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RhB Weltrekordversuch: Details zum Ablauf bekannt

 

In knapp einem Monat ist es so weit: Die Rhätische Bahn (RhB) unternimmt auf der UNESCO Welterbestrecke vom Albulatunnel in Preda bis zum weltbekannten Landwasserviadukt kurz nach Filisur den Versuch, den längsten Reisezug der Welt fahren zu lassen. Die insgesamt 3'000 Tickets für den Publikumsevent in Bergün wurden Anfang August innert weniger Tage verkauft. Der Weltrekordversuch wird vom Medienpartner Blick TV per Livestream übertragen. Unterdessen sind weitere Details zum Event und zu Attraktionen im Bahndorf Bergün bekannt.

Die extra dafür gestaltete Ge 4/4 III 644 wirbt auf den Bündner Schienen für den Weltrekordevent        Foto: Marcel Manhart

 

 

Am Samstag, 29. Oktober 2022 wird die RhB mit 25 vierteiligen Capricorn-Triebzügen über die Albulalinie fahren. Der 1.91 Kilometer lange Rekordzug wird in der Nacht auf Samstag und am Samstagvormittag im Albulatunnel wie eine Perlenschnur aufgereiht. Anschliessend wird dieser um 14 Uhr in Preda starten, wo während rund vier Minuten der Zug aus dem Tunnel rollt. Der Zug fährt mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 35 km/h über Brücken und durch Kehrtunnels. Gegen 14.25 Uhr legt der Rekordzug in Bergün einen zehnminütigen Halt ein, bevor er gegen 15.15 Uhr sein Ziel erreicht: die spektakuläre Überquerung des Landwasserviaduktes. Anschliessend wird der Rekordzug vor der Station Alvaneu sorgfältig wieder in seine Einzelteile zerlegt und die Capricorn-Triebzüge dem Regelverkehr übergeben. Ab Sonntag, 30. Oktober 2022, gilt wieder der normale Fahrplan.

 

 

Festgelände, Ausstellung und Bahndorf

 

Ausgangs Bergün wird ein Festgelände aufgebaut, wobei der Zutritt zum Festzelt mit Unterhaltungsprogramm ausschliesslich für die 3’000 Besucherinnen und Besucher, welche sich Anfang August ein Ticket ergattern konnten, möglich sein wird. Nebst verschiedenen Konzerten gibt es auch den Bündner Comedian Flurin Caviezel zu sehen. Auf dem Festgelände wird Märklin den Weltrekordzug mit 25 Capricorn-LGB-Modellzügen zeigen. Dieser Modellzug im Format 1:22,5 wird eine Länge von rund 80 Metern haben. Der Weltrekordversuch selbst wird mit einer rund zweistündigen Sendung auf Blick TV (www.blick.ch) übertragen. Auf dem grossen Outdoor-Screen in Bergün kann der Weltrekordversuch live verfolgt werden. Und nicht zuletzt wird der Livestream auch anlässlich der Eröffnung des neuen Kinokomplex in Chur gezeigt. 

 

Am Bahnhof selbst zeigen die Partner der RhB ihr Können. So ist beispielsweise das Gleisbau-Unternehmen SERSA mit seiner grossen Schotterreinigungsmaschine und einem Loksimulator präsent. Siemens ermöglicht mit Augmented Reality Bahnerlebnis pur. Die Partner ABB und Repower informieren über Elektromobilität. Das Bahnmuseum Albula ist offen, Märklin und BEMO zeigen zusätzlich diverse Modelleisenbahnen. Das ganze Bahndorf Bergün ist in Bewegung. Es gibt Dorfführungen und das Ortsmuseum ist geöffnet. Für das leibliche Wohl werden Verpflegungsmöglichkeiten eingerichtet. 

 

 

Spezialfahrplan und Fahrverbot

 

Am 29. Oktober 2022 gilt auf der Albulalinie der RhB ein Spezialfahrplan. Dieser ist auf www.rhb.ch/weltrekord abgebildet und im Online-Fahrplan publiziert. Reisende ins/vom Engadin werden über die Vereinalinie via Prättigau geleitet. Für Gäste aus dem Engadin und aus dem Süden sind zudem Sonderbusse über den Julierpass im Einsatz. Gleichzeitig wird die Albulapassstrasse von 6 bis 22 Uhr zwischen Filisur und La Punt für den Strassenverkehr gesperrt – ausgenommen für Anwohnerinnen und Anwohner. Drohnenflüge entlang der Bahnstrecke sind zwischen 13 und 17 Uhr aus Sicherheitsgründen untersagt.

 

 

 

Zahlen und Fakten zum Weltrekordversuch

  • 24‘930 Meter lang ist die Weltrekordstrecke von Preda bis Alvaneu
  • Dabei werden 789.4 Höhenmeter (Preda = 1788.7 m ü.M.; Alvaneu = 999.3 m ü.M.) überwunden
  • Der Weltrekordzug wird 30 bis 35 km/h fahren
  • Die Rekordfahrt dauert rund 46 Minuten
  • Der Zug setzt sich aus 25 Kompositionen mit jeweils vier Wagen der neuen Capricorn-Triebzüge zusammen
  • Der Zug ist total 1,91 Kilometer lang
  • Rund 2990 Tonnen beträgt das Gewicht des Rekordzuges
  • Der Weltrekordzug hat insgesamt 4‘550 Sitzplätze, von welchen 150 von geladenen Gästen besetzt sein werden. 
  • Die Kommunikation innerhalb des Zuges wird mittels eines fast 2 Kilometer langen Feldtelefon vom Zivilschutz sichergestellt. 
  • Zusätzlich werden im Zug 7 Lokführer und 21 Techniker eingesetzt, um den Zug fahren zu können. 
  • Der Albulatunnel wird während rund 12 Stunden für den Bahnverkehr gesperrt sein.
  • Die Züge verkehren in diesen 12 Stunden nur bis Bergün
  • Während dem Weltrekordversuch ist die Strecke während rund 4 Stunden zwischen Tiefencastel und Bergün für den Bahnverkehr gesperrt

 

 

Technische Herausforderungen

 

Noch nie fuhr ein so langer Personenzug auf der Welt, geschweige denn im Hochgebirge auf einer Schmalspurbahn mit engen Kurvenradien, vielen Tunnels und Viadukten. Daraus ergeben sich verschiedene Herausforderungen, die im Vorfeld und während der Fahrt gemeistert werden müssen.

 

 

Synchrone Steuerung Zugverband und Bewältigung Bremskräfte


Die 25 Züge müssen alle gleichzeitig beschleunigen oder abbremsen, obwohl jeweils nur vier Züge vom gleichen Führerstand aus gesteuert werden können. Eine elektrische Schleife stellt sicher, dass im Falle einer Schnellbremsung alle Züge gleichzeitig bremsen. Aufgrund des grossen Gewichts des Zuges (2'850 t ohne Fahrgäste) wirken sehr hohe Kräfte auf die Infrastruktur und Wagenkästen, falls sich Teile des Zuges nicht synchron verhalten. Eine separate Gegensprechanlage im Zug, Training der Lokführer und klare Befehle sorgen für das entsprechende Ergebnis. Zudem wird für die Fahrt des Rekordzuges eine spezielle Software geladen und die mechanische Bremsleistung reduziert.

 

Rekuperation und Auswirkungen auf Netzbelastung 


Auf der Talfahrt wird der Zug vollständig über elektrische Rekuperation abgebremst. Dadurch wird Strom produziert, der an die Fahrleitung abgegeben wird und von anderen Zügen auf dem Streckennetz der RhB (aber auch anderen Bahnen im In- und Ausland) verwendet werden kann. Zusätzlich kann der überschüssige Strom auch über Umrichter ins öffentliche Netz (z.B. in Bever) abgegeben werden. Die grosse Herausforderung ist, dass sich die Spannung der Fahrleitung zu stark erhöhen könnte (normalerweise 11'000 Volt), da im selben Abschnitt 25 Züge synchron Strom abgeben. Die Überspannung könnte von einzelnen Systemen, die am Bahnstrom hängen, nicht aufgenommen werden. Hierzu fanden diverse Tests statt und es werden Massnahmen für die Rekordfahrt getroffen (u.a. Beschränkung Geschwindigkeit und Beschleunigung, Reduktion Rekuperation durch Spezialsoftware Zug, präventives Umhängen von Systemen auf Ortsnetz-Stromversorgung). 

 

 

Verbindung der Züge


Die einzelnen 4-teiligen-Teilzüge (Capricorns) sind mit einer voll-automatischen Kupplung verbunden. Jeweils vier Züge werden von einem Lokführer gesteuert. Zwischen jeweils vier Capricorn-Zügen wird mechanisch und pneumatisch, aber nicht elektrisch gekuppelt. Dafür werden zusätzliche Sicherheitssteuerleitungen zwischen den Zügen verlegt. 



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Mit dem heutigen Tag ist die InnoTrans 2022 zu Ende gegangen - ein vorläufiges Fazit

Die gesamte Welt der Verkehrstechnik und Mobilität traf sich vom 20.09. – 23.09.2022 auf der Weltleitmesse InnoTrans in Berlin. Nach vier Jahren fand die Messe zum 13. Mal wieder auf dem Berliner Messegelände statt und verzeichnete eine ähnlich große Nachfrage wie ihre Vorgänger. Zahlreiche Besucher, hohe Internationalität und viele Geschäftsabschlüsse kennzeichnen die InnoTrans 2022 ebenso wie die breite Marktabdeckung und hohe Innovationsdichte. Mit 250 Weltpremieren präsentierten die Aussteller so viele Neuheiten wie noch nie zuvor. Auf dem Gleis- und Freigelände erwarteten die Fachbesucher 128 Fahrzeuge und Exponate.

Mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages ist die InnoTrans 2022 heute zu Ende gegangen           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Rund 140.000 Besucherinnen und Besucher aus über 131 Ländern kamen auf die Weltleitmesse. 2.834 Aussteller aus 56 Ländern waren vertreten. Auf dem Berliner Messegelände zeigten sie die gesamte Produkt- und Service-Vielfalt der Mobilitätsbranche.

 

„Die InnoTrans hat wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass sie der Branchengipfel ist, der heute zeigt, was morgen auf der Schiene und Straße ist. Hier präsentieren Aussteller Technologien für eine nachhaltige Mobilität zuerst. Außerdem ist die InnoTrans eine Plattform für den internationalen Austausch für ein transeuropäisches Verkehrsnetz“, betont Martin Ecknig, CEO der Messe Berlin.

 

„Nach der pandemiebedingten Pause ist die InnoTrans 2022 phänomenal zurückgekehrt. Endlich ist die Branchenfamilie wieder zusammengekommen. Nach langem Warten konnten wir uns persönlich austauschen und in die Augen schauen“, sagt Kerstin Schulz, Direktorin der InnoTrans.

 

Bei der diesjährigen InnoTrans ist der Anteil von Erstbesuchern mit 56 Prozent besonders hoch. Insgesamt kommen 57,3 Prozent der Besucher aus dem Ausland. Die hohe Quote bestätigt den Status der InnoTrans als Weltleitmesse. Die Fachbesucher interessieren sich vor allem für Schienenverkehrstechnik, Schienenverkehr-Infrastruktur sowie das 3,5 Kilometer umfassende Gleis- und Freigelände. Danach folgt bereits der neue Ausstellungsbereich Mobility+, eine Plattform für Dienstleistungen und Produkte rund um die ergänzende Mobilität zum ÖPNV.

 

 

Stimmen der Aussteller zur InnoTrans 2022:

 

 

Henri Poupart-Lafarge, CEO und Vorsitzender des Verwaltungsrats von Alstom

 

"Einmal mehr hat die InnoTrans 2022 ihr Ziel erreicht, ein einzigartiges Forum zu sein, um unsere gemeinsamen Leidenschaften für Innovationen im Transportwesen zu teilen. Das Alstom-Team möchte sich bei den Tausenden von Besuchern aus aller Welt bedanken, die gekommen sind, um unsere nachhaltigen und digitalen Mobilitätslösungen zu erleben. Es war eine große Freude, die Branche nach vier Jahren wieder versammelt zu sehen. Es war die Gelegenheit, unser Engagement für Nachhaltigkeit und unseren Aufruf zur Verkehrsverlagerung zu bekräftigen. Unter den vielen Geschäftsmöglichkeiten, die sich in Berlin ergeben haben, möchte ich die mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichneten Absichtserklärungen hervorheben, da sie unser Ziel unterstützen, zum umweltfreundlichsten Schienennetz beizutragen.“

 

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn

 

„Die Zukunft der Eisenbahn können wir nur gemeinsam mit starken Partnern gestalten. Deshalb ist der Austausch innerhalb der Branche auf der InnoTrans so wichtig. Für uns als DB war die InnoTrans 2022 ein voller Erfolg.“

 

Dr. Florian Eck, Geschäftsführer Deutsches Verkehrsforum

 

„Wir haben hier auf der InnoTrans eine Menge beeindruckender Lösungen gesehen, mit denen wir in eine nachhaltige und kundenorientierte Zukunft starten können. Diese Lösungen sind marktreif und skalierbar. Nach vier Jahren Pause hat man auf dieser InnoTrans auch gemerkt: Es herrscht Aufbruchstimmung in der Branche. Alle sind einhellig der Meinung, dass wir auf dem richtigen Weg in eine nachhaltige Zukunft sind – Hersteller, Politik, Betreiber und Kunden. Dieses Momentum müssen wir mitnehmen und nun in die Umsetzung gehen. Und vor allem muss die Finanzierung für die Infrastruktur und die Digitalisierung sichergestellt werden. Es heißt jetzt wirklich: Let’s move!“

 

Pedro Fortea, General Director, Mafex

 

„Wie immer ist die Messe für unsere Mitglieder aus der spanischen Eisenbahnindustrie ein großer Erfolg. Trotz vierjähriger Pause ist die InnoTrans eine lebendige, visionäre Veranstaltung. Besonders die hohe Qualität der Besucher macht die Messe zu einem optimalen Businessumfeld.“

 

Michael Peter, CEO von Siemens Mobility

 

„Die InnoTrans ist das wichtigste Treffen der Branche und wir haben uns sehr gefreut, unsere Kunden und Partner nach vier Jahren endlich wieder persönlich zu treffen. Unter dem Motto „Destination Digital“ haben wir ihnen unsere neue digitale Business-Plattform Siemens Xcelerator präsentiert, mit der wir offene digitale Schnittstellen für einen kontinuierlichen Datenaustausch zwischen allen Teilsystemen des Schienennetzes ermöglichen wollen. Damit helfen wir unseren Kunden dabei, einen nachhaltigen, komfortablen und kosteneffizienten Schienenverkehr der Zukunft bereitzustellen.“

 

Mateusz Figaszewski, PR E-mobility Business Development & PR Director, Solaris Bus & Coach

 

„Für uns ist die Messe sehr interessant, da wir viele unterschiedliche Kunden aus ganz Europa sowie Zulieferer und Geschäftspartner treffen können. Die InnoTrans ist eine großartige Plattform, um Neuigkeiten aus der Branche auszutauschen. Oft haben wir hier den allerersten Kontakt mit neuen Kunden. Wir können ihnen brandneue Technologien präsentieren wie unseren neuen Wasserstoffbus. In vier Tagen sprechen wir mit vielen Menschen, die sonst für uns nicht erreichbar wären.“

 

Peter Spuhler, CEO Stadler Rail AG

 

„Das Feedback der Besucher hat uns klar bestätigt, wie inspirierend der persönliche Austausch mit unseren Kunden und Partnern für die Zukunft der Mobilität ist. Stadler hat sich mit sieben hochmodernen und nachhaltigen Fahrzeugen und einem breiten Portfolio im Signalling- und Service-Bereich als innovativer Anbieter nachhaltiger Lösungen für die Schiene auf der InnoTrans präsentiert. Die Resonanz der Kunden zu unseren Weltpremieren war überwältigend. Am grossen Bahnhof von Stadler haben wir als Marktführer für alternative Antriebstechnologien unter anderem den ersten mit Wasserstoff betriebenen Triebzug FLIRT H2 für die USA präsentiert. Während der Messe konnten wir mit der staatlichen Verkehrsbehörde und dem Verkehrsministerium von Kalifornien eine Absichtserklärung zur Lieferung von vier Wasserstoffzügen unterzeichnen. Enormes Interesse hatten wir auch bei unseren weiteren Exponaten wie dem batterieelektrischen FLIRT Akku, der neuesten Straßenbahn-Generation TINA oder der neuesten Lokomotiven-Familie EURO9000.“

 

Geert Van Hecke, Head of Sales Public Transport, Van Hool

 

„Wir sind zum ersten Mal mit einem eigenen Stand auf der InnoTrans vertreten und werden sicher zurückkommen. Das Besondere ist für uns, dass wir hier auf dem Gelände nicht nur unser Fahrzeug präsentieren, sondern auch eine Demofahrt anbieten können.“

 

Axel Schuppe, Hauptgeschäftsführer Verband der Bahnindustrie (VDB):

 

„Die InnoTrans 2022 war eine fulminante Messe. Obwohl chinesische Aussteller weniger präsent waren als vor vier Jahren und russische überhaupt nicht, waren genauso viele Teilnehmer da wie 2018 – und es wurden sogar noch mehr hochwertige Geschäftskontakte geknüpft, und das bis zum Schlusstag. Das versprüht Optimismus für die kommenden zwei Jahre. Gleichzeitig ist eine dunkle Wolke über der Branche aufgezogen. Die Energiekrise, die Rohstoffpreise und die exorbitanten Energiekosten machen unseren Unternehmen schwer zu schaffen. Hier muss die Politik schnell und frei von Dogmen handeln. Tut sie nichts, werden Unternehmen aufgeben müssen oder abwandern.“

 

Martin Schmitz, Geschäftsführer Technik, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)

 

„Die InnoTrans 2022 war geprägt von einer großen Zuversicht und Freude an Innovationen – und das trotz der aktuell schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage. In der Eisenbahnbranche denken wir immer strategisch und werfen wir den langen Blick nach vorne. Deshalb gibt uns ein Programm wie „Fit for 55“ der Europäischen Union Rückenwind: Wir wissen, dass wir dazu einen starken Beitrag liefern können. Die Innovationen und Themen, die auf der InnoTrans 2022 im Vordergrund standen, zeigen, dass wir hier tatsächlich gemeinsam die Zukunft gestalten. Umso wichtiger war es nach vier Jahren, sich wieder zu treffen und die Produkte vor Ort sehen zu können.“

 

Dr. Stefan Gutschling, Geschäftsführer Fachverband Elektrobahnen und -fahrzeuge,

ZVEI e.V. (Verband der Elektro- und Digitalindustrie)

 

„Unsere Mitgliedsunternehmen sind die Lösungsanbieter, wenn es um die drei großen Herausforderungen bei der Gestaltung von moderner Mobilität geht – Digitalisierung, Dekarbonisierung und Demographie. Gerade mit Blick auf die Dekarbonisierung ist die Bahn der größte Hebel, um die europäischen CO2-Ziele zu erreichen. Die InnoTrans 2022 hat gezeigt: Die Lösungen sind im Grunde da. Die große Bandbreite an Innovationen und Know-how zu sehen, war beeindruckend. Jetzt geht es um den Roll-out. Wir müssen es schaffen, diese Entwicklungen auf die Schiene zu bringen, und zwar europaweit, nicht national. Das ist durchaus ehrgeizig, aber auf der Messe war zu spüren, dass die Teilnehmenden geradezu euphorisch sind, sich auszutauschen und gemeinsam in die Umsetzung zu gehen.“

 

 

Kurz und bündig: Die InnoTrans kehrt eindrucksvoll zurück

 

• 2.834 Aussteller

• Rund 140.000 Besucher

• Zahlreiche Geschäftsabschlüsse

• Stimmen der Aussteller

 

Die nächste InnoTrans wird im Jahr 2024 vom 24. - 27. September stattfinden.




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InnoTrans 2022: Stadler setzt neue Massstäbe in Sachen nachhaltiger Mobilität

Stadler präsentiert an seinem grossen Bahnhof an der InnoTrans in Berlin Weltpremieren mit innovativen und nachhaltigen Antriebslösungen im Schienenverkehr. Zum ersten Mal stellt Stadler unter anderem seinen mit Wasserstoff betriebenen Triebzug FLIRT H2 für den amerikanischen Personenverkehr vor.

FLIRT H2 für den amerikanischen Personenverkehr an der InnoTrans                                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Auf der InnoTrans 2022 in Berlin stellt Stadler gleich sieben Fahrzeuge mit nachhaltigen Antriebslösungen vor. Alle sieben Fahrzeuge werden zum ersten Mal dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit präsentiert. Neben nachhaltigen Fahrzeugkonzepten bietet Stadler an seinen Messeständen in der Halle 2.2 (Stand 160) und Halle hub27 (Stand 750) einen detaillierten Einblick in seine Lösungen im Bereich Service und Signalling.



FLIRT H2: SBCTA und Stadler stärken den nachhaltigen Schienenverkehr in den USA
Gleis T09/40, Fahrzeugpräsentation am 20. September 2022 um 14.00 Uhr
 
FLIRT Akku: Stadler und NAH.SH stellen den ersten batterieelektrischen Serientriebzug vor
Gleis T08/40, Fahrzeugpräsentation am 20. September 2022 um 15.30 Uhr
 
TINA: Stadler und HEAG mobilo präsentieren neue Strassenbahn in Berlin erstmals der Öffentlichkeit
Gleis T09/50, Fahrzeugpräsentation am 21. September 2022 um 11.00 Uhr
 
EURO9000: Stadler und ELP präsentieren die stärkste Hybrid-Lokomotive für Europa
Gleis T04/19, Fahrzeugpräsentation am 21. September 2022 um 14.00 Uhr
 
FLIRT (trimodal): Stadler und Transport for Wales stellen Triebzug für nachhaltigen Betrieb vor
Gleis T08/50, Fahrzeugpräsentation gemeinsam mit CITYLINK am 22. September 2022 um 11.00 Uhr
 
CITYLINK: Umweltfreundlicher Tram-Train von Stadler für Transport for Wales
Gleis T08/50, Fahrzeugpräsentation gemeinsam mit FLIRT (trimodal) am 22. September 2022 um 11.00 Uhr

METRO (IPEMU): Erster unabhängig angetriebener elektrischer Triebzug für Grossbritannien
Gleis T09/60, Fahrzeugpräsentation am 22. September 2022 um 14.00 Uhr
 
Signalling: Stadler präsentiert modulare Lösungen für alle Bahnen



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Stadler veröffentlicht ein neues Buch über seine Entwicklung

Stadler hat sein 80-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, ein neues Buch über seine Geschichte und damit auch ein Stück Schweizer Bahngeschichte herauszugeben. Das unterhaltsame Lesebuch «Stadler – Von Bussnang in die Welt» ist mit seinen Geschichten über Stadler eine wertvolle Ergänzung zu dem 2010 erschienenen und inzwischen vergriffenen Buch «Stadler – Von der Stollenlokomotive zum Doppelstockzug» von Autor Theo Weiss. Das neue Buch ist im Webshop unter stadlerrail.shop erhältlich.

Das neue Buch über seine Geschichte druckfrisch aus dem Hause Stadler                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Einst war die Schweizer Bahnindustrie weltweit führend. Heute ist sie es wieder. Klingende Namen wie SLM oder Sécheron, SIG oder MFO sind längst Geschichte, dafür ist mit Stadler ein anderer Name ins Bewusstsein der Bahnwelt gerückt. Während des Zweiten Weltkriegs gründete Ernst Stadler ein Ingenieurbüro, das sich als kleiner Nischenplayer im Schweizer Eisenbahnmarkt etablierte, bevor ab 1989 ein einzigartiges Kapitel Schweizer Industriegeschichte geschrieben wurde.

 

Autor Philipp Landmark erhebt mit dem fast 300 Seiten umfassenden, reich bebilderten Buch nicht den Anspruch, die ganze Stadler-Geschichte lückenlos darzustellen. Er zeigt vielmehr mit einzelnen Geschichten eine Reihe von wesentlichen Entwicklungen auf, die in der Summe Stadler zu dem machen, was das Unternehmen heute ist. Damit ergänzt das neue Buch die 2010 erschienene Publikation «Stadler – Von der Stollenlokomotive zum Doppelstockzug». Autor Theo Weiss verfolgte bei diesem inzwischen vergriffenen Werk einen stärker technischen und chronologischen Ansatz.

 

Natürlich kommt auch im neuen Buch die entscheidende Wendung von 1989 nicht zu kurz: Der gerade 30-jährige Peter Spuhler erwarb die Firma mit damals 18 Mitarbeitenden; bald wurde mit dem GTW, dem Gelenktriebwagen, der erste eigene Zug entwickelt. Er wurde zum Verkaufsschlager, die rasante Expansion von Stadler begann.

 

Aus dem kleinen Zugbauer im beschaulichen thurgauischen Bussnang ist längst ein global tätiges Unternehmen geworden, das mit dem als Regionalzug, aber auch als Intercity konfigurierbaren FLIRT einen Bestseller im Programm hat. Und ein Unternehmen, das von Metros und Trams für urbane Zentren bis zu Hochgeschwindigkeitszügen und kräftigen Streckenlokomotiven ein umfangreiches Fahrzeugportfolio anbietet. Trotzdem ist der Tailor-Made-Gedanke immer noch tief im Stadler-Bewusstsein verankert: Gibt es das vom Kunden benötigte Fahrzeug noch nicht, dann wird es entwickelt.


 

Das neue Buch ist ab sofort im Webshop unter stadlerrail.shop erhältlich


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Baustart am Abstellbahnhof in Stuttgart-Untertürkheim

Die Deutsche Bahn hat mit den Bauarbeiten für den neuen Abstellbahnhof in Stuttgart-Untertürkheim begonnen, dies ist der letzte Stuttgart-21-Abschnitt im Stuttgarter Talkessel. Auf dem Gelände des früheren Rangierbahnhofs entsteht ein moderner Abstellbahnhof. Insgesamt werden auf knapp zwölf Hektar Fläche 8,5 Kilometer Gleis verlegt. Auf diesen werden nach der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 Züge abgestellt.

Blick auf den ehemaligen Rangierbahnhof und künftigem Abstellbahnhof                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs zwischen Stuttgart-Bad Cannstatt und Stuttgart-Untertürkheim entsteht der neue Abstellbahnhof Untertürkheim. Dort werden künftig Züge abgestellt. Er ist im Ringverkehr mit dem Stuttgarter Hauptbahnhof verbunden: über den Tunnel Ober-/Untertürkheim sowie über die Neckarbrücke und den Tunnel Bad Cannstatt. Der neue Abstellbahnhof ersetzt den bisherigen Abstellbahnhof am Rosensteinpark. Es entstehen 33 Abstellgleise mit einer Gesamtlänge von 8,5 Kilometern.

 

 

Kompletter Neubau

 

In einem ersten Schritt werden die alten Gleise des früheren Rangierbahnhofs abgebaut. Anschliessend werden neue Gleise verlegt, zahlreiche Oberleitungsmasten aufgestellt und Reinigungsanlagen für Züge gebaut.

 

 

Zahlreiche Eidechsen abgesammelt

 

Bevor die Bauarbeiten beginnen konnten, musste die Deutsche Bahn rund 8.600 Mauereidechsen umsiedeln, die auf dem nicht mehr genutzten Bahngelände lebten. Die Reptilien wurden auf eigens dafür eingerichtete Flächen entlang bestehender Bahnstrecken in Stuttgart gebracht.

 

 

Letzter Bauabschnitt in Stuttgart

 

Der neue Abstellbahnhof ist der letzte begonnene Bauabschnitt des Projekts im Stuttgarter Talkessel. Die im Talkessel zu bauenden rund 51 Kilometer Tunnelröhren sind bis auf wenige Dutzend Meter und damit zu 99,9 Prozent vorgetrieben. Beim Bau des künftigen Hauptbahnhofs sind 22 von 28 der charakteristischen Kelchstützen betoniert und weite Teile des Dachs bereits geschlossen. In wenigen Wochen folgt die Betonage von Kelchstütze Nummer 23.

 

Beim Gleisbau wurden in Stuttgart mittlerweile mehrere Kilometer Schienen verlegt, die bereits bis an den Hauptbahnhof heranreichen. Im künftigen Durchgangsbahnhof hat die Deutsche Bahn in der vergangenen Woche die erste Weiche der so genannten Festen Fahrbahn in Beton gegossen. Die Weiche befindet sich im Tunnel Nordkopf nur wenige Meter vor der neuen Bahnsteighalle und ist eine von insgesamt 48 Weichen, die im Nordkopf und im Südkopf den Übergang von den jeweils vier Zulaufgleisen auf acht Bahnsteiggleise bilden. Sie ermöglichen später ohne Kreuzungskonflikte eine hohe Flexibilität bei der Zufahrt zu und der Abfahrt von den Bahnsteigen im Durchgangsbahnhof.

 

Ehe die Schwellen des vorgefertigten Weichenkörpers einbetoniert werden konnten, haben Mitarbeiter der in diesem Abschnitt verantwortlichen Baufirmen diesen ersten Schienenabzweig in mehreren Schritten genau vermessen und ausgerichtet. Dabei war hier – wie stets beim Gleisbau – Millimeterarbeit gefragt. Im letzten, sehr aufwendigen Arbeitsschritt wurden schließlich rund 80 Kubikmeter Beton verbaut.

 

 

Neubaustrecke Wendlingen - Ulm

 

Am 11. Dezember 2022 wird die Neubaustrecke Wendlingen - Ulm in Betrieb gehen. Die Fahrt führt durch mehrere Tunnels und auch über die 85 Meter hohe Filstalbrücke. Die künftig im Reiseverkehr geltende Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. Mit der neuen Strecke entstehen sowohl im Fernverkehr, als auch im Nahverkehr Vorteile für Reisende in Baden-Württemberg: Im Fernverkehr profitieren Reisende auf der Relation Frankfurt - München von einer rund 15 Minuten kürzeren Reisezeit, im Nahverkehr wird es stündlich in beide Richtungen eine Verbindung Ulm - Merklingen - Wendlingen geben. Damit ergeben sich auch für Pendlerinnen und Pendler neue Perspektiven: Ulm und Stuttgart rücken näher zusammen, mit dem Bahnhof Merklingen wird zudem eine ganze Region durch die Schiene neu erschlossen.





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RhB Weltrekordversuch: Tickets sind ausverkauft

 

UPDATE vom 04. August 2022


Das Vorhaben der RhB, am 29. Oktober 2022 den weltweit längsten Reisezug über die Albulalinie fahren zu lassen, stösst auf grosses Interesse. Die insgesamt 3'000 Tickets für das Erleben des Weltrekordversuchs vor Ort in Bergün konnten online auf der Internetseite www.rhb.ch/weltrekord gekauft werden und sind bereits ausverkauft!

Die neu gestaltete Ge 4/4 III 644 wirbt auf den Bündner Schienen für den Weltrekordevent              Foto: Marcel Manhart

 

 

UPDATE vom 04. August 2022


Das Vorhaben der RhB, am 29. Oktober 2022 den weltweit längsten Reisezug über die Albulalinie fahren zu lassen, stösst auf grosses Interesse. Die insgesamt 3'000 Tickets für das Erleben des Weltrekordversuchs vor Ort in Bergün konnten online auf der Internetseite www.rhb.ch/weltrekord gekauft werden und sind bereits ausverkauft!

 

Der Weltrekordversuch wird vom Medienpartner Blick TV per Livestream übertragen. So haben alle, die kein Ticket ergattern konnten, die Gelegenheit, trotzdem dabei zu sein.

 

 

 

--> Nachfolgend der Beitrag vom 27. Juli 2022

 

 

Der Versuch rollt an: Im Rahmen der 175-Jahr-Feierlichkeiten der Schweizer Bahnen unternimmt die Rhätische Bahn (RhB) am Samstag, 29. Oktober 2022, den offiziellen Versuch, den längsten Reisezug der Welt fahren zu lassen. Der 1910 Meter lange Zug mit 100 Wagen soll auf der UNESCO Welterbestrecke Albula/Bernina von Preda bis Bergün und weiter über den Landwasserviadukt rollen. Das Vorhaben der RhB stösst auf grosses Interesse. Entsprechend dürften die Tickets für das Erleben des Weltrekordversuchs vor Ort in Bergün schnell weg sein.

 

Am Tag des Weltrekordversuchs vom Samstag, 29. Oktober 2022, wird in Bergün ein Festgelände eingerichtet. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein attraktives Rahmenprogramm mit musikalischer Unterhaltung, Comedy, Gastronomie im Festzelt sowie einem Bahndorf. Für die kleinen Gäste wird Kinder-Kondukteur Clà Ferrovia dabei sein. Der Weltrekordversuch wird auf dem Festgelände und vom Medienpartner Blick TV per Livestream übertragen.

 

 

Tickets nur mit An- und Abreise per Bahn


Die An- und Abreise zum Event soll mittels Bahn erfolgen. Die insgesamt 3'000 Tickets sind an entsprechende Zugfahrten gekoppelt. So wird gewährleistet, dass jeder Ticketkäufer und jede -käuferin für die Anreise über einen Platz im Zug verfügt und rechtzeitig zum Festgelände gelangt. Einheimische und lokale Feriengäste können vor Ort Tickets beziehen. Der Festivalpass kostet 20 Franken für Erwachsene und 10 Franken für Kinder bis 16 Jahre mit eigenem Sitzplatzanspruch. Er berechtigt zum Eintritt aufs Festgelände sowie ins Bahnmuseum Albula in Bergün und beinhaltet auch ein Welcome Package. Das effektive Zugbillett muss separat dazugekauft werden. Am Tag des Weltrekordversuchs verkehren die Züge gemäss einem Sonderfahrplan, mit Regel- und zahlreichen Extrazügen. Für die Rückfahrt wird auf dem Festgelände und am Bahnhof Bergün ein Check-in-System aufgebaut. Der Sonderfahrplan wird beim Start des Vorverkaufs publiziert.

 

Zahlen und Fakten zum Weltrekordversuch

  • 24‘930 Meter lang ist die Weltrekordstrecke von Preda bis Alvaneu
  • Dabei werden 789.4 Höhenmeter (Preda = 1788.7 m ü.M.; Alvaneu = 999.3 m ü.M.) überwunden
  • Der Weltrekordzug wird 30 bis 35 km/h fahren
  • Die Rekordfahrt dauert rund 46 Minuten
  • Der Zug setzt sich aus 25 Kompositionen mit jeweils vier Wagen der neuen Capricorn-Triebzüge zusammen
  • Der Zug ist total 1,91 Kilometer lang
  • Rund 2990 Tonnen beträgt das Gewicht des Rekordzuges
  • Der Weltrekordzug hat insgesamt 4‘550 Sitzplätze, von welchen 150 von geladenen Gästen besetzt sein werden. 
  • Die Kommunikation innerhalb des Zuges wird mittels eines fast 2 Kilometer langen Feldtelefon vom Zivilschutz sichergestellt. 
  • Zusätzlich werden im Zug 7 Lokführer und 21 Techniker eingesetzt, um den Zug fahren zu können. 
  • Der Albulatunnel wird während rund 12 Stunden für den Bahnverkehr gesperrt sein.
  • Die Züge verkehren in diesen 12 Stunden nur bis Bergün
  • Während dem Weltrekordversuch ist die Strecke während rund 4 Stunden zwischen Tiefencastel und Bergün für den Bahnverkehr gesperrt

 

 

Technische Herausforderungen

 

Noch nie fuhr ein so langer Personenzug auf der Welt, geschweige denn im Hochgebirge auf einer Schmalspurbahn mit engen Kurvenradien, vielen Tunnels und Viadukten. Daraus ergeben sich verschiedene Herausforderungen, die im Vorfeld und während der Fahrt gemeistert werden müssen.

 

 

Synchrone Steuerung Zugverband und Bewältigung Bremskräfte


Die 25 Züge müssen alle gleichzeitig beschleunigen oder abbremsen, obwohl jeweils nur vier Züge vom gleichen Führerstand aus gesteuert werden können. Eine elektrische Schleife stellt sicher, dass im Falle einer Schnellbremsung alle Züge gleichzeitig bremsen. Aufgrund des grossen Gewichts des Zuges (2'850 t ohne Fahrgäste) wirken sehr hohe Kräfte auf die Infrastruktur und Wagenkästen, falls sich Teile des Zuges nicht synchron verhalten. Eine separate Gegensprechanlage im Zug, Training der Lokführer und klare Befehle sorgen für das entsprechende Ergebnis. Zudem wird für die Fahrt des Rekordzuges eine spezielle Software geladen und die mechanische Bremsleistung reduziert.

 

 

Rekuperation und Auswirkungen auf Netzbelastung 


Auf der Talfahrt wird der Zug vollständig über elektrische Rekuperation abgebremst. Dadurch wird Strom produziert, der an die Fahrleitung abgegeben wird und von anderen Zügen auf dem Streckennetz der RhB (aber auch anderen Bahnen im In- und Ausland) verwendet werden kann. Zusätzlich kann der überschüssige Strom auch über Umrichter ins öffentliche Netz (z.B. in Bever) abgegeben werden. Die grosse Herausforderung ist, dass sich die Spannung der Fahrleitung zu stark erhöhen könnte (normalerweise 11'000 Volt), da im selben Abschnitt 25 Züge synchron Strom abgeben. Die Überspannung könnte von einzelnen Systemen, die am Bahnstrom hängen, nicht aufgenommen werden. Hierzu fanden diverse Tests statt und es werden Massnahmen für die Rekordfahrt getroffen (u.a. Beschränkung Geschwindigkeit und Beschleunigung, Reduktion Rekuperation durch Spezialsoftware Zug, präventives Umhängen von Systemen auf Ortsnetz-Stromversorgung). 

 

 

Verbindung der Züge


Die einzelnen 4-teiligen-Teilzüge (Capricorns) sind mit einer voll-automatischen Kupplung verbunden. Jeweils vier Züge werden von einem Lokführer gesteuert. Zwischen jeweils vier Capricorn-Zügen wird mechanisch und pneumatisch, aber nicht elektrisch gekuppelt. Dafür werden zusätzliche Sicherheitssteuerleitungen zwischen den Zügen verlegt.

 

 

Sicherstellung Sicherheit und Verfügbarkeit Strecke und Systeme


Die Strecke wird für die Rekordfahrt für andere Züge gesperrt. Der Rekordzug ist teilweise länger als diverse Blockabschnitte. Gesteuert wird die Fahrt von der Betriebszentrale in Landquart aus. Es ist sicherzustellen, dass die Signale, aber auch die Bahnübergänge und Kundeninformation im richtigen Moment ausgelöst werden.

 

 

Live-Medienproduktion


Die Rekordfahrt wird (von Blick) mittels einer Live-Produktion aufgenommen und über verschiedene Kanäle verbreitet. Hierfür werden verschiedenste Kameras von Drohnen, im Führerstand und auf der Strecke verwendet und müssen in Echtzeit verarbeitet werden. Dies alleine ist auf einer Strecke mit beschränkter Mobilfunkabdeckung eine grosse (und spannende) Herausforderung.

 

Sponsoren und Medienpartner

 

 

Insgesamt 15 namhafte Partner sind mit an Bord des Weltrekordversuchs. Sie untermauern den Pionier- und Innovationgeist, der das Bahn- und Reiseland Schweiz seit eh und je auszeichnet. Ohne finanzielle und technologische Unterstützung der Partner wäre der Weltrekordversuch nicht durchführbar. Als Presenting Partner auftreten wird Stadler, welcher auch Hersteller der Capricorn-Triebzüge ist.

 

Die weiteren Engineering-Leistungen werden von ABB und Sersa als Unternehmen der Rhomberg Sersa Rail Group erbracht. ABB steht für Energieeffizienz und Sersa für den Bau und Unterhalt der Bahninfrastruktur. Ergänzt werden die Main Partner durch Märklin als Spezialist für Modelleisenbahnen.

 

 

 

 

Die Ge 4/4 III 644 mit einem Interregio Chur - St. Moritz beim Halt in Celerina                              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Das Erbe der Bahnpioniere sichtbar machen


Nicht irgendwo, sondern auf der weltberühmten UNESCO Welterbestrecke Albula/Bernina (seit 2008 trägt die RhB dieses begehrte Label) soll der Weltrekordversuch stattfinden. Der längste Reisezug soll sich von Preda durch die faszinierenden Kehrtunnels bis Bergün und weiter über den Landwasserviadukt schlängeln. Und so das bahntechnische Meisterwerk der Bahnpioniere sichtbar machen. Dazu RhB-Direktor Renato Fasciati: «Die Schweiz ist ein Eisenbahnland wie kaum ein anderes. Dieses Jahr feiern wir 175 Jahre Schweizer Bahnen. Mit diesem Weltrekordversuch will die RhB mit ihren Partnern ihren Beitrag leisten und eine Pioniertat realisieren, die es so noch nie zu sehen gab». Mit an Bord sind führende Kompetenzpartner aus Technologie, Industrie, Dienstleistung, Tourismus und Medien.

 

Rahmenprogramm

 

Am Tag des Weltrekordversuchs wird in Bergün ein Festgelände eingerichtet. Dieses ist nur per Bahn erreichbar und auf 3'000 Gäste begrenzt. Wer morgens frühzeitig reist, kann den Weltrekordversuch auf der Strecke an verschiedenen Viewpoints verfolgen. Der Weltrekordversuch wird auf dem Festgelände und auf Blick TV per Livestream übertragen. Weiter wird ein Rahmenprogramm mit einem Bahndorf, musikalischer Unterhaltung, Comedy und Gastronomie angeboten. Für die kleinen Gäste wird auch der Kinderkondukteur Clà Ferrovia dabei sein.

 

Preise Festivalpass

 

Erwachsene      CHF 20.00
Kinder bis 16 Jahren mit eigenem Sitzplatzanspruch bei der Anreise      CHF 10.00

 

Inkludierte Leistungen:

 

- Eintritt ins Festzelt

- Welcome Package

- Eintritt ins Bahnmuseum Albula

 

Das Ticket die Anreise nach Bergün ist nicht inkludiert, für die An- und Rückreise braucht es zusätzlich ein gewöhnliches Ticket

 

Anreise:


Für den Weltrekordversuch gilt ein spezieller Fahrplan. 

Bitte beachten Sie, dass Sie beim Kauf eines Festivalpass die gewünschte Zugverbindung wählen müssen. Diese ist zwingend erforderlich, damit alle Gäste rechtzeitig auf das Festivalgelände kommen können. Gäste aus dem Engadin können Plätze für den Ersatzbus ab St. Moritz erwerben.

 

Der Albulatunnel wird den ganzen Tag gesperrt sein. Reisende aus dem Engadin werden via Vereina - Davos - Filisur umgeleitet. 

In Bergün gibt es keine Parkplätze. Eine Anreise mit dem Auto ist nicht möglich. 

 

 

Rückreise:


Ab 16.00 Uhr verkehren regelmässig Züge Richtung Chur und Engadin. Bitte beachten Sie die Durchsagen in Bergün. Aufgrund des zu erwartenden hohen Besucheraufkommen ist mit Wartezeiten zu rechnen.

 



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DB beginnt in Stuttgart mit der Ausrüstung der S-Bahn-Stammstrecke mit Digitaltechnik

Wenn die Deutsche Bahn dieses Jahr während der Sommerferien die Modernisierung der S-Bahn-Stammstrecke fortsetzt und dazu den Tunnel in Stuttgart erneut und für den Zugverkehr sperrt, fährt die S-Bahn wieder Halbstundentakt auf geänderten Linien.

• Die S-Bahn hält wie im vergangenen Jahr im Hauptbahnhof an den Gleisen 1 bis 5 

Busse fahren zu den innerstädtischen S-Bahn-Stationen weiter

• Die S15 verbindet auf direktem Weg Stationen im Norden mit Stuttgart-Vaihingen im Süden

 

                                                 --->     mit UPDATE vom 18. August 2022     <---

 

                                                 --->     mit UPDATE vom 19. August 2022     <---

Die S-Bahn Stationen Hauptbahnhof (tief), Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld

werden vom 30. Juli bis 11. September 2022 nicht angefahren                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der digitale Eisenbahnknoten in Stuttgart nimmt Gestalt an. Wenn die Deutsche Bahn (DB) in diesem Sommer die Modernisierung der S-Bahn-Stammstrecke fortsetzt, beginnen auch die Arbeiten zur Ausrüstung der Strecke mit dem European Train Control System (ETCS). Dazu verlegt die DB jetzt rund 400 Kilometer neue Kabelleitungen. Das Umstellen von der heute konventionellen Signaltechnik macht allein die Stammstrecke mindestens 20 Prozent leistungsfähiger. Die Fahrgäste profitieren ab Ende 2025 von Angebotsausweitungen bei der S-Bahn. Bis dahin gehen die Arbeiten in den kommenden Jahren weiter.

 

Zum zweiten Mal sperrt die Bahn während der diesjährigen Sommerferien in Baden-Württemberg die Tunnelstrecke zwischen den Stuttgarter S-Bahn-Stationen Hauptbahnhof (tief) und Vaihingen. Von Samstag, 30. Juli 2022, bis zum Betriebsbeginn am Montag, 12. September 2022, gibt es umfangreiche Fahrplanänderungen. Die DB bittet ihre Reisenden, sich vor Fahrtantritt zu informieren. Die Fahrzeiten sind überwiegend länger. Auf vielen Verbindungen wird ein Umsteigen notwendig, nicht aber zwischen Stuttgart-Feuerbach und Stuttgart-Vaihingen. Hier bietet die S15 tagsüber von Montag bis Freitag auch 2022 wieder direkte Verbindungen.

 

 

S-Bahn-Verkehr

 

Für sechs Wochen fahren die S-Bahnen – wie im vergangenen Jahr – die Stuttgarter Stationen Hauptbahnhof (tief), Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld nicht an. Die Bahn leitet einen Teil der Züge um. Sie fahren ohne Halt zwischen Hauptbahnhof und Vaihingen. Zentraler Punkt im Liniennetz der S-Bahn ist Stuttgart Hauptbahnhof. Der S-Bahn-Betrieb verkehrt dann wieder von den Gleisen 1 bis 5. Auf allen S-Bahn-Linien fahren die Züge jeweils im Halbstundentakt und weitgehend zu den gewohnten Zeiten. In den Außenbereichen ergänzen die eigens während der Bauarbeiten eingesetzten Linien S12 und S15 die Verkehre auf bestimmten Streckenabschnitten zum gewohnten 15-Minuten-Takt. Mit der Linie S15 zwischen Bietigheim und Herrenberg erhält der Stuttgarter Norden ab Feuerbach auch 2022 eine Direktverbindung nach Vaihingen in den Süden Stuttgarts – mit Umfahrung der Innenstadt.

 

 

Busse fahren die S-Bahn-Stationen entlang der Stammstrecke an

 

Während der Bauarbeiten fahren Busse die innerstädtischen S-Bahn-Stationen entlang der Stammstrecke an. Die Busse sind als Schienenersatzverkehr (SEV) besonders gekennzeichnet. Die Bahn richtet zwei separate Buslinien ein. Die beiden Busrouten treffen zum Umsteigen an der Haltestelle Universität (Schleife) zusammen. Die Linie SEV1 fährt von Hauptbahnhof/Arnulf-Klett-Platz über Wilhelmsbau (in der entgegengesetzten Richtung: über Haltestelle Büchsenstraße), Feuersee, Schwabstraße, Westbahnhof zur Universität Stuttgart. Ab dort fahren die Busse der Linie SEV2 weiter über Stuttgart-Österfeld nach Stuttgart-Vaihingen. Im Bereich der Innenstadt zwischen Hauptbahnhof und Universität (Schleife) fahren von montags bis freitags die Ersatzbusse im Abstand von fünf Minuten. Die Busse der Linie SEV2 fahren alle 20 Minuten.

 

 

Ausweitung des Angebots bei Stadtbahnen U34 und Expressbussen X60

 

Für die Fahrgäste fahren darüber hinaus mehr Stadtbahnen und Expressbusse. Die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) weiten die Verbindungen der Stadtbahn zwischen Vaihingen und Innenstadt aus. Dazu verlängern sie die Linie U34 Vogelsang–Rotebühlplatz–Heslach in der Hauptverkehrszeit bis Vaihingen. Auf der Expressbuslinie X60 Leonberg­–Flughafen/Messe fahren zur Taktverdichtung zusätzliche Busse zwischen den Haltestellen Leonberg Bahnhof und Universität (Schleife). An der Haltestelle Universität (Schleife) besteht Anschluss an die beiden Ersatzbuslinien der S-Bahn. Das ausgeweitete Angebot auf den Linien U34 und X60 finanziert der Verband Region Stuttgart.

 

Im Innenstadtbereich ist für kurze Entfernungen auch das Fahrrad eine Alternative. Hier bieten sich die Leihfahrräder und -pedelcs von RegioRadStuttgart an. Das Bikesharing-System von Landeshauptstadt Stuttgart und Deutscher Bahn hat zahlreiche Verleihstationen in der City. Wer eine VVS-Polygocard besitzt, hat bei jeder Ausleihe eines Fahrrads 30, bei Pedelecs 15 Freiminuten.

 

Webseite: regioradstuttgart.de

 

 

Busse auf Bestellung (On-Demand-Service) als Ergänzung

 

Als Ergänzung zum klassischen SEV bietet die S-Bahn Stuttgart auch in diesem Jahr wieder Busse auf Bestellung (On-Demand-Service) an: Auf Route 1 verbindet der On-Demand-Shuttle Vaihingen mit der Universität. Der Einsatz erfolgt von Montag bis Samstag jeweils zwischen 20 und 24 Uhr sowie am Sonntag von 8 bis 24 Uhr. Auf Route 2 bieten die Shuttles samstags und sonntags von 0 Uhr bis 8 Uhr Fahrgästen die zusätzliche Möglichkeit, nachts und früh morgens komfortabel aus der Innenstadt nach Hause zu kommen: Direkt und möglichst nah an das Ziel. Dazu halten die On-Demand-Busse nicht nur an den üblichen S-Bahn-Stationen, sondern bedienen darüber hinaus auf den Routen auch eine Vielzahl virtueller Haltestellen.

 

Fahrgäste bestellen den Service über die App Mobility Stuttgart der S-Bahn oder per Anruf bei der Telefonnummer 0711 93383798 zum Festnetz Ortstarif. Für die Mitfahrt im On-Demand-Service benötigen die Fahrgäste lediglich gültige DB-Fahrscheine oder VVS-Verbundfahrscheine oder ein 9-Euro-Ticket.

 

Mehr Information zum On-Demand-Service während der Stammstreckensperrung 2022 gibt es hier: s-bahn-stuttgart.de/on-demand-service

Für ein optimales Angebot während der Modernisierung der Stammstrecke arbeitet die S-Bahn Stuttgart mit der DB-Tochter ioki zusammen. Mit Hilfe der intelligenten Plattform ermöglicht ioki als Technologiepartner eine flexible und in den öffentlichen Nahverkehr integrierte On-Demand-Mobilität und stärkt so nachhaltig den ÖPNV in Stuttgart.

 

 

Fahrgäste können VVS-Angebote mit Zeitbeschränkungen flexibler nutzen

 

Abonnent:innen, die ein Ticket des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS) mit einer Zeitbeschränkung haben, erhalten mehr Flexibilität. Während des Aktionszeitraums des 9-Euro-Tickets bis zum 31. August 2022 gelten für diese Angebote selbstverständlich wie bisher keine zeitliche Begrenzung. Im Zeitraum der Sperrung der Stammstrecke vom 1. bis 11. September 2022 können die Abonnent:innen die VVS-Tickets überwiegend eine halbe Stunde früher nutzen.

 

1. bis 11. September 2022 – Zeitregelungen für VVS-Angebote mit Zeitbeschränkungen:

  • Das 9-Uhr-Ticket und das 14-Uhr-juniorTicket gelten von Montag bis Freitag bereits ab 8.30 Uhr.
  • Die Ausweise der Studierenden gelten montags bis freitags bereits ab 17.30 Uhr als VVS-Ticket.
  • Die unentgeltliche Mitnahmeregelung (einer erwachsenen Person und aller eigenen Kinder oder bis zu 3 Kinder – jeweils 6 bis 17 Jahre) beim TicketPlus beginnt montags bis freitags schon um 18.30 Uhr. Ab 18.30 Uhr am Freitag wird beim TicketPlus die netzweite Gültigkeit vorgezogen.
  • Für die Mitnahme von Fahrrädern in S-Bahnen ist von montags bis freitags ein Kinderticket nur noch im Zeitraum 6 bis 8.30 Uhr notwendig.

 

Bahn kennzeichnet Wege zu Bushaltestellen in grüner Farbe

 

Die Wege zu den Haltestellen, an denen die als Ersatzverkehr gekennzeichneten Busse abfahren, markiert die Bahn mit einer grünen Bodenlinie. Die Wegeleitung bietet allen Bahnreisenden beim Umsteigen eine gute Orientierung. Damit das Umsteigen zwischen S-Bahnen und Bussen möglichst problemlos abläuft, setzt die DB zudem rund 60 Baustellen-Buddys zusätzlich für Service und Informationen ein. Diese sind in einem auffälligen rot gekleidet und leicht als Hilfe zu erkennen. Hilfe bieten an den größeren S-Bahn-Stationen auch die digitalen Vitrinen, in denen die Bahn ihre Fahrgäste über die Änderungen im S-Bahn-Verkehr informiert.

 

 

Aufenthalt in den Stationen wird für die Fahrgäste komfortabler

 

Parallel zum Start der digitalen Ausrüstung der Strecke setzt die Deutsche Bahn in diesem Jahr die Modernisierung der S-Bahn-Stationen fort. Nach der Station Stuttgart Hauptbahnhof (tief) im Vorjahr erhalten nun Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße und Universität ein helles und modernes Erscheinungsbild. Die Fahrgäste profitieren bereits nach den Sommerferien von mehr Komfort durch frische Wandpaneele und moderne Stützen mit Effektbeleuchtung. Neue Bahnsteigbeläge hat die Bahn bereits im vergangenen Jahr in den Stationen Stadtmitte und Schwabstraße verlegt. Einen neuen und modernen Bahnsteigbelag erhält während dieses Sommers auch die Station in Österfeld. Die DB investiert für die moderne Gestaltung der Stationen rund 40 Millionen Euro. Darin einbezogen sind unter anderem auch die Verbesserungen der Barrierefreiheit durch neue Aufzugs- und Fahrtreppenanlagen in den Stationen Stadtmitte und Feuersee. Den neuen Aufzug in der Station Stadtmitte können Fahrgäste nach den Sommerferien nutzen.

 

 

Zuverlässiger Einsatz der S-Bahnen auf Panoramabahn durch Schmieren

 

Einem zuverlässigen Einsatz der Stuttgarter S-Bahn-Fahrzeuge auf der Panoramabahn steht nichts mehr im Weg. Die DB Systemtechnik hat das komplexe Zusammenspiel von Rad und Schiene im Zusammenhang mit der erhöhten Radabnutzung durch das Befahren der innerstädtischen Gäubahnstrecke im vergangenen Jahr untersucht. Durch ein Schmieren der Schienen kann der Abrieb an Rädern und Schienen auf normalem Niveau gehalten werden. Eine Art Blaupause dafür ist die S-Bahn-Wendeschleife an der Schwabstraße, die vergleichbare Kurvenverhältnisse wie die Panoramabahn aufweist. Für das Schmieren der Schienen setzt die Bahn unter anderem drei stationäre Technikanlagen vor besonders engen Streckenbögen ein. In dem Betriebskonzept während der Stammstreckensperrung leitet die Bahn planmäßig die Linien S1, S15 und S23 zwischen Hauptbahnhof/Feuerbach und Vaihingen über die Panoramabahn um.

 

 

 


                                                                    Grafik:  VSS  Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart


Die Linienübersicht im Einzelnen:

 

  • S1 Kirchheim (Teck)–Herrenberg

Die S-Bahnen der Linie S1 halten oben in Stuttgart Hauptbahnhof. Die Bahn leitet die Züge ohne Halt zwischen Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen um.

  • S12 Esslingen (Neckar)–Schorndorf

Die S-Bahnen der Linie S12 fahren von Montag bis Freitag. Zwischen Esslingen (Neckar) und Stuttgart-Bad Cannstatt verkehren zusammen mit der S1 somit wie üblich vier Züge pro Stunde und je Richtung. Auf dem Linienabschnitt Bad Cannstatt–Schorndorf ergibt sich gemeinsam mit der S2 der gewohnte 15-Minuten-Takt.

  • S15 Bietigheim–Herrenberg

Die S-Bahnen der Linie S15 fahren tagsüber von Montag bis Freitag. Mit dem Umfahren der Innenstadt bietet sie für den Norden des S-Bahn-Netzes eine Direktverbindung von und nach Stuttgart-Vaihingen im Süden.

  • S2 Schorndorf–Stuttgart Hauptbahnhof

Die S-Bahnen der Linie S2 fahren zwischen Schorndorf und Stuttgart Hauptbahnhof oben.

  • S23 Backnang–Filderstadt

Von Backnang fahren die S-Bahnen über Flughafen/Messe hinaus bis Filderstadt. Die S-Bahnen der Linie S23 halten oben in Stuttgart Hauptbahnhof. Die Bahn leitet die Züge ohne Halt zwischen Hauptbahnhof und Vaihingen um.

  • S30 Stuttgart-Vaihingen–Filderstadt

Das Zugpendel der S30 stellt von Montag bis Freitag das gewohnte Zugangebot zwischen Vaihingen und Filderstadt sicher – samstags und sonntags zwischen Vaihingen und Flughafen/Messe.

  • S4 Backnang/Marbach (Neckar)–Stuttgart Hauptbahnhof

Die S-Bahnen der Linie S4 beginnen und enden oben in Stuttgart Hauptbahnhof.

  • S5 Bietigheim-Bissingen–Stuttgart Hauptbahnhof

Die S-Bahnen der Linie S5 beginnen und enden oben in Stuttgart Hauptbahnhof.

  • S6 Weil der Stadt–Stuttgart Hauptbahnhof

Die S-Bahnen der Linie S6 beginnen und enden oben in Stuttgart Hauptbahnhof. Zusammen mit der S60 ergibt sich von Montag bis Samstag im Linienabschnitt zwischen Renningen und Stuttgart-Zuffenhausen der gewohnte tagsüber durchgängige 15-Minuten-Takt.

  • S60 Böblingen–Renningen/Stuttgart-Zuffenhausen

Die S-Bahnen der Linie S60 fahren von Montag bis Samstag zwischen Böblingen und Stuttgart-Zuffenhausen. Sonntags pendelt die S60 zwischen Böblingen und Renningen.

  • Zugangebot zwischen Vaihingen und Hauptbahnhof auch mit Regionalverkehr

Einzelne Regionalexpress-Züge (RE) der Linien RE 14a und RE 14b ergänzen in diesem Jahr das Zugangebot auf der Panoramabahn zwischen Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof.

 

 


--->    wichtiges UPDATE vom 18. August 2022   <---

 

 

Die S-Bahn Stuttgart stellt ab Donnerstag, 18. August 2022 bis auf Weiteres das Linienkonzept während der Sperrung der Stammstrecke um. Wegen der eingeschränkten Anzahl an verfügbaren S-Bahn-Fahrzeugen fahren die Züge der Linien S1 und S23 nicht mehr zwischen Stuttgart Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof. Die Züge der Linie S1 fahren jeweils halbstündlich in den zwei Abschnitten Herrenberg–Stuttgart Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof (Gleise 1-5)–Kirchheim (Teck). Die Züge der Linie S23 fahren im 30-Minuten-Takt zwischen Stuttgart Hauptbahnhof (Gleise 1-5) und Waiblingen/Backnang. Zwischen Filderstadt und Stuttgart-Vaihingen fährt die S-Bahn einen Pendelverkehr. Auf den gesonderten Linien S12 und S15, mit denen Linienabschnitte der S1, S2 und S5 montags bis freitags zum üblichen 15-Minuten-Takt verdichtet wurden, fallen die Züge aus.

 

Zwischen Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof fahren die Buslinien SEV1 und SEV2. Statt des bisherigen On-Demand-Services ab 20 Uhr setzt die S-Bahn Linienbusse ein. Die Bahn arbeitet so schnell wie möglich sowohl an Direktbussen als auch an einem Zugpendel. Für das Erreichen der frühen Flüge ab Stuttgart Flughafen fährt ab Freitag, 19. August, um 4.50 Uhr ein Reisebus ab Hauptbahnhof. Der Bus erreicht den Flughafen – ohne Zwischenhalt – um 5.18 Uhr.

 

Die Züge der Linien S4, S5, S6/S60 fahren planmäßig weiter.

 

 

Engmaschige Untersuchungen an Fahrzeugen und Strecke

 

Nach der Sperrung der Stammstrecke im vergangenen Jahr hat ein Expertenteam der DB den Einsatz der S-Bahn-Fahrzeuge auf der Umleitungsstrecke zwischen Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof umfassend untersucht. Ein Schmieren der Schienen und Räder wie auf der S-Bahn-Wendeschleife an der Schwabstraße vermindert die Reibung in den engen Bögen. Dazu hat die Bahn dieses Jahr drei stationäre Schmieranlagen auf der Panoramabahn in Betrieb genommen. Durchgeführte Testfahrten und Messungen sind positiv verlaufen. Parallel hat die Bahn engmaschige Kontrollen an Fahrzeugen und Strecken installiert. Dabei wurde aktuell wieder eine erhöhte Abnutzung an den Rädern der Baureihe 430 festgestellt. Alle Fahrzeuge des Typs werden aktuell zur Sicherheit vorsorglich in der S-Bahn-Werkstatt in Plochingen geprüft und falls erforderlich instandgesetzt. Das Expertenteam der DB hat die Untersuchungen zum komplexen Zusammenspiel von Rad und Schiene umgehend wieder aufgenommen.

 

 

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

 

Die Deutsche Bahn empfiehlt für Auskünfte ihre elektronischen Fahrplanmedien. Informationen in Echtzeit gibt es sowohl in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der App DB Navigator als auch bei bahn.de/Reiseauskunft. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, von 7 bis 20 Uhr).

 

 


--->    wichtiges UPDATE vom 19. August 2022   <---

 

Die S-Bahn Stuttgart stellt bis auf Weiteres das Linienkonzept während der Sperrung der Stammstrecke um. Wegen der eingeschränkten Anzahl an verfügbaren S-Bahn-Fahrzeugen fahren die Züge der Linien S1 und S23 nicht mehr zwischen Stuttgart Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof. Die Züge der Linie S1 fahren jeweils halbstündlich in den zwei Abschnitten Herrenberg–Stuttgart Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof (Gleise 1-5)–Kirchheim (Teck). Die Züge der Linie S23 fahren im Stundentakt zwischen Waiblingen und Backnang und werden mit Bussen ergänzt. Zwischen Filderstadt und Stuttgart-Vaihingen fährt die S-Bahn einen Pendelverkehr. Auf den gesonderten Linien S12 und S15, mit denen Linienabschnitte der S1, S2 und S5 montags bis freitags zum üblichen 15-Minuten-Takt verdichtet wurden, fallen die Züge aus.

 

Die Züge der Linien S2, S4, S5, S6/S60 fahren planmäßig weiter.

 

Für das Erreichen der frühen Flüge ab Stuttgart Flughafen fährt von Montag bis Freitag um 4.50 Uhr ein Reisebus ab Hauptbahnhof. Der Bus erreicht den Flughafen – ohne Zwischenhalt – um 5.18 Uhr. Die Stadtbahnen der Linie U6 der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) bieten zudem eine Direktverbindung zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Flughafen.

 

 

Direktbusse zwischen Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof

 

Zwischen Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof setzt die DB am Wochenende zwischen 9 und 19 Uhr halbstündlich Direktbusse ein. Auch in der kommenden Woche sind Direktbusse geplant. Voraussichtlich ab Mitte nächster Woche ist zudem ein Zugpendel im Einsatz. Zwischen Vaihingen und Hauptbahnhof fahren auch die Buslinien SEV1 und SEV2. Statt des bisherigen On-Demand-Services ab 20 Uhr setzt die S-Bahn von Montag bis Samstag (20-24 Uhr) und Sonntag (8-24 Uhr) Linienbusse ein. Die S-Bahn bietet den On-Demand-Service damit nur noch Samstag und Sonntag jeweils zwischen 0 und 8 Uhr an.

 

 

Mehr Zeit für An- und Abreise beim Spiel VfB gegen Freiburg einplanen

 

Die DB bittet die Besucherinnen und Besucher, die die S-Bahn nutzen wollen, sowohl bei der An- als auch bei der Abreise zum Stadion mehr Zeit einzuplanen. Die Bahn empfiehlt den Fahrgästen wegen des erwarteten hohen Fahrgastaufkommens ergänzend, bei An- und Abreise überall wo möglich auch auf den Regionalverkehr über Stuttgart-Bad Cannstatt auszuweichen. Für mehr Platzkapazitäten setzt die S-Bahn für die Fans zusätzliche Sonderfahrten zwischen Hauptbahnhof und Neckarpark sowie zwischen Plochingen und Neckarpark ein. Zwischen Hauptbahnhof, Stadtmitte und Stadion fahren zudem die Stadtbahnen der Linie U11 der SSB.

 

 

Engmaschige Untersuchungen an Fahrzeugen und Strecke

 

Nach der Sperrung der Stammstrecke im vergangenen Jahr hat ein Expertenteam der DB den Einsatz der S-Bahn-Fahrzeuge auf der Umleitungsstrecke zwischen Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof umfassend untersucht. Ein Schmieren der Schienen und Räder wie auf der S-Bahn-Wendeschleife an der Schwabstraße vermindert die Reibung in den engen Bögen. Dazu hat die Bahn dieses Jahr drei stationäre Schmieranlagen auf der Panoramabahn in Betrieb genommen. Durchgeführte Testfahrten und Messungen sind positiv verlaufen. Parallel hat die Bahn engmaschige Kontrollen an Fahrzeugen und Strecken installiert. Dabei wurde aktuell wieder eine erhöhte Abnutzung an den Rädern der Baureihe 430 festgestellt. Alle Fahrzeuge des Typs werden aktuell zur Sicherheit vorsorglich in der S-Bahn-Werkstatt in Plochingen geprüft und falls erforderlich instandgesetzt. Das Expertenteam der DB hat die Untersuchungen zum komplexen Zusammenspiel von Rad und Schiene umgehend wieder aufgenommen. Aktuell führt die S-Bahn Stuttgart Messfahrten mit fabrikneuen Fahrzeugen auf dem während der Sperrung der Stammstrecke genutzten Abschnitt der Panoramabahn durch. Sie sollen weitere Erkenntnisse über den Einsatz von S-Bahn-Fahrzeugen auf dieser Strecke liefern.

 

 



Einschränkungen im Fahrplan auch beim Fern- und Regionalverkehr

 

Der S-Bahn-Betrieb über die fünf Gleise im Hauptbahnhof in Stuttgart

führt auch zu Anpassungen in den Fahrplänen von Fern- und Regionalverkehr

 

 

DB Fernverkehr

 

Die Züge der zweistündlichen Intercity-Linie (IC) 30 Hamburg–Koblenz–Stuttgart und der Intercity-Express-Linie (ICE) 47 Dortmund/Düsseldorf–Köln–Stuttgart fahren größtenteils von und nach Karlsruhe. Die Halte in Vaihingen (Enz) und Stuttgart Hauptbahnhof entfallen dabei. Mit den ICE Dortmund–Düsseldorf–Köln–Stuttgart–München haben Fahrgäste alle zwei Stunden eine direkte Verbindung zwischen Düsseldorf/Köln und Stuttgart.

 

Die Züge der stündlichen IC-Linie 87 Stuttgart–Horb–Singen–Zürich fahren wegen einer Streckensperrung zum zweigleisigen Ausbau der Gäubahn im Abschnitt Horb–Neckarhausen nur zwischen Rottweil und Singen/Zürich. Von und nach Zürich steigen die Fahrgäste teilweise in Singen (Hohentwiel) um. Zwischen Stuttgart und Rottweil bestehen Verbindungen mit S-Bahn und/oder Regionalverkehr sowie zusätzlich einem Ersatzverkehr mit Bussen.

 

Bis zum 19. August 2022 bestehen auf dem Abschnitt Stuttgart-Vaihingen – Eutingen nur Nahverkehrsverbindungen. Auf dem Abschnitt Eutingen – Rottweil verkehrt ein SEV mit Halt in Eutingen, Horb, Sulz, Oberndorf und Rottweil. Auf dem Abschnitt Rottweil – Singen verkehrt stündlich ein IC.

 

Ab dem 20. August 2022 bestehen auf dem Abschnitt Stuttgart-Vaihingen – Horb nur Nahverkehrsverbindungen. Auf dem Abschnitt Horb – Rottweil fährt ein SEV mit Halt in Horb, Sulz, Oberndorf und Rottweil. Auf dem Abschnitt Rottweil - Singen verkehrt stündlich ein IC.

 

Vom 30. Juli bis 11. September 2022 fährt ausserdem ein stündlicher SEV auf dem Abschnitt Herrenberg – Rottweil ohne Zwischenhalte. Dieser hat in Herrenberg Anschluss an die S1 von/nach Stuttgart Hbf und in Rottweil Anschluss an die IC-Züge von/nach Singen. Zwischen Rottweil und Singen bzw. Singen und Zürich fahren die IC-Züge stündlich, wobei allerdings jeweils in Singen ein Umstieg notwendig ist.

 

 

Regionalverkehr

  • IRE 4A/RE 4 Stuttgart–Horb–Rottweil–Tuttlingen–Singen–Konstanz
  • RE 14a/RB 14a Stuttgart–Eutingen im Gäu–Horb–Rottweil
  • RE 14b/RB 14b Stuttgart–Herrenberg–Eutingen im Gäu–Freudenstadt

(jeweils DB Regio Baden-Württemberg)

 

Die Regional-Express- (RE) und Regionalbahn-Züge (RB) der Linie 14 beginnen und enden in Böblingen statt in Stuttgart Hauptbahnhof. Auf der Strecke zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen fahren abweichend die S-Bahn-Linien S1, S15 und S23. Nur einzelne RE/RB-Züge der Linie 14 fahren zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Böblingen. Wegen der Arbeiten zum zweigleisigen Ausbau sowie zum Bau eines Elektronischen Stellwerks in Horb ist die Gäubahn im Abschnitt Rottweil–Horb und zum Teil bis Eutingen im Gäu für den Zugverkehr gesperrt. Das führt zu umfangreichen Fahrplanänderungen und einem Ersatzverkehr mit Bussen bei den Zügen von und nach Rottweil/Singen/Konstanz. Zwischen Stuttgart-Vaihingen und Herrenberg/Eutingen im Gäu ersetzt DB Regio die ausfallenden IC-Züge.

 

  • IRE 6 Stuttgart–Reutlingen–Tübingen

(SWEG Bahn Stuttgart)

 

Die Interregio-Express-Züge (IRE) Stuttgart–Tübingen fahren nicht ab/bis Stuttgart Hauptbahnhof. Die Deutsche Bahn leitet die Züge nach Kornwestheim um. Die IRE-Züge halten dafür zusätzlich in Stuttgart-Untertürkheim. Zwischen Untertürkheim und Hauptbahnhof fahren die S-Bahnen der Linie S1, von und nach Bad Cannstatt zusätzlich S-Bahnen der Linie S12. Am Bahnhof Untertürkheim halten auch Stadtbahnen der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), die in Richtung Innenstadt (U4) und Bad Cannstatt Wilhelmsplatz (U13) fahren. Zwischen Kornwestheim und Stuttgart fahren die S-Bahnen der Linien S4, S5 und S15.

 

  • IRE 6a Stuttgart–Reutlingen–Tübingen–Aulendorf(–Ulm)
  • IRE 6b/RB 6b Stuttgart–Reutlingen–Tübingen–Rottenburg–Horb

(jeweils DB Regio Baden-Württemberg)

 

Sowohl die IRE-Züge Stuttgart–Aulendorf(–Ulm) als auch die IRE- und RB-Züge Stuttgart–Rottenburg–Horb beginnen und enden in Plochingen statt in Stuttgart Hauptbahnhof. Zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Plochingen weichen die Fahrgäste auf die Züge der Linien S1 Herrenberg–Kirchheim/Teck, RE 5 Stuttgart–Lindau-Reutin, RE 12 Heilbronn–Tübingen oder RB 18 Osterburken–Tübingen aus.

 

  • RE 8 Stuttgart–Heilbronn–Würzburg

(Go-Ahead Baden-Württemberg)

Die Züge der Linie RE 8 sind in der Regel nur zwischen Würzburg Hbf und Bietigheim-Bissingen im Einsatz. Sechs Zugverbindungen pro Tag (morgendliche Pendlerzüge sowie die letzte Tagesverbindung von Würzburg nach Stuttgart Hbf) enden bzw. starten weiterhin in Stuttgart Hbf. Zwischen Stuttgart und Bietigheim-Bissingen können Fahrgäste die S-Bahnen der Linie S5 oder die Züge der Linien RE 12 Tübingen–Stuttgart–Heilbronn sowie RB 18 Tübingen–Stuttgart–Heilbronn–Osterburken nutzen.

 

  • RE 12 Tübingen–Stuttgart–Heilbronn
  • RB 18 Tübingen–Stuttgart–Heilbronn–Osterburken

(SWEG Bahn Stuttgart)

Die Ankunfts- und Abfahrzeiten der Züge der Linien RE 12 und RB 18 sind leicht verändert und verschieben sich im Minutenbereich.

 

 

  • RB 17 Stuttgart–Pforzheim

(SWEG Bahn Stuttgart)

 

Die Züge der Linie RB 17 fahren überwiegend zwischen Pforzheim und Bietigheim-Bissingen. Die Halte in Ludwigsburg und Stuttgart Hauptbahnhof entfallen. Davon ausgenommen sind einzelne Zugfahrten in der Hauptverkehrszeit und spät abends. Zwischen Bietigheim-Bissingen und Stuttgart Hauptbahnhof fahren die S-Bahnen der Linie S5 sowie die Züge der Linien RE 12 Heilbronn–Stuttgart–Tübingen und RB 18 Osterburken–Heilbronn–Stuttgart–Tübingen. Fahrgäste weichen auf diese Linien aus.

 

 

  • MEX19/MEX 90 Stuttgart–Backnang–Schwäbisch Hall-Hessental(–Crailsheim)

(DB Regio Baden-Württemberg)

 

Die Linien der Metropolexpress-Züge (MEX) 19 und 90 werden im Fahrplan getauscht. Die Züge der Linie MEX 19 Gaildorf West–Stuttgart Hauptbahnhof fahren nur im Abschnitt zwischen Gaildorf West und Backnang. Die Züge der Linie MEX 90 fahren überwiegend zwischen Schwäbisch Hall-Hessental und Backnang. Die meisten Züge dieser Linie entfallen von 9 bis 18 Uhr zwischen Backnang und Stuttgart Hauptbahnhof. Morgens und abends fahren mehrere Züge zwischen Backnang und Stuttgart Hauptbahnhof mit späteren Ankunfts- und Abfahrzeiten. Auch am Morgen und am Abend fallen noch einzelne Zugfahrten zwischen Winnenden und Stuttgart Hauptbahnhof aus. Zwischen Backnang, Winnenden und Stuttgart Hauptbahnhof nutzen die Fahrgäste als Ersatz die S-Bahnen der Linie 23 Backnang–Filderstadt.

 

 

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

 

Die Deutsche Bahn empfiehlt für Auskünfte ihre elektronischen Fahrplanmedien. Informationen in Echtzeit gibt es sowohl in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der App DB Navigator als auch bei bahn.de/Reiseauskunft. Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, von 7 bis 20 Uhr). Für Nutzer:innen des ÖPNV in der Region hat die S-Bahn die App Mobility Stuttgart. Sie bietet zusätzlich die Vernetzung zum umweltfreundlichen Bikesharing von RegioRadStuttgart sowie zu den E-Scootern von Voi.

 

Go-Ahead Baden-Württemberg informiert die Fahrgäste zu den Änderungen im Fahrplan auf der Webseite go-ahead-bw.de/fahrplanabweichungen. Die Änderungen bei den Linien der SWEG Bahn Stuttgart finden Fahrgäste auf der Webseite sweg.de/verkehrsmeldungen.

 

 

 



Nach den Sommerferien weitet die S-Bahn das Angebot aus

 

Ab Montag, 12. September 2022, gibt es für die Fahrgäste der S-Bahn Stuttgart noch mehr tägliche Zugfahrten

und noch mehr Platz in den Zügen:

 

Neue S62 Weil der Stadt–Stuttgart-Zuffenhausen

 

Unmittelbar nach der Stammstreckensperrung startet zwischen Weil der Stadt und Stuttgart-Zuffenhausen die neue Linie S62. Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn reagieren damit auf die starke Nachfrage auf der S6 in der Zeit vor Corona. Die neue S62 ergänzt das Angebot auf der S6. In den Hauptverkehrszeiten – Montag bis Freitag zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 15.30 und 19 Uhr – fährt die S62 vorerst zwischen Weil der Stadt und Stuttgart-Zuffenhausen. Damit erhöht sich das Zugangebot zwischen Weil der Stadt und Stuttgart-Zuffenhausen am Tag um 13 Züge je Richtung.

 

Unter Berücksichtigung der infrastrukturellen Möglichkeiten im gesamten Streckenbereich hält die S62 zwischen Weil der Stadt und Stuttgart-Zuffenhausen zunächst an den S-Bahn-Stationen Leonberg, Ditzingen, Weilimdorf und Korntal. Die Fahrgäste profitieren neben dem dichteren Taktangebot zusätzlich auch von kürzeren Fahrzeiten. Von Weil der Stadt nach Ditzingen benötigt die S62 nur 16 Minuten anstatt 21 Minuten mit der S6. Mit den reduzierten Halten fungiert die S62 auf der Strecke als eine Art „Express-S-Bahn“. Sobald im Bahnhof Stuttgart-Feuerbach das Bahnsteiggleis 130 fertiggestellt ist, soll in einen nächsten Schritt die Linie bis dorthin verlängert werden.

 

 

S-Bahnen fahren in Rushhour überwiegend mit maximal möglicher Zuglänge

 

Für die mit Stuttgart 21 möglichen Angebotsausweitungen wächst die Fahrzeugflotte der S-Bahn Stuttgart von 157 auf 215 Fahrzeuge. Die bei Alstom bestellten 58 neuen Fahrzeuge des Typs 430 treffen im zweiten Halbjahr 2022 nach und nach ein. Die S-Bahn nutzt die einsatzbereiten Neufahrzeuge, um in der Hauptverkehrszeit mehr Züge mit drei zusammenhängenden S-Bahn-Fahrzeugen zu fahren. Die als „Langzüge“ bezeichneten Züge sind bei der S-Bahn in Stuttgart die maximal mögliche Zuglänge. Die Züge der S-Bahn-Linien S1 bis S3 fahren während der Hauptverkehrszeit in vollemUmfang als Langzüge. Die Züge der Linien S4 bis S6 stellt die S-Bahn überwiegend auf Langzüge um. Die komplette Umstellung erfolgt hier zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022.

 

 

Ohne Halte: Mehr S1-Züge zwischen Böblingen und Herrenberg

 

Auf der S1 fahren ab 12. September in der Hauptverkehrszeit mehr S-Bahnen zwischen Böblingen und Herrenberg. Die insgesamt acht neuen Zugfahrten sind ohne Halt zwischen beiden Städten. Hintergrund ist, dass die S-Bahnen während der Rushhour jetzt mit maximal möglicher Zuglänge fahren. Ein sogenannter „Langzug“, bestehend aus drei Triebfahrzeugen, kann in Böblingen aber nicht wenden, da das dafür vorgesehene Gleis zu kurz ist. Deshalb verlängert die S-Bahn Stuttgart die betreffenden Zugfahrten um den Abschnitt Böblingen–Herrenberg sowie auf der Rückfahrt um den Abschnitt Herrenberg–Böblingen. Da zu diesen Zeiten die schnellen Intercity-Züge Stuttgart–Zürich alle zwei Stunden fahren, gibt es keine Fahrplanreserven, um in Hulb, Ehningen, Gärtringen und Nufringen zu halten.

 

S1 ohne Halt zwischen Böblingen und Herrenberg:

 

Böblingen ab 8.44 Uhr, 14.44 Uhr, 16.44 Uhr und 18.44 Uhr

 

S1 ohne Halt zwischen Herrenberg und Böblingen:

 

Herrenberg ab 9.04 Uhr, 15.04 Uhr, 17.04 Uhr und 19.04 Uhr

 

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Ganz Graubünden zum halben Preis mit der BÜGA-Sommeraktion

Auch dieses Jahr kann der Bündner Sommer einen Monat lang zum halben Preis genossen werden: Die Bündner Transportunternehmen sowie ihre Partner aus den Grenzregionen Tirol und Südtirol wiederholen die sehr beliebte Sommeraktion und offerieren das Bündner Generalabonnement (BÜGA) im Juli für 115 statt 230 Franken.

BÜGA zum halben Preis - Sommergefühle inklusive…                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Dank der BÜGA-Sommeraktion lässt sich Graubündens Vielfalt noch günstiger entdecken. Vom 1. bis 31. Juli 2022 erhalten Erwachsene das BÜGA Monatsabo 2. Klasse für 115 Franken. Jugendliche bis 25 Jahre bezahlen während der Spezialaktion 85 Franken.

 

Das BÜGA Monatsabo zum halben Preis kann direkt online unter www.buega.ch auf den eigenen Swiss Pass geladen werden. Zudem ist das BÜGA Monatsabo auch an den ÖV-Verkaufsstellen und an den Billettautomaten erhältlich. Wichtig: Um zu profitieren, muss der erste Gültigkeitstag des BÜGA Monatsabos zwischen dem 1. und 31. Juli 2022 liegen.

 

 

Ausflüge ins nahe Ausland inbegriffen

 

Ob gemächlich auf Schienen dahingleitend, auf Strassen rollend oder mit der Luftseilbahn auf die Sonnenterrasse Feldis schwebend: Das BÜGA ermöglicht umfangreiche Ausflüge mit dem öffentlichen Verkehr. Denn das BÜGA ist nicht nur auf dem gut ausgebauten ÖV-Netz in Graubünden gültig, sondern auch für Fahrten nach Bellinzona, Bad Ragaz, Landeck, Mals und Livigno sowie von Maienfeld nach Balzers und über den Splügenpass nach Chiavenna. Ebenfalls gültig ist es für einen Ausflug durch das UNESCO Welterbe der Rhätischen Bahn, auf der Albula- und Berninalinie nach Tirano im Veltlin. Und von dort geht es mit dem Bernina Express Bus nach Lugano oder mit dem Postauto über den Stelvio- und Umbrailpass ins Val Müstair und weiter durch den Nationalpark nach Zernez. Mit dem BÜGA lässt sich ganz Graubünden flexibel, zuverlässig und entspannt mit dem ÖV entdecken.

 

Übrigens: Familien können zusätzlich sparen! Kombiniert mit einer Junior-Karte fahren Kinder bis 16 Jahre nämlich gratis mit ihren Eltern mit. Der Sommer kann kommen!

 

 

Erfolgsgeschichte öffentlicher Verkehr im Kanton Graubünden

 

In Graubünden funktioniert die Transportkette mit dem öffentlichen Verkehr von Tür-zu-Tür bei jedem Wetter und an 365 Tagen im Jahr. Und zwar stündlich, auf immer mehr Strecken bereits alle 30 Minuten und in der Agglomeration sogar alle 10 Minuten. Mit einem gut ausgebauten Netz des öffentlichen Verkehrs leistet der Kanton Graubünden einen wichtigen Beitrag an Graubündens Attraktivität als Tourismus-, Arbeits- und Wohnkanton.



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SBB bestellt sieben weitere Giruno-Züge bei Stadler

Die Deutsche Bahn (DB) und die SBB bauen das Angebot im internationalen Personenverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz mittelfristig weiter aus, unter anderem mit neuen Direktverbindungen von Hamburg ins Tessin und neuen Verbindungen von Deutschland ins Wallis. Ausserdem soll die Fahrzeit zwischen Destinationen der beiden Länder weiter verkürzt werden. Die beiden Bahnen haben dazu heute eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Für diesen Angebotsausbau müssen aber auch die SBB-Züge zwingend auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken der DB mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h verkehren können, deshalb beschafft die SBB sieben zusätzliche Giruno-Züge bei Stadler.

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO a.i. von Stadler vor "seinem" Giruno         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Nachfrage im internationalen Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Allein am Grenzübergang Basel stieg die Zahl der Reisenden in den letzten fünf Jahren um über 25 Prozent. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung des Klimaschutzes ist davon auszugehen, dass dieser Trend hin zu umweltfreundlichem Reisen mit der Bahn anhalten wird. Trotz der aktuellen Herausforderungen der COVID-19-Krise sind die beiden Bahnen DB und SBB deshalb überzeugt, dass im Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz mittel- und langfristig grosse Wachstumspotenziale bestehen. Deshalb planen DB und SBB einen umfangreichen Angebotsausbau. Beide Bahnen haben dazu heute eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet.

 

Die DB und die SBB bauen das Angebot im internationalen Personenverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland weiter aus. Vor der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage nach Zugreisen Richtung Deutschland kontinuierlich und befindet sich bereits heute wieder auf dem Niveau von 2019. Voraussichtlich ab 2026 werden mehr direkte Verbindungen via Basel zu verschiedenen Destinationen in Deutschland angeboten.

 

Für diesen Angebotsausbau müssen die SBB-Züge zwingend auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken der DB mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h verkehren können. Aktuell setzt die SBB den Astoro (ETR610) und die in den späten 1980er Jahren beschafften Eurocity-Kompositionen im Verkehr nach Deutschland ein. Die Eurocity-Züge erfüllen die Geschwindigkeitsanforderungen für das vorgesehene Angebotskonzept nicht und können nicht dafür eingesetzt werden. Die vorhandenen Astoro, die auf dem Hochgeschwindigkeitsnetz verkehren können, sind bereits auf anderen Hochgeschwindigkeitsstrecken im Einsatz und stehen somit nicht zu Verfügung. Deshalb bestellt die SBB bei Stadler weitere sieben Giruno-Züge für rund 250 Millionen Schweizer Franken. Diese sieben Fahrzeuge sind Teil des Optionsrechts, welche die SBB bei der Ausschreibung der Giruno publiziert hatte. Die Eurocity-Kompositionen werden weiterhin für nationale und andere internationale Verbindungen eingesetzt.

 

Die bestehenden 29 Giruno wurden 2014 bestellt. Am 10. Mai 2021 wurde der 29. Giruno ausgeliefert. Die Züge verkehren heute bereits zwischen Basel/Zürich bis nach Lugano/Mailand und weiter nach Genua, Bologna und Venedig.

 

«Wir sind stolz, sieben weitere unserer Hochgeschwindigkeitszüge an die SBB liefern zu dürfen. Der Giruno ist ein schönes Beispiel für die Innovationskraft von Stadler. Der Zug ist ein Ergebnis der langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der SBB und Stadler. Weniger als zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung konnten wir den Triebzug der Öffentlichkeit auf der Innotrans im Jahr 2016 präsentieren und bereits seit 2019 ist der Giruno zuverlässig auf den Schienen unterwegs. Wir danken der SBB für das Vertrauen und freuen uns auf die Fortsetzung unserer Partnerschaft», sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO a.i. von Stadler.

 

Beim Giruno handelt es sich um den Hochgeschwindigkeitszug vom Typ SMILE von Stadler. Der SMILE ist ein elfteiliger elektrischer Mehrsystemtriebzug mit einer Länge von 202 Metern, der bis zu 250 Stundenkilometer schnell fahren kann. In Doppeltraktion bietet der Giruno den Fahrgästen auf bis zu 400 Metern Länge insgesamt 810 Sitzplätze. Die Züge sind mit einem Niederflureinstieg für die unterschiedlichen Perronhöhen in der Schweiz, Österreich und Italien (je 55 cm) sowie Deutschland (76 cm) ausgerüstet. Dies ist eine Premiere für die SBB bei einem einstöckigen Triebzug. Der Giruno übertrifft die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes, er verfügt etwa über doppelt so viele rollstuhlgängige Plätze und Toiletten wie vorgegeben. Auch sonst können die Züge mit viel Komfort auffahren: Sie verfügen über einen guten Mobilfunkempfang unterwegs, Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen, geschlechtergetrennte Toiletten und ein modernes Beleuchtungskonzept mit energiesparenden LED-Lampen. Der gesamte Innenraum ist grosszügig und hell gestaltet.

 

Der geplante Angebotsausbau wird durch die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und den bis 2026 geplanten Ausbauschritten Karlsruhe - Offenburg und Müllheim - Basel ermöglicht. Mit dem Angebotsausbau geht die vollständige Umstellung aller ICE-Verbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland auf den ICE4, den modernsten Zug der DB, sowie der Einsatz von Giruno-Kompositionen der SBB in Deutschland einher. 

 

 

Schwerpunkte des Angebotsausbaus voraussichtlich ab Fahrplan 2026 sind:

  • Die Anzahl an Direktverbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland wird von heute 26 auf 35 tägliche Verbindungen erhöht.
  • Zwei neue Direktverbindungen pro Tag von Hamburg über Basel nach Lugano stärken das Angebot auf der Nord-Süd-Achse durch den Gotthard. Mit dem Einsatz des Giruno auf dieser Linie besteht die Option, künftig weitere direkte Verbindungen von Deutschland bis nach Mailand anzubieten.
  • Mit dem neuen Konzept werden zudem neue Direktverbindungen von Deutschland über Bern in das Wallis geschaffen.
  • Der Einsatz der ICE4 auf der Linie Dortmund–Köln–Basel ermöglicht neue Direktverbindungen aus Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, in die Schweiz.
  • Der zukünftige Halbstundentakt auf der Strecke Zürich–Chur schafft die Möglichkeit, zusätzliche Direktverbindungen aus Deutschland nach Chur anzubieten.
  • Die Reisezeit zwischen Frankfurt und Zürich reduziert sich um 20 Minuten auf 3 Stunden und 40 Minuten.

 

 

In Verbindung mit dem gemeinsamen Angebotsausbau wird die SBB Züge des Typs Giruno neu auch im Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland einsetzen. Sie beabsichtigt dazu die Beschaffung weiterer Giruno-Kompositionen im Rahmen der bestehenden Optionen beim Hersteller Stadler Rail. Für Vincent Ducrot, CEO der SBB, ist dieser Angebotsausbau ein weiterer wichtiger Schritt, der die grossen Anstrengungen der SBB unterstreicht, das Angebot im internationalen Personenverkehr deutlich zu verbessern: «Wir wollen Bahnreisen in Europa für unsere Kundinnen und Kunden einfacher machen. Die Bahn bietet grosse Vorteile bei Reisezeit und Komfort und bekommt mit der Klimadebatte weiter Auftrieb. Darum setzen wir auf die weitere Entwicklung des internationalen Verkehres. Nachhaltige und effiziente Mobilität muss auch im europäischen Massstab betrachtet werden. Infrastrukturprojekte wie der Ceneri-Basistunnel und Stuttgart 21 sind hier wegweisend.» Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn: «2021 wird das europäische Jahr der Schiene werden. Vorhaben wie die Wiederbelebung des Trans Europ Express für grenzüberschreitende Verkehre und auch der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit der SBB stehen beispielhaft dafür. Dies sind grossartige Signale für die Stärkung der Eisenbahn auf dem gesamten Kontinent, aber vor allem für das Zusammenwachsen von Menschen und Wirtschaft in Europa.»

 

 

Langjährige Zusammenarbeit zwischen SBB und DB wird verstärkt.

 

Die DB und die SBB arbeiten im grenzüberschreitenden Fernverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz seit vielen Jahren eng zusammen. Der Angebotsausbau wird auch in den nächsten Jahren gemeinsam fortgeführt. So wird mit dem neuen Fahrplan ab Dezember dieses Jahres das Angebot nach München von 6 auf 12 Verbindungen täglich erweitert. Die Reisezeit Zürich–München verkürzt sich gegenüber heute in einem ersten Ausbauschritt um 40 Minuten auf 4 Stunden. In einem weiteren Ausbauschritt soll die Reisezeit um weitere 30 Minuten auf eine Reisezeit von 3 Stunden und 30 Minuten verkürzt werden.

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Ab 16. Juni 2022 gilt im Tessin ein Sommer-Baustellenfahrplan

Heute wurde der Sommer-Baustellenfahrplan vorgestellt. Dieser weicht wesentlich vom normalen Fahrplan im Tessin ab und gilt vom 16. Juni bis 28. August 2022. Grund dafür sind zahlreiche Arbeiten an der Bahninfrastruktur, um den Komfort und die Effizienz zu verbessern. Um die Unannehmlichkeiten für die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten während der Sommerferien durchgeführt, wenn weniger Schülerinnen und Pendler unterwegs sind. Die Reisenden werden gebeten, vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan oder die App SBB Mobile zu konsultieren.

Die Züge IR26/IR46 "Treno Gottardo" halten während den Bauarbeiten nicht in Cadenazzo; Ersatzhalteort ist S. Antonino

                                                                                                                                                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Vom 16. Juni bis 28. August 2022 gilt im Tessin ein Sommer-Baustellenfahrplan. Der neue Fahrplan ergibt sich aus mehreren geplanten Baustellen auf dem Tessiner Streckennetz, die Einschränkungen im Bahnverkehr und in einigen Bahnhöfen mit sich bringen. Auch nach Fertigstellung der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) wird das Bahnnetz weiterentwickelt und ausgebaut, um das Angebot zu verbessern und gleichzeitig die Effizienz der Bahninfrastruktur aufrechtzuerhalten. Die SBB verfügt über eines der meistbefahrenen Bahnnetze der Welt: Eine so stark beanspruchte Infrastruktur muss ständig instand gehalten werden, um die Sicherheit und die Pünktlichkeit des Bahnverkehrs zu gewährleisten. Um die Dauer der Einschränkungen möglichst kurz zu halten, wurden die Bau- und Instandhaltungsarbeiten entlang der Gotthard-Nord-Süd-Achse zusammengefasst. Die Bauarbeiten wurden bewusst in die Sommerferien verlegt, damit weniger Fahrgäste von den Fahrplananpassungen betroffen sind. Auch den Anwohnerinnen und Anwohnern in Baustellennähe kommt dies zugute, da sie dem Baulärm so weniger lang ausgesetzt sind.

 

 

Die grössten Änderungen in Kürze

 

Der Sommer-Baustellenfahrplan enthält wesentliche Änderungen für die Verbindungen auf den regionalen TILO-Linien RE80, S10 und S90 zwischen Lugano und Mendrisio. Der Anschluss zwischen den IC2/21 und der regionalen TILO-Linie RE80 in Lugano wird während dieser Zeit nicht möglich sein.

 

Der Bahnhof Cadenazzo wird für den Personenverkehr geschlossen und die Halte der regionalen Linien TILO RE80, S20, S30 und SOB IR26/46 («Treno Gottardo») entfallen. Die Anschlüsse werden in S. Antonino gewährleistet, der Busverkehr zwischen den beiden Bahnhöfen wird erweitert.

 

Ab Samstag, 6. August 2022, bis zum Ende des Sommer-Baustellenfahrplans bestehen auf den TILO-Linien RE80 und S10 zwischen Maroggia und Chiasso weitere Einschränkungen wegen Bahninfrastrukturarbeiten.

 

 

Die wichtigsten Baustellen in Kürze

 

Der SBB Bahnhof Cadenazzo bleibt vom 16. Juni bis 28. August für den Bahnverkehr geschlossen, damit die Erneuerungsarbeiten sicher und schneller durchgeführt werden können. Dieses Projekt ist Teil des Programms «Bahnzugang (BZU) 2023», welches darauf abzielt, den öffentlichen Verkehr barrierefrei zu machen. In Cadenazzo werden insbesondere das Mittelperron verbreitert, eine neue Zugangstreppe und ein neuer Warteraum gebaut, sowie das Perron 1 erhöht, um das barrierefreie Ein- und Aussteigen in die bzw. aus den Niederflurzügen zu ermöglichen.

 

Die zweite grosse Baustelle betrifft die neue Personenunterführung Besso beim Bahnhof Lugano, der zum neuen regionalen ÖV-Hub entwickelt wird. Im Sommer 2022 werden die Fussgänger- und Bahnhilfsbrücken errichtet, woraufhin die Aushubarbeiten für die neue Unterführung unter dem Gleiskörper vorgenommen werden können. Am Bahnhof Lugano wird ab der Nacht vom 15. Juni bis zum Morgen des 29. August jeweils ein Gleis (und das zugehörige Perron) gesperrt.

 

Schliesslich sind zwei weitere wichtige Instandhaltungsarbeiten auf dem Tessiner Streckennetz geplant: Zwischen Biasca und Lavorgo werden Kunstbauten saniert und zwischen Capolago und Mendrisio wird ein Gleis komplett erneuert.

 

 

Die Änderungen im Fernverkehr im Detail

  • In diesem Zeitraum halten die IR26-Züge (Basel SBB–Locarno) und die IR46-Züge (Zürich HB–Locarno) nicht in Cadenazzo, weil im Bahnhof Cadenazzo gearbeitet wird. Als Ersatz halten die IR-Züge in S. Antonino. Zwischen S. Antonino und Cadenazzo verkehren Zusatzbusse
  • Wegen Bauarbeiten auf der Strecke halten die IC2-Züge in Richtung Zürich HB, mit Ausnahme der ersten Verbindung am Morgen, nicht in Altdorf
  • Von Mitte Juni bis Ende August 2022 wird es auf den IR-Linien 26 und 46 zwischen Airolo und Locarno verschiedene Fahrplananpassungen geben
  • Die RE80-Züge haben in Lugano in beiden Richtungen keinen Anschluss an die IC2-Züge (Basel SBB–Lugano) und die IC21-Züge (Zürich HB–Lugano)
  • Fahrplanänderungen der IC2-, IC21- und EC-Verbindungen im Bahnhof Lugano.

 

 

Die Änderungen im Regionalverkehr (TILO) im Detail

 

 

TILO-Linie RE80 (Locarno‒Lugano‒Chiasso‒Milano Centrale)

  • Die Züge der TILO-Linie RE80 halten nicht in Cadenazzo, weil dieser Bahnhof für den Personenverkehr geschlossen ist. Zwischen Cadenazzo und S. Antonino verkehren Zusatzbusse und die Anschlüsse in S. Antonino sind gewährleistet
  • Die TILO-Züge RE80 von Lugano nach Milano Centrale fahren früher ab (Minute .55 statt .02)
  • Die Züge aus Milano Centrale kommen später in Lugano an (Minute .04 statt .58)
  • In Lugano besteht deshalb in beide Richtungen kein Anschluss an die IC2- und IC21-Züge
  • Bis Freitag, 5. August 2022 hält der TILO-Zug RE80 mit Endstation/Herkunft Milano Centrale zwischen Lugano und Mendrisio an allen Bahnhöfen
  • Ab Samstag, 6. August 2022 werden die Züge mit der Endstation/Herkunft Milano Centrale, mit Ausnahme einiger morgendlicher und abendlicher Verbindungen, zwischen Maroggia und Mendrisio gestrichen
  • Bis Freitag, 5. August 2022 bleiben die Verbindungen der TILO-Züge RE80 mit Endstation/Herkunft Chiasso unverändert.
    Ab Samstag, 6. August 2022 verkehren alle TILO-Züge RE80 mit Endstation/Herkunft Chiasso nur noch bis Maroggia.

 

 

TILO-Linie S10 (Biasca–Bellinzona–Lugano–Chiasso–Como S. Giovanni)

  • Der Zug der TILO-Linie S10 um 18.18 Uhr ab Lugano nach Mendrisio verkehrt nicht
  • Der Zug der TILO-Linie S10 ab Biasca nach Airolo fährt um 17.40 Uhr statt um 17.38 Uhr. Die Anschlüsse an die Busse in der Leventina sind gewährleistet
  • Bis Freitag, 5. August 2022 bleibt die Linie TILO S10 mit Endstation/Herkunft Chiasso unverändert. Ab Samstag, 6. August 2022 sind die TILO-Züge S10 mit Endstation/Herkunft Chiasso, von Montag bis Samstag, zwischen Mendrisio und Chiasso gestrichen. Sonntags und am Montag, 15. August 2022 fährt die Linie TILO S10 fahrplanmässig.

 

TILO-Linie S20 (Castione-Arbedo–Bellinzona–Locarno)

 

Die Züge der TILO-Linie S20 halten nicht in Cadenazzo, weil dieser Bahnhof für den Personenverkehr geschlossen ist. Zwischen Cadenazzo und S. Antonino verkehren Zusatzbusse und die Anschlüsse in S. Antonino sind gewährleistet.  

TILO-Linie S30 (Cadenazzo–Luino–Gallarate). 

  • Die Züge der TILO-Linie S30 halten nicht in Cadenazzo, weil dieser Bahnhof für den Personenverkehr geschlossen ist. Zwischen Cadenazzo und S. Antonino verkehren Zusatzbusse und die Anschlüsse in S. Antonino sind gewährleistet
  • Die Züge der TILO-Linie S30 fahren weiter von S. Antonino ohne Halt bis zu ihrer provisorischen neuen Endstation Bellinzona.  

 

TILO-Linie S90 (Giubiasco–Lugano–Mendrisio)

  • Die Züge der TILO-Linie S90, die normalerweise stündlich nach Mendrisio fahren, enden in Lugano
  • Die täglichen Züge der TILO-Linie S90, die während den Stosszeiten normalerweise bis nach Bellinzona verlängert werden, verkehren während der oben genannten Periode nur bis Giubiasco.

 

Kundeninformation

 

Die SBB und TILO informieren die Kundinnen und Kunden in den Bahnhöfen, Zügen und online, um ihnen ein unbeschwertes und sicheres Reisen zu ermöglichen. Zu Beginn des Sommer-Baustellenfahrplans stehen SBB Kundenbetreuende bereit. Ausserdem werden in den Bahnhöfen Anzeigen und Lautsprecherdurchsagen geschaltet sowie die Fahrplanmonitore der wichtigsten Tessiner Bahnhöfe in Echtzeit aktualisiert. Auch in den Zügen werden die Reisenden mittels Durchsagen und Bildschirmen umfassend informiert. Der SBB Online-Fahrplan wird laufend aktualisiert und enthält die neusten Informationen zu den Änderungen im Bahnverkehr.

 

 

Vor jeder Reise den Online-Fahrplan oder die App SBB Mobile konsultieren

 

Die SBB und TILO empfehlen, während der Geltungsdauer des Sommer-Baustellenfahrplans vor jeder Reise den Online-Fahrplan oder die App SBB Mobile zu konsultieren. Der Online-Fahrplan wird ständig aktualisiert und zeigt immer die besten Anschlüsse an. Die SBB informiert ihre Kundinnen und Kunden ausserdem via Zugdurchsagen und Hauptmonitoren in den Bahnhöfen über Fahrplanänderungen. Für Fragen steht das SBB Contact Center unter der Nummer 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) täglich rund um die Uhr zur Verfügung.


Il 16 giugno in Ticino entra in vigore l'orario dei cantieri estivi

Stazione FFS Cadenazzo                                                                                                                        Foto: Marcel Manhart

In data odierna è stato presentato l'orario dei cantieri estivi. Si tratta di un'importante modifica dell'orario in Ticino e sarà valida dal 16 giugno al 28 agosto 2022. L'adattamento è legato a numerosi interventi infrastrutturali alla rete ferroviaria, necessari per migliorarne il comfort e l'efficienza. Per limitare i disagi alla clientela, i lavori si svolgeranno nel periodo estivo, in concomitanza con la chiusura delle scuole e, di riflesso, con una minore affluenza di studenti e pendolari. I viaggiatori sono pregati di consultare l'orario online o l'app Mobile FFS prima di mettersi in viaggio.

 

Dal 16 giugno al 28 agosto 2022 entra in vigore l'orario dei cantieri estivi. Il nuovo orario è la conseguenza di diversi cantieri pianificati sulla rete ferroviaria ticinese, con limitazioni del traffico ferroviario e disagi in alcune stazioni ferroviarie. Dopo il completamento della NFTA, lo sviluppo e l'ampliamento della rete ferroviaria non si sono fermati, ma proseguono per poter continuare a migliorare l'offerta e mantenere allo stesso tempo efficiente l'infrastruttura ferroviaria. Le FFS gestiscono una delle reti ferroviarie più trafficate al mondo e un'infrastruttura così intensamente sollecitata necessita di costanti interventi per garantire sicurezza e puntualità. I lavori di costruzione e di manutenzione, lungo l'asse nord-sud del San Gottardo, sono stati raggruppati per limitarne la durata. I lavori sono stati concentrati volutamente nel periodo delle vacanze scolastiche estive per ridurre i disagi del cambiamento d'orario al minor numero di viaggiatori possibile. Anche la popolazione che risiede in prossimità dei cantieri beneficerà di questa scelta, dovendo infatti sopportare il rumore dei lavori per meno tempo.

 

 

Le principali modifiche dell'orario in breve

 

Durante l'orario dei cantieri estivi, vi saranno importanti cambiamenti ai collegamenti sulle linee regionali TILO RE80, S10 e S90, tra Lugano e Mendrisio. La coincidenza a Lugano tra i collegamenti della lunga percorrenza IC2/21 e la linea regionale TILO RE80 non sarà possibile.

 

La stazione di Cadenazzo sarà chiusa al traffico passeggeri, le linee regionali TILO RE80, S20, S30 e SOB IR26/46 («Treno Gottardo») non effettueranno la fermata. Le coincidenze saranno garantite a S. Antonino, tra le due stazioni circolerà un servizio di bus potenziato.

 

A partire da sabato 6 agosto, fino alla fine dell'orario dei cantieri estivi, vi saranno ulteriori modifiche al servizio TILO RE80 e S10, tra Maroggia e Chiasso, a causa di lavori infrastrutturali sulla linea ferroviaria.

 

 

I principali cantieri in breve

 

A Cadenazzo la stazione FFS resterà chiusa al traffico ferroviario per tutto il periodo dell'orario dei cantieri estivi 2022, dal 16 giugno al 28 agosto, per poter svolgere in sicurezza e più velocemente i lavori di rinnovo. Questo progetto rientra nel programma «Accesso alla ferrovia (BZU) 2023», che ha l'obiettivo di garantire che tutte le infrastrutture dei trasporti aperte al pubblico siano accessibili in autonomia. A Cadenazzo, in particolare, il marciapiede centrale verrà ampliato e saranno realizzati una nuova scala di accesso e una nuova sala di attesa, mentre il marciapiede 1 sarà alzato, per permettere di salire e scendere dai treni a pianale ribassato senza ostacoli.

 

L'altro grande cantiere attivo è quello per la realizzazione del nuovo sottopasso pedonale di Besso, alla stazione di Lugano, destinata a diventare il nuovo snodo dei trasporti pubblici della regione. Durante l'estate 2022 verranno posati i ponti provvisori pedonali e ferroviari che permetteranno di procedere allo scavo del nuovo sottopasso al di sotto del sedime ferroviario. Alla stazione di Lugano, dalla notte del 15 giugno alla mattina del 29 agosto, sarà sbarrato a turno un binario (e il suo marciapiede).

 

Sulla rete ferroviaria ticinese sono inoltre previsti altri due importanti interventi di manutenzione dell'infrastruttura: tra Biasca e Lavorgo saranno risanati alcuni manufatti ferroviari, mentre tra Capolago e Mendrisio sarà rinnovato completamente un binario.

 

 

L'informazione alla clientela

 

L'obiettivo delle FFS e di TILO è di informare la clientela in maniera capillare nelle stazioni, sui treni e online per garantire un viaggio sereno e sicuro. Per l'entrata in vigore dell'orario dei cantieri estivi assistenti alla clientela FFS saranno a disposizione per supportare i viaggiatori in transito. Inoltre, sempre nelle stazioni, saranno presenti annunci visivi e annunci agli altoparlanti oltre che aggiornamenti in tempo reale dei monitor nelle principali stazioni del Cantone. Anche sui treni, annunci vocali e visivi permetteranno una corretta informazione ai passeggeri. L'orario online FFS è attualizzato in tempo reale e permette aggiornamenti su possibili cambiamenti del traffico ferroviario.

 

 

Controllare sempre l'orario online o l'app FFS Mobile prima di mettersi in viaggio

 

Con l'entrata in vigore dell'orario dei cantieri estivi, le FFS e TILO consigliano alla clientela di consultare sempre l'orario online o l'app Mobile FFS prima di mettersi in viaggio. L'orario online è costantemente aggiornato e suggerisce sempre i migliori collegamenti. Inoltre, le FFS informano i propri clienti sui cambiamenti di orario con annunci sui treni e sui principali monitor nelle stazioni. Per domande, il Contact Center FFS è a disposizione allo 0848 44 66 88 (CHF 0.08/min.) 24 ore su 24, 7 giorni su 7.


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Vertrag unterzeichnet: Stadler liefert bis zu 510 FLIRT für die Schweiz

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Thurbo, RegionAlps und Stadler haben einen Rahmenvertrag über bis zu 510 einstöckige Triebzüge des Typs FLIRT unterzeichnet. Es handelt sich um die grösste Ausschreibung in der Schweizer Bahngeschichte. In einem ersten Abruf liefert Stadler 286 Fahrzeuge mit einem Auftragsvolumen von rund 2 Milliarden Schweizer Franken.

Flottenübersicht FLIRT-Züge für die SBB, Regionalps und Thurbo                                              Visualisierung: Stadler

 

 

 

 

Im Oktober 2021 haben die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Thurbo und RegionAlps Stadler den Zuschlag für einen Rahmenvertrag über die Herstellung und Lieferung von bis zu 510 einstöckigen Triebzügen des Typs FLIRT erteilt. Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde eines unterlegenen Bieters (Alstom) aus dem letzten Jahr abgewiesen. Damit konnte sich Stadler in einer weiteren hart umkämpften internationalen Ausschreibung mit seinem bewährten FLIRT-Fahrzeugkonzept durchsetzen und ist als Sieger der grössten Ausschreibung in der Schweizer Bahngeschichte hervorgegangen. Mit der nun erfolgten Vertragsunterzeichnung kann Stadler mit dem Bau der 286 FLIRT aus dem Erstabruf beginnen.

 

Der erste Abruf umfasst 286 Fahrzeuge mit einem Auftragsvolumen von rund 2 Milliarden Schweizer Franken. Die neuen Züge ersetzen dabei nach und nach altes Rollmaterial. Für die SBB stellt Stadler 155 vierteilige FLIRT her, für RegionAlps 24 vierteilige FLIRT und für Thurbo 19 vier- und 88 dreiteilige FLIRT. Die ersten Züge werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 den Betrieb aufnehmen. Die Auslieferung des letzten Fahrzeugs aus dem Erstabruf ist für 2034 vorgesehen. Der Rahmenvertrag beinhaltet eine Option für bis zu 224 weitere FLIRT.

 

 

Mehr Komfort für die Fahrgäste

 

Die dreiteiligen Fahrzeuge des Typs FLIRT sind 57.8 Meter lang und bieten insgesamt 256 Fahrgästen Platz, davon 134 auf Sitzplätzen. Die Länge der vierteiligen Züge beträgt 73.5 Meter. Es finden bis zu 370 Fahrgäste Platz, 146 davon auf einem Sitzplatz. Die Fahrzeuge bieten einen stufenfreien Einstieg und einen stufenfreien Durchgang von der vordersten bis zur hintersten Tür. Die neuen FLIRT sollen für die Schweiz, Deutschland und Österreich zugelassen werden.

 

Die neuen FLIRT bieten den Fahrgästen zahlreiche Verbesserungen. So verfügen die Züge gegenüber den heute eingesetzten Fahrzeugen über mehr Stauraum für Velos, Kinderwagen und grosse Gepäckstücke. Auch Wintersportausrüstungen wie Skier finden neu in den Multifunktionszonen Platz. Die Züge bieten zudem guten Mobilfunk- und Datenempfang für unterwegs und Steckdosen in allen Abteilen. Sie berücksichtigen die Vorgaben für Reisende mit Mobilitätseinschränkung und verfügen pro Zug über zwei Plätze für Rollstuhlfahrende und ein rollstuhlgängiges WC. Rollstuhlplätze auch in der 1. Klasse verfügbar. Auch leisten die neuen Triebzüge durch eine stärkere Motorisierung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Pünktlichkeit.

 

«Wir sind unglaublich stolz, die neuen Züge für den Ausbau des Schweizer Regionalverkehrs bauen zu dürfen. 2002 hat die SBB den damals neu entwickelten FLIRT als erster Bahnbetreiber bestellt. Es ist uns eine grosse Ehre, dass nach einer 20-jährigen Erfolgsgeschichte nun auch der 2500. verkaufte FLIRT auf Schweizer Schienen verkehren wird. Wir danken der SBB, Thurbo und RegionAlps für das uns entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns, unsere langfristige Zusammenarbeit noch weiter zu vertiefen», sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO a.i. von Stadler.

 

Das durch Alstom eingeleitete Gerichtsverfahren hat Auswirkungen auf die Auslieferung der Fahrzeuge. Die ersten Züge werden im Laufe des Jahres 2026 den Betrieb aufnehmen, anstatt ab Ende 2025 wie ursprünglich geplant. Die neuen Züge ersetzen bis voraussichtlich 2034 schrittweise folgende Fahrzeug-Typen: 

  • bei SBB: Domino, Flirt (erste Generation)
  • bei Thurbo: Gelenktriebwagen (GTW)
  • bei RegionAlps: Domino und Nina

Die Neubeschaffung ermöglicht allen drei Bahngesellschaften geplante Angebotsverbesserungen und vom Bund und Kantonen geplante Angebotserweiterungen.

 

 

Bewährter Bestseller für Kunden weltweit

 

Der FLIRT von Stadler ist ein einstöckiger Triebzug für den Nah- und Fernverkehr. Mit dem Rahmenvertrag für die SBB hat Stadler seinen Bestseller bis heute über 2500 Mal in 21 Ländern verkauft – vom Polarkreis bis nach Afrika. Der FLIRT verbindet dabei intelligentes, innovatives Design mit vielfach erprobter Technologie und bietet dank dem Einsatz bewährter Module grösstmögliche Variabilität. Mit seinen Eigenschaften in Bezug auf Antrieb, Beschleunigung und Bremsverhalten, seinem Fahr- und Raumkomfort sowie seiner Modularität liefert der FLIRT die wirtschaftliche Antwort auf die Urbanisierung und den zunehmenden Wettbewerb im Verkehrsmarkt. Der FLIRT ist ein kosteneffizientes, bedarfsoptimiertes Fahrzeugkonzept, das auf bewährten und erprobten Systemmodulen aufbaut. Der grosse Vorteil liegt auf der Hand: Jeder Triebzug lässt sich voll und ganz den Anforderungen des Regional- und Intercity-Verkehrs anpassen.

 

Neben rein elektrischen, Diesel- oder gemischten Antrieb bietet Stadler den FLIRT auch mit alternativen Antrieben wie Batterie und Wasserstoff an. So liefert Stadler beispielsweise 55 FLIRT Akku an den Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein NAH.SH sowie 58 FLIRT Akku an die DB Regio in Deutschland und entwickelt für die amerikanische San Bernardino County Transportation Authority (SBCTA) den ersten FLIRT mit Wasserstoff-Antrieb. Mit dem FLIRT Akku hält Stadler zudem den Weltrekord für die längste Fahrt in einem Batteriezug im reinem Batteriemodus.

 

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO a.i. von Stadler (l),

und Vincent Ducrot, CEO der SBB (r), bei der Vertragsunterzeichnung                                               Foto: Stadler

 


Rückblick

Vincent Ducrot, CEO SBB  und  Linus Looser,  Leiter Produktion SBB Personenverkehr

präsentierten im Oktober 2021 den Entscheid an einer Medienkonferenz am SBB Hauptsitz in Bern Wankdorf


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Die 44 Intercity-Neigezüge der SBB werden für weitere 20 Betriebsjahre fit gemacht

Es wird die grösste Fahrzeug-Modernisierung in der Geschichte des SBB Fernverkehrs: Die 44 Intercity-Neigezüge (ICN) werden nach je sechs Millionen gefahrenen Kilometern von Grund auf erneuert. Die Arbeiten sind zwischen 2021 und 2029 im SBB Werk Yverdon-les-Bains geplant.

Ein SBB Intercity-Neigezug beim Unterhalt im SBB Werk Yverdon-les-Bains                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Von einem komplett neuen Innendesign über besseren Mobilfunkempfang bis zum zeitgemässen Kundeninformationssystem: Mit einer Investitionssumme von über 400 Millionen Franken plant die SBB die grösste Fahrzeug-Modernisierung in der Geschichte des Fernverkehrs. Die 44 Intercity-Neigezüge (ICN) haben mittlerweile im Schnitt knapp sechs Millionen Kilometer auf dem Tacho und sind in der Mitte ihres Lebenszyklus angelangt. Nun werden sie für weitere rund 20 Betriebsjahre fit gemacht.

 

Dies verbessert den Komfort für die Reisenden: Vorgesehen sind insbesondere zahlreiche Erneuerungen im Fahrgastraum: Dazu zählen ein überarbeitetes Lichtkonzept, Neupolsterung und -bezug der Sitze, neue Teppiche und Seitenwandtische mit integrierten Steckdosen, die Aufwertung des Restaurants sowie die Neugestaltung der Familienzone. In der Businesszone werden die bestehenden Tische durch neue ersetzt. Zahlreiche Elemente übernimmt die SBB von der IC2000-Flotte, die seit einigen Monaten erneuert wird.

 

Dank dem Einbau laserperforierter Scheiben verbessert sich der Mobilfunkempfang in den ICN. Die Sitzplatz-Reservationen werden künftig elektronisch angezeigt und das Kundeninformationssystem wird erneuert. Die SBB passt die Fahrzeuge wo nötig und möglich den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes an.

 

 

8 Jahre, rund 110 Mitarbeitende

 

Die Modernisierungsarbeiten im SBB Werk Yverdon-les-Bains dauern voraussichtlich von 2021 bis 2029. Rund 110 Mitarbeitende stehen dafür im Einsatz. Um die Arbeiten optimal auszuführen, muss die SBB die Fahrzeuge bis auf den Wagenkasten aushöhlen und wieder zusammenbauen. Geplant ist, gegen Ende 2022 den ersten Prototypen fertigzustellen.

 

Die 44 Intercity-Neigezüge wurden zwischen 1999 und 2005 beschafft und haben nun die Hälfte ihrer Lebensdauer erreicht. Sie sind heute vorwiegend auf den Strecken Genève-Aéroport - Biel/Bienne - Zürich HB - St. Gallen - Rorschach sowie Lausanne - Biel/Bienne - Zürich HB - St. Gallen und Biel/Bienne - Delémont - Basel SBB im Einsatz; nach der Einführung der neuen Giruno-Züge am Gotthard nur noch vereinzelt auf der Nord-Süd-Achse Basel/Zürich - Lugano. Die schrittweise Ausrangierung der ICN ist dann von 2036 bis 2043 vorgesehen.



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Zwei Loks zum Jubiläum "175 Jahre Schweizer Bahnen"

Vor 175 Jahren fuhr in der Schweiz die erste Eisenbahn. Zum Jubiläum organisiert die ÖV-Branche fünf Anlässe in allen Landesteilen. Der digitale Festführer ist seit dem 9. März 2022 online. Im SBB Werk in Yverdon-les-Bains sind je eine Lok von SBB Personenverkehr und von SBB Cargo im Jubiläumskleid enthüllt worden.

(v.l.n.r.) Désirée Baer, CEO von SBB Cargo, Ueli Stückelberger, Direktor des Verbands öffentlicher Verkehr und SBB CEO Vincent Ducrot  vor der neu gestalteten Re 460 019-3 im SBB Werk Yverdon-les-Bains                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Am 9. August 1847 nahm die «Spanisch-Brötli-Bahn» zwischen Baden und Zürich als erste Eisenbahn der Schweiz den Betrieb auf. Seither sind die Bahnen in der Schweiz täglich mit ihren Kundinnen und Kunden unterwegs. Heute stehen alle Schweizer ÖV-Unternehmen gemeinsam für einen starken Service Public ein und sorgen für gut abgestimmte Verbindungen zwischen Bahnen, Bussen, Trams, Schiffen sowie Seil- und Bergbahnen in allen Regionen der Schweiz.

 

 

Gemeinsam verbunden: Bahnfahren hat Zukunft

 

Die Eisenbahn und der öffentliche Verkehr in der Schweiz haben nicht nur eine lange Geschichte, sie werden auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Das Bedürfnis nach klimafreundlichem, bequemem Reisen und energieeffizientem Transport wird zunehmen.

 

Im SBB Werk in Yverdon-les-Bains sind am 9. März 2022 die Güterverkehrslok Re 420 251-1 von SBB Cargo und die SBB Personenverkehrslok Re 460 019-3 im Jubiläumskleid enthüllt worden. Die Modelleisenbahnhersteller Märklin und Roco | Fleischmann sind die Sponsoren der beiden Lokomotiven. Darauf abgebildet ist auf der einen Seite ein historischer Zug, auf der anderen einer der neusten Generation. Damit symbolisieren die beiden Loks die Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sie verkehren während des Jubiläumsjahrs und verbinden und transportieren Menschen und Güter in der ganzen Schweiz.

 

Zum Jubiläum «175 Jahre Schweizer Bahnen» sagt SBB CEO Vincent Ducrot: «Die SBB verbindet die Schweiz. Gestern, heute und in Zukunft. Gemeinsam mit allen Schweizer ÖV-Unternehmen nehmen wir das Jubiläum zum Anlass, nicht nur auf die erfolgreiche Geschichte des öffentlichen Verkehrs zurückzuschauen, sondern auch aufzuzeigen, wie er sich weiterentwickeln wird.»

 

Ueli Stückelberger, Direktor des Verbands öffentlicher Verkehr, sagt: «Es ist für die öV-Branche wichtig, nach Covid-19 das Vertrauen der Kundinnen und Kunden zurückzugewinnen, damit sie rasch wieder den öV als Transportmittel benützen. Wir sind überzeugt, dass die Bedeutung des öV in Zukunft noch wachsen wird, denn ohne starken öV werden die Klimaziele nicht zu erreichen sein.»

 

«Mit der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz. Dazu richten wir uns auf die veränderten Bedürfnisse der Logistikkunden aus: noch höhere Qualität, mehr Flexibilität und Geschwindigkeit sowie massgeschneiderte Transportlösungen», sagt Désirée Baer, CEO von SBB Cargo.

 

 

Festivtäten im ganzen Land

 

Die Enthüllung der beiden Lokomotiven markiert den Auftakt zum Jubiläumsjahr. Dieses ist geprägt von fünf Festwochenenden. Sie finden von Mai bis Oktober in allen Landesteilen statt. Der öffentliche Verkehr der Schweiz dankt damit seinen Kundinnen und Kunden für ihre Treue. An den Publikumsanlässen können die Teilnehmenden den öffentlichen Verkehr der Schweiz in all seinen Facetten erleben. Dazu gehören beispielsweise Tage der offenen Tür oder historische Fahrten. Dank einer Jubiläumstageskarte ab 17.50 Franken können die Kundinnen und Kunden klimafreundlich und bequem anreisen. Alle Informationen zum Jubiläumsjahr und den Festivitäten sind seit dem 9. März 2022 im digitalen Festführer verfügbar.

 

 

Die Publikumsanlässe
  • Region Nord: 21./22. Mai 2022

  • Region Ost: 11./12. Juni 2022

  • Region Mitte: 3./4. September 2022

  • Region West: 1./2. Oktober 2022

  • Region Zentralschweiz/Tessin: 22./23. Oktober 2022



Die Jubiläumsloks Re 460 019-3 von SBB Personenverkehr und Re 420 251-1 von SBB Cargo            Fotos: Marcel Manhart




Bundesamt für Verkehr (BAV)

Die Eisenbahn als Pionierin bei der Elektrifizierung des Verkehrs

Hier finden Sie auch weiterführende Links zu Dossiers / Sonderberichten






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Die Eröffnung des neuen RBS-Bahnhofs und der neuen Unterführung in Bern verzögert sich

Der bestehende RBS-Bahnhof Bern wurde 1965 eröffnet. Konzipiert für täglich rund 16'000 Fahrgäste, benutzen ihn heute bis zu 60'000 Passagiere pro Tag. Mit dem Bau des neuen RBS-Bahnhofs wird die Kapazität den heutigen Bedürfnissen und der prognostizierten Entwicklung angepasst. Anspruchsvolle geologische Verhältnisse, Altlasten, die Corona-Pandemie und fehlende Möglichkeiten zur Beschleunigung verzögern nun aber die Bauarbeiten am hochkomplexen Grossprojekt Zukunft Bahnhof Bern. Anstatt Ende 2027 wird der neue RBS-Bahnhof voraussichtlich erst Mitte 2029 in Betrieb genommen.

Der heutige Bahnhof vom Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) in Bern                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Knapp 20 Meter unterhalb der bestehenden Gleise 2 bis 7 der SBB entsteht im Bahnhof Bern der neue RBS-Bahnhof. Der Bau des neuen Bahnhofs ist in Anbetracht der äusserst begrenzten Platzverhältnisse, der geologischen Vorkommnisse und insbesondere der unmittelbar darüber verkehrenden Züge eine hochkomplexe Aufgabe. Trotzdem schreiten die Bauarbeiten für den neuen RBS-Bahnhof gut voran: So wurde unter anderem Ende August 2021 mit dem Durchschlag des Tunnels zwischen Eilgut und Hirschenpark ein erster Meilenstein erreicht.

 

 

Hürden beim Bau des neuen RBS-Bahnhofs

 

Der RBS war in den zurückliegenden Bauphasen aber immer auch wieder mit nicht vorhersehbaren Hürden konfrontiert. So ist der RBS im Bereich Laupenstrasse ca. acht Meter tief im Untergrund auf Öl-Altlasten gestossen. Findlinge und die geologischen Verhältnisse erforderten bauseitig weitere Massnahmen und Arbeiten, wie etwa das Rückverankern der Baugrubensohle im Schacht Laupenstrasse und zusätzliche Bohrungen zum Vereisen des Bodens. Diese nicht voraussehbaren Mehraufwände führten – neben der Corona-Pandemie und der fehlenden Möglichkeit zur Beschleunigung – zu Verzögerungen. Aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Baujahren braucht der RBS für die letzten Bauphasen (Tunnelausbau, Ausrüstung Bahntechnik und Inbetriebsetzung) mehr Zeit. Damit verlängern sich die Bauarbeiten für den RBS-Bahnhof um anderthalb Jahre. Die Reisenden können den RBS-Bahnhof Bern somit nach heutigem Kenntnisstand ab Mitte 2029 nutzen.

 

Die Terminverzögerung aufgrund der oben aufgeführten Ereignisse und Erkenntnisse wirkt sich auch auf die Kosten aus: Der RBS-Bahnhof wird voraussichtlich rund 730 Millionen Franken kosten (bisher: 614 Millionen Franken, ± 10%). Die Mehrkosten sind auf die längere Bauzeit, auf vertiefte Erkenntnisse in den Bereichen Ausbau, Ausrüstung und Bahntechnik sowie auf eine Erhöhung des Betrags für Projektrisiken (ebenfalls aufgrund der gemachten Erfahrungen) zurückzuführen. Die Mehrkosten werden von Bund und Kanton getragen.

 

 

Auswirkungen auf Projekt der SBB

 

Die Bauarbeiten der SBB laufen planmässig, die Terminverzögerungen im Projekt des RBS wirken sich allerdings auf den Ausbau der Publikumsanlagen des Bahnhofs Bern aus. Das heisst, die SBB kann ihre Ausbauten voraussichtlich ab April 2028 und damit rund ein Jahr später in Betrieb nehmen, als bisher geplant. Schliesslich bauen beide Bauherrschaften auf engstem Raum: Die Projekte von RBS und SBB sind statisch voneinander abhängig, weil der RBS im Untergrund der SBB-Baustelle und der bestehenden Perronhalle baut.

 

Konkret heisst das, dass die SBB ihre Bauarbeiten zur neuen Unterführung rund um Perron Gleis 7/8 erst 2023 starten und den Ausbau der Unterführung weiterführen kann, sobald der RBS Teile der Kaverne Nord so gebaut hat, dass sie genug belastbar sind. Die Ausbauten der SBB werden voraussichtlich insgesamt rund 375 Millionen Franken kosten, bisher waren rund 360 Millionen Franken geplant (± 10%). Die Mehrkosten ergeben sich grösstenteils durch die Terminverzögerungen. Das Bubenbergzentrum 10-12 kann trotz Verzögerungen beim RBS wie geplant neu gebaut werden, im Februar beginnen die Vorarbeiten, Baustart ist am 1. März 2022.

Städtische Verkehrsmassnahmen nicht tangiert

 

Auch die Projektierung der städtischen Bau- und Verkehrsmassnahmen schreitet voran. Sie sehen einerseits Massnahmen zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs im Bahnhofumfeld, andererseits markante Verbesserungen zugunsten des ÖV sowie des Fuss- und des Veloverkehrs vor. Herzstück der städtischen Massnahmen, für deren Umsetzung die Stadtberner Stimmberechtigten im März 2021 einen Kredit von rund 112 Mio. Franken genehmigt haben, ist der Bau einer Personenpassage vom neuen Bahnhofzugang Bubenberg direkt in den Hirschengraben.

 

 

Zusatzabklärungen zum Hirschengraben

 

Aktuell befindet sich das städtische Projekt zur 2. Vorprüfung beim kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR). Aufgrund der inzwischen vorliegenden Stellungnahme der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) hat der Gemeinderat zusätzlich ein gartendenkmalpflegerisches sowie ein Baumgutachten betreffend die geplante Umgestaltung des Hirschengrabens in Auftrag gegeben, zudem soll mit einem archäologischen Gutachten die genaue Situation der Tränke unter dem Hirschengraben abgeklärt werden. Mit diesen Zusatzabklärungen kann sichergestellt werden, dass Eingriffe in den Hirschengraben unter bestmöglichem Schutz der historischen Anlage und ihren wertvollen Beständen erfolgen werden. Das städtische ZBB-Projekt erfährt durch diese zusätzlichen Abklärungen ebenfalls eine Verzögerung: Die öffentliche Auflage des Projekts erfolgt voraussichtlich erst im Herbst 2022 und nicht, wie ursprünglich geplant, im Winter 2021/2022. Die Stadt kann deshalb frühestens 2024 mit den Bauarbeiten beginnen. Bei Inbetriebnahme des neuen Bahnhofzugangs Bubenberg werden die städtischen Bau- und Verkehrsmassnahmen ZBB gemäss heutigem Planungsstand aber umgesetzt sein.

 

 

Es bleibt bei einer gestaffelten Inbetriebnahme von Zukunft Bahnhof Bern

 

Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Bern erfolgt damit gestaffelt, wie bereits im bisherigen Terminplan vorgesehen. So können Platz und Sicherheit für die Reisenden sowie das kommerzielle Angebot schnellstmöglich verbessert werden. Was fertig ist, wird in Betrieb genommen, sodass die Öffentlichkeit raschest möglich vom neuen Bahnhof profitieren kann. Wie bereits bei den grossen Bahnhofumbauten in den 1960er- und 1970er-Jahren ist keine «grosse Eröffnung» des neuen Bahnhofs Bern vorgesehen, sondern verschiedene Eröffnungstermine der einzelnen ZBB-Projektteile.

 

Stand der laufenden Arbeiten Zukunft Bahnhof Bern

 

Trotz Terminanpassungen schreiten die Arbeiten auf den Baustellen von RBS und SBB voran, die Fortschritte sind deutlich sichtbar. Die Bauarbeiten der SBB laufen aktuell planmässig und auf Hochtouren. Die ersten beiden Teilprojekte – der Bau des Zugangsstollens auf der Grossen Schanze sowie der Bau der Perronverlängerung – wurden 2019 plangemäss abgeschlossen. Seither baut die SBB unter laufendem Bahnverkehr an der künftigen Personenunterführung unter den Gleisen. Von Norden gegen Süden (inkl. Zugang Länggasse) ist sie bereits auf fast 100 von 172 Metern Gesamtlänge im Rohbau erstellt. Die neue Unterführung führt also schon unter den Gleisen 13, 12, 11, 10 und 9 hindurch. Die Perrons der Gleise 12/13 und 9/10 hat die SBB gleichzeitig für ein barrierefreies Ein- und Aussteigen erhöht. Die Bauarbeiten bei Perron Gleis 9/10 werden Ende März 2022 abgeschlossen. Danach erfolgen während rund eines Jahres Mikropfahlarbeiten an den Gleisen 1-8, bevor die Unterführung weiter Richtung Süden ausgebaut werden kann.

 

Beim Bau des neuen RBS-Bahnhofs schreitet der Ausbruch der beiden Kavernen – die unterirdischen Hallen des künftigen Bahnhofs – weiter voran. In der Kaverne Nord wurde mit den Ausbruch-arbeiten auf der zweiten von vier Ebenen und mit der definitiven Gewölbesicherung begonnen. In der Südkaverne wird aktuell die Logistikkaverne fertiggestellt. Im Raum Hirschenpark/Eilgut konnten die Ausbrucharbeiten für den unteren Tunnelquerschnitt im Januar 2022 abgeschlossen und mit den Betonierarbeiten für das Tunnelgewölbe begonnen wer-den. Schrittweise wird so der Rohbau für den künftigen Tunnel fertiggestellt. Im Untergrund des Eilguts, etwa 20 Meter unter den Abstellgleisen von SBB und BLS, stehen die Aushubarbeiten kurz vor dem Abschluss. Bis im Sommer 2022 sollen hier die Bodenplatten einge-baut werden, auf welchen später die Gleise für die RBS-Züge verlegt werden.

 

 

Neubau Bubenbergzentrum 10-12

  • Der Neubau des Bubenbergzentrum 10-12 ist Bestandteil des Ausbauprojekts «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) und wird neben dem heute bestehenden Haupteingang zum zweitwichtigsten Zugang des Berner Verkehrsknotenpunkts.
  • Das neue Bubenbergzentrum wird ein modernes Bürogebäude mit Retail- und Gastronomieflächen in allen Geschossen. Die Mietausschreibungen beginnen voraussichtlich im Frühling 2022.
  • Für den Neubau des Bubenbergzentrums und den Ausbau der Unterführung Mitte gibt es eine gemeinsame Baustellenlogistik inkl. Installationsplatz mit Plattform an der Bogenschützenstrasse. Die Vorarbeiten dazu laufen seit Februar 2022, Baustart für das Bubenbergzent-rum ist am 1. März 2022. Im Herbst 2024 soll das neue Gebäude fertiggestellt werden. Danach erfolgt der Mieterausbau bis Anfang 2025.
  • Der Bau wird zu Lärmbelastungen der Anwohnenden und umliegenden Mietlokale führen. Rund um die Baustelle gibt es ein neu gestaltetes Verkehrskonzept für den Strassen- und Fussverkehr, teilweise werden Umleitungen eingerichtet.
  • Das Projekt kostet insgesamt rund 44 Millionen Franken. Rund 12 Millionen davon sind für den Bahnzugang, bezahlt von SBB Infrastruktur. Die restlichen 32 Millionen Franken werden von SBB Immobilien finanziert.

          -->  Weitere Informationen zum Bubenbergzentrum finden Sie hier

 







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Bahnhof Zürich Wipkingen wird bis 2025 modernisiert und behindertengerecht umgebaut

Der Bahnhof Zürich Wipkingen wird ab Frühling 2023 modernisiert. Anstelle des Mittelperrons erhält der Bahnhof zwei Aussenperrons und wird nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BehiG) umgebaut. Ausserdem plant die SBB bis 2025 diverse Bestandteile der Bahninfrastruktur auf dem Abschnitt Wipkinger Viadukt -  Bahnhof Wipkingen -  Tunnelportal - Bahnhof Oerlikon zu sanieren. Um effizient zu bauen und die Auswirkungen auf Anwohnende und Reisende zu minimieren, plant die SBB, einen Grossteil der Arbeiten während einer einjährigen Streckensperrung Zürich HB - Zürich Wipkingen zwischen Dezember 2023 und Dezember 2024 auszuführen.

Anstelle des Mittelperrons gibt es in Zürich Wipkingen zwei Aussenperrons                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Das Projekt  zum Umbau des Bahnhofes Wipkingen nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BehiG) und die Arbeiten an der Bahninfrastruktur beinhalten insbesondere die Sanierung vom Wipkinger-Viadukt mit der Sanierung der Brücken Neugasse, Josef-, Heinrich- und Limmatstrasse sowie den Ersatz der Brücke Wasserwerkstrasse. Dazu stehen diverse Erneuerungsarbeiten an Fahrbahn und Fahrleitung auf dem Programm. Im Tunnel von Zürich Wipkingen nach Oerlikon ist die Sanierung von Feucht-, Tropf- und Hohlstellen notwendig. Am Bahnhof Zürich Wipkingen selbst erfolgt die behindertengerechte Gestaltung mit der Aufhebung des heutigen Mittelperrons und der Unterführung Nord inklusive stufenfreie Zugänge zu den Perrons sowie erhöte Perrons mit stufenfreiem Zustieg in die Züge. Ausserdem gib es eine neue durchgehende Personenunterführung Seite Zürich HB und Seite Oerlikon eine stufenfreie Verbindung zur Nordstrasse mittels Lift.

 

Die Realisierung der Arbeiten ist von Frühling 2023 bis Frühling 2025 geplant. Um effizient zu bauen und die Auswirkungen auf Anwohnende und Reisende zu minimieren, plant die SBB, einen Grossteil der Arbeiten während einer einjährigen Streckensperrung Zürich HB - Zürich Wipkingen zwischen Dezember 2023 und Dezember 2024 auszuführen. Im Vergleich zur Realisierung aller Bauarbeiten während laufendem Bahnbetrieb können die Arbeiten so in bedeutend kürzerer Zeit, kostengünstiger und in besserer Qualität vorgenommen werden. Die SBB rechnet mit Gesamtkosten von rund 100 Millionen Franken (Kostengenauigkeit +/- 20 Prozent). Die Finanzierung erfolgt über die Leistungsvereinbarung (LV) zwischen der SBB und dem Bund. Ausserdem hat der Bundesrat in seiner  Sitzung vom 13. Mai 2020  dem Parlament für die Periode 2021-2024 beantragt, den Zahlungsrahmen für Erhalt und Modernisierung des Schienennetzes zu erhöhen Die zusätzlichen Mittel dienen unter anderem auch dazu, Bahnhöfe und Haltestellen behindertengerecht anzupassen.

 

 

Umbau Bahnhof Wipkingen

 

Beim Umbau am Bahnhof Zürich Wipkingen wird die nördliche Unterführung aufgehoben. Neu erreicht man dann die Perrons mittels Treppe und Lift direkt von der Brücke Nordstrasse, wo sich auch die Bushaltestellen befinden. Das heutige Mittelperron wird durch zwei Aussenperrons ersetzt, damit wird die Verbindung zwischen den Perrons und den angrenzenden Quartieren verbessert. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedelungen der Baugenossenschaft (BEP) im Bahnhofsumfeld bedeutet dies barrierenfreien und schnelleren Zugang zu den Gleisen dank zwei neuen Unterführungen und zusätzlichen Veloabstellplätzen. Die steile Rampe auf der Ostseite wird so umgestaltet, dass man von der Rousseaustrasse künftig flacher und direkt aufs Perron gelangt. Das westliche Perron erreicht man ebenerdig direkt von der Dammstrasse her. Die südliche Unterführung wird neu durchgehend unter den Gleisen hindurchgeführt. So wird ein zusätzlicher Zugang zur Imfeldstrasse und zum Lettenfussweg geschaffen. Der angrenzende  Spielplatz muss umgesiedelt und der Garten Letten-Wasserwerk der BEP-Gartengruppe (er befindet sich auf Pachtland, welches der SBB gehört) zum Saisonende 2022 geräumt und ebenfalls verlegt werden.

 

 

S-Bahn Halte in Wipkingen

 

Bis zur Eröffnung der Durchmesserlinie verkehrten in Zürich Wipkingen noch die S2, S8 und die S14. Damals stiegen täglich durchschnittlich 5500 Passagiere ein und aus. Doch seit dem Fahrplanwechsel im Sommer 2014 wird der Bahnhof Wipkingen nur noch im Halbstundentakt durch die S24 bedient, entsprechend haben sich die Passagierzahlen um mehr als die Hälfte reduziert. Der Quartierverein Wipkingen hatte 2014 an die Stadt Zürich 6300 Unterschriften für einen Viertelstundentakt eingereicht und der damalige Stadtrat Andreas Türler hatte auch versprochen, sich für dieses Anliegen einzusetzen, erinnert sich Judith Stofer, Kantonsrätin und Mitglied des QV-Vorstands und sagt: "Passiert ist seither nichts". Sowohl mit der SBB als auch mit dem ZVV hat der Quartierverein hartnäckig um die Wiedereinführung des Viertelstundentakts verhandelt. Zahlreiche Möglichkeiten wurden diskutiert und Argumente vorgebracht. Für Stofer ist klar: "Man könnte, aber man will nicht". Sie hat am 10. Februar 2020 im Kantonsrat erneut eine Anfrage eingereicht. Darin will sie vom Regierungsrat wissen, ob der Viertelstundentakt in absehbarer Zeit wieder eingeführt werden kann.

 

Christian Vogt, Verkehrsplaner des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) erklärt die Entwicklungen, welche der ZVV derzeit plant. Diese seien eng verknüpft mit der Vorlage zur Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI), welche das Stimmvolk am 9. Februar 2019 gutgeheissen hatte. Damit kann auch er für mögliche Verbesserungen nur einen fernen Horizont im Jahr 2030 bieten. Die Pläne des Projekts «S-Bahn 2G», wie der nächste Ausbauschritt der Zürcher S-Bahn genannt wird, der unter anderem alle Zürcher Quartierbahnhöfe im Viertelstundentakt bedienen möchte, seien weit fortgeschritten und das sei ein grosser Vorteil, wenn es dann um die Umsetzung gehe.

 

Thomas Kellenberger, Leiter Kommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung beim Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) verweist auf den Ausbauschritt 2035, der mit dem Ausbau vom Bahnhof Stadelhofen und dem Brüttnertunnel das Nadelöhr zwischen Zürich und Winterthur beseitigt und zusätzliche Kapazitäten bringt. Mit diesen neuen Infrastrukturbauten kann das S-Bahn-Angebot markant ausgebaut werden. Das bedeutet, dass vorerst einmal Geduld gefragt ist; der Baustart des Brüttnertunnels und des Ausbaus am Stadelhofen ist gemäss SBB frühestens ab 2026 möglich.


                                       Mit dem Projekt S-Bahn 2G (S-Bahn der zweiten Generation)

wollen die Verkehrsplaner des ZVV und der SBB die Kapazitäten auf dem Zürcher Bahnnetz langfristig verdoppeln.


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Nach Notvergabe: DB Regio NRW übernimmt ab 1. Februar 2022 S-Bahn Rhein-Ruhr und Ruhr-Sieg-Netz

Nach dem Aus von Abellio übernimmt DB Regio NRW ab dem 1. Februar 2022 die S-Bahn Rhein-Ruhr und das Ruhr-Sieg-Netz. Über die Notvergabe haben die Aufgabenträger für den Nahverkehr in NRW heute entschieden. DB Regio NRW fährt künftig die S-Bahn-Rhein-Ruhr mit den Linien S2, S3, S9, RB 32, RB 40 und RE 49. Erst 2019 hatte DB Regio NRW das wichtige S-Bahn-Netz im Herzen NRW's an Abellio übergeben. Auch für die Ruhr-Sieg-Strecken mit den Linien RE 16 und RB 46 und RB 91 übernimmt DB Regio NRW ab 1. Februar 2022 den Betrieb. Bereits 2019 war DB Regio NRW bei der Notvergabe für Keolis/Eurobahn eingesprungen und fährt seitdem auch die Linien S1 und S4.

Stadler Flirt3 XL von Abellio Rail NRW in Velbert-Langenberg auf der S9 Wuppertal Hbf - Essen Hbf - Haltern am See

                                                                                                                                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Wir stehen ganz klar zu unserer Verantwortung als Anker und Stabilisator des Regionalverkehrs in NRW“, so DB-Regio NRW-Chef Frederik Ley. "Wir setzen jetzt alle Hebel in Bewegung, um Mitarbeitenden von Abellio möglichst schnell mit einem guten Angebot Sicherheit zu geben und den Verkehr ab 1. Februar 2022 bestmöglich auf die Schiene zu bringen. Dafür brauchen wir aber die 100prozentige Kooperation der Abellio-Führung. Jeder Tag zählt!“  

 

Noch vor Weihnachten will DB Regio NRW erste Arbeitsverträge abschließen und Regelungen zum Übergang für die Beschäftigten treffen. Dabei setzt die DB auf reges Interesse der Abellio-Mitarbeitenden. DB Regio NRW wird insgesamt rund 500 neue Kolleg:innen einstellen und schulen. Der gesamte Einstellungsprozess wird sich über die Weihnachtstage und das neue Jahr erstrecken.  

 

Auch die technischen Voraussetzungen muss DB Regio NRW jetzt auf den Weg bringen. Beispielsweise muss sie die Fahrzeuge für das Ruhr-Sieg-Netz auf Herz und Nieren überprüfen und übernehmen, Fahrplantrassen ummelden und Einsatzpläne für Kolleg:innen schreiben. „Ich bin meinem Team sehr dankbar, mit welchem Engagement sie sich dafür einsetzen, den Betriebsübergang in so kurzer Zeit zu stemmen. Viele Kolleginnen und Kollegen verschieben oder kürzen jetzt dafür ihren Weihnachtsurlaub“, so Ley. „Ich bin sehr stolz auf den Schulterschluss der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner – keiner will die Fahrgäste am Bahnsteig stehen lassen.“ Insgesamt muss das Team von DB Regio NRW in nur sechs Wochen den Verkehr für acht Linien mit über 10 Millionen Zugkilometer neu planen und organisieren. In normalen Ausschreibungsprozessen sind dafür zwei Jahre Zeit vorgesehen.



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Ein Jahr mit Licht und Schatten für die Rhätische Bahn (RhB)

Auch das zweite Geschäftsjahr im Zeichen von Corona hat bei der Rhätischen Bahn (RhB) deutliche Spuren hinterlassen. Der wechselhafte Verlauf der Pandemie forderte Unternehmen und Mitarbeitende heraus. Nach einem schwierigen Start ins 2021, mit vielen Unsicherheiten und schwachen Frequenzen, folgte ab Mitte Jahr und bis in den Herbst hinein eine Periode mit «Licht», Optimismus und besseren Frequenzen. Die negative Entwicklung der Coronasituation in den letzten Wochen wirft allerdings wieder ihren «Schatten» auf Erträge und Frequenzen. Die RhB geht für das Geschäftsjahr 2021, nach der Defizitdeckung der abgeltungsberechtigten Geschäfte durch Bund und Kanton, von einem Verlust von 3 Millionen Franken aus.

Die frisch revidierte Krokodillok im Chamäleon-Look beim RhB Infrastrukturstützpunkt in Landquart. Die Lok steht stellvertretend für das 100-Jahr-Jubiläum der vollständigen Elektrifizierung der RhB im Jahr 2022.    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im Hauptsegment Personenverkehr erwartet die RhB für das Jahr 2021 Erträge leicht über dem Jahr 2020, jedoch immer noch deutlich (ca. 30 %) unter dem Spitzenjahr 2019. Dank erneut grossen Bemühungen durch Einsparungen, Projektverschiebungen, der Etappierung von Investitionen, dem Zurückstellen von nicht sicherheitsrelevanten und zwingenden Unterhaltsarbeiten sowie dem konsequenten Abbau von Ferien, Mehrarbeits- und Überzeit, wurden Kostenreduktionen von ca.10 Millionen Franken erzielt. Der erwartete Verlust ohne Berücksichtigung der bereits zugesagten Defizitdeckung durch Bund und Kanton wird im Personenverkehr auf ca. 16 Millionen Franken prognostiziert. Nur dank der ausserordentlichen, pandemiebedingten Defizitdeckung wird im Personenverkehr ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Insgesamt erhöht sich die Abgeltung durch Bund und Kanton auf insgesamt rund 95 Millionen Franken.

 

 

Autoverlad wieder mit Gewinn

 

Dank der raschen Erholung der Frequenzen kehrt der Autoverlad im Geschäftsjahr 2021 wieder in die Gewinnzone zurück. Dies nach einem negativen Ergebnis im Geschäftsjahr 2020 von 1.6 Millionen Franken, welches dank der COVID-19-Finanzhilfe des Bundes mit einem à-fond-perdu-Betrag in gleicher Höhe ein Spartenergebnis von Null ergab. Per Ende Oktober 2021 wurden am Autoverlad Vereina 13.1 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr transportiert. Der normalerweise starke Feiertagsverkehr zum Jahresende dürfte dafür sorgen, dass für das Geschäftsjahr 2021 ein leichter Gewinn resultieren wird.

 

 

Güterverkehr ist stabil unterwegs

 

Beim Güterverkehr zeichnet sich für das Geschäftsjahr 2021 ebenfalls ein leichter Gewinn ab. Stand Ende Oktober verzeichnete die Bündner Güterbahn praktisch gleich viele Tonnenkilometer wie im vergangenen Jahr. Aufgrund der hohen Bautätigkeit in Arosa sowie der Instandsetzung des Arosatunnel entstand ein sehr grosser Mehrbedarf beim Baumaterial, welcher durch die Bündner Güterbahn als Logistikpartnerin zu- und abgeführt wurde. Eine erhöhte Nachfrage bestand auch bei Bündner Holzprodukten, was deutlich mehr Holz-Transporte einbrachte und in einer erfreulichen Umsatzzunahme resultiert. Zudem durfte die RhB ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten, indem die Bündner Güterbahn gemeinsam mit Postauto eine funktionierende Logistik für die flächendeckenden Betriebstests im Kanton Graubünden aufbauen konnte.

 

 

Negatives Ergebnis für die Sparte Infrastruktur

 

Bei der Sparte Infrastruktur wirken sich der Ausfall der Einnahmen aus Trassenpreisen, ins-besondere wegen des schwächeren Personenverkehrs, sowie generell steigende Unterhaltskosten auf das Ergebnis aus. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein Verlust von ca. 2 bis 3 Millionen Franken erwartet.

 

 

Nebengeschäft leicht negativ

 

In der Sparte Nebengeschäfte wird für 2021 mit einem Verlust von ca. 1 Million Franken gerechnet. Dies primär aufgrund der pandemiebedingten Ertragsausfälle beim Bernina Ex-press Bus sowie bei den öffentlichen und historischen Sonderfahrten.

 

 

Die Modernisierung wird weiter vorangetrieben

 

Die schon länger laufende Modernisierungs- und Erneuerungsphase der RhB wird weitergeführt, sowohl in den Sparten Infrastruktur als auch Verkehr. Das sehr hohe Investitionsvolumen und die geplante schrittweise Einführung des Halbstundentaktes erfordern zudem einen Personalaufbau von rund 40 Stellen. Mit Bund und Kanton ist der Abgeltungsbedarf je Sparte abgestimmt und vereinbart worden. Die nötigen finanziellen Mittel sind somit in Aussicht gestellt.

 

 

Es bleibt anspruchsvoll

 

Die finanzielle Situation bleibt sehr angespannt und erfordert weiterhin hohe Aufmerksamkeit. Obwohl sich in den letzten Wochen die epidemiologische Ausgangslage verschlechtert hat und die Aussichten wieder etwas getrübt sind, sind die Verantwortlichen der RhB zuversichtlich gestimmt und rechnen 2022 mit einer weiteren Erholung. Insbesondere im Personenverkehr geht die RhB davon aus, dass nächstes Jahr wieder 85 Prozent der Ertragswerte des Rekordjahres 2019 erreicht werden.

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Mehr und schnellere Verbindungen innerhalb der Schweiz und nach Europa

Die SBB schafft mit dem Fahrplanwechsel zusätzliche Verbindungen für Freizeitreisende und Berufspendler:innen, so wird beispielsweise der IC5 Genève Aéroport - Zürich HB - St. Gallen stündlich bis nach Rorschach verlängert. Internationale Zugreisen werden schneller und bequemer dank des Nachtzugs nach Amsterdam und einem zusätzlichen Zug von Basel nach Mailand.

Am Bahnhof Rorschach gibt es ab dem Fahrplanwechsel noch mehr Fernverkehr                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Nachfrage im Fern- und Regionalverkehr erholt sich erfreulicherweise. Das Bedürfnis, wieder mehr Reisen zu unternehmen, nimmt schrittweise zu. Aktuell liegt die Auslastung zwar noch unter dem Niveau von 2019, die SBB ist jedoch überzeugt, dass klimafreundliches und staufreies Reisen in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Deshalb baut sie das Angebot sowohl national als auch international punktuell weiter aus. Ein Hauptaugenmerk gilt weiterhin der Stabilität des Bahnbetriebs.

 

 

Inland: Mehr Direktverbindungen

 

Im Inland profitieren Freizeitreisende und Berufspendlerinnen und -pendler von folgenden Angebotsverbesserungen:

  • Der IC5 Genève Aéroport – Zürich HB – St. Gallen wird stündlich bis nach Rorschach verlängert, Ausnahme bildet eine Verbindung von Montag-Freitag, bei der in St. Gallen umgestiegen werden muss.
  • Auf der Strecke IC3 Basel SBB – Zürich HB – Chur wird insbesondere das Angebot für Wintersportlerinnen und -sportler verbessert: Zwischen Weihnachten und Ostern besteht beispielsweise jeweils am Sonntag zwischen 14:00 und 20:00 Uhr ein durchgehender IC-Halbstundentakt von Chur nach Zürich.
  • Mit der IR35-Linie «Aare Linth» entsteht dank der Kooperation zwischen SOB und SBB neu eine Direktverbindung von Bern nach Chur via Burgdorf – Zürich – Ziegelbrücke: Dadurch gibt es neue umsteigefreie Verbindungen für Freizeitreisende sowie Pendlerinnen und Pendler, wie z.B. zwischen Olten und Chur oder Zürich Altstetten und Wädenswil.
  • Im neuen Kantonsbahnhof Altdorf halten alle zwei Stunden die IC2-Züge. Damit entstehen neue schnelle Direktverbindungen von Altdorf ins Tessin und nach Zürich, respektive ab 2023 nach Basel.

 

Europa: Neuer Nachtzug nach Amsterdam

 

Auch klimafreundliche Reisen nach Europa werden bequemer und zum Teil schneller:

  • Ab dem 12. Dezember 2021 betreibt die SBB in Kooperation mit der ÖBB täglich eine Nightjet-Verbindung mit Schlaf- und Liegewagen von Zürich via Basel SBB und Köln nach Amsterdam – der Zug fährt jeweils in Zürich HB um 21:59 Uhr und in Basel um 23:13 Uhr ab und kommt um 9:01 Uhr in Amsterdam an. In der Gegenrichtung verlässt er Amsterdam um 20:30 Uhr und kommt in Basel SBB um 06:20 Uhr und in Zürich HB um 08:05 Uhr an.
  • Unter Vorbehalt des rechtzeitigen Eintreffens der Betriebsbewilligungen verkürzt sich die Fahrtzeit der Eurocity-Züge zwischen Zürich und München bei drei von sechs Verbindungen um eine halbe Stunde von heute 4 auf 3 Stunden und 30 Minuten. Ab Frühling 2022 werden alle EC-Züge in rund 3 Stunden 30 Minuten zwischen Zürich und München verkehren.
  • Auf der Strecke Basel SBB – Bern – Brig – Milano Centrale verkehrt täglich ein zusätzlicher Eurocity je Richtung (ab Basel SBB um 10:28 Uhr / ab Milano Centrale um 15:20 Uhr).

 

Regionen: Neue Nacht- und Morgenverbindungen in der Deutschschweiz, mehr Kapazitäten auf der Simplon-Strecke und Ausbau des Regionalverkehrs im Tessin

 

Auch in den Regionen wird das Angebot weiter ausgebaut. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Neue Nacht-S-Bahn zwischen Luzern und Sursee: Neu verkehren drei Züge je Richtung in den Nächten Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag zwischen 1:30 und 4:30 Uhr.
  • Nachtexpress Zürich – Zug – Luzern: Die bestehenden Nachtverbindungen am Wochenende werden um je eine Verbindung pro Richtung ergänzt, um 00:35 Uhr ab Zürich und um 3:35 Uhr ab Luzern.
  • Zusätzliche Morgenverbindung des RE Aarau – Lenzburg – Zürich HB (Aarau ab 5:54 Uhr): Diese neue Verbindung entsteht aufgrund erhöhter Nachfrage und ermöglicht optimale Anschlüsse für die frühmorgendliche Weiterreise ab Zürich HB.
  • Neu verkehrt um 22:33 Uhr ein zusätzlicher Zug ab Bern Richtung Olten mit Halt in Burgdorf, Herzogenbuchsee und Langenthal.
  • Westschweiz: Auf der Simplon-Strecke (IR90 Lausanne – Brig) werden zusätzliche Doppelstockzüge eingesetzt und sorgen für mehr Sitzplätze. Ausserdem profitieren insbesondere Freizeitreisende ab 7. August 2022 von einer Direktverbindungen aus Aigle ins Vallée de Joux.
  • Tessin: Von Montag bis Freitag wird eine weitere Spätverbindung von Milano bis Locarno (TILO RE80) mit Umsteigen in Como S.G. angeboten. Mit der Vorverlegung der Abfahrt eines Zuges der Linie TILO S10 in Bellinzona wird eine zusätzliche morgendliche Verbindung von Bellinzona und Giubiasco nach Milano mit Umsteigen in Lugano geschaffen. Einzelne Verbindungen der TILO S90 (Giubiasco – Lugano – Mendrisio) werden von/nach Bellinzona verlängert. Aufgrund diverser Bauarbeiten wird zwischen 16. Juni und 28. August ein spezieller Sommerbaustellenfahrplan eingeführt.

--->       Weitere Details zu allen Regionen sind abrufbar unter www.sbb.ch/fahrplanwechsel

 

 

Möglichst wenig Auswirkungen auf Reisende trotz Bauarbeiten

 

Die SBB verfügt über eines der meistbefahrenen Bahnnetze der Welt. Sicherheit, Stabilität und Pünktlichkeit des Bahnbetriebs haben einen zentralen Stellenwert. Damit Reisende auch in Zukunft sicher unterwegs sind, pünktlich ankommen und von einem besseren Angebot profitieren, unterhält die SBB ihre Infrastruktur laufend und baut sie aus. Bauarbeiten sind immer ein Eingriff in den laufenden Bahnbetrieb. Damit Bauarbeiten effizient ausgeführt werden können und die Dauer der Einschränkungen reduziert werden kann, bündelt die SBB wo möglich die Arbeiten.

 

Es ist möglich, dass es aufgrund von Bauarbeiten vorübergehend zu Einschränkungen im Angebot kommt. Änderungen und Ersatzkonzepte werden in die elektronischen Fahrpläne aufgenommen und frühzeitig kommuniziert. Zudem gibt es die Möglichkeit, auf SBB Mobile Push-Meldungen für individuell gespeicherte Strecken zu abonnieren. Dadurch werden Nutzerinnen und Nutzer über für sie relevante Änderungen des Fahrplans benachrichtigt.

 

 

Personalisierte Fahrpläne auf sbb.ch anstelle gedruckter Taschenfahrpläne

Die Nachfrage nach den gedruckten Taschenfahrplänen ist in den letzten Jahren massiv zurückgegangen. Zudem führen Baustellen zu kurzfristigen Ersatzkonzepten, die nicht in den gedruckten Fahrplänen abgebildet sind. Deshalb und aus Rücksicht auf die natürlichen Ressourcen verzichtet die SBB ab dem Fahrplanwechsel darauf, gedruckte Taschenfahrpläne zu publizieren. Kundinnen und Kunden können sich aktuell gültige Taschenfahrpläne auf Persönlicher Taschenfahrplan | SBB selber zusammenzustellen und auszudrucken. Bei Bedarf unterstützen die Mitarbeitenden in den SBB Reisecentern oder im SBB Contact Center.

 


SBB Freesurf nun auch mit Swisscom

Seit Dezember 2020 surfen Kundinnen und Kunden von Digitec connect, Quickline, Salt und Sunrise kostenlos in den Fernverkehrszügen der SBB und SOB. Ab Fahrplanwechsel können neu auch Swisscom-Nutzerinnen und -Nutzer vom Gratisinternet auf den Zügen profitieren.

 

 

Geplante Fahrplananpassungen aufgrund von Bauarbeiten finden Sie hier:

 

Streckenunterbrüche und Fahrplananpassungen aufgrund von Bauarbeiten | SBB

 


Fahrplanwechsel im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV)

Mit dem Fahrplanwechsel vom Sonntag, 12. Dezember 2021, erfolgen auf dem Tagnetz des ZVV lediglich punktuelle Anpassungen. Zu grossen Änderungen kommt es hingegen im ZVV-Nachtnetz ab dem Freitag, 17. Dezember 2021. Der Fahrplan für Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer bringt mehr Verbindungen, neue Abfahrtsorte und veränderte Linienführungen. Sämtliche neuen Abfahrtszeiten im ZVV sind im Online-Fahrplan oder in der ZVV-App abrufbar.

 

Das ZVV-Nachtangebot hat sich seit seinem Start vor knapp 20 Jahren sehr schnell etabliert und bewährt. In mehreren Schritten wurden die Nachtverbindungen nachfragegerecht ausgebaut und somit die ursprüngliche Nachtnetz-Vision vollständig umgesetzt. Für die künftige Weiterentwicklung des Nachtnetzes erarbeitete der ZVV zusammen mit den Verkehrsunternehmen ein neues Konzept, welches im vergangenen Jahr der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Dieses wird nun ab dem 17. Dezember umgesetzt und bringt für die Fahrgäste in der Nacht einen spürbaren Angebotsausbau.

 

 

Mehr Nacht-S-Bahn-Verbindungen und neue Nachtbus-Standorte

 

Die grössten Änderungen im Nachtnetz erfolgen in Zürich und Winterthur. Ab dem Freitagabend, 17. Dezember 2021, sind die beiden Städte neu auch im Halbstundentakt miteinander verbunden: Die SN6 verkehrt neu von Würenlos via Zürich HB und Stadelhofen nach Winterthur. Zusammen mit der SN1 profitieren Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer somit von einem Halbstundentakt.

In der Stadt Zürich verlagert sich der Knotenpunkt der Nachtbusse vom Bellevue zum Hauptbahnhof. Damit kann das nächtliche Angebot an Freizeitaktivitäten in der Stadt Zürich besser abgedeckt werden. Der neue Knotenpunkt am Hauptbahnhof verbessert auch die Anschluss- und Umsteigesituation für die Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer deutlich. Im Ausgehquartier rund um die Zürcher Langstrasse verkehren die Busse zudem neu im Viertelstundentakt, im übrigen Stadtgebiet gilt grundsätzlich weiterhin ein Halbstundentakt.

In der Stadt Winterthur wird das Nachtangebot ebenfalls zu einem Halbstundentakt verdichtet und ausgebaut. Die Nachtbus-Linien erhalten sodann neue Nummern. In den Regionen werden die Nachtbuslinien an die veränderten Nachtnetze der beiden grossen Städte angepasst sowie zusätzliche Nachtbuslinien eingeführt. Auf einigen regionalen Nachtbuslinien sind neu auch Rückfahrten in die Zentren möglich.

 

 

Wenige Anpassungen im Tagnetz

 

Im Gegensatz zum Nachtnetz kommt es im Tagnetz (bereits ab 12. Dezember 2021) nur zu punktuellen Änderungen im Fahrplan. Das bestehende Angebot deckt die Bedürfnisse weiterhin gut ab, umso mehr als sich die Nachfrage infolge der Coronapandemie immer noch leicht unter dem Vorkrisenniveau befindet. In Kemptthal hält tagsüber neu die S24 anstatt die S7. Ab 21:20 Uhr hält wie bis anhin die S7. Diese Änderung verbessert die Pünktlichkeit und die Stabilität auf der stark befahrenen Strecke, bringt aber auch Anpassungen im Busangebot mit sich. Die Züge der S3 von und nach Bülach halten neu zusätzlich in Oberglatt. Im übrigen Verbundgebiet kommt es nur zu wenigen kleineren Änderungen.

 

 

Information: Online-Fahrplan, ZVV-App oder Fahrpläne zum Ausdrucken

 

Der ZVV empfiehlt den Fahrgästen auch bei den vergleichsweise geringen Anpassungen, sich frühzeitig im Online-Fahrplan oder in der ZVV-App zu informieren, ob ihre jeweiligen Verbindungen von den Änderungen betroffen sind (im Tagnetz ab dem 12. Dezember, im Nachtnetz ab dem 17. Dezember 2021). Die Fahrpläne aller Linien im ZVV stehen online unter www.zvv.ch/linienfahrplan zur Verfügung und können bei Bedarf selber ausgedruckt werden. Fahrgäste, für die das keine Option ist, können Ausdrucke von Fahrplänen kostenlos beim ZVV-Kundendienst per Telefon bestellen oder an bedienten Verkaufsstellen beziehen.

 

 

Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2021 bei der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ)

 

Dieses Jahr steht vor allem das komplett erneuerte Nachtnetz im Fokus, das in der darauffolgenden Woche in der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember erstmals in Kraft tritt. Tagsüber hingegen ist eine Rückkehr zur Normalität angesagt: Die sogenannten «Überbrückungsmassnahmen» auf den Linien 6, 8, 10, 17 sind per Fahrplanwechsel endgültig Geschichte. Ausserdem wird auf verschiedenen Buslinien ein «Feinschliff» vorgenommen.

 

Lesen Sie hier alles über die wichtigsten Änderungen im Tram- und Busnetz der VBZ. Kleinere Anpassungen der Fahrzeiten finden Sie in unserem Online-Fahrplan oder im Aushang an der Haltestelle. Letztere werden nur da ausgetauscht, wo Änderungen erfolgt sind.

Sie wollen wissen, was an Ihrer Linie oder Haltestelle ändert? Tippen Sie Liniennummer oder Haltestellenname einfach in das Abfragefeld am Ende dieser Seite.

 

 

Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2021 bei der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU)
 
Mit dem Fahrplanwechsel vom Sonntag, 12. Dezember 2021, erfolgen auf dem Tagnetz des ZVV lediglich punktuelle Anpassungen. Zu grossen Änderungen kommt es hingegen im ZVV-Nachtnetz ab dem Freitag, 17. Dezember 2021. Im Marktgebiet «Zimmerberg» wird das Angebot von zwei auf vier Buslinien ausgebaut.
 
Das neue Nachtnetz geht in der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember 2021 in Betrieb. Im Marktgebiet «Zimmerberg», das die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU verantwortet, wird das Angebot von zwei auf vier Buslinien ausgebaut.
 
Während bisher nur in Horgen und Wädenswil Anschluss an die S-Bahn (SN8) bestand, kann neu in Oberrieden, Horgen, Au ZH, Wädenswil und Richterswil umgestiegen werden. Mit den direkt geführten Linien werden Quartiere und Dorfteile erschlossen, die bis dato noch keinen Nachtbus hatten. War der Zustieg zuvor nur an den Bahnhöfen und bestimmten Zentrumshalteorten möglich, können die Fahrgäste nun auch an Unterwegs-Haltestellen einsteigen. Zudem können sie die Busse auf einigen Linien oder Teillinien auch in der Gegenrichtung nutzen.

 

 
Neues Nachtangebot

N25  Oberrieden – Tannenbach – Stocker – Horgen
N26  Horgen – Bergwerk – Heubach – Bocken – Arn – Hirzel – Spitzen
N28  Au ZH – Wädenswil – Eichweid – Hintere Rüti – Feld – Schönenberg ZH – Hütten
N29  Richterswil – Samstagern – Wollerau – Wilen bei Wollerau – Wollerau – Schindellegi

 

 
Online-Fahrplan

Alle Verbindungen sind im Online-Fahrplan auf www.zvv.ch abrufbar.

 

 
Kein Nachtzuschlag

Seit dem vergangenen Sommer müssen Fahrgäste im ZVV-Nachtnetz keinen Nachtzuschlag mehr lösen. Für die Benützung des Nachtnetzes in der Grossregion Zürich reicht ein gültiges ÖV-Ticket.

 

 

 

Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2021 bei der Verkehrsbetriebe Glattal (VBG)

Mit dem diesjährigen Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2021 erfährt das VBG-Netz zahlreiche Verbesserungen und einige Änderungen. Neu ist auch auf jedem Haltestellenfahrplan im ZVV-Gebiet ein QR-Code aufgedruckt, mittels dem die nächsten Abfahrten in Echtzeit angezeigt werden. Die VBG gibt den Fahrgästen ausserdem vier «Tipps», damit sie jederzeit zuverlässig an ihr Reiseziel gelangen.

Die Pendlerinnen und Pendler der VBG dürfen sich auf zusätzliche Kurse, bessere Anschlüsse, mehr Platz in den Fahrzeugen und dadurch eine noch höhere Pünktlichkeit freuen. Allerdings gibt es auch geänderte Abfahrtszeiten, umbenannte Haltestellen und neue Linienführungen zu beachten. Insbesondere im gesamten ZVV-Nachtnetz.

Änderungen im VBG-Netz

Ab dem 12. Dezember 2021 hält am Bahnhof Kemptthal neu die S24 statt wie bisher die S7. Aus Fahrzeitgründen kann die Linie 650 den Anschluss auf die S24 am Bahnhof Kemptthal nach Winterthur (und umgekehrt) nicht mehr gewährleisten. In der Folge muss das Angebotskonzept in Lindau angepasst werden und erfolgen die Anschlüsse an die S-Bahn nach Winterthur neu via Effretikon. Zudem halten in Effretikon die Busse der Linien 658, 659 und 662 neu an der Haltestelle Zentrum, so dass ein rascheres Umsteigen von und auf die S-Bahn möglich ist. In den Regionen Glattal/Flughafen/Dübendorf und Regensdorf/Dielsdorf gibt es nebst wenigen kleineren Anpassungen tagsüber vor allem Änderungen beim Nachtnetz. Das Angebot im Raum Volketswil/Greifensee bleibt unverändert. Ausserdem werden insgesamt fünf Haltestellen umbenannt, damit sie den neu geltenden nationalen Standards entsprechen. Sämtliche Neuerungen sind im Online-Fahrplan bereits hinterlegt sowie auf www.vbg.ch/fahrplan und in einem Info-Flyer zusammengefasst, den sämtliche Haushaltungen im Marktgebiet Ende November zugestellt erhalten.

Tipps für Fahrgäste

Ab Fahrplanwechsel ist auf allen Haltestellenfahrplänen im ZVV neu ein QR-Code abgebildet, mittels dem die nächsten Abfahrten in Echtzeit abgerufen werden können. Dies ist gleichzeitig einer von vier Tipps, den die VBG den Fahrgästen gibt, um jederzeit zuverlässig unterwegs zu sein. Die drei weiteren Tipps lauten: ZVV-App nutzen, Verbindungen mit dem ZVV-Online-Fahrplan checken, und Check-in-Ticket lösen.

 

 

Bei Fragen steht der Kundenservice ZVV-Contact zur Verfügung


Telefon 0848 988 988 (täglich von 6–22 Uhr), E-Mail contact@zvv.ch.

 


Weiterführende Links

 

Der Fahrplan 2022 gilt vom 12. Dezember 2021 bis zum 10. Dezember 2022

 

 


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Stadler erhält von SBB Auftrag für 286 neue Triebzüge für den Regionalverkehr

Die SBB beschafft gemeinsam mit den Tochterunternehmen Thurbo und RegionAlps 286 neue einstöckige Triebzüge für den Regionalverkehr. Als Sieger der grössten Ausschreibung in der Schweizer Bahngeschichte ist Stadler hervorgegangen. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) erteilen gemeinsam mit Thurbo und RegionAlps Stadler den Zuschlag für einen Rahmenvertrag für bis zu 510 neue einstöckige Triebzüge des Typs FLIRT. Es ist das wirtschaftlich und qualitativ beste Angebot. Als Erstabruf ist eine Bestellung von 286 Fahrzeugen mit einem Auftragsvolumen von rund zwei Milliarden Schweizer Franken vorgesehen. Der Abschluss des Vertrags soll nach Ablauf der 20-tägigen Rekursfrist erfolgen.

Flottenübersicht FLIRT-Züge für die SBB, Regionalps und Thurbo                                                     Visualisierung: Stadler

 

 

 

SBB, Regionalps und Thurbo haben im Mai 2020 ein zweistufiges Ausschreibeverfahren für die neuen einstöckigen Triebzüge gestartet. Im Rahmen der Präqualifikation wurden drei Antragsteller gesucht, die mit einem bewährten Fahrzeugkonzept ihre Erfahrung und spezifische Marktausrichtung nachweisen konnten. Alstom, Siemens und Stadler erfüllten dieses Auswahlkriterium am besten und wurden zur Erarbeitung einer Offerte eingeladen. Alle drei Anbieter haben Ende April 2021 eine Offerte eingereicht. Die Bewertung gemäss den Zuschlagskriterien hat ergeben, dass Stadler den Zuschlag erhält. Das Angebot von Stadler überzeugt insbesondere in den Bereichen der Wirtschaftlichkeit und der Qualität.

 

Die neuen Triebzüge bieten den Kundinnen und Kunden zahlreiche Verbesserungen. So verfügen die Züge gegenüber den heute eingesetzten Fahrzeugen über mehr Stauraum für Velos, Kinderwagen und grosse Gepäckstücke. Zudem bieten sie guten Mobilfunk- und Datenempfang für unterwegs und Steckdosen in allen Abteilen. Sie berücksichtigen die Vorgaben für Reisende mit Mobilitätseinschränkung und verfügen pro Zug über zwei Plätze für Rollstuhlfahrende und ein rollstuhlgängiges WC. Neu sind Rollstuhlplätze auch in der 1. Klasse verfügbar. Auch leisten die neuen Triebzüge durch eine bessere Motorisierung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Pünktlichkeit. Der neue Zug soll für die Schweiz, Deutschland und Österreich zugelassen werden.

 

Ursprünglich hatten SBB, Thurbo und Regionalps 194 Züge ausgeschrieben. Die Anzahl wurde auf 286 erhöht, nachdem die Bahnunternehmen das künftige Einsatzgebiet in Abstimmung mit Bund und Kantonen definitiv festgelegt hatten. Nur so ist es möglich, sämtliche Züge zu ersetzen, die aufgrund ihrer Lebensdauer ausrangiert werden müssen. Das Investitionsvolumen beträgt 2 Milliarden Franken.

 

 

Die ersten Züge werden voraussichtlich ab Dezember 2025 eingesetzt und ersetzen bis voraussichtlich 2034 schrittweise folgendes Rollmaterial:

  • SBB: Ersetzt Domino, Flirt (erste Generation) und lokbespannte Pendelzüge. Bestellt werden 155 Züge, mit 174 Zügen als Option.
  • Thurbo: Ersetzt Gelenktriebwagen (GTW). Bestellt werden 107 Züge, mit 40 Zügen als Option.
  • Regionalps: Ersetzt Domino und Nina. Bestellt werden 24 Züge, mit 10 Zügen als Option.

 

Die Neubeschaffung ermöglicht allen drei Bahngesellschaften geplante Angebotsverbesserungen und vom Bund und Kantonen geplante Angebotserweiterungen. Durch das gemeinsame Vorgehen und den Kauf einer einheitlichen Flotte können SBB, Thurbo und Regionalps den Bahnbetrieb vereinfachen und zu einem wettbewerbsfähigen und attraktiven Öffentlicher Verkehr für die Bahnkundinnen und -kunden beitragen.

 

Wir danken der SBB für das uns entgegengebrachte Vertrauen», sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler. In einem ersten Abruf planen die SBB, Thurbo und RegionAlps eine Bestellung von 286 Fahrzeugen. Das Auftragsvolumen des Erstabrufs beläuft sich auf rund zwei Miliarden Schweizer Franken. Die Fahrzeuge werden komplett in Bussnang hergestellt mit einem Schweizerischen Wertschöpfungsanteil von gegen 75 Prozent.


Vincent Ducrot, CEO SBB  und  Linus Looser,  Leiter Produktion SBB Personenverkehr

präsentierten den Entscheid an einer Medienkonferenz am SBB Hauptsitz in Bern Wankdorf


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Connecting Europe Express: Sonderzug zum «Jahr der Schiene» im Zeichen der klimafreundlichen Mobilität

Im europäischen Jahr der Schiene verkehrt der «Connecting Europe Express». Der Sonderzug symbolisiert den Beitrag der Bahn für den Klimaschutz. Am 27. und 28. September 2021 macht er Halt in der Schweiz. Bundesrätin Simonetta Sommaruga und SBB-CEO Vincent Ducrot sind in Zürich zugestiegen und mit Vertretern von Verkehrsverbänden nach Bern gereist. Sie bekräftigten den Willen der Schweiz, die Bahn im nationalen und internationalen Verkehr weiter zu stärken, um sie für die Passagiere und die Wirtschaft noch attraktiver zu machen – und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Herald Ruijters, Vertreter der Europäischen Kommission in Zürich HB

                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Bundesrätin Simonetta Sommaruga: «Wir wollen die Bahn im nationalen und internationalen Verkehr weiter stärken – und wir stärken damit auch den Klimaschutz.»

 

Heute hat der «Connecting Europe Express» erstmals Halt in der Schweiz gemacht. Nach einer Begrüssung durch Bundesrätin Simonetta Sommaruga und SBB CEO Vincent Ducrot im Zürcher Hauptbahnhof fuhr der Zug anschliessend mit geladenen Gästen weiter nach Bern. Dort wurden die Gäste von Marieke Kruit, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, und dem Exekutivdirektor der Gemeinschaft europäischer Eisenbahnen und Infrastrukturbetreiber (CER), Alberto Mazzola, empfangen.

 

2021 feiert Europa das Jahr der Schiene. Zu diesem Anlass ist der «Connecting Europe Express» unterwegs. Während fünf Wochen durchquert der europäische Sonderzug auf 20'000 Schienenkilometern 26 Länder und hält in über 100 Städten. Anlässlich des festlichen Empfangs heute in Zürich betonte Vincent Ducrot, CEO der SBB: «Die Eisenbahn hat eine lange Tradition in Europa, sie verbindet Länder, Menschen, Unternehmen. In Zeiten des Klimawandels hat sie aber auch eine wichtige zukunftsweisende Rolle.»

 

 

Bahn ist Teil der Lösung

 

Die Schweiz soll gemäss der Klimastrategie des Bundesrats per 2050 unter dem Strich keine Treibhausgase mehr ausstossen. Die klimafreundliche und ressourcenschonende und im Vergleich zu Flug, Bus und E-Auto unschlagbare Bahn ist hier Teil der Lösung: Jährlich vermeidet die Schweiz dank des Schienenanteils am Verkehr den Ausstoss von 5 Mio. Tonnen CO2, was 10 Prozent ihrer Gesamtemissionen entspricht.

 

Mit dem Ziel, den Zug für Reisende und Wirtschaft noch attraktiver zu machen und damit den Anteil der Bahn am Gesamtverkehr zu stärken, verbessert die SBB gemeinsam mit ihren Partnern die grenzüberschreitenden Verbindungen. Bereits vollbracht ist die Flachbahn durch die Alpen, die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT). Dank des Jahrhundertwerks verfügen der europäische Personen- und Güterverkehr über mehr Kapazitäten und schnellere, klimafreundliche Verbindungen durch die Schweiz. Dies trägt zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene bei.

 

Aufgrund der steigenden Beliebtheit weitet die SBB das Nachtzugangebot aus. Ab dem kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2021 fährt ein täglicher Nachtzug nach Amsterdam, später erfolgt ein Angebotsausbau nach Berlin und Hamburg und es kommt neu eine direkte Verbindung nach Leipzig und Dresden dazu.

 

Mit dem Fahrplan 2022 profitieren Bahnreisende zudem schrittweise von schnelleren Tagesverbindungen zwischen Zürich und München (neue Fahrzeit von 3 Stunden und 30 Minuten). Mit Genua und Bologna nimmt die SBB zwei attraktive Destinationen in Italien neu ins Angebot.

 

In ihrer Ansprache begrüsste Bundesrätin Simonetta Sommaruga das Engagement der SBB: «Wir wollen die Bahn im nationalen und internationalen Verkehr weiter stärken – und wir stärken damit auch den Klimaschutz». Es lohne sich, dazu europaweit eng zusammenzuarbeiten. Das zeige etwa der Fahrzeitgewinn für Reisen von Zürich nach München. «Und das zeigen die direkteren Verbindungen der SBB in verschiedene italienische Städte sowie die neuen Nachtzüge.»

 

 

Erste Fahrt in der Schweiz

 

Am 27. September 2021 erreichte der CEE aus München via Ulm - Stuttgart kommend den Grenzbahnhof in Schaffhausen.

Ab hier wurde der Zug mit der SBB Re 460 087-0 via Zürich nach Bern geführt.

 

 

Die Wagen des CEE

 

WLABmz       61 80 7290 017-7 ÖBB               Österreichische Bundesbahnen (der Nighjet Wagen ist ex DB)  
Apm(Pano)   61 85 1990 109-3 SBB-P            Schweizerische Bundesbahnen

WR               61 83 8890 110-9 TI                    Trenitalia, Italien
A Corail        61 87 1092 011-6 SNCF              Société Nationale des Chemins de fer Français, Frankreich
Bpmmbdz     61 80 8491 102-2 DB                   Deutsche Bahn AG
Ddmee         51 55 9491 102-3 MAV                Magyar Allamvasutak, Ungarn

 

 

Zug fährt weiter nach Basel

 

Nach dem Stop in Bern fährt der Zug morgen nach Basel, ins Containerterminal auf dem Güterbahnhofareal Wolf weiter. Dort treffen sich Vertreter:innen des Bundes, des öffentlichen Verkehrs und der verladenden Wirtschaft, um Verbesserungen für den Schienengüterverkehr zu besprechen. Dabei stehen die automatische Bremsprobe und Kupplung im Fokus. Danach übergibt die SBB den Zug in einem symbolischen Akt an die Deutsche Bahn DB.


Schaffhausen am Mittag des 27. September 2021:

SEV - Gewerkschaft des Verkehrspersonals begrüsst den Connecting Europe Express in der Schweiz

 


Medienkonferenz mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga

und  SBB CEO  Vincent Ducrot  im Zürcher  Hauptbahnhof

 


Nach der Begrüssung im Zürcher Hauptbahnhof fuhr der CEE anschliessend

mit geladenen Gästen (Zertifikatspflicht) weiter nach Bern

 


Connecting Europe Express am 27. September 2021 auf der Kohlendreieckbrücke kurz nach der
Abfahrt in Zürich HB (16.19)  auf dem Weg nach Bern (17.50)    Leservideo von Christoph Gubser

In Bern wurden die Gäste von Marieke Kruit, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, und dem Exekutivdirektor

der Gemeinschaft europäischer Eisenbahnen und Infrastrukturbetreiber (CER), Alberto Mazzola, empfangen.

Ab 19.10 - 20.00 Uhr ist der Zug für die Öffentlichkeit geöffnet.

 

 


UPDATE vom 28. September 2021

Auf seinem Weg quer durch Europa hat der CEE heute Mittag sein "Gastspiel" in der Schweiz beendet und ist via

Basel nach Deutschland "weitergezogen"! Von der SBB Re 460 087-0 hat die DB Europalok 101 057-8 den Zug übernommen.

 

 



Sonderzug zum EU-Jahr der Schiene

 

Mit dem Jahr der Schiene und dem Sonderzug «Connecting Europe Express» wollen die EU und die europäischen Bahnunternehmen den Bahnverkehr fördern und dazu beitragen, die europäischen Klimaziele zu erreichen. Der Zug dient als rollendes Forum für die Diskussion rund um Fragen der Zukunft der Bahn und deren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels. Vom 2. September bis zum 7. Oktober macht der Zug Halt in zahlreichen Städten. Verschiedene Veranstaltungen und eine Ausstellung in einem Sonderwagen bietet Interessierten Einblick in neue Technologien und Infrastrukturprojekte im Schienenverkehr in Europa.

CEE mit der ÖBB EU-Lok 1116 276 am 09. September 2021 bei Waitzendorf kurz vor St. Pölten                Foto: Dominik Pauli

 Unterwegs mit dem Sonderzug von Wien nach Zagreb                                                              Video:   Eisenbahn in Ö, D, CH

 

#EUYearofRail traveller Sebastian Reisinger:  Das ist der Connecting Europe Express                                                                      

 

In diesem Video von Sebastian Reisinger könnt ihr seine Fahrt mit dem Connecting Europe Express mitverfolgen und bekommt darüber hinaus auch einen Einblick in die Hintergründe dieser aussergewöhnlichen Verbindung.



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SBB Halbjahresergebnis 2021: Nachfrage erholt sich langsam, finanzielle Situation angespannt, Kunden zufriedener

 

Folgen der Covid-19-Pandemie weiterhin erheblich.

Im ersten Halbjahr 2021 täglich 763'000 Passagiere unterwegs, 41 Prozent weniger als 2019.

 

Nachfrage steigt wieder, aber nur langsam, aktuell Auslastung 25 Prozent unter 2019.

Bis zur vollständigen Erholung der Passagierzahlen wird es noch einige Zeit dauern. Aber längerfristig wird Bahn wieder stark wachsen.

 

Kundenzufriedenheit ist gestiegen, betriebliche Lage war mehrheitlich stabil,

Pünktlichkeit gut, mit regionalen Unterschieden. Der Dank dafür geht an die 33'500 Mitarbeitenden.

 

Trotz Coronakrise und abgestimmt mit dem Eigner hat SBB Grundauftrag sichergestellt

und treibt Ausbauschritte und Angebotsentwicklungen voran.

 

Daraus resultiert Halbjahresverlust −389 Millionen Franken;

bereinigt fällt er um 30 Millionen höher aus als in Vorjahresperiode.

 

Finanzielle Situation bleibt sehr angespannt: Verschuldung stark angestiegen,

dank Unterstützung Bund Liquidität bis Ende 2021 gesichert.

 

Ziel von Bund und SBB ist langfristig robuste Finanzierung des Unternehmens.

SBB trägt mit Sparmassnahmen und Effizienzsteigerungen dazu bei.

Blick auf ein- und ausfahrende Züge am Zürcher Hauptbahnhof                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Viele Pendlerinnen und Pendler arbeiteten auch im ersten Halbjahr 2021 von zuhause aus. Auch Freizeitreisende waren deutlich weniger als vor Corona unterwegs. Die Zahl der Generalabonnemente war rückläufig: 395'000 GA waren im Umlauf, gegenüber 459'000 im Juni 2020 und 493'000 im Juni 2019. Bei den Halbtaxabonnementen sind 2,7 Millionen Stück im Umlauf, das ist ein leichter Rückgang gegenüber Juni 2020 (−0,9 Prozent), jedoch 1,9 Prozent mehr als noch 2019. Erfreulich ist, dass aktuell die Verkäufe bei beiden Abos wieder leicht zunehmen.

 

Die Zugspünktlichkeit im Personenverkehr lag bei 92,7 Prozent, trotz heftigen Schneefällen im Januar und Unwettern im Juni. Die geringere Anzahl Reisende führte zur Entlastung des Bahnsystems und zu höherer Pünktlichkeit. Mit zunehmender Rückkehr zur Normalität und mehr Reisenden sinkt die Pünktlichkeit tendenziell. Positiv wirkte sich auch die bessere Planung von Bau- und Unterhaltsarbeiten aus. Die Sendungspünktlichkeit bei SBB Cargo Schweiz lag bei 91,3 Prozent.

 

Die mehrheitlich stabile Betriebslage und das grosse Platzangebot in den Zügen trugen zum positiven Reiseerlebnis bei. Die Kundenzufriedenheit konnte gegenüber Juni 2020 um 4,2 auf 77,5 Punkte gesteigert werden. Dieser Trend bestätigt sich auch bei der aktuell steigenden Auslastung. Die Kundinnen bewerteten besonders Sicherheitsgefühl sowie Information und Nutzung von SBB Mobile positiv. Einen grossen Beitrag zur Zufriedenheit leisteten die Mitarbeitenden, die in Zügen, in Bahnhöfen, im Gleisfeld, in Werken, an SBB Standorten oder von zuhause aus gearbeitet haben.

 

Auch nach den Lockerungsschritten im Juni gilt das Schutz- und Reinigungskonzept des öffentlichen Verkehrs. Seit Beginn der Pandemie reinigt das SBB Personal die Züge und Bahnhöfe öfter und intensiver. Die Maskenpflicht in Zügen wird nach wie vor gut eingehalten, dafür gebührt den Kundinnen und Kunden ein grosser Dank. Wer die Schutzmassnahmen einhält, schützt sich, die Mitreisenden und das Personal und reist sicher.

 

Immer mehr Kundinnen nutzen für den Ticketkauf die digitalen Kanäle auf sbb.ch und SBB Mobile. 68,4 Prozent der Billette wurden digital verkauft. Der Trend aus den Vorjahren setzt sich fort. Die Selbstbedienungsquote inklusive Billettautomaten ist auf 95,0 Prozent gestiegen. In den Reisezentren hingegen wird die Beratung der Kundinnen und Kunden immer wichtiger.

 

 

Verschuldung stark angestiegen, Sparmassnahmen eingeleitet

 

Trotz Coronakrise und abgestimmt mit dem Eigner hat die SBB ihren Grundauftrag sichergestellt; sie treibt Ausbauschritte und Angebotsentwicklungen gemäss Auftrag weiter voran.

 

Der Halbjahresverlust beträgt −389 Millionen Franken. 2020 waren es −479 Millionen. Trotzdem ist der Verlust 2021 bereinigt um 30 Millionen höher ausgefallen. Grund: 120 Millionen Franken an Bundesunterstützung sind bereits einberechnet, während dies 2020 erst Ende Jahr der Fall war. In den eigenwirtschaftlichen Bereichen Fernverkehr, internationaler Personenverkehr und Immobilien muss die SBB die Einnahmeausfälle selbst tragen. 2019 war das Halbjahresergebnis mit 279 Millionen Franken deutlich im Plus.

 

Wegen den Corona-bedingten Verlusten ist die Verschuldung der SBB stark angestiegen. Der Schuldendeckungsgrad – die verzinsliche Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA – liegt bei 17,7 und damit deutlich über der vom Bund geforderten Höchstgrenze von 6,5.

 

Der Bund unterstützt die abgeltungsberechtigten Bereiche Regionalverkehr, Infrastruktur Netz und Güterverkehr Schweiz mit zusätzlichen Mitteln gemäss Bundesgesetz über die Unterstützung des ÖV in der Covid-19-Krise. Seit Beginn der Pandemie wurde das Ergebnis damit insgesamt mit rund 400 Millionen Franken gestützt. Dafür bedankt sich die SBB beim Eigner und der ganzen Schweiz.

 

Auch für 2021 unterbreitet der Bundesrat dem Parlament eine Covid-Finanzierungsbotschaft. Die SBB begrüsst dies, denn die Krise wirkt sich auch 2021 und darüber hinaus auf den ÖV Schweiz und die SBB aus. Die finanzielle Situation der SBB bleibt auch in den kommenden Jahren sehr angespannt.

 

Zur kurzfristigen Liquiditätssicherung hat der Bund die Limite für kurzfristige Darlehen bis Ende 2021 von 750 auf 950 Millionen Franken erhöht. Eine Arbeitsgruppe Bund / SBB erarbeitet zurzeit Grundlagen, um eine nachhaltige, robuste Finanzierung des Unternehmens mit Horizont 2030 zu gewährleisten. Die SBB leistet mit Sparmassnahmen und Effizienzsteigerungen selbst den grösstmöglichen Beitrag für eine gesunde finanzielle Situation.

 

 

Mobilität verändert sich, SBB will Kundinnen zurückgewinnen

 

Die Mobilitätsformen und das Mobilitätsverhalten verändern sich durch die Pandemie. Die SBB ist überzeugt, dass das Bedürfnis nach klimafreundlicher Mobilität die Nachfrage wieder ankurbelt. Die SBB rekrutiert zusätzliches Personal, vor allem Lokpersonal, Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter sowie Fachkräfte für die Werkstätten.

 

Die SBB unternimmt viel, um Kundinnen und Kunden zurückzugewinnen. In enger Zusammenarbeit mit der ÖV-Branche testet die SBB neue, flexiblere Abo-Formen und lanciert Kampagnen. Der Freizeitverkehr war zu Beginn der Covid-19-Krise besonders stark betroffen. Er hat sich nun leicht besser erholt als der Berufsverkehr. Sowohl Freizeit- als auch Berufsverkehr liegen unter dem Nachfrageniveau von 2019.

 

Die SBB schätzt, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis sich die Passagierzahlen vollständig erholt haben. Langfristig wird die Bahn aber wieder stark wachsen; dazu trägt auch das steigende Bedürfnis nach klimafreundlichem und komfortablem Reisen bei.

 

 

Situation Lokpersonal normalisiert sich Ende Jahr

 

Schweizweit werden in den nächsten sechs Monaten 200 Lokführerinnen und Lokführer ihre Ausbildung abschliessen. Damit normalisiert sich die Situation beim Lokpersonal wie angekündigt bis Ende 2021. Jedoch bleibt die Lage noch bis Ende Oktober in einzelnen Regionen angespannt, so im Raum Zürich und insbesondere in der Westschweiz. In der Romandie können in den nächsten Wochen Zugausfälle in letzter Minute leider nicht ausgeschlossen werden. In diesen Fällen werden die Kundinnen und Kunden so schnell wie möglich über die üblichen Kanäle informiert. Wie bereits angekündigt, werden die Lokführenden zukünftig für mehr Strecken und Fahrzeugtypen ausgebildet, was mehr Flexibilität bei ihren Einsätzen ermöglicht. Die SBB dankt ihren Kundinnen und Kunden fürs Verständnis und ihrem Personal für das grosse Engagement.

 

 

Corona belastet alle Bereiche der SBB

 

SBB Personenverkehr verzeichnet im ersten Halbjahr 2021 einen Verlust von

-389 Millionen Franken; dieses Ergebnis beinhaltet 75 Millionen Franken zusätzliche Mittel der öffentlichen Hand. Im Bereich Fernverkehr trägt die SBB den Verlust von -372 Millionen Franken selbst. Die Nachfrage liegt weiterhin deutlich unter Vor-Corona-Niveau, beim Fernverkehr –50,3 Prozent, beim Regionalverkehr −36,6 Prozent.

 

Das Halbjahresergebnis von Immobilien beträgt 127 Millionen Franken vor Ausgleichszahlungen an Infrastruktur und Pensionskasse. Es liegt 21 Millionen höher als im Vorjahr, dank fertiggestellten Immobilienprojekten. An den Bahnhöfen waren weniger Kundinnen unterwegs (−6,6 Prozent im Vergleich zu 2020, −38,8 Prozent im Vergleich zu 2019). Die SBB ist den Geschäftsmietern in der Pandemie mit rund 70 Millionen Franken entgegengekommen.

 

SBB Cargo Schweiz erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Verlust von −8 Millionen Franken. Das Ergebnis ist gestützt durch 15 Millionen Franken zusätzlichen Mittel der öffentlichen Hand (davon 12 Millionen Franken zusätzlich für das Vorjahr). Der Verlust ist kleiner als 2020 (−27,7 Mio. CHF). 2019 lag das Ergebnis mit 0,3 Millionen Franken leicht im Plus. Erfreulich hat sich das Ergebnis bei SBB Cargo International entwickelt: Das Unternehmen schliesst mit einem Minus von 0,2 Millionen Franken um 4,0 Millionen besser ab als 2020.

 

SBB Infrastruktur erzielt einen Halbjahresverlust von −52,0 Millionen Franken, was einer Verbesserung von 63 Millionen gegenüber Vorjahr entspricht. Positiv wirken 30 Millionen Franken zusätzliche Mittel der öffentlichen Hand, welche im Vorjahr erst zum Jahresende berücksichtigt wurden. Im Bereich Energie lag der Ergebnisbetrag mit 17,5 Millionen Franken um 5,1 Millionen über dem Niveau von 2020.

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Europa am Zug mit der EU Lok in Vorarlberg - Europäische Mobilitätswoche feiert 20-jähriges Jubiläum

Die Europäische Mobilitätswoche findet jedes Jahr jeweils von 16. bis 22. September statt. In diesem Jahr feiert sie ihr 20-jähriges Jubiläum und steht unter dem Motto "Beweg dich und bleib gesund!“ "Die europäische Initiative verfolgt das Ziel, Bürgerinnen und Bürger für klimafreundliche Mobilität zu sensibilisieren, Aufmerksamkeit für Verkehrsprobleme zu schaffen und umweltverträgliche Lösungen zu suchen“, informierte Landeshauptmann Markus Wallner im Rahmen eines Pressegesprächs am Bahnhof Bregenz. Dazu passend ist auch die Tatsache, dass 2021 ein wichtiges Jahr für die Europäische Eisenbahnpolitik ist. "Durch die Attraktivierung des Schienenverkehrs sollen die Europäerinnen und Europäer motiviert werden, auf die Bahn umzusteigen“, betont Wallner: "Vorarlberg zählt in diesem Bereich zu den Vorreitern“.

Pressegespräch mit LH Markus Wallner am Bahnhof Bregenz neben der EU Lok 1116 276                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

In ganz Europa finden in dieser Woche Veranstaltungen und Aktionen zu klimafreundlicher Mobilität statt, informiert Martina Büchel-Germann, Höhepunkt ist der Autofreie Tag am 22. September. „Der European Mobility Week Award würdigt Gemeinden, die im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche den größten Beitrag zur Sensibilisierung für klimafreundliche Mobilität geleistet haben“, sagt Büchel-Germann.

In Vorarlberg wurde die Vorarlberg MOBILWoche von 4. bis 12. September 2021 mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt.

 

 

2021: Europäisches Jahr der Schiene

 

2021 ist für die europäische Eisenbahnpolitik ein wichtiges Jahr, denn seit heuer werden die Bestimmungen des 4. Eisenbahnpakets voll umgesetzt. Das EU-Eisenbahnpaket umfasst mehrere EU-Rechtsakte, deren Ziel die Vollendung des Binnenmarkts im Schienenverkehr ist. EU-Unternehmen sollen in der gesamten EU tätig werden können und dadurch der Schienenverkehr gefördert und die Europäerinnen und Europäer motiviert werden, auf die Bahn umzusteigen. Diese Bestrebungen stehen ganz im Einklang mit den Bemühungen der EU, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu fördern und mithilfe des Europäischen Grünen Deals bis 2050 klimaneutral zu werden.

 

 

Denn die Zukunft ist Bahn

 

25 Prozent der Treibhausgasemissionen der EU entfallen auf den Verkehr. Der Schienenverkehr verursacht in Europa jedoch nur 0,4 Prozent der Treibhausgasemissionen. Der Schienenverkehr in Europa wird weitgehend elektrisch betrieben. Die Schiene ist zudem der einzige Verkehrsträger, der seine CO2-Emissionen seit 1990 kontinuierlich gesenkt hat. Auch in puncto nachhaltiger Tourismus spielt der Bahnverkehr eine wichtige Rolle.

 

„Vorarlberg zählt in diesem Bereich zu den Vorreitern, ist doch der öffentliche Nahverkehr in Vorarlberg sehr gut ausgebaut und wird entsprechend gut angenommen“, führt der Landeshauptmann aus: „Rund 70.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger besitzen eine Jahreskarte und nützen die öffentlichen Verkehrsmittel regelmäßig.“

 

 

Projekt Europa am Zug: EU-Lok fährt durch Vorarlberg

 

Die EU-Lok soll in der Europäischen Mobilitätswoche und im Europäischen Jahr der Schiene ein starkes Zeichen für den Europäischen Grünen Deal und für nachhaltiges Bahnreisen in ganz Europa setzen. Sie symbolisiert die starke Partnerschaft von ÖBB, Klimaschutzministerium und Europäischer Kommission.

 

 

Ausbau des grenzüberschreitenden Verkehrs in Vorarlberg

 

Der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Vorarlberg und seinen Nachbarregionen stellt aufgrund der jeweils nationalen Randlage und unterschiedlicher technischer, rechtlicher und politischer Rahmenbedingungen eine besondere Herausforderung dar: Nach langer Vorlaufzeit und der Fertigstellung der erforderlichen Infrastrukturprojekte – v.a. in Deutschland (Elektrifizierung) und Österreich (Streckenbeschleunigung und 2-Gleisigkeit Lauterach-Hard) – wird nun im kommenden Jahr der Eurocity Zürich-Bregenz-München auch Richtung Zürich in der avisierten beschleunigten Zeitlage verkehren können. Bereits seit letztem Dezember wurde die Anzahl der Verbindungen auf 6 Züge pro Richtung erhöht und die Reisezeit nach München erheblich verkürzt (von rd. 2,5 h auf 2 h). Im nächsten Schritt kommen die Reisenden nun auch schneller nach Zürich (in 1 h 25 min).

 

Die Fertigstellung dieser Infrastrukturprojekte ist auch gleichzeitig die Grundlage für die erste 3-Länder-Regionallinie von Romanshorn über Bregenz nach Lindau, die vorerst mit 8 Zugpaaren am Wochenende startet und zusammen mit dem Eurocity Zürich-München auf der Achse Rorschach-Lindau stündlich schnelle Verbindungen bietet.

 

Zwar vorerst nun innerhalb Vorarlberg und mit einzelnen Kursen wird über die „Lauteracher Südschleife“ ab Fahrplanwechsel Mo-Fr eine neue direkte Linie S5 von Lustenau nach Dornbirn bzw. Feldkirch zur Verfügung stehen. Mittel- bis langfristig ist es Ziel, diese auch bis St. Margrethen und wenn möglich darüber hinaus zu führen. Dazu sind aber weitere Abstimmungen und Prüfungen mit den Nachbarregionen sowie punktuell infrastrukturelle Maßnahmen erforderlich.

 

 

Grenzüberschreitende Ausflugsfahrten ohne Auto

 

Die Aktion „Wandern mit Bus und Bahn“, die im Rahmen der Vorarlberger Mobilitätswoche gestartet wurde, motiviert die Menschen, Wanderungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu organisieren und bietet zahlreiche Tourenvorschläge dazu an.

Mittlerweile bewährt und beliebt ist das Bodenseeticket, das grenzüberschreitend für Bahn, Bus und Fähre angeboten wird.

Im Rahmen der Vorarlberg MOBILWoche galten am Sonntag, 12. September 2021 als erstmaliges Angebot die Tageskarten des Verkehrsverbunds Vorarlberg (VVV), des Tarifverbunds OSTWIND (OTV) und von LIEmobil auch in den jeweils anderen Verkehrsregionen. Damit wurden grenzüberschreitende Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln noch einfacher und kundenfreundlicher gemacht. Zahlreiche Menschen nutzten diese Gelegenheit und überquerten mit ihrem Tagesticket die Grenzen. Diese Zusammenarbeit mit Liechtenstein und der Ostschweiz soll weitergeführt und ausgebaut werden.

 

 

Autofreier Urlaub – Europa mit der Bahn verbinden

 

Eine stressfreie Urlaubsanreise ohne Stau garantieren Bahnreisen, die immer mehr genützt werden. Im Fernverkehr Richtung Deutschland hat sich durch die Elektrifizierung auch die Dynamik erhöht. So wurde diesen Sommer erstmals an Samstagen eine direkte ICE-Verbindung zwischen Bregenz und Berlin angeboten. Ab Fahrplanwechsel ist die Verlängerung eines Railjets über Bregenz hinaus über Friedrichshafen, Ulm und Stuttgart bis Frankfurt geplant.

 

Der Interrail-Pass bietet die Möglichkeit, mit fast allen Zügen in Europa zu reisen. Mit dem Pass kann man 40 Bahngesellschaften und Fährunternehmen in 33 Ländern der EU nutzen. Mit einem Interrail One Country Pass kann ein Land umfassend erkundet werden. Der Interrail Global Pass ist die perfekte Wahl, wenn man mehrere Länder entdecken und seine Reiseroute nicht festlegen möchte. Interrail-Tickets sind für alle Altersklassen erhältlich.

 

 

Travel Europe – #DiscoverEU – gratis Interrail-Tickets für 18 – 20Jährige

 

Nach einer pandemiebedingten Reisepause ist #DiscoverEU 2021 wieder zurück. Dabei können sich europäische Staatsbürger/innen, die zwischen dem 1. Juli 2001 und 31. Dezember 2003 geboren sind, für Interrail-Tickets bewerben und auf diesem Weg Europa auf eigene Faust erkunden. Bei der letzten Bewerbungsrunde wurden in Österreich knapp 400 Interrail-Tickets an Jugendliche vergeben, in der gesamten EU rund 20.000 Tickets. Die nächste Bewerbungsrunde läuft vom 12. bis 26. Oktober 2021.

 

 

Konferenz zur Zukunft Europas

 

Ideen zur Weiterentwicklung der umweltfreundlichen Mobilität und andere Ideen zur Europäischen Union sind willkommen, führt Martina Büchel-Germann an: „Die Konferenz zur Zukunft Europas ist ein rund einjähriger Prozess, bei dem alle Europäerinnen und Europäer dazu aufgerufen sind, ihre Meinungen und Ideen zur Zukunft Europas beziehungsweise der Europäischen Union verlautbar zu machen.“

 

Mehr Infos und direkte Mitsprache unter: https://futureu.europa.eu/.


Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) EU Taurus 1116 276 bei der Einfahrt in Langen am Arlberg und anschliessend bei der Abfahrt in Feldkirch; unterwegs am 15. September 2021 mit dem Railjet 860 von Wien Hbf (09.55) über Linz/Donau Hbf (11.32) - Salzburg Hbf (12.56) - Innsbruck Hbf (14.48) - Langen am Arlberg (16.11) - Feldkirch (17.10) nach Bregenz (17.46).

 

Am Abend und am 16. September 2021 war die Lok dann ebenfalls noch in Vorarlberg und Tirol unterwegs:
Am 15.09.2021 mit dem RJX 667 Bregenz (18.40) - Feldkirch (19.17) - Langen am Arlberg (19.56) - Innsbruck Hbf (21.18)
Am 16.09.2021 mit dem RJX 666 Innsbruck Hbf (06.40) - Langen am Arlberg (08.04) - Feldkirch (08.47) - Bregenz (09.17)

Weiter geht's am 16. September 2021 mit dem RJX 867 von Bregenz (10.40) über Dornbirn (10.51) - Feldkirch (11.17) - Bludenz (11.30) bis Langen am Arlberg (11.54). Hier sagen wir Tschüss und der Zug fährt weiter über Landeck-Zams (12.27) - Innsbruck (13.14) - Salzburg (15.08) - Linz/Donau Hbf (16.16) nach Wien Hbf (17.30) und zum Flughafen Wien (17.57).

Die nächsten geplanten Fahrten der EU Lok sind dann:

 

Am 16.09.2021 mit dem RJX 762 Flughafen Wien (19.03) - Wien Hbf (19.30) - Salzburg Hbf (21.56) - Innsbruck Hbf (23.48)

Am 17.09.2021 mit dem RJX 563 Innsbruck Hbf (12.17) - Salzburg Hbf (14.08) - Wien Hbf (16.40) - Flughafen Wien (16.57)


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Neues ICE-Werk Nürnberg: Standortvorauswahl geht in nächste Runde

Die Standortsuche der Deutschen Bahn für ein neues ICE-Werk im Raum Nürnberg kommt voran. Aus der bisherigen Vorauswahl der DB von neun möglichen Standorten scheiden sechs als ungeeignet aus. Der Standort an der MUNA Feucht, der Bereich südlich der MUNA sowie der Standort Allersberg/Pyrbaum/Roth werden noch bis Ende des Jahres abschliessend untersucht. Dann beginnt das Raumordnungsverfahren, an dessen Ende die Regierung von Mittelfranken jeweils die Raumverträglichkeit der drei Standorte bewertet. Bis zum Frühjahr 2022 steht dann der für das Werk am besten geeignete Standort fest. Für diesen wird die DB anschließend eine konkrete Planung erstellen.

(v.l.n.r) Ronald Pofalla, Vorstand DB-Infrastruktur,  Kerstin Schreyer, Bayerische Verkehrsministerin,  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer,  Marco König, Oberbürgermeister von Nürnberg und Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand                                                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Deutsche Bahn (DB) baut ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Nürnberg und investiert dafür rund 400 Millionen Euro. Mehr als 450 Menschen werden im zehnten Werkstandort des DB-Fernverkehrs hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze finden. Mittelpunkt des Werks ist eine 450 Meter lange Wartungshalle. Auf sechs Gleisen können dort pro Tag bis zu 25 ICE-Züge fit gemacht werden. Die Betriebsaufnahme ist für 2030 geplant.

 

 

Neun Standorte wurden untersucht

 

Alle im April 2021 vorgestellten neun Standorte wurden intensiv untersucht und mit den Menschen vor Ort diskutiert. "Auch dank einer umfangreichen Beteiligung der Region können wir nun die Standorte aussortieren, an denen ein ICE-Werk für uns aufgrund sachlicher Erwägungen nicht vorstellbar ist. Wenn wir einen Standort mit unseren Zügen gar nicht erst erreichen können – zeitlich oder baulich – dann kann es dort auch kein betriebsnahes Werk geben und eine weitere Betrachtung wäre sinnlos. Jetzt liegt unser Fokus auf einem konstruktiven Dialog mit den Menschen an den drei Standorten, die im Rennen bleiben. Wir sind überzeugt davon, dass wir am Ende gemeinsam mit der Region eine gute Lösung finden.“, erklärt DB-Projektleiter Carsten Burmeister. 

 

"Das neue ICE-Werk Nürnberg ist immens wichtig für die klimafreundliche Mobilität von morgen in Bayern und dem ganzen Land. Wichtig sind aber auch die Anliegen der Menschen, die in der Nähe der möglichen Standorte leben, und natürlich die Natur. Wir möchten die unterschiedlichen Interessen zusammenbringen und werden dazu das Gespräch mit den Menschen in Feucht und Wendelstein sowie in Allersberg, Pyrbaum und Roth suchen.“, betont Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern. Beim Auswahlprozess für den finalen Standort legt die DB Wert auf Transparenz. Die DB veröffentlicht die Untersuchungsergebnisse für alle neun ursprünglich betrachteten Standorte im Herbst. Sie werden durch die Regierung von Mittelfranken im Raumordnungsverfahren öffentlich ausgelegt.

 

 

Dialog an verbleibenden Standorten wird intensiviert

 

Ab Oktober 2021 plant die DB dazu weitere Dialogangebote online und persönlich vor Ort. Die Termine werden rechtzeitig auf der Projekt-Webseite angekündigt. Thematische Schwerpunkte der Veranstaltungen werden die Bereiche „Mensch und Natur“ sein: Von Schallschutz bis Aufforstung wird es darum gehen, wie das ICE-Werk möglichst verträglich für Menschen, Pflanzen und Tiere gestaltet werden kann. Dazu wird die DB Ergebnisse aus Gutachten beispielsweise zu Schall oder Licht vorstellen und diese mit den Bürger:innen gemeinsam diskutieren.  

Auch das Informationsangebot auf der Projekt-Webseite wird ausgeweitet: Ein Projekt-Blog gibt künftig regelmässige Einblick in die Planung, über eine Infomail können Interessierte auf dem Laufenden bleiben.

 

 

Das neue ICE-Werk im Raum Nürnberg

 

Bis 2030 sollen mehr als 100 Mio. Menschen in 300 zusätzlichen ICE-Zügen in Deutschland unterwegs sein. Die DB will so das Angebot für klimafreundliches Reisen im ganzen Land verbessern. Damit die vielen neuen Züge gewartet, gereinigt und repariert werden können, braucht es zusätzliche Instandhaltungswerke. Im Raum Nürnberg soll das zehnte ICE-Instandhaltungswerk der DB entstehen. Es bietet neue Arbeitsplätze für rund 450 Mitarbeitende und bringt eine Investition von mehr als 400 Mio. Euro in die Region.

 

"Eine leistungsfähige Eisenbahn ist das Rückgrat für die Mobilitätswende", erklärt Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand. Allein für den Ausbau und die Modernisierung ihrer Fernverkehrsflotte investiert die DB bis 2026 die Rekordsumme von 8,5 Milliarden Euro, unter anderem in insgesamt 167 neue ICE 3 und 4. "Wir müssen heute die Weichen für Wachstum und Wartung der Flotte von morgen stellen. Die Entscheidung für das neue Werk in Nürnberg ist ein wichtiger Meilenstein."

 

Ronald Pofalla, Vorstand DB-Infrastruktur: "Nürnberg ist ein zentraler Knotenpunkt in unserem Netz und damit ein idealer Standort für unser neues Werk. Wir schaffen hier 450 attraktive Arbeitsplätze, die örtlichen Unternehmen können sich an den Ausschreibungen für den Bau des Werks beteiligen. Damit stärken wir die Wirtschaftskraft der gesamten Region."

 

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: "Die Deutsche Bahn ist unser Top-Akteur für Klimaschutz und zukunftsfeste Jobs. In der Metropolregion Nürnberg, für eine gute und starke Heimat. Und in ganz Deutschland, um die Menschen zum Umsteigen zu bewegen. Wir unterstützen diesen Schub, indem wir so viel in das System Schiene investieren wie nie zuvor."

 

Kerstin Schreyer, Bayerische Verkehrsministerin: "Das neue ICE-Werk sorgt in Nürnberg nicht nur für umweltfreundliche Mobilität und sichere Arbeitsplätze. Wir sorgen als Freistaat dafür, dass in der Region zusätzlich neuer Naturwald entstehen kann. Mehr als 300 Hektar Staatsforsten stellen wir als ökologische Ausgleichsfläche zur Verfügung. Das ist doppelt gut für unsere Natur und unsere Heimat Bayern."

 

Marco König, Oberbürgermeister von Nürnberg: "Ich freue mich, dass die Deutsche Bahn in den Standort Nürnberg investiert und 450 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Nürnberg festigt sich mit diesem vierten DB-Werk als wichtiger Bahn-Standort und zentraler Schienenknotenpunkt. Wir leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrswende. Die Stadt Nürnberg wird eng mit der Bahn während des Planungsprozesses zusammenarbeiten und dabei immer wieder auch die Interessen der Nürnbergerinnen und Nürnberger ins Zentrum rücken."



Europäische Nord-Süd- und Ost-West-Magistralen kreuzen sich in Nürnberg

 

In Nürnberg lernte die Eisenbahn in Deutschland vor fast 200 Jahren das Rollen. Zuletzt hat die fränkische Metropole als Bahnknotenpunkt noch stärker an Bedeutung gewonnen, unter anderem durch die Eröffnung der Hochgeschwindigkeits-verbindung München - Berlin im Jahr 2017. Schon heute verfügt Nürnberg über mehrere DB-Werke. Mehr als 5'000 DB-Mitarbeitende sind in der Metropolregion Nürnberg beschäftigt – die DB stärkt mit dem neuen ICE-Werk den Standort nachhaltig.

 

Die "Königlich privilegierte Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft" mit Sitz in Nürnberg erhielt am 19. Februar 1834 die "königlich bayerische Konzession" zum Bau einer Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth. Die Eröffnungsfahrt fand am 7. Dezember 1835 statt, womit in Deutschland die erste mit Lokomotiven betriebene Eisenbahn fuhr. Soweit so schön und aus aktuellem Anlass haben wir hier in diesem Video nun aber ein bisschen "ICE-Time" in Nürnberg und Fürth zusammengestellt.


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Standseilbahn Cossonay - Penthalaz nach Modernisierung wieder in Betrieb

Die Standseilbahn zwischen Cossonay-ville und Penthalaz wurde während eines Jahres umfassend modernisiert. In dieser Zeit standen den Fahrgästen Ersatzbusse zur Verfügung. Seit dem 23. August 2021 ist der Funiculaire Cossonay - Penthalaz nun wieder in Betrieb. Um den Einsatz grösserer Wagen zu ermöglichen wurden sowohl die Berg-,  als auch die Talstation umgebaut.

Blick von der Bergstation auf die Standseilbahn Cossonay - Penthalaz                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Während gut eines Jahres wurde die Standseilbahn zwischen Cossonay-ville und Penthalaz seit dem 3. August 2020 umgebaut und moderniesiert, so dass sie auf neustem Stand der Technik am 23. August 2021 wieder in Betrieb gehen konnte. Die neuen Wagen vom Funiculaire Cossonay - Penthalaz  haben anstelle der bisherigen 45 Plätze bei den alten Wagen eine Kapazität von 70 Plätzen und verkehren im 5-Minuten bis 10-Minuten Takt. Um den Betrieb grösserer Wagen zu ermöglichen mussten auch die Berg- und Talstation umgebaut werden.

 

Dadurch dass die Standseilbahn nun auch schneller unterwegs ist hat sich für die Kundinnen und Kunden auch die Reisezeit verkürzt. Seit Ende 2014 wird die Standseilbahn von der Betriebsleitzentrale der zur MBC-Gruppe gehörenden Bière–Apples–Morges-Bahn in Bière aus ferngesteuert.

 

Das Städtchen Cossonay liegt im Gros de Vaud, unmittelbar am Rande eines ausgedehnten Hochplateaus. Dieses fällt gegen Osten hin steil zum tief eingeschnittenen Flusstal der Venoge ab. Dort steht in einem Industriegebiet auf der Nachbargemeinde Penthalaz der Bahnhof Cossonay-Penthalaz an der SBB-Jurafusslinie mit Anschlüssen nach Lausanne, Yverdon-les-Bains und Vallorbe.

 

Die maximale Neigung der Bahn beträgt 130 Promille, in der Mitte der geradlinig verlaufenden Strecke befindet sich eine Ausweiche. Die Bergstation liegt etwas südöstlich des Stadtzentrums von Cossonay, neben dem Hôtel du Funi an der Avenue du Funiculaire. Die Talstation steht etwa 50 Meter westlich des Bahnhofs, auf der gegenüberliegenden Strassenseite der Route de Gollion.

 

 

Betriebszeiten

 

Die Abfahrt der ersten Kabinen ist um 05.00 Uhr, Sonntag bis Donnerstag ist die letzte Abfahrt um 01.10 Uhr; Freitag und Samstag sogar erst um 01.55 Uhr. Zwischen 6 und 20 Uhr finden die Abfahrten alle 5 Minuten statt. An Wochenenden und Feiertagen finden die Abfahrten alle 10 Minuten statt. Den detaillierten Fahrplan finden Sie hier unter diesem Link (pdf).

 

 

Geschichte

 

Am 7. Mai 1855 eröffnete die Compagnie de l’Ouest Suisse (OS) den ersten Teil der Jurafusslinie zwischen Bussigny und Yverdon-les-Bains, wozu auch der Bahnhof Cossonay-Penthalaz gehörte. Dieser lag jedoch unten im Tal der Venoge auf dem Gemeindegebiet von Penthalaz und erschloss den damaligen Bezirkshauptort Cossonay nur unzureichend. Die Chemin de fer de Jougne à Eclépens (JE) eröffnete am 1. Juli 1870 die nördlich von Cossonay-Penthalaz abzweigende Strecke nach Vallorbe, was aber an der schlechten Erschliessung nichts änderte.

 

1891 bildeten fünf Einwohner von Cossonay ein Initiativkomitee, das den Bau und den Betrieb einer Standseilbahn zwischen dem Bahnhof und dem Städtchen anstrebte. Die Bundesversammlung erteilte am 26. Juni desselben Jahres eine Konzession für die Dauer von 80 Jahren. Am 30. April 1892 wurde die Aktiengesellschaft Compagnie du chemin de fer funiculaire de la gare à la ville de Cossonay (CG) gegründet. Die Bauarbeiten kamen nach kurzer Zeit zum Erliegen, als die Strecke auf einer Länge von rund 50 Metern einbrach. Es war versäumt worden, im Rebgebiet unterhalb der Bergstation Verbauungen vorzunehmen. Die Instandsetzungskosten von 200'000 Franken überstiegen die finanziellen Möglichkeiten der CG.

 

Bei der Jura-Simplon-Bahn (JS), der Nachfolgerin von OS und JE, ersuchte die CG um finanzielle Unterstützung. Eine entsprechende Vereinbarung kam am 28. Januar 1897 zustande. Die JS gewährte ein Darlehen in der Höhe von 150'000 Franken und sicherte die Übernahme des Betriebs zu, während die Verwaltungsräte der CG 50'000 Franken beisteuerten. Am 28. August 1897 erfolgte die Eröffnung der Standseilbahn, die in Form einer Wasserballastbahn errichtet worden war. Mit der Verstaatlichung der JS ging die Betriebsführung 1903 an die Schweizerischen Bundesbahnen über. Ab 1930 war die Société des Auto-Transports du Pied du Jura Vaudois zuständig, ab 1966 die Lausanne–Echallens–Bercher-Bahn.

 

Die finanzielle Lage der CG war stets angespannt. So konnte 1928 der Ersatz der beiden Bahnwagen nur über ein Hypothekardarlehen des Kantons Waadt finanziert werden. Gleichzeitig wurde das Gesellschaftskapital halbiert. Danach verbesserte sich die Lage ein wenig, insbesondere als während des Zweiten Weltkriegs der private Motorfahrzeugverkehr stark eingeschränkt war. Aufgrund der einsetzenden Massenmotorisierung begannen die Einnahmen nach 1950 zu sinken, während gleichzeitig der Personalaufwand stieg. Als 1966 auch noch die Paketbeförderung wegfiel, war der Fortbestand der Standseilbahn akut gefährdet. Es stand der Ersatz durch eine Postautolinie zur Debatte. Stattdessen wurde die Bahn im Jahr 1969 auf automatischen Betrieb umgestellt, was eine deutliche Kostensenkung ermöglichte. Gleichzeitig nahmen Kantons- und Gemeindebehörden eine finanzielle Sanierung der CG vor. Diese übernahm 1972 selbst die Betriebsführung.

 

1982 ersetzte Von Roll den nicht mehr zeitgemässen Wasserballastantrieb durch einen leistungsfähigeren elektrischen Antrieb, während Gangloff neue Wagen anfertigte. Seit 2007 ist die Standseilbahn Teil des Verkehrsverbundes Mobilis. 2010 löste sich das Unternehmen CG auf; seither ist die Standseilbahn ein Betriebszweig der Verkehrsgesellschaft Transports de la région Morges–Bière–Cossonay (MBC). Zwischen April 2012 und Juni 2014 wurde die Standseilbahn vorübergehend durch einen Busbetrieb ersetzt, um eine umfassende Sanierung und Modernisierung vorzunehmen. Dazu gehörten der Neubau der Trasse, neue elektrische Anlagen und neue Wagen von Garaventa.

 

Wie eingangs erwähnt wurde die Bahn vom 03. August 2020 bis 23. August 2021 ein weiteres Mal modernisiert.



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Zerstörungen in historischem Ausmass: DB zieht nach Flutkatastrophe eine erste Zwischenbilanz

Etwa eine Woche nach den schweren Unwettern in NRW und Rheinland-Pfalz zieht die Deutsche Bahn (DB) eine erste Zwischenbilanz. Vorstand Anlagen- und Instandhaltungsmanagement der DB Netz AG, Dr. Volker Hentschel: "In dieser Dimension wurde unsere Infrastruktur noch nie auf einen Schlag zerstört. Wir stehen vor einem gewaltigen Kraftakt.“

Heimersheim bei Bad Neuenahr-Ahrweiler                                     Drohnenaufnahme: Patrick Kuschfeld / © Deutsche Bahn

 

 

 

Hang- und Dammrutsche aber auch Gleisunter- und -überspülungen haben zu massiven Zerstörungen geführt. Besonders gravierend sind die Schäden an über 50 Brücken. Ausserdem haben die Wasserfluten Stationen und Haltepunkte sowie die Technik stark in Mitleidenschaft gezogen: 180 Bahnübergänge, knapp 40 Stellwerke, mehr als 1.000 Oberleitungs- und Signalmasten, Energieanlagen sowie Aufzüge und Beleuchtungsanlagen in den Bahnhöfen sind betroffen. „Nach erster Einschätzung gehen wir davon aus, dass die Wassermassen in unserem Netz und an den Bahnhöfen Schäden von rund 1,3 Milliarden Euro verursacht haben“, so Hentschel weiter.

 

Die DB arbeitet mit Hochdruck daran, möglichst viele Strecken wieder befahrbar zu machen. Schon Ende letzter Woche haben die Arbeiten dazu begonnen. Sie folgen einem klaren Prinzip: Schnell zu realisierende Reparaturen und Baumaßnahmen mit hohem Nutzen für die Fahrgäste und den Bahnverkehr haben Priorität. Dafür sind von den DB-Bauteams im ersten Schritt vor allem auf den Hauptstrecken und Verbindungen mit kleineren Schäden behelfsmäßige Reparaturen durchgeführt worden. Gleichzeitig haben Fachkräfte beschädigte Oberleitungen ausgewechselt, Gleise gereinigt oder angeschwemmten Schutt entfernt. Die Arbeiten vor Ort sowie die Aufnahme der Schäden gehen unvermindert weiter.

 

Dr. Volker Hentschel: „Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die inmitten einer historischen Katastrophe seit Tagen rund um die Uhr daran arbeiten, Gleise und Anlagen zu erkunden und instand zu setzen. Unser Ziel ist es, dass wir etwa 80 Prozent der beschädigten Infrastruktur bis Jahresende wieder auf Vordermann bringen können. Die Bilder vor Ort zeigen jedoch sehr deutlich: einige Strecken sind auch heute noch überschwemmt oder komplett verschwunden. Dies alles wieder herzurichten wird Monate, wenn nicht Jahre dauern.“

 

Nach den ersten Reparaturen stehen nun aufwändigere Arbeiten an, die vom Austausch von Oberleitungs- und Signalmasten über den Bau neuer Bahnsteige, Brücken und Aufzüge bis zur Instandsetzung von Bahnübergängen reichen. Damit will die DB weitere spürbare Verbesserungen für den Schienenverkehr erzielen.

 

Für Strecken und Anlagen, die von den Wassermassen völlig zerstört wurden, ist ein längerer Planungs- und Bauzeitraum erforderlich. Gemeinsam mit Gemeinden, Ländern und dem Bund müssen hier mitunter völlig neue Verkehrskonzepte unter Berücksichtigung der jeweiligen landschaftlichen Gegebenheiten entwickelt werden.

 

Auf künftige Witterungsextreme und Folgen des Klimawandels bereitet sich die DB mit einer Resilienz-Strategie vor. Grundlage ist eine von der DB beauftragte Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, die wissenschaftliche Prognosewerte für 34 Verkehrsregionen in Deutschland erarbeitet hat.

 

 

 

Spendenaktion: Hilfe für vom Unwetter betroffene DB-Beschäftigte

 

Die Deutsche Bahn (DB) hat mit Partnern eine Spendenaktion für Mitarbeitende gestartet, die von den aktuellen Unwettern insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz betroffen sind. In den ersten Tagen sind bereits Spendengelder von über einer Million Euro zusammengekommen. Die Bahn wird die Summe, die die Bahn-Beschäftigten auf das Spendenkonto eingezahlt haben, verdoppeln. Die Aktion wurde gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat, der Stiftungsfamilie Bahn-Sozialwerk (BSW) und Eisenbahn-Waisenhort (EWH), der DEVK, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und dem Fonds soziale Sicherung ins Leben gerufen.

 

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Das Ausmass der Hochwasser-Schäden ist verheerend. Auch Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Bahn sind davon hart getroffen. Eisenbahn ist Team-Arbeit und Solidarität für uns nicht nur eine Worthülse. Die Hilfsbereitschaft des Team DB ist enorm und erfüllt uns mit Stolz.“

 

Mitarbeitende, die durch das Hochwasser Schäden erlitten haben, erhalten über die Stiftungsfamilie BSW und EWH 1.000 Euro Soforthilfe. Die ersten 100 Anträge sind dafür bereits eingegangen. Die Schäden reichen von vollgelaufenen Kellern und zerstörten Gärten bis hin zu zur Hälfte eingestürzten Häusern. Abhängig vom Ausmass des jeweiligen Schadens erhalten die Beschäftigten Hilfen, die über die 1.000 Euro Soforthilfe hinausgehen. Die sozialen Einrichtungen der DB mit der EVG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sowie die DEVK bieten zusätzliche Unterstützung an.

 

Die Stiftungsfamilie BSW & EWH unterstützt Beschäftigte im Bahnbereich und deren Familien. Zu ihren Leistungen gehören beispielsweise Sozialberatungen, Integrationsangebote und Unterstützung in Notlagen. Die Geschichte des Bahn-Sozialwerks und des Eisenbahn-Waisenhorts geht bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Seit 2018 wirken die beiden Stiftungen unter dem Dach der Stiftungsfamilie.



Eifelbahn bei Urft (Steinfeld)

Urheber:  Patrick Kuschfeld (Drohnenaufnahmen)    -    ©  Deutsche Bahn

 


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Vordereinstieg bei den BVG-Bussen in Berlin startet wieder

In Berlin öffnet bei den Bussen der BVG in wenigen Tagen auch wieder die vordere Tür. Zugleich startet am kommenden Montag, 12. Juli 2021, ein Pilotversuch zum kontaktlosen Ticketkauf. Fahrscheine können dann ausschliesslich bargeldlos bezahlt werden. Um eine gute Durchlüftung der Fahrzeuge und einen Fahrgastwechsel mit möglichst viel Abstand zu gewährleisten, bleibt der Zustieg mit gültigem Ticket weiterhin auch durch die hinteren Türen möglich.

Ab kommenden Montag wird bei den BVG-Bussen auch die vordere Tür wieder geöffnet              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Messungen am Fahrerarbeitsplatz der verschiedenen Bustypen hatten in den vergangenen Wochen keine erhöhte Aerosolkonzentration in der Luft festgestellt. Nach der Auswertung der Ergebnisse verständigten sich der Vorstand und die Personalvertretungen der BVG in dieser Woche darauf, den Vordereinstieg und Ticketverkauf wieder zu ermöglichen. Bereits zuvor waren alle Busse der BVG, die regulär im Linieneinsatz sind, zum Schutz der Fahrer*innen mit Trennscheiben ausgestattet worden.

 

"Ich freue mich über dieses wichtige Signal an Berlin und an unsere Fahrgäste gleich dreifach“, sagt Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG. "Wir öffnen alle Türen und durchlüften unsere Fahrzeuge damit noch stärker. Unsere Fahrgäste können sich wieder besser im Bus verteilen. Und mit dem kontaktlosen Ticketverkauf testen wir ein modernes Bezahlsystem und gehen damit einen wichtigen Schritt in die Zukunft.“

 

"Die Gesundheit der Kolleg*innen, die jeden Tag dafür sorgen, dass Berlin mobil bleibt, hat für uns oberste Priorität“, betont Lothar Stephan. Vorsitzender des Gesamtpersonalrats der BVG „Die zusätzlichen Aerosolmessungen waren deshalb ein wichtiger Schritt, den wir durchgesetzt haben, damit unsere Kolleg*innen und die Fahrgäste gleichermaßen sicher und mit einem guten Gefühl ein Stück Normalität zurückgewinnen können.“

 

 

Zahlen bitte – aber mit Karte

 

Parallel zum Öffnen der Vordertüren startet am Montag der rein kontaktlose Ticketverkauf. Bezahlt wird mit Girokarte (EC-Karte) und Kreditkarte oder mit Smartphone-Technologien wie Apple- oder Google-Pay. So wird ein naher und längerer Kontakt zwischen dem Fahrpersonal und den Kund*innen vermieden. Genutzt wird dafür die NFC-Technologie. Die Abkürzung steht für Near Field Communication (Nahfeldkommunikation). Diese Technik ist bereits in den allermeisten EC- und Kreditkarten integriert und an dem Symbol mit vier geschwungenen Strichen zu erkennen.

 

Als weiteres neues Bezahlmedium plant die BVG außerdem eine Guthabenkarte ein, die individuell mit Geldbeträgen aufgeladen werden kann.

 

Neben der Kontaktreduzierung erwartet die BVG als positiven Effekt auch eine Zeitersparnis. Der Fahrscheinerwerb an jeder Haltestelle wird voraussichtlich sehr viel schneller erfolgen, die Abfahrt damit zügiger. Wie gross ein möglicher Effekt auf die Pünktlichkeit im Alltag ist, muss der Pilotversuch zeigen. Für die dauerhafte Einführung des kontaktlosen Vertriebs im Bus wird die BVG einen Tarifantrag bei der Tarifgenehmigungsbehörde stellen.

 

 

Mit Sicherheit gut unterwegs

 

Die Berliner Verkehrsbetriebe hatten gleich zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 zum Schutz von Fahrpersonal und Fahrgästen den Ticketverkauf im Bus eingestellt, die erste Tür geschlossen und den Fahrerbereich zunächst provisorisch mit Folien abgetrennt. Seitdem wurden rund 1.400 Busse mit Trennscheiben für den Fahrerarbeitsplatz ausgerüstet. Die BVG investierte hierfür rund 2,1 Millionen Euro, die Vielzahl der in Berlin eingesetzten Busmodelle machten Beschaffung und Einbau der Trennscheiben sehr aufwändig.

 

Zur guten Durchlüftung und der Abschirmung durch Trennscheiben kommt weiter der positive Effekt der Maskenpflicht: Seit April 2020 müssen Fahrgäste im Berliner Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen, seit März dieses Jahres sind dabei FFP2-Masken vorgeschrieben. Die Maskendisziplin ist seit Monaten konstant hoch und liegt täglich im Bereich von 97 bis 99 Prozent.

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Fahrplanänderungen zwischen Lausanne und Brig vom 19. Juli bis 15. August 2021

Die SBB modernisiert mehrere Bahnhöfe auf der Linie Lausanne - Brig. Aufgrund der Konzentration von Grossbaustellen in den Sommermonaten muss der Fahrplan auf der Simplon-Linie vom 19. Juli bis 15. August 2021 angepasst werden. Zudem verkehren am Wochenende vom 7. und 8. August 2021 zwischen Vevey und Aigle Bahnersatzbusse.

Während den Bauarbeiten vom 19. Juli bis 15. August halten einige IR90 nicht in Vevey                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Gegenwärtig wird an mehreren Bahnhöfen der Simplon-Linie Lausanne - Brig gebaut. Die SBB baut die Publikumsanlagen um und vereinfacht den Zugang zur Bahn und zu den Perrons, insbesondere für Menschen mit Behinderungen und Reisende mit Gepäck oder Kinderwagen.

 

Betroffen sind die Bahnhöfe Lutry, Cully, La Tour-de-Peilz, Clarens, Bex, Martigny und Riddes. Auch mehrere andere Baustellen werden auf die Sommerferienzeit konzentriert, etwa der Neubau gleisquerender Brücken in La Tour-de-Peilz und Villeneuve, Gleisbauarbeiten in St-Léonard und Entwässerungsarbeiten in Evionnaz. Die Investitionskosten für diese Vorhaben betragen insgesamt rund 200 Millionen Franken.

 

Von Montag, 19. Juli bis Sonntag, 15. August 2021 verkehren die Züge zwischen Lausanne und Brig mit geändertem Fahrplan. Einige InterRegio-Züge (IR90) halten nicht in Vevey oder Leuk. Die Kundinnen und Kunden werden gebeten, auf andere InterRegio-, auf RegioExpress- oder Regionalzüge (RER Vaud oder RegionAlps) auszuweichen. Einige RegioExpress-Züge halten nicht in Villeneuve. Diese Verbindungen werden durch S-Bahn-Züge gewährleistet. Auch die Züge der RER Vaud und von RegionAlps im Regionalverkehr fahren mit geändertem Fahrplan und anderen Halten. Einige Verbindungen werden durch Busse ersetzt.

 

Überdies führt die SBB die grössten Arbeiten am Wochenende vom 7. und 8. August 2021 aus, insbesondere den Rückbau der Brückenprovisorien in La Tour-de-Peilz. Die Züge werden zwischen Vevey und Aigle durch Busse ersetzt. Es verkehren drei Ersatzbus-Linien in beiden Richtungen: Expressbusse (ohne Halt), Direktbusse (Halt in Montreux) und Regionalbusse (Halt an allen Stationen). Es muss mit verlängerten Reisezeiten gerechnet werden.

 

Die Reisenden werden gebeten, sich vor Reiseantritt auf www.sbb.ch zu informieren. In den Bahnhöfen der Region werden sie von Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleitern informiert, wo sie auch mit Plakaten und mit Lautsprecherdurchsagen auf die Änderungen hingewiesen werden. Sie können sich auch rund um die Uhr telefonisch erkundigen: 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.).

 

Um die Dauer der Unterbrechungen im Bahnverkehr zu reduzieren, wird teils 24 Stunden am Tag gearbeitet. Die SBB setzt alles daran, die Lärmbelastung zu reduzieren, und bittet die Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis.


Horaires modifiés entre Lausanne et Brigue du 19 juillet au 15 août 2021

 

Les CFF modernisent plusieurs gares de la ligne Lausanne - Brigue. La concentration de gros travaux sur les mois d'été nécessite la modification des horaires des trains du 19 juillet au 15 août 2021 sur la ligne du Simplon. Les trains sont en outre remplacés par des bus entre Vevey et Aigle le week-end des 7 et 8 août 2021.

 

Plusieurs gares de la ligne du Simplon Lausanne - Brigue sont actuellement en travaux. Les CFF y modifient les installations d'accueil afin de faciliter l'accès aux trains et aux quais, en particulier pour les personnes en situation de handicap et pour la clientèle avec bagages ou poussettes.

 

Les gares concernées sont Lutry, Cully, la Tour-de-Peilz, Clarens, Bex, Martigny et Riddes. Divers autres chantiers sont concentrés sur cette période de vacances, comme la réfection de ponts au-dessus des voies à la Tour-de-Peilz et Villeneuve, des travaux à la voie ferrée à St-Léonard ou encore des travaux de drainage à Evionnaz. L'investissement total de ces projets se monte à 200 millions de francs environ.

 

Du lundi 19 juillet au dimanche 15 août 2021, les trains circulent selon un horaire modifié entre Lausanne et Brigue. Certains trains Interregio (IR90) ne s'arrêtent pas à Vevey ou Loèche; la clientèle est invitée à prendre les autres trains Interregio, Regioexpress ou régionaux (RER Vaud ou Regionalps). De même, certains trains Regioexpress ne s'arrêtent pas à Villeneuve; les liaisons sont assurées par les trains RER. En trafic régional également, les trains RER Vaud et Regionalps circulent selon un horaire modifié et une desserte différente. Certaines liaisons sont effectuées par bus.

 

En outre, le week-end des 7 et 8 août 2021, les CFF concentrent les plus gros travaux sur l'espace d'un week-end, notamment l'opération de démontage de ponts provisoires à la Tour-de-Peilz. Les trains sont alors remplacés par des bus entre Vevey et Aigle. Trois lignes de bus de remplacement sont mises en place dans les deux sens : des bus express (Vevey – Aigle sans arrêt), directs (Vevey – Aigle avec arrêt à Montreux) et régionaux (tous les arrêts entre Vevey et Aigle). Il faut compter avec des temps de parcours prolongés.

 

Les clients sont priés de consulter l'horaire en ligne sur www.cff.ch avant leur voyage. Des assistants-clientèle renseignent les voyageurs dans les gares de la région. Des affiches sont disposées dans les gares et des annonces sont diffusées par haut-parleur. En outre, des informations sont disponibles par téléphone au 0848 44 66 88 (CHF 0,08/min), 24 heures sur 24.

 

Afin de raccourcir la durée de l'interruption du trafic ferroviaire, certains travaux ont lieu 24 heures sur 24. Les CFF réduisent autant que possible les nuisances sonores et remercient les riverains pour leur compréhension.


Impressionen aus Aigle und Vevey sowie eine Fahrt von Aigle nach Lausanne und zurück

 


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28 Prozent mehr Bahnreisende am Gotthard nach Eröffnung des Basistunnels (GBT) 2016

In der Schweiz nahm der Personenverkehr auf der Schiene auf der Nord-Süd-Achse bis Ende 2019 deutlich zu. Dies ist eine direkte Folge der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2016 und des verbesserten ÖV-Angebots. Fast alle Bahnhöfe im Tessin und in Uri verzeichneten deutlich mehr Reisende. Je nach räumlichem Potenzial verstärkte sich die Dynamik im Umfeld der Bahnhöfe. Das zeigt das Monitoring Gotthard-Achse.

Nothaltestelle Sedrun im Gotthard-Basistunnel (GBT)                                                                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Auf der Gotthard-Achse gingen neue Grossinfrastrukturen in Betrieb: Der Gotthard-Basistunnel (GBT) Ende 2016 und der Ceneri-Basistunnel (CBT) im April 2021. Zusammen mit dem Ausbau der Zulaufstrecken ist der Transport von Lastwagen auf der Schiene mit einer Eckhöhe von vier Metern zwischen Basel und Italien nun möglich. Die neuen Infrastrukturen wirken sich auf die Entwicklung des Personen- und Güterverkehrs (alpenquerender Verkehr) sowie auf die Raumentwicklung aus, insbesondere in den Kantonen Tessin und Uri. Das Monitoring Gotthard-Achse (MGA) untersucht, wie sich die Neubauprojekte des Bahnverkehrs auf dieser Achse räumlich und verkehrlich auswirken. Die vorliegenden Zwischenergebnisse des Monitorings beziehen sich auf den Zeitraum nach Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels, aber noch vor Eröffnung des Ceneri-Basistunnels.

 

Im Personenverkehr auf der Schiene nahm die Anzahl Reisender am Gotthard zwischen 2016 und 2019 um 28 Prozent zu; schweizweit betrug die Zunahme hingegen nur ein Prozent. Der Anstieg der Fahrgastzahlen ist auf das verbesserte Verkehrsangebot auf der Gotthardbahnachse zurückzuführen, insbesondere auf die kürzeren Fahrzeiten und die höhere Frequenz. Ebenso nahm die Anzahl Bahnreisender an den Bahnhöfen zu. Dazu beigetragen hat das verbesserte ÖV-Angebot in den Kantonen Uri und Tessin. Entsprechend wurden auch mehr Abonnemente und Billette in allen untersuchten Regionen dieser Kantone verkauft.

Verlagerung von der Strasse auf die Bahn

 

Die verbesserten Bahnverbindungen halfen auch, die Strassen zu entlasten. Am Gotthard sank die Anzahl Personenwagen um rund vier Prozent, was einem Rückgang von 1000 bis 1800 Personenfahrten pro Tag entspricht. Die Zahl der Zugpassagiere ist entsprechend gestiegen – 60 bis 80 Prozent des Anstiegs der Fahrgastzahlen sind darauf zurückzuführen, dass Automobilisten vom Auto auf den Zug umgestiegen sind.

 

 

Positive Auswirkungen auf den Tourismus im Tessin

 

Die zusätzlichen Bahnfahrten sind vor allem auf Besucherinnen und Besucher von Touristenattraktionen im Tessin zurückzuführen. Das Wachstum beim Bahnverkehr geht mit der Entwicklung bei den Logiernächten einher. Trotz Konkurrenz durch ausländische Destinationen und der Frankenstärke kam es bei den Übernachtungen im Tessin zu einer deutlichen Trendumkehr, insbesondere in der Parahotellerie (2011-2015: minus sieben Prozent, 2016-2019: plus sechs Prozent).

 

 

Verstärkte Dynamik im Umfeld von Bahnhöfen

 

Es gibt erste Hinweise, dass der neue Basistunnel auch die räumliche Entwicklung beeinflusst hat. Bellinzona hat am meisten von der verbesserten Erschliessung profitiert. Dort liegen die Wachstumsraten von Bevölkerung und Beschäftigten noch über denjenigen in der Region Lugano, dasselbe gilt für die Immobilienentwicklung. Die Bevölkerung wuchs im Umfeld aller untersuchten Bahnhöfe durchschnittlich stärker als anderswo. Gebiete, die über grössere Arbeitszonen verfügen, verzeichneten deutliche Zuwachsraten bei den Arbeitsplätzen. Die Entwicklung bei kleinen und mittelgrossen Bahnhöfen in der Nähe städtischer Zentren hing stark von freien Baulandreserven und der lokalen Planung ab. Grossprojekte bei grossen Bahnhöfen tragen dazu bei, Verdichtungspotenziale auszuschöpfen. Zu erwähnen sind beispielsweise das geplante Quartier Officine in Bellinzona oder die neue Verkehrsdrehscheibe am Bahnhof Mendrisio mit dem Campus der Tessiner Fachhochschule (SUPSI).

 

Im Kanton Uri haben sich die Bahnverbindungen und das Angebot des öffentlichen Verkehrs insbesondere in Altdorf ebenfalls deutlich verbessert, was dazu beitrug, dass die Bevölkerung und die Anzahl Arbeitsplätze wuchsen. Die Pendlerbeziehungen vor allem in Richtung Luzern und Zürich nahmen zu. Mit der auf Ende 2021 geplanten vollständigen Eröffnung des neuen Kantonsbahnhofs dürfte sich dieser Trend noch verstärken.

 

 

Monitoring Gotthard Achse (MGA)

Im Projekt MGA untersuchen die Bundesämter für Raumentwicklung (ARE), Verkehr (BAV), Strassen (ASTRA), Umwelt (BAFU) sowie die Kantone Tessin und Uri seit 2015 die Auswirkungen des Bahnausbaus auf der Gotthardachse. Phase A, die 2017 endete, untersuchte Trends, bevor der Gotthard-Basistunnel (GBT) eröffnet wurde. Phase B des Monitorings wird untersuchen, wie sich der 2016 eröffnete GBT, das im April 2021 vollständige Angebot am Ceneri-Basistunnel, der 4-Meter-Korridor für den Güterverkehr und der neue Kantonsbahnhofs Altdorf auswirken. Die hier vorgestellten Zwischenergebnisse der Phase B betrachten die Jahre 2016-2019 und sind nicht von der Covid-19-Pandemie beeinflusst. Die Schlussergebnisse der Phase B liegen 2023 vor, eine weitere abschliessende Auswertung (Phase C) ist ab 2025 geplant.



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Zugtaufe / Battezzato il Giruno Ticino

Sabato 12 giugno, alla presenza delle Autorità cantonali, è stato battezzato il Giruno dedicato al Canton Ticino, con il nome di «Giruno Ticino». Il treno è stato battezzato da due fortunati vincitori del concorso delle FFS, nominati per l'occasione madrina e padrino.

Battezzato il Giruno Ticino SBB RABe 501 001                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Sabato 12 giugno è stato battezzato il Giruno Ticino. All'evento erano presenti il Presidente del Gran Consiglio Nicola Pini, il Consigliere di Stato Claudio Zali, la direttrice FFS Regione Sud Roberta Cattaneo e due fortunati vincitori del concorso "diventa madrina/padrino del Giruno Ticino" organizzato dalle FFS. Al termine della cerimonia, le FFS hanno consegnato lo stemma cantonale alle autorità cantonali.

 

In seguito all'introduzione dell'orario 2021 e all'inaugurazione della galleria di base del Monte Ceneri, i collegamenti a lunga percorrenza da Basilea/Zurigo verso Chiasso/Milano hanno potuto beneficiare di notevoli riduzioni del tempo di percorrenza e di una maggiore frequenza. Sull'asse nord-sud i treni Giruno rappresentano la colonna portante del traffico ferroviario; rivestono inoltre un ruolo chiave nel garantire i collegamenti tra la Svizzera e l'Italia.

 

 

I nuovi treni Giruno a basso impatto ambientale

 

I convogli Giruno sono alimentati con energia idroelettrica, un elemento importantissimo per limitare al minimo l'impatto ambientale. La strategia delle FFS in quest'ottica è chiara; in quanto fornitore di servizi di mobilità le FFS si impegnano a favore di una sostenibilità a 360 gradi sul piano economico, ecologico e sociale. Entro il 2025 le FFS puntano a produrre tutta la corrente di trazione da fonti rinnovabili ed entro il 2030 intendono raggiungere l'impatto climatico zero.

 

 

Le caratteristiche del Giruno

 

Il Giruno offre ai passeggeri un totale di 810 posti a sedere in doppia trazione (405 posti in singola trazione) con una lunghezza massima di 400 metri. I treni sono dotati di un accesso a pianale ribassato per le diverse altezze dei binari in Svizzera, in Austria, in Italia e in Germania. Questo moderno convoglio su-pera i requisiti della legge sui disabili, contando circa il doppio dei posti a sede-re e dei WC accessibili alle sedie a rotelle. Il Giruno dispone inoltre di: prese su tutti i sedili, toilette separate per uomini e donne, vani multifunzione e compar-timenti per biciclette, ampi portabagagli e un moderno concetto di illuminazio-ne LED a risparmio energetico. La flotta Giruno conta 29 convogli.

 

Il nome Giruno deriva da «girun», che in romancio significa poiana.

 

 

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Zweite Feier für den ersten Giruno

 

 

Der SBB RABe 501 001 hat am 12. Juni 2021 das Wappen vom Kanton Tessin erhalten und wurde im Beisein kantonaler Behörden sowie zwei glücklichen Gewinnern eines SBB-Wettbewerbs getauft. An der (zugegebenermassen etwas kleineren...) Veranstaltung als beim ersten Mal in Berlin nahmen Grossratspräsident Nicola Pini, Staatsrat Claudio Zali, die Direktorin der SBB Region Süd Roberta Cattaneo sowie zwei glückliche Gewinner des von der SBB organisierten Wettbewerbs «Taufpate/Patin des Giruno Ticino werden» teil.

 

Die erste "grosse Feier" hatte der RABe 501 001 mit dem Auftritt bzw. der ersten öffentlichen Präsentation an der InnoTrans 2016 in Berlin. Damals nannte Stadler den Zug noch EC250 (Projektname in Anlehnung an die Höchstgeschwindigkeit). Ab August 2017 ist es dann (ebenfalls nach einem ausgeschriebenen Publikums-Wettbewerb) der SMILE (Schneller Mehrsystemfähiger Innovativer Leichter Expresszug) geworden.

 

Seine erste Fahrt als "Giruno Ticino" machte der RABe 501 001 anschliessend an die Taufe nach Cadenazzo (zum Abrehen, damit für die nächste fahrplanmässige Fahrt die beiden Wagenklassen auch am richtigen Ort sind) und anschliessend via Ceneri Basistunnel weiter nach Chiasso.



Die Erstbestellung durch die SBB von insgesamt 29 Zügen hat Stadler im Oktober 2014 erhalten, diese Bestellung ist überdies mit einer Option für 92 weitere Fahrzeuge verbunden.

 

Am 18. Mai 2017 feierte Stadler zusammen mit der SBB den Roll-out des neuen Niederflur-Hochgeschwindigkeitstriebzuges

 

Erstmals mit Kundinnen und Kunden unterwegs war der neue Gotthardzug am 8. Mai 2019.

 

Die erste Zugstaufe eines Giruno war am 8. August 2019 mit dem RABe 501 003 auf den Namen "San Gottardo".

 

Die erste Zugstaufe auf einen Kantonsnamen am 31. August 2019 mit dem RABe 501 007 "Uri".

 

Ein Jahr vor der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels folgte am 15. Dezember 2019 die Taufe des RABe 501 008 auf "Ceneri 2020".


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Die Rhätische Bahn digitalisiert ihre Gleismessung

Der Rhätischen Bahn (RhB) als Meterspur- und Gebirgsbahn stellen sich in bahntechnischen Bereichen oft andere Herausforderungen als beispielsweise den SBB: Nicht selten braucht es spezielle, massgeschneiderte Lösungen. Diese sind meist aufwändiger als herkömmliche und das Angebot ist kleiner als im Normalspurbereich. Wo möglich und sinnvoll erarbeitet die RhB gemeinsam mit geeigneten Partnern eigene Lösungen. Jüngstes Beispiel ist ein neues digitales Diagnosesystem für die Gleismessung. Dieses wurde am 7./8. Juni 2021 interessierten Meterspurbahnen und Medien präsentiert.

ARGE FahrwegDiagnose Messwagen im Interventionsstützpunkt der RhB in Landquart                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Voraussetzung für eine sichere, ruhige und für die Reisenden komfortable Zugfahrt sind regelmässig kontrollierte und tadellos unterhaltene Gleise. Bereits kleinste Fehler am Gleis oder Abweichungen der Gleislage können Auswirkungen auf die sogenannte Laufruhe eines Zuges und im Extremfall auch auf die Sicherheit haben.

 

 

Analoge vs. digitale Gleismessung

 

Vorwiegend händische Messungen, Beobachtungen und das menschliche Gespür sind Möglichkeiten, die Gleislage analog zu kontrollieren und Korrekturen oder Reparaturen zu veranlassen: Lokführerinnen und Lokführer nehmen Veränderungen beim Triebfahrzeug wie auch bei der Laufruhe des Zuges wahr. Die Mitarbeiter des Bahndienstes achten bei regelmässigen Streckenbegehungen auf sichtbare Gleisfehler, und auch auf speziellen Kontrollfahrten wird anhand der Laufruhe eines Zuges die Gleislage bewertet. Digitale Messungen liefern mehr und genauere Informationen. Spezialisierte Software ermöglicht eine detaillierte Auswertung der Daten und Vergleiche sowie eine zuverlässige Prognose für auszuführende Arbeiten, den Gleisunterhalt und die Gleiserneuerung. Dies sowohl in arbeitstechnischer als auch in finanzieller Hinsicht.

 

 

Ein Messfahrzeug für Meterspurbahnen

 

Mit der technischen Entwicklung wuchs bei den Bahnen der Wunsch, die Messungen zu automatisieren, um genauere Informationen über die Gleislage zu erhalten. Während sich bei der Normalspur der Einsatz von Gleismessfahrzeugen schon früh etablierte, war der Markt im Meterspurbereich eher klein. 2012 startete die RhB mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt für ein Diagnosefahrzeug für die Meterspur. Bei ersten Lösungen wurden die Messinstrumente auf einer Lokomotive auf- und nach der Messung wieder abgebaut. Das erste Diagnosefahrzeug aus dem Jahr 2017 basierte auf einem Standardfahrzeug, das mit verschiedenen Sensoren und Empfängern ausgestattet war. Die neuste Entwicklung ist ein autonomes Fahrzeug, bei welchem die Mess-Sensorik über eine Fernsteuerung bedient wird, so dass der Wagen ohne Begleitpersonal mitgeführt werden kann. Dieser Messwagen wurde letztes Jahr erstmals auf den Netzen von Schweizer Meterspurbahnen eingesetzt. Beim Anlass vom 7./8. Juni 2021 beim Interventionsstützpunkt (ISP) der RhB in Landquart wurde der Messwagen nun weiteren interessierten Meterspurbahnen und Medien vorgeführt.

 

 

Das «Gspüri» des Menschen bleibt wichtig

 

Mit dem Einsatz eines Messwagens erhalten die Bahnen eine digitale Unterstützung, um einzelne Fehler zu finden und Prognosen zu erstellen, die es ihnen erlauben, ihre Bahninfrastruktur noch sicherer und kosteneffizienter zu pflegen. Bei der Präsentation in Landquart wurde von den Verantwortlichen der RhB und der «ARGE FahrwegDiagnose» jedoch mehrmals betont, dass trotz modernster Technik nicht auf die Beobachtungen der Lokführerinnen und Lokführer, Streckenwärter sowie weiterer Fachpersonen verzichtet werden kann. Das menschliche «Gspüri» bleibe wichtig.

 

 

Die «ARGE FahrwegDiagnose»

 

Die drei Firmen Sersa Maschineller Gleisbau AG, iNovitas AG und Kistler Instrumente AG haben sich zur Arbeitsgemeinschaft «ARGE FahrwegDiagnose» zusammengeschlossen. Im Fokus der ARGE stehen die Schweizer Meterspurbahnen. Mit umfassenden Dienstleistungen begleitet und unterstützt die «ARGE FahrwegDiagnose» die Meterspurbahnen in den Bereichen Messtechnik, Geomatik sowie Eisenbahnbau und -erhaltung.


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Faktenblatt ARGE FahrwegDiagnose
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Faktenblatt Gleismessung
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Anlässlich dem Festakt 30 Jahre ICE-Verkehr in Deutschland hat heute Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Berliner Hauptbahnhof den XXL-ICE4 Triebzug Nr. 9457 auf den Namen "Bundesrepublik Deutschland" getauft. Gleichzeitig hat der ebenfalls 13-teilige ICE4 Tz Nr. 9456 und mit 374 Meter längste Zug der ICE-Flotte bei der Rhätischen Bahn (RhB) am Interventionsstützpunkt (ISP) in Landquart über den Zaun geschaut...
...und wir waren "Mitten drin"    😉 ❤️ 🙂

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SBB FLIRT3 RABe 523 112 der RER Vaud in Aigle auf den Namen «Grande Eau» getauft

Der Kanton Waadt, die Gemeinde Aigle, die Transports publics du Chablais (TPC) und die SBB haben heute in Aigle den fabrikneuen Stadler FLIRT3 RABe 523 112 auf den Namen «Grande Eau» getauft. Die Anbindung von Aigle an die S-Bahn vom Kanton Waadt (RER Vaud) zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der RER Vaud dar, die sich in einer fortlaufenden Entwicklung befindet. Ein Zeichen dafür sind auch die neuen 14 FLIRT Triebzüge der neusten Generation.

Taufe des FLIRT3 RABe 523 112 auf den Namen «Grande Eau»  am  4. Juni 2021 in Aigle                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Seit dem 13. Dezember 2020 bedienen die Linien S2 und S5 der S-Bahn im Kanton Waadt (RER Vaud) den Bahnhof Aigle. Neben diesen beiden neuen S-Bahn Verbindungen wird der Bahnhof auch vom Interregio (Linie IR90 mit zwei Halten pro Stunde und Richtung) und dem Regioexpress (ein Halt pro Stunde und Richtung) bedient. Dieser Angebotssprung für ganz Chablais konnte coronabedingt zur Eröffnung im Dezember 2020 nicht gefeiert werden und wurde heute nachgeholt.

 

Die neuen FLIRT-Züge sind seit Juni 2021 auch auf den Waadtländer Linien im Einsatz. Anlässlich dieser wichtigen Etappe in der Entwicklung der RER Vaud hat die SBB zusammen mit Vertreter (-innen) von Kanton und Gemeinde am Freitag, 4. Juni 2021 den fabrikneuen Stadler FLIRT3 RABe 523 112 auf den Namen «Grande Eau» getauft. Für den Kanton Waadt anwesend war Nuria Gorrite, Staatsrätin und Vorsteherin des Departements Infrastruktur und Personal. Frédéric Borloz, Verwaltungsratspräsident der TPC (Transports Publics du Chablais) und Gemeindepräsident von Aigle sowie Alain Barbey, SBB Regionaldirektor für die Westschweiz, waren die weiteren offiziellen Personen an der Zugtaufe.

 

Die «Grande Eau» ist ein rund 26 km langer Nebenfluss der Rhône im Kanton Waadt, das Quellgebiet befindet sich südlich der Ortschaft Les Diablerets. Mehrere Quellbäche sammeln sich im Talkessel Creux de Champ auf rund 1400 m ü. M. zur Grande Eau. Bei Aigle tritt die Grande Eau (grosses Wasser) in das Rhônetal ein und westlich von Aigle mündet sie auf 385 m ü. M. in die Rhône.

 

Die 14 neuen Flirt-Züge ergänzen und verstärken nach und nach die Flotte der RER Vaud, indem sie mehr Kapazität und mit den nächsten Angebotsentwicklungen mehr Züge im Waadtländer Netz bieten. Um das Sitzplatzangebot für die Kundinnen und Kunden zu erhöhen, werden ab Ende des Jahres auf den beiden Linien S1 und S5 auch KISS Doppelstock-Züge zum Einsatz kommen.

 

Die RER Vaud wird aber auch künftig weiter verbessert: Ab August 2022 werden die Waadtländer S-Bahn Verbindungen zwischen Lausanne und dem Vallée de Joux nach dem Umbau des Bahnhofs Kunden, die zwischen dem Vallée de Joux und Lausanne reisen, profitieren dann von stündlichen Direktverbindungen.

 

Diese kontinuierliche Weiterentwicklung des Regionalbahnangebots und des Fahrgastkomforts ist Teil des im Klimaplan bekräftigten Wunsches des Kantons, eine langfristig multimodale und nachhaltige Mobilität für alle Waadtländerinnen und Waadtländer zu fördern. Neben der Finanzierung eines immer dichter werdenden Angebots wurden für die RER Vaud für Klima und Mobilität seit 2009 bedeutende kantonale Infrastrukturinvestitionen in der Grössenordnung von 115 Millionen Franken getatigt.



Nächster Halt - Prochain arrêt Aigle

 

Insbesondere auch dank den neusten Verbesserungen ist die Gemeinde Aigle und die Region Chablais verkehrstechnisch sehr gut erschlossen; der öffentliche Verkehr im Waadtländer Chablais hat eine lange Tradition.

 

Am 10. Juni 1857 wurde der Bahnhof Aigle am Abschnitt Villeneuve – Bex der Eisenbahnlinie von Lausanne nach Sion eingeweiht. Drei Privatbahnen, die jetzt in die Transports Publics du Chablais (TPC) fusioniert worden sind, haben ihren Ausgangspunkt in Aigle. Dies sind die Aigle–Leysin-Bahn (AL), eröffnet am 6. November 1900, die Aigle–Ollon–Monthey–Champéry-Bahn (AOMC), seit dem 2. April 1907, und die Aigle–Sépey–Diablerets-Bahn (ASD), seit dem 22. Dezember 1913.

 


Un train CFF Flirt baptisé au nom de «Grande Eau» pour célébrer les développements du RER Vaud

 

Le Canton de Vaud, la Commune d'Aigle, les Transports publics du Chablais (TPC) et les CFF ont baptisé ce vendredi 4 juin 2021 à Aigle une nouvelle rame Flirt au nom de «Grande Eau». La desserte d'Aigle par le RER Vaud depuis décembre 2020 représente une étape importante pour un RER Vaud en constant développement, tout comme l'arrivée de 14 nouvelles rames Flirt de nouvelle génération.

 

Depuis le 13 décembre 2020, les lignes S2 et S5 du RER Vaud desservent la gare d'Aigle. En plus de ces deux nouvelles liaisons RER, la gare du Chablais est desservie par les Interregio (IR90, deux arrêts par heure et par sens) et les Regioexpress (une liaison par heure et par sens). Ce saut d'offres pour l'ensemble du Chablais, par le jeu notamment des correspondances assurées par les TPC, n'avait pas été célébré en raison de la pandémie.

 

Depuis le mois de juin 2021, des nouvelles rames Flirt sont également engagées sur les lignes vaudoises. Afin de marquer cette étape importante du développement du RER Vaud, Nuria Gorrite, Cheffe du Département des infrastructures et des ressources humaines, Frédéric Borloz, président du Conseil d'administration des TPC et Syndic de la commune d'Aigle et Alain Barbey, directeur régional des CFF pour la Suisse romande ont baptisé ce vendredi 4 juin 2021 une rame Flirt de nouvelle génération du nom de «Grande Eau».

 

14 nouvelles rames Flirt viennent progressivement compléter et renforcer la flotte du RER Vaud, en offrant davantage de capacités, puis, avec les prochains développements de l'offre, davantage de trains sur le réseau vaudois. Afin d'augmenter le nombre de places assises pour les clients, de nouveaux trains seront également mis en service sur le RER Vaud dès la fin de l'année: trois rames duplex (au lieu d'une actuellement) circuleront sur les lignes S1 et S5 notamment.

 

Les améliorations du RER Vaud se poursuivent: dès le mois d'août 2022, les liaisons du RER Vaud entre Lausanne et la Vallée de Joux se feront sans changement de train, grâce au rebroussement au Day, rendu possible par la transformation de la gare. Les clients voyageant entre la Vallée de Joux et Lausanne profiteront ainsi de liaisons directes toutes les heures.

 

Ce développement continu de l'offre régionale ferroviaire et du confort pour les voyageurs s'inscrit dans la volonté du Canton, réaffirmée dans son Plan climat, de favoriser sur le long terme une mobilité multimodale et durable pour l'ensemble des Vaudoises et Vaudois. Outre le financement d'une offre toujours plus dense, d'importants investissements cantonaux pour l'infrastructure, de l'ordre de 115 millions, ont été déployés depuis 2009 pour le RER Vaud, avec pour objectif majeur d'encourager au report modal, levier essentiel pour diminuer l'impact de la mobilité sur le climat.


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Heute vor 30 Jahren starteten die ersten ICE-Züge

Mit dem ICE 1 startete die Deutsche Bahn 1991 in die Ära des Hochgeschwindigkeitsverkehrs. Am 29. Mai 1991 wurde der ICE-Betrieb mit einer Sternfahrt von Bonn, Hamburg, Mainz, Stuttgart und München zum neuen Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe eingeweiht. Nachdem die Züge parallel in den Bahnhof eingefahren waren, stellte Bundespräsident Richard von Weizsäcker um 12.00 Uhr symbolisch das Ausfahrsignal auf "Fahrt" und sagte: "Der Hochgeschwindigkeitsverkehr in der Bundesrepublik Deutschland ist damit eröffnet." Dem Triebfahrzeugführer des planmässigen Premieren-ICE übergab er symbolisch den Schlüssel für den Zug. Am 2. Juni 1991 fuhr der erste reguläre ICE um 5.53 Uhr in Hamburg-Altona Richtung München ab; in der Gegenrichtung erfolgte die Abfahrt in München um 6:41 Uhr.

A "NICE" train, der ICE1                ...man beachte den Schatten vom Fahrleitungsmasten                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Der aus dem InterCityExperimental (ICE) abzuleitende Serienzug sollte ursprünglich (nach dem Planungsstand von Anfang 1985) als Hochgeschwindigkeitszug (HGZ) bezeichnet werden. Die Bezeichnung InterCityExpress ging aus einer langwierigen Diskussion hervor. Der Begriff sollte sowohl im Deutschen wie im Englischen verstanden werden. Dem E, für Experimental im ICE-Vorläufer InterCityExperimental, wurde die neue Bedeutung Express verliehen. Eine spätere Umbenennung in InterCityEuropa war in Erwägung gezogen worden. 1983 war das IC-Nachfolge-Projekt auch als Intercity 2000 bezeichnet worden. Die Kurzform ICE war bereits am 6. September 1982 bei der Auftragsvergabe für den Versuchszug IntercityExperimental vergeben worden.

 

 

ICE 1  -  Der Wegweiser

 

Die 280 km/h, die der ICE 1 mit seinen zwei Triebköpfen und zwölf Mittelwagen maximal erreicht, waren damals revolutionär. Zudem markiert er den Ausgangspunkt zum modernen Triebwagenkonzept mit geschlossenen, breiten Wagenübergängen, weg von lokbespannten Zügen. Somit war der ICE 1 wegweisend für den modernen Bahnverkehr.

Bis heute charakteristisch für den ICE 1 ist sein "Buckel"-Speisewagen, der etwas höher ist als die übrigen Wagen und den ICE 1 somit leicht erkennbar macht. Weiterhin gibt es in fast allen Wagen der 1. und 2. Klasse neben einem Grossraumbereich auch Abteile mit sechs Sitzplätzen. Nur ein Teil der ICE 1-Flotte konnte auch in der Schweiz eingesetzt werden und  nur diese Züge ermöglichten eine Direktverbindung etwa von Hamburg nach Zürich - Chur oder von Berlin über Basel hinaus bis nach Interlaken.

Dank seiner grossen Zuverlässigkeit setzt der ICE 1 mit einer durchschnittlichen Laufleistung von über 500.000 Kilometern pro Jahr auch heute noch Maßstäbe. Die gesamte ICE 1-Flotte wurde ab 2005 umfassend modernisiert, sodass die erste ICE-Generation mit beispielsweise Ledersitzen in der 1. Klasse dem aktuellen ICE-Standard entspricht.

 

 

Deutsche Bahn hält die ICE 1 Flotte auch nach 30 Betriebsjahren weiterhin fit

 

Für eine Verlängerung der Lebensdauer bis 2030 werden die ICE 1 einem zweiten Redesign unterzogen. Dabei sollen die Triebzüge von zwölf auf neun Wagen verkürzt werden. Der Service-Wagen 803.1 wird wieder deklassiert und neu als 803.2 als sechster Wagen der 2. Klasse, vor dem Bordrestaurant, also an seine ursprüngliche Stelle, eingereiht. Das Bordrestaurant, der sogenannte Buckelspeisewagen, bleibt erhalten. Es werden ein Wagen erster Klasse und zwei Wagen zweiter Klasse aus dem Zugverband entfernt.

 

Im Frühjahr 2019 begann der Umbau eines Musterzuges. Dieser Prototyp verliess am 30. April 2020 das Werk Nürnberg und wird seit Ende Juni 2020 im Fahrgastbetrieb eingesetzt. Die drei ausgereihten Mittelwagen dienen seither als Reserve und Ersatzteilspender.

 

Ab Herbst 2019 haben insgesamt fünf Vorserienumbauten begonnen, die übrigen Züge sollten dann bis 2023 in jeweils zwei Monaten modernisiert werden. Hauptuntersuchungen (IS 600 oder 700) werden bei Bedarf im Zuge der Modernisierung mit erledigt. Die Modernisierung erfolgt in den Werken Neumünster (Klimatechnik), Uerdingen (ein Triebkopf, ein Mittelwagen der Baureihe 803), Nürnberg (ein Triebkopf, übrige Mittelwagen) und München (Elektronik-Instandsetzung). Beauftragt ist (Stand: Mai 2019) die Modernisierung von 48 Triebzügen, die übrigen 10 sollen optional zu einem späteren Zeitpunkt überarbeitet werden. Insgesamt sind dafür 320 Millionen Euro veranschlagt.




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Happy Birthday - Der Berliner Hauptbahnhof wird 15

Unglaublich, wie die Zeit vergeht, der Kleene ist auch schon mitten im Teenager-Alter; der Berliner Hauptbahnhof feiert heute seinen fünfzehnten Geburtstag! Seit seiner Eröffnung am 26. Mai 2006 – pünktlich zur Fussballweltmeisterschaft in Deutschland – ist der Hauptbahnhof Herz und Motor des Berliner Schienennetzes. Hier kommen Touristinnen und Touristen an, hier fahren die Berlinerinnen und Berliner ab, und das bequem und klimafreundlich auf der Schiene. Anlässlich seines Teenager-Geburtstags zieht die Deutsche Bahn (DB) eine Bilanz.

Top auf allen Ebenen, der Berliner Hauptbahnhof                                                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Der Berliner Hauptbahnhof hat sein Versprechen der optimalen Verkehrsanbindung der Hauptstadt gehalten,“ so Cornelia Kadatz, Chefin der Berliner Fernverkehrsbahnhöfe. "Aus allen vier Himmelsrichtungen durchqueren die Züge diesen markanten Verkehrspalast, der nicht nur optisch hervorsticht, sondern auch das Herzstück der Mobilität in Berlin ist. Millionen Berlinerinnen und Berliner sowie Gäste der Stadt kommen Jahr für Jahr am Hauptbahnhof an. Zunächst war der Hauptbahnhof für viele ein Fremdkörper inmitten von Brachland, heute kann er mit Fug und Recht behaupten: Ich bin einer Berliner. Das ist auch das Verdienst der vielen Mitarbeitenden am Bahnhof, die jeden Tag – besonders während der Corona-Pandemie – dafür sorgen, dass unsere Fahrgäste sicher reisen und sich wohlfühlen.“

 

Der Erfolg des Hauptbahnhofs spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Seit seiner Eröffnung sind die Reisendenzahlen um rund ein Viertel gestiegen. Waren es 2007 noch 265.000 Reisende und Besucher täglich, waren es Anfang 2020 bereits 330.000 am Tag. Damit zählt der Berliner Hauptbahnhof zu den meist frequentierten Bahnhöfen Deutschlands. Rund 1.300 Züge des Fern- und Nahverkehrs halten pro Tag am Bahnhof.

 

 

Neue Services und verbesserte Anbindung

 

Seit vergangenem Jahr ist der Hauptbahnhof noch besser erreichbar: Die U-Bahn-Linie U5 verkehrt nun zwischen Alexanderplatz und Hauptbahnhof und bindet den Berliner Osten noch besser an. Zur Eröffnung des BER im Oktober 2020 startete auch der neue Flughafen-Express (FEX) zwischen Berlin Hauptbahnhof und dem Flughafen BER. Mit dem ersten Teilstück der neuen City-S-Bahn sorgt die DB für eine schnellere Verbindung in den Norden Berlins. Fahrgäste können ab Dezember 2022 die Strecke zwischen den Stationen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof nutzen.

 

Im Berliner Hauptbahnhof bietet die DB ihren Kundinnen und Kunden neue Services an: 2020 eröffnete die Bahn beispielsweise ihren ersten Coworking-Bereich "everyworks“ in der 10. Etage der Bügelbauten. Auf 1.500 Quadratmeter Bürofläche stehen insgesamt rund 300 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die bundesweit erste DB Premium Lounge gibt es seit Mai 2021 im Hauptbahnhof. Zudem erwartet die Reisenden auf drei Etagen ein breites Einkaufsangebot. Insgesamt gibt es rund 80 Mieter für Gastronomie, Zeitschriften und Dienstleistungen. Seit der Eröffnung des Bahnhofs sind die Mietflächen durchgehend vermietet.

 

 

Vom Brachland zur „Europacity“

 

Der Bau des Berliner Hauptbahnhofs war zugleich Startschuss für die positive städtebauliche Entwicklung des Bahnhofsviertels. Die Standortwahl in unmittelbarer Nachbarschaft zum Regierungsviertel war lang umstritten: Beim ersten Spatenstich war das Areal des heutigen Hauptbahnhofs Brachland, und auch bei seiner Eröffnung stand der Bahnhof wie ein Monolith in der sandigen Umgebung. Mittlerweile haben sich rund um den Hauptbahnhof diverse Hotels und Bürogebäude angesiedelt, wie zum Beispiel das "Cube Berlin“ auf dem Washingtonplatz, in dem unter anderem Büros der DB untergebracht sind. Auch das 2019 eröffnete Futurium befindet sich in direkter Nähe zum Hauptbahnhof. Ein neues Wohngebiet erstreckt sich rund um den Humboldthafen.

 

 

Rückblick: Ein neues Verkehrskonzept für die Hauptstadt

 

Um den vielen Bahnreisenden in der Hauptstadt Anfang der Neunzigerjahre gerecht zu werden, benötigte Berlin ein neues Verkehrskonzept für den Schienenverkehr. Ein neuer Hauptbahnhof als zentraler Knotenpunkt sollte für eine verbesserte Verkehrsanbindung sorgen. Mit der Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofs 2006 entstand so erstmals in der Geschichte der Hauptstadt ein Bahnhof für alle Fernzüge und ein Verbindungsstück zwischen der Ost-West- und der Nord-Süd-Achse.

 

Entworfen wurde der Bahnhof von den Hamburger Architekten von Gerkan, Marg und Partner. Seine aussergewöhnliche Architektur wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis des Deutschen Stahlbaues 2008 und dem Internationalen Architekturpreis des Chicago Athenaeum 2007. Allianz pro Schiene kürte den Berliner Hauptbahnhof zum „Bahnhof des Jahres 2007“.

 

 

Zahlen zu Europas grösstem Eisenbahnkreuz

 

    Eröffnung des Hauptbahnhofs:                    26. Mai 2006

    Reisende und Besucher täglich:                 rund 330.000

    Zughalte täglich:                                              rund 1.300

    Bahnsteige:                                                                  14

    Gastronomie und Geschäfte:                                      80

    Geschossfläche insgesamt:                           78.000 m²

    davon Einzelhandelsfläche:                           15.600 m²

    Schließfächer:                                                       1.150

    Rolltreppen:                                                                54

    Aufzüge:                                                                     38

    davon gläserne Panoramaaufzüge:                            6

    PKW-Stellplätze:                                                     860

    Maße Bahnhofshalle:                                   160 x 40 m

    Länge Ost-West-Trasse:                                    321 m

    Höhe der Bügelbauten:                                         46 m

    Etagen in den Bügelbauten:                                      11

    Solarmodule auf dem Ost-West-Hallendach:        780

    Solardachfläche:                                             1.700 m²

    Leistung der Solarmodule: rund 130.000 kWh pro Jahr

    Architekten:                    von Gerkan, Marg und Partner

    Auszeichnung als Bahnhof des Jahres:                2007

 



 

15 Jahre Berlin Hauptbahnhof: Kurioses und Überraschendes

 

In 15 Jahren Berliner Hauptbahnhof gab und gibt es neben Fahrgastrekorden und technischen Meisterleistungen auch manche bemerkenswerte Randnotiz.

 

 

Die Größe hängt vom Wetter ab

 

Wie breit ist eigentlich der Hauptbahnhof? Das hängt vom Wetter ab! Tatsächlich können sich die drei oberirdischen Bahnsteige je nach Temperatur um bis zu 15 Zentimeter in Längsrichtung dehnen. Die schwarzen Dehnungsfugen auf den Bahnsteigen sind für die Reisenden leicht zu erkennen.

 

 

Größte Kreuzung Europas

 

Sechs Gleise verlaufen oberirdisch in Ost-West-Richtung. 25 Meter tiefer und im rechten Winkel dazu werden sie von acht Gleisen in Nord-Süd-Richtung gekreuzt. Das macht den Hauptbahnhof zum größten Kreuzungsbahnhof Europas. Diese Konstruktion ermöglicht, dass in Berlin alle Fernzüge den gleichen Bahnhof berühren. In Metropolen wie London, Paris und Moskau verteilt sich der Verkehr auf zahlreiche Kopfbahnhöfe. Wer umsteigen will, muss dort meistens auch den Bahnhof wechseln. In Berlin sind kurze Wege Trumpf!

 

 

Wechselspiel der Namen

 

Wo heute der Hauptbahnhof steht, stand ab 1871 der Lehrter Bahnhof, benannt nach der Stadt Lehrte bei Hannover. Hier fuhren die Züge in Richtung Hannover, Köln, Bremen und Hamburg. Als Folge der Kriegszerstörungen und der deutschen Teilung wurde der Betrieb 1952 eingestellt und die Ruine 1959 gesprengt. Der Name blieb im S-Bahnhof „Lehrter Stadtbahnhof“ an gleicher Stelle bis 2002 erhalten. Als Zusatz findet er sich noch immer auf den Stationsschildern des S-Bahnsteigs. Einen „Hauptbahnhof“ gab es von 1987 bis 1998 schon einmal im Ostteil der Stadt als Name für den heutigen Ostbahnhof. Die DDR unterstrich damit die Rolle Ostberlins als „Hauptstadt der DDR“. Und auch die Spandauer hatten ihren Hauptbahnhof: Nach der Eingemeindung 1911 behielt der Spandauer Hauptbahnhof seinen Namen. 1997 wurde er geschlossen. Heute befindet sich an gleicher Stelle der Haltepunkt Stresow der S-Bahn. Der neue Bahnhof Spandau wurde 1997 eröffnet.

 

 

Büros im Bügel

 

Ungewöhnliche Arbeitsplätze bieten die beiden Bügel, die wie ein umgekehrtes U die Bahnhofshalle überspannen. Während im westlichen Bügel Büros der DB untergebracht sind, arbeiten in einer Hälfte des östlichen Bügels auch Mitarbeitende verschiedener anderer Unternehmen. Insgesamt haben in den beiden Bügeln rund 1.000 Beschäftigte der DB ihren Arbeitsplatz – mehr als im Bahntower. Seit August 2020 befindet sich in der 10. Etage des Hauptbahnhofs „everyworks“, der erste Coworking-Bereich der DB. Auf 1.500 Quadratmeter Bürofläche stehen insgesamt rund 300 Arbeitsplätze zur Verfügung.

 

 

Bügel senkten sich wie Zugbrücken

 

In einem Aufsehen erregenden Montagevorgang wurden im Sommer 2005 die jeweils 1.250 Tonnen schweren Brückenhälften der Bügelgebäude wie Zugbrücken über die Ost-West-Bahnhofshalle geklappt und anschließend miteinander verschweißt. Danach wurde das gläserne Nord-Süd-Dach eingeschoben. Damit war das Dach des Hauptbahnhofs geschlossen.

 

 

Das Logo auf dem Bahnhofsturm

 

In 60 Metern Höhe krönt das DB-Logo einen schmalen Turm auf dem Washingtonplatz südlich des Bahnhofs. Was aussieht wie ein Schmuckbauwerk ist nichts anderes als ein Kamin für die Entlüftung des darunter verlaufenden Straßentunnels.

 

 

Die Spree musste weichen

 

Für den Bau des Tiergartentunnels, der den Hauptbahnhof unterquert, wurde 1996 die Spree um etwa 70 Meter nach Norden verlegt. In ihrem ursprünglichen Verlauf wurde eine Grube betoniert und es wurden darin Segmente für acht Tunnelröhren eingebaut. Nach zwei Monaten kehrte der Fluss in sein altes Bett zurück.

 

 

Zehn Röhren für fünf Verkehrssysteme

 

Das Bahnhofsmodell vor dem Hertha-Fanshop in der -1-Ebene zeigt, was sonst verborgen bliebe: 15 Meter unter der Erde verlaufen in Nord-Süd-Richtung parallel zehn Verkehrswege. Von West nach Ost: Zwei Röhren für die Bundesstraße B 96, vier Röhren für Fern- und Regionalzüge, zwei Röhren für die U-Bahn-Linie U5 und zwei Röhren für die S-Bahn. Letztere sind noch im Bau. Durch die neue City-S-Bahn wird der Hauptbahnhof noch besser angebunden. Die DB nimmt das erste Teilstück Ende nächsten Jahres in Betrieb. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 können Fahrgäste die Strecke zwischen Hauptbahnhof und nördlicher Ringbahn nutzen. Dann sind erstmals die stark frequentierten Stationen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof durch eine direkte S-Bahn-Linie miteinander verbunden.

 

 

Der Strom kommt vom Dach

 

Auf der südlichen Seite des Ost-West-Hallendaches ist seit Juli 2003 eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb. Auf 1.700 Quadratmetern wurden 780 Solarmodule in die Glasflächen integriert. Jährlich liefert die Solaranlage im Durchschnitt rund 130.000 Kilowattstunden.

 

Ausgezeichnete Architektur

 

Die außergewöhnliche Architektur des Berliner Hauptbahnhofs ist mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Preis des Deutschen Stahlbaues 2008, dem Internationalen Architekturpreis des Chicago Athenaeum 2007 und dem Renault Traffic Design Award 2006 für innovative und mutige Verkehrsarchitektur. Entworfen wurde der Hauptbahnhof von den Hamburger Architekten von Gerkan, Marg und Partner. Allianz pro Schiene kürte den Berliner Hauptbahnhof zum „Bahnhof des Jahres 2007“.

 

 

Der Hauptbahnhof als Bühne für Veranstaltungen und Kunstaktionen

 

Der Berliner Hauptbahnhof ist immer wieder Bühne für Ausstellungen, Veranstaltungen und Kunstaktionen verschiedenster Art. Lichtinstallationen illuminieren regelmäßig die Glasflächen des Bahnhofs: So setzen beispielsweise Lichtkünstler:innen beim alljährlichen „Festival of Lights“ den Hauptbahnhof kunstvoll in Szene. Im Januar 2021 erinnerten eine an die Fassade geworfene Kerze und das Motto #WeRemember an die Opfer des Nationalsozialismus. Anlässlich des Europatages am 9. Mai 2021 erstrahlte der Hauptbahnhof in den Farben Europas. Die DB projiziert die europäische Flagge sowie den Gruß „Alles Gute zum Europatag!“ auf die imposante südliche Glasfassade des Bahnhofs. Ein klares Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz setzt die DB mit einer Regebogenflagge, die am Hauptbahnhof alljährlich zum Start der Christopher-Street-Day-Saison gehisst wird.


O-Töne Bahnhofsmanagerin Cornelia Kadaz

 

Der Job

Wie lange machen Sie den Job, was macht eine Bahnhofsmanagerin?

 

Die Bedeutung

Welche Bedeutung hat der Hauptbahnhof - auch für das Areal, auf dem er steht?

 

Die Zukunft

 

Ein Blick nach vorne. Manche nennen ihn Einkaufszentrum mit Gleisanschluss, andere Kathedrale.

Was muss der Hauptbahnhof in Zukunft leisten?

 


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15 Jahre Berlin Hauptbahnof
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Strecke Zürich HB - Zürich Wipkingen während eines Jahres gesperrt

Der Bahnhof Zürich Wipkingen wird ab Frühling 2023 bis 2025 modernisiert. Anstelle des Mittelperrons erhält der Bahnhof zwei Aussenperrons und wird nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BehiG) umgebaut. Gleichzeitig wird das 120-jährige Wipkinger Viadukt saniert. Von Dezember 2023 bis Dezember 2024 wird die Strecke Zürich HB - Zürich Wipkingen gesperrt. Die Fernverkehrszüge werden umgeleitet, die S24 fällt zwischen HB und Wipkingen aus. Ausserdem plant die SBB bis 2025 diverse Bestandteile der Bahninfrastruktur auf dem Abschnitt Wipkinger Viadukt -  Bahnhof Wipkingen -  Tunnelportal - Bahnhof Oerlikon zu sanieren. Um effizient zu bauen und die Auswirkungen auf Anwohnende und Reisende zu minimieren, plant die SBB, einen Grossteil der Arbeiten während einer einjährigen Streckensperrung auszuführen.

Anstelle des Mittelperrons gibt es in Zürich Wipkingen zwei Aussenperrons                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Zwischen Zürich HB und Zürich Oerlikon bestehen drei verschiedene Bahnstrecken. Auf diesen verkehren täglich insgesamt über tausend Personenzüge und mehrere Dutzend Güterzüge. Die 1856 eröffnete Wipkingerlinie durch den gleichnamigen Tunnel gehört zu den ältesten Bahnstrecken der Schweiz. Einen Bahnhof bekam Zürich Wipkingen erst 76 Jahre später. Seit 1982 verkehren die Züge auch via Zürich Hardbrücke und den Käferbergtunnel. 2014 folgte die Durchmesserlinie mit dem Weinbergtunnel.

 

Am denkmalgeschützten Bahnviadukt und am Tunnel aus der Gründerzeit sind umfassende Sanierungsarbeiten notwendig. Zudem wird der 1932 eröffnete Bahnhof Zürich Wipkingen umgebaut. Indem diese Arbeiten gleichzeitig während einer einjährigen Totalsperre ausgeführt werden, können zwei bis drei Jahre Bauzeit und rund 20 Millionen Franken eingespart werden.

 

Nach Abschluss der Bauarbeiten erfüllt der Bahnhof Zürich Wipkingen die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes. Die Reisenden gelangen stufenfrei zu den Zügen. Derzeit erarbeitet die SBB das Auflageprojekt.

 

 

Auswirkungen auf S-Bahn und Fernverkehr

 

Während der einjährigen Streckensperre von Dezember 2023 bis Dezember 2024 verkehren keine Züge über die Wipkingerlinie. Die täglich über 250 Züge werden via Käferberg- oder Weinbergtunnel umgeleitet oder fallen aus.

  • Die in Zürich Wipkingen haltende S24 fällt zwischen Zürich HB und Zürich Wipkingen aus. Reisende ab und nach Zürich Wipkingen benützen Bus- und Tramverbindungen.
  • Die Fahrzeiten der EuroCity-Züge nach München verlängern sich zwischen Zürich HB und Zürich Flughafen. Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten zwischen Zürich Flughafen und München bleiben unverändert.
  • Die IC5 Lausanne–Zürich HB–St. Gallen verkehren in den Hauptverkehrszeiten in Zürich HB nicht mehr durchgehend und erhalten verlängerte Fahrzeiten zwischen Zürich HB und Zürich Flughafen.
  • Die IR70/IR13 zwischen Luzern und Chur sowie einzelne IR75 zwischen Luzern und Konstanz verkehren in Zürich HB nicht mehr durchgehend.

Die genauen Abfahrtszeiten werden im Rahmen der Fahrplanauflage im Frühling 2023 veröffentlicht.

 

 

 

Projekt Umbau Bahnhof Zürich Wipkingen

 

Das Projekt zum Umbau des Bahnhofes Wipkingen nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BehiG) und die Arbeiten an der Bahninfrastruktur beinhalten insbesondere die Sanierung vom Wipkinger-Viadukt mit der Sanierung der Brücken Neugasse, Josef-, Heinrich- und Limmatstrasse sowie den Ersatz der Brücke Wasserwerkstrasse. Dazu stehen diverse Erneuerungsarbeiten an Fahrbahn und Fahrleitung auf dem Programm. Im Tunnel von Zürich Wipkingen nach Oerlikon ist die Sanierung von Feucht-, Tropf- und Hohlstellen notwendig. Am Bahnhof Zürich Wipkingen selbst erfolgt die behindertengerechte Gestaltung mit der Aufhebung des heutigen Mittelperrons und der Unterführung Nord inklusive stufenfreie Zugänge zu den Perrons sowie erhöte Perrons mit stufenfreiem Zustieg in die Züge. Ausserdem gib es eine neue durchgehende Personenunterführung Seite Zürich HB und Seite Oerlikon eine stufenfreie Verbindung zur Nordstrasse mittels Lift.

 

Die Realisierung der Arbeiten ist von Frühling 2023 bis Frühling 2025 geplant. Um effizient zu bauen und die Auswirkungen auf Anwohnende und Reisende zu minimieren, plant die SBB, einen Grossteil der Arbeiten während einer einjährigen Streckensperrung Zürich HB - Zürich Wipkingen zwischen Dezember 2023 und Dezember 2024 auszuführen. Im Vergleich zur Realisierung aller Bauarbeiten während laufendem Bahnbetrieb können die Arbeiten so in bedeutend kürzerer Zeit, kostengünstiger und in besserer Qualität vorgenommen werden. Die SBB rechnet mit Gesamtkosten von rund 100 Millionen Franken (Kostengenauigkeit +/- 20 Prozent). Die Finanzierung erfolgt über die Leistungsvereinbarung (LV) zwischen der SBB und dem Bund. Ausserdem hat der Bundesrat in seiner  Sitzung vom 13. Mai 2020  dem Parlament für die Periode 2021-2024 beantragt, den Zahlungsrahmen für Erhalt und Modernisierung des Schienennetzes zu erhöhen Die zusätzlichen Mittel dienen unter anderem auch dazu, Bahnhöfe und Haltestellen behindertengerecht anzupassen.

 

 

Umbau Bahnhof Wipkingen

 

Beim Umbau am Bahnhof Zürich Wipkingen wird die nördliche Unterführung aufgehoben. Neu erreicht man dann die Perrons mittels Treppe und Lift direkt von der Brücke Nordstrasse, wo sich auch die Bushaltestellen befinden. Das heutige Mittelperron wird durch zwei Aussenperrons ersetzt, damit wird die Verbindung zwischen den Perrons und den angrenzenden Quartieren verbessert. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedelungen der Baugenossenschaft (BEP) im Bahnhofsumfeld bedeutet dies barrierenfreien und schnelleren Zugang zu den Gleisen dank zwei neuen Unterführungen und zusätzlichen Veloabstellplätzen. Die steile Rampe auf der Ostseite wird so umgestaltet, dass man von der Rousseaustrasse künftig flacher und direkt aufs Perron gelangt. Das westliche Perron erreicht man ebenerdig direkt von der Dammstrasse her. Die südliche Unterführung wird neu durchgehend unter den Gleisen hindurchgeführt. So wird ein zusätzlicher Zugang zur Imfeldstrasse und zum Lettenfussweg geschaffen. Der angrenzende  Spielplatz muss umgesiedelt und der Garten Letten-Wasserwerk der BEP-Gartengruppe (er befindet sich auf Pachtland, welches der SBB gehört) zum Saisonende 2022 geräumt und ebenfalls verlegt werden.

 

 

S-Bahn Halte in Wipkingen

 

Bis zur Eröffnung der Durchmesserlinie verkehrten in Zürich Wipkingen noch die S2, S8 und die S14. Damals stiegen täglich durchschnittlich 5500 Passagiere ein und aus. Doch seit dem Fahrplanwechsel im Sommer 2014 wird der Bahnhof Wipkingen nur noch im Halbstundentakt durch die S24 bedient, entsprechend haben sich die Passagierzahlen um mehr als die Hälfte reduziert. Der Quartierverein Wipkingen hatte 2014 an die Stadt Zürich 6300 Unterschriften für einen Viertelstundentakt eingereicht und der damalige Stadtrat Andreas Türler hatte auch versprochen, sich für dieses Anliegen einzusetzen, erinnert sich Judith Stofer, Kantonsrätin und Mitglied des QV-Vorstands und sagt: "Passiert ist seither nichts". Sowohl mit der SBB als auch mit dem ZVV hat der Quartierverein hartnäckig um die Wiedereinführung des Viertelstundentakts verhandelt. Zahlreiche Möglichkeiten wurden diskutiert und Argumente vorgebracht. Für Stofer ist klar: "Man könnte, aber man will nicht". Sie hat am 10. Februar 2020 im Kantonsrat erneut eine Anfrage eingereicht. Darin will sie vom Regierungsrat wissen, ob der Viertelstundentakt in absehbarer Zeit wieder eingeführt werden kann.

 

Christian Vogt, Verkehrsplaner des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) erklärt die Entwicklungen, welche der ZVV derzeit plant. Diese seien eng verknüpft mit der Vorlage zur Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI), welche das Stimmvolk am 9. Februar 2019 gutgeheissen hatte. Damit kann auch er für mögliche Verbesserungen nur einen fernen Horizont im Jahr 2030 bieten. Die Pläne des Projekts «S-Bahn 2G», wie der nächste Ausbauschritt der Zürcher S-Bahn genannt wird, der unter anderem alle Zürcher Quartierbahnhöfe im Viertelstundentakt bedienen möchte, seien weit fortgeschritten und das sei ein grosser Vorteil, wenn es dann um die Umsetzung gehe.

 

Thomas Kellenberger, Leiter Kommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung beim Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) verweist auf den Ausbauschritt 2035, der mit dem Ausbau vom Bahnhof Stadelhofen und dem Brüttnertunnel das Nadelöhr zwischen Zürich und Winterthur beseitigt und zusätzliche Kapazitäten bringt. Mit diesen neuen Infrastrukturbauten kann das S-Bahn-Angebot markant ausgebaut werden. Das bedeutet, dass vorerst einmal Geduld gefragt ist; der Baustart des Brüttnertunnels und des Ausbaus am Stadelhofen ist gemäss SBB frühestens ab 2026 möglich.

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140 Jahre elektrische Straßenbahn - 140 Jahre E-Mobility

Es ist kein klassisches Jubiläum. Aber es ist ein Jahrestag mit Symbolkraft in Zeiten von Klimawandel und Mobilitätswende. Vor genau 140 Jahren, am 16. Mai 1881, fuhr die erste elektrische Straßenbahn mit Fahrgästen durch das damals noch eigenständige Lichterfelde, heute ein Ortsteil Berlins. Es war nicht nur der Beginn der Ära der „Elektrischen“ in der deutschen Hauptstadt. Es war der Beginn der Ära der elektrischen Schienenbahnen zur Personenbeförderung weltweit.

Sonderfahrt mit einer historischen Straßenbahn in Berlin-Köpenick                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Gründervater dessen, was wir heute E-Mobility nennen, war der geniale Erfinder und Unternehmer Werner von Siemens. Bereits 1879 hatte er auf der Berliner Gewerbeausstellung die erste brauchbare elektrische Lokomotive der Welt präsentiert. Zwei Jahre später war er es auch, der die neue Technik buchstäblich auf die Straße und zu den Menschen brachte. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h "rauschte" seine Bahn auf der 2,5 Kilometer langen Strecke durch Groß-Lichterfelde.

 

Doch die „Elektrische“, wie die Berlinerinnen und Berliner sie bald liebevoll nannten, wurde rasch schneller. Und sie wuchs schnell, hielt Schritt mit dem rasanten Tempo der boomenden Stadt. Bereits um den Jahrhundertwechsel war das Schienennetz mehr als 400 Kilometer lang. Allein die „Große Berliner Straßenbahn“, das mit Abstand bedeutendste der unterschiedlichen, damals bestehenden Straßenbahnunternehmen, zählte im Jahr 1902 auf 71 Linien bereits 295 Millionen Fahrgastfahrten.

 

 

Triebfeder der Stadtentwicklung

 

Ihren Höhepunkt erreichte die Straßenbahn in Berlin zwischen den beiden Weltkriegen. Nach Unterlagen im BVG-Archiv wurde bereits 1918 eine Rekordzahl erzielt, die die Gesamt-BVG erst fast 100 Jahre später wieder erreichen sollte: mehr als eine Milliarde Fahrgastfahrten. Der Geschäftsbericht für das Jahr 1929 zählt wiederum beeindruckende Zahlen zu Netz und Fahrzeugpark auf. Auf mehr als 1300 Gleiskilometern fuhren 93 Linien. Fast 4000 Trieb- und Beiwagen waren in Berlin im Einsatz.

 

Diese Zahlen zeigen, wie eng verzahnt die Stadt und ihre Verkehrsmittel schon immer waren. Für Berlin war und ist die Straßenbahn auch ein Spiegelbild der Stadtgeschichte. Sie war das Verkehrsmittel für die Menschenmassen der Gründerzeit und damit eine entscheidende Triebfeder der Stadtentwicklung. Sie war Lieferwagen und Lazarett, Bauwagen und Barrikade, Alltagsgefährt und Arbeitstier. Sie hat Kriege und Krisen überstanden, die deutsche Teilung und den Fall der Mauer.

 

Schon mehrfach wurde der Straßenbahn bescheinigt, sie sei ein Auslaufmodell, veraltet und überflüssig. Im Westteil Berlins schien im Oktober 1967 ihr endgültiges Ende mit der letzten Fahrt bereits besiegelt. Doch etwa zur gleichen Zeit, oder nur wenige Jahre später, erlebte sie im anderen Teil der Stadt bereits ihren nächsten großen Aufschwung, als Rückgrat des Verkehrs bei der Entwicklung neuer Wohngebiete.

 

 

Das Netz wächst wieder

 

Rund 195 Kilometer Länge misst das Berliner Straßenbahnnetz heute. Mit deutlich wachsender Tendenz. Neue Strecken sind in Planung oder bereits im Bau. Die Straßenbahn rollt längst wieder in Richtung Westen und ist ein Verkehrsmittel der Zukunft an vielen Stellen, an denen die Stadt sich entwickelt und wächst. Im Verbund mit U-Bahnen, S-Bahnen und modernen Bussen (auch sie zunehmend mit E-Antrieb) ist sie nicht weniger als ein Garant für zeitgemäße, umweltfreundliche und komfortable Mobilität – in Berlin und übrigens auch in Metropolen weltweit.

 

Wo alles begann, am Bahnhof in Lichterfelde, erinnert heute ein kleines Denkmal an die Geburtsstunde vor 140 Jahren. Und in zehn Jahren – wenn das Jubiläum richtig rund ist – wird die „Elektrische“ bestimmt auch wieder angemessen gefeiert.

 

 

Zitate:

 

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Die Straßenbahn hat eine große Vergangenheit. Viel wichtiger aber: Sie hat eine große Zukunft. Wir dürfen auch in Zeiten von Corona nicht vergessen, dass wir eine andere, ganz große Aufgabe haben, nämlich den Wandel hin zur Klimaneutralität in der Mobilität. Dem umweltfreundlichen Nahverkehr kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Leistungsfähige, elektrische Schienenbahnen bilden dabei das Rückgrat und werden – digital vernetzt mit Bussen und individuell nutzbaren Sharingangeboten – dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft in lebenswerten Städten jederzeit und komfortabel mobil sein können.“

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Die Straßenbahn erlebt schon seit Jahren eine kaum geahnte Renaissance und das weltweit von Addis Abeba bis Rio de Janeiro. Das ist natürlich kein Zufall und auch keine Modeerscheinung, sondern entspringt der klugen Erkenntnis der Verkehrsplaner, dass die Straßenbahn ihre ganz eigenen Stärken im städtischen Verkehr hat. Sie ist bei hoher Fahrgastkapazität vergleichsweise schnell, preiswert und einfach zu bauen und sie ist – vor allem dort, wo man ihr eine eigene Trasse lässt – ein ebenso beliebtes wie komfortables und betrieblich zuverlässiges Verkehrsmittel.“

 

Rico Gast, Bereichsleiter Straßenbahn der BVG: „Die Kolleginnen und Kollegen bei der Straßenbahn sind zu Recht stolz auf ihre Geschichte. Von den Anfängen der Elektrischen bis zur neuesten Straßenbahngeneration, die wir jüngst erst bestellt haben, vereint sie die Leidenschaft und Begeisterung für ein Verkehrsmittel, dass das Bild Berlins immer mitgeprägt hat. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit unserer Straßenbahn und ihren neuen Strecken und Fahrzeugen nun auch die Zukunft unserer Stadt weiter mitgestalten können.“



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Die Geschichte der Berliner Straßenbahn
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DB stockt mit saisonalen Verbindungen Sommerfahrplan auf - Neu gehts erstmals auch im ICE ohne Umsteigen von Berlin zum Bodensee

Die Deutsche Bahn hat ihre Planungen für den Sommerfahrplan 2021 abgeschlossen. Ab Anfang Juli bietet die DB ihren Reisenden zahlreiche zusätzliche Verbindungen in beliebte Ferienregionen Deutschlands und nach Österreich an. Urlaubsziele wie Rügen, die ost- und nordfriesischen Inseln, Tirol und der Bodensee sind noch öfter, bequemer und schneller erreichbar. Zusammen mit weiteren saisonalen Verbindungen stehen damit täglich über 10.000 Sitzplätze zusätzlich in den ICE- und IC-Zügen zur Verfügung. Alle Verbindungen sind ab dem 13. Mai 2021 buchbar.

                                                                                                                                                                 Grafik: Deutsche Bahn AG

 

 

 

ICE von Berlin nach Tirol und an den Bodensee

 

Erstmals wird es am 3. Juli 2021 eine ICE-Direktverbindung von Berlin über die seit Dezember 2020 neu elektrifizierte Allgäubahn zum Bodensee und nach Vorarlberg geben. Dieser ICE verkehrt jeweils am Samstagmorgen ab Berlin in Doppeltraktion und wird in Augsburg geteilt.

 

Der Fahrplan für den ICE 1209 sieht diese Zeiten und Haltebahnhöfe vor: Berlin Gesundbrunnen ab: 6.53 - Berlin Hbf 7.11 - Berlin Südkreuz 7.19 - Halle (Saale) Hbf 8.31 - Erfurt Hbf 9.08 - Nürnberg Hbf 10.28 - Augsburg Hbf an: 11.34 / ab: 11.43 - Buchloe 12.55 - Memmingen 13.26 - Lindau-Reutin 14.44 - Bregenz an: 14.51. Von Bregenz gelangen Urlauber dann bequem per Bahn oder Bus in weitere beliebte Urlaubsregionen Vorarlbergs wie das Montafon oder den Bregenzerwald.

 

Der zweite Zugteil fährt ab Augsburg weiter über München ins Tirol mit Halten in Kufstein - Wörgl - Jenbach - Innsbruck an: 14.21 - Ötztal und Imst-Pitztal bis zum Zugendbahnhof mit der Ankunft um 15.41 in Landeck-Zams. Die Rückfahrt ist jeweils am Samstagnachmittag in Bregenz (ab: 13.09) bzw. Landeck-Zams (ab: 11.51). In Augsburg werden die beiden Zugteile wieder vereinigt und fahren zusammen weiter bis nach Berlin, die Ankuft in der Bundeshauptstadt ist für 21.15 Uhr geplant. Dieses Angebot gibt es bis zum 11. September 2021.

 

Für Reisende aus München und Umgebung bietet die DB in diesem Zusammenhang zwei zusätzliche Sommerangebote nach Tirol an, die einen Tagesausflug von acht Stunden und mehr möglich machen. Mit denselben Zwischenhalten wie bei der Verbindung aus Berlin geht’s immer samstags früh mit dem ICE 1203 um 6.15 in München los, zum ersten Frühstück erreichen die Reisenden um 8.33 Innsbruck und um 10.10 den Zugendbahnhof Landeck-Zams. Samstagabend geht es mit dem ICE 1202 um 18.24 ab Landeck-Zams - Innsbruck Hbf ab: 19.40 wieder zurück nach München Hbf mit Ankunft um 21.36 Uhr.

 

Dasselbe Samstags-Sommerangebot gilt auch für Fahrten ab München an den Bodensee, da verlässt der ICE 1217 München Hbf um 8.02 und erreicht nach Zwischenhalten in München-Pasing (8.11) - Buchloe (8.51) und Memmingen (9.20) Lindau-Reutin um 10.41. Der Gegenzug ICE 1216 verlässt Lindau-Reutin um 17.10 und kommt nach Zwischenhalten in Memmingen (18.01) und Buchloe (18.25) um 19.06 in München Hbf an.

 

 

IC von Dresden nach Rügen

 

Für Ostseeurlauber aus Sachsen fährt vom 3. Juli bis 5. September 2021 ein zusätzlicher IC immer samstags und sonntags um 9:33 Uhr ab Dresden über Berlin in das Ostseebad Binz auf Rügen. In Züssow besteht Anschluss an die Usedomer Bäderbahn und in die Kaiserbäder. Zurück geht es samstags mittags ab Binz, Ankunft in Dresden ist um 18:43 Uhr. Wer die Naturparks in der Uckermark oder im Oderbruch vorzieht: Die Züge halten u. a. auch in Eberswalde, Angermünde, Prenzlau, Pasewalk, Anklam und Greifswald sowie in Stralsund und Bergen auf Rügen.

 

 

IC von Frankfurt am Main zu den ostfriesischen Inseln

 

Urlauber aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können von Frankfurt am Main über Sieger- und Sauerland, Hamm und Münster mit dem Intercity nach Norddeich Mole fahren. Ab 3. Juli 2021 startet an drei Wochenenden im Juli und August morgens ein IC um 9:33 Uhr in Frankfurt und erreicht Emden und Norddeich Mole passend zu den Fährverbindungen nach Borkum und Norderney am späten Nachmittag. Retour geht es um 10:53 Uhr ab Norddeich Mole.

 

Die Fahrpläne im Detail:

 

Frankfurt Hbf 09:33 - Friedberg (Hess.) 10:00 - Bad Nauheim 10:05 - Wetzlar 10:28 - Dillenburg 10:54 - Siegen 11:36 - Iserlohn-Letmathe 12:41 - Schwerte (Ruhr) 12:59 - Unna 13:11 - Hamm (Westf.) 13:28 - Münster 13:53 - Rheine 14:16 - Lingen (Ems) 14:36 - Papenburg (Ems) 15:14 - Leer (Ostfriesland) 15:27 - Emden Hbf 15:46 - Norden 16:17 - Norddeich 16:26 - Norddeich Mole 16:49

 

Norddeich Mole  10:53 - Norddeich 10:56 - Norden 11:06 - Emden Hbf 11:31 - Leer (Ostfriesland) 11:50 - Papenburg (Ems) 12:01 - Lingen (Ems) 12:39 - Rheine 12:59 - Münster 13:29 - Hamm (Westf.) 13:54 - Unna 14:17 - Schwerte (Ruhr) 14:29 - Iserlohn-Letmathe 17:41  - Siegen 15:52 - Wetzlar 16:44 - Bad Nauheim 17:05 - Frankfurt (Main) Hbf 17:33 

 

 

IC von München zu den nordfriesischen Inseln

 

Urlauber aus Bayern reisen zwischen dem 17. Juli und 4. September 2021 umsteigefrei in Deutschlands hohen Norden. Jeden Samstag um 8:09 Uhr geht es in München Hauptbahnhof los. Nach Zwischenhalten u.a. in München-Pasing, Augsburg, Donauwörth, Ansbach und Würzburg, weiter über Fulda, Kassel, Hannover und Hamburg nach Heide, Niebüll und Sylt. Ankunft in Westerland ist um 18.04 Uhr. Ab Niebüll fahren Kurswagen weiter nach Dagebüll Mole, wo um 18.00 Uhr die Fähre nach Wyk (Föhr) und Wittdün (Amrum) ablegt. Fahrgäste aus Bayern, Fulda und Kassel erreichen die drei beliebten nordfriesischen Inseln damit ohne Umstieg und schneller als derzeit. In der Gegenrichtung verlässt der Zug immer samstags gegen Mittag Westerland und Dagebüll Mole und erreicht München um 22:12 Uhr.

 

 

Mehr Züge und mehr Service

 

DB-Fernverkehrschef Michael Peterson: "Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Dabei wird auch der Urlaub im eigenen Land wieder hoch im Kurs stehen. Darauf bereiten wir uns vor und bringen in diesem Sommer mehr als 330 ICE-Züge auf die Schiene, so viele wie nie zuvor.“

 

Mehr Service für Gäste des Fernverkehrs gibt es bereits ab dem Pfingstwochenende im Rahmen der behördlichen Vorgaben. Die DB serviert Speisen und Getränke wieder persönlich, in den Bordrestaurants und am Platz. In den 15 DB Lounges der großen Bahnhöfe erhalten Besucher wieder Kaffee und Kaltgetränke. Noch mehr Service und Komfort bietet die Premium-Lounge für Reisende der 1. Klasse, die Anfang Mai im Berliner Hauptbahnhof eröffnet wurde und die Gäste mit einem neuen gastronomischen Angebot verwöhnt.

 

"Sicher reisen. Gemeinsam geht das“, bleibt auch bei wachsender Nachfrage das Motto für das Reisen mit der Bahn. Weiterhin gelten die Maskenpflicht und die bekannten Sicherheits- und Abstandsregeln. Die DB setzt ihr bewährtes Hygiene- und Reinigungskonzept fort und wirbt für ein rücksichtsvolles Miteinander. Bei der Ticketbuchung können sich Kund:innen bereits im Vorfeld über die voraussichtliche Auslastung der Verbindungen informieren. Der Komfort-Check-in ermöglicht die kontaktlose Kontrolle.

 

 

Auch FlixTrain nimmt den Betrieb wieder auf

 

Der Mitbewerber FlixTrain hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass er den Betrieb ab nächster Woche wieder aufnimmt. Am 20. Mai 2021 soll der Betrieb auf der Strecke zwischen Berlin und Köln wieder beginnen. Vom 27. Mai 2021 an fährt FlixTrain demnach bis zu acht Mal am Tag zwischen Leipzig, Berlin und Hamburg. Ab Juni 2021 soll unter anderem auch der Hauptbahnhof in München angesteuert werden. Ab Mitte Juni 2021 wird zudem eine Nachtverbindung München-Berlin-Hamburg angeboten - jedoch ohne Schlaf- oder Liegewagen.

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Mit der neuen Berliner U-Bahn auf Zeitreise in die Zukunft

Berlin bekommt neue U-Bahnen. Ein virtuelles 360°-Modell lädt jetzt zum Entdecken und Erleben der zukünftigen Züge ein. In Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum und dem Hersteller Stadler wird mit Wiedereröffnung des Museums am 1. Juni 2021 auch ein lebensgroßes Modell in einer Ausstellung zu sehen sein – Seite an Seite mit einem der ältesten U-Bahnwagen Deutschlands.

Mock-Up der neuen U-Bahn im Deutschen Technikmuseum in Berlin         Foto: Malte Scherf / Deutsches Technikmuseum

 

 

 

 

Fans der Berliner U-Bahn können jetzt auf eine Zeitreise in die Zukunft gehen. In einem virtuell begehbaren 360°-Modell lassen sich schon heute die Züge von morgen erkunden. Vom Fahrgastraum durch das Multifunktionsabteil bis in die Fahrerkabine – per Maus geht es durch das Fahrzeug der Baureihe JK. Dank der hohen Auflösung lässt sich in jeden Winkel hineinzoomen. Multimediale Infopoints vermitteln in Texten, Audio- oder Video-Clips Informationen zu verschiedenen Aspekten wie Fahrgastinformation, Lichtdesign oder Barrierefreiheit.

 

 

Ab sofort ist das 360°-Modell auf der Projektseite der neuen U-Bahnfahrzeuge freigeschaltet

 

Erstellt wurde das 360°-Modell von der TeamOn GmbH. Die Grundlage bilden rund 200 Einzelaufnahmen aus einem Mock-up, einem 1:1-Modell der neuen U-Bahn-Baureihe J/JK, das die BVG im Frühjahr 2020 bei Stadler bestellt hat. Mehr als 161 Millionen Pixel sorgen für eine spektakuläre Detailschärfe.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe: „Die neuen U-Bahnen werden über Jahrzehnte das Bild unserer Stadt prägen. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Begeisterung für die neue U-Bahn-Generation mit allen Fans unserer U-Bahn teilen und alle mit diesem tollen Instrument einen lebensnahen ersten Eindruck von den mit Spannung erwarteten Fahrzeugen bekommen können.“

 

 

Mock-Up der neuen U-Bahnen steht bereits im Museum

 

Dabei ist der virtuelle Zug nur der erste Schritt. Um die Vorfreude auf die neuen Züge zu beflügeln, wird es im Deutschen Technikmuseum eine weitere Premiere geben. Sobald das Museum am 1. Juni wieder öffnet, ist das besagte Mock-up erstmals auch öffentlich zu sehen. Und es wird nicht allein sein. Das Technikmuseum schlägt in Kooperation mit der BVG im historischen Lokschuppen einen ganz großen Bogen aus den Anfängen der Berliner U-Bahn im Jahr 1902 über die Gegenwart bis in die Zukunft. Direkt neben dem Mock-up auf Gleis 15 steht der Wagen 86 der Baureihe A1 von 1908, das älteste in Deutschland erhaltene U-Bahn-Fahrzeug. Abgerundet wird die Präsentation durch einen Doppeltriebwagen der Reihe F79 von 1980, der im Freigelände des Museums gezeigt wird.

 

Der Titel der Ausstellung lautet „Von A bis J – Berliner-U-Bahnen von 1902 bis 2072“. Die U-Bahn-Baureihen werden mit fortlaufenden Buchstaben bezeichnet, nun ist Berlin bei „J“ angekommen, und die neuen Züge, die bis 2032 geliefert werden, sollen über 40 Jahre hinweg im Einsatz sein.

 

Joachim Breuninger, Vorstand der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin: „Wir freuen uns darauf, nach dem Ende des Lockdowns die Zukunft und die Vergangenheit der Berliner U-Bahn unter einem Dach präsentieren zu können. Dieses Stück Mobilitätsgeschichte einer wachsenden Metropole ist in unseren historischen Lokschuppen bestens aufgehoben. Direkt nach der coronabedingten Schließung wird das ein besonderes Highlight für unsere Besucherinnen und Besucher“.

 

 

Vom Modell bis zum fertigen Zug: Die U-Bahn aus Berlin für Berlin

 

Die ersten Fahrzeuge der neuen U-Bahnbaureihe werden voraussichtlich im vierten Quartal 2022 für Testfahrten zur Verfügung stehen. Für die BVG besteht die Möglichkeit, bis zu 1.500 Wagen der neuen Baureihe J/JK bis 2032 von der Firma Stadler in Berlin-Pankow zu beschaffen. Zum Vergleich: Derzeit verfügt die BVG insgesamt über 1.300 U-Bahn-Wagen verschiedener Baureihen.

 

Mit der Ausstellung des Mock-ups, eines Endwagens der Baureihe JK, wird das Deutsche Technikmuseum seinen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben, sich nach der schon jetzt möglichen virtuellen Erkundungstour auch einen handfesten Eindruck der neuen U-Bahnen zu machen. Der Wagenkasten des begehbaren Modells im Maßstab 1:1 wurde aus Holz gefertigt. Im Innenraum mit Sitzen, Haltestangen, Beleuchtung und einem funktionsfähigen Fahrerstand wurden weitgehend Originalteile verbaut.

 

Damit schafft das Mock-up einen authentischen Eindruck des zukünftigen Fahrzeugs und ermöglicht die Überprüfung und Verbesserung von Funktionalität, Barrierefreiheit und Ästhetik am Objekt, bevor die Produktion der ersten Fahrzeuge anläuft.

 

„Als Hersteller der Fahrzeuge legen wir sehr großen Wert darauf, gemeinsam mit unserem Kunden zu prüfen, ob unser Zug den Anforderungen und Erwartungen entspricht. Dazu gehört bei sogenannten Tailor-Made-Fahrzeugen, also Zügen, die exakt auf ein Netz zugeschnitten und eigens dafür entwickelt werden, der Bau eines Mock-ups, um die Ergebnisse der gemeinsamen Tests am Modell in den weiteren Entwicklungsprozess einfließen lassen zu können“, erklärt Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland.

 

Stadler konstruiert und baut die neuen U-Bahnen „in Berlin für Berlin“ am Unternehmens-Standort in Pankow. Die Züge wie auch das Mock-up sind damit echte Berliner. Das Innendesign wurde durch das Berliner Design-Büro Staubach erarbeitet. Seine Lösungen wurden im Mock-up durch den Berliner Modellbau-Spezialisten IFS umgesetzt.

 

Die U-Bahnen der deutschen Hauptstadt haben eine Ur-Berliner Eigenheit: Als älteste U-Bahn Deutschlands verfügt das Berliner Netz über Klein- und Großprofillinien mit jeweils eigenen Fahrzeugabmessungen. So können Kleinprofilzüge maximal 2,4 Meter breit sein, Großprofilzüge hingegen 2,65 Meter. Die Baureihen führen daher für das Kleinprofil das „K“ im Namen, heißen also „JK“, während die Großprofilzüge nur als „J“ benannt sind.

 

Diese Eigenheit der Berliner U-Bahn stellt besondere Herausforderungen an das Innendesign. Auch in den Kleinprofilzügen soll ein weiter Raumeindruck herrschen, der dem Großprofil nahekommt. Um den Innenraum zudem so barrierearm wie möglich zu gestalten, wurde die „AG Bauen und Verkehr barrierefrei“ sowie die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen bereits früh in den Entstehungsprozess eingebunden.

 

 

Baureihe A: Ein Jugendstil-Juwel

 

Von der U-Bahn der Zukunft sind es im Museum nur wenige Schritte bis weit zurück in die Geschichte. Im Jahr 1902 wurde die Berliner U-Bahn als erste in Deutschland eröffnet. Sechs Jahre später entstand der Triebwagen Nr. 86 in der ersten Baureihe, die später mit „A1“ bezeichnet wurde. Der Wagen mit seinem blechbeplankten Holzaufbau war bis 1969 im Einsatz. Nach Zwischenstationen, unter anderem als Kantinen-Getränkelager der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde, wurde er 1975 in die Liste technischer Denkmäler der DDR aufgenommen. Ehrenamtliche der Arbeitsgemeinschaft U-Bahn begannen in den 1980er Jahren mit der Restaurierung in den Zustand von 1908, die sich bis 2017 hinzog und mit dem Industriekulturpreis der Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte ausgezeichnet wurde. Das Besondere dabei: Ein Kunsttischler rekonstruierte in sorgfältiger Handarbeit die Inneneinrichtung. Deren geschwungene Jugendstilformen waren durch den schwedischen Architekten Alfred Grenander entworfen worden, der von 1902 bis 1931 Hausarchitekt der U-Bahn war und so Berlin bis heute prägt.

 

 

Baureihe F: Der West-Berliner Klassiker

 

Auch bereits historisch ist der Doppeltriebwagen 2700/2701 der Baureihe F79 von 1980, der im Freigelände des Museums gezeigt wird. Mit genau diesem Fahrzeug wurde am 1. Oktober 1980 die Linie U7 nach Spandau (bis Rohrdamm) eröffnet, deren Stationen inzwischen unter Denkmalschutz stehen. Die U-Bahn-Serien F74 bis F79 lösten in den 1970er Jahren die Vorkriegsbaureihen in West-Berlin ab. In den nächsten Jahren werden sie nun selbst von den Gleisen verschwinden. Eigens für die Ausstellung hat die Arbeitsgemeinschaft U-Bahn den Wagen 2700 wieder in den Zustand von 1980 versetzt. Die vielen kleinen Unterschiede – etwa kein Fahrgastfernsehen und fehlende Liniennummern auf den Anzeigen – verdeutlichen die Alltagsveränderungen während der letzten 40 Jahre im Spiegel des Nahverkehrs.



In einem kurzen Film stellt die BVG in Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum

die gemeinsame U-Bahn-Präsentation vor.

Den Film gibt es seit heute auf der Projektseite sowie im Youtube-Kanal des DTM.


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Stadler Rail-Aktionäre stimmen allen Anträgen des Verwaltungsrates zu

An der 30. Generalversammlung der Stadler Rail AG haben die Aktionärinnen und Aktionäre heute alle Anträge des Verwaltungsrates genehmigt. Die Aktionärinnen und Aktionäre haben Peter Spuhler als Verwaltungsratspräsident sowie alle weiteren zur Wahl stehenden Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte bestätigt. Aufgrund der vom Bundesrat verordneten Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus hatten die Aktionärinnen und Aktionäre ihre Stimmen ausschliesslich über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter abgegeben.

Der "neue und alte" Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler freut sich                                              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Aktionärinnen und Aktionäre der Stadler Rail AG stimmten an der heutigen 30. ordentlichen Generalversammlung allen Anträgen des Verwaltungsrates zu. Im Einklang mit der COVID-19-Verordnung 3 waren an der Generalversammlung 2021 vor Ort keine Aktionärinnen und Aktionäre anwesend. Entsprechend übten die Aktionärinnen und Aktionäre ihr Stimmrecht über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter aus. Dieser vertrat 72.32 Prozent der total 100'000'000 Aktien. Zudem hatten die Aktionärinnen und Aktionäre die Möglichkeit, ihre Fragen im Voraus elektronisch an den Verwaltungsrat zu senden. Der Verwaltungsrat legte grossen Wert darauf, alle eingereichten Fragen während der Generalversammlung zu beantworten. Die Antworten werden den Aktionärinnen und Aktionären schriftlich zugestellt. Die wichtigsten Fragen wurden zudem ins Protokoll der Generalversammlung aufgenommen.

 

Der Geschäftsbericht sowie die Jahresrechnung und die Konzernrechnung für das Geschäftsjahr 2020 wurden genehmigt. Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten der vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinnes von 205'925'136 Schweizer Franken zu und beschlossen eine Dividendenausschüttung von 0.85 Franken pro Namenaktie (brutto). Des Weiteren beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung.

 

Peter Spuhler wurde erneut zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt. Neben Peter Spuhler wurden zudem alle weiteren Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte für die Amtsdauer von einem Jahr in den Verwaltungsrat wiedergewählt. Dem Verwaltungsrat der Stadler Rail AG gehören Peter Spuhler, Hans-Peter Schwald, Barbara Egger-Jenzer, Dr. Christoph Franz, Fred Kindle, Doris Leuthard, Wojciech Kostrzewa und Kurt Rüegg an.

 

Die folgenden Mitglieder wurden für ein weiteres Jahr in den Vergütungsausschuss gewählt: Barbara Egger-Jenzer, Dr. Christoph Franz, Peter Spuhler. Die Aktionärinnen und Aktionäre wählten ebenfalls Hans-Peter Schwald als neues Mitglied für ein Jahr in den Vergütungssauschuss.

 

Weiter hat die Generalversammlung die Gesamtvergütung für den Verwaltungsrat und die Gesamtvergütung für die Konzernleitung für 2022 genehmigt sowie den unabhängigen Stimmrechtsvertreter und die Revisionsstelle für ein Jahr wiedergewählt. Im Sinne einer unverbindlichen Konsultativabstimmung haben die Aktionärinnen und Aktionäre zudem den Vergütungsbericht 2020 genehmigt.

 

Die Aktionärinnen und Aktionäre beschlossen zudem die Schaffung von neuem genehmigten Kapital. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, bis zum 6. Mai 2023 das Aktienkapital durch Ausgabe von höchstens 10 000 000 vollständig zu liberierenden Namenaktien von je 0.20 Schweizer Franken Nennwert im Maximalbetrag von 2'000'000 Franken zu erhöhen. Entsprechend wird Artikel 5 der Statuten angepasst.

 

Die nächste ordentliche Generalversammlung der Stadler Rail AG findet voraussichtlich am 5. Mai 2022 statt.



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Stadler fürchtet Industriespionage in Deutschland

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler befürchtet, dass seine Betriebsgeheimnisse in fremde Hände geraten könnten. Man betrachte es mit Sorge, dass die deutsche Tochtergesellschaft des russischen Konkurrenten Transmashholding (TMH) in Zukunft die Wartung der Regionalzüge für den Bahnbetreiber Go-Ahead Bayern übernehme, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber der Welt am Sonntag.  Von einem "Wirtschaftskrimi". schreibt die Augsburger Allgemeine. "Besonders kritisch sehen wir dabei, dass es sich hier um russische Wettbewerber handelt, die in den europäischen Markt drängen und so Zugang zu geschützter und dem Betriebsgeheimnis unterliegender Technologie erhalten könnten", erklärte der Sprecher.

Go-Ahead Bayern Flirt 3 im Bau bei Stadler Deutschland GmbH in Berlin Pankow                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der britische Betreiber Go-Ahead widersprach der Befürchtung, wollte die Sache aber nicht näher kommentieren. TMH wies laut der Zeitung darauf hin, dass die Zughersteller dem Betreiber für die Wartung der Züge die zugehörigen Wartungshandbücher zur Verfügung stellen müssen. Dies sei gängige Praxis in der Bahnindustrie. Ausserdem enthielten diese Dokumente "keine technischen Zeichnungen oder Ähnliches, die es erlauben, den Zug neu zu konstruieren und zu bauen“, wird eine TMH-Sprecherin zitiert.

 

Für die künftige Instandhaltung der Fahrzeugflotte baut TMH Germany derzeit für 40 Millionen Euro ein neues Servicewerk in Langweid bei Augsburg. Am 1. Februar 2021 ist das technische Team von TMH Germany zu seinem ersten Arbeitstag in Augsburg zusammengekommen. Bis zum Start von Go-Ahead auf dem E-Netz Allgäu mit den Stadler-Zügen werde das Team aus Mechatronikern und Industrieelektronikern in einem gemieteten Werk in Augsburg "umfassend in der leichten und schweren Wartung geschult, unter anderem anhand der neuen Züge, die bald in Augsburg eintreffen werden", schreibt Go-Ahead. Insgesamt sollen dort 56 Züge von Hersteller Siemens – davon 44 dreiteilige Mireo und 12 fünfteilige Desiro HC – sowie 22 vierteilige Stadler-Triebzüge des Typs Flirt 3 für das E-Netz Allgäu repariert und gewartet werden.

 

TMH Germany ist erst im Jahr 2020 gegründet worden und bietet Bahnunternehmen unabhängig davon, wer deren Rollmaterial hergestellt hat, seine Serviceleistungen an. Am 1. Dezember 2020 erhielt TMH Germany von Go-Ahead den Auftrag, während zwölf Jahren jene Flotte aus 78 elektrischen Triebzügen zu warten, die Go-Ahead schwergewichtig im Süden Bayerns einsetzen wird.

 

 

Stadler FLIRT für Go-Ahead für das E-Netz Allgäu

 

Ab Dezember 2021 wird Go-Ahead Bayern den Zugbetrieb von München über Memmingen nach Lindau im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und des baden-württembergischen Verkehrsministeriums übernehmen. Ein Jahr später kommt der Regionalverkehr rund um Augsburg mit den Strecken nach München, Ulm, Donauwörth und weiter bis Aalen und Würzburg hinzu.

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Start in den Fernverkehr und Coronapandemie prägen SOB-Geschäftsjahr 2020

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) blickt auf ein prägendes Jahr 2020 zurück. Erfolgreich verlief mit dem Treno Gottardo der Start in den Fernverkehr. Wegen der Coronapandemie sanken die Verkehrserträge und Fahrgastzahlen. Für das Geschäftsjahr 2020 weist die SOB einen Verlust von 6,4 Millionen Franken aus. Während die Coronapandemie die Südostbahn unerwartet traf, waren die Vorinvestitionen für den Eintritt in den Fernverkehr einkalkuliert.

Schweizerische Südostbahn (SOB) "Treno Gottardo" in Bellinzona                                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Im vergangenen Jahr reisten im regionalen Personenverkehr (RPV) coronabedingt weniger Fahrgäste mit der Südostbahn. Der Rückgang betrug rund 27%, von 13,66 Millionen Fahrgästen 2019 auf 9,95 Millionen. Dies schlägt sich auch in den Verkehrserträgen nieder, die gegenüber dem Vorjahr um 20,4% auf 41,8 Millionen Franken sanken (2019: 52,5 Mio.). Mit 51,3 Millionen Franken benötigte der RPV jedoch in etwa die gleichen Abgeltungen wie im Vorjahr (51,4 Millionen Franken). Dank Sparanstrengungen über das gesamte Unternehmen hinweg und mit der Auflösung von Reserven resultiert im Bereich des Regionalen Personenverkehrs ein Defizit von 2,25 Millionen Franken. Im Ergebnis bereits eingerechnet ist die beim Bund beantragte Coronadefizitdeckung in der Höhe von 2,69 Millionen Franken.

 

Thomas Küchler, Vorsitzender der SOB-Geschäftsleitung sagt mit Blick auf das Coronajahr: «Für den öV sind die Auswirkungen der Coronapandemie ein klarer Fingerzeig, dass das System schneller und grundlegender in Richtung vernetzte Mobilität und Freizeitverkehr weiterentwickelt werden muss. Denn bei unserem bisherigen Kerngeschäft, dem Pendler- und Geschäftsreiseverkehr, entsteht durch Home-Office und die kommenden Effizienzsteigerungen beim Individualverkehr massive Konkurrenz.»

 

Im Geschäftsjahr 2020 startete die Südostbahn in den Fernverkehr. Mit dem Treno Gottardo verbindet die SOB Deutschschweizer Städte mit den Tourismusregionen in den Kantonen Uri und Tessin über die Gotthard-Bergstrecke. Die Vorleistungen für den Fernverkehr generieren in den nicht abgeltungsberechtigten Sparten einen geplanten Verlust von 6 Millionen Franken, der vor allem auf Ausbildungskosten für zusätzliches Personal zurückzuführen ist. «Diese Vorinvestitionen werden in den kommenden Jahren über die mit der SBB als Inhaberin der Fernverkehrskonzession vereinbarten Zahlungen zurückgeführt», erklärt Thomas Küchler. Durch die Inbetriebnahme des Fernverkehrs erhöhte sich der Personalbestand der SOB im Geschäftsjahr 2020 von 605 auf 696 Vollzeitstellen.

 

In der Sparte «Infrastruktur» stiegen die Abgeltungen um 4,5 Millionen Franken auf 52,4 Millionen. Dies ist wie in den Vorjahren auf höhere Abschreibungen zurückzuführen. Der Geschäftsbereich weist ein positives Ergebnis von 1,84. Millionen Franken aus. Die Südostbahn konnte im vergangenen Jahr die Leistungsvereinbarung 2017-2020 für Infrastrukturprojekte erfolgreich abschliessen.

 

2021 wird die Südostbahn mit der Inbetriebnahme der zweiten Fernverkehrslinie «Aare Linth» (Bern–Olten–Zürich–Chur) einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte erreichen. Die Vorbereitungsarbeiten, wie die Rekrutierung und Ausbildung neuer Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter und die Auslieferung neuer Fahrzeuge, sind auf Kurs. Diese Investitionen aber auch die nach wie vor geltenden Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden auch das Geschäftsergebnis des Jahres 2021 prägen. «Langfristig gesehen gehen wir trotz Corona aber von einer steigenden Mobilitätsnachfrage aus», sagt Thomas Küchler. «Gerade im Freizeitbereich liegt grosses Potenzial, welches wir unbedingt für den ÖV erschliessen wollen.» Dieses Engagement treibt die Südostbahn in Zusammenarbeit mit Tourismusorganisationen weiter voran.




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ICE-Werk Nürnberg: Standortsuche geht in die nächste Phase

Die Deutsche Bahn (DB) baut ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Nürnberg und investiert dafür rund 400 Millionen Euro. Mehr als 450 Menschen werden im zehnten Werkstandort des DB-Fernverkehrs hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze finden. Die Suche möglicher Standorte für das Werk im Vorfeld der Genehmigungsverfahren hat neun mögliche Gebiete ergeben. Diese werden in den kommenden Monaten eingehend geprüft und bewertet. Die Betriebsaufnahme ist für 2028 geplant. Mittelpunkt des Werks ist eine 450 Meter lange Wartungshalle. Auf sechs Gleisen können dort pro Tag bis zu 25 ICE-Züge fit gemacht werden.

(v.l.n.r) Ronald Pofalla, Vorstand DB-Infrastruktur,  Kerstin Schreyer, Bayerische Verkehrsministerin,  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer,  Marco König, Oberbürgermeister von Nürnberg und Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand                                                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Deutsche Bahn (DB) baut ihre Fernverkehrsflotte in den kommenden Jahren deutlich aus und erhöht dafür ihre Werkstattkapazitäten. Rund 400 Millionen Euro plant die DB in ein neues ICE-Instandhaltungswerk in der Bahn-Metropole Nürnberg zu investieren. Die Suche möglicher Standorte für das Werk im Vorfeld der Genehmigungsverfahren hat neun mögliche Gebiete ergeben. Diese werden in den kommenden Monaten eingehend geprüft und bewertet. Mit dem neuen ICE-Werk entstehen 450 neue Arbeitsplätze. Das Werk wird zu den modernsten Europas gehören und zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben.

 

"Das Wachstum des Verkehrs auf der Schiene und die Einführung des Deutschlandtaktes machen einen Ausbau von Flotten und Werken erforderlich. Denn eine starke Schiene braucht zuverlässige Züge. Im neuen Werk in Nürnberg können wir bis zu 25 ICE-Züge pro Tag fit machen und zudem den wichtigen Bahnknoten in Franken stärken“, betont Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern.

 

In den letzten Monaten hat die DB die Flächensuche ausgedehnt und mögliche Standorte anhand objektiver Kriterien miteinander verglichen. Auch die Flächenplanung für das neue Werk wurde geprüft und optimiert. Der Längenbedarf für das Werksgelände konnte von rund 5,5 km auf rund 3,2 km reduziert werden. Damit ergeben sich in der Region mehr Möglichkeiten. "Wir haben rund 70 potenzielle Standorte betrachtet und werden die neun betrieblich geeigneten Flächen im nächsten Schritt detaillierter untersuchen“, erklärt DB-Projektleiter Carsten Burmeister.

 

 

Neun mögliche Standorte

 

Die Standorte Allersberg/Pyrbaum, Nürnberg-Altenfurt/Fischbach, das ehemalige Munitionslager (MUNA) Feucht sowie das Gebiet südlich der MUNA erfüllen die notwendigen Voraussetzungen. Hinzu kommen weitere mögliche Standorte bei Heilsbronn, Müncherlbach, Raitersaich, Mimberg und Ezelsdorf.

 

Für diese Standorte erstellt die DB nun die erforderlichen Gutachten für das Raumordnungsverfahren, das im November beginnt. In dem Verfahren prüft die Regierung von Mittelfranken, welche der im November verbliebenen Standorte mit den Grundsätzen der Raumordnung vereinbar sind. Nach dem Einreichen der Antragsunterlagen bei der Raumordnungsbehörde werden diese öffentlich ausgelegt.

 

Verwaltungen, Kommunen, Naturschutzorganisationen sowie die Öffentlichkeit können sich an dem Verfahren beteiligen, das mit den landesplanerischen Beurteilungen für die Flächen durch die Regierung von Mittelfranken endet.

 

 

Dialogveranstaltungen im Mai und Juni

 

Bereits vor Beginn des Raumordnungsverfahrens stellt die DB die Zwischenergebnisse öffentlich vor. Interessierte Bürger:innen finden ab dem 29. April aktualisierte Informationen auf der Projektwebsite. Ab Mai bietet die DB Bürgerdialoge zu den neun Standorten an. In den Veranstaltungen können sich Bürger:innen zum aktuellen Planungsstand informieren und mit dem DB-Projektteam sowie den Planungsbüros und Gutachtern austauschen. Interessierte Bürger:innen können sich ab dem 18. Mai 2021 auf der Projektwebsite zu den Terminen anmelden.




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Die erste und letzte Zugfahrt via San Bernardino

Mit der Einstellung des Museumsbetriebes im Dezember 2013 wurde es still im Misox. Nachdem die Bahn mittlerweile über weite Strecken abgebaut wurde und ein Museum in Grono gescheitert ist, hat der ehemalige RhB Triebwagen BDe 4/4 491 seine letzte grosse Fahrt angetreten. Der letzte Zeitzeuge des Fahrzeugparks der ehemaligen Misoxerbahn wurde in der Nacht von Dienstag 27. auf Mittwoch 28. April 2021 über die A13 von Grono nach Landquart transportiert!

Der "Misoxer" unterwegs auf der A13 via San Bernardino                                Foto: Bahnmuseum Albula / Roman Sommer

 

 

 

 

Der ehemalige Triebwagen BDe 4/4 491 der Ferrovia Mesolcinese wird in den kommenden Wochen von der RhB Hauptwerkstätte in Landquart sanft restauriert, bevor er Ende Mai 2021 nach Bergün überstellt wird. Ab Mitte Juni 2022 wird der letzte Zeitzeuge der Misoxerbahn vor dem Bahnmuseum Albula zukünftig als Grotto 491 seine Geschichte und Erinnerungen erzählen.

 

 

Der BDe 4/4 491 für die Strecke Bellinzona - Mesocco (BM) der Rhätischen Bahn RhB

 

Mit der Übernahme der BM durch die RhB im Jahr 1942 stellte man fest, dass sowohl die Infrastruktur wie auch das Rollmaterial nicht mehr den damaligen Bedürfnissen entsprach. Ein umfänglicher Restaurierungs- und Modernisierungsprozess wurde mit den knappen Finanzierungsmitteln der RhB vollzogen.

 

Die Beschaffung von sechs neuen Gleichstromtriebwagen für die Chur - Arosabahn und die allgemeine Verkehrszunahme im Misox führte dazu, dass zwei der neuen Triebwagen so ausgerüstet wurden, dass diese auch auf der Misoxerlinie verkehren konnten.

 

Zusätzlich wurde ein weiteres Fahrzeug nur für die Misoxerlinie beschafft. Da das neue Fahrzeug vorerst vorwiegend im Güterverkehr eingesetzt werden sollte, wurde nur eine begrenzte Anzahl Sitzplätze eingebaut. Dafür war das Gepäckabteil grösser. Das Fahrzeug war jedoch so vorbereitet, dass ein weiteres Personenabteil eingerichtet werden konnte.

 

Mit dem Bau des Motorwagen BDe 4/4 491 im Jahre 1958 wurden die gleichen Firmen betraut, die schon die Motorwagen-Serie ABFe 4/4 481 - 486 in Auftrag gehabt haben, d.h. die Firmen: Schweizerische Wagonsfabrik Schlieren, S.A. des Ateliers de Sécheron, Genf und A.G. Brown, Boveri & Cie., Baden.

 

Bis 2003 befand sich das Fahrzeug im Eigentum der Rhätischen Bahn und bewähre sich ausserordentlich gut. Danach ging er an die Museumsbahn Ferrovia Mesolcinese, die auf dem verbliebenen Reststück der BM zwischen Castione und Cama einen Museumsbahnbetrieb aufrecht, erhielt. Seit 2013 steht der Triebwagen abgestellt im ehemaligen Depot Grono.

 

 

Das Grotto 491 als Teil vom Modellbahnerlebnis Bergün

 

Das Modellbahnerlebnis bedeutet eine beträchtliche Erweiterung des Bahnmuseums Albula. Das grosse Grundstück westlich des Bahnmuseums ist der perfekte Standort für die Realisierung dieses zukünftigen Besuchermagnets. Im Mittelpunkt steht eine LGB Gartenbahn mit Highlights der Albula-/ Berninalinie wie zum Beispiel der Landwasserviadukt, Brücken und Tunnels der Strecke Bergün – Preda oder der Kreisviadukt Brusio im Puschlav. Durch diese Attraktionen der Rhätischen Bahn führt ein Spazierweg zu einem grosszügig angelegten Kinderspielplatz. Ausgangspunkt zum Park und kulinarisches Highlight wird das Grotto 491 im BDe 4/4 491 sein. Der Spatenstich ist auf das 10 Jahre Jubiläum des Bahnmuseums Albula im 2022 geplant.


Fotoalbum:  - Auflad des Triebwagens in Grono
                      - Überfuhr über die A13 von Grono via Mesocco - San Bernardino - Thusis nach Landquart
                      - Ablad in der RhB Hauptwerkstätte in Landquart


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Auch in Berlin ist der Vordereinstieg beim Bus ab 3. Mai wieder möglich

Bei den Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe BVG öffnet bald auch wieder die vordere Tür. Mit dem, bis auf wenige Ausnahmen, abgeschlossenen Umbau der Fahrerarbeitsplätze in den Linienbussen können Fahrgäste ab Montag, 3. Mai 2021, wieder vorne einsteigen. Um eine gute Durchlüftung der Fahrzeuge und einen Fahrgastwechsel mit möglichst viel Abstand zu gewährleisten, bleibt der Zustieg mit gültigem Ticket weiterhin auch durch die hinteren Türen möglich.

Nach dem Einbau von Trennscheiben ist der Vordereinstig beim Bus wieder möglich                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Berliner Verkehrsbetriebe hatten gleich zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 zum Schutz von Fahrpersonal und Fahrgästen den Ticketverkauf im Bus eingestellt, die erste Tür geschlossen und den Fahrerbereich zunächst provisorisch mit Folien abgetrennt. Seitdem wurden rund 1.400 Busse mit Trennscheiben für den Fahrerarbeitsplatz ausgerüstet. Die BVG investierte hierfür rund 2,1 Millionen Euro, die Vielzahl der in Berlin eingesetzten Busmodelle machten Beschaffung und Einbau der Trennscheiben sehr aufwändig.

 

Eine Untersuchung der Technischen Universität Berlin und der Charité im Auftrag der BVG hatte jüngst bestätigt, dass die neu eingebauten Trennscheiben effektiv die Ausbreitung von Aerosolen aus dem Fahrgastraum zum Fahrpersonal verhindern und dieses gut abschirmen. Hinzu kommt der positive Effekt der Maskenpflicht: Seit April 2020 müssen Fahrgäste im Berliner Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen, seit März dieses Jahres sind dabei FFP2-Masken vorgeschrieben. Die Maskendisziplin ist seit Monaten konstant hoch und liegt täglich im Bereich von 97 bis 99 Prozent.

 

Mit der Wiedereröffnung der vorderen Tür folgt die BVG dem Beispiel der meisten anderen Verkehrsunternehmen in Deutschland, die den Umbau aufgrund kleinerer und einheitlicher Flotten schneller realisieren konnten und den Vordereinstieg zum Teil bereits seit längerem wieder ermöglichen. Für einen möglichst reibungslosen Schülerverkehr und zur Entlastung einzelner Linien werden noch einige, eigentlich schon ausgemusterte Busse ohne verglasten Fahrerarbeitsplatz eingesetzt. Bei diesen Fahrzeugen bleibt die vordere Tür weiter geschlossen.

 

 

Pilotprojekt zum kontaktlosen Ticketkauf

 

Parallel dazu startet die BVG in einem Pilotprojekt den kontaktlosen Ticketverkauf im Bus. Fahrscheine gibt es dann auch wieder im Fahrzeug. Bezahlt wird mit Girokarte („EC-Karte“) und Kreditkarte oder mit Smartphone-Technologien wie Apple- oder Google-Pay. So wird ein naher und längerer Kontakt zwischen dem Fahrpersonal und den Kund*innen vermieden.

 

"Um unsere Mitarbeiter*innen und Fahrgäste zu schützen, haben wir im März 2020 sofort reagiert und den Vordereinstieg geschlossen. Das vergangene Jahr haben wir genutzt, um mit Medizinern, Wissenschaftlern und Technikern daran zu arbeiten, unseren Mitarbeiter*innen und Fahrgästen schnell wieder ein möglichst sicheres Umfeld zu schaffen. Erst jetzt, wo uns das gelungen ist, können wir guten Gewissens wieder den Vordereinstieg und ein kontaktloses Bezahlen ermöglichen. So vereinen wir zeitgemäßen Vertrieb mit flüssigem Fahrgastwechsel“, sagt Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG. "Neben der derzeit wichtigen Kontaktreduzierung, geht so der Fahrscheinerwerb an jeder Haltestelle sehr viel schneller und die Abfahrt kann zügiger erfolgen. Zur Unterstützung unseres Pilotprojekts werden wir ab Juni außerdem eine übertragbare und wiederaufladbare anonyme Guthabenkarte anbieten, die beim Ticketkauf wie eine EC- oder Kreditkarte eingesetzt werden kann. Was viele von uns schon von Reisen in andere Länder kennen, soll so auch bei uns ganz alltäglich werden und den öffentlichen Nahverkehr noch digitaler und noch attraktiver machen.“

 

Bezahlt werden die Fahrscheine im Bus kontaktlos per NFC-Technologie. Die Abkürzung steht für Near Field Communication (Nahfeldkommunikation). Diese Technik ist bereits in den allermeisten EC- und Kreditkarten integriert und an dem Symbol mit vier geschwungenen Strichen zu erkennen. Fahrgäste ohne entsprechende Karte können Tickets weiterhin am Automaten oder in den Verkaufsstellen erwerben.

 

In den vergangenen Monaten hat die BVG bereits die Anzahl der Verkaufsstellen erhöht. So gibt es über die Stadt verteilt neben den jetzt ca. 300 Agenturen noch 700 stationäre Automaten, 200 Hotels mit Ticketvertrieb und neun Kundenzentren, die Tickets im Vorverkauf anbieten. Dazu kommen drei BVG-Apps mit Ticketkauf zum sofortigen Fahrtantritt und selbstverständlich noch alle Vertriebsstellen der S-Bahn.

 

Die neue Guthabenkarte, die außer im Bus perspektivisch auch an den stationären BVG-Ticketautomaten genutzt werden kann, wird voraussichtlich ab Juni in allen BVG-Verkaufsstellen sowie im stationären Einzelhandel erhältlich sein. Eine große Gruppe derer, die womöglich keine EC- oder Kreditkarte haben, ist übrigens gar nicht betroffen: Die Berliner Schüler*innen. Sie haben ja bereits ein kostenfreies Schüler*innenticket.

 

Für die dauerhafte Einführung des kontaktlosen Vertriebs im Bus, der nun zunächst in einem Pilotprojekt umgesetzt wird, wird die BVG einen Tarifantrag bei der Tarifgenehmigungsbehörde stellen.


BVG Update vom 29. April 2021 / 19.00 h

 

 

Gemeinsam für Sicherheit

 

Nach erneuten Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretungen und mit Rücksicht auf die Besorgnis vieler Fahrer*innen bleiben die Vordertüren an den Bussen der BVG vorerst weiterhin für den Fahrgastzustieg gesperrt. Darauf einigten sich am Rande der heutigen Sitzung des BVG-Aufsichtsrates einvernehmlich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite.

 

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: "Selbstverständlich nehmen wir die Sorgen unserer Fahrer*innen sehr ernst und können die Beunruhigungen in den Zeiten der Pandemie nachvollziehen. Wir haben uns nun gemeinsam darauf verständigt, zu den bisherigen Messungen im Fahrgastraum noch eine weitere Messung zum Verlauf der Aerosole direkt an den inzwischen umgebauten Fahrerarbeitsplätzen durchführen zu lassen. Wir gehen davon aus, dass so auch die letzten Sorgen vor einer eventuellen Ansteckungsgefahr abgebaut werden können. Gemeinsames Ziel ist es, dass alle Massnahmen, die wir nun seit Beginn der Pandemie zum Schutz unserer Fahrer*innen unternommen haben, jegliche Gefährdung wirksam minimieren."

 

Die ursprünglich für den 3. Mai 2021 angekündigte Wiedereröffnung des Vordereinstiegs an den Bussen der BVG wird daher nun bis zur Auswertung der Untersuchungsergebnisse verschoben. Das gilt natürlich auch für das angekündigte Pilotprojekt zum kontaktlosen Bezahlen.

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S-Bahn TILO verbindet die Tessiner Zentren nun schneller und häufiger

Wegen coronabedingter Verzögerungen auf Baustellen verkehrten die Züge im Tessin vom 13. Dezember 2020 bis 4. April 2021 gemäss einem Zwischenfahrplan. Mit dem Abschluss der Arbeiten auf der Strecke zwischen Contone und Tenero anfangs April wurde es möglich, den definitiven Fahrplan 2021 einzuführen. Am Ostermontag, 5. April 2021 hat die SBB dann auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

Die neue Linie S90 startet in Giubiasco und fährt via Ceneri-Bergstrecke nach Lugano                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten anfangs April auf der Strecke zwischen Contone und Tenero wurde es auch im Tessin möglich, den endgültigen Fahrplan 2021 einzuführen, dieser gilt nun wie in der ganzen Schweiz bis zum 11. Dezember 2021.

 

 

Mehr Verbindungen im Tessiner Regionalverkehr

 

Mit dem definitiven Fahrplan wurden im Tessin von der SBB auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

Folgende Änderungen am Übergangsfahrplan wurden vorgenommen:

 

 

RE80:   Neue Direktverbindungen Locarno–Lugano–Chiasso

  • Die neue Linie RE80 verbindet Mailand und den Sottoceneri via Ceneri-Basistunnel direkt mit Locarno.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt auf der Strecke Locarno–Lugano–Chiasso und im Stundentakt auf der Strecke Milano Centrale–Chiasso.
  • Die Reisezeit zwischen Lugano und Locarno beträgt rund 30 Minuten.
  • Die Züge halten in Locarno, S. Antonino, Cadenazzo, Riazzino, Gordola, Tenero, Lugano, Lugano-Paradiso, Mendrisio, Chiasso, Como S. Giovanni, Como Camerlata, Seregno, Monza und Milano Centrale.
  • Die Linie RE10 ist nicht mehr in Betrieb; zwischen Bellinzona und Lugano wird sie durch die Linie S10 ersetzt.

 

 

S10:   Neue Direktverbindungen zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona

  • Die Reisezeit zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Die Linie S10 bedient die Haltestellen der Ceneri-Bergstrecke (Rivera-Bironico, Mezzovico, Taverne-Torricella, Lamone-Cadempino) nicht mehr.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt zwischen Como S. Giovanni–Chiasso–Lugano–Bellinzona bis nach Biasca. Zwischen Biasca und Lugano verkehrt ein Schnellzug im Halbstunden- anstatt im Stundentakt.
  • Während der Hauptverkehrszeiten sind Direktverbindungen zwischen Airolo und dem Sottoceneri geplant.
  • Zwischen Biasca und Mendrisio verkehren die S10 und die S50 weiterhin gemeinsam als Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

S90:   Neue Linie auf der Ceneri-Bergstrecke

  • Die Züge der neuen Linie S90 verkehren zwischen Giubiasco und Lugano via Ceneri-Bergstrecke.
  • Zwischen Lugano und Giubiasco verkehren die Züge der S90 im Halbstundentakt und bedienen die Haltestellen Lamone-Cadempino, Taverne-Torricella, Mezzovico und Rivera-Bironico.
  • Zwischen Lugano und Mendrisio verkehren die Züge der S90 im Stundentakt. Sie halten in Lugano Paradiso, Melide, Maroggia-Melano, Capolago-Riva S. Vitale und Mendrisio San Martino. 

 

 

S20:   Neue Endstation in Castione-Arbedo

 

  • Die S20 verkehrt im Halbstundentakt auf der Strecke Castione–Arbedo–Bellinzona–Locarno mit optimierten Anschlüssen an den Fernverkehr in Bellinzona.

S30:   Verbindungen im Zweistundentakt bestätigt

  • Die Verbindungen der S30 im Zweistundentakt sind bestätigt.
  • Die Anschlüsse in Cadenazzo werden in alle Richtungen optimiert: ab/nach Lugano–Chiasso, ab/nach Bellinzona und ab/nach Locarno.
  • Zwischen 9.00 und 13.00 Uhr wird die S30 durch Busse ersetzt.
  • Noch bis zum 6. Mai 2021 werden die Verbindungen der S30 infolge von umfassenden Bauarbeiten auf der Strecke durch Busse sichergestellt.

 

 

S40/S50:

  • Die Linie S40 verbindet Como S. Giovanni-Mendrisio-Varese im Stundentakt.
  • Die Linie S50 verbindet Biasca–Bellinzona–Lugano–Varese und verkehrt im Stundentakt bis zum Flughafen Malpensa.
  • Die Linien S40 und S50 ermöglichen eine Verbindung zwischen Mendrisio und Varese im Halbstundentakt.
  • Die Reisezeit nach Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Zwischen Bellinzona und Mendrisio verkehren die Züge der S50 und der S10 weiterhin gemeinsam in Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

Baustellen mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr

 

  • Noch bis zum 6. Mai 2021 ist die Strecke Cadenazzo–Luino für den Verkehr gesperrt (Infrastrukturarbeiten auf der italienischen Seite). Sämtliche Züge zwischen Cadenazzo und Luino werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom  25. und 26. April, 2. und 3. Mai, 30. und 31. Mai sowie vom 6. und 7. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Giubiasco und Bellinzona aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 10. und bis am 14. Mai 2021 fallen die letzten Züge zwischen Chiasso und Como aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom 6./7., 13./14. und 20./21. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Bellinzona und Taverne via Ceneri-Bergstrecke aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In der Nacht vom 20./21. Juni 2021 ist der Bahnhof Chiasso für den Verkehr gesperrt. Die letzten S-Bahn-Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) sowie die letzten Verbindungen zwischen Lugano–Bellinzona–Locarno fallen aus und werden durch Busse ersetzt.
  • An den Wochenenden zwischen dem 31. Juli und dem 1. August sowie zwischen dem 7. und dem 8. August 2021 fährt die S10 nur bis Castione-Arbedo anstatt bis Biasca. Die Reisenden benutzen die Linienbusse zwischen Castione und Biasca.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 6. bis am 10. September 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt.
  • Von Samstag, 9. Oktober 22.00 Uhr bis Montag, 11. Oktober 6.00 Uhr fährt die S20 nur bis Bellinzona. Die Reisenden nach Castione benutzten die S10.
  • In den beiden Nächten vom 10. bis 11. Oktober sowie vom 17. bis 18. Oktober 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Taverne und Melide aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den fünf aufeinanderfolgenden Nächten vom 24. bis am 30. Oktober 2021 fallen die Züge zwischen Locarno und Cadenazzo von 22.25 bis 4.00 Uhr aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 29. November bis am 3. Dezember 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt. 

 

 

Fernverkehr

  • Neue Abfahrtszeiten der IC-Verbindungen:  Abfahrt Lugano (xx.02 / xx.30) und Abfahrt Bellinzona (xx.18 / xx.47).

 

Mit dem Treno Gottardo ist Locarno nun umsteigefrei über die Gotthardbergstrecke aus der Deutschschweiz erreichbar. Stündlich alternierend verbindet die Schweizerische Südostbahn (SOB) Basel, Olten und Luzern respektive Zürich und Zug mit Arth-Goldau sowie den Tourismusregionen in den Kantonen Schwyz, Uri und Tessin. Wegen den coronabedingten Verzögerungen auf den Baustellen im Tessin verkehrten die Züge seit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember nur bis Bellinzona und mit 20-minütigem Aufenthalt in Airolo. Diese Wartezeit in Airolo entfällt nun; zwischen Bellinzona und Locarno hält der Treno Gottardo auch in Giubiasco, Cadenazzo und Tenero.


Fernverkehr, S-Bahn und dazu noch der Güterverkehr: In Giubiasco geht's Schlag auf Schlag...


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ÖBB Bilanz 2020: Mit ruhiger Hand durch die Krise gesteuert – Rekordinvestitionsplan bis 2026

Trotz schwieriger Umstände und grosser Herausforderungen durch die Covid-Krise ist es im Jahr 2020 gelungen, den starken Umsatzeinbruch von 700 Millionen Euro abzufedern. Durch schnelles Gegensteuern und massive Einsparungen von rund 380 Millionen Euro konnten die ÖBB mehr als die Hälfte des Umsatzentfalls selbst schultern. Dazu kam ein grundvernünftiges Eisenbahnpaket der Bundesregierung als Hilfe für den gesamten Sektor. Schlussendlich weist die Bilanz des Vorjahres für alle ÖBB-Teilkonzerne jeweils eine schwarze Null aus. Durch aktives Krisenmanagement ist dem Konzern ein ausgeglichenes Ergebnis mit einem leichten Plus (EBT knapp 59 Millionen Euro) gelungen.

Trotz wenig Fahrgästen wurde auch der Verkehr zum Flughafen Wien jederzeit aufrechterhalten      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä: „2020 war ein hartes Jahr, das natürlich auch die ÖBB enorm herausgefordert hat. Covid-19 hat uns einen Umsatzeinbruch von 700 Millionen Euro beschert. Wir haben sehr rasch mit Gegenmaßnahmen begonnen und von Beginn an konsequent durch die Krise gesteuert. Damit ist es uns gelungen, 380 Millionen Euro aus eigener Kraft einzusparen. Die Möglichkeit zur Kurzarbeit und das umsichtige Eisenbahnpaket der Bundesregierung mit rund 200 Millionen Euro – Stichwort Notvergabe auf der Weststrecke, Zusatzbestellungen und Absenkung der Schienenmaut – haben uns ermöglicht, 2020 ausgeglichen abzuschließen.

 

ÖBB-Finanzvorstand Arnold Schiefer: „Das leicht positive EBT ist vor allem im Hinblick auf die Sicherstellung der Investitionsfähigkeit des gesamten ÖBB Konzerns wichtig. Damit sichern wir uns nicht nur das Vertrauen auf den Finanzmärkten, sondern auch möglichst attraktive Finanzierungskonditionen. Immerhin tätigen wir in den kommenden Jahren bis 2026 Investitionen in Höhe von über 25 Milliarden Euro.“

 

 

Personenverkehr mit mehr als 90 Prozent minus bei Fahrgästen

 

Während der gesamten Covid-Krise haben die ÖBB die umweltfreundliche Mobilität mit Bahn und Bus in ganz Österreich aufrechterhalten. Damit war gewährleistet, dass die „SystemerhalterInnen“ sicher und rechtzeitig in die Arbeit und nach Hause kommen – die Verkäuferin, die Polizistin, der Krankenpfleger etc. 2020 haben 286,5 Millionen Fahrgäste die ÖBB-Mobilitätsdienste genutzt. Insgesamt waren dies 190 Millionen weniger als im Jahr davor. Am Höhepunkt der Krise betrug der Rückgang bei den Passagieren mehr als 90 Prozent, im Schnitt übers Jahr gesehen noch immer 40 Prozent minus. Das entspricht den Fahrgastzahlen Ende der 1980er Jahre.

 

 

Güterverkehr: Versorgung von Handel und Industrie ohne Pause gesichert

 

Die ÖBB Rail Cargo Group hat sowohl in Österreich als auch ins gesamte Europa bis nach Asien sogar am Höhepunkt der Krise jede Tonne verlässlich und sicher ans Ziel gebracht. Von Rohstoffen für die Industrie bis hin zu Pasta, Tomatensauce und Klopapier deckt die RCG das Transportspektrum ab. Das engagierte Krisenmanagement des Teams in 18 Ländern wurde im Rahmen der Kundenzufriedenheitsanalyse besonders honoriert. Gleichzeitig konnte die RCG 2020 wesentliche Akzente bei Internationalisierung und Ausbau des TransNET setzen und die Digitalisierungsinitiative mit dem GO-Live des digitalen Assistenten MIKE zum ersten Zwischenerfolg führen.

 

 

Infrastruktur: 2,6 Milliarden Euro in Erneuerung und Ausbau investiert

 

Mehr als 2,6 Milliarden Euro wurden auch im Krisenjahr 2020 in die Erneuerung und den Ausbau der Bahninfrastruktur investiert. Die rund 200 Baustellen der ÖBB-Infrastruktur waren bis auf wenige Tage auch während der Covid-Krise in vollem Betrieb - wodurch Arbeitsplätze in der gesamten Lieferkette gesichert wurden. Mit dem im Vorjahr von der Bundesregierung beschlossenen Rahmenplan 2021-2026 von 17,5 Milliarden Euro wurde außerdem das größte Investitionspaket aller Zeiten auf Schiene gebracht. Das bringt dem Wirtschaftsstandort Österreich jährlich 5 Milliarden Euro Wertschöpfung und sichert bzw. schafft pro investierter Milliarde 15.000 Arbeitsplätze.

 

„Trotz aller Widrigkeiten ist es gelungen, in allen drei Teilkonzernen, ‚schwarze Nullen‘ zu schreiben. Für diese ausgeglichenen Ergebnisse brauchte es im Krisenjahr 2020 unterschiedliche Geschwindigkeiten innerhalb des Konzerns: Im Personen- und Güterverkehr sind wir aufwandsseitig auf die Kostenbremse gestiegen, während wir beim Infrastrukturausbau weiter Gas gegeben haben. Die ÖBB haben damit einen wesentlichen Beitrag geleistet, um die österreichische Volkswirtschaft am Laufen zu halten“, erläutert Vorstandsvorsitzender Matthä die Herangehensweise beim Krisenmanagement.

 

 

Fit für die Zukunft – 25 Milliarden Euro Investitionen bis 2026 geplant

 

2021 wird für die ÖBB weiter herausfordernd bleiben. Mit zunehmender Durchimpfung der Bevölkerung und schrittweiser Rückkehr zur Normalität wollen die ÖBB wieder volle Fahrt aufnehmen und mit einem breiten Investitionsprogramm den Wirtschaftsstandort Österreich vorantreiben.

 

Für die Periode von 2021 bis 2026 liegt ein umfassender Investitionsplan mit einem Volumen von mehr als 25 Milliarden Euro vor. Ein Großteil davon – 20,6 Milliarden Euro – geht in den Ausbau der Bahninfrastruktur sowie erneuerbarer Energien. Überdies werden im Bereich Personenverkehr mit 3,4 Milliarden Euro erhebliche Mittel in die Modernisierung und Aufstockung der Zugflotte gesteckt. Nicht zuletzt wird auch in neue Nachtzüge zum Ausbau des ÖBB-Nightjet-Netzes investiert.

 

„Im Nachtzug-Segment wollen wir unsere Vorreiterrolle in Europa noch einmal deutlich ausbauen. Bereits zu Beginn des Sommers nehmen wir das bewährte Programm wieder auf – zum Beispiel nach Rom, Venedig, Mailand, Livorno. Und wir führen die neue Destination nach Amsterdam ein, zum Jahresende kommt dann endlich Paris dazu“, zählt Andreas Matthä die Destinationen des Nightjets auf.

 

 

Klimaschutzunternehmen #1 will auch bei Digitalisierung an die Spitze

 

Rund 1,5 Milliarden Euro sollen in den nächsten sechs Jahren in die Digitalisierung des Bahnsystems fließen. Durch Projekte wie die grafische Sitzplatzreservierung oder die Wegfinder-App, gekoppelt mit den ÖBB360°-Angeboten für die erste und letzte Meile, soll der Personenverkehr noch kundenfreundlicher werden. In der Infrastruktur wird an einem „digitalen Zwilling“ des ÖBB-Schienennetzes gearbeitet, um Instandhaltung und Netzauslastung effizienter und günstiger zu steuern.

 

Auch im Güterverkehr wird die Digitalisierung vorangetrieben. „Mit der End-to-End Digitalisierung wird der Güterverkehr auf der Schiene schneller und effizienter. Die Schienenlogistik wird so einfach zugänglich wie die Straßenlogistik. Da geht es direkt in die Zukunft“, führt Andreas Matthä aus. Als Arbeitgeber bleiben die ÖBB eine verlässliche Größe: bis 2025 kann pro Jahr mit 2.700 Neuaufnahmen gerechnet werden.

 

Matthä abschließend: „Durch umsichtiges Handeln der Regierung und unser eigenes, schnelles Gegensteuern mit einem konsequenten Sparkurs sind wir 2020 durchgetaucht. Die Investitionsfähigkeit und Innovationskraft der ÖBB für die Zukunft bleibt gesichert. Wir werden unsere Verantwortung als Österreichs Klimaschutzunternehmen Nr. 1 weiter wahrnehmen und bei Innovation und Digitalisierung ins Spitzenfeld der Branche ziehen.“


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Präsentation ÖBB Konzernbilanz 2020
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SBB bestellt bei Stadler weitere 60 Doppelstock-Züge

Die SBB bestellt bei Stadler für rund 1,3 Milliarden Franken 60 weitere Interregio-Doppelstockzüge. Damit schafft die SBB genügend Kapazitäten für den Angebotsausbau im Regionalverkehr und erfüllt die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes im Fernverkehr. Für die 60 Züge löst die SBB eine bestehende Option ein.

SBB Stadler KISS am Bahnhof Bern bereit als IR zur Fahrt nach Zürich HB                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit der Beschaffung der 60 Interregio-Doppelstockzüge (IR-Dosto) verstärkt die SBB die bestehende Flotte mit einem bekannten Fahrzeugtyp. 41 der Fahrzeuge tragen dazu bei, die Altflotte zu ersetzen und die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) im Fernverkehr zu erfüllen. Dieses verlangt unter anderem bis Ende 2023 hindernisfreie Einstiege in die Züge für Personen mit eingeschränkter Mobilität. 19 der Fahrzeuge werden eingesetzt, um im Regionalverkehr in den Regionen Zürich und Westschweiz Kapazitätsengpässe zu beheben, Angebotsausbauten zu ermöglichen und mehr Komfort zu schaffen. Die ersten Fahrzeuge werden ab Fahrplan 2024 eingesetzt. Die SBB ist bereits heute in Besitz von 93 IR- resp. RE-Dosto-Fahrzeugen. Für die 60 Fahrzeuge löst die SBB eine bestehende Option ein.

 

 

Veloplätze, Multifunktionsabteile und Steckdosen

 

Der IR-Dosto ist ein Triebzug und bietet auf einer Zugslänge von 150 Metern 466 Sitzplätze. Das Niederflur-Konzept erlaubt hindernisfreies Einsteigen für alle Reisenden. Die Innenausstattung entspricht dem Fernverkehrsstandard und bietet eine 2/1-Bestuhlung in der 1. Klasse. Im ganzen Zug werden Steckdosen, leicht erreichbare Veloplätze, Multifunktionsabteile mit Platz für Kinderwagen, ausreichend Toiletten und ein modernes Informationssystem angeboten. Stadler nennt den IR-Dosto «komfortablen, innovativen, spurtstarken S-Bahn-Zug» (KISS).

 

 

 

Les CFF commandent 60 trains duplex à Stadler
 
 

Les CFF commandent 60 trains duplex InterRegio supplémentaires à Stadler pour un montant de quelque 1,3 milliard de francs. Ils atteignent ainsi les capacités requises en vue du réaménagement de l'offre en trafic régional et répondent aux directives de la loi sur l'égalité pour les handicapés en trafic grandes lignes. Les véhicules sont commandés sur la base d'une option d'achat des CFF.

 

Les 60 trains duplex InterRegio (duplex IR), un type de véhicule bien connu, viendront compléter la flotte existante des CFF. 41 véhicules remplaceront l'ancienne flotte et contribueront à la mise en œuvre des prescriptions de la loi sur l'égalité pour les handicapés (LHand) en trafic grandes lignes. Cette loi exige, entre autres, que les personnes à mobilité réduite puissent accéder en toute autonomie aux trains d'ici à 2023. En outre, 19 trains permettront de remédier aux problèmes de capacités observés en trafic régional dans la région de Zurich et en Suisse romande , de réaliser des réaménagements de l'offre et d'améliorer le confort des voyageurs. Les premiers véhicules seront mis en service dès l'horaire 2024. Les CFF possèdent d'ores et déjà 93 duplex IR et duplex RE. La commande des 60 véhicules supplémentaires repose sur une option d'achat.

 

 

Places pour vélo, compartiments multifonctionnels et prises

 

Le duplex IR est une rame automotrice de 150 mètres de long qui propose 466 places assises. Le concept de plancher surbaissé permet à tous les voyageurs de monter à bord des trains sans obstacles. L'aménagement intérieur correspond au standard du trafic grandes lignes et comprend des places assises doubles et individuelles en 1re classe. L'ensemble du train est équipé de prises, de places de vélo facilement accessibles, de compartiments multifonctionnels avec un espace pour les poussettes, de toilettes en nombre suffisant et d'un système d'information moderne. Stadler décrit le duplex IR comme un «train RER rapide, confortable et innovant» (KISS).

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Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) plant einen Ridepooling-Testbetrieb

Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen verändern sich. Um diesen Veränderungen gerecht zu werden, lancieren die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) einen Ridepooling-Testbetrieb. Das Angebot ermöglicht eine für Basel neuartige, fahrplanunabhängige Form der Beförderung in Fahrgemeinschaften. Geplant ist der Start des neuen Angebots noch in diesem Jahr. Die Ausschreibung für die Bereitstellung der Software erfolgte am 7. April 2021.

Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) planen eine neue Mobilitätsform                                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen befinden sich im stetigen Wandel. Nebst der getakteten Mobilität werden die Ansprüche an die Mobilität zunehmend individueller. Dabei stehen neue Sharing-Angebote und Mobilitätsformen im Vordergrund. Um Erfahrungen mit der neuen Mobilitätsform zu gewinnen, testet die BVB in Basel-Stadt einen temporär befristeten Ridepooling-Pilotbetrieb. Der Test erfolgt im Parallelbetrieb zum bestehenden Nachtnetz, d.h. jeweils Freitag und Samstag abends/nachts, sowie ausschliesslich auf dem Kantonsgebiet Basel-Stadt.

 

«Ridepooling ist in diversen deutschen Städten bereits etabliert und wird aktuell auch in Zürich erprobt», sagt Direktor Bruno Stehrenberger. «Der Pilotbetrieb wird uns zeigen, ob Ridepooling auch in Basel Anklang findet. Es ist eine spannende und zukunftsweisende Ergänzung unseres Angebots».

 

Beim Ridepooling werden einzelne Fahrgäste mit ähnlichem Start und Ziel zu Fahrgemeinschaften gebündelt. Dabei richtet sich der Fahrgast nicht mehr nach einem vorgegebenen Fahrplan, sondern kann das Angebot individuell auf seine Bedürfnisse anpassen. Fahrgäste melden via App ihren Standort und das gewünschte Ziel innerhalb eines bestimmten Bediengebiets, ein Algorithmus berechnet die erwartete Abholzeit und die Fahrtdauer. Bei Ridepooling handelt es sich um «on-demand»-Verkehr, es wird also nur gefahren, wenn es effektiv auch Bedarf gibt.

 

 

Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)

 

Die BVB betreibt als grösste Partnerin im Tarifverbund Nordwestschweiz in Basel-Stadt und Umgebung über 182 Kilometer Tram- und Buslinien. Auf 9 Tram- und 14 Buslinien sind täglich 85 Tramkompositionen und 88 Busse im Einsatz. Seit dem Jahr 2006 wird die BVB als öffentlich-rechtliche Anstalt geführt und befindet sich zu 100 Prozent im Besitz des Kantons Basel-Stadt. 1336 BVB-Mitarbeitende sorgen 365 Tage im Jahr für einen reibungslosen Betrieb. Die BVB befördert jährlich fast 127 Millionen Fahrgäste. (Zahlen: Stand 31.12.2019)

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Bundesamt für Verkehr (BAV) beschliesst neue ERTMS-Strategie

Die Einführung von ERTMS (European Rail Traffic Management System) mit dem darin enthaltenen ETCS (European Train Control System) hat zum Ziel, europaweit einen einheitlichen Signalisierungs- und Zugbeeinflussungsstandard zu etablieren. Mit der Umsetzung der bisherigen ETCS-Strategie des BAV ist das Schweizer Normalspurnetz heute weitestgehend mit diesem Standard ausgerüstet. Die neue ERTMS-Strategie des BAV besteht aus einer Aktualisierung der ETCS-Strategie und einer Erweiterung um weitere Systeme wie die Sicherungsanlagen und den bahnspezifischen Mobilfunk GSM-R. Damit soll der Bahnverkehr noch leistungsfähiger und wirtschaftlicher gemacht und der grenzüberschreitende Verkehr weiter vereinfacht werden.

ETCS ist das europäisch standardisierte Zugbeeinflussungssystem, das auf dem schweizerischen Normalspurnetz

verwendet wird   (Veranschaulichung auf einem Nebengleis)                                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Seit der Jahrtausendwende verfolgt das Bundesamt für Verkehr (BAV) mit der ETCS-Strategie das Ziel, das schweizerische Normalspurnetz mit einem europakompatiblen und damit international durchlässigen Signalisierungs- und Zugbeeinflussungssystem auszurüsten. Seit 2018 ist das Schweizer Normalspurnetz weitestgehend interoperabel befahrbar: In- und ausländische Fahrzeuge benötigen für Fahrten auf dem Schweizer Normalspurnetz nur noch eine einzige Zugbeeinflussungsausrüstung, welche europäisch standardisiert ist.

 

Im Jahr 2020 hat das BAV eine Standortbestimmung zur ETCS-Strategie vorgenommen. Es kam zum Schluss, dass sich ETCS bewährt hat. Zugleich bestehen indes relevante Optimierungspotenziale.

 

In der Folge hat das BAV das Zielbild aktualisiert und einen entsprechenden Massnahmenplan definiert. Darin werden zusätzlich zum Zugbeeinflussungssystem die relevanten Umsysteme (Stellwerke, Leit-, Dispositions- und Funksysteme) miteinbezogen. Deshalb wird die Strategie neu als ERTMS-Strategie bezeichnet. Sie sieht einerseits vor, das Potenzial der bestehenden Systeme für eine qualitativ hochstehende Bahnproduktion auszuschöpfen. Andererseits wird kurz- bis mittelfristig ein bedarfsorientierter, aber nicht flächendeckender Weiterausbau der Führerstandsignalisierung (ETCS Level 2) angestrebt. Die flächendeckende Führerstandsignalisierung bleibt das Ziel auf lange Frist.

 

Für die Umsetzung des Massnahmenplans sind die Bahnen (Massnahmenerfüllung) und das BAV (Steuerung) verantwortlich. Das BAV stellt den Infrastrukturbetreibern über die Leistungsvereinbarungen mehrere hundert Millionen Franken zur Verfügung, um die ERTMS-Strategie umzusetzen. Die Modalitäten für die Finanzierung der erforderlichen Fahrzeugausrüstungen werden gegenwärtig durch das BAV geprüft.


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Strategie ERTMS
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RhB Bilanzmedienkonferenz: Verlustreiches 2020 für die Rhätische Bahn

Das Geschäftsjahr 2020 war auch bei der Rhätischen Bahn (RhB) stark geprägt von der Corona-Pandemie. Infolge massiv tieferer Betriebserträge und trotz frühzeitig eingeleiteter Sparmassnahmen resultiert für 2020 ein konsolidierter Gesamtverlust von 6.9 Millionen Schweizer Franken. Dies nach einem Gewinn von 7.1 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr. Ohne die COVID-19-Finanzhilfen von Bund und Kanton für den Regionalen Personenverkehr und den Autoverlad hätte der Verlust 19.9 Millionen Schweizer Franken betragen. Nur in den Sparten Güterverkehr und Infrastruktur wurden die finanziellen Ziele erreicht. Hohe Verluste der Tochtergesellschaften Glacier Express AG und Panoramic Gourmet AG führten in der Sparte Nebengeschäft zu einem hohen negativen Ergebnis.

Im Jahr 2020 erreichte der Kostendeckungsgrad im Personenverkehr der RhB mit 45.1% einen historischen Tiefstwert                                                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit gezielten Massnahmen sowie der Repriorisierung von Projekten bzw. Investitionen und dem Zurückstellen von nicht sicherheitsrelevanten und zwingenden Unterhaltsarbeiten konnten die Kosten deutlich reduziert werden. Als Reaktion auf die tiefen Frequenzen während des Shutdowns im Frühling 2020 verkehrten weniger Züge, teilweise auch ohne Zugpersonal. Die Öffnungszeiten an den Bahnhöfen wurden verkürzt. Auf Empfehlung des Bundesamts für Verkehr meldete die RhB im April Kurzarbeit von bis zu 20 Prozent an. Von Mai bis Ende Jahr erfolgte bei den Mitarbeitenden ein angeordneter konsequenter Abbau von Ferien, Mehrarbeits- und Überzeit.

 

 

Voller Einsatz unter schwierigen Bedingungen

 

Das äusserst herausfordernde 2020 war auch für die Mitarbeitenden der RhB eine grosse Belastung. Mit Inkrafttreten des ersten Shutdowns am 16. März 2020 musste auch die RhB einen Fahrplanwechsel in kürzester Zeit umsetzen und den operativen Betrieb sicherstellen. Den Mitarbeitenden gelang es, diese Herkulesaufgabe innert weniger Tage und ohne nennenswerte Probleme zu bewerkstelligen. Ebenso reibungslos konnte das System beim Lockern der Massnahmen wieder hochgefahren werden. Die ungewohnte Situation, die schnelle Entscheide und rollende Anpassungen innert kürzester Zeit verlangte, war für alle sehr herausfordernd.

 

 

Massiver Ertragseinbruch im Personenverkehr

 

Die Personenkilometer brachen um einen Drittel ein. Entsprechend sanken die Nettoerlöse aus Verkehrsleistungen in der Sparte Personenverkehr im Vergleich zum Vorjahr von CHF 98,9 Mio. auf CHF 67,9 Mio. Aufgrund der Transportpflicht konnte das Fahrplanangebot und damit die Kosten nur leicht reduziert werden. Umfangreiche Schutzmassnahmen führten zu zusätzlichen Ausgaben.

Der Kostendeckungsgrad erreichte mit 45.1% einen Tiefstwert. Dies nach dem Spitzenwert 2019 von 60.3 %.

Dank der COVID-19-Finanzhilfen von Bund und Kanton im Umfang von CHF 11,4 Mio. konnte das Spartenergebnis im Personenverkehr von brutto CHF – 18,4 Mio. auf CHF – 7,0 Mio. verbessert werden. Dies entspricht dem Wert der noch vorhandenen Reserven Art. 36 des Personenförderungsgesetzes (PBG), die damit nach der Gewinn- /Verlustverwendung 2020 vollständig aufgebraucht werden.

 

 

Starker Rückgang beim Autoverlad

 

Die Anzahl beförderter Fahrzeuge ging im Vergleich zum Vorjahr um rund 22 Prozent zurück. Der Nettoerlös fiel um 24 Prozent tiefer aus und betrug CHF 12,7 Mio. Aufgrund der beschränkten Möglichkeiten zur Kostenreduktion während der Aufrechterhaltung des Fahrplans betrug der Verlust CHF – 1,6 Mio. Dank der COVID-19-Finanzhilfe des Bundes mit einem à-fond-perdu-Betrag in gleicher Höhe ergab sich ein Spartenergebnis von Null.

 

 

Güterverkehr und Infrastruktur erreichen Ziele

 

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Güterverkehr und die Infrastruktur waren geringer als auf die anderen Sparten. Das Ergebnis in der Sparte Güterverkehr lag um CHF + 0,1 Mio. höher als im Vorjahr. Bei der Infrastruktur resultierte ein Spartenergebnis von CHF 1,8 Mio., das unmittelbar der gebundenen Reserve nach Art. 67 des Eisenbahngesetzes (EBG) zugewiesen wird. Die hohe Investitionstätigkeit zugunsten Substanzerhalt und Erneuerung der Infrastruktur konnte mehrheitlich gemäss Planung fortgeführt werden. Die Ertragsausfälle aus der Trassenpreisverrechnung wurden dank der tieferen Unterhalts- und Betriebskosten aufgefangen.

 

 

Hohe Verluste im Nebengeschäft

 

Im nicht subventionierten Nebengeschäft der RhB waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie enorm. Insgesamt resultierte ein negatives Spartenergebnis von CHF – 3,7 Mio. Die Glacier Express AG und die Panoramic Gourmet AG erlitten massive Verluste. Die Muttergesellschaften RhB und die Aktiengesellschaft Matterhorn Gotthard Bahn stellten frühzeitig notwendige Darlehen zur Verfügung. Infolge der unsicheren Wirtschaftslage und Entwicklung verbuchte die RhB die nötigen Wertberichtigungen auf den Darlehen zulasten des Jahresergebnisses 2020. Ähnliche Ertragseinbrüche verzeichneten die Segmente historische Fahrten und Bernina Express Bus.

 

 

RhB Immobilien AG mit positivem Ergebnis


Die im Juni 2020 rückwirkend auf den 1. Januar 2020 gegründete Tochtergesellschaft RhB Immobilien AG lieferte mit ihren nicht bahnbetriebsnotwendigen Immobilien einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis von rund CHF + 1,1 Mio. (exkl. Auflösung Rückstellung von CHF 27,0 Mio.).

 


Weiterhin hohe Investitionstätigkeit


Das Investitionsvolumen blieb mit CHF 415,4 Mio. hoch und hat sich gegenüber dem Vorjahr (CHF 339,4 Mio.) nochmals gesteigert. In den Substanzerhalt und den punktuellen Ausbau der Infrastruktur wurden CHF 203,5 Mio. investiert (Vorjahr CHF 255,6 Mio.). Im Verkehr und Nebengeschäft lagen die Investitionen bei CHF 211,9 Mio. (Vorjahr CHF 83,8 Mio.), hauptsächlich wegen der laufenden Beschaffung der 56 Capricorn-Triebzüge.

 


Abgeltungsvereinbarungen mit Bund und Kanton


Auf Basis der Leistungsvereinbarungen erhielt die RhB von der öffentlichen Hand Abgeltungen für ungedeckte Betriebskosten und Abschreibungen von insgesamt CHF 192,9 Mio. Davon entfielen CHF 91,2 Mio. auf die Finanzierung des Personenverkehrs, CHF 6,9 Mio. auf den Güterverkehr, CHF 1,8 Mio. auf den Autoverlad Vereina und CHF 92,9 Mio. auf die Infrastruktur (Betrieb und Abschreibungen). Darin enthalten sind auch COVID-19-Finanzhilfen à-fonds-perdu von CHF 11,4 Mio. (Personenverkehr) und CHF 1,6 Mio. (Autoverlad).

 


Solide Bilanz und enge Überwachung der Liquidität


Die flüssigen Mittel sanken, auch als Folge der deutlich tieferen Erträge und hohen Investitionen, auf rund CHF 105 Mio. Die zusätzlichen Investitionen beim Rollmaterial (Beschaffung Capricorn-Triebzüge) und in der Infrastruktur wurden durch eine 3. Anleihe von CHF 100 Mio. sowie durch Mittel der Leistungsvereinbarung finanziert. Die bedingt rückzahlbaren Darlehen des Bundes nahmen um rund CHF 155 Mio. auf CHF 1 882 Mio. zu.

 


Zukunftsaussichten


Die Entwicklung bleibt aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor unsicher. Eine zuverlässige Einschätzung der finanziellen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2021 ist nicht möglich. Die RhB kann jedoch weiterhin auf die spürbare Unterstützung des Kantons Graubünden und des Bundes zählen. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der RhB sind zuversichtlich, dass sich der langfristige Wachstumstrend im ÖV, gerade im Personenverkehr, in den nächsten Jahren, vielleicht etwas abgeschwächt aber doch fortsetzen wird. Die RhB ist gut aufgestellt und in verschiedenen Sparten tätig und solid unterwegs. Die Modernisierung wird weiter vorangetrieben. Dennoch ist höchste Aufmerksamkeit auf allen Ebenen nötig.


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Rhätische Bahn AG - Auszug Geschäftsbericht 2020
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WESTbahn und ÖBB: Gemeinsamer Fahrplan bis 4. Juli 2021 verlängert

Das Klimaschutz-Ministerium hat die bestehende Notvergabe an WESTbahn und ÖBB für die Strecke Wien – Salzburg um weitere drei Monate bis zum 4. Juli 2021 verlängert.  Auf der Weststrecke bleibt es bis dann beim schon bekannten Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

Die gegenseitige Ticketanerkennung ÖBB/WESTbahn bleibt bis 7. Oktober 2020 bestehen                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Um den öffentlichen Verkehr auf der Schiene verlässlich als Grundversorgung aufrecht zu erhalten und ihn trotz der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie als Rückgrat der Mobilität zu stärken, hatte sich das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) Mitte April dazu entschieden, eine Notvergabe für die Strecke Wien - Salzburg zu machen. Seit dem 20. April 2020 betreiben ÖBB und WESTbahn die Verbindung gemeinsam und die Tickets werden gegenseitig anerkannt. Diese Regelung wurde nun für drei weitere Monat bis zum 4. Juli 2021 verlängert.

 

Auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg bleibt es daher beim Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

 

Achtung: Sparschiene-Tickets sind zuggebundene Tickets und gelten deshalb nur in dem konkret gewählten Zug.

 

Erworbene Tickets – egal ob von ÖBB oder WESTbahn ausgestellt – werden für diesen Zeitraum in allen WESTbahn-Zügen sowie Fernverkehrszügen (Railjet, Railjet Express, ICE) der ÖBB akzeptiert. Ausnahme: Zugpaar IC 94/95. WESTbahn-Tickets können auch in den ÖBB CityjetExpress Zügen (CJX) von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt sowie in der S80 zwischen Wien Hütteldorf und Wien Meidling genutzt werden.

 

 

Für Reisende bleiben die schon bekannten Änderungen somit bis zum 4. Juli 2021 aufrecht:

  • Die WESTbahn fährt wie bisher zur Minute 42 von Wien Westbahnhof ab. Von dort geht es mit Zwischenhalten in Wien Meidling, Tullnerfeld, St. Pölten, Amstetten, St. Valentin, Linz, Wels, Attnang-Puchheim, Vöcklabruck und Neumarkt-Köstendorf nach Salzburg Hauptbahnhof.
  • Die Halte Tullnerfeld, St. Valentin und Neumarkt-Köstendorf werden somit zusätzlich bedient, Wien Hütteldorf entfällt als Halt.
  • Die Fahrzeit der Züge von Wien Westbahnhof nach Salzburg verlängert sich durch die geänderte Strecke sowie die zusätzlichen Halte auf 3 Stunden 6 Minuten, von Wien Meidling nach Salzburg beträgt die Fahrzeit 2 Stunden und 48 Minuten.
  • In den Zügen der WESTbahn werden während der Notvergabe alle gültigen Tickets des VOR, OÖVV und SVV akzeptiert.
  • Die wechselseitige Ticketanerkenntnis nicht zuggebundener Tickets von WESTbahn und ÖBB wird ebenfalls fortgesetzt. Sie können Ihr WESTbahn-Ticket somit auch in den Fernverkehrszügen der ÖBB (Railjet, Railjet Xpress, ICE) und in den ÖBB Cityjet Xpress Zügen von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt verwenden.
  • WESTbahn SommerHit Tickets können während der jeweiligen Gültigkeit ebenfalls in den oben genannten Zügen der ÖBB verwendet werden.
  • Bitte beachten Sie, dass Aktionstarife für die Strecke Wien – Salzburg während der Notvergabe bei keinem der beiden Unternehmen erhältlich sind bzw. nur wechselweise genutzt werden können, wenn diese nicht zuggebunden sind.
  • Durch einen gemeinsamen Fahrplan von WESTbahn und ÖBB wird ein Stundentakt zwischen Wien Meidling und Salzburg Hauptbahnhof gewährleistet, zusätzlich verdichtet durch weitere stündliche Verbindungen der ÖBB.
  • Alle Informationen und den aktuellen Fahrplan finden Sie hier.

 

Bitte tragen Sie weiterhin während der gesamten Zugfahrt eine FFP2-Maske. Kinder von 6-14 Jahren können alternativ einen Mund-Nasen-Schutz verwenden.

 

Die ÖBB begrüssen die Verlängerung der Notvergabe für die Weststrecke durch das Klimaschutzministerium bis Anfang Juli. Die ÖBB haben sich seit Beginn der Pandemie als verlässlicher Partner im öffentlichen Verkehr erwiesen. Wir sind und waren für die Menschen und die Wirtschaft da und setzen in der anhaltenden Covid-Krise und wiederkehrenden Lockdowns unser Angebot fort. Trotz teils stark rückläufiger Fahrgastzahlen galt und gilt es weiterhin die vielen Menschen, die unser aller Leben am Laufen halten, gut ans Ziel zu bringen: etwa PflegerInnen, medizinisches Personal, LebensmittelverkäuferInnen, PolizistInnen etc.

 

"Mit der Verlängerung der Notvergabe bis Anfang Juli können wir für unsere Pendlerinnen und Pendler auch in den kommenden Monaten das engmaschige Angebot mit garantierten Anschlüssen aufrechterhalten. Die bestehenden Verbindungen sind die Basis, um im Sommer wieder mit noch mehr klimafreundlicher Mobilität durchstarten zu können“, betont ÖBB CEO Andreas Matthä.

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