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SBB ziehen ein Jahr nach der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels eine positive Bilanz

Ein Jahr nach der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels ziehen die SBB eine positive Bilanz. Die Pünktlichkeit hat sich verbessert. Wegen der Gleispanne in Rastatt und der Sperre der Luino-Strecke verkehrten im zweiten Halbjahr aber weniger Güterzüge als geplant.

Blick zum Nordportal des Gotthard-Basistunnels                                                                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

Das 57 Kilometer lange Jahrhundertbauwerk war im Sommer 2016 mit einer pompösen Feier eröffnet worden. Der längste Bahntunnel der Welt verkürzt die Reisezeit auf der Nord-Süd-Strecke um rund 30 Minuten. Am 11. Dezember 2016 rollte der Verkehr erstmals fahrplanmässig durch den Tunnel.

 

Ein Jahr später ziehen die SBB Bilanz und legen eine Reihe von Fakten und Zahlen vor. Bis heute sind 18'395 Personen- und 24'757 Güterzüge durch den Gotthard-Basistunnel gefahren, schreibt SBB-Sprecher Christian Ginsig. An Spitzentagen sind bis zu 165 Züge durch den Nord-Süd-Korridor verkehrt. Durchschnittlich sind rund 11'000 Passagiere auf der Strecke unterwegs gewesen.

 

Rund 64 Prozent des Schienenverkehrs durch den Tunnel entfiel dabei auf den Güterverkehr; zu Spitzenzeiten waren das bis zu 116 Güterzüge pro Tag. Die auf der Gotthardachse operierenden Güter-Eisenbahnunternehmen zeigten sich laut SBB mit dem ersten Jahr alle zufrieden.

 

Durch den Wegfall der Fahrt über die Bergstrecke könnten die Güterzüge mit weniger Loks und effizienter über die Gotthardachse geführt werden. Die Betriebsabwicklung verlaufe zuverlässig, die vorgegebenen Trassenzeiten würden eingehalten und teilweise sogar unterschritten.

 

Wegen der Sperre der Luino-Strecke und des Streckenunterbruchs im deutschen Rastatt erreichte der Güterverkehr ab dem Juni die Spitzenwerte des ersten Halbjahrs 2017 allerdings nicht mehr. Diese Kapazitätseinschränkung sollte mit der Wiederinbetriebnahme der Luino-Strecke zum Fahrplanwechsel zu Ende sein. Die Linie führt von der Schweiz aus zu den grossen Verlade-Terminals im Westen von Mailand. Wegen des Ausbaus war sie sechs Monate lang gesperrt gewesen.

 

Seit der Inbetriebnahme des Tunnels hat sich zudem die Pünktlichkeit auf der Gotthardachse sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr deutlich verbessert, schreiben die SBB weiter. Trotz hoher Bautätigkeit liegt die aktuelle Kundenpünktlichkeit auf der Nord-Süd Achse Gotthard derzeit bei 86,4 Prozent.

 

Auch punkto Auslastung wurden Verbesserungsmassnahmen ergriffen. Der Erfolg des Gotthard-Basistunnels hatte die SBB anfangs überrascht. Wegen überfüllten Zügen mussten im ersten Halbjahr nach der Inbetriebnahme des Tunnels Dutzende Passagiere vorzeitig aussteigen und den Folgezug abwarten. Vor allem an Ostern und Weihnachten war der Ansturm gross.

 

Zudem verkehrten die Züge teilweise mit Stehplätzen. Die SBB haben daraufhind as Angebot angepasst. So wurden etwa während der Sommersaison die Züge von Lugano nach Zürich am Sonntagabend jeweils verstärkt. Auch während der Ferienzeiten oder bei schönem Wetter wurden zusätzliche Züge eingesetzt. Gesamthaft waren 2017 rund 400 solcher Zusatzzüge im Einsatz.


 

 

Einfahrt in den Gotthard Basistunnel in Nord-Süd Richtung


 

 

Der Gotthard-Basistunnel besteht aus zwei 57 km langen Einspurröhren. Zählt man sämtliche Verbindungs- und Zugangsstollen sowie Schächte hinzu, misst das Tunnelsystem über 152 km. Zwei Multifunktionsstellen in Sedrun und Faido unterteilen die beiden Tunnelröhren in drei ungefähr gleich lange Abschnitte. Hier befinden sich die Nothaltestellen und je zwei Spurwechsel. Bei einem Ereignis wie einem Zugbrand oder einer Panne im Gotthard-Basistunnel fährt ein Zug wenn immer möglich aus dem Tunnel heraus ins Freie. Ist dies nicht möglich, hält der Lokführer den Zug in einer dieser Nothaltestelle an.

 

 

Vorbeifahrt an der Multifunktionsstelle Sedrun


 

 

Vorbeifahrt an der Multifunktionsstelle Faido


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Internationaler Bahnknoten Frankfurt: Umsteigefrei nach Mailand - schneller nach Wien - mehr Direktverbindungen nach Berlin

Mit dem Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017 profitieren viele Reisende von der grössten Angebotsverbesserung in der Geschichte der Deutschen Bahn. Die Aufnahme des fahrplanmässigen Zugverkehrs auf der neuen Schnellfahrstrecke Berlin - München mit dem neuen Drehkreuz Erfurt und dem Start des ICE 4 führt auch in Hessen und im Bahnknoten Frankfurt zu attraktiven Angeboten im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Die Tickets für das neue Fahrplanangebot können über alle Verkaufskanäle gebucht werden.

Täglich umsteigefrei nach Mailand   • 25 Minuten schneller nach Wien   • 35 Prozent mehr Direktverbindungen nach Berlin

                                                                                                                                                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Mehr umsteigefreie ICE-Verbindungen von und nach Berlin

 

Zwischen Frankfurt und Berlin wird es ab heute mehr direkte ICE-Verbindungen geben: bis zu zwei Fahrten pro Stunde – einmal via Braunschweig und einmal via Erfurt. Die über Braunschweig fahrenden ICE verkehren ab Frankfurt Flughafen über Frankfurt Süd nach Berlin statt wie bisher vom Frankfurter Hauptbahnhof. Damit steigt die Zahl der Direktverbindungen zwischen den beiden Metropolen um 35 Prozent.

 

Darüber hinaus haben Reisende aus Frankfurt - durch die Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke mit Erfurt als neuem ICE-Drehkreuz in Deutschlands Mitte - optimale Anschlüsse wie beispielsweise zweistündlich nach Halle oder nach Chemnitz sowie neue Direktverbindungen nach Lutherstadt Wittenberg. Ferner verkehren statt des derzeitigen ICE-Sprinterangebotes zwischen Frankfurt und Berlin künftig ICE-Züge mit mehr Zwischenhalten sowie zusätzliche Sprinter über Halle mit einer Fahrzeit von unter vier Stunden.

 

 

Neu ohne Umstieg in ICE-Qualität nach Mailand

 

Im Rahmen einer neuen Kooperation zwischen der Deutschen Bahn, den Schweizerischen Bundesbahnen und der Trenitalia verkehrt täglich ein Hochgeschwindigkeitszug in ICE-Standard von Frankfurt ins Tessin und nach Italien. Dieser EurocityExpress fährt morgens ab 8.01 Uhr von Frankfurt umsteigefrei über Luzern und Lugano und erreicht Mailand gegen 15.35 Uhr. Der Gegenzug startet um 11.23 Uhr in Mailand, fährt über die Simplon- / Lötschberg-Strecke via Bern und erreicht sein Ziel Frankfurt um 18.59 Uhr. Die Fahrzeit liegt wie die heutige Umsteigeverbindung bei 7:30 Stunden. Für Fahrten von und nach Italien ist eine Reservierung erforderlich.

 

 

25 Minuten schneller nach Wien

 

Die Fahrzeit der alle zwei Stunden zwischen Frankfurt und Wien verkehrenden ICE-Züge beträgt künftig weniger als sechseinhalb Stunden, so dass Reisende aus Frankfurt mit den zweistündlichen ICE-Zügen künftig rund 25 Minuten schneller in Wien sind. So erreicht beispielsweise der ICE um 6.21 Uhr ab Frankfurt die Donaumetropole künftig schon um 12.45 Uhr.

 

 

ICE-Fahrzeuge der neuesten Generation via Frankfurt

 

Auf der stark nachgefragten ICE-Linie Hamburg—Kassel—Frankfurt—Stuttgart werden ab 10. Dezember 2017 schrittweise brandneue ICE-Züge vom Typ „ICE 4“ eingesetzt. Mit 830 Sitzplätzen bieten die Fahrzeuge pro Fahrt über 100 Plätze mehr als die bisher hier eingesetzten Züge. Auch ist die Mitnahme von bis zu acht Fahrrädern möglich. Zunächst sind drei Fahrten pro Tag und Richtung geplant, ab Juni 2018 fünf.

 

 

Verbesserungen auch für das nördliche Hessen

 

Reisende ab Bad Hersfeld erreichen künftig mit den zweistündlich verkehrenden ICE-Zügen Frankfurt—Leipzig die Landeshauptstädte Wiesbaden, Mainz und Dresden ohne umzusteigen. In Frankfurt halten diese Züge dann am Hauptbahnhof statt am Südbahnhof. Am späten Abend halten in Bad Hersfeld um 21.15 Uhr (aus Dresden) und 22.13 Uhr (aus Berlin) zwei zusätzliche ICE.

 

Reisende ab Kassel und Fulda profitieren von zwei abendlichen ICE-Fahrten auf der Linie Frankfurt—Berlin, von rund 25 Minuten schnelleren ICE-Zügen nach Wien sowie freitags im Winter und Hochsommer von einem neuen touristischen IC-Direktzug in die Kitzbühler Alpen (Kassel-Wilhelmshöhe ab 13.56 Uhr, Fulda ab 14.34 Uhr).

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Neuer ÖBB-Countdown in Wien: 3 – 2 – 1 – S-Bahn fährt ein

Seit Anfang August 2017 heisst es für die beiden wichtigsten Wiener S-Bahn-Strecken „Farbe bekennen" – in hellgrün und altrosa. Mitte September 2017 war die farbliche Umgestaltung der Wegeleitung in allen 19 Stationen abgeschlossen. Zusätzlich erhalten nun auch die Bahnsteiganzeiger mit dem Fahrplanwechsel ab 10. Dezember 2017 ein neues „Outfit": Fahrtrichtungsinformationen und ein Countdown bis zur Ankunft des nächsten Zuges machen das Öffi-Angebot künftig noch einfacher.

Silvia Angelo,  Vorstandsdirektorin  ÖBB-Infrastruktur AG  und  Robert Tüchler,  Projektleiter  Relaunch Wiener Schnellbahn ÖBB-Infrastruktur AG.                                                                                                                                                                Foto: ÖBB

 

 

Seit Mitte September 2017 ist die Orientierung an den beiden wichtigsten S-Bahn-Strecken in Wien – von Floridsdorf nach Meidling sowie vom Handelskai nach Hütteldorf – durch das neue, farbige Leitsystem noch einfacher. Altrosa und Hellgrün leiten die Fahrgäste in den Stationen noch schneller zu ihrem gewünschten Zug. Der letzte Schritt im Relaunch der Wiener Schnellbahn folgt mit Fahrplanwechsel: Die Umstellung alle Bahnsteiganzeiger entlang der beiden Strecken auf ein neues Layout. Rund 75 Bahnsteiganzeiger in 19 Stationen wurden dafür im Vorfeld erneuert oder modernisiert. Sowohl am Rennweg als auch am Matzleinsdorfer Platz erfolgte ein kompletter Austausch. Bei den anderen Bahnhöfen wurde die Software getauscht und Adaptierungen an der Hardware vorgenommen.

 

Mit diesem Projekt ist der Zugang zur Bahn für neue Kundinnen und Kunden noch leichter: Ab 10. Dezember 2017 profitieren die Fahrgäste an den Bahnsteigen der beiden meistbefahrenen S-Bahn-Strecken von neuen vereinfachten Anzeigen. Diese geben zukünftig sowohl Auskunft über die Fahrtrichtung als auch die Anzahl der Minuten bis zur Ankunft des nächsten Zuges. Ähnlich wie bei der Wiener U-Bahn wird ein Countdown runtergezählt. Diese Umstellung betrifft ausschließlich den Betrieb auf den beiden genannten Wiener S-Bahn-Strecken. Für Fernverkehrszüge gibt es an den Bahnsteigen auch weiterhin die gewohnte Zugzielanzeige.

 

 

Neues Layout für Bahnsteiganzeigen der Wiener S-Bahn

 

Pro Zug stehen im neuen Anzeigenlayout ab 10. Dezember 2017 zwei Zeilen zur Verfügung: In der ersten Zeile sehen die Fahrgäste die Fahrtrichtung der S-Bahn innerhalb von Wien ­– in der zweiten Zeile finden sie die entsprechende Endstation des Zuges; auch außerhalb Wiens.

 

Rechts daneben können die Reisenden die Minuten beobachten, die bis zur Ankunft des folgenden Zuges runtergezählt werden. Der blinkende Stern signalisiert die Einfahrt der einzelnen S-Bahnen: 3 – 2 – 1 – * S-Bahn fährt ein! In der dritten Zeile werden der darauf folgende Zug und ebenfalls die Minuten angezeigt.

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Berlin - München unter vier Stunden: Kanzlerin, Bundesminister und Länderchefs eröffnen modernste Strecke Deutschlands

Mit der Fahrt zweier Sonderzüge und einem grossen Festakt in Berlin wurde heute die modernste Eisenbahnstrecke Deutschlands zwischen Berlin und München feierlich in Betrieb genommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesminister Christian Schmidt und mehrere Länder-Regierungschefs eröffneten mit dem DB-Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz und zahlreichen Vertretern von DB und Politik an fünf Bahnhöfen die über 500 Kilometer lange Strecke. Mit der Fertigstellung der Neubaustrecke von Erfurt nach Ebensfeld (bei Bamberg) ist die letzte Lücke der „Verkehrsprojekte Deutsche Einheit" geschlossen. Ab Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 fahren pro Tag 35 ICE-Züge über die neue Strecke.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 ist ein Projekt der Superlative                 Foto: Deutsche Bahn AG / Frank Barteld

 

 

Bundesminister Christian Schmidt: „Das grösste aller Verkehrsprojekte Deutsche Einheit geht in Betrieb. Wir sind am Ziel eines Marathonrennens, das 1991 gestartet wurde. Eine leistungsfähige Infrastruktur in allen Teilen Deutschlands ist eine unverzichtbare Grundlage für die Einheit unseres Landes. Hierfür ist bei der Schiene nun ein wesentlicher abschließender Schritt getan. Deshalb hat der Bund das Projekt mit rund 10 Milliarden Euro finanziert. Die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit sind eine Erfolgsgeschichte. Sie haben unser Land zusammengeführt und menschliche wie wirtschaftliche Beziehungen entstehen und vertiefen lassen."

 

Der DB-Vorstandsvorsitzende Richard Lutz würdigte die Eröffnung der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke durch den Thüringer Wald als Meilenstein: „Heute ist ein historischer Tag: Mit dieser Eisenbahnstrecke der Superlative rückt Deutschland näher zusammen. Berlin und München sind künftig in Rekordreisezeit von weniger als vier Stunden verbunden, und zwar von Innenstadt zu Innenstadt. Mit diesem Angebot werden wir mehr Menschen als je zuvor für die Bahn begeistern."

 

Mit der Eröffnung der Strecke Berlin - München ist der grösste Fahrplanwechsel seit Gründung der DB mit zahlreichen Angebotsverbesserungen verbunden. Ab Sonntag fährt ein Drittel aller DB-Fernzüge nach neuem Fahrplan. 45 Bahnhöfe in ganz Deutschland sind mit dem ICE über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke durch den Thüringer Wald direkt erreichbar.

 

17 Millionen Menschen in Deutschland profitieren von kürzeren Reisezeiten, neuen Direktverbindungen und besseren Anschlüssen. Die DB rechnet auf dieser Verbindung mit einer Verdoppelung ihres Marktanteils auf 40 Prozent. Die Angebotsoffensive ist Teil des Qualitätsprogramms „Zukunft Bahn", mit dem die DB das Reisen komfortabler und verlässlicher macht.

 

Erfurt bietet als neues Bahn-Drehkreuz in Mitteldeutschland schnelle Verbindungen mit stündlichen Fernverkehrszügen in alle vier Himmelsrichtungen. Dabei sind die Anschlüsse zum Nahverkehr bestmöglich abgestimmt, so dass die Reisezeitvorteile der neuen Strecke auch in die Regionen getragen werden.

 

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 ist ein Projekt der Superlative: Auf Deutschlands größter Baustelle zwischen Nürnberg, Erfurt, Leipzig, Halle und Berlin wurden in knapp zehn Jahren für rund zehn Milliarden Euro rund 500 Kilometer Bahnstrecke neu- und ausgebaut. Die Länge aller 26 Tunnel beträgt 57 km. 37 Talbrücken wurden gebaut, darunter Deutschlands längste Eisenbahnbrücke (8,6 km) in der Saale-Elster-Aue bei Halle.

 

Bereits 2006 wurde die Ausbaustrecke Berlin–Halle/Leipzig für eine Höchst-geschwindigkeit von 200 km/h eröffnet. Im Dezember 2015 kam die Neubaustrecke Halle/Leipzig–Erfurt dazu, heute die Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld (bei Bamberg). Auf den beiden Neubaustrecken fahren ICE-Sprinterzüge mit Tempo 300. Zudem wurden die Eisenbahnknoten Halle, Leipzig und Erfurt umfangreich ausgebaut.

 

Heute fanden entlang der Strecke Eröffnungsfeierlichkeiten in Nürnberg, Erfurt, Leipzig, Lutherstadt Wittenberg und in Berlin statt. Daran nahmen u.a. teil der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt, die Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Thüringen), Stanislaw Tillich (Sachsen), Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt), der Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann (Bayern) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.

 

 

Zahlen und Fakten zur Strecke Berlin-München

 

- Weniger als 4 Stunden dauert die Fahrt im ICE Sprinter (dreimal täglich in beide Richtungen) von Berlin nach München,

   im stündlich fahrenden ICE sind es viereinhalb Stunden. Bislang waren Reisende rund 6 Stunden unterwegs.

 

- 623 Kilometer legt der ICE von Berlin über Halle nach München zurück, über Leipzig sind es 652 km.

 

- Mit 300 km/h Höchstgeschwindigkeit fährt der ICE zwischen Erfurt und Nürnberg durch den Thüringer Wald.

 

- 35 ICE-Züge pro Tag fahren auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke durch den Thüringer Wald.

 

- Bis zu 10.000 zusätzliche Sitzplätze werden täglich zwischen Berlin und München angeboten. Vor allem durch längere Züge.

 

- 40 Prozent Marktanteil will die Bahn auf der Strecke Berlin–München erreichen. Doppelt so viel wie heute und mehr als das Flugzeug.

 

- 80 ICE-Züge pro Tag halten in Erfurt.

 

- Mehr als ein Drittel aller DB-Fernverkehrszüge fahren ab 10. Dezember 2017 auf neuen Strecken, mit moderneren Fahrzeugen

   oder zu anderen Zeiten. Das ist der größte Fahrplanwechsel in der DB-Geschichte.

 

- Von 45 Bahnhöfen in ganz Deutschland fährt ein direkter ICE mindestens einmal pro Woche über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke,

   beispielsweise ab Stralsund oder Garmisch-Partenkirchen.

 

- 17 Millionen Menschen profitieren entlang der Schnellfahrstrecke von kürzeren Reisezeiten und neuen Direktverbindungen.

 

 

 

Zahlen und Fakten aus der Bauzeit

 

- 4 Millionen Tonnen Beton und 156.000 Betonplatten Feste Fahrbahn hat die DB verbaut.

 

- 13,6 Millionen Kubikmeter Ausbruch sind bei den Tunnelarbeiten entstanden.

 

- 400.000 archäologische Fundstücke wurden entdeckt. Die wertvollsten sind im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle zu sehen.

 

- 4.000 Hektar Ausgleichsfläche hat die DB für Umweltmaßnahmen geschaffen.

 

- 200.000 Interessierte besuchten während der Bauzeit die Informationsstätten.

 

- Um 170 Meter wurde der Main auf einer Länge von einem Kilometer nach Westen verlegt. Zur Gestaltung der neuen Flusslandschaft

   wurden etwa 150.000 Kubikmeter Boden ausgehoben.

 

 

 

Die Top-5-Angebotsverbesserungen des Fahrplanwechsels

 

- München und Berlin: Reisende zwischen beiden Städten sparen bis zu zwei Stunden Fahrzeit.

   Abgestimmte Fahrpläne mit dem Nahverkehr tragen den Zeitvorteil bis in die Regionen.

 

- Erfurt: Thüringens Landeshauptstadt ist neues Fernverkehrsdrehkreuz in Mitteldeutschland.

   Die Zahl der ICE-Abfahrten erhöht sich um 70 Prozent auf rund 80 Abfahrten pro Tag.

   Der ICE fährt jede Stunde in alle vier Himmelsrichtungen.

 

- Frankfurt/Main: Die Bankenmetropole erhält mehr Direktverbindungen nach Berlin.

   Durchschnittlich fahren zwei Züge pro Stunde in die Bundeshauptstadt und zurück.

 

- Gäubahn: Zwischen Stuttgart und Zürich verdoppelt die DB ihr IC-Angebot zum Stundentakt und setzt moderne Intercity-2-Züge ein.

   Auf dem deutschen Abschnitt können alle Fernzüge ohne Aufpreis auch zum Nahverkehrstarif genutzt werden.

 

- ICE 4: Das neue Flaggschiff des Fernverkehrs startet zwischen Hamburg–München und Hamburg–Stuttgart in den Regelbetrieb.

   Er steht für Komfort, innovative Technik und hohe Umweltfreundlichkeit.




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Angebotsanpassung bei der S27 Ziegelbrücke – Siebnen-Wangen

Die S27 von Ziegelbrücke nach Siebnen-Wangen wurde im Jahr 2014 als Übergangslösung eingeführt, da die Züge der S-Bahn Zürich aufgrund fehlender Streckenkapazität die Bahnhöfe Schübelbach-Buttikon, Reichenburg und Bilten nicht mehr bedienen kann. Die Auslastung des Ersatzangebots liegt jedoch weit unter den Erwartungen. Tagsüber und am Wochenende ist die Belegung sämtlicher Züge im Jahresdurchschnitt unter 15 Personen. Damit sind Aufwand und Ertrag aus dem Lot. Mit dem Fahrplanwechsel ab dem 10. Dezember 2017 wird daher die S27 zwischen Ziegelbrücke und Siebnen-Wangen nur noch in den Hauptverkehrszeiten morgens und abends verkehren. Stattdessen wird das Postauto-Angebot ausgebaut.

Ab 10. Dezember 2017 verkehrt die S27 nur noch zu den Hauptverkehrszeiten                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

Die S27 der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) wird ab dem Fahrplanwechsel nur noch in jenen Zeiten verkehren, in denen sie stark genutzt wird. Ab Ziegelbrücke fahren die Züge weiterhin von Montag bis Freitag zwischen 05:52 Uhr und 07:52 Uhr sowie zwischen 16:26 Uhr und 18:26 Uhr im Halbstundentakt. In der Gegenrichtung bleibt das Zugsangebot ab Siebnen-Wangen zwischen 06:55 Uhr und 08:25 Uhr sowie zwischen 16:55 Uhr und 18:55 Uhr bestehen. Daneben verkehren frühmorgens und spätabends noch einzelne weitere S-Bahn-Züge. Am Wochenende verkehrt die S27 nicht mehr.

 

 

Ausbau des Postauto-Angebots


Der grösste Teil der Reisenden ist in den Hauptverkehrszeiten morgens und abends unterwegs, zu denen die S27 weiterhin halbstündlich verkehren wird. Für die Berufspendlerinnen und Berufspendler ändert sich somit nichts. Tagsüber sowie am Wochenende werden die Züge indes kaum genutzt.

 

Als Ersatz für die wegfallenden Züge, namentlich am Wochenende, baut Postauto das Angebot auf den Linien 521 Uznach–Siebnen-Wangen–Buttikon–Reichenburg und 524 Ziegelbrücke–Buttikon–Galgenen–Lachen SZ–Pfäffikon aus: Im Abschnitt Reichenburg–Siebnen-Wangen gibt es künftig auch am Wochenende einen Halbstundentakt mit Anschluss zur S2 Richtung Zürich. Auf der Strecke Bilten–Ziegelbrücke verkehren die Postautos neu ebenfalls täglich bis 19:00 Uhr im Halbstundentakt, danach im Stundentakt. Damit besteht täglich das folgende Postauto-Angebot:

  • Ziegelbrücke, Bahnhof–Bilten, Ussbühl: Halbstundentakt auf der Linie 524 von 05:34 bis 19:04 Uhr; anschliessend Stundentakt bis 23:04 Uhr
  • Reichenburg, Bahnhof–Siebnen-Wangen, Bahnhof: Halbstundentakt auf der Linie 521 von 07:02 bis 19:02 Uhr; anschliessend Stundentakt bis 23:02 Uhr Ziegelbrücke–Siebnen–Pfäffikon SZ: Stundentakt auf der Linie 524 ab Ziegelbrücke, Bahnhof von 06:04 bis 20:04 Uhr

 

Schlechte Auslastung


Die S27 wurde im Jahr 2014 als Übergangslösung eingeführt, da die Züge der S-Bahn Zürich aufgrund fehlender Streckenkapazität die Bahnhöfe Schübelbach-Buttikon, Reichenburg und Bilten nicht mehr bedienen kann. Die Auslastung des Ersatzangebots liegt weit unter den Erwartungen. Tagsüber und am Wochenende ist die Belegung sämtlicher Züge im Jahresdurchschnitt unter 15 Personen. Damit sind Aufwand und Ertrag aus dem Lot.

 

Mit der bevorstehenden Anpassung reduziert sich das Defizit. Damit bleibt das Angebot für Bund und Kantone finanzierbar. Dank des ausgebauten Postauto-Angebots werden die Reiseverbindungen ausserhalb der S27-Betriebszeiten weiterhin sichergestellt. Die SOB und Postauto bitten alle Reisenden, sich vorgängig über den geänderten Fahrplan zu informieren.

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Strecke Berlin-Dresden geht pünktlich wieder ans Netz

Pünktlich zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag geht nach 16 Monaten Sperrung die Strecke Berlin-Dresden wieder ans Netz. Regional- und Fernzüge fahren wieder auf der Verbindung über Elsterwerda. Seit August 2016 wurde auf 73 Kilometern im Land Brandenburg gebaut. Unter anderem wurden rund 840.000 Kubikmeter Erdstoffe bewegt; auf Eisenbahnwaggons verladen würde das einen Zug ergeben, der fast so lang wie die Strecke Berlin-Dresden im Land Brandenburg ist. 112.000 Eisenbahnschwellen, 134 Kilometer Schienen, hunderte Kilometer Kabel mussten verlegt, 1.800 neue Oberleitungsmaste aufgestellt werden. Erneuert wurden Bahnsteige und Bahnsteigzugänge sowie 7 Eisenbahnbrücken und 19 Durchlässe.

Ein Eurocity Berlin - Dresden - Prag am Dresdner Hauptbahnhof                                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit einem Sonderzug der DB konnten bereits am 5. Dezember 2017 Anwohner sowie Amts- und Mandatsträger aus der Region und Projektbeteiligte auf der modernisierten Strecke von Berlin bis Dresden fahren. Der DB-Projektleiter Hans-Jürgen Kieke ist erleichtert: „Bis in die letzten Tage hatten wir zahlreiche Herausforderungen zu meistern – von Baugrundschwierigkeiten bis zu Sturmschäden; doch alle Projektbeteiligten haben Wort gehalten: Die Strecke ist wieder in Betrieb.“

 

Seit August 2016 wurde auf 73 Kilometern im Land Brandenburg gebaut. Unter anderem wurden rund 840.000 Kubikmeter Erdstoffe bewegt; auf Eisenbahnwaggons verladen würde das einen Zug ergeben, der fast so lang wie die Strecke Berlin-Dresden im Land Brandenburg ist. 112.000 Eisenbahnschwellen, 134 Kilometer Schienen, hunderte Kilometer Kabel mussten verlegt, 1.800 neue Oberleitungsmaste aufgestellt werden. Erneuert wurden Bahnsteige und Bahnsteigzugänge sowie 7 Eisenbahnbrücken und 19 Durchlässe.

 

Mit moderner computergesteuerter Betriebsleit- und Sicherungstechnik, für die sechs neue Stellwerke errichtet wurden, konnte die veraltete Stellwerkstechnik abgelöst werden. Für den Ersatz von 18 Bahnübergängen wurden 13 Straßen- und zwei Eisenbahnbrücken sowie 14 Kilometer Straßen neu gebaut.

 

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Enak Ferlemann ist erfreut. „In der Sperrpause von einem Jahr wurden gewaltige bauliche Fortschritte für die Strecke von Berlin nach Dresden erreicht. Der überwiegende Teil der Strecke ist jetzt ausgebaut.“

 

Seit Dezember 2016 wurde auch der vier Kilometer lange Streckenabschnitt in Großenhain in Sachsen neu gebaut. Hier wurden auf rund vier Kilometern Gleise, sieben Brücken sowie die Streckenausrüstung erneuert. An drei Stellen wurden enge Kurven aufgeweitet, um künftig Tempo 200 fahren zu können. Rund 1,2 Kilometer Lärmschutzwände, bis zu vier Meter hoch, wurden errichtet.

 

Zehntausende verfolgten den Fortgang der Bauarbeiten live im Internet: Fast zwei Jahre führte das Projektteam ein Bautagebuch auf der Webseite des DB-BauInfo-Portals. Seit Beginn des Ausbaus der Verbindung Berlin-Dresden haben Bund, EU, Bahn, Länder und Kommunen bereits über 400 Millionen Euro investiert.

 

Voraussichtlich bis Ende 2020 wird die gesamte Strecke Berlin-Dresden mit der neuesten Version des einheitlichen europäischen Zugsicherungs- und Steuerungssystem ETCS ausgerüstet. Das ist die Voraussetzung, um den grenzüberschreitenden Verkehr zu vereinfachen und auf der Strecke Berlin-Dresden mit Tempo 200 fahren zu können. Ziel des Gesamtausbaus der Bahnstrecke Berlin–Dresden ist es, die Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen der sächsischen Landeshauptstadt und der Hauptstadt der Bundesrepublik perspektivisch auf 80 Minuten zu verkürzen.

 

Hierfür sind noch der Bau der Dresdner Bahn und der Ausbau der Streckenabschnitte zwischen Blankenfelde und Wünsdorf, zwischen Großenhain und Elsterwerda sowie der Umbau des Bahnhofs Doberlug-Kirchhain im Rahmen der 2. Ausbaustufe erforderlich.

 

 

Zahlen und Fakten zur Strecke Berlin-Dresden 

  • 178 Kilometer lang ist die gesamte Strecke vom Berliner Hauptbahnhof zum Dresdner Hauptbahnhof. Dazu gehören die 2006 eröffnete Nord-Süd-Verbindung Berlin zwischen Berlin Hbf und Berlin Südkreuz, die Dresdner Bahn zwischen Südkreuz und Blankenfelde im Landkreis Teltow-Fläming, die Strecke Berlin-Dresden zwischen Blankenfelde und dem Abzweig Kottewitz im Landkreis Meißen und der 34 Kilometer lange Streckenabschnitt der Strecke Leipzig-Dresden bis in den Dresdner Hauptbahnhof. Letzterer wurde seit 1999 komplett modernisiert und für Tempo 160 ausgebaut. 
  • 1 Stunde 48 Minuten fahren die Fernverkehrszüge von Berlin Hbf nach Dresden Hbf aktuell. Perspektivisch soll die Fahrzeit nach Abschluss aller Baumaßnahmen auf 80 Minuten verkürzt werden.


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Mit neuen Assistenzsystemen zu mehr Kapazität und Sicherheit

In Zusammenarbeit mit der Schweizer Bahnbranche testen die SBB und Stadler auf der Strecke Bern-Olten neue digitale Assistenzsysteme für Lokführer; in der Nacht 4./5. Dezember 2017 zum Einsatz gekommen ist der Stadler KISS RABe 511 109. Bei diesen in der Schweiz erstmals durchgeführten Tests wird ein Doppelstockzug im Beisein des Lokführers automatisch gebremst und beschleunigt. Zudem folgt er einem vorgegebenen Programm für eine energiesparende Fahrweise. Schritt für Schritt wollen die Schweizer Bahnen die Digitalisierung nutzen und die Automatisierung des Zugbetriebs gemeinsam vorantreiben. Ziel ist es, die Kapazität und die Sicherheit im Schweizer Bahnnetz weiter zu steigern und Kosten zu sparen.

Automatisiert heisst nicht selbstfahrend                                                                                                               Foto: SBB CFF FFS

 

 

 

Ändernde Kundenbedürfnisse, verstärkter Wettbewerb, steigende Nachfrage: Die Schweizer Bahnen stehen vor einer herausfordernden Zukunft. Darum nutzen sie zusammen mit Industriepartnern neue technologische Möglichkeiten, um die Stärken der Bahn – nämlich Zuverlässigkeit, Sicherheit, eine hohe Transportkapazität sowie Nachhaltigkeit – auch künftig auszuspielen. Die Bahnen automatisieren mit dem gemeinsamen Innovationsprogramm SmartRail 4.0 (siehe Kasten) die Bahntechnik Schritt für Schritt weiter, um mehr aus der bestehenden Infrastruktur herauszuholen: Es ist ihr Ziel, die Kapazität und die Sicherheit weiter zu steigern, den Energieverbrauch zu optimieren und Kosten zu sparen. So soll die Bahn für die Reisenden in der Schweiz attraktiv und konkurrenzfähig bleiben.

 

 

Energiesparende Fahrt

 

Bereits heute ist der Schweizer Bahnbetrieb in vielen Bereichen automatisiert: Über 90 Prozent der Stellwerke werden aus einer der fünf Betriebszentralen mit IT-basierten Systemen gesteuert. Diese Systeme entwickelt die Schweizer Bahnbranche nun gemeinsam weiter.

 

Bei den auf der Bahn-2000-Strecke Bern-Olten von SBB und Stadler durchgeführten Automatisierungstests wird ein Doppelstockzug im Beisein des Lokführers mit Hilfe eines neuen Fahrassistenzsystems automatisch gebremst und beschleunigt. Zusätzlich folgt der Zug einem vorgegebenen Geschwindigkeitsprogramm für eine besonders energiesparende Fahrt. Dieser Grad der Automatisierung ist vergleichbar mit einem Autopiloten: Der Lokführer ist im Führerstand, überwacht und greift bei Bedarf ein. Das neue Fahrassistenzsystem baut auf dem bestehenden Zugsicherungssystem European Train Control System (ETCS Level 2) sowie einem von der SBB entwickelten System für die energiesparende Fahrweise namens adaptive Lenkung (ADL) auf.

 

Um den grössten Nutzen für das Gesamtsystem zu erzielen, muss die Technik für eine weiter automatisierte Zugsteuerung grenzüberschreitend ausgelegt und für den Güter- und Personenverkehr möglichst standardisiert sein. ETCS ist der internationale Standard. Entsprechend stehen die Schweizer Bahnen mit der europäischen Bahnbranche und der Industrie in Kontakt.

 

 

Automatisiert heisst nicht selbstfahrend

 

Wie die aktuellen Tests verdeutlichen, sind automatisierte Züge nicht gleichbedeutend mit selbstfahrenden oder unbegleiteten Zügen: Die SBB ist überzeugt, dass es für die sichere und pünktliche Abwicklung des Bahnbetriebs auch künftig Fachpersonen auf dem Zug braucht. Die Berufsbilder ändern sich, aber das Wissen der Mitarbeitenden bleibt ein Schlüssel, um die neue Technologie gezielt einzusetzen und zu nutzen. Diese neuen Kompetenzen baut die SBB im Dialog mit ihrem Lokpersonal weiter auf.

 

 

Branchenprogramm SmartRail 4.0

 

Mit dem gemeinsamen Programm SmartRail 4.0 treiben die Branchenpartner BLS, Südostbahn, Rhätische Bahn, Verband öffentlicher Verkehr und SBB die Digitalisierung und Automatisierung der Fahrplanerstellung, des Betriebs und der Zugsteuerung voran. Für die Reisenden will das Programm folgende Mehrwerte schaffen: Tiefere Kosten, höhere Pünktlichkeit, mehr Kapazität und neue Dienstleistungen.


                                                                                                                                                                               Video: Andrea Jerger




                                                                                                                                                                    

                                                                                                                                                                               Fotos: SBB CFF FFS


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ÖBB: Rail Cargo Group erweitert China-Angebot

Die Rail Cargo Group – Güterverkehrssparte der ÖBB – setzt ihre Strategie der Internationalisierung konsequent fort und intensiviert ihr Asienangebot. Nach dem erfolgreichen Start des China-Italien Zuges aus Taiyuan in China in das italienische Lugo – zuerst als Pilotprojekt und mittlerweile ein Regelverkehr einmal pro Monat – wird die Verbindung zwischen Italien und China weiter gestärkt. So wurde nun erstmals ein Containerzug vom italienischen Mortara bis in das chinesische Chengdu abgewickelt.

RCG vernetzt jetzt auch Italien und China auf der Schiene                                                                               Foto: Maurizio Tolini

 

 

„Wir werden in den kommenden Jahren die Internationalisierung konsequent forcieren. Um im Bahnlogistik-Geschäft weiter tonangebend zu sein, werden wir die Expansion in neue Märkte mit voller Kraft vorantreiben. Wir stellen alle vorhandenen Ressourcen zur Verfügung, um Züge für unsere Kunden bestmöglich abzuwickeln und um den sehr hohen Qualitätslevel der Rail Cargo Group sicher zu stellen“, sagt ÖBB CEO Andreas Matthä.

 

 

Italien und China verschmelzen

 

Nachdem der chinesische Markt enormes Potenzial für Güterverkehre von und nach Europa bietet, baut die Rail Cargo Group ihre Langstreckenverbindungen kontinuierlich aus. Ausgehend von Mortara, südwestlich von Mailand, erfolgt der Weitertransport bis in das chinesische Chengdu. Die Route umfasst Italien, Österreich, Tschechien, Polen, Weißrussland, Russland, Kasachstan und China. Transportiert werden 34 40-Fuß-Container mit Waren wie Industriemaschinen und italienische Fliesen.

 

Durch ein ausgeklügeltes Transportkonzept und den Zusammenschluss professioneller Partner wie RTSB, Captrain und RCG kann ein qualitativ hochwertiger Containerzug über die eurasische Landbrücke angeboten werden, die mit einer Transportdauer von 17 Tagen eine echte Alternative zu maritimen Containerschiffsroute darstellt. Geplant ist eine Ausweitung der Intervalle auf zwei Züge pro Monat ab dem zweiten Quartal 2018.

 

 

RCG baut Position auf der Seidenstraße konsequent aus

 

Im Sommer 2017 hat das Asien Team der RCG seine Tätigkeit aufgenommen. Ausgestattet mit erfahrenen Spezialisten sind mittlerweile diverse Zugprodukte aus Ungarn und Italien in Richtung fernem Osten und Zentralasien unterwegs. Die kontinuierliche Internationalisierungsstrategie der RCG wird auch mit dem neuen Bahnlogistikangebot erneut unterstrichen.

 

 

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB

 

Die Rail Cargo Group ist mit rund 2,1 Mrd. EUR Umsatz jährlich und rund 8.400 MitarbeiterInnen eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Ausgehend von den Heimmärkten Österreich und Ungarn bietet die Rail Cargo Group maßgeschneiderte Bahnlogistiklösungen zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer und sorgt für sicheren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Transport auf der Schiene. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.



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Das Lidl DB-Ticket ist zurück

Die Deutsche Bahn (DB) und der Discounter Lidl bringen wieder das günstige Lidl DB-Ticket auf den Markt. Zum Preis von 49,90 Euro erhalten Käufer zwei Buchungscodes, die sie online für jeweils eine einfache Fahrt deutschlandweit in den DB-Fernverkehrszügen (ICE, IC, EC) in der 2. Klasse einlösen können. Das Lidl DB-Ticket wird vom 4. bis zum 9. Dezember 2017 in allen Lidl-Filialen Deutschlands und vom 6. bis 10. Dezember 2017 zusätzlich auf lidl.de verkauft – solange der Vorrat reicht.

Die Lidl Aktions-Tickets gelten für die DB-Fernverkehrszüge (ICE, IC, EC)                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

„Unsere Kooperation mit Lidl im vergangenen Jahr war sehr erfolgreich. Daran wollen wir anknüpfen und auch in diesem Jahr mit dem Aktionsticket neue Kunden gewinnen", sagt Dr. Michael Peterson, Vorstand Marketing DB Fernverkehr.

 

„Wir wollen unseren Kunden online sowie in unseren rund 3.200 Filialen mit dem unkomplizierten Erwerb eines Lidl DB-Tickets eine weitere Serviceleistung bieten", ergänzt Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf von Lidl Deutschland. „Das für Lidl typische hervorragende Preis-Leistungsverhältnis bieten wir in unserem Sortiment, aber auch mit zusätzlichen Aktionen wie die beliebte Kooperation mit der DB."

Die Handhabung ist einfach: Ein Lidl DB-Ticket in der Lidl-Filiale oder auf  lidl.de  kaufen, vor Fahrtantritt über  lidl.de/bahnticket  die aufgedruckten Buchungscodes gegen ein DB Online-Ticket einlösen, Ticket ausdrucken und losfahren. Während der Online-Buchung kann optional der Nahverkehr für 5,90 Euro pro Fahrt hinzugebucht werden.

 

Die Tickets werden verkauft, solange der Vorrat reicht, jedoch längstens bis zum 10. Dezember 2017. Mit dem Lidl DB-Ticket können die Fahrgäste vom 8. Januar bis zum 27. März 2018 an allen Tagen – ausser freitags – reisen. Einzelne Züge können von der Buchung ausgeschlossen sein. Das ist dann der Fall, wenn bereits zum Zeitpunkt der Buchung nicht mehr ausreichend Sitzplätze in dem jeweiligen Zug vorhanden sind. Jeder Kunde kann bis zu fünf Lidl DB-Tickets erwerben.

 

Auch bei diesem Aktionsangebot reisen Familienkinder bis einschliesslich 14 Jahren in Begleitung der Eltern oder Grosseltern kostenlos mit, wenn sie vor Reiseantritt auf der Fahrkarte eingetragen werden. Der Übergang in die 1. Klasse ist nicht möglich. Die Fahrkarten gelten bis 10 Uhr des Folgetages. Umtausch und Erstattung sind bei diesem besonders günstigen Angebot ausgeschlossen.

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Weitere Fortschritte bei der Verlagerung des Güterverkehrs durch die Alpen

Die Massnahmen zur Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs in der Schweiz von der Strasse auf die Schiene wirken: Die Zahl der Lastwagen- und Sattelschlepper-Fahrten durch die Alpen ging von Juli 2015 bis Juni 2017 um weitere 5,6 Prozent zurück, während der Schienengüterverkehr um 18,8 Prozent wuchs. Er erreichte per Ende 2016 einen Marktanteil von 71 Prozent. Das geht aus dem neuen Verlagerungsbericht hervor, den der Bundesrat an seiner Sitzung vom 1. Dezember 2017 verabschiedet hat.

Erfreulicher Zuwachs im alpenquerenden Schienengüterverkehr                                                               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

In der für den neuen Verlagerungsbericht relevanten Zeitspanne sank die Zahl der alpenquerenden Lastwagen- und Sattelschlepper-Fahrten auf 975’000 Fahrten pro Jahr. Derweil legte der Schienengüterverkehr durch die Alpen weiter stark zu und erreichte 2016 mit 71 Prozent einen neuen Spitzenwert beim Marktanteil gegenüber der Strasse. Damit ist die Schweiz im Vergleich zu ihren Nachbarländern weiterhin führend.

 

Die Neue Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT), die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe und die Bahnreform haben die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs verbessert. Wie bereits im letzten Verlagerungsbericht dargelegt, wird es indes nicht möglich sein, das Verlagerungsziel von jährlich noch 650’000 alpenquerenden Fahrten bis Ende 2018 zu erreichen. Der Bundesrat schlägt vor, es beizubehalten und die Erkenntnisse abzuwarten, die sich aus den vollen Kapazitäts- und Produktivitätssteigerungen durch die NEAT, den Ausbau ihrer Zulaufstrecken und die Fertigstellung des 4-Meter-Korridors ergeben.

 

Im zweiten Halbjahr 2017 erschwert die Totalsperre für den Ausbau der Luino-Strecke im Rahmen des 4-Meter-Korridors die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene vorübergehend. Im Verlagerungsbericht nimmt der Bundesrat eine erste Analyse zum rund siebenwöchigen Unterbruch der Rheintalstrecke im August und September 2017 vor. Der alpenquerende Schienengüterverkehr hielt sich während des Unterbruchs besser als zuerst befürchtet und konnte rund zwei Drittel seines normalen Volumens abwickeln.Die Strasse verzeichnete pro Woche maximal 1’000 zusätzliche Fahrten von Sattelschleppern und Lastwagen durch die Schweizer Alpen und übernahm damit nur einen kleinen Teil der auf der Schiene ausgefallenen Transporte. Der grösste Teil der ausgefallenen Schienentransporte wurde durch die Industrieunternehmen über die Bewirtschaftung der Lager aufgefangen.

 

Aus Sicht des Bundesrats ist alles daran zu setzen, dass die Sperrung der Rheintalstrecke ein einmaliges Ereignis bleibt. Entsprechende Vorkehrungen müssen im Rahmen der Baumassnahmen, der Baustellenkoordination und durch ein besseres Verkehrsmanagement bei Störungen getroffen werden. Die Sperrung der Rheintalstrecke hat gezeigt, dass ein Ereignis von solcher Dauer oder internationaler Dimension nicht rein auf nationaler Stufe gemanagt werden kann. Der Bundesrat spricht sich deshalb dafür aus, dass die bestehenden Gremien der europäischen Schienengüterkorridore ihre Kompetenzen verstärkt wahrnehmen.

 

Der Bundesrat hat im Rahmen des Verlagerungsberichts 2017 in Erfüllung des Postulats 14.4170 von Nationalrätin Viola Amherd auch geprüft, ob am Simplon der Bahnverlad für den Transport gefährlicher Güter obligatorisch werden soll. Er kommt zum Schluss, dass vor einem Entscheid eine Risikoanalyse vorzunehmen ist. Der Bundesrat empfiehlt zudem, eine Selbstverpflichtung der verladenden Branche zu prüfen, um die Verkehrssicherheit entlang der Simplon-Strassenroute zu erhöhen. Die Zahl der betroffenen Unternehmen ist klar eingrenzbar. Der Bundesrat würde es daher begrüssen, wenn diese Unternehmen sich mit dem Kanton Wallis darauf verständigen könnten, die Zahl der Gefahrguttransporte auf ein für die Bevölkerung akzeptables Niveau zu senken


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Verlagerungsbericht Juli 2015 – Juni 2017
Bericht über die Verkehrsverlagerung vom November 2017
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