktuelle  Projektplan  sieht  vor,  dass die  Vergabe 2022  erfolgt,  so dass die ersten neuen Züge ab Fahrplan 2026  eingesetzt werden können.                                                                                                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Bahnunternehmen benötigen neues Rollmaterial, um auch weiterhin einen leistungsfähigen und klimafreundlichen öffentlichen Verkehr anbieten zu können. Die Züge sollen primär bisherige einstöckige S-Bahn-Triebzüge ersetzen, die ausrangiert werden müssen. SBB, Thurbo und RegionAlps setzen bewusst auf ein bewährtes Fahrzeugkonzept und keine Neuentwicklung. Die Beschaffung wird in einem mehrstufigen Verfahren durchgeführt. Der Entscheid, welche Lieferanten zu einer zweiten Stufe der Ausschreibung zugelassen werden, soll Ende 2020 erfolgen.

 

SBB, Thurbo und RegionAlps benötigen neue, einstöckige S-Bahn-Triebzüge. Um ihre Flotten zu standardisieren und Synergien zu nutzen, haben die drei Bahnunternehmen heute eine gemeinsame öffentliche Ausschreibung gestartet. Von den insgesamt 194 Zügen sollen 106 an die SBB, 70 an Thurbo und 18 an RegionAlps gehen. Von den Herstellern gefordert wird ein bereits in einem europäischen Land bewährtes Fahrzeugkonzept; auf eine Neuentwicklung wollen SBB, Thurbo und RegionAlps verzichten. Der neue Zug soll für die Schweiz, Deutschland und Österreich zugelassen sein. Die Bahnunternehmen rechnen aktuell mit einem Bestellvolumen von maximal 1,5 Milliarden Franken. Den genauen Kreditrahmen legt der Verwaltungsrat der SBB bis Ende 2020 fest. Das Beschaffungsprojekt ist abgestimmt mit den betroffenen Kantonen, die im Regionalverkehr als Besteller agieren, und dem Bundesamt für Verkehr.

 

 

Ersatz bisheriger Züge

 

Die Züge sind primär als Ersatz für rund 270 bisherige Züge vorgesehen, die bis Ende 2035 aufgrund ihrer erreichten Lebensdauer ausrangiert werden müssen. Neben den 194 Zügen, die heute in einem ersten Schritt ausgeschrieben wurden, benötigen die Bahnunternehmen voraussichtlich mindestens 100 weitere Züge, um sämtliche Altfahrzeuge zu ersetzen und um die vom Parlament beschlossenen Angebotsausbauten und die damit verbundenen, erwarteten Verkehrszunahmen zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund sind Optionen für insgesamt 316 Fahrzeuge ausgeschrieben, die in den nächsten Jahren – je nach Entwicklung des Mobilitätsverhaltens – flexibel eingelöst werden sollen. Zusätzlich sind auf simap.ch Optionen für spezifische Serviceverträge (wie z.B. für das Zugbeeinflussungssystem ETCS) publiziert.

 

 

Einsatz ab Dezember 2025 geplant

 

Bis Ende 2020 beurteilen die drei Bahnunternehmen im Rahmen einer sogenannten Präqualifikation in einem ersten Schritt die Eignung möglicher Hersteller. Es sollen diejenigen drei Hersteller zur zweiten Stufe der Ausschreibung zugelassen werden, deren bestehende Fahrzeugplattform die Anforderungen aus den Angebots-, Infrastruktur- und Fahrplankonzepten bestmöglich erfüllen. Der aktuelle Projektplan sieht vor, dass die Vergabe 2022 erfolgt, so dass die ersten Züge ab Fahrplan 2026 eingesetzt werden können.

 

 

Wie passt die Beschaffung in die Rollmaterialstrategie von SBB, Thurbo und RegionAlps?

 

SBB: Der Fokus der SBB liegt auf wenigen, standardisierten Fahrzeugtypen. Der Regionalverkehr soll künftig – neben einer Flotte von Doppelstockzügen für die frequenzstärksten Linien (z.B. diejenigen der Zürcher S-Bahn) – eine moderne, kosteneffiziente einstöckige Flotte mit zwei Fahrzeugtypen umfassen. Der erste Typ wird mit der vorliegenden Ausschreibung beschafft und ersetzt zwischen 2025 und 2035 die Domino und einen Teil der Flirt (beschafft bis 2011). Der zweite Typ wird ab 2037 bis 2048 die verbleibenden Altfahrzeuge ersetzen.

Weitere Infos zur Flottenstrategie SBB sowie zu den bestehenden Zügen der SBB.

 

Thurbo: Thurbo setzt seit je her auf eine zuverlässige, kostengünstige Einheitsflotte mit zwei unterschiedlichen Fahrzeuglängen. Damit können die unterschiedlichen Perronlängen im Thurbo Netz optimal genutzt, genügend Kapazitäten im Zulauf zu den Zentren Winterthur und St. Gallen sichergestellt und die Kosten durch schnelles, bedarfsgerechtes Stärken und Schwächen tief gehalten werden.

Weitere Infos zu den Zügen von Thurbo.

 

RegionAlps: RegionAlps muss die Fahrzeuge des Typs Domino und Nina ersetzen, um die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden zu erfüllen und genügend Kapazitäten auf ihren Linien zu garantieren. Weitere Infos zu den Zügen von RegionAlps.

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Fernverkehr in Österreich wieder im Regelfahrplan unterwegs - West-Regelung gilt weiterhin

Ab heute ist der Fernverkehr innerhalb Österreichs wieder im Regelfahrplan unterwegs. Die Railjets zwischen Wien und Westösterreich fahren wieder im Stundentakt. Auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg bleibt es vorerst beim Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung. Auch auf der ÖBB-Südbahnstrecke von Wien nach Graz gilt ab heute wieder der gewohnte Stundentakt. Besonders für die Menschen in Vorarlberg, Tirol sowie in der Steiermark ergibt sich dadurch auch eine deutliche Verbesserung im Nahverkehr, der hier besonders eng mit dem Fernverkehr verzahnt ist.

Die gegenseitige Ticketanerkennung ÖBB/WESTbahn bleibt vorläufig bis 7. Juli 2020 bestehen          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Ab heute ist der Fernverkehr innerhalb Österreichs wieder im Regelfahrplan unterwegs. Das gaben Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und ÖBB CEO Andreas Matthä am vergangnen Freitag bekannt. Leonore Gewessler: "Das Wiederhochfahren des innerösterreichischen Fernverkehrs ist ein wichtiger zweiter Schritt nach dem Hochfahren des Nah- und Regionalverkehrs. Wir begleiten damit vorausschauend das Wiederhochfahren der Wirtschaft und der Schulen und bieten allen Menschen, die wieder häufiger unterwegs sind, eine sichere, klimafreundliche und leistbare Verkehrsalternative.“ Andreas Matthä: "Durch die Rückkehr zum Regelbetrieb im nationalen Fernverkehr können wir unseren Fahrgästen die gewohnte Mobilität im ganzen Land wieder im vollen Umfang anbieten.“

 

Die Railjets zwischen Wien und Westösterreich sind wieder im Stundentakt unterwegs. Auch auf der ÖBB-Südbahnstrecke von Wien nach Graz gilt wieder der gewohnte Stundentakt. Auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg bleibt es vorerst beim Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung. Diese Regelung gilt vorläufig bis zum 7. Juli 2020.

 

Internationale Nachtzugverbindungen und Fernverkehre ins Ausland werden abhängig von den Grenzöffnungen im Laufe der nächsten Wochen wieder aufgenommen. Die aktuelle Lage ist jeweils auf der ÖBB-Sonderseite und der ÖBB-Streckeninformation ersichtlich. Bereits seit 14. April 2020 gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend Mund-Nasen-Schutz. Die ÖBB haben ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im operativem Dienst wie beispielsweise Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter oder Mitarbeiter an den Personenkassen ebenfalls mit einem Mund- Nasenschutz (sogenannten "Papiermasken“) ausgestattet.

 

 

West-Regelung bleibt vorläufig bis zum 7. Juli 2020

 

Um den öffentlichen Verkehr auf der Schiene verlässlich als Grundversorgung aufrecht zu erhalten und ihn trotz der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie als Rückgrat der Mobilität zu stärken, hatte sich das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) Mitte April dazu entschieden, eine Notvergabe für die Strecke Wien - Salzburg zu machen. Seit dem 20. April 2020 betreiben ÖBB und WESTbahn die Verbindung gemeinsam und die Tickets werden gegenseitig anerkannt.

 

Der seit 20. April 2020 zwischen Wien und Salzburg geltende Fahrplan wird vorläufig bis zum 7. Juli 2020 beibehalten. Erworbene Tickets – egal ob von ÖBB oder WESTbahn ausgestellt – werden für diesen Zeitraum in allen WESTbahn-Zügen sowie Fernverkehrszügen (Railjet, Railjet Express, ICE) der ÖBB akzeptiert. Ausnahme: Zugpaar IC 94/95. WESTbahn-Tickets können auch in den ÖBB CityjetExpress Zügen (CJX) von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt sowie in der S80 zwischen Wien Hütteldorf und Wien Meidling genutzt werden.

 

Die WESTbahn-Standard Tickets, WESTvorteilspreis, die 30-Tage-Karte sowie die Jahreskarte gelten in ÖBB Fernverkehrszügen in der 2. Klasse. Die WESTbahn-Plus Tickets sind in der 1. Klasse der ÖBB gültig. Das gilt vice versa auch für ÖBB 1. Klasse Tickets. Aktionstickets der WESTbahn, welche vor dem 20. April 2020 ausgestellt wurden, werden ebenfalls akzeptiert.

 

Folgende ÖBB Tickets sind in der WESTbahn gültig:

  • Standardticket
  • Standardticket mit Vorteilscard
  • Österreichcard
  • ÖBB Zeitkarten (Wochen- und Monatsstreckenkarten)

Achtung: Sparschiene-Tickets sind zuggebundene Tickets und gelten deshalb nur in dem konkret gewählten Zug.


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ÖBB / WESTbahn Fahrplan Wien - Salzburg
Vorübergehend gültig bis zum 7. Juli 2020
Weststrecke_A4q_200423b.pdf
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Wiedereröffnung des DB Museums Nürnberg mit vielseitigem Sonderprogramm und neuen Ausstellungen

Am 19. Mai 2020 öffnet das DB Museum in Nürnberg seine Pforten wieder für Besucherinnen und Besucher. Mitte März wurde das Haus als präventive Massnahme zur Eindämmung von COVID-19 geschlossen. Umso mehr freut sich das Team darauf, nach rund zwei Monaten endlich wieder Gäste im Museum begrüssen zu dürfen. Museumsdirektor Dr. Oliver Götze: "Lange Zeit hat im DB Museum das Wichtigste gefehlt – unsere Besucherinnen und Besucher. Daher ist es uns eine grosse Freude, dass Haus endlich wieder zu öffnen und neben einem vielseitigen Sonderprogramm gleich zwei neue Ausstellungen zeigen zu können.“

Modelle von TEE-Zügen aus Europas Ländern im DB Museum Nürnberg                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Umfangreiche Schutz- und Hygienekonzepte

 

Bereits seit mehreren Wochen bereitet sich das DB Museum akribisch auf eine mögliche Wiedereröffnung vor. Als Mitmach-Museum mit vielen interaktiven Elementen sind weitaus anspruchsvollere Hygienekonzepte umzusetzen als zum Beispiel in Kunstmuseen. Teilbereiche des Museums müssen aus Sicherheitsgründen leider weiterhin geschlossen bleiben; hierzu zählt unter anderem das Kinder-Bahnland KIBALA. Dennoch besteht der Anspruch, den Besucherinnen und Besuchern ein besonderes Erlebnis zu bieten: So ist für Ende Juni eine Sonderausstellung auf dem 15.000 Quadratmeter großen Freigelände in Planung, während das Angebot für Individualgäste deutlich verstärkt und ein umfangreiches Sonderprogramm entwickelt wurde. Zudem gelten bis auf Weiteres reduzierte Eintrittspreise.

 

 

Zwei neue Ausstellungen ermöglichen vielseitige Einblicke

 

Mit der Wiedereröffnung wird im DB Museum eine neue Dauerausstellung zu sehen sein. Unter dem Titel "Bahnhofszeiten“ kann auf rund 200 Quadratmetern das Leben an Bahnhöfen in all seinen Facetten erlebt werden. Mit Mitteln der Dokufiktion werden zudem historische Charaktere zum Leben erweckt: vom Dienstmädchen aus der Kaiserzeit über den Gepäckträger der Bundesbahn bis zu den ersten Nutzerinnen digitaler Fahrplan-Apps.

 

Ab 25. Juni 2020 kommt mit "Fokussiert! 100 Jahre Deutsche Reichsbahn“ eine weitere Ausstellung unter freiem Himmel hinzu. Auf dem Freigelände des Museums werden Dampf-, Diesel- und Elektrofahrzeuge der Jahre zwischen 1920 und 1945 zu sehen sein. Gleichzeitig entführt die Schau in die Frühzeit der Eisenbahnfotografie. Besonderes Highlight sind die eigens für die Ausstellung errichteten Hochsitze, die einzigartige Foto-Perspektiven auf die Lokomotiven eröffnen werden.

 

 

Sonderprogramm macht Museumsbesuch zum Erlebnis

 

Pünktlich zur Wiedereröffnung hat das Team des DB Museums ein vielseitiges Sonderprogramm entwickelt, um den Museumsbesuch für alle Gäste - trotz Einschränkungen – zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

 

Die kostenlosen Führungen am Wochenende werden deutlich aufgestockt. Sowohl samstags als auch sonntags werden vier Führungen für maximal sechs Gäste angeboten (11:30, 12:30, 14:30 und 15:30 Uhr). Für Individualbesucher wird das Angebot an kostenfreien Rallyes durch das Museumgebäude und auf dem Freigelände deutlich erweitert. Ob analog oder digital (über die Museums-App), ob für Kinder oder Eisenbahnprofis – verschiedene Rallye-Varianten ermöglichen einen Museumsbesuch gepaart mit einer Extraportion Spannung und Spaß! Zudem steht ein Media-Guide zur Verfügung, der über das eigene Smartphone genutzt werden kann.

 

Ein grosser Schwerpunkt des Sonderprogramms wird ab 25. Juni 2020 auf dem Freigelände liegen. Um am Wochenende einen möglichst grossen Abstand zwischen den Museumsgästen zu gewährleisten, wird das Programm unter freiem Himmel mit der Ausstellungseröffnung von "Fokussiert!“ deutlich aufgestockt. Für kleine Eisenbahnfans lädt dann ein Bobby-Train-Parcours zum Spielen ein (samstags und sonntags, 11 bis 16 Uhr). Zudem werden sonntags Fahrten mit der historischen Handhebel-Draisine und täglich mit der Feldbahn angeboten. Jeden Samstag und Sonntag ermöglichen Megafon-Führungen spannende Einblicke in die Welt der Eisenbahn (jeweils 17 Uhr). Für das leibliche Wohl auf dem Freigelände sorgt das Museumsrestaurant "TINTO“ mit Snacks und Getränken „to go“.

 

 

Aktionstag für Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren

 

Für Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren wird das Museum an jedem letzten Mittwoch im Monat zwischen 9 und 12 Uhr exklusiv geöffnet. In dieser Zeit ist der Eintritt den älteren Museumgästen vorbehalten. Zudem stellt das DB Museum diesen Gästen kostenlose Mund-Nase-Bedeckungen zur Verfügung (solange der Vorrat reicht).

 

 

Mund-Nase-Bedeckungen in originellem Eisenbahn-Design

 

Die Idee für eine eigene "DB Museum“-Mund-Nase-Bedeckung entstand bei einer der unzähligen Videokonferenzen zu Sicherheits- und Hygienekonzepten. Da stand plötzlich der Gedanke im Raum, eine eigene Mund-Nase-Bedeckung für alle Fans des DB Museum wäre doch eine tolle Sache. Pünktlich zur Wiedereröffnung werden drei verschiedene Varianten im Museumsshop erhältlich sein, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene in farbenfrohem Eisenbahn-Design.

 

 

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

 

Anschluss sichern. Verbindungen schaffen. Weichen stellen: Die Deutsche Bahn Stiftung GmbH bündelt unter diesem Leitsatz das gemeinnützige Engagement des DB-Konzerns und knüpft damit an die Tradition der Hilfe und Verantwortung an, wie Eisenbahner sie seit jeher leben. Sie verbindet dabei Eisenbahngeschichte mit Weichenstellungen für die Zukunft. Sie betreibt das DB Museum, setzt sich für die Integration von Menschen am Rande der Gesellschaft ein, schafft nachhaltige Bildungsangebote und fördert ehrenamtliches Engagement.

 

Das im Jahr 1882 gegründete DB Museum ist das älteste Eisenbahnmuseum der Welt. Weit über 200.000 Gäste aus der ganzen Welt besuchen jedes Jahr das Stammhaus des DB Museums in Nürnberg und die beiden Außenstellen in Koblenz und in Halle/Saale. Unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung hält es die deutsche Eisenbahngeschichte aller Epochen lebendig und macht sie von den Anfängen um 1800 bis in die Gegenwart für Besucherinnen und Besucher zugänglich.

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SBB erlässt oder reduziert Geschäftsmieten während Lockdown

Die SBB unterstützt ihre Geschäftsmieterinnen und -mieter substanziell: Wer von behördlichen Schliessungen betroffen ist, zahlt für die Dauer des Lockdowns keine Miete. Das sind primär Laden- und Gastrobetriebe in den Bahnhöfen. Betriebe, die offen bleiben durften, erhalten Mietzinsreduktionen, deren Höhe vom Umsatzrückgang abhängt.

Die SBB passt die Mietzinse für die Lockdown-Phase entsprechend an                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Insgesamt werden die Mietzinse bei über 1200 Mietverträgen für die Lockdownphase angepasst. Die SBB gewährt ihren von der Coronakrise betroffenen Geschäftsmieterinnen und -mietern an Bahnhöfen und sonstigen Standorten für die Lockdown-Phase konkret folgende Mietzinserlasse und -reduktionen:

  • Die SBB verzichtet auf Mieten von Unternehmen, die während des Lockdowns auf behördliche Anweisung schliessen mussten. Davon profitieren in erster Linie Laden- und Gastrobetriebe in den Bahnhöfen. Je nach Nutzung dauert diese Phase vom 17. März bis 26. April, 10. Mai oder voraussichtlich 8. Juni 2020.
  • Betriebe, die nicht schliessen mussten, zahlen während des Lockdowns weniger Miete. Die Höhe der Reduktionen definiert sich anhand der Umsatzrückgänge der jeweiligen Nutzung.
  • Von den Mietzinsreduktionen ausgeschlossen sind Mieterinnen und Mieter von Büro- und Wohnflächen.

 

Mit dieser Regelung will die SBB ihre Geschäftsmieterinnen und -mieter unterstützen, zu deren Planungssicherheit und Liquidität beitragen und die teils langjährigen Geschäftsbeziehungen würdigen. Die Geschäftsmieterinnen und -mieter werden in den kommenden Tagen von der SBB kontaktiert; sie müssen die Mietzinsreduktion nicht beantragen.

 

Die SBB ist dem Geschäftsmieterinnen und -mieter bereits unmittelbar nach dem Lockdown mit Sofortmassnahmen entgegengekommen: So wurde die Zahlungsfrist für Mietzinse ab März 2020 um 60 Tage verlängert und die Mindestöffnungszeiten für sämtliche Geschäfte aufgehoben.

 

Die SBB unterstützt ihre Geschäftsmieterinnen und -mieter auch in der Hochlaufphase seit dem 11. Mai bei der Einhaltung der Hygienevorschriften (z. B. Konzeption und Umsetzung von Wartebereichen vor Geschäften), um den Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs unter den derzeitigen Umständen eine sichere und komfortable Reise zu ermöglichen.

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Ab 18. Mai 2020 ist der Fernverkehr innerhalb Österreichs wieder im Regelfahrplan unterwegs

Ab kommendem Montag, 18. Mai 2020, ist der Fernverkehr innerhalb Österreichs wieder im Regelfahrplan unterwegs. Das gaben Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä heute bekannt. Die Railjets zwischen Wien und Westösterreich sind somit wieder im Stundentakt unterwegs. Auch auf der ÖBB-Südbahnstrecke von Wien nach Graz gilt ab Montag wieder der gewohnte Stundentakt. Besonders für die Menschen in Vorarlberg, Tirol sowie in der Steiermark ergibt sich dadurch auch eine deutliche Verbesserung im Nahverkehr, der hier besonders eng mit dem Fernverkehr verzahnt ist.

Die Railjets fahren zwischen Wien - Westösterreich und Wien - Graz wieder im Stundentakt             Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: "Das Wiederhochfahren des innerösterreichischen Fernverkehrs ist ein wichtiger zweiter Schritt nach dem Hochfahren des Nah- und Regionalverkehrs. Wir begleiten damit vorausschauend das Wiederhochfahren der Wirtschaft und der Schulen und bieten allen Menschen, die wieder häufiger unterwegs sind, eine sichere, klimafreundliche und leistbare Verkehrsalternative.“

 

ÖBB CEO Andreas Matthä: "Durch die Rückkehr zum Regelbetrieb im nationalen Fernverkehr können wir unseren Fahrgästen die gewohnte Mobilität im ganzen Land wieder im vollen Umfang anbieten.“

 

Internationale Nachtzugverbindungen und Fernverkehre ins Ausland werden abhängig von den Grenzöffnungen im Laufe der nächsten Wochen wieder aufgenommen. Die aktuelle Lage ist jeweils auf der ÖBB-Sonderseite und der ÖBB-Streckeninformation ersichtlich.

 

Auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg bleibt es vorerst beim Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

 

Bereits seit 14. April 2020 gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend Mund-Nasen-Schutz. Die ÖBB haben ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im operativem Dienst wie beispielsweise Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter oder Mitarbeiter an den Personenkassen ebenfalls mit einem Mund- Nasenschutz (sogenannten „Papiermasken“) ausgestattet.

 

Aufgrund der Corona-Situation werden aktuell die Bahnhöfe nicht nur wie sonst gründlichst gereinigt, sondern auch grossflächig desinfiziert. Dafür sorgen über 1.000 Reinigungskräfte, die an Bahnhöfen, Haltestellen sowie in Zügen und Bussen im Einsatz sind. Neben dem alltäglichen Reinigungsprogramm wird hier besonderer Fokus auf Punkte gelegt, mit denen Fahrgäste öfter in Berührung kommen, wie. z.B. Armlehnen und Handläufe, Haltegriffe, Türöffner, oder auch Ticketautomaten. Diese werden mehrmals täglich desinfiziert.

Verständlicherweise ist so auch der Bedarf an Desinfektionsmittel gestiegen. Allein in den Zügen werden so täglich ca. 600 Liter hochkonzentriertes Desinfektionsmittel verwendet. Um die Sicherheit auch unter Kolleginnen und Kollegen zu gewährleisten, wird auf den Mindestabstand zwischen dem Reinigungspersonal geachtet und es werden ihnen zusätzliche Handschuhe zur Verfügung gestellt.

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BAV gleist Massnahmen auf, um finanzielle Einbussen bei Transportunternehmen aufzufangen

Nach dem Einbruch bei der Nutzung des öffentlichen Verkehrs (ÖV) und dem Rückgang beim Schienengüterverkehr infolge der Corona-Krise hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) umgehend reagiert. Mit der früheren Auszahlung bereits vereinbarter Subventionen stellte es sicher, dass die Transportunternehmen über genügend flüssige Mittel verfügen. Bis Ende April zahlte das BAV rund 500 Millionen Franken vorzeitig aus.Nun erarbeitet es mittel- und langfristige Unterstützungsmassnahmen, die dem Parlament in diesem Sommer vorgelegt werden sollen.

Aufgrund der Corona-Krise nahm die Zahl der ÖV-Passagiere um mehr als 80% ab                              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Um die Corona-Pandemie in der Schweiz einzudämmen, empfahl der Bundesrat der Bevölkerung Mitte März 2020, Fahrten im ÖV zu vermeiden, das heisst wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten sowie auf Freizeitverkehr zu verzichten. Diese Ausgangsbeschränkungen trafen den ÖV mit voller Wucht. Schätzungen der SBB zufolge nahm die Zahl der Fahrgäste um mehr als 80 Prozent ab. Die vorübergehende Ausdünnung des Fahrplans ging mit der Erwartung einher, dass die zur Verfügung gestellten Zugkompositionen in unveränderter Länge verkehren, um die Einhaltung der Abstandsregeln sicherzustellen. Die Unternehmen waren nicht in der Lage, den Rückgang der Nachfrage durch eine proportionale Senkung ihrer Kosten aufzufangen. Wegen Ladenschliessungen und Stilllegungen der Produktion ging ab Mitte März 2020 auch der Güterverkehr stark zurück.

 

Der plötzliche Nachfrageeinbruch gefährdete die Liquidität der Unternehmen. Das BAV hat deshalb beschlossen, vereinbarte Beiträge schneller oder vorzeitig auszuzahlen. Dank dieser Flexibilität erhielten Unternehmen, die im regionalen Personenverkehr, im Unterhalt und Ausbau des Schienennetzes und im alpenquerenden Schienengüterverkehr tätig sind, bis Ende April 2020 Subventionsvorschüsse in Höhe von knapp 500 Millionen Franken.

 

 

Stossrichtungen für das weitere Vorgehen

 

Das im März 2020 aufgegleiste Massnahmenpaket des BAV ist als sofortige und pragmatische Antwort auf die aktuellen Bedürfnisse der Transportunternehmen ausgerichtet. Ergänzend dazu können die Transportunternehmen auf die vom Bund für alle Branchen bereitgestellten Finanzhilfen zurückgreifen. Dies sind insbesondere vom Bund abgesicherte Bankkredite und Entschädigungen für Kurzarbeit, sofern die Bedingungen dafür erfüllt sind. Die Transportunternehmen werden die Bankkredite aber kaum zurückzahlen können, da sie von Gesetzes wegen im Bereich der bestellten Leistungen keine Gewinne erwirtschaften dürfen.

 

Das BAV erarbeitet deshalb Massnahmen, um den Unternehmen zu helfen, die Corona-bedingten Verluste abzufedern. Die Massnahmen sollen sich soweit wie möglich in bestehende Prozesse einfügen und die Kompetenzaufteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden berücksichtigen. Anlässlich eines Treffens am 30. April, zu dem Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga eingeladen hatte, stellte das BAV den anwesenden Branchenakteuren und den Kantonen die Stossrichtung seiner Überlegungen vor:

  • Bei der Eisenbahninfrastruktur ist geplant, dass die unvorhersehbaren krisenbedingten Defizite über Änderungen der Leistungsvereinbarungen zwischen dem BAV und den Infrastrukturbetreiberinnen übernommen werden sollen. In erster Linie geht es darum, den Verlust auszugleichen, der wegen rückläufiger Trassenpreis-Erlöse entsteht. Zudem sollen geeignete Massnahmen die Liquidität des Bahninfrastrukturfonds sichern, dessen Einnahmen ebenfalls gesunken sind.
  • Das BAV hat Anfang Mai beschlossen, die von 2019 auf 2020 angesetzten Subventionskürzungen im unbegleiteten kombinierten Verkehr durch die Alpen rückgängig zu machen. Hierfür erhöht es für die Periode April bis Dezember 2020 die Abgeltung je gefahrenem Zug um 160 Franken. Das BAV schöpft damit den bestehenden Handlungsspielraum aus. Es sieht vor, für weitere Massnahmen eine Gesetzesanpassung anzustossen. Eine Härtefallregelung soll zudem die punktuelle Unterstützung des Binnengüterverkehrs auf der Schiene ermöglichen, wo dies erforderlich ist.
  • Im Bereich des regionalen Personenverkehrs (RPV) prüft das BAV die Möglichkeit, dass die Besteller – Bund und Kantone –, das 2020 entstandene Defizit übernehmen statt nur die vor der Corona-Pandemie geplanten ungedeckten Kosten abzugelten. Die Besteller würden sich nach dem im RPV üblichen Verteilschlüssel an dieser Ausgabe beteiligen. Im Gegenzug wird von den Unternehmen erwartet, dass sie nachweislich alles unternommen haben, um das Schadensausmass möglichst gering zu halten. Zudem wäre die Unterstützung an den Verzicht auf die Ausschüttung einer Dividende geknüpft. Und schliesslich müssen auch von den Unternehmen geäufnete Reserven eingesetzt werden, um die Belastung der öffentlichen Hand zu reduzieren.
  • Im Fernverkehr wird mit der SBB nach einer Lösung für die finanziellen Verluste gesucht.
  • Finanzhilfen für den Ortsverkehr liegen grundsätzlich in der Kompetenz der Kantone und Gemeinden, die das Angebot in diesem Bereich bestellen. Das BAV hat jedoch die Forderung der Teilnehmenden am Runden Tisch vom 30. April nach einer aktiven Finanzhilfe des Bundes zur Kenntnis genommen und stellt Überlegungen dazu an. Es wird dem Bundesrat seine Vorschläge dazu unterbreiten.
  • Die Unterstützung des touristischen Verkehrs würde im Rahmen der etwaigen Massnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise im Tourismus abgewickelt.

Das BAV ist im regelmässigen Austausch mit den Transportunternehmen, den Kantonen und den weiteren Beteiligten. Es arbeitet an einer Sonderbotschaft, die im Sommer vom Bundesrat verabschiedet und im Herbst vom Parlament beraten werden soll.

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Appenzeller Bahnen und Frauenfeld-Wil-Bahn prüfen Fusion

Die Verwaltungsräte der Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB) und der Appenzeller Bahnen (AB) haben entschieden, die Fusion der beiden Bahnen näher zu prüfen. Ziel ist, bis Ende Jahr die Grundlagen für einen Entscheid auszuarbeiten. Falls die Vorprüfungen positiv ausfallen, werden die Verwaltungsräte den Generalversammlungen von FWB und AB vom Juni 2021 die Fusion beantragen.

AB und FWB arbeiten bereits seit 2003 eng zusammen                                                                     Foto: Appenzeller Bahnen

 

 

 

 

Die beiden regional stark verankerten Meterspurbahnen arbeiten seit 2003 eng zusammen. Die  Appenzeller Bahnen  führen in einem Mandatsauftrag die Geschäfte für die Frauenfeld-Wil-Bahn. Durch die gemeinsame Geschäftsführung können bereits jetzt Synergien in verschiedenen Bereich genutzt werden. Analysen haben gezeigt, dass mit einem rechtlichen Zusammengehen weitere Vereinfachungen umgesetzt und Optimierungen erreicht werden können. Eine Fusion führt auch zur Reduktion von Geschäftsrisiken, welchen die beiden Bahnen ausgesetzt sind.

 

 

Optimierungen

 

Bei der FWB sind die strategischen Schritte in der Infrastruktur und bei der Fahrzeugflotte weitgehend umgesetzt oder die Planung ist bereits weit fortgeschritten. Der Handlungsspielraum in den Bereichen Angebot, Vertrieb, Tarif und Sortiment ist bei beiden Bahnen beschränkt. Parallele Strukturen sind in der Weiterentwicklung des Kerngeschäftes nicht mehr zeitgerecht. Mit einem Zusammenschluss werden die Leistungen für die öffentliche Hand vorteilhafter erbracht, was letztlich zu einer finanziellen Entlastung und zu administrativen Vereinfachungen führen wird.

 

 

Abstimmung im Juni 2021

 

Bis im Herbst wollen die beiden Bahnen die Grundlagen für die Fusion ausarbeiten und die strategischen Fragen klären. Ziel ist dabei die Beibehaltung der Marken und des Erscheinungsbildes der FWB sowie eine Thurgauer Vertretung in den künftigen Gremien. Falls diese Vorprüfungen positiv ausfallen, werden die Verwaltungsräte den Generalversammlungen von FWB und AB vom Juni 2021 die Fusion beantragen.

 

Die Haupteigner beider Bahnen sind der Bund (AB und FWB), die Kantone Appenzell Innerrhoden (AB), Appenzell Ausserrhoden (AB), St.Gallen (AB und FWB) und Thurgau (FWB), die Städte St.Gallen (AB), Wil (FWB) und Frauenfeld (FWB) sowie zahlreiche Gemeinden und Bezirke. Ein sehr geringer Teil der Aktien ist im Besitz von zahlreichen Privataktionärinnen und -aktionären.

                                                                                                                                                                 Foto: Frauenfeld-Wil-Bahn

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Marktanteil der Schiene beim alpenquerenden Güterverkehr bleibt bei gut 70 Prozent

Im letzten Jahr wurden auf Strasse und Schiene weniger Güter durch die Schweizer Alpen transportiert als im Vorjahr. Die Anzahl Lastwagenfahrten sank auf knapp 900'000. Da auch die Bahnen weniger Güter transportierten, beträgt ihr Anteil am gesamten alpenquerenden Güterverkehr unverändert 70.5 Prozent.

Mehr als zwei Drittel werden als unbegleiteter kombinierter Verkehr (UKV) transportiert                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat heute den Bericht zum alpenquerenden Güterverkehr 2019 veröffentlicht. Dieser zeigt, dass im Vergleich zum Jahr 2018 auf Strasse und Schiene weniger Güter durch die Alpen transportiert wurden (-4.6 Prozent). Hauptursache für die Abnahme ist die abgeschwächte Konjunktur insbesondere in Italien.


Der Marktanteil der Schiene bleibt bei gut 70 Prozent.: Mehr als zwei Drittel der Güter werden mit Containern, Wechselbehältern und Sattelaufliegern als unbegleiteter kombinierter Verkehr (UKV) durch die Alpen transportiert. Die Qualität des alpenquerenden Schienengüterverkehrs hat sich 2019 zwar leicht verbessert. Wegen zahlreicher Baustellen, dem Lokführermangel sowie mangelhafter Abstimmung zwischen den verschiedenen Akteuren ist die Situation jedoch weiterhin nicht zufriedenstellend.


LKWs: Sinkender Trend geht weiter


Im letzten Jahr fuhren 898'000 Lastwagen und Sattelschlepper durch die Schweizer Alpen. Das sind rund 500’000 Lastwagen weniger als im Jahr 2000, als mit der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und der schrittweisen Zulassung von 40 Tönnern neue Rahmenbedingungen geschaffen wurden. An den beiden wichtigsten Strassenübergängen – Gotthard und San Bernardino – ging die Zahl der schweren Güterfahrzeuge zurück; hingegen nahm sie am Simplon und am Grossen St. Bernhard etwas zu.


Gemäss Gesetz hätte das Verlagerungsziel von 650'000 Lastwagenfahrten durch die Schweizer Alpen bis zwei Jahre nach Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels erreicht werden sollen (2018). Um diesem Ziel näher zu kommen, wollen Bundesrat und Parlament die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene mit verschiedenen Massnahmen weiter stärken. Dafür sind unter anderem zusätzliche Mittel für Betriebsbeiträge zu Gunsten des alpenquerenden Schienengüterverkehrs und Anpassungen bei der LSVA vorgesehen. Ausserdem werden die Trassenpreise für Züge gesenkt und für lange Güterzüge ein Sonderrabatt gewährt.


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BEG schreibt Regional­verkehr im Netz Regensburg/Donautal aus

Die Bayerische Eisenbahn­ge­sell­schaft (BEG), die den Schienen­per­so­nen­nah­verkehr (SPNV) in Bayern im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, hat die Ausschreibung für den Regional­verkehr im Netz Regensburg/Donautal veröffentlicht. In einem offenen europa­weiten Wettbe­werbs­ver­fahren ermittelt die BEG den künftigen Betreiber auf der Donautalbahn zwischen Ulm, Ingolstadt und Regensburg sowie auf der Strecke Nürnberg – Regensburg – Plattling.

Freistaat weitet Angebot rund um Regensburg aus                                                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Inbetriebnahme erfolgt in zwei Stufen im Dezember 2022 und im Dezember 2024. Der Verkehrs­vertrag endet im Dezember 2036. Bayerns Verkehrs­mi­nisterin Kerstin Schreyer freut sich über die geplanten Angebots­aus­wei­tungen: „Im Rahmen des Vergabe­ver­fahrens geben wir beim künftigen Betreiber deutlich mehr Fahrten in Auftrag. Ab Ende 2022 profitieren Fahrgäste in den Bereichen Regensburg, Ingolstadt und Ulm von zusätz­lichen Zügen im Berufs­verkehr. Ab Ende 2024 können Reisende zwischen Nürnberg und Regensburg jede Stunde Express-Züge nutzen. Wir verdoppeln das Angebot auf diesem Abschnitt und lassen die Züge alle zwei Stunden über Regensburg hinaus bis nach Plattling weiter­fahren. Ingolstadt Audi binden wir halbstündlich an. Damit setzen wir Verbes­se­rungen um, die wir im Rahmen des SPNV-Gutachtens Regensburg in enger Abstimmung mit der Region erarbeitet haben.“ Da die Verkehre bis nach Ulm reichen, schreibt die BEG die Leistungen gemeinsam mit dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg aus.

 

 

Das Fahrplan­konzept im Detail

 

In der ersten Betriebsstufe ab Dezember 2022 verbessert die BEG das Angebot für Pendler und Nachtschwärmer im Zulauf auf die Ballungsräume Regensburg, Ingolstadt und Ulm. „Die Fahrgäste können sich montags bis freitags auf erweiterte Bedien­zeiten im Halbstun­dentakt während des Berufs­verkehrs freuen“, sagt Thomas Prechtl, Sprecher der Geschäfts­führung der BEG. Zwei Fahrten pro Stunde wird es morgens stadteinwärts von 6 bis 9 Uhr und nachmittags stadtauswärts mindestens zwischen 16 und 19 Uhr geben. Dies gilt für folgende Strecken­ab­schnitte: Abensberg – Regensburg, Parsberg – Regensburg, Straubing – Regensburg; Neustadt (Donau) – Ingolstadt, Donauwörth – Ingolstadt und Donauwörth – Günzburg – Ulm. Außerdem weitet die BEG das Angebot auch spätabends aus: Die letzten Züge von Nürnberg nach Regensburg, von Ingolstadt nach Donauwörth und Neustadt (Donau) sowie von Regensburg nach Plattling, Neumarkt (Oberpfalz) und Neustadt (Donau) fahren täglich nach 24 Uhr ab. An Wochenenden fahren zudem die letzten Züge nach 24 Uhr von Ulm über Günzburg nach Donauwörth und von Regensburg über Neustadt (Donau) bis nach Ingolstadt.

 

In der zweiten Betriebsstufe ab Dezember 2024 verdoppelt die BEG das Express-Angebot zwischen Nürnberg und Regensburg von einem Zweistun­dentakt auf einen Stundentakt. Jede zweite Stunde fahren die Züge dann über Regensburg hinaus umstei­gefrei nach Plattling weiter – statt heute nach Landshut und München. „Damit entsteht zwischen Ostbayern und Nürnberg erstmals eine schnelle Direkt­ver­bindung im Nahverkehr“, so Prechtl. In Nürnberg haben Fahrgäste gute Anschlüsse zu den Fernzügen in Richtung Frankfurt/Rhein-Ruhr und Erfurt/Berlin. Fahrgäste aus Richtung Neumarkt können in Regensburg jede Stunde nach Landshut und München umsteigen. Die Regionalbahn zwischen Neumarkt und Regensburg verkehrt weiterhin mindestens im Stundentakt. Im Berufs­verkehr gibt es ein halbstünd­liches Angebot sogar bis nach Straubing.

 

Ebenfalls in der zweiten Betriebsstufe ab Ende 2024 führt die BEG die Regionalbahn-Linie Regensburg – Ingolstadt Nord über Ingolstadt Audi bis Gaimersheim weiter. Die Züge aus Regensburg ergänzen sich Montag bis Freitag gemeinsam mit der Regional­bahnlinie München – Ingolstadt – Treucht­lingen zu einem ganztägigen Halbstun­den­rhythmus. Voraus­setzung dafür ist die Umgestaltung des Bahnhofs Gaimersheim: DB Netz baut ein Wendegleis für die dort endenden Züge und eine Unterführung zu den Bahnsteigen. Dann können sich an der Station Züge begegnen und so wichtige Fahrplan­minuten einsparen. Die Bauarbeiten sollen voraus­sichtlich Ende 2024 abgeschlossen werden. „Sobald DB Netz das Wendegleis in Betrieb genommen hat, lassen wir die Züge aus Regensburg, die derzeit in Ingolstadt Nord enden, über Ingolstadt Audi bis Gaimersheim fahren. Damit binden wir die Region und das Audi-Werkgelände noch besser an“, so Prechtl.

 

„Auf die Fahrgäste warten viele Verbes­se­rungen, wenn der neue Verkehrs­vertrag in Kraft tritt“ sagt Prechtl. „Allerdings haben wir jetzt die Möglich­keiten der Infrastruktur komplett ausgereizt. Mehr geht mit den vorhandenen Schienen und Bahnsteigen nicht.“ Auf der eingleisigen Donautalbahn verhindern unzurei­chende beziehungsweise fehlende Begegnungs­mög­lich­keiten, wie zum Beispiel am früheren Kreuzungs­bahnhof Thaldorf-Weltenburg, ein dichteres Fahrplan­angebot. Die Strecke Nürnberg – Plattling ist mit Güterzügen stark ausgelastet. Besonders kritisch ist die Situation auf dem nur zweigleisigen Abschnitt Regensburg – Obertraubling, über den sowohl der gesamte Verkehr von Nürnberg als auch von Schwandorf Richtung Passau und Landshut/München fährt. „Erst wenn der Bund diese Engpässe beseitigt, kann der Freistaat das Angebot noch weiter verdichten und weitere Vorschläge aus dem SPNV-Gutachten Regensburg umsetzen“, erklärt Prechtl.

 

 

Anforde­rungen an Fahrzeuge und Kapazität

 

Die Verkehre der ersten Betriebsstufe kann der künftige Betreiber entweder mit Neufahr­zeugen oder elektrischen Gebraucht­fahr­zeugen ab Baujahr 2008 erbringen. Für die neue Regional-Express-Linie Nürnberg – Regensburg – Plattling ab der zweiten Betriebsstufe muss der künftige Betreiber Neufahrzeuge anschaffen. Im Zuge dessen sollen ab 2024 auch zusätzliche Garnituren für den Regional­bahn­verkehr beschafft werden. Dadurch können unter anderem im morgend­lichen Berufs- und Schüler­verkehr von Parsberg und Neustadt (Donau) nach Regensburg zusätzliche Zugleis­tungen angeboten und das Sitzplatz­angebot erweitert werden.

 

 

Neue Anforde­rungen an das Personal­konzept

 

Aufgrund der branchen­weiten Personal­knappheit, insbesondere bei Trieb-fahrzeug­führern, macht die BEG erweiterte Vorgaben zum Personal­konzept. So verlangt sie eine sogenannte Sitzbe­reit­schaft für Reserve-Triebfahr­zeug­führer, damit die Verkehrs­un­ter­nehmen Zugausfälle minimieren können, zum Beispiel aufgrund kurzfristiger Krankmel­dungen. Auch lässt sich die BEG im Rahmen der Ausschreibung einen Plan zu Personal­bedarf und -gewinnung vorlegen, der jährlich aktualisiert werden muss. Damit soll der künftige Betreiber dokumen­tieren, dass er einen ausrei­chenden Personal­bestand zum Betriebsstart wie auch während der Vertrags­laufzeit sicher­stellen kann. Um dem branchen­weiten Mangel an Triebfahr­zeug­führern zu begegnen, fordert die BEG zudem eine Mindest­aus­bil­dungsquote für Triebfahr­zeug­führer.

 

Den Zuschlag erteilt die BEG voraus­sichtlich im Dezember dieses Jahres.


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Liniennetzpläne und Linientaktkarte Regensburg/Donautal
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Verkehrsbetriebe Zürich: Maske auf in Tram und Bus

Parallel zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben kehren per 11. Mai 2020 auch die Kundinnen und Kunden im öffentlichen Verkehr der Stadt Zürich wieder (vermehrt) zurück. Für ein gesundes Miteinander bitten die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) ihre Fahrgäste, Stosszeiten zu meiden und in Tram und Bus Maske zu tragen. Die Cobra-Trams gehen mit gutem Beispiel voran.

Mit gutem Beispiel voran: Eines von acht VBZ Cobra-Trams mit Hygienemaske                         Foto: Verkehrsbetriebe Zürich

 

 

 

 

Mit der Wiederöffnung von Läden, Restaurants und Schulen kehrt am 11. Mai 2020 das gesellschaftliche Leben und mit ihm die Fahrgäste der VBZ wieder stärker zurück in die Stadt. Für ein gesundes Miteinander in den Zürcher Trams und Bussen stützen die VBZ das nationale Schutzkonzept des öffentlichen Verkehrs  und setzen auf eigenverantwortliches und solidarisches Handeln der Fahrgäste.

 

 

Mit gutem Beispiel voran

 

Es liegt auf der Hand: Gerade die Distanzregeln sind im dichten Zürcher Stadtnetz nur begrenzt einzuhalten. Deshalb empfehlen die VBZ ihren Fahrgästen, bei der Nutzung von Tram und Bus grundsätzlich eine Maske zu tragen. Ausserdem bitten sie ihre Kundinnen und Kunden, sich in den Fahrzeugen zu verteilen und Stosszeiten zu meiden. «Der Puls unserer Stadt wird in den nächsten Tagen und Wochen wieder schneller schlagen. Darauf freue ich mich. Damit es nicht zu einem zweiten Lockdown kommt, braucht es aber weiterhin eine gute Portion Disziplin. Dazu gehört, dass wir in Tram und Bus Maske tragen», betont Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher Departement der Industriellen Betriebe. Hier setzen die VBZ mit einer augenzwinkernden Geste an: Acht ihrer Cobra-Trams gehen mit gutem Beispiel voran und verkehren mit Hygienemasken auf dem Zürcher Stadtnetz. Zudem sensibilisieren die VBZ ihre Kundinnen und Kunden in den Fahrzeugen, an den Haltestellen und auf den Onlinekanälen für ein gesundes Miteinander im öffentlichen Verkehr in Zürich.

 

 

Weitere Schutzmassnahmen für Fahrgäste und Mitarbeitende

 

Über die Sensibilisierung hinaus unternehmen die VBZ auch weiterhin einiges zum Schutz der Fahrgäste:

  • Fahrzeuge, insbesondere Haltestangen, Haltegriffe und Tasten werden täglich gereinigt.

  • Die 200 wichtigsten Ticketautomaten werden neu täglich gereinigt.

  • Fahrzeugtüren werden an den Haltestellen automatisch geöffnet. 

 

Hohe Priorität hat ebenfalls der Schutz der Mitarbeitenden:

  • Fahrerinnen und Fahrer sind mit Schutzmaterial ausgerüstet. Maske tragen sie immer dann, wenn die Zwei-Meter-Abstandsregel nicht eingehalten werden kann (zum Beispiel bei der Unterstützung von mobilitätseingeschränkten Fahrgästen).

  • Die vorderste Bustür und die erste Sitzreihe bleiben weiterhin geschlossen.

  • An den Verkaufsstellen wurden verschiedene Schutzvorkehrungen getroffen.

  • Noch etwas gewöhnungsbedürftig dürften zu Beginn die Billettkontrollen sein: Die Kundenberaterinnen- und Kundenberater tragen dabei, zusätzlich zur Hygienemaske, auch einen Augenschutz und Handschuhe. Tickets und Ausweise werden möglichst nicht in die Hand genommen. 

 

Aktuelles Angebot auf dem Stadtnetz

 

Seit dem 4. Mai 2020 verkehren die Busse und Trams in der Stadt Zürich wieder mehrheitlich nach gewohntem Fahrplan. Sämtliche Änderungen werden im Online-Fahrplan auf www.vbz.ch abgebildet. Die Fahrgäste werden gebeten, kurz vor Fahrtantritt den Online-Fahrplan zu konsultieren. Bei den Verkaufsstellen kann es zu Kapazitätsengpässen kommen. Daher empfehlen die VBZ, ZVV-Contact, Ticketautomaten oder Onlinekanäle zu nutzen.

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Erste Auslegeordnung beim Zürcher Verkehrsverbund zu den Corona-Auswirkungen beim ÖV

Nach sieben Wochen mit eingeschränktem Verkehrsangebot fahren die öffentlichen Verkehrsmittel im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) ab Montag, 11. Mai 2020, grösstenteils wieder gemäss regulärem Fahrplan. Es gilt das nationale Schutzkonzept, das unter anderem das Tragen einer Maske empfiehlt, sobald die Abstandsregel nicht mehr eingehalten werden kann. Auch bei der Begleitung der Fahrzeuge und den Ticketkontrollen gilt wieder der Normalzustand. Die finanziellen Folgen der Coronakrise für den ZVV wiegen schwer: Das jährliche Defizit könnte sich um über 100 Millionen Franken erhöhen.

Die S-Bahn Zürich verkehrte grösstenteils im gewohnten Takt                                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit dem Ausruf der ausserordentlichen Lage durch den Bundesrat Miite März 2020 begann auch für den öffentlichen Verkehr in der Schweiz ein unbekanntes Kapitel. Nach sieben Wochen kehrt das System im Kanton Zürich zumindest beim Fahrplanangebot fast wieder zum Normalzustand zurück. Verkehrsratspräsidentin und Regierungsrätin Carmen Walker Späh und ZVV-Direktor Franz Kagerbauer haben aus diesem Anlass heute an einer Medienkonferenz eine erste Auslegeordnung vorgenommen. Dabei dankten sie vor allem den Angestellten der Verkehrsunternehmen, die während dieser Zeit den reibungslosen und sicheren Betrieb sichergestellt hatten.

 

 

Fahrplanangebot ab 11. Mai 2020

 

Die Hauptlinien der Zürcher S-Bahn verkehrten auch in den letzten sieben Wochen im gewohnten Takt. Die wenigen ausgedünnten Kurse werden nun wieder eingeführt. So verkehrt beispielsweise die S19 ab nächstem Montag wieder ganztags und auch die S35 fährt gemäss Jahresfahrplan. Die Entlastungslinien zur Hauptverkehrszeit (S20, S21 und S23) werden ab dem 11. Mai 2020 teilweise und ab 8. Juni 2020 wieder vollständig im gewohnten Takt angeboten.

 

In der Stadt Zürich wurde das Fahrplanangebot von Trams und Bussen bereits per letzten Montag (4. Mai) wieder ausgeweitet. Gleiches gilt für die Forchbahn und die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn. In der Stadt Winterthur gilt auf einigen Linien vorerst noch der Sommerferien-Fahrplan und ab dem 8 Juni ist flächendeckend der reguläre Betrieb vorgesehen.

 

Die Busbetriebe im übrigen Verbundgebiet fahren teilweise bereits wieder das Normalangebot oder wechseln per 11. Mai dazu. Bis auf Weiteres nicht angeboten werden touristische Verbindungen, beispielsweise auf dem Zürichsee sowie das Nachtnetz. Sämtliche Massnahmen erfolgen in Absprache mit den nationalen Systemführern SBB und Postauto und stehen unter Vorbehalt ausreichender Personalverfügbarkeit.

 

Den Fahrgästen wird weiterhin empfohlen, ihre Verbindungen vorgängig im Online-Fahrplan zu überprüfen.

 

 

Nationales Schutzkonzept, Zugbegleitungen und Ticketkontrollen

 

Im Zuge der vom Bundesrat beschlossenen Lockerungen der Massnahmen dürfte die Gesellschaft schrittweise wieder mobiler werden. Dadurch wird es im öV zu Situationen kommen, in denen die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfohlenen zwei Meter Abstand nicht eingehalten werden können. In diesen Fällen wird den Fahrgästen gemäss dem national geltenden Schutzkonzept für den öV dringend empfohlen, eine Schutzmaske zu tragen. Die Verkehrsunternehmen ihrerseits sorgen für die Reinigung der Fahrzeuge und die automatische Türöffnung an den Haltestellen. Um die Sicherheit zusätzlich zu erhöhen, sollen Fahrgäste wenn möglich die Stosszeiten vermeiden und Tickets online kaufen. Ab dem 11. Mai werden die Fahrzeuge im ZVV wieder wie vor dem Ausbruch der Krise begleitet und auch die Ticketkontrollen finden im üblichen Umfang statt.

 

 

Nachfrage und Einnahmen eingebrochen – Kostenunterdeckung steigt

 

Das umfangreiche und dichte Verkehrsangebot im gesamten ZVV ist in normalen Zeiten zu knapp 70 Prozent kostendeckend. Das verbleibende jährliche Defizit wird je zur Hälfte mit Steuergeldern des Kantons und der Zürcher Gemeinden beglichen. Reserven kann der Zürcher Verkehrsverbund als unselbständige Anstalt des Kantons nicht anlegen. Während der Coronakrise ist die Nachfrage im öffentlichen Verkehr drastisch eingebrochen. Im Verbundgebiet wurden 80 Prozent weniger Fahrgäste verzeichnet. In der Folge sanken auch die Einnahmen um circa 75 Prozent. Dies wird sich deshalb auch auf die diesjährige Kostenunterdeckung des ZVV auswirken. Gemäss ersten Berechnungen könnte das Defizit gegenüber dem budgetierten Wert um rund 100 Millionen Franken auf total 440 Millionen Franken ansteigen. Die Prognosen gestalten sich aber aufgrund zahlreicher Unsicherheiten sehr schwierig. Es ist nicht genau vorherzusagen, in welchem Umfang die Nachfrage in den nächsten Wochen und Monaten wieder steigen wird oder ob es allenfalls gar wieder Rückschritte geben wird.

 

 

Gesamtheitliche Finanzierungslösung angestrebt

 

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz wird je nach Kategorie (Regional- und Ortsverkehr) von Bund und Kantonen oder von Kantonen und Gemeinden finanziert. Von der Coronakrise ist jedoch das gesamte öV-System in einem nie dagewesenen Ausmass betroffen. Der Kanton Zürich bekennt sich selbstverständlich auch in diesen Zeiten zum öffentlichen Verkehr und zum Erfolgsmodell ZVV. Er fordert aber, dass sich alle Staatsebenen im Sinne einer gesamtheitlichen Lösung an den finanziellen Folgen der Krise für den öV beteiligen – dies umfasst auch eine Beteiligung des Bundes an den Kosten des Ortsverkehrs. Entsprechende Absprachen hierfür zwischen Bund und Kantonen sind im Gang.

 

 

 

Übersicht zum ZVV-Netz

 

 

S-Bahn-Netz: Etappenweise Wiederaufnahme des Jahresfahrplans

 

  • Die S19 verkehrt seit dem 27. April jeweils zwischen 9 und 15 Uhr wieder auf der Strecke Dietikon–Effretikon. Ab dem 11. Mai verkehrt die S19 nach Jahresfahrplan zwischen Koblenz und Pfäffikon ZH.
  • Die S29 verkehrt ab dem 11. Mai von Montag bis Freitag wieder im Halbstundentakt, Samstag und Sonntag weiterhin im Stundentakt.
  • Die S35 verkehrt ab dem 11. Mai wieder regulär nach Jahresfahrplan.
  • Die Entlastungslinien zur Hauptverkehrszeit (S20, S21 und S23) werden ab dem 8. Juni wieder vollständig im gewohnten Takt angeboten. Bis dahin verkehren höchstens einzelne Kurse.

 

Sihltal Zürich Uetliberg Bahn

 

  • Die Verkehrsmittel der SZU verkehren seit dem 4. Mai mehrheitlich wieder nach Normalfahrplan.
  • Die S10 fährt weiterhin und bis auf weiteres ohne die Teilstrecke Ringlikon–Uetliberg.
  • Der Betrieb der Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg LAF bleibt voraussichtlich bis mindestens 8. Juni eingestellt.
  • Informationen zum Angebot der SZU

 

Regionale Buslinien

 

Die Buslinien stellen je nach Region an unterschiedlichen Daten wieder auf den Normalfahrplan um.

Die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) sind wieder gemäss regulärem Fahrplan unterwegs. Dies gilt mehrheitlich auch für die Busse der Verkehrsetriebe Zürich (VBZ) in den Regionen Zimmerberg, Limmattal, Pfannenstiel und Glattal. Das Bus-Angebot von PostAuto rund um den Flughafen Zürich ist wieder verstärkt, genauso wie jenes der VBG in den Regionen Effretikon/Volketswil und Glattal.

Die Grundversorgung ist weiterhin gesichert und die Anschlüsse an die übergeordnete S-Bahn werden in den meisten Fällen sichergestellt. Bitte beachten Sie, dass der Transport von Velos in den Postautos zurzeit nicht erlaubt ist. Weitere Informationen finden Sie bei den jeweiligen Verkehrsunternehmen.

 

Stadt Zürich

 

  • Die Busse und Trams fahren seit dem 4. Mai mehrheitlich wieder nach dem normalen Fahrplan. Das heisst, von Montag bis Freitag im 7,5-Minuten-Takt.
  • Einschränkungen gibt es auf den Tramlinien 4 und 10 sowie auf den Buslinien 66, 69, 75 und 89. Die Tramlinie 15 ist eingestellt.
  • Forchbahn, Polybahn und Dolderbahn sind seit dem 4. Mai wieder nach Jahresfahrplan in Betrieb.
  • Informationen zum Angebot der VBZ

 

Winterthur

 

  • Seit dem 4. Mai 2020 fahren die Linien 4, 5, 7, 9, 10, 610, 611, 660 und 674 das reguläre Angebot. Die Linien 1, 2 und 3 fahren gemäss Sommerfahrplan.
  • Ab dem 8. Juni wird voraussichtlich auf allen Linien das reguläre Angebot gefahren. 
  • Informationen zum Angebot von Stadtbus Winterthur

 

Zürichsee

 

  • Die Querverbindung Wädenswil–Männedorf–Stäfa verkehrt weiterhin gemäss regulärem Fahrplan.
  • Die Querverbindung Thalwil–Erlenbach–Küsnacht verkehrt ab dem 11. Mai wieder nach einem Spezialfahrplan.
  • Informationen zum Angebot der ZSG

 

ZVV-Nachtnetz

 

Das gesamte ZVV-Nachtnetz bleibt bis auf Weiteres eingestellt.

 

Gerade während der ersten Tage nach der Umstellung muss noch mit Anlaufschwierigkeiten gerechnet werden, bis sich der Normalfahrplan wieder eingependelt hat. Der ZVV bittet die Fahrgäste diesbezüglich um Verständnis.

 

 

ZVV-Kundendienst

 

Der Kundendienst ZVV-Contact steht bei Fragen zur Verfügung

ZVV-Contact ist erreichbar per Mail an contact@zvv.ch oder per Telefon unter 0848 988 988 (täglich von 6–22 Uhr).


 

Medienkonferenz vom 7. Mai 2020


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SOB-Fahrplanangebot per 11. Mai 2020 wieder weitgehend normal

Am 11. Mai 2020 löst die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) den Übergangsfahrplan ab. In einem Schritt setzt sie weitgehend wieder das normale Fahrplanangebot sowie das von den Systemführerinnen ÖV (SBB/Postauto) in Absprache mit den Bundesämtern für Verkehr (BAV) und Gesundheit (BAG) ausgearbeitete ÖV-Schutzkonzept um.

Der Voralpen-Express verkehrt weiterhin fahrplanmässig im Stundentakt                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mit der Lockerung der Massnahmen des Bundes in Sachen Coronavirus werden wieder mehr Menschen unterwegs sein. Deshalb bauen die Schweizer Transportunternehmen ihr Angebot wieder deutlich aus. Auch die SOB erhöht per 11. Mai 2020 ihr Angebot und fährt mit Ausnahme eines Nachtbusangebots wieder nach regulärem Fahrplan. Die Linien S13 und S40 verkehren wieder wie gewohnt im Halbstundentakt. Zudem nimmt die Südostbahn auf der Linie S27 den Betrieb während der Hauptverkehrszeiten von Montag bis Freitag wieder auf. Der Voralpen-Express (zwischen St. Gallen und Rapperswil wieder mit Verstärkung während der Hauptverkehrszeiten, aber noch mit geschlossenen Verpflegungszonen), die S4 und die S31 fahren weiterhin unverändert im Stundentakt. Das Wochenend-Nachtbusangebot Wil–Wattwil–Nesslau bleibt bis auf Weiteres eingestellt. Mit ihrem Angebot trägt die SOB vor allem den Bedürfnissen der Pendlerinnen und Pendler Rechnung; auf touristische Reisen ist gemäss Empfehlung des BAG weiterhin zu verzichten.

 

 

Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden

 

Der Schutz der Mitarbeitenden und der Fahrgäste hat für die Südostbahn höchste Priorität. Die SOB orientiert sich an den Reinigungs- und Hygienevorgaben des ÖV-Schutzkonzepts und setzt ab 11. Mai 2020 diverse Massnahmen um, so z. B.: Die Reinigung insbesondere von Kontaktflächen wird intensiviert, in den grösseren Bahnhöfen werden Desinfektionsmittelspender aufgestellt, auf dem Voralpen-Express wieder Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter eingesetzt und in den Bahnreisezentren die Öffnungszeiten sukzessive angepasst. Mitarbeitende im Kundenkontakt stattet die SOB mit Hygienemasken und Desinfektionsmitteln für den Selbstschutz aus. Bestehen bleiben bereits getroffene Massnahmen wie die automatische Öffnung aller Zugtüren an Haltestellen, und die Warteräume bleiben weiterhin geschlossen.

 

 

Hygienemasken und Vermeiden von Stosszeiten

 

Reisende sollen, wenn möglich, die Stosszeiten vermeiden und schwächer frequentierte Verbindungen nutzen. Das ÖV-Schutzkonzept basiert auf den Empfehlungen des Bundes und setzt auch auf die Eigenverantwortung der Reisenden und die Rücksicht aufeinander. Die Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin. Falls die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann, wird gemäss den Vorgaben des BAG das Tragen einer Hygienemaske dringend empfohlen. Informationen zur korrekten Verwendung der Masken sind auf der Internetseite des BAG zu finden. Die Transportunternehmen empfehlen den Reisenden ausserdem, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu prüfen.

 

 

Das Fahrplanangebot der SOB ab 11. Mai 2020 im Detail

 

 

Zug                 Strecke                                              Details

 
Voralpen-Express  St. Gallen–Luzern  Der Voralpen-Express verkehrt weiterhin im Stundentakt, mit Verstärkung zwischen Rapperswil und St. Gallen. Die Verpflegungszonen im Voralpen-Express bleiben bis auf Weiteres geschlossen.
S4 St. Gallen–Uznach–Ziegelbrücke–Sargans–Rorschach–St. Gallen (Ringzug)  Die S4 verkehrt weiterhin im Stundentakt. 
S27  Ziegelbrücke–Siebnen-Wangen  Das Angebot auf der Linie der S27 wird wieder zu den Hauptverkehrszeiten Montag bis Freitag gefahren.
S13  Wädenswil–Einsiedeln  Die S13 verkehrt wieder im Halbstundentakt. 
S40  Rapperswil–Einsiedeln  Die S40 fährt wieder im Halbstundentakt. 
S31  Biberbrugg–Arth-Goldau  Die S31 verkehrt weiterhin im Stundentakt. 
Nachtbus   Wil–Wattwil–Nesslau  Das Nachtbusangebot (an den Wochenenden) bleibt bis auf Weiteres eingestellt.

 

 

Schutzkonzept für öffentlichen Verkehr macht Reisen möglichst sicher 

 

Die Systemführerinnen Schiene (SBB) und Strasse (Postauto) haben das Konzept im Auftrag des Bundesamts für Verkehr (BAV) entwickelt. Es basiert auf den Empfehlungen und Massnahmen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die Regeln gelten in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und an allen Bahnhöfen und Haltestellen. Touristische Verkehre und Nachtverbindungen sind aktuell noch eingestellt und werden im Konzept deshalb nicht behandelt. Das Schutzkonzept tritt per 11. Mai 2020 in Kraft. Es wird angepasst, wenn die Strategie des Bundesrates dies erfordert oder eine Optimierung nötig ist.

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Siemens Mobility verkauft 1000. Vectron-Lokomotive

Siemens Mobility hat die 1000. Vectron-Lokomotive verkauft. Bestellt wurde die Jubiläums-Lokomotive von den Dänischen Staatsbahnen (DSB). Die Lokomotiven werden im Siemens Mobility-Werk in München-Allach gebaut. Der Auftrag der DSB umfasst acht Wechselstrom-Loks. Damit wurden bis dato insgesamt 1003 Vectron-Loks an 49 Kunden in 16 Ländern verkauft. Der erste Vectron wurde im Jahr 2012 ausgeliefert.

Das Lokomotiven-Werk in München-Allach liefert an 49 Kunden in 16 Ländern                                           Foto: Siemens Mobility

 

 

 

 

"Der Verkauf des 1000. Vectron ist ein Erfolg, der für das langjährige Vertrauen und die Zufriedenheit unserer Kunden steht. Der Vectron ist eine Lokomotive für ganz Europa, die grenzüberschreitenden Verkehr ohne Lokwechsel ermöglicht. Unsere Lokomotiven schaffen Korridore über Ländergrenzen hinweg und ermöglichen somit einen effizienten, umweltfreundlichen und zuverlässigen europäischen Schienenverkehr“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

 

"Bei der Modernisierung der DSB-Fahrzeugflotte legen wir grossen Wert darauf, einen nachhaltigen öffentlichen Verkehr mit bewährten elektrischen Plattformen sicherzustellen. Wir freuen uns sehr auf die Vectron-Loks, die wir bei Siemens Mobility bestellt haben. Die Tatsache, dass wir die 1.000 Lokomotive bekommen, zeigt, dass es möglich ist, serienmäßig standardisierte Produkte in der Bahnbranche zu etablieren“, sagt Jürgen Müller, Executive Vice President, Strategie und Rolling Stock, DSB.

 

Der Vectron ist sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr im Einsatz. Die Lokomotiven können als rein elektrische Version für den Betrieb in Wechselstrom (AC)- und Gleichstromnetzen (DC) sowie als Mehrsystem-Variante (MS) in den Leistungsklassen 5,2 Megawatt und 6,4 Megawatt geliefert werden. Für den Güterverkehr in ausgewählten Ländern hat Siemens Mobility zusätzlich die Standard-Lok Smartron sowie den Vectron Dual Mode, eine Kombination aus Diesel- und Elektrolok, im Portfolio.

 

Die Vectron-Lokomotiven haben bereits mehr als 300 Millionen Flottenkilometer zurückgelegt und sind in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen. Darüber hinaus erhielt der Vectron kürzlich die Zulassung für Belgien.

 

Mit der neuen Bestellung wächst die Vectron-Flotte der DSB auf 42 Fahrzeuge. Das Unternehmen hat 2018 und 2019 bereits 34 Wechselstrom-Lokomotiven bei Siemens Mobility bestellt. Die Loks sind für den Einsatz im Personenverkehr in Dänemark vorgesehen. Die Auslieferung beginnt Ende 2020.

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S-Bahn Berlin Teilnetze Nord-Süd und Stadtbahn werden ausgeschrieben - Betriebsstart ist Ende 2027

Die Länder Berlin und Brandenburg haben sich nach intensiven Gesprächen am 02. Mai 2020 auf eine gemeinsame Linie bei der geplanten Vergabe der beiden S-Bahn-Teilnetze Nord-Süd und Stadtbahn verständigt. Die wesentlichen Eckpunkte des Berliner Senatsbeschlusses vom November 2019 bleiben dabei erhalten: Ziel bei dieser grössten Ausschreibung in der Berliner S-Bahn-Geschichte ist ein effektiver Wettbewerb mit dem Ergebnis vernünftiger Preise bei dauerhaft guter Qualität.

Für den Fahrzeugpool wird eine landeseigene Gesellschaft gegründet                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Das geplante Kombinationsverfahren sieht, wie bisher, vier Einzellose vor, auf die geboten werden kann: Bewerben können sich Unternehmen für die Fahrzeuglieferung/Instandhaltung sowie für den Fahrbetrieb auf jeweils beiden Teilnetzen. Angebote sind auf die vier Einzellose, auf insgesamt vier weitere Loskombinationen und auch auf die Gesamtleistung (alle Lose) möglich. Die künftigen Verträge über den Betrieb haben dabei eine Laufzeit von 15 Jahren, die Verträge zur Instandhaltung dagegen von 30 Jahren, womit die Qualität der Fahrzeuge gesichert wird.

 

Berlin beschafft im Rahmen dieser Ausschreibung mindestens 1308 neue S-Bahn-Wagen (entspricht 327 sogenannte Halbzügen, also Vier-Wagen-Einheiten) und nimmt die Fahrzeuge erstmals überhaupt in den Landesbesitz. Optional für künftigen Mehrbedarf – etwa auf den Neubaustrecken des Pendler-Grossprojekts i2030 oder für Taktverdichtungen – können weitere 852 Wagen beschafft werden. Insgesamt sind also bis zu 2160 neue S-Bahn-Wagen bestellbar. Für diesen Fahrzeugpool wird eine landeseigene Gesellschaft gegründet. Das Land Brandenburg kann sich an dieser Fahrzeuggesellschaft beteiligen. Die Länder sichern sich damit dauerhaft Unabhängigkeit, auch in Krisenzeiten.

 

Der Arbeitnehmerschutz ist maximal gewährleistet: Vertraglich festgelegt werden klare Regelungen zur Arbeitsplatzsicherung, zum Personalübergang, zur Tariftreue, zum Mindestlohn und zur Ausbildungsverpflichtung, die sowohl den im Fahrgeschäft Beschäftigten als auch dem Werkstattpersonal zugutekommen.

 

 

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin, erklärt dazu:

 

"Berlin und Brandenburg schlagen mit dieser Ausschreibung gemeinsam ein neues Kapitel für den Nahverkehr in der Metropolregion auf. Hunderte neue moderne Wagen werden einen S-Bahn-Verkehr mit viel engerer Taktdichte und deutlich weniger Störanfälligkeit ermöglichen. Die Menschen erhalten so ein verlässliches, attraktives Angebot für leistungsfähige und umweltfreundliche Mobilität in Berlin und Brandenburg. Der neue landeseigene Fahrzeugpool mit dem Zugriff auf die Werkstätten sichert darüber hinaus eine kosteneffiziente Beschaffung der Fahrzeuge und bringt zugleich Handlungsfreiheit für das Land in Krisenzeiten. Diese Ausschreibung ist der Schlussstrich unter die S-Bahn-Krise von vor einem Jahrzehnt – und der Start in eine neue Ära.“

 

 

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg:

 

"Wir gestalten gemeinsam die Zukunft des Nahverkehrs in Berlin und Brandenburg und gehen mit dem Vergabeverfahren für die S-Bahn an den Start. Damit haben wir eine gute Einigung für Brandenburg und für die Hauptstadt erzielt. Unser gemeinsames Ziel ist es, über den Wettbewerb ein hochwertiges und leistungsfähiges S-Bahn-Angebot zu sichern. Damit wollen wir für die Nutzerinnen und Nutzer der S-Bahn dauerhaft eine hohe Qualität zu angemessenen Preisen gewährleisten. So setzen wir ein wichtiges Zeichen in der Krisenzeit und schaffen Wachstum für die Region.“

 

Um Wettbewerb zu ermöglichen, haben sich die Länder darauf geeinigt, planerisch mindestens einen neuen optionalen Werkstattstandort pro Teilnetz zu entwickeln, inklusive etwa der Grundstückssicherung und der Vorbereitungen für eine Schienenanbindung. Bewerber auf die Teillose Fahrzeuglieferung und Instandhaltung können diese Standorte bei Bedarf nutzen, um Werkstätten zu errichten. Der Instandhaltungsvertrag wird im Rahmen des rechtlich Möglichen sicherstellen, dass die Werkstätten samt Material auch nach Vertragsende dem S-Bahnsystem zur Verfügung stehen.

 

Das Vergabeverfahren soll, nach Senatsbeschluss schnellstmöglich beginnen; voraussichtlich im Mai 2020. Der Betriebsstart ist Ende 2027.


 

              Die Verträge im zeitlichen Ablauf


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Mehr RER Fribourg dank einer Partnerschaft zwischen SBB und TPF

Nach der Einführung des Viertelstundentakts zwischen Givisiez und Freiburg im Dezember 2019 geht der Ausbau der RER Fribourg | Freiburg dank einer Partnerschaft zwischen den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und den Freiburgischen Verkehrsbetrieben (TPF) weiter. Die beiden Transportunternehmen haben im vergangenen Dezember eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Mit dieser Annäherung können die Synergien auf dem Netz weiter optimiert werden, insbesondere bei der Angebotsplanung sowie dem Rollmaterial und dessen Unterhalt. Dadurch kann das Angebot verbessert werden, namentlich zwischen Freiburg, Düdingen und Schmitten sowie zwischen Romont und Freiburg in Richtung Murten und Neuenburg, ohne dass die Abgeltungen, welche die Besteller leisten müssen, im selben Mass steigen.

Der Ausbau der RER Fribourg wird in den kommenden Jahren weitere bedeutende Schritte machen   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

 

Die «Gesamtperspektive Freiburg», welche die freiburgischen Kantonsbehörden und die SBB im Oktober 2018 unterzeichnet haben, bestätigt deren gemeinsamen Willen, die Gestaltung des Verkehrsangebots im Personen- und im Güterverkehr, der Infrastruktur und der Räume um die bestehenden und geplanten Bahnhöfe voranzutreiben und so langfristig eine koordinierte Entwicklung zu gewährleisten. Bis 2030 werden über eine Milliarde Franken in die Entwicklung und Instandhaltung der Bahnhöfe und Bahnanlagen investiert, was sich positiv auf die Lebensqualität im Kanton Freiburg auswirken wird. Nach der Einführung des Viertelstundentakts im Dezember 2019 zwischen Givisiez und Freiburg geht der Ausbau der RER Fribourg | Freiburg dank der Partnerschaft zwischen den SBB und den Freiburgischen Verkehrsbetrieben (TPF) weiter.

 

 

Erste Etappe: Dezember 2021 (Fahrplan 2022)

 

Die TPF werden im Dezember 2021 die Linie S40 (Romont - Freiburg) übernehmen, die derzeit von den SBB betrieben wird. Damit wird die Kundennähe verbessert und die Linie S40 erhält mit der Anbindung an die aktuelle Linie S20/21 (Freiburg - Murten - Ins - Neuenburg) eine neue Dynamik. Konkret werden die Passagiere zwischen den beiden Linien wechseln können, ohne im Bahnhof Freiburg umsteigen zu müssen. Auf diese Weise werden direkte Verbindungen innerhalb der Agglomeration Freiburg möglich.

 

Weiter haben die SBB zugesagt, die Verlängerung des RegioExpress Bulle - Freiburg bis Schmitten und somit die Einführung des Halbstundentakts zwischen Freiburg und Düdingen zu unterstützen.

 

Für das zusätzliche Angebot braucht es zusätzliches Rollmaterial. So wurde im Rahmen der Partnerschaft vereinbart, dass die SBB den TPF 11 Domino-Züge zur Verfügung stellen werden. Dies ist auch ganz im Sinne der Erneuerung des alten Rollmaterials der TPF. Die Leistungen dieser Etappe werden vom TPF-Personal erbracht werden.

 

 

Zweite Etappe: Dezember 2025 (Fahrplan 2026)

 

Die zweite Etappe der Partnerschaft ist für 2025 vorgesehen. In diesem Rahmen wird der Ausbau der RER Fribourg | Freiburg einen weiteren Sprung machen, mit direkten Querverbindungen zwischen den Bezirken und einem weiteren Schritt hin zum Viertelstundentakt für alle Bahnhaltestellen in der Agglomeration Freiburg dank der drei folgenden Linien:

 

-  S40 und S20/21 Romont - Fribourg/Freiburg - Ins (–Neuenburg)

-  RE Broc-Fabrique - Bulle - Romont - Fribourg/Freiburg (–Bern)

-  S30 Avry-Matran - Fribourg/Freiburg - Yverdon-les-Bains

 

Die Zusammenarbeit zwischen SBB und TPF wird nicht nur das Bahnangebot betreffen, sondern auch andere Verbesserungen ermöglichen, etwa bei der Planung des Rollmaterials oder der Fahrgastinformation.

 

 

Neue Bahnhaltestelle Avry-Matran

 

Mit der neuen Bahnhaltestelle Avry-Matran wird das Angebot weiter ausgebaut werden. Die von Wohn-, Geschäfts- und Freizeiträumen umgebene Mobilitätsschnittstelle wird zum Fahrplanwechsel 2023 alle 30 Minuten bedient werden. Im Dezember 2025 soll der Fahrplan weiter verdichtet werden mit der Einführung des Viertelstundentakts zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends. Die neue Haltestelle wird auch mit der TransAgglo verbunden sein.

 

Das öffentliche Verkehrsangebot wird mit einem neuen Busangebot, das auf das Bahnangebot und dessen Entwicklung abgestimmt wird, konsolidiert werden. Zudem wird der Zugang zur Orientierungsschule Avry erleichtert werden. Die künftige multimodale Mobilitätsdrehscheibe mit Bushof, P+R-Angebot und Veloabstellplätzen wird nach den neuesten Standards ausgestattet sein, vor allem was die Zugänglichkeit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität (BehiG) und die Länge der Perrons betrifft.

 

 

Sicherung der Arbeitsplätze und Synergien zwischen den beiden Unternehmen

 

Mit dieser Partnerschaft gehen keine Arbeitsplätze verloren, weder bei den SBB noch den TPF. Im Gegenteil: Mittelfristig werden der Ausbau des Freiburger S-Bahn-Angebots und die neuen Leistungen im Unterhaltszentrum der TPF in Givisiez namentlich im Kanton Freiburg die Arbeitsplätze dauerhaft sichern.

 

Ganz allgemein werden es die engere Zusammenarbeit und die ständige Suche nach Synergien ermöglichen, geplante (Unterhaltsarbeiten) und nicht geplante Ereignisse (z. B. Störungen) besser zu bewältigen, was wiederum die Fahrgastinformation verbessern hilft.

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Berlin: Busse und Bahnen kehren ab Montag zum Regelfahrplan zurück

Die Busse und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fahren ab kommendem Montag wieder nach dem Regelfahrplan. Nach Fahrgastrückgängen um bis zu 75 Prozent hatte die BVG ihr Angebot in den vergangenen Wochen um maximal 13 Prozent angepasst. So konnte trotz der sehr dynamischen und unvorhersehbaren Entwicklungen in der Corona-Krise ein langfristig zuverlässiges und planbares Angebot für die Berlinerinnen und Berliner sichergestellt werden. Ausser Betrieb bleibt die U55, hier stehen langfristig geplante Massnahmen zur Anbindung an die U5 an. Einige davon finden bereits ab der kommenden Woche statt, eine Vollsperrung ab Anfang Juni 2020 war ohnehin geplant.

Der Vordereinstieg beim Bus und der Ticketverkauf beim Fahrpersonal bleibt weiterhin ausgesetzt    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die BVG hatte das Fahrgastaufkommen genau beobachtet und wo nötig zusätzliche Fahrten angeboten. Insbesondere bei der U-Bahn wurden die 10-Minuten-Mindesttakte in den Hauptverkehrszeiten auf vielgenutzten Abschnitten verstärkt. Bereits am Montag, den 20. April 2020, kehrten die ersten U-Bahnlinien dann zu den gewohnten Takten zurück.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: "Hinter uns liegen schwierige Wochen. Zeit, sich zu bedanken: Bei den BVGerinnen und BVGern für ihren unermüdlichen Einsatz. Vor allem aber bei unseren Fahrgästen für ihren besonnenen Umgang mit der Situation. Und wir sind wirklich begeistert, wie selbstverständlich sie in unseren Verkehrsmitteln die nun vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung tragen.“

 

 

Gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt weiterhin geboten

 

Auch wenn die BVG jetzt zum Regelfahrplan zurückkehrt: Die Corona-Krise bleibt eine Ausnahmesituation, auch für den öffentlichen Nahverkehr. Trotz Mund-Nasen-Bedeckung soll in der Öffentlichkeit weiterhin ein Mindestabstand zu anderen Personen eingehalten werden, eine Herausforderung gerade zu den Hauptverkehrszeiten.

 

Dr. Rolf Erfurt: "Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt kann jeder dazu beitragen, die Abstände so gut wie möglich einzuhalten. So bitten wir unsere Fahrgäste weiterhin, die volle Länge der Fahrzeuge zu nutzen und auch beim Ein- und Ausstieg auf Abstand zu achten. Wer es anders einrichten kann, sollte zudem Fahrten in den üblichen Hauptverkehrszeiten vermeiden. Und wir bitten auch die Arbeitgeber um ihre Unterstützung, indem sie – wo dies möglich ist ­­– Schichtwechselzeiten entzerren.“

 

 

Bus, BerlKönig, U-Bahn – diese Änderungen bleiben bestehen

 

Während die ersten BVG-Kundenzentren und das Fundbüro bereits wieder geöffnet sind, bleiben der Vordereinstieg beim Bus und der Ticketverkauf beim Fahrpersonal ausgesetzt. Die BVG bittet weiterhin darum, Tickets möglichst per App oder am Automaten zu kaufen.

 

Der BerlKönig, das gemeinsame Ridepooling-Angebot von BVG und ViaVan, fährt weiterhin kostenlos und exklusiv Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Gesundheitswesens zu und vom Dienst. Die Sonderfahrten sind in der Corona-Krise ein Angebot für ärztliches Personal, Pflegepersonal, medizinische Fachangestellte und Rettungskräfte. Weitere Details unter www.berlkönig.de. Die Planungen dazu, wann der reguläre Fahrgastbetrieb wieder aufgenommen wird, laufen.

 

Ausser Betrieb bleibt die U55. Auf der normalerweise vor allem touristisch nachgefragten Linie stehen langfristig geplante Massnahmen zur Anbindung an die U5 an. Einige davon finden bereits ab der kommenden Woche statt, eine Vollsperrung ab Anfang Juni war ohnehin geplant. Der Zugverkehr auf dem kurzen Abschnitt wird mit Eröffnung der verlängerten U5 Ende des Jahres wieder aufgenommen.

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Stadler Rail Aktionäre stimmen allen Anträgen des Verwaltungsrates zu

An der der ersten Generalversammlung der Stadler Rail AG seit dem Börsengang im vergangenen Jahr haben die Aktionärinnen und Aktionäre alle Anträge des Verwaltungsrates genehmigt. Die Aktionärinnen und Aktionäre haben Peter Spuhler als Verwaltungsratspräsident sowie alle weiteren zur Wahl stehenden Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte bestätigt. Neu in den Verwaltungsrat wurde Doris Leuthard gewählt. Aufgrund der vom Bundesrat verordneten Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus hatten die Aktionärinnen und Aktionäre ihre Stimmen ausschliesslich über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter abgegeben.

Blick ins Stadler Inbetriebsetzungszentrum (IBS-Zentrum) in Erlen                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Gut ein Jahr nach dem Börsengang im April 2019 stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre der Stadler Rail AG an der 29. ordentlichen Generalversammlung am 30. April 2020 allen Anträgen des Verwaltungsrates zu. Aufgrund der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus (COVID-19) des Bundesrates vom 16. März 2020 waren keine Aktionärinnen und Aktionäre zur Teilnahme vor Ort zugelassen. Stadler hatte bereits am 3. April 2020 die Aktionärinnen und Aktionäre aufgefordert, ihre Stimmen an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter zu übertragen. Dieser vertrat 74,76 Prozent der total 100'000'000 Aktien.

 

«Wie unsere Aktionärinnen und Aktionäre habe auch ich mir die erste Generalversammlung der Stadler Rail AG nach dem Börsengang im letzten Jahr anders vorgestellt. Aber besondere Umstände erfordern besondere Massnahmen. Die Gesundheit unserer Aktionärinnen und Aktionäre sowie die unserer Mitarbeitenden hat für die Stadler Rail AG Priorität. Aus diesem Grund haben wir die diesjährige Generalversammlung auf die statutarisch und gesetzlich geforderten Traktanden reduziert. Ich freue mich dafür umso mehr, unsere Aktionärinnen und Aktionäre an der Generalversammlung im nächsten Jahr persönlich begrüssen zu dürfen», sagt Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler.

 

Der Geschäftsbericht sowie die Jahresrechnung und die Konzernrechnung für das Geschäftsjahr 2019 wurden mit 99.95 Prozent genehmigt. Mit 98,29 Prozent stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre der vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinnes von 185'864'465 Schweizer Franken zu und beschlossen eine Dividendenausschüttung von 1.20 Franken pro Namensaktie (brutto). Des Weiteren beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung.

 

Mit 94,59 Prozent der Stimmen wurde Peter Spuhler erneut zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt. Nicht mehr zur Wahl stellte sich der langjährige Verwaltungsrat Friedrich Merz. Nach 16 Jahren als Verwaltungsrat der Stadler Rail AG hat er sich entschieden, sich voll auf die Politik zu konzentrieren. Neu in den Verwaltungsrat wurde Doris Leuthard mit 96.80 Prozent der Stimmen gewählt.

 

«Ich bedanke mich bei Friedrich Merz für sein grosses Engagement zugunsten der Stadler Rail AG und wünsche ihm von Herzen viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft. Gleichzeitig heisse ich Doris Leuthard im Verwaltungsrat herzlich willkommen und freue mich ausserordentlich auf unsere Zusammenarbeit. Ihre ausgewiesene Fachkompetenz in Verkehrs- und Infrastrukturfragen sowie ihre politische Erfahrung als ehemalige Bundesrätin und Verkehrsministerin machen sie zu einem Gewinn für den Verwaltungsrat und für Stadler», sagt Peter Spuhler.

 

Neben Peter Spuhler und Doris Leuthard wurden zudem alle weiteren Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte für die Amtsdauer von einem Jahr in den Verwaltungsrat wiedergewählt. Auch die Mitglieder des Vergütungsausschusses wurden bestätigt. Dem Verwaltungsrat der Stadler Rail AG gehören Peter Spuhler, Hans-Peter Schwald, Barbara Egger-Jenzer, Dr. Christoph Franz, Fred Kindle, Doris Leuthard, Wojciech Kostrzewa und Kurt Rüegg an.

 

Weiter hat die Generalversammlung mit 97,91 Prozent die Gesamtvergütung für den Verwaltungsrat und mit 96.87 Prozent die Gesamtvergütung für die Konzernleitung für 2021 genehmigt sowie den unabhängigen Stimmrechtsvertreter und die Revisionsstelle für ein Jahr wiedergewählt. Im Sinne einer unverbindlichen Konsultativabstimmung haben die Aktionäre zudem mit 97.15 Prozent den Vergütungsbericht 2019 genehmigt.

 

Die nächste ordentliche Generalversammlung der Stadler Rail AG findet voraussichtlich am 6. Mai 2021 statt.

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Schutzkonzept für den Schweizer ÖV und weiterer Angebotsausbau im Fern- und Regionalverkehr

Am 11. Mai 2020 bauen die Schweizer Transportunternehmen ihr Angebot deutlich aus. SBB und Postauto haben als Systemführerinnen ÖV in Absprache mit den Bundesämtern für Verkehr (BAV) und Gesundheit (BAG) ein Schutzkonzept für den öffentlichen Verkehr entwickelt: Kundinnen und Kunden des ÖV wird dringend das Tragen von Hygienemasken empfohlen, falls der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Pendlerzeiten morgens und abends sollen, wenn möglich, umgangen und schwächer frequentierte Verbindungen genutzt werden. Billette sind möglichst online, in Apps oder am Automaten zu kaufen sowie an Schaltern kontaktlos zu bezahlen. Auf touristische Reisen ist gemäss Empfehlung des BAG weiterhin zu verzichten. Das Schutzkonzept des ÖV setzt auf Eigenverantwortung und Solidarität der Kunden. Die Transportunternehmen verstärken Reinigung und Desinfektion und informieren zu den Verhaltensregeln. Der Schutz der Mitarbeitenden hat für die Unternehmungen im öffentlichen Verkehr ebenfalls höchste Priorität.

Der Schweizer ÖV baut sein Angebot ab 11. Mai 2020 schrittweise weiter aus                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit dem seit 19. März 2020 gültigen Übergangsfahrplan haben die Schweizer ÖV-Unternehmen auf vielen Strecken das Angebot reduziert. Entlang der Lockerungen der Corona-Massnahmen, die der Bundesrat am 16. April 2020 angekündigt hat, baut der ÖV sein Angebot schrittweise wieder aus. Am 27. April 2020 erfolgte ein erster Schritt. Am 4. Mai 2020 verstärken teilweise städtische Transportunternehmen ihr Angebot und am 11. Mai 2020 folgt eine deutliche Erhöhung des Fahrplanangebots, dieser weitere Angebotsschritt kommt insbesondere Pendlerinnen und Pendlern auf vielbefahrenen Strecken entgegen. Anfang Juni 2020 folgt der nächste Angebotsschritt. Mit diesen Schritten trägt der Schweizer ÖV der Tatsache Rechnung, dass aufgrund der Lockerung der Massnahmen des Bundes in Sachen Coronavirus wieder mehr Menschen unterwegs sind.


Die SBB wird per 11. Mai 2020 verschiedene Verbindungen im Fern- und Regionalverkehr wieder bedienen,

sodass die Züge auf zahlreichen Strecken wieder im gewohnten Takt verkehren:

 

  • IR90 Brig–Lausanne–Genève-Aéroport: wieder mehrheitlich normaler Betrieb
  • S40 Fribourg–Romont: Reaktivierung aller Leistungen
  • S8 Palézieux–Payerne: Reaktivierung aller Leistungen
  • Zürcher S-Bahn: S19: Reaktivierung aller Leistungen.
  • Reaktivierungverschiedener Leistungen aus S20, S21 und S23

 

 

Bereits seit 27. April 2020 wurde das Angebot mit diesen Zügen erweitert:

 

  • IC1 Zürich HB–Genève-Aéroport: Wiederaufnahme der Verbindung zwischen Fribourg und Genève Aéroport
  • IR70 Luzern–Zürich HB: Wiederherstellung des Halbstundentakts zwischen Zürich HB und Luzern
  • IR75 Zürich HB–Weinfelden–Konstanz: Angebot zwischen Zürich HB und Kreuzlingen verstärkt
  • IR17 Zürich HB–Olten–Bern: Halbstundentakt zwischen Olten und Bern über die Stammlinie via Burgdorf ist wiederhergestellt
  • ZVV S19 Dietikon–Effretikon–Dietikon: Erhöhung des Angebots
  • RE Annemasse–Genève–Lausanne–Vevey/St-Maurice: Halbstundentakt zwischen Genève und Vevey/St-Maurice.


Auch die Tochtergesellschaft TILO im Tessin plant ab dem 11.Mai 2020 eine Angebotserhöhung: Diese wird im Laufen der kommenden Woche im Detail kommuniziert. Damit verkehren die Züge auf zahlreichen Strecken wieder im gewohnten Takt. Einen weiteren Angebotsschritt sieht die SBB für Anfang Juni 2020 vor, in Abhängigkeit von weiteren Lockerungsschritten des Bundesrates.

Wenn immer möglich werden durchgehende Reiseketten angeboten. Störungen und Anschlussbrüche sind in der ersten Phase nicht ausgeschlossen. Aktuelle Reiseinformationen sind im Online-Fahrplan ersichtlich, dieser ist per 1. Mai 2020 auf einem aktuell gültigen Stand.

Der Internationale Personenverkehr wird in Abstimmung mit den Partnerbahnen und im Einklang mit den behördlichen Auflagen der Nachbarländer etappenweise hochgefahren. Nachtverbindungen an den Wochenenden sowie der touristische Verkehr bleiben weiterhin eingestellt. Auch Services auf dem Zug wie Gepäcktransport (mit Ausnahme des Tür-zu-Tür Gepäckservices) und Gruppenreservationen werden vorerst nicht angeboten. Diese Angebote werden später wieder aufgenommen, sobald es die Massnahmen des Bundes zulassen.

 

Billette online und kontaktlos bezahlen

Das Schutzkonzept für Reisende und Mitarbeitende erlaubt die Wiedereröffnung temporär geschlossener Billettschalter resp. die Ausweitung derer Öffnungszeiten. In den Fernverkehrszügen wird die Billettkontrolle durch die Kundenbegleitung wieder aufgenommen. Kundinnen und Kunden sind gebeten, Billette weiterhin wenn möglich online, via Apps oder am Automaten zu kaufen und an den Billettschaltern kontaktlos zu bezahlen.

Die Empfehlungen zum Abstandhalten und zur Hygiene des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bleiben gültig und wichtig. Die Kundinnen und Kunden im öffentlichen Verkehr sind angehalten, sich an das Schutzkonzept für den ÖV zu halten.

 

Dringend empfohlen: Hygienemasken und Vermeiden von Stosszeiten

Das ÖV-Schutzkonzept basiert auf den Empfehlungen des Bundes zum Schutz der Gesundheit und macht das Reisen möglichst sicher. Wer pendeln muss, soll die Stosszeiten wenn möglich vermeiden und auf schwächer frequentierte Verbindungen ausweichen. Die Transportunternehmen bitten Reisende, aufeinander Rücksicht zu nehmen und Distanz zu halten bei Haltestellen, vor Schaltern und an Billettautomaten, auf eine gute Verteilung in den Fahrzeugen zu achten sowie Platz für Aussteigende zu lassen und eine Gasse zu bilden. Falls die Abstandsregel von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, wird gemäss den Vorgaben des BAG das Tragen einer Hygienemaske dringend empfohlen. Informationen zur korrekten Verwendung von Hygienemasken sind auf der Internetseite des BAG auffindbar.

 

Eigenverantwortung und Solidarität, unterstützt von Transportunternehmen

Der ÖV ist ein offenes System und soll dies auch bleiben. Das Schutzkonzept setzt deshalb auf Eigenverantwortung und Solidarität. So versorgen sich Kundinnen und Kunden selbst mit Hygieneartikeln. Wo immer möglich unterstützen die Transportunternehmen Reisende, so bei der guten Verteilung in Fahrzeugen oder durch ein möglichst grosses Platzangebot. Auf touristische Reisen ist gemäss Empfehlung des BAG weiterhin zu verzichten.

Die Transportunternehmen verstärken die Reinigung, insbesondere von Kontaktflächen. Haltestangen, Haltegriffe und Tasten werden mehrmals täglich gereinigt und wo möglich auch die Reinigung während der Reise intensiviert. Bestehen bleiben bereits getroffene Massnahmen der ÖV-Unternehmen wie die Öffnung aller Türen an Haltestellen (sofern dies technisch möglich ist) oder die Schliessung der vordersten Türe und der vordersten Sitzreihe in Bussen. Neben den Fahrzeugen werden auch Reisezentren und weitere Kontaktpunkte intensiver gereinigt. Dazu gehören die Billettautomaten, die Geldausgabeautomaten und die Schliessfächer.

Kunden haben die Möglichkeit, sich in den WC der Transportmittel, sofern vorhanden, und in den WC-Anlagen der Bahnhöfe die Hände entsprechend der Vorgaben zu waschen. Die kostenpflichtigen Hygienecenter resp. WC-Anlagen der SBB in den Bahnhöfen Basel SBB, Bellinzona, Bern, Genève, Lausanne, Locarno, Luzern und Zürich HB können von den Reisenden ab dem 11. Mai 2020 bis auf Weiteres kostenlos benützt werden. An den Eingängen zu den grössten Bahnhöfen werden Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Beim Eingang / Ausgang von Reisezentren sind Dispenser verfügbar. Um die Einhaltung der Hygienevorschriften des BAG sicherzustellen, werden in Grossbahnhöfen Anstehzonen bei Geschäften eingerichtet und die Benutzung von Liften auf eine Person beschränkt. Die Warteräume in den SBB Bahnhöfen bleiben bis auf Weiteres zu; diejenigen, die heute noch offen sind, werden bis zum 11. Mai 2020 geschlossen.

Wichtiger Bestandteil des Schutzkonzepts ist eine gute Information zu Regeln und Verhaltensweisen. Kundinnen und Kunden werden mit einer Sensibilisierungskampagne über die Verhaltensregeln im ÖV auf der ganzen Reisekette informiert. Vorgesehen sind Plakate, Piktogramme, Hinweise auf Bildschirmen und Durchsagen.

 

Schutz der Mitarbeitenden hat ebenfalls höchste Priorität

Höchste Priorität hat auch der Schutz der Mitarbeitenden: Neu tragen diese beim Kundenkontakt Hygienemasken, falls der Zwei-Meter-Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Mitarbeitende im Kundenkontakt werden daher mit Hygienemasken und Desinfektionsmitteln für den Selbstschutz ausgestattet. Für die Kunden gilt die Billettpflicht weiterhin, Kundenbegleiterinnen und -begleiter werden bei der Kontrolle den SwissPass und Billette bis auf Weiteres nicht in die Hand nehmen. Im Verkauf an Schaltern kommen Plexiglasscheiben zum Einsatz. Mitarbeitende werden auf Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln sensibilisiert.

Basis des ÖV-Schutzkonzepts sind die gesundheitlichen Vorgaben des Bundesrates. Es wurde erarbeitet von SBB und Postauto als Systemführerinnen ÖV-Schiene und Strasse, Schifffahrt und Seilbahnen, in Absprache mit den Bundesämtern für Verkehr (BAV) und Gesundheit (BAG). Das Schutzkonzept tritt am 11. Mai 2020 in Kraft. Es wird angepasst, wenn die Strategie des Bundesrats dies erfordert oder wenn es während der Umsetzung nötig wird.




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