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Wir setzen uns zur Ruhe - Ihr habt das Wort!

                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Das Jahr 2018 neigt sich mit grossen Schritten seinem Ende entgegen. Nach der Gründung im November 2005 ist  "info24  -  ÖV Schweiz - Europa"  knappe 5 Jahre später am 18. Juni 2010 - als eine der ersten Bahnseiten überhaupt - Facebook beigetreten. Eine lange Zeit, in der wir dort täglich aktuelles berichtet, Fotos und Videos gepostet haben. Ganz besonders gefreut haben uns aber auch die zahlreichen Bilder von Leserinnen und Leser, so dass wir eigene Fotoalben mit Leserfotos machen konnten. Toll auch die vielen Rätsel-Bilder, wo wir von Euch immer wieder neues erfahren und lernen durften. Im laufe der Zeit sind wir nun bei 1'175 solcher Rätsel-Fotos angekommen. Dies ist der Moment Euch allen einfach einmal wieder ganz herzlich DANKE zu sagen für das Mitmachen, Eure Treue und Interesse an info24. Danken möchten wir aber auch allen Verkehrsunternehmen - die uns immer wieder interessante Einblicke gewährt haben - und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die stets angenehme und freundliche Zusammenarbeit!

 

Für uns ist nun die Zeit gekommen einmal ein wenig inne zu halten und Euch das Wort zu geben! Einige wenige von Euch wussten es bereits seit einigen Monaten, dass wir an einem Scheidepunkt sind, wie und ob überhaupt es mit unserer Seite im neuen Jahr weitergehen soll. Seit längerem schon stand im Vordergrund info24 per Ende 2018 einzustellen.

 

Aber "einfach so aufhören" möchten wir auch nicht, denn wir alle sind info24 und nicht zuletzt dank den vielen Leserfotos auf unserer Facebook Seite ist es ja auch Eure Seite! Deshalb sind wir nun auf Eure Kommentare gespannt, wie Ihr darüber denkt!?!

Gerne könnt Ihr uns auch mit dem Kontakt-Formular eine persönliche Nachricht senden und / oder an der Facebook Umfrage teilnehmen.

 

 

Schreibt uns doch einfach was Euch an der Seite gefällt und was nicht.

 

Falls Ihr meint, dass wir reduziert weitermachen sollten: Gibt es Bereiche auf die wir "ruhig verzichten" können? Sollten wir uns auf gewisse Dinge konzentrieren, anderes weglassen? Wünscht Ihr Euch beispielsweise auch eher Beiträge aus der Schweiz oder eher International? Würdet Ihr auch noch auf "info24 - ÖV Schweiz - Europa" mit dabei sein, wenn nicht mehr tägliche News oder Bilder / Videos gepostet würden? Weniger ist ja manchmal auch mehr...!?

 

 

Danke sehr für Eure Meinungen, in den nächsten Tagen habt Ihr das Wort und wir werden vorerst einmal "schweigen...!"

 

 

Herzlichst Euer Marcel


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Der ÖBB Railjet feiert sein 10-jähriges Jubiläum

Heute begeht der ÖBB Railjet sein 10-jähriges Jubiläum! Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 wurden diese Züge von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erstmals im kommerziellen Betrieb eingesetzt. Der Wiener Westbahnhof war damals der Startpunkt für die Reise auf der Westbahnstrecke quer durchs Land nach Salzburg - Innsbruck und Bregenz. Ausgeschrieben wurde die Lieferung der neuen Züge im Jahr 2005 und um den Auftrag hatten sich nebst Siemens auch Bombardier und CAF beworben. Der Aufsichtsrat der ÖBB-Holding genehmigte dann im Februar 2006 die Beschaffung von 23 Garnituren bei Siemens im Wert von 244 Millionen Euro. Eine Option sah die Lieferung weiterer 40 Garnituren bis 2015 vor.

ÖBB Railjet am Wiener Westbahnhof zum Start der Reise quer durch Österreich                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Gesamtkonzeption, Konstruktion der Wagenkästen und die Inneneinrichtung erfolgten an den Siemens-Standorten in Graz und Wien. Dort begann im November 2006 der Bau der Wagen. Der erste Rohbauwagenkasten war im August 2007 fertig und am 21. April 2008 rollte die erste, noch verkürzte Garnitur aus dem Werk in Wien. Bis Dezember 2009 waren die ersten 23 Einheiten im Einsatz. Eine darüber hinaus reichende Option zum Kauf weiterer Einheiten wurde vom ÖBB-Aufsichtsrat im Oktober 2007 eingelöst und im August 2014 wurden weiterere Railjet-Garnituren bestellt, sodass bei den ÖBB heute insgesamt 60 Züge im Einsatz sind. Seit dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2015 werden sämtliche Railjet-Verbindungen, die Wien berühren, über Wien Hauptbahnhof geführt und haben dabei als zweiten Halt Wien Meidling. Der Westbahnhof wird von den Railjet-Zügen nicht mehr bedient.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde verbindet der Railjet mittlerweile ganz Österreich und fährt ebenso auch direkt nach Deutschland, in die Schweiz, nach Tschechien, Ungarn, Slowakei und Italien. Durch direkte Verbindungen zum Flughafen Wien verbindet der Railjet Reisende mit der ganzen Welt. Zweimal pro Stunde fahren ÖBB Railjets über Wien Meidling und Wien Hauptbahnhof zum Flughafen Wien. Damit bindet der Railjet mit Bregenz, Innsbruck, Salzburg, Linz und St. Pölten gleich fünf Landeshauptstädte entlang der Weststrecke direkt an den Wiener Flughafen an. Für Reisende aus Graz werden täglich 6 Railjet Direktverbindungen je Richtung zum Flughafen Wien angeboten.

Auf der Tauernstrecke zwischen Klagenfurt und Salzburg sind täglich 4 Railjets pro Richtung unterwegs. Somit gibt es auch eine Railjet-Direktverbindung von Klagenfurt nach München und Direktverbindungen von der Tauernstrecke über die Weststrecke nach Wien. Seit dem Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2018 wird mit Bratislava auch die Slowakei angesteuert. Mit einem Zugpaar Bratislava-Wien-Zürich ist somit auch die Slowakei in das Railjet-Netz eingebunden.



Da jeder seine eigenen Bedürfnisse hat, stehen insgesamt drei Komfortklassen zur Verfügung

 

Jeder Railjet verfügt ausserdem über ein Bordrestaurant. Es ist ein attraktiver Treffpunkt, der Ihnen eine angenehme Atmosphäre für einen Snack zwischendurch oder auch eine ausgedehnte Mahlzeit bietet. Natürlich können Sie alle Speisen und Getränke auch gerne auf Ihren Platz mitnehmen.





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Ab Dezember 2021 fahren Stadler FLIRT stündlich von Chur nach Bern

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) und Stadler haben heute den Vertrag über die Lieferung von zwölf weiteren FLIRT-Zügen unterschrieben. Die SOB fährt ab dem 12. Dezember 2021 unter einer Fernverkehrskonzession der SBB im Stundentakt die Linie Chur–Zürich–Bern. Auf dieser neuen SOB-Linie sollen die «Traverso» Fernverkehrszüge eingesetzt werden.

Die SOB hat heute bei Stadler sieben weitere achtteilige «Traverso»-Fernverkehrszüge bestellt          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Heute haben die SOB und Stadler in St. Gallen den Vertrag über die Lieferung von zwölf weiteren FLIRT-Zügen unterzeichnet. Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich um sieben achtteilige, kupferfarbene Triebzüge des Typs FLIRT, genannt «Traverso», und um fünf vierteilige, silberfarbene FLIRT. Die Züge zeichnen sich durch Innovation und Komfort aus. Die hochwertigen, achtteiligen Fernverkehrszüge «Traverso» verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse (2+1-Bestuhlung). Alle Sitzplätze sind mit Steckdosen ausgerüstet. Die Reisenden können sich in den zwei Bistrozonen verpflegen und für Familien steht ein Familienbereich zur Verfügung. Die Züge erfüllen die neuesten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bieten ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen. Die SOB setzt die einheitlichen Fernverkehrszüge «Traverso» auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern ab 15. Dezember 2019 ein, auf der Gotthard-Bergstrecke ab 13. Dezember 2020 und ab Mitte Dezember 2021 zwischen Chur und Bern.

 

 

Total 34 neue Züge für die SOB

 

Ende Juni 2016 hat die SOB bei Stadler sechs achtteilige und fünf vierteilige elektrische Niederflurtriebzüge bestellt, um ab dem Fahrplanwechsel 2019 die älteren, teils 40 Jahre im Einsatz stehenden Kompositionen zu ersetzen. Die achtteiligen Züge werden auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern zum Einsatz kommen und das Reisen durch die Voralpen noch hochwertiger und komfortabler gestalten. Die vierteiligen Triebzüge mit 197 Plätzen, davon 22 in der 1. Klasse, verstärken die FLIRT-Bestandesflotte im S-Bahn Betrieb.

 

Ab dem 13. Dezember 2020 bedient die SOB in Kooperation mit der SBB mit den neuen «Traverso» auch die Fernverkehrsstrecke von Basel beziehungsweise Zürich über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno. Für diese Strecke hat die SOB im Rahmen einer Optionseinlösung im Dezember 2017 elf weitere achtteilige «Traverso» -Fernverkehrszüge bestellt.

 

Chur–Zürich–Bern ist die zweite Linie, die die SOB im Auftrag der SBB betreiben wird. Mit dem heute unterzeichneten Liefervertrag über sieben weitere achtteilige «Traverso»-Fernverkehrszüge und fünf vierteilige FLIRT-Züge löst die SOB eine zweite Option ein.


 

Der fabrikneue Stadler FLIRT3 RABe 526 103 für die SOB / 8-teiliger «Traverso»

am 19. November 2018 in Aarau auf Testfahrt in Richtung Olten.


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Einführung neuer Hybridkupplungen bei SBB Cargo

Von der Einführung neuer Hybridkupplungen verspricht sich SBB Cargo schnellere Prozesse, attraktivere Arbeitsbedingungen und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Strassenverkehr. In einer ersten Phase werden im SBB Industriewerk in Bellinzona 12 Streckenlokomotiven des Typs Re 420 umgerüstet, bei 5 Loks ist der Einbau dieser Kupplung bereits erfolgt.

SBB Cargo Re 420 288-3 mit Hybridkupplung an einem Güterzug in Landquart                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im SBB Industriewerk in Bellinzona findet überwiegend die «schwere Instandhaltung» des Rollmaterials von SBB Cargo statt. Ob Lokomotiven oder Güterwagen: Jedes Schienengefährt wird hier im Mehrjahresrhythmus von A bis Z zerlegt, geprüft, repariert und so für weitere Einsatzjahre auf Vordermann gebracht.

 

Im vierten Quartal 2018 zirkulieren in auffallender Häufigkeit Streckenloks vom Typ Re 420 aus den 1970er-Jahren im Tessiner Werk. Ihnen wird eine ganz besonders intensive Behandlung zuteil: Ihre alten Kupplungen werden durch moderne Hybridkupplungen ersetzt. Damit können die Loks sowohl an Güterwagen mit automatischer Kupplung als auch an solche mit der alten Schraubenkupplung andocken. Im Juli 2018 hat der Umbau der ersten von insgesamt 12 Loks begonnen. Jeweils für zwei bis drei Arbeitswochen machen sich permanent zwei Arbeiter an ihr zu schaffen – bohren, schweissen, montieren, lackieren. Bei den SBB Re 420 277, Re 420 278, Re 420 279, Re 420 280 und Re 420 288 ist der Einbau der neuen Hybridkupplungen bereits erfolgt.

 

 

Neue Kupplungen für alte Loks

 

Die neuen Hybridkupplungen hat SBB Cargo im Dezember 2017 bei der deutschen Herstellerfirma Voith GmbH bestellt. Zusammen mit dem Einbau in die 12 Loks ergeben sich Gesamtkosten von rund 2 Millionen Franken. Der hohe finanzielle und zeitliche Initialaufwand, um Güterwagen in Zukunft automatisch statt von Hand zu kuppeln, ist gleichwohl mehr Pflicht als nur Wunsch. «Der Wettbewerbsdruck vonseiten der Strasse steigt permanent», erklärt Fabio Lo Piccolo. Als Mitarbeiter im Geschäftsbereich Asset Management und Transformation von SBB Cargo ist Lo Piccolo stark in das Anfang 2019 offiziell anlaufende Pilotprojekt «Automation im kombinierten Verkehr» involviert. Die Stichworte zum Konkurrenzdruck von der Strasse liefert er gleich mit: Elektromobilität, selbstfahrende Fahrzeuge und immer mehr Lastwagenchauffeure aus EU-Oststaaten mit niedrigen Lohnkosten.

 

Da müsse die Bahn dagegenhalten, ist Lo Piccolo überzeugt. Der Einsatz moderner Technologien könne für SBB Cargo neue Potenziale freisetzen, um die Produktivität zu steigern. Konkret sollen im Rahmen des Pilotprojekts durch gezielte Innovationen am Rollmaterial sowie eine Vereinfachung der Betriebsabläufe die Transportqualität und die Leistungsfähigkeit gesteigert werden. «Im Fokus stehen dabei die Elemente automatische Kupplung, automatische Bremsprobe und teilautonome Rangierlok», fasst Lo Piccolo zusammen.

 

 

Mehr Komfort für Kunden und Mitarbeitende

 

Die Implementierung neuer Technik in bald fünfzigjähriges Rollmaterial ist indes nicht ganz einfach. So seien die Re-420-Lokomotiven von SBB Cargo eigentlich nicht für die Aufnahme happiger Stosskräfte über die Mitte der Fahrzeugfront (statt über die Puffer) konstruiert, wie sie nach dem Einbau der neuen Hybridkupplungen bei entsprechenden Manövern wirken werden. «Allein die Bewältigung dieser Herausforderung mithilfe diverser Nachbesserungen hat unsere Topingenieure während längerer Zeit beschäftigt und diverse Köpfe zum Rauchen gebracht», erzählt Lo Piccolo.

 

Die intensive Vorarbeit dürfte sich dereinst bezahlt machen. So soll sich die Abfertigung eines Güterzugs künftig mit nur noch einer Person realisieren lassen. Neben Personalkosten kann damit auch wertvolle Zeit eingespart werden. «Die Zugvorbereitung dürfte künftig deutlich schneller realisierbar sein», ist Lo Piccolo überzeugt.

 

SBB Cargo sieht sich auch als Arbeitgeberin in der Pflicht. «Berufe wie Rangierer oder Lokführer verlieren seit Jahren an Attraktivität, wogegen wir mithilfe der Automation ankämpfen wollen», sagt Lo Piccolo. Das manuelle Anheben der schweren Schraubenkupplung fällt bei einer automatischen Kupplung weg, was negative gesundheitliche Langzeitfolgen verhindert. Der Lokführer kann beim Kuppeln künftig sogar in seinem Führerstand bleiben.

 

 

Neuer Elan im Wettbewerb mit der Strasse

 

Auch für die Kunden soll der Alltag komfortabler werden. Die schnellere Zustellung des Rollmaterials könnte für SBB Cargo Freiräume schaffen, um den Kunden zusätzliche oder gar neue Verbindungen anzubieten. Gesunde Mitarbeitende und zufriedene Kunden: Automatisierung und Digitalisierung können dem Schienengüterverkehr neue Instrumente in die Hand geben, um den Wettbewerb mit der Strasse gestärkt in Angriff zu nehmen. Anfang 2019 sollen fünf Terminals und Loks mit der automatischen Kupplung und der automatischen Bremsprobe ausgerüstet und für erste Testfahrten bereit sein.

 

 

Die USA und Russland kuppeln schon automatisch

 

Europa ist im Bereich des automatischen Kuppelns von Güterzügen ein Drittweltkontinent. Aufgrund föderaler Strukturen mit Dutzenden von Staats­bahnen konnte man sich in der Vergangenheit trotz mehrerer Anläufe nicht auf einen gemeinsamen Standard und einen Migrationsplan einigen. SBB Cargo ist mit den bevorstehenden Testreihen für den produktiven Einsatz eine Vorreiterin. Anders die USA und Russland, wo Güterzüge schon länger automatisch gekuppelt werden. Die ­Motivation für die Um­stellung in den beiden Ländern hat aber nicht in erster Linie mit Betriebs- und Kosteneffizienz zu tun, sondern vor allem mit Sicherheitsfragen (USA) und dem überwiegenden Einsatz von langen und schweren Zügen (Russland). Mit dem schweizerischen Einzelwagen­ladungsverkehr ist dies kaum vergleichbar. ­Er­fahrungen aus den USA und Russland können ­deshalb nicht in das Pilotprojekt Automation von SBB Cargo einfliessen.

 

 

Genügend Mitarbeitende dank Ein-Personen-Betrieb

 

Die Innovationen automatische Kupplung und automatische Bremsprobe sind zentrale Elemente auf dem Weg zur Einführung des Ein-Personen-Betriebs beim Rangieren. Dieser verspricht nicht nur einen wesentlichen Zeitgewinn, sondern dürfte auch – wegen des attraktiveren Berufsbilds mit weniger körperlicher Arbeit – das Nachwuchsproblem von SBB Cargo bei den Rangiermitarbeitenden entschärfen.



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10 Jahre Flughafen-S-Bahn Hamburg: 60 Millionen Fahrgäste

Die S-Bahn-Anbindung zum Flughafen ist in Hamburg nicht mehr wegzudenken. Genau heute, am 11. Dezember 2018 fahren die roten Züge seit 10 Jahren in 25 Minuten direkt vom Hauptbahnhof zum Hamburg Airport. Die Fahrgastzahlen sind in dieser Zeit um 88 Prozent gestiegen. Im Jahr 2009 haben bereits 4,1 Millionen Fahrgäste die S-Bahn zum Hamburg Airport genutzt, im Jahr 2018 werden es etwa 7,7 Millionen Fahrgäste sein. Insgesamt waren 60 Millionen Fahrgäste in der letzten Dekade auf der Strecke unterwegs.

Seit 10 Jahren in 25 Minuten vom Hauptbahnhof direkt zum Hamburg                                              Foto: DB / S-Bahn Hamburg

 

 

 

Anlässlich des Geburtstags setzt die S-Bahn Hamburg einen eigens gestalteten Zug als rollenden Reiseführer im Streckennetz ein, insbesondere auf der Linie S1. An Hand von Bildern und Geschichten wird die Linie der S1 dargestellt, mit dem Namensgeber des Flughafens, Helmut Schmidt, an der Zugspitze über die Hafenatmosphäre an den Landungsbrücken bis hin zu den Wasservögeln in Wedel.

 

Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg: „Die Flughafen-S-Bahn ist ein voller Erfolg, die alle Erwartungen übertroffen hat. Bis zu 25.000 Fahrgäste nutzen täglich die Verbindung, das sind fast doppelt so viele wie vor Eröffnung der Strecke prognostiziert.“

 

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: „Die S-Bahn-Verbindung ist das Herzstück zur Erreichbarkeit des Flughafens. Die Zahlen spiegeln den Erfolg wider: Knapp 30 Prozent unserer Passagiere nutzen die komfortable S-Bahn-Verbindung inzwischen für ihre Reise zum Flughafen, von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind es rund 25 Prozent. Ich bin mir sicher, dass die Verbindung auch weiterhin so gut angenommen wird.“

 

Die drei Kilometer lange S-Bahn-Strecke zwischen Ohlsdorf und Hamburg Airport wurde ab November 2008 im Probebetrieb befahren. Die Premierenfahrt fand am 11. Dezember 2008 statt, am 12. Dezember wurde der reguläre Fahrbetrieb aufgenommen.



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Wiener Linien sind immer energieeffizienter unterwegs

Zahlreiche Innovationen machen die Wiener Öffis immer nachhaltiger. Trotz stetig wachsendem Streckennetz und ansteigender Fahrgastzahlen ist man mit Bus, Strassenbahn und U-Bahn energieeffizient unterwegs. Am meisten Energie wurde bei der Busflotte eingespart. Im vergangenen Jahr sank der Verbrauch um mehr als ein Viertel im Vergleich zu 2011. Auch die Strassenbahnen werden immer sparsamer, rund 21 GWh weniger verbrauchten die Bims 2017 (94 GWh) im Vergleich zu 2003 (115 GWh). Strassenbahnen speisen ca. 30 Prozent der beim Bremsen erzeugten Energie in das Oberleitungsnetz zurück. Bei den U-Bahn-Linien 1 bis 4 sorgen Innovationen wie Brake Energy für einen nachhaltigen Betrieb. Hierbei wird die beim Bremsen freigewordene Energie zurück in das Wiener-Linien-Stromnetz gespeist und kann somit andere Fahrzeuge in der Umgebung beim Anfahren antreiben.

Moderne Fahrzeuge und Projekte wie Brake Energy zeigen Wirkung                                                             Foto: Wiener Linien

 

 

 

 

Im Vorjahr waren 962 Millionen Fahrgäste mit den Wiener Linien unterwegs, fast 250 Millionen mehr als noch 2003. Am meisten Energie wurde bei der Busflotte eingespart. Im vergangenen Jahr sank der Verbrauch um mehr als ein Viertel im Vergleich zu 2011. Die hier eingesparten 52 Gigawattstunden (GWh) reichen für fast 13.000 Wiener Haushalte. Gleichzeitig sind die Platzkilometer, also die Gesamtfahrstrecke aller Fahrgäste, leicht angestiegen. Zurückzuführen sind die enormen Einsparungen auf die Elektrobusse im Stadtzentrum und den stetig wachsenden Anteil an modernen und umweltfreundlichen Euro-6-Dieselfahrzeugen. Alleine bei den Gelenkbussen konnte im Vergleich zu den Vorgängermodellen der Stickoxide-Ausstoss um mehr als das 15-fache und der CO2-Ausstoss um ca. 44% reduziert werden. Die Umstellung auf Euro-6-Busse ist bereits weit fortgeschritten und wird im kommenden Jahr abgeschlossen.

 

 

Auch die Strassenbahnen werden immer sparsamer

 

Rund 21 GWh weniger verbrauchten die Bims 2017 (94 GWh) im Vergleich zu 2003 (115 GWh), während die Platzkilometer nahezu identisch blieben. Strassenbahnen speisen ca. 30 Prozent der beim Bremsen erzeugten Energie in das Oberleitungsnetz zurück. Auch eine energiesparende Fahrweise ist bei den Öffis sehr wichtig. Deshalb wird bereits in der Aus- und Weiterbildung des Fahrpersonals das Bewusstsein dafür geschärft.

 

 

Innovationen entlang der U-Bahn

 

Bei den U-Bahn-Linien 1 bis 4 sorgen Innovationen wie Brake Energy für einen nachhaltigen Betrieb. Hierbei wird die beim Bremsen freigewordene Energie zurück in das Wiener-Linien-Stromnetz gespeist und kann somit andere Fahrzeuge in der Umgebung beim Anfahren antreiben. Die modernen V-Züge sorgen im Vergleich zum alten Silberpfeil für grosse Energieeinsparungen.

 

Im Vorjahr wurden nur vier GWh mehr verbraucht als 2003. Durch die Verlängerungen von U1 (Kagran bis Leopoldau bzw. Reumannplatz bis Oberlaa) und U2 (Schottenring bis Seestadt) kamen aber 23 Kilometer Streckenlänge hinzu. Gleichzeitig haben sich die Platzkilometer von sechs auf zehn Milliarden fast verdoppelt.

 

Entlang der fünf neuen U1-Stationen sind zudem rund 8.400 LED-Leuchten eingebaut. Das spart trotz doppelter Beleuchtungsstärke pro Station etwa 85 Megawattstunden. So viel Energie benötigen im Durchschnitt 20 Haushalte jährlich. Die Station Altes Landgut wird zudem mittels Erdwärmeanlage versorgt. Bis zu 60 Prozent des üblichen Stromverbrauchs kann so reduziert werden.

 

Auch den in kommenden Jahren steht die Nachhaltigkeit für die Wiener Linien an vorderster Stelle. So werden alle neuen Fahrzeuge unter strikten ökologischen Gesichtspunkten angeschafft und auch beim Bau des Linienkreuzes U2xU5 auf energiesparende Technik gesetzt.

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Vier Kantone und SBB setzen auf Bahnausbau und städtebauliche Entwicklung in der Ostschweiz

Mit der Unterzeichnung der "Gesamtperspektive Ostschweiz" am 07. Dezember 2018 in St. Gallen bekräftigen die Vertreter der Kantone Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und der SBB, das Angebot im Personen- und Güterverkehr auszubauen. Die Eisenbahninfrastruktur und die Entwicklung der Areale rund um die wichtigen Bahnhöfe werden aufeinander abgestimmt. Gemeinsames Ziel ist es, Mehrwerte für die Bevölkerung, die beteiligten Kantone und involvierten Städte zu schaffen und attraktive Perspektiven für die Region aufzuzeigen.

Von links nach rechts: Jürg Stöckli, Leiter SBB Immobilien; Bruno Damann, Regierungsrat Kanton St. Gallen; Mario Cavigelli, Regierungspräsident Kanton Graubünden; Andreas Meyer, CEO SBB AG; Walter Schönholzer, Regierungsrat Kanton Thurgau; Martin Kessler, Regierungsrat Kanton Schaffhausen; Werner Schurter, SBB Regionalkoordinator.         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Ostschweiz ist eng mit dem Metropolitanraum Zürich, dem angrenzenden Vorarlberg, Konstanz und Singen sowie den Städten München und Stuttgart verflochten. Mit dem geplanten Angebotsausbau rücken die Zentren näher zusammen, bilden einen wichtigen Wirtschaftsstandort und weisen ein grosses Potenzial bei der verkehrlichen und städtebaulichen Entwicklung auf. Diese Chance wollen Kantone und SBB nutzen. Andreas Meyer, SBB CEO, freut sich: «Für die Ostschweiz sind umfangreiche Angebotsverbesserungen geplant, mit der wir die Servicequalität erhöhen können. Beispielsweise fahren unsere Kunden ab 2021 in modernsten Zügen in 2,5 Stunden von St. Gallen nach München – die notwendigen Ausbauten in Deutschland und Österreich vorausgesetzt.» Und er erläutert: «Dafür investieren wir bis 2030 mehr als eine Milliarde Franken in Bahnhöfe, Infrastruktur und Areale in der Ostschweiz.»

 

 

Entwicklungsschwerpunkte in den Kantonen für die Ostschweiz

 

In der Gesamtperspektive haben die vier Ostschweizer Kantone und die SBB sieben Perspektiven für die Entwicklung der Bahninfrastruktur und Areale für den Planungshorizont 2030 definiert. Insgesamt 22 Planungen gehen die SBB zusammen mit den zuständigen Kantonen, Städten und Gemeinden prioritär an. Mit diesem abgestimmten Vorgehen können die Partner die Kräfte bündeln, Projekte schneller entwickeln und gemeinsam erfolgreich umsetzen.

 

• Mario Cavigelli, Regierungspräsident des Kantons Graubünden, sieht im Angebotsausbau grosses Potenzial für seinen Kanton: «Zukünftig werden wir im Halbstundentakt an die Wirtschaftsräume Zürich und St. Gallen angebunden. Dem Kanton Graubünden ist es ein Anliegen, dass Areale in Bahnhofsnähe bestmöglichst ab 2025 entwickelt und genutzt werden.» Im Fokus stehen das 16 000 m2 grosse Kettweg-Areal in Chur sowie bahnhofsnahe Areale in Landquart.

 

• Gute Verkehrsanbindungen im Fern- und Regionalverkehr sind für einen Grenzkanton wie Schaffhausen essenziell. Regierungsrat Martin Kessler: «Schaffhausen wird von der Elektrifizierung der Hochrhein-Strecke und deren Durchbindung von Basel nach St. Gallen profitieren. Zusammen mit der Stadt soll das städtebaulich wichtige Güterverwaltungsareal in Schaffhausen ab 2020 aufgewertet und für Dienstleistungen und Gewerbe nutzbar gemacht werden.»

 

• Für Regierungsrat Walter Schönholzer ist im Kanton Thurgau der umsteigefreie Halbstundentakt im Fernverkehr nach Kreuzlingen-Konstanz und nach Romanshorn das zentrale Ausbauvorhaben: «Wir sorgen dafür, dass das Bahnangebot weiter ausgebaut werden kann und die divergierenden Ansprüche von Verkehr und Siedlung rund um die Bahnhöfe sauber aufeinander abgestimmt werden.» Potenzial für städtebauliche Entwicklungen haben das P+R-Areal der SBB am Bahnhof Frauenfeld ab 2020 und die Hafen- und Bahnanlagen in Romanshorn ab 2025.

 

• «Für St. Gallen ist das wichtigste ÖV-Ziel der nächsten Jahre die Reisezeit von St. Gallen nach Zürich unter einer Stunde», betont Regierungsrat Bruno Damann. Nur so kann der Vollknoten St. Gallen endlich umgesetzt werden. Im Zentrum der Gesamtperspektive stehen städtebauliche Planungen, welche die Städte zusammen mit dem Kanton und der SBB ab 2025 entwickeln wollen. Namentlich sind das der Güterbahnhof St. Gallen sowie bahnhofsnahe Areale in St. Fiden Heiligkreuz und an der Güterstrasse in Rapperswil-Jona.

 

 

 

Abgestimmte Planung für alle Regionen in der Schweiz

 

Mit der heutigen Unterzeichnung der Gesamtperspektive Ostschweiz hat die SBB für alle Planungsregionen der Schweiz zusammen mit den Kantonen Arbeitsprogramme erarbeitet und beschlossen. Das Instrument hat sich bewährt, um die Zusammenarbeit von Kantonen und SBB zu stärken, gemeinsam Prioritäten sowie verlässliche Ziele für die Bahnzukunft zu setzen und einen Mehrwert für die Region und ihre Bevölkerung zu schaffen.


 

Andreas Meyer, CEO SBB AG


 

Unterzeichnung der "Gesamtperspektive Ostschweiz"


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Gesamtperspektive Ostschweiz
Die Bahnzukunft in der Ostschweiz.pdf
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RhB-Bahnhöfe sind bereit für die Elektromobilität

Repower und die Rhätische Bahn (RhB) haben elf Bündner Bahnhöfe mit PLUG’N ROLL-Ladestationen ausgerüstet. Mit dem neuen Angebot an touristisch wichtigen Bahnhöfen wird der wachsenden Nachfrage nach Ladepunkten für Elektroautos Rechnung getragen. Diese Woche wurde die Ladestation am Bahnhof Davos Platz eröffnet. Auch für müde E-Biker gibt es bald ein neues Angebot.

Renato Fasciati, Direktor RhB (links) und Repower CEO Kurt Bobst (rechts) in Davos                              Foto: Rhätische Bahn

 

 

 

RhB-Direktor Renato Fasciati und Repower-CEO Kurt Bobst konnten gemeinsam den vorläufigen Abschluss einer gelungenen Zusammenarbeit feiern. Sie haben sich am Bahnhof Davos Platz getroffen, um eine von insgesamt elf neuen PLUG’N ROLL-Ladestationen an ausgewählten Bahnhöfen in Graubünden zu eröffnen.

 

«Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Angebot touristischen Mehrwert für Graubünden generieren können. Gleichzeitig erhöhen wir damit auch die Attraktivität der entsprechenden Bahnhöfe», so Renato Fasciati, Direktor der RhB.

 

Der CEO von Repower, Kurt Bobst, ist erfreut darüber, dass mit diesem Angebot die Alltagstauglichkeit der Elektromobilität zusätzlich erhöht wird. «Ich bin sehr froh, dass wir zusammen mit der RhB die Elektromobilität und PLUG’N ROLL weiter fördern können.»

 

Die beiden Bündner Traditionsunternehmen tragen mit dem neuen Angebot der steigenden Nachfrage nach Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge Rechnung und stärken gleichzeitig die Tourismusregion Graubünden. Dank den Ladepunkten an den Bahnhöfen wird den Gästen in Graubünden neu ein rein elektrisches Reiseerlebnis ermöglicht. Das Gästeangebot hinsichtlich Elektromobilität wird demnächst sogar noch weiter ausgebaut. RhB und Repower haben gemeinsam entschieden, im Frühling 2019 drei noch zu bestimmende RhB-Bahnhöfe mit je einer E-LOUNGE von Repower auszurüsten. Die E-LOUNGE ist eine preisgekrönte Sitzbank und Ladestation für E-Bikes.

 

Folgende elf RhB-Bahnhöfe wurden bereits mit einer PLUG’N ROLL-Ladestation ausgerüstet: Bergün/Bravuogn, Davos Platz, Disentis/Mustér, Klosters Platz, Klosters Selfranga, Samedan, Scuol-Tarasp, St. Moritz, Thusis, Tiefencastel und Zernez. Die gute Zusammenarbeit zwischen RhB und Repower hat übrigens eine lange Tradition, die ihren Anfang schon vor über hundert Jahren nahm, als die Kraftwerke Brusio Strom für die Berninabahn lieferten.

 

«PLUG’N ROLL powered by Repower» ist der Full-Service-Provider von Elektromobilitätslösungen für Energieversorgungsunternehmen, Geschäftskunden und Privatpersonen. PLUG’N ROLL bietet neben massgeschneiderten Ladesystemen für Elektrofahrzeuge im öffentlichen Bereich (PUBLIC), für das Laden am Arbeitsplatz (BUSINESS) sowie das Laden zu Hause (HOME) auch ein individualisiertes Service-Angebot an. Dieses reicht von der Analyse der Bedürfnisse über Installation und Wartung der Anlagen bis zur Abrechnung der Zahlungen.

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Wiener Linien: Neue FLEXITY-Strassenbahn seit heute mit Fahrgästen unterwegs

Vor knapp einem Jahr wurde die erste Strassenbahn-Garnitur von Bombardier an die Wiener Linien übergeben. Nach intensiven Tests und Schulungsfahrten in den vergangenen Wochen war der FLEXITY heute erstmals im Fahrgastbetrieb auf der Linie 67 unterwegs. Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer begrüssten die ersten Fahrgäste in der neuen Bim.

Bim-Fahrerin Daniela Sighardt, Stadträtin Ulli Sima, Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer     Foto: PID/Fürthner

 

 

 

„Mit dem FLEXITY können wir den Wienerinnen und Wienern ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machen. Die neuen Strassenbahnen werden kontinuierlich die Hochflur-Garnituren ersetzen und damit das Stadtbild nachhaltig prägen“, freut sich Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

 

„Auch für die Wiener Linien ist es etwas Besonderes, eine neue Strassenbahn-Generation auf die Schiene zu bringen. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team, dass es noch nicht einmal ein Jahr gebraucht hat, um den FLEXITY für den Fahrgastbetrieb fit zu bekommen“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

 

 

Mindestens 15 neue FLEXITY-Garnituren pro Jahr

 

Mehr als 70 FahrerInnen haben die Einschulung auf die neue Strassenbahn bisher erfolgreich absolviert. Mehr als 4.000 Testkilometer haben die beiden Garnituren in der Testphase bereits abgespult. Jeder Gleiskilometer des Wiener-Linien-Netzes wurde befahren. Der FLEXITY kennt nun jede Steigung, jede Kurve, jede Haltestelle in der Stadt. Während eine der zwei Garnituren im regelmäßigen Fahrgastbetrieb unterwegs ist, gehen bei dem jeweils anderen Fahrzeug die Schulungsfahrten weiter.

 

Insgesamt 119 Garnituren – zwischen 15 und 23 Stück pro Jahr – kommen bis 2025 hinzu und ersetzen sukzessive die Hochflur-Strassenbahnen. Die Wiener Linien investieren in die Beschaffung von mindestens 119 bzw. optional 37 weiteren Fahrzeugen (abhängig von Netz- und Fahrgastentwicklung) sowie einen Wartungsvertrag mit Hersteller Bombardier 562 Millionen Euro. Mit einer Einstiegshöhe von 215 Millimetern wird Wien auch in Zukunft die weltweit niedrigste Einstiegshöhe bei Straßenbahnen bieten.

 


Alles auf einen Blick

 

 

Anzahl Fahrzeuge

Mind. 119 Stück (Option auf weitere 37 Stück)

Auftragsvolumen

562 Millionen Euro inkl. Wartungsvertrag für 24 Jahre

Länge / Breite

34 Meter / 2,4 Meter

Kapazität

211 Fahrgäste

Einstiegshöhe

215 Millimeter

Rollstuhlplätze

2 Stück

Kinderwagenplätze

8 Stück

 

 

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Der Innsbrucker ÖBB-Tower steuert den Bahnverkehr im Westen

Die ÖBB-Betriebsführungszentrale (BFZ) in Innsbruck ist das Gehirn des Bahnverkehrs im Westen. Rund 1.000 Zugfahrten täglich werden von hier aus im Bereich zwischen Saalfelden und Hohenems gesteuert. Vor 10 Jahren ging in Innsbruck die österreichweit erste ÖBB-Betriebsführungszentrale in Betrieb.

Fahrdienstleiterin Regina Rauth, erst seit Kurzem in der BFZ Innsbruck, an ihrem Arbeitsplatz                 Foto: ÖBB/Kapferer

 

 

 

 

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache für sich. Rund 1.000 Züge täglich, ca. 910 Weichen und 2.650 Signale sowie die Kundeninformation auf 124 von 128 Bahnhöfen und Haltestellen werden von hier aus zentral gesteuert. Man könnte diese Aufzählungen natürlich noch endlos weiterführen. Die Rede ist vom Gehirn bzw. der Steuerzentrale für den Bahnverkehr im Westen, der ÖBB Betriebsführungszentrale (BFZ) in Innsbruck. Anfang Dezember 2008 wurde in der Tiroler Landeshauptstadt die erste von österreichweit insgesamt fünf Betriebsführungszentralen in Betrieb genommen. War es damals noch der rund 80 Kilometer lange Streckenabschnitt vom Brenner bis nach Brixlegg, der zentral gesteuert wurde, erstreckt sich der Zuständigkeitsbereich zehn Jahre später von Saalfelden im Pinzgau über das Tiroler Inntal, inklusive der viergleisigen Unterinntaltrasse, dem Wipptal, bis nach Hohenems in Vorarlberg. Rund 73 Prozent des Hauptnetzes in Tirol und Vorarlberg werden von den Profis, die im ÖBB Tower sitzen, bedient und überwacht. Bis zum Jahr 2031 sollen die restlichen 27 Prozent folgen, die von Innsbruck aus zentral gesteuert werden. Die rund um die Uhr besetzte High-Tech-Betriebsführungszentrale in Innsbruck mit ihren über 160 Kilometern an Datenleitungen im Haus, ist damit das Herzstück des Schienenverkehrs.

 

 

„Das Gehirn“ des Bahnverkehrs

 

Vergleichbar mit der Leitstelle von Einsatzkräften oder dem Tower am Flughafen, laufen in der BFZ alle Informationen zum Bahnverkehr zusammen. Auf einer Ebene stehen im Großraumbüro auf 300 m² insgesamt 19 High-Tech Arbeitsplätze zur Verfügung. Jeder einzelne Arbeitsplatz verfügt über elf Monitore, wo sämtliche Informationen per Mausklick abrufbar sind. So können von der BFZ in Innsbruck hunderte verschiedene Zugfahrstraßen zentral bedient werden. In Summe sind derzeit 105 hochqualifizierte Mitarbeiter (davon 5 Frauen), abwechselnd in zwölf-Stunden Schichten mit modernsten Computersystemen für die Abwicklung des Zug- und Verschubverkehres im Team vereint. So arbeiten in 3 Zuglenkbereichen verschiedene Fahrdienstleiterspezialisten Schulter an Schulter zusammen, um den Bahnbetrieb abzuwickeln. Zudem sitzt der so genannte Notfallkoordinator, erster Ansprechpartner der externen Hilfskräfte bei außergewöhnlichen Ereignissen, im selben Raum. Die Abwicklung von Zug fahrten erfolgt weitgehend automatisiert – doch der Faktor Mensch ist natürlich weiterhin das A und O. Moderne Systeme unterstützen die Fahrdienstleiter bei der Steuerung und Überwachung aller Elemente und sorgen für sichere Fahrstraßen im Zug- und Verschubbetrieb. Die Kommunikation zu den Lokführern wird durch ein digitales Funksystem sichergestellt.

 

 

Sicherheit, Pünktlichkeit und Information

 

An Werktagen sind es derzeit rund 1.000 Zugfahrten, die in der Betriebsführungszentrale in Innsbruck koordiniert und abgewickelt werden. Die jüngste Generation elektronischer Stellwerke und die ausgereifte Fernsteuertechnik ermöglichten es, die Steuerung und Disposition des Schienenverkehres in Betriebsführungszentralen zu konzentrieren. Grundlage dafür sind leistungsstarke Datennetze sowie ausgereifte Informations- und Kommunikationssysteme. Sicherheit, Pünktlichkeit und die Information der Kundinnen und Kunden sind die wesentlichen Hauptaufgaben der Bediensteten in den ÖBB-Betriebsführungszentralen. So wird die Kundeninformation auf 117 von 121 Verkehrsstationen in Tirol und Vorarlberg zentral von der BFZ mittels AURIS (automatisches Reisendeninformationssystem) betrieben. Mit den Betriebsführungszentralen konnte die Pünktlichkeit nachweislich erhöht und die Kundeninformation wesentlich verbessert werden.

 

 

Abläufe wurden optimiert

 

Durch die Bündelung unterschiedlicher Arbeitsbereiche an einem Standort ergeben sich mehrere Vorteile. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich bei ihren Aufgaben gegenseitig entlasten, zudem werden die Informationswege verkürzt, da die früher erforderlichen Ferngespräche durch den direkten und persönlichen Kontakt ersetzt wurden. Zugleich hat sich der Verantwortungsbereich der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht, da auch der Einflussbereich größer ist, als er es früher in den einzelnen Bahnhöfen war. Um dies zu realisieren, waren zum einen die Entwicklung und der Einsatz eines leistungsfähigen Automatikbetriebes, sowie die Qualifizierung der Mitarbeiter erforderlich. Zum anderen werden unterschiedliche Tätigkeiten eines Fahrdienstleiters, welche früher im Unterwegsbahnhof anteilig wahrgenommen wurden, in der Betriebsführungszentrale auf einzelne, teilweise neu geschaffene, Tätigkeitsfelder für einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzentriert.

 

 

Ressourcen werden in der BFZ gebündelt

 

Der Zugverkehr in Westösterreich wurde und wird insbesondere auf den Hauptachsen immer dichter. Zudem hat sich auch die Geschwindigkeit erhöht. Das sind die Gründe, um durch weitgehende Automatisierung und zentrale Steuerung den Bahnbetrieb leistungsfähiger und effizienter zu gestalten bei höchstmöglicher Pünktlichkeit und Sicherheit. Das bedingt natürlich, dass einige Mitarbeiter in die Betriebsführungszentrale wechseln und alle anderen an den Bahnhöfen zum Einsatz kommen, die noch vor Ort betrieben werden. Mit der Umsetzung der Betriebsführungszentrale ist der Personalbedarf insgesamt zwar gesunken, wir benötigen aber für die Zukunft weiterhin Fahrdienstleiter.

 

 

BFZ Innsbruck „Zahlen – Daten – Fakten“:

 

- Beschäftigte: 105 (davon 5 Mitarbeiterinnen)

- Qualifikation: Fahrdienstleiterin bzw. Fahrdienstleiter

- Täglich besetzte Arbeitsplätze: 19

- Monitore pro Arbeitsplatz: 11 Monitore

- Bereich BFZ Innsbruck: Saalfelden im Pinzgau – Inntal – Wipptal – bis Hohenems

- Streckenlänge in km: 367

- Anzahl Zugfahrten täglich: ca. 1.000

- Anzahl Zugkilometer täglich: 35.000

- Anzahl Weichen / Signale: ca. 910 Weichen / ca. 2.650 Signale

- Kundeninformation: 124 von 128 Verkehrsstationen in Tirol und Vorarlberg werden von der BFZ mittels AURIS betrieben

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