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TV-Tipp: Der Glacier Express zur besten Sendezeit im SWR

«Eisenbahn-Romantik», die renommierte Fernsehsendung des Südwestrundfunks (SWR), widmet sich am Pfingstmontag, 21. Mai 2018 dem Glacier Express. Für die Produktion der abendfüllenden 90 Minuten-Sendung weilte das Team vom SWR mehrere Tage bei den beiden Betreiberbahnen Rhätische Bahn (RhB) und Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn). Entstanden ist ein Portrait, das einen tiefen Einblick hinter die Kulissen des weltberühmten Panoramazuges gibt.

Der Glacier Express auf dem Oberalppass                                                                   Foto: Glacier Express AG / Stefan Schlumpf

 

 

 

SWR Fernsehen, Pfingstmontag, 21. Mai 2018 um 20.15 Uhr

«Eisenbahn-Romantik»: Glacier Express – Von St. Moritz zum Matterhorn

 

 

Seit 88 Jahren verbindet der Glacier Express auf stilvolle Weise die beiden weltbekannten Orte St. Moritz und Zermatt. Auf seiner knapp 300 Kilometer langen Reise durch die eindrücklichen Landschaften, durchquert der Zug 91 Tunnels, traversiert 291 imposante Brücken und überwindet 1500 Meter Höhenunterschied. Um dem Fahrgast ein unvergessliches Erlebnis zu bieten, wird kein Aufwand gescheut. Das Zugteam sorgt auf der knapp 8-stündigen Reise für jeglichen Komfort. Vom gediegenen, frisch an Bord zubereiteten und am eigenen Sitzplatz servierten Essen, über das bordeigene Informationssystem und den bordeigenen Barwagen bis zur folkloristischen Unterhaltung an den Unterwegsbahnhöfen: der Fahrgast wird umsorgt und unterhalten.

 

Damit die Reise als Ganzes zum Erfolg wird, müssen viele verschiedene Bereiche zusammenspielen. Das SWR-Team begleitet die Arbeitsabläufe der räumlich sehr eingeschränkten Küchencrew, ist beim herausfordernden Essensservice im rollenden Zug dabei und hält die Kamera auch ganz nah drauf, wenn in Disentis/Mustér vom RhB-Netz auf das zahnradbetriebe Netz der MGBahn umgerüstet und dafür die Lokomotive gewechselt wird. Dazwischen bietet die Sendung Raum für Portraits von Orten und Personen entlang der Strecke. Entstanden ist ein vielseitiger Beitrag über diesen Klassiker unter den Eisenbahnreisen, der jährlich über 220 000 Fahrgäste begeistert.


Die  "Dame"  von  Thusis  wird  im  Film  übrigens  gleich  persönlich  vorgestellt.

Als Model sass Barbara Indermaur und die Skulptur fertigte ihr Mann Robert Indermaur,

in  Chur  geborener  freischaffender  Künstler.   Er  nannt  sie:  "Die  Reisende...."


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Ausbau des Angebots zwischen der Schweiz und Italien

Heute haben Trenitalia (Italienische Staatsbahnen FS) und SBB Personenverkehr vereinbart, das Angebot zwischen der Schweiz und Italien bis 2020 schrittweise auszubauen: Die Kunden werden von mehr und besseren Verbindungen zwischen den beiden Ländern profitieren können. Beim jährlichen Spitzentreffen unterzeichneten die beiden Parteien ein Kooperationsabkommen zur Verstärkung ihrer Zusammenarbeit.

Die Astoro/ETR 610 werden künftig nur noch ab Basel-Luzern/Bern und Genf nach Italien eingesetzt   Foto: Marcel Manhart

 

 

Mit der Verlängerung des Kooperationsabkommens für weitere 10 Jahre bestätigen Trenitalia und SBB Personenverkehr langfristig ihre positive Zusammenarbeit.

 

Die Verbindungen zwischen der Schweiz und Italien werden in den nächsten Jahren verbessert und ausgebaut. Im Fahrplan 2020 werden auf der Lötschbergachse (Basel–Bern–Mailand) 4 Zugspaare anstatt wie bisher 3 verkehren. Falls sich der Markt gut entwickelt, ist auch ein fünftes Zugspaar denkbar.

 

Im Fahrplan 2021, nach der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels, wird sich die Reisezeit zwischen Zürich und Mailand von 3 Stunden und 30 Minuten auf 3 Stunden verkürzen, und das Angebot wird von 8 Zugspaaren pro Tag auf 10 ausgebaut. Ausserdem sind neue Direktverbindungen nach Genua und Bologna vorgesehen.

 

Zwischen Basel und Mailand via Luzern wird es 2 neue Verbindungen geben (zurzeit nur eine einzige). Die Drei-Länder-Züge (Deutschland, Schweiz und Italien) von Frankfurt nach Mailand werden weiter verkehren.

 

Zwischen Zürich und Mailand werden künftig ausschliesslich die neuen Giruno-Züge von Stadler eingesetzt. Zwischen Basel, Bern und Mailand sowie zwischen Genf, Lausanne und Mailand verkehren auch in Zukunft die Neigezüge Astoro/ETR 610. Zwischen Basel, Luzern und Mailand werden beide Zugtypen zum Einsatz kommen.

 

Die Parteien sind erfreut über die heutigen Vereinbarungen und betonen, dass die umfassende Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Italien zur Stärkung eines integrierten Bahnsystems beitragen wird.

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ÖBB Postbus hat das Gütesiegel Superbrand 2018 erhalten

Der Postbus ist für viele ÖsterreicherInnen ein verlässlicher Mobilitätspartner, der Menschen sicher und pünktlich an ihr Ziel bringt. Nun ist die erfolgreiche Marke Postbus als eine der bekanntesten Brands des Landes ausgezeichnet worden. „Der von der international renommierten Organisation Superbrands verliehene Titel zeigt, dass wir mit der Markenführung von Postbus auf einem sehr guten Weg sind und von unseren KundInnen wie GeschäftspartnerInnen als verlässlicher Dienstleister und Partner geschätzt werden“, freut sich Postbus Geschäftsführerin Silvia Kaupa-Götzl.

V.l.n.r.:  Thomas  Moritz  (Postbus-Lenker),  Thomas  Duschek (Geschäftsführer  ÖBB-Postbus  GmbH),  Silvia  Kaupa-Götzl (Geschäftsführerin ÖBB-Postbus GmbH), András Wiszkidenszky (Regional Director Superbands Austria) Foto: ÖBB / Rastegar

 

 

 

Als Marke erhielt der Postbus hervorragende Bewertungen in den Kategorien Nachhaltigkeit, Tradition, Bekanntheit und Reputation. „Diese Kriterien entsprechen sehr gut der Positionierung von Postbus, der zum Ortsbild in den Gemeinden dazu gehört. Mobilität der Zukunft ist ein sehr wichtiges Thema, wenn es um den Klimaschutz geht. Postbus setzt auch hier auf innovative Projekte mit E-Bussen in Vorarlberg und Kärnten“, so Postbus Geschäftsführer Thomas Duschek.

 

 

Flächendeckender Mobilitätspartner im ländlichen Raum

 

Der Postbus bringt jährlich mit seinen rund 2.300 Bussen circa 208 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel und fährt auch überall dort, wo es sonst keine öffentliche Anbindung gibt. 75 Prozent der Postbus Fahrgäste sind Schülerinnen und Schüler, die ihren täglichen Weg zur Schule mit dem Bus bestreiten. Die Busse sind täglich in rund 2.100 Gemeinden unterwegs und sorgen damit für öffentliche Verbindungen im ländlichen Raum.

 

 

Superbrand – ein international anerkanntes Siegel

 

Das Superbrand Programm wurde vor mehr als 20 Jahren in Großbritannien von Marketing- und Kommunikationsexperten gegründet und gilt als die fachliche und unabhängige Organsiation auf dem Gebiet der Markenauszeichnung. Als Superbrands gelten Marken, die im jeweiligen Marktsegment oder Markt insgesamt ein sehr gutes Image aufgebaut haben. Mittlerweile wird das Siegel Superbrand in rund 90 Ländern auf fünf Kontinenten verliehen, an die jeweils stärksten Marken des Landes und gilt als eine besondere Auszeichnung.

 

 

Über die Markenbewertung

 

Alle Marken, die beim Österreichischen Patentamt registriert sind, werden von Superbrands Austria gesichtet und nach einer ersten Auswahl erfolgt eine Reihung der Wirtschaftsauskunftei Bisnode D&B nach Bilanzkennzahlen bzw. dem Marktforschungsinstitut GfK, das Österreichs Konsumenten nach ihren Lieblingsmarken befrägt. In weiterer Folge werden die dann noch im Bewerb befindlichen Marken auch vom Superbrands Brand Council, einem unabhänigen Expertengremium bewertet und abschließend dann zu Superbrands gekürt.

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«SBBagil2020»: Weichenstellung für neue SBB Führungskultur

Mit dem Programm «SBBagil2020» stellt die SBB die Weichen, wie das Unternehmen in Zukunft geführt werden soll. Verwaltungsrat und Konzernleitung haben die Stossrichtungsentscheide dazu gefällt: Der Personenverkehr wird per Anfang 2019 neu aufgestellt. Eine separate Einheit wird neue Mobilitätsdienstleistungen auf der ersten und letzten Meile entwickeln. Stärkere Regionen und grössere Handlungsspielräume für Mitarbeitende auf allen Ebenen sollen es ermöglichen, besser und schneller auf Kundenanliegen einzugehen.

SBBagil 2020 soll näher zu den Kunden und mehr Kompetenzen für die Mitarbeitenden bringen             Foto: Marcel Manhart

 

 

Mit dem Programm «SBBagil2020» stellt die SBB die Weichen, wie das Unternehmen künftig geführt wird und wie sich die SBB weiter entwickeln soll.

 

 

Der Personenverkehr wird marktorientierter aufgestellt

 

Per Anfang 2019 richtet sich der Personenverkehr stärker am Markt aus. Deshalb werden drei Geschäftseinheiten in der heutigen Einheit Verkehr neu separat aufgestellt und geführt: Der Fernverkehr, der internationale Personenverkehr sowie die Einheit Regionen/Regionalverkehr. Kundenbedürfnisse sollen besser erfüllt werden. Deshalb werden Vertrieb, Services und Vermarktung in einer Einheit gebündelt. Die SBB will die Bahnproduktion stärken. Daher werden alle operativen Leistungen im Bahnbetrieb, die heute über mehrere Einheiten verteilt sind, bis März 2019 in «Operations» zusammengeführt.

 

Insbesondere die Kundeninformation soll deutlich verbessert werden: Die SBB möchte ihren Kunden personalisierte Angebote und Informationen über die gesamte Reisekette anbieten, beispielsweise im Störungsfall die nächsten Anschlüsse aufgrund des Reiseziels. Grundlage dafür ist der vertrauensvolle Umgang mit Kundendaten.

 

 

Neue Einheit für neue Mobilitätsdienstleistungen auf erster und letzter Meile

 

Kunden wollen immer mehr eine kombinierte Mobilität über die ganze Reisekette und über verschiedene Mobilitätsträger. Entsprechende Serviceangebote werden immer wichtiger. Deshalb stellt die SBB eine neue Einheit ausserhalb der Divisionen auf, die neue, innovative Serviceangebote auf der ersten und letzten Meile sowie bei der nicht-schienengebundenen Personenmobilität entwickelt.

 

Dazu gehört beispielsweise das Kombiangebot SBB Green Class mit GA, Elektroautos, Publibike und weiteren Angeboten oder das Projekt eines selbstfahrenden Shuttles in Zug, wo die SBB mit Partnern einen Pilotversuch im regulären Strassenverkehr plant.

 

 

Durch Stärkung der Regionen näher zu den Kunden

 

Die SBB will die Regionen stärken und ihnen mehr Entscheidkompetenzen geben. Denn die Herausforderungen in den Regionen sind beispielsweise aufgrund von Ausbauplänen und Baustellen sehr unterschiedlich.

 

So werden ab August 2018 die Regionenleiter die SBB vor Ort stärker repräsentieren und der SBB ein klareres Gesicht geben. Die regionale Verantwortung und Verankerung soll verstärkt werden, um die Bedürfnisse vor Ort besser erkennen und stärker berücksichtigen zu können. Indem die SBB schneller auf Kundenanliegen reagiert, werden die regionale Pünktlichkeit, die Kundeninformationen im Störungsfall und die Kundenzufriedenheit verbessert.

 

 

Dank neuer Unternehmenskultur rascher und einfacher entscheiden

 

Bei steigendem Wettbewerbsdruck und zunehmender Dynamik in Markt und Regulation rückt die SBB stärkere Delegation in die Regionen und zu den Projekten sowie raschere, einfachere Entscheide ins Zentrum. Sie richtet ihre Unternehmenskultur auf Vertrauen, selbstgesteuerte Ambition sowie grössere Handlungsspielräume für die Mitarbeitenden aus.

 

Nach den Stossrichtungsentscheiden folgt jetzt die Erarbeitung der Detailkonzepte zu «SBBagil2020». Weiter geführt wird das 2016 lancierte Programm RailFit20/30, mit dem die SBB Kosten spart, die Produktivität verbessert und damit die Preise möglichst stabil hält oder gar senkt.

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Bundesweite Einführung des Komfort Check-in in allen ICE bis Ende Juni

Kunden der Deutschen Bahn, die gerne ungestört reisen möchten, können sich mit dem neuen digitalen Service Komfort Check-in (KCi) selbst im ICE einchecken. Fahrgäste, die den Service nutzen, reisen ohne ungewollte Unterbrechungen durch die Ticketkontrolle – auch nach Personalwechsel. Die Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter haben durch den Wegfall der Kontrolltätigkeit mehr Zeit für persönlichen Kundenservice, wie beispielsweise Auskünfte zum Reiseverlauf oder umfangreichere Informationen während der Fahrt.

Ab Hamburg nach München, Basel und Stuttgart ist der Komfort Check-in bereits heute verfügbar       Foto: Marcel Manhart

 

 

Der Komfort Check-in ist in der App DB Navigator integriert und kann von allen Reisenden mit einem digitalen Ticket (Handy- oder in den DB-Navigator geladene Online-Tickets) sowie einer Sitzplatzreservierung genutzt werden. Der Service wird – zunächst als Beta-Version – sukzessive bis Ende Juni bundesweit eingeführt. Dabei werden einzelne Zugnummern stufenweise freigeschaltet. Reisende können den KCi nutzen, wenn sie ihr Ticket nach Freischaltung des von ihnen gewünschten Zugs gekauft haben. Die entsprechenden freigeschalteten Zugnummern sind hier zu finden: www.bahn.de/komfortcheckin.

 

 

Auf folgenden Verbindungen ist der Komfort Check-in bereits heute verfügbar:

 

-  Hamburg – München

-  Hamburg – Stuttgart

-  Hamburg – Basel

-  Berlin – Frankfurt/Main

-  Dortmund – Stuttgart

-  Wiesbaden – Erfurt

 

Während der Einführung beraten zusätzliche Servicekräfte die Fahrgäste auf ausgewählten Verbindungen zum neuen Angebot. Der Komfort Check-in wird bereits seit dem letzten Sommer auf ausgewählten Strecken getestet. Sollte sich auch die Beta-Version bewähren, ist ab 2019 ein sukzessive Ausweitung des digitalen Services auf weitere Ticketarten geplant.

 

„Mit dem Komfort Check-in können unsere Gäste ihre Reisezeit entspannt nutzen, wie sie gerade möchten“, freut sich Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr. „Service mit Mehrwert statt Ticketkontrolle – der Komfort Check-in entspricht damit voll und ganz unserem Gastgeberverständnis und ist ein weiterer Meilenstein in Richtung „digitale Bahn“.


          Ansicht des Komfort Check-in im naktuellen DB-Navigator bis Juni 2018                                  Quelle: Deutsche Bahn


 

                                 Alle Infos zum Komfort Check-in finden Sie hier


               Ansicht des Komfort Check-in im neuen DB-Navigator ab Juni 2018                               Quelle: Deutsche Bahn


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MRCE bestellt bei Siemens weitere 25 Vectron Lokomotiven

Das Leasing- und Serviceunternehmen für Lokomotiven, Mitsui Rail Capital Europe (MRCE), hat 25 weitere Lokomotiven vom Typ Vectron bei Siemens bestellt. Zehn Fahrzeuge sind in der Mehrsystemausführung für den Betrieb von den Niederlanden bis Südosteuropa vorgesehen. Sie werden Ende 2018 geliefert. Zehn weitere Vectron MS sollen auf dem Rhein-Alpen-Korridor zum Einsatz kommen und im zweiten Halbjahr 2019 geliefert werden. Fünf Lokomotiven sind darüber hinaus als Gleichstromlok (Vectron DC) ausgeführt, diese sollen innerhalb Italiens verkehren. Ihre Auslieferung ist ab März 2019 geplant.

Die Vectron-Flotte von MRCE wächst nun auf insgesamt 136 Lokomotiven                                                              Foto: Siemens

 

 

 

"Das langjährige Vertrauen von MRCE steht für die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Lokomotiven. Die Vectron-Flotte von MRCE wächst mit dieser neuen Bestellung auf insgesamt 136 Loks. Mit der Flexibilität der Vectron-Plattform profitieren unsere Kunden von maßgeschneiderten Lösungen für einen grenzüberschreitenden Verkehr", sagt Sabrina Soussan, CEO der Division Mobility.

 

"Wir freuen uns sehr, diese 25 zusätzlichen Lokomotiven bei Siemens zu bestellen. Mit diesem Auftrag vergrößern wir unsere Flotte für den Nord-Süd-Korridor und die osteuropäischen Märkte. Diese erweiterte Marktabdeckung erlaubt es uns, den besten und flexibelsten Service für unsere Kunden anzubieten", sagt Junichi Kondo, CEO von MRCE.

 

Die bestellten Mehrsystemlokomotiven verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Vectron DC leisten 5.200 kW. Sie sind mit den nationalen Zugsicherungssystemen ausgestattet, die Vectron MS-Lokomotiven erhalten zusätzlich das europäische Zugsicherungssystem ETCS.

 

Siemens hat inzwischen mehr als 700 Vectron-Lokomotiven an 37 Kunden in 15 Ländern verkauft. Die Flotte hat bisher eine Gesamtfahrleistung von mehr als 110 Millionen Kilometern absolviert. Die Lokomotiven sind derzeit in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

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RMV und DB unterzeichnen Vertrag für die Ausrüstung aller 191 S-Bahn-Rhein-Main-Züge mit kostenlosem WLAN

Ab Sommer dieses Jahres werden die ersten S-Bahnen mit kostenlosem WLAN für die Fahrgäste durch das Rhein-Main-Gebiet rollen. RMV und DB haben einen Vertrag unterzeichnet, der den Umbau der gesamten S-Bahn Flotte besiegelt. „Bis Ende 2019 sollen alle 191 S-Bahn-Fahrzeuge, die für den RMV unterwegs sind, mit kostenlosem WLAN für unsere Fahrgäste ausgerüstet sein“, sagte RMV-Geschäftsführer, Prof. Knut Ringat, der sich gemeinsam mit dem hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Tarek Al-Wazir und dem Chef der S-Bahn Rhein-Main, Christian Roth, in der S-Bahnwerkstatt über den Umbau der Fahrzeugflotte informierte. „Der RMV wird dazu in den kommenden Monaten rund fünf Millionen Euro investieren, damit die Fahrgäste in den S-Bahnen kostenlos und komfortabel WLAN nutzen können.“

Die S-Bahn Rhein-Main geht online                                                                                                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir begrüßt die Aussicht auf kostenloses WLAN in der S-Bahn: „Ein guter Internetempfang gehört heute einfach zum Standard. Wenn Pendler künftig auch die Zeit in der S-Bahn nutzen können, um online zu arbeiten, ist das ein echter Vorteil, den der öffentliche Nahverkehr gegenüber dem Pkw hat. Unterwegs online: Anders als im Auto sammelt man damit in der S-Bahn nämlich keine Punkte in Flensburg."

 

Verkehrsminister Al-Wazir war am Mittwoch in die Werkstatt der S-Bahn-Rhein-Main gekommen, um sich darüber zu informieren, wie der Umbau der S-Bahn-Flotte von statten geht. Gemeinsam mit RMV-Chef Ringat und dem Leiter der S-Bahn Rhein-Main, Christian Roth, zog er symbolisch die letzten Schrauben des Musterzuges fest, bei dem der WLAN-Umbau erprobt wurde.

 

Bis die Fahrgäste in den Genuss des kostenlosen Angebots kommen können, ist in der Werkstatt noch einiges zu tun. Der Umbau ist aufwändig und wird pro Fahrzeug mit 150 Arbeitsstunden veranschlagt. Neben Rechner, Router, Modem und Festplatte, erhält jeder Wagen drei Innenantennen, die die Signale der Endgeräte der Fahrgäste an den Router übermitteln sowie zwei Außenantennen zur Verbindung mit dem Mobilfunk. In jedem Fahrzeug werden für das Zusatzangebot 260 Meter neue Kabel verlegt und rund 350 Muttern, Schrauben, Unterlegscheiben etc. verbaut.

 

„Ab Juli 2018 beginnen wir regulär mit dem Umbau der Flotte“, erklärt S-Bahn Chef Christian Roth, "von diesem Zeitpunkt an schicken wir jeden Zug, der umgerüstet aus der Werkstatt kommt, direkt mit der neuen Technologie nach draußen." Erkennbar sein werden die Züge an dem bekannten WLAN-Symbol an den Bahnen. „Aufgrund der Außenantennen und der Multi Provider-Lösung, also der Zusammenarbeit mit nicht nur einem, sondern mit mehreren Mobilfunkanbietern wird die Verbindungsqualität in den Zügen dann deutlich besser sein als heute, wenn man sich in dem abgeschirmten S-Bahn-Wagen über seinen eigenen Provider ins Internet einwählt“, erklärt Roth die künftigen Vorteile für die Fahrgäste.

 

Ab November 2018 sollen vier Züge pro Woche in der Frankfurter S-Bahn-Werkstatt mit der WLAN-ausgestattet werden. Ende 2019 soll der letzte S-Bahn-Wagen umgebaut sein.

 

Bei dem für das WLAN zugrunde liegenden IT-System setzen RMV und DB auf eine bewährte Lösung. Genutzt wird eine Anwendung mit dem Namen Colibri (Coach Link for Broadband Information Exchange). Das System wurde von der DB Instandhaltung entwickelt und kommt bundesweit bereits in über 500 Fahrzeugen wie zum Beispiel bei der S-Bahn-Stuttgart zum Einsatz.

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Bahnhof Frankfurt-Höchst modernisiert und barrierefrei ausgebaut

Der Bahnhof Frankfurt-Höchst wurde barrierefrei ausgebaut und modernisiert. Dank fünf neuer Aufzüge haben die Fahrgäste nun einen stufenfreien Zugang zu den Bahnsteigen. Die Bahnsteige erhielten neue Bodenbeläge und ein taktiles Leitsystem für Menschen mit Sehbehinderung. Zudem wurde die Personenunterführung modernisiert. Insgesamt investierten der Bund, das Land, die Stadt Frankfurt, die Deutsche Bahn und der Rhein-Main-Verkehrsverbund 18,7 Millionen Euro in das Vorhaben.

Neue Bahnsteige und Aufzüge ermöglichen einen stufenfreien Zugang                                                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Am 4. Mai 2018 erfolgte nach der Begrüssung durch den Konzernbevollmächtigten der DB für das Land Hessen, Dr. Klaus Vornhusen, die feierliche Inbetriebnahme mit dem hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landes-entwicklung, Tarek Al-Wazir, dem Verkehrsdezernenten der Stadt Frankfurt, Klaus Oesterling, dem Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), Dr. André Kavai und der Leiterin des Regionalbereich Mitte der DB Station&Service AG, Susanne Kosinsky.

 

„Als einer der größten Bahnhöfe Frankfurts ist der Bahnhof Höchst eine Visitenkarte für das Rhein-Main-Gebiet. Mit seiner Modernisierung setzen wir ein Ausrufezeichen für die Bedeutung des Nahverkehrs in Hessen und kommen den Bedürfnissen von über 25.000 Fahrgästen entgegen – gerade auch im Bereich der erforderlichen Herstellung der Barrierefreiheit. Das hilft nicht nur Rollstuhlfahrern, sondern auch Eltern mit Kinderwagen oder Fahrgästen mit Gepäck oder denen, die ihr Fahrrad mit der Bahn mitnehmen möchten“, sagte Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. Das Land hat den Bau als Teil der Rahmenvereinbarung Hessen gefördert und trägt mit rund 8,1 Mio. Euro knapp die Hälfte der Gesamtkosten.

 

Der Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt, Klaus Oesterling, wies darauf hin, dass sich der Stadtteil Höchst aufgrund der nun verbesserten Umsteigefunktion insgesamt noch ein weiteres Stück attraktiver gestalten wird: „Der Umbau des Höchster Bahnhofs verbessert die wichtige Umsteigefunktion der Verkehrsstation.“

 

„In Frankfurt-Höchst treffen sich Linien aus dem Rheingau, dem Rodgau und dem Main-Taunus-Kreis. Mehr als 25.000 Fahrgäste steigen hier jeden Tag ein und aus. Es war dringend notwendig, diese zentrale Umsteigestation auf die Höhe der Zeit zu bringen“, ergänzte RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai.

 

Abschließend erläuterte die Leiterin des Regionalbereich Mitte der DB Station&Service AG, Susanne Kosinsky, die Bedeutung der Modernisierungsmaßnahmen für die Kunden und Besucher des Bahnhofs: „Jeder der hier ein- und aussteigenden Fahrgäste erwartet Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sauberkeit. Unser Ziel war es, dabei auch für in ihrer Mobilität eingeschränkte Reisende einen stufenfreien Zugang zu den Bahnsteigen zu ermöglichen.“

 

 

Die Baumassnahmen im Überblick:

 

Die Bahnsteige 5 und 6 wurden auf eine Einstiegshöhe von 76 Zentimeter ausgebaut und haben wie die Bahnsteige 1 bis 3 neue Bodenbeläge aus Betonsteinplatten einschließlich eines taktilen Leitsystems erhalten. An allen Bahnsteigen wurden neue Aufzüge eingebaut. An den stärker frequentierten Bahnsteigen 1-3 und 5 wurden dazu die Treppen wie ein „Y“ um die Aufzüge herum gebaut, am Bahnsteig 6 entfiel ein Treppenlauf. Die gegenüberliegenden Treppen wurden ebenfalls erneuert und verfügen jetzt an jeder Stufe über Kontraststreifen. Die Handläufe wurden sowohl mit Beschriftungen in Braille- als auch in Pyramidenschrift versehen. Außerdem wurden alle Bahnsteige mit neuem Mobiliar wie Sitzbänken, Abfallbehältern, Windschutz und Wetterschutzhäusern ausgestattet.

 

Die Bahnsteigdächer wurden neu gebaut und im Bereich der Personenunterführung mit Glaselementen versehen, um möglichst viel Tageslicht in die Unterführung zu leiten.

 

Die Personenunterführung erhielt einen neuen Fußbodenbelag aus dunklen Natursteinplatten. Ein Blindenleitstreifen wurde integriert. Im älteren Teil der Unterführung im Bereich der Bahnsteige 1-3 wurde der vorhandene Fliesenbelag gereinigt und erstrahlt im neuen Glanz wie zum Bahnhofneubau im Jahr 1914. Der östliche Treppenaufgang zu den Bahnsteigen 1-3 wurde in seiner historischen Form, mit Fliesenbelag und Handläufen, erneuert. Der spätere Anbau an die Unterführung ab Bahnsteig 4 wurde mit einem modernen Belag aus hellen, großformatigen Verbundplatten versehen. Nicht zuletzt durch die Lichtbänder parallel zu den grünen Stahlträgern an der hell gestrichenen Decke entsteht ein ansprechendes Gesamtbild.

 

Alle Massnahmen in der Personenunterführung wie auch beim gesamten Ausbau erfolgten in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Am Nordausgang der Personenunterführung wurde der Zugangsbereich angeschrägt, um so einen stufenlosen Übergang auf den städtischen Vorplatz zu ermöglichen.



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Tägliche historische Fahrten zwischen Filisur und Davos

Pünktlich zum Jubiläum «10 Jahre UNESCO Welterbe RhB» ist die Rhätische Bahn (RhB) um ein attraktives Angebot reicher: Vom 10. Mai bis zum 28. Oktober 2018 verkehrt zwischen Filisur und Davos Platz neu fahrplanmässig jeden Tag zweimal je Richtung eine historische Zugkomposition. Sie besteht aus einer Krokodil-Lok, historischen Personenwagen der 1. und 3. Klasse, einem offenen Aussichtswagen und einem Gepäckwagen. Dies ist ein weiterer Schritt, das einzigartige historische Rollmaterial der RhB regelmässig einzusetzen und die Bündner Bahnkultur zu leben.

Das RhB Team freut sich auf zahlreiche Fahrgäste                                                                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Jeweils am Vormittag und Nachmittag verkehrt die geschichtsträchtige Zugkomposition aus den 1920er Jahren zwischen Davos Platz und Filisur. In knapp 40 Minuten führt die Reise durch die wildromantische Zügenschlucht, über den berühmten Wiesnerviadukt bis nach Filisur im UNESCO Welterbe RhB. Dabei legt der Lokführer drei «Langsamfahrten» ein. So haben die Gäste die Möglichkeit, die beeindruckende Landschaft zu geniessen und faszinierende Erinnerungsfotos zu schiessen. Die täglichen historischen Fahrten zwischen Davos Platz und Filisur können mit den normalen Fahrkarten ohne Aufpreis genutzt werden.

 

Beim Ausflug in vergangene Bahnzeiten kann man sich auch verpflegen: An den Wochenenden im Juli und August 2018 wird auf dem Zug in Zusammenarbeit mit der IG Zügen-Landwasser ein kleines Catering-Angebot geführt.

 

 

Der Nostalgiezug verkehrt vom  *10. Mai 2018 - 28. Oktober 2018  gemäss diesem Fahrplan:

Davos Platz        ab:      10.18      und    16.18
Filisur                 an:      10.53                16.53

Filisur                 ab:      11.06                 17.06
Davos Platz        an:      11.41                 17.41


Der Nostalgiezug benötigt für die Strecke Davos Platz - Filisur - Davos Platz wenige Minuten mehr Fahrzeit, als der sonst übliche Regionalzug mit modernem Rollmaterial. Der Fahrplan ist jedoch so ausgelegt, dass in Filisur die Anschlüsse an den InterRegio in Richtung St. Moritz bzw. Chur (und umgekehrt) gewährleistet sind. So wird es möglich sein im regulären Personenverkehr mit historischem Rollmaterial ganz ohne Aufpreis reisen zu können. Auf den Unterwegsbahnöfen Davos Frauenkirch, Davos Glaris, Davos Monstein und Davos Wiesen hält der Zug auf Verlangen.

 

* Kein Einsatz des historischen Rollmaterials vom 8. bis 11. Juni 2018 zwischen Davos Platz und Filisur. Die Fahrzeuge sind anlässlich der Feierlichkeiten «10 Jahre UNESCO Welterbe RhB» am Bahnfestival in Samedan und Pontresina im Einsatz.

 



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Flyer historische Fahrten zwischen Davos und Filisur
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Kooperation ÖBB/Greenpeace: Die Bahn wird „grüner"

Gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace machen die ÖBB die Bahn „grüner", also noch umweltfreundlicher. Schritt für Schritt werden Maßnahmen gesetzt, um das langfristige Ziel CO2-neutrales Bahnfahren zu erreichen. In den vergangenen Jahren konnten die ÖBB ihre Energieeffizienz bereits deutlich steigern. Zusammen mit Greenpeace schlagen die ÖBB nun ein gänzlich neues Kapitel im Umweltschutz auf: Im Fokus der Kooperation stehen ein Stufenplan zur Erreichung von CO2-Neutralität sowie Maßnahmen um weniger Energie zu verbrauchen. Allein in den kommenden fünf Jahren sollen dadurch 237.700 Megawattstunden Strom und 32.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Zudem soll es auch Verbesserungen für Pendlerinnen und Pendler geben. Der Wechsel auf 100 Prozent grünen Bahnstrom soll noch heuer erfolgen. Greenpeace begleitet die ÖBB bei der Umsetzung mit ihrer Expertise.

Die ÖBB fährt auf „grünen Strom" ab                                                                                              Foto: ÖBB Andreas Scheiblecker

 

 

 

„Die ÖBB sind das größte Klimaschutzunternehmen Österreichs. Wir verstehen uns als Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Gemeinsam mit Greenpeace werden wir alles in Bewegung setzen, um unsere Bahn noch grüner und damit noch attraktiver zu machen. Denn je mehr Menschen und Güter mit der Bahn unterwegs sind, umso besser ist es für unser Klima. Langfristig wollen wir vollständig CO2-neutral werden", sagt ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.

 

"Wer die Bahn nimmt, schützt unser Klima. Darum unterstützen wir die ÖBB dabei, ihre Vorreiterrolle für Klimaschutz weiter auszubauen, etwa indem sie auf grünen Strom umsteigen, Energie sparen und Bahnfahren noch attraktiver machen. Und wir wollen die Fahrgäste sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ÖBB als Klimaheldinnen und Klimahelden gewinnen", so Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit. Die unabhängige Umweltschutzorganisation nimmt kein Geld von Regierungen und Unternehmen und stellt deshalb ihr Know-how auch für die Kooperation mit den ÖBB kostenfrei zur Verfügung.

 

 

Kooperation: ÖBB & Greenpeace gehen mit gutem Beispiel voran

 

Der Verkehr verursacht rund ein Drittel aller Treibhausgase in Österreich. Eine ÖBB-Bahnfahrt ist 13-mal klimafreundlicher als dieselbe Reise mit dem PKW bzw. 28-mal „grüner" als mit dem Flugzeug. Auch jede Tonne Fracht auf Schiene statt auf der Straße spart CO2 und belastet die Umwelt 13-mal weniger als der Straßentransport. Damit sind die ÖBB ein entscheidender Hebel für mehr sauberen Verkehr und tragen maßgeblich dazu bei, das Klima zu schützen. Aufbauend auf bisherigen Erfolgen, wie die Elektrifizierung des Schienennetzes und die Steigerung der Energieeffizienz, soll die Bahn jetzt noch klimafreundlicher werden. Das Know-how der Greenpeace-ExpertInnen, kombiniert mit dem Fachwissen der ÖBB-SpezialistInnen, soll weitere positive Impulse zu Veränderungen setzen.

 

 

Themen: Energiemix, Energiesparen, Verbesserungen für PendlerInnen

 

Die Energie gilt völlig zu Recht als Rückgrat unserer hochtechnisierten Gesellschaft in fast allen Lebensbereichen. Daher haben sich die ÖBB und Greenpeace im Zuge der Kooperation für drei konkrete Leuchtturmprojekte mit Energiebezug entschieden:

 

 

1. Energiemix

 

Bahnstrom ist grüner Strom. Schon heute decken die ÖBB 92 Prozent ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Energieträgern – mehrheitlich aus Wasserkraft, zu einem Drittel aus eigenen Kraftwerken. Dieser Anteil soll noch in diesem Jahr auf 100 Prozent gesteigert und damit der Bahnstrommix zur Gänze auf „grünen Strom" umgestellt werden. Auf dem Weg zu einem CO2-neutralen Konzern wollen die ÖBB langfristig auch die vorgelagerten Emissionen kompensieren.

 

Wesentliche Schritte des Stufenplans sind die Elektrifizierung weiterer Bahnstrecken, die Umstellung des Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge und der Einsatz alternativer Antriebstechnologien in Zügen, die auf Nebenstrecken fahren und bei denen eine Elektrifizierung nicht wirtschaftlich zu realisieren wäre.

 

Elektrifizierung: Folgende Strecken stehen innerhalb der nächsten fünf Jahre auf dem Programm: Arnoldstein-Hermagor (2019), Gänserndorf-Marchegg (2020), Marchegger Ast (2023), Klagenfurt-Weizelsdorf (2023), Koralmbahn Graz-Deutschlandsberg (2023), Koralmbahn Wolfsberg-Klagenfurt (2023).

 

Elektrofahrzeuge: Die ÖBB setzen an 50 Bahnhöfen in Österreich den Ausbau von neuen E-Tankstellen an den Park&Ride-Anlagen kontinuierlich fort. Auch die Rail&Drive-Flotte wird schrittweise umgerüstet und erweitert. Innerhalb des neuen Services sollen den KundInnen bis Ende dieses Jahres 22 Elektroautos zur Verfügung stehen – sukzessive wird die Anzahl auf 100 E-Autos gesteigert.

 

Zusätzlich startet der ÖBB Postbus mit dem Aufbau einer neuen Elektrobus Flotte. Bis 2020 werden in Vorarlberg in enger Partnerschaft mit Verkehrsverbund und Land 20 von 25 am Standort Feldkirch eingesetzten Postbussen auf neue Elektrobusse umgestellt. Damit werden in Vorarlberg jährlich 2.200 Tonnen CO2 eingespart. In Kärnten startet ÖBB Postbus heute (7. Mai) gemeinsam mit dem Verkehrsverbund den Pilotbetrieb für Elektrobusse.

 

Alternative Antriebstechnologien: Rund drei Viertel des ÖBB Streckennetzes sind elektrifiziert, etwa 90 Prozent der Personen-Züge fahren mit Strom. Zu den restlichen zehn Prozent zählen Bereiche, deren Elektrifizierung nicht wirtschaftlich wäre – z.B. Bahnhöfe und der Verschub. Um die Nutzung des Dieselantriebs in Zukunft weiter zu reduzieren, entwickeln auch die ÖBB alternative emissionsfreie Antriebsmodelle. Aktuell gibt es branchenweit unterschiedliche Ansätze:

 

Bei der Hybridlok handelt es sich beispielsweise um eine elektrisch betriebene Verschublok, die oberleitungsfreie Strecken im Verschubbereich mit eigener Energieversorgung überbrücken soll. Bereits auf der Innotrans 2016 fand sie sehr große Beachtung.

 

Auch das Fahren mit grünem Wasserstoff, die Möglichkeit, überschüssige Windenergie nutzbar zu machen, und Potenziale im Wasserstofftransport gehören momentan zu den Top-Themen.

 

 

2. Energiesparen

 

Die ÖBB setzen seit Jahren Maßnahmen, um die Energieeffizienz zu erhöhen und intensivieren diesen Einsatz weiter. Ein Schwerpunkt liegt zum Beispiel auf den österreichweiten Standorten der ÖBB – Büros, Werkstätten und Bahnhöfen. Durch thermische Sanierungen und Standortoptimierungen soll in den kommenden Jahren deutliche CO2-Einsparungen ermöglicht werden.

 

Nach dem Motto „Sonnenkraft trifft Zugkraft" werden zusätzlich an drei Standorten neue Photovoltaik-Anlagen errichtet, die wiederum 3.000.000 Kilowattstunden pro Jahr „grünen Strom" liefern. Sie folgen damit einem Innovationsprojekt der ÖBB: der Photovoltaikanlage Wilfleinsdorf. Die weltweit erste Solaranlage für 16,7-Hertz-Bahnstrom steht für neue, innovative Ansätze innerhalb der ÖBB, da sie Solarenergie in Bahnstrom umwandelt und direkt in das Oberleitungsnetz einspeist. Der Strom wird also dort verbraucht, wo er erzeugt wird – und das mit minimalen Energieübertragungsverlusten.

 

Das Unternehmen spart Energie und jede/r MitarbeiterIn leistet einen Beitrag. Gemeinsam mit Greenpeace starten die ÖBB eine Klimaschutz-Initiative für die Belegschaft. Mit kleinen Tipps wie etwa zur Vermeidung von stand-by Verbrauch bis hin zum großen Ideen-Wettbewerb für Energiesparprojekte werden die MitarbeiterInnen zum Mitmachen motiviert.

 

 

3. CO2 Ersparnis am Ticket und Infokampagne für PendlerInnen

 

Die Fahrgäste bekommen ein stärkeres Bewusstsein für die positive CO2-Bilanz des Bahnfahrens gegenüber dem Individualverkehr: Ab Anfang Juli wird auf den ÖBB-Einzeltickets die CO2-Einsparung gegenüber dem PKW ausgewiesen. In den Sommermonaten tourt eine Wanderausstellung durch die großen Bahnhöfe in ganz Österreich. Eine eigens eingerichtete Seite auf oebb.at informiert darüber, was CO2-Einsparung genau bedeutet und was sie bewirkt. Auch während der Europäischen Mobilitätswoche (16.-22.9.) geben die ÖBB und Greenpeace hilfreiche Informationen und Tipps rund um das Thema klimafreundliche Mobilität.

 

 

ÖBB: Weitere „grüne" Projekte

 

Jeder Cent, der in den Ausbau der Bahn investiert wird, ist immer auch ein Cent, der indirekt dem Klimaschutz zugutekommt. Daher setzen die ÖBB darüber hinaus weitere Projekte um.

 

So motivieren natürlich attraktive Streckenangebote zu einem Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Beispielsweise konnten die ÖBB mit der Einführung des Stundentaktes beim Arlberg zum Fahrplanwechsel 2016/17 mit rund 100.000 neuen Fahrgästen vier Prozent mehr Reisende für die Bahn gewinnen. 2017 waren hier rund 2,6 Millionen Fahrgäste unterwegs.

 

Der bunte und nachhaltige Mix an „grünen" Projekten sorgt dafür, dass die ÖBB Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen sind und bleiben.

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