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In eigener Sache - Informationslinks zum Bahnverkehr in Europa

Schweren Herzens muss ich Euch mitteilen, dass es mir aus persönlichen Gründen nach 15 Jahren Website und über 10 Jahren auf Facebook nicht mehr möglich ist, die info24 Seite im bisherigen "intensiven Rahmen" weiterzuführen und ich bitte Euch um Verständnis, dass ich drezeit auch keine Nachrichten beantworten kann. Trotzdem hoffe ich auf eine gute Zu(g)kunft und dass noch nicht alle Türen ganz geschlossen sind und der Zug für info24 - ÖV Schweiz - Europa defintiv abgefahren ist.  Ob es reduziert noch etwas weitergehen könnte werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

In diesem Sinne: Schöne Adventszeit, bleibt gesund und ein herzliches DANKESCHÖN Euch allen für die langjährige Treue!

 

 

Bei den europäischen Bahnen gilt zwar weitgehend der reguläre Fahrplan (Sonntag in einer Woche am 13. Dezember 2020 ist dann noch der allgemeine Fahrplanwechsel!) und auch Services wie Bahngastronomie werden mehrheitlich wieder angeboten. In den meisten Ländern gilt im gesamten öffentlichen Verkehr die Maskentragpflicht und es wird dringend gebeten diese und die weiteren Schutzmassnahmen zu befolgen. Die Einreisebestimmungen und Schutzkonzepte der Länder sind teilweise unterschiedlich und deshalb habe ich Euch nachfolgend die Links zu den wichtigsten Bahnen in Europa zusammengestellt.

 

Internette Grüsse

 

Marcel


Informationslinks zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona


 

Da sich die Situation im europäischen Bahnverkehr laufend ändert und Sie sich jederzeit

tagesaktuell informieren könnnen, nachstehend die diversen Links zu den Unternehmen.

Schweiz


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Änderungen Fern- und Regionalverkehr
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Berlin tief verbunden. Die neue U5 ist eröffnet

Am heutigen Freitag, den 4. Dezember 2020, haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die neue Linie U5 in Betrieb genommen. Mit 22 Kilometern Streckenlänge zwischen Hönow und Hauptbahnhof ist sie ab sofort die zweitlängste U-Bahnlinie der Hauptstadt. Kurz nach 12 Uhr mittags hielten erstmals Züge mit Fahrgästen auf den beiden neuen U-Bahnhöfen Rotes Rathaus und Unter den Linden.

Blick in den neuen U-Bahnhof Unter den Linden                                                                                   Foto: BVG/Oliver Lang

 

 

 

 

Zuvor hatten Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, BMVI-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang und BVG-Vorstandsvorsitzende Eva Kreienkamp auf dem U-Bahnhof Unter den Linden die Bedeutung des „Lückenschluss U5“ für Berlin gewürdigt. Sie dankten dabei all denen, die am erfolgreichen Abschluss des Großprojekts mitgewirkt haben. Die kleine Zeremonie fand aufgrund der Corona-Pandemie ohne Gäste statt. Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther übergab die Urkunde zur Betriebserlaubnis an die BVG. Gemeinsam mit der BVG-Aufsichtsratsvorsitzenden Senatorin Ramona Pop stellte der Betriebsvorstand Dr. Rolf Erfurt um 12 Uhr am U-Bahnhof Rotes Rathaus alle Signale auf Grün und schickte den ersten Zug auf freie Fahrt von Hönow bis zum Hauptbahnhof.

 

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 vom Alexanderplatz zum Hauptbahnhof mit den neuen Bahnhöfen Rotes Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden ist ein herausragendes Verkehrsprojekt. Dadurch wird der Osten Berlins deutlich besser an das Zentrum der Stadt angebunden. Und diese Streckenverlängerung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Mobilitätswende in Berlin. Der ÖPNV gewinnt damit noch einmal deutlich an Attraktivität. Passend zum 30-jährigen Jubiläum der deutschen Einheit wächst so Ost und West weiter zusammen. Ein guter Tag für Berlin!“

 

Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Ein starker öffentlicher Nahverkehr ermöglicht flexible Mobilität, Teilhabe und Klimaschutz. Mit dem Lückenschluss der U5 ist ein wichtiges Großprojekt für die Hauptstadt erfolgreich umgesetzt worden. Die verlängerte Strecke verbindet zentrale Knotenpunkte der Metropole. Für die Berlinerinnen und Berliner bedeutet das bessere Anbindungen vom Stadtrand bis zum Hauptbahnhof. Das ist gerade für Berufspendler ein großer Gewinn. Das BMVI stellte für den gesamten Abschnitt von Alexanderplatz bis Hauptbahnhof Zuwendungen in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro zur Verfügung.“

 

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Ab sofort ist unser U-Bahnnetz im Herzen Berlins noch dichter. Dafür haben seit dem Spatenstich vor zehn Jahren sehr viele Menschen mit größtem Einsatz und viel Leidenschaft gearbeitet. Ich denke dabei an die Beschäftigten der BVG Projekt GmbH und an die der beteiligten Baufirmen, an alle Akteure von Bund, Land und natürlich im Bezirk Berlin-Mitte. Mein Dank gilt auch den Anrainern für die Geduld und das Verständnis. Ihnen allen sind wir tief verbunden! Wir freuen uns nun, gemeinsam mit den vielen Millionen Fahrgästen, über unsere neue U5. Die Qualität dieser großartigen Anlagen gilt es jetzt mit Qualität bei Angebot und Betrieb erlebbar zu machen.“

 

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Die U5 bringt die Stadt zusammen. Gut drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall bekommen die Berlinerinnen und Berliner ein noch dichteres Netz des Umweltverbundes zwischen den östlichen Bezirken und der neuen Mitte: endlich gibt es eine direkte, komfortable U-Bahn-Verbindung von Marzahn-Hellersdorf via Alex bis zum Hauptbahnhof. Das macht es noch attraktiver, auf den ÖPNV umzusteigen.“

 

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BVG: „Mit der neuen U5 gewinnt das Berliner U-Bahn-Netz noch mehr an Attraktivität. Viele Berlinerinnen und Berliner werden künftig schnell und ohne umzusteigen an ihr Ziel kommen. Als Aufsichtsratsvorsitzende der BVG bin ich stolz auf die Leistung der BVG Projekt GmbH. Sie zeigt, dass Großprojekte in unserer Stadt im Zeit- und Kostenrahmen zu stemmen sind.“

 

 

Mehr als „nur“ ein Lückenschluss

 

Mit 2,2 Kilometern neuer Tunnelstrecke zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor ist die Lücke zwischen „alter“ U5 und der 2009 in Betrieb genommenen U55 nun geschlossen. Im Ergebnis steht die neue, längere U5. Drei neue U-Bahnhöfe, von denen der Bahnhof Museumsinsel noch bis Sommer 2021 ohne Halt durchfahren wird, bieten noch besseren Zugang zu Berlins historischer Mitte. Die BVG erwartet auf dem neuen Abschnitt täglich rund 155.000 Fahrgäste, die unter anderem von einer zusätzlichen Anbindung des Berliner Hauptbahnhofs sowie einer neuen Direktverbindung aus dem Osten Berlins in die Innenstadt profitieren.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Das Wachstum der U-Bahn als Rückgrat der Mobilität unserer Stadt geht weiter. Im Frühjahr haben wir bis zu 1.500 moderne U-Bahnwagen bestellt und heute eröffnen wir eine neue Strecke. Mit der verlängerten U5 bringen wir Mobilität in neue Dimensionen: Mitten im Herzen unserer Stadt profitieren Millionen von Fahrgästen aus Berlin und aller Welt von dieser 2,2 km längeren Verbindung. Eine solche Eröffnung ist auch eine betriebliche Kraftanstrengung, weshalb ich allen Beschäftigten der BVG – von U-Bahn, Infrastruktur oder anderen Bereichen – meinen herzlichen Dank aussprechen möchte. Jetzt heißt es: Alle Signale auf Grün und freie Fahrt von Hönow bis zum Hauptbahnhof!“

 

„Berlin tief verbunden“: Das Motto der heutigen Eröffnung beschreibt nicht nur den Lückenschluss auf der Linie U5 selbst. So kommt beispielsweise der Umsteigemöglichkeit zwischen S- und U-Bahn am Brandenburger Tor nun eine neue Bedeutung zu. Vor allem aber der neue U-Bahnhof Unter den Linden hat es „in sich“. Mit ihm gibt es ab sofort ein Umsteigekreuz zwischen U5 und der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden U6.

 

Seit 12 Uhr halten die Züge der U6 zwischen Alt-Mariendorf und Alt-Tegel am oberen Bahnsteig des U-Bahnhofs Unter den Linden. Der nur wenige Meter Fußweg und knapp zweihundert Meter Schienenstrecke entfernte U6-Bahnhof Französische Straße ging zeitgleich vom Netz und bleibt künftig geschlossen. Die BVG geht am U-Bahnhof Unter den Linden von täglich rund 50.000 Umstiegen zwischen U5 und U6 aus.

 

 

Ein Projekt, zwei Tunnel, drei U-Bahnhöfe

 

Der „Lückenschluss U5“ zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor wurde unter der Geschäftsführung von Ute Bonde und Jörg Seegers von der 2014 eigens gegründeten BVG-Tochter „Projektrealisierungs GmbH U5“ geleitet, welche seit Anfang 2020 „BVG Projekt GmbH“ heißt. Die Baukosten – getragen von Bund und Land – werden nach Fertigstellung des U-Bahnhofs Museumsinsel die 2013 berechneten 525 Millionen Euro um nur wenige Prozent übertreffen. Das BMVI stellte für das Gesamtvorhaben, den Abschnitt von Alexanderplatz bis Hauptbahnhof, einschließlich der bereits fertiggestellten U55, wie im Hauptstadtfinanzierungsvertrag festgelegt, Zuwendungen in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Ute Bonde, Geschäftsführerin Finanzen der BVG Projekt GmbH: „Wir sind sehr stolz auf diese Leistung. Wir haben gezeigt, dass auch Großprojekte innerhalb des Zeit- und Kostenrahmens mit dem richtigen Team und einem partnerschaftlichen Miteinander gelingen. Wir sind bereit für weitere bauliche Herausforderungen hier in Berlin.“

 

Jörg Seegers, Geschäftsführer Technik der BVG Projekt GmbH: „Die Streckenführung mitten durch das Grundwasser, mitten in der Stadt, unter denkmalgeschützten Bauwerken, Gewässern und direkt unter „Unter den Linden“ war sehr anspruchsvoll. Tausende Menschen haben hier in den vergangenen Jahren Herausragendes geleistet. Wir sind allen Projektbeteiligten sehr dankbar, auch wenn sie heute hier leider nicht dabei sein können.“

 

Die Dimensionen beim Bau des neuen U-Bahn-Abschnitts waren gewaltig: Mit der 700 Tonnen schweren Tunnelvortriebsmaschine „Bärlinde“ entstanden zwischen Sommer 2013 und Herbst 2015 zwei Tunnelröhren zwischen Marx-Engels-Forum und U-Bahnhof Brandenburger Tor. An Spitzentagen schaffte die Tunnelmannschaft bis zu 20 Meter Vortrieb. Im März 2017 erfolgte der Durchbruch von der Neubaustrecke zum U-Bahnhof Brandenburger Tor. Später wurden 9.200 Tonnen Schotter verteilt, mehr als 6.000 Schwellen und 8.500 Meter Schienen eingebaut. Die Fachgewerke der BVG verlegten rund 250 Kilometer Kabel im Tunnel und den drei Bahnhöfen.

 

Die drei neuen Bahnhöfe entlang der Strecke haben einen jeweils ganz eigenen Charakter. So verfügt der U-Bahnhof Rotes Rathaus, direkt vor dem Berliner Regierungssitz gelegen, über zwei Ebenen: Auf der oberen befindet sich der zweigleisige U-Bahnhof, darunter eine viergleisige „Aufstellanlage“ für die U-Bahnzüge. Der in Deckelbauweise entstandene Bahnhof wurde von Oliver Collignon entworfen. Prägende Elemente sind die sieben „Pilzkopfstützen“ in der Mitte der Gleise sowie die Wand- und Bodenbeläge aus weiß-schwarzem Terrazzo.

 

Oliver Collignon, Architekt des U-Bahnhofs „Rotes Rathaus“: „Dieser U-Bahnhof ist weit mehr als nur eine Funktion in einer Verkehrsinfrastruktur. Ein gutes Gebäude muss sich gut anfühlen. Die Menschen, die ein Gebäude nutzen, sollen sich wohlfühlen damit.“

 

Der bautechnisch herausforderndste neue Bahnhof liegt an der namensgebenden Museumsinsel, unterhalb des Spreekanals. Aufgrund der besonderen Lage konnten nur die beiden Bahnhofsenden in offener Bauweise hergestellt werden. Der gesamte Bahnsteigbereich musste im Schutz eines riesigen Eiskörpers im bergmännischen Verfahren hergestellt werden. Der 28.000 Kubikmeter große Frostkörper entstand mittels aufwändiger Vereisungsbohrungen und -37° Celsius kalter Kalziumchlorid-Sole. Auf dem von Max Dudler entworfenen Bahnhof läuft noch der Ausbau von Zugängen und Zwischenebene, weshalb er bis Sommer 2021 ohne Halt durchfahren wird. Bereits fertig ist der aus insgesamt 6.662 Lichtpunkten bestehende Sternenhimmel, unter dem die Züge hier künftig einfahren.

 

Drei Ebenen, zwei Linien, ein Bahnhof: Dem von Prof. Axel Oestreich und Ingrid Hentschel entworfenen U-Bahnhof Unter den Linden kommt eine besondere „verbindende“ Bedeutung zu. Denn hier kreuzen sich ab sofort die Linien U5 und U6. Dass die bestehende U6 in diesem Bereich während des Baus nur für rund 17 Monate unterbrochen werden musste, ist eine besondere planerische und bauliche Leistung.

 

Prof. Axel Oestreich, Architekt des Bahnhofs „Unter den Linden“: „Der U-Bahnhof ist zeitlos gestaltet. Auch in 100 Jahren sollen die Menschen hier gerne ein-, aus- und umsteigen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.“

 

Mit den 11 Metern zwischen U5-Bahnsteig auf der untersten Ebene und der Bahnhofsdecke eröffnen sich an diesem U-Bahnhof ungewohnte Räume im Untergrund. Dank insgesamt 183,8 Metern verbauter Fahrtreppen müssen die umsteigenden Fahrgäste dennoch kein langes Treppensteigen befürchten. Gestalterische Akzente liefern die von der Humboldt Universität gestalteten Hintergleiswände des U5-Bahnsteigs.



                                                                                                Video: BVG/United News


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Die Schweizerische Südostbahn startet in den Fernverkehr

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) ist ein eigenständiges Bahnunternehmen, das jährlich rund 13 Millionen Fahrgäste bewegt und ein eigenes 123 Kilometer langes Schienennetz unterhält. Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 übernimmt die SOB mit dem «Treno Gottardo» die Gotthard-Bergstrecke und steigt damit auch in den Fernverkehr ein. Mit dem neuen Angebot bietet sie ab Zürich / Basel / Luzern eine umsteigefreie Direktverbindungen in die Tourismusregionen an, verdoppelt ihre Produktionsleistung und schafft über 200 Arbeitsplätze.

Ab dem Fahrplanwechsel ist der Traverso auch als "Treno Gottardo" im Einsatz                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Für die Südostbahn ist der Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember 2020 ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Mit dem «Treno Gottardo» wird die SOB neu auch im nationalen Fernverkehr unterwegs sein und damit ihre Produktionsleistung nahezu verdoppeln. «Die SOB schafft mit dem  "Treno Gottardo"  ein attraktives Angebot, um den Betrieb der Gotthard-Bergstrecke nachhaltig zu sichern», sagt Thomas Küchler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Südostbahn.


Die im Co-Branding mit der SBB betriebene Linie schafft für die Kundinnen und Kunden aus den Zentren der Deutschschweiz und des Tessins neue umsteigefreie Direktverbindungen in die Tourismusregionen. Die Züge fahren stündlich alternierend ab Basel - Olten - Luzern und Zürich - Zug in Richtung Süden. Wegen Bauarbeiten im Tessin verkehren die Züge ab dem Fahrplanwechsel vorerst nur bis Bellinzona und ab dem 5. April 2021 dann bis nach Locarno. Mit dem neuen digitalen Marktplatz der Südostbahn werden die Regionen und ihre touristischen Angebote auch in der Vermarktung näher zusammengeführt. Auf dem Marktplatz wird nebst dem Ticketkauf für die Bahnreise auch eine Sitzplatz-Reservation in den Zügen angeboten.


Die Fahrgäste profitieren auf ihrer Reise vom modernen Niederflurzug Traverso. Der kupferfarbene Traverso wird seit 2019 auch auf der Linie des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern eingesetzt. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 verkehren die Züge zudem auf der Linie  «Aare Linth»  zwischen Bern - Olten - Zürich und Chur.


Die Südostbahn verdoppelt mit dem Eintritt in den Fernverkehr die Produktionsleistung und schafft neue Arbeitsplätze. Bis Ende 2021 wird das Unternehmen um rund 200 Mitarbeitende auf über 800 wachsen, dies vor allem im Bereich des Lokpersonals und der Kundenbegleitung, aber auch im Bereich der Instandhaltung wird mehr Personal tätig sein. «Dass wir gerade in den schwierigen Zeiten von Covid-19 neue Arbeitsplätze schaffen können, ist ein weiteres Plus unseres unternehmerischen Engagements», betont Thomas Küchler.

 

 

Der Traverso

 

Die achtteiligen, 150 m langen Niederflurtriebzüge vom Typ «Traverso» zeichnen sich durch Innovation und Komfort aus und verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse (2+1-Bestuhlung). Die hochwertige Innenausstattung deckt die Bedürfnisse der unterschiedlichen Benutzergruppen von Pendlerinnen und Pendlern sowie des Freizeit- und Tourismusverkehrs ab: Alle Sitzplätze sind mit Steckdosen ausgerüstet. In den komfortablen Zügen mit modernem Raumkonzept und grossen Panoramafenstern gibt es zwei Bistrozonen mit Getränke- und Snackautomaten, ein einzigartiges Familienabteil und Plätze für Fahrräder und Skis. Die vollklimatisierten Züge erfüllen die neuesten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bieten ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen.

 

Die SOB setzt die kupferfarbenen Fernverkehrszüge «Traverso» seit Juni 2019 auf der Strecke des «Voralpen-Express» zwischen St. Gallen und Luzern ein. Ab 13. Dezember 2020 wird der Traverso als «Treno Gottardo» stündlich alternierend ab Basel respektive Zürich über die Gotthardbergstrecke nach Locarno fahren und ab Mitte Dezember 2021 als «Aare Linth» zwischen Bern - Zürich - Chur verkehren.

 

 

News und Fahrplanänderungen im Regionalverkehr

 

Ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember 2020 übernimmt die Südostbahn den Betrieb der Linie S6 Rapperswil–Schwanden von der SBB. Für die Kundinnen und Kunden hat dies besonders am Bahnhof Rapperswil Vorteile. Neu können Fahrgäste aus dem Linthgebiet wieder in beide Richtungen perrongleich von und nach Zürich umsteigen. Die Südostbahn kann die Anschlusssituation dank eines optimierten Einsatzes des Rollmaterials verbessern. Aktuell ist der perrongleiche Umstieg in Rapperswil nur bei Fahrten nach Zürich möglich.


Mit der Übernahme der S6 bis ins Glarnerland vergrössert die Südostbahn aber auch ihr Marktgebiet. Im Regionalverkehr steigert die SOB mit der Übernahme der Linie ihre jährlichen Zugkilometer deshalb um weitere 700‘000 Kilometer.

 


Änderungen Raum Arth-Goldau/Einsiedeln/Samstagern/Rapperswil

 

Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels ändern sich in Arth-Goldau die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge Richtung Tessin. Um die Anschlüsse aus der Südschweiz in Arth-Goldau Richtung Biberbrugg, Rapperswil und St. Gallen am Abend länger anzubieten, passt die Südostbahn ihr Angebot an.


Die bisherigen Spät-S-Bahnen ab Arth-Goldau werden um 21.16 Uhr und 22.16 Uhr durch den beschleunigten Voralpen-Express ersetzt. Wie tagsüber halten diese Züge in Rothenthurm, Biberbrugg und Pfäffikon. Zusätzlich wird abends auch Samstagern bedient. Reisenden nach Steinerberg und Sattel stehen künftig abends zusätzliche Busverbindungen zur Verfügung. Die letzte Verbindung um 23.13 Uhr ab Arth-Goldau Richtung Rapperswil/St. Gallen bleibt mit allen Zwischenhalten wie bisher bestehen.


Zwischen Rapperswil und Einsiedeln wird das Abendangebot ausgebaut. Die S40 verkehrt zusätzlich auch um 21.06 Uhr und 22.06 Uhr ab Rapperswil respektive um 21.12 und 22.12 Uhr ab Einsiedeln. Die zusätzlichen Züge kompensieren teilweise die wegfallenden Halte der Züge aus Arth-Goldau, schaffen aber auch neue abendliche umsteigefreie Verbindungen zwischen Rapperswil und Einsiedeln.

 

 

Änderungen Raum St. Gallen


In der Region St. Gallen passt die Südostbahn den Fahrplan im kommenden Jahr nur im Minutenbereich an. Um in St. Gallen den Anschluss in Richtung Zürich sicherzustellen, verkehrt die S-Bahn neu bereits um 5.44 Uhr ab Herisau.


Wegen eines Strassenbauprojekts des Tiefbauamts des Kanton St. Gallen muss die Nachtbus-Haltestelle Krummenau Trempel aufgehoben werden. Kundinnen und Kunden des Nachtbus Wil - Wattwil - Nesslau steht die Haltestelle Krummenau, Restaurant Adler als Ersatz zur Verfügung.


Ein Jahr später wird der "Traverso" dann auch Bern mit dem Kanton Graubünden verbinden. Entsprechende Testfahrten entlang vom Walensee im Kanton St.Gallen haben bereits stattgefunden. In den Hauptverkehrszeiten ist hier auch geplant den "Traverso" mit einem neuen 4-teiligen SOB FLIRT3 (mit gleicher Innenausstattung) zu verstärken. Die Züge werden ab 12. Dezember 2021 auf der Linie "Aare Linth" als Interregio bzw. Regio-Express von Bern über Olten - Zürich - Sargans nach Chur unterwegs sein.


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Projekt fahrBAR: Restaurierung und Wiederinbetriebnahme eines legendären Barwagens

Ganz nach dem Motto "aus alt mach neu“ restaurieren junge Bahnliebhaber im Kanton Graubünden einen alten Bahnwagen, mit der Vision einer modernen Barwagengastronomie, die jede Menge Platz für Bierkultur, Kulinarik, Begegnungen und verrückte Ideen bietet. Die fahrBAR soll neue Akzente auf dem Netz der Rhätischen Bahn (RhB) setzen. Dank dem mobilen Eventlokal können nicht nur Partys, Konzerte und Kulturveranstaltungen, wie Degustationen oder Poetry Slam in neuer Form stattfinden, sondern auch fahrplanmässige Personenzüge auf dem RhB-Schienennetz mit einem Barwagen bereichert werden.

Nachfolgend stellen die Verantwortlichen ihr Projekt fahrBAR gleich selbst vor                                      Foto: Florian Huber

 

 

 

«wir machen die fahrBAR wieder fahrbar»

 

Mit diesem Ziel vor Augen gründeten fünf junge bahninteressierte im Jahr 2014 die Projektgruppe fahrBAR. Im Vordergrund steht die Restaurierung und Umfunktionierung eines ehemaligen Postwagens der Rhätischen Bahn (RhB) in einen Barwagen.

 

Die Idee des Wagens als Barlokal ist tief in der Geschichte unseres Wagens verankert. Bereits im Jahr 1981 hat die Rhätische Bahn den zuvor ausrangierten Postwagen mit viel Mühe in den Calanda-Bräu-Wagen umgebaut. Seither wurde der Wagen für Verschiedenes eingesetzt. Unter anderem als Schmuckladen, Ausstellungsobjekt und Gesellschaftswagen. Unser Team stiess auf den heutigen WR-S 3823, kurz bevor dieser verschrottet werden sollte. Für das geplante Projekt war der Wagen perfekt geeignet und so retteten wir ihn vor seinem sicheren Ende. In den letzten Jahren hat unser motiviertes Team alles daran gesetzt, den historischen Wagen wieder auf Vordermann zu bringen.

 

Inzwischen sind wir als Verein tätig und können uns immer wieder über Neuzugänge freuen. Alle Vereinsmitglieder tragen stetig zur Realisierung unseres Projektes bei. Sei es als Handwerker am Wagen, als Organisationsmitglied bei der Planung oder als finanzieller Unterstützer. Hast auch Du Interesse an unserem Projekt? Oder willst Du als Vereinsmitglied Deine Unterstützung einbringen? Dann schau doch mal auf unserer Homepage unter www.projekt-fahrbar.ch vorbei oder nimm direkt mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns über jeden Interessierten!


Der Vorstand des Vereins Projekt fahrBAR: Hinten (v.l.n.r)  Samuel Kier (Leiter Technik / Bau | Stv. Projektleiter),  

Florian Huber (Projektleiter fahrBAR), Jonas Krummenacher (Teamleiter äussere Aufarbeitung);

vorne Selina Schmid (Personal / Sponsoring) und Michelle Pudil (Finanzen / Einkauf).


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Terminal Service Austria bekommt mit Lineas neuen Grosskunden

Die Terminal Service Austria (TSA) betreibt die sieben Güterterminals der ÖBB Infrastruktur, ist flächendeckend und österreichweit tätig und der grösste Anbieter an Terminal und Umschlagleistungen in Österreich. Nun lässt die TSA mit erfreulichen Nachrichten aufhorchen: Mit Lineas konnte ab Fahrplanwechsel im Dezember 2020 ein neuer Zugbetreiber gewonnen werden der mit seinen Xpress-Zügen die Terminals Wolfurt, Wels und Wien Süd anfahren wird.

Ab dem Fahrplanwechsel wird Lineas mit seinen Xpress-Zügen von Antwerpen nach Wolfurt fahren    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Wolfurt mit 3 Zügen wöchentlich

 

Ab Mitte Dezember 2020 wird Lineas mit seinen Xpress-Zügen 3x wöchentlich von Antwerpen nach Wolfurt, mit Zwischen-Stopps in Recklinghausen und Langweid-Foret, fahren. Mit dem neuen Grosskunden und dessen Paradeprodukt "Green Xpress Network" sichert sich der Terminal Wolfurt die indirekte Anbindung an die grossen Hafengebiete Antwerpen, Zeebrügge, Gent und Rotterdam. Der Vorarlberger Terminal profitiert somit vom Direktanschluss an die mehr als 20 regelmässigen Green Xpress Züge in ganz Europa.

 

 

Wels und Wien Süd ebenfalls Teil des Xpress Networks

 

Der Terminal Wien Süd wird in Zukunft ebenfalls mit 3 Rundläufen ein Bestandteil des "Green Xpress Netzwerkes" sein. Dabei werden wöchentlich 6 gemischte Züge (3 in jede Richtung) mit konventionellen und kombinierten Sendungen die Strecke Antwerpen – Wels – Wien Süd und Bratislava fahren. "Es ist erfreulich, dass wir mit Lineas ein modernes Unternehmen aus dem Schienengüterverkehr an uns binden konnten. Die zusätzlichen 12 Zugsverbindungen sind ein Auftrag an uns, unsere Serviceleistungen in der Terminallogistik in gewohnt guter Qualität und mit Engagement für unsere Kunden abzuwickeln", so die Geschäftsbereichsleiterin der TSA in der ÖBB Infrastruktur Dr. Renate Glisic.

 

Lineas ist der grösste private Schienengüterverkehrsbetreiber in Europa mit Hauptsitz in Belgien und bietet seinen Kunden hochwertige Schienenverbindungen und dazugehörige Serviceleistungen mit dem Ziel an, mehr Transportgüter von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen. Dabei soll es den Kunden ermöglicht werden, deren Lieferketten zu optimieren und gleichzeitig werden damit die positiven Effekte des kombinierten Verkehrs auf Klima und Mobilität genutzt.

 

Die TSA betreibt die 7 Terminals der ÖBB Infrastruktur. Die Standorte sind das Terminal Wien Süd (UKV), Terminal Wels (UKV, ROLA), Terminal St. Michael (UKV), Terminal Villach (UKV) sowie das Terminal Wolfurt (UKV), Terminal Wörgl (ROLA) und Terminal Brennersee (ROLA). Mit diesen 7 Terminalstandorten ist TSA flächendeckend und österreichweit tätig und der größte Anbieter an Terminal und Umschlagleistungen, ergänzt um verschiedenste Terminallogistikleistungen, in ganz Österreich

 

 

Rundläufe ab Fahrplanwechsel 2020/21:

 

· Verkehrstage Wolfurt:

   Ankunft in Wolfurt: Jeweils  am Montag, Mittwoch und Freitag 

   Abfahrt von Wolfurt: Jeweils am Dienstag, Donnerstag und Samstag

 

· Verkehrstage Wien Süd:

   Ankunft in Wien Süd: Jeweils am Mittwoch, Donnerstag und Samstag

   Abfahrt von Wien Süd: Jeweils am Dienstag, Mittwoch und Samstag

 

· Verkehrstage Wels:

   Ankunft in Wels: Jeweils am Donnerstag und Samstag

   Abfahrt von Wels: Jeweils am Mittwoch und Sonntag

 

 

 

Der Güterterminal Wolfurt wird Teil des deutschen AlbatrossExpress-Netzwerks

 

Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 weitet die TFG-Transfracht sein AlbatrossExpress-Netzwerk in Österreich auf den Terminal Wolfurt aus. Mit einer 5 x wöchentlichen Abfahrt in beiden Richtungen und den schnelleren Laufzeiten stärkt der Terminalstandort seine Hub-Stellung in der gesamten Bodenseeregion. Zudem garantiert das Netzwerk eine Anbindung an die für den maritimen Sektor sehr wichtigen Containerterminals in den Häfen Rotterdam und Antwerpen, die beide sehr ambitionierte und nachhaltige Wachstumsstrategien durch den Ausbau des Schienengüterverkehrs verfolgen.

 

 

Netzwerk mit 15.000 Destinationen und 24 Terminals

 

Das flächendeckende AlbatrosExpress-Zugsystem der TGF-Transfracht verbindet täglich die Containerterminals der Häfen Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Koper, Rotterdam und Antwerpen mit über 15.000 Destinationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit den 24 Terminals ist das AlbatrosExpress-Netzwerk das dichteste Zugnetzwerk im europäischen Seehafenhinterlandverkehr.

 

 

Verkehrsverlagerung auf klimafreundliche Schiene

 

"Für die TSA als neutralen Dienstleister in der Terminallogistik ist die Aufnahme in das AlbatrossExpress.-Netzwerk eine grosse Herausforderung aber auch die Chance, aktiv daran mitzuarbeiten, dass in Europa die Verkehrsverlagerung des Güterverkehrs auf die klimafreundliche Schiene spürbar erhöht wird. Die AlbatrossExpress-Züge ersetzen jährlich rund 600.000 Lkw-Fahrten und vermeiden so etwa 360.000 Tonnen CO2. Damit realisieren wir nachhaltigen Umweltschutz“, so die Geschäftsbereichsleiterin der TSA in der ÖBB Infrastruktur Dr. Renate Glisic.

 

Die TFG Transfracht ist eine Tochter der Deutschen Bahn AG und ist Marktführerin im containerisierten Seehafenhinterlandverkehr der deutschen Seehäfen. Durch die Aufnahme des TSA-Terminals Wolfurt und dessen Serviceleistungen in das AlbatrossExpress-Zugsystem erwartet sich das Unternehmen eine bessere Anbindung an die Regionen Süddeutschland, Westösterreich, Ost-Schweiz sowie an den Ländermarkt Liechtenstein.




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Goldach - Rorschach: Bus statt Zug wegen Bauarbeiten am Wochenende

Um die Kapazitätsengpässe auf der Linie St. Gallen - St. Margrethen zu entschärfen und die Ostschweiz an den europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland anzuschliessen (HGV-A), baut die SBB die heute einspurige Strecke zwischen Goldach und Rorschach Stadt seit 2019 zur Doppelspur aus. Aufgrund der Bauarbeiten ist diese Strecke am Wochenende vom 27. bis 29. November 2020 für den Zugverkehr gesperrt. Es fahren Bahnersatzbusse.

Im Zuge der Bauarbeiten wird der Bahnhof Rorschach Stadt auch barrierefrei ausgebaut                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Im Rahmen des Doppelspurausbaus Goldach - Rorschach Stadt werden am kommenden Wochenende unter anderem die sogenannten Hilfsbrücken (provisorische Gleise und Perrons) ausgebaut, die für den Bau der Velounterführung «Sonnenweg» nötig waren. Aus diesem Grund ist die Strecke Goldach - Rorschach von Freitagabend, 27. November, 21.40 Uhr, bis Sonntagabend, 29. November 2020, Betriebsschluss, für den Zugverkehr gesperrt.

 

 

Einschränkungen im Zugsverkehr

  • Der EC Zürich HB - München wird via Romanshorn umgeleitet und hält nicht in St. Gallen.

  • Der IR 13 fällt zwischen St. Gallen und Rorschach aus.

  • Die RE, S2, S3 und S4 fallen zwischen Goldach und Rorschach aus.

Zwischen Goldach und Rorschach fahren Bahnersatzbusse. Anschlüsse auf den jeweils nächsten Zug in Richtung St. Margrethen / Sargans / Chur beziehungsweise in Richtung St. Gallen / Wil sind sichergestellt. Die Reisezeiten verlängern sich um bis zu 40 Minuten.

 

 

Online-Fahrplan prüfen


SBB, Thurbo und SOB bitten die Reisenden, vor der Fahrt jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB Mobile App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Bei Fragen hilft der Rail Service 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.


Weitere Informationen sind unter sbb.ch/ostschweiz oder thurbo.ch/bauarbeiten finden.






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Basel SBB: Ersatz von Weichen führt zu Fahrplaneinschränkungen

Ab dem kommenden Wochenende erneuern die SBB und die DB Netz AG im Umfeld des Bahnhofs Basel SBB mehrere Weichen. Aufgrund dieser Bauarbeiten kommt es zu diversen Fahrplaneinschränkungen, so am 28. und 29. November 2020 zwischen Basel SBB und Basel Badischer Bahnhof sowie am 5. und 6. sowie am 12. und 13. Dezember 2020 zwischen Basel SBB und Olten. Der Online-Fahrplan ist angepasst.

Weichenerneuerungsarbeiten führen im Raum Basel zu Fahrplaneinschräkungen                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Die SBB und die DB Netz AG nehmen im Umfeld des Bahnhofs Basel SBB an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden umfangreiche Weichenerneuerungsarbeiten vor. Am Wochenende vom 28./29. November 2020 erneuert die DB Netz AG im Bereich des Basler Stadtviertels Gellert Weichen. Aus diesem Grund muss die Strecke Basel Badischer Bahnhof–Basel SBB für den Bahnverkehr gesperrt werden.

 

An den Wochenenden vom 5./6. Dezember und 12./13. Dezember 2020 ersetzt die SBB drei Weichen in der östlichen Einfahrt zum Bahnhof Basel SBB, kurz vor der Peter-Merian-Brücke. Für die Hauptarbeiten sind aus Sicherheitsgründen längere Gleissperren unerlässlich.

 

 

Fahrplaneinschränkungen 28./29. November 2020

  • Einzelne Verbindungen der Linie (Chur)–Zürich HB–Basel SBB–Deutschland werden in beiden Richtungen via Basel Rangierbahnhof umgeleitet und halten nicht in Basel SBB.
    • Reisende ab Zürich HB nach Basel SBB benützen den IR 37 mit Abfahrt um xx.08 Uhr in Zürich HB.
    • Reisende ab Basel SBB nach Zürich HB benützen den IR 36 mit Abfahrt um xx.13 Uhr in Basel SBB.
  • Die Züge der S6 fallen zwischen Basel SBB und Basel Badischer Bahnhof aus. Zwischen Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB (via Basel Rangierbahnhof) verkehren Extrazüge im Halbstundentakt.
  • Die internationalen Personenzüge Deutschland–Schweiz wenden in Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB. Reisende zwischen Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB benützen die Extrazüge.


Fahrplaneinschränkungen 5./6. Dezember und 12./13. Dezember 2020

  • Die Züge IR 26 und IC 21 fallen zwischen Olten und Basel SBB in beiden Richtungen aus. Reisende zwischen Olten und Basel SBB benützen den IC 61.
  • Die S3 Olten–Basel SBB–Laufen/Delémont/Porrentruy verkehrt am 5. und 6. Dezember 2020 nicht durchgehend. Reisende müssen in Basel SBB umsteigen.
  • Einige Züge der S6 Basel SBB–Zell im Wiesental fallen am Samstag, 5. Dezember und am Samstag, 12. Dezember 2020 zwischen Basel SBB – Basel Badischer Bahnhof aus. Betroffen sind nur die Verbindungen zur vollen Stunde.
    • In der Richtung Basel SBB–Zell im Wiesental fallen die Züge mit Abfahrt um xx.04 Uhr in Basel SBB aus.
    • In der Richtung Zell im Wiesental–Basel SBB wenden die Züge mit Ankunft um xx.50 Uhr in Basel Badischer Bahnhof.


Vor Reiseantritt Online-Fahrplan prüfen 


Die SBB bittet die Kundinnen und Kunden, vor Antritt ihrer Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Zusätzlich informiert die SBB ihre Kundinnen und Kunden mit Durchsagen im Zug sowie über Werbe-, Störungs- und Betriebslagemonitore am Bahnhof über die Fahrplananpassungen. Bei Fragen hilft auch das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.

 

 

Weichen führen auf das richtige Gleis

 

Dank einer Weiche kann ein Zug trotz starrer Schienen von einem Gleis auf ein anderes abbiegen. Ihr wichtigstes Bestandteil ist dabei die sogenannte Weichenzunge. Sie ist der verstellbare Teil der Weiche, der sich an die Schiene des Hauptgleises legt, um den Zug auf ein anderes Gleis zu lenken. Heute werden die Weichen des Schweizer Bahnnetzes ferngesteuert und mit Elektromotoren an den Gleisen angetrieben. Die Weichen sind zudem mit einem Heizsystem ausgestattet, damit sie im Winter nicht einfrieren.

Jedes einzelne Weichenjoch, bestehend aus Schienen und Schwellen, wiegt bis zu 30 Tonnen, ist für seinen Einsatzort massgeschneidert und wird mit Spezialwagen per Bahn angeliefert. Für den Einbau und das Schotterstopfen kommen schwerere Gleisbauzüge zum Einsatz, veritable fahrende Fabriken. Nach den Hauptarbeiten justieren die Gleisbauteams jeweils nachts mittels mehrmaliger Schotterstopfungen die Lage von Weichen und Gleisen millimetergenau und nehmen Schweissarbeiten vor.

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DB: Sanierung der Schnellfahrstrecken wird 2021 fortgesetzt

Die Sanierung der Schnellfahrstrecken der Deutschen Bahn (DB) geht in die nächste Runde: Ab dem 24. April 2021 stehen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover - Würzburg die nächsten Arbeiten an. Bis zum 16. Juli 2021 tauscht die DB zwischen Göttingen und Kassel insgesamt 75 Kilometer Gleis, 72.000 Schwellen, 95.000 Tonnen Schotter und 48 Weichen aus. Die DB investiert 114 Millionen Euro und macht damit die Strecke wieder fit für die Zukunft.

Die Züge werden umgeleitet und die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 40 Minuten                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Sanierung der Strecke ist wegen der vorhandenen vier Brücken und sieben Tunnel äusserst anspruchsvoll. Um die Einschränkungen für die Reisenden auf ein Minimum zu reduzieren, bündelt die DB die Arbeiten gezielt und führt sie mit modernsten Bauverfahren durch. Auf diese Weise wird die DB die Sanierung der insgesamt 40 km langen Strecke in nur zweieinhalb Monaten abschließen.

 

 

Auswirkungen auf den Bahnverkehr

 

Für das Baupensum wird die Schnellfahrtrecke auf dem Abschnitt zwischen Göttingen und Kassel komplett gesperrt. Züge werden über Eichenberg umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 40 Minuten. Die Züge in Richtung Hannover/Hamburg sowie Braunschweig/Berlin kommen nach der Umleitung in den Bahnhöfen nördlich von Kassel entsprechend später an, bzw. müssen dort in der Gegenrichtung nach Süden früher abfahren als sonst. Die veränderten Fahrzeiten sind in der Fahrplanauskunft bereits berücksichtigt.

 

Für den Nahverkehr ergeben sich während der Bauarbeiten ebenfalls Veränderungen. Alle RegionalExpress-Züge zwischen Halle, Erfurt und Kassel sowie zwischen Düsseldorf, Hagen und Kassel fahren zum Kasseler Hauptbahnhof statt nach Kassel Wilhelmshöhe, ebenso die RegionalBahnen von und nach Korbach. Auch auf den anderen RE-, RB- und auch den RegioTram-Linien nach Kassel kommt es zu geänderten Abfahrtzeiten, meist im Bereich bis 5 Minuten, teilweise jedoch auch bis zu 20 Minuten. Eine RegioTram im morgendlichen Schülerverkehr von Hümme nach Kassel muss ausfallen, dafür fährt die vorausfahrende RT mit mehr Sitzplätzen.

 

 

Erneuerung der DB-Schnellfahrstrecken

 

Mit den ersten Schnellfahrstrecken Hannover – Würzburg und Mannheim -Stuttgart begann eine neue Ära im Bahnverkehr. Nach rund 30 Jahren werden diese Strecken wieder fit für die Zukunft gemacht. Noch bis Ende Oktober 2020 wurde die Strecke Mannheim – Stuttgart saniert. Im Durchschnitt nutzen jährlich 15,5 Millionen Fahrgäste diese Fernverkehrsachse, rund 13,7 Millionen Bruttotonnen Güter werden hier pro Jahr transportiert. Hochgeschwindigkeitszüge fahren mit bis zu 280 km/h.

 

 

Information der Reisenden

 

Über Fahrplanänderungen informiert die Bahn über zahlreiche Kanäle von der App DB Navigator über Max Maulwurf, Flyer, Aushänge und Plakate in den Bahnhöfen bis hin zu dem Buchungsportal bahn.de.


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Sanierung SFS Göttingen - Kassel
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Bahnangebot ab der Schweiz nach Italien und Frankreich wird reduziert

Die aktuelle Situation und die verschärften Schutzmassnahmen gegen das Corona-Virus haben zu einem deutlichen Nachfrage-Rückgang im internationalen Bahnverkehr geführt. In Absprache mit Trenitalia, SNCF und TGV Lyria wird das Angebot zwischen der Schweiz und Italien sowie Frankreich reduziert: Nach Italien werden ab 9. November 2020 fünf Verbindungen ausgesetzt, im Verkehr von und nach Frankreich wird das Angebot ab sofort auf zwei Verbindungen zwischen Genf und Paris und eine Verbindung Zürich/Basel–Paris reduziert.

Die betroffenen Züge verkehren innerhalb der Schweiz regulär bis nach Chiasso                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie in der Schweiz und den umliegenden Ländern zwingt die Bahnen zum Handeln. Aufgrund des massiven Rückgangs von Reisen insbesondere von und nach Italien und Frankreich haben die SBB in Absprache mit den Partnerbahnen Trenitalia, SNCF und TGV Lyria, beschlossen, das Angebot ab sofort zu reduzieren. Im Verkehr nach Italien gelten diese Massnahmen ab dem 9. November 2020 bis vorerst am 12. Dezember 2020, nach Frankreich ab sofort bis mindestens am 1. Dezember 2020.

 

Im Verkehr nach Italien sind auf der Gotthard-Achse von und nach Mailand vier Verbindungen betroffen. Die betroffenen Züge verkehren jedoch innerhalb der Schweiz regulär bis nach Chiasso, zudem fällt eine Verbindung zwischen Genf und Mailand aus. Die direkten Verbindungen von der Schweiz nach Venedig und zurück werden ebenfalls ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt; diese Züge verkehren nur zwischen der Schweiz und Mailand. Weitere Reduktionen des Angebots können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Im grenzüberschreitenden Regionalverkehr nach Italien wird das Angebot der S50 von TILO (Bellinzona-Lugano-Mendrisio-Varese-Malpensa) ab dem 9. November ebenfalls angepasst. Aktuelle Informationen zum Regionalverkehr von und nach Italien finden Sie auf www.tilo.ch.

 

Im Fernverkehr werden ab Genf nach Paris und zurück täglich zwei Verbindungen angeboten, von und nach Zürich/Basel nach Paris verkehrt pro Tag ein Zug von TGV Lyria. Auf der Strecke zwischen Neuchâtel und Frasne wird das Angebot eingestellt, da in Frasne aufgrund des Ausfalls der TGV-Verbindungen durch den Jura vorübergehend kein Anschluss an das TGV-Hochgeschwindigkeitsnetz nach Paris angeboten werden kann.

 

In Absprache mit der ÖBB werden ab dem kommenden Wochenende zudem die Nachtzugverbindungen mit dem Nightjet auf den Strecken von Zürich nach Berlin und Hamburg in beiden Richtungen bis voraussichtlich am 2./3. Dezember 2020 eingestellt.

 

Die aktuellen Angaben zu den internationalen Tagesverbindungen sowie der Nachtzüge sind entsprechend im Online-Fahrplan unter www.sbb.ch sowie auf SBB Mobile angepasst.

 

 

 

Rhätische Bahn (RhB) Grenzverkehr mit Italien - Tirano in der "roten Zone"

 

Die italienische Regierung hat zusätzliche Corona-Massnahmen erlassen. Ab Freitag, 6. November 2020, ist in den sogenannten "roten Zonen", zu welchen auch die Provinz Lombardei gehört, touristisches Reisen untersagt. Die Ein- und Ausreise ist verboten. Davon ausgenommen sind lediglich Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Freizeitreisende dürfen in Tirano nicht mehr einreisen. Der Betrieb des Bernina Express Bus von Tirano nach Lugano wird per Freitag, 6. November 2020 eingestellt.

 

Ausserdem ist vom 2. bis 7. November 2020 die Strecke Pontresina - Poschiavo aufgrund von Bauarbeiten für den Bahnverkehr gesperrt. Dort verkehren Bahnersatzbusse. Die Bahnhöfe Alp Grüm, Cavaglia und Cadera können nicht bedient werden.

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Nachtnetze im Schweizer ÖV werden bis auf weiteres eingestellt

Als Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus gilt in der Schweiz eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr. In Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und den Kantonen stellen die Transportunternehmen aus diesem Grund die Nachtnetze ein, die jeweils am Wochenende in den frühen Morgenstunden betrieben werden. Nicht betroffen von der Massnahme sind die regulären Spätverbindungen.

Das ZVV-Nachtnetz wurde nach der ersten Einstellung gar nicht wieder in Betrieb genommen          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

In der Schweiz stellen die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs ab dem kommenden Wochenende (6. auf 7. November 2020) die Nachtnetze ein. Es handelt sich um die ÖV-Angebote, die in vielen Städten oder Agglomerationen jeweils in den Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag zusätzlich zum ordentlichen Tagesangebot betrieben werden.

 

Die Einstellung ist eine Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus und erfolgt in Abstimmung mit den Bestellern des Nachtangebots (Bund und Kantone), dem Bundesamt für Verkehr (BAV) sowie den Systemführerinnen SBB (Schiene) und PostAuto (Strasse). Der Entscheid stützt sich auf die Vorgabe des Bundesrates vom 28. Oktober 2020, der eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr angeordnet hat. Dadurch bleibt die Nachfrage nach einem Nachtangebot aus. Einige Nachtnetze (z.B. Moonliner, nachtstern) haben ihren Betrieb bereits eingestellt. Andere wurden seit der ersten Corona-Welle nicht wieder in Betrieb genommen (ZVV-Nachtnetz).

 

Die Einstellung des Nachtangebots erfolgt vorerst unbefristet. Die Wiederaufnahme hängt von den Vorgaben des Bundesrates zu den Bereichen Sperrstunde und Nachtleben ab. Die Anschlüsse nach Ankunft der letzten Züge des Fahrplanes sind sichergestellt. Diese werden häufig von Berufstätigen mit einer späten Schicht (beispielsweise Pflegeberufe) benutzt. Die Verbindungen sind alle im Online-Fahrplan aufgeführt.


Suspension temporaire des réseaux de nuit

La fermeture de tous les établissements à 23 heures a été ordonnée en Suisse afin de lutter contre la propagation du coronavirus. En accord avec l'Office fédéral des transports (OFT) et les cantons, les entreprises de transport suspendent donc les réseaux de nuit, qui sont exploités aux premières heures du matin le week-end. Les liaisons régulières proposées en soirée ne sont pas concernées par cette mesure.

En Suisse, les entreprises de transports publics suspendent les réseaux de nuit à partir du week-end prochain (dès la nuit du 6 au 7 novembre 2020). Il s'agit d'offres proposées en plus de l'offre quotidienne dans de nombreuses villes ou agglomérations les nuits du vendredi au samedi et du samedi au dimanche. La suspension de ces liaisons est une mesure de lutte contre la propagation du coronavirus.

 

Elle est prise en concertation avec les commanditaires de l'offre de nuit (Confédération et cantons), l'Office fédéral des transports (OFT) et les gestionnaires des systèmes rail et route, respectivement les CFF et CarPostal. La décision s'appuie sur la prescription du Conseil fédéral du 28 octobre 2020, qui a ordonné la fermeture des établissements à 23h00. La demande de nuit devient ainsi inexistante. Certains réseaux de nuit (comme Moonliner, nachtstern) ont déjà mis leur exploitation à l'arrêt. D'autres n'ont pas été remis en service depuis la première vague de coronavirus (ZVV réseau de nuit).

Dans un premier temps, l'offre de nuit est suspendue pour une durée illimitée. La reprise dépendra des prescriptions du Conseil fédéral sur la fermeture des établissements et la vie nocturne. Les correspondances consécutives à l'arrivée des derniers trains de l'horaire sont garanties. Elles sont souvent empruntées par des personnes actives allant travailler tard le soir (comme le personnel soignant). Les relations sont toutes indiquées dans l'horaire en ligne.


Collegamenti notturni temporaneamente sospesi

Come misura contro la diffusione del coronavirus, in Svizzera vige l’obbligo di chiusura di bar e ristoranti a partire dalle ore 23.00. D’intesa con l’Ufficio federale dei trasporti (UFT) e i Cantoni le imprese di trasporto sospendono quindi per tale motivo i collegamenti notturni, che nel fine settimana sono operativi fino alle prime ore del mattino. I collegamenti notturni regolari non sono interessati da questa misura.

 

In Svizzera le imprese dei trasporti pubblici sospendono i collegamenti notturni a partire dal prossimo fine settimana (6-7 novembre 2020). Si tratta di offerte di trasporto che in molte città o agglomerati sono gestite, in aggiunta all’offerta giornaliera, nelle notti da venerdì a sabato e da sabato a domenica. La sospensione è una misura volta a contrastare la diffusione del coronavirus ed è stata decisa d’intesa con i committenti dell’offerta notturna (Confederazione e Cantoni), con l’Ufficio federale dei Trasporti (UFT), nonché con i leader di sistema FFS (trasporto ferroviario) e AutoPostale (trasporto su strada).

 

La decisione si basa sui provvedimenti adottati dal Consiglio federale il 28 ottobre 2020, che includono anche la chiusura di bar e ristoranti a partire dalle ore 23.00. Questo si traduce anche nell’assenza di domanda per un’offerta notturna. Alcune reti notturne (ad es. Moonliner, Nachtstern) hanno già sospeso l’esercizio, mentre altre non avevano ancora ripreso l’attività dopo la prima ondata di coronavirus (ZVV rete notturna).

 

L’offerta notturna sarà sospesa a tempo indeterminato. La ripresa dipenderà dalle disposizioni del Consiglio federale in materia di chiusure e di vita notturna. Le coincidenze previste dopo l’arrivo degli ultimi treni dell’orario saranno garantite, in quanto spesso utilizzate da persone attive professionalmente con turni di lavoro notturni (ad es. professioni sanitarie). I collegamenti sono tutti consultabili nell’orario online.

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Geburtstagsfahrt mit dem Roten Doppelpfeil «Churchill» der SBB

Der Rote Doppelpfeil SBB RAe 4/8 1021 wurde an der Schweizer Landesausstellung 1939 als Prestigeobjekt und Beispiel Schweizer Wertarbeit präsentiert. Den legendären Beinamen "Churchill" bekam er 1946, als Sir Winston Churchill mit diesem Zug als Staatsgast durch die Schweiz reiste und so ist er bis heute als "Churchill-Pfeil" respektive "Churchill-Doppelpfeil" bekannt. Wo er auftaucht, ist dem "Churchill-Pfeil" Bewunderung gewiss und so ist es auch Konrad Matt ergangen, als er vor etlichen Jahren an den Gleisen stand und Züge fotografierte. Da ist Koni die Idee gekommen zu seinem 80. Geburtstag im Mai 2020 Gäste für eine Zugfahrt einzuladen. Wegen Corona noch verschoben wurde diese Fahrt dann am 04. Oktober 2020 Wirklichkeit.

Ein Traum wurde wahr: Konrad Matt auf Geburtstagsfahrt mit dem Churchill-Pfeil                                Foto: Peter Hofstetter

 

 

 

 

Reisebericht von Kontrad Matt zur seiner Geburtstagsfahrt mit dem "Churchill-Pfeil" am 04. Oktober 2020

 

"Die Idee, an meinem 80sten meine Gäste zu einer Zugfahrt einzuladen, kam mir vor etlichen Jahren, als ich am Geleise stand und Züge fotografierte. So kontaktierte ich SBB Charter und die Idee wurde zu einem durchführbaren Projekt entwickelt. Bei der Routenwahl wollte ich wenig bekannte Strecken berücksichtigen. Start und Ziel der Rundreise sollte mein jetziger Wohnort Luzern sein. Die Fahrt sollte um etwa 10 Uhr beginnen und ca. 16 Uhr enden, inklusive Mittagessen im Zug.

 

Wir fuhren also von Luzern via Luzern-Verkehrshaus entlang dem Vierwaldstättersee nach Immensee. Dort gab‘s den ersten von drei Wendepunkten. Über Rotkreuz, durch das Reusstal und das Bünztal bis Hendschiken befuhr unser eleganter Triebwagen eine Strecke, auf der sonst vor allem schwere Güterzüge von Süden nach Norden und umgekehrt donnern. Nach einem kurzen Halt in Lenzburg wählten wir die Strecke der ehemaligen Nationalbahn und erreichten unseren zweiten Wendepunkt Zofingen via Suhr und Safenwil. Während der Lokführer den Führerstand wechselte, hatte man kurz Zeit, sich die Beine zu vertreten. Bald aber ging’s weiter über die sogenannte Kriegsschlaufe nach Rothrist und via Langental nach Huttwil.

 

Inzwischen war auch das Servicepersonal von Elvetino nicht untätig geblieben, und wir genossen ein erstklassiges Mittagessen in erstklassigem Ambiente. Für die nun folgende Strecke von Huttwil nach Sumiswald nahmen wir uns anderthalb Stunden Zeit. Fahrplantechnisch kein Problem, denn die Strecke wird nur noch von Sonderzügen befahren. Der einstündige Halt in Affoltern-Weier kam allen Fahrgästen gelegen, um sich auszutauschen und Selfies zu knipsen, mit dem schönen Zug als Kulisse. Vor Sumiswald gab’s noch einen kurzen Halt auf offener Strecke, damit die teils weit hergereisten Fotografen in aller Ruhe ihr Bild des Tages schiessen konnten.

 

Auf der Heimreise über Langnau im Emmental und durch das Entlebuch waren die Gäste in aufgeräumter Stimmung. Die stilvolle Reise in diesem Luxuszug, die Fahrt durch selten gesehene Landschaften, das gute Essen, verbunden mit dem erstklassigen Service, und nicht zuletzt das milde Herbstwetter, machten diesen Tag zu einem einmaligen Erlebnis für alle meine Gäste."

 

 

Die Geschichte vom Schnelltriebwagen Re 4/8 301 bis zum «Churchill-Pfeil» RAe 4/8 1021

 

Für die Landi 1939 entwarf die Schweizer Rollmaterialindustrie unter Leitung der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur, einen «Roten Doppelpfeil». Die Landesausstellungen dienten jeweils als Leistungsschau, an der Schweizer Institutionen und Unternehmen die Leistungsfähigkeit des Landes zur Schau stellten. Am Bau des Fahrzeugs beteiligten sich neben der SLM auch die Schweizerische Waggonfabrik Schlieren (SWS), Brown, Boveri & Cie (BBC), die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) und die Société Anonyme des Ateliers de Sécheron (SAAS). Aus der Zusammenarbeit entstand der Schnelltriebwagen Re 4/8 301, der im Mai 1939 in Dienst gestellt wurde und eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h aufwies, die damals allerdings nirgendwo auf dem Schweizer Schienennetz ausgefahren werden konnte.

 

Ab 1941 wurde der Doppelpfeil für den Charterverkehr freigegeben, die Reisegeschwindigkeit, die damals schon 100 km/h nicht überschritt, gilt bis heute unverändert, als für Passagiere noch komfortable Höchstgeschwindigkeit. Im Jahr 1944 erhielt der Doppelpfeil die Bezeichnung RBe 4/8. Zwei Jahre später kündigte sich mit Sir Winston Churchill, dem ehemaligen britischen Premierminister, hoher Besuch in der Schweiz an und der Doppelpfeil wurde im September 1946 zur Beförderung des Staatsgastes eingesetzt. Seit diesem legendären Einsatz ist dieser Zug kaum mehr unter seinen zahlreichen Typenbezeichnungen, sondern als «Churchill-Pfeil» bekannt. Seine offizielle Bezeichnung änderte sich bereits 1948 wieder, als der Doppelpfeil RBe 4/8 die Betriebsnummer 651 erhielt.

 

1953 wurden mit den RBe 4/8 661 und 662 von SWS und BBC zwei weitere "Rote Doppelpfeile" in Betrieb genommen. Diese wichen mechanisch und elektrisch vom «Churchill-Pfeil» deutlich ab, hatten eine normalisierte Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h und eine etwas höhere Leistung.

 

1956 erhielten die drei Doppelpfeile ihre zuletzt gültige Baureihenbezeichnung; mit Aufhebung der dritten Klasse (C) wurden die Doppelpfeile neu zu RAe 4/8 hochgestuft. 1959 erhielten die Doppelpfeile schliesslich gemeinsame, fortlaufende Betriebsnummern: RAe 4/8 1021 (Churchill-Pfeil) sowie RAe 4/8 1022 (nach einer Kollision 1977 abgestellt und 1980 abgebrochen) und RAe 4/8 1023 (Brand im November 1985, der zu seinem Abbruch führte).

 

Während der verunfallte RAe 4/8 1022 im Laufe des Jahres 1980 durch die SBB HW Zürich abgebrochen wurde, versuchte man den nicht mehr betriebsfähigen «Churchill-Pfeil» RAe 4/8 1021 unter anderem als historisches Fahrzeug im Verkehrshaus in Luzern unterzubringen. Da dies nicht gelang, wurde das defekte Fahrzeug über die Jahre an verschiedenen Orten abgestellt, ehe es im März 1985 zum Schrottwert an den privaten Interessenten Intraflug (Alby Glatt sel.) verkauft wurde.

 

Der Besitz der Intraflug gelangte durch deren Verkauf 1994 an das Reisebüro Mittelthurgau, einer Tochtergesellschaft der Mittelthurgaubahn (MThB). Der MThB gelang im September 1996 die erneute Inbetriebnahme des «Churchill-Doppelpfeils», der im Auftrag der MThB durch die Werkstätte Samstagern der Südostbahn (SOB) aufgearbeitet wurde. Das als RAe 4/8 1021 restaurierte Fahrzeug erhielt die MThB-UIC-Bezeichnung RAe 506 605.

 

Mit dem Konkurs der Mittelthurgaubahn, deren Konkursmasse 2002 weitgehend von den SBB übernommen wurde, kam das historische Fahrzeug wieder zurück zu den SBB. Ende 2004 wurde das Paradefahrzeug vollständig revidiert und steht seither allen Interessenten als Charterfahrzeug für Fahrten durch die Schweiz zur Verfügung. Der «Churchill-Doppelpfeil» gehört heute der Division Personenverkehr der SBB und wird durch SBB Charter vermarktet. Anfang 2019 wurde der «Churchill-Doppelpfeil» umfassend revidiert und steht für individuelle Charterfahrten und öffentliche Erlebnisreisen im Einsatz. Bei den SBB wird das Fahrzeug als RAe 591 021 geführt.



 

               Fotoalbum von der Geburtstagsfahrt


                                                    Churchill auf Geburtstagsfahrt, ein Video von  Joel Blättler


                                            Drohnenaufnahmen entlang der Strecke, ein Video von Gabriel Arnold


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Berlin: Die Züge rollen zum neu eröffneten Flughafenbahnhof BER

Bahn frei für den Zugverkehr zum Flughafen Berlin-Brandenburg. Am 25. Oktober 2020 hat die DB den Auftakt gegeben und den Verkehr zum neuen Flughafenbahnhof eröffnet. Zur Anbindung des neuen Hauptstadt-Flughafens wurden eigens zwei neue Bahnhöfe gebaut: der unterirdische barrierefreie Flughafenbahnhof, direkt unter dem Terminal - und der Bahnhof Waßmannsdorf. Die Station zwischen dem alten Bahnhof Schönefeld und dem neuen BER bindet den Schönefelder Ortsteil ab sofort an das S-Bahnnetz an. Der neue Flughafenbahnhof heisst nun offiziell "Flughafen BER – Terminal 1-2“.

DB Regio Flughafen-Express mit Baureihe 147 neben S-Bahn Berlin, Baureihe ET 481            Foto: DB / Volker Emersleben

 

 

 

Zum Anschluss des Flughafenbahnhofs an das Streckennetz der Deutschen Bahn wurden 18,5 km Strecke für den Fern- und Regionalverkehr und 8,6 km für die S-Bahn gebaut. Die Gesamtinvestitionen für Bahnhöfe und Zulaufstrecken betrugen 675 Millionen Euro.

 

Auf insgesamt sechs Gleisen halten künftig Regional- und Fernzüge sowie die Berliner S-Bahn unter dem Airport. Für das Publikum sind sowohl der Bahnhof als auch das DB-Reisezentrum ab Montag täglich von 7 bis 22 Uhr geöffnet. Hier erhalten die Fahrgäste Fahrkarten und Informationen. Zusätzlich unterstützen montags bis freitags zwischen 9 und 17 Uhr zwei Service-Guides die Fahrgäste an den Automaten.

 

Der bestehende Flughafen Schönefeld wird als Terminal 5 in den neuen Großflughafen BER eingegliedert. Deshalb erhält auch der Bahnhof Berlin-Schönefeld Flughafen einen neuen Namen: Er wurde heute in „Flughafen BER – Terminal 5“ umbenannt.

 

 

S-Bahn macht den Anfang • Nah- und Fernverkehr folgen

 

Die S9 fährt zunächst morgens und abends ab Spandau im 20-Minutentakt über Terminal 5 und Waßmannsdorf zum Terminal 1-2. Am Donnerstag wird der planmäßige Betrieb der Linien S45 und S9 zum neuen Flughafen aufgenommen. Damit hält ca. alle 10 Minuten eine S-Bahn am BER.

 

Mit der Eröffnung des Flughafens am 31. Oktober 2020 werden dann auch der Nah- und Fernverkehr Reisende zum Flughafen bringen. Insgesamt drei Regionalbahnlinien (RE7, RB14, RB22) plus der Flughafenexpress (FEX) halten ab 31. Oktober 2020 am BER Terminal 1-2. Somit bestehen tagsüber viermal in der Stunde schnelle Verbindungen zwischen Berlin Hbf bzw. Ostkreuz und dem BER. Die S-Bahn bietet zusätzlich pro Stunde sechs Fahrtmöglichkeiten.

 

Auch Fernzüge halten künftig unterm Terminal: Mit der Intercity-Linie Warnemünde – Berlin – Dresden ist der BER-Flughafenbahnhof auch für Fahrgäste aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen schnell und umsteigefrei erreichbar. Von Rostock bis zum BER beträgt die Fahrzeit zweieinhalb Stunden, von Neustrelitz sind es eineinhalb. Auch von Dresden dauert die Fahrt nur etwas mehr als 90 Minuten. Die modernen Intercity-Doppelstockzüge fahren im Zwei-Stunden-Takt.

 

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für das Land Berlin:

„Es freut mich, dass am Hauptstadtflughafen BER endlich Flieger starten und landen. Die Deutsche Bahn ist startklar, Bahnhöfe und Strecken sind betriebsbereit. Auf einer hervorragenden, leistungsstarken Infrastruktur bringen wir nun Gäste aus aller Welt zum neuen Flughafen BER. Mit attraktiven, schnellen Verbindungen und einem modernen barrierefreien Bahnhof sorgen wir für eine bequeme und klimafreundliche An- und Abreise sowie einen angenehmen Aufenthalt.“

 

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg:

„Mit der neuen Bahnanbindung zum Flughafen BER bekommen die Brandenburgerinnen und Brandenburger einen schnellen und zuverlässigen Anschluss an die Welt. Besonders hervorzuheben ist die ideale Lage des neuen Bahnhofes direkt unter dem Terminal des BER. Das bedeutet: Kurze Wege von der Schiene hin zum Flugzeug und auch wieder zurück. Fluggäste ebenso wie Pendlerinnen und Pendler können nun noch öfter den eigenen PKW stehen lassen und stattdessen ihre Reise von und zum Flughafen stressfrei und schnell mit der Bahn unternehmen.“

 

Regine Günther, Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz:

„Der neue Flughafen BER ist in enger Taktung an den ÖPNV angebunden. Die zahlreichen Verbindungen von S-Bahnlinien, dem neuen Flughafen Express, weiteren Regionalzügen und Bussen ermöglichen eine schnelle und bequeme Anreise, schonen das Klima, die Umwelt und vernetzen darüber hinaus die Metropolregion Berlin-Brandenburg.“

 

Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH:

„Wir freuen uns, dass heute der Flughafen-Bahnhof ans Netz geht und möchten zu diesem Anlass unseren Partnern danken, dass auch in schwierigen Zeiten eine partnerschaftliche, konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit möglich war. Mit dem leistungsfähigen Bahnhof direkt unter dem Terminal 1 verfügt der BER über ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen großen deutschen Flughäfen. Die Möglichkeit, mit dem Aufzug vom Bahnsteig in die Check-In-Halle zu gelangen, ist in Deutschland einmalig. Die Bahnfreundlichkeit des BER setzt Maßstäbe für umweltbewusstes Reisen.“

 

 

Zeitstrahl: Entstehung des Bahnhofs am BER

 

1996 - Beschluss der Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund:

            Der internationale Flughafen für Berlin und Brandenburg wird in Schönefeld gebaut

 

2003 - Beginn der bauvorbereitenden Maßnahmen (Umsiedlung, archäologische Untersuchungen)

 

2006 - Am 16. März genehmigt das Bundesverwaltungsgericht den Ausbau des Flughafens Schönefeld zum Hauptstadt-Airport BER

 

2006 - Am 5. September Spatenstich und gleichzeitige Unterzeichnung der BER-Verträge zwischen Bund, Berlin, Brandenburg,

           Deutsche Bahn AG und den Berliner Flughäfen. Baubeginn Terminal-Bahnhof und Bahntunnel unter dem Flughafen

 

2008 - Baubeginn westliche Schienenanbindung BER, Fertigstellung des ersten, 185 Meter langen Abschnitts des Rohbaus Terminalbahnhof

 

2011 - Am 30. Oktober Inbetriebnahme der Schienenanbindung zum BER

 

2020 - Am 25. Oktober Feierliche Eröffnung der Infrastruktur des BER-Bahnhofs

 

 

Streckendaten

  • Eisenbahntunnel: ca. 3 km
  • Streckenlänge für Fern- und Regionalverkehr: ca. 15 km
  • Streckenlänge für die S-Bahn (Bahnhof Schönefeld, BER T5 – BER T1/2): ca. 8 km
  • Gesamte Gleislänge: 51 km
  • Weichenanzahl: 65

 

Bahnhofsdaten

  • Bahnsteiggleise: 6 (2 S-Bahngleise/4 Fernbahngleise unter dem Terminal)
  • Bahnsteiglänge Fernbahn: 405 Meter
  • Bahnsteiglänge S-Bahn: 152,5 Meter
  • Bahnsteigbreite: rund 11 Meter
  • Bahnhofsbreite: maximal 65 Meter
  • Länge S-Bahnsteig: 152 m
  • Bahnhofsbreite: ca. 60 m / 40 m
  • Bauwerkshöhe: ca. 11 m
  • Bauwerkstiefe: ca. 15 m

 

Anbindung

 

FEX - Flughafen-Express / Airport Express - ein Angebot von DB Regio Nordost auf der Relation Berlin Hbf - Berlin Gesundbrunnen - Berlin Ostkreuz - Flughafen BER Terminal 1-2 im Auftrag des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg). Zum Einsatz kommen für das spezielle Einsatzgebiet angepasste moderne Dosto-Fahrzeuge.

 

    • Berlin Hbf - Berlin Gesundbrunnen - Berlin Ostkreuz - Flughafen BER Terminal 1-2 im 30-Minutentakt
  • RE7
    • Dessau Hbf/Bad Belzig - Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 1-2 - Wünsdorf-Waldstadt im Stundentakt
  • RB14
    • Nauen - Berlin-Spandau - Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 1-2 im Stundentakt
  • RB22
    • Berlin Friedrichstraße/Potsdam Hbf - Golm - Flughafen BER Terminal 1-2 - Königs Wusterhausen im Stundentakt
  • S45
    • Berlin Südkreuz - Flughafen BER Terminal 5 - Waßmannsdorf - Flughafen BER Terminal 1-2 im 20-Minutentakt
  • S9
    • Berlin Spandau - Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 5 - Waßmannsdorf - Flughafen BER Terminal 1-2 im 20-Minutentakt
  • IC Linie
    • Rostock – Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 1-2 – Dresden im 2-Stundentakt


BVG: Flugs zum Flug

 

 

Wenn am neuen Hauptstadtflughafen die ersten Passagiermaschinen abheben, steht auch die BVG vor einer neuen Herausforderung. Denn trotz eines gut ausgebauten Schienennetzes am BER werden die Busse des größten deutschen Verkehrsunternehmens hier rund 20 Prozent des öffentlichen Verkehrs stemmen. Dazu hat die BVG gemeinsam mit ihren Partnern ein umfangreiches Angebotspaket geschnürt. Teil davon sind vier Tages- und vier Nachtbuslinien die am neuen Terminalgebäude verkehren werden. Darunter auch zwei komplett neue Linien.

 

 

Der X71 startet am 8. November 2020

und bringt seine Fahrgäste vom U-Bahnhof Alt-Mariendorf mit nur 10 Zwischenhalten zum Terminal 1 des BER.

 

 

Mit dem N7X bietet die BVG ihre erste Nacht-Express-Linie an.

Während der Betriebspause der S- und U-Bahn wird die Linie sechsmal zwischen ca. 2:30 und 3:45 Uhr vom S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten zu beiden BER-Terminals fahren und damit vor allem den Flughafenangestellten und Frühfliegern zu Gute kommen.

 

Auch jenseits des BER, vor allem im Nachtverkehr im Berliner Süden wird es einige Änderungen im Busverkehr geben. Hier wird zum Beispiel die neue Linie N64 den nächtlichen Anschluss vom S- und U-Bahnhof Wuhletal zum S-Bahnhof Adlershof herstellen.

 

Wenn am 8. November 2020 die Lichter am Flughafen Tegel ausgehen,

wird auch das dortige Busangebot entsprechend angepasst. Während einige Linien eine neue Strecke bekommen und teilweise verstärkt werden, müssen sich die Berlinerinnen und Berliner von den Linien X9 und TXL für immer verabschieden.

 


Alle Änderungen zum 31. Oktober 2020 bzw. 8. November 2020 finden Sie hier zum Download:

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Angebotsänderungen zur BER-Eröffnung
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Bahnhof Luzern: Totalsperre wegen Ersatz der Bahnstromanlage

Die SBB ersetzt derzeit im Bahnhof Luzern die Bahnstromanlage. Die Hauptarbeiten finden am Wochenende vom 7./8. November 2020 statt. Dafür wird der Bahnhof Luzern für den Bahnverkehr gesperrt. Die SBB bittet die Reisenden, ihre Verbindung vor Reiseantritt im Online-Fahrplan zu prüfen.

Heute werden die Fahrleitung der SBB und der Zentralbahn über die gleiche Bahnstromanlage gespiesen, so dass Kurzschlüsse sich auf beide Netze auswirken.                                                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Bereits seit Mai 2020 laufen die Bauarbeiten an der Bahnstromanlage im Bahnhof Luzern. Diese Arbeiten sind nötig, um die Anlage den aktuell geltenden Normen anzupassen und weiterhin einen sicheren und zuverlässigen Bahnverkehr sicherzustellen. Die Kosten betragen knapp 7 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung mit dem Bund und der Zentralbahn finanziert.

 

Heute werden die Fahrleitung der SBB und der Zentralbahn über die gleiche Bahnstromanlage gespiesen. Kurzschlüsse wirken sich auf beide Netze aus. Um einen sicheren und zuverlässigen Bahnverkehr sicherzustellen ersetzt die SBB deshalb die Bahnstromanlage im Bahnhof Luzern. Durch redundant gespiesene Sektoren verbessert sich die Stromversorgung im Bahnhof Luzern und ist auch eine Voraussetzung für die zukünftige Doppelspureinführung der Zentralbahn.

 

Am Wochenende vom 7./8. November führt die SBB nun die Hauptarbeiten an den Schaltposten im Bereich der Langensandbrücke aus.

 

 

Fahrplaneinschränkungen im Raum Luzern

 

Für die Hauptarbeiten wird der Bahnhof Luzern von Samstag, 7. November ab Betriebsbeginn bis Sonntag, 8. November 2020 bis Betriebsschluss für den Bahnverkehr gesperrt. Mit dieser einmaligen Totalsperre an einem Wochenende kann die SBB auf 40 einzelne Nachtarbeiten verzichten und verschiedene Bauarbeiten bündeln. Dadurch verkürzt sich die Gesamtbauzeit und damit auch die Gesamtdauer der Lärmbelastung und Fahrplaneinschränkungen. Aufgrund der Totalsperre kommt es an diesem Wochenende zu grossen Einschränkungen im Bahnverkehr und Änderungen im Fahrplan:

 

  • Für die Reise von und nach Luzern benutzen Reisende die Züge bis Ebikon, Sursee, Emmenbrücke, Littau, Luzern Verkehrshaus oder Luzern Allmend/Messe und zurück. 
  • Ab den Bahnhöfen Ebikon, Emmenbrücke, Littau und Luzern Allmend/Messe fahren Bahnersatzbusse bis zur Station «Luzern, Inseliquai» und zurück. Abfahrtsort und Ankunftsort für alle Bahnersatzbusse ist «Luzern, Inseliquai».  
  • Zwischen Luzern, Bahnhof» und «Luzern, Verkehrshaus» steht den Reisenden das Regelangebot der Busse 6, 8 und 24 der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) zur Verfügung.  
  • Die Geschäfte im Bahnhof Luzern sind auch während der Totalsperre geöffnet. 

 

 

SBB bündelt Projekte: Strassensperren rund um den Bahnhof Luzern

 

Dank der Totalsperre des Bahnhofs Luzern können am Wochenende vom 7./8. November 2020 weitere Bauarbeiten in der Umgebung durchgeführt werden. So erneuert die SBB gleichzeitig die Strassenunterführungen Kreuzstutz und Seehof (Rotsee) und führt Vorarbeiten an der Strassenüberführung Fluhmühle aus. Die Strassenunterführung Kreuzstutz ist ab dem 26. Oktober 2020 gesperrt, die Strasse im Bereich der Brücke Kreuzstutz ist von Freitagabend, 6. November, bis Montagmorgen, 9. November 2020 sowie auch am darauffolgenden Wochenende gesperrt. Zudem ist der Rotseeweg im Bereich der Brücke Seehof von Donnerstagabend, 5. November, bis Montagabend, 9. November 2020 gesperrt, der Zugang zur Fähre ist ab Luzern auf beiden Seeseiten möglich. Umleitungen sind vor Ort signalisiert. Die Busse der VBL werden an den Wochenenden umgeleitet. Weitere Informationen zu den Strassensperren unter www.sbb.ch/bauarbeiten-luzern.

 

 

Vor Reiseantritt Online-Fahrplan prüfen

 

Die SBB bittet die Kundinnen und Kunden, vor Antritt ihrer Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Zusätzlich informiert die SBB ihre Kundinnen und Kunden mit Durchsagen im Zug sowie über Werbe-, Störungs- und Betriebslagemonitore am Bahnhof über die Fahrplananpassungen. Weiter sind während des ganzen Wochenendes Kundenlenker im Einsatz. Bei Fragen hilft das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.


                                                                                                                                                                             Grafik: SBB CFF FFS


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Weltleitmesse InnoTrans Berlin auf 2022 verschoben

Angesichts der dynamischen Lage rund um die Corona-Pandemie und der damit verbundenen mangelnden Planungssicherheit wird die InnoTrans auf 2022 verschoben. Dies hat die Messe Berlin in Abstimmung mit internationalen Marktführern und führenden Verbänden entschieden. Die dreizehnte Ausgabe der Weltleitmesse für Verkehrstechnik findet vom 20. bis 23. September 2022 in Berlin statt.

Die ursprünglich auf April 2021 verschobene InnoTrans findet nicht statt                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Die InnoTrans auf das Jahr 2022 zu verschieben, war eine sehr schwierige Entscheidung“, so Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin. „Ausschlaggebend waren letztlich die fehlende Planungssicherheit und die Prognose der Entwicklung der Pandemie in den nächsten Monaten. Angesichts der Pandemielage kann aktuell schlicht niemand ausreichend sicher sagen, ob die Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Nutzung unseres Gleisgeländes im April 2021 die Durchführung einer internationalen Leitveranstaltung wie der InnoTrans zulassen.“ Die Präsentation von neuen Zügen auf den rund 3000 Gleismetern ist ein Alleinstellungsmerkmale der InnoTrans und für die Qualität der Veranstaltung entscheidend.

 

"Wir sind uns mit den führenden Branchenakteuren einig, dass die InnoTrans nur international und im gewohnten Umfang ihrem Qualitätsanspruch gerecht wird. Im Sinne aller Beteiligten haben wir uns daher zu einer erneuten Verschiebung entschlossen, um die hohe Qualität der InnoTrans als führende Marketingplattform der Branche weiterhin und vor allem langfristig zu garantieren und gleichzeitig allen Akteuren Planungssicherheit zu bieten“, sagt Matthias Steckmann, Direktor Geschäftsbereich Mobility & Services.

 

Die nächste InnoTrans findet zum nächsten regulären Turnustermin vom 20. - 23. September 2022 statt. Bereits im kommenden Jahr, vom 9. bis 11. November 2021, findet die Mobilitätsfachmesse MES Expo auf dem Berliner Messegelände statt. Das verkehrssystemübergreifende Messekonzept ist ausgerichtet auf die Elektronikzuliefererbranche. Die B2B-Messe bietet Ausstellern und Fachbesuchern aus den Bereichen Schiene, Nutzfahrzeuge und Automotive eine intermodale Plattform für einen interdisziplinären und globalen Austausch. Das Rahmenprogramm wird von dem VDB, DVF, ZVEI sowie der Deutschen Bahn gestaltet.



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Die ÖBB bringen eine neue Bundesheer-Lok auf Schiene

Bahn frei für die neue Bundesheer-Lok: Das Österreichische Bundesheer und die ÖBB verbindet seit Jahrzehnten ein enge Partnerschaft. Sei es bei Katastropheneinsätzen oder bei Militärtransporten. Als Zeichen der Verbundenheit mit dem Österreichischen Bundesheer setzten die ÖBB ab sofort auch eine Taurus-Lokomotive mit Bundesheer-Branding ein. Es ist nach der „50 Jahre Bundesheer“-Lok im Jahr 2005 und der "50 Jahre Heeressport"-Lok im Jahr 2012 nun bereits die dritte Lok im Bundesheer-Design.

Die 1116 182  (ex COBRA) ist bereits die dritte Lok im Bundesheer-Design                                                  Foto: Dominik Pauli

 

 

 

 

Hier im Bild ist die ÖBB 1116 182 als GLZ 96560 auf der Fahrt von Wien Westbahnhof nach Wien Hauptbahnhof Autoreisezuganlage bei der Vorbeifahrt in Wien Speising zu sehen. In Anwesenheit von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und dem CEO der ÖBB Andreas Matthä wurde die Lok anschliessend in der Autoreisezuganlage der ÖBB am Hauptbahnhof Wien eingeweiht. Direkt nach der Taufe tritt die neue Bundesheer-Lok mit rund 10.000 PS ihren Dienst an. Ab heute wird sie durch ganz Österreich unterwegs sein und ein Zeichen für ein modernes und leistungsfähiges Bundesheer sein.

 

Die Motive der neuen Bundesheer-Lok spiegeln militärische Einsatzbereiche des Bundesheeres wider. Sie zeigen Soldaten des Jagdkommandos beim Fallschirmsprung aus der Herkules C-130 und auf der zweiten Seite der Lok das Thema Gebirgskampf. Die militärischen Aufgaben des Bundesheeres standen diesmal im Zentrum der Überlegungen bei der Designentwicklung. Die Geradlinigkeit des neuen Designs verdeutlicht einerseits die Diszipliniertheit und Einsatzbereitschaft des Bundesheeres und soll andererseits, neben dem Hoheitssymbol des Bundesheers, vor allem den Leitspruch „Wir schützen Österreich“ und die Bilder von Einsätzen des Bundesheeres deutlich hervorheben.

 

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sagte während der Lok-Taufe: „Es gibt keine Sicherheit ohne Zuverlässigkeit. So wie die ÖBB für zuverlässigen Transport sorgt, ist das Bundesheer ein zuverlässiger Partner für die Bevölkerung und hilft, wo andere nicht mehr helfen können.“ Die Kooperation zwischen dem Verteidigungsressort und der ÖBB ist seit vielen Jahren geprägt von Vertrauen und enger Zusammenarbeit zum Wohle der österreichischen Bevölkerung. Frau Bundesministerin Klaudia Tanner dankte der ÖBB: „Dank der ÖBB können wir den vielen Zugreisenden nun täglich vermitteln, wofür das Bundesheer steht. Unsere Soldaten und Soldatinnen sowie die Zivilbediensteten des Bundesheeres schützen und helfen der Bevölkerung – die Fotos an beiden Seiten der Lok von zwei Einsatzbereichen der Landesverteidigung verdeutlichen das.“

 

Auch Andreas Matthä freut sich über die bereits dritte Lok im Bundesheer-Design. „Das Bundesheer und die Österreichischen Bundesbahnen arbeiten im Logistikbereich Tag für Tag zusammen. So ersparen wir der Umwelt nicht nur viele tausende Tonnen CO2 pro Jahr, sondern stellen auch für den Krisenfall die Kompatilität der Systeme Bahn und Heer sicher.“

 

Zahlreiche Fahrten und Militärtransporte im Personen- und Güterverkehr, weit über 7700 im letzten Jahr, wurden von den ÖBB für das Bundesheer durchgeführt. Der Militärverkehr bildet dabei eine eigene Sparte bei den Spezialtransporten. Auch in Zukunft werden nationale und internationale Transporte, sowohl im Personenbereich als auch im Güterverkehr und als Militärsonderzüge stattfinden.

 

Die neue Bundesheer-Lok ist ein sichtbares und kraftvolles Symbol für die enge Zusammenarbeit von Bahn und Bundesheer. Auf ihren Fahrten quer durch Österreich wird sie ein Ausdruck für eine moderne Landesverteidigung sein und diese Botschaft künftig quer durch Österreich tragen.


Die 1116 182 bei der Durchfahrt in Wien Hauptbahnhof

                                                             Foto: Dominik Pauli

Andreas Matthä und Klaudia Tanner anlässlich der Loktaufe
                                                            Foto: ÖBB / Peter Berger



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ÖBB präsentieren neuen Fahrplan: Mehr Züge – mehr Platz – mehr Sicherheit - Nachtzugnetz wächst

Am 13. Dezember 2020 tritt europaweit ein neuer Fahrplan in Kraft. Die ÖBB bieten den Fahrgästen Verbesserungen bei Nah- und Fernverkehrsverbindungen und setzen weiterhin auf sicheres, klimafreundliches und komfortables Reisen. "Mit unseren Kapazitätsausweitungen im Nah- und Fernverkehr, neuen Nachtzugverbindungen und Investitionen in moderne Züge gestalten wir das Bahnfahren für unsere Fahrgäste zukünftig noch komfortabler. Die Bahn steht nicht nur für klimafreundliches und bequemes Reisen, auch in Zeiten von Corona ist man mit den ÖBB sicher unterwegs. Trotz grosser finanzieller Herausforderung haben wir uns entschlossen, dieses Jahr beim Fahrplanwechsel unsere Ticketpreise nicht zu erhöhen“, so ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.

Mehr Züge – mehr Platz durch Kapazitätsausweitungen im Nah- und Fernverkehr                               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

In der Früh und am Abend profitieren Fahrgäste künftig im Fernverkehr von zusätzlichen Tagesrandausweitungen auf den Strecken Graz – Wien, Salzburg – Innsbruck, Salzburg – Klagenfurt und Graz – Schwarzach-St. Veit. Neue Frühverbindungen gibt es auch von Bregenz nach Innsbruck und von Wien nach Linz und Salzburg.

 

Auf der Stecke von Wien nach Budapest werden die Züge fortan im Stundentakt verkehren. Von Zürich – Bregenz – München werden ebenso zusätzliche und schnellere Verbindungen angeboten.

 

Auch im Nahverkehr werden mit Fahrplanwechsel zahlreiche Angebotsverbesserungen, längere Betriebszeiten und verbesserte Intervalle umgesetzt. S-Bahn-Verbindungen werden in vielen Regionen ausgebaut. Insgesamt sind im Nah- und Regionalverkehr Ausweitungen von rund 2,3 Millionen Zugkilometern geplant.

 

Für die nächsten Ausflüge und Kurzurlaube in Österreich wird zudem das Wochenendangebot weiter ausgebaut: So kann man am Wochenende bequem und direkt von Wien in das steirische Thermen- und Vulkanland mit der Thermenbahn anreisen. Von Linz oder Wels geht es wochenends künftig im 2-Stunden-Takt und einfacher an den Attersee. Und für das nächste Skiabenteuer oder Wandererlebnis gibt es am Wochenende neue Direktverbindungen von Wien über Linz nach Hinterstoder und Schladming bis nach Bischofshofen.

 

 

Das Nachtzugnetz wächst: Ab Dezember 2020 über Nacht nach Amsterdam

 

Klimafreundlich und bequem über Nacht in europäische Metropolen – die ÖBB machen es möglich und lassen das einstige Nachtzugnetz wiederaufleben. Mit der neuen Nightjet-Verbindung geht es ab Fahrplanwechsel täglich von Wien und Innsbruck nach Amsterdam. Der Nightjet von Wien nach Brüssel fährt künftig das ganze Jahr über drei Mal pro Woche und kommt früher in Brüssel an. Das europäische Nachtzugnetz soll aber noch weiterwachsen, deshalb arbeiten die ÖBB gemeinsam mit Partnern bereits an neuen Destinationen.

 

"Künftig wird unser Nightjet täglich in die niederländische Hauptstadt unterwegs sein und unsere Fahrgäste sicher und klimaschonend an ihr Ziel bringen. Parallel prüfen wir diverse Destinationen, die in Europa mit einem Mittelstrecken-Flug erreichbar sind. Mein Ziel ist weiterhin klar: ich möchte bis 2028 wieder ein ausgebautes Nachtzugnetz in Europa sehen – von Berlin nach Paris, von Stockholm bis Rom“, so Andreas Matthä.

 

 

Neue Züge für noch mehr Komfort

 

Die ÖBB wollen den Komfort beim Bahnfahren weiter erhöhen und investieren auch im kommenden Jahr in ihre Zugflotte. 13 neue Nightjet Garnituren mit mehr Komfort und neuem Design sind aktuell in Produktion und sollen ab Ende 2022 im Einsatz sein. Ein Teil der bestehenden Nightjet-Flotte erhält ein Upgrade. Die modernisierten Nightjet Wagen werden insbesondere für Familien und Reisende mit eingeschränkter Mobilität mehr Komfort bieten. Alle erneuerten Wagen werden mit einem barrierefreien Abteil ausgestattet und ein Radtransport wird künftig möglich sein.

 

Für den Nahverkehr sollen neue Doppelstockzüge beschafft werden, zusätzlich werden bestehende Doppelstockzüge auf Cityjet-Niveau upgegradet.

 

 

Grafische Sitzplatzreservierung jetzt auch in der ÖBB App

 

Mit der grafischen Sitzplatzreservierung, die seit 19. Oktober 2020 auch in der ÖBB App für Züge ab dem Fahrplanwechsel verfügbar ist, können Fahrgäste fortan in den ÖBB Railjets ihren Lieblingsplatz auswählen. Mit ein paar Klicks können die KundInnen sehen, ob und wo im Zug bereits viele Sitzplätze durch Reservierungen belegt sind und sich dann ggf. für einen anderen Platz oder sogar Zug mit geringerer Auslastung entscheiden. In Zeiten von Corona und den damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen, wie dem größeren Abstandhalten gegenüber haushaltsexternen Personen, ist ein derartiges Feature besonders hilfreich.

 

 

Sicher reisen in Zeiten von Corona

 

Die Railjet- und Nightjet-Züge werden bis Jahresende ebenso mit neuen Desinfektionsmittel-Spendern in den WC-Anlagen ausgestattet. Ausserdem können in diesen Zügen auch während der Fahrt Handdesinfektionsmittel sowie ein Mund-Nasen-Schutz erworben werden.

 

"Mit Angeboten wie der Auswahl des Lieblingsplatzes anhand der grafischen Sitzplatzreservierung, der Buchungsmöglichkeit von Privatabteilen in den Nightjets und der Maximalbelegung von vier Personen im Liegewagen bieten wir unseren KundInnen die Voraussetzung, sicher und mit genügend Abstand durch Europa reisen zu können“, sagt Matthä.

 

 

Klimafreundlich, einfach und flexibel ans Ziel

 

Die ÖBB sind bereits jetzt das größte Klimaschutzunternehmen Österreichs, dennoch wird laufend nach Möglichkeiten gesucht, noch mehr für den Umwelt- und Klimaschutz zu tun. So werden in den Railjet-Bordrestaurants künftig Alu-Getränkedosen durch umweltfreundliche Glasflaschen ersetzt. Damit ersparen die ÖBB der Umwelt künftig rund 1,4 Tonnen Alu-Müll.

 

 

Des Weiteren werden die Mobilitätsservices in den Gemeinden und Tourismusregionen für die erste und letzte Meile weiter forciert, damit der Umstieg vom Auto auf nachhaltige Verkehrsmittel noch einfacher gelingen kann. Verschiedenste Angebote von klimaschonenden Sharing-Services werden dabei gebündelt und in der wegfinder-App verfügbar gemacht. So können die täglichen Wege, ganz nach dem Motto “Mobility as a service” (MaaS), unkompliziert und vor allem lückenlos zurücklegt werden. Nach dem erfolgreichen Start des Pilotprojekts in Korneuburg, werden nun integrierte Mobilitätskonzepte in Gmünd und Waidhofen/Ybbs erarbeitet. Damit gehen die ÖBB einen weiteren Schritt in Richtung eines nachhaltigen Gesamtmobilitätsdienstleisters.


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Präsentation ÖBB-Fahrplan 2021
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Im Anschluss an die virtuelle Pressekonferenz hat Andreas Matthä noch Zusatzfragen von Pressevertretern beantwortet


Auch das  Nachtzugnetz  wächst  weiter:

Ab Dezember 2020 geht's über Nacht nach Amsterdam                           Foto: Marcel Manhart


Klimaschutzministerin Gewessler begrüßt mehr Angebot für PendlerInnen, Dienstreisende und UrlauberInnen

 

ÖBB weitet Kapazitäten im Nah- und Fernverkehr aus – auch neue Nachtzugverbindungen starten

Gewessler: „Für alle etwas dabei“

 

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler freut sich über mehr Zugverbindungen mit dem neuen ÖBB-Fahrplan ab 13. Dezember. Neben mehr Angebot im Nah- und im Fernverkehr sind auch mehr Nachtzugverbindungen Teil des neuen Fahrplans. Darunter fallen neue Früh- und Spätverbindungen zwischen Wien und Graz oder Wien, Salzburg und Innsbruck, ein umfassender Ausbau der S-Bahn-Verbindungen in den Regionen und eine Nachtzugverbindung nach Amsterdam. Insgesamt wird das Angebot an klimafreundlichen Reisemöglichkeiten deutlich ausgebaut.

 

„Der öffentliche Verkehr ist das Rückgrat der klimafreundlichen Mobilität. Und wir arbeiten auf allen Ebenen daran, dass er noch besser wird. Mit dem größten Rahmenplan in der Geschichte bauen wir moderne Infrastruktur in ganz Österreich. Mit der Ausweitung des Angebots sorgen wir dafür, dass dann ein Zug fährt, wann wir ihn brauchen. Und mit dem 1-2-3-Ticket arbeiten wir an einem leistbaren Ticket für ganz Österreich“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

 

Die aktuellen Verbesserungen betreffen alle Teile des öffentlichen Verkehrs in Österreich. Von der Ausweitung des Nahverkehrs für Pendlerinnen und Pendler über bessere Fernverkehrsverbindungen und touristische Angebote in Österreich bis hin zu Nachtzügen in europäische Hauptstädte.

 

„Mit dem neuen Fahrplan machen wir einen großen Sprung. Egal, ob für die Pendlerin in der S-Bahn, auf der Dienstreise zwischen Wien und Graz oder in den Urlaub nach Amsterdam. In diesem Paket ist wirklich für alle etwas dabei. Und das Beste – wir starten schon am 13. Dezember“, so Gewessler.


Weitere Stellungnahmen / Reaktionen zum ÖBB Fahrplan 2021

 

Neuer ÖBB-Fahrplan bringt Railjet-Reduktion für Niederösterreich

LR Schleritzko: „Schlechtere Öffi-Angebote werden nicht zu mehr Umsteigern auf die Bahn führen“

 

St. Pölten (OTS/NLK) - Der ab 13. Dezember gültige neue Fahrplan der ÖBB bringt auf vielen Regionalbahnstrecken Verbesserungen für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. „Diese Verbesserungen werden dort möglich, wo Bund und Land gemeinsam in neue Angebote investieren“, verweist NÖ Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko auf die Bestellungen durch den Verkehrsdienstevertrag, die Anfang November präsentiert werden. Verärgert zeigt er sich jedoch ob eines anderen Umstandes: „Dort wo die ÖBB aber eigenverantwortlich unterwegs ist, nämlich im Fernverkehr, haben die Fahrgäste das Nachsehen. Denn der neue ÖBB-Fahrplan bringt eine deutliche Railjet-Reduktion für Niederösterreich.“

 

„Schlechtere Öffi-Verbindungen werden keine Gäste zum Umstieg auf die Bahn bewegen und die notwendige Mobilitätswende keinen Millimeter voranbringen. Wer ein europäisches Nachtzugnetz aufbauen will, sollte auch den Heimatmarkt entsprechend bedienen können“, hält der niederösterreichische Landesrat dazu fest.

 

„Gerade im Mostviertel und in St. Pölten werden diese Einstellungen spürbar. Auswirkungen ziehen sich aber bis auf die Südbahn nach Wiener Neustadt durch und treffen Fahrgäste mit Ziel Krems, Hainfeld oder Bruck an der Leitha. Taktknoten wie St. Pölten, Amstetten oder St. Valentin hängen in der Luft, die Anbindung nach Wien und zum Flughafen wird verschlechtert und Reisezeiten deutlich länger“, erläutert Schleritzko die Auswirkungen dieser Maßnahmen. Konkret werden sechs Railjet bzw. Railjet-Express aus dem Fahrplan genommen. Betroffen sind von Wien kommend der RJX 368 (Wien>Zürich) im Abschnitt Wien Hbf 05:30 – Salzburg Hbf 07:54, der RJ 820 Flughafen Wien 21:33 – Linz Hbf 23:30 und der RJX 764 Flughafen Wien 22:03 – Salzburg Hbf 00:56 sowie aus Westen kommend der RJ 825 Wels Hbf 03:55 – Flughafen Wien 05:57, der RJ 843 Salzburg Hbf 21:12 – Wien Hbf 00:05 sowie der RJX 367 (Zürich>Wien) im Abschnitt Salzburg Hbf 22:08 – Wien Hbf 00:33. Niederösterreichische Pendler müssen dadurch mit Fahrzeitverlängerungen von bis zu einer Stunde in den Tagesrandlagen rechnen, wenn die eigenwirtschaftlichen Fernverkehrszüge der ÖBB nicht verkehren.


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Neuchâtel: Bauarbeiten für einen besseren Zugang zu den Zügen

Am Bahnhof Neuchâtel haben am 19. Oktober 2020 die Arbeiten für einen komfortableren Einstieg in die Züge begonnen. In mehreren Bauphasen werden alle Perrons durchgehend auf die Standardhöhe von 55 Zentimetern angehoben. Ausserdem wird der Bahnhof für das Befahren mit Doppelstockzügen weiter fit gemacht und die Einfahrgeschwindigkeit zu den Gleisen 6 und 7 erhöht. Die Arbeiten dauern bis November 2021.

Am Bahnhof Neuchâtel wird für angenehmes uns sicheres Einsteigen in die Züge gebaut               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Nebst den Bahnsteigerhöhungen werden auch die Perronüberdachungen so angepasst, dass der erforderliche Sicherheitsraum beim befahren mit Doppelstockzügen frei bleibt. Ebenso werden die Gleisanlagen angepasst, damit die Züge auf den Gleisen 6 und 7 schneller in den Bahnhof einfahren können. Um den fahrplanmässigen Betrieb während dem Umbau jederzeit garantieren zu können, werden die Arbeiten in mehrere Bauphasen aufgeteilt und sollten gemäss aktueller Planung im November 2021 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf  rund 18 Millionen Franken.

Der Zugang zu den Zügen ist während den gesamten Arbeiten uneingeschränkt gewährleistet. Je nach Bauphase sind jedoch Gleisänderungen erforderlich.

Die SBB ist bestrebt, so viele Arbeiten wie möglich tagsüber auszuführen. Um den Bahnbetrieb ohne Unterbruch gewährleisten zu können, müssen allerdings einige Arbeiten auch nachts durchgeführt werden. Die SBB ist bemüht die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten und dankt den Anwohnern für ihr Verständnis.



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Fahrplaneinschränkungen zwischen Frick und Brugg wegen Abschlussarbeiten am Bözbergtunnel

Die SBB realisiert im Auftrag des Bundes bis 2020 einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthard-Achse. Somit können dereinst auch Sattelauflieger mit einer Höhe von vier Metern auf der Bahn transportiert werden. Das grösste Einzelprojekt ist der Neubau des Bözbergtunnels im Kanton Aargau. Bevor die SBB den neuen Bözbergtunnel in Betrieb nehmen kann, sind jedoch noch Abschlussarbeiten nötig. Deshalb kommt es zwischen Basel SBB und Brugg vom 23. Oktober bis 5. November 2020 zu Fahrplaneinschränkungen und es fahren Busse statt Züge. Die SBB empfiehlt Reisenden, den Fahrplan frühzeitig zu prüfen.

An den Bauwochenenden fällt der IR36 zwischen Frick und Brugg in beiden Richtungen aus          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im Auftrag des Bundes realisiert die SBB einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthard-Achse. Das grösste Einzelprojekt ist der Neubau des Bözbergtunnels im Kanton Aargau. Der bestehende zweispurige Bözbergtunnel ist nicht 4-Meter-tauglich, deshalb wird parallel dazu eine neue 2,7 Kilometer lange Doppelspur-Röhre gebaut. Der alte Tunnel wird künftig als Dienst- und Rettungsstollen genutzt.

 

Die Bauarbeiten im neuen Bözbergtunnel stehen kurz vor ihrem Abschluss. Bevor der Tunnel am 6. November 2020 in Betrieb gehen kann, sind noch Abschlussarbeiten in Schinznach Dorf und Effingen nötig. Am Wochenende vom 24./25. Oktober 2020 schliesst das Bauteam eines der bestehenden Gleise an das neue, aus dem Tunnel kommende Gleis an. Eine Woche später, am Wochenende vom 31. Oktober / 1. November 2020 wird das zweite bestehende Gleis angeschlossen. Anschliessend werden die Fahrleitungen und Sicherungsanlagen an die neuen Gleise angepasst. Ab Freitag, 30. Oktober 2020 geht der bestehende Bözbergtunnel ausser Betrieb.

 

 

Fahrplaneinschränkungen und Bahnersatz

 

Aufgrund der Bauarbeiten kann die Strecke Effingen - Schinznach Dorf von Freitag, 23. Oktober bis Donnerstag, 5. November 2020 wochentags nur einspurig befahren werden. An den Wochenenden ist die Strecke für den Zugverkehr ganz gesperrt. Während dieser Zeit müssen Kundinnen und Kunden mit folgenden angepassten Abfahrtszeiten, verlängerten Reisezeiten, Gleisänderungen und Verbindungen mit Bahnersatz rechnen:

 

Montag bis Freitag

  • Der IR36 Basel SBB - Zürich HB verkehrt während der Hauptverkehrszeiten mit geänderten Abfahrtszeiten zwischen Basel SBB und Brugg AG.
  • Während der Nebenverkehrszeiten fällt der IR36 zwischen Stein-Säckingen und Brugg AG in beiden Richtungen aus.
  • Es verkehren Bahnersatzbusse zwischen Stein-Säckingen, Frick und Brugg AG.
  • Die S1 Basel SBB - Laufenburg verkehrt während der Nebenverkehrszeiten nach Frick statt Laufenburg.
  • Zwischen Stein-Säckingen und Laufenburg verkehren Bahnersatzbusse.
  • Reisende zwischen Basel SBB und Zürich HB werden gebeten, via Olten zu reisen.


Samstag und Sonntag

  • Der IR36 Basel SBB - Zürich HB fällt zwischen Frick und Brugg in beiden Richtungen aus.
  • Die S1 Basel SBB - Laufenburg verkehrt nach Frick statt Laufenburg.
  • Zwischen Frick und Brugg sowie zwischen Stein-Säckingen und Laufenburg verkehren Bahnersatzbusse.


Vor Reiseantritt Online-Fahrplan prüfen


Die Einschränkungen unterscheiden sich je nach Tag und Uhrzeit stark. Deshalb empfiehlt die SBB den Reisenden, ihre Verbindungen kurz vor jeder Reise im Online-Fahrplan zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Zusätzlich informiert die SBB ihre Kundinnen und Kunden mit Durchsagen im Zug sowie über Werbe-, Störungs- und Betriebslagemonitore am Bahnhof über die Fahrplananpassungen. Bei Fragen hilft das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter. 

 

 

UPDATE vom 06. November 2020:

Züge rollen ab heute durch den neuen Tunnel

 

In den vergangenen zwei Wochen war die Bözbergstrecke zwischen Effingen und Schinznach Dorf nur ein- statt zweispurig befahrbar. Nun sind die Abschlussarbeiten beendet.

 

Die Bauteams haben die Gleise vom bestehenden an den neuen Bözbergtunnel verschwenkt und erfolgreich angeschlossen. Somit konnten die Abschlussarbeiten wie geplant heute, am 6. November 2020, beendet werden. Seit heute Mittag um 12 Uhr stehen den Zügen beide Spuren durch den neuen doppelspurigen Bözbergtunnel zur Verfügung.

Die SBB hat im Auftrag des Bundes einen 4-Meter-Korridor auf der Gotthard-Achse realisiert, damit auch Sattelauflieger mit einer Höhe von vier Metern auf der Bahn transportiert werden können. Der neue Bözbergtunnel ist das grösste Einzelprojekt des gesamten 4-Meter-Korridors.

 

 

Umbau des alten Tunnels bis 2022


Die Bauarbeiten gehen noch weiter. Als nächstes wird der alte Tunnel bis April 2022 umgebaut und künftig als Dienst- und Rettungsstollen genutzt. Hierzu wird der neue Doppelspurtunnel über fünf Querverbindungen mit dem künftigen Dienst- und Rettungsstollen verbunden. Das Gesamtprojekt Bözbergtunnel wird im Sommer 2022 in Betrieb gehen, nachdem auch die zweite Rettungsübung erfolgreich durchgeführt worden ist.


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Maskenpflicht im ÖV gilt neu schweizweit auch an Bahnhöfen mitsamt Perrons, Unterführungen und Bushaltestellen

Der Bundesrat hat heute an einer ausserordentlichen Sitzung mehrere, schweizweit gültige Massnahmen gegen den starken Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus ergriffen. Ab Montag, 19. Oktober 2020 sind im öffentlichen Raum spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten. In öffentlich zugänglichen Innenräumen muss eine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt zudem in allen Bahnhöfen, Flughäfen und an Bus- und Tramhaltestellen.

Ab 19. Oktober 2020 gilt die Maskenpflicht schweizweit auch auf den Perrons                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Der starke Anstieg der Fallzahlen in den letzten Tagen ist besorgniserregend. Er zeigt sich in allen Altersklassen und in allen Kantonen. Auch die Zahl der Hospitalisierungen nimmt zu. Ziel der neuen schweizweiten Massnahmen von Bund und Kantonen ist, die Gesundheit der Bevölkerung besser zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitswesens in den nächsten Wochen und Monaten zu verhindern. Ziel ist auch, den Anstieg der Fallzahlen so stark zu bremsen, dass die Kantone das Contact Tracing weiterhin konsequent und umfassend sicherstellen können. Trotz der Einschränkungen soll das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben weitergeführt werden können.

 

 

Schweizweit einheitliche Maskenpflicht

 

Wer im öffentlichen Verkehr (Züge, Strassenbahnen, Busse, Schiffe, Luftfahrzeuge und Seilbahnen) unterwegs und älter als 12 Jahre ist, muss seit dem 6. Juli 2020 eine Gesichtsmaske tragen. Diese Pflicht wird ab Montag, 19. Oktober 2020 neu auf Personen ausgedehnt, die sich auf Perrons und in weiteren Wartebereichen für Bahn, Tram und Bus (z.B. Perrons, Tram- und Bushaltestellen) befinden oder sich in Bahnhöfen, Flughäfen oder in anderen Zugangsbereichen (z.B. Seilbahnstationen) des ÖV aufhalten. Die Maskentragpflicht gilt sowohl in Innenräumen als auch in Aussenräumen der genannten Warte und Zugangsbereiche. Wie bis anhin sind Personen, die etwa aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, von der Maskentragpflicht ausgenommen.

 

Zusätzlich gilt neu auch in öffentlich zugänglichen Innenräumen eine Maskentragpflicht, zum Beispiel in Geschäften, Einkaufszentren, Banken, Poststellen, Museen, Bibliotheken, Kinos, Theatern, Konzertlokalen, Innenräumen von zoologischen und botanischen Gärten und Tierparks, Restaurants, Bars, Discos, Spielsalons, Hotels (mit Ausnahme der Gästezimmer), Eingangs- und Garderobenräume von Schwimmbädern, Sportanlagen und Fitnesszentren, in Arztpraxen, Spitälern, Kirchen und religiösen Einrichtungen, Beratungsstellen und Quartierräumen. Ebenso gilt eine Maskentragpflicht in jenen Teilen der öffentlichen Verwaltung, die dem Publikum zugänglich sind.

 

Die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske gilt in obligatorischen Schulen, Schulen der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe, in Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung sowie in den Trainingsbereichen von Sport- und Fitnesseinrichtungen nur dann, wenn sie im betreffenden Schutzkonzept vorgesehen ist.

 

 

Vorgaben für private Veranstaltungen

 

Viele Personen stecken sich an Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis mit dem Coronavirus an. Diese Veranstaltungen sollen wenn möglich vermieden werden. An privaten Veranstaltungen mit über 15 Personen darf künftig nur sitzend konsumiert werden. Wer nicht an seinem Platz sitzt, muss eine Maske tragen. Ausserdem müssen die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten und die Kontaktdaten erhoben werden. Private Veranstaltungen mit über 100 Personen müssen analog den öffentlichen Veranstaltungen über ein Schutzkonzept verfügen, sie dürfen zudem nur in öffentlich zugänglichen Einrichtungen durchgeführt werden.

 

 

Keine Versammlungen von mehr als 15 Personen im öffentlichen Raum

 

Im öffentlichen Raum sind spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen. Damit soll insbesondere verhindert werden, dass private Anlässe in den öffentlichen Raum verlagert werden. Organisierte Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind mit den entsprechenden Schutzmassnahmen weiterhin erlaubt, etwa politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen.

 

 

Konsumation in Restaurationsbetrieben nur sitzend

 

Das Konsumieren von Speisen und Getränken in Restaurants und Ausgehlokalen wie Bars oder Clubs ist nur noch sitzend erlaubt, unabhängig davon, ob in Innenräumen oder im Freien.

 

 

Homeoffice-Empfehlungen

 

Der Bundesrat hat zudem die «Covid-19-Verordnung besondere Lage» mit einem Absatz zum Homeoffice ergänzt. Arbeitgebende sind verpflichtet, die Homeoffice-Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu beachten. Mit dem Arbeiten zu Hause können grössere Menschenansammlungen vor allem zu Stosszeiten vermieden und enge Kontakte am Arbeitsplatz reduziert werden. Zudem wird das Risiko vermindert, dass bei einem Covid-19-Fall ganze Arbeitsteams in Quarantäne müssen.

 

Die Federführung der Bewältigung der Covid-19-Epidemie in der Schweiz liegt seit dem 19. Juni 2020 bei den Kantonen. Der Bund erwartet von den Kantonen, weiterhin breit zu testen, ein lückenloses Contact Tracing sicherzustellen und mit gezielten Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie beizutragen.


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FAQ - Bundesamt für Gesundheit BAG
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Eidgenössisches Departement des Innern EDI - Eräuterungen
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ÖBB: Gewessler und Matthä präsentieren Rahmenplan 2021 - 2026

Knapp drei Milliarden Euro jährlich werden die ÖBB in den kommenden sechs Jahren im Auftrag der Bundesregierung in eine moderne und leistungsfähige Bahn-Infrastruktur investieren. Bis 2026 werden es 17,5 Milliarden Euro sein. Insgesamt 3 Milliarden Euro sind für komplett neue Vorhaben in dieser Rahmenplan-Periode bis inklusive 2026 vorgesehen. Weitere 5 Milliarden für Projekte, die nach 2026 umgesetzt werden.

Bundesministerin Leonore Gewessler und ÖBB-CEO Andreas Matthä an der Präsentation                                Foto: ÖBB

 

 

 

 

Ausbauplan ÖBB - Rahmenplan 2021 - 2026

 

Der Rahmenplan der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ist das bundesseitige Planungs- und Finanzierungsinstrument für Investitionen in das Netz der ÖBB-Infrastruktur AG. Die rechtliche Grundlage dafür bildet § 42 des Bundesbahngesetzes.

 

Der ÖBB-Rahmenplan ist eine Darstellung der geplanten Projekte und deren Investitionssummen, die innerhalb des jeweils 6-jährigen Zeitraums zur Umsetzung vorgesehen sind. Weiters umfasst der Rahmenplan auch die im Zeitraum vorgesehenen Aufwände für die Instandhaltung des Schienennetzes. Dies zusammen bildet die inhaltliche Grundlage für die Zuschüsse des BMK an die ÖBB-Infrastruktur AG, die in weiterer Folge vertraglich vereinbart werden (Zuschussverträge).

 

Das Bundesbahngesetz sieht vor, dass der Rahmenplan jährlich um ein Jahr ergänzt wird und auf den neuen Zeitraum angepasst wird.

 

Im Auftrag der Bundesregierung werden die ÖBB in den nächsten Jahren kräftig in eine moderne und leistungsfähige Bahn-Infrastruktur investieren. Bis 2026 werden es 17,5 Milliarden Euro sein. Insgesamt 3 Milliarden Euro sind für komplett neue Vorhaben in dieser Rahmenplan-Periode bis inklusive 2026 vorgesehen. Weitere 5 Milliarden für Projekte, die nach 2026 umgesetzt werden.

 

Damit werden Strecken, Bahnhöfe, Sicherungstechnik und Verkehrsleitsysteme fit für die Zukunft gemacht:

 

· als Basis für den Taktfahrplan mit leicht merkbare Abfahrtszeiten, kurzen Umstiegszeiten und kürzeren Reisezeiten,

· als Basis für das 1-2-3 Ticket sowie

· als Basis für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.

 

Der Ausbau der klimafreundlichen Bahn spielt im Kampf gegen die Klimakrise eine wesentliche Rolle. „Mit dem neuen ÖBB-Rahmenplan bringen wir das größte Bahnpaket auf Schiene, das die Republik je gesehen hat. Mehr als 17 Milliarden Euro für Bahnprojekte im ganzen Land sind eine Ansage im Kampf gegen die Klimakrise“, sagt  Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

 

Mit dem Rahmenplan 2021 – 2026 ist nun jenes Investitionspaket beschlossen worden, das die Bahn für die kommenden Jahre bestens rüstet.

 

Vier Schwerpunkte wurden bei den Investitionen gesetzt:

 

· Mehr S-Bahnen in und rund um die Städte.

· Weitere Attraktivierung der Regionalbahnen und ein ehrgeiziges Elektrifizierungsprogramm.

· Mehr Kapazität und wirtschaftlichere Streckennutzung für den Güterverkehr.

· Digitalisierung und Effizienzsteigerung im Bau und Betrieb.

 

"In den vergangenen Jahren haben sich die S-Bahnen großer Kundenzuwächse erfreut. Auch unsere Regionalbahnen haben sich sehr positiv entwickelt. Trotz des ordentlichen Corona-Dämpfers müssen wir jetzt in eine moderne, effiziente und zukunftsfitte Bahn investieren. Denn, die akute Klimakrise wird noch mehr Fahrgäste zum Umstieg motivieren. Vor allem zu Spitzenzeiten ist die Kapazität in neuralgischen Streckenabschnitten bereits ausgelastet, darunter leidet der Personen- als auch der Güterverkehr. Wir müssen für die Zeit nach der Corona-Krise gewappnet sein“, sagt  ÖBB-CEO Andreas Matthä.

 

Hier setzt der Rahmenplan an: Zum Beispiel wird die Wiener S-Bahn-Strecke zwischen Meidling und Floridsdorf mit modernster, satellitengesteuerter Technik und längeren Bahnsteigen von 220 m für längere Züge und die Streckenkapazität auf 900 Züge pro Tag gesteigert (statt bisher 700). Das Ergebnis: mehr und längere Züge.

 

Insgesamt werden allein in der Ostregion in den kommenden sechs Jahren rund 6 Milliarden Euro investiert. Dazu werden auch die Strecken in Niederösterreich aufgewertet: Zum Beispiel der viergleisige Ausbau von Meidling bis Mödling. So können leistungsfähige Alternativen für den Pendlerverkehr im sogenannten Speckgürtel geschaffen werden. Ähnliche Programme werden auch in allen anderen Landeshauptstädten realisiert.

 

 

Heute wird die moderne Bahn von morgen gebaut

 

Insgesamt 1,8 Milliarden Euro (1,2 Milliarden im Rahmenplan bis 2026) fliessen in die Modernisierung und Elektrifizierung der Regionalbahnen. Diesen kommt im Streckenkonzept der Zukunft nicht nur die wichtige Zubringerfunktion zu, sie bringen den ländlicheren Regionen Österreichs umweltfreundliche Mobilität und werten den Wirtschaftsstandort auf. Die Investitionen kommen zudem vor allem Klein-und Mittelbetrieben zugute, was zusätzliche lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze bringt.

 

Auch für den Güterverkehr arbeiten wir an noch besseren Infrastrukturanlagen – das Güterzentrum Wien Süd tritt in die nächste Ausbauphase und wird in Zukunft über noch mehr Kapazitäten verfügen. Dabei ist uns vor allem beim Güterverkehr natürlich auch der Schallschutz der Anrainer ein großes Anliegen, daher werden auch in den nächsten Jahren weitere Schallschutzwände gebaut.

 

 

Digitalisierung auf allen Ebenen

 

Ein wesentlicher Faktor bei der Attraktivierung und Modernisierung der Bahninfrastruktur ist die Digitalisierung. Hier werden 1,5 Milliarden Euro investiert. Sie macht erst vieles möglich, was vor einigen Jahren noch undenkbar schien. Die Attraktivierung der Wiener S-Bahn etwa wäre ohne modernste Technik nicht möglich. Der gesamte Bahnbetrieb profitiert von der Digitalisierung – von der Weichensteuerung bis zur Erstellung eines „digitalen Zwillings“ unseres gesamten Streckennetzes.

 

 

Die ÖBB sind hier ein stabiler und verlässlicher Anker

 

Doch all diese Investitionen kommen nicht nur der Bahn zugute: Der sechs Jahre laufende Rahmenplan wird jährlich fortgeschrieben und kann damit vor allem in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten – wie aktuell durch die Coronakrise ausgelöst – wertvolle Investitionen sicherstellen:

 

· Zwei Arbeitsplätze bei den ÖBB schaffen und sichern einen weiteren Job außerhalb der Bahn

· 1 Euro in den Bahnausbau bringt 2 Euro für die Volkswirtschaft (Steuern, Abgaben, Sozialversicherung)

· 1 Mrd. Euro an Investitionen sichert 15.000 Arbeitsplätze

· Pro Jahr bringen die ÖBB dem Land etwa 5 Milliarden Euro an Wertschöpfung und 0,6 Prozent BIP-Beitrag p.a.

· Bessere Erreichbarkeit und Erschließung der Regionen bringt mehr Wachstum und Wohlstand,

   schafft und sichert dauerhaft Arbeitsplätze und führt zu einer Aufwertung des Wirtschaftsstandortes.

· Und das erworbene Know-How der ÖBB in der Bahntechnik und Bautechnik bringt auch die österreichische Bahnindustrie voran

   und garantiert zusätzliche Exporterfolge.

 

"Mit diesen Investitionen schaffen wir eine Win-Win-Situation: Wir schaffen regionale Wertschöpfung und wir schützen unser Klima. Für sichere Arbeitplätze für die Menschen und eine gute Zukunft auch für kommende Generationen“, sagt Bundesministerin Gewessler

 

"Investitionen in die Bahn wirken während der Bauphase, sie schaffen Arbeitsplätze und wirken als Konjunkturmotor. Mit dem vorliegenden Rahmenplan schaffen wir nicht nur Beschäftigung und regionale Wertschöpfung, sondern stärken auch unsere Regionen. Entlang gut ausgebauter Bahnachsen haben wir einen ‚Pull-Effekt‘, der sich positiv auf die Bevölkerungsentwicklung entlang dieser Achsen auswirkt und Betriebsansiedelungen attraktiv macht. Mit der Umsetzung des Rahmenplanes werden wir eine Bahn haben, die umweltfreundliche, bequeme und einfache Mobilität völlig neu definiert,“ schliesst ÖBB-CEO Matthä.


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Planungsprojekte ÖBB-Rahmenplan 2021 - 2026
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Investitionen und Instandhaltung im Detail
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ÖBB. Heute. Für morgen. Für uns.

ÖBB Taurus 1116 225 -  Heute. Für morgen. Für uns.                                                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern.

 

Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.


UPDATE vom 21. Oktober 2020:

ÖBB präsentieren neuen Fahrplan: Mehr Züge – mehr Platz – mehr Sicherheit - Nachtzugnetz wächst


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ÖBB investieren 427 Mio. in Vorarlberg

Zu den bis 2026 geplanten Projekten gehören der Ausbau der Strecke zwischen Lauterach und St. Margrethen und die Modernisierung der Bahnhöfe im Rheintal und im Walgau. Für den Bregenzer Bahnhof gibt es weiterhin kein konkretes Datum.

 

Eines der wichtigsten Projekte ist laut ÖBB die Fertigstellung der Bauarbeiten auf der Strecke von Lauterach nach St. Margrethen. Die Arbeiten sollen bis in fünf Jahren abgeschlossen sein, heißt es von den Bahnen. Ebenfalls auf dem Programm bis zum Jahr 2026 steht die Modernisierung der Bahnhöfe im Rheintal und Walgau. Im Rahmenplan sind dafür knapp 100 Millionen Euro vorgesehen.

Auf der Arlbergstrecke sind Arbeiten geplant, die Verzögerungen künftig vermeiden sollen. Die Planungen dafür beginnen 2021. Der Bahnhofsumbau in Bregenz ist ebenso weiterhin in der Finanzplanung enthalten. Genauere Angaben dazu gibt es aber derzeit von den ÖBB noch nicht.

 

Schwerpunkte für Vorarlberg 2021 bis 2026

  • Bludenz: Adaptierung Ausfahrt Richtung Arlberg
    Inbetriebnahme: 2026
  • Wald am Arlberg – Dalaas; Maßnahmen im Bereich Löcherwald
    Inbetriebnahme: 2027
  • Bregenz Hafen: Umbau Haltestelle
    Inbetriebnahme: 2025
  • Bahnhofsumbau Bregenz und Götzis

 

Die Umsetzung des Rahmenplans 2021 bis 2026 soll die Bahn für die kommenden Jahre rüsten. Österreichweit werden in den kommenden sechs Jahren im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz 17,5 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur investiert. Mit dem Geld werden Strecken, Tunnels, Bahnhöfe, Sicherungstechnik und Verkehrsleitsysteme, Kundeninformation und Energieversorgung modernisiert.

 

 

Güterzentren und Terminals


Die ÖBB-Infrastruktur setzt auf leistungsstarken Güterumschlag für die verladende Wirtschaft. Insgesamt sieben Terminals bieten österreichweit beste Anschlüsse an Straße und Schiene. Als "Vorarlbergs Tor zur Welt" wird der Güterterminal in Wolfurt gerne bezeichnet. Er gilt nicht nur als neutrale Drehscheibe für die exportstarke Wirtschaft im gesamten Bodenseeraum, sondern auch als sehr gutes Beispiel in Bezug auf Nachhaltigkeit. Die Gebäude am Terminalgelände sind nach dem "Green Building Standard" errichtet und in den Nachstunden verwenden wir vor Ort hochmoderne LED-Technologie.

 

 

VCÖ unterstützt die Bauvorhaben

 

Der Verkehrs Club Österreich (VCÖ) begrüßt die von den ÖBB präsentierten Ausbauvorhaben. Der Verein hält sie für "wichtige Klimaschutz-Investitionen, die zudem die Konjunktur ankurbeln und viele Arbeitsplätze schaffen“. Im Vorjahr seien in Österreich um rund 50 Prozent mehr Kilometer mit der Bahn gefahren worden als im Jahr 2005, macht der VCÖ aufmerksam. Um die Klimaziele erreichen zu können, seien verstärkt Autofahrten auf die Bahn zu verlagern, so der VCÖ.


ÖBB investieren 608 Mio. im Land Salzburg

Von den insgesamt 17,5 Milliarden Euro welche die  Österreichischen Bundesbahnen landesweit investieren fallen 608 Millionen Euro auf das Land Salzburg.

 

Die Schwerpunkte für Salzburg sind die Ennstalbahn, für eine Attraktivierung zwischen Bischofshofen und Stainach-Irdning vorgesehen ist. Auch die Verlängerung der Mattigtalbahn (3-gleisiger Ausbau) ist vorgesehen. Ebenfalls investiert wird in die Errichtung der Haltestellen in Seekirchen Süd und Zell am See Schüttdorf.


Öffi-Offensive für Niederösterreich

 

4,18 Milliarden Euro bringt der neue Rahmenplan 2021 – 2026 für Niederösterreichs Bahninfrastruktur. Das Netz im urbanen Raum soll gestärkt, die Regionalbahnen modernisiert, ausgebaut und umweltfreundlich gestaltet werden.

 

Ein Budget von über 4 Milliarden Euro für Niederösterreich: Dahinter verbirgt sich neben dem Ausbau der Hauptstrecken ein großes Attraktivierungspaket für die Regionalbahnen und einen Modernisierungsschub für die Franz-Josefs-Bahn. Dazu kommen noch umfangreiche Elektrifizierungen und der Vollausbau Stadlau – Marchegg. Auch die großen Projekte wie der Semmeringtunnel und den dazugehörigen Strecken-Attraktivierungen etwa zwischen Wiener Neustadt und Gloggnitz - sowie der Streckenausbau der Nordbahn und der neu hinzugekommenen Neubaustrecke Flughafen Wien, finden sich in diesem Öffi-Offensiv-Paket für Niederösterreich. Das Umsteigen auf die Bahn wird für PendlerInnen noch einfacher: Die Zahl der P&R-Stellplätze soll von rund 35.000 auf etwa 41.000 steigen.

 

Überblick der Schwerpunkte 2021 – 2026:

  • Wien Meidling – Mödling: 4-gleisiger Ausbau
    Inbetriebnahme Abschnitt Meidling-Liesing: 2032
    Inbetriebnahme Abschnitt Liesing-Mödling: 2034
  • Südbahn: Nahverkehr, Bahnsteigverlängerungen (Inbetriebnahme: 2027)
  • Nordwestbahn: Nahverkehr, Bahnsteigverlängerungen (Inbetriebnahme: 2026)
  • Stadlau - Staatsgrenze nächst Marchegg: Vollausbau (Inbetriebnahme: 2024)
  • Franz-Josefs-Bahn: Absdorf-Hippersdorf - Sigmundsherberg; Anbindung Horn, selektiv 2-gleisiger Ausbau (Inbetriebnahme: 2027)
  • Traisentalbahn: St. Pölten - Traisen - Hainfeld/Freiland; Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2026)
  • Erlauftalbahn: Pöchlarn – Scheibbs: Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2026)
  • Puchbergerbahn: Bad Fischau – Puchberg: Attraktivierung
  • Flughafen Wien - Bruck a.d. Leitha: Errichtung Verbindungsstrecke (Inbetriebnahme: 2034)
  • Verbindung Ostbahn - Flughafenschnellbahn (Klederinger Schleife): Niveaufreie Ein- und Ausbindung (Inbetriebnahme: 2028)
  • Gramatneusiedl, Attraktivierung und Funktionserweiterung (Inbetriebnahme: 2024)
  • Wr. Neustadt - Loipersbach-Schattendorf: Attraktivierung und Ertüchtigung (Inbetriebnahme: 2026)
  • Terminal Inzersdorf: Ausbau (Phase 2) (Inbetriebnahme: 2023)

In Öberösterreich wird Ausbau grossgeschrieben

 

Mit 2,1 Milliarden Euro Investitionsvolumen, hat Oberösterreich einen sehr großen Anteil im neuen Rahmenplan. Die Regionalbahnen werden zukunftsfit gemacht, die Hauptstrecken weiter ausgebaut.

 

Oberösterreich ist einer der Schwerpunkte im Investitionsprogramm der ÖBB-Infrastruktur AG in den kommenden sechs Jahren. Das Paket ist gut ausbalanciert zwischen dem zügigen Ausbau der Weststrecke zwischen Linz und Wels und der Pyhrnbahn mit dem Bosrucktunnel sowie der Attraktivierung der wichtigen regionalen Strecken im Land. Die Regionalbahnen im Mattigtal und im Almtal sowie die Donauufer- und Innkreisbahn werden elektrifiziert. Entlang aller Strecken werden die Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert und die Gleise erneuert. Damit werden auch die Hausruckbahn, die Mühlkreis- und Summerauerbahn zukunftsfit gemacht. Dort wo es möglich ist, werden die Regionalbahnen, reif für die Einbindung in den Taktfahrplan gemacht – dazu zählt zum Beispiel die Salzkammergutbahn. Nach Passau rauf wird die Bestandsstrecke weiter ausgebaut, die Strecke Steindorf bei Straßwalchen – Friedburg soll elektrifiziert und der Bahnhof Friedburg attraktiviert werden.

 

 

Überblick der Schwerpunkte 2021 – 2026

  • Innkreisbahn: Neumarkt-Kallham – Braunau am Inn: Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2028)
  • Mattigtalbahn: Friedburg – Braunau am Inn: Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2027)
  • Donauuferbahn: St. Valentin – St.Nikola-Struden: Streckenelektrifizierung (Inbetriebnahme: 2028)
  • Summerauerbahn: Linz – Summerau: Streckenausbau
  • Mühlkreisbahn: Linz Urfahr – AigenSchlägl: Attraktivierung
  • Almtalbahn: Wels – Grünau im Almtal: Attraktivierung
  • Pyhrnbahn: Hinterstoder – Pießling-Vorderstoder: 2-gleisiger Ausbau (Inbetriebnahme: 2034)
  • Windischgarsten; Bahnhofsumbau (Inbetriebnahme: 2026)
  • Salzkammergutbahn: Stainach-Irdning – Attnang-Puchheim: Attraktivierung (Inbetriebnahme 2028)

Nahverkehrs-Boost für Wien

 

Der neue Rahmenplan 2021 – 2026 bringt für den Nahverkehr in Wien einen massiven Investitionsschub. Waren im alten Rahmenplan rund 640 Millionen Euro für Wien vorgesehen, so sind es nun für die kommenden sechs Jahren 1,62 Milliarden.

 

Da schlägt das PendlerInnen-Herz hoch: Neuer Schwerpunkt der Investitionen in der Bundeshauptstadt ist die Attraktivierung der Stammstrecke zwischen Meidling und Floridsdorf. Auf 220 Meter verlängerte Bahnsteige und modernste Zugleit-Technik sollen die Kapazitäten der meistbefahrenen Bahnstrecke Österreichs noch deutlich erweitern. Statt der bisher rund 700 Züge am Tag sollen es bald bis zu 900 sein. Zusammen mit dem viergleisigen Ausbau der Strecke von Meidling über Liesing bis nach Mödling soll die Strecke fit gemacht werden für die Anforderungen der Zukunft und noch mehr PendlerInnen vom Auto auf die Schiene holen.

 

Insgesamt werden in Wien in den nächsten sechs Jahren rund 900 Millionen investiert um den Nahverkehr noch attraktiver zu machen.

 

Überblick der Schwerpunkte 2021 – 2026:

  • Wiener Schnellbahn Stammstrecke; Qualitätssicherung (Inbetriebnahme: 2026)
  • Wien Meidling - Mödling; 4-gleisiger Ausbau
    Inbetriebnahme Abschnitt Meidling-Liesing: 2032
    Inbetriebnahme Abschnitt Liesing-Mödling: 2034
  • Floridsdorf; Erweiterung Abstellkapazitäten für Nahverkehr (Inbetriebnahme: 2024)
  • Wien Hütteldorf; Bahnhofsumbau (Inbetriebnahme: 2031)
  • Terminal Inzersdorf: Ausbau (Phase 2) (Inbetriebnahme: 2023)

Elektrifizierung und Attraktivierung fürs Burgenland

 

172 Millionen Euro werden in den nächsten sechs Jahren in die Infrastruktur im Burgenland investiert. Das Netz im regionalen Raum soll modernisiert, ausgebaut und umweltfreundlich gestaltet werden.

 

Der Rahmenplan 2021 - 2026 bringt für das Burgenland in den kommenden sechs Jahren einen Investitionsschub von 172 Millionen Euro. Schwerpunkte sind der zweigleisige Ausbau der Strecke Parndorf – Kittsee und die Attraktivierung und Elektrifizieren der Strecke Wr. Neustadt – Loipersbach-Schattendorf. Auch die Errichtung der Schleife Müllendorf – Eisenstadt wird vorangetrieben. Die Vorbereitung zur Flughafenanbindung gehen in die nächste Phase.

 

Überblick der Schwerpunkte 2021 – 2026

  • Zweigleisiger Ausbau Parndorf – Kittsee
  • Errichtung der Schleife Müllendorf – Eisenstadt
  • Start Planung Schleife Ebenfurth
  • Attraktivierung und Elektrifizierung der Strecke Wiener Neustadt – Loipersbach-Schattendorf
  • Elektrifizierung Jennersdorf – Graz Ostbahnhof

Stellungnahme Verband der Bahnindustrie:

Neuem ÖBB-Rahmenplan muss echtes Bestbieterprinzip folgen

 

Kapsch: Neuer Rahmenplan klares Bekenntnis der Regierung zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs und wichtige Maßnahmen für den Klimaschutz – echtes Bestbieterprinzip entscheidend um Investitionen in heimische Wertschöpfung zu übersetzen

Der Verband der Bahnindustrie begrüßt den neuen Rahmenplan der ÖBB für die Jahre 2021 bis 2026. Die Bundesregierung bekennt sich damit in den nächsten Jahren ganz klar zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs, zu mehr Klimaschutz im heimischen Verkehrssektor und zur weiteren Aufwertung des Faktors Bahn in Österreich.

Gleichzeitig ist dieser Rahmenplan aber auch ein wichtiges Instrument zur Konjunkturbelebung für die durch die Corona-Pandemie geschwächte heimische Wirtschaft: „Grade in wirtschaftlich schwierigen Phasen wie wir sie aktuell erleben, sind Infrastrukturinvestitionen sehr wichtig für die Konjunkturbelebung. Unternehmen erhalten so dringend benötigte Aufträge, wodurch wiederum Arbeitsplätze geschaffen werden und trotz schwierigen Verhältnissen Wertschöpfung generiert wird. Und dies ist die Basis dafür, um die gute Position Österreichs im globalen Wettbewerb zu erhalten und nach dieser Krise wieder in wirtschaftlich erfolgreichere Phasen übergehen zu können“, zeigt sich Kari Kapsch, Präsident des Verbands der Bahnindustrie, angesichts der Rekordinvestitionen der Bundesregierung in den heimischen Bahnsektor erfreut.

Laut Kapsch sei es nun aber auch wichtig, den durch die Corona-Pandemie dramatisch eingebrochenen Schienenverkehr in Österreich durch gezielte Maßnahmen wieder zu beleben: „Egal ob im Personen- oder im Güterverkehr, die Schiene wurde durch Corona sehr in Mittleidenschaft gezogen. Dem muss dringend entgegengewirkt werden, damit die Infrastruktur die in den nächsten Jahren geschaffen wird, auch adäquat genutzt wird. Die durch Bundesministerin Gewessler angekündigte 100%ige Senkung der Schienenmaut in Österreich ist ein erster richtiger und wichtiger Schritt, dem aber weitere folgen müssen“, so Kapsch weiter.

 


Echtes Bestbieterprinzip um Investitionen in heimische Wertschöpfung zu übersetzen


Damit die geplanten Investitionen in den nächsten Jahren auch in der heimischen Wirtschaft ankommen und in Arbeitsplätze und Wertschöpfung am Standort Österreich übersetzt werden, ist ein echtes Bestbieterprinzip unumgänglich. Deshalb ist es gerade jetzt umso wichtiger, dass bei öffentlichen Vergaben ein solches Bestbieterprinzip mit geeigneten Qualitätskriterien verpflichtend angewendet wird, fordert Kapsch: „Die Ausrufung von Investitionen ist das eine, die heimischen Unternehmen müssen jedoch auch davon profitieren können. Hier muss das Vergaberecht als Rechtsgrundlage von Beschaffung der öffentlichen Hand so angewendet werden, dass keine versteckten Vergaben an Billigstbieter vorbei an den österreichischen Unternehmen mit ihren herausragenden Qualitätsprodukten, stattfinden. Denn genau das wäre auf dem Weg aus dieser Krise heraus fatal.“

Aber auch langfristig gesehen müssen sich die heimischen Unternehmen mit ihren Qualitätsprodukten gegen Billigstangebote aus Ländern wie China behaupten können: „Die Vergabe öffentlicher Aufträge ist neben der Beschaffung von inländischen Qualitätsprodukten die hohen Komfort und Sicherheit gewährleisten ein überaus wichtiger Hebel, um wirtschafts- und standortpolitische Ziele wie eine hohe Wertschöpfung und die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, zu erreichen. Das gelingt aber nur mit fairen Vergaben abgesichert durch geeignete Qualitätskriterien“, so Kapsch weiter.

Die Stärkung des Bestbieterprinzips erfordert Ressourcen sowie fachliche und technische Kompetenz auf der Auftraggeberseite. Wesentlich ist deshalb die laufende Schulung der Personen und EntscheidungsträgerInnen in den ausschreibenden Stellen. Dafür ist aus Sicht des Verbands auch das eindeutige politische Bekenntnis zu geeigneten Rahmenbedingungen in der öffentlichen Beschaffung notwendig.


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DB und SBB bauen das Bahnangebot zwischen Deutschland und der Schweiz in den kommenden Jahren weiter aus

Die Deutsche Bahn (DB) und die SBB bauen das Angebot im internationalen Personenverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz mittelfristig weiter aus, unter anderem mit neuen Direktverbindungen von Hamburg ins Tessin und neuen Verbindungen von Deutschland ins Wallis. Ausserdem soll die Fahrzeit zwischen Destinationen der beiden Länder weiter verkürzt werden. Die beiden Bahnen haben dazu heute eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Am Grenzübergang Basel stieg die Zahl der Reisenden in den letzten 5 Jahren um über 25 %         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Nachfrage im internationalen Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Allein am Grenzübergang Basel stieg die Zahl der Reisenden in den letzten fünf Jahren um über 25 Prozent. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung des Klimaschutzes ist davon auszugehen, dass dieser Trend hin zu umweltfreundlichem Reisen mit der Bahn anhalten wird. Trotz der aktuellen Herausforderungen der COVID-19-Krise sind die beiden Bahnen DB und SBB deshalb überzeugt, dass im Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz mittel- und langfristig grosse Wachstumspotenziale bestehen. Deshalb planen DB und SBB einen umfangreichen Angebotsausbau. Beide Bahnen haben dazu heute eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet.

 

Der geplante Angebotsausbau wird durch die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und den bis 2026 geplanten Ausbauschritten Karlsruhe–Offenburg und Müllheim - Basel ermöglicht. Mit dem Angebotsausbau geht die vollständige Umstellung aller ICE-Verbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland auf den ICE 4, den modernsten Zug der DB, sowie der Einsatz von Giruno-Kompositionen der SBB in Deutschland einher.



Schwerpunkte des Angebotsausbaus voraussichtlich ab Fahrplan 2026 sind:
 

 

 
Die Anzahl an Direktverbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland wird von heute 26 auf 35 tägliche Verbindungen erhöht.
Zwei neue Direktverbindungen pro Tag von Hamburg über Basel nach Lugano stärken das Angebot auf der Nord-Süd-Achse durch den Gotthard. Mit dem Einsatz des Giruno auf dieser Linie besteht die Option, künftig weitere direkte Verbindungen von Deutschland bis nach Mailand anzubieten.
Mit dem neuen Konzept werden zudem neue Direktverbindungen von Deutschland über Bern in das Wallis geschaffen.
Der Einsatz der ICE 4 auf der Linie Dortmund–Köln–Basel ermöglicht neue Direktverbindungen aus Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, in die Schweiz.
Der zukünftige Halbstundentakt auf der Strecke Zürich–Chur schafft die Möglichkeit, zusätzliche Direktverbindungen aus Deutschland nach Chur anzubieten.
Die Reisezeit zwischen Frankfurt und Zürich reduziert sich um 20 Minuten auf 3 Stunden und 40 Minuten.
 

 

 

 

In Verbindung mit dem gemeinsamen Angebotsausbau wird die SBB Züge des Typs Giruno neu auch im Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland einsetzen. Sie beabsichtigt dazu die Beschaffung weiterer Giruno-Kompositionen im Rahmen der bestehenden Optionen beim Hersteller Stadler Rail. Für Vincent Ducrot, CEO der SBB, ist dieser Angebotsausbau ein weiterer wichtiger Schritt, der die grossen Anstrengungen der SBB unterstreicht, das Angebot im internationalen Personenverkehr deutlich zu verbessern: «Wir wollen Bahnreisen in Europa für unsere Kundinnen und Kunden einfacher machen. Die Bahn bietet grosse Vorteile bei Reisezeit und Komfort und bekommt mit der Klimadebatte weiter Auftrieb. Darum setzen wir auf die weitere Entwicklung des internationalen Verkehres. Nachhaltige und effiziente Mobilität muss auch im europäischen Massstab betrachtet werden. Infrastrukturprojekte wie der Ceneri-Basistunnel und Stuttgart 21 sind hier wegweisend.»

 

Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn: «2021 wird das europäische Jahr der Schiene werden. Vorhaben wie die Wiederbelebung des Trans Europ Express für grenzüberschreitende Verkehre und auch der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit der SBB stehen beispielhaft dafür. Dies sind grossartige Signale für die Stärkung der Eisenbahn auf dem gesamten Kontinent, aber vor allem für das Zusammenwachsen von Menschen und Wirtschaft in Europa.»

 

 

Langjährige Zusammenarbeit zwischen SBB und DB wird verstärkt

 

Die DB und die SBB arbeiten im grenzüberschreitenden Fernverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz seit vielen Jahren eng zusammen.

 

Der Angebotsausbau wird auch in den nächsten Jahren gemeinsam fortgeführt. So wird mit dem neuen Fahrplan ab Dezember dieses Jahres das Angebot nach München von 6 auf 12 Verbindungen täglich erweitert. Die Reisezeit Zürich–München verkürzt sich gegenüber heute in einem ersten Ausbauschritt um 40 Minuten auf 4 Stunden. In einem weiteren Ausbauschritt soll die Reisezeit um weitere 30 Minuten auf eine Reisezeit von 3 Stunden und 30 Minuten verkürzt werden.

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An den Ferienwochenenden gilt in der S-Bahn Mitteldeutschland ein Ticket für zwei Fahrgäste

Seit Juni fährt die S-Bahn Mitteldeutschland nach den vorangegangenen Corona-Einschränkungen wieder das fahrplanmässige Angebot. Als Mobilitätspartner im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) beteiligt sich DB Regio an der Aktion "2 auf 1“: An drei Wochenenden in den bevorstehenden Herbstferien kann jeder Fahrgast mit einem gültigen Einzelfahrschein oder einer 24-Stunden-Karte kostenfrei eine weitere Person mitnehmen. Die Aktion gilt an den Wochenenden 17. und 18. Oktober, 24. und 25. Oktober sowie 31. Oktober und 1. November 2020 in S-Bahn, Nahverkehrszug, Tram und Bus und richtet sich an alle Fahrgäste im Verbundgebiet.

Mit "2 auf 1“ an drei Wochenenden günstig Mitteldeutschland mit dem Nahverkehr erkunden            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit Freunden oder der Familie zum halben Preis unterwegs

 

"Wir möchten das Vertrauen in den öffentlichen Nahverkehr zurückgewinnen und zeigen, dass man in unseren Zügen – unter Berücksichtigung der Hygieneregeln – sicher unterwegs ist“, betont Frank Bretzger, Leiter Produktmanagement der S-Bahn Mitteldeutschland. "Wir wollen daran erinnern, wie unkompliziert die attraktiven Ausflugsziele in der Region mit Bus und Bahn erreicht werden können.“

 

So können Ausflüge an den kommenden Wochenenden im Rahmen der "2 auf 1“-Aktion günstig mit Freunden oder Familie im gesamten MDV-Gebiet unternommen werden. Dabei teilen sich zwei Personen jeweils eine gültige Einzelfahrkarte, eine Einzelfahrkarte Kind, eine Einzelfahrkarte Kurzstrecke, eine 24-Stunden-Karte oder 24-Stunden-Karte-Kind. Dies gilt sowohl für Fahrscheine, die online, am Ticketautomaten oder in einer Verkaufsstelle erworben werden.

 

Bretzger hat noch einen Tipp: "Wir empfehlen den Ticketkauf über den DB Navigator direkt in der Verbindungsauskunft, so kann auch die Fahrscheinkontrolle kontaktlos erfolgen.“ Tipps für interessante Ziele, Verbindungsauskünfte und weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite www.s-bahn-mitteldeutschland.de.

 

Wichtig:  In allen Nahverkehrsmitteln gilt laut den Verordnungen der Länder die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

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Deutliche Verbesserung für Fahrgäste zwischen Singen und Schaffhausen

Zur Verbesserung der Kapazität und damit auch der Fahrplanstabilität auf der Strecke Singen - Schaffhausen hat DB Regio bei einem gemeinsamen Termin in Schaffhausen mit Vertretern des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und dem Kanton Schaffhausen den Einsatz eines zusätzlichen Fahrzeugs zugesagt. Mit dem Einsatz eines Triebwagens der Baureihe 426 als fünftes Fahrzeug soll der Zugverkehr für die Kundinnen und Kunden künftig wieder stabil laufen.

Für die Strecke Singen - Schaffhausen stellt DB Regio nun ein fünftes Fahrzeug zur Verfügung        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Damit unsere Fahrgäste sich wieder auf uns verlassen können, werden wir einen zusätzlichen Triebwagen auf eigene Kosten zur Verfügung stellen. Ich möchte mich ausdrücklich bei unseren Kundinnen und Kunden entschuldigen, dass wir in den letzten Wochen zu oft nicht mit der versprochenen Kapazität unterwegs waren. Es ist mir ein persönliches Anliegen, die Situation für unsere Fahrgäste schnell zu verbessern. Mit dem zusätzlichen Triebwagen erhöhen wir die Fahrzeugverfügbarkeit“, so David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Baden-Württemberg.

 

"Wir freuen uns über die richtige und aus unserer Sicht zwingend notwendige Entscheidung, ein weiteres Ersatzfahrzeug einzusetzen. Die Situation der letzten Wochen war nicht hinnehmbar. Die jetzt getroffene Massnahme wird die Qualität deutlich verbessern und gibt uns die Sicherheit, dass wir auf Dauer ausreichende Kapazitäten im morgendlichen Schülerverkehr zwischen Schaffhausen und Singen haben“, betont Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg.

 

Der Kanton Schaffhausen begrüsst die Entscheidung der DB Regio, ein zusätzliches Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Dazu René Meyer, Leiter öffentlicher Verkehr Kanton Schaffhausen: "Damit erwarten wir, dass die Zugsausfälle endlich ein Ende nehmen. In den letzten Monaten konnte sich die Bevölkerung nicht immer auf den ÖV verlassen. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind die zentralen Anforderungen eines attraktiven öffentlichen Verkehrs. Mit dieser Massnahme sollen sich die Fahrgäste wieder auf den ÖV verlassen können.“

 

Kunden haben immer die Möglichkeit, sich mit der App DB Streckenagent in Echtzeit individuell über die aktuelle Situation auf ihrer Strecke zu informieren. Aktuelle Fahrplaninformationen sind auch in der App DB Navigator oder auf www.bahn.de hinterlegt.

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DB baut mit dem Fahrplan 2021 ihren Fernverkehr weiter aus

Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 baut die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr aus. Vor allem die zentralen Achsen Hamburg - Berlin, NRW - Berlin und München - Zürich profitieren davon. Auch der Ausbau und die Modernisierung der Fernverkehrsflotte schreiten voran. Somit stehen Ende des Jahres täglich 13'000 zusätzliche Sitzplätze in neuen Zügen zur Verfügung. DB-Fernverkehrschef Michael Peterson: "Zum 13. Dezember bringen wir mehr Angebot, Komfort und mehr Sitzplätze in neuen Zügen auf die Schiene als je zuvor. Wir starten zwischen Hamburg und Berlin erstmals einen Halbstundentakt und geben unseren Kunden damit einen Vorgeschmack auf den Deutschlandtakt.“

Im Fahrplan 2021 baut die Deutsche Bahn vorallem ihren Fernverkehr weiter aus                             Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mehr ICE zwischen Berlin und Hamburg

 

Zwischen den beiden grössten Städten Deutschlands, Hamburg und Berlin, wächst die Anzahl der Züge von bisher 46 auf bis zu 60 Züge täglich. Damit stehen 6.000 zusätzliche Sitzplätze für die Fahrt von der Elbe an die Spree zur Verfügung.

 

 

Mehr als verdreifachtes ICE-Angebot zwischen Bonn und Berlin

 

Bonn und Berlin sind ab dem kommenden Fahrplan durch 14 ICE-Züge umsteigefrei verbunden. Das sind zehn Verbindungen mehr als heute. Neuss und Mönchengladbach werden täglich angebunden. Erkelenz kommt als ICE-Halt ganz neu hinzu. Zwischen Köln, Hannover und Berlin rollen erstmals die neuen siebenteiligen ICE 4. Die Züge bieten jeweils 444 Sitzplätze und damit 17 Prozent mehr als die bisher eingesetzten ICE 2. Zwischen der Rheinmetropole und der Bundeshauptstadt können nun auch Fahrräder im ICE mitgenommen werden.

 

 

Neuer EuroCity-Express zwischen München und Zürich

 

Die drei Bahngesellschaften DB, ÖBB und SBB treiben mit einem neuen attraktiven Angebot zwischen München und Zürich die europäische Integration weiter voran. Gänzlich grün – unter neuem elektrischem Fahrdraht – übernimmt der EuroCity-Express mit ICE-Komfort den Betrieb. Häufiger und schneller als bisher: Mit zwölf Fahrten täglich und einer Reisezeit von vier Stunden verbindet er künftig die Metropolen. Ab Ende 2021 verkürzt sich die Fahrzeit weiter auf nur noch 3,5 Stunden.

 

 

Mehr Fernzüge fahren zu touristischen Zielen

 

Auch das touristische Angebot wird ausgebaut: Ein täglicher Eurocity verbindet Berlin über Breslau mit Krakau. Neu an Samstagen im Winter ist eine umsteigefreie ICE-Verbindung von Berlin über Erfurt und Würzburg direkt in die Wintersportgebiete nach Tirol. Häufiger geht es mit ICE- und IC-Zügen auch an die deutschen Küsten – nach Ostfriesland, Mecklenburg-Vorpommern und Lübeck. Vielfach ganzjährig – und nicht mehr nur saisonal. Als Bonus im neuen Fahrplan 2021 gibt es erstmals einen Fernverkehrshalt in Ringsheim/Europa-Park Rust. Zweimal täglich halten dort Fernverkehrszüge und bieten anreisenden Gästen z.B. aus dem Rhein/Main-Gebiet eine attraktive Alternative zur Anreise mit dem eigenen Auto.

 

 

Stärker im Takt: mehr Verbindungen an sieben Tagen der Woche

 

Einzelne Fahrten in Fahrplantakten werden künftig täglich – also sowohl unter der Woche als auch am Wochenende – angeboten. Das Ziel der DB: In den kommenden Jahren sollen bestehende Taktlücken durchgehend geschlossen werden. Im Fahrplan 2021 wird daher eine zusätzliche ICE-Verbindung Hamburg–Kassel–München die bestehenden Taktangebote verstärken. Lüneburg, Uelzen, Celle und Augsburg profitieren damit von mehr Direktverbindungen.

 

 

XXL-ICE nimmt ab Juni 2021 Fahrt auf

 

Ab 13. Juni 2021 kommt erstmals der XXL-ICE auf der ICE-Linie Hamburg–Frankfurt–Basel–Zürich–Chur zum Einsatz. Die ersten Züge zwischen Nordrhein-Westfalen und München fahren dann ab September 2021. Der XXL-ICE 4 besteht aus 13 Wagen und bietet 918 Sitzplätze – so viele wie nie zuvor in einem ICE. Die DB hat 50 von diesen Zügen geordert. Der Auftrag ist Teil der 8,5 Milliarden Euro Investitionen in Verjüngung und Ausbau der DB-Fernverkehrsflotte.

 

 

Infos und Tickets ab 13. Oktober 2020 - BahnCard 25 im Aktionsangebot

 

Der neue Fahrplan gilt ab dem 13. Dezember 2020 Fahrkarten gibt es ab dem 13. Oktober 2020 auf www.bahn.de, im DB Navigator, in DB Reisezenten und DB Agenturen sowie an DB Automaten. Ausserdem gibt es im Oktober noch die Bahncard25 im Aktionsangebot. Die Sparkarte mit 12 Monaten Gültigkeit gibt es ab 24,90 Euro statt 54,90 Euro (2.Klasse; für die 1. Klasse: 69,90 Euro statt 109,90 Euro). Damit sind alle Tickets des DB-Fernverkehr um 25 Prozent reduziert, auch Spar- und Supersparpreise.

 

 

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Die wichtigsten Änderungen aus den Regionen im Detail

 

 

 

Fern- und Nahverkehr Baden-Württemberg

 

 

Fernverkehrshalt in Ringsheim/Europa-Park

 

Als Bonus im neuen Fahrplan 2021 gibt es erstmals einen Fernverkehrshalt in Ringsheim/Europa-Park Rust. Zweimal täglich halten dort Fernverkehrszüge und bieten anreisenden Gästen z.B. aus dem Rhein/Main-Gebiet oder aus der Schweiz eine attraktive Alternative zur Anreise mit dem eigenen Auto.

 

 

Zwei weitere Verbindungen auf der Achse Frankfurt–Darmstadt–Heidelberg–Karlsruhe

 

Der ICE 1575 aus Hamburg fährt ab Frankfurt weiter mit Halt unter anderem in Darmstadt und Heidelberg bis Karlsruhe. Der ICE 1578 startet seine Fahrt bereits in Karlsruhe und fährt über Heidelberg, Darmstadt und Frankfurt nach Stralsund. Damit wird die mittägliche Taktlücke auf der Achse Frankfurt–Darmstadt–Heidelberg–Karlsruhe geschlossen.

 

 

Angebotsausweitungen bei S-Bahn und Teckbahn

 

Die S-Bahn Stuttgart fährt ab Fahrplanwechsel Montag bis Freitag von etwa 6.00 Uhr bis 20.30 Uhr tagsüber durchgängig auf allen Linien im 15-Minuten-Takt. Die bisher noch bestehende Angebotslücke zwischen 10 Uhr und 12 Uhr wird damit geschlossen. Durch die Ausweitung verbessert sich das Fahrplanangebot für eine flexible Nutzung außerhalb der morgendlichen Hauptverkehrszeit. Das trifft auch auf die Teckbahn zu. Auf der Regionalbahnlinie zwischen Kirchheim (Teck) und Oberlenningen wird die bisherige dreistündige Taktlücke am Vormittag durch zwei zusätzliche Zugverbindungen je Richtung geschlossen.

 

 

24 neue Züge des Typs Mireo von Siemens jetzt vollständig im Einsatz

 

Bereits vor dem Fahrplanwechsel ab dem 1. November 2020 können Kunden von den Vorteilen der modernen Mireo Züge profitieren. Zwischen Offenburg und Freiburg sowie zwischen Freiburg und Basel fahren die Regionalbahnen im Stundentakt und bieten mehr Platz für Reisende. Darüber hinaus pendelt ein Zug stündlich zwischen Müllheim (Baden) und Neuenburg (Baden) und sorgt für eine direkte Anschlussverbindung in Richtung Nord und Süd. Die durchgehenden Verbindungen mit den neuen Fahrzeugen sorgen für Qualitätsverbesserungen für die Fahrgäste in der gesamten Region.

 

Auf allen Linien im Nahverkehr von DB Regio Baden-Württemberg wurden Anpassungen im Minutenbereich vorgenommen, um Anschlüsse zuverlässig bedienen zu können. So besteht in Kißlegg nun grundsätzlich der Anschluss von und zur RB-Linie Wangen - Kißlegg - Leutkirch.

 

 

 

München und Zürich wachsen zusammen

 

Zum Fahrplanwechsel 2021 wird im Allgäu ein neues Zeitalter der Bahn eingeläutet. Erstmals werden SBB-Fernzüge mit ICE-Komfort die Metropolregionen München und Zürich verbinden. Zwölf Fahrten täglich werden mit einer Reisezeit von vier Stunden zwischen den Metropolen angeboten. Auch Reisende von und nach Buchloe und Memmingen profitieren von der neuen Fernverkehrslinie durchs Allgäu, weiters halten die Züge in Lindau-Reutin, Bregenz, St. Margrethen, St. Gallen, Winterthur und Zürich Flughafen.

 

Ab Ende 2021 verkürzt sich die Fahrzeit weiter auf nur noch 3,5 Stunden. Der Bodensee ist von München aus in 1:55 h erreicht – das ist 40 Minuten schneller als die bisherige Fahrzeit 2020.

 

 

"Astoro" bringt ICE-Komfort zwischen München und Zürich

 

Die drei Bahngesellschaften DB, ÖBB und SBB werden mit dem Hochgeschwindigkeitszug vom Typ "Astoro“  ICE-Komfort auf die Strecke zwischen München und Zürich bringen. Die Fahrzeuge haben weiterhin ein Bordrestaurant und (reservierungspflichtige!) Fahrradstellplätze sowie WLAN.

 

 

Mehr Fernzüge fahren zu touristischen Zielen

 

Neu an Samstagen im Winter ist eine umsteigefreie ICE-Verbindung von Würzburg, Augsburg und München via Rosenheim direkt in die Wintersportgebiete nach Tirol. Über Innsbruck geht es ins Ötztal und an den Arlberg. Dank der Frühverbindungen sind Tagesaufenthalte von rund 10 Stunden auf den Skipisten des Ötztals möglich; die Busverbindungen in Tirol ermöglichen nahtlose Reiseketten.

 

 

Weitere Angebotsverbesserungen von/nach München

 

Viele Verbesserungen im neuen DB-Fahrplan zeigen sich im Detail. Auf der beliebten Rennstrecke München – Nürnberg - Berlin stehen nun auch am Wochenende alle fünf Sprinter-Verbindungen parat. Insbesondere mit der Frühverbindung um 6 Uhr ab München erreicht man künftig auch sonntags die Bundeshauptstadt schon um 10 Uhr. Die Reisezeit von der Isar an die Spree beträgt weniger als vier Stunden; zusätzlich fahren im Stundentakt ICE mit Zwischenhalten in Leipzig, Erlangen, Bamberg oder Coburg. Bei den Nord-Süd-Verbindungen profitieren insbesondere Augsburg und Treuchtlingen von einer zusätzlichen Direktverbindung aus Hamburg nach München.

 

 

 

 

Zusätzliche Züge ergänzen das Angebot in Hessen

 

 

In Nordhessen profitieren Kassel und Fulda von einem zusätzlichen ICE-Zugpaar (Hamburg–München) ergänzend zum bestehenden ICE-Stundentakt. Im Vergleich zu diesem aber mit Direktanbindung von Lüneburg und Uelzen sowie in Nord-Süd-Richtung von Treuchtlingen, Donauwörth, Augsburg bzw. in Süd-Nord-Richtung auch von Celle,

 

ICE 1587 Hamburg (13:28) – Kassel (15:58) – Fulda (16:34) - München (20:04),

ICE 1980 München (16:18) – Fulda (19:20) - Kassel (19:56) - Hamburg (22:29).

Das Zugpaar verkehrt von Montag bis Freitag

 

Zusätzlich verkehren am Wochenende von und nach Kassel, Fulda und Hanau am Samstagabend der ICE 590 aus München, Stuttgart (20:51), Mannheim (21:32) und Frankfurt (22:18), Hanau (22:33), Fulda (23:17) und Kassel (23:51) und am Sonntagmorgen der ICE 591 nach München ab Kassel (6:15), Fulda (6:48) und Hanau (7:28) z.B. nach Frankfurt, Mannheim und Stuttgart (an 9:08). Damit besteht für Kassel eine zusätzliche ICE-Anbindung rund zwei Stunden früher als bisher.

 

Für Kassel gibt es am Wochenende auch eine zusätzliche Verbindung von/nach Berlin. Am Samstagabend fährt der ICE 997 aus Berlin (19:35) via Braunschweig, Hildesheim, Göttingen nach Kassel (22:15). Am Sonntagmorgen fährt der ICE 876 von Kassel (6:43) nach Berlin (an 9:27), zwei Stunden früher als derzeit.

 

Der Sprinter ICE 1598 verkehrt künftig Mo-Fr von Frankfurt (6:00) nonstop nach Berlin (9:54).

 

Bei der ICE/IC-Linie 26 (Hamburg–Gießen–Frankfurt–Karlsruhe) mit Halt in Darmstadt, Bensheim, Weinheim, Heidelberg, Wiesloch-Walldorf und Bruchsal wird die bisherige, mittägliche Angebotslücke geschlossen.

 

Der ICE 1575 aus Hamburg verkehrt ab Frankfurt (11:20) neu via Darmstadt (an 11:35) und Heidelberg (an 12:13) bis Karlsruhe (an 12:50) bzw. ICE 1578 nach Hamburg/Stralsund neu auch zwischen Karlsruhe (ab 11:10), Heidelberg (ab 11:46), Darmstadt (ab 12:24) und Frankfurt (an 12:40).

 

Neu ist auch die tägliche späte ICE-Direktverbindung von Essen (19:41) über Düsseldorf, Köln (20:33), Montabaur (21:04) und Limburg Süd (21:14) nach Frankfurt (an 21:48).

 

 

Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten

 

Im nächsten Jahr wird die Schnellfahrstrecke Göttingen-Kassel vom 24.04.-16.07.2021 im Rahmen einer Vollsperrung erneuert. Die Züge werden umgeleitet, dadurch verlängert sich die Fahrzeit um bis zu 40 Minuten. In dieser Zeit entfällt auch der Hamburg-Sprinter sowie die zweistündliche ICE-Linie13 Frankfurt-Berlin einschließlich des nonstop-Sprinters in die Bundeshauptstadt.

 

 

 

Veränderungen für Sachsen-Anhalt und Thüringen:

 

 

Sprinter Berlin–Halle (Saale)–Erfurt–München – am Wochenende häufiger

 

Im Jahresfahrplan 2021 werden die schnellen Sprinter neu z. B. auch sonntagsfrüh um etwa 6 Uhr jeweils ab Berlin und München angeboten. So können Tagesreisende ab Halle (Saale) und Erfurt auch am Sonntag Nürnberg schon um 9 Uhr und München schon um 10 Uhr erreichen – eine Stunde früher als im bisherigen Fahrplan.

 

 

Sonnabends ab Erfurt in der Wintersaison in die Tiroler Wintersportgebiete

 

Für Berlin (6.08 Uhr) und Erfurt (7.54 Uhr) wird zwischen 26. Dezember 2020 und 20. März 2021 ein direkter ICE via Rosenheim und Innsbruck bis nach Landeck angeboten, abends retour.

 

 

Zusätzlicher ICE-Halt morgens von Hannover/Wolfsburg nach Berlin in Stendal

 

Der montags bis freitags aus Hamburg via Hannover fahrende ICE 753 wird über Wolfsburg (7.37 Uhr) hinaus weiter über Stendal (8.05 Uhr) bis Berlin (8.55 Uhr verlängert.

 

 

 

 

Mehr ICE-Fahrten am Wochenende und neue Direktverbindungen aus NRW nach Berlin

 

 

"Auch in den schwierigen Corona-Zeiten können wir unser Angebot zum Fahrplanwechsel weitgehend aufrechterhalten und insbesondere zur Bundeshauptstadt teilweise sogar weiter verbessern. Dies ist Voraussetzung für die grüne Verkehrswende mit der starken Schiene“, so Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für NRW.

 

Highlights sind unter anderem der sukzessive Einsatz des neuen siebenteiligen ICE 4 auf der ICE-Linie zwischen Köln und Berlin auf einzelnen Fahrten. Diese Züge bieten 444 Sitzplätze, 17 Prozent mehr als die bisher eingesetzten ICE 2. Ab Hamm, wo die ICE aus Wuppertal und dem Ruhrgebiet kommend, zusammengekoppelt werden, gibt es dann also ein Sitzplatzangebot von fast 900 Sitzplätzen von/nach Berlin. Außerdem kann man erstmals zwischen der Rheinmetropole und der Bundeshauptstadt Fahrräder im ICE mitnehmen.

 

Bonn und Berlin werden künftig durch 14 ICE-Züge (bisher vier) umsteigefrei verbunden. Dadurch verkürzt sich die Reisezeit um 20 Minuten. Neu ist auch ein Nacht- ICE von Bonn (22:48 Uhr) nach Berlin (5:36 Uhr).

 

Erkelenz wird neuer ICE-Halt im nahezu täglichen ICE-Zugpaar Aachen–Dortmund–Hannover–Berlin (Abfahrt 7:43 Uhr nach Berlin / Ankunft 19:16 Uhr aus Berlin) sowie um 21:06 Uhr in einem sonntäglichen ICE aus Berlin nach Aachen.

 

Die abendliche ICE-Direktverbindung aus Berlin nach Neuss (an 20:29) und Mönchengladbach (an 20:43) ist nun täglich statt bislang nur freitags möglich.

 

Am Bahnhof Siegburg/Bonn entlang der Schnellfahrstrecke hält um 21:50 Uhr neu wieder ein täglicher ICE aus München nach Köln – mit attraktiver Spätverbindung z.B. auch aus Stuttgart, Mannheim und Frankfurt Flughafen. Neu ist auch eine tägliche späte ICE-Direktverbindung Essen (19:41) – Köln – Frankfurt (21:48).

 

Auf der IC-Linie Köln - Münster - Emden/Norddeich Mole erfolgen mehrere bislang nur saisonale Fahrten am Wochenende neu ganzjährig, also auch in den Wintermonaten, z.B. die Ankünfte samstags am Fähranleger Norddeich Mole um 10:16 und 14:59 Uhr.

Davon profitieren z.B. auch Gelsenkirchen und Recklinghausen.

 

 

Neue ICE 4-Züge auf der Linie Berlin–Hannover–Köln/Düsseldorf


Sukzessive werden zwischen Berlin und Köln/Düsseldorf über Hannover ICE 4-Züge mit sieben Wagen eingesetzt, die zwischen Berlin und Hamm mit zwei Zugteilen verkehren und von dort jeweils weiter mit einem Zugteil nach Köln über Wuppertal sowie nach Düsseldorf über Essen. Sie verfügen über mehr Sitzplätze und bieten die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme.

 

 

 

Hamburg-Berlin im Halbstundentakt

 

 

Mehr ICE zwischen Berlin und Hamburg

 

Zwischen den beiden größten Städten Deutschlands, Hamburg und Berlin, wächst die Anzahl der Züge von bisher 46 auf bis zu 60 Züge täglich. Damit stehen 6.000 zusätzliche Sitzplätze für die Fahrt von der Elbe an die Spree zur Verfügung.

 

 

Zusätzlicher ICE von Hannover/Wolfsburg nach Berlin


Von Hamburg aus kommend verkehrt montags bis freitags ein ICE über Hannover mit Halt in Wolfsburg um 7.37 Uhr und Stendal um 8.05 Uhr bis Berlin. Ankunft ist hier um 8.55 Uhr.

 

 

Zusätzliches ICE-Angebot Hamburg–Göttingen–Süddeutschland


Montags bis freitags fährt ein zusätzliches ICE-Zugpaar Hamburg–München mit Halt in Lüneburg und Celle. Abfahrt in Hamburg ist um 13.28 Uhr und Ankunft in München um 20.04 Uhr. Von München startet der ICE um 16.18 Uhr und erreicht mit Halt in Celle, Uelzen und Lüneburg Hamburg Hbf um 22.29 Uhr.

 

 

Für Lübeck mehr umsteigefreie ICE-Fahrten am Wochenende


Am Wochenende verkehrt ein weiteres ICE-Zugpaar zwischen Lübeck und München. Der ICE erreicht samstagabends um 21.42 Uhr Lübeck und fährt sonntagmorgens um 8.15 Uhr nach München.

 

 

Zusätzliches ICE-Zugpaar zwischen Kassel/Göttingen und Berlin am Wochenende


Samstagabends startet der ICE von Berlin um 19.35 Uhr mit Halt in Braunschweig, Hildesheim und Göttingen nach Kassel. Sonntagmorgens fährt ein ICE von Kassel bereits um 9.27 Uhr nach Berlin.

 

 

Mehr Fernzüge für Emden/Norddeich Mole


Auch das touristische Angebot wird ausgebaut. Mit den IC-Zügen geht es häufiger nach Ostfriesland. Mehrere bislang nur saisonale Fahrten am Wochenende von/nach Köln verkehren neu ganzjährig, also auch in den Wintermonaten. So gibt es beispielsweise eine Ankunft samstags am Fähranleger Norddeich Mole um 10.16 und 14.59 Uhr.

 

 

Tagsüber umsteigefrei Berlin - Breslau - Krakau

 

Der neue Eurocity (EC) fährt von Berlin Hbf (ab 10.40 Uhr) über Frankfurt (Oder) (ab 11.45 Uhr) schnell und ohne Umstieg zum Beispiel nach Zielona Gora (an 12.51 Uhr), Breslau (an 14.47 Uhr) und Krakau (an 17.39 Uhr). In der Gegenrichtung erreicht der Eurocity aus Krakau (Abfahrt 10.18 Uhr), Breslau (ab 13.05 Uhr) und Zielona Gora (ab 15.06 Uhr) um 16.12 Uhr Frankfurt (Oder) und fährt weiter nach Berlin Hbf (an 17.16 Uhr).

 

Damit ergänzt dieser neue EC die bereits bestehende Fahrtmöglichkeit über Nacht von Berlin über Frankfurt (Oder) nach Breslau und Krakau in EC-Sitzwagen, die Teil des ÖBB-Nachtzuges "Nightjet“ nach Wien sind.

 

 

An Wintersamstagen häufiger nach Tirol

 

Ab Berlin Hbf (6.08 Uhr) zwischen 26. Dezember 2020 und 20. März 2021 direkter ICE via Rosenheim und Innsbruck bis nach Landeck - abends zurück.

 

 

Öfter und attraktiver Berlin–Hannover–Nordrhein-Westfalen

 

Auf der Linie Berlin - Hannover - Köln/Düsseldorf gibt es im Laufe des nächsten Jahres rund 17 Prozent mehr Sitzplätze pro Zug und Fahrradmitnahme, da vermehrt neue ICE-4-Züge eingesetzt werden. Außerdem mehrere zusätzliche Fahrten dieser ICE-Linie am Wochenende.

 

Für Berlin von/nach Bonn: Ausweitung der ICE-Direktverbindungen von zwei auf sieben Fahrten pro Tag und Richtung (20 Minuten schneller als mit Umstieg). Dabei kommt auch der bestehende ICE über Nacht nach Berlin Hbf (an 5.36 Uhr) künftig neu direkt aus Bonn (an 22.48 Uhr).

 

Zusätzlicher ICE morgens von Hannover/Wolfsburg nach Berlin: Verlängerung des bereits aus Hamburg via Hannover fahrenden ICE über Wolfsburg (ab 7.37 Uhr) hinaus weiter via Stendal (ab 8.05 Uhr) bis Berlin Hbf (an 8.55 Uhr).

 

 

Am Wochenende häufiger schnell Berlin–Erfurt–München

 

Die schnellen Sprinter Berlin–München fahren künftig zum Beispiel auch sonntags um etwa 6 Uhr jeweils ab Berlin und München mit einer Reisezeit von knapp vier Stunden. So können Berliner auch am Sonntag Nürnberg schon um 9 Uhr und München um 10 Uhr erreichen - eine Stunde früher als bislang.

 

 

Ausweitungen am Wochenende Berlin-Hessen

 

Zusätzlich samstags ICE ab Berlin Hbf (ab 19.35 Uhr) via Braunschweig, Hildesheim, Göttingen nach Kassel-Wilhelmshöhe (an 22.15 Uhr) sowie in Gegenrichtung sonntags ICE von Kassel-Wilhelmshöhe (ab 6.43 Uhr) nach Berlin Hbf (an 9.27 Uhr) – zwei Stunden früher als derzeit mit der ersten sonntäglichen Direktverbindung.

 

 

Künftig auch freitags Sprinter-ICE ohne Halt von Frankfurt  nach Berlin


Der Sprinter-ICE von Frankfurt am Main Hbf (ab 6 Uhr) nach Berlin Hbf (an 9.54 Uhr) fährt neu auch freitags, bisher verkehrte dieser Zug nur montags bis donnerstags.


                                                    Grafik: Deutsche Bahn (DB)



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Der erste RhB-Capricorn heisst Piz Ela

Am 9. Oktober 2020 wurde in Filisur der erste der neuen Capricorn-Triebzüge der Rhätischen Bahn (RhB) offiziell getauft.

Das Fahrzeug Nummer 3111 erhielt den Namen «Piz Ela». Taufpaten waren Regierungsrat Marcus Caduff und Luzi C. Schutz, Gemeindepräsident von Bergün Filisur. Mit dem Corona-bedingt kleinen Festakt wurden auch die Erlebnistage am Wahrzeichen Graubündens eröffnet. Vom 10. bis 18. Oktober 2020 erwartet Familien, Bahn-, Kultur- und Naturinteressierte ein abwechslungsreiches Programm im Albula- und Landwassertal.

RhB "Capricorn“ ABe 4/16 3111 in Reichenau-Tamins im Einsatz als S2 von Chur nach Thusis             Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Alle Fahrzeuge der Capricorn-Flotte – die RhB hat insgesamt 56 dieser vierteiligen Triebzüge bei Stadler bestellt –, werden nach Bündner Bergen benannt. Dies als Reverenz an den Lebensraum des Steinbocks, der sich zahlreich in den Bündner Bergen tummelt. Der Name «Capricorn», Rätoromanisch für Steinbock, wurde anlässlich eines öffentlichen Wettbewerbs vor zwei Jahren erkoren. Über 1'800 Personen hatten sich am Wettbewerb beteiligt.

 

 

Capricorn-Triebzüge im Einsatz

 

Mit einem Auftragswert von 534 Millionen Franken ist der Kauf der Capricorn-Triebzüge das grösste Beschaffungsprojekt in der Geschichte der RhB. Durch eine sukzessive Inbetriebnahme der 56 Fahrzeuge kann gewährleistet werden, dass auf dem ganzen Stammnetz der RhB den Kundenanforderungen entsprechendes, modernes und behindertengerechtes Rollmaterial unterwegs ist.

 

Bis heute sind zehn neue Capricorn-Triebzüge bei der RhB eingetroffen. Vier sind in Betrieb, zwei werden für die Lokführerschulungen eingesetzt und vier befinden sich in der Inbetriebsetzung, resp. im Typentest und der Netzabnahme. Auf dem RhB-Streckennetz trifft man den Capricorn aktuell am häufigsten zwischen Davos – Filisur, Davos – Klosters, Landquart – Davos und ab und zu im S-Bahn-Betrieb im Churer Rheintal an. Bis Sommer 2021 werden alle Züge zwischen Landquart – Davos – Filisur mit dem Capricorn geführt. Bis Ende 2024 werden gemäss heutiger Planung alle 56 Capricorn-Triebzüge in Betrieb sein.

 

 

Erlebnistage am Wahrzeichen Graubündens

 

Rund um den weltberühmten Landwasserviadukt der RhB entsteht die Landwasserwelt. Es wird ein Themen- und Erlebnisraum geschaffen, der die Bahnkultur vom UNESCO Welterbe RhB mit der Natur und Kulturlandschaft des Albula- und Landwassertales und des Parc Ela verbindet. Die Landwasserwelt soll in den kommenden Jahren schrittweise realisiert werden. Vom 10. bis 18. Oktober 2020 wird mit ersten Angeboten und Attraktionen anlässlich der «Erlebnistage am Wahrzeichen Graubündens» veranschaulicht, wie sich die Landwasserwelt dereinst präsentieren könnte. Auf Familien, Bahn-, Kultur- und Naturinteressierte wartet ein abwechslungsreiches Programm



ABe 4/16 3111 «Piz Ela» am 10.10.2020 in Chur als S2 1571 Chur (19.48) - Thusis (20.23)                             Fotos: Florian Clopath



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Nach LKW-Unfall auf der A40: Ab Montag verkehrt die S1 wieder zwischen Essen und Mülheim-Styrum

Nach dem schweren Unfall eines Tank-LKW am 17. September 2020 können weitere Verbesserungen des Ersatzkonzeptes erwirkt werden. Ab Montag, 12. Oktober 2020, setzt die DB einen Pendelzug der S-Bahnlinie S1 zwischen Essen Hbf und Mülheim-Styrum ein. Parallel dazu laufen die Planungen für Behelfsbrücken auf Hochtouren. In den Herbstferien kann mit den Arbeiten begonnen werden. Ausserdem sind die Statik- und Materialprüfungen der benachbarten Brückenbauwerke weiter fortgeschritten, Ergebnisse sind im Laufe der kommenden Woche zu erwarten.

Pendelzug der S-Bahn Linie S 3 von Essen Hbf nach Mülheim-Styrum                                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Nach dem schweren Unfall eines Tank-LKW auf der A40 zwischen der Abfahrt Mülheim-Styrum und Mülheim-Ruhr am 17. September 2020 mit der Beschädigung einer Brücke ist der Bahnverkehr im Raum Essen stark beeinträchtigt. Der Tanklaster hatte rund 30.000 Liter Kraftstoff geladen und war in Brand geraten.

 

 

Verbessertes Ersatzkonzept für Fahrgäste

 

Ab der kommenden Woche, Montag, 12. Oktober 2020, kann die S-Bahn Linie S 1 wieder bis Mülheim-Styrum verkehren. Damit rollt zweimal in der Stunde die S-Bahnlinie S1 zwischen Essen Hbf und Mülheim-Styrum. Bereits seit Montag, 28. September 2020, verkehren einige Züge in Richtung Essen wieder über den Regelweg.

 

Seit Montag, 5. Oktober 2020, fährt TRI (Train Rental GmbH) im Auftrag vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und in Kooperation mit Abellio Rail NRW zudem ein Pendelverkehr der S-Bahn Linie S3 zwischen Essen Hbf und Mülheim-Styrum. Dieser muss ab Montag, 12. Oktober 2020, nicht mehr eingesetzt werden. Dann verkehren, zusammen mit den planmässigen Fahrten der S1, ab Montag wieder vier Fahrten pro Stunde zwischen Essen Hbf und Mülheim-Styrum. Das verbesserte Ersatzkonzept gilt bis auf Weiteres. Alle beteiligten Akteure arbeiten weiterhin permanent an Verbesserungsmöglichkeiten im Sinne der Fahrgäste.

 

 

Bau von Behelfsbrücken in Planung

 

Die Planungen für den Bau von Behelfsbrücken läuft derweil auf Hochtouren. Für die Behelfsbrücken muss die DB zunächst eine neue Mittelstütze und neue Widerlager bauen. Dafür sind unter anderen Pfahlbohrungen bis zu einer Tiefe von 25 Metern notwendig und erfordern den Einsatz von Grossgerät. Insgesamt sind 32 Bohrpfähle für den Bau des Mittelpfeilers und der Widerlager zu errichten, die jeweils 25 Meter tief gegründet werden müssen.

 

Um in den kommenden Monaten die Behelfsbrücken zu errichten wird die Verkehrsführung der A40 im Baustellenbereich aktuell mit der Bezirksregierung abgestimmt. Die Einrichtung der Baustellenverkehrsführung ist ab Mitte nächster Woche geplant. In den Hauptverkehrszeiten werden voraussichtlich in jeder Richtung zwei Fahrstreifen befahrbar sein.




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Modernisierung der Strecke Dortmund - Hamm geht in die nächste Phase

Die DB setzt die Modernisierung ihrer Infrastruktur auf der Strecke zwischen Dortmund und Hamm fort. Vom 9. bis zum 26. Oktober 2020 laufen vier verschiedene Massnahmen, vor allem im Abschnitt rund um Kamen. In dieser Zeit ist die Strecke für den Zugverkehr gesperrt, denn die Experten der Bahn arbeiten an vier Baustellen gleichzeitig; an neuen Oberleitungen, Lärmschutzwänden, sowie am Bau einer Eisenbahnüberführung. Ausserdem finden letzte Arbeiten zur Modernisierung des Kamener Bahnhofs statt.

Die Züge des RE 3 werden zwischen Dortmund und Hamm ohne Zwischenhalt umgeleitet                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Im Zeitraum von Freitag, 09. Oktober 2020 (22.10 Uhr) bis Montag, 26. Oktober 2020 (05.10 Uhr) ist die Strecke zwischen Dortmund und Hamm aufgrund von umfangreichen Gleisbauarbeiten für den Zugverkehr gesperrt. Mit den aktuellen Massnahmen investiert die Deutsche Bahn über 33 Millionen Euro in die Modernisierung der Infrastruktur zwischen Dortmund und Hamm.

 

"Es ist inzwischen geübte Praxis, einzelne Projekte in einem grossen Paket zu bündeln. Diese Arbeiten führen wir dann gleichzeitig während einer Sperrung aus“, so Achim Albrecht, Leiter Investitionsplanung der DB Netz AG in Hamm. "Der Vorteil liegt auf der Hand: Während der Vollsperrung der Strecke bekommen wir viel mehr geschafft, als bei vielen, kurzen Sperrungen oder bei eingleisigem Betrieb. Die Einschränkungen für Reisende sind in der Summe, gerade in den Ferien, viel geringer.

 

 

Die Bauarbeiten führen zu folgenden Änderungen im Zugverkehr:

 

--->  Die Fahrplanänderungen sind in den Auskunfts- und Buchungssystemen eingearbeitet

 

RE 1 (RRX) Aachen Hbf ◄► Hamm Hbf

Die Züge fallen zwischen Dortmund Hbf ◄► Hamm Hbf aus.

Als Ersatz verkehren Busse

 

RE 3 Düsseldorf Hbf ◄► Hamm Hbf

Die Züge werden zwischen Dortmund Hbf ◄► Hamm Hbf ohne Zwischenhalt umgeleitet

Als Ersatz zu den ausfallenden Halten verkehren Busse

 

RE 6 (RRX) Minden ◄► Köln/Bonn Flughafen

Die Züge fallen zwischen Dortmund Hbf ◄► Hamm Hbf aus

Als Ersatz verkehren Busse

 

RE 11 (RRX) Kassel / Hamm Hbf ◄► Düsseldorf Hbf

Die Züge fallen zwischen Dortmund Hbf ◄► Hamm Hbf aus

Als Ersatz verkehren Busse

 

Fernverkehrslinien Düsseldorf-Dortmund-Hannover-Berlin:

Die Züge werden zwischen Dortmund und Hamm (Westf) umgeleitet und verkehren mit geänderten Abfahrts- und Ankunftszeiten.

Die Reisezeiten verlängern sich um bis zu 20 Minuten. Zum Teil entfallen Halte in Düsseldorf Hbf, Düsseldorf Flughafen und in Duisburg.

 

Fernverkehrslinie Richtung Dresden und Einzelzüge Richtung Erfurt/Gera:

Diese Züge werden über Hagen umgeleitet, der Halt in Dortmund entfällt

 

Einzelzüge weiterer Fernverkehrslinien:

Einzelnen Züge werden umleitet und zum Teil entfallen Halte in Dortmund und Bochum

 

 

Für die ausfallenden Fahrten wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV) eingerichtet

 

Die Busse verkehren bis zu sechsmal in der Stunde und halten an folgenden Haltepunkten:

- Dortmund Hbf: Am Nordausgang (Paul-Winzen-Straße)
- Dortmund-Scharnhorst: Haltestelle "Bahnhof" in der Flughafenstraße
- Dortmund-Kurl: Haltestelle "Bahnhof" in der Plaßstraße
- Kamen-Methler: Bahnhof (Wasserkurler Straße/L821)
- Kamen: Ersatzhaltestelle am Bahnhofsvorplatz
- Nordbögge: Haltestelle "Bahnhof" (im Wendekreis Hammer Str.)
- Hamm: Bahnhofsvorplatz (Hauptausgang)

 

 

Konzept Ersatzbusse

 

Ersatzbus Linie A

Dieser Bus verkehrt als Schnellbus zwischen Hamm Hbf ◄► Kamen ohne Zwischenhalt

und weiter mit allen Unterwegshalten zwischen Kamen ◄► Dortmund Hbf

 

Ersatzbus Linie B:

Dieser Bus verkehrt zwischen Hamm Hbf ◄► Kamen mit Halt in Nordbögge

und weiter als Schnellbus ohne Halt zwischen Kamen ◄► Dortmund Hbf.

 

In Kamen ist ein Umstieg zwischen den beiden Buslinien möglich.

 

Die Züge der Linie RE 3 verkehren zwischen Hamm Hbf ◄► Dortmund Hbf ohne Halt durchgehend über eine andere Strecke

 

 

Die Bauarbeiten im Überblick - Erneuerung der Oberleitungen

 

Im gesamten Bereich des Bahnhofs Kamen bis zum Neubau der Eisenbahnüberführung „Südkamener Straße“ erneuert die Deutsche Bahn auf einer Länge von zwei Kilometern die Oberleitungen. Der Bahnhofsbereich erhält eine komplett neue Elektrifizierung. Insgesamt werden 72 neue Masten aufgerichtet, von denen zahlreiche schon gegründet und gestellt sind. Während der Sperrung wird das Kettenwerk, bestehend aus Tragseil und Fahrdraht, von den alten Oberleitungen zurückgebaut. Sobald alle Masten aufgerichtet sind, kann das neue Kettenwerk mit einer Gesamtlänge von mehr als zehn Kilometern über alle Bahnhofsgleise montiert und reguliert werden. Die alten Masten werden abschliessend zurückgebaut. Im Jahr 2021 soll die Erneuerung der Oberleitung auf der 3,5 km langen Strecke zwischen der Südkamener Straße und Dortmund-Kurl fortgeführt werden.

 

 

Vorarbeiten für Eisenbahnüberführung an der Südkamener Straße

 

Die Deutsche Bahn beseitigt gemeinsam mit dem Kreis Unna den Bahnübergang „Südkamener Straße“ in Kamen. Die Vorarbeiten haben bereits im Mai 2020 begonnen. Seit einigen Wochen laufen Bohrpfahlarbeiten zur Herstellung einer wasserdichten Baugrubenumschließung. Die DB erstellt hierfür in Höhe des Geländes rund 250 Bohrpfähle mit einer Länge von 16 bis 20 Metern außerhalb des Gleisbereiches. Dies ist aufgrund des hochstehenden Grundwassers erforderlich und sorgt während der Bauausführung für eine wasserdichte Baugrube. Während der 14-tägigen Sperrung kommen weitere 60 Pfähle im Gleisbereich hinzu. Dabei werden für jeden Pfahl rund 23 m³ Beton benötigt, d.h. in Summe werden mehr als 7.000 m³ Beton verbaut.

 

 

Neuer Lärmschutz

 

Die DB baut in Hamm eine neue Schallschutzwand, um Anwohner vor Schienenlärm zu schützen. Die Wand ist über 500 Meter lang und drei Meter hoch. Die Lärmschutzwand beginnt nördlich des Bahnübergangs Friedhofsweg und führt bis nördlich der Eisenbahnüberführung Weetfelder Str. in Hamm. Im Bauzeitraum werden 116 Gründungsrohe eingerammt und anschließend die Stützen und Sockel eingesetzt. In nachfolgenden Sperrpausen bis 30. November 2020 werden die Wände aufgerichtet. Die Baukosten dieser Massnahme belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro.

 

 

Abschluss Modernisierung Bahnhof Kamen

 

Die Modernisierung des Kamener Bahnhofs geht in die Endphase: Nachdem das Dach am Hausbahnsteig und die Personenunterführung bereits 2018 modernisiert worden sind, startet nun die Sanierung des Dachs am Mittelbahnsteig. Auf einer Länge von 49 Metern wird die Dacheindeckung inkl. Entwässerung komplett erneuert.

 

Parallel wird die Stahlkonstruktion gereinigt und neu beschichtet. Bereits 2018 hat die Deutsche Bahn die Personenunterführung modernisiert. Die Investitionen, getragen vom Land NRW und der DB, belaufen sich insgesamt auf rund 2,2 Millionen Euro.


                                                                                                                                                              Grafik: Deutsche Bahn (DB)


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Siemens Mobility gewinnt Deutschen Mobilitätspreis 2020

Das Projekt "RRX – digital und optimal vernetzt" von Siemens Mobility gewinnt den Deutschen Mobilitätspreis 2020. Eine hochkarätig besetzte Expertenjury hat das Projekt aus rund 300 Bewerbungen ausgewählt. Das Projekt sei ein wertvoller Beitrag zur Erreichung einer flexibel vernetzten und zukunftsweisenden Mobilität und stelle ein leuchtendes Beispiel für den Standort Deutschland dar, so das Urteil der Jury.

Digital vernetzter Rhein-Ruhr-Express (RRX) überzeugt Expertenjury                                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

"Mit dem RRX-Projekt ist es uns gelungen, eine digital vernetzte und leistungsfähige Mobilitätslösung für die rund zehn Millionen Einwohner der Metropolregion Rhein-Ruhr erfolgreich umzusetzen“, so Gerhard Greiter, CEO der Region Nordosteuropa bei Siemens Mobility. "Alles in diesem Projekt ist digital miteinander vernetzt: Züge, Service-Center, Logistikzentrum und Mitarbeiter. Die verbesserte Pünktlichkeit und die fast 100-prozentige Verfügbarkeit der Züge unterstreichen den Erfolg des Projekts.“

 

Aufgrund seiner Dimension und Innovationskraft ist das Projekt Rhein-Ruhr-Express einzigartig. Züge und Wartung kommen hier aus einer Hand. Siemens Mobility liefert insgesamt 84 top moderne Regionalzüge vom Typ Desiro-HC und übernimmt bis 2050 deren Wartung und Instandhaltung. In diesem Jahr wird der letzte Zug ausgeliefert. Der RRX ist ein echtes Landeskind: Produktion, Tests und Wartung erfolgen an Siemens-Standorten in Nordrhein-Westfalen.

 

 

Über den Mobilitätspreis

 

Das Wettbewerbsmotto lautet in diesem Jahr „intelligent unterwegs: Gemeinsam. Vernetzt. Mobil.“. Deutschlandweit haben sich über 300 Start-ups, Unternehmen, Verbände und Forschungsinstitutionen mit ihren Projekten um den Innovationspreis beworben. Eine hochkarätig besetzte Expertenjury aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik wählte die zehn Gewinner des Wettbewerbs aus. Die feierliche Preisverleihung erfolgt im November.

 

 

Die Initiatoren: „Deutschland – Land der Ideen“ und BMVI

 

Mit dem Deutschen Mobilitätspreis machen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur intelligente Mobilitätslösungen und digitale Innovationen öffentlich sichtbar. Die Deutsche Bahn und der VDV sind Partner des Wettbewerbs.

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Neues ICE-Werk für die Bahn-Metropole Nürnberg

Die Deutsche Bahn (DB) baut ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Nürnberg und investiert dafür rund 400 Millionen Euro. Mehr als 450 Menschen werden im zehnten Werkstandort des DB-Fernverkehrs hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze finden. Die Genehmigungsverfahren laufen dazu nun an. Die Betriebsaufnahme ist für 2028 geplant. Das neue Werk wird zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben. Mittelpunkt des Werks ist eine 450 Meter lange Wartungshalle. Auf sechs Gleisen können dort pro Tag bis zu 25 ICE-Züge fit gemacht werden.

Ronald Pofalla, Vorstand DB-Infrastruktur,  Kerstin Schreyer, Bayerische Verkehrsministerin,  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer,  Marco König, Oberbürgermeister von Nürnberg und Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand  (v.l.n.r) präsentierten die Details zum neuen ICE-Werk in Nürnberg                                                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

"Eine leistungsfähige Eisenbahn ist das Rückgrat für die Mobilitätswende", erklärt Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand. Allein für den Ausbau und die Modernisierung ihrer Fernverkehrsflotte investiert die DB bis 2026 die Rekordsumme von 8,5 Milliarden Euro, unter anderem in insgesamt 167 neue ICE 3 und 4. „Wir müssen heute die Weichen für Wachstum und Wartung der Flotte von morgen stellen. Die Entscheidung für das neue Werk in Nürnberg ist ein wichtiger Meilenstein."

 

Ronald Pofalla, Vorstand DB-Infrastruktur: „Nürnberg ist ein zentraler Knotenpunkt in unserem Netz und damit ein idealer Standort für unser neues Werk. Wir schaffen hier 450 attraktive Arbeitsplätze, die örtlichen Unternehmen können sich an den Ausschreibungen für den Bau des Werks beteiligen. Damit stärken wir die Wirtschaftskraft der gesamten Region."

 

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Die Deutsche Bahn ist unser Top-Akteur für Klimaschutz und zukunftsfeste Jobs. In der Metropolregion Nürnberg, für eine gute und starke Heimat. Und in ganz Deutschland, um die Menschen zum Umsteigen zu bewegen. Wir unterstützen diesen Schub, indem wir so viel in das System Schiene investieren wie nie zuvor."

 

Kerstin Schreyer, Bayerische Verkehrsministerin: „Das neue ICE-Werk sorgt in Nürnberg nicht nur für umweltfreundliche Mobilität und sichere Arbeitsplätze. Wir sorgen als Freistaat dafür, dass in der Region zusätzlich neuer Naturwald entstehen kann. Mehr als 300 Hektar Staatsforsten stellen wir als ökologische Ausgleichsfläche zur Verfügung. Das ist doppelt gut für unsere Natur und unsere Heimat Bayern."

 

Marco König, Oberbürgermeister von Nürnberg: „Ich freue mich, dass die Deutsche Bahn in den Standort Nürnberg investiert und 450 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Nürnberg festigt sich mit diesem vierten DB-Werk als wichtiger Bahn-Standort und zentraler Schienenknotenpunkt. Wir leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrswende. Die Stadt Nürnberg wird eng mit der Bahn während des Planungsprozesses zusammenarbeiten und dabei immer wieder auch die Interessen der Nürnbergerinnen und Nürnberger ins Zentrum rücken."

 

Der Standort des Werks wird in den kommenden Monaten in engem Austausch mit den Genehmigungsbehörden festgelegt Dabei werden vorab nicht nur die Verwaltung, sondern vor allem auch Bürgerinnen und Bürger sowie Umweltverbände in die Abwägung und die Detailplanung mit einbezogen.

 

In Nürnberg lernte die Eisenbahn in Deutschland vor fast 200 Jahren das Rollen. Zuletzt hat die fränkische Metropole als Bahnknotenpunkt noch stärker an Bedeutung gewonnen, unter anderem durch die Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsverbindung München–Berlin im Jahr 2017. Europäische Nord-Süd- und Ost-West-Magistralen kreuzen sich in Nürnberg.

Schon heute verfügt Nürnberg über mehrere DB-Werke. Mehr als 5000 DB-Mitarbeitende sind in der Metropolregion Nürnberg beschäftigt – die DB stärkt mit dem neuen ICE-Werk den Standort nachhaltig.




Die "Königlich privilegierte Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft" mit Sitz in Nürnberg erhielt am 19. Februar 1834 die "königlich bayerische Konzession" zum Bau einer Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth. Die Eröffnungsfahrt fand am 7. Dezember 1835 statt, womit in Deutschland die erste mit Lokomotiven betriebene Eisenbahn fuhr. Soweit so schön und aus aktuellem Anlass haben wir hier in diesem Video nun aber ein bisschen "ICE-Time" in Nürnberg und Fürth zusammengestellt.


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Die neuen Stadler FLIRT für Go-Ahead für das E-Netz Allgäu

Die Fahrzeugproduktion der neuen Stadler FLIRT3 für Go-Ahead Bayern für das E-Netz Allgäu geht planmässig voran. In einer europaweiten Ausschreibung konnte sich Go-Ahead 2018 für den künftigen Bahnbetrieb auf dem E-Netz Allgäu durchsetzen und hat anschliessend bei Stadler 22 elektrische Triebzüge des Typs FLIRT bestellt. Den Vertrag mit einem Auftragsvolumen in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionen-Betrags hatten Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go-Ahead, und Ulf Braker, Geschäftsführer von Stadler Pankow, während der InnoTrans 2018 in Berlin unterschrieben. Ab dem 12.Dezember 2021 werden die neuen elektrischen Triebzüge auf der Strecke München - Memmingen - Lindau zum Einsatz kommen.

Neuer FLIRT3 für Go-Ahead Bayern im Stadler Werk Berlin-Pankow                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Go-Ahead Deutschland gehört zum Nahverkehrskonzern Go-Ahead, der seine Wurzeln in Großbritannien hat und weltweit in mehreren Ländern aktiv ist. Mit einer neuen Website stellte sich das Eisenbahnunternehmen Go-Ahead Bayern Mitte dieses Jahres der Öffentlichkeit vor. "Wir wollen darüber informieren, wer wir sind und was wir in der Region künftig vorhaben", so Julia Bülow, Kommunikationschefin von Go-Ahead Deutschland.

 

Das Tochterunternehmen Go-Ahead Bayern mit Sitz in Augsburg hat nicht umsonst den Slogan "Ein Stück Heimat auf der Schiene.“ auf seine neue Internetseite geschrieben. Man will als Anbieter für die Region und in der Region tätig sein; sehr bewusst wurden die Züge in blau-weisser Lackierung bestellt, und auch die Internetdomain mit der Endung .bayern weist in diese Richtung. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr hat Go-Ahead Bayern am 17. August 2020 die formelle Lizenz als Eisenbahnverkehrsunternehmen erteilt. Damit liegt die Betriebserlaubnis vor, mit der Go-Ahead Bayern als Eisenbahnverkehrsunternehmen tätig werden und Züge betreiben darf.

 

Das Unternehmen wird im Auftrag des Freistaats Bayern und des Landes Baden-Württemberg ab dem 12. Dezember 2021 den Zugbetrieb auf der Strecke Lindau – Memmingen – München starten und ab Ende 2022 dann auch die Strecken Ulm – Augsburg – München, Würzburg –Donauwörth – Augsburg und Aalen – Nördlingen – Donauwörth übernehmen.

 

Für den Einsatz auf dem E-Netz Allgäu in Baden-Württemberg und Bayern hat Go-Ahead 2018 bei Stadler 22 elektrische Triebzügen des Typs FLIRT3 bestellt. Nach deren Auslieferung verfügt Go-Ahead damit über eine Flotte von insgesamt 88 FLIRT unterschiedlichster Konfigurationen und Ausstattungen.

 

Die neuen vierteiligen Fahrzeuge sind mit einer grosszügigen Sitzgestaltung sowie Arbeitstischen und Steckdosen zum Aufladen mobiler Endgeräte an den Sitzen ausgestattet. Zusätzliche Gepäckregale ergänzen die Gepäckablagen über den Sitzen. In der Fahrzeugdecke eingelassene Kameras ermöglichen die Überwachung des Fahrgastraums und tragen somit zur Sicherheit bei. Die Fahrzeuge sind sowohl im Innenraum als auch in der Aussengestaltung im typischen blau-weissen Design gestaltet. Die 74 Meter langen Triebzüge bieten 395 Personen Platz, 200 davon sitzend in der 2. Klasse, 16 Sitzplätze sind als 1.-Klasse-Bereich ausgewiesen. Wie alle FLIRT verfügen die Fahrzeuge über helle, freundliche Fahrgastbereiche, sind barrierefrei und durchgängig niederflurig. Zwei WCs befinden sich in den Triebzügen, eins davon ist nach TSI PRM ausgestattet.

 

Die besonders gross gestalteten Mehrzweckbereiche bieten Raum für den Transport von bis zu 21 Fahrrädern, sperrigem Gepäck und Kinderwagen. Ebenso sind Rollstuhlplätze nach TSI PRM eingerichtet. Das zeitgemässe Fahrgastinformationssystem ebenso wie die fahrzeugseitige WLAN-Ausstattung erleichtern den Reisenden die minutengenaue Aktualisierung ihrer Reise. Die Fahrzeuge erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h.



"Es geht voran", postet Go-Ahead Bayern am 23. Juli 2020 auf ihrer Facebook-Seite

Die ersten vierteiligen FLIRTS werden aus dem Stadler Werk in Berlin-Pankow zur statischen

und dynamischen Inbetriebsetzung nach Velten (Brandenburg) überführt.


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Transdev erhält 64 Stadler FLIRT für die S-Bahn Hannover

Die Transdev Hannover GmbH wurde 2019 gegründet und ist ein regionales Tochterunternehmen der Transdev-Gruppe. Als grösster privater Mobilitätsanbieter in Deutschland bringt Transdev jährlich rund 270 Millionen Fahrgäste an ihr Ziel und demnächst auch in Hannover: Ab dem 12. Juni 2022 wird die Transdev Hannover GmbH die neue Betreiberin für alle 10 Linien im Netz der S-Bahn Hannover. Neben den 13 bestehenden Fahrzeugen wird sie hierfür 64 neue elektrische Triebzüge des Typs FLIRT von Stadler einsetzen.

Einer der insgesamt 64 FLIRT's für die S-Bahn Hannover im Stadler Werk Berlin-Pankow                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

 

Nachdem sich die Transdev GmbH sich im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung für den Betrieb der S-Bahn Hannover durchsetzen konnte hatte sie im November 2018 bei Stadler 64 neue elektrische Triebzüge des Typs FLIRT bestellt. Das Auftragsvolumen für die Beschaffung der Fahrzeuge liegt bei rund 320 Millionen Euro. Transdev betreibt damit in Deutschland eine Flotte von insgesamt 100 FLIRT unterschiedlicher Konfigurationen und Ausstattungen.

 

 

Die Fahrzeuge

 

Die dreiteiligen Züge für die S-Bahn Hannover verfügen auf einer Gesamtfahrzeuglänge von 68 Metern über acht Fahrgasttüren auf jeder Seite, die einen schnellen Fahrgastwechsel ermöglichen. Die neuen Fahrzeuge sind mit jeweils 180 Sitz- sowie 217 Stehplätzen ausgestattet, somit finden insgesamt 397 Fahrgäste im auf der ganzen Fläche videoüberwachten Fahrgastbereich Platz.

 

Die Triebzüge sind mit einem barrierefreien Universal-WC nach TSI PRM ausgestattet und verfügen wie alle Stadler FLIRT über helle, freundliche Fahrgastbereiche, sind barrierefrei und durchgängig stufenlos begehbar. Die besonders gross gestalteten Mehrzweckbereiche bieten Raum für den Transport von bis zu zwölf Fahrrädern, sperrigem Gepäck und Kinderwagen. Sie sind mit Steckdosen zum Laden von E-Bikes sowie mit Rollstuhlplätzen nach TSI PRM ausgestattet. Das zeitgemässe Fahrgastinformationssystem in Echtzeit mit Monitoren in jedem Einstiegsbereich ebenso wie die fahrzeugseitige WLAN-Ausstattung erleichtert den Reisenden die minutengenaue Aktualisierung ihrer Reise. Die Fahrzeuge erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h.

 

Die Fahrzeugflotte für die S-Bahn Hannover setzt sich aus diesen 64 neuen Fahrzeugen sowie 13 Bestandsfahrzeugen des bisherigen Betreibers zusammen. Auch die Bestandsfahrzeuge werden sukzessive umgerüstet und verfügen dann ebenfalls über den Komfort der Neufahrzeuge.

 

 

Das Liniennetz

 

Die Transdev Hannover GmbH übernimmt von der DB Regio die zehn S-Bahnlinien rund um die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover mit Verbindungen von Nienburg und Celle im Norden bis nach Minden im Westen, Hildesheim im Osten und Paderborn im Süden. Das Streckennetz umfasst insgesamt jährlich rund 9,3 Millionen Zugkilometer.

 

Die Linien im Detail

  • S 1: Minden - Haste - Hannover
  • S 2: Haste - Hannover - Nienburg
  • S 3: Hannover - Lehrte - Hildesheim
  • S 4: Bennemühlen - Hannover - Hildesheim
  • S 5: Hannover Flughafen - Hannover - Paderborn
  • S 6: Hannover - Celle
  • S 7: Hannover - Lehrte - Celle
  • S 8: Hannover Flughafen - Hannover - Hannover Messe / Laatzen
  • S 21: Hannover - Weetzen - Barsinghausen
  • S 51: Seelze - Hannover - Hameln

Für das Betriebspersonal ist ein Personalübergang vom vorherigen Betreiber durch die Transdev Hannover GmbH vorgesehen.

Mehr Informationen hierzu finden Sie hier bei den "Fragen und Antworten" zur neuen S-Bahn Hannover ab 2022 sowie den aktuellen Stellenausschreibungen.

 

 

Die Aufgabenträger

 

Der Tätigkeitsbereich der Aufgabenträger umfasst die Planung, Organisation und die Finanzierung des Schienenpersonenverkehrs (SPNV). Sie stimmen das Fahrplanangebot ab und gewähren Finanzhilfen für Investitionen im SPNV, beispielsweise für Sanierungen von Bahnhöfen. Darüber hinaus sind die Aufgabenträger in NRW massgeblich an der Weiterentwicklung der Tariflandschaft - von den Gemeinschaftstarifen bis hin zur Umsetzung eines NRW-Tarifes - beteiligt.

 

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Transdev Hannover GmbH und ihren Auftraggebern spielt eine wichtige Rolle. Den Zuschlag für das Netz der S-Bahn Hannover ab 2022 erteilten nach einer europaweiten Ausschreibung im Jahr 2018 die Aufgabenträger:

 

- Region Hannover (RH)

 

- Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG)

 

- Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)



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RhB: Bahnersatzbusse Küblis - Klosters infolge Fahrleitungsstörung

Ein schöner Sonntag mit Prachtswetter und vielen Ausflugstouristen im Kanton Graubünden. Doch bereits um ca. 09.30 Uhr stellte die Netzleitstelle der Rhätischen Bahn (RhB) heute Vormittag einen Kurzschluss fest. Um 09.32 Uhr kam dann beim RCC in Landquart die Meldung herein, dass ein RegioExpress auf seiner Fahrt von Landquart in Richtung Davos die Fahrleitung heruntergerissen hat. Aufgrund dieser Meldung war dann sofort klar, dass es einen längeren Betriebsunterbruch auf der Strecke Küblis - Klosters gibt und sicher Arbeit vor Ort nötig ist.  Eine genaue Dauer war anfangs allerdings noch nicht abschätzbar. Ebenso rasch wurden Chauffeure und Postautos für einen Bahnersatzbetrieb zwischen Küblis und Klosters aufgeboten.

In Küblis hiess es umsteigen von der RhB aufs Postauto zur Fahrt nach Klosters                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Der RegioExpress 1025 Landquart (08.47) - Küblis (09.10) - Klosters Dorf (09.23) - Klosters Platz (09.29) - Davos Platz (09.57) hat heute Vormittag kurz vor Klosters Dorf die Fahrleitung heruntergerissen. Nachdem bereits um ca. 09.30 Uhr die Netzleitstelle der Rhätischen Bahn (RhB) einen Kurzschluss festgestellt hat erreichte diese Meldung um 09.32 Uhr das RhB Rail Control Center (RCC) in Landquart.

 

Nun hiess es rasch handeln: Chauffeure und Postbusse für einen Bahnersatzbetrieb Küblis - Klosters aufbieten, praktikable Lösungen finden für die zu dieser Zeit ebenfalls auf dieser Linie unterwegs fahrenden Züge, Reisende verstädigen und vorallem natürlich die entsprechenden Reparaturteams aufbieten.

 

Nach wegstellen des vom Ereignis betroffenen RE 1025 mit dem Diesel des Fahrleitungsdienstes konnten die Arbeiten beginnen. Bereits nach ca. 2 Std. intensiver Arbeit konnte um 14.20 Uhr schon wieder die Fahrbarmeldung für die Strecke vermeldet werden.

 

In der Zwischenzeit wurden die Reisenden zwischen Küblis und Klosters sowie aus den unterwegs steckengebliebenen Zügen mit Bahnersatzbussen weiterbefördert. Die Züge der Linie Disentis/Mustér - Scuol-Tarasp wurden in Landquart respektive Klosters Platz jeweils auf die Gegenrichtung gewendet. Die RE mit Abfahrt in Landquart zur Minute ...20 nach Klosters Platz (und weiter nach St. Moritz bzw. Davos Platz sind auf dem gesamten Laufweg ausgefallen. Zwischen Landquart und Küblis wurden die Reisenden mit dem "Davoser Pendel" (mit zusätzlichem Halt in Malans und Jenaz) befördert. Zwischen Klosters und Davos waren diverse Fahrzeuge im Einsatz (Davos Pendel sowie RTZ). Der RegioExpress 1036 musste mangels Pendel oder anderen Alternativen von Davos Platz (12.02) nach Klosters Platz (12.28) sogar mit der "alten Dame" (RhB Lok Ge 4/4 I 603 "Badus" / Baujahr 1947) plus 2 Wagen geführt werden.

 

Ein Zug der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls unterwegs war, war der "Clà Ferrovia" auf seiner "Reise ins Farbenland" mit Linard Bardill, der Krokodillok Ge 6/6 I 415 und den historischen Wagen B 2245, B 2096, B 2138, D 4052, C 32 und B 2245. Ursprünglich wäre er ab Chur via Landquart - Saas im Prättigau (Planmässiger ca. 1-stündiger Aufenthalt, der dann halt heute unfreiwillig "etwas verlängert" wurde) - Davos - Filisur und zurück via Albulalinie gefahren. Also auch für den Kinder-Kondukteur "Clà Ferrovia" (Linard Bardill) eine "zusätzliche Aufgabe", die Kinder mit Geschichten über die Bahn und sein abenteuerliches Leben zu unterhalten.

 

Kurz und bündig gesagt: Perfektes Ereignis-Management und ein grosses Lob verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So hatten nicht nur die Kinder vom "Clà Ferrovia" ihre Freude, sondern auch die Erwachsenen ein "bisschen "Erlebniszug" gehabt. Jedenfalls hat man trotz "erschwerten Reisebedingungen" von den Fahrgästen kein "böses Wort" gehört und man zeigte Verständnis für die Situation.




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Halbzeit beim Doppelspurausbau Goldach - Rorschach Stadt

Um die Kapazitätsengpässe auf der Linie St. Gallen - St. Margrethen zu entschärfen und die Ostschweiz an den europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland anzuschliessen (HGV-A), baut die SBB im Auftrag des Bundes und in Absprache mit dem Kanton St. Gallen sowie der Stadt Rorschach die heute einspurige Strecke zwischen Goldach und Rorschach Stadt zur Doppelspur aus. Die 2019 begonnenen Bauarbeiten dauern bis 2021. Die Inbetriebnahme der Doppelspur von Goldach nach Rorschach Stadt ist für Juni 2021 geplant, die Fertigstellung am Bahnhof Rorschach Stadt für Dezember 2021. Während der Bauzeit kommt es an drei Wochenenden und in 82 Nächten zu Total- oder Nachtsperren. Zwischen Goldach und Rorschach verkehren dann jeweils Bahnersatzbusse.

Das erste neue erstellte Aussenperron am Bahnhof Rorschach Stadt ist provisorisch in Betrieb        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Hauptarbeiten umfassen den Ausbau der heute einspurigen Strecke zwischen Goldach und Rorschach Stadt zur Doppelspur. Im Zuge dessen sind parallel dazu aber auch zahlreiche weitere Projekte in Arbeit. Die Stadt Rorschach gestaltet den Platz vor dem Bahnhof neu und plant zusammen mit der Gemeinde Goldach einen Radweg parallel zu den Gleisen. Ausserdem ist am Bahnhof Rorschach Stadt ein neuer Bushof geplant, dieser soll die Haltestelle Signalstrasse als Hauptknoten für Seebus und Postauto ablösen.

 

Die SBB baut am Bahnhof Rorschach Stadt  eine neue Personenunterführung und zwei neue Aussenperrons mit einer Höhe von 55 Zentimeter. Dadurch können die Reisenden künftig stufenfrei in die Niederflurzüge eintreten (statt einsteigen...). Dies entspricht den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes ( BehiG) und ermöglicht so Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein möglichst autonomes Reisen. Stufenfreies Ein- und Aussteigen ist zudem auch für Reisende mit Gepäck oder Kinderwagen ein Komfortgewinn und beschleunigt das Umsteigen. Dies dient wiederum der Pünktlichkeit der Züge.

 

 

Kurze Bauzeit in der Nachtbetriebspause


Damit der Zug für die Kundinnen und Kunden trotz der Arbeiten wie gewohnt zur Verfügung steht, baut die SBB wann immer möglich unter laufendem Zugbetrieb oder in den kurzen Nachtbetriebspausen. Viele Arbeiten im Gleisbereich in direkter Umgebung der fahrenden
Züge und der Fahrleitungen müssen zur Sicherheit der Arbeitenden in den kurzen Nachtbetriebspausen ausgeführt werden. Mit einer minutiösen Planung kann die kurze Zeit zwischen dem letzten Zug und dem ersten Zug optimal für die Bauarbeiten genutzt werden.

 

 

Totalsperren senken Baukosten um bis zu 30 Prozent

 

Um den regulären Zugverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen und die Sicherheit aller Mitarbeitenden zu gewährleisten ist es notwendig einzelne Arbeiten in der Nacht bei gesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitung auszuführen. Eine kostengünstige und effiziente Möglichkeit für die Projektrealisierung besteht darin, eine Strecke für den Zugbetrieb über mehrere Tage ganz zu sperren und die Bauarbeiten in dieser Zeit am Stück auszuführen. Im Vergleich zum Bauen in den kurzen Nachtbetriebspausen senken solche Totalsperren die Kosten um rund 25 bis 30 Prozent.

 

 

Bus statt Zug im Oktober und November 2020


Jeweils in den Nächten Sonntag/Montag bis Donnerstag/Freitag fallen an den nachfolgend genannten Daten und Zeiten sämtliche Züge zwischen Goldach und Rorschach aus. Es verkehren Bahnersatzbusse.

  • 25. Oktober 2020 – 30.Oktober 2020, jeweils von 23.56 Uhr bis 4.57 Uhr
  • 01.November 2020 – 06. November 2020, jeweils von 23.56 Uhr bis 4.57 Uhr
  • 22.November 2020 – 27. November 2020, jeweils von 23.56 Uhr bis 4.57 Uhr

 

Wochenendsperre im November 2020

  • Durchgehend von Freitag, 27. November 2020, 21.42 Uhr bis Montag, 30. November 2020, 4.57 Uhr

 

Halteorte der Bahnersatzbusse

  • Goldach: Bahnhofplatz
  • Rorschach Stadt: Bushaltestelle «Bahnhof Rorschach Stadt»
  • Rorschach: Bushaltestelle «Rorschach Bahnhofplatz»

 

Informationen zum Bahnersatz

  • Der Fahrradtransport ist in den Bahnersatzbussen nicht möglich.
  • In den Bahnersatzbussen können keine Fahrausweise gekauft werden.

 

SBB, Thurbo und die SOB empfehlen ihren Kunden, vor Antritt der Reise den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen.

 

Bei Fragen hilft der Rail Service Tel. 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.

 

Informationen zur allgemeinen Betriebslage sind unter sbb.ch/166 aufrufbar.

 

 

Kurzübersicht der Bauarbeiten bis 2021

 

  • Doppelspur von Goldach bis und mit Rorschach Stadt: 1260 Meter
  • Ausbau Bahnhof Rorschach Stadt 
    • Neubau von zwei erhöhten Aussenperrons für einen stufenfreien Ein- und Austieg in die Züge
    • Neue Perrondächer auf beiden Perrons
    • Neue Personenunterführung zu den Perrons mit Treppen und Rampen für stufenfreie Zugägne zu den Perrons
  • Bushaltestellen Bahnhof Rorschach Stadt
  • Sanierung Bachdurchlässe  

 

 

Ausblick


• Anschluss an das HGV-Netz zur Sicherstellung des ab Dezember 2020 im Zweistundentakt verkehrenden Eurocity Zürich - München


• Verbesserungen im Regionalverkehr ab Dezember 2021


• Verlängerung des IC 5 von St. Gallen bis Rorschach, voraussichtlich ab Dezember 2022


• Zukünftiger Halbstundentakt  des IR13 zwischen St. Gallen und Chur, voraussichtlich ab Dezember 2025.

Noch werden sie ausgebremst,  die  Züge  zwischen  Goldach und Rorschach...


Rückblick

 

In der Nacht vom 24. / 25. Mai 2019 erfolgte der Start zur ersten Wochenendsperre



 

Harte Nachtarbeit

 

Während den Bauarbeiten geht es teilweise auch  "ganz schön laut"  zu und her.

Die SBB verspricht aber grösstmögliche Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen.


 

Bahnersatzbus von Rorschach nach Goldach bei der Abfahrt in Rorschach Stadt


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Corona belastet das Halbjahresergebnis der BVZ Gruppe

Die BVZ Gruppe mit ihren Produktmarken Gornergrat Bahn und Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn) sowie deren Tochterunternehmung Glacier Express weist für das erste Halbjahr 2020 ein durch das Coronavirus massiv beeinträchtigtes Ergebnis aus. Das zu erwartete Defizit im Regionalverkehr kann grösstenteils mit selbst erwirtschafteten Reserven gedeckt werden. Damit der Service Public-Auftrag auch in Zukunft erfüllt werden kann, hat die öffentliche Hand für darüberhinausgehende Verluste ihre finanzielle Unterstützung zugesichert.

Das Defizit im Regionalverkehr kann grösstenteils aus Reserven gedeckt werden                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im Regionalverkehr der Matterhorn Gotthard Bahn waren während des Lockdowns bei den Frequenzen Einbrüche von bis zu 90% zu verzeichnen. Die Gornergrat Bahn und der Glacier Express mussten aufgrund der behördlichen Vorgaben für fast drei Monate den Betrieb vollständig einstellen. Um die Folgen der Ertragsausfälle abzumildern, hat die BVZ Gruppe frühzeitig ein umfassendes Kostensparprogramm eingeleitet und Kurzarbeit eingeführt.

 

 

Finanzergebnis infolge von Covid-19 stark beeinträchtigt

 

Der Gesamtertrag sank im ersten Halbjahr um 33.1% auf CHF 57.6 Mio (-28.5 Mio). Ertragseinbussen waren in den touristisch orientierten Geschäftsfeldern Mobilität und Gornergrat sowie beim Glacier Express zu verzeichnen. Die Erträge im Geschäftsfeld Immobilien konnten dagegen um 2.1% gesteigert werden. Der Betriebsaufwand sank dank der umgehend eingeleiteten Sparmassnahmen um 12% auf CHF 56.9 Mio. Die grössten Aufwandspositionen entfielen auf den Personalaufwand mit CHF 28.3 Mio. (-7.0%) sowie den Material- und Dienstleistungsaufwand mit CHF 16.9 Mio. (-18.1%). Der Rückgang resultierte unter anderem aus Kosteneinsparungen sowie tieferen ertragsbedingten Verkaufsentschädigungen und Trassenkosten. Daraus ergibt sich für den BVZ Konzern im ersten Halbjahr 2020 ein Verlust von CHF 8.8 Mio. Damit liegt das Halbjahresergebnis um CHF 16.1 Mio. tiefer als in der Vorjahresperiode, in der ein Gewinn von CHF 7.3 Mio. erreicht wurde.

 

 

Touristisch ausgerichtete Geschäftsfelder unter Druck

 

Nachdem im Januar und Februar zunächst sogar noch die Rekordfrequenzen des Vorjahres übertroffen werden konnten, musste die Gornergrat Bahn infolge der staatlichen Verordnung für den touristischen Verkehr den Betrieb vom 14. März bis 5. Juni einstellen. Die Zahl der Reisenden sank gegenüber dem Vorjahr um 51.4% auf 192’337. Der Ertrag brach entsprechend um 54.2% auf CHF 7.4 Mio. ein. Auch im Geschäftsfeld Mobilität ging der Ertrag nach einem erfolgreichen Start deutlich zurück. Die Erträge beim Regionalverkehr zwischen Disentis und Zermatt reduzierten sich auf CHF 18 Mio. Die Anzahl der Reisenden nahm um 1.3 Mio. (-36.4%) Personen auf 2.2 Mio. ab. Die Autotransporte erwirtschafteten einen Ertrag von CHF 3.5 Mio. (-8.3%). Die Zahl der beförderten Fahrzeuge am Autoverlad Furka lag bei 127’439 (-4.9%). Das Geschäftsfeld Immobilien konnte sich in einem schwierigen Umfeld behaupten und trug CHF 2.5 Mio. (+2.1%) zum Gesamtergebnis bei.

 

 

Andermatt Central AG – Liegenschaftsportfolio erfolgreich ergänzt

 

Bereits seit Dezember 2019 sind die Schalteranlagen und die Gewerbeflächen der Überbauung am Bahnhof Andermatt in Betrieb. Mit einer Gesamtauslastung von 80% weist das Gebäude bereits eine hohe Auslastung aus. Im August 2020 konnten 56 der 58 verfügbaren Wohnungen an die Mieter übergeben werden. Das Investitionsvolumen für das Projekt betrug insgesamt CHF 36 Mio. Der jährliche Mietertrag liegt bei CHF 1.7 Mio., was einer Bruttorendite von 4.9% und damit der durchschnittlichen Rendite der BVZ Asset Management entspricht. Die Andermatt Central AG, an welcher die BVZ Holding mit 50% sowie die Andermatt Swissalps AG und die Schmid Holding AG mit je 25% beteiligt sind, ergänzt substanziell das Immobilienportfolio der BVZ Gruppe als zusätzliches Standbein neben den vorwiegend touristisch geprägten Verkehrsdienstleistungen.

 

 

«Zooom the Matterhorn» – Die Bergwelt in allen Dimensionen geniessen

 

Die BVZ Gruppe hält auch im aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfeld aufgrund der in den vergangenen Jahren aufgebauten soliden finanziellen Substanz an ihren strategischen Zielen und den damit einhergehenden langfristig angelegten Investitionsprogrammen fest. Dazu gehören unter anderem die Projekte zur Weiterentwicklung des Gornergrats auch. So sollen schon im Sommer 2021 die ersten Gäste in eine einmalige multimediale Erlebniswelt rund um das Matterhorn eintauchen können. Realisiert wird die Inszenierung in der Station der ehemaligen Luftseilbahn «Hohtälli». Die Ausstellung ist eine faszinierende Ergänzung des Besuchs auf dem Gornergrat und bietet ganz neue Blickwinkel auf die eindrucksvolle Bergwelt. Das mit knapp neun Millionen Franken veranschlagte Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung des Ausflugbergs. Bereits Ende 2019 hatte die Gornergrat Bahn bei Stadler Rail eine Bestellung von fünf neuen Doppeltriebzügen ausgelöst.

 

 

Ausblick – Einbussen im mittleren zweistelligen Millionenbereich für 2020, Gästezahlen nehmen wieder zu

 

Die Auswirkungen des Coronavirus haben unmittelbare Konsequenzen auf die finanziellen Resultate der laufenden Geschäftsperiode. Auf der Ertragsseite muss für 2020 mit Einbussen im mittleren zweistelligen Millionenbereich gerechnet werden. Das zu erwartete Defizit im Regionalverkehr (Teil der Mobilität) wird grösstenteils mit den selbst erwirtschafteten Reserven gemäss Art. 36 des Personenbeförderungsgesetzes gedeckt. Damit der Service Public-Auftrag auch in Zukunft erfüllt werden kann, hat die öffentliche Hand für weiterreichende Verluste ihre finanzielle Unterstützung zugesichert. Dank der diversifizierten Geschäftsfelder und der konsequenten Fortführung der Grossinvestitionen, wie beispielsweise die Weiterentwicklung des Gornergrats und die Erneuerung des Rollmaterials, ist die BVZ Gruppe aber zuversichtlich, ihre gute Wettbewerbsposition festigen und ausbauen zu können. Ein gutes Zeichen in diese Richtung sind die wieder anziehenden Kundenfrequenzen: So waren in den Monaten Juli und August bereits wieder 123’000 Besucher am Gornergrat zu verzeichnen. Mittelfristig sollen die Ergebnisse wieder das Niveau der Vorjahre erreichen.


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BVZ Halbjahresbericht 2020
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SBB und ÖBB wollen das Nachtzug-Angebot in Europa weiter ausbauen

Die SBB und die ÖBB verstärken im internationalen Personenverkehr ihre langjährige Zusammenarbeit. Die beiden Bahnen wollen das bereits bestehende Angebot im Nachtzugverkehr von sechs auf zehn Linien ausbauen. Geplant sind neue Nachtzüge ab der Schweiz nach Amsterdam, Rom und Barcelona. Die SBB und die ÖBB haben heute ihre Ausbaupläne vorgestellt und eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der geplante Ausbau kann nur mit finanzieller Unterstützung aus dem Schweizer Klimafonds sichergestellt werden.

Gemeinsam mit den SBB bauen die ÖBB ihr Nightjetz-Netz weiter aus                                               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Nachfrage im internationalen Nachtzugverkehr hat im Jahr 2019 und im laufenden Jahr bis zum Ausbruch der Corona-Krise deutlich zugenommen. Die Anzahl der Reisenden in den Nachtzügen ab der Schweiz stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 25 Prozent. Die beiden Partnerbahnen sehen dies als nachhaltigen Trend im Kontext des stark gestiegenen Kundenbedürfnisses, umweltfreundlich und ressourcenschonend zu reisen. Nachtzüge haben eine klar nachweisbare positive Klimawirkung, da sie eine Verlagerung von anderen Verkehrsmitteln auf den Zug bewirken. Das gemeinsame Ziel von ÖBB und SBB ist, mehr Reisen auf die Bahn zu verlagern und damit einen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen im Reisesektor zu leisten. Dieses Engagement steht im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens sowie dem Anliegen von Politik und Öffentlichkeit, ein attraktives Nachtreisezugnetz als wichtiges Element einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität in Europa zu entwickeln.

 

Mit 19 Nightjet Linien und acht weiteren Verbindungen mit Partnern betreibt die ÖBB bereits heute das grösste Nachtzugnetz Europas. Davon umfasst das Netz in Kooperation mit der SBB ab der Schweiz sechs Linien und eine weitere Verbindung. Auf diesen Erfolg aufbauend wollen die SBB und ÖBB das Angebot an Nachtzügen in Europa gemeinsam erweitern. In den vergangenen Monaten haben die Unternehmen verschiedene Ausbauoptionen intensiv geprüft und bewertet. Dank der Kooperation können die Bahnen bei der Produktion und Vermarktung des Angebots Synergien nutzen und Kosten sparen. Mit der am 11. September 2020 unterzeichneten Absichtserklärung (Letter of Intent) haben die beiden Bahnen die Strategie der Ausbaupläne von «Nightjet-Netz Schweiz 2024» vorgestellt. Die Pläne beinhalten einen Ausbau des Nightjet-Netzes ab der Schweiz auf insgesamt zehn Linien und 25 Destinationen.

 

 

Die Schwerpunkte der Ausbaupläne:

 

 

• Ab Fahrplan 2022: Neue Nightjet-Verbindung nach Amsterdam

 

Als ersten Ausbauschritt wollen die beiden Bahnen ab Dezember 2021 eine neue tägliche Nightjet-Verbindung Zürich – Basel – Frankfurt – Köln – Amsterdam aufnehmen. Das nur sehr begrenzt verfügbare für den Nachtverkehr geeignete Rollmaterial setzt einem kurzfristigen Angebotsausbau jedoch enge Grenzen. Die SBB beabsichtigt deshalb, beim deutschen Anbieter RDC Asset GmbH entsprechendes Rollmaterial zu mieten.

 

 

• Kapazitätsausbau nach Berlin, Hamburg und Prag sowie neue Verbindung nach Leipzig und Dresden

 

Die heute angebotenen Verbindungen ab Zürich über Basel nach Berlin und Hamburg erfreuen sich einer steigenden Nachfrage. Deshalb soll die Kapazität dieser Verbindungen deutlich ausgebaut werden. SBB und ÖBB wollen diese beiden Verbindungen wenn möglich ab Fahrplan 2023 mit zwei separaten Zügen auf der ganzen Strecke bedienen. Dadurch kann die Kapazität deutlich erhöht werden. Die Verbindung nach Prag soll als Zugteil des Berliner Nightjet mit Schlaf- und Liegewagen neu auch über Deutschland geführt werden. Durch die geänderte Linienführung entsteht neu eine direkte Verbindung nach Leipzig und Dresden.

 

 

• Neue Verbindungen nach Rom und Barcelona geplant

 

Eine neue Linie soll von Zürich über Bern – Brig – Domodossola nach Rom geführt werden. Geplant ist zudem eine tägliche Verbindung von Zürich über Bern – Lausanne – Genf nach Barcelona. Damit wäre auch eine direkte Anbindung der Westschweiz an das Nachtzugnetz sichergestellt. Die Einführung dieser beiden neuen Linien ist noch nicht gesichert, Abklärungen mit weiteren Partnerbahnen sind noch ausstehend.

 

Um den mittel- und langfristigen Ausbau des Nachtzugverkehrs sicherstellen zu können, investiert die ÖBB auch in neues Rollmaterial. Die neuen Nachtzug Garnituren sollen schrittweise zum Einsatz kommen.

 

 

 

SBB und ÖBB setzen sich für bessere Rahmenbedingungen bei Nachtzügen ein

 

Mit dem geplanten Ausbau wollen sich SBB, ÖBB und ihre Partnerbahnen auch für bessere verkehrspolitische Rahmenbedingungen für den Betrieb von Nachtzügen in Europa einsetzen. In der Schweiz berät das Parlament in der Herbstsession die Totalrevision des CO2-Gesetzes. Dieses sieht eine Förderung des grenzüberschreitenden Zugverkehrs aus dem Klimafonds vor. Das Parlament hat letzte Woche der Förderung des internationalen Personenverkehrs inklusive Nachtzüge zugestimmt. Vorbehältlich der Schlussabstimmung und eines allfälligen Referendums würde die finanzielle Unterstützung aus dem Klimafonds der SBB ermöglichen, die hohen und defizitären Betriebskosten der Nachtzugsverbindungen auszugleichen.

 

Die ÖBB sind der grösste Anbieter im Nachtverkehr in Europa und haben im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit wesentlich zum Erhalt von Nachtzügen ab der Schweiz beigetragen. «Wir sind vom Erfolg des Nightjets überzeugt. Mit der SBB als starke Partnerin können wir den Ausbau des Nightjet Netzes weiter vorantreiben. Wir investieren in neue Züge, 13 Nightjet-Garnituren der neusten Generation werden ab Ende 2022 im Einsatz sein. Mit den zusätzlichen Verbindungen und modernen Wagen wird das Nachtzugreisen noch attraktiver», so Andreas Matthä, CEO der ÖBB.

 

SBB-CEO Vincent Ducrot ist überzeugt, dass die Nachfrage nach Bahnreisen für schnelle Tagesverbindungen und für Nachtzüge weiter zunehmen wird. «Diese Entwicklung ist nachhaltig und die Nachfrage nach umweltfreundlicher und ressourcenschonender Mobilität wird weiter steigen».

 

Für die SBB und die ÖBB ist der Nachtverkehr ein wichtiger Beststandteil des gesamten Angebots mit einem grossen Synergiepotenzial zu den Tagesverbindungen. Ein attraktives Angebot auf der Schiene unterstützt das Ziel, den Flugverkehr im Kurzstreckenbereich auf die Bahn zu verlagern.

 

 

Nachtzüge haben eine nachweisbar positive Klimawirkung

 

Nachtzüge haben eine klar nachweisbare Klimawirkung, da sie eine Verlagerung von Reisen vom Flugzeug, Auto oder Bus auf den Zug bewirken. Nach eigenen Schätzungen der SBB beläuft sich die Klimawirkung des heute bestehenden Nachtzugverkehrs ab der Schweiz auf eine Einsparung von rund 50.000 Tonnen CO2 jährlich. Dies entspricht dem durchschnittlichen, jährlichen Ausstoss von 30.000 Autos.

 

Zürich ist mit dem Angebot von Nachtzügen nach Hamburg, Berlin, Wien, Graz, Budapest, Prag und Zagreb bereits heute der zweitgrösste Hub für Nachtverkehre in Europa. Nur in Wien starten und enden mehr Nachtzüge als in Zürich.



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Nightjet-Netz Schweiz 2024
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Elektrifizierung Allgäu – nach zweieinhalb Jahren Bauzeit folgen nun drei Monate Testbetrieb

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist die Deutsche Bahn mit den Arbeiten zur Elektrifizierung der Strecke München - Lindau (ABS 48) nun weitgehend am Ziel angekommen. Im Sommer fanden die letzten Tätigkeiten an Gleisen und Oberleitungsanlagen statt. Alle grösseren Bauwerke, wie Brücken und Stellwerke konnten bereits früher vollendet werden. Seit Ende August 2020 stehen auch alle Streckenabschnitte unter Strom.

Im Dezember 2020 startet mit dem ETR 610 der elektrische Zugbetrieb in die Schweiz                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

"Nun folgt die Phase der Inbetriebsetzung. Dabei testen wir alle Anlagen millimetergenau. Die drei Monate bis zum Beginn des elektrischen Zugverkehrs sind genau durchgeplant," so Projektleiter Matthias Neumaier.  Ende September 2020 führt die DB Tests an der Bahsntromversorgung durch. Dabei kommt erstmals ein elektrischer Zug auf die Strecke.

 

Ab Anfang Oktober 2020 folgen Messfahrten für den Neigetechnikbetrieb und für die Oberleitung. Die Fahrten werden mit dem zukünftig eingesetzten Schweizer EuroCity-Zug ETR 610 (SBB "Astoro" RABe 503) durchgeführt. Da die Messfahrten mit bis zu 176 km/h auch im Hochgeschwindigkeitsbereich stattfinden werden, ist es notwendig, die Bahnübergänge im jeweiligen Messabschnitt zeitweise zusätzlich mit Bahnübergangsposten zu sichern. Die Schranken können dann zwischen 10 und bis zu 25 Minuten geschlossen sein. Die einzelnen Streckenabschnitte werden mit 5 bis 6 Versuchsfahrten befahren. Die Bahn bittet die Straßenverkehrsteilnehmer um Verständnis.

 

Für die im Neigetechnikbetrieb gefahrenen höheren Geschwindigkeiten wird noch ein zusätzliches Sicherungssystem zur Geschwindigkeitsüberwachung installiert und bis Mitte November 2020 in Betrieb gesetzt. Anschliessend können dann Fahrten zur Lokführerschulung stattfinden.

 

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wird das Fahrplanangebot auf der Strecke Zürich - St. Gallen - Lindau - München - mit neu sechs Zügen pro Richtung täglich - deutlich ausgebaut. Dies bedeutet eine Verdoppelung der Direktverbindungen und Sitzplätze zwischen diesen beiden Städten. Dank der neuen Züge mit Neigetechnik verkürzt sich die Fahrzeit der EC-Verbindung Zürich - München von heute ca. 4 Stunden 45 Minuten auf rund 4 Stunden.

 

In das Projekt Elektrifizierung Allgäu, das die 155 Kilometer lange Verbindung von Geltendorf bei München bis Lindau umfasst, sind 500 Millionen Euro investiert worden. Für den Lärmschutz entlang der Strecke wurden dabei rund 100 Millionen aufgewendet. Mit einem speziellen Schallmesswagen werden Anfang Oktober 2020 auch diese Emissionen gemessen. In den kommenden Wochen finden noch kleinere Schallschutz-Restarbeiten statt. So werden z. B. in Westerheim die Wandelemente in die bereits vorbereitete Schallschutzkonstruktion eingesetzt und in Buxheim noch eine kleine Lücke geschlossen. Ansonsten finden Bauarbeiten und Schallschutzarbeiten im Zuge der ABS 48 nur noch im Stadtgebiet von Lindau statt.

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Feierlicher Roll-out: BLS und Stadler präsentieren erstmals den FLIRT der neuesten Generation

Der erste von 58 neuen Zügen für die BLS ist fertig gebaut. Stadler und BLS haben den Zug des Typs FLIRT heute in Erlen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen des sogenannten Roll-outs wurden die neuen Züge auf den Namen MIKA getauft. Sie ersetzen drei ältere Fahrzeugtypen und stellen den geplanten Angebotsausbau auf dem Streckennetz der BLS sicher. Die Züge gehen ab 2021 schrittweise in Betrieb. Mit dem FLIRT der neusten Generation kommt erstmals das von Stadler entwickelte ETCS-Zugsicherungssystem GUARDIA auf Schweizer Schienen zum Einsatz.

Roll-out des BLS FLIRT RABe 528 104 im Stadler IBS-Zentrum in Erlen                                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Bernard Guillelmon, CEO der BLS, und Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler, haben in Erlen erstmals den neusten BLS-Zug des Typs FLIRT der Öffentlichkeit präsentiert. Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines Schienenfahrzeugs. In der Branche ist es üblich, dass dieser Moment gebührend gefeiert wird. Im Rahmen des Roll-outs wurden die Züge auf den Namen MIKA getauft. MIKA steht für moderner, innovativer, kompakter Allroundzug. Die Taufe von Zugflotten hat Tradition bei der BLS. So sind die von Stadler gebauten Doppelstocktriebzüge des Typs KISS als MUTZ unterwegs. Der Name für die neuen Züge wurde im Rahmen eines von der BLS öffentlich durchgeführten Wettbewerbs ausgewählt.

 

 

Ein Zug, der alle verbindet

 

 

Bernard Guillelmon, CEO der BLS, freut sich über den neuen Zug: «Unser MIKA verbindet Menschen und Regionen: Schon bald bringt er unsere Kundinnen und Kunden auf dem Netz der S-Bahn Bern und den RegioExpress-Strecken sicher und komfortabel ans Ziel. Ich bin überzeugt, die BLS verfügt damit über einen Zug, der unsere Gäste begeistert. Auch unsere Mitarbeitenden werden sich an ihrem neuen Arbeitsort wohl fühlen.»

 

BLS und Stadler haben bei der Ausgestaltung der sechsteiligen Züge von Beginn an Kundenvertreter, ausgewählte Fahrgäste sowie Behindertenorganisationen einbezogen. Sowohl die S-Bahn- wie auch die RegioExpress-Züge verfügen über niederflurige und grosszügige Einstiegsbereiche mit Stehplatzzonen, grossen Fenstern, Ablageflächen, Steckdosen in der ersten und zweiten Klasse und guten Handyempfang. Sie sind einstöckig und 105 Meter lang. Die RegioExpress-Züge sind mit einer Verpflegungszone ausgestattet. Die Züge für den S-Bahn-Verkehr (28 Stück) und für den RegioExpress-Verkehr (30 Stück) sind technisch identisch. Ab 2021 werden die Züge schrittweise eingesetzt. Die ersten Züge verkehren auf der Linie Bern – Neuchâtel – La-Chaux-de-Fonds.

 

Die 58 Triebzüge der neusten Generation des Typs FLIRT ersetzen drei ältere Fahrzeugtypen und vereinheitlichen die BLS-Flotte. Damit werden der Betrieb, die Einsatzplanung und der regelmässige Service der Züge stark vereinfacht.

 

 

Erstmaliger Einsatz von GUARDIA in der Schweiz

 

«Es ist für das ganze Stadler-Team immer eine grosse Freude, zusammen mit einem Schweizer Bahnbetreiber einen neuen Zug für unseren Schweizer Heimmarkt entwickeln und bauen zu dürfen», sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler.

 

Bei den neuen FLIRT der BLS kommt das neue ETCS-Zugsicherungssystem GUARDIA von Stadler zum Einsatz. Erstmals wird damit in der Schweiz diese Neuentwicklung in einer grösseren Serie von Triebzügen installiert.

 

«Obschon wir erst 2016 in den Signalling-Bereich eingestiegen sind, können wir bereits jetzt der BLS ein eigenes, innovatives und zuverlässiges Zugsicherungssystem anbieten. Das macht uns als Unternehmen unabhängiger, wovon unsere Kunden profitieren werden», betonte Peter Spuhler im Rahmen der Roll-out-Feierlichkeiten.

 

GUARDIA besteht aus Hard- und Software, die im Zug installiert wird. Position, Geschwindigkeit und weitere Daten werden dem Lokführer angezeigt und an die Zentrale übermittelt. Gleichzeitig können Daten wie die Fahrerlaubnis empfangen werden. GUARDIA markiert für den Schienenfahrzeughersteller aus der Ostschweiz einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.



Das "jüngste Kind" der BLS-Flotte heisst MIKA!            🙂 ❤️ 🙂

Der Name steht für moderner, innovativer, kompakter Allroundzug.

Aber wie es dazu gekommen ist  und weshalb der kleine Mika mit seinem stolzen Vater

ein Leben lang damit verbunden sein werden,  das  erfahrt  Ihr  hier  in  diesem  Video!

 


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RRX: Baugenehmigung für den Bereich Bochum erteilt

Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Planfeststellungsbeschluss für einen weiteren Abschnitt des Grossprojekts Rhein-Ruhr-Express (RRX) erteilt. Der Planfeststellungsabschnitt 5b umfasst die Ausbaumassnahmen auf dem Bochumer Stadtgebiet. Damit liegt nun nach Köln, Leverkusen, Langenfeld und Essen auf dem fünften Abschnitt Baurecht vor.

RRX auf der Linie RE11 am Bochumer Hauptbahnhof                                                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Der Beschluss wird ab heute Montag, 07. September 2020 bis Sonntag, 20. September 2020 bei der Stadt Bochum (im Foyer des technischen Rathauses, Hans-Böckler-Str. 19, Bochum) der Öffentlichkeit zur Einsicht ausgelegt. Online steht er auf der Website www.rheinruhrexpress.de zum Download zur Verfügung.

 

Der Abschnitt 5b verläuft quer durch Bochum von der Stadtgrenze zu Essen bis zur Stadtgrenze zu Dortmund. Insgesamt umfasst er rund 17 Kilometer Strecke. Für den geplanten 15-Minuten-Takt des RRX sind im Bochumer Hauptbahnhof Anpassungen an Weichen und an der Signaltechnik sowie die Verlängerung des Bahnsteigs 2 nötig. Ausserdem erfordert die Taktverdichtung den Bau einer Verbindungskurve von der S-Bahn auf die Strecke nach Witten in Bochum-Langendreer. Durch die Verlagerung von Regionalzügen von den Fernbahngleisen auf die S-Bahn-Gleise und den Einbau von zusätzlichen Weichen im Bereich Bochum Hbf, kann der RRX auf den Fernbahngleisen verkehren, ohne dass zwei zusätzliche durchgehende Gleise gebaut werden müssen. Hierdurch wird der Eingriff in die Umwelt und die angrenzenden Flächen so gering wie möglich gehalten.

 

Im Ausbaubereich am Hauptbahnhof Bochum und in Bochum-Langendreer ist der Neubau von insgesamt drei Schallschutzwänden mit Höhen bis zu vier Metern vorgesehen. Gebäude, die trotz dieser Massnahme weiterhin über den entsprechenden Grenzwerten liegen, haben Anspruch auf passiven Schallschutz und werden postalisch informiert.



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Instandsetzung Arosertunnel erfordert Bahnersatzbetrieb Litzirüti - Arosa

Die Instandsetzung des 1914 in Betrieb genommenen Arosertunnels der Rhätischen Bahn (RhB) erfordert insgesamt rund zehn Monate Sperre für den gesamten Bahnverkehr. Für die Bauarbeiten wird der Streckenabschnitt von Litzirüti bis Arosa vom kommenden Montag, 7. September 2020 bis 29. November 2020, und von Mitte April 2021 bis Ende November 2021 deshalb für den Zugverkehr gesperrt. Es verkehrt ein leistungsfähiger Ersatzbetrieb mit Bussen zwischen Litzirüti und Arosa. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten an allen Bahnhöfen bleiben unverändert.

Das Ausfahrsignal vom Bahnhof Arosa wird für mehrere Monate "Halt" zeigen                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der 1914 in Betrieb genommene Arosertunnel wird bis ins Jahr 2022 komplett abgebrochen und durch einen neuen Tunnel auf gleicher Linienführung ersetzt. Aus Sicherheitsgründen wird der Streckenabschnitt während insgesamt rund zehn Monaten für den Bahnverkehr gesperrt.

 

Am Bahnhof Litzirüti wurden umfangreiche Provisorien mit Perronanlagen, Stauraum und Wendeschlaufe für den leistungsfähigen Bahnersatzbetrieb mit Bussen vorbereitet. Während des Winters werden die Bauarbeiten jeweils von Dezember bis Mitte April eingestellt und der Bahnbetrieb kann ohne Einschränkungen bis nach Arosa erfolgen. Der Transport von Fahrrädern ist während der Zeit des Streckenunterbruchs eingeschränkt. Für Transportkunden der Bündner Güterbahn werden individuelle Lösungen über die Strasse umgesetzt.

 

 

Instandsetzung Arosertunnel und weitere umfangreiche Massnahmen auf der Linie Chur - Arosa

 

Der Umbau des Arosertunnels bildet das erste Glied in einer ganzen Kette umfangreicher Massnahmen, die in den kommenden Jahren notwendig werden, um die Angebotserweiterung, die Verbesserung der Ein- und Ausstiegsituation in den Bahnhöfen (Behindertengleichstellungsgesetz), die Modernisierung der Stellwerke und das Konzept der Systemzuglänge im Schanfigg nachhaltig umzusetzen.

 

Die Bauarbeiten am Tunnel sind sehr komplex: Schutz von Gebäuden, Einhaltung der Umweltanforderungen wie Lärm, Licht, Erschütterungen, Ver- und Entsorgung der Baustelle und Installationen auf engstem Raum. Zudem verläuft der Tunnel geologisch durch die «Sackungsmasse» von Arosa mit zerbrochenen Felspaketen und versackter Moräne. Aus Gründen der Sicherheit ist deshalb eine Totalsperre des Streckenabschnittes Litzirüti – Arosa in den Bausaisons 2020/21 während insgesamt rund zehn Monaten notwendig.



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Mit FAIRTIQ wird Bus- und Bahnfahren im VVO in Sachsen einfacher

FAIRTIQ ist ein innovatives Startup aus Bern mit dem Ziel, Reisen mit dem öffentlichen Verkehr so leicht wie möglich zu machen. Die von FAIRTIQ entwickelte und betriebene, gebührenfreie Ticketing-App kann bereits für den gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz sowie in Teilen Deutschlands und inVorarlberg und Linz genutzt werden. Als erster Verbund in Sachsen führt der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) – und mit ihm die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) – die innovative Ticketing-App FAIRTIQ in allen Verkehrsmitteln ein. Damit können die Kunden bargeld- und kontaktlos fahren und haben automatisch immer das richtige Ticket in der Tasche.

Mit der FAIRTIQ-App haben die Fahrgäste automatisch immer das richtige Ticket in der Tasche        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

 

"Einfach einsteigen und mitfahren ohne sich vorher mit dem Tarif beschäftigen zu müssen – mit dem Check-in/Check-out-System von FAIRTIQ machen wir Fahrten durch den ganzen Verbund noch einfacher“, erklärt Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO (Verkehrsverbund Oberelbe)  und unterstreicht: "Die Fahrgäste wollen nur fahren und das Ticket ist Mittel zum Zweck. Mit FAIRTIQ setzen wir genau diese Idee um: Statt vorher über das passende Ticket nachzudenken, können die Fahrgäste nun einsteigen und das System kümmert sich um die Abrechnung. “Wer die mit dem iPhone und Android-Smartphones kompatible App nutzt, braucht im gesamten Verkehrsverbund keine Fahrkarte mehr zu kaufen: Beim Einsteigen in Bus oder Bahn genügt eine Wischbewegung in der App, um den Fahrtantritt zu erfassen. Ein weiterer Wisch beim Aussteigen beendet die Fahrt.

 

"Durch die Standortermittlung erkennt die App, welche Strecke gefahren wurde und berechnet das Ticket“, erläutert Andreas Hemmersbach, Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB)"Bei mehreren Einzelfahrten erkennt FAIRTIQ zudem, ob nicht ein Tagesticket die bessere Wahl wäre und berechnet dann automatisch nur diesen günstigeren Preis.“ In Dresden beispielsweise bedeutet das: Wer eine Strecke in einer Tarifzone hin und zurück fährt, braucht sich nicht vorab zu überlegen, ob später vielleicht noch eine dritte Fahrt folgt. Die erste und zweite Strecke wird mit jeweils 2,50 Euro berechnet und ab der dritten und jeder weiteren Fahrt am gleichen Tag wird die Abbuchung beim Tageskartenpreis von 6,50 Euro gekappt.

 

Ein Vorteil für Abo-Kunden, die manchmal in benachbarte Tarifzonen fahren: Sie können ihre Monatskarte digital in der App hinterlegen. Diese wird dann durch FAIRTIQ bei allen Fahrten berücksichtigt. So entfallen der Vorab-Kauf und die Entwertung von passenden Anschlusstickets, wenn manseine Stammzone mal verlässt. Die App berechnet dann nur den zusätzlichen Betrag für die weiteren Tarifzonen. Bei der Kontrolle zeigt der Fahrgast einfach App und Monatskarte vor. Die FAIRTIQ-App selbst ist gebührenfrei und kann im App Store (iOS) bzw. Google PlayStore (Android) heruntergeladen werden. Bezahlt werden kann per Kreditkarte (Visa- undMastercard), PayPal und Lastschriftverfahren. Die Kunden müssen dafür lediglich bei der Registrierung einmalig die entsprechenden Bezahldaten hinterlegen. Zunächst bildet dieFAIRTIQ-App den kompletten VVO-Tarif für Einzelpersonen ab. Auch Fahrten mit Fähren und Bergbahnen im Verkehrsverbund lassen sich damit begleichen.

 

"Wir freuen uns, dass wir mit der neuen Kooperation in Sachsen die Verbreitung von FAIRTIQ in Deutschland weiter ausbauen“, sagt FAIRTIQ-CEO Gian-Mattia Schucan. Die Ticketing-App des innovativen, vielfach preisgekrönten Schweizer Start-ups wird nun in insgesamt sechs Verkehrsgebieten in Deutschland angeboten. Mit mehr als einer Million Fahrten pro Monat vor der Corona-Krise ist FAIRTIQ die weltweit erfolgreichste Check- in/Check-out-Lösung im öffentlichen Nahverkehr.

 

 

Über FAIRTIQ

 

FAIRTIQ ist ein innovatives Startup aus Bern mit dem Ziel, Reisen mit dem öffentlichen Verkehr soleicht wie möglich zu machen. Die von FAIRTIQ entwickelte und betriebene, gebührenfreie Ticketing-Appkann bereits für den gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz sowie in Teilen Deutschlands und in Vorarlberg und Linz genutzt werden. Mit insgesamt über 15 Millionen Fahrten ist sie zurzeit die weltweit erfolgreichste, komplett auf Smartphones basierende Check-in/Check-out-Lösung, verfügbar für iPhone undAndroid. Die Partner von FAIRTIQ sind Verkehrsbetriebe und Verbünde in der Schweiz, in Österreich,Deutschland, Liechtenstein und Frankreich. Neben der Reiseerfassung bietet die FAIRTIQ-Partnerschaft den Verkehrsbetrieben auch umfangreiche Möglichkeiten zur Tarifgestaltung und im digitalen Marketing sowieeinen Bestpreis-Algorithmus. Die App kann mit einmaliger Registrierung in allen beteiligten Regioneninternational genutzt werden.

 

 

So funktioniert eine Reise mit FAIRTIQ

 

Vor dem Einsteigen in Zug, Tram, Bus oder Schiff checkt sich der Fahrgast in der App mit einer Wischbewegungein. Damit hat er oder sie eine gültige Fahrkarte für den gesamten öffentlichen Verkehr in der entsprechenden Region. Am Zielort angekommen, beendet ein weiterer “Wisch” die Kostenerfassung. Die App erkennt die gefahrene Strecke anhand der Standortermittlung und verrechnet das preisoptimale Ticket. Falls der Wert einer Einzelfahrt den Preis für eine Tageskarte übersteigt, zahlt der Kunde nachträglich nur den günstigeren Tarif. Damit der Reisende nicht vergisst auszuchecken, erinnert FAIRTIQ am Ende der Reise mittels Smartphone-Sensoren automatisch daran.

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Moderne Fahrzeuge für Nürnbergs älteste U-Bahn-Linie

Die U1 ist die älteste und längste der drei Nürnberger U-Bahn-Linien und auch die mit den höchsten Fahrgastzahlen. Nach rund 40 Jahren haben die 42 Doppeltriebwagen des Typs DT1 ausgedient. Sie werden nun nach und nach durch 21 Vier-Wagen-Gliederzüge des Typs G1 ersetzt und sind ausschliesslich auf der mit Fahrern betriebenen U1 im Einsatz. Der Auftrag ging im Jahr 2015 an Siemens und eine Reihe von Subunternehmer. Nun ist es soweit: Die ersten drei Fahrzeuge der neuen VAG-Baureihe G1 wurden am 19. August 2020 offiziell in Betrieb genommen. Seit dem 20. August 2020 ist der G1 tagsüber vorerst einmal zwischen Fürth Stadthalle und Aufseßplatz als zusätzlicher Zug unterwegs.

Neuer U-Bahn-Zug der VAG-Baureihe G1 an der Haltestelle Fürth Stadthalle                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Bei den VAG Nürnberg ist die neue U-Bahn des Typs G1 vom Hersteller Siemens Mobility nun im Fahrgastbetrieb unterwegs, drei Fahrzeuge der neuen VAG-Baureihe G1 wurden am 19. August 2020 offiziell in Betrieb genommen. Seit dem 20. August 2020 ist der G1 tagsüber vorerst einmal zwischen Fürth Stadthalle und Aufseßplatz als zusätzlicher Zug unterwegs.

 

Die 21 Vier-Wagen-Gliederzüge des Typs G1 sollen die 42 noch im Betrieb befindlichen DT1-Modelle nach und nach ablösen. Die neuen Züge werden in etwa die Länge von zwei gekoppelten Doppeltriebwagen haben und komplett durchgängig sein. Die Fahrzeuge sind klimatisiert und haben einen Schiebetritt an den Türen, sodass die Züge nun auch barrierefrei zugänglich sind. Die neuen Züge sind ausschliesslich für den Betrieb mit Fahrer auf der U1 vorgesehen. Allerdings ist der von Siemens entwickelte Zug auch für den automatischen Betrieb ausgelegt und vorgerüstet.

 

Für einen höheren Fahrgastkomfort und optimierten Fahrgastfluss beauftragte die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg die Siemens AG im November 2015 mit der Lieferung von 21 vierteiligen Zügen vom Typ G1. Der Auftrag beinhaltet zwei Optionen über weitere 13 Fahrzeuge, welche 2018 und 2019 eingelöst wurden.

 

Die Komponenten der G1-Züge entstehen an unterschiedlichen Standorten. Gebaut werden die U-Bahnen im Siemens-Werk in Wien. Aus Nürnberg kommen Kernkomponenten, wie beispielsweise der Antriebsstromrichter, die Motoren, der Hilfsbetriebeumrichter und die verbaute Leittechnik. In Erlangen erfolgen das Projektmanagement, die Entwicklung und die Servicebetreuung.

 

 

Durchgängig, modern und grosszügig

 

Am auffälligsten ist beim G1 der Durchgang zwischen allen Wagenteilen. Sie sind fest miteinander verbunden, sodass Fahrgäste komplett durchgehen können. Gegenüber dem heutigen, sogenannten Langzugbetrieb, bei dem zwei Doppeltriebwagen gekuppelt werden, fallen je zwei Fahrerstände und Hilfsbetriebeumrichter für die Stromversorgung weg. Das senkt die Anschaffungskosten und das Gewicht, was sich positiv auf den Energieverbrauch auswirkt. Die Durchgängigkeit bietet zudem mehr Platz für die Fahrgäste. Im vorderen und hinteren Eingangsbereich sind die Sitze längs angeordnet, die Freiflächen für Rollstühle, Kinderwagen, Rollatoren oder Fahrräder befinden sich hinter dem Fahrerstand und im Bereich der Übergänge. So staut es sich im Türbereich weniger. Die zehn Zentimeter breiteren Türen beschleunigen den Fahrgastwechsel. Schiebetritte, zur Spaltüberbrückung zwischen Zug und Bahnsteig, ermöglichen einen barrierefreien Zugang. Damit ist unsere U-Bahn-Flotte fast vollständig ohne Spalt zugänglich.

 

Auch aussen sind die neuen Züge flott unterwegs. In den VAG-Unternehmensfarben - rot, weiss - kommen sie freundlich, transparent und modern daher. Das Design wurde übrigens auf der Grundlage einer Designstudie in Zusammenarbeit mit dem Münchner Büro ergon3Design entwickelt.

 

 

Einsteigen oder nicht: Ampelfarben an den Türen

 

Bei den alten DT1-Zügen überwachen die Fahrer das Öffnen und Schließen der Türen mittels Sichtkontrolle entlang des Bahnsteigs. Bei den G1-Zügen ist diese Kontrolle komplett technisch abgesichert. So wie es bei den Zügen DT3 und DT3-F bereits Standard ist. Neu dageben ist: Den Status des Fahrgastwechsels oder die Zugabfahrt zeigen LED-Lichtbänder, außen und innen an den Türen, an. Rot heißt Stopp, Grün Einsteigen.

 

Die neuen Züge bieten breitere Fahrgasttüren mit einer innovativen LED-Lichtsignalisierung. Zusammen mit einem durchgängigen Fahrgastraum in den vierteiligen Zügen verbessert das den Fahrgastfluss. Zudem sorgen automatische Schiebetritte an allen Türen für einen optimalen barrierefreien Ein- und Ausstieg. Der durchgängige, hell und freundlich gestaltete Innenraum mit grosszügigen Mehrzweckbereichen vermittelt subjektive Sicherheit und sorgt für einen angenehmen Aufenthalt. Auch für die Fahrer/innen wurde auf hohen Komfort am Arbeitsplatz geachtet: Der Fahrerstand ist so eingerichtet, dass sie den Zug sowohl im Stehen als auch im Sitzen führen können. Die vierteiligen U-Bahnzüge nahmen am 20. August 2020 den Fahrgastbetrieb auf.

 

 

Nürnbergs älteste U-Bahn-Linie

 

Die älteste und längste der drei Nürnberger U-Bahn-Linien und auch die mit den höchsten Fahrgastzahlen ist die U-Bahn-Linie U1. Ihre Strecke reicht vom Nürnberger Stadtteil Langwasser über die Messe und den Nürnberger Hauptbahnhof bis in die Nachbarstadt Fürth.

Mit insgesamt 18,5 Kilometern Länge und 27 Stationen (von insgesamt 48 Stationen im Stadtgebiet Nürnberg/Fürth) wird die Linie U1 werktags insbesondere von vielen Pendlern und Schülern genutzt. Die Fahrgastzahlen steigen zudem besonders bei Grossveranstaltungen wie dem Nürnberger Christkindlesmarkt und zu Messezeiten stark an.



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Datenblatt Baureihe G1
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Mehr und schnellere Verbindungen nach Mailand und München sowie ein besseres Angebot in der Schweiz ab Dezember 2020

Der Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 steht im Zeichen der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT), die nach 28 Jahren Bauzeit fertiggestellt wird. Die Flachbahn durch die Alpen ermöglicht neue Angebote im nationalen und internationalen Güter- und Personenverkehr. Der Fahrplan 2021 bringt schnellere, häufigere und bequemere Verbindungen nach Mailand und München sowie zahlreiche Verbesserungen für den Personenverkehr in der ganzen Schweiz. Einzelne Angebotselemente werden aufgrund der Corona-Pandemie verzögert in Betrieb genommen. Aufgrund des Lokführermangels kommt es bis zum Fahrplanwechsel im Dezember zu Angebotseinschränkungen.

SBB "Astoro" Triebzug RABe 503 022 (ETR 610 2. Serie)                                                                              Foto: Marcel Manhart   

 

 

 

 

Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels wird das Jahrhundertwerk NEAT finalisiert. Zusammen mit der Fertigstellung des 4-Meter-Korridors profitiert der europäische Güterverkehr von mehr Kapazitäten und schnelleren und klimafreundlichen Verbindungen durch die Schweiz. Sattelaufleger mit einer Eckhöhe von vier Metern können verlagert sowie Züge von bis zu 750 Metern Länge via Luino geführt werden. Bei optimaler internationaler Abstimmung werden ab Dezember 2020 zwischen Rotterdam und Mailand im Güterverkehr zwei Stunden gewonnen. Zusammen mit der Fertigstellung der Arbeiten am Zugersee Ostufer werden auch für den Personenverkehr die Kapazitäten für nationale und internationale Verbindungen erhöht und die Fahrzeiten verkürzt. Neu können Verbindungen von und ins Tessin mit Doppelstockzügen bedient werden.



Die wichtigsten Angebotsverbesserungen im internationalen Personenverkehr und im nationalen Fernverkehr im Überblick
 
 
 
Mehr und schnellere Verbindungen auf der Nord-Süd-Achse Gotthard
 
 
 
Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels und der Fertigstellung der Bauarbeiten am Zugersee Ostufer sinkt die Fahrzeit von Zürich nach Lugano auf weniger als zwei Stunden, die Fahrt von Zürich nach Mailand dauert neu noch 3 Stunden 17 Minuten. Gleichzeitig wird das Angebot ab Zürich nach Mailand auf täglich zehn Direktverbindungen ausgebaut. Eingesetzt werden in erster Linie die neu beschafften Giruno-Züge. Gegenüber dem aktuellen Fahrplan mit der Sperre am Zugersee-Ostufer verkürzen sich die Reisezeiten somit um rund 20 Minuten. Zwischen Zürich und Arth-Goldau wird zudem wochentags der durchgängige Halbstundentakt eingeführt, ohne Beeinträchtigung des Regionalverkehrs.

Ab Basel gibt es neu fünf Direktverbindungen pro Tag nach Mailand, davon verkehren zwei via Luzern–Gotthard–Chiasso und drei via Bern–Brig–Domodossola. Der Fahrzeitgewinn zwischen Basel SBB und Lugano bei den Verbindungen zur vollen Stunde beträgt gegenüber 2016 insgesamt 51 Minuten.

Mit dem Fahrplanwechsel tritt auch die Kooperation mit der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) in Kraft. Unter der integralen Fernverkehrskonzession der SBB fährt die SOB neu stündlich alternierend von Basel und Zürich via Arth-Goldau über die Gotthard-Panoramastrecke nach Locarno. Diese Strecke vermarktet die SOB unter der Linienbezeichnung «Treno Gottardo». Eingesetzt werden die modernen Niederflurtriebzüge vom Typ Traverso. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie erfolgt die vollständige Umsetzung bis Locarno erst ab 5. April 2021. Bis dahin verkehrt die SOB zwischen Basel/Zürich und Bellinzona.
 
 
 
Mehr Verbindungen ab Zürich nach München, St. Gallen und Chur
 
 
 
Im internationalen Personenverkehr wird das Fahrplanangebot auf der Strecke Zürich–St. Gallen–München für die Kunden mit neu sechs Zügen pro Richtung täglich deutlich ausgebaut. Dies bedeutet eine Verdoppelung der Direktverbindungen und Sitzplätze zwischen diesen beiden Städten. Dank der neuen Züge des Typs Astoro mit Neigetechnik verkürzt sich die Fahrzeit der EC-Verbindung Zürich–München von heute ca. 4 Stunden 45 Minuten auf rund 4 Stunden.

Zwischen Zürich und St. Gallen werden ab dem Fahrplanwechsel zudem mehr schnelle Verbindungen mit einer Reisezeit von neu 59 Minuten angeboten. Auf dem IC1 zwischen St. Gallen und Genf Flughafen via Bern wird grösstenteils der neue, moderne FV-Dosto eingesetzt, welcher die Kapazitäten auf der Ost-West-Achse erhöht. Zwischen Zürich HB und St. Gallen hält der IC1 neu auch in Zürich Oerlikon, Wil SG, Uzwil, Flawil und Gossau. Für die schnellere Reisezeit von 59 Minuten sorgt neu der IC5, der nur noch in Winterthur und Zürich Flughafen halten wird.

Ab Zürich in Richtung Chur wird das Angebot des IC3 in den Abendstunden um eine Stunde verlängert und in den Zeiten hoher touristischer Nachfrage auf einen durchgehenden Halbstundentakt verdichtet. Damit ergeben sich deutlich bessere Verbindungen in die Bündner Ferienregionen.
 
 
 
Veränderungen im Raum Bern, Olten, Luzern
 
 
 
Zwischen Olten und Bern betreibt die BLS ab dem Fahrplanwechsel unter der integralen Fernverkehrskonzession der SBB neu den IR35 Bern–Olten (heutiger RE Bern-Olten).

Um der grossen Nachfrage auf dem Abschnitt Luzern–Zug–Zürich nachzukommen, setzt die SBB auf den IR70 die neuen FV-Dosto ein, welche über mehr Sitzplätze verfügen. Der Halt in Thalwil entfällt aus betrieblichen Gründen. Ab Zürich HB verkehrt der IR70 nach einem Aufenthalt von knapp 20 Minuten weiter als IR13 via Flughafen, St. Gallen nach Chur. Zusammen mit dem IR75 Luzern–Zug–Zürich–Weinfelden–Konstanz besteht neu zweimal pro Stunde eine direkte Verbindung Luzern–Zürich Flughafen.

Die wichtigsten Angebotsveränderungen im Regionalverkehr in der Deutschschweiz:
 
 
 
Mittelland: Startschuss für mehr und bessere Verbindungen dank Vierspurausbau Olten–Aarau
 
 
 
Die Inbetriebnahme des Vierspurausbaus Olten–Aarau (Eppenbergtunnel) bringt ab dem Fahrplanwechsel mehr Verbindungen und bessere Anschlüsse für die Kundinnen und Kunden. Die S29 verkehrt neu zwischen 5.30 und 22.30 Uhr im Halbstundentakt zwischen Turgi-Aarau-Zofingen. Somit entsteht eine neue, schnelle Direktverbindung von Zofingen nach Aarau (ohne Halt zwischen Olten und Aarau). Die S11 Aarau–Zürich HB–Winterthur–Seuzach/Wila hält neu integral in Othmarsingen. Zudem verkehren die Zusatzzüge der S11 während der Hauptverkehrszeit neu täglich statt nur wochentags. Weiter halten neu alle Züge des RegioExpress Olten–Wettingen an der Haltestelle Wildegg. Die S26 aus Olten–Schönenwerd vermittelt neu in Aarau (statt bisher Lenzburg) Anschluss an den RegioExpress nach Zürich HB.

Am Samstag und Sonntag verkehren neu jeweils am Morgen zwei Zugpaare zwischen Olten–Aarau–Arth-Goldau und am Abend von Arth-Goldau nach Aarau.
 
 
 
S23 hält am Wochenende in Dulliken
 
 
 
Der Halt Dulliken auf der S23 kann vorerst nur am Wochenende eingeführt werden. Grund dafür sind Bauarbeiten in den Bahnhöfen Mägenwil und Lenzburg, für welche aus Sicherheitsgründen die Geschwindigkeit reduziert werden muss. Die dafür benötigte Fahrzeit führt dazu, dass der Halt Dulliken nicht integral angeboten werden kann. Als Ersatz verkehren werktags Busse zwischen Dulliken und Däniken, welche in Däniken den Anschluss von und auf die S23 sicherstellen.
 
 
 
Zentralschweiz
 
 
 
Nach Fertigstellung der Arbeiten am Zugersee-Ostufer verkehrt die S2 wieder direkt zwischen Baar Lindenpark–Zug–Arth-Goldau–Erstfeld. Der Umweg mit Umsteigen in Rotkreuz entfällt, und neu wird Walchwil Hörndli halbstündlich bedient. Der Fahrplan der S3 wird abends ausgebaut. Für das Freiamt bringt der Fahrplanwechsel erstmalig einen neuen morgendlichen Zusatzzug von Muri über Rotkreuz via Cham nach Zug.

Olten–Luzern: Der RE Olten–Luzern hält neu auch in Rothenburg. Reisende nach Luzern profitieren von neu drei statt nur zwei Verbindungen pro Stunde. Dafür kann der Halt in Aarburg-Oftringen auf dieser Verbindung nicht mehr angeboten werden.
 
 
 
Ostschweiz/Zürich
 
 
 

Der RegioExpress Herisau–St. Gallen–Konstanz fährt abends länger. Im Netz der Zürcher S-Bahn hält die S11 auf dem Abschnitt Winterthur–Wila neu in Rämismühle-Zell.


Weitere Informationen und Details zu den Angebotsänderungen je nach Region sind hier verfügbar:

Regionen Mittelland und Nordwestschweiz
Kantone LU, ZG, SZ, UR
Region Ostschweiz
Region Zürich


 

Lokführermangel und verzögerte Ausbildung führen zu zwischenzeitlichen
Angebotseinschränkungen


Die SBB hat in der Vergangenheit bei der Bedarfs-, Einsatz- und Ausbildungsplanung des Lokpersonals Fehler gemacht. Die Planungen wurden 2019 korrigiert und auf den effektiven Bedarf ausgerichtet. Trotzdem fehlen der SBB per Ende August 2020 211 Lokführerinnen und Lokführer. Die Corona-Krise hat die angespannte Situation zusätzlich verschärft, da viele Aus- und Weiterbildungskurse während Monaten nicht durchgeführt werden konnten. Folglich verschiebt sich der Abschluss der Ausbildungsklassen um zwei bis vier Monate. Um den Unterbestand auszugleichen, hatte die SBB bereits im letzten Sommer zusätzliche Ausbildungsklassen gebildet, die nun im Verlauf der Jahre 2021 und 2022 abschliessen. Im November befinden sich bei der SBB insgesamt 340 Lokführer gleichzeitig in Ausbildung. Der Unterbestand beim Lokpersonal wird sich bis Mai 2021 auf rund 110 Personen halbieren. Allen Lokführerinnen und Lokführern und den Einsatzplanern gebührt ein grosses Dankeschön für ihren grossen Effort.

Die SBB hat neben gewissen Zugsverbindungen, die in der Folge der Covid-19-Krise wegen fehlenden Lokführern nicht wieder in Betrieb genommen wurden (Medienmitteilung vom 5. August 2020), weitere Angebotseinschränkungen geprüft. Nun wurden zusätzliche Massnahmen für die Regionen Westschweiz, Mittelland und Nordwestschweiz sowie Zürich festgelegt. Diese treten ab dem 7. September 2020 in Kraft und dauern bis zum Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2020. Durchschnittlich fallen an den Werktagen von den über 9000 rund 200 (2.2 Prozent) der Verbindungen aus.

Eine Übersicht über die Massnahmen ist hier verfügbar.

Für die SBB ist trotz reduziertem Angebot zentral, dass die Transportketten im Rahmen des Möglichen bestehen bleiben und die Reisenden befördert werden können. Dazu werden wo möglich und sinnvoll Bahnersatzbusse eingesetzt. Trotzdem müssen die Kundinnen und Kunden mit verlängerten Reisezeiten rechnen. Mittels aktiver Kundenlenkung und Kommunikation werden Reisende über die Einschränkungen informiert und auf alternative Verbindungen gelenkt. Sämtliche Anpassungen sind im Online-Fahrplan abgebildet. Die SBB unternimmt ihr Möglichstes, um die Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten und bittet für allfällige Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.

Gemäss heutiger Planung kann die SBB ab dem Fahrplanwechsel das Angebot wieder vollumfänglich produzieren – mit Ausnahme der Romandie, wo gewisse Einschränkungen bis April 2021 bestehen bleiben. Zwar kann der RER Vaud wie geplant mit dem Fahrplanwechsel in Betrieb genommen werden. Der Léman Express verkehrt hingegen bis April 2021 gemäss angepasstem Konzept.

Auswirkungen verzögerter Inbetriebnahmen auf den Fahrplan 2021

Die Corona-Pandemie hat zu einem temporären Baustellenstopp und somit zu Verzögerungen in Bauprojekten sowie zu Verzögerungen bei der Zulassung und Einführung von neuem Rollmaterial geführt. Betroffen ist primär die Nord-Süd-Achse. Im Tessin werden die Doppelspurausbauten zwischen Contone und Tenero erst im Frühjahr 2021 für einen Vollausbau des Angebots bereitstehen, bis dahin gilt ein Übergangsfahrplan mit beschränktem Angebotsausbau. Im Berner Jura sowie auf dem Netz der Basler S-Bahn erfolgt der Ersatz des bestehenden Rollmaterials durch Domino-Züge voraussichtlich in der ersten Hälfte 2021. Aufgrund der noch laufenden Abschlussarbeiten im Gotthard-Basistunnel kann per Fahrplanwechsel noch nicht die volle Kapazität von 260 Trassen für den Güterverkehr und 65 Trassen für den Personenverkehr pro Tag angeboten werden kann. Die heute verfügbare Gesamtkapazität von 270 Trassen pro Tag reicht aber aus, um die aktuelle Nachfrage sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr abzudecken. Im Schnitt verkehren zurzeit täglich 140 Züge durch den Tunnel.

 

ZVV sehr besorgt über Ausdünnung des S-Bahn-Angebotes

 

Wegen Lokführermangels setzt die SBB im Kanton Zürich mindestens bis zum Fahrplanwechsel mehrere S-Bahn-Kurse aus. Der Zürcher Verkehrsverbund ist über diese Angebotsreduktion nicht erfreut: Mit Blick auf die steigenden Frequenzen und im Hinblick auf die Winterzeit drohen Engpässe und negative Auswirkungen auf die Fahrgäste im Gebiet des ZVV. Der ZVV verlangt von der SBB, diese Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

 

Wegen Fehlern in der Personalplanung verfügt die SBB seit geraumer Zeit über zu wenige Lokführerinnen und -führer. Da die Coronakrise zu Verlängerungen bei der Lokführerausbildung führt, hat sich die Personalsituation bei der SBB zusätzlich akzentuiert. Aus diesem Grund lässt die SBB im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) in den Hauptverkehrszeiten etliche S-Bahn-Kurse und ganze S-Bahn-Linien ausfallen. Die SBB hat heute die Medien orientiert.

 

 

Attraktivität und Zuverlässigkeit des öffentlichen Verkehrs leiden

 

Dass die SBB nicht imstande ist, die bestellten S-Bahn-Leistungen zu liefern, ist äusserst bedauerlich und ein trauriges Novum in der Geschichte der Zürcher S-Bahn. Die Leidtragenden sind in erster Linie die Fahrgäste: Ihnen stehen weniger Verbindungen und weniger Platz zur Verfügung. Zudem können nicht mehr überall funktionierende Reiseketten gewährleistet werden. Dies ist vor allem mit Blick auf die Fahrgastzahlen besorgniserregend: Seit dem Ende der Sommerferien steigt die Auslastung der S-Bahnen wieder merklich an, und erfahrungsgemäss sind im Herbst und Winter wetterbedingt am meisten Passagiere im öV unterwegs. Für ganze S-Bahnlinien können sodann auch keine sinnvollen und attraktiven Ersatzdienste mit Bussen angeboten werden.

 

 

Reduktion auf ein Minimum beschränken

 

Als Besteller des S-Bahn-Angebots kann der ZVV keinen Einfluss auf die Personalplanung der SBB nehmen. Die schwierige Situation, in der sich die SBB befindet, ist teilweise nachvollziehbar, und die bereits ergriffenen Massnahmen betreffend Ausbildung der Lokführer sind zu begrüssen. Dennoch erwartet der ZVV stellvertretend für seine Fahrgäste, dass die SBB das Ausmass der Angebotsreduktion räumlich wie auch zeitlich auf ein Minimum beschränkt und schnellstmöglich zum Normalfahrplan zurückkehrt.

 

 

Umfang des Angebotsabbaus

 

Die meisten der betroffenen Kurse wurden ursprünglich im Lockdown ausgesetzt und hätten während des Sommers im Rahmen der Wiederaufnahme des vollständigen Regelfahrplans wieder hochgefahren werden sollen. Als Folge des Lokführermangels verzögerte sich dies aber. Konkret handelt es sich um die meisten Kurse der S20 am rechten Seeufer, die S21 im Furttal am Nachmittag, zwei Kurse der S23 zwischen Zürich und Winterthur sowie die S42 als Direktverbindung vom Aargauer Freiamt nach Zürich. Ab dem 6. September dünnen die SBB das Angebot zusätzlich punktuell weiter aus. So wird die S21 im Furttal neu komplett eingestellt. Die Regelung soll, so die Aussagen der SBB Stand heute, bis zum Fahrplanwechsel im Dezember gelten.

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Berlin: 100 Tage vor Eröffnung der neuen Strecke erfolgt der Start der U5-InfoTour

Am 4. Dezember 2020 ist es in Berlin endlich so weit: Die neue U5 fährt durch. Von Hönow bis Hauptbahnhof, von Hauptbahnhof bis Hönow. Über 150.000 Fahrgäste werden auf der Strecke täglich erwartet. Zeitgleich mit der Inbetriebnahme der neuen Strecke erfolgt die Eröffnung von zwei neuen U-Bahnhöfen: Rotes Rathaus, direkt vor dem Berliner Regierungssitz, sowie Unter den Linden, dem Umsteigebahnhof zwischen U5 und U6. Die Eröffnung des technisch anspruchsvollsten U-Bahnhofs Museumsinsel erfolgt im Sommer 2021. 

Bis voraussichtlich November 2020 ist die U55 für den Lückenschluss zur U5 noch gesperrt               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Viele Jahre U-Bahnbau liegen dann hinter uns und den Berlinerinnen und Berlinern: 2010 fand der symbolische Spatenstich statt; 2012 begannen die Bauarbeiten zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor. Seit dem ist viel geschehen: Der Abriss eines Stücks U6-Alttunnel und der unmittelbar darauf erfolgte Neubau des U6-Bahnhofs Unter den Linden, Tunnelvortriebsmaschine Bärlinde und der Durchbruch am Brandenburger Tor, die Herstellung der Pilzkopfstützen am U-Bahnhof Rotes Rathaus die Rekordvereisung am U-Bahnhof Museumsinsel, um nur einige Meilensteine zu nennen.

 

Um diese Höhepunkte noch einmal Revue passieren zu lassen und die Vorfreude auf den Termin noch weiter zu steigern, eröffnen die BVG am 26. August 2020 – genau 100 Tage vor dem Inbetriebnahmetermin der neuen U5 – eine U5- InfoTour: Corona-konform an der Oberfläche zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor. An 10 Infopunkten werden die Arbeiten im Untergrund der vergangenen Jahre noch einmal erfahrbar: Mit Hilfe von zahlreichen Texten, Fotografien und Filmen, werden die die am Bau beteiligten Personen ebenso gezeigt, wie eine virtuelle Begehungen der drei U-Bahnhöfe.

 

 

Die U5-InfoTour ist teilweise auch online nachvollziehbar

 

Der „Lückenschluss U5“ führt die U5 (U Hönow <> S+U Alexanderplatz) mit der 2009 eröffneten U55 (S+U Brandenburger Tor <> S+U Hauptbahnhof) zu einer neuen Strecke, der neuen U5, zusammen. Das Großprojekt umfasst 2,2 Kilometer Tunnel und drei neue U-Bahnhöfe zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor: Rotes Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden. Die Inbetriebnahme der Gesamtstrecke ist für den 4. Dezember 2020 vorgesehen. Das Großprojekt steht unter der Leitung der BVG Projektgesellschaft, einer 100- prozentigen Tochter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). 


                                   

Hier gehts zur U5-Info-Tour


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Stadler geht trotz Corona-Krise gestärkt ins zweite Halbjahr

Stadler war trotz der Corona-Krise im ersten Halbjahr 2020 nicht von einem Nachfrageeinbruch betroffen und konnte weiterhin von einer führenden Marktposition profitieren. Es wurden keine laufenden Aufträge storniert und bereits im ersten Halbjahr 2020 hat Stadler neue Aufträge im Gesamtwert von 3.1 Milliarden Schweizer Franken gewonnen, davon 1.2 Milliarden Schweizer Franken im Bereich Service & Components. Das entspricht insgesamt einer Steigerung von 35 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Der Auftragsbestand steigt damit nochmals um 12 Prozent gegenüber dem Stand per Ende 2019 auf rekordhohe 16.8 Milliarden Schweizer Franken, davon über 4 Milliarden aus dem Segment Service & Components.

Neue Go-Ahead FLIRT für das E-Netz Allgäu im Stadler Werk Berlin-Pankow                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Im Gegensatz zur sehr soliden Auftragslage war Stadler allerdings von deutlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf Umsatz, Profitabilität und Cashflow betroffen. Es kam insbesondere zu Unterbrüchen in den Lieferketten sowie zu Reisebeschränkungen für Mitarbeiter, Kunden und Zulassungsbehörden. Die stark ausgedünnten Fahrpläne der Bahnbetreiber hatten zudem unter den Erwartungen liegende Umsätze im Segment Service & Components zur Folge. Insgesamt sank der Umsatz in der Berichtsperiode auf 934.7 Millionen Schweizer Franken, ein Rückgang um 16 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Die temporäre Werkschliessung für drei Wochen in Valencia sowie das massive Herunterfahren der Produktionskapazitäten in Salt Lake City hatten ebenfalls einen entsprechend negativen Einfluss auf den Umsatz und Ebit

 


Segment Rolling Stock
 
Im Berichtsegment Rolling Stock beläuft sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr auf 1.9 Milliarden Schweizer Franken und liegt damit 12 Prozent über der Vorjahresperiode. Auch der Auftragsbestand wächst im Vergleich zum Jahresende 2019 um 4 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 12.8 Milliarden Schweizer Franken. Die Auswirkungen der Corona-Krise zeigen sich hingegen in einem Umsatzrückgang von 21 Prozent auf 788.8 Millionen Schweizer Franken (Vorjahresperiode: 1.002 Milliarden Schweizer Franken). Durch den teilweise mehrwöchigen Lockdown in zahlreichen Ländern kam es zu Unterbrüchen in den Liefer- und Transportketten. Von 148 Aufträgen, die sich bei Stadler in der Abwicklung befinden, waren etwa 20 Aufträge direkt von Verzögerungen der Zulieferindustrie betroffen. Weiter führten Einschränkungen der Reisetätigkeit von Kunden, Mitarbeitenden und insbesondere der Zulassungsbehörden zu verzögerten Zulassungen und Fahrzeugabnahmen. Dies wiederum hat zur Folge, dass sich die entsprechenden Umsätze verschieben und Schlussrechnungen für die Fahrzeuge erst verzögert gestellt werden können.

 

 

Segment Service & Components
 
Der Auftragseingang im Berichtsegment Service & Components liegt im ersten Halbjahr 2020 bei 1.2 Milliarden Schweizer Franken und hat sich damit gegenüber dem Vorjahresniveau nahezu verdoppelt. Damit steigt der Auftragsbestand im Segment Service & Components auf 4.1 Milliarden Schweizer Franken und trägt nun knapp einen Viertel zum Auftragsbestand von Stadler bei. Das Berichtssegment Service & Components erreichte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 145.9 Millionen Schweizer Franken. Damit liegt der Umsatz mit einem Anstieg von 29 Prozent zwar klar über der ersten Jahreshälfte 2019, allerdings auch deutlich unter den eigenen Erwartungen. Da langfristige Serviceverträge in der Regel anhand der Kilometerleistung der Fahrzeuge abgegolten werden, haben sich die stark ausgedünnten Fahrpläne der Bahnbetreiber direkt auf den Umsatz im Segment Service & Components ausgewirkt.

 

 

Ebit, Reingewinn und Cashflow von Covid-19 beeinträchtigt
 
Der Ebit beläuft sich in der ersten Jahreshälfte 2020 auf 5 Millionen Schweizer Franken (0.5 Prozent Ebit-Marge), gegenüber 46.9 Millionen Schweizer Franken (4.2 Prozent Ebit-Marge) in der Vorjahresperiode. Der Rückgang der Profitabilität ist im Wesentlichen durch tiefere Volumen aufgrund Corona-bedingter Verschiebungen von Umsätzen und durch Unterbrüche in den Lieferketten begründet. Die Umsätze im Segment Service & Components lagen mit der Ausdünnung der Fahrpläne im öffentlichen Verkehr und der daraus folgenden Reduktion der gefahrenen Kilometer zudem unter den bereitgestellten Kapazitäten, welche mit laufenden Kosten einhergehen.
 
Der Geschäftsgang von Stadler ist grundsätzlich einer starken Saisonalität ausgesetzt, welche typischerweise zu bedeutend höheren Umsätzen, Profitabilität und Cashflows in der zweiten Jahreshälfte führt. Dies äussert sich in der Regel darin, dass rund ein Drittel der Umsätze in der ersten, und die restlichen zwei Drittel in der zweiten Jahreshälfte erwirtschaftet werden. Der saisonale Einfluss wirkt sich verstärkt auf den Ebit, die Ebit-Marge sowie den Cashflow aus. Die Corona-Krise hat diese Effekte zusätzlich verstärkt.
 
Auf Stufe Reingewinn verbuchte Stadler im ersten Halbjahr 2020 einen Gewinn von 15.7 Millionen Schweizer Franken gegenüber 27.5 Millionen Schweizer Franken in der Vorjahresperiode, was einem Rückgang um 43 Prozent entspricht.
 
Die Nettoverschuldung betrug per 30. Juni 2020 417.1 Millionen Schweizer Franken gegenüber -5.6 Millionen Schweizer Franken per 31. Dezember 2019. Die Zunahme der Nettoverschuldung ist insbesondere auf verzögerte Abnahmen und Fakturierungen von Fahrzeugen zurückzuführen. Viele Fahrzeuge sind fertig gebaut und bereit für die Zulassung und Abnahme. Aufgrund von Reisebeschränkungen konnten jedoch Stadler-Mitarbeitende nicht in die entsprechenden Länder reisen, wodurch die neuen Fahrzeuge nicht zugelassen und von den Kunden nicht abgenommen werden konnten. Deshalb wurden auch die entsprechenden Schlussrechnungen noch nicht gestellt und geplante Zahlungseingänge blieben aus, was mit einem Anstieg des Nettoumlaufvermögens um 259.9 Millionen Schweizer Franken einhergeht und den Cashflow entsprechend belastet. Zudem hat Stadler weiterhin stark in die Bereitstellung der Kapazitäten zur Abwicklung des hohen Auftragsbestandes investiert.

 

 

Ausblick: Deutlich stärkeres zweites Halbjahr erwartet
 
Stadler erwartet in der zweiten Jahreshälfte eine starke Erhöhung des Umsatzes und der Profitabilität gegenüber dem ersten Halbjahr 2020. Stadler geht davon aus, dass aufgrund eingeleiteter Sofortmassnahmen die durch die Corona-Krise ausgelösten Verzögerungen in den Zulassungs- und Abnahmeprozessen in der zweiten Jahreshälfte teilweise kompensiert werden können. Deshalb erwartet Stadler für das Jahr 2020, unter der Annahme, dass sich die Corona-bedingten Einflüsse auf die Lieferketten, Zulassungen und Fahrzeugabnahmen stabilisieren sowie unter stabilen Wechselkursen, eine leicht negative Umsatzentwicklung gegenüber 2019 sowie eine Ebit-Marge von über 5 Prozent. Die Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von circa 60 Prozent des Nettoergebnisses sowie die mittelfristigen Finanzziele einer Ebit-Marge von 8 bis 9 Prozent ab dem Jahr 2023 werden weiterhin bestätigt.

 

 

Wichtigste Auftragseingänge
 
Einen wichtigen Auftrag konnte Stadler gleich zu Beginn des Jahres in Ungarn verbuchen: Der staatliche Bahnbetreiber MÁV-START hat im Januar 2020 21 weitere Doppelstock-Triebzüge des Typs KISS aus dem seit 2017 bestehenden Rahmenvertrag abgerufen und damit nun insgesamt 40 Züge bestellt. Bei den Tailor-Made-Fahrzeugen konnte die langjährige Zusammenarbeit mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGBahn) fortgesetzt werden. Im März 2020 bestellte die MGBahn zwölf dreiteilige Zahnrad-Triebzüge in der ersten von zwei Etappen zur umfassenden Modernisierung ihres Rollmaterials. Insgesamt ist die Beschaffung von 27 Triebzügen vorgesehen. Auch im Nordosten Englands kommen vermehrt Stadler-Fahrzeuge zum Einsatz: Auf dem Netz von Tyne and Wear Metro im Raum Newcastle verkehren künftig 46 METRO-Züge, die im Februar 2020 bestellt wurden. Damit werden Fahrgäste in allen U-Bahnen Grossbritanniens ausserhalb Londons – in Liverpool, Glasgow und neu auch in Newcastle – in naher Zukunft mit Stadler-METRO-Zügen reisen. In Deutschland ist Stadler im März 2020 als Sieger aus der Ausschreibung der Berliner Verkehrsbetriebe für die Lieferung von bis zu 1500 Wagen für den Einsatz im U-Bahn-Netz der deutschen Hauptstadt hervorgegangen. Der Rahmenvertrag mit einem Gesamtvolumen von bis zu drei Milliarden Euro umfasst auch die Ersatzteilversorgung über einen Zeitraum von 32 Jahren

 

 

Fahrzeuge für Greater Anglia erfolgreich abgenommen
 
Für Greater Anglia konnten alle 58 FLIRT erfolgreich ausgeliefert und vom Kunden abgenommen werden. Die Züge fahren bereits im fahrplanmässigen Betrieb und bezüglich Verzugspönalen konnte mit dem Kunden eine Einigung gefunden werden.

 

 

Rasch von Cyberangriff erholt
 
Im Mai wurde das IT-Netzwerk von Stadler mit Schadsoftware angegriffen. Dank vollständiger und funktionsfähiger Backup-Daten und dem grossen Einsatz des IT-Teams waren kurzzeitige operative Einschränkungen schnell überwunden und die betroffenen Systeme konnten sehr rasch wieder hochgefahren werden.

 

 

Erste Länderzulassung für Zugsicherungssystem (ETCS) GUARDIA
 
Seit 2016 ist bei Stadler der kontinuierliche Aufbau des firmeneigenen Signalling-Bereichs im Gang. Am Signalling-Standort Wallisellen arbeiten mehrere Teams von hochqualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren an der Umsetzung der Signalling-Strategie für die Produkte Vollbahnen, Nebenbahnen und Metro. Stadlers Joint Venture AngelStar konnte die erste Länderzulassung für die eigene ETCS-Lösung GUARDIA im Juni in Polen erfolgreich erwirken. In der Schweiz hat GUARDIA vom Bundesamt für Verkehr (BAV) bereits im April 2019 die generische Zulassung erhalten. Nun folgt die Typenzulassung und im Frühjahr 2021 geht die BLS mit GUARDIA auf ihren Stadler-Fahrzeugen in Betrieb. Neben Deutschland laufen Zulassungsverfahren in weiteren neun Ländern.



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BVG und Stadler stellen vor: Die Zug(k)unft der Berliner U-Bahn

Ab 2022 erhalten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die ersten neuen U-Bahn-Wagen der Baureihen «J» und «JK» von Stadler für den Einsatz in der deutschen Hauptstadt. Mit der Flottenerneuerung wird das Rückgrat der Berliner Mobilität fit gemacht für die Zukunft. Ein historisch klug entwickeltes Liniennetz, architektonisch spannende Bahnhöfe aus verschiedenen Jahrzehnten, dichte Takte und Betriebszeiten beinahe rund um die Uhr machen die U-Bahn zu einem der Aushängeschilder und Leistungsträger Berlins. Im Jahr 2019 nutzten fast 600 Millionen Fahrgäste die verkehrsgelben Züge der BVG. Mit den modernen Fahrzeugen kommt ein weiterer Grund hinzu, auf die U-Bahn umzusteigen.

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Aufsichtsratsvorsitzende der BVG, Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler, Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG und Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland (v.l.n.r) präsentieren die neue Berliner U-Bahn            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Aus Berlin, für Berlin: Die neue Fahrzeuggeneration wird von Stadler in Berlin-Pankow entwickelt und gefertigt. In den zwei Baureihen ­«JK» für das Berliner Kleinprofilnetz (U1 bis U4) und «J» für das Großprofil (U5 bis U9) können die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) während der Laufzeit des Rahmenvertrages bis 2030 insgesamt voraussichtlich bis zu 1500 Wagen abrufen. Die feste Mindestbestellmenge umfasst 606 Wagen. Zum Vergleich: Der aktuelle Fuhrpark verfügt, über alle Baureihen und -jahre hinweg, über rund 1300 Wagen. Bis zu rund drei Milliarden Euro investiert die BVG in den kommenden Jahren in die Erneuerung der U-Bahn-Flotte. Am heutigen Montag, 24. August 2020, stellten die BVG und Stadler gemeinsam den weiteren Zeitplan vor.

 

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Aufsichtsratsvorsitzende der BVG: «Der Großauftrag ist ein doppelter Gewinn für Berlin. Mit der neuen U-Bahngeneration wird der Hauptstadtverkehr in unserer wachsenden Metropole leistungsstärker und klimafreundlicher. Mit diesen wichtigen Investitionen sorgen wir für moderne Mobilität und machen den ÖPNV für die Berlinerinnen und Berliner noch attraktiver. Zusätzlich sichern wir viele Arbeitsplätze in einem Unternehmen, das in Berlin tief verwurzelt ist.»

 

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler: «Wir sind sehr stolz, mit dem Gewinn eines der größten bisher in Europa vergebenen Lieferaufträge die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BVG fortzusetzen und an unserem Standort in Berlin-Pankow die neue U-Bahn-Flotte für die deutsche Hauptstadt zu bauen. Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – sowohl im Fahrzeugprojekt als auch am Standort selbst, wo die Bauarbeiten an unserem Neubau zur Erweiterung der Kapazitäten zügig und planmäßig vorangehen.»

 

 

2022 kommen die ersten 24 Wagen

 

Die ersten insgesamt 24 Wagen, je zwölf für das Klein- und für das Großprofil, sollen im Herbst 2022 aus dem Berliner Stadler-Werk an die BVG überführt werden. Nach einem mehrmonatigen Testbetrieb, intensiven Prüfungen und der Zulassung beginnt dann Ende 2023 die Serienlieferung. Vereinbart ist eine Lieferung von vier Wagen alle fünf Werktage – die Züge kommen also deutlich schneller zur BVG als zuletzt die Züge der Baureihe IK. Anschließend können bis ins Jahr 2030 weitere Serienfahrzeuge aus dem Rahmenvertrag abgerufen werden.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: «Die U-Bahn ist ein wichtiger Baustein des ÖPNV in Berlin mit täglich über 1,6 Millionen Fahrgastfahrten. Ich bin froh, dass wir trotz der Corona-Krise den größten Auftrag für neue U-Bahnen in der Geschichte der BVG vergeben haben. Das ist ein klares Zeichen für einen modernen ÖPNV in Berlin und eine wichtige Investition in die BVG. Gebaut werden nun zwei Typen von Zügen, für das Klein- und für das Großprofil. Dabei setzen wir auf eine intensive und gute Zusammenarbeit mit Stadler.»

 

Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland: «Ich bin überzeugt, dass wir mit den Fahrzeugen der neuen Generation einen maßgeblichen Beitrag zum Fahrkomfort der Berliner Fahrgäste leisten werden. Die Wurzeln von Stadler liegen im sogenannten Tailor-Made-Bereich, also in der Konstruktion und Fertigung von Zügen, die exakt auf die individuellen Bedürfnisse einer Stadt zugeschnitten sind. Daher freuen wir uns umso mehr, mit der neuen Baureihe U-Bahnen für das Klein- und Großprofil zu liefern, die genau zu Berlin passen.»

 

Übrigens: Die Fahrgäste können sich schon in diesem Jahr einen ersten Eindruck der neuen Fahrzeuge verschaffen. Voraussichtlich im Herbst wird ein sogenanntes «Mock-Up» nach Berlin kommen. Das lebensgroße Modell eines U-Bahn-Wagens besteht aus einem weitgehend funktionsfähigen Fahrerstand sowie einem teilfunktionsfähigen Fahrgastraum, der zum Beispiel auch Türen und Licht enthält. Das Modell dient für Tests zur Festlegung von Designs und Ausstattungsdetails. Die gesammelten Erfahrungen fließen dann direkt in die Fahrzeugentwicklung ein. Wo das Modell zu sehen und begehen sein wird, gibt die BVG rechtzeitig bekannt.

 

 

Bei Bedarf schnell umgebaut, auf Jahrzehnte zuverlässig

 

Die Großbeschaffung hat gleich mehrere Vorteile. Zwei Baureihen für das Groß- und das Kleinprofil aus einer Hand zahlen sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch betrieblich aus. Viele Bauteile der Groß- und Kleinprofilzüge sind identisch. Das hat den Vorteil, dass die Arbeit in den Werkstätten erleichtert wird. Vor allem aber erhöhen eine große Anzahl baugleicher Fahrzeuge und ein für die Berliner U-Bahn neuartiges, modulares Konzept bei «J» und «JK» die betriebliche Flexibilität enorm.

 

Bei beiden Baureihen gibt es sogenannte End- und Mittelwagen. Aus ihnen können im Großprofil durchgängige Zwei-, Vier- und Sechs-Wagen-Fahrzeuge gebildet werden. Im Kleinprofil sind durchgängige Zwei- oder Vier-Wagen-Fahrzeuge möglich, aus denen wiederum auch Sechs- oder Acht-Wagen-Einheiten gekuppelt werden können. Ein «langer» Acht-Wagen-Zug kann dann zum Beispiel – wie von den Baureihen HK und IK bekannt – aus zwei miteinander verbundenen, jeweils für sich durchgängigen Vier-Wagen-Fahrzeugen bestehen.

 

Größten Wert wird auf die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge gelegt: Begleitend zur Lieferung der Züge übernimmt Stadler auch die Ersatzteilversorgung über eine Laufzeit von circa 32 Jahren hinweg. Darin enthalten ist die Lieferung aller benötigten Ersatzteile für die Einhaltung der Instandhaltungsfristen, Inspektionen und Hauptuntersuchungen sowie die Lieferung aller zum Beispiel für die Behebung von Vandalismus- und Unfallschäden benötigten Ersatzteile. So können sich die Berlinerinnen und Berliner langfristig auf die neuen Fahrzeuge verlassen.

 

 

Stadler baut aus

 

Stadler ist für die Abwicklung des Großprojekts Berliner U-Bahn gut aufgestellt. Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Standorts in Berlin-Pankow verlaufen nach Plan. Auf rund 24 000 Quadratmetern entstehen bis Sommer 2021 eine neue Produktions- und Inbetriebsetzungshalle sowie hochmoderne Büro- und Sozialraumflächen. Stadler investiert bis zu 70 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts. In Abhängigkeit vom künftigen Auftragseingang soll in weiteren Schritten unter anderem ein Logistikzentrum hinzukommen.


 Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler

 


Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Aufsichtsratsvorsitzende der BVG

 


Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG und Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland

 


Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Stadler-Standorts in Berlin-Pankow verlaufen nach Plan.

Auf rund 24'000 Quadratmetern entstehen bis Sommer 2021 eine neue Produktions- und Inbetriebsetzungshalle sowie hochmoderne Büro- und Sozialraumflächen.

 


                                                                                                                                    Visualisierung: BVG / Stadler


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Hitzewelle: DB zieht positive Bilanz

Trotz teils extremer Temperaturen sind die Züge der DB in den vergangenen Wochen verlässlich unterwegs gewesen. Nur 0,18 Prozent der Fernverkehrszüge konnten ihre Fahrt hitzebedingt nicht wie geplant zu Ende führen.

Auch bei Extremtemperaturen war die DB verlässlich unterwegs                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

„Wir sind besser auf die Extremtemperaturen vorbereitet als je zuvor“, sagt DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. „Insbesondere die Investitionen in neue Züge zahlen sich jetzt aus. Zur Fernverkehrsflotte gehören mittlerweile über 100 Fahrzeuge der neuesten Generationen wie der ICE 4, der ICE 3 Baureihe 407 und der Intercity 2. Deren Klimaanlagen sind auf Temperaturen bis 45 Grad ausgelegt. Schon bis Ende des Jahres werden wir 13.000 weitere Sitzplätze in neuen Zügen anbieten.“

 

In den vergangenen Wochen lag die Auslastung der Züge coronabedingt natürlich weiter unter den Werten des Vorjahres. Huber: „Das ist in normalen Zeiten kein Grund zur Freude, schafft aber jetzt zusätzliche Stabilität für die Klima- und Lüftungstechnik in unseren Zügen und vor allem Raum für sicheres Reisen mit der Bahn. Wir können derzeit weniger Fahrgäste auf mehr Sitzplätze verteilen.“

 

Die DB bleibt in den kommenden Jahren auf Investitionskurs. Bis Ende 2024 fließen rund 6,5 Milliarden Euro in neue Fernverkehrszüge. Die Fahrzeugflotte wird damit deutlich jünger: Das Durchschnittsalter der Züge sinkt von heute 21 auf dann 14 Jahre. Erst Ende Juli hatte die DB einen weiteren Milliardenauftrag für 30 neue Hochgeschwindigkeitszüge öffentlich bekannt gemacht.  

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Stadt Zürich lanciert neue Mobilitäts-App ZüriMobil

Wer in Zürich mit ÖV, Velo, E-Trottinett, Auto oder zu Fuss unterwegs ist, erhält nun Unterstützung durch die neue Mobilitäts-App "ZüriMobil", diese zeigt städtische Transportangebote auf einen Blick. Mit der App der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) können Nutzer ihre Tramfahrt planen oder auch Mobility-Autos, Publibikes und E-Trottinets mieten. Neben Haltestellen und Linienführung des öffentlichen Verkehrs sind auch Carsharing-, Bikesharing- sowie E-Scooter-Standorte ersichtlich. 

Das VBZ Züri-Linie Cobra Be 5/6 3087 als Werbetram für die ZüriMobil App                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Mobilitäts-App "ZüriMobil" soll den Nutzern das optimale Verkehrsmittel für ihre Reise anzeigen - ob Tram, E-Scooter, Mietvelo oder Mietauto. Folgende Partner sind bereits mit an Bord: Publibike für Bikesharing, Tier für den E-Scooterverleih und Mobility fürs Carsharing – weitere Partner sollen folgen, wie die Stadt Zürich mitteilt. Wer ein Auto oder ein E-Scooter mieten will, muss dies allerdings in der App des jeweiligen Anbieters tun.

 

Die Partner bieten ihre Verkehrsmittel an bestimmten Stationen an. Ein Pilotversuch soll zeigen, ob diese Stationen künftig zum festen Bestandteil des Mobilitätsnetzes der Stadt Zürich gehören sollen. Die erste Zürimobil-Station steht nun in Altstetten an der Haltestelle Flurstrasse. Zusätzlich bietet die App auch die Möglichkeit, Routen herunterzuladen sowie direkten Zugriff auf das Online-Fundbüro Easyfind.

 

 

Entdecken Sie mit ZüriMobil das Mobilitätsangebot von Zürich

 

Durch Zürich wie ich will - die ZüriMobil App ermöglicht Ihnen den Zugang zum Mobilitätsangebot in und um Zürich. Egal ob Sie zu Fuss, mit dem öffentlichen Verkehr, dem Velo oder dem Auto unterwegs sein möchten. Finden Sie für jedes Ziel Ihre aktuell beste Verbindung und das passende Verkehrsmittel.

 

Dabei können Sie Ihre Verbindung nach den Kriterien Reisedauer, Distanz und Preis vergleichen und wählen. Auf der Einstiegskarte erhalten Sie den Überblick, welche ÖV- und Mietangebote in Ihrer aktuellen Umgebung zu finden sind. Und bei ungünstiger Verkehrslage und Störungen finden Sie auf ZüriMobil alternative Möglichkeiten und Routen.

 

 

Zum Start von ZüriMobil können Sie folgende Verkehrsmittel in der App vergleichen:

 

  • Das ÖV-Angebot in der Urbanregion Zürich
  • Bikesharing mit PubliBike, lückenlos mobil sein, sich einfach, schnell und umweltfreundlich fortbewegen
  • E-Scootersharing mit TIER, dem ersten vollständig klimaneutralen Unternehmen für Mikromobilität
  • Carsharing mit Mobility, wählen Sie aus den verschiedenen Fahrzeugen das Passende aus - vom Budgetangebot, über Transporter, bis zum Premiumangebot ist alles verfügbar
  • Den kürzesten Fussweg
  • Die beste Route, wenn Sie mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind

 

Zur Buchung der einzelnen Verkehrsmittel benötigen Sie ebenfalls die App des jeweiligen Anbieters auf dem Mobiltelefon. Weitere Verkehrsmittel und Mobilitätsanbieter werden folgen.

 

 

Zusätzliche Features der App:

  • Sie können jederzeit Ihre persönlichen Routen herunterladen oder löschen
  • Etwas verloren? Mit dem direkten Zugriff auf easyfind, dem Online-Fundbüro der Schweiz können Sie es suchen
  • Via ZüriWieNeu können Sie Schäden an der Infrastruktur von Zürich via App melden

 

ZüriMobil Station

 

An der neuen ZüriMobil Station wird der Umstieg von einem Verkehrsmittel auf das andere noch einfacher. Alle Angebote der Mobilitätspartner sind nur wenige Meter voneinander entfernt. Die erste ZüriMobil Station finden Sie an der Haltestelle Flurstrasse in Zürich Altstetten. Weitere werden bald folgen.

 

 

Die ZüriMobil App ist im Google Play Store und im Apple App Store erhältlich.



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BAV bewilligt Aufnahme des Probebetriebs durch die SBB im Ceneri-Basistunnel

Knapp drei Wochen vor der feierlichen Eröffnung des Ceneri-Basistunnels am 4. September 2020 hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) heute den SBB die Bewilligung für den Probebetrieb erteilt. Die Probefahrten werden ab September bis Dezember 2020 mit kommerziellen Güter- und Personenzügen durchgeführt. Sie bilden die letzte Vorbereitungsphase vor der fahrplanmässigen Inbetriebnahme Mitte Dezember 2020.

Stadler SMILE / SBB Giruno RABe 501 008-3 "Ceneri 2020" am Bahnhof Melide                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Anfang September 2020 geht der Ceneri-Basistunnel von der Erstellerin AlpTransit Gotthard AG (ATG) an die Betreiberin SBB über. Das BAV hat heute die Bewilligung erteilt, damit die SBB ab diesem Zeitpunkt den Probebetrieb durchführen kann. Dieser wird bis zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 dauern. Er dient dazu, die betrieblichen Abläufe einzuüben und schrittweise hochzufahren, die Anlagen zu testen und die erforderlichen Nachweise im Hinblick auf die Erteilung der Betriebsbewilligung für den fahrplanmässigen kommerziellen Betrieb im Dezember 2020 zu erbringen.

 

Seit März 2020 führt die ATG Testfahrten im Tunnel durch, um die sichere Funktion aller Anlagen und Systeme zu überprüfen. Wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie musste der Testbetrieb vorübergehend während fünf Wochen unterbrochen werden. Er wurde am 20. April unter Einhaltung von Auflagen wieder aufgenommen, und am 30. April 2020 fuhr ein Testzug ICE-S mit 275 km/h durch den Tunnel. Eine für Mitte Juni 2020 vorgesehene Rettungsübung wurde wegen Corona auf den Oktober 2020 verschoben; Anfang Juni 2020 fand eine Übung mit Figuranten statt.

 

 

Eine Alpentransversale für den Güterverkehr der Zukunft

 

Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels wird das letzte Teilstück der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) fertiggestellt. Der Ceneri-Basistunnel hat eine Länge von 15,4 km und führt von Camorino bei Bellinzona nach Vezia bei Lugano. Insgesamt wurden in dieses Projekt rund 22,8 Milliarden Franken investiert. Der neue Korridor zwischen Nord- und Südeuropa fördert die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene. Er verkürzt die Fahrzeit der Güterzüge um bis zu zwei Stunden und erhöht dank dem 4-Meter-Korridor die Kapazität (750 Meter lange Kompositionen). Die Basis dafür bildet eine verbesserte Zusammenarbeit der europäischen Bahnunternehmen, die es in Zukunft ermöglicht, die Fahrpläne besser zu koordinieren, die Standzeiten an den Grenzbahnhöfen genauer abzustimmen und die Fahrzeiten optimaler zu synchronisieren.

 

Neue Möglichkeiten im nationalen und internationalen Personenverkehr

 

Im Personenverkehr wird die SBB per Fahrplanwechsel von Mitte Dezember 2020 den Grossteil des geplanten Angebots termingerecht umsetzen. Dazu zählen häufigere Nord-Süd-Verbindungen sowie mehr internationale Verbindungen. So werden die Reisezeiten im Nord-Süd-Verkehr weiter verkürzt, sowohl im nationalen und internationalen Verkehr als auch im Regionalverkehr im Kanton Tessin. Nach der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels dauert die Fahrt von Zürich nach Lugano rund 2 Stunden. Die Fahrt von Zürich nach Mailand dauert, aufgrund der eingeplanten Reserven, zunächst 3 Stunden 17 Minuten. Auf diese Weise sorgen die SBB und Trenitalia für einen zuverlässigen grenzquerenden Verkehr. Gegenüber dem Fahrplan, der seit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels gilt, verkürzt sich die Reisezeit somit um 9 bis 13 Minuten. Das Ziel ist, die Reisezeit von Zürich nach Mailand künftig auf 3 Stunden 2 Minuten zu verkürzen. Zu diesem Zweck ist in Chiasso ein dynamischer Übergang ohne Halt zum Wechseln des Stromabnehmers notwendig.

 

 

Revolution im Tessiner Regionalverkehr

 

Dank dem Ceneri-Basistunnel erhält das Tessin zudem eine attraktive S-Bahn. Die Fahrzeit zwischen Lugano und Bellinzona verkürzt sich um 15 Minuten, zwischen Locarno und Lugano um 25 Minuten. So entsteht eine eigentliche S-Bahn, welche die Ballungszentren des Kantons miteinander verbindet. Um den erwarteten Zuwachs der Fahrgastzahlen von 30 Prozent bei Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels und den damit einhergehenden Fahrplanausbau aufzufangen, erweitert TILO die Fahrzeugflotte: Zehn neue FLIRT-Kompositionen wurden bereits bestellt, und im Laufe des Jahres 2020 werden 40 neue Lokführer ausgebildet.




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Fragen und Antworten zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona

Bei den europäischen Bahnen gilt wieder weitgehend der reguläre Fahrplan und auch Services wie Bahngastronomie werden wieder angeboten. Ausserdem gilt im öffentlichen Verkehr die Maskentragpflicht und es wird dringend gebeten die weiteren Schutzmassnahmen zu befolgen. Im heutigen Beitrag finden Sie die von der Deutschen Bahn (DB) zusammengestellten Informationen. Die Schutzkonzepte in anderen Ländern sind teilweise unterschiedlich und deshalb haben wir die Links zu den wichtigsten Bahnen in Europa nachfolgend ebenfalls aufgeführt. Dort können Sie sich jeweils tagesaktuell informieren.

DB ICE4 auf dem Weg von Chur nach Hamburg am Bahnhof Basel SBB                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Wie geht die DB mit der geltenden Tragepflicht von Mund-Nase-Bedeckungen um?

 

Ganz klar: Reisende in Zügen und Bussen der Deutschen Bahn sind verpflichtet, Mund und Nase zu bedecken. Sollten sich Fahrgäste nach einer wiederholten Aufforderung weigern, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, können wir dies nicht akzeptieren und holen, wie in allen Konfliktsituationen, die Bundespolizei hinzu.

 

Nach wie vor hält sich die grosse Mehrheit der Reisenden an die Maskenpflicht. Wenn eine sehr kleine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für uns nicht hinnehmbar. Sollte die Bahn in solchen Fällen einen Beförderungsausschluss aussprechen müssen, setzt die Bundespolizei dies in Konfliktsituationen um.

 

Seit Bestehen der Maskenpflicht informieren wir darüber breit in Zügen, Bahnhöfen sowie in allen Medien (bahn.de, Bahn-App DB Navigator) und appellieren an Fahrgäste, dies zum Schutz aller Kunden und DB-Mitarbeiter zu beachten. Neben der Einhaltung verbindlicher Verordnungen geht es zudem darum, gegenseitige Rücksichtnahme zu leben und Verantwortung für die Gesundheit jedes Einzelnen und in der Gesamtbevölkerung zu empfinden.

 

Der Schutz der Gesundheit von Mitarbeitenden und Fahrgästen hat für uns oberste Priorität.

 

 

Wie beugt die Bahn einer zu hohen Auslastung der Züge vor?

 

Wir nehmen seit dem Ende des Lockdowns die Anpassung unseres Angebots an die Nachfrage stets so vor, dass unseren Kunden eine hohe Kapazität an Sitzplätzen zur Verfügung steht. Während der Reise unterstützt zudem unser Bordservicepersonal die Kunden dabei, sich innerhalb der Züge bestmöglich zu verteilen. Die Zahl der Reservierungen wird von vornherein begrenzt, um Reisenden größtmögliche Flexibilität und die Möglichkeit zu schaffen, sich bei Bedarf umzusetzen. Kunden sehen auf bahn.de und in der DB Navigator-App, sobald ein Fernverkehrszug über Vorabbuchungen zu mehr als 50 Prozent ausgelastet ist. Bei Zügen mit voraussichtlich sehr hoher Auslastung behalten wir uns vor, den Ticketvorverkauf auszusetzen. Dennoch haben Fahrgäste weiterhin die Möglichkeit, spontan in jeden Zug einzusteigen. An dem offenen System, das Bahnkunden in Deutschland sehr schätzen, halten wir fest.

 

 

Wie setzt die Deutsche Bahn die digitale Aussteige-Karten um?

 

Reisende, die mit Zügen der Deutschen Bahn aus Risikogebieten einreisen, weisen wir darauf hin, dass die behördliche Pflicht besteht, Kontaktdaten und Angaben zur Reise zu hinterlegen. Auf bahn.de finden Fahrgäste zudem das Online-Formular, in dem sie ihre Angaben machen müssen. Im Video erklärt Deutsche Bahn Konzernsprecher Achim Stauß, wie die Deutsche Bahn die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums umsetzt.

 

 

Wann und wie werden freiwillige Corona-Tests an den Bahnhöfen realisiert?

 

Wenn die Behörden auf Wunsch der Landesregierungen an Bahnhöfen Corona-Tests bei Reisenden durchführen möchten, unterstützen wir dies selbstverständlich und werden nach Möglichkeit Flächen oder Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. An den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg gibt es bereits Testzentren. Corona-Tests werden in Deutschland durch die kommunalen Gesundheitsbehörden veranlasst und durchgeführt.

 

 

Wie läuft der Bahnverkehr im Moment?

 

Die Buchungszahlen für die Fernverkehrszüge sind in den vergangenen Wochen wieder gestiegen. Aktuell sind unsere ICE- und IC-Züge durchschnittlich zu rund 30 Prozent ausgelastet.

 

Die Deutsche Bahn fährt ihr Angebot weiter hoch. Kunden steht inzwischen wieder ein deutlich größeres Angebot zur Verfügung. Zusätzlich zur Wiederaufnahme der touristischen ICE- und IC-Linien wurden auch besonders nachgefragte ICE-Städteverbindungen verstärkt. Hier setzt die Bahn auch wieder Züge mit der doppelten Zahl an Sitzplätzen (Doppeltraktion) ein.

 

Auch die ICE Sprinter-Züge kommen nachfrageorientiert zurück, zwischen Berlin und München bieten wir wieder das gesamte Sprinter-Angebot, zwischen Berlin und Frankfurt sind es inzwischen wieder drei Zugpaare.

 

Für Urlauber hat die DB in diesem Sommer ihr touristisches Angebot weiter ausgebaut. Die beliebten Urlaubsziele Rügen, Ostfriesische Inseln und Tirol sind noch öfter, bequemer und schneller erreichbar.

 

Seit dem 27. Juni bringt ein ICE aus Berlin nach Innsbruck jeden Samstag Reisende in die Berge. Der ICE legt Zwischenhalte u.a. in Erfurt, Nürnberg und München ein. Eine weitere neue Verbindung besteht zwischen München und Norddeich Mole. Seit dem 31. Juli wird auch Rügen mit einer neuen Direktverbindung von Stuttgart via Würzburg, Kassel, Berlin und Stralsund nach Binz angefahren.

 

Ins Ausland wird wieder das vollständige Angebot gefahren. Die DB hat das internationale Angebot sogar ausgeweitet, unter anderem mit dem neuen Zug Berlin-Prag-Wien-Graz.

 

Alle Infos zu Corona und der aktuellen Lage im Schienengüterverkehr finden Sie hier zusammengefasst.

 

 

Wie schützt die DB Mitarbeitende und Kunden?

 

Alle DB-Mitarbeiter an Bord der Züge sind verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Sämtliche Mitarbeiter mit Kundenkontakt wurden mit Masken ausgestattet. In den DB Reisezentren und DB Informationen in den Bahnhöfen bieten Plexiglasscheiben im Verkaufs- und Beratungsbereich Mitarbeitern und Kunden Schutz. In den Zügen wurden einige Services eingestellt: So werden derzeit keine Zeitungen an Bord angeboten, sie sind aber digital verfügbar. Auch in den Bordbistros und Bordrestaurants gibt es entsprechende Sicherheitsvorkehrungen.

 

In den Bussen werden Kunststoffscheiben am Fahrerarbeitsplatz eingebaut. Nach Einbau der Kunststoffscheibe wird die erste Tür im Bus wieder geöffnet, die erste Reihe hinter dem Fahrer freigegeben und der Fahrkartenverkauf aufgenommen.

 

 

Welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen ergreift die Deutsche Bahn?

 

Die DB setzt bundesweit rund 4.000 Mitarbeiter in der Reinigung ein: In den Fernverkehrszügen haben wir die Zahl der Unterwegsreiniger, die während der Fahrt die Züge reinigen, auf 600 verdoppelt. 1.400 Reinigungsmitarbeiter kümmern sich bei der DB allein um die Reinigung der Regionalverkehrszüge. Und auf den Bahnhöfen sorgen weitere rund 2.000 Mitarbeiter für Sauberkeit. Die DB wendet jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag für Reinigung und Hygiene auf.

 

Die DB ist zum Thema Hygienemaßnahmen in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesverkehrsministerium. Die bestehenden Pandemieplanungen der DB werden den Aktualisierungen der Bundesregierung und der Bundesländer kontinuierlich angepasst. Die DB folgt zudem den Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

 

 

Ausserdem:

  • Fahrkarten werden kontaktlos kontrolliert.
  • Alle Mitarbeiter an den Bahnhöfen, die Kontakt mit Reisenden haben, sind mit Mundschutz, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhen ausgestattet.
  • Mitarbeiter im Nah- und Fernverkehr tragen alle eine Mund-Nase-Bedeckung.
  • Alle DB Informationen und DB Reisezentren mit offenen Schaltern sind mit Plexiglasscheiben ausgestattet.
  • Vor den DB Informationen, in den Reisezentren und vor vielen Geschäften in den Bahnhöfen gibt es Mindestabstandsmarkierungen.
  • Auf 20 Bahnhöfen haben wir Waschgelegenheiten zugänglich gemacht, die vor den Bezahlschranken zu den Toilettenanlagen liegen. Üblicherweise gibt es diese Anlagen an großen Bahnhöfen.
  • Wo es technisch möglich ist, öffnen und schließen die Türen der Regio-Züge und S-Bahnen automatisch.

 

Fahrzeuge und Kontaktflächen unterliegen einer systematischen Reinigung und werden derzeit verstärkt gereinigt. Mitarbeiter sind mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. In den S-Bahn-Netzen öffnen und schliessen Fahrzeugtüren beim Halt automatisch, um das Berühren von Kontaktflächen zu vermeiden.

 

 

Was passiert bei einem Corona-Verdacht im Zug?

 

Generell folgen wir bei unseren Vorsorge- und Hygiene-Maßnahmen den Empfehlungen des RKI und des europäischen Center for Disease Control (ECDC). Bei einem von den Behörden festgestellten Corona-Verdacht wird der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert. Die Fahrgäste werden durch das Zugpersonal informiert, dass sie ihre Kontaktdaten hinterlegen sollen, um von den Behörden im Bedarfsfall kontaktiert werden zu können.

 

An Bord der Züge kommt es gelegentlich vor, dass sich Fahrgäste wegen akuter Beschwerden bei den Mitarbeitern melden. Für solche Situationen gibt es klar definierte Abläufe: Die DB-Mitarbeiter informieren die Notfallleitstelle und fordern auf diesem Weg Rettungskräfte an. In der Erstversorgung geschulte Mitreisende werden in der Zwischenzeit um Unterstützung gebeten.


 

Kunden der DB finden Informationen auf bahn.de/corona


 

Da sich die Situation im europäischen Bahnverkehr laufend ändert und Sie sich jederzeit

tagesaktuell informieren könnnen, nachstehend die diversen Links zu den Unternehmen.


Schweiz




Deutschland




Österreich




Frankreich


                                      

SNCF Verkehrsinformationen

                                      

TGV Lyria Infos zu Corona



Weitere Europäische Länder















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Glacier Express feiert in St. Moritz und Zermatt das 90-jährige Jubiläum

Glacier Express erinnert mit einer authentischen Feier zum 90. Jubiläum an die ereignisreiche Geschichte und blickt trotz ungewissen Zeiten vorsichtig optimistisch in die Zukunft. „Too big to fail“ – seit dieser Woche weiss man, dass dieser Krisenspruch auch für den Glacier Express gilt und in der Vergangenheit schon öfters galt: Verwaltungsratspräsident Isidor Baumann meint damit, dass der bekannteste Schweizer Zug zu wichtig sei für den Schweizer Tourismus, und dass er auch diese Corona-Krise überstehen werde, nachdem er in seiner nun 90jährigen Geschichte schon turbulente Zeiten wie den zweiten Weltkrieg und anfangs 2000 die Finanz- und dann die Euroturbulenzen überlebt habe.

Renato Fasciati, Direktor RhB, Annemarie Meyer, Geschäftsführerin Glacier Express AG, Isidor Baumann, Verwaltungsrats-präsident Glacier Express AG,  Amadé Perrig, ehemaliger Tourismusdirektor Zermatt,  Hanspeter Danuser, ehemaliger Toursmusdirektor St. Moritz und Fernando Lehner, Direktor MGBahn                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Dieses erste runde Jubiläum in der neuen Ära als eigenständige Firma wollte man im Frühling gebührend feiern, doch mit dem Lockdown musste der Glacier Express als einer der wenigen rein touristischen Züge stillstehen. Da seit Juni wenigstens ein erstes und seit Juli ein zweites der vier regulären Sommer-Kurspaare wieder verkehren, war auch der Moment gekommen das Jubiläum mindestens in bescheidenem Rahmen nachzuholen: Mit je einem kleinen Festakt in St. Moritz und Zermatt und einer Jubiläumsfahrt zwischen den beiden Ausgangspunkten in der ersten komplett renovierten Glacier-Komposition.

 

Bis letztes Jahr war der Glacier Express unter neuer Ägide sehr gut unterwegs – „so gut, dass sich die Eignerbahnen aufs aktive Elternsein zurückziehen konnten. In der aktuellen Situation braucht es wieder mehr Engagement von der MGBahn und von uns“, wie RhB-Direktor Renato Fasciati anmerkt; mit fast 258‘000 Passagieren wurde in der Tat annähernd die absolute Rekordmarke von 2008 erreicht. Das nun wieder anziehende Interesse stimmt Glacier Express-Direktorin Annemarie Meyer zwar vorsichtig optimistisch, doch zwischen zunehmenden Reservationen und den zum Zeitpunkt X effektiv realisierten Buchungen bestehe noch ein grosses Fragezeichen.

 

 

Urgesteine plaudern aus dem Nähkästchen

 

Für einen authentischen Jubiläumsrahmen sorgen zwei Protagonisten, die sich ganz besonders um den Glacier Express verdient gemacht hatten, Hanspeter Danuser und Amadé Perrig, die beiden langjährigen ehemaligen Kurdirektoren von St. Moritz und Zermatt – die letzten, die sich noch so nannten, und die lautesten dazu, wie Perrig verschmitzt erklärt: „Danuser mit dem Alphorn und ich mit Jodeln“. Klar, dass die Gäste Kostproben geboten erhalten. Mit weitgehend unbekannten Geschichten aus ihrem reichen Anekdotenfundus sorgen die seinerzeit bekanntesten Schweizer Tourismuspromotoren für weitere Erheiterung der Gäste.

 

So schildert Danuser, wie er anfangs der Achtziger Jahre einen Anstoss von Helmut Klee, dem langjährigen Leiter der damaligen Schweizer Verkehrszentrale in New York (und mit 91 Jahren der älteste noch lebende Förderer des Glacier Express), aufgriff. Er sah bei den Amerikanern noch ein enormes Potenzial: „Die wollen in den Alpen reisen, nicht Ferien machen.“ Die Eröffnung des Furkatunnels 1982 schien die ideale Gelegenheit dafür. Dazu wurden erstmals in der Schweiz – eine Sitzplatzreservation eingeführt werden (per Telex) und die skeptischen Direktoren der damals noch drei Betreiberbahnen überzeugt werden: "Als solide Ingenieure können wir doch nicht einen Glacier-Express neu lancieren, bei dem der Passagier den Rhone-Gletscher gar nicht mehr sieht!“ Im Gegensatz zu Eisenbahnern nehmen es Kurdirektoren mit der Geografie nicht so genau. Und die eindrückliche Passagierzunahme gibt ihnen sowieso Recht...

 

Wie Danuser gesteht, half der Glacier Express aber auch seiner Kurort-Promotion: „St. Moritz galt überall als extravagant und teuer, die Schweiz als solid, aber langweilig. Mit dem 'Glacier' weckte ich Sympathie und Goodwill: 'Slow Travel and Slow Food' – acht Stunden entschleunigende 'Panorama Time', und erst noch für ein Schnäppchen im Vergleich zu internationalen Eisenbahn-Klassikern.“

 

Fast unglaublich die Episode, aufgrund der es Amadé Perrig gelang, die schlechter frequentierte West-Ost-Belegung an die umgekehrte Fahrtrichtung anzugleichen: „Bei einem Golfturnier in den Neunziger Jahren trifft mich ein Gewaltsabschlag am Magen. Der besorgte President von JTB (Japan Travel Bureau) eilt herbei und fragt: ‚What can I do for you?‘ Worauf Perrig schlagfertig sagt: «Oh, I don‘t need a doctor but your help – you must bring me more tourists travelling in the direction from Zermatt to St. Moritz.» Und als höflicher Japaner konnte er diese Bitte nicht ausschlagen...“

 

Buchstäblich ein Knaller war laut Perrig ein paar Jahre später auch der Messeauftritt an der wichtigsten deutschen Busmesse RDA in Köln: „Erstmals wird ein Computer für direkte Buchungen angeschleppt. Leider ist die Verkabelung nicht einwandfrei – der Stand gerät in Brand und die Reservationen hatte man glücklicherweise auch noch auf Papier.“ Der Glacier Express war damit Messegespräch und bekam ungewollte Propaganda...

 

 

Demokratische Farbwahl

 

Ein kleiner Primeur ist von MGBahn-Direktor Fernando Lehner aber auch aus der Glacier-Neuzeit zu vernehmen: „Als es 2004 um die Bestimmung des Rottons der neuen Panoramawagen geht, wird nicht das traditionelle RhB-Rot oder das Rot der kurz zuvor fusionierten und neu livrierten MGBahn gewählt, sondern eine Mischung der beiden Farbtöne als Kompromiss“. Und wie der lichte Blauton zustande kommt? Die Rollmaterial- und Marketingchefs treffen sich im Schweizerhof am Zürcher Bahnhofplatz, stellen fünf grosse Farbtafeln vors Hotel und entscheiden dann unter Einfluss der Publikumswirkung...


Empfang und Jubiläumsfeier in St. Moritz


Jubiläumsfahrt Teil 1 St. Moritz - Chur


Jubiläumsfahrt Teil 2 Chur - Andermatt


 Jubiläumsfahrt Teil 3 Andermatt - Zermatt


Videos aus dem Archiv

Begegnung  zweier  Glacier Express-Züge  in  Disentis/Mustér,

dem Übergangsbahnhof von der Matterhorn Gotthard Bahn zur Rhätischen Bahn.


Der Glacier Express GEX 905 schlängelt sich hier kurz nach Sedrun auf seiner

gut 8-stündigen Fahrt von St. Moritz (10.02) nach Zermatt (18.10) dem Oberalppass entgegen.


Präsentation und Taufe der RhB Glacier Express Lok Ge 4/4 II 623 am 14. August 2018 am Bahnhof Chur.

Die Lok führte anschliessend den GEX 903 St. Moritz (09.15) - Zermatt (17.10) ab Chur bis nach Diesentis/Mustér.


Ein "besonderes Schmankerl" haben wir hier am 26. Juni 2019 eingefangen, als die RhB Ge 4/4 II 621 kurz vor dem Ziel eine Lokstörung (Kompressor) hatte.  Aber  selbst  solches  konnte  den  liebevoll  auch  als  "langsamsten Schnellzug der Welt" bezeichneten Zug nur wenig bremsen. Völlig unkompliziert hat dann halt die "Güterbahn" ausgeholfen bzw. nachgeschoben, so dass die Fahrgäste Samedan bzw. St. Moritz auch an diesem Tag ohne umzusteigen erreicht haben!


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