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Zerstörungen in historischem Ausmass: DB zieht nach Flutkatastrophe eine erste Zwischenbilanz

Etwa eine Woche nach den schweren Unwettern in NRW und Rheinland-Pfalz zieht die Deutsche Bahn (DB) eine erste Zwischenbilanz. Vorstand Anlagen- und Instandhaltungsmanagement der DB Netz AG, Dr. Volker Hentschel: "In dieser Dimension wurde unsere Infrastruktur noch nie auf einen Schlag zerstört. Wir stehen vor einem gewaltigen Kraftakt.“

Heimersheim bei Bad Neuenahr-Ahrweiler                                     Drohnenaufnahme: Patrick Kuschfeld / © Deutsche Bahn

 

 

 

Hang- und Dammrutsche aber auch Gleisunter- und -überspülungen haben zu massiven Zerstörungen geführt. Besonders gravierend sind die Schäden an über 50 Brücken. Ausserdem haben die Wasserfluten Stationen und Haltepunkte sowie die Technik stark in Mitleidenschaft gezogen: 180 Bahnübergänge, knapp 40 Stellwerke, mehr als 1.000 Oberleitungs- und Signalmasten, Energieanlagen sowie Aufzüge und Beleuchtungsanlagen in den Bahnhöfen sind betroffen. „Nach erster Einschätzung gehen wir davon aus, dass die Wassermassen in unserem Netz und an den Bahnhöfen Schäden von rund 1,3 Milliarden Euro verursacht haben“, so Hentschel weiter.

 

Die DB arbeitet mit Hochdruck daran, möglichst viele Strecken wieder befahrbar zu machen. Schon Ende letzter Woche haben die Arbeiten dazu begonnen. Sie folgen einem klaren Prinzip: Schnell zu realisierende Reparaturen und Baumaßnahmen mit hohem Nutzen für die Fahrgäste und den Bahnverkehr haben Priorität. Dafür sind von den DB-Bauteams im ersten Schritt vor allem auf den Hauptstrecken und Verbindungen mit kleineren Schäden behelfsmäßige Reparaturen durchgeführt worden. Gleichzeitig haben Fachkräfte beschädigte Oberleitungen ausgewechselt, Gleise gereinigt oder angeschwemmten Schutt entfernt. Die Arbeiten vor Ort sowie die Aufnahme der Schäden gehen unvermindert weiter.

 

Dr. Volker Hentschel: „Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die inmitten einer historischen Katastrophe seit Tagen rund um die Uhr daran arbeiten, Gleise und Anlagen zu erkunden und instand zu setzen. Unser Ziel ist es, dass wir etwa 80 Prozent der beschädigten Infrastruktur bis Jahresende wieder auf Vordermann bringen können. Die Bilder vor Ort zeigen jedoch sehr deutlich: einige Strecken sind auch heute noch überschwemmt oder komplett verschwunden. Dies alles wieder herzurichten wird Monate, wenn nicht Jahre dauern.“

 

Nach den ersten Reparaturen stehen nun aufwändigere Arbeiten an, die vom Austausch von Oberleitungs- und Signalmasten über den Bau neuer Bahnsteige, Brücken und Aufzüge bis zur Instandsetzung von Bahnübergängen reichen. Damit will die DB weitere spürbare Verbesserungen für den Schienenverkehr erzielen.

 

Für Strecken und Anlagen, die von den Wassermassen völlig zerstört wurden, ist ein längerer Planungs- und Bauzeitraum erforderlich. Gemeinsam mit Gemeinden, Ländern und dem Bund müssen hier mitunter völlig neue Verkehrskonzepte unter Berücksichtigung der jeweiligen landschaftlichen Gegebenheiten entwickelt werden.

 

Auf künftige Witterungsextreme und Folgen des Klimawandels bereitet sich die DB mit einer Resilienz-Strategie vor. Grundlage ist eine von der DB beauftragte Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, die wissenschaftliche Prognosewerte für 34 Verkehrsregionen in Deutschland erarbeitet hat.

 

 

 

Spendenaktion: Hilfe für vom Unwetter betroffene DB-Beschäftigte

 

Die Deutsche Bahn (DB) hat mit Partnern eine Spendenaktion für Mitarbeitende gestartet, die von den aktuellen Unwettern insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz betroffen sind. In den ersten Tagen sind bereits Spendengelder von über einer Million Euro zusammengekommen. Die Bahn wird die Summe, die die Bahn-Beschäftigten auf das Spendenkonto eingezahlt haben, verdoppeln. Die Aktion wurde gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat, der Stiftungsfamilie Bahn-Sozialwerk (BSW) und Eisenbahn-Waisenhort (EWH), der DEVK, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und dem Fonds soziale Sicherung ins Leben gerufen.

 

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Das Ausmass der Hochwasser-Schäden ist verheerend. Auch Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Bahn sind davon hart getroffen. Eisenbahn ist Team-Arbeit und Solidarität für uns nicht nur eine Worthülse. Die Hilfsbereitschaft des Team DB ist enorm und erfüllt uns mit Stolz.“

 

Mitarbeitende, die durch das Hochwasser Schäden erlitten haben, erhalten über die Stiftungsfamilie BSW und EWH 1.000 Euro Soforthilfe. Die ersten 100 Anträge sind dafür bereits eingegangen. Die Schäden reichen von vollgelaufenen Kellern und zerstörten Gärten bis hin zu zur Hälfte eingestürzten Häusern. Abhängig vom Ausmass des jeweiligen Schadens erhalten die Beschäftigten Hilfen, die über die 1.000 Euro Soforthilfe hinausgehen. Die sozialen Einrichtungen der DB mit der EVG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sowie die DEVK bieten zusätzliche Unterstützung an.

 

Die Stiftungsfamilie BSW & EWH unterstützt Beschäftigte im Bahnbereich und deren Familien. Zu ihren Leistungen gehören beispielsweise Sozialberatungen, Integrationsangebote und Unterstützung in Notlagen. Die Geschichte des Bahn-Sozialwerks und des Eisenbahn-Waisenhorts geht bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Seit 2018 wirken die beiden Stiftungen unter dem Dach der Stiftungsfamilie.



Eifelbahn bei Urft (Steinfeld)

Urheber:  Patrick Kuschfeld (Drohnenaufnahmen)    -    ©  Deutsche Bahn

 


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Vordereinstieg bei den BVG-Bussen in Berlin startet wieder

In Berlin öffnet bei den Bussen der BVG in wenigen Tagen auch wieder die vordere Tür. Zugleich startet am kommenden Montag, 12. Juli 2021, ein Pilotversuch zum kontaktlosen Ticketkauf. Fahrscheine können dann ausschliesslich bargeldlos bezahlt werden. Um eine gute Durchlüftung der Fahrzeuge und einen Fahrgastwechsel mit möglichst viel Abstand zu gewährleisten, bleibt der Zustieg mit gültigem Ticket weiterhin auch durch die hinteren Türen möglich.

Ab kommenden Montag wird bei den BVG-Bussen auch die vordere Tür wieder geöffnet              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Messungen am Fahrerarbeitsplatz der verschiedenen Bustypen hatten in den vergangenen Wochen keine erhöhte Aerosolkonzentration in der Luft festgestellt. Nach der Auswertung der Ergebnisse verständigten sich der Vorstand und die Personalvertretungen der BVG in dieser Woche darauf, den Vordereinstieg und Ticketverkauf wieder zu ermöglichen. Bereits zuvor waren alle Busse der BVG, die regulär im Linieneinsatz sind, zum Schutz der Fahrer*innen mit Trennscheiben ausgestattet worden.

 

"Ich freue mich über dieses wichtige Signal an Berlin und an unsere Fahrgäste gleich dreifach“, sagt Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG. "Wir öffnen alle Türen und durchlüften unsere Fahrzeuge damit noch stärker. Unsere Fahrgäste können sich wieder besser im Bus verteilen. Und mit dem kontaktlosen Ticketverkauf testen wir ein modernes Bezahlsystem und gehen damit einen wichtigen Schritt in die Zukunft.“

 

"Die Gesundheit der Kolleg*innen, die jeden Tag dafür sorgen, dass Berlin mobil bleibt, hat für uns oberste Priorität“, betont Lothar Stephan. Vorsitzender des Gesamtpersonalrats der BVG „Die zusätzlichen Aerosolmessungen waren deshalb ein wichtiger Schritt, den wir durchgesetzt haben, damit unsere Kolleg*innen und die Fahrgäste gleichermaßen sicher und mit einem guten Gefühl ein Stück Normalität zurückgewinnen können.“

 

 

Zahlen bitte – aber mit Karte

 

Parallel zum Öffnen der Vordertüren startet am Montag der rein kontaktlose Ticketverkauf. Bezahlt wird mit Girokarte (EC-Karte) und Kreditkarte oder mit Smartphone-Technologien wie Apple- oder Google-Pay. So wird ein naher und längerer Kontakt zwischen dem Fahrpersonal und den Kund*innen vermieden. Genutzt wird dafür die NFC-Technologie. Die Abkürzung steht für Near Field Communication (Nahfeldkommunikation). Diese Technik ist bereits in den allermeisten EC- und Kreditkarten integriert und an dem Symbol mit vier geschwungenen Strichen zu erkennen.

 

Als weiteres neues Bezahlmedium plant die BVG außerdem eine Guthabenkarte ein, die individuell mit Geldbeträgen aufgeladen werden kann.

 

Neben der Kontaktreduzierung erwartet die BVG als positiven Effekt auch eine Zeitersparnis. Der Fahrscheinerwerb an jeder Haltestelle wird voraussichtlich sehr viel schneller erfolgen, die Abfahrt damit zügiger. Wie gross ein möglicher Effekt auf die Pünktlichkeit im Alltag ist, muss der Pilotversuch zeigen. Für die dauerhafte Einführung des kontaktlosen Vertriebs im Bus wird die BVG einen Tarifantrag bei der Tarifgenehmigungsbehörde stellen.

 

 

Mit Sicherheit gut unterwegs

 

Die Berliner Verkehrsbetriebe hatten gleich zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 zum Schutz von Fahrpersonal und Fahrgästen den Ticketverkauf im Bus eingestellt, die erste Tür geschlossen und den Fahrerbereich zunächst provisorisch mit Folien abgetrennt. Seitdem wurden rund 1.400 Busse mit Trennscheiben für den Fahrerarbeitsplatz ausgerüstet. Die BVG investierte hierfür rund 2,1 Millionen Euro, die Vielzahl der in Berlin eingesetzten Busmodelle machten Beschaffung und Einbau der Trennscheiben sehr aufwändig.

 

Zur guten Durchlüftung und der Abschirmung durch Trennscheiben kommt weiter der positive Effekt der Maskenpflicht: Seit April 2020 müssen Fahrgäste im Berliner Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen, seit März dieses Jahres sind dabei FFP2-Masken vorgeschrieben. Die Maskendisziplin ist seit Monaten konstant hoch und liegt täglich im Bereich von 97 bis 99 Prozent.

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Fahrplanänderungen zwischen Lausanne und Brig vom 19. Juli bis 15. August 2021

Die SBB modernisiert mehrere Bahnhöfe auf der Linie Lausanne - Brig. Aufgrund der Konzentration von Grossbaustellen in den Sommermonaten muss der Fahrplan auf der Simplon-Linie vom 19. Juli bis 15. August 2021 angepasst werden. Zudem verkehren am Wochenende vom 7. und 8. August 2021 zwischen Vevey und Aigle Bahnersatzbusse.

Während den Bauarbeiten vom 19. Juli bis 15. August halten einige IR90 nicht in Vevey                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Gegenwärtig wird an mehreren Bahnhöfen der Simplon-Linie Lausanne - Brig gebaut. Die SBB baut die Publikumsanlagen um und vereinfacht den Zugang zur Bahn und zu den Perrons, insbesondere für Menschen mit Behinderungen und Reisende mit Gepäck oder Kinderwagen.

 

Betroffen sind die Bahnhöfe Lutry, Cully, La Tour-de-Peilz, Clarens, Bex, Martigny und Riddes. Auch mehrere andere Baustellen werden auf die Sommerferienzeit konzentriert, etwa der Neubau gleisquerender Brücken in La Tour-de-Peilz und Villeneuve, Gleisbauarbeiten in St-Léonard und Entwässerungsarbeiten in Evionnaz. Die Investitionskosten für diese Vorhaben betragen insgesamt rund 200 Millionen Franken.

 

Von Montag, 19. Juli bis Sonntag, 15. August 2021 verkehren die Züge zwischen Lausanne und Brig mit geändertem Fahrplan. Einige InterRegio-Züge (IR90) halten nicht in Vevey oder Leuk. Die Kundinnen und Kunden werden gebeten, auf andere InterRegio-, auf RegioExpress- oder Regionalzüge (RER Vaud oder RegionAlps) auszuweichen. Einige RegioExpress-Züge halten nicht in Villeneuve. Diese Verbindungen werden durch S-Bahn-Züge gewährleistet. Auch die Züge der RER Vaud und von RegionAlps im Regionalverkehr fahren mit geändertem Fahrplan und anderen Halten. Einige Verbindungen werden durch Busse ersetzt.

 

Überdies führt die SBB die grössten Arbeiten am Wochenende vom 7. und 8. August 2021 aus, insbesondere den Rückbau der Brückenprovisorien in La Tour-de-Peilz. Die Züge werden zwischen Vevey und Aigle durch Busse ersetzt. Es verkehren drei Ersatzbus-Linien in beiden Richtungen: Expressbusse (ohne Halt), Direktbusse (Halt in Montreux) und Regionalbusse (Halt an allen Stationen). Es muss mit verlängerten Reisezeiten gerechnet werden.

 

Die Reisenden werden gebeten, sich vor Reiseantritt auf www.sbb.ch zu informieren. In den Bahnhöfen der Region werden sie von Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleitern informiert, wo sie auch mit Plakaten und mit Lautsprecherdurchsagen auf die Änderungen hingewiesen werden. Sie können sich auch rund um die Uhr telefonisch erkundigen: 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.).

 

Um die Dauer der Unterbrechungen im Bahnverkehr zu reduzieren, wird teils 24 Stunden am Tag gearbeitet. Die SBB setzt alles daran, die Lärmbelastung zu reduzieren, und bittet die Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis.


Horaires modifiés entre Lausanne et Brigue du 19 juillet au 15 août 2021

 

Les CFF modernisent plusieurs gares de la ligne Lausanne - Brigue. La concentration de gros travaux sur les mois d'été nécessite la modification des horaires des trains du 19 juillet au 15 août 2021 sur la ligne du Simplon. Les trains sont en outre remplacés par des bus entre Vevey et Aigle le week-end des 7 et 8 août 2021.

 

Plusieurs gares de la ligne du Simplon Lausanne - Brigue sont actuellement en travaux. Les CFF y modifient les installations d'accueil afin de faciliter l'accès aux trains et aux quais, en particulier pour les personnes en situation de handicap et pour la clientèle avec bagages ou poussettes.

 

Les gares concernées sont Lutry, Cully, la Tour-de-Peilz, Clarens, Bex, Martigny et Riddes. Divers autres chantiers sont concentrés sur cette période de vacances, comme la réfection de ponts au-dessus des voies à la Tour-de-Peilz et Villeneuve, des travaux à la voie ferrée à St-Léonard ou encore des travaux de drainage à Evionnaz. L'investissement total de ces projets se monte à 200 millions de francs environ.

 

Du lundi 19 juillet au dimanche 15 août 2021, les trains circulent selon un horaire modifié entre Lausanne et Brigue. Certains trains Interregio (IR90) ne s'arrêtent pas à Vevey ou Loèche; la clientèle est invitée à prendre les autres trains Interregio, Regioexpress ou régionaux (RER Vaud ou Regionalps). De même, certains trains Regioexpress ne s'arrêtent pas à Villeneuve; les liaisons sont assurées par les trains RER. En trafic régional également, les trains RER Vaud et Regionalps circulent selon un horaire modifié et une desserte différente. Certaines liaisons sont effectuées par bus.

 

En outre, le week-end des 7 et 8 août 2021, les CFF concentrent les plus gros travaux sur l'espace d'un week-end, notamment l'opération de démontage de ponts provisoires à la Tour-de-Peilz. Les trains sont alors remplacés par des bus entre Vevey et Aigle. Trois lignes de bus de remplacement sont mises en place dans les deux sens : des bus express (Vevey – Aigle sans arrêt), directs (Vevey – Aigle avec arrêt à Montreux) et régionaux (tous les arrêts entre Vevey et Aigle). Il faut compter avec des temps de parcours prolongés.

 

Les clients sont priés de consulter l'horaire en ligne sur www.cff.ch avant leur voyage. Des assistants-clientèle renseignent les voyageurs dans les gares de la région. Des affiches sont disposées dans les gares et des annonces sont diffusées par haut-parleur. En outre, des informations sont disponibles par téléphone au 0848 44 66 88 (CHF 0,08/min), 24 heures sur 24.

 

Afin de raccourcir la durée de l'interruption du trafic ferroviaire, certains travaux ont lieu 24 heures sur 24. Les CFF réduisent autant que possible les nuisances sonores et remercient les riverains pour leur compréhension.


Impressionen aus Aigle und Vevey sowie eine Fahrt von Aigle nach Lausanne und zurück

 


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28 Prozent mehr Bahnreisende am Gotthard nach Eröffnung des Basistunnels (GBT) 2016

In der Schweiz nahm der Personenverkehr auf der Schiene auf der Nord-Süd-Achse bis Ende 2019 deutlich zu. Dies ist eine direkte Folge der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2016 und des verbesserten ÖV-Angebots. Fast alle Bahnhöfe im Tessin und in Uri verzeichneten deutlich mehr Reisende. Je nach räumlichem Potenzial verstärkte sich die Dynamik im Umfeld der Bahnhöfe. Das zeigt das Monitoring Gotthard-Achse.

Nothaltestelle Sedrun im Gotthard-Basistunnel (GBT)                                                                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Auf der Gotthard-Achse gingen neue Grossinfrastrukturen in Betrieb: Der Gotthard-Basistunnel (GBT) Ende 2016 und der Ceneri-Basistunnel (CBT) im April 2021. Zusammen mit dem Ausbau der Zulaufstrecken ist der Transport von Lastwagen auf der Schiene mit einer Eckhöhe von vier Metern zwischen Basel und Italien nun möglich. Die neuen Infrastrukturen wirken sich auf die Entwicklung des Personen- und Güterverkehrs (alpenquerender Verkehr) sowie auf die Raumentwicklung aus, insbesondere in den Kantonen Tessin und Uri. Das Monitoring Gotthard-Achse (MGA) untersucht, wie sich die Neubauprojekte des Bahnverkehrs auf dieser Achse räumlich und verkehrlich auswirken. Die vorliegenden Zwischenergebnisse des Monitorings beziehen sich auf den Zeitraum nach Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels, aber noch vor Eröffnung des Ceneri-Basistunnels.

 

Im Personenverkehr auf der Schiene nahm die Anzahl Reisender am Gotthard zwischen 2016 und 2019 um 28 Prozent zu; schweizweit betrug die Zunahme hingegen nur ein Prozent. Der Anstieg der Fahrgastzahlen ist auf das verbesserte Verkehrsangebot auf der Gotthardbahnachse zurückzuführen, insbesondere auf die kürzeren Fahrzeiten und die höhere Frequenz. Ebenso nahm die Anzahl Bahnreisender an den Bahnhöfen zu. Dazu beigetragen hat das verbesserte ÖV-Angebot in den Kantonen Uri und Tessin. Entsprechend wurden auch mehr Abonnemente und Billette in allen untersuchten Regionen dieser Kantone verkauft.

Verlagerung von der Strasse auf die Bahn

 

Die verbesserten Bahnverbindungen halfen auch, die Strassen zu entlasten. Am Gotthard sank die Anzahl Personenwagen um rund vier Prozent, was einem Rückgang von 1000 bis 1800 Personenfahrten pro Tag entspricht. Die Zahl der Zugpassagiere ist entsprechend gestiegen – 60 bis 80 Prozent des Anstiegs der Fahrgastzahlen sind darauf zurückzuführen, dass Automobilisten vom Auto auf den Zug umgestiegen sind.

 

 

Positive Auswirkungen auf den Tourismus im Tessin

 

Die zusätzlichen Bahnfahrten sind vor allem auf Besucherinnen und Besucher von Touristenattraktionen im Tessin zurückzuführen. Das Wachstum beim Bahnverkehr geht mit der Entwicklung bei den Logiernächten einher. Trotz Konkurrenz durch ausländische Destinationen und der Frankenstärke kam es bei den Übernachtungen im Tessin zu einer deutlichen Trendumkehr, insbesondere in der Parahotellerie (2011-2015: minus sieben Prozent, 2016-2019: plus sechs Prozent).

 

 

Verstärkte Dynamik im Umfeld von Bahnhöfen

 

Es gibt erste Hinweise, dass der neue Basistunnel auch die räumliche Entwicklung beeinflusst hat. Bellinzona hat am meisten von der verbesserten Erschliessung profitiert. Dort liegen die Wachstumsraten von Bevölkerung und Beschäftigten noch über denjenigen in der Region Lugano, dasselbe gilt für die Immobilienentwicklung. Die Bevölkerung wuchs im Umfeld aller untersuchten Bahnhöfe durchschnittlich stärker als anderswo. Gebiete, die über grössere Arbeitszonen verfügen, verzeichneten deutliche Zuwachsraten bei den Arbeitsplätzen. Die Entwicklung bei kleinen und mittelgrossen Bahnhöfen in der Nähe städtischer Zentren hing stark von freien Baulandreserven und der lokalen Planung ab. Grossprojekte bei grossen Bahnhöfen tragen dazu bei, Verdichtungspotenziale auszuschöpfen. Zu erwähnen sind beispielsweise das geplante Quartier Officine in Bellinzona oder die neue Verkehrsdrehscheibe am Bahnhof Mendrisio mit dem Campus der Tessiner Fachhochschule (SUPSI).

 

Im Kanton Uri haben sich die Bahnverbindungen und das Angebot des öffentlichen Verkehrs insbesondere in Altdorf ebenfalls deutlich verbessert, was dazu beitrug, dass die Bevölkerung und die Anzahl Arbeitsplätze wuchsen. Die Pendlerbeziehungen vor allem in Richtung Luzern und Zürich nahmen zu. Mit der auf Ende 2021 geplanten vollständigen Eröffnung des neuen Kantonsbahnhofs dürfte sich dieser Trend noch verstärken.

 

 

Monitoring Gotthard Achse (MGA)

Im Projekt MGA untersuchen die Bundesämter für Raumentwicklung (ARE), Verkehr (BAV), Strassen (ASTRA), Umwelt (BAFU) sowie die Kantone Tessin und Uri seit 2015 die Auswirkungen des Bahnausbaus auf der Gotthardachse. Phase A, die 2017 endete, untersuchte Trends, bevor der Gotthard-Basistunnel (GBT) eröffnet wurde. Phase B des Monitorings wird untersuchen, wie sich der 2016 eröffnete GBT, das im April 2021 vollständige Angebot am Ceneri-Basistunnel, der 4-Meter-Korridor für den Güterverkehr und der neue Kantonsbahnhofs Altdorf auswirken. Die hier vorgestellten Zwischenergebnisse der Phase B betrachten die Jahre 2016-2019 und sind nicht von der Covid-19-Pandemie beeinflusst. Die Schlussergebnisse der Phase B liegen 2023 vor, eine weitere abschliessende Auswertung (Phase C) ist ab 2025 geplant.



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Zugtaufe / Battezzato il Giruno Ticino

Sabato 12 giugno, alla presenza delle Autorità cantonali, è stato battezzato il Giruno dedicato al Canton Ticino, con il nome di «Giruno Ticino». Il treno è stato battezzato da due fortunati vincitori del concorso delle FFS, nominati per l'occasione madrina e padrino.

Battezzato il Giruno Ticino SBB RABe 501 001                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Sabato 12 giugno è stato battezzato il Giruno Ticino. All'evento erano presenti il Presidente del Gran Consiglio Nicola Pini, il Consigliere di Stato Claudio Zali, la direttrice FFS Regione Sud Roberta Cattaneo e due fortunati vincitori del concorso "diventa madrina/padrino del Giruno Ticino" organizzato dalle FFS. Al termine della cerimonia, le FFS hanno consegnato lo stemma cantonale alle autorità cantonali.

 

In seguito all'introduzione dell'orario 2021 e all'inaugurazione della galleria di base del Monte Ceneri, i collegamenti a lunga percorrenza da Basilea/Zurigo verso Chiasso/Milano hanno potuto beneficiare di notevoli riduzioni del tempo di percorrenza e di una maggiore frequenza. Sull'asse nord-sud i treni Giruno rappresentano la colonna portante del traffico ferroviario; rivestono inoltre un ruolo chiave nel garantire i collegamenti tra la Svizzera e l'Italia.

 

 

I nuovi treni Giruno a basso impatto ambientale

 

I convogli Giruno sono alimentati con energia idroelettrica, un elemento importantissimo per limitare al minimo l'impatto ambientale. La strategia delle FFS in quest'ottica è chiara; in quanto fornitore di servizi di mobilità le FFS si impegnano a favore di una sostenibilità a 360 gradi sul piano economico, ecologico e sociale. Entro il 2025 le FFS puntano a produrre tutta la corrente di trazione da fonti rinnovabili ed entro il 2030 intendono raggiungere l'impatto climatico zero.

 

 

Le caratteristiche del Giruno

 

Il Giruno offre ai passeggeri un totale di 810 posti a sedere in doppia trazione (405 posti in singola trazione) con una lunghezza massima di 400 metri. I treni sono dotati di un accesso a pianale ribassato per le diverse altezze dei binari in Svizzera, in Austria, in Italia e in Germania. Questo moderno convoglio su-pera i requisiti della legge sui disabili, contando circa il doppio dei posti a sede-re e dei WC accessibili alle sedie a rotelle. Il Giruno dispone inoltre di: prese su tutti i sedili, toilette separate per uomini e donne, vani multifunzione e compar-timenti per biciclette, ampi portabagagli e un moderno concetto di illuminazio-ne LED a risparmio energetico. La flotta Giruno conta 29 convogli.

 

Il nome Giruno deriva da «girun», che in romancio significa poiana.

 

 

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Zweite Feier für den ersten Giruno

 

 

Der SBB RABe 501 001 hat am 12. Juni 2021 das Wappen vom Kanton Tessin erhalten und wurde im Beisein kantonaler Behörden sowie zwei glücklichen Gewinnern eines SBB-Wettbewerbs getauft. An der (zugegebenermassen etwas kleineren...) Veranstaltung als beim ersten Mal in Berlin nahmen Grossratspräsident Nicola Pini, Staatsrat Claudio Zali, die Direktorin der SBB Region Süd Roberta Cattaneo sowie zwei glückliche Gewinner des von der SBB organisierten Wettbewerbs «Taufpate/Patin des Giruno Ticino werden» teil.

 

Die erste "grosse Feier" hatte der RABe 501 001 mit dem Auftritt bzw. der ersten öffentlichen Präsentation an der InnoTrans 2016 in Berlin. Damals nannte Stadler den Zug noch EC250 (Projektname in Anlehnung an die Höchstgeschwindigkeit). Ab August 2017 ist es dann (ebenfalls nach einem ausgeschriebenen Publikums-Wettbewerb) der SMILE (Schneller Mehrsystemfähiger Innovativer Leichter Expresszug) geworden.

 

Seine erste Fahrt als "Giruno Ticino" machte der RABe 501 001 anschliessend an die Taufe nach Cadenazzo (zum Abrehen, damit für die nächste fahrplanmässige Fahrt die beiden Wagenklassen auch am richtigen Ort sind) und anschliessend via Ceneri Basistunnel weiter nach Chiasso.



Die Erstbestellung durch die SBB von insgesamt 29 Zügen hat Stadler im Oktober 2014 erhalten, diese Bestellung ist überdies mit einer Option für 92 weitere Fahrzeuge verbunden.

 

Am 18. Mai 2017 feierte Stadler zusammen mit der SBB den Roll-out des neuen Niederflur-Hochgeschwindigkeitstriebzuges

 

Erstmals mit Kundinnen und Kunden unterwegs war der neue Gotthardzug am 8. Mai 2019.

 

Die erste Zugstaufe eines Giruno war am 8. August 2019 mit dem RABe 501 003 auf den Namen "San Gottardo".

 

Die erste Zugstaufe auf einen Kantonsnamen am 31. August 2019 mit dem RABe 501 007 "Uri".

 

Ein Jahr vor der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels folgte am 15. Dezember 2019 die Taufe des RABe 501 008 auf "Ceneri 2020".


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Die Rhätische Bahn digitalisiert ihre Gleismessung

Der Rhätischen Bahn (RhB) als Meterspur- und Gebirgsbahn stellen sich in bahntechnischen Bereichen oft andere Herausforderungen als beispielsweise den SBB: Nicht selten braucht es spezielle, massgeschneiderte Lösungen. Diese sind meist aufwändiger als herkömmliche und das Angebot ist kleiner als im Normalspurbereich. Wo möglich und sinnvoll erarbeitet die RhB gemeinsam mit geeigneten Partnern eigene Lösungen. Jüngstes Beispiel ist ein neues digitales Diagnosesystem für die Gleismessung. Dieses wurde am 7./8. Juni 2021 interessierten Meterspurbahnen und Medien präsentiert.

ARGE FahrwegDiagnose Messwagen im Interventionsstützpunkt der RhB in Landquart                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Voraussetzung für eine sichere, ruhige und für die Reisenden komfortable Zugfahrt sind regelmässig kontrollierte und tadellos unterhaltene Gleise. Bereits kleinste Fehler am Gleis oder Abweichungen der Gleislage können Auswirkungen auf die sogenannte Laufruhe eines Zuges und im Extremfall auch auf die Sicherheit haben.

 

 

Analoge vs. digitale Gleismessung

 

Vorwiegend händische Messungen, Beobachtungen und das menschliche Gespür sind Möglichkeiten, die Gleislage analog zu kontrollieren und Korrekturen oder Reparaturen zu veranlassen: Lokführerinnen und Lokführer nehmen Veränderungen beim Triebfahrzeug wie auch bei der Laufruhe des Zuges wahr. Die Mitarbeiter des Bahndienstes achten bei regelmässigen Streckenbegehungen auf sichtbare Gleisfehler, und auch auf speziellen Kontrollfahrten wird anhand der Laufruhe eines Zuges die Gleislage bewertet. Digitale Messungen liefern mehr und genauere Informationen. Spezialisierte Software ermöglicht eine detaillierte Auswertung der Daten und Vergleiche sowie eine zuverlässige Prognose für auszuführende Arbeiten, den Gleisunterhalt und die Gleiserneuerung. Dies sowohl in arbeitstechnischer als auch in finanzieller Hinsicht.

 

 

Ein Messfahrzeug für Meterspurbahnen

 

Mit der technischen Entwicklung wuchs bei den Bahnen der Wunsch, die Messungen zu automatisieren, um genauere Informationen über die Gleislage zu erhalten. Während sich bei der Normalspur der Einsatz von Gleismessfahrzeugen schon früh etablierte, war der Markt im Meterspurbereich eher klein. 2012 startete die RhB mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt für ein Diagnosefahrzeug für die Meterspur. Bei ersten Lösungen wurden die Messinstrumente auf einer Lokomotive auf- und nach der Messung wieder abgebaut. Das erste Diagnosefahrzeug aus dem Jahr 2017 basierte auf einem Standardfahrzeug, das mit verschiedenen Sensoren und Empfängern ausgestattet war. Die neuste Entwicklung ist ein autonomes Fahrzeug, bei welchem die Mess-Sensorik über eine Fernsteuerung bedient wird, so dass der Wagen ohne Begleitpersonal mitgeführt werden kann. Dieser Messwagen wurde letztes Jahr erstmals auf den Netzen von Schweizer Meterspurbahnen eingesetzt. Beim Anlass vom 7./8. Juni 2021 beim Interventionsstützpunkt (ISP) der RhB in Landquart wurde der Messwagen nun weiteren interessierten Meterspurbahnen und Medien vorgeführt.

 

 

Das «Gspüri» des Menschen bleibt wichtig

 

Mit dem Einsatz eines Messwagens erhalten die Bahnen eine digitale Unterstützung, um einzelne Fehler zu finden und Prognosen zu erstellen, die es ihnen erlauben, ihre Bahninfrastruktur noch sicherer und kosteneffizienter zu pflegen. Bei der Präsentation in Landquart wurde von den Verantwortlichen der RhB und der «ARGE FahrwegDiagnose» jedoch mehrmals betont, dass trotz modernster Technik nicht auf die Beobachtungen der Lokführerinnen und Lokführer, Streckenwärter sowie weiterer Fachpersonen verzichtet werden kann. Das menschliche «Gspüri» bleibe wichtig.

 

 

Die «ARGE FahrwegDiagnose»

 

Die drei Firmen Sersa Maschineller Gleisbau AG, iNovitas AG und Kistler Instrumente AG haben sich zur Arbeitsgemeinschaft «ARGE FahrwegDiagnose» zusammengeschlossen. Im Fokus der ARGE stehen die Schweizer Meterspurbahnen. Mit umfassenden Dienstleistungen begleitet und unterstützt die «ARGE FahrwegDiagnose» die Meterspurbahnen in den Bereichen Messtechnik, Geomatik sowie Eisenbahnbau und -erhaltung.


Download
Faktenblatt ARGE FahrwegDiagnose
210527_Factbox_ARGE_Fahrwegdiagnose.docx
Microsoft Word Dokument 1.3 MB

Download
Faktenblatt Gleismessung
20210608_Gleismessung Fakten.docx
Microsoft Word Dokument 1.3 MB

Anlässlich dem Festakt 30 Jahre ICE-Verkehr in Deutschland hat heute Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Berliner Hauptbahnhof den XXL-ICE4 Triebzug Nr. 9457 auf den Namen "Bundesrepublik Deutschland" getauft. Gleichzeitig hat der ebenfalls 13-teilige ICE4 Tz Nr. 9456 und mit 374 Meter längste Zug der ICE-Flotte bei der Rhätischen Bahn (RhB) am Interventionsstützpunkt (ISP) in Landquart über den Zaun geschaut...
...und wir waren "Mitten drin"    😉 ❤️ 🙂

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SBB FLIRT3 RABe 523 112 der RER Vaud in Aigle auf den Namen «Grande Eau» getauft

Der Kanton Waadt, die Gemeinde Aigle, die Transports publics du Chablais (TPC) und die SBB haben heute in Aigle den fabrikneuen Stadler FLIRT3 RABe 523 112 auf den Namen «Grande Eau» getauft. Die Anbindung von Aigle an die S-Bahn vom Kanton Waadt (RER Vaud) zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der RER Vaud dar, die sich in einer fortlaufenden Entwicklung befindet. Ein Zeichen dafür sind auch die neuen 14 FLIRT Triebzüge der neusten Generation.

Taufe des FLIRT3 RABe 523 112 auf den Namen «Grande Eau»  am  4. Juni 2021 in Aigle                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Seit dem 13. Dezember 2020 bedienen die Linien S2 und S5 der S-Bahn im Kanton Waadt (RER Vaud) den Bahnhof Aigle. Neben diesen beiden neuen S-Bahn Verbindungen wird der Bahnhof auch vom Interregio (Linie IR90 mit zwei Halten pro Stunde und Richtung) und dem Regioexpress (ein Halt pro Stunde und Richtung) bedient. Dieser Angebotssprung für ganz Chablais konnte coronabedingt zur Eröffnung im Dezember 2020 nicht gefeiert werden und wurde heute nachgeholt.

 

Die neuen FLIRT-Züge sind seit Juni 2021 auch auf den Waadtländer Linien im Einsatz. Anlässlich dieser wichtigen Etappe in der Entwicklung der RER Vaud hat die SBB zusammen mit Vertreter (-innen) von Kanton und Gemeinde am Freitag, 4. Juni 2021 den fabrikneuen Stadler FLIRT3 RABe 523 112 auf den Namen «Grande Eau» getauft. Für den Kanton Waadt anwesend war Nuria Gorrite, Staatsrätin und Vorsteherin des Departements Infrastruktur und Personal. Frédéric Borloz, Verwaltungsratspräsident der TPC (Transports Publics du Chablais) und Gemeindepräsident von Aigle sowie Alain Barbey, SBB Regionaldirektor für die Westschweiz, waren die weiteren offiziellen Personen an der Zugtaufe.

 

Die «Grande Eau» ist ein rund 26 km langer Nebenfluss der Rhône im Kanton Waadt, das Quellgebiet befindet sich südlich der Ortschaft Les Diablerets. Mehrere Quellbäche sammeln sich im Talkessel Creux de Champ auf rund 1400 m ü. M. zur Grande Eau. Bei Aigle tritt die Grande Eau (grosses Wasser) in das Rhônetal ein und westlich von Aigle mündet sie auf 385 m ü. M. in die Rhône.

 

Die 14 neuen Flirt-Züge ergänzen und verstärken nach und nach die Flotte der RER Vaud, indem sie mehr Kapazität und mit den nächsten Angebotsentwicklungen mehr Züge im Waadtländer Netz bieten. Um das Sitzplatzangebot für die Kundinnen und Kunden zu erhöhen, werden ab Ende des Jahres auf den beiden Linien S1 und S5 auch KISS Doppelstock-Züge zum Einsatz kommen.

 

Die RER Vaud wird aber auch künftig weiter verbessert: Ab August 2022 werden die Waadtländer S-Bahn Verbindungen zwischen Lausanne und dem Vallée de Joux nach dem Umbau des Bahnhofs Kunden, die zwischen dem Vallée de Joux und Lausanne reisen, profitieren dann von stündlichen Direktverbindungen.

 

Diese kontinuierliche Weiterentwicklung des Regionalbahnangebots und des Fahrgastkomforts ist Teil des im Klimaplan bekräftigten Wunsches des Kantons, eine langfristig multimodale und nachhaltige Mobilität für alle Waadtländerinnen und Waadtländer zu fördern. Neben der Finanzierung eines immer dichter werdenden Angebots wurden für die RER Vaud für Klima und Mobilität seit 2009 bedeutende kantonale Infrastrukturinvestitionen in der Grössenordnung von 115 Millionen Franken getatigt.



Nächster Halt - Prochain arrêt Aigle

 

Insbesondere auch dank den neusten Verbesserungen ist die Gemeinde Aigle und die Region Chablais verkehrstechnisch sehr gut erschlossen; der öffentliche Verkehr im Waadtländer Chablais hat eine lange Tradition.

 

Am 10. Juni 1857 wurde der Bahnhof Aigle am Abschnitt Villeneuve – Bex der Eisenbahnlinie von Lausanne nach Sion eingeweiht. Drei Privatbahnen, die jetzt in die Transports Publics du Chablais (TPC) fusioniert worden sind, haben ihren Ausgangspunkt in Aigle. Dies sind die Aigle–Leysin-Bahn (AL), eröffnet am 6. November 1900, die Aigle–Ollon–Monthey–Champéry-Bahn (AOMC), seit dem 2. April 1907, und die Aigle–Sépey–Diablerets-Bahn (ASD), seit dem 22. Dezember 1913.

 


Un train CFF Flirt baptisé au nom de «Grande Eau» pour célébrer les développements du RER Vaud

 

Le Canton de Vaud, la Commune d'Aigle, les Transports publics du Chablais (TPC) et les CFF ont baptisé ce vendredi 4 juin 2021 à Aigle une nouvelle rame Flirt au nom de «Grande Eau». La desserte d'Aigle par le RER Vaud depuis décembre 2020 représente une étape importante pour un RER Vaud en constant développement, tout comme l'arrivée de 14 nouvelles rames Flirt de nouvelle génération.

 

Depuis le 13 décembre 2020, les lignes S2 et S5 du RER Vaud desservent la gare d'Aigle. En plus de ces deux nouvelles liaisons RER, la gare du Chablais est desservie par les Interregio (IR90, deux arrêts par heure et par sens) et les Regioexpress (une liaison par heure et par sens). Ce saut d'offres pour l'ensemble du Chablais, par le jeu notamment des correspondances assurées par les TPC, n'avait pas été célébré en raison de la pandémie.

 

Depuis le mois de juin 2021, des nouvelles rames Flirt sont également engagées sur les lignes vaudoises. Afin de marquer cette étape importante du développement du RER Vaud, Nuria Gorrite, Cheffe du Département des infrastructures et des ressources humaines, Frédéric Borloz, président du Conseil d'administration des TPC et Syndic de la commune d'Aigle et Alain Barbey, directeur régional des CFF pour la Suisse romande ont baptisé ce vendredi 4 juin 2021 une rame Flirt de nouvelle génération du nom de «Grande Eau».

 

14 nouvelles rames Flirt viennent progressivement compléter et renforcer la flotte du RER Vaud, en offrant davantage de capacités, puis, avec les prochains développements de l'offre, davantage de trains sur le réseau vaudois. Afin d'augmenter le nombre de places assises pour les clients, de nouveaux trains seront également mis en service sur le RER Vaud dès la fin de l'année: trois rames duplex (au lieu d'une actuellement) circuleront sur les lignes S1 et S5 notamment.

 

Les améliorations du RER Vaud se poursuivent: dès le mois d'août 2022, les liaisons du RER Vaud entre Lausanne et la Vallée de Joux se feront sans changement de train, grâce au rebroussement au Day, rendu possible par la transformation de la gare. Les clients voyageant entre la Vallée de Joux et Lausanne profiteront ainsi de liaisons directes toutes les heures.

 

Ce développement continu de l'offre régionale ferroviaire et du confort pour les voyageurs s'inscrit dans la volonté du Canton, réaffirmée dans son Plan climat, de favoriser sur le long terme une mobilité multimodale et durable pour l'ensemble des Vaudoises et Vaudois. Outre le financement d'une offre toujours plus dense, d'importants investissements cantonaux pour l'infrastructure, de l'ordre de 115 millions, ont été déployés depuis 2009 pour le RER Vaud, avec pour objectif majeur d'encourager au report modal, levier essentiel pour diminuer l'impact de la mobilité sur le climat.


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Heute vor 30 Jahren starteten die ersten ICE-Züge

Mit dem ICE 1 startete die Deutsche Bahn 1991 in die Ära des Hochgeschwindigkeitsverkehrs. Am 29. Mai 1991 wurde der ICE-Betrieb mit einer Sternfahrt von Bonn, Hamburg, Mainz, Stuttgart und München zum neuen Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe eingeweiht. Nachdem die Züge parallel in den Bahnhof eingefahren waren, stellte Bundespräsident Richard von Weizsäcker um 12.00 Uhr symbolisch das Ausfahrsignal auf "Fahrt" und sagte: "Der Hochgeschwindigkeitsverkehr in der Bundesrepublik Deutschland ist damit eröffnet." Dem Triebfahrzeugführer des planmässigen Premieren-ICE übergab er symbolisch den Schlüssel für den Zug. Am 2. Juni 1991 fuhr der erste reguläre ICE um 5.53 Uhr in Hamburg-Altona Richtung München ab; in der Gegenrichtung erfolgte die Abfahrt in München um 6:41 Uhr.

A "NICE" train, der ICE1                ...man beachte den Schatten vom Fahrleitungsmasten                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Der aus dem InterCityExperimental (ICE) abzuleitende Serienzug sollte ursprünglich (nach dem Planungsstand von Anfang 1985) als Hochgeschwindigkeitszug (HGZ) bezeichnet werden. Die Bezeichnung InterCityExpress ging aus einer langwierigen Diskussion hervor. Der Begriff sollte sowohl im Deutschen wie im Englischen verstanden werden. Dem E, für Experimental im ICE-Vorläufer InterCityExperimental, wurde die neue Bedeutung Express verliehen. Eine spätere Umbenennung in InterCityEuropa war in Erwägung gezogen worden. 1983 war das IC-Nachfolge-Projekt auch als Intercity 2000 bezeichnet worden. Die Kurzform ICE war bereits am 6. September 1982 bei der Auftragsvergabe für den Versuchszug IntercityExperimental vergeben worden.

 

 

ICE 1  -  Der Wegweiser

 

Die 280 km/h, die der ICE 1 mit seinen zwei Triebköpfen und zwölf Mittelwagen maximal erreicht, waren damals revolutionär. Zudem markiert er den Ausgangspunkt zum modernen Triebwagenkonzept mit geschlossenen, breiten Wagenübergängen, weg von lokbespannten Zügen. Somit war der ICE 1 wegweisend für den modernen Bahnverkehr.

Bis heute charakteristisch für den ICE 1 ist sein "Buckel"-Speisewagen, der etwas höher ist als die übrigen Wagen und den ICE 1 somit leicht erkennbar macht. Weiterhin gibt es in fast allen Wagen der 1. und 2. Klasse neben einem Grossraumbereich auch Abteile mit sechs Sitzplätzen. Nur ein Teil der ICE 1-Flotte konnte auch in der Schweiz eingesetzt werden und  nur diese Züge ermöglichten eine Direktverbindung etwa von Hamburg nach Zürich - Chur oder von Berlin über Basel hinaus bis nach Interlaken.

Dank seiner grossen Zuverlässigkeit setzt der ICE 1 mit einer durchschnittlichen Laufleistung von über 500.000 Kilometern pro Jahr auch heute noch Maßstäbe. Die gesamte ICE 1-Flotte wurde ab 2005 umfassend modernisiert, sodass die erste ICE-Generation mit beispielsweise Ledersitzen in der 1. Klasse dem aktuellen ICE-Standard entspricht.

 

 

Deutsche Bahn hält die ICE 1 Flotte auch nach 30 Betriebsjahren weiterhin fit

 

Für eine Verlängerung der Lebensdauer bis 2030 werden die ICE 1 einem zweiten Redesign unterzogen. Dabei sollen die Triebzüge von zwölf auf neun Wagen verkürzt werden. Der Service-Wagen 803.1 wird wieder deklassiert und neu als 803.2 als sechster Wagen der 2. Klasse, vor dem Bordrestaurant, also an seine ursprüngliche Stelle, eingereiht. Das Bordrestaurant, der sogenannte Buckelspeisewagen, bleibt erhalten. Es werden ein Wagen erster Klasse und zwei Wagen zweiter Klasse aus dem Zugverband entfernt.

 

Im Frühjahr 2019 begann der Umbau eines Musterzuges. Dieser Prototyp verliess am 30. April 2020 das Werk Nürnberg und wird seit Ende Juni 2020 im Fahrgastbetrieb eingesetzt. Die drei ausgereihten Mittelwagen dienen seither als Reserve und Ersatzteilspender.

 

Ab Herbst 2019 haben insgesamt fünf Vorserienumbauten begonnen, die übrigen Züge sollten dann bis 2023 in jeweils zwei Monaten modernisiert werden. Hauptuntersuchungen (IS 600 oder 700) werden bei Bedarf im Zuge der Modernisierung mit erledigt. Die Modernisierung erfolgt in den Werken Neumünster (Klimatechnik), Uerdingen (ein Triebkopf, ein Mittelwagen der Baureihe 803), Nürnberg (ein Triebkopf, übrige Mittelwagen) und München (Elektronik-Instandsetzung). Beauftragt ist (Stand: Mai 2019) die Modernisierung von 48 Triebzügen, die übrigen 10 sollen optional zu einem späteren Zeitpunkt überarbeitet werden. Insgesamt sind dafür 320 Millionen Euro veranschlagt.




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Happy Birthday - Der Berliner Hauptbahnhof wird 15

Unglaublich, wie die Zeit vergeht, der Kleene ist auch schon mitten im Teenager-Alter; der Berliner Hauptbahnhof feiert heute seinen fünfzehnten Geburtstag! Seit seiner Eröffnung am 26. Mai 2006 – pünktlich zur Fussballweltmeisterschaft in Deutschland – ist der Hauptbahnhof Herz und Motor des Berliner Schienennetzes. Hier kommen Touristinnen und Touristen an, hier fahren die Berlinerinnen und Berliner ab, und das bequem und klimafreundlich auf der Schiene. Anlässlich seines Teenager-Geburtstags zieht die Deutsche Bahn (DB) eine Bilanz.

Top auf allen Ebenen, der Berliner Hauptbahnhof                                                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Der Berliner Hauptbahnhof hat sein Versprechen der optimalen Verkehrsanbindung der Hauptstadt gehalten,“ so Cornelia Kadatz, Chefin der Berliner Fernverkehrsbahnhöfe. "Aus allen vier Himmelsrichtungen durchqueren die Züge diesen markanten Verkehrspalast, der nicht nur optisch hervorsticht, sondern auch das Herzstück der Mobilität in Berlin ist. Millionen Berlinerinnen und Berliner sowie Gäste der Stadt kommen Jahr für Jahr am Hauptbahnhof an. Zunächst war der Hauptbahnhof für viele ein Fremdkörper inmitten von Brachland, heute kann er mit Fug und Recht behaupten: Ich bin einer Berliner. Das ist auch das Verdienst der vielen Mitarbeitenden am Bahnhof, die jeden Tag – besonders während der Corona-Pandemie – dafür sorgen, dass unsere Fahrgäste sicher reisen und sich wohlfühlen.“

 

Der Erfolg des Hauptbahnhofs spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Seit seiner Eröffnung sind die Reisendenzahlen um rund ein Viertel gestiegen. Waren es 2007 noch 265.000 Reisende und Besucher täglich, waren es Anfang 2020 bereits 330.000 am Tag. Damit zählt der Berliner Hauptbahnhof zu den meist frequentierten Bahnhöfen Deutschlands. Rund 1.300 Züge des Fern- und Nahverkehrs halten pro Tag am Bahnhof.

 

 

Neue Services und verbesserte Anbindung

 

Seit vergangenem Jahr ist der Hauptbahnhof noch besser erreichbar: Die U-Bahn-Linie U5 verkehrt nun zwischen Alexanderplatz und Hauptbahnhof und bindet den Berliner Osten noch besser an. Zur Eröffnung des BER im Oktober 2020 startete auch der neue Flughafen-Express (FEX) zwischen Berlin Hauptbahnhof und dem Flughafen BER. Mit dem ersten Teilstück der neuen City-S-Bahn sorgt die DB für eine schnellere Verbindung in den Norden Berlins. Fahrgäste können ab Dezember 2022 die Strecke zwischen den Stationen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof nutzen.

 

Im Berliner Hauptbahnhof bietet die DB ihren Kundinnen und Kunden neue Services an: 2020 eröffnete die Bahn beispielsweise ihren ersten Coworking-Bereich "everyworks“ in der 10. Etage der Bügelbauten. Auf 1.500 Quadratmeter Bürofläche stehen insgesamt rund 300 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die bundesweit erste DB Premium Lounge gibt es seit Mai 2021 im Hauptbahnhof. Zudem erwartet die Reisenden auf drei Etagen ein breites Einkaufsangebot. Insgesamt gibt es rund 80 Mieter für Gastronomie, Zeitschriften und Dienstleistungen. Seit der Eröffnung des Bahnhofs sind die Mietflächen durchgehend vermietet.

 

 

Vom Brachland zur „Europacity“

 

Der Bau des Berliner Hauptbahnhofs war zugleich Startschuss für die positive städtebauliche Entwicklung des Bahnhofsviertels. Die Standortwahl in unmittelbarer Nachbarschaft zum Regierungsviertel war lang umstritten: Beim ersten Spatenstich war das Areal des heutigen Hauptbahnhofs Brachland, und auch bei seiner Eröffnung stand der Bahnhof wie ein Monolith in der sandigen Umgebung. Mittlerweile haben sich rund um den Hauptbahnhof diverse Hotels und Bürogebäude angesiedelt, wie zum Beispiel das "Cube Berlin“ auf dem Washingtonplatz, in dem unter anderem Büros der DB untergebracht sind. Auch das 2019 eröffnete Futurium befindet sich in direkter Nähe zum Hauptbahnhof. Ein neues Wohngebiet erstreckt sich rund um den Humboldthafen.

 

 

Rückblick: Ein neues Verkehrskonzept für die Hauptstadt

 

Um den vielen Bahnreisenden in der Hauptstadt Anfang der Neunzigerjahre gerecht zu werden, benötigte Berlin ein neues Verkehrskonzept für den Schienenverkehr. Ein neuer Hauptbahnhof als zentraler Knotenpunkt sollte für eine verbesserte Verkehrsanbindung sorgen. Mit der Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofs 2006 entstand so erstmals in der Geschichte der Hauptstadt ein Bahnhof für alle Fernzüge und ein Verbindungsstück zwischen der Ost-West- und der Nord-Süd-Achse.

 

Entworfen wurde der Bahnhof von den Hamburger Architekten von Gerkan, Marg und Partner. Seine aussergewöhnliche Architektur wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis des Deutschen Stahlbaues 2008 und dem Internationalen Architekturpreis des Chicago Athenaeum 2007. Allianz pro Schiene kürte den Berliner Hauptbahnhof zum „Bahnhof des Jahres 2007“.

 

 

Zahlen zu Europas grösstem Eisenbahnkreuz

 

    Eröffnung des Hauptbahnhofs:                    26. Mai 2006

    Reisende und Besucher täglich:                 rund 330.000

    Zughalte täglich:                                              rund 1.300

    Bahnsteige:                                                                  14

    Gastronomie und Geschäfte:                                      80

    Geschossfläche insgesamt:                           78.000 m²

    davon Einzelhandelsfläche:                           15.600 m²

    Schließfächer:                                                       1.150

    Rolltreppen:                                                                54

    Aufzüge:                                                                     38

    davon gläserne Panoramaaufzüge:                            6

    PKW-Stellplätze:                                                     860

    Maße Bahnhofshalle:                                   160 x 40 m

    Länge Ost-West-Trasse:                                    321 m

    Höhe der Bügelbauten:                                         46 m

    Etagen in den Bügelbauten:                                      11

    Solarmodule auf dem Ost-West-Hallendach:        780

    Solardachfläche:                                             1.700 m²

    Leistung der Solarmodule: rund 130.000 kWh pro Jahr

    Architekten:                    von Gerkan, Marg und Partner

    Auszeichnung als Bahnhof des Jahres:                2007

 



 

15 Jahre Berlin Hauptbahnhof: Kurioses und Überraschendes

 

In 15 Jahren Berliner Hauptbahnhof gab und gibt es neben Fahrgastrekorden und technischen Meisterleistungen auch manche bemerkenswerte Randnotiz.

 

 

Die Größe hängt vom Wetter ab

 

Wie breit ist eigentlich der Hauptbahnhof? Das hängt vom Wetter ab! Tatsächlich können sich die drei oberirdischen Bahnsteige je nach Temperatur um bis zu 15 Zentimeter in Längsrichtung dehnen. Die schwarzen Dehnungsfugen auf den Bahnsteigen sind für die Reisenden leicht zu erkennen.

 

 

Größte Kreuzung Europas

 

Sechs Gleise verlaufen oberirdisch in Ost-West-Richtung. 25 Meter tiefer und im rechten Winkel dazu werden sie von acht Gleisen in Nord-Süd-Richtung gekreuzt. Das macht den Hauptbahnhof zum größten Kreuzungsbahnhof Europas. Diese Konstruktion ermöglicht, dass in Berlin alle Fernzüge den gleichen Bahnhof berühren. In Metropolen wie London, Paris und Moskau verteilt sich der Verkehr auf zahlreiche Kopfbahnhöfe. Wer umsteigen will, muss dort meistens auch den Bahnhof wechseln. In Berlin sind kurze Wege Trumpf!

 

 

Wechselspiel der Namen

 

Wo heute der Hauptbahnhof steht, stand ab 1871 der Lehrter Bahnhof, benannt nach der Stadt Lehrte bei Hannover. Hier fuhren die Züge in Richtung Hannover, Köln, Bremen und Hamburg. Als Folge der Kriegszerstörungen und der deutschen Teilung wurde der Betrieb 1952 eingestellt und die Ruine 1959 gesprengt. Der Name blieb im S-Bahnhof „Lehrter Stadtbahnhof“ an gleicher Stelle bis 2002 erhalten. Als Zusatz findet er sich noch immer auf den Stationsschildern des S-Bahnsteigs. Einen „Hauptbahnhof“ gab es von 1987 bis 1998 schon einmal im Ostteil der Stadt als Name für den heutigen Ostbahnhof. Die DDR unterstrich damit die Rolle Ostberlins als „Hauptstadt der DDR“. Und auch die Spandauer hatten ihren Hauptbahnhof: Nach der Eingemeindung 1911 behielt der Spandauer Hauptbahnhof seinen Namen. 1997 wurde er geschlossen. Heute befindet sich an gleicher Stelle der Haltepunkt Stresow der S-Bahn. Der neue Bahnhof Spandau wurde 1997 eröffnet.

 

 

Büros im Bügel

 

Ungewöhnliche Arbeitsplätze bieten die beiden Bügel, die wie ein umgekehrtes U die Bahnhofshalle überspannen. Während im westlichen Bügel Büros der DB untergebracht sind, arbeiten in einer Hälfte des östlichen Bügels auch Mitarbeitende verschiedener anderer Unternehmen. Insgesamt haben in den beiden Bügeln rund 1.000 Beschäftigte der DB ihren Arbeitsplatz – mehr als im Bahntower. Seit August 2020 befindet sich in der 10. Etage des Hauptbahnhofs „everyworks“, der erste Coworking-Bereich der DB. Auf 1.500 Quadratmeter Bürofläche stehen insgesamt rund 300 Arbeitsplätze zur Verfügung.

 

 

Bügel senkten sich wie Zugbrücken

 

In einem Aufsehen erregenden Montagevorgang wurden im Sommer 2005 die jeweils 1.250 Tonnen schweren Brückenhälften der Bügelgebäude wie Zugbrücken über die Ost-West-Bahnhofshalle geklappt und anschließend miteinander verschweißt. Danach wurde das gläserne Nord-Süd-Dach eingeschoben. Damit war das Dach des Hauptbahnhofs geschlossen.

 

 

Das Logo auf dem Bahnhofsturm

 

In 60 Metern Höhe krönt das DB-Logo einen schmalen Turm auf dem Washingtonplatz südlich des Bahnhofs. Was aussieht wie ein Schmuckbauwerk ist nichts anderes als ein Kamin für die Entlüftung des darunter verlaufenden Straßentunnels.

 

 

Die Spree musste weichen

 

Für den Bau des Tiergartentunnels, der den Hauptbahnhof unterquert, wurde 1996 die Spree um etwa 70 Meter nach Norden verlegt. In ihrem ursprünglichen Verlauf wurde eine Grube betoniert und es wurden darin Segmente für acht Tunnelröhren eingebaut. Nach zwei Monaten kehrte der Fluss in sein altes Bett zurück.

 

 

Zehn Röhren für fünf Verkehrssysteme

 

Das Bahnhofsmodell vor dem Hertha-Fanshop in der -1-Ebene zeigt, was sonst verborgen bliebe: 15 Meter unter der Erde verlaufen in Nord-Süd-Richtung parallel zehn Verkehrswege. Von West nach Ost: Zwei Röhren für die Bundesstraße B 96, vier Röhren für Fern- und Regionalzüge, zwei Röhren für die U-Bahn-Linie U5 und zwei Röhren für die S-Bahn. Letztere sind noch im Bau. Durch die neue City-S-Bahn wird der Hauptbahnhof noch besser angebunden. Die DB nimmt das erste Teilstück Ende nächsten Jahres in Betrieb. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 können Fahrgäste die Strecke zwischen Hauptbahnhof und nördlicher Ringbahn nutzen. Dann sind erstmals die stark frequentierten Stationen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof durch eine direkte S-Bahn-Linie miteinander verbunden.

 

 

Der Strom kommt vom Dach

 

Auf der südlichen Seite des Ost-West-Hallendaches ist seit Juli 2003 eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb. Auf 1.700 Quadratmetern wurden 780 Solarmodule in die Glasflächen integriert. Jährlich liefert die Solaranlage im Durchschnitt rund 130.000 Kilowattstunden.

 

Ausgezeichnete Architektur

 

Die außergewöhnliche Architektur des Berliner Hauptbahnhofs ist mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Preis des Deutschen Stahlbaues 2008, dem Internationalen Architekturpreis des Chicago Athenaeum 2007 und dem Renault Traffic Design Award 2006 für innovative und mutige Verkehrsarchitektur. Entworfen wurde der Hauptbahnhof von den Hamburger Architekten von Gerkan, Marg und Partner. Allianz pro Schiene kürte den Berliner Hauptbahnhof zum „Bahnhof des Jahres 2007“.

 

 

Der Hauptbahnhof als Bühne für Veranstaltungen und Kunstaktionen

 

Der Berliner Hauptbahnhof ist immer wieder Bühne für Ausstellungen, Veranstaltungen und Kunstaktionen verschiedenster Art. Lichtinstallationen illuminieren regelmäßig die Glasflächen des Bahnhofs: So setzen beispielsweise Lichtkünstler:innen beim alljährlichen „Festival of Lights“ den Hauptbahnhof kunstvoll in Szene. Im Januar 2021 erinnerten eine an die Fassade geworfene Kerze und das Motto #WeRemember an die Opfer des Nationalsozialismus. Anlässlich des Europatages am 9. Mai 2021 erstrahlte der Hauptbahnhof in den Farben Europas. Die DB projiziert die europäische Flagge sowie den Gruß „Alles Gute zum Europatag!“ auf die imposante südliche Glasfassade des Bahnhofs. Ein klares Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz setzt die DB mit einer Regebogenflagge, die am Hauptbahnhof alljährlich zum Start der Christopher-Street-Day-Saison gehisst wird.


O-Töne Bahnhofsmanagerin Cornelia Kadaz

 

Der Job

Wie lange machen Sie den Job, was macht eine Bahnhofsmanagerin?

 

Die Bedeutung

Welche Bedeutung hat der Hauptbahnhof - auch für das Areal, auf dem er steht?

 

Die Zukunft

 

Ein Blick nach vorne. Manche nennen ihn Einkaufszentrum mit Gleisanschluss, andere Kathedrale.

Was muss der Hauptbahnhof in Zukunft leisten?

 


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15 Jahre Berlin Hauptbahnof
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Strecke Zürich HB - Zürich Wipkingen während eines Jahres gesperrt

Der Bahnhof Zürich Wipkingen wird ab Frühling 2023 bis 2025 modernisiert. Anstelle des Mittelperrons erhält der Bahnhof zwei Aussenperrons und wird nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BehiG) umgebaut. Gleichzeitig wird das 120-jährige Wipkinger Viadukt saniert. Von Dezember 2023 bis Dezember 2024 wird die Strecke Zürich HB - Zürich Wipkingen gesperrt. Die Fernverkehrszüge werden umgeleitet, die S24 fällt zwischen HB und Wipkingen aus. Ausserdem plant die SBB bis 2025 diverse Bestandteile der Bahninfrastruktur auf dem Abschnitt Wipkinger Viadukt -  Bahnhof Wipkingen -  Tunnelportal - Bahnhof Oerlikon zu sanieren. Um effizient zu bauen und die Auswirkungen auf Anwohnende und Reisende zu minimieren, plant die SBB, einen Grossteil der Arbeiten während einer einjährigen Streckensperrung auszuführen.

Anstelle des Mittelperrons gibt es in Zürich Wipkingen zwei Aussenperrons                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Zwischen Zürich HB und Zürich Oerlikon bestehen drei verschiedene Bahnstrecken. Auf diesen verkehren täglich insgesamt über tausend Personenzüge und mehrere Dutzend Güterzüge. Die 1856 eröffnete Wipkingerlinie durch den gleichnamigen Tunnel gehört zu den ältesten Bahnstrecken der Schweiz. Einen Bahnhof bekam Zürich Wipkingen erst 76 Jahre später. Seit 1982 verkehren die Züge auch via Zürich Hardbrücke und den Käferbergtunnel. 2014 folgte die Durchmesserlinie mit dem Weinbergtunnel.

 

Am denkmalgeschützten Bahnviadukt und am Tunnel aus der Gründerzeit sind umfassende Sanierungsarbeiten notwendig. Zudem wird der 1932 eröffnete Bahnhof Zürich Wipkingen umgebaut. Indem diese Arbeiten gleichzeitig während einer einjährigen Totalsperre ausgeführt werden, können zwei bis drei Jahre Bauzeit und rund 20 Millionen Franken eingespart werden.

 

Nach Abschluss der Bauarbeiten erfüllt der Bahnhof Zürich Wipkingen die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes. Die Reisenden gelangen stufenfrei zu den Zügen. Derzeit erarbeitet die SBB das Auflageprojekt.

 

 

Auswirkungen auf S-Bahn und Fernverkehr

 

Während der einjährigen Streckensperre von Dezember 2023 bis Dezember 2024 verkehren keine Züge über die Wipkingerlinie. Die täglich über 250 Züge werden via Käferberg- oder Weinbergtunnel umgeleitet oder fallen aus.

  • Die in Zürich Wipkingen haltende S24 fällt zwischen Zürich HB und Zürich Wipkingen aus. Reisende ab und nach Zürich Wipkingen benützen Bus- und Tramverbindungen.
  • Die Fahrzeiten der EuroCity-Züge nach München verlängern sich zwischen Zürich HB und Zürich Flughafen. Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten zwischen Zürich Flughafen und München bleiben unverändert.
  • Die IC5 Lausanne–Zürich HB–St. Gallen verkehren in den Hauptverkehrszeiten in Zürich HB nicht mehr durchgehend und erhalten verlängerte Fahrzeiten zwischen Zürich HB und Zürich Flughafen.
  • Die IR70/IR13 zwischen Luzern und Chur sowie einzelne IR75 zwischen Luzern und Konstanz verkehren in Zürich HB nicht mehr durchgehend.

Die genauen Abfahrtszeiten werden im Rahmen der Fahrplanauflage im Frühling 2023 veröffentlicht.

 

 

 

Projekt Umbau Bahnhof Zürich Wipkingen

 

Das Projekt zum Umbau des Bahnhofes Wipkingen nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BehiG) und die Arbeiten an der Bahninfrastruktur beinhalten insbesondere die Sanierung vom Wipkinger-Viadukt mit der Sanierung der Brücken Neugasse, Josef-, Heinrich- und Limmatstrasse sowie den Ersatz der Brücke Wasserwerkstrasse. Dazu stehen diverse Erneuerungsarbeiten an Fahrbahn und Fahrleitung auf dem Programm. Im Tunnel von Zürich Wipkingen nach Oerlikon ist die Sanierung von Feucht-, Tropf- und Hohlstellen notwendig. Am Bahnhof Zürich Wipkingen selbst erfolgt die behindertengerechte Gestaltung mit der Aufhebung des heutigen Mittelperrons und der Unterführung Nord inklusive stufenfreie Zugänge zu den Perrons sowie erhöte Perrons mit stufenfreiem Zustieg in die Züge. Ausserdem gib es eine neue durchgehende Personenunterführung Seite Zürich HB und Seite Oerlikon eine stufenfreie Verbindung zur Nordstrasse mittels Lift.

 

Die Realisierung der Arbeiten ist von Frühling 2023 bis Frühling 2025 geplant. Um effizient zu bauen und die Auswirkungen auf Anwohnende und Reisende zu minimieren, plant die SBB, einen Grossteil der Arbeiten während einer einjährigen Streckensperrung Zürich HB - Zürich Wipkingen zwischen Dezember 2023 und Dezember 2024 auszuführen. Im Vergleich zur Realisierung aller Bauarbeiten während laufendem Bahnbetrieb können die Arbeiten so in bedeutend kürzerer Zeit, kostengünstiger und in besserer Qualität vorgenommen werden. Die SBB rechnet mit Gesamtkosten von rund 100 Millionen Franken (Kostengenauigkeit +/- 20 Prozent). Die Finanzierung erfolgt über die Leistungsvereinbarung (LV) zwischen der SBB und dem Bund. Ausserdem hat der Bundesrat in seiner  Sitzung vom 13. Mai 2020  dem Parlament für die Periode 2021-2024 beantragt, den Zahlungsrahmen für Erhalt und Modernisierung des Schienennetzes zu erhöhen Die zusätzlichen Mittel dienen unter anderem auch dazu, Bahnhöfe und Haltestellen behindertengerecht anzupassen.

 

 

Umbau Bahnhof Wipkingen

 

Beim Umbau am Bahnhof Zürich Wipkingen wird die nördliche Unterführung aufgehoben. Neu erreicht man dann die Perrons mittels Treppe und Lift direkt von der Brücke Nordstrasse, wo sich auch die Bushaltestellen befinden. Das heutige Mittelperron wird durch zwei Aussenperrons ersetzt, damit wird die Verbindung zwischen den Perrons und den angrenzenden Quartieren verbessert. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedelungen der Baugenossenschaft (BEP) im Bahnhofsumfeld bedeutet dies barrierenfreien und schnelleren Zugang zu den Gleisen dank zwei neuen Unterführungen und zusätzlichen Veloabstellplätzen. Die steile Rampe auf der Ostseite wird so umgestaltet, dass man von der Rousseaustrasse künftig flacher und direkt aufs Perron gelangt. Das westliche Perron erreicht man ebenerdig direkt von der Dammstrasse her. Die südliche Unterführung wird neu durchgehend unter den Gleisen hindurchgeführt. So wird ein zusätzlicher Zugang zur Imfeldstrasse und zum Lettenfussweg geschaffen. Der angrenzende  Spielplatz muss umgesiedelt und der Garten Letten-Wasserwerk der BEP-Gartengruppe (er befindet sich auf Pachtland, welches der SBB gehört) zum Saisonende 2022 geräumt und ebenfalls verlegt werden.

 

 

S-Bahn Halte in Wipkingen

 

Bis zur Eröffnung der Durchmesserlinie verkehrten in Zürich Wipkingen noch die S2, S8 und die S14. Damals stiegen täglich durchschnittlich 5500 Passagiere ein und aus. Doch seit dem Fahrplanwechsel im Sommer 2014 wird der Bahnhof Wipkingen nur noch im Halbstundentakt durch die S24 bedient, entsprechend haben sich die Passagierzahlen um mehr als die Hälfte reduziert. Der Quartierverein Wipkingen hatte 2014 an die Stadt Zürich 6300 Unterschriften für einen Viertelstundentakt eingereicht und der damalige Stadtrat Andreas Türler hatte auch versprochen, sich für dieses Anliegen einzusetzen, erinnert sich Judith Stofer, Kantonsrätin und Mitglied des QV-Vorstands und sagt: "Passiert ist seither nichts". Sowohl mit der SBB als auch mit dem ZVV hat der Quartierverein hartnäckig um die Wiedereinführung des Viertelstundentakts verhandelt. Zahlreiche Möglichkeiten wurden diskutiert und Argumente vorgebracht. Für Stofer ist klar: "Man könnte, aber man will nicht". Sie hat am 10. Februar 2020 im Kantonsrat erneut eine Anfrage eingereicht. Darin will sie vom Regierungsrat wissen, ob der Viertelstundentakt in absehbarer Zeit wieder eingeführt werden kann.

 

Christian Vogt, Verkehrsplaner des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) erklärt die Entwicklungen, welche der ZVV derzeit plant. Diese seien eng verknüpft mit der Vorlage zur Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI), welche das Stimmvolk am 9. Februar 2019 gutgeheissen hatte. Damit kann auch er für mögliche Verbesserungen nur einen fernen Horizont im Jahr 2030 bieten. Die Pläne des Projekts «S-Bahn 2G», wie der nächste Ausbauschritt der Zürcher S-Bahn genannt wird, der unter anderem alle Zürcher Quartierbahnhöfe im Viertelstundentakt bedienen möchte, seien weit fortgeschritten und das sei ein grosser Vorteil, wenn es dann um die Umsetzung gehe.

 

Thomas Kellenberger, Leiter Kommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung beim Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) verweist auf den Ausbauschritt 2035, der mit dem Ausbau vom Bahnhof Stadelhofen und dem Brüttnertunnel das Nadelöhr zwischen Zürich und Winterthur beseitigt und zusätzliche Kapazitäten bringt. Mit diesen neuen Infrastrukturbauten kann das S-Bahn-Angebot markant ausgebaut werden. Das bedeutet, dass vorerst einmal Geduld gefragt ist; der Baustart des Brüttnertunnels und des Ausbaus am Stadelhofen ist gemäss SBB frühestens ab 2026 möglich.

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140 Jahre elektrische Straßenbahn - 140 Jahre E-Mobility

Es ist kein klassisches Jubiläum. Aber es ist ein Jahrestag mit Symbolkraft in Zeiten von Klimawandel und Mobilitätswende. Vor genau 140 Jahren, am 16. Mai 1881, fuhr die erste elektrische Straßenbahn mit Fahrgästen durch das damals noch eigenständige Lichterfelde, heute ein Ortsteil Berlins. Es war nicht nur der Beginn der Ära der „Elektrischen“ in der deutschen Hauptstadt. Es war der Beginn der Ära der elektrischen Schienenbahnen zur Personenbeförderung weltweit.

Sonderfahrt mit einer historischen Straßenbahn in Berlin-Köpenick                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Gründervater dessen, was wir heute E-Mobility nennen, war der geniale Erfinder und Unternehmer Werner von Siemens. Bereits 1879 hatte er auf der Berliner Gewerbeausstellung die erste brauchbare elektrische Lokomotive der Welt präsentiert. Zwei Jahre später war er es auch, der die neue Technik buchstäblich auf die Straße und zu den Menschen brachte. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h "rauschte" seine Bahn auf der 2,5 Kilometer langen Strecke durch Groß-Lichterfelde.

 

Doch die „Elektrische“, wie die Berlinerinnen und Berliner sie bald liebevoll nannten, wurde rasch schneller. Und sie wuchs schnell, hielt Schritt mit dem rasanten Tempo der boomenden Stadt. Bereits um den Jahrhundertwechsel war das Schienennetz mehr als 400 Kilometer lang. Allein die „Große Berliner Straßenbahn“, das mit Abstand bedeutendste der unterschiedlichen, damals bestehenden Straßenbahnunternehmen, zählte im Jahr 1902 auf 71 Linien bereits 295 Millionen Fahrgastfahrten.

 

 

Triebfeder der Stadtentwicklung

 

Ihren Höhepunkt erreichte die Straßenbahn in Berlin zwischen den beiden Weltkriegen. Nach Unterlagen im BVG-Archiv wurde bereits 1918 eine Rekordzahl erzielt, die die Gesamt-BVG erst fast 100 Jahre später wieder erreichen sollte: mehr als eine Milliarde Fahrgastfahrten. Der Geschäftsbericht für das Jahr 1929 zählt wiederum beeindruckende Zahlen zu Netz und Fahrzeugpark auf. Auf mehr als 1300 Gleiskilometern fuhren 93 Linien. Fast 4000 Trieb- und Beiwagen waren in Berlin im Einsatz.

 

Diese Zahlen zeigen, wie eng verzahnt die Stadt und ihre Verkehrsmittel schon immer waren. Für Berlin war und ist die Straßenbahn auch ein Spiegelbild der Stadtgeschichte. Sie war das Verkehrsmittel für die Menschenmassen der Gründerzeit und damit eine entscheidende Triebfeder der Stadtentwicklung. Sie war Lieferwagen und Lazarett, Bauwagen und Barrikade, Alltagsgefährt und Arbeitstier. Sie hat Kriege und Krisen überstanden, die deutsche Teilung und den Fall der Mauer.

 

Schon mehrfach wurde der Straßenbahn bescheinigt, sie sei ein Auslaufmodell, veraltet und überflüssig. Im Westteil Berlins schien im Oktober 1967 ihr endgültiges Ende mit der letzten Fahrt bereits besiegelt. Doch etwa zur gleichen Zeit, oder nur wenige Jahre später, erlebte sie im anderen Teil der Stadt bereits ihren nächsten großen Aufschwung, als Rückgrat des Verkehrs bei der Entwicklung neuer Wohngebiete.

 

 

Das Netz wächst wieder

 

Rund 195 Kilometer Länge misst das Berliner Straßenbahnnetz heute. Mit deutlich wachsender Tendenz. Neue Strecken sind in Planung oder bereits im Bau. Die Straßenbahn rollt längst wieder in Richtung Westen und ist ein Verkehrsmittel der Zukunft an vielen Stellen, an denen die Stadt sich entwickelt und wächst. Im Verbund mit U-Bahnen, S-Bahnen und modernen Bussen (auch sie zunehmend mit E-Antrieb) ist sie nicht weniger als ein Garant für zeitgemäße, umweltfreundliche und komfortable Mobilität – in Berlin und übrigens auch in Metropolen weltweit.

 

Wo alles begann, am Bahnhof in Lichterfelde, erinnert heute ein kleines Denkmal an die Geburtsstunde vor 140 Jahren. Und in zehn Jahren – wenn das Jubiläum richtig rund ist – wird die „Elektrische“ bestimmt auch wieder angemessen gefeiert.

 

 

Zitate:

 

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Die Straßenbahn hat eine große Vergangenheit. Viel wichtiger aber: Sie hat eine große Zukunft. Wir dürfen auch in Zeiten von Corona nicht vergessen, dass wir eine andere, ganz große Aufgabe haben, nämlich den Wandel hin zur Klimaneutralität in der Mobilität. Dem umweltfreundlichen Nahverkehr kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Leistungsfähige, elektrische Schienenbahnen bilden dabei das Rückgrat und werden – digital vernetzt mit Bussen und individuell nutzbaren Sharingangeboten – dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft in lebenswerten Städten jederzeit und komfortabel mobil sein können.“

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Die Straßenbahn erlebt schon seit Jahren eine kaum geahnte Renaissance und das weltweit von Addis Abeba bis Rio de Janeiro. Das ist natürlich kein Zufall und auch keine Modeerscheinung, sondern entspringt der klugen Erkenntnis der Verkehrsplaner, dass die Straßenbahn ihre ganz eigenen Stärken im städtischen Verkehr hat. Sie ist bei hoher Fahrgastkapazität vergleichsweise schnell, preiswert und einfach zu bauen und sie ist – vor allem dort, wo man ihr eine eigene Trasse lässt – ein ebenso beliebtes wie komfortables und betrieblich zuverlässiges Verkehrsmittel.“

 

Rico Gast, Bereichsleiter Straßenbahn der BVG: „Die Kolleginnen und Kollegen bei der Straßenbahn sind zu Recht stolz auf ihre Geschichte. Von den Anfängen der Elektrischen bis zur neuesten Straßenbahngeneration, die wir jüngst erst bestellt haben, vereint sie die Leidenschaft und Begeisterung für ein Verkehrsmittel, dass das Bild Berlins immer mitgeprägt hat. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit unserer Straßenbahn und ihren neuen Strecken und Fahrzeugen nun auch die Zukunft unserer Stadt weiter mitgestalten können.“



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Die Geschichte der Berliner Straßenbahn
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DB stockt mit saisonalen Verbindungen Sommerfahrplan auf - Neu gehts erstmals auch im ICE ohne Umsteigen von Berlin zum Bodensee

Die Deutsche Bahn hat ihre Planungen für den Sommerfahrplan 2021 abgeschlossen. Ab Anfang Juli bietet die DB ihren Reisenden zahlreiche zusätzliche Verbindungen in beliebte Ferienregionen Deutschlands und nach Österreich an. Urlaubsziele wie Rügen, die ost- und nordfriesischen Inseln, Tirol und der Bodensee sind noch öfter, bequemer und schneller erreichbar. Zusammen mit weiteren saisonalen Verbindungen stehen damit täglich über 10.000 Sitzplätze zusätzlich in den ICE- und IC-Zügen zur Verfügung. Alle Verbindungen sind ab dem 13. Mai 2021 buchbar.

                                                                                                                                                                 Grafik: Deutsche Bahn AG

 

 

 

ICE von Berlin nach Tirol und an den Bodensee

 

Erstmals wird es am 3. Juli 2021 eine ICE-Direktverbindung von Berlin über die seit Dezember 2020 neu elektrifizierte Allgäubahn zum Bodensee und nach Vorarlberg geben. Dieser ICE verkehrt jeweils am Samstagmorgen ab Berlin in Doppeltraktion und wird in Augsburg geteilt.

 

Der Fahrplan für den ICE 1209 sieht diese Zeiten und Haltebahnhöfe vor: Berlin Gesundbrunnen ab: 6.53 - Berlin Hbf 7.11 - Berlin Südkreuz 7.19 - Halle (Saale) Hbf 8.31 - Erfurt Hbf 9.08 - Nürnberg Hbf 10.28 - Augsburg Hbf an: 11.34 / ab: 11.43 - Buchloe 12.55 - Memmingen 13.26 - Lindau-Reutin 14.44 - Bregenz an: 14.51. Von Bregenz gelangen Urlauber dann bequem per Bahn oder Bus in weitere beliebte Urlaubsregionen Vorarlbergs wie das Montafon oder den Bregenzerwald.

 

Der zweite Zugteil fährt ab Augsburg weiter über München ins Tirol mit Halten in Kufstein - Wörgl - Jenbach - Innsbruck an: 14.21 - Ötztal und Imst-Pitztal bis zum Zugendbahnhof mit der Ankunft um 15.41 in Landeck-Zams. Die Rückfahrt ist jeweils am Samstagnachmittag in Bregenz (ab: 13.09) bzw. Landeck-Zams (ab: 11.51). In Augsburg werden die beiden Zugteile wieder vereinigt und fahren zusammen weiter bis nach Berlin, die Ankuft in der Bundeshauptstadt ist für 21.15 Uhr geplant. Dieses Angebot gibt es bis zum 11. September 2021.

 

Für Reisende aus München und Umgebung bietet die DB in diesem Zusammenhang zwei zusätzliche Sommerangebote nach Tirol an, die einen Tagesausflug von acht Stunden und mehr möglich machen. Mit denselben Zwischenhalten wie bei der Verbindung aus Berlin geht’s immer samstags früh mit dem ICE 1203 um 6.15 in München los, zum ersten Frühstück erreichen die Reisenden um 8.33 Innsbruck und um 10.10 den Zugendbahnhof Landeck-Zams. Samstagabend geht es mit dem ICE 1202 um 18.24 ab Landeck-Zams - Innsbruck Hbf ab: 19.40 wieder zurück nach München Hbf mit Ankunft um 21.36 Uhr.

 

Dasselbe Samstags-Sommerangebot gilt auch für Fahrten ab München an den Bodensee, da verlässt der ICE 1217 München Hbf um 8.02 und erreicht nach Zwischenhalten in München-Pasing (8.11) - Buchloe (8.51) und Memmingen (9.20) Lindau-Reutin um 10.41. Der Gegenzug ICE 1216 verlässt Lindau-Reutin um 17.10 und kommt nach Zwischenhalten in Memmingen (18.01) und Buchloe (18.25) um 19.06 in München Hbf an.

 

 

IC von Dresden nach Rügen

 

Für Ostseeurlauber aus Sachsen fährt vom 3. Juli bis 5. September 2021 ein zusätzlicher IC immer samstags und sonntags um 9:33 Uhr ab Dresden über Berlin in das Ostseebad Binz auf Rügen. In Züssow besteht Anschluss an die Usedomer Bäderbahn und in die Kaiserbäder. Zurück geht es samstags mittags ab Binz, Ankunft in Dresden ist um 18:43 Uhr. Wer die Naturparks in der Uckermark oder im Oderbruch vorzieht: Die Züge halten u. a. auch in Eberswalde, Angermünde, Prenzlau, Pasewalk, Anklam und Greifswald sowie in Stralsund und Bergen auf Rügen.

 

 

IC von Frankfurt am Main zu den ostfriesischen Inseln

 

Urlauber aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können von Frankfurt am Main über Sieger- und Sauerland, Hamm und Münster mit dem Intercity nach Norddeich Mole fahren. Ab 3. Juli 2021 startet an drei Wochenenden im Juli und August morgens ein IC um 9:33 Uhr in Frankfurt und erreicht Emden und Norddeich Mole passend zu den Fährverbindungen nach Borkum und Norderney am späten Nachmittag. Retour geht es um 10:53 Uhr ab Norddeich Mole.

 

Die Fahrpläne im Detail:

 

Frankfurt Hbf 09:33 - Friedberg (Hess.) 10:00 - Bad Nauheim 10:05 - Wetzlar 10:28 - Dillenburg 10:54 - Siegen 11:36 - Iserlohn-Letmathe 12:41 - Schwerte (Ruhr) 12:59 - Unna 13:11 - Hamm (Westf.) 13:28 - Münster 13:53 - Rheine 14:16 - Lingen (Ems) 14:36 - Papenburg (Ems) 15:14 - Leer (Ostfriesland) 15:27 - Emden Hbf 15:46 - Norden 16:17 - Norddeich 16:26 - Norddeich Mole 16:49

 

Norddeich Mole  10:53 - Norddeich 10:56 - Norden 11:06 - Emden Hbf 11:31 - Leer (Ostfriesland) 11:50 - Papenburg (Ems) 12:01 - Lingen (Ems) 12:39 - Rheine 12:59 - Münster 13:29 - Hamm (Westf.) 13:54 - Unna 14:17 - Schwerte (Ruhr) 14:29 - Iserlohn-Letmathe 17:41  - Siegen 15:52 - Wetzlar 16:44 - Bad Nauheim 17:05 - Frankfurt (Main) Hbf 17:33 

 

 

IC von München zu den nordfriesischen Inseln

 

Urlauber aus Bayern reisen zwischen dem 17. Juli und 4. September 2021 umsteigefrei in Deutschlands hohen Norden. Jeden Samstag um 8:09 Uhr geht es in München Hauptbahnhof los. Nach Zwischenhalten u.a. in München-Pasing, Augsburg, Donauwörth, Ansbach und Würzburg, weiter über Fulda, Kassel, Hannover und Hamburg nach Heide, Niebüll und Sylt. Ankunft in Westerland ist um 18.04 Uhr. Ab Niebüll fahren Kurswagen weiter nach Dagebüll Mole, wo um 18.00 Uhr die Fähre nach Wyk (Föhr) und Wittdün (Amrum) ablegt. Fahrgäste aus Bayern, Fulda und Kassel erreichen die drei beliebten nordfriesischen Inseln damit ohne Umstieg und schneller als derzeit. In der Gegenrichtung verlässt der Zug immer samstags gegen Mittag Westerland und Dagebüll Mole und erreicht München um 22:12 Uhr.

 

 

Mehr Züge und mehr Service

 

DB-Fernverkehrschef Michael Peterson: "Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Dabei wird auch der Urlaub im eigenen Land wieder hoch im Kurs stehen. Darauf bereiten wir uns vor und bringen in diesem Sommer mehr als 330 ICE-Züge auf die Schiene, so viele wie nie zuvor.“

 

Mehr Service für Gäste des Fernverkehrs gibt es bereits ab dem Pfingstwochenende im Rahmen der behördlichen Vorgaben. Die DB serviert Speisen und Getränke wieder persönlich, in den Bordrestaurants und am Platz. In den 15 DB Lounges der großen Bahnhöfe erhalten Besucher wieder Kaffee und Kaltgetränke. Noch mehr Service und Komfort bietet die Premium-Lounge für Reisende der 1. Klasse, die Anfang Mai im Berliner Hauptbahnhof eröffnet wurde und die Gäste mit einem neuen gastronomischen Angebot verwöhnt.

 

"Sicher reisen. Gemeinsam geht das“, bleibt auch bei wachsender Nachfrage das Motto für das Reisen mit der Bahn. Weiterhin gelten die Maskenpflicht und die bekannten Sicherheits- und Abstandsregeln. Die DB setzt ihr bewährtes Hygiene- und Reinigungskonzept fort und wirbt für ein rücksichtsvolles Miteinander. Bei der Ticketbuchung können sich Kund:innen bereits im Vorfeld über die voraussichtliche Auslastung der Verbindungen informieren. Der Komfort-Check-in ermöglicht die kontaktlose Kontrolle.

 

 

Auch FlixTrain nimmt den Betrieb wieder auf

 

Der Mitbewerber FlixTrain hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass er den Betrieb ab nächster Woche wieder aufnimmt. Am 20. Mai 2021 soll der Betrieb auf der Strecke zwischen Berlin und Köln wieder beginnen. Vom 27. Mai 2021 an fährt FlixTrain demnach bis zu acht Mal am Tag zwischen Leipzig, Berlin und Hamburg. Ab Juni 2021 soll unter anderem auch der Hauptbahnhof in München angesteuert werden. Ab Mitte Juni 2021 wird zudem eine Nachtverbindung München-Berlin-Hamburg angeboten - jedoch ohne Schlaf- oder Liegewagen.

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Mit der neuen Berliner U-Bahn auf Zeitreise in die Zukunft

Berlin bekommt neue U-Bahnen. Ein virtuelles 360°-Modell lädt jetzt zum Entdecken und Erleben der zukünftigen Züge ein. In Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum und dem Hersteller Stadler wird mit Wiedereröffnung des Museums am 1. Juni 2021 auch ein lebensgroßes Modell in einer Ausstellung zu sehen sein – Seite an Seite mit einem der ältesten U-Bahnwagen Deutschlands.

Mock-Up der neuen U-Bahn im Deutschen Technikmuseum in Berlin         Foto: Malte Scherf / Deutsches Technikmuseum

 

 

 

 

Fans der Berliner U-Bahn können jetzt auf eine Zeitreise in die Zukunft gehen. In einem virtuell begehbaren 360°-Modell lassen sich schon heute die Züge von morgen erkunden. Vom Fahrgastraum durch das Multifunktionsabteil bis in die Fahrerkabine – per Maus geht es durch das Fahrzeug der Baureihe JK. Dank der hohen Auflösung lässt sich in jeden Winkel hineinzoomen. Multimediale Infopoints vermitteln in Texten, Audio- oder Video-Clips Informationen zu verschiedenen Aspekten wie Fahrgastinformation, Lichtdesign oder Barrierefreiheit.

 

 

Ab sofort ist das 360°-Modell auf der Projektseite der neuen U-Bahnfahrzeuge freigeschaltet

 

Erstellt wurde das 360°-Modell von der TeamOn GmbH. Die Grundlage bilden rund 200 Einzelaufnahmen aus einem Mock-up, einem 1:1-Modell der neuen U-Bahn-Baureihe J/JK, das die BVG im Frühjahr 2020 bei Stadler bestellt hat. Mehr als 161 Millionen Pixel sorgen für eine spektakuläre Detailschärfe.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe: „Die neuen U-Bahnen werden über Jahrzehnte das Bild unserer Stadt prägen. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Begeisterung für die neue U-Bahn-Generation mit allen Fans unserer U-Bahn teilen und alle mit diesem tollen Instrument einen lebensnahen ersten Eindruck von den mit Spannung erwarteten Fahrzeugen bekommen können.“

 

 

Mock-Up der neuen U-Bahnen steht bereits im Museum

 

Dabei ist der virtuelle Zug nur der erste Schritt. Um die Vorfreude auf die neuen Züge zu beflügeln, wird es im Deutschen Technikmuseum eine weitere Premiere geben. Sobald das Museum am 1. Juni wieder öffnet, ist das besagte Mock-up erstmals auch öffentlich zu sehen. Und es wird nicht allein sein. Das Technikmuseum schlägt in Kooperation mit der BVG im historischen Lokschuppen einen ganz großen Bogen aus den Anfängen der Berliner U-Bahn im Jahr 1902 über die Gegenwart bis in die Zukunft. Direkt neben dem Mock-up auf Gleis 15 steht der Wagen 86 der Baureihe A1 von 1908, das älteste in Deutschland erhaltene U-Bahn-Fahrzeug. Abgerundet wird die Präsentation durch einen Doppeltriebwagen der Reihe F79 von 1980, der im Freigelände des Museums gezeigt wird.

 

Der Titel der Ausstellung lautet „Von A bis J – Berliner-U-Bahnen von 1902 bis 2072“. Die U-Bahn-Baureihen werden mit fortlaufenden Buchstaben bezeichnet, nun ist Berlin bei „J“ angekommen, und die neuen Züge, die bis 2032 geliefert werden, sollen über 40 Jahre hinweg im Einsatz sein.

 

Joachim Breuninger, Vorstand der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin: „Wir freuen uns darauf, nach dem Ende des Lockdowns die Zukunft und die Vergangenheit der Berliner U-Bahn unter einem Dach präsentieren zu können. Dieses Stück Mobilitätsgeschichte einer wachsenden Metropole ist in unseren historischen Lokschuppen bestens aufgehoben. Direkt nach der coronabedingten Schließung wird das ein besonderes Highlight für unsere Besucherinnen und Besucher“.

 

 

Vom Modell bis zum fertigen Zug: Die U-Bahn aus Berlin für Berlin

 

Die ersten Fahrzeuge der neuen U-Bahnbaureihe werden voraussichtlich im vierten Quartal 2022 für Testfahrten zur Verfügung stehen. Für die BVG besteht die Möglichkeit, bis zu 1.500 Wagen der neuen Baureihe J/JK bis 2032 von der Firma Stadler in Berlin-Pankow zu beschaffen. Zum Vergleich: Derzeit verfügt die BVG insgesamt über 1.300 U-Bahn-Wagen verschiedener Baureihen.

 

Mit der Ausstellung des Mock-ups, eines Endwagens der Baureihe JK, wird das Deutsche Technikmuseum seinen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben, sich nach der schon jetzt möglichen virtuellen Erkundungstour auch einen handfesten Eindruck der neuen U-Bahnen zu machen. Der Wagenkasten des begehbaren Modells im Maßstab 1:1 wurde aus Holz gefertigt. Im Innenraum mit Sitzen, Haltestangen, Beleuchtung und einem funktionsfähigen Fahrerstand wurden weitgehend Originalteile verbaut.

 

Damit schafft das Mock-up einen authentischen Eindruck des zukünftigen Fahrzeugs und ermöglicht die Überprüfung und Verbesserung von Funktionalität, Barrierefreiheit und Ästhetik am Objekt, bevor die Produktion der ersten Fahrzeuge anläuft.

 

„Als Hersteller der Fahrzeuge legen wir sehr großen Wert darauf, gemeinsam mit unserem Kunden zu prüfen, ob unser Zug den Anforderungen und Erwartungen entspricht. Dazu gehört bei sogenannten Tailor-Made-Fahrzeugen, also Zügen, die exakt auf ein Netz zugeschnitten und eigens dafür entwickelt werden, der Bau eines Mock-ups, um die Ergebnisse der gemeinsamen Tests am Modell in den weiteren Entwicklungsprozess einfließen lassen zu können“, erklärt Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland.

 

Stadler konstruiert und baut die neuen U-Bahnen „in Berlin für Berlin“ am Unternehmens-Standort in Pankow. Die Züge wie auch das Mock-up sind damit echte Berliner. Das Innendesign wurde durch das Berliner Design-Büro Staubach erarbeitet. Seine Lösungen wurden im Mock-up durch den Berliner Modellbau-Spezialisten IFS umgesetzt.

 

Die U-Bahnen der deutschen Hauptstadt haben eine Ur-Berliner Eigenheit: Als älteste U-Bahn Deutschlands verfügt das Berliner Netz über Klein- und Großprofillinien mit jeweils eigenen Fahrzeugabmessungen. So können Kleinprofilzüge maximal 2,4 Meter breit sein, Großprofilzüge hingegen 2,65 Meter. Die Baureihen führen daher für das Kleinprofil das „K“ im Namen, heißen also „JK“, während die Großprofilzüge nur als „J“ benannt sind.

 

Diese Eigenheit der Berliner U-Bahn stellt besondere Herausforderungen an das Innendesign. Auch in den Kleinprofilzügen soll ein weiter Raumeindruck herrschen, der dem Großprofil nahekommt. Um den Innenraum zudem so barrierearm wie möglich zu gestalten, wurde die „AG Bauen und Verkehr barrierefrei“ sowie die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen bereits früh in den Entstehungsprozess eingebunden.

 

 

Baureihe A: Ein Jugendstil-Juwel

 

Von der U-Bahn der Zukunft sind es im Museum nur wenige Schritte bis weit zurück in die Geschichte. Im Jahr 1902 wurde die Berliner U-Bahn als erste in Deutschland eröffnet. Sechs Jahre später entstand der Triebwagen Nr. 86 in der ersten Baureihe, die später mit „A1“ bezeichnet wurde. Der Wagen mit seinem blechbeplankten Holzaufbau war bis 1969 im Einsatz. Nach Zwischenstationen, unter anderem als Kantinen-Getränkelager der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde, wurde er 1975 in die Liste technischer Denkmäler der DDR aufgenommen. Ehrenamtliche der Arbeitsgemeinschaft U-Bahn begannen in den 1980er Jahren mit der Restaurierung in den Zustand von 1908, die sich bis 2017 hinzog und mit dem Industriekulturpreis der Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte ausgezeichnet wurde. Das Besondere dabei: Ein Kunsttischler rekonstruierte in sorgfältiger Handarbeit die Inneneinrichtung. Deren geschwungene Jugendstilformen waren durch den schwedischen Architekten Alfred Grenander entworfen worden, der von 1902 bis 1931 Hausarchitekt der U-Bahn war und so Berlin bis heute prägt.

 

 

Baureihe F: Der West-Berliner Klassiker

 

Auch bereits historisch ist der Doppeltriebwagen 2700/2701 der Baureihe F79 von 1980, der im Freigelände des Museums gezeigt wird. Mit genau diesem Fahrzeug wurde am 1. Oktober 1980 die Linie U7 nach Spandau (bis Rohrdamm) eröffnet, deren Stationen inzwischen unter Denkmalschutz stehen. Die U-Bahn-Serien F74 bis F79 lösten in den 1970er Jahren die Vorkriegsbaureihen in West-Berlin ab. In den nächsten Jahren werden sie nun selbst von den Gleisen verschwinden. Eigens für die Ausstellung hat die Arbeitsgemeinschaft U-Bahn den Wagen 2700 wieder in den Zustand von 1980 versetzt. Die vielen kleinen Unterschiede – etwa kein Fahrgastfernsehen und fehlende Liniennummern auf den Anzeigen – verdeutlichen die Alltagsveränderungen während der letzten 40 Jahre im Spiegel des Nahverkehrs.



In einem kurzen Film stellt die BVG in Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum

die gemeinsame U-Bahn-Präsentation vor.

Den Film gibt es seit heute auf der Projektseite sowie im Youtube-Kanal des DTM.


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Stadler Rail-Aktionäre stimmen allen Anträgen des Verwaltungsrates zu

An der 30. Generalversammlung der Stadler Rail AG haben die Aktionärinnen und Aktionäre heute alle Anträge des Verwaltungsrates genehmigt. Die Aktionärinnen und Aktionäre haben Peter Spuhler als Verwaltungsratspräsident sowie alle weiteren zur Wahl stehenden Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte bestätigt. Aufgrund der vom Bundesrat verordneten Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus hatten die Aktionärinnen und Aktionäre ihre Stimmen ausschliesslich über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter abgegeben.

Der "neue und alte" Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler freut sich                                              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Aktionärinnen und Aktionäre der Stadler Rail AG stimmten an der heutigen 30. ordentlichen Generalversammlung allen Anträgen des Verwaltungsrates zu. Im Einklang mit der COVID-19-Verordnung 3 waren an der Generalversammlung 2021 vor Ort keine Aktionärinnen und Aktionäre anwesend. Entsprechend übten die Aktionärinnen und Aktionäre ihr Stimmrecht über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter aus. Dieser vertrat 72.32 Prozent der total 100'000'000 Aktien. Zudem hatten die Aktionärinnen und Aktionäre die Möglichkeit, ihre Fragen im Voraus elektronisch an den Verwaltungsrat zu senden. Der Verwaltungsrat legte grossen Wert darauf, alle eingereichten Fragen während der Generalversammlung zu beantworten. Die Antworten werden den Aktionärinnen und Aktionären schriftlich zugestellt. Die wichtigsten Fragen wurden zudem ins Protokoll der Generalversammlung aufgenommen.

 

Der Geschäftsbericht sowie die Jahresrechnung und die Konzernrechnung für das Geschäftsjahr 2020 wurden genehmigt. Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten der vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinnes von 205'925'136 Schweizer Franken zu und beschlossen eine Dividendenausschüttung von 0.85 Franken pro Namenaktie (brutto). Des Weiteren beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung.

 

Peter Spuhler wurde erneut zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt. Neben Peter Spuhler wurden zudem alle weiteren Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte für die Amtsdauer von einem Jahr in den Verwaltungsrat wiedergewählt. Dem Verwaltungsrat der Stadler Rail AG gehören Peter Spuhler, Hans-Peter Schwald, Barbara Egger-Jenzer, Dr. Christoph Franz, Fred Kindle, Doris Leuthard, Wojciech Kostrzewa und Kurt Rüegg an.

 

Die folgenden Mitglieder wurden für ein weiteres Jahr in den Vergütungsausschuss gewählt: Barbara Egger-Jenzer, Dr. Christoph Franz, Peter Spuhler. Die Aktionärinnen und Aktionäre wählten ebenfalls Hans-Peter Schwald als neues Mitglied für ein Jahr in den Vergütungssauschuss.

 

Weiter hat die Generalversammlung die Gesamtvergütung für den Verwaltungsrat und die Gesamtvergütung für die Konzernleitung für 2022 genehmigt sowie den unabhängigen Stimmrechtsvertreter und die Revisionsstelle für ein Jahr wiedergewählt. Im Sinne einer unverbindlichen Konsultativabstimmung haben die Aktionärinnen und Aktionäre zudem den Vergütungsbericht 2020 genehmigt.

 

Die Aktionärinnen und Aktionäre beschlossen zudem die Schaffung von neuem genehmigten Kapital. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, bis zum 6. Mai 2023 das Aktienkapital durch Ausgabe von höchstens 10 000 000 vollständig zu liberierenden Namenaktien von je 0.20 Schweizer Franken Nennwert im Maximalbetrag von 2'000'000 Franken zu erhöhen. Entsprechend wird Artikel 5 der Statuten angepasst.

 

Die nächste ordentliche Generalversammlung der Stadler Rail AG findet voraussichtlich am 5. Mai 2022 statt.



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Stadler fürchtet Industriespionage in Deutschland

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler befürchtet, dass seine Betriebsgeheimnisse in fremde Hände geraten könnten. Man betrachte es mit Sorge, dass die deutsche Tochtergesellschaft des russischen Konkurrenten Transmashholding (TMH) in Zukunft die Wartung der Regionalzüge für den Bahnbetreiber Go-Ahead Bayern übernehme, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber der Welt am Sonntag.  Von einem "Wirtschaftskrimi". schreibt die Augsburger Allgemeine. "Besonders kritisch sehen wir dabei, dass es sich hier um russische Wettbewerber handelt, die in den europäischen Markt drängen und so Zugang zu geschützter und dem Betriebsgeheimnis unterliegender Technologie erhalten könnten", erklärte der Sprecher.

Go-Ahead Bayern Flirt 3 im Bau bei Stadler Deutschland GmbH in Berlin Pankow                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der britische Betreiber Go-Ahead widersprach der Befürchtung, wollte die Sache aber nicht näher kommentieren. TMH wies laut der Zeitung darauf hin, dass die Zughersteller dem Betreiber für die Wartung der Züge die zugehörigen Wartungshandbücher zur Verfügung stellen müssen. Dies sei gängige Praxis in der Bahnindustrie. Ausserdem enthielten diese Dokumente "keine technischen Zeichnungen oder Ähnliches, die es erlauben, den Zug neu zu konstruieren und zu bauen“, wird eine TMH-Sprecherin zitiert.

 

Für die künftige Instandhaltung der Fahrzeugflotte baut TMH Germany derzeit für 40 Millionen Euro ein neues Servicewerk in Langweid bei Augsburg. Am 1. Februar 2021 ist das technische Team von TMH Germany zu seinem ersten Arbeitstag in Augsburg zusammengekommen. Bis zum Start von Go-Ahead auf dem E-Netz Allgäu mit den Stadler-Zügen werde das Team aus Mechatronikern und Industrieelektronikern in einem gemieteten Werk in Augsburg "umfassend in der leichten und schweren Wartung geschult, unter anderem anhand der neuen Züge, die bald in Augsburg eintreffen werden", schreibt Go-Ahead. Insgesamt sollen dort 56 Züge von Hersteller Siemens – davon 44 dreiteilige Mireo und 12 fünfteilige Desiro HC – sowie 22 vierteilige Stadler-Triebzüge des Typs Flirt 3 für das E-Netz Allgäu repariert und gewartet werden.

 

TMH Germany ist erst im Jahr 2020 gegründet worden und bietet Bahnunternehmen unabhängig davon, wer deren Rollmaterial hergestellt hat, seine Serviceleistungen an. Am 1. Dezember 2020 erhielt TMH Germany von Go-Ahead den Auftrag, während zwölf Jahren jene Flotte aus 78 elektrischen Triebzügen zu warten, die Go-Ahead schwergewichtig im Süden Bayerns einsetzen wird.

 

 

Stadler FLIRT für Go-Ahead für das E-Netz Allgäu

 

Ab Dezember 2021 wird Go-Ahead Bayern den Zugbetrieb von München über Memmingen nach Lindau im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und des baden-württembergischen Verkehrsministeriums übernehmen. Ein Jahr später kommt der Regionalverkehr rund um Augsburg mit den Strecken nach München, Ulm, Donauwörth und weiter bis Aalen und Würzburg hinzu.

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Start in den Fernverkehr und Coronapandemie prägen SOB-Geschäftsjahr 2020

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) blickt auf ein prägendes Jahr 2020 zurück. Erfolgreich verlief mit dem Treno Gottardo der Start in den Fernverkehr. Wegen der Coronapandemie sanken die Verkehrserträge und Fahrgastzahlen. Für das Geschäftsjahr 2020 weist die SOB einen Verlust von 6,4 Millionen Franken aus. Während die Coronapandemie die Südostbahn unerwartet traf, waren die Vorinvestitionen für den Eintritt in den Fernverkehr einkalkuliert.

Schweizerische Südostbahn (SOB) "Treno Gottardo" in Bellinzona                                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Im vergangenen Jahr reisten im regionalen Personenverkehr (RPV) coronabedingt weniger Fahrgäste mit der Südostbahn. Der Rückgang betrug rund 27%, von 13,66 Millionen Fahrgästen 2019 auf 9,95 Millionen. Dies schlägt sich auch in den Verkehrserträgen nieder, die gegenüber dem Vorjahr um 20,4% auf 41,8 Millionen Franken sanken (2019: 52,5 Mio.). Mit 51,3 Millionen Franken benötigte der RPV jedoch in etwa die gleichen Abgeltungen wie im Vorjahr (51,4 Millionen Franken). Dank Sparanstrengungen über das gesamte Unternehmen hinweg und mit der Auflösung von Reserven resultiert im Bereich des Regionalen Personenverkehrs ein Defizit von 2,25 Millionen Franken. Im Ergebnis bereits eingerechnet ist die beim Bund beantragte Coronadefizitdeckung in der Höhe von 2,69 Millionen Franken.

 

Thomas Küchler, Vorsitzender der SOB-Geschäftsleitung sagt mit Blick auf das Coronajahr: «Für den öV sind die Auswirkungen der Coronapandemie ein klarer Fingerzeig, dass das System schneller und grundlegender in Richtung vernetzte Mobilität und Freizeitverkehr weiterentwickelt werden muss. Denn bei unserem bisherigen Kerngeschäft, dem Pendler- und Geschäftsreiseverkehr, entsteht durch Home-Office und die kommenden Effizienzsteigerungen beim Individualverkehr massive Konkurrenz.»

 

Im Geschäftsjahr 2020 startete die Südostbahn in den Fernverkehr. Mit dem Treno Gottardo verbindet die SOB Deutschschweizer Städte mit den Tourismusregionen in den Kantonen Uri und Tessin über die Gotthard-Bergstrecke. Die Vorleistungen für den Fernverkehr generieren in den nicht abgeltungsberechtigten Sparten einen geplanten Verlust von 6 Millionen Franken, der vor allem auf Ausbildungskosten für zusätzliches Personal zurückzuführen ist. «Diese Vorinvestitionen werden in den kommenden Jahren über die mit der SBB als Inhaberin der Fernverkehrskonzession vereinbarten Zahlungen zurückgeführt», erklärt Thomas Küchler. Durch die Inbetriebnahme des Fernverkehrs erhöhte sich der Personalbestand der SOB im Geschäftsjahr 2020 von 605 auf 696 Vollzeitstellen.

 

In der Sparte «Infrastruktur» stiegen die Abgeltungen um 4,5 Millionen Franken auf 52,4 Millionen. Dies ist wie in den Vorjahren auf höhere Abschreibungen zurückzuführen. Der Geschäftsbereich weist ein positives Ergebnis von 1,84. Millionen Franken aus. Die Südostbahn konnte im vergangenen Jahr die Leistungsvereinbarung 2017-2020 für Infrastrukturprojekte erfolgreich abschliessen.

 

2021 wird die Südostbahn mit der Inbetriebnahme der zweiten Fernverkehrslinie «Aare Linth» (Bern–Olten–Zürich–Chur) einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte erreichen. Die Vorbereitungsarbeiten, wie die Rekrutierung und Ausbildung neuer Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter und die Auslieferung neuer Fahrzeuge, sind auf Kurs. Diese Investitionen aber auch die nach wie vor geltenden Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden auch das Geschäftsergebnis des Jahres 2021 prägen. «Langfristig gesehen gehen wir trotz Corona aber von einer steigenden Mobilitätsnachfrage aus», sagt Thomas Küchler. «Gerade im Freizeitbereich liegt grosses Potenzial, welches wir unbedingt für den ÖV erschliessen wollen.» Dieses Engagement treibt die Südostbahn in Zusammenarbeit mit Tourismusorganisationen weiter voran.




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ICE-Werk Nürnberg: Standortsuche geht in die nächste Phase

Die Deutsche Bahn (DB) baut ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Nürnberg und investiert dafür rund 400 Millionen Euro. Mehr als 450 Menschen werden im zehnten Werkstandort des DB-Fernverkehrs hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze finden. Die Suche möglicher Standorte für das Werk im Vorfeld der Genehmigungsverfahren hat neun mögliche Gebiete ergeben. Diese werden in den kommenden Monaten eingehend geprüft und bewertet. Die Betriebsaufnahme ist für 2028 geplant. Mittelpunkt des Werks ist eine 450 Meter lange Wartungshalle. Auf sechs Gleisen können dort pro Tag bis zu 25 ICE-Züge fit gemacht werden.

(v.l.n.r) Ronald Pofalla, Vorstand DB-Infrastruktur,  Kerstin Schreyer, Bayerische Verkehrsministerin,  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer,  Marco König, Oberbürgermeister von Nürnberg und Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand                                                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Deutsche Bahn (DB) baut ihre Fernverkehrsflotte in den kommenden Jahren deutlich aus und erhöht dafür ihre Werkstattkapazitäten. Rund 400 Millionen Euro plant die DB in ein neues ICE-Instandhaltungswerk in der Bahn-Metropole Nürnberg zu investieren. Die Suche möglicher Standorte für das Werk im Vorfeld der Genehmigungsverfahren hat neun mögliche Gebiete ergeben. Diese werden in den kommenden Monaten eingehend geprüft und bewertet. Mit dem neuen ICE-Werk entstehen 450 neue Arbeitsplätze. Das Werk wird zu den modernsten Europas gehören und zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben.

 

"Das Wachstum des Verkehrs auf der Schiene und die Einführung des Deutschlandtaktes machen einen Ausbau von Flotten und Werken erforderlich. Denn eine starke Schiene braucht zuverlässige Züge. Im neuen Werk in Nürnberg können wir bis zu 25 ICE-Züge pro Tag fit machen und zudem den wichtigen Bahnknoten in Franken stärken“, betont Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern.

 

In den letzten Monaten hat die DB die Flächensuche ausgedehnt und mögliche Standorte anhand objektiver Kriterien miteinander verglichen. Auch die Flächenplanung für das neue Werk wurde geprüft und optimiert. Der Längenbedarf für das Werksgelände konnte von rund 5,5 km auf rund 3,2 km reduziert werden. Damit ergeben sich in der Region mehr Möglichkeiten. "Wir haben rund 70 potenzielle Standorte betrachtet und werden die neun betrieblich geeigneten Flächen im nächsten Schritt detaillierter untersuchen“, erklärt DB-Projektleiter Carsten Burmeister.

 

 

Neun mögliche Standorte

 

Die Standorte Allersberg/Pyrbaum, Nürnberg-Altenfurt/Fischbach, das ehemalige Munitionslager (MUNA) Feucht sowie das Gebiet südlich der MUNA erfüllen die notwendigen Voraussetzungen. Hinzu kommen weitere mögliche Standorte bei Heilsbronn, Müncherlbach, Raitersaich, Mimberg und Ezelsdorf.

 

Für diese Standorte erstellt die DB nun die erforderlichen Gutachten für das Raumordnungsverfahren, das im November beginnt. In dem Verfahren prüft die Regierung von Mittelfranken, welche der im November verbliebenen Standorte mit den Grundsätzen der Raumordnung vereinbar sind. Nach dem Einreichen der Antragsunterlagen bei der Raumordnungsbehörde werden diese öffentlich ausgelegt.

 

Verwaltungen, Kommunen, Naturschutzorganisationen sowie die Öffentlichkeit können sich an dem Verfahren beteiligen, das mit den landesplanerischen Beurteilungen für die Flächen durch die Regierung von Mittelfranken endet.

 

 

Dialogveranstaltungen im Mai und Juni

 

Bereits vor Beginn des Raumordnungsverfahrens stellt die DB die Zwischenergebnisse öffentlich vor. Interessierte Bürger:innen finden ab dem 29. April aktualisierte Informationen auf der Projektwebsite. Ab Mai bietet die DB Bürgerdialoge zu den neun Standorten an. In den Veranstaltungen können sich Bürger:innen zum aktuellen Planungsstand informieren und mit dem DB-Projektteam sowie den Planungsbüros und Gutachtern austauschen. Interessierte Bürger:innen können sich ab dem 18. Mai 2021 auf der Projektwebsite zu den Terminen anmelden.




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Die erste und letzte Zugfahrt via San Bernardino

Mit der Einstellung des Museumsbetriebes im Dezember 2013 wurde es still im Misox. Nachdem die Bahn mittlerweile über weite Strecken abgebaut wurde und ein Museum in Grono gescheitert ist, hat der ehemalige RhB Triebwagen BDe 4/4 491 seine letzte grosse Fahrt angetreten. Der letzte Zeitzeuge des Fahrzeugparks der ehemaligen Misoxerbahn wurde in der Nacht von Dienstag 27. auf Mittwoch 28. April 2021 über die A13 von Grono nach Landquart transportiert!

Der "Misoxer" unterwegs auf der A13 via San Bernardino                                Foto: Bahnmuseum Albula / Roman Sommer

 

 

 

 

Der ehemalige Triebwagen BDe 4/4 491 der Ferrovia Mesolcinese wird in den kommenden Wochen von der RhB Hauptwerkstätte in Landquart sanft restauriert, bevor er Ende Mai 2021 nach Bergün überstellt wird. Ab Mitte Juni 2022 wird der letzte Zeitzeuge der Misoxerbahn vor dem Bahnmuseum Albula zukünftig als Grotto 491 seine Geschichte und Erinnerungen erzählen.

 

 

Der BDe 4/4 491 für die Strecke Bellinzona - Mesocco (BM) der Rhätischen Bahn RhB

 

Mit der Übernahme der BM durch die RhB im Jahr 1942 stellte man fest, dass sowohl die Infrastruktur wie auch das Rollmaterial nicht mehr den damaligen Bedürfnissen entsprach. Ein umfänglicher Restaurierungs- und Modernisierungsprozess wurde mit den knappen Finanzierungsmitteln der RhB vollzogen.

 

Die Beschaffung von sechs neuen Gleichstromtriebwagen für die Chur - Arosabahn und die allgemeine Verkehrszunahme im Misox führte dazu, dass zwei der neuen Triebwagen so ausgerüstet wurden, dass diese auch auf der Misoxerlinie verkehren konnten.

 

Zusätzlich wurde ein weiteres Fahrzeug nur für die Misoxerlinie beschafft. Da das neue Fahrzeug vorerst vorwiegend im Güterverkehr eingesetzt werden sollte, wurde nur eine begrenzte Anzahl Sitzplätze eingebaut. Dafür war das Gepäckabteil grösser. Das Fahrzeug war jedoch so vorbereitet, dass ein weiteres Personenabteil eingerichtet werden konnte.

 

Mit dem Bau des Motorwagen BDe 4/4 491 im Jahre 1958 wurden die gleichen Firmen betraut, die schon die Motorwagen-Serie ABFe 4/4 481 - 486 in Auftrag gehabt haben, d.h. die Firmen: Schweizerische Wagonsfabrik Schlieren, S.A. des Ateliers de Sécheron, Genf und A.G. Brown, Boveri & Cie., Baden.

 

Bis 2003 befand sich das Fahrzeug im Eigentum der Rhätischen Bahn und bewähre sich ausserordentlich gut. Danach ging er an die Museumsbahn Ferrovia Mesolcinese, die auf dem verbliebenen Reststück der BM zwischen Castione und Cama einen Museumsbahnbetrieb aufrecht, erhielt. Seit 2013 steht der Triebwagen abgestellt im ehemaligen Depot Grono.

 

 

Das Grotto 491 als Teil vom Modellbahnerlebnis Bergün

 

Das Modellbahnerlebnis bedeutet eine beträchtliche Erweiterung des Bahnmuseums Albula. Das grosse Grundstück westlich des Bahnmuseums ist der perfekte Standort für die Realisierung dieses zukünftigen Besuchermagnets. Im Mittelpunkt steht eine LGB Gartenbahn mit Highlights der Albula-/ Berninalinie wie zum Beispiel der Landwasserviadukt, Brücken und Tunnels der Strecke Bergün – Preda oder der Kreisviadukt Brusio im Puschlav. Durch diese Attraktionen der Rhätischen Bahn führt ein Spazierweg zu einem grosszügig angelegten Kinderspielplatz. Ausgangspunkt zum Park und kulinarisches Highlight wird das Grotto 491 im BDe 4/4 491 sein. Der Spatenstich ist auf das 10 Jahre Jubiläum des Bahnmuseums Albula im 2022 geplant.


Fotoalbum:  - Auflad des Triebwagens in Grono
                      - Überfuhr über die A13 von Grono via Mesocco - San Bernardino - Thusis nach Landquart
                      - Ablad in der RhB Hauptwerkstätte in Landquart


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Auch in Berlin ist der Vordereinstieg beim Bus ab 3. Mai wieder möglich

Bei den Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe BVG öffnet bald auch wieder die vordere Tür. Mit dem, bis auf wenige Ausnahmen, abgeschlossenen Umbau der Fahrerarbeitsplätze in den Linienbussen können Fahrgäste ab Montag, 3. Mai 2021, wieder vorne einsteigen. Um eine gute Durchlüftung der Fahrzeuge und einen Fahrgastwechsel mit möglichst viel Abstand zu gewährleisten, bleibt der Zustieg mit gültigem Ticket weiterhin auch durch die hinteren Türen möglich.

Nach dem Einbau von Trennscheiben ist der Vordereinstig beim Bus wieder möglich                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Berliner Verkehrsbetriebe hatten gleich zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 zum Schutz von Fahrpersonal und Fahrgästen den Ticketverkauf im Bus eingestellt, die erste Tür geschlossen und den Fahrerbereich zunächst provisorisch mit Folien abgetrennt. Seitdem wurden rund 1.400 Busse mit Trennscheiben für den Fahrerarbeitsplatz ausgerüstet. Die BVG investierte hierfür rund 2,1 Millionen Euro, die Vielzahl der in Berlin eingesetzten Busmodelle machten Beschaffung und Einbau der Trennscheiben sehr aufwändig.

 

Eine Untersuchung der Technischen Universität Berlin und der Charité im Auftrag der BVG hatte jüngst bestätigt, dass die neu eingebauten Trennscheiben effektiv die Ausbreitung von Aerosolen aus dem Fahrgastraum zum Fahrpersonal verhindern und dieses gut abschirmen. Hinzu kommt der positive Effekt der Maskenpflicht: Seit April 2020 müssen Fahrgäste im Berliner Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen, seit März dieses Jahres sind dabei FFP2-Masken vorgeschrieben. Die Maskendisziplin ist seit Monaten konstant hoch und liegt täglich im Bereich von 97 bis 99 Prozent.

 

Mit der Wiedereröffnung der vorderen Tür folgt die BVG dem Beispiel der meisten anderen Verkehrsunternehmen in Deutschland, die den Umbau aufgrund kleinerer und einheitlicher Flotten schneller realisieren konnten und den Vordereinstieg zum Teil bereits seit längerem wieder ermöglichen. Für einen möglichst reibungslosen Schülerverkehr und zur Entlastung einzelner Linien werden noch einige, eigentlich schon ausgemusterte Busse ohne verglasten Fahrerarbeitsplatz eingesetzt. Bei diesen Fahrzeugen bleibt die vordere Tür weiter geschlossen.

 

 

Pilotprojekt zum kontaktlosen Ticketkauf

 

Parallel dazu startet die BVG in einem Pilotprojekt den kontaktlosen Ticketverkauf im Bus. Fahrscheine gibt es dann auch wieder im Fahrzeug. Bezahlt wird mit Girokarte („EC-Karte“) und Kreditkarte oder mit Smartphone-Technologien wie Apple- oder Google-Pay. So wird ein naher und längerer Kontakt zwischen dem Fahrpersonal und den Kund*innen vermieden.

 

"Um unsere Mitarbeiter*innen und Fahrgäste zu schützen, haben wir im März 2020 sofort reagiert und den Vordereinstieg geschlossen. Das vergangene Jahr haben wir genutzt, um mit Medizinern, Wissenschaftlern und Technikern daran zu arbeiten, unseren Mitarbeiter*innen und Fahrgästen schnell wieder ein möglichst sicheres Umfeld zu schaffen. Erst jetzt, wo uns das gelungen ist, können wir guten Gewissens wieder den Vordereinstieg und ein kontaktloses Bezahlen ermöglichen. So vereinen wir zeitgemäßen Vertrieb mit flüssigem Fahrgastwechsel“, sagt Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG. "Neben der derzeit wichtigen Kontaktreduzierung, geht so der Fahrscheinerwerb an jeder Haltestelle sehr viel schneller und die Abfahrt kann zügiger erfolgen. Zur Unterstützung unseres Pilotprojekts werden wir ab Juni außerdem eine übertragbare und wiederaufladbare anonyme Guthabenkarte anbieten, die beim Ticketkauf wie eine EC- oder Kreditkarte eingesetzt werden kann. Was viele von uns schon von Reisen in andere Länder kennen, soll so auch bei uns ganz alltäglich werden und den öffentlichen Nahverkehr noch digitaler und noch attraktiver machen.“

 

Bezahlt werden die Fahrscheine im Bus kontaktlos per NFC-Technologie. Die Abkürzung steht für Near Field Communication (Nahfeldkommunikation). Diese Technik ist bereits in den allermeisten EC- und Kreditkarten integriert und an dem Symbol mit vier geschwungenen Strichen zu erkennen. Fahrgäste ohne entsprechende Karte können Tickets weiterhin am Automaten oder in den Verkaufsstellen erwerben.

 

In den vergangenen Monaten hat die BVG bereits die Anzahl der Verkaufsstellen erhöht. So gibt es über die Stadt verteilt neben den jetzt ca. 300 Agenturen noch 700 stationäre Automaten, 200 Hotels mit Ticketvertrieb und neun Kundenzentren, die Tickets im Vorverkauf anbieten. Dazu kommen drei BVG-Apps mit Ticketkauf zum sofortigen Fahrtantritt und selbstverständlich noch alle Vertriebsstellen der S-Bahn.

 

Die neue Guthabenkarte, die außer im Bus perspektivisch auch an den stationären BVG-Ticketautomaten genutzt werden kann, wird voraussichtlich ab Juni in allen BVG-Verkaufsstellen sowie im stationären Einzelhandel erhältlich sein. Eine große Gruppe derer, die womöglich keine EC- oder Kreditkarte haben, ist übrigens gar nicht betroffen: Die Berliner Schüler*innen. Sie haben ja bereits ein kostenfreies Schüler*innenticket.

 

Für die dauerhafte Einführung des kontaktlosen Vertriebs im Bus, der nun zunächst in einem Pilotprojekt umgesetzt wird, wird die BVG einen Tarifantrag bei der Tarifgenehmigungsbehörde stellen.


BVG Update vom 29. April 2021 / 19.00 h

 

 

Gemeinsam für Sicherheit

 

Nach erneuten Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretungen und mit Rücksicht auf die Besorgnis vieler Fahrer*innen bleiben die Vordertüren an den Bussen der BVG vorerst weiterhin für den Fahrgastzustieg gesperrt. Darauf einigten sich am Rande der heutigen Sitzung des BVG-Aufsichtsrates einvernehmlich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite.

 

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: "Selbstverständlich nehmen wir die Sorgen unserer Fahrer*innen sehr ernst und können die Beunruhigungen in den Zeiten der Pandemie nachvollziehen. Wir haben uns nun gemeinsam darauf verständigt, zu den bisherigen Messungen im Fahrgastraum noch eine weitere Messung zum Verlauf der Aerosole direkt an den inzwischen umgebauten Fahrerarbeitsplätzen durchführen zu lassen. Wir gehen davon aus, dass so auch die letzten Sorgen vor einer eventuellen Ansteckungsgefahr abgebaut werden können. Gemeinsames Ziel ist es, dass alle Massnahmen, die wir nun seit Beginn der Pandemie zum Schutz unserer Fahrer*innen unternommen haben, jegliche Gefährdung wirksam minimieren."

 

Die ursprünglich für den 3. Mai 2021 angekündigte Wiedereröffnung des Vordereinstiegs an den Bussen der BVG wird daher nun bis zur Auswertung der Untersuchungsergebnisse verschoben. Das gilt natürlich auch für das angekündigte Pilotprojekt zum kontaktlosen Bezahlen.

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S-Bahn TILO verbindet die Tessiner Zentren nun schneller und häufiger

Wegen coronabedingter Verzögerungen auf Baustellen verkehrten die Züge im Tessin vom 13. Dezember 2020 bis 4. April 2021 gemäss einem Zwischenfahrplan. Mit dem Abschluss der Arbeiten auf der Strecke zwischen Contone und Tenero anfangs April wurde es möglich, den definitiven Fahrplan 2021 einzuführen. Am Ostermontag, 5. April 2021 hat die SBB dann auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

Die neue Linie S90 startet in Giubiasco und fährt via Ceneri-Bergstrecke nach Lugano                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten anfangs April auf der Strecke zwischen Contone und Tenero wurde es auch im Tessin möglich, den endgültigen Fahrplan 2021 einzuführen, dieser gilt nun wie in der ganzen Schweiz bis zum 11. Dezember 2021.

 

 

Mehr Verbindungen im Tessiner Regionalverkehr

 

Mit dem definitiven Fahrplan wurden im Tessin von der SBB auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

Folgende Änderungen am Übergangsfahrplan wurden vorgenommen:

 

 

RE80:   Neue Direktverbindungen Locarno–Lugano–Chiasso

  • Die neue Linie RE80 verbindet Mailand und den Sottoceneri via Ceneri-Basistunnel direkt mit Locarno.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt auf der Strecke Locarno–Lugano–Chiasso und im Stundentakt auf der Strecke Milano Centrale–Chiasso.
  • Die Reisezeit zwischen Lugano und Locarno beträgt rund 30 Minuten.
  • Die Züge halten in Locarno, S. Antonino, Cadenazzo, Riazzino, Gordola, Tenero, Lugano, Lugano-Paradiso, Mendrisio, Chiasso, Como S. Giovanni, Como Camerlata, Seregno, Monza und Milano Centrale.
  • Die Linie RE10 ist nicht mehr in Betrieb; zwischen Bellinzona und Lugano wird sie durch die Linie S10 ersetzt.

 

 

S10:   Neue Direktverbindungen zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona

  • Die Reisezeit zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Die Linie S10 bedient die Haltestellen der Ceneri-Bergstrecke (Rivera-Bironico, Mezzovico, Taverne-Torricella, Lamone-Cadempino) nicht mehr.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt zwischen Como S. Giovanni–Chiasso–Lugano–Bellinzona bis nach Biasca. Zwischen Biasca und Lugano verkehrt ein Schnellzug im Halbstunden- anstatt im Stundentakt.
  • Während der Hauptverkehrszeiten sind Direktverbindungen zwischen Airolo und dem Sottoceneri geplant.
  • Zwischen Biasca und Mendrisio verkehren die S10 und die S50 weiterhin gemeinsam als Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

S90:   Neue Linie auf der Ceneri-Bergstrecke

  • Die Züge der neuen Linie S90 verkehren zwischen Giubiasco und Lugano via Ceneri-Bergstrecke.
  • Zwischen Lugano und Giubiasco verkehren die Züge der S90 im Halbstundentakt und bedienen die Haltestellen Lamone-Cadempino, Taverne-Torricella, Mezzovico und Rivera-Bironico.
  • Zwischen Lugano und Mendrisio verkehren die Züge der S90 im Stundentakt. Sie halten in Lugano Paradiso, Melide, Maroggia-Melano, Capolago-Riva S. Vitale und Mendrisio San Martino. 

 

 

S20:   Neue Endstation in Castione-Arbedo

 

  • Die S20 verkehrt im Halbstundentakt auf der Strecke Castione–Arbedo–Bellinzona–Locarno mit optimierten Anschlüssen an den Fernverkehr in Bellinzona.

S30:   Verbindungen im Zweistundentakt bestätigt

  • Die Verbindungen der S30 im Zweistundentakt sind bestätigt.
  • Die Anschlüsse in Cadenazzo werden in alle Richtungen optimiert: ab/nach Lugano–Chiasso, ab/nach Bellinzona und ab/nach Locarno.
  • Zwischen 9.00 und 13.00 Uhr wird die S30 durch Busse ersetzt.
  • Noch bis zum 6. Mai 2021 werden die Verbindungen der S30 infolge von umfassenden Bauarbeiten auf der Strecke durch Busse sichergestellt.

 

 

S40/S50:

  • Die Linie S40 verbindet Como S. Giovanni-Mendrisio-Varese im Stundentakt.
  • Die Linie S50 verbindet Biasca–Bellinzona–Lugano–Varese und verkehrt im Stundentakt bis zum Flughafen Malpensa.
  • Die Linien S40 und S50 ermöglichen eine Verbindung zwischen Mendrisio und Varese im Halbstundentakt.
  • Die Reisezeit nach Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Zwischen Bellinzona und Mendrisio verkehren die Züge der S50 und der S10 weiterhin gemeinsam in Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

Baustellen mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr

 

  • Noch bis zum 6. Mai 2021 ist die Strecke Cadenazzo–Luino für den Verkehr gesperrt (Infrastrukturarbeiten auf der italienischen Seite). Sämtliche Züge zwischen Cadenazzo und Luino werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom  25. und 26. April, 2. und 3. Mai, 30. und 31. Mai sowie vom 6. und 7. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Giubiasco und Bellinzona aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 10. und bis am 14. Mai 2021 fallen die letzten Züge zwischen Chiasso und Como aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom 6./7., 13./14. und 20./21. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Bellinzona und Taverne via Ceneri-Bergstrecke aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In der Nacht vom 20./21. Juni 2021 ist der Bahnhof Chiasso für den Verkehr gesperrt. Die letzten S-Bahn-Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) sowie die letzten Verbindungen zwischen Lugano–Bellinzona–Locarno fallen aus und werden durch Busse ersetzt.
  • An den Wochenenden zwischen dem 31. Juli und dem 1. August sowie zwischen dem 7. und dem 8. August 2021 fährt die S10 nur bis Castione-Arbedo anstatt bis Biasca. Die Reisenden benutzen die Linienbusse zwischen Castione und Biasca.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 6. bis am 10. September 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt.
  • Von Samstag, 9. Oktober 22.00 Uhr bis Montag, 11. Oktober 6.00 Uhr fährt die S20 nur bis Bellinzona. Die Reisenden nach Castione benutzten die S10.
  • In den beiden Nächten vom 10. bis 11. Oktober sowie vom 17. bis 18. Oktober 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Taverne und Melide aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den fünf aufeinanderfolgenden Nächten vom 24. bis am 30. Oktober 2021 fallen die Züge zwischen Locarno und Cadenazzo von 22.25 bis 4.00 Uhr aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 29. November bis am 3. Dezember 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt. 

 

 

Fernverkehr

  • Neue Abfahrtszeiten der IC-Verbindungen:  Abfahrt Lugano (xx.02 / xx.30) und Abfahrt Bellinzona (xx.18 / xx.47).

 

Mit dem Treno Gottardo ist Locarno nun umsteigefrei über die Gotthardbergstrecke aus der Deutschschweiz erreichbar. Stündlich alternierend verbindet die Schweizerische Südostbahn (SOB) Basel, Olten und Luzern respektive Zürich und Zug mit Arth-Goldau sowie den Tourismusregionen in den Kantonen Schwyz, Uri und Tessin. Wegen den coronabedingten Verzögerungen auf den Baustellen im Tessin verkehrten die Züge seit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember nur bis Bellinzona und mit 20-minütigem Aufenthalt in Airolo. Diese Wartezeit in Airolo entfällt nun; zwischen Bellinzona und Locarno hält der Treno Gottardo auch in Giubiasco, Cadenazzo und Tenero.


Fernverkehr, S-Bahn und dazu noch der Güterverkehr: In Giubiasco geht's Schlag auf Schlag...


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ÖBB Bilanz 2020: Mit ruhiger Hand durch die Krise gesteuert – Rekordinvestitionsplan bis 2026

Trotz schwieriger Umstände und grosser Herausforderungen durch die Covid-Krise ist es im Jahr 2020 gelungen, den starken Umsatzeinbruch von 700 Millionen Euro abzufedern. Durch schnelles Gegensteuern und massive Einsparungen von rund 380 Millionen Euro konnten die ÖBB mehr als die Hälfte des Umsatzentfalls selbst schultern. Dazu kam ein grundvernünftiges Eisenbahnpaket der Bundesregierung als Hilfe für den gesamten Sektor. Schlussendlich weist die Bilanz des Vorjahres für alle ÖBB-Teilkonzerne jeweils eine schwarze Null aus. Durch aktives Krisenmanagement ist dem Konzern ein ausgeglichenes Ergebnis mit einem leichten Plus (EBT knapp 59 Millionen Euro) gelungen.

Trotz wenig Fahrgästen wurde auch der Verkehr zum Flughafen Wien jederzeit aufrechterhalten      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä: „2020 war ein hartes Jahr, das natürlich auch die ÖBB enorm herausgefordert hat. Covid-19 hat uns einen Umsatzeinbruch von 700 Millionen Euro beschert. Wir haben sehr rasch mit Gegenmaßnahmen begonnen und von Beginn an konsequent durch die Krise gesteuert. Damit ist es uns gelungen, 380 Millionen Euro aus eigener Kraft einzusparen. Die Möglichkeit zur Kurzarbeit und das umsichtige Eisenbahnpaket der Bundesregierung mit rund 200 Millionen Euro – Stichwort Notvergabe auf der Weststrecke, Zusatzbestellungen und Absenkung der Schienenmaut – haben uns ermöglicht, 2020 ausgeglichen abzuschließen.

 

ÖBB-Finanzvorstand Arnold Schiefer: „Das leicht positive EBT ist vor allem im Hinblick auf die Sicherstellung der Investitionsfähigkeit des gesamten ÖBB Konzerns wichtig. Damit sichern wir uns nicht nur das Vertrauen auf den Finanzmärkten, sondern auch möglichst attraktive Finanzierungskonditionen. Immerhin tätigen wir in den kommenden Jahren bis 2026 Investitionen in Höhe von über 25 Milliarden Euro.“

 

 

Personenverkehr mit mehr als 90 Prozent minus bei Fahrgästen

 

Während der gesamten Covid-Krise haben die ÖBB die umweltfreundliche Mobilität mit Bahn und Bus in ganz Österreich aufrechterhalten. Damit war gewährleistet, dass die „SystemerhalterInnen“ sicher und rechtzeitig in die Arbeit und nach Hause kommen – die Verkäuferin, die Polizistin, der Krankenpfleger etc. 2020 haben 286,5 Millionen Fahrgäste die ÖBB-Mobilitätsdienste genutzt. Insgesamt waren dies 190 Millionen weniger als im Jahr davor. Am Höhepunkt der Krise betrug der Rückgang bei den Passagieren mehr als 90 Prozent, im Schnitt übers Jahr gesehen noch immer 40 Prozent minus. Das entspricht den Fahrgastzahlen Ende der 1980er Jahre.

 

 

Güterverkehr: Versorgung von Handel und Industrie ohne Pause gesichert

 

Die ÖBB Rail Cargo Group hat sowohl in Österreich als auch ins gesamte Europa bis nach Asien sogar am Höhepunkt der Krise jede Tonne verlässlich und sicher ans Ziel gebracht. Von Rohstoffen für die Industrie bis hin zu Pasta, Tomatensauce und Klopapier deckt die RCG das Transportspektrum ab. Das engagierte Krisenmanagement des Teams in 18 Ländern wurde im Rahmen der Kundenzufriedenheitsanalyse besonders honoriert. Gleichzeitig konnte die RCG 2020 wesentliche Akzente bei Internationalisierung und Ausbau des TransNET setzen und die Digitalisierungsinitiative mit dem GO-Live des digitalen Assistenten MIKE zum ersten Zwischenerfolg führen.

 

 

Infrastruktur: 2,6 Milliarden Euro in Erneuerung und Ausbau investiert

 

Mehr als 2,6 Milliarden Euro wurden auch im Krisenjahr 2020 in die Erneuerung und den Ausbau der Bahninfrastruktur investiert. Die rund 200 Baustellen der ÖBB-Infrastruktur waren bis auf wenige Tage auch während der Covid-Krise in vollem Betrieb - wodurch Arbeitsplätze in der gesamten Lieferkette gesichert wurden. Mit dem im Vorjahr von der Bundesregierung beschlossenen Rahmenplan 2021-2026 von 17,5 Milliarden Euro wurde außerdem das größte Investitionspaket aller Zeiten auf Schiene gebracht. Das bringt dem Wirtschaftsstandort Österreich jährlich 5 Milliarden Euro Wertschöpfung und sichert bzw. schafft pro investierter Milliarde 15.000 Arbeitsplätze.

 

„Trotz aller Widrigkeiten ist es gelungen, in allen drei Teilkonzernen, ‚schwarze Nullen‘ zu schreiben. Für diese ausgeglichenen Ergebnisse brauchte es im Krisenjahr 2020 unterschiedliche Geschwindigkeiten innerhalb des Konzerns: Im Personen- und Güterverkehr sind wir aufwandsseitig auf die Kostenbremse gestiegen, während wir beim Infrastrukturausbau weiter Gas gegeben haben. Die ÖBB haben damit einen wesentlichen Beitrag geleistet, um die österreichische Volkswirtschaft am Laufen zu halten“, erläutert Vorstandsvorsitzender Matthä die Herangehensweise beim Krisenmanagement.

 

 

Fit für die Zukunft – 25 Milliarden Euro Investitionen bis 2026 geplant

 

2021 wird für die ÖBB weiter herausfordernd bleiben. Mit zunehmender Durchimpfung der Bevölkerung und schrittweiser Rückkehr zur Normalität wollen die ÖBB wieder volle Fahrt aufnehmen und mit einem breiten Investitionsprogramm den Wirtschaftsstandort Österreich vorantreiben.

 

Für die Periode von 2021 bis 2026 liegt ein umfassender Investitionsplan mit einem Volumen von mehr als 25 Milliarden Euro vor. Ein Großteil davon – 20,6 Milliarden Euro – geht in den Ausbau der Bahninfrastruktur sowie erneuerbarer Energien. Überdies werden im Bereich Personenverkehr mit 3,4 Milliarden Euro erhebliche Mittel in die Modernisierung und Aufstockung der Zugflotte gesteckt. Nicht zuletzt wird auch in neue Nachtzüge zum Ausbau des ÖBB-Nightjet-Netzes investiert.

 

„Im Nachtzug-Segment wollen wir unsere Vorreiterrolle in Europa noch einmal deutlich ausbauen. Bereits zu Beginn des Sommers nehmen wir das bewährte Programm wieder auf – zum Beispiel nach Rom, Venedig, Mailand, Livorno. Und wir führen die neue Destination nach Amsterdam ein, zum Jahresende kommt dann endlich Paris dazu“, zählt Andreas Matthä die Destinationen des Nightjets auf.

 

 

Klimaschutzunternehmen #1 will auch bei Digitalisierung an die Spitze

 

Rund 1,5 Milliarden Euro sollen in den nächsten sechs Jahren in die Digitalisierung des Bahnsystems fließen. Durch Projekte wie die grafische Sitzplatzreservierung oder die Wegfinder-App, gekoppelt mit den ÖBB360°-Angeboten für die erste und letzte Meile, soll der Personenverkehr noch kundenfreundlicher werden. In der Infrastruktur wird an einem „digitalen Zwilling“ des ÖBB-Schienennetzes gearbeitet, um Instandhaltung und Netzauslastung effizienter und günstiger zu steuern.

 

Auch im Güterverkehr wird die Digitalisierung vorangetrieben. „Mit der End-to-End Digitalisierung wird der Güterverkehr auf der Schiene schneller und effizienter. Die Schienenlogistik wird so einfach zugänglich wie die Straßenlogistik. Da geht es direkt in die Zukunft“, führt Andreas Matthä aus. Als Arbeitgeber bleiben die ÖBB eine verlässliche Größe: bis 2025 kann pro Jahr mit 2.700 Neuaufnahmen gerechnet werden.

 

Matthä abschließend: „Durch umsichtiges Handeln der Regierung und unser eigenes, schnelles Gegensteuern mit einem konsequenten Sparkurs sind wir 2020 durchgetaucht. Die Investitionsfähigkeit und Innovationskraft der ÖBB für die Zukunft bleibt gesichert. Wir werden unsere Verantwortung als Österreichs Klimaschutzunternehmen Nr. 1 weiter wahrnehmen und bei Innovation und Digitalisierung ins Spitzenfeld der Branche ziehen.“


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Präsentation ÖBB Konzernbilanz 2020
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SBB bestellt bei Stadler weitere 60 Doppelstock-Züge

Die SBB bestellt bei Stadler für rund 1,3 Milliarden Franken 60 weitere Interregio-Doppelstockzüge. Damit schafft die SBB genügend Kapazitäten für den Angebotsausbau im Regionalverkehr und erfüllt die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes im Fernverkehr. Für die 60 Züge löst die SBB eine bestehende Option ein.

SBB Stadler KISS am Bahnhof Bern bereit als IR zur Fahrt nach Zürich HB                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit der Beschaffung der 60 Interregio-Doppelstockzüge (IR-Dosto) verstärkt die SBB die bestehende Flotte mit einem bekannten Fahrzeugtyp. 41 der Fahrzeuge tragen dazu bei, die Altflotte zu ersetzen und die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) im Fernverkehr zu erfüllen. Dieses verlangt unter anderem bis Ende 2023 hindernisfreie Einstiege in die Züge für Personen mit eingeschränkter Mobilität. 19 der Fahrzeuge werden eingesetzt, um im Regionalverkehr in den Regionen Zürich und Westschweiz Kapazitätsengpässe zu beheben, Angebotsausbauten zu ermöglichen und mehr Komfort zu schaffen. Die ersten Fahrzeuge werden ab Fahrplan 2024 eingesetzt. Die SBB ist bereits heute in Besitz von 93 IR- resp. RE-Dosto-Fahrzeugen. Für die 60 Fahrzeuge löst die SBB eine bestehende Option ein.

 

 

Veloplätze, Multifunktionsabteile und Steckdosen

 

Der IR-Dosto ist ein Triebzug und bietet auf einer Zugslänge von 150 Metern 466 Sitzplätze. Das Niederflur-Konzept erlaubt hindernisfreies Einsteigen für alle Reisenden. Die Innenausstattung entspricht dem Fernverkehrsstandard und bietet eine 2/1-Bestuhlung in der 1. Klasse. Im ganzen Zug werden Steckdosen, leicht erreichbare Veloplätze, Multifunktionsabteile mit Platz für Kinderwagen, ausreichend Toiletten und ein modernes Informationssystem angeboten. Stadler nennt den IR-Dosto «komfortablen, innovativen, spurtstarken S-Bahn-Zug» (KISS).

 

 

 

Les CFF commandent 60 trains duplex à Stadler
 
 

Les CFF commandent 60 trains duplex InterRegio supplémentaires à Stadler pour un montant de quelque 1,3 milliard de francs. Ils atteignent ainsi les capacités requises en vue du réaménagement de l'offre en trafic régional et répondent aux directives de la loi sur l'égalité pour les handicapés en trafic grandes lignes. Les véhicules sont commandés sur la base d'une option d'achat des CFF.

 

Les 60 trains duplex InterRegio (duplex IR), un type de véhicule bien connu, viendront compléter la flotte existante des CFF. 41 véhicules remplaceront l'ancienne flotte et contribueront à la mise en œuvre des prescriptions de la loi sur l'égalité pour les handicapés (LHand) en trafic grandes lignes. Cette loi exige, entre autres, que les personnes à mobilité réduite puissent accéder en toute autonomie aux trains d'ici à 2023. En outre, 19 trains permettront de remédier aux problèmes de capacités observés en trafic régional dans la région de Zurich et en Suisse romande , de réaliser des réaménagements de l'offre et d'améliorer le confort des voyageurs. Les premiers véhicules seront mis en service dès l'horaire 2024. Les CFF possèdent d'ores et déjà 93 duplex IR et duplex RE. La commande des 60 véhicules supplémentaires repose sur une option d'achat.

 

 

Places pour vélo, compartiments multifonctionnels et prises

 

Le duplex IR est une rame automotrice de 150 mètres de long qui propose 466 places assises. Le concept de plancher surbaissé permet à tous les voyageurs de monter à bord des trains sans obstacles. L'aménagement intérieur correspond au standard du trafic grandes lignes et comprend des places assises doubles et individuelles en 1re classe. L'ensemble du train est équipé de prises, de places de vélo facilement accessibles, de compartiments multifonctionnels avec un espace pour les poussettes, de toilettes en nombre suffisant et d'un système d'information moderne. Stadler décrit le duplex IR comme un «train RER rapide, confortable et innovant» (KISS).

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Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) plant einen Ridepooling-Testbetrieb

Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen verändern sich. Um diesen Veränderungen gerecht zu werden, lancieren die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) einen Ridepooling-Testbetrieb. Das Angebot ermöglicht eine für Basel neuartige, fahrplanunabhängige Form der Beförderung in Fahrgemeinschaften. Geplant ist der Start des neuen Angebots noch in diesem Jahr. Die Ausschreibung für die Bereitstellung der Software erfolgte am 7. April 2021.

Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) planen eine neue Mobilitätsform                                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen befinden sich im stetigen Wandel. Nebst der getakteten Mobilität werden die Ansprüche an die Mobilität zunehmend individueller. Dabei stehen neue Sharing-Angebote und Mobilitätsformen im Vordergrund. Um Erfahrungen mit der neuen Mobilitätsform zu gewinnen, testet die BVB in Basel-Stadt einen temporär befristeten Ridepooling-Pilotbetrieb. Der Test erfolgt im Parallelbetrieb zum bestehenden Nachtnetz, d.h. jeweils Freitag und Samstag abends/nachts, sowie ausschliesslich auf dem Kantonsgebiet Basel-Stadt.

 

«Ridepooling ist in diversen deutschen Städten bereits etabliert und wird aktuell auch in Zürich erprobt», sagt Direktor Bruno Stehrenberger. «Der Pilotbetrieb wird uns zeigen, ob Ridepooling auch in Basel Anklang findet. Es ist eine spannende und zukunftsweisende Ergänzung unseres Angebots».

 

Beim Ridepooling werden einzelne Fahrgäste mit ähnlichem Start und Ziel zu Fahrgemeinschaften gebündelt. Dabei richtet sich der Fahrgast nicht mehr nach einem vorgegebenen Fahrplan, sondern kann das Angebot individuell auf seine Bedürfnisse anpassen. Fahrgäste melden via App ihren Standort und das gewünschte Ziel innerhalb eines bestimmten Bediengebiets, ein Algorithmus berechnet die erwartete Abholzeit und die Fahrtdauer. Bei Ridepooling handelt es sich um «on-demand»-Verkehr, es wird also nur gefahren, wenn es effektiv auch Bedarf gibt.

 

 

Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)

 

Die BVB betreibt als grösste Partnerin im Tarifverbund Nordwestschweiz in Basel-Stadt und Umgebung über 182 Kilometer Tram- und Buslinien. Auf 9 Tram- und 14 Buslinien sind täglich 85 Tramkompositionen und 88 Busse im Einsatz. Seit dem Jahr 2006 wird die BVB als öffentlich-rechtliche Anstalt geführt und befindet sich zu 100 Prozent im Besitz des Kantons Basel-Stadt. 1336 BVB-Mitarbeitende sorgen 365 Tage im Jahr für einen reibungslosen Betrieb. Die BVB befördert jährlich fast 127 Millionen Fahrgäste. (Zahlen: Stand 31.12.2019)

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Bundesamt für Verkehr (BAV) beschliesst neue ERTMS-Strategie

Die Einführung von ERTMS (European Rail Traffic Management System) mit dem darin enthaltenen ETCS (European Train Control System) hat zum Ziel, europaweit einen einheitlichen Signalisierungs- und Zugbeeinflussungsstandard zu etablieren. Mit der Umsetzung der bisherigen ETCS-Strategie des BAV ist das Schweizer Normalspurnetz heute weitestgehend mit diesem Standard ausgerüstet. Die neue ERTMS-Strategie des BAV besteht aus einer Aktualisierung der ETCS-Strategie und einer Erweiterung um weitere Systeme wie die Sicherungsanlagen und den bahnspezifischen Mobilfunk GSM-R. Damit soll der Bahnverkehr noch leistungsfähiger und wirtschaftlicher gemacht und der grenzüberschreitende Verkehr weiter vereinfacht werden.

ETCS ist das europäisch standardisierte Zugbeeinflussungssystem, das auf dem schweizerischen Normalspurnetz

verwendet wird   (Veranschaulichung auf einem Nebengleis)                                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Seit der Jahrtausendwende verfolgt das Bundesamt für Verkehr (BAV) mit der ETCS-Strategie das Ziel, das schweizerische Normalspurnetz mit einem europakompatiblen und damit international durchlässigen Signalisierungs- und Zugbeeinflussungssystem auszurüsten. Seit 2018 ist das Schweizer Normalspurnetz weitestgehend interoperabel befahrbar: In- und ausländische Fahrzeuge benötigen für Fahrten auf dem Schweizer Normalspurnetz nur noch eine einzige Zugbeeinflussungsausrüstung, welche europäisch standardisiert ist.

 

Im Jahr 2020 hat das BAV eine Standortbestimmung zur ETCS-Strategie vorgenommen. Es kam zum Schluss, dass sich ETCS bewährt hat. Zugleich bestehen indes relevante Optimierungspotenziale.

 

In der Folge hat das BAV das Zielbild aktualisiert und einen entsprechenden Massnahmenplan definiert. Darin werden zusätzlich zum Zugbeeinflussungssystem die relevanten Umsysteme (Stellwerke, Leit-, Dispositions- und Funksysteme) miteinbezogen. Deshalb wird die Strategie neu als ERTMS-Strategie bezeichnet. Sie sieht einerseits vor, das Potenzial der bestehenden Systeme für eine qualitativ hochstehende Bahnproduktion auszuschöpfen. Andererseits wird kurz- bis mittelfristig ein bedarfsorientierter, aber nicht flächendeckender Weiterausbau der Führerstandsignalisierung (ETCS Level 2) angestrebt. Die flächendeckende Führerstandsignalisierung bleibt das Ziel auf lange Frist.

 

Für die Umsetzung des Massnahmenplans sind die Bahnen (Massnahmenerfüllung) und das BAV (Steuerung) verantwortlich. Das BAV stellt den Infrastrukturbetreibern über die Leistungsvereinbarungen mehrere hundert Millionen Franken zur Verfügung, um die ERTMS-Strategie umzusetzen. Die Modalitäten für die Finanzierung der erforderlichen Fahrzeugausrüstungen werden gegenwärtig durch das BAV geprüft.


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Strategie ERTMS
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RhB Bilanzmedienkonferenz: Verlustreiches 2020 für die Rhätische Bahn

Das Geschäftsjahr 2020 war auch bei der Rhätischen Bahn (RhB) stark geprägt von der Corona-Pandemie. Infolge massiv tieferer Betriebserträge und trotz frühzeitig eingeleiteter Sparmassnahmen resultiert für 2020 ein konsolidierter Gesamtverlust von 6.9 Millionen Schweizer Franken. Dies nach einem Gewinn von 7.1 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr. Ohne die COVID-19-Finanzhilfen von Bund und Kanton für den Regionalen Personenverkehr und den Autoverlad hätte der Verlust 19.9 Millionen Schweizer Franken betragen. Nur in den Sparten Güterverkehr und Infrastruktur wurden die finanziellen Ziele erreicht. Hohe Verluste der Tochtergesellschaften Glacier Express AG und Panoramic Gourmet AG führten in der Sparte Nebengeschäft zu einem hohen negativen Ergebnis.

Im Jahr 2020 erreichte der Kostendeckungsgrad im Personenverkehr der RhB mit 45.1% einen historischen Tiefstwert                                                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit gezielten Massnahmen sowie der Repriorisierung von Projekten bzw. Investitionen und dem Zurückstellen von nicht sicherheitsrelevanten und zwingenden Unterhaltsarbeiten konnten die Kosten deutlich reduziert werden. Als Reaktion auf die tiefen Frequenzen während des Shutdowns im Frühling 2020 verkehrten weniger Züge, teilweise auch ohne Zugpersonal. Die Öffnungszeiten an den Bahnhöfen wurden verkürzt. Auf Empfehlung des Bundesamts für Verkehr meldete die RhB im April Kurzarbeit von bis zu 20 Prozent an. Von Mai bis Ende Jahr erfolgte bei den Mitarbeitenden ein angeordneter konsequenter Abbau von Ferien, Mehrarbeits- und Überzeit.

 

 

Voller Einsatz unter schwierigen Bedingungen

 

Das äusserst herausfordernde 2020 war auch für die Mitarbeitenden der RhB eine grosse Belastung. Mit Inkrafttreten des ersten Shutdowns am 16. März 2020 musste auch die RhB einen Fahrplanwechsel in kürzester Zeit umsetzen und den operativen Betrieb sicherstellen. Den Mitarbeitenden gelang es, diese Herkulesaufgabe innert weniger Tage und ohne nennenswerte Probleme zu bewerkstelligen. Ebenso reibungslos konnte das System beim Lockern der Massnahmen wieder hochgefahren werden. Die ungewohnte Situation, die schnelle Entscheide und rollende Anpassungen innert kürzester Zeit verlangte, war für alle sehr herausfordernd.

 

 

Massiver Ertragseinbruch im Personenverkehr

 

Die Personenkilometer brachen um einen Drittel ein. Entsprechend sanken die Nettoerlöse aus Verkehrsleistungen in der Sparte Personenverkehr im Vergleich zum Vorjahr von CHF 98,9 Mio. auf CHF 67,9 Mio. Aufgrund der Transportpflicht konnte das Fahrplanangebot und damit die Kosten nur leicht reduziert werden. Umfangreiche Schutzmassnahmen führten zu zusätzlichen Ausgaben.

Der Kostendeckungsgrad erreichte mit 45.1% einen Tiefstwert. Dies nach dem Spitzenwert 2019 von 60.3 %.

Dank der COVID-19-Finanzhilfen von Bund und Kanton im Umfang von CHF 11,4 Mio. konnte das Spartenergebnis im Personenverkehr von brutto CHF – 18,4 Mio. auf CHF – 7,0 Mio. verbessert werden. Dies entspricht dem Wert der noch vorhandenen Reserven Art. 36 des Personenförderungsgesetzes (PBG), die damit nach der Gewinn- /Verlustverwendung 2020 vollständig aufgebraucht werden.

 

 

Starker Rückgang beim Autoverlad

 

Die Anzahl beförderter Fahrzeuge ging im Vergleich zum Vorjahr um rund 22 Prozent zurück. Der Nettoerlös fiel um 24 Prozent tiefer aus und betrug CHF 12,7 Mio. Aufgrund der beschränkten Möglichkeiten zur Kostenreduktion während der Aufrechterhaltung des Fahrplans betrug der Verlust CHF – 1,6 Mio. Dank der COVID-19-Finanzhilfe des Bundes mit einem à-fond-perdu-Betrag in gleicher Höhe ergab sich ein Spartenergebnis von Null.

 

 

Güterverkehr und Infrastruktur erreichen Ziele

 

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Güterverkehr und die Infrastruktur waren geringer als auf die anderen Sparten. Das Ergebnis in der Sparte Güterverkehr lag um CHF + 0,1 Mio. höher als im Vorjahr. Bei der Infrastruktur resultierte ein Spartenergebnis von CHF 1,8 Mio., das unmittelbar der gebundenen Reserve nach Art. 67 des Eisenbahngesetzes (EBG) zugewiesen wird. Die hohe Investitionstätigkeit zugunsten Substanzerhalt und Erneuerung der Infrastruktur konnte mehrheitlich gemäss Planung fortgeführt werden. Die Ertragsausfälle aus der Trassenpreisverrechnung wurden dank der tieferen Unterhalts- und Betriebskosten aufgefangen.

 

 

Hohe Verluste im Nebengeschäft

 

Im nicht subventionierten Nebengeschäft der RhB waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie enorm. Insgesamt resultierte ein negatives Spartenergebnis von CHF – 3,7 Mio. Die Glacier Express AG und die Panoramic Gourmet AG erlitten massive Verluste. Die Muttergesellschaften RhB und die Aktiengesellschaft Matterhorn Gotthard Bahn stellten frühzeitig notwendige Darlehen zur Verfügung. Infolge der unsicheren Wirtschaftslage und Entwicklung verbuchte die RhB die nötigen Wertberichtigungen auf den Darlehen zulasten des Jahresergebnisses 2020. Ähnliche Ertragseinbrüche verzeichneten die Segmente historische Fahrten und Bernina Express Bus.

 

 

RhB Immobilien AG mit positivem Ergebnis


Die im Juni 2020 rückwirkend auf den 1. Januar 2020 gegründete Tochtergesellschaft RhB Immobilien AG lieferte mit ihren nicht bahnbetriebsnotwendigen Immobilien einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis von rund CHF + 1,1 Mio. (exkl. Auflösung Rückstellung von CHF 27,0 Mio.).

 


Weiterhin hohe Investitionstätigkeit


Das Investitionsvolumen blieb mit CHF 415,4 Mio. hoch und hat sich gegenüber dem Vorjahr (CHF 339,4 Mio.) nochmals gesteigert. In den Substanzerhalt und den punktuellen Ausbau der Infrastruktur wurden CHF 203,5 Mio. investiert (Vorjahr CHF 255,6 Mio.). Im Verkehr und Nebengeschäft lagen die Investitionen bei CHF 211,9 Mio. (Vorjahr CHF 83,8 Mio.), hauptsächlich wegen der laufenden Beschaffung der 56 Capricorn-Triebzüge.

 


Abgeltungsvereinbarungen mit Bund und Kanton


Auf Basis der Leistungsvereinbarungen erhielt die RhB von der öffentlichen Hand Abgeltungen für ungedeckte Betriebskosten und Abschreibungen von insgesamt CHF 192,9 Mio. Davon entfielen CHF 91,2 Mio. auf die Finanzierung des Personenverkehrs, CHF 6,9 Mio. auf den Güterverkehr, CHF 1,8 Mio. auf den Autoverlad Vereina und CHF 92,9 Mio. auf die Infrastruktur (Betrieb und Abschreibungen). Darin enthalten sind auch COVID-19-Finanzhilfen à-fonds-perdu von CHF 11,4 Mio. (Personenverkehr) und CHF 1,6 Mio. (Autoverlad).

 


Solide Bilanz und enge Überwachung der Liquidität


Die flüssigen Mittel sanken, auch als Folge der deutlich tieferen Erträge und hohen Investitionen, auf rund CHF 105 Mio. Die zusätzlichen Investitionen beim Rollmaterial (Beschaffung Capricorn-Triebzüge) und in der Infrastruktur wurden durch eine 3. Anleihe von CHF 100 Mio. sowie durch Mittel der Leistungsvereinbarung finanziert. Die bedingt rückzahlbaren Darlehen des Bundes nahmen um rund CHF 155 Mio. auf CHF 1 882 Mio. zu.

 


Zukunftsaussichten


Die Entwicklung bleibt aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor unsicher. Eine zuverlässige Einschätzung der finanziellen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2021 ist nicht möglich. Die RhB kann jedoch weiterhin auf die spürbare Unterstützung des Kantons Graubünden und des Bundes zählen. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der RhB sind zuversichtlich, dass sich der langfristige Wachstumstrend im ÖV, gerade im Personenverkehr, in den nächsten Jahren, vielleicht etwas abgeschwächt aber doch fortsetzen wird. Die RhB ist gut aufgestellt und in verschiedenen Sparten tätig und solid unterwegs. Die Modernisierung wird weiter vorangetrieben. Dennoch ist höchste Aufmerksamkeit auf allen Ebenen nötig.


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Rhätische Bahn AG - Auszug Geschäftsbericht 2020
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WESTbahn und ÖBB: Gemeinsamer Fahrplan bis 4. Juli 2021 verlängert

Das Klimaschutz-Ministerium hat die bestehende Notvergabe an WESTbahn und ÖBB für die Strecke Wien – Salzburg um weitere drei Monate bis zum 4. Juli 2021 verlängert.  Auf der Weststrecke bleibt es bis dann beim schon bekannten Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

Die gegenseitige Ticketanerkennung ÖBB/WESTbahn bleibt bis 7. Oktober 2020 bestehen                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Um den öffentlichen Verkehr auf der Schiene verlässlich als Grundversorgung aufrecht zu erhalten und ihn trotz der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie als Rückgrat der Mobilität zu stärken, hatte sich das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) Mitte April dazu entschieden, eine Notvergabe für die Strecke Wien - Salzburg zu machen. Seit dem 20. April 2020 betreiben ÖBB und WESTbahn die Verbindung gemeinsam und die Tickets werden gegenseitig anerkannt. Diese Regelung wurde nun für drei weitere Monat bis zum 4. Juli 2021 verlängert.

 

Auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg bleibt es daher beim Covid-angepassten Fahrplan, der einen stündlich abwechselnden Takt von ÖBB und WESTbahn vorsieht (Railjet Xpress stündlich, Railjet und WESTbahn abwechselnd stündlich). Die ÖBB-Personenverkehr AG und WESTbahn behalten daher auch noch die gegenseitige Ticketanerkennung.

 

Achtung: Sparschiene-Tickets sind zuggebundene Tickets und gelten deshalb nur in dem konkret gewählten Zug.

 

Erworbene Tickets – egal ob von ÖBB oder WESTbahn ausgestellt – werden für diesen Zeitraum in allen WESTbahn-Zügen sowie Fernverkehrszügen (Railjet, Railjet Express, ICE) der ÖBB akzeptiert. Ausnahme: Zugpaar IC 94/95. WESTbahn-Tickets können auch in den ÖBB CityjetExpress Zügen (CJX) von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt sowie in der S80 zwischen Wien Hütteldorf und Wien Meidling genutzt werden.

 

 

Für Reisende bleiben die schon bekannten Änderungen somit bis zum 4. Juli 2021 aufrecht:

  • Die WESTbahn fährt wie bisher zur Minute 42 von Wien Westbahnhof ab. Von dort geht es mit Zwischenhalten in Wien Meidling, Tullnerfeld, St. Pölten, Amstetten, St. Valentin, Linz, Wels, Attnang-Puchheim, Vöcklabruck und Neumarkt-Köstendorf nach Salzburg Hauptbahnhof.
  • Die Halte Tullnerfeld, St. Valentin und Neumarkt-Köstendorf werden somit zusätzlich bedient, Wien Hütteldorf entfällt als Halt.
  • Die Fahrzeit der Züge von Wien Westbahnhof nach Salzburg verlängert sich durch die geänderte Strecke sowie die zusätzlichen Halte auf 3 Stunden 6 Minuten, von Wien Meidling nach Salzburg beträgt die Fahrzeit 2 Stunden und 48 Minuten.
  • In den Zügen der WESTbahn werden während der Notvergabe alle gültigen Tickets des VOR, OÖVV und SVV akzeptiert.
  • Die wechselseitige Ticketanerkenntnis nicht zuggebundener Tickets von WESTbahn und ÖBB wird ebenfalls fortgesetzt. Sie können Ihr WESTbahn-Ticket somit auch in den Fernverkehrszügen der ÖBB (Railjet, Railjet Xpress, ICE) und in den ÖBB Cityjet Xpress Zügen von Wien Westbahnhof nach Amstetten bzw. umgekehrt verwenden.
  • WESTbahn SommerHit Tickets können während der jeweiligen Gültigkeit ebenfalls in den oben genannten Zügen der ÖBB verwendet werden.
  • Bitte beachten Sie, dass Aktionstarife für die Strecke Wien – Salzburg während der Notvergabe bei keinem der beiden Unternehmen erhältlich sind bzw. nur wechselweise genutzt werden können, wenn diese nicht zuggebunden sind.
  • Durch einen gemeinsamen Fahrplan von WESTbahn und ÖBB wird ein Stundentakt zwischen Wien Meidling und Salzburg Hauptbahnhof gewährleistet, zusätzlich verdichtet durch weitere stündliche Verbindungen der ÖBB.
  • Alle Informationen und den aktuellen Fahrplan finden Sie hier.

 

Bitte tragen Sie weiterhin während der gesamten Zugfahrt eine FFP2-Maske. Kinder von 6-14 Jahren können alternativ einen Mund-Nasen-Schutz verwenden.

 

Die ÖBB begrüssen die Verlängerung der Notvergabe für die Weststrecke durch das Klimaschutzministerium bis Anfang Juli. Die ÖBB haben sich seit Beginn der Pandemie als verlässlicher Partner im öffentlichen Verkehr erwiesen. Wir sind und waren für die Menschen und die Wirtschaft da und setzen in der anhaltenden Covid-Krise und wiederkehrenden Lockdowns unser Angebot fort. Trotz teils stark rückläufiger Fahrgastzahlen galt und gilt es weiterhin die vielen Menschen, die unser aller Leben am Laufen halten, gut ans Ziel zu bringen: etwa PflegerInnen, medizinisches Personal, LebensmittelverkäuferInnen, PolizistInnen etc.

 

"Mit der Verlängerung der Notvergabe bis Anfang Juli können wir für unsere Pendlerinnen und Pendler auch in den kommenden Monaten das engmaschige Angebot mit garantierten Anschlüssen aufrechterhalten. Die bestehenden Verbindungen sind die Basis, um im Sommer wieder mit noch mehr klimafreundlicher Mobilität durchstarten zu können“, betont ÖBB CEO Andreas Matthä.

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BLS modernisiert den Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh für rund 26 Millionen Franken

Die BLS modernisiert in den nächsten zwei Jahren den Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh und investiert dafür rund 26 Millionen Franken. Sie investiert in einen zeitgemässen Bahnhof und gestaltet dabei die Bahnanlagen komplett um. Die Bauarbeiten für bequemere Zugänge zur Bahn sowie die Modernisierung der Gleis- und Bahntechnikanlagen starten in diesen Tagen mit dem Bau eines neuen Technikgebäudes. Zusammen mit der Gemeinde will die BLS das Bahnhofareal sowie das Bahnhofsumfeld aufwerten und neu beleben. Das alte Bahnhofsgebäude und der Güterschuppen weichen einem grosszügigen Bahnhofvorplatz und einer neuen Personenunterführung.

Die BLS erhöht am Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh den Kundenkomfort                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Gemeinde und die BLS wollen den Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh neu beleben und zu einem Begegnungsort umgestalten. Dank höheren und längeren Perrons können Reisende künftig ebenerdig ein- und aussteigen. Die Perrons werden überdacht und durch eine neue Personenunterführung verbunden. Das alte Bahnhofsgebäude und der Güterschuppen werden zurückgebaut. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde entstehen ein neuer, grösserer Bahnhofplatz und eine öffentliche WC-Anlage.

 

Die Hauptarbeiten starten im April 2021 mit dem Bau eines neuen Technikgebäudes, in dem die Sicherungsanlagen untergebracht werden. Ab November 2021 baut die BLS die Gebäude zurück. Im Sommer 2022 wird die Strecke für einen Monat gesperrt, um die Gleisanlagen und die Fahrleitungen zu ersetzen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2023 abgeschlossen. Ab 2024 entsteht am Bahnhof eine neue Überbauung mit ungefähr 20 bis 30 Wohnungen und Platz für Geschäfte und Dienstleistungen im Erdgeschoss. Die BLS kann so das Bahnhofsumfeld beleben und zu einer neuen Begegnungszone umgestalten.

 

 

Verkaufsstelle schliesst Ende Oktober 2021

 

Heute ist der Bahnhof Kirchberg-Alchenflüh durch BLS-Fahrdienstpersonal vor Ort besetzt. Diese Mitarbeitenden stellen die Weichen und Signale und verkaufen zudem Billette. Mit der Modernisierung des Bahnhofs können die Sicherungsanlagen künftig ferngesteuert werden. Dies macht den Betrieb effizienter, hat aber auch Auswirkungen auf das Personal. Weil kein Fahrdienstpersonal mehr notwendig ist, fallen auch die Synergien mit dem Billetverkauf weg. Deshalb schliesst die Verkaufsstelle Ende Oktober 2021. Die BLS hält aber an einem dichten Netz von Reisezentren fest, wo sie weiterhin umfassende und persönliche Beratung anbietet. Billette sind zusätzlich auf der App BLS Mobil erhältlich.

 

Eckdaten

  • Baubeginn Bahnhof: Mitte 2021
  • Inbetriebnahme Bahnhof: Ende 2022
  • Baubeginn Neubauprojekt Bahnhofsumfeld: ab 2024
  • Kosten: Die BLS investiert rund 26 Millionen Franken in den Bahnhof (exkl. Bahnhofsumfeld)

 

 

Was das Projekt beinhaltet

  • Anpassungen des Bahnhofs Kirchberg-Alchenflüh an die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG), welches den diskriminierungsfreien Zugang zum ÖV vorschreibt. Bahninfrastruktur und Züge müssen bis Ende 2023 angepasst sein.
  • Neubau einer neuen Unterführung und eines neuen Technikgebäudes
  • Neubau eines Kiosks sowie einer WC-Anlage nach Rückbau des bestehenden Bahnhofgebäudes und des Güterschuppens
  • Neugestaltung des Bahnhofplatzes in Zusammenarbeit mit der Gemeinde
  • Es entstehen weitere Park-and-ride- und Veloparkplätze sowie eine Ladestation für Elektroautos
  • Modernisierung der Gleis- und Bahntechnikanlage
  • Fernsteuerung sämtlicher Weichen und Sicherungsanlagen wie Signale. Damit kann die BLS den Bahnbetrieb effizienter und sicherer gestalten und bei Störungen den Zugverkehr schneller regulieren. Bis anhin mussten die Weichen in Kirchberg-Alchenflüh noch vor Ort gestellt werden.



                                                                Foto: Marcel Manhart

                                                                    Visualisierung: BLS



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Letzter Betriebstag und Abschied vom 750mm-spurigen Waldenburgerli

Heute ist der letzte Betriebstag auf der durch die Baselland Transport AG (BLT) betriebenen 750mm-spurigen Waldenburgerbahn (WB). Die Bahnlinie im Waldenburgertal wird von den Gleisen über das Rollmaterial bis zu den Haltestellen und dem Bahnhof in Waldenburg bis 2022 voll­ständig erneuert. Mit seiner Spurweite ist das Waldenburgerli ein Exot; als einzige Schweizer Bahn im Personenverkehr fährt sie auf einer Spurweite von 750 Millimetern. Im Rahmen der umfassenden Erneuerung wird die Bahn auf 1000 Millimeter umgespurt. Auf dieser Meterspur werden dann ab Dezember 2022 neue Stadler Tramlink Niederflurzüge unterwegs sein. Von Osterdienstag, 6. April 2021, bis Samstag, 10. Dezember 2022, ist die gesamte Strecke der Waldenburger­bahn von Liestal bis Waldenburg vollständig gesperrt und es verkehren Bahnersatzbusse.

Waldenburgerbahn am Bahnhof Liestal auf Abschiedsfahrt                                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Das ursprünglich zuständige Verkehrsunternehmen der Bahnlinie im Waldenburgertal, die Waldenburgerbahn (WB), wurde im Juni 2016 in die Baselland Transport AG (BLT) integriert und fährt als Linie 19. Als einzige Schweizer Bahn im Personenverkehr war sie bis zum heutigen Tag auf einer Spurweite von 750 Millimetern unterwegs. Von den Gleisen (neu Meterspur) über das Rollmaterial bis zu den Haltestellen und dem Bahnhof in Waldenburg wird bis 2022 alles voll­ständig erneuert.

 

 

Buslinie 19 als Bahnersatz

 

Von Osterdienstag, 6. April 2021, bis Samstag, 10. Dezember 2022, ist die gesamte Strecke der Waldenburger­bahn von Liestal bis Waldenburg vollständig gesperrt und es verkehren moderne Gelenkbusse als Bahnersatz. Die Reisezeit mit dem Bus von Waldenburg nach Liestal verlängert sich in den Hauptverkehrs­zeiten um maximal zehn Minuten gegenüber der Fahrt mit der WB, ab Hölstein um sechs Minu­ten.

 

 

Bisherige Flotte wird in die Slowakei verkauft

 

Die 750mm-spurige Waldenburgerbahn wird auf den Betrieb mit meterspurigen Niederflur-Strassenbahnen umgestellt. Die Baselland Transport AG (BLT) hat dazu 10 siebenteilige Tramlink Fahrzeuge bestellt, die bei Stadler in Valencia gebaut werden. Die ersten Fahrzeuge werden im Sommer 2022 geliefert. Die bisherigen rot-weissen (zwar Kult-) Züge sind mit Baujahr ab 1985 nicht attraktiv genug für's Museum und werden an das slowakische Unternehmen Čiernohronská železnica n.o. (ČHŽ) verkauft. Es handelt sich dabei um sieben vierachsige Triebwagen vom Typ BDe 4/4 und zehn zugehörige Steuerwagen der Baujahre 1985-93, die zusammen 80'000 Schweizer Franken abgegeben werden. Der Vertrag wurde am 3.April 2020 unterzeichnet, alle Infos zum Projekt werden laufend ergänzt unter www.chez.sk.

 

 

 

Ausbau Bahnhof  Liestal

 

Seit 2019 baut die SBB den Bahnhof Liestal auf vier Spuren aus. Gleichzeitig wird das Perron der Waldenburgerbahn erneuert und aufgewertet. Ausgebaut werden die Perron- und Gleisanlagen im Bahnhof Liestal inklusive Zufahrten. Damit sollen Zug­kreuzungs­konflikte entschärft und der pünktliche und störung­sfreie Bahn­verkehr optimiert werden.

 

Situation heute: Der Güterzug und der S-Bahn-Zug müssen warten, bis der Schnellzug das Gleisfeld durchfahren hat und die Gleise freigibt. Für zusätzliche S-Bahn-Züge zwischen Basel und Liestal fehlt im Bahnhof die Kapazität.

Situation künftig: Dank dem Vierspurausbau bieten sich mehr Optionen, um die Züge aneinander vorbei zu lenken. Das Wendegleis schafft im Bahnhof die Kapazität für einen stabilen S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal.

Der «Vierspurausbau Liestal» alleine erlaubt keine Verdichtung des Angebotes. Das zusätzliche Hauptgleis sorgt jedoch für deutlich weniger Kreuzungskonflikte. Die zusätzlichen Perronkanten, an welchen die Züge halten können, ermöglichen künftig zudem mehr Flexibilität bei der Steuerung des Zugverkehrs. Beides erlaubt einen pünktlicheren und störungsfreieren Bahnverkehr im Fern-, Regional- und Güterverkehr. Der Vierspurausbau ist ausserdem eine der Grundvoraussetzungen für einen späteren Angebotsausbau zwischen Olten und Basel.

 

Mit dem Ausbau der Perronanlagen und der Unterführungen entspricht die SBB der stetig wachsenden Zahl der Reisenden. Je schneller und komfortabler die Reisenden zu den Zügen gelangen, desto pünktlicher können die Züge losfahren. Der Bahnhof Liestal sichert sich damit die Rolle einer kundenfreundlichen und leistungsstarken ÖV-Drehscheibe.

 

 

Vierspurausbau Liestal inkl. neuem Perron für die Linie 19

 

Mit dem Start des Vierspurausbaus im Bahnhof Liestal wurde Ende Juni 2019 die erste Bauphase des Projekts zur Erneuerung der Waldenburgerbahn eingeläutet. Die Arbeiten an den bahnhofnahen Anlagen der Waldenburgerbahn (WB) nimmt die SBB 2022 vor, dabei wird das Perron der Waldenburgerbahn, Linie 19, erneuert und aufgewertet. Im Norden des Bahnhofareals wird ein neues Wendegleis für S-Bahn-Züge gebaut, eine wichtige Voraussetzung für den S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal.


In der nördlichen Einfahrt des Bahnhofs Liestal vereinen sich zwei Doppelspurstrecken auf eine: Die Stammlinie Basel–Frenkendorf–Olten und die Neubaustrecke via Adlertunnel. Dadurch überschneiden sich die Fahrwege der Züge, es kommt zu sogenannten Kreuzungskonflikten. Hat beispielsweise ein Schnellzug aus Basel Verspätung, müssen die bis dahin pünktliche Züge von Olten in Richtung Frenkendorf abwarten, bis der verspätete Zug das Gleisfeld durchfahren hat. Das schränkt die Kapazität ein und sorgt bei Unregelmässigkeiten im dicht verwobenen Fahrplan für zusätzliche Verspätungsminuten.

 

 

Um die Kreuzungskonflikte zu beheben und gleichzeitig die Perronanlagen nachfragegerecht auszubauen, umfasst das Projekt Vierspurausbau Liestal folgende Massnahmen:  

  • Erweiterung der Gleisanlage: Ausbau des Bahnhofs inklusive nördliche und südliche Einfahrt auf durchgehend vier Spuren
  • Bedingt durch die Verbreiterung des Gleisfeldes:
    • Verschiebung Oristal-, Sichtern- und Gartenstrasse im Bahnhofbereich
    • Abbruch von SBB-eigenen Liegenschaften im Bahnhofbereich
    • Anpassungen an mehreren Über- und Unterführungen im Bereich zwischen Altmarkt und Schauenburgerstrasse
    • Anpassungen an Böschungen, Stützmauern und Lärmschutzwänden zwischen Altmarkt und Schauenburgerstrasse
  • Bau eines zusätzlichen 420 Meter langen Mittelperrons
  • seitliche Verschiebung beziehungsweise Neubau des Perrons zwischen SBB und Waldenburgerbahn sowie der Gleisanlagen der Waldenburgerbahn
  • Abbruch der bestehenden beiden Personenunterführungen und Bau von zwei neuen, grosszügigeren und behindertengerechten Personenunterführungen an neuer Lage, beide mit direkten Quartierzugängen zur Oristal- respektive Sichternstrasse
  • Abbruch der bestehenden Passerelle beim Bahnübergang Schwieri und Bau einer neuen Passerelle, Schliessung des Bahnübergangs Schwieri
  • Bau eines neuen P+Rail-Parkhauses an der Tiergartenstrasse als Ersatz für die aufzuhebende P+Rail-Anlage an der Sichternstrasse
  • Neue Veloabstellanlagen bei der Sichern- und Oristalstrasse als Ersatz für die aufzuhebenden Veloabstellanlagen am selben Ort.
 

Die drei geplanten Gebäude auf dem Bahnhofareal, darunter ein neues Bahnhofgebäude, sind Teil des Projekts Bahnhofareal Liestal. Auf dessen Grundlage wollen SBB Immobilien und die Stadt Liestal das Bahnhofareal weiterentwickeln. Die Finanzierung der Gebäude trägt SBB Immobilien. Die Liestaler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben den dazugehörigen Quartierplan Bahnhofcorso Ende November 2017 angenommen. 

 

Zwischen den vom Bund finanzierten Projekten Vierspurausbau und Wendegleis und den von SBB Immobilien finanzierten Gebäuden bestehen keine zwingenden Abhängigkeiten. Vierspurausbau und Wendegleis werden gegebenenfalls auch ohne die drei Gebäude realisiert. Vierspurausbau und Wendegleis selber beinhalten weder einen Neubau, einen Umbau, noch eine Sanierung des Bahnhofgebäudes. Nichtsdestotrotz: Eine Realisierung von Bahnhofgebäude, Vierspurausbau und Wendegleis im selben Zeitfenster ermöglicht Synergien, beispielsweise bei der Nutzung von Gleissperren.


Heute wechselt am Bahnhof Liestal für's rot-weisse Waldenburgerli letztmals das Signal von Rot auf Grün!


Der SBB Online Fahrplan weist auf die letzte Fahrt hin

 

 

 

                                                  Scan DB Online Fahrplan   --->



Blick auf die Bauarbeiten am Bahnhof Liestal         Foto: BLT

Die neuen Tramlink Fahrzeuge          Visualisierung: Stadler



Bevölkerungsinformation vom 26. März 2021

 

Minute

00:00     Einleitung und Ausgangslage

03:00     Verfahrensstand

04:40     Übersicht Bauphasen und Termine

14:07     Bauarbeiten und Verkehrseinschränkungen

25:10     Bahnersatzverkehr

26:26     Neue Stadler Tramlink Fahrzeuge

28:10     Information und Kommunikation


Am 5. April 2021 wurde das Waldenburgerli verabschiedet


UPDATE vom 11. Mai 2021

Am 10. Mai 2021 sind die ersten 12 von insgesamt 17 Zügen vom Hafen Basel aus per Schiff in Bratislava angekommen. Der Weitertransport aller 17 Fahrzeuge erfolgt anschliessend per Bahn auf Rgs Güterwagen.


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Fahrplanwechsel im Tessin - Mit dem Treno Gottardo bis nach Locarno

Wegen coronabedingter Verzögerungen auf Baustellen im Tessin verkehrten die Züge vom 13. Dezember 2020 bis 4. April 2021 gemäss einem Zwischenfahrplan. Ab Ostermontag, 5. April 2021 wird es mit dem Abschluss der Arbeiten auf der Strecke zwischen Contone und Tenero möglich sein, den definitiven Fahrplan 2021 einzuführen. Der Treno Gottardo der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) ist ab dann stündlich bis nach Locarno unterwegs. Am 5. April 2021 werden im Tessin von der SBB auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

Der SOB Treno Gottardo fährt künftig bis/ab Locarno                                           Foto aus Castione-Arbedo: Marcel Manhart

 

 

 

 

Mit dem Treno Gottardo ist  Locarno ab dem Montag, 5. April 2021 umsteigefrei über die Gotthardbergstrecke aus der Deutschschweiz erreichbar. Stündlich alternierend verbindet die Südostbahn Basel, Olten und Luzern respektive Zürich und Zug mit Arth-Goldau sowie den Tourismusregionen in den Kantonen Schwyz, Uri und Tessin. Wegen coronabedingter Verzögerungen auf Baustellen im Tessin verkehrten die Züge seit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember nur bis Bellinzona und mit 20-minütigem Aufenthalt in Airolo. Diese Wartezeit in Airolo entfällt ab dem 5. April 2021. Der Treno Gottardo hält zudem zwischen Bellinzona und Locarno auch in Giubiasco, Cadenazzo und Tenero.

 

Mit der Inbetriebnahme der Treno Gottardo-Verbindung bis nach Locarno schliesst die Südostbahn die erste Etappe des Eintritts in den Fernverkehr ab. «Unser bisheriges Engagement für den Erhalt der Gotthardbergstrecke hat schon viel bewegt und kann nun mit der Einführung des definitiven Fahrplans die volle Wirkung entfalten», sagt Thomas Küchler, Vorsitzender der SOB-Geschäftsleitung. Ende 2021 übernimmt die SOB mit dem Interregio 35 «Aare Linth» (Bern–Olten–Zürich–Chur) die zweite Linie der Fernverkehrskooperation mit der SBB.

 

 

Spezialangebot

 

Für den Treno Gottardo sind ab dem 6. April 2021 online unter www.trenogottardo.ch Spezialbillette erhältlich. Für 20 Franken (Basis 2. Klasse mit Halbtax) ist eine Hin- und Rückfahrt etwa von Zürich oder Basel nach Locarno erhältlich. Die solange Vorrat erhältlichen Tickets sind nur im Treno Gottardo gültig, inbegriffen sind Vergünstigungen bei Freizeitpartnern in den Regionen von Bellinzona und Locarno. Um Reisenden in der Corona-Pandemie Flexibilität gewähren zu können, kann das Reisedatum bis 31. Dezember 2021 (ausser an Auffahrt/Pfingsten) frei gewählt werden. Die Hin- und Rückfahrt muss nicht am selben Tag erfolgen.

 

 

Informationen zum Velotransport im Treno Gottardo

 

Ausflugsreisen mit Fahrrädern werden immer beliebter. Im 150 Meter langen «Traverso» der Südostbahn stehen 12 Fahrradplätze zur Verfügung. Weil diese Kapazitäten an schönen Wochenenden und Feiertagen in der Gotthard-Region knapp werden könnten und längere Züge nur beschränkt möglich sind, setzt die Südostbahn ab Karfreitag, 2. April 2021, Zusatzbusse für Reisende mit Velos zwischen Arth-Goldau, Flüelen und Göschenen ein.

 

Der Zusatzbus verkehrt jeweils an Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen bei schönem Wetter. Am Morgen um 7.58 Uhr und 8.58 Uhr ab Arth-Goldau nach Flüelen und Göschenen, nachmittags in die Gegenrichtung mit Abfahrt um 15.00 Uhr und 16.00 Uhr ab Göschenen. Im Velobus sind die normalen Bahnbillette gültig. Der Online-Fahrplan informiert jeweils ab Mittwoch, ob am Wochenende der Zusatzbus eingesetzt wird. Für den Velotransport im Treno Gottardo und im Velobus ist keine Reservation nötig und möglich.

 

 

Neue touristische Partnerschaften im Tessin

 

Die Südostbahn arbeitet eng mit touristischen Partnern zusammen, um neue Angebote schaffen zu können. «Mit der Eröffnung des Gotthardtunnels im Jahr 1882 erreichten die Züge der Gotthardbahn zum ersten Mal Locarno. Heute, wie vor 140 Jahren, sind gute Bahnverbindungen essenziell. Wir freuen uns daher, dass der Treno Gottardo nun aus der Deutschschweiz auf der geschichtsträchtigen Bahnlinie bis nach Locarno fährt», sagt Fabio Bonetti, Direktor von Ascona-Locarno Tourismus.

 

 

Definitiver Fahrplan vom 5. April 2021 bis 11. Dezember 2021

 

Ab Montag, 5. April 2021 wird es mit dem Abschluss der Arbeiten auf der Strecke zwischen Contone und Tenero möglich sein, den endgültigen Fahrplan 2021 einzuführen, wobei folgende Änderungen am Übergangsfahrplan vorgenommen werden:

 

 

Fernverkehr

  • Neue Abfahrtszeiten der IC-Verbindungen:  Abfahrt Lugano (xx.02 / xx.30) und Abfahrt Bellinzona (xx.18 / xx.47).

 

 

Mehr Verbindungen im Tessiner Regionalverkehr

 

Mit dem definitiven Fahrplan werden im Tessin von der SBB auch alle Neubaustrecken im Regionalverkehr rund um den Ceneri Basistunnel in Betrieb genommen. Damit werden durch die S-Bahn TILO auch die Tessiner Zentren untereinander schneller und häufiger verbunden. Mit der Fertigstellung der NEAT verfügt das Tessin nun über ein flexibles Regionalexpressnetz, das auch mit der übrigen Schweiz gut vernetzt ist.

 

 

RE80:   Neue Direktverbindungen Locarno–Lugano–Chiasso

  • Die neue Linie RE80 verbindet Mailand und den Sottoceneri via Ceneri-Basistunnel direkt mit Locarno.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt auf der Strecke Locarno–Lugano–Chiasso und im Stundentakt auf der Strecke Milano Centrale–Chiasso.
  • Die Reisezeit zwischen Lugano und Locarno beträgt rund 30 Minuten.
  • Die Züge halten in Locarno, S. Antonino, Cadenazzo, Riazzino, Gordola, Tenero, Lugano, Lugano-Paradiso, Mendrisio, Chiasso, Como S. Giovanni, Como Camerlata, Seregno, Monza und Milano Centrale.
  • Die Linie RE10 ist nicht mehr in Betrieb und zwischen Bellinzona und Lugano wird sie durch die Linie S10 ersetzt.

 

 

S10:   Neue Direktverbindungen zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona

  • Die Reisezeit zwischen dem Sottoceneri und Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Die Linie S10 bedient die Haltestellen der Ceneri-Bergstrecke (Rivera-Bironico, Mezzovico, Taverne-Torricella, Lamone-Cadempino) nicht mehr.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt zwischen Como S. Giovanni–Chiasso–Lugano–Bellinzona bis nach Biasca. Zwischen Biasca und Lugano verkehrt ein Schnellzug im Halbstunden- anstatt im Stundentakt.
  • Während der Hauptverkehrszeiten sind Direktverbindungen zwischen Airolo und dem Sottoceneri geplant.
  • Zwischen Biasca und Mendrisio verkehren die S10 und die S50 weiterhin gemeinsam als Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

S90:   Neue Linie auf der Ceneri-Bergstrecke

  • Die Züge der neuen Linie S90 verkehren zwischen Lugano und Giubiasco via Ceneri-Bergstrecke.
  • Die Züge verkehren im Halbstundentakt zwischen Lugano und Giubiasco und bedienen die Haltestellen Lamone-Cadempino, Taverne-Torricella, Mezzovico und Rivera-Bironico.
  • Zwischen Lugano und Mendrisio verkehren die Züge der S90 im Stundentakt. Sie halten in Lugano Paradiso, Melide, Maroggia-Melano, Capolago-Riva S. Vitale und Mendrisio San Martino. 

 

 

S20:   Neue Endstation in Castione-Arbedo

 

  • Die S20 verkehrt im Halbstundentakt auf der Strecke Castione–Arbedo–Bellinzona–Locarno mit optimierten Anschlüssen an den Fernverkehr in Bellinzona.

S30:   Verbindungen im Zweistundentakt bestätigt

  • Die Verbindungen der S30 im Zweistundentakt sind bestätigt.
  • Die Anschlüsse in Cadenazzo werden in alle Richtungen optimiert: ab/nach Lugano–Chiasso, ab/nach Bellinzona und ab/nach Locarno.
  • Zwischen 9.00 und 13.00 Uhr wird die S30 durch Busse ersetzt.
  • Vom 5. April bis am 6. Mai 2021 werden die Verbindungen der S30 infolge von umfassenden Bauarbeiten auf der Strecke durch Busse sichergestellt.

 

 

S40/S50:   FMV bestätigt

  • Die Linie S40 verbindet Como S. Giovanni-Mendrisio-Varese im Stundentakt.
  • Die Linie S50 verbindet Biasca–Bellinzona–Lugano–Varese und verkehrt im Stundentakt bis zum Flughafen Malpensa.
  • Die Linien S40 und S50 ermöglichen eine Verbindung zwischen Mendrisio und Varese im Halbstundentakt.
  • Die Reisezeit nach Bellinzona via Ceneri-Basistunnel verkürzt sich um rund 15 Minuten.
  • Zwischen Bellinzona und Mendrisio verkehren die Züge der S50 und der S10 weiterhin gemeinsam in Doppelkomposition (S10/S50).

 

 

Baustellen mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr

 

  • Von Dienstag, 6. April bis Donnerstag, 6. Mai 2021 wird die Strecke Cadenazzo–Luino für den Verkehr gesperrt (Infrastrukturarbeiten auf der italienischen Seite). Sämtliche Züge zwischen Cadenazzo und Luino werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 12. und bis am 16. April 2021 fallen zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) die letzten Züge aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom 18. und 19. April, 25. und 26. April, 2. und 3. Mai, 30. und 31. Mai sowie vom 6. und 7. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Giubiasco und Bellinzona aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 10. und bis am 14. Mai 2021 fallen die letzten Züge zwischen Chiasso und Como aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den Nächten vom 6./7., 13./14. und 20./21. Juni 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Bellinzona und Taverne via Ceneri-Bergstrecke aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In der Nacht vom 20./21. Juni 2021 ist der Bahnhof Chiasso für den Verkehr gesperrt. Die letzten S-Bahn-Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) sowie die letzten Verbindungen zwischen Lugano–Bellinzona–Locarno fallen aus und werden durch Busse ersetzt.
  • An den Wochenenden zwischen dem 31. Juli und dem 1. August sowie zwischen dem 7. und dem 8. August 2021 fährt die S10 nur bis Castione-Arbedo anstatt bis Biasca. Die Reisenden benutzen die Linienbusse zwischen Castione und Biasca.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 6. bis am 10. September 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt.
  • Von Samstag, 9. Oktober 22.00 Uhr bis Montag, 11. Oktober 6.00 Uhr fährt die S20 nur bis Bellinzona. Die Reisenden nach Castione benutzten die S10.
  • In den beiden Nächten vom 10. bis 11. Oktober sowie vom 17. bis 18. Oktober 2021 fallen die letzten S-Bahn-Züge zwischen Taverne und Melide aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den fünf aufeinanderfolgenden Nächten vom 24. bis am 30. Oktober 2021 fallen die Züge zwischen Locarno und Cadenazzo von 22.25 bis 4.00 Uhr aus und werden durch Busse ersetzt.
  • In den vier aufeinanderfolgenden Nächten vom 29. November bis am 3. Dezember 2021 fallen die Züge zwischen Mendrisio und Chiasso (-Como) aus und werden durch Busse ersetzt. 


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Neue Fussgängerbrücke überspannt das Gleisfeld beim Zürcher Hauptbahnhof

Der Bau der neuen Fussgängerbrücke über das Gleisfeld beim Zürcher Hauptbahnhof ist abgeschlossen; sie ist seit heute Nachmittag öffentlich zugänglich. Gemeinsam mit dem Tiefbauamt der Stadt Zürich hat die SBB den 161 Meter langen Negrellisteg erstellt. Die neue Fussgängerbrücke schafft eine neue, attraktive Quartierverbindung der Kreise 4 und 5. Der Negrellisteg reicht vom Gustav-Gull-Platz beim Zentralstellwerk in der Europaallee bis zur Zollstrasse/Klingenstrasse. Die Brückenelemente wurden unter laufendem Bahnbetrieb eingeschoben. Aus bahnbetrieblichen Gründen mit nur wenigen Stützen versehen scheint sie förmlich zu schweben. Die Brücke trägt der Entwicklung des Zürich HB und seines Umfelds beidseits der Gleise Rechnung und die Stadtkreise 4 und 5 haben damit eine neue Quartierverbindung erhalten.

Der Negrellisteg bietet auch einen schönen Blick auf den Zugverkehr rund um den Hauptbahnhof    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die SBB und das Tiefbauamt der Stadt Zürich haben gemeinsam den Negrellisteg erstellt. Der nach Ingenieur Alois Negrelli benannte Steg ist als Fussgängerüberführung konzipiert und reicht vom Gustav-Gull-Platz beim Zentralstellwerk bis zur Zoll-/Klingenstrasse. Der 160 Meter lange und vier Meter breite Steg ist nur mit wenigen Stützen versehen und scheint daher förmlich über dem Gleisfeld zu schweben. Auf beiden Seiten schwingen sich die Auf- und Abgänge in Spiralform um die runden Lifttürme. Die Aussenseite der Liftturmfassade sowie die wellenförmige Brüstung der Brücke werden beleuchtet. Dies ist eine weitere Umsetzung des Plan Lumière der Stadt Zürich.

 

2016 wurde entschieden, auf eine Veloverbindung auf dem Negrellisteg zu verzichten. In unmittelbarer Nachbarschaft bestehen Planungen für Gleisquerungen, nämlich die Verbreiterung der Langstrassenunterführung und der Velotunnel unter dem Hauptbahnhof. Diese haben zwar einen langen Planungshorizont und Bewilligungsprozess, bieten aber besseren Komfort für die Velofahrenden.

 

Wegen der Pandemie wurde auf eine Eröffnungsfeier verzichtet. Der Negrellisteg wurde daher heute nach rund 18 Monaten Bauzeit «still» eröffnet. In einem kurzen Video würdigen Stadtrat Richard Wolff, Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, und Alexander Muhm, Leiter SBB Immobilien, den neuen Steg. Stadtrat Richard Wolff betont die Wichtigkeit des Fussverkehrs in der wachsenden Stadt. Alexander Muhm hebt die herausragende Leistung der Ingenieure und Projektbeteiligten und den Beitrag der SBB zur nachhaltigen Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof hervor. Auch die Quartiervereinspräsidenten der Kreise 4 und 5 dankten der Stadt und der SBB für diesen Brückenschlag. Der Negrellisteg sei ein neues Wahrzeichen der Stadt und lasse gleichzeitig die Kreise 4 und 5, die einst die Gemeinde Aussersihl bildeten, wieder näher zusammenrücken.





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Grünes Licht für die Modernisierung des Bahnhofs Fribourg

Nach Ablauf der öffentlichen Auflage hat die SBB die Plangenehmigungsverfügung für die Modernisierung des Bahnhofs Fribourg erhalten. Die Bauarbeiten können im Frühling 2021 beginnen und werden voraussichtlich 2025 abgeschlossen.

Das Perron an den Gleisen 2 und 3 in Fribourg wird verbreitert und erhält ein neues Dach                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Breitere und längere Perrons, bessere Zugänge und eine neue Personenunterführung: Die SBB kann mit den Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Fribourg beginnen. Sie hat vom Bundesamt für Verkehr die Plangenehmigungsverfügung und damit grünes Licht für die Umsetzung des im Oktober 2019 aufgelegten Projekts erhalten.

 

Die Bauarbeiten beginnen im Frühling 2021 und dauern voraussichtlich bis 2025. Das Perron an den Gleisen 2 und 3 wird verbreitert, das Perron am Gleis 3 verlängert. Das Perron am Gleis 1 wird ebenfalls teilweise verbreitert. Zudem erhält das Perron an den Gleisen 2 und 3 ein neues Dach.

 

Erhöhte Perrons ermöglichen Personen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Kinderwagen einen hindernisfreien Einstieg in die Züge. Die Zugangsrampen werden entsprechend an die höheren Perrons angepasst. Nach den Arbeiten wird der Bahnhof die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes erfüllen. In Absprache mit den Behindertenverbänden hat die SBB beschlossen, im Hinblick auf die erwartete Zunahme der Reisenden zusätzliche Lifte einzubauen, um mehr Komfort zu bieten. 2016 wurden rund 27'000 Reisende pro Tag verzeichnet, für 2028 werden bereits über 46'000 erwartet, 2038 dann 75'000.

 

Schliesslich wird im Westteil des Bahnhofs eine zweite Unterführung zwischen der Esplanade de l'Ancienne Gare und der Richemond-Kreuzung erstellt. Auch diese wird stufenfreie Zugänge zu den Zügen ermöglichen. Diese neue Unterführung soll 2023 in Betrieb genommen werden. Die Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Freiburg kosten rund 110 Millionen Franken.

 

Die SBB ist darum bemüht, die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Anwohnerinnen und Anwohner sowie auf die Kundschaft möglichst gering zu halten. Verschiedene im Frühling 2021 geplante Arbeiten erfordern einen Teilunterbruch des Bahnverkehrs an gewissen Wochenenden. Fahrpläne werden angepasst und rechtzeitig kommuniziert.

 

 

Neues Stellwerk für flüssigere und zuverlässigere Verkehrssteuerung

 

Auch die Bahntechnik im Hintergrund wird erneuert. Diese Arbeiten begannen bereits im Oktober 2019 im Osten des Bahnhofs. Ziel ist ein besserer Verkehrsfluss. Ein neues Stellwerk wird sämtliche Signale und Weichen steuern. Dafür sind umfassende Arbeiten in mehreren Phasen erforderlich. Am Wochenende vom 10. bis 12. April 2021 wird der Verkehr im Bahnhof Fribourg für die Montage der neuen Signale im Bahnhof unterbrochen.

 

Von Frühling bis Sommer 2021 sind bis zur voraussichtlichen Inbetriebnahme des neuen Stellwerks im Oktober 2021 mehrere Wochenenden mit Bauarbeiten geplant. Einige Arbeiten werden nachts durchgeführt. Die SBB setzt alles daran, die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten, und dankt den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis. Weitere Informationen finden sich auf der Website www.sbb.ch/bauarbeiten-freiburg. Das neue Stellwerk und die Anpassung der Anlagen kostet rund 12 Millionen Franken.




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Unterbruch des Bahnverkehrs in Lausanne am 20. und 21. März 2021

Der Bahnhof Lausanne erlebt von Samstag, 20., bis Sonntag, 21. März 2021, ein ausserordentliches Wochenende: Die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks, das die Weichen und Signale steuert, erfordert einen fast kompletten Unterbruch des Bahnverkehrs in der Region. An diesem Wochenende gilt ein Spezialfahrplan. Das Bahnangebot wird stark eingeschränkt. Die SBB empfiehlt ihrer Kundschaft, auf Zugfahrten in der Region Lausanne möglichst zu verzichten.

Der Bahnhof Lausanne erlebt ein ausserordentliches Wochenende                                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Am Wochenende vom 20./21. März 2021 steht im Programm Léman 2030 mit der Inbetriebnahme des neuen Stellwerks Lausanne ein Meilenstein an. An zwei Tagen werden fast 250 Signale, über 100 Weichenantriebe und Hunderte weitere Sicherungsanlagen angepasst und mit dem modernen Stellwerk verbunden.

 

Diese Arbeiten erfordern einen fast kompletten Unterbruch des Zugverkehrs im Bahnhof Lausanne. Während dieses Wochenendes bleibt ein einziges Gleis in Betrieb. Es ermöglicht tagsüber den Verkehr zweier Züge pro Stunde und Richtung zwischen Genf Flughafen und dem Wallis sowie zwischen Genf Flughafen und Freiburg via Vevey. In der Nacht von Samstag auf Sonntag verkehrt kein Zug im Bahnhof Lausanne.

 

Die SBB empfiehlt ihren Kundinnen und Kunden, an diesem Wochenende möglichst keine Bahnfahrten in der Region zu unternehmen. Im und um den Bahnknoten Lausanne gilt ein Spezialfahrplan. Für Personen, die nicht auf ihre Reise verzichten können, besteht ein Ersatzbusdienst, jedoch mit reduzierter Kapazität und mit längeren Fahrzeiten. Der Online-Fahrplan auf www.sbb.ch ist angepasst und schlägt jeweils die besten Verbindungen für dieses Wochenende vor. Genaue Informationen zum Ersatzkonzept sind hier zu finden.

 

Für das neue Stellwerk hat die SBB bereits ein neues Technikgebäude im Osten des Bahnhofs sowie einen neuen Kabelstollen gebaut. Die modernen rechnergesteuerten Anlagen zum Stellen der Weichen und Signale sind Voraussetzung für den Infrastrukturausbau im Bahnhof Lausanne. Die Kosten belaufen sich auf 89 Millionen Franken.



Circulation des trains interrompue à Lausanne les 20 et 21 mars 2021

 

La gare de Lausanne vivra un week-end exceptionnel les samedi 20 et dimanche 21 mars 2021: les travaux de mise en service du nouvel enclenchement, qui commande les aiguillages et les signaux, nécessiteront l'interruption quasi totale du trafic ferroviaire dans la région. Un horaire spécial sera exploité durant ce week-end. Le nombre de trains sera réduit et les CFF recommandent à leur clientèle d'éviter les trajets ferroviaires autour de la capitale vaudoise.

La gare de Lausanne vivra un week-end exceptionnel                                                                     Photo: Marcel Manhart

 

 

 

Le programme Léman 2030 franchira le week-end des 20 et 21 mars 2021 une étape importante en gare de Lausanne, avec la mise en service du nouvel enclenchement. Durant deux jours, près de 250 signaux, plus de 100 moteurs d'aiguillages, et des centaines d'autres installations de sécurité seront changées, adaptées, puis connectées aux nouvelles installations informatisées de gestion du trafic ferroviaire.

 

Les travaux nécessitent une interruption presque totale du trafic ferroviaire en gare de Lausanne. Durant ce week-end, seule une voie restera en service, afin de permettre le passage de deux trains par heure et par sens, qui assureront des trajets entre Genève-Aéroport et le Valais ainsi qu'entre Genève-Aéroport et Fribourg, en passant par Vevey. Durant la nuit du samedi au dimanche, aucun train ne circulera dans la gare.

 

Les CFF recommandent à leur clientèle d'éviter les déplacements en train durant ce week-end. Les horaires des trains autour du nœud ferroviaire de Lausanne sont alors entièrement modifiés. Une offre de substitution a été mise en place pour ceux qui devraient tout de même voyager, mais les capacités de transport seront réduites du samedi matin au dimanche soir, et il faut compter avec des temps de parcours plus longs. L'horaire en ligne est adapté sur www.cff.ch et il propose les meilleures relations possibles durant ce week-end. Tous les détails sur les possibilités de substitution sont disponibles sur le site www.lausanne-sans-trains.ch

 

Le nouvel enclenchement CFF, qui a vu l'édification d'un nouveau bâtiment technique, à l'est de la gare, ainsi que le percement d'un nouveau tunnel à câbles souterrain, permet de doter le nœud ferroviaire vaudois d'installations informatisées et modernes de commande des aiguillages et des signaux. Sa réalisation est un préalable indispensable au projet de modernisation des infrastructures de la gare de Lausanne, dont les travaux devraient démarrer cet été. Le coût de construction du nouvel enclenchement s'élève à 89 millions de francs.


Einfahrt in den Bahnhof Lausanne und anschliessend weiter in Richtung Renens VD



UPDATE vom Bauwochenende 20. / 21. März 2021


 

Innerhalb von zwei Tagen hat die SBB fast 250 Signale, über 100 Weichenantriebe und Hunderte weitere Sicherungsanlagen angepasst und mit dem modernen Stellwerk verbunden. Im Einsatz standen über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (an den Eisenbahnanlagen, in den technischen Räumen und für die Kundenlenkung) und haben am Erfolg dieses Vorhabens gearbeitet.

Die Arbeiten vom vergangenen Wochenende erforderten einen fast kompletten Unterbruch des Zugverkehrs im Bahnhof Lausanne.

Mit Gleis 8 blieb nur ein einziges Gleis in Betrieb. Dies ermöglichte tagsüber den Verkehr je eines Zuges pro Stunde und Richtung aus dem Wallis sowie aus Fribourg via Vevey - Lausanne nach Genf Flughafen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fuhr kein Zug im Bahnhof.

Mit Betriebsbeginn am Montag, 22. März 2021 wurde der normale Zugverkehr wieder aufgenommen.

 

Innovation und Nachhaltigkeit

 

Bereits zuvor hat die SBB für das neue Stellwerk ein neues Technikgebäude im Osten des Bahnhofs sowie einen neuen Kabelstollen gebaut. Die Konstruktion wurde auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gebaut. Die Nordwand des Gebäudes wurde bepflanzt, um eine bessere Integration in die städtische Umgebung zu ermöglichen.


Die Kühlung der Räume mit den zahlreichen Computern war dank der Geokühlung auch Gegenstand von Innovationen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung. Diese Technik ermöglicht die Zirkulation kalter Luft zwischen dem neuen Kabeltunnel (der sich fast 20 Meter unter der Erdoberfläche befindet) und dem Gebäude. 90 Prozent der Klimaanlage in Computerräumen ist natürlich und spart jährlich rund 77.200 kWh, was dem Verbrauch von 50 Einfamilienhäusern entspricht.



Impressionen vom 20. März 2021

 


Impressionen vom 21. März 2021

 


Diverse Extrazüge; aufgenommen in Visp, Vevey, Lausanne, Renens und Romont.

 


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SBB Geschäftsjahr 2020: Nachfrage eingebrochen, finanzieller Rückschlag, zufriedenere Kunden

Die SBB blickt auf ein äusserst herausforderndes Jahr zurück: Nach einem guten Start ins Jahr 2020 hat Covid-19 die SBB massiv getroffen: Pro Tag wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 843'000 Reisende befördert, über ein Drittel weniger als im Vorjahr (1,32 Millionen Reisende). Die Personenkilometer sanken um 40,6 Prozent; im Fernverkehr sind sie um 43,7 Prozent gesunken und im Regionalverkehr um 32,4 Prozent. Der starke Einbruch erklärt sich durch die behördlich festgelegten Massnahmen wegen Covid-19: Viele Pendlerinnen und Pendler arbeiteten im Homeoffice, aber auch Freizeitreisende aus der Schweiz und aus dem Ausland waren aufgrund der Einschränkungen deutlich weniger unterwegs. Im internationalen Personenverkehr ist die Nachfrage noch stärker gesunken: bei den Personenkilometern um 51,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, dies aufgrund von Reisebeschränkungen und Angebotsreduktionen.

Weniger Reisende und die angeordnete Schliessung von Geschäften führten zu einem starken Rückgang der Kundinnen und Kunden in den Bahnhöfen; insgesamt waren es ein Drittel weniger als im Vorjahr                        Foto: Marcel Manhart

 

 

Im Jahr 2020 besassen gleich viele Reisende ein Halbtaxabonnement wie im Vorjahr, insgesamt 2,72 Millionen. Ein Generalabonnement hingegen besassen noch 439'000 Personen, 12,2 Prozent weniger als im Vorjahr (500 000). Deutlich mehr als die Hälfte der Billette wurde über die digitalen Verkaufskanäle sbb.ch und SBB Mobile bezogen (61,4 Prozent; Vorjahr: 52,8 Prozent). Die starke Zunahme aus den Vorjahren setzt sich damit im Pandemiejahr fort.

 

Wirtschaftliche Situation sehr angespannt

 

 
Folgen der Covid-19-Pandemie sind erheblich. Grosser Nachfragerückgang: in Zügen und Bahnhöfen ein Drittel weniger Kundinnen unterwegs.
SBB verzeichnete Verlust von 617 Millionen Franken, verzinsliche Nettoverschuldung stieg um 1,5 Milliarden Franken.
Seit Frühling 2020 setzt die SBB Sparmassnahmen um: Einstellungsstopp in Verwaltung, Projekte priorisiert und gezielt Investitionen zurückgestellt.
Liquidität ist dank dem Bund jederzeit gesichert. Zudem wurde der ÖV von Bund und Kantonen finanziell unterstützt.
Sicherheit, Pünktlichkeit, Kundenzufriedenheit und Imagewerte sind 2020 gestiegen, Personalzufriedenheit und -motivation ebenfalls.
Mitarbeitende haben im Pandemiejahr einen grossen Effort erbracht.
2021 fokussiert SBB auf Qualität, Fahrplanstabilität und Baustellenplanung und investiert mehr in Rollmaterial. Die finanzielle Lage bleibt angespannt.
 

 

 

Der Nachfragerückgang hat einschneidende finanzielle Folgen: Im Vergleich zum Vorjahr resultierten tiefere Personenverkehrserträge (−28,9 Prozent), tiefere Drittumsätze in den Bahnhöfen (−26,8 Prozent), tiefere Trassenerträge bei der Infrastruktur (−12,1 Prozent) und weniger Gütertransporte (−2,4 Prozent der Güterverkehrsleistung). Die SBB hat während des Lockdowns Mieten erlassen oder reduziert sowie zusammen mit der ÖV-Branche umfangreiche Kulanzmassnahmen für Abo-Kundinnen und -Kunden umgesetzt.

 

All dies schlägt sich im Konzernergebnis von -617 Millionen Franken nieder (Vorjahr: +463 Millionen Franken). Es ist der grösste Verlust seit der Ausgliederung der SBB vom Bund in eine Aktiengesellschaft. Trotz der finanziell sehr angespannten Situation will die SBB die Preise stabil halten und so die Attraktivität des ÖV sichern.

 

Die verzinsliche Nettoverschuldung ist um 1,5 Milliarden Franken gestiegen. Aufgrund des tiefen operativen Cashflows (EBITDA) und der erhöhten Verschuldung liegt der Schuldendeckungsgrad bei 21,6 und damit deutlich über der vom Bund geforderten Höchstgrenze von 6,5.

 


Sparmassnahmen und Unterstützung durch Bund und Kantone

 

Die SBB hat im Frühling 2020 mit Sparmassnahmen auf die Einnahmeausfälle reagiert, etwa mit einem Einstellungsstopp in der Verwaltung, dem Abbau von Gleitzeit- und Ferienguthaben und der Verschiebung respektive Streichung von Projekten und Investitionen. Diese Massnahmen leisteten einen Beitrag in dreistelliger Millionenhöhe. Der operative Bahnbetrieb und die Sicherheit sind durch die Sparmassnahmen nicht tangiert.

 

Zur Absicherung der Zahlungsfähigkeit hat der Bund die Kreditlimite um 550 Millionen Franken erhöht. Zudem haben Bund und Parlament im zweiten Halbjahr 2020 eine Unterstützung für den ÖV verabschiedet, um bei den Transportunternehmen die Covid-bedingten Einnahmeausfälle in den abgeltungsberechtigten Bereichen Infrastruktur und Regionalverkehr sowie beim Güterverkehr abzufedern. In den eigenwirtschaftlichen Bereichen Fernverkehr und Immobilien muss die SBB die Einnahmeausfälle selbst tragen.

 

 

Kundinnen und Kunden sind mit der Qualität der SBB zufrieden

 

Mit dem zwischenzeitlich reduzierten Angebot hat die SBB im vergangenen Jahr vier Fahrplanwechsel umgesetzt: ein Kraftakt der Mitarbeitenden. Die SBB hat unter schwierigen Bedingungen weiter intensiv an der Qualität ihrer Leistungen gearbeitet. Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels wurde die «Neue Eisenbahn-Alpentransversale» (NEAT) vollendet. Ein historischer Moment für die Schweiz und für Europa.

 

Sicherheit, Pünktlichkeit, Kundenzufriedenheit und auch das Image (2020: 66,6 Punkte, 2019: 64,7 Punkte) haben sich verbessert. Die SBB verzeichnete im Jahr 2020 weniger Berufs-, Rangier- und Zugunfälle als im Vorjahr. Die Kundenpünktlichkeit lag bei 93,4 Prozent (Vorjahr: 90,6 Prozent) und die Zugpünktlichkeit bei 95,7 Prozent (Vorjahr: 94,2 Prozent). Auch die Sendungspünktlichkeit von Cargo hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert (93,5 Prozent, Vorjahr: 91,9 Prozent). Positiv auf die Pünktlichkeit ausgewirkt haben sich neben der gesunkenen Nachfrage die verbesserte Baustellenplanung.

 

Mit 76,3 Punkten ist die Kundenzufriedenheit insgesamt höher als im Vorjahr (+0,5 Punkte). Verbessert hat sich die Kundenzufriedenheit im Personenverkehr (+1,5 Punkte) sowie jene in den Bahnhöfen (+1,0 Punkte). Gesunken ist die Zufriedenheit der Güterverkehrskunden (−3,4 Punkte). Gestiegen sind im Vergleich zum Vorjahr die Personalzufriedenheit (2020: 70 Punkte, 2019: 66 Punkte) und auch die Personalmotivation (2020: 77 Punkte, 2019: 73 Punkte) der SBB Mitarbeitenden (Anzahl Vollzeitbeschäftigte 2020: 33 498, 2019: 32 535).

 

Der Fachkräftemangel hat sich im Jahr 2020 wegen der Pandemie verschärft. Aufgrund von fehlendem Lokpersonal fielen Zugverbindungen aus, wofür sich die SBB entschuldigt. Ab Mitte 2021 wird sich die Situation entspannen, die Ausbildungsklassen sind voll. Lokführerinnen und Lokführer werden künftig für mehr Strecken und Fahrzeugtypen geschult und flexibler einsetzbar sein.

 

 

SBB fokussiert weiter auf Qualität, finanzielle Lage bleibt sehr angespannt

 

2021 fokussiert die SBB weiter auf die Qualität für die Kundinnen und Kunden. Zentral bleiben Fahrplanstabilität und bessere Baustellenplanung. Die SBB investiert in das Kerngeschäft, insbesondere verstärkt in neues Rollmaterial. Die finanzielle Lage der SBB bleibt auch in den nächsten Jahren sehr angespannt. Die SBB wird die Sparmassnahmen konsequent weiterführen und auf allen Ebenen das Kostenbewusstsein schärfen.

 

Nach der Krise wird die Nachfrage wieder steigen; die SBB bereitet sich darauf vor. Die Mobilität bleibt eine Grundvoraussetzung für das berufliche und gesellschaftliche Leben und die klimafreundliche Bahn ein gefragtes Verkehrsmittel. Die SBB wird ihren Umweltvorteil darum weiter stärken: Mit ihrem Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein, und mit der Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene trägt sie massgeblich zum Erreichen der Klimaziele des Bundes bei.

 

 

Die Pandemie belastet alle Bereiche der SBB

 

Das Jahresergebnis im Personenverkehr beträgt −661 Millionen Franken (Vorjahr: 215 Millionen Franken). Sowohl der Regional- wie auch der Fernverkehr verzeichneten negative Ergebnisse (RV −26,1 Millionen Franken, FV −626,7 Millionen Franken). Beim Billettverkauf ist die Selbstbedienungsquote von 90,6 auf 93,4 Prozent gestiegen. Darin enthalten sind die digitalen Kanäle (sbb.ch und SBB Mobile), automatische Abo-Verlängerungen sowie Bezüge an Automaten und via Partnervertriebe.

 

Das Ergebnis der Division Immobilien beträgt vor den Ausgleichszahlungen an die Infrastruktur (150 Millionen Franken) und der Zahlung an die Pensionskasse (84 Millionen Franken) 244 Millionen Franken (Vorjahr 339 Millionen Franken). Der Mietertrag durch Dritte lag bei 541 Millionen Franken (Vorjahr: 552 Millionen Franken).

 

Das Ergebnis von SBB Cargo Schweiz beträgt −34,7 Millionen Franken (Vorjahr: 0 Millionen Franken). SBB Cargo International schloss mit 4,6 Millionen ab (Vorjahr: 5,5 Millionen Franken). Die Nettotonnenkilometer im Güterverkehr haben um 2,4 Prozent abgenommen (15'978 Millionen Nettotonnenkilometer, Vorjahr: 16'377 Millionen Ntkm). Die Entwicklung der beiden Gesellschaften waren gegenläufig: Während SBB Cargo Schweiz −11,9 Prozent Nettotonnenkilometer verzeichnete, konnte SBB Cargo International mit +1,6 Prozent leicht zulegen.

 

SBB Infrastruktur verzeichnet ein Jahresergebnis von −45,8 Millionen Franken (Vorjahr +22,5 Millionen Franken). Durch den Einbruch der Trassenerlöse sowie Produktivitätsverluste infolge Corona resultierte im Bereich Netz mit –63,6 Millionen Franken ein deutlich negatives Ergebnis (Vorjahr −24,7 Millionen Franken). Auch im Bereich Energie lag das Ergebnis mit 17,9 Millionen Franken tiefer als im Vorjahr (47,1 Millionen Franken), dieser Betrag fliesst in Reinvestitionen von Energieanlagen.



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Der Kohlekasten der RhB-Dampflok Nr. 1 ist voll – Bald startet die Reaktivierung

Mit grosser Freude konnte die Projektgruppe «RHÆTIA» letzten Freitag, 12. März 2021, das Ende der Spendenaktion für die erste und älteste RhB-Dampflok von 1889 verkünden. Der Abschluss fand in sehr kleinem Rahmen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Insgesamt 595 Bahnbegeisterte aus 11 Nationen haben der privaten «Projektgruppe RHÆTIA» fast eine Million Franken gespendet, damit die Gründerzuglok der Rhätischen Bahn bald wieder dampfen kann. Für die Projektgruppe startet damit die heisse Phase der Restaurierung dieser wertvollen Dampflok, damit sie bald wieder auf dem Schienennetz der RhB mit Gästen unterwegs und das touristische historische Reiseangebot in Graubünden bereichern kann.

Die Projektgruppe RHÆTIA mit Armin Brüngger, Christian Meyer und Fredy Pfister stossen für der Kohle-Lok mit RhB-Direktor Renato Fasciati auf den Spendenabschluss an                                                                 Foto: Historic RhB

 

 

 

Herzhaftes Freiwilligen-Engagement wurde grosszügig belohnt

 

Der Verein Dampffreunde der Rhätischen Bahn aus Bonaduz und der Samedner Club 1889 «Wir erhalten historische Fahrzeuge der Rhätischen Bahn» haben unter ihrem Bergüner Dachverband historic RhB 2018 mit viel Herzblut und Initiative eine grosse Spendenaktion gestartet. Unter dem Motto «Unsere Nr. 1 braucht Kohle» und mit einer eigenen Spendenhomepage konnten sehr viele Bahnliebhaber und Technikinteressierte aus Graubünden, der Schweiz und dem Ausland erreicht werden. Sie öffneten ihre Portemonnaies sehr grosszügig für die erste und älteste, seit 2014 aber aufgrund grosser Altersgebrechen stillgelegte Dampflok mit dem klingenden Namen «RHÆTIA».

 

Nachdem die Spendenaktion von Vereinsmitgliedern im November 2018 grossflächig gestartet wurde, verzeichnete das Spendenkonto zum Jahresanfang 2021 rund 940'000 Franken. Dieser Betrag wurde für die dringend notwendige Restaurierung berechnet. Die Spendenaktion wurde, um Geld zu sparen, allein durch Freiwillige mit viel Kreativität und grossem Engagement durch Freiwillige in den beteiligten Vereinen und ohne professionelles Crowdfunding durchgeführt. Überrascht sind die zwei Vereine nun, dass die Spendenaktion bereits nach zwei Jahren beendet werden kann.

 

 

Die RhB half mit beim Kohle-Sammeln

 

Was die zwei Vereine unter dem gemeinsamen Auftritt «Projektgruppe RHÆTIA» alles in diesen zwei Jahr erreicht haben, ist nicht ohne und zeugt vom grossen Interesse weiter Kreise am historischen Rollmaterial der RhB. Am 9. November 2018 schenkte die RhB der Projektgruppe zum Auftakt der Spendenaktion grossflächige Werbung auf einer ihrer Loks. Diese wurde im November 2018 im Rahmen einer kleinen Feier in der Hauptwerkstätte in Landquart offiziell eingeweiht, indem sie RhB-Direktor Renato Fasciati dem Leiter der Projektgruppe, Christian Meyer, Präsident der Dampffreunde, übergab. Sie wurde in einschlägigen Kreisen sofort «Kohle-Lok» genannt.

 

Diese modernere elektrische RhB-Lok war eine gute Spendenbotschafterin, weil Lokomotiven mit grossflächiger Werbung in weiten Kreisen der Bahnliebhaber aus dem In- und Ausland viel beachtet werden, da sie überall im Kanton in der schönen Landschaft anzutreffen sind. Sie werden viel fotografiert, in Internet-Foren diskutiert und in Modell nachgebaut. Das zentrale Element der Kohle-Lok ist ein Spendenbarometer, welches aus einem Balken mit 19 weissen Feldern besteht. Jedes Mal, wenn mehr als 50'000 Franken gesammelt worden waren, wurde ein symbolisches Kohle-Brikett aufgeklebt.

 

 

Spontane Solidarität und originelle Unterstützung

 

Bereits wenige Wochen nach der Lancierung der Kohle-Lok wurden zwei kleinere und zwei grosse deutsche Modellbahnhersteller auf die Spendenaktion aufmerksam. Sie waren spontan bereit, die Werbelok in unterschiedlichen Massstäben produzieren zu lassen und jeweils einen Teil des Verkaufserlöses in den Spendentopf der Projektgruppe zu legen.

 

Der Fantasie waren im Zuge zahlreicher privater Sammelaktionen schier keine Grenzen gesetzt: Zu den Höhepunkten der Spendenkampagne zählen zudem das Schierser Dorffest, welches am 25./26. August gemeinsam mit der Gemeinde und den örtlichen Vereinen durchgeführt wurde, sowie die zweitägige Spendenfahrt am 28.+29. September 2019, welche mit einem Dampfextrazug in zwei Tagen von Samedan über Davos bis nach Landquart verkehrte. Die Fahrt fand ein grosses Echo in den Fachmedien und gleich zwei grosse Sponsoren: Die Raiffeisenbank Engiadina Val Müstair überreichte auf dem Perron von Samedan Fredy Pfister, Präsident vom Club 1889, einen grösseren Check und Christian Meyer durfte im Bahnhof Davos Platz von der Region Prättigau/Davos einen Check über 25'000 Franken in Empfang nehmen, welcher einen Franken pro steuerzahlenden Einwohner repräsentierte.

 

Natürlich gab es nebst diesen grossen Events und Partnerschaften, unzählige kleinere aber umso wichtigere, kreative, innovative Aktionen und Anlässe, die beitrugen das Spendenziel zu erreichen. Die letzten sechzig Franken spendete der bahnbegeisterte, zehnjährige Niklas.

 

 

Bündner Denkmalpflege mit auf dem Zug

 

Der Kanton Graubünden teilte am 22. August 2019 in einer Medienmitteilung mit, dass er das Restaurationsprojekt der RhB-Dampflok Nr. 1 mit maximal 160’000 Franken unterstützt. Für diese Zusage hat die Projektgruppe RHÆTIA vorgängig ein Dossier eingereicht, welches die kantonale Denkmalpflege überzeugte. Hervorgehoben wird vom Kanton Graubünden die Möglichkeit, mit der Dampflok RHÆTIA einen Gründerzug aus den Jahren 1889 bis 1897 zu bilden, welcher den technisch-touristischen Aufschwung und den Übergang der Landquart-Davos-Bahn zur Rhätischen Bahn erlebbar machen wird.

 

 

Baldiger Start der Arbeiten

 

Voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte kann die Projektgruppe die Hauptarbeiten der Aufarbeitung in Angriff nehmen und in Auftrag geben: Der Kessel muss in Grossbritannien mit einer neuen, kupfernen Kupfer-Feuerbüchse ausgestattet werden. Diese «Energiezentrale» der Dampflok, da wo das Feuer während der Fahrt brennt, muss sorgfältig und mit viel Know-How durch erfahrene Fachleute neu hergestellt werden.

 

Wichtige Kleinteile der Dampflok-Bedienung haben Mitglieder des Club 1889 in den letzten Monaten aufgearbeitet. So zum Beispiel der historische Geschwindigkeitsmesser und zahlreiche Ventile und Steuerelemente vom Dampfkessel.

 

Die Projektgruppe RHÆTIA bedankt sich von ganzem Herzen bei allen Spendern, Gönnerinnen und Sympathisanten. Nicht zuletzt aber auch der Bündner Bevölkerung für das unglaubliche «Wohlwollen», das den Initianten und Verantwortlichen entgegengebracht wurde.




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Stadler: Starkes zweites Halbjahr 2020 trotz Corona-Krise

Stadler konnte im vergangenen Jahr trotz der Pandemie zahlreiche neue Aufträge im Gesamtwert von 4.33 Milliarden Schweizer Franken gewinnen. Damit liegt der Bestellungseingang erwartungsgemäss rund 15 Prozent unter dem ausserordentlich hohen Vorjahreswert (2019: 5.12 Milliarden Schweizer Franken). Während es bei vereinzelten bedeutenden Vergabeentscheiden aufgrund der Corona-Krise und der Rechtsmittelnutzung von Mitbewerbern zu Verzögerungen gekommen ist, nimmt Stadler keinen Nachfrageeinbruch wahr. Es kam weder zu Stornierungen laufender Aufträge noch wurden Ausschreibungen ausgesetzt. Der Auftragsbestand steigt auf über 16 Milliarden Schweizer Franken (2019: 15 Milliarden Schweizer Franken) und sichert Stadler eine solide Grundauslastung.

Neuer BLS FLIRT RABe 528 beim Stadler IBS-Zentrum in Erlen                                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im ersten Halbjahr 2020 war es aufgrund der Pandemie zu Unterbrüchen in den Lieferketten gekommen. Zudem waren aufgrund behördlicher Vorgaben einzelne Werke entweder temporär geschlossen oder mussten vorübergehend ihre Produktionskapazität reduzieren. Einschränkungen der Reisetätigkeit von Kunden und Mitarbeitenden führten zu verzögerten Zulassungen und Fahrzeugabnahmen. Dies hatte zur Folge, dass sich Umsätze verschoben und Schlussrechnungen für die Fahrzeuge erst verzögert gestellt werden konnten, was auch den betrieblichen Geldfluss belastet hat. Die stark reduzierten Fahrplanfrequenzen im öffentlichen Verkehr hatten zudem zu weniger gefahrenen Kilometern und damit zu tieferen Umsätzen und Gewinnen aus Service-Dienstleistungen geführt.

 

 

  • Die Ebit-Marge in der zweiten Jahreshälfte steigt trotz massiver Corona-Einflüsse gegenüber dem ersten Semester deutlich auf 7.0 Prozent (H1 2020: 0.5 Prozent). Im Gesamtjahr erreicht Stadler 5.1 Prozent Ebit-Marge (Vorjahr: 6.1 Prozent).
  • Der Reingewinn konnte im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber der Vorjahresperiode auf 138.4 Mio. CHF gesteigert werden (Vorjahr: 128.5 Mio. CHF).
  • Corona-bedingte Verzögerungen konnten nur teilweise kompensiert und insgesamt 465 Fahrzeuge ausgeliefert werden (2019: 444 Fahrzeuge). Die Corona-bedingt nicht ausgelieferten Fahrzeuge sind weitestgehend fertiggestellt und bereit zur Zulassung und Kundenabnahme.
  • Stadler erreicht die im August 2020 bekanntgegebenen Umsatz- und Margenziele. Dies ist trotz Unterbrüchen in den Lieferketten, Reisebeschränkungen und verordneter Quarantänen, die rund 25 000 Arbeitstage kosteten, gelungen. Zudem beeinträchtigten Masken- und Homeoffice-Pflicht die Produktivität. Der Umsatz liegt mit rund 3.1 Mia. CHF nur leicht unter Vorjahr (2019: 3.2 Mia. CHF). Das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr betrug trotz Corona 3.1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.
  • Trotz Verzögerungen bei Vergabeentscheiden von Grossprojekten erreicht Stadler einen Bestellungseingang von 4.3 Mia. CHF, 15 Prozent unter dem ausserordentlich hohen Auftragseingang von 5.1 Mia. CHF im Vorjahr. Der mehrjährige Auftragsbestand beträgt über 16 Mia. CHF.
  • Unter der Annahme, dass sich die Corona-Situation zeitnah normalisiert, wird 2021 wiederum ein starker Auftragseingang und eine Rückkehr zu deutlichem Umsatzwachstum bei verbesserter Profitabilität erwartet. Unter diesen Voraussetzungen erwartet Stadler, dass verzögerte Zulassungen und Schlussabnahmen im laufenden Jahr aufgeholt werden können. Die mittelfristigen Finanzziele werden unter der Annahme der Normalisierung der wirtschaftlichen Bedingungen bestätigt.

 

 

Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise aus dem ersten Halbjahr 2020 haben sich im zweiten Semester leicht normalisiert. Dank der eingeleiteten Sofortmassnahmen, wie beispielsweise beschleunigte Abnahme- und Zulassungsprozesse sowie strikte Optimierungsprogramme, ist es Stadler gelungen, die Verzögerungen aus der ersten Jahreshälfte teilweise zu kompensieren. Nach einem Umsatzrückgang gegenüber der Vorjahresperiode von 16 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2020 konnten die Umsätze im zweiten Semester gegenüber dem Vorjahr bereits wieder um 3.1 Prozent gesteigert werden. Damit lag der Umsatz im Gesamtjahr mit 3.08 Milliarden Schweizer Franken nur leicht unter dem Rekordergebnis von 2019 (2019: 3.20 Milliarden Schweizer Franken). Die Produktion in allen Werken läuft wieder weitgehend normal und Stadler konnte im gesamten Jahr 465 Züge, Stadtbahnen und Lokomotiven ausliefern (Vorjahr: 444 Fahrzeuge). Die Corona-Krise beeinflusste dennoch auch im zweiten Semester Aufträge im Hinblick auf die Lieferkette, die Zulassungsprozesse und Auslieferungen.
 
Das operative Ergebnis auf Stufe Ebit ist entsprechend gegenüber dem Vorjahr rückläufig und liegt bei 156.1 Millionen Schweizer Franken (2019: 193.7 Millionen Schweizer Franken). Im zweiten Semester konnte Stadler die Profitabilität gegenüber der ersten Jahreshälfte 2020 von 0.5 auf 7.0 Prozent steigern (H2 2019: 7.0 Prozent), wodurch für das Gesamtjahr eine Ebit-Marge von 5.1 Prozent erreicht wurde (2019: 6.1 Prozent). Die insgesamt tiefere Profitabilität ist insbesondere auf Corona-bedingte Verschiebungen von Umsätzen und auf Unterbrüche in den Lieferketten zurückzuführen. Trotz starken Wachstums lagen die Umsätze und damit auch die Deckungsbeiträge im überdurchschnittlich margenstarken Segment Service & Components mit der Ausdünnung der Fahrpläne deutlich unter den eigenen Erwartungen sowie unter den bereitgestellten Kapazitäten. Belastend auf die Ebit-Marge wirkte auch die Abwertung der Norwegischen Krone gegenüber dem Schweizer Franken. Die Abwertung führte bei verbleibenden Optionsabrufen aus einem im Jahr 2008 unterzeichneten Rahmenvertrag zu Währungsverlusten in Höhe von rund 30 Millionen Schweizer Franken. Damit konnten sämtliche Währungsrisiken aus diesem Vertrag bereinigt werden.

Der Reingewinn konnte im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber der Vorjahresperiode auf 138.4 Millionen Schweizer Franken gesteigert werden (Vorjahr: 128.5 Millionen Schweizer Franken).

Die Nettoverschuldung steigt per 31. Dezember 2020 auf 608 Millionen Schweizer Franken gegenüber ‑5.6 Millionen Schweizer Franken per 31. Dezember 2019. Dieser Anstieg ist insbesondere auf Pandemie-bedingte Verzögerungen in den Zulassungsprozessen sowie Kundenabnahmen und den Eingang der damit verbundenen Schlusszahlungen zurückzuführen. Dies hatte einen Anstieg des Net Working Capital zur Folge. Insgesamt führte dies im vergangenen Geschäftsjahr zu einem Geldfluss aus Betriebstätigkeit von -205.8 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr: -186.8 Millionen Schweizer Franken). Stadler hat zudem weiterhin stark in die Entwicklung innovativer Produkte und in das Wachstum der Gruppe investiert.


 
Segment Rolling Stock legt in der zweiten Jahreshälfte zu
 
Der Auftragseingang im Segment Rolling Stock belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 2.88 Milliarden Schweizer Franken. Der Rückgang um rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2019: 4.28 Milliarden Schweizer Franken) ist auf eine ausserordentliche hohe Vergleichsbasis im Jahr 2019 sowie Verzögerungen von einzelnen bedeutenden Vergabeentscheiden, die im Jahr 2020 erwartet worden waren, zurückzuführen. Im Segment Rolling Stock geht der Auftragsbestand somit per Ende 2020 leicht auf 12.0 Milliarden Schweizer Franken zurück (2019: 12.3 Milliarden Schweizer Franken).
 
Nach dem Umsatzrückgang von über 20 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode im ersten Semester 2020 konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahresniveau (H2 2019: 1.94 Milliarden Schweizer Franken)
im Berichtssegment Rolling Stock in der zweiten Jahreshälfte mit 1.95 Milliarden Schweizer Franken bereits wieder leicht gesteigert werden. Aufgrund verzögerter Auslieferungen liegt der Umsatz im Gesamtjahr mit 2.74 Milliarden Schweizer Franken jedoch um 6.7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2.94 Milliarden Schweizer Franken.


 
Wachstum im Segment Service & Components trotz Corona weiter beschleunigt
 
Der Auftragseingang im Berichtssegment Service & Components lag im Jahr 2020 bei 1.46 Milliarden Schweizer Franken und damit 75 Prozent über dem Vorjahresniveau von 0.83 Milliarden Schweizer Franken. Dieses Rekordergebnis im Berichtssegment Service & Components war unter anderem dem Service-Auftrag für das Netz von Tyne & Wear Metro in Grossbritannien über 35 Jahre und der Ersatzteilversorgung der neuen U-Bahn-Wagen für die Berliner Verkehrsbetriebe über einen Zeitraum von 32 Jahren zu verdanken. Einen strategisch relevanten Auftrag erhielt Stadler aus den Niederlanden: 36 FLIRT des Regionalverkehrsbetreibers Arriva Nederland werden mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) GUARDIA nachgerüstet.
 
Das Wachstum im strategisch wichtigen Service-Geschäft konnte auch im Jahr 2020 weiter beschleunigt werden. Im ersten Halbjahr 2020 hatten viele Bahnbetreiber ihre Fahrpläne aufgrund der Pandemie ausgedünnt. Da langfristige Service-Verträge in der Regel anhand der Kilometerleistung abgegolten werden, blieben die Umsätze im Service-Geschäft insgesamt hinter den Erwartungen von Stadler zurück. Dennoch ist es Stadler gelungen, das Wachstum im strategisch wichtigen Service-Geschäft weiter voranzutreiben, wodurch die Umsätze im vergangenen Geschäftsjahr um 32 Prozent auf 343.3 Millionen Schweizer Franken angestiegen sind (2019: 260.9 Millionen Schweizer Franken).


 
Wesentliche Meilensteine im Signalling-Geschäft
 
Seit 2016 ist bei Stadler der kontinuierliche Auf- und Ausbau des Signalling-Bereichs im Gang. Die Erfolge der Vorjahre konnten 2020 fortgesetzt werden. So hat beispielsweise das Zugsicherungssystem (ETCS) GUARDIA 2020 die Zulassung zum Betrieb in Polen erhalten. Dort kommt das System in den FLIRT-Zügen des Bahnbetreibers Koleje Mazowickie zum Einsatz. In der Schweiz wird das System erstmals in den neuen FLIRT-Zügen der BLS zum Einsatz kommen, die 2020 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurden. ETCS-Projekte laufen auch in weiteren Ländern, darunter Ungarn, Slowenien, Italien und Deutschland.

 

 

Stadler investiert in Wachstum und innovative Schienenfahrzeuge
 
2020 investierte Stadler insgesamt 288 Millionen Schweizer Franken in Wachstum, dazu zählen die Entwicklung und der Ausbau der Standorte. Im Heimmarkt Schweiz bezog Stadler das neue Produktionswerk in St. Margrethen. Die Investitionen belaufen sich im Total auf über 86 Millionen Schweizer Franken, davon fielen 36.6 Millionen 2020 an. In Deutschland schreitet der Ausbau der neuen Produktionshalle voran mit einem Investitionsvolumen von bis zu 70 Millionen Euro, davon fielen 42.6 Millionen 2020 an. In Polen erweiterte Stadler die Kapazitäten in der Inbetriebsetzung mit einer neuen Halle am Standort in Siedlce für 9.6 Millionen Franken. Ebenfalls wurden die Produktionskapazitäten im Werk in Minsk und im ungarischen Szolnok mit einer Investition von 12 Millionen Franken respektive 11.4 Millionen Franken erhöht. In Ungarn investiert Stadler zudem 28.8 Millionen Franken in den Bau einer neuen Halle für die Revision von Drehgestellen.
 
Um auch weiterhin zukunftsfähige, attraktive Mobilitätslösungen anbieten zu können, investiert Stadler in innovative Schienenfahrzeuge, wie beispielsweise die neue Niederflur-Strassenbahn, die Anfang 2020 erstmals im deutschen Darmstadt bestellt wurde. Eigenschaften wie komplette Barrierefreiheit, Panoramafenster und hohe Innendecken sorgen für ein angenehmes Reiseerlebnis. Die neue Drehgestell-Technologie macht die Strassenbahnen ausserdem besonders wartungsfreundlich und damit noch wirtschaftlicher im Betrieb. Zudem stösst Stadler neben dem bestehenden, abgerundeten und breiten Produktportfolio auch in neue Antriebstechnologien vor. Für den Bahnbetreiber des San Bernardino County in Kalifornien entwickelt Stadler seinen ersten Wasserstoff-Zug. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein in Norddeutschland bestellte 55 Batterie-Züge, nachdem Stadler als Sieger aus der ersten Green-Technology-Ausschreibung Deutschlands hervorgegangen war. Neben dem gemeinsamen Projekt mit der österreichischen Zillertalbahn ist ein weiteres Wasserstoff-Konzept für den europäischen Markt ist in Arbeit.


 
Änderungen in der Konzernleitung
 
Der Verwaltungsrat von Stadler hat in seiner Sitzung vom 10. März 2021 den Rücktritt von Marina Winder als Leiterin Kommunikation & PR zur Kenntnis genommen. Marina Winder hat sich entschieden, nach Ablauf ihres Mutterschaftsurlaubes aus der Konzernleitung auszutreten und sich selbstständig zu machen. Sie wird Stadler als Kommunikationsspezialistin weiterhin im Mandat unterstützen. «Ich danke Marina Winder für ihren grossartigen Einsatz für Stadler und freue mich, dass wir weiterhin auf ihre Fachexpertise zählen dürfen, und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit», sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO a. i. Marina Winder führte bei Stadler seit Mai 2015 das Generalsekretariat und leitete das internationale Kommunikationsteam.
 
Der Verwaltungsrat von Stadler hat in seiner Sitzung vom 10. März 2021 zudem einstimmig die Berufung von Philipp Brunner als neues Mitglied der Konzernleitung per 1. Juli 2021 beschlossen. Er ist seit über zehn Jahren für Stadler tätig und derzeit CEO von Stadler Minsk. In seiner künftigen Funktion als Leiter der Division Zentraleuropa folgt Philipp Brunner auf Christian Spichiger, der die Leitung der Division Components von Markus Bernsteiner übernimmt. «Es macht mich stolz, dass wir für den Generationenwechsel eine interne Lösung finden konnten», erklärt Peter Spuhler. Christian Spichiger führte die Division Zentraleuropa seit 2013 und war seit 2006 für den Aufbau des Standorts Polen verantwortlich. «Ich bedanke mich bei Christian Spichiger für seinen grossen Einsatz und wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Stadler», sagt Peter Spuhler. Markus Bernsteiner konzentriert sich künftig auf die Leitung der grössten Division Schweiz, die etwa 50 Prozent des Gruppenumsatzes zu verantworten hat. Im Weiteren hat Markus Bernsteiner wichtige Aufgaben als einer der Stellvertreter von Peter Spuhler übernommen.


 
Ausblick: Rückkehr zu deutlichem Umsatzwachstum und verbesserte Profitabilität erwartet
 
Dank der anhaltend soliden Nachfrage und unter der Annahme, dass sich die Auswirkungen der Pandemie zeitnah normalisieren, wird auch für 2021 ein Auftragseingang von rund 4 bis 5 Milliarden Schweizer Franken und ein Umsatz zwischen 3.5 und 3.8 Milliarden Schweizer Franken erwartet. Unter diesen Voraussetzungen erwartet Stadler im laufenden Geschäftsjahr eine Ebit-Marge von über 6 Prozent. Zur Bereitstellung der benötigten Kapazitäten rechnet Stadler 2021 mit Investitionen von circa 200 Millionen Schweizer Franken. Für das laufende Jahr wird mit einem positiven Free Cashflow gerechnet. Der Verwaltungsrat beabsichtigt, zuhanden der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 85 Millionen Schweizer Franken (0.85 Franken pro Aktie) zu beantragen. Unter der Bedingung einer Normalisierung der Corona-Situation werden die mittelfristigen Finanzziele einer Ebit-Marge von 8 bis 9 Prozent ab 2023 sowie einer Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von circa 60% bestätigt.




Neue Züge für die WESTbahn aus der Ostschweiz


San's griesst alle miteinandor... 


Buntes aus dem Kanton Thurgau... 😉
...beim Stadler IBS-Zentrum in Erlen über den Zaun geschaut

"Tour de Stadler" von St. Margrethen über Erlen nach Bussnang...


"Tour de Stadler Teil 2" von St. Margrethen über Erlen nach Bussnang...


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Bahnhof Lausanne wird in den kommenden Jahren umfassend modernisiert

Der Bahnhof Lausanne stösst an seine Kapazitätsgrenzen. Die Perrons sind nicht lang genug für 400-Meter-Züge, sie sind auch nicht breit genug. Insbesondere in den Spitzenzeiten ist in den Zugangsbereichen zu den Zügen die Kapazitätsgrenze erreicht. Ein umfassendes Modernisierungsprojekt zugunsten der Reisenden sorgt künftig für besseren Komfort und reibungsloses Umsteigen. Zudem werden die ÖV-Kundinnen und -Kunden sowie die Lausanner Bevölkerung im neuen Bahnhof Lausanne ein breites und attraktives Dienstleistungs- und Ladenangebot finden. Nachdem 2019 das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Baupläne genehmigte, wurden gegen diesen Entscheid zwei Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) erhoben. Diese hat das BVGer im November 2020 abgewiesen und nachdem bis Januar 2021 keine (noch möglichen) Einsprachen beim Bundesgericht mehr eingegangen sind, ist die Baubewilligung damit nun rechtskräftig geworden. Der Beginn der Hauptarbeiten ist für Sommer 2021 und der Abschluss aller Arbeiten für 2031 geplant.

Neue provisorische Perronverlängerung für 400-Meter-Züge am Gleis 4                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im Rahmen des Projekts Léman 2030 vergrössern die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) den Bahnhof Lausanne und bauen ihn um, um den Herausforderungen der Mobilität der Zukunft zu entsprechen. Am 3. Juni 2019 genehmigte das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Baupläne, wobei sich das Budget auf über 1,25 Milliarden Franken beläuft. Gegen diesen Entscheid wurden zwei Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) erhoben. Die Beschwerdeführer bestreiten die Zuständigkeit des BAV, die Pläne des Parkhauses/Gebäudes «Epinettes» und der Retailflächen zu genehmigen. Ihrer Auffassung nach sind die Gewerbeflächen zu gross und es werden die Lärmschutzvorschriften verletzt. Den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur beanstanden sie nicht.

 

 

Projektinhalt

  • Verbreiterung und Verlängerung der Perrons auf 420 Meter nach Westen.
  • Aufhebung eines Durchgangsgleises zugunsten der Verbreiterung von Perrons und Zugängen.
  • Bau von drei neuen 17 bis 19 Meter breiten Unterführungen.
  • Verbesserung der Zugänge zu den Zügen und der Publikumsbereiche.
  • Koordination mit den Nachbarprojekten der SBB (Stellwerkerneuerung, Bahnhofsköpfe, Überwerfung und 4. Gleis Lausanne–Renens).
  • Koordination mit den kantonalen und kommunalen Projekten (Musée cantonal des Beaux-Arts, m2/m3, Bahnhofplatz angrenzende Quartiere auf der Südseite).
  • Optimale Eingliederung des Bahnhofs in die städtische Umgebung.
  • Neuer multimodaler Hub auf und unter dem Bahnhofplatz, der bequemes Umsteigen zwischen verschiedenen Verkehrsträgern ermöglicht: Zug, Metro (m2, m3), Bus, Auto und Velo.

Die Kosten werden auf rund 1300 Millionen Franken geschätzt (±10%). Die Finanzierung wird durch den Bund (Programm ZEB), den Kanton Waadt, die Stadt Lausanne und SBB Immobilien sichergestellt.

 

 

Terminkalender

  • Januar 2021 – Baubewilligung rechtskräftig
  • Sommer 2021 – Beginn der Hauptarbeiten
  • 2024 – Neues Perron 1
  • 2025 – Neues Perron 5
  • 2026 – Neues Perron 4
  • 2027 – Neues Perron 2; Verkehr mit 400 Meter langen Zügen möglich
  • 2028 – Neues Perron 3; neue Unterführungen in der Mitte und im Westen sowie Inbetriebnahme der Metrolinie m2
  • 2030 – Inbetriebnahme des neuen Bahnhofteils unter dem Bahnhofplatz
  • 2031 – Inbetriebnahme der Unterführung im Osten sowie der Metrolinie m3

 

Mit dem Urteil A-3462/2019 vom 6. November 2020 weist das Bundesverwaltungsgericht die beiden Beschwerden gegen den Umbau des Bahnhofs Lausanne ab. Der Ausbau der Gewerbeflächen ist rechtskonform und entspricht dem politischen Willen, die eidgenössischen Finanzen zu entlasten. Ausserdem sind die künftigen Lärmemissionen gesetzeskonform. Nachdem keine (noch mögliche) Einsprache beim 

Bundesgericht eingeganen ist, ist die Baubewilligung nun rechtskräftig.

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht in Kürze


Das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) besteht seit 2007 und hat seinen Sitz in St. Gallen. Mit 74 Richterinnen und Richtern (66.25 Vollzeitstellen) sowie 355 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (300.8 Vollzeitstellen) ist es das grösste eidgenössische Gericht. Es behandelt Beschwerden, die gegen Verfügungen von Bundesverwaltungsbehörden erhoben werden. In gewissen Bereichen überprüft es auch kantonale Entscheide und es urteilt zudem vereinzelt erstinstanzlich in Klageverfahren. Das BVGer, das sich aus sechs Abteilungen zusammensetzt, erlässt im Durchschnitt 7500 Entscheide pro Jahr.

 

 

Zuständigkeit des BAV

 

Das BVGer hat vorab die Plangenehmigungskompetenz des BAV hinsichtlich der Pläne des Parkhauses «Epinettes» und der neuen Retailflächen geprüft. Das Parkhaus ist hauptsächlich für die Zugpassagiere bestimmt, wobei auch Dritte es benutzen können, um zu den Geschäften und zum neuen Museums- und Kulturzentrum zu gelangen. Zudem wird das Parking der Abstützung der Gleise 8 und 9 und der Perrons 4 und 5 dienen. Was die geplanten Gewerbeflächen betrifft, so werden diese mit der Bahnhofinfrastruktur verbunden sein. Im Übrigen haben die Betreiber von Eisenbahninfrastrukturen das Recht, in den Bahnhöfen Retailflächen vorzusehen. Das Parkhaus «Epinettes» und die Retailflächen gelten somit als Eisenbahnanlagen, für deren Genehmigung das BAV zuständig ist.

 

 

Gewerbeflächen

 

Mit den Retailflächen in den grossen Bahnhöfen der Schweiz wird ein Ziel verfolgt, das der Bundesrat den SBB vorgegeben hat. Das Ziel ist es, den SBB die Erwirtschaftung von Gewinnen zu ermöglichen, die teilweise in die Eisenbahninfrastruktur reinvestiert werden müssen. Die rund sechzig Gewerbeflächen, die im Bahnhof Lausanne geplant sind, wurden gestützt auf die aktuelle und künftige Benutzung des Bahnhofs definiert und entsprechen dem, was in anderen grossen Bahnhöfen der Schweiz üblich ist. Der Verhältnismässigkeitsgrundsatz wird somit nicht verletzt. Die Erstellung eines Einkaufszentrums an diesem Ort entspricht ebenfalls den Bedürfnissen der kantonalen Planung.

 

 

Lärmschutz

 

Der Ausbau des Bahnhofs und die Schaffung von Retailflächen werden eine Zunahme des Strassenverkehrs und des Lärms verursachen. Die vielen beschlossenen Schutzmassnahmen werden indessen die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sicherstellen.



Baubedingt war Lausanne am Wochenende 23./24. Januar 2021 Endstation für den IC1

 

Um die Mobilität in der Genferseeregion zu verbessern führte die SBB  am 23./24. Januar 2021 verschiedene Arbeiten zur Modernisierung des Netzes durch. Als Folge waren Fahrplanänderungen zwischen Lausanne und Genève-Aéroport unvermeidbar, da aufgrund dieser Bauarbeiten die Strecke nur eingeschränkt befahrbar war.

 

Die Züge auf der Ost-West-Achse der Linie IC1 St. Gallen - Zürich - Bern - Lausanne - Genève sind zwischen Lausanne (Ankunft zur Minute xx.40) und Genève bzw. Genève-Aéroport ausgefallen. Für die Weiterfahrt konnte der IR90 (Abfahrt zur Minute xx..47) mit Zwischenhalten in Morges und Nyon oder der RegioExpress (Abfahrt zur Minute xx.51) mit Zwischenhalten in Renens VD, Morges, Alaman, Rolle, Gland, Nyon und Coppet genutzt werden. Dasselbe Prozedere galt natürlich auch für die Gegenrichtung.

 

Die auf Gleis 5 eingefahrenen Züge (xx.40) des IC1 (hier im Video ein Bombardier Twindexx in Doppeltraktion) wurden weggestellt und anschliessend zur Abfahrt (xx.20) in Lausanne nach Bern - Zürich - St. Gallen auf Gleis 1 bereit gestellt.


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In eigener Sache - Informationslinks zum Bahnverkehr in Europa

Schweren Herzens muss ich Euch mitteilen, dass es mir aus persönlichen Gründen nach 15 Jahren Website und über 10 Jahren auf Facebook nicht mehr möglich ist, die info24 Seite im bisherigen "intensiven Rahmen" weiterzuführen und ich bitte Euch um Verständnis, dass ich drezeit auch keine Nachrichten beantworten kann. Trotzdem hoffe ich auf eine gute Zu(g)kunft und dass noch nicht alle Türen ganz geschlossen sind und der Zug für info24 - ÖV Schweiz - Europa defintiv abgefahren ist.  Ob es reduziert noch etwas weitergehen könnte werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

In diesem Sinne: Schöne Adventszeit, bleibt gesund und ein herzliches DANKESCHÖN Euch allen für die langjährige Treue!

 

 

Bei den europäischen Bahnen gilt zwar weitgehend der reguläre Fahrplan (Sonntag in einer Woche am 13. Dezember 2020 ist dann noch der allgemeine Fahrplanwechsel!) und auch Services wie Bahngastronomie werden mehrheitlich wieder angeboten. In den meisten Ländern gilt im gesamten öffentlichen Verkehr die Maskentragpflicht und es wird dringend gebeten diese und die weiteren Schutzmassnahmen zu befolgen. Die Einreisebestimmungen und Schutzkonzepte der Länder sind teilweise unterschiedlich und deshalb habe ich Euch nachfolgend die Links zu den wichtigsten Bahnen in Europa zusammengestellt.

 

Internette Grüsse

 

Marcel


Informationslinks zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona


 

Da sich die Situation im europäischen Bahnverkehr laufend ändert und Sie sich jederzeit

tagesaktuell informieren könnnen, nachstehend die diversen Links zu den Unternehmen.

Schweiz


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Änderungen Fern- und Regionalverkehr
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Berlin tief verbunden. Die neue U5 ist eröffnet

Am heutigen Freitag, den 4. Dezember 2020, haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die neue Linie U5 in Betrieb genommen. Mit 22 Kilometern Streckenlänge zwischen Hönow und Hauptbahnhof ist sie ab sofort die zweitlängste U-Bahnlinie der Hauptstadt. Kurz nach 12 Uhr mittags hielten erstmals Züge mit Fahrgästen auf den beiden neuen U-Bahnhöfen Rotes Rathaus und Unter den Linden.

Blick in den neuen U-Bahnhof Unter den Linden                                                                                   Foto: BVG/Oliver Lang

 

 

 

 

Zuvor hatten Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, BMVI-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang und BVG-Vorstandsvorsitzende Eva Kreienkamp auf dem U-Bahnhof Unter den Linden die Bedeutung des „Lückenschluss U5“ für Berlin gewürdigt. Sie dankten dabei all denen, die am erfolgreichen Abschluss des Großprojekts mitgewirkt haben. Die kleine Zeremonie fand aufgrund der Corona-Pandemie ohne Gäste statt. Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther übergab die Urkunde zur Betriebserlaubnis an die BVG. Gemeinsam mit der BVG-Aufsichtsratsvorsitzenden Senatorin Ramona Pop stellte der Betriebsvorstand Dr. Rolf Erfurt um 12 Uhr am U-Bahnhof Rotes Rathaus alle Signale auf Grün und schickte den ersten Zug auf freie Fahrt von Hönow bis zum Hauptbahnhof.

 

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 vom Alexanderplatz zum Hauptbahnhof mit den neuen Bahnhöfen Rotes Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden ist ein herausragendes Verkehrsprojekt. Dadurch wird der Osten Berlins deutlich besser an das Zentrum der Stadt angebunden. Und diese Streckenverlängerung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Mobilitätswende in Berlin. Der ÖPNV gewinnt damit noch einmal deutlich an Attraktivität. Passend zum 30-jährigen Jubiläum der deutschen Einheit wächst so Ost und West weiter zusammen. Ein guter Tag für Berlin!“

 

Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Ein starker öffentlicher Nahverkehr ermöglicht flexible Mobilität, Teilhabe und Klimaschutz. Mit dem Lückenschluss der U5 ist ein wichtiges Großprojekt für die Hauptstadt erfolgreich umgesetzt worden. Die verlängerte Strecke verbindet zentrale Knotenpunkte der Metropole. Für die Berlinerinnen und Berliner bedeutet das bessere Anbindungen vom Stadtrand bis zum Hauptbahnhof. Das ist gerade für Berufspendler ein großer Gewinn. Das BMVI stellte für den gesamten Abschnitt von Alexanderplatz bis Hauptbahnhof Zuwendungen in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro zur Verfügung.“

 

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Ab sofort ist unser U-Bahnnetz im Herzen Berlins noch dichter. Dafür haben seit dem Spatenstich vor zehn Jahren sehr viele Menschen mit größtem Einsatz und viel Leidenschaft gearbeitet. Ich denke dabei an die Beschäftigten der BVG Projekt GmbH und an die der beteiligten Baufirmen, an alle Akteure von Bund, Land und natürlich im Bezirk Berlin-Mitte. Mein Dank gilt auch den Anrainern für die Geduld und das Verständnis. Ihnen allen sind wir tief verbunden! Wir freuen uns nun, gemeinsam mit den vielen Millionen Fahrgästen, über unsere neue U5. Die Qualität dieser großartigen Anlagen gilt es jetzt mit Qualität bei Angebot und Betrieb erlebbar zu machen.“

 

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Die U5 bringt die Stadt zusammen. Gut drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall bekommen die Berlinerinnen und Berliner ein noch dichteres Netz des Umweltverbundes zwischen den östlichen Bezirken und der neuen Mitte: endlich gibt es eine direkte, komfortable U-Bahn-Verbindung von Marzahn-Hellersdorf via Alex bis zum Hauptbahnhof. Das macht es noch attraktiver, auf den ÖPNV umzusteigen.“

 

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BVG: „Mit der neuen U5 gewinnt das Berliner U-Bahn-Netz noch mehr an Attraktivität. Viele Berlinerinnen und Berliner werden künftig schnell und ohne umzusteigen an ihr Ziel kommen. Als Aufsichtsratsvorsitzende der BVG bin ich stolz auf die Leistung der BVG Projekt GmbH. Sie zeigt, dass Großprojekte in unserer Stadt im Zeit- und Kostenrahmen zu stemmen sind.“

 

 

Mehr als „nur“ ein Lückenschluss

 

Mit 2,2 Kilometern neuer Tunnelstrecke zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor ist die Lücke zwischen „alter“ U5 und der 2009 in Betrieb genommenen U55 nun geschlossen. Im Ergebnis steht die neue, längere U5. Drei neue U-Bahnhöfe, von denen der Bahnhof Museumsinsel noch bis Sommer 2021 ohne Halt durchfahren wird, bieten noch besseren Zugang zu Berlins historischer Mitte. Die BVG erwartet auf dem neuen Abschnitt täglich rund 155.000 Fahrgäste, die unter anderem von einer zusätzlichen Anbindung des Berliner Hauptbahnhofs sowie einer neuen Direktverbindung aus dem Osten Berlins in die Innenstadt profitieren.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Das Wachstum der U-Bahn als Rückgrat der Mobilität unserer Stadt geht weiter. Im Frühjahr haben wir bis zu 1.500 moderne U-Bahnwagen bestellt und heute eröffnen wir eine neue Strecke. Mit der verlängerten U5 bringen wir Mobilität in neue Dimensionen: Mitten im Herzen unserer Stadt profitieren Millionen von Fahrgästen aus Berlin und aller Welt von dieser 2,2 km längeren Verbindung. Eine solche Eröffnung ist auch eine betriebliche Kraftanstrengung, weshalb ich allen Beschäftigten der BVG – von U-Bahn, Infrastruktur oder anderen Bereichen – meinen herzlichen Dank aussprechen möchte. Jetzt heißt es: Alle Signale auf Grün und freie Fahrt von Hönow bis zum Hauptbahnhof!“

 

„Berlin tief verbunden“: Das Motto der heutigen Eröffnung beschreibt nicht nur den Lückenschluss auf der Linie U5 selbst. So kommt beispielsweise der Umsteigemöglichkeit zwischen S- und U-Bahn am Brandenburger Tor nun eine neue Bedeutung zu. Vor allem aber der neue U-Bahnhof Unter den Linden hat es „in sich“. Mit ihm gibt es ab sofort ein Umsteigekreuz zwischen U5 und der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden U6.

 

Seit 12 Uhr halten die Züge der U6 zwischen Alt-Mariendorf und Alt-Tegel am oberen Bahnsteig des U-Bahnhofs Unter den Linden. Der nur wenige Meter Fußweg und knapp zweihundert Meter Schienenstrecke entfernte U6-Bahnhof Französische Straße ging zeitgleich vom Netz und bleibt künftig geschlossen. Die BVG geht am U-Bahnhof Unter den Linden von täglich rund 50.000 Umstiegen zwischen U5 und U6 aus.

 

 

Ein Projekt, zwei Tunnel, drei U-Bahnhöfe

 

Der „Lückenschluss U5“ zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor wurde unter der Geschäftsführung von Ute Bonde und Jörg Seegers von der 2014 eigens gegründeten BVG-Tochter „Projektrealisierungs GmbH U5“ geleitet, welche seit Anfang 2020 „BVG Projekt GmbH“ heißt. Die Baukosten – getragen von Bund und Land – werden nach Fertigstellung des U-Bahnhofs Museumsinsel die 2013 berechneten 525 Millionen Euro um nur wenige Prozent übertreffen. Das BMVI stellte für das Gesamtvorhaben, den Abschnitt von Alexanderplatz bis Hauptbahnhof, einschließlich der bereits fertiggestellten U55, wie im Hauptstadtfinanzierungsvertrag festgelegt, Zuwendungen in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Ute Bonde, Geschäftsführerin Finanzen der BVG Projekt GmbH: „Wir sind sehr stolz auf diese Leistung. Wir haben gezeigt, dass auch Großprojekte innerhalb des Zeit- und Kostenrahmens mit dem richtigen Team und einem partnerschaftlichen Miteinander gelingen. Wir sind bereit für weitere bauliche Herausforderungen hier in Berlin.“

 

Jörg Seegers, Geschäftsführer Technik der BVG Projekt GmbH: „Die Streckenführung mitten durch das Grundwasser, mitten in der Stadt, unter denkmalgeschützten Bauwerken, Gewässern und direkt unter „Unter den Linden“ war sehr anspruchsvoll. Tausende Menschen haben hier in den vergangenen Jahren Herausragendes geleistet. Wir sind allen Projektbeteiligten sehr dankbar, auch wenn sie heute hier leider nicht dabei sein können.“

 

Die Dimensionen beim Bau des neuen U-Bahn-Abschnitts waren gewaltig: Mit der 700 Tonnen schweren Tunnelvortriebsmaschine „Bärlinde“ entstanden zwischen Sommer 2013 und Herbst 2015 zwei Tunnelröhren zwischen Marx-Engels-Forum und U-Bahnhof Brandenburger Tor. An Spitzentagen schaffte die Tunnelmannschaft bis zu 20 Meter Vortrieb. Im März 2017 erfolgte der Durchbruch von der Neubaustrecke zum U-Bahnhof Brandenburger Tor. Später wurden 9.200 Tonnen Schotter verteilt, mehr als 6.000 Schwellen und 8.500 Meter Schienen eingebaut. Die Fachgewerke der BVG verlegten rund 250 Kilometer Kabel im Tunnel und den drei Bahnhöfen.

 

Die drei neuen Bahnhöfe entlang der Strecke haben einen jeweils ganz eigenen Charakter. So verfügt der U-Bahnhof Rotes Rathaus, direkt vor dem Berliner Regierungssitz gelegen, über zwei Ebenen: Auf der oberen befindet sich der zweigleisige U-Bahnhof, darunter eine viergleisige „Aufstellanlage“ für die U-Bahnzüge. Der in Deckelbauweise entstandene Bahnhof wurde von Oliver Collignon entworfen. Prägende Elemente sind die sieben „Pilzkopfstützen“ in der Mitte der Gleise sowie die Wand- und Bodenbeläge aus weiß-schwarzem Terrazzo.

 

Oliver Collignon, Architekt des U-Bahnhofs „Rotes Rathaus“: „Dieser U-Bahnhof ist weit mehr als nur eine Funktion in einer Verkehrsinfrastruktur. Ein gutes Gebäude muss sich gut anfühlen. Die Menschen, die ein Gebäude nutzen, sollen sich wohlfühlen damit.“

 

Der bautechnisch herausforderndste neue Bahnhof liegt an der namensgebenden Museumsinsel, unterhalb des Spreekanals. Aufgrund der besonderen Lage konnten nur die beiden Bahnhofsenden in offener Bauweise hergestellt werden. Der gesamte Bahnsteigbereich musste im Schutz eines riesigen Eiskörpers im bergmännischen Verfahren hergestellt werden. Der 28.000 Kubikmeter große Frostkörper entstand mittels aufwändiger Vereisungsbohrungen und -37° Celsius kalter Kalziumchlorid-Sole. Auf dem von Max Dudler entworfenen Bahnhof läuft noch der Ausbau von Zugängen und Zwischenebene, weshalb er bis Sommer 2021 ohne Halt durchfahren wird. Bereits fertig ist der aus insgesamt 6.662 Lichtpunkten bestehende Sternenhimmel, unter dem die Züge hier künftig einfahren.

 

Drei Ebenen, zwei Linien, ein Bahnhof: Dem von Prof. Axel Oestreich und Ingrid Hentschel entworfenen U-Bahnhof Unter den Linden kommt eine besondere „verbindende“ Bedeutung zu. Denn hier kreuzen sich ab sofort die Linien U5 und U6. Dass die bestehende U6 in diesem Bereich während des Baus nur für rund 17 Monate unterbrochen werden musste, ist eine besondere planerische und bauliche Leistung.

 

Prof. Axel Oestreich, Architekt des Bahnhofs „Unter den Linden“: „Der U-Bahnhof ist zeitlos gestaltet. Auch in 100 Jahren sollen die Menschen hier gerne ein-, aus- und umsteigen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.“

 

Mit den 11 Metern zwischen U5-Bahnsteig auf der untersten Ebene und der Bahnhofsdecke eröffnen sich an diesem U-Bahnhof ungewohnte Räume im Untergrund. Dank insgesamt 183,8 Metern verbauter Fahrtreppen müssen die umsteigenden Fahrgäste dennoch kein langes Treppensteigen befürchten. Gestalterische Akzente liefern die von der Humboldt Universität gestalteten Hintergleiswände des U5-Bahnsteigs.



                                                                                                Video: BVG/United News


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Die Schweizerische Südostbahn startet in den Fernverkehr

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) ist ein eigenständiges Bahnunternehmen, das jährlich rund 13 Millionen Fahrgäste bewegt und ein eigenes 123 Kilometer langes Schienennetz unterhält. Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 übernimmt die SOB mit dem «Treno Gottardo» die Gotthard-Bergstrecke und steigt damit auch in den Fernverkehr ein. Mit dem neuen Angebot bietet sie ab Zürich / Basel / Luzern eine umsteigefreie Direktverbindungen in die Tourismusregionen an, verdoppelt ihre Produktionsleistung und schafft über 200 Arbeitsplätze.

Ab dem Fahrplanwechsel ist der Traverso auch als "Treno Gottardo" im Einsatz                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Für die Südostbahn ist der Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember 2020 ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Mit dem «Treno Gottardo» wird die SOB neu auch im nationalen Fernverkehr unterwegs sein und damit ihre Produktionsleistung nahezu verdoppeln. «Die SOB schafft mit dem  "Treno Gottardo"  ein attraktives Angebot, um den Betrieb der Gotthard-Bergstrecke nachhaltig zu sichern», sagt Thomas Küchler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Südostbahn.


Die im Co-Branding mit der SBB betriebene Linie schafft für die Kundinnen und Kunden aus den Zentren der Deutschschweiz und des Tessins neue umsteigefreie Direktverbindungen in die Tourismusregionen. Die Züge fahren stündlich alternierend ab Basel - Olten - Luzern und Zürich - Zug in Richtung Süden. Wegen Bauarbeiten im Tessin verkehren die Züge ab dem Fahrplanwechsel vorerst nur bis Bellinzona und ab dem 5. April 2021 dann bis nach Locarno. Mit dem neuen digitalen Marktplatz der Südostbahn werden die Regionen und ihre touristischen Angebote auch in der Vermarktung näher zusammengeführt. Auf dem Marktplatz wird nebst dem Ticketkauf für die Bahnreise auch eine Sitzplatz-Reservation in den Zügen angeboten.


Die Fahrgäste profitieren auf ihrer Reise vom modernen Niederflurzug Traverso. Der kupferfarbene Traverso wird seit 2019 auch auf der Linie des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern eingesetzt. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 verkehren die Züge zudem auf der Linie  «Aare Linth»  zwischen Bern - Olten - Zürich und Chur.


Die Südostbahn verdoppelt mit dem Eintritt in den Fernverkehr die Produktionsleistung und schafft neue Arbeitsplätze. Bis Ende 2021 wird das Unternehmen um rund 200 Mitarbeitende auf über 800 wachsen, dies vor allem im Bereich des Lokpersonals und der Kundenbegleitung, aber auch im Bereich der Instandhaltung wird mehr Personal tätig sein. «Dass wir gerade in den schwierigen Zeiten von Covid-19 neue Arbeitsplätze schaffen können, ist ein weiteres Plus unseres unternehmerischen Engagements», betont Thomas Küchler.

 

 

Der Traverso

 

Die achtteiligen, 150 m langen Niederflurtriebzüge vom Typ «Traverso» zeichnen sich durch Innovation und Komfort aus und verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse (2+1-Bestuhlung). Die hochwertige Innenausstattung deckt die Bedürfnisse der unterschiedlichen Benutzergruppen von Pendlerinnen und Pendlern sowie des Freizeit- und Tourismusverkehrs ab: Alle Sitzplätze sind mit Steckdosen ausgerüstet. In den komfortablen Zügen mit modernem Raumkonzept und grossen Panoramafenstern gibt es zwei Bistrozonen mit Getränke- und Snackautomaten, ein einzigartiges Familienabteil und Plätze für Fahrräder und Skis. Die vollklimatisierten Züge erfüllen die neuesten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bieten ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen.

 

Die SOB setzt die kupferfarbenen Fernverkehrszüge «Traverso» seit Juni 2019 auf der Strecke des «Voralpen-Express» zwischen St. Gallen und Luzern ein. Ab 13. Dezember 2020 wird der Traverso als «Treno Gottardo» stündlich alternierend ab Basel respektive Zürich über die Gotthardbergstrecke nach Locarno fahren und ab Mitte Dezember 2021 als «Aare Linth» zwischen Bern - Zürich - Chur verkehren.

 

 

News und Fahrplanänderungen im Regionalverkehr

 

Ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember 2020 übernimmt die Südostbahn den Betrieb der Linie S6 Rapperswil–Schwanden von der SBB. Für die Kundinnen und Kunden hat dies besonders am Bahnhof Rapperswil Vorteile. Neu können Fahrgäste aus dem Linthgebiet wieder in beide Richtungen perrongleich von und nach Zürich umsteigen. Die Südostbahn kann die Anschlusssituation dank eines optimierten Einsatzes des Rollmaterials verbessern. Aktuell ist der perrongleiche Umstieg in Rapperswil nur bei Fahrten nach Zürich möglich.


Mit der Übernahme der S6 bis ins Glarnerland vergrössert die Südostbahn aber auch ihr Marktgebiet. Im Regionalverkehr steigert die SOB mit der Übernahme der Linie ihre jährlichen Zugkilometer deshalb um weitere 700‘000 Kilometer.

 


Änderungen Raum Arth-Goldau/Einsiedeln/Samstagern/Rapperswil

 

Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels ändern sich in Arth-Goldau die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge Richtung Tessin. Um die Anschlüsse aus der Südschweiz in Arth-Goldau Richtung Biberbrugg, Rapperswil und St. Gallen am Abend länger anzubieten, passt die Südostbahn ihr Angebot an.


Die bisherigen Spät-S-Bahnen ab Arth-Goldau werden um 21.16 Uhr und 22.16 Uhr durch den beschleunigten Voralpen-Express ersetzt. Wie tagsüber halten diese Züge in Rothenthurm, Biberbrugg und Pfäffikon. Zusätzlich wird abends auch Samstagern bedient. Reisenden nach Steinerberg und Sattel stehen künftig abends zusätzliche Busverbindungen zur Verfügung. Die letzte Verbindung um 23.13 Uhr ab Arth-Goldau Richtung Rapperswil/St. Gallen bleibt mit allen Zwischenhalten wie bisher bestehen.


Zwischen Rapperswil und Einsiedeln wird das Abendangebot ausgebaut. Die S40 verkehrt zusätzlich auch um 21.06 Uhr und 22.06 Uhr ab Rapperswil respektive um 21.12 und 22.12 Uhr ab Einsiedeln. Die zusätzlichen Züge kompensieren teilweise die wegfallenden Halte der Züge aus Arth-Goldau, schaffen aber auch neue abendliche umsteigefreie Verbindungen zwischen Rapperswil und Einsiedeln.

 

 

Änderungen Raum St. Gallen


In der Region St. Gallen passt die Südostbahn den Fahrplan im kommenden Jahr nur im Minutenbereich an. Um in St. Gallen den Anschluss in Richtung Zürich sicherzustellen, verkehrt die S-Bahn neu bereits um 5.44 Uhr ab Herisau.


Wegen eines Strassenbauprojekts des Tiefbauamts des Kanton St. Gallen muss die Nachtbus-Haltestelle Krummenau Trempel aufgehoben werden. Kundinnen und Kunden des Nachtbus Wil - Wattwil - Nesslau steht die Haltestelle Krummenau, Restaurant Adler als Ersatz zur Verfügung.


Ein Jahr später wird der "Traverso" dann auch Bern mit dem Kanton Graubünden verbinden. Entsprechende Testfahrten entlang vom Walensee im Kanton St.Gallen haben bereits stattgefunden. In den Hauptverkehrszeiten ist hier auch geplant den "Traverso" mit einem neuen 4-teiligen SOB FLIRT3 (mit gleicher Innenausstattung) zu verstärken. Die Züge werden ab 12. Dezember 2021 auf der Linie "Aare Linth" als Interregio bzw. Regio-Express von Bern über Olten - Zürich - Sargans nach Chur unterwegs sein.


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Projekt fahrBAR: Restaurierung und Wiederinbetriebnahme eines legendären Barwagens

Ganz nach dem Motto "aus alt mach neu“ restaurieren junge Bahnliebhaber im Kanton Graubünden einen alten Bahnwagen, mit der Vision einer modernen Barwagengastronomie, die jede Menge Platz für Bierkultur, Kulinarik, Begegnungen und verrückte Ideen bietet. Die fahrBAR soll neue Akzente auf dem Netz der Rhätischen Bahn (RhB) setzen. Dank dem mobilen Eventlokal können nicht nur Partys, Konzerte und Kulturveranstaltungen, wie Degustationen oder Poetry Slam in neuer Form stattfinden, sondern auch fahrplanmässige Personenzüge auf dem RhB-Schienennetz mit einem Barwagen bereichert werden.

Nachfolgend stellen die Verantwortlichen ihr Projekt fahrBAR gleich selbst vor                                      Foto: Florian Huber

 

 

 

«wir machen die fahrBAR wieder fahrbar»

 

Mit diesem Ziel vor Augen gründeten fünf junge bahninteressierte im Jahr 2014 die Projektgruppe fahrBAR. Im Vordergrund steht die Restaurierung und Umfunktionierung eines ehemaligen Postwagens der Rhätischen Bahn (RhB) in einen Barwagen.

 

Die Idee des Wagens als Barlokal ist tief in der Geschichte unseres Wagens verankert. Bereits im Jahr 1981 hat die Rhätische Bahn den zuvor ausrangierten Postwagen mit viel Mühe in den Calanda-Bräu-Wagen umgebaut. Seither wurde der Wagen für Verschiedenes eingesetzt. Unter anderem als Schmuckladen, Ausstellungsobjekt und Gesellschaftswagen. Unser Team stiess auf den heutigen WR-S 3823, kurz bevor dieser verschrottet werden sollte. Für das geplante Projekt war der Wagen perfekt geeignet und so retteten wir ihn vor seinem sicheren Ende. In den letzten Jahren hat unser motiviertes Team alles daran gesetzt, den historischen Wagen wieder auf Vordermann zu bringen.

 

Inzwischen sind wir als Verein tätig und können uns immer wieder über Neuzugänge freuen. Alle Vereinsmitglieder tragen stetig zur Realisierung unseres Projektes bei. Sei es als Handwerker am Wagen, als Organisationsmitglied bei der Planung oder als finanzieller Unterstützer. Hast auch Du Interesse an unserem Projekt? Oder willst Du als Vereinsmitglied Deine Unterstützung einbringen? Dann schau doch mal auf unserer Homepage unter www.projekt-fahrbar.ch vorbei oder nimm direkt mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns über jeden Interessierten!


Der Vorstand des Vereins Projekt fahrBAR: Hinten (v.l.n.r)  Samuel Kier (Leiter Technik / Bau | Stv. Projektleiter),  

Florian Huber (Projektleiter fahrBAR), Jonas Krummenacher (Teamleiter äussere Aufarbeitung);

vorne Selina Schmid (Personal / Sponsoring) und Michelle Pudil (Finanzen / Einkauf).


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Terminal Service Austria bekommt mit Lineas neuen Grosskunden

Die Terminal Service Austria (TSA) betreibt die sieben Güterterminals der ÖBB Infrastruktur, ist flächendeckend und österreichweit tätig und der grösste Anbieter an Terminal und Umschlagleistungen in Österreich. Nun lässt die TSA mit erfreulichen Nachrichten aufhorchen: Mit Lineas konnte ab Fahrplanwechsel im Dezember 2020 ein neuer Zugbetreiber gewonnen werden der mit seinen Xpress-Zügen die Terminals Wolfurt, Wels und Wien Süd anfahren wird.

Ab dem Fahrplanwechsel wird Lineas mit seinen Xpress-Zügen von Antwerpen nach Wolfurt fahren    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Wolfurt mit 3 Zügen wöchentlich

 

Ab Mitte Dezember 2020 wird Lineas mit seinen Xpress-Zügen 3x wöchentlich von Antwerpen nach Wolfurt, mit Zwischen-Stopps in Recklinghausen und Langweid-Foret, fahren. Mit dem neuen Grosskunden und dessen Paradeprodukt "Green Xpress Network" sichert sich der Terminal Wolfurt die indirekte Anbindung an die grossen Hafengebiete Antwerpen, Zeebrügge, Gent und Rotterdam. Der Vorarlberger Terminal profitiert somit vom Direktanschluss an die mehr als 20 regelmässigen Green Xpress Züge in ganz Europa.

 

 

Wels und Wien Süd ebenfalls Teil des Xpress Networks

 

Der Terminal Wien Süd wird in Zukunft ebenfalls mit 3 Rundläufen ein Bestandteil des "Green Xpress Netzwerkes" sein. Dabei werden wöchentlich 6 gemischte Züge (3 in jede Richtung) mit konventionellen und kombinierten Sendungen die Strecke Antwerpen – Wels – Wien Süd und Bratislava fahren. "Es ist erfreulich, dass wir mit Lineas ein modernes Unternehmen aus dem Schienengüterverkehr an uns binden konnten. Die zusätzlichen 12 Zugsverbindungen sind ein Auftrag an uns, unsere Serviceleistungen in der Terminallogistik in gewohnt guter Qualität und mit Engagement für unsere Kunden abzuwickeln", so die Geschäftsbereichsleiterin der TSA in der ÖBB Infrastruktur Dr. Renate Glisic.

 

Lineas ist der grösste private Schienengüterverkehrsbetreiber in Europa mit Hauptsitz in Belgien und bietet seinen Kunden hochwertige Schienenverbindungen und dazugehörige Serviceleistungen mit dem Ziel an, mehr Transportgüter von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen. Dabei soll es den Kunden ermöglicht werden, deren Lieferketten zu optimieren und gleichzeitig werden damit die positiven Effekte des kombinierten Verkehrs auf Klima und Mobilität genutzt.

 

Die TSA betreibt die 7 Terminals der ÖBB Infrastruktur. Die Standorte sind das Terminal Wien Süd (UKV), Terminal Wels (UKV, ROLA), Terminal St. Michael (UKV), Terminal Villach (UKV) sowie das Terminal Wolfurt (UKV), Terminal Wörgl (ROLA) und Terminal Brennersee (ROLA). Mit diesen 7 Terminalstandorten ist TSA flächendeckend und österreichweit tätig und der größte Anbieter an Terminal und Umschlagleistungen, ergänzt um verschiedenste Terminallogistikleistungen, in ganz Österreich

 

 

Rundläufe ab Fahrplanwechsel 2020/21:

 

· Verkehrstage Wolfurt:

   Ankunft in Wolfurt: Jeweils  am Montag, Mittwoch und Freitag 

   Abfahrt von Wolfurt: Jeweils am Dienstag, Donnerstag und Samstag

 

· Verkehrstage Wien Süd:

   Ankunft in Wien Süd: Jeweils am Mittwoch, Donnerstag und Samstag

   Abfahrt von Wien Süd: Jeweils am Dienstag, Mittwoch und Samstag

 

· Verkehrstage Wels:

   Ankunft in Wels: Jeweils am Donnerstag und Samstag

   Abfahrt von Wels: Jeweils am Mittwoch und Sonntag

 

 

 

Der Güterterminal Wolfurt wird Teil des deutschen AlbatrossExpress-Netzwerks

 

Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 weitet die TFG-Transfracht sein AlbatrossExpress-Netzwerk in Österreich auf den Terminal Wolfurt aus. Mit einer 5 x wöchentlichen Abfahrt in beiden Richtungen und den schnelleren Laufzeiten stärkt der Terminalstandort seine Hub-Stellung in der gesamten Bodenseeregion. Zudem garantiert das Netzwerk eine Anbindung an die für den maritimen Sektor sehr wichtigen Containerterminals in den Häfen Rotterdam und Antwerpen, die beide sehr ambitionierte und nachhaltige Wachstumsstrategien durch den Ausbau des Schienengüterverkehrs verfolgen.

 

 

Netzwerk mit 15.000 Destinationen und 24 Terminals

 

Das flächendeckende AlbatrosExpress-Zugsystem der TGF-Transfracht verbindet täglich die Containerterminals der Häfen Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Koper, Rotterdam und Antwerpen mit über 15.000 Destinationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit den 24 Terminals ist das AlbatrosExpress-Netzwerk das dichteste Zugnetzwerk im europäischen Seehafenhinterlandverkehr.

 

 

Verkehrsverlagerung auf klimafreundliche Schiene

 

"Für die TSA als neutralen Dienstleister in der Terminallogistik ist die Aufnahme in das AlbatrossExpress.-Netzwerk eine grosse Herausforderung aber auch die Chance, aktiv daran mitzuarbeiten, dass in Europa die Verkehrsverlagerung des Güterverkehrs auf die klimafreundliche Schiene spürbar erhöht wird. Die AlbatrossExpress-Züge ersetzen jährlich rund 600.000 Lkw-Fahrten und vermeiden so etwa 360.000 Tonnen CO2. Damit realisieren wir nachhaltigen Umweltschutz“, so die Geschäftsbereichsleiterin der TSA in der ÖBB Infrastruktur Dr. Renate Glisic.

 

Die TFG Transfracht ist eine Tochter der Deutschen Bahn AG und ist Marktführerin im containerisierten Seehafenhinterlandverkehr der deutschen Seehäfen. Durch die Aufnahme des TSA-Terminals Wolfurt und dessen Serviceleistungen in das AlbatrossExpress-Zugsystem erwartet sich das Unternehmen eine bessere Anbindung an die Regionen Süddeutschland, Westösterreich, Ost-Schweiz sowie an den Ländermarkt Liechtenstein.




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Goldach - Rorschach: Bus statt Zug wegen Bauarbeiten am Wochenende

Um die Kapazitätsengpässe auf der Linie St. Gallen - St. Margrethen zu entschärfen und die Ostschweiz an den europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland anzuschliessen (HGV-A), baut die SBB die heute einspurige Strecke zwischen Goldach und Rorschach Stadt seit 2019 zur Doppelspur aus. Aufgrund der Bauarbeiten ist diese Strecke am Wochenende vom 27. bis 29. November 2020 für den Zugverkehr gesperrt. Es fahren Bahnersatzbusse.

Im Zuge der Bauarbeiten wird der Bahnhof Rorschach Stadt auch barrierefrei ausgebaut                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Im Rahmen des Doppelspurausbaus Goldach - Rorschach Stadt werden am kommenden Wochenende unter anderem die sogenannten Hilfsbrücken (provisorische Gleise und Perrons) ausgebaut, die für den Bau der Velounterführung «Sonnenweg» nötig waren. Aus diesem Grund ist die Strecke Goldach - Rorschach von Freitagabend, 27. November, 21.40 Uhr, bis Sonntagabend, 29. November 2020, Betriebsschluss, für den Zugverkehr gesperrt.

 

 

Einschränkungen im Zugsverkehr

  • Der EC Zürich HB - München wird via Romanshorn umgeleitet und hält nicht in St. Gallen.

  • Der IR 13 fällt zwischen St. Gallen und Rorschach aus.

  • Die RE, S2, S3 und S4 fallen zwischen Goldach und Rorschach aus.

Zwischen Goldach und Rorschach fahren Bahnersatzbusse. Anschlüsse auf den jeweils nächsten Zug in Richtung St. Margrethen / Sargans / Chur beziehungsweise in Richtung St. Gallen / Wil sind sichergestellt. Die Reisezeiten verlängern sich um bis zu 40 Minuten.

 

 

Online-Fahrplan prüfen


SBB, Thurbo und SOB bitten die Reisenden, vor der Fahrt jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB Mobile App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Bei Fragen hilft der Rail Service 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.


Weitere Informationen sind unter sbb.ch/ostschweiz oder thurbo.ch/bauarbeiten finden.






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Basel SBB: Ersatz von Weichen führt zu Fahrplaneinschränkungen

Ab dem kommenden Wochenende erneuern die SBB und die DB Netz AG im Umfeld des Bahnhofs Basel SBB mehrere Weichen. Aufgrund dieser Bauarbeiten kommt es zu diversen Fahrplaneinschränkungen, so am 28. und 29. November 2020 zwischen Basel SBB und Basel Badischer Bahnhof sowie am 5. und 6. sowie am 12. und 13. Dezember 2020 zwischen Basel SBB und Olten. Der Online-Fahrplan ist angepasst.

Weichenerneuerungsarbeiten führen im Raum Basel zu Fahrplaneinschräkungen                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Die SBB und die DB Netz AG nehmen im Umfeld des Bahnhofs Basel SBB an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden umfangreiche Weichenerneuerungsarbeiten vor. Am Wochenende vom 28./29. November 2020 erneuert die DB Netz AG im Bereich des Basler Stadtviertels Gellert Weichen. Aus diesem Grund muss die Strecke Basel Badischer Bahnhof–Basel SBB für den Bahnverkehr gesperrt werden.

 

An den Wochenenden vom 5./6. Dezember und 12./13. Dezember 2020 ersetzt die SBB drei Weichen in der östlichen Einfahrt zum Bahnhof Basel SBB, kurz vor der Peter-Merian-Brücke. Für die Hauptarbeiten sind aus Sicherheitsgründen längere Gleissperren unerlässlich.

 

 

Fahrplaneinschränkungen 28./29. November 2020

  • Einzelne Verbindungen der Linie (Chur)–Zürich HB–Basel SBB–Deutschland werden in beiden Richtungen via Basel Rangierbahnhof umgeleitet und halten nicht in Basel SBB.
    • Reisende ab Zürich HB nach Basel SBB benützen den IR 37 mit Abfahrt um xx.08 Uhr in Zürich HB.
    • Reisende ab Basel SBB nach Zürich HB benützen den IR 36 mit Abfahrt um xx.13 Uhr in Basel SBB.
  • Die Züge der S6 fallen zwischen Basel SBB und Basel Badischer Bahnhof aus. Zwischen Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB (via Basel Rangierbahnhof) verkehren Extrazüge im Halbstundentakt.
  • Die internationalen Personenzüge Deutschland–Schweiz wenden in Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB. Reisende zwischen Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB benützen die Extrazüge.


Fahrplaneinschränkungen 5./6. Dezember und 12./13. Dezember 2020

  • Die Züge IR 26 und IC 21 fallen zwischen Olten und Basel SBB in beiden Richtungen aus. Reisende zwischen Olten und Basel SBB benützen den IC 61.
  • Die S3 Olten–Basel SBB–Laufen/Delémont/Porrentruy verkehrt am 5. und 6. Dezember 2020 nicht durchgehend. Reisende müssen in Basel SBB umsteigen.
  • Einige Züge der S6 Basel SBB–Zell im Wiesental fallen am Samstag, 5. Dezember und am Samstag, 12. Dezember 2020 zwischen Basel SBB – Basel Badischer Bahnhof aus. Betroffen sind nur die Verbindungen zur vollen Stunde.
    • In der Richtung Basel SBB–Zell im Wiesental fallen die Züge mit Abfahrt um xx.04 Uhr in Basel SBB aus.
    • In der Richtung Zell im Wiesental–Basel SBB wenden die Züge mit Ankunft um xx.50 Uhr in Basel Badischer Bahnhof.


Vor Reiseantritt Online-Fahrplan prüfen 


Die SBB bittet die Kundinnen und Kunden, vor Antritt ihrer Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Zusätzlich informiert die SBB ihre Kundinnen und Kunden mit Durchsagen im Zug sowie über Werbe-, Störungs- und Betriebslagemonitore am Bahnhof über die Fahrplananpassungen. Bei Fragen hilft auch das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.

 

 

Weichen führen auf das richtige Gleis

 

Dank einer Weiche kann ein Zug trotz starrer Schienen von einem Gleis auf ein anderes abbiegen. Ihr wichtigstes Bestandteil ist dabei die sogenannte Weichenzunge. Sie ist der verstellbare Teil der Weiche, der sich an die Schiene des Hauptgleises legt, um den Zug auf ein anderes Gleis zu lenken. Heute werden die Weichen des Schweizer Bahnnetzes ferngesteuert und mit Elektromotoren an den Gleisen angetrieben. Die Weichen sind zudem mit einem Heizsystem ausgestattet, damit sie im Winter nicht einfrieren.

Jedes einzelne Weichenjoch, bestehend aus Schienen und Schwellen, wiegt bis zu 30 Tonnen, ist für seinen Einsatzort massgeschneidert und wird mit Spezialwagen per Bahn angeliefert. Für den Einbau und das Schotterstopfen kommen schwerere Gleisbauzüge zum Einsatz, veritable fahrende Fabriken. Nach den Hauptarbeiten justieren die Gleisbauteams jeweils nachts mittels mehrmaliger Schotterstopfungen die Lage von Weichen und Gleisen millimetergenau und nehmen Schweissarbeiten vor.

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DB: Sanierung der Schnellfahrstrecken wird 2021 fortgesetzt

Die Sanierung der Schnellfahrstrecken der Deutschen Bahn (DB) geht in die nächste Runde: Ab dem 24. April 2021 stehen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover - Würzburg die nächsten Arbeiten an. Bis zum 16. Juli 2021 tauscht die DB zwischen Göttingen und Kassel insgesamt 75 Kilometer Gleis, 72.000 Schwellen, 95.000 Tonnen Schotter und 48 Weichen aus. Die DB investiert 114 Millionen Euro und macht damit die Strecke wieder fit für die Zukunft.

Die Züge werden umgeleitet und die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 40 Minuten                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Sanierung der Strecke ist wegen der vorhandenen vier Brücken und sieben Tunnel äusserst anspruchsvoll. Um die Einschränkungen für die Reisenden auf ein Minimum zu reduzieren, bündelt die DB die Arbeiten gezielt und führt sie mit modernsten Bauverfahren durch. Auf diese Weise wird die DB die Sanierung der insgesamt 40 km langen Strecke in nur zweieinhalb Monaten abschließen.

 

 

Auswirkungen auf den Bahnverkehr

 

Für das Baupensum wird die Schnellfahrtrecke auf dem Abschnitt zwischen Göttingen und Kassel komplett gesperrt. Züge werden über Eichenberg umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 40 Minuten. Die Züge in Richtung Hannover/Hamburg sowie Braunschweig/Berlin kommen nach der Umleitung in den Bahnhöfen nördlich von Kassel entsprechend später an, bzw. müssen dort in der Gegenrichtung nach Süden früher abfahren als sonst. Die veränderten Fahrzeiten sind in der Fahrplanauskunft bereits berücksichtigt.

 

Für den Nahverkehr ergeben sich während der Bauarbeiten ebenfalls Veränderungen. Alle RegionalExpress-Züge zwischen Halle, Erfurt und Kassel sowie zwischen Düsseldorf, Hagen und Kassel fahren zum Kasseler Hauptbahnhof statt nach Kassel Wilhelmshöhe, ebenso die RegionalBahnen von und nach Korbach. Auch auf den anderen RE-, RB- und auch den RegioTram-Linien nach Kassel kommt es zu geänderten Abfahrtzeiten, meist im Bereich bis 5 Minuten, teilweise jedoch auch bis zu 20 Minuten. Eine RegioTram im morgendlichen Schülerverkehr von Hümme nach Kassel muss ausfallen, dafür fährt die vorausfahrende RT mit mehr Sitzplätzen.

 

 

Erneuerung der DB-Schnellfahrstrecken

 

Mit den ersten Schnellfahrstrecken Hannover – Würzburg und Mannheim -Stuttgart begann eine neue Ära im Bahnverkehr. Nach rund 30 Jahren werden diese Strecken wieder fit für die Zukunft gemacht. Noch bis Ende Oktober 2020 wurde die Strecke Mannheim – Stuttgart saniert. Im Durchschnitt nutzen jährlich 15,5 Millionen Fahrgäste diese Fernverkehrsachse, rund 13,7 Millionen Bruttotonnen Güter werden hier pro Jahr transportiert. Hochgeschwindigkeitszüge fahren mit bis zu 280 km/h.

 

 

Information der Reisenden

 

Über Fahrplanänderungen informiert die Bahn über zahlreiche Kanäle von der App DB Navigator über Max Maulwurf, Flyer, Aushänge und Plakate in den Bahnhöfen bis hin zu dem Buchungsportal bahn.de.


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Sanierung SFS Göttingen - Kassel
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Bahnangebot ab der Schweiz nach Italien und Frankreich wird reduziert

Die aktuelle Situation und die verschärften Schutzmassnahmen gegen das Corona-Virus haben zu einem deutlichen Nachfrage-Rückgang im internationalen Bahnverkehr geführt. In Absprache mit Trenitalia, SNCF und TGV Lyria wird das Angebot zwischen der Schweiz und Italien sowie Frankreich reduziert: Nach Italien werden ab 9. November 2020 fünf Verbindungen ausgesetzt, im Verkehr von und nach Frankreich wird das Angebot ab sofort auf zwei Verbindungen zwischen Genf und Paris und eine Verbindung Zürich/Basel–Paris reduziert.

Die betroffenen Züge verkehren innerhalb der Schweiz regulär bis nach Chiasso                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie in der Schweiz und den umliegenden Ländern zwingt die Bahnen zum Handeln. Aufgrund des massiven Rückgangs von Reisen insbesondere von und nach Italien und Frankreich haben die SBB in Absprache mit den Partnerbahnen Trenitalia, SNCF und TGV Lyria, beschlossen, das Angebot ab sofort zu reduzieren. Im Verkehr nach Italien gelten diese Massnahmen ab dem 9. November 2020 bis vorerst am 12. Dezember 2020, nach Frankreich ab sofort bis mindestens am 1. Dezember 2020.

 

Im Verkehr nach Italien sind auf der Gotthard-Achse von und nach Mailand vier Verbindungen betroffen. Die betroffenen Züge verkehren jedoch innerhalb der Schweiz regulär bis nach Chiasso, zudem fällt eine Verbindung zwischen Genf und Mailand aus. Die direkten Verbindungen von der Schweiz nach Venedig und zurück werden ebenfalls ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt; diese Züge verkehren nur zwischen der Schweiz und Mailand. Weitere Reduktionen des Angebots können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Im grenzüberschreitenden Regionalverkehr nach Italien wird das Angebot der S50 von TILO (Bellinzona-Lugano-Mendrisio-Varese-Malpensa) ab dem 9. November ebenfalls angepasst. Aktuelle Informationen zum Regionalverkehr von und nach Italien finden Sie auf www.tilo.ch.

 

Im Fernverkehr werden ab Genf nach Paris und zurück täglich zwei Verbindungen angeboten, von und nach Zürich/Basel nach Paris verkehrt pro Tag ein Zug von TGV Lyria. Auf der Strecke zwischen Neuchâtel und Frasne wird das Angebot eingestellt, da in Frasne aufgrund des Ausfalls der TGV-Verbindungen durch den Jura vorübergehend kein Anschluss an das TGV-Hochgeschwindigkeitsnetz nach Paris angeboten werden kann.

 

In Absprache mit der ÖBB werden ab dem kommenden Wochenende zudem die Nachtzugverbindungen mit dem Nightjet auf den Strecken von Zürich nach Berlin und Hamburg in beiden Richtungen bis voraussichtlich am 2./3. Dezember 2020 eingestellt.

 

Die aktuellen Angaben zu den internationalen Tagesverbindungen sowie der Nachtzüge sind entsprechend im Online-Fahrplan unter www.sbb.ch sowie auf SBB Mobile angepasst.

 

 

 

Rhätische Bahn (RhB) Grenzverkehr mit Italien - Tirano in der "roten Zone"

 

Die italienische Regierung hat zusätzliche Corona-Massnahmen erlassen. Ab Freitag, 6. November 2020, ist in den sogenannten "roten Zonen", zu welchen auch die Provinz Lombardei gehört, touristisches Reisen untersagt. Die Ein- und Ausreise ist verboten. Davon ausgenommen sind lediglich Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Freizeitreisende dürfen in Tirano nicht mehr einreisen. Der Betrieb des Bernina Express Bus von Tirano nach Lugano wird per Freitag, 6. November 2020 eingestellt.

 

Ausserdem ist vom 2. bis 7. November 2020 die Strecke Pontresina - Poschiavo aufgrund von Bauarbeiten für den Bahnverkehr gesperrt. Dort verkehren Bahnersatzbusse. Die Bahnhöfe Alp Grüm, Cavaglia und Cadera können nicht bedient werden.

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Nachtnetze im Schweizer ÖV werden bis auf weiteres eingestellt

Als Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus gilt in der Schweiz eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr. In Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und den Kantonen stellen die Transportunternehmen aus diesem Grund die Nachtnetze ein, die jeweils am Wochenende in den frühen Morgenstunden betrieben werden. Nicht betroffen von der Massnahme sind die regulären Spätverbindungen.

Das ZVV-Nachtnetz wurde nach der ersten Einstellung gar nicht wieder in Betrieb genommen          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

In der Schweiz stellen die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs ab dem kommenden Wochenende (6. auf 7. November 2020) die Nachtnetze ein. Es handelt sich um die ÖV-Angebote, die in vielen Städten oder Agglomerationen jeweils in den Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag zusätzlich zum ordentlichen Tagesangebot betrieben werden.

 

Die Einstellung ist eine Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus und erfolgt in Abstimmung mit den Bestellern des Nachtangebots (Bund und Kantone), dem Bundesamt für Verkehr (BAV) sowie den Systemführerinnen SBB (Schiene) und PostAuto (Strasse). Der Entscheid stützt sich auf die Vorgabe des Bundesrates vom 28. Oktober 2020, der eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr angeordnet hat. Dadurch bleibt die Nachfrage nach einem Nachtangebot aus. Einige Nachtnetze (z.B. Moonliner, nachtstern) haben ihren Betrieb bereits eingestellt. Andere wurden seit der ersten Corona-Welle nicht wieder in Betrieb genommen (ZVV-Nachtnetz).

 

Die Einstellung des Nachtangebots erfolgt vorerst unbefristet. Die Wiederaufnahme hängt von den Vorgaben des Bundesrates zu den Bereichen Sperrstunde und Nachtleben ab. Die Anschlüsse nach Ankunft der letzten Züge des Fahrplanes sind sichergestellt. Diese werden häufig von Berufstätigen mit einer späten Schicht (beispielsweise Pflegeberufe) benutzt. Die Verbindungen sind alle im Online-Fahrplan aufgeführt.


Suspension temporaire des réseaux de nuit

La fermeture de tous les établissements à 23 heures a été ordonnée en Suisse afin de lutter contre la propagation du coronavirus. En accord avec l'Office fédéral des transports (OFT) et les cantons, les entreprises de transport suspendent donc les réseaux de nuit, qui sont exploités aux premières heures du matin le week-end. Les liaisons régulières proposées en soirée ne sont pas concernées par cette mesure.

En Suisse, les entreprises de transports publics suspendent les réseaux de nuit à partir du week-end prochain (dès la nuit du 6 au 7 novembre 2020). Il s'agit d'offres proposées en plus de l'offre quotidienne dans de nombreuses villes ou agglomérations les nuits du vendredi au samedi et du samedi au dimanche. La suspension de ces liaisons est une mesure de lutte contre la propagation du coronavirus.

 

Elle est prise en concertation avec les commanditaires de l'offre de nuit (Confédération et cantons), l'Office fédéral des transports (OFT) et les gestionnaires des systèmes rail et route, respectivement les CFF et CarPostal. La décision s'appuie sur la prescription du Conseil fédéral du 28 octobre 2020, qui a ordonné la fermeture des établissements à 23h00. La demande de nuit devient ainsi inexistante. Certains réseaux de nuit (comme Moonliner, nachtstern) ont déjà mis leur exploitation à l'arrêt. D'autres n'ont pas été remis en service depuis la première vague de coronavirus (ZVV réseau de nuit).

Dans un premier temps, l'offre de nuit est suspendue pour une durée illimitée. La reprise dépendra des prescriptions du Conseil fédéral sur la fermeture des établissements et la vie nocturne. Les correspondances consécutives à l'arrivée des derniers trains de l'horaire sont garanties. Elles sont souvent empruntées par des personnes actives allant travailler tard le soir (comme le personnel soignant). Les relations sont toutes indiquées dans l'horaire en ligne.


Collegamenti notturni temporaneamente sospesi

Come misura contro la diffusione del coronavirus, in Svizzera vige l’obbligo di chiusura di bar e ristoranti a partire dalle ore 23.00. D’intesa con l’Ufficio federale dei trasporti (UFT) e i Cantoni le imprese di trasporto sospendono quindi per tale motivo i collegamenti notturni, che nel fine settimana sono operativi fino alle prime ore del mattino. I collegamenti notturni regolari non sono interessati da questa misura.

 

In Svizzera le imprese dei trasporti pubblici sospendono i collegamenti notturni a partire dal prossimo fine settimana (6-7 novembre 2020). Si tratta di offerte di trasporto che in molte città o agglomerati sono gestite, in aggiunta all’offerta giornaliera, nelle notti da venerdì a sabato e da sabato a domenica. La sospensione è una misura volta a contrastare la diffusione del coronavirus ed è stata decisa d’intesa con i committenti dell’offerta notturna (Confederazione e Cantoni), con l’Ufficio federale dei Trasporti (UFT), nonché con i leader di sistema FFS (trasporto ferroviario) e AutoPostale (trasporto su strada).

 

La decisione si basa sui provvedimenti adottati dal Consiglio federale il 28 ottobre 2020, che includono anche la chiusura di bar e ristoranti a partire dalle ore 23.00. Questo si traduce anche nell’assenza di domanda per un’offerta notturna. Alcune reti notturne (ad es. Moonliner, Nachtstern) hanno già sospeso l’esercizio, mentre altre non avevano ancora ripreso l’attività dopo la prima ondata di coronavirus (ZVV rete notturna).

 

L’offerta notturna sarà sospesa a tempo indeterminato. La ripresa dipenderà dalle disposizioni del Consiglio federale in materia di chiusure e di vita notturna. Le coincidenze previste dopo l’arrivo degli ultimi treni dell’orario saranno garantite, in quanto spesso utilizzate da persone attive professionalmente con turni di lavoro notturni (ad es. professioni sanitarie). I collegamenti sono tutti consultabili nell’orario online.

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Geburtstagsfahrt mit dem Roten Doppelpfeil «Churchill» der SBB

Der Rote Doppelpfeil SBB RAe 4/8 1021 wurde an der Schweizer Landesausstellung 1939 als Prestigeobjekt und Beispiel Schweizer Wertarbeit präsentiert. Den legendären Beinamen "Churchill" bekam er 1946, als Sir Winston Churchill mit diesem Zug als Staatsgast durch die Schweiz reiste und so ist er bis heute als "Churchill-Pfeil" respektive "Churchill-Doppelpfeil" bekannt. Wo er auftaucht, ist dem "Churchill-Pfeil" Bewunderung gewiss und so ist es auch Konrad Matt ergangen, als er vor etlichen Jahren an den Gleisen stand und Züge fotografierte. Da ist Koni die Idee gekommen zu seinem 80. Geburtstag im Mai 2020 Gäste für eine Zugfahrt einzuladen. Wegen Corona noch verschoben wurde diese Fahrt dann am 04. Oktober 2020 Wirklichkeit.

Ein Traum wurde wahr: Konrad Matt auf Geburtstagsfahrt mit dem Churchill-Pfeil                                Foto: Peter Hofstetter

 

 

 

 

Reisebericht von Kontrad Matt zur seiner Geburtstagsfahrt mit dem "Churchill-Pfeil" am 04. Oktober 2020

 

"Die Idee, an meinem 80sten meine Gäste zu einer Zugfahrt einzuladen, kam mir vor etlichen Jahren, als ich am Geleise stand und Züge fotografierte. So kontaktierte ich SBB Charter und die Idee wurde zu einem durchführbaren Projekt entwickelt. Bei der Routenwahl wollte ich wenig bekannte Strecken berücksichtigen. Start und Ziel der Rundreise sollte mein jetziger Wohnort Luzern sein. Die Fahrt sollte um etwa 10 Uhr beginnen und ca. 16 Uhr enden, inklusive Mittagessen im Zug.

 

Wir fuhren also von Luzern via Luzern-Verkehrshaus entlang dem Vierwaldstättersee nach Immensee. Dort gab‘s den ersten von drei Wendepunkten. Über Rotkreuz, durch das Reusstal und das Bünztal bis Hendschiken befuhr unser eleganter Triebwagen eine Strecke, auf der sonst vor allem schwere Güterzüge von Süden nach Norden und umgekehrt donnern. Nach einem kurzen Halt in Lenzburg wählten wir die Strecke der ehemaligen Nationalbahn und erreichten unseren zweiten Wendepunkt Zofingen via Suhr und Safenwil. Während der Lokführer den Führerstand wechselte, hatte man kurz Zeit, sich die Beine zu vertreten. Bald aber ging’s weiter über die sogenannte Kriegsschlaufe nach Rothrist und via Langental nach Huttwil.

 

Inzwischen war auch das Servicepersonal von Elvetino nicht untätig geblieben, und wir genossen ein erstklassiges Mittagessen in erstklassigem Ambiente. Für die nun folgende Strecke von Huttwil nach Sumiswald nahmen wir uns anderthalb Stunden Zeit. Fahrplantechnisch kein Problem, denn die Strecke wird nur noch von Sonderzügen befahren. Der einstündige Halt in Affoltern-Weier kam allen Fahrgästen gelegen, um sich auszutauschen und Selfies zu knipsen, mit dem schönen Zug als Kulisse. Vor Sumiswald gab’s noch einen kurzen Halt auf offener Strecke, damit die teils weit hergereisten Fotografen in aller Ruhe ihr Bild des Tages schiessen konnten.

 

Auf der Heimreise über Langnau im Emmental und durch das Entlebuch waren die Gäste in aufgeräumter Stimmung. Die stilvolle Reise in diesem Luxuszug, die Fahrt durch selten gesehene Landschaften, das gute Essen, verbunden mit dem erstklassigen Service, und nicht zuletzt das milde Herbstwetter, machten diesen Tag zu einem einmaligen Erlebnis für alle meine Gäste."

 

 

Die Geschichte vom Schnelltriebwagen Re 4/8 301 bis zum «Churchill-Pfeil» RAe 4/8 1021

 

Für die Landi 1939 entwarf die Schweizer Rollmaterialindustrie unter Leitung der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur, einen «Roten Doppelpfeil». Die Landesausstellungen dienten jeweils als Leistungsschau, an der Schweizer Institutionen und Unternehmen die Leistungsfähigkeit des Landes zur Schau stellten. Am Bau des Fahrzeugs beteiligten sich neben der SLM auch die Schweizerische Waggonfabrik Schlieren (SWS), Brown, Boveri & Cie (BBC), die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) und die Société Anonyme des Ateliers de Sécheron (SAAS). Aus der Zusammenarbeit entstand der Schnelltriebwagen Re 4/8 301, der im Mai 1939 in Dienst gestellt wurde und eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h aufwies, die damals allerdings nirgendwo auf dem Schweizer Schienennetz ausgefahren werden konnte.

 

Ab 1941 wurde der Doppelpfeil für den Charterverkehr freigegeben, die Reisegeschwindigkeit, die damals schon 100 km/h nicht überschritt, gilt bis heute unverändert, als für Passagiere noch komfortable Höchstgeschwindigkeit. Im Jahr 1944 erhielt der Doppelpfeil die Bezeichnung RBe 4/8. Zwei Jahre später kündigte sich mit Sir Winston Churchill, dem ehemaligen britischen Premierminister, hoher Besuch in der Schweiz an und der Doppelpfeil wurde im September 1946 zur Beförderung des Staatsgastes eingesetzt. Seit diesem legendären Einsatz ist dieser Zug kaum mehr unter seinen zahlreichen Typenbezeichnungen, sondern als «Churchill-Pfeil» bekannt. Seine offizielle Bezeichnung änderte sich bereits 1948 wieder, als der Doppelpfeil RBe 4/8 die Betriebsnummer 651 erhielt.

 

1953 wurden mit den RBe 4/8 661 und 662 von SWS und BBC zwei weitere "Rote Doppelpfeile" in Betrieb genommen. Diese wichen mechanisch und elektrisch vom «Churchill-Pfeil» deutlich ab, hatten eine normalisierte Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h und eine etwas höhere Leistung.

 

1956 erhielten die drei Doppelpfeile ihre zuletzt gültige Baureihenbezeichnung; mit Aufhebung der dritten Klasse (C) wurden die Doppelpfeile neu zu RAe 4/8 hochgestuft. 1959 erhielten die Doppelpfeile schliesslich gemeinsame, fortlaufende Betriebsnummern: RAe 4/8 1021 (Churchill-Pfeil) sowie RAe 4/8 1022 (nach einer Kollision 1977 abgestellt und 1980 abgebrochen) und RAe 4/8 1023 (Brand im November 1985, der zu seinem Abbruch führte).

 

Während der verunfallte RAe 4/8 1022 im Laufe des Jahres 1980 durch die SBB HW Zürich abgebrochen wurde, versuchte man den nicht mehr betriebsfähigen «Churchill-Pfeil» RAe 4/8 1021 unter anderem als historisches Fahrzeug im Verkehrshaus in Luzern unterzubringen. Da dies nicht gelang, wurde das defekte Fahrzeug über die Jahre an verschiedenen Orten abgestellt, ehe es im März 1985 zum Schrottwert an den privaten Interessenten Intraflug (Alby Glatt sel.) verkauft wurde.

 

Der Besitz der Intraflug gelangte durch deren Verkauf 1994 an das Reisebüro Mittelthurgau, einer Tochtergesellschaft der Mittelthurgaubahn (MThB). Der MThB gelang im September 1996 die erneute Inbetriebnahme des «Churchill-Doppelpfeils», der im Auftrag der MThB durch die Werkstätte Samstagern der Südostbahn (SOB) aufgearbeitet wurde. Das als RAe 4/8 1021 restaurierte Fahrzeug erhielt die MThB-UIC-Bezeichnung RAe 506 605.

 

Mit dem Konkurs der Mittelthurgaubahn, deren Konkursmasse 2002 weitgehend von den SBB übernommen wurde, kam das historische Fahrzeug wieder zurück zu den SBB. Ende 2004 wurde das Paradefahrzeug vollständig revidiert und steht seither allen Interessenten als Charterfahrzeug für Fahrten durch die Schweiz zur Verfügung. Der «Churchill-Doppelpfeil» gehört heute der Division Personenverkehr der SBB und wird durch SBB Charter vermarktet. Anfang 2019 wurde der «Churchill-Doppelpfeil» umfassend revidiert und steht für individuelle Charterfahrten und öffentliche Erlebnisreisen im Einsatz. Bei den SBB wird das Fahrzeug als RAe 591 021 geführt.



 

               Fotoalbum von der Geburtstagsfahrt


                                                    Churchill auf Geburtstagsfahrt, ein Video von  Joel Blättler


                                            Drohnenaufnahmen entlang der Strecke, ein Video von Gabriel Arnold


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Berlin: Die Züge rollen zum neu eröffneten Flughafenbahnhof BER

Bahn frei für den Zugverkehr zum Flughafen Berlin-Brandenburg. Am 25. Oktober 2020 hat die DB den Auftakt gegeben und den Verkehr zum neuen Flughafenbahnhof eröffnet. Zur Anbindung des neuen Hauptstadt-Flughafens wurden eigens zwei neue Bahnhöfe gebaut: der unterirdische barrierefreie Flughafenbahnhof, direkt unter dem Terminal - und der Bahnhof Waßmannsdorf. Die Station zwischen dem alten Bahnhof Schönefeld und dem neuen BER bindet den Schönefelder Ortsteil ab sofort an das S-Bahnnetz an. Der neue Flughafenbahnhof heisst nun offiziell "Flughafen BER – Terminal 1-2“.

DB Regio Flughafen-Express mit Baureihe 147 neben S-Bahn Berlin, Baureihe ET 481            Foto: DB / Volker Emersleben

 

 

 

Zum Anschluss des Flughafenbahnhofs an das Streckennetz der Deutschen Bahn wurden 18,5 km Strecke für den Fern- und Regionalverkehr und 8,6 km für die S-Bahn gebaut. Die Gesamtinvestitionen für Bahnhöfe und Zulaufstrecken betrugen 675 Millionen Euro.

 

Auf insgesamt sechs Gleisen halten künftig Regional- und Fernzüge sowie die Berliner S-Bahn unter dem Airport. Für das Publikum sind sowohl der Bahnhof als auch das DB-Reisezentrum ab Montag täglich von 7 bis 22 Uhr geöffnet. Hier erhalten die Fahrgäste Fahrkarten und Informationen. Zusätzlich unterstützen montags bis freitags zwischen 9 und 17 Uhr zwei Service-Guides die Fahrgäste an den Automaten.

 

Der bestehende Flughafen Schönefeld wird als Terminal 5 in den neuen Großflughafen BER eingegliedert. Deshalb erhält auch der Bahnhof Berlin-Schönefeld Flughafen einen neuen Namen: Er wurde heute in „Flughafen BER – Terminal 5“ umbenannt.

 

 

S-Bahn macht den Anfang • Nah- und Fernverkehr folgen

 

Die S9 fährt zunächst morgens und abends ab Spandau im 20-Minutentakt über Terminal 5 und Waßmannsdorf zum Terminal 1-2. Am Donnerstag wird der planmäßige Betrieb der Linien S45 und S9 zum neuen Flughafen aufgenommen. Damit hält ca. alle 10 Minuten eine S-Bahn am BER.

 

Mit der Eröffnung des Flughafens am 31. Oktober 2020 werden dann auch der Nah- und Fernverkehr Reisende zum Flughafen bringen. Insgesamt drei Regionalbahnlinien (RE7, RB14, RB22) plus der Flughafenexpress (FEX) halten ab 31. Oktober 2020 am BER Terminal 1-2. Somit bestehen tagsüber viermal in der Stunde schnelle Verbindungen zwischen Berlin Hbf bzw. Ostkreuz und dem BER. Die S-Bahn bietet zusätzlich pro Stunde sechs Fahrtmöglichkeiten.

 

Auch Fernzüge halten künftig unterm Terminal: Mit der Intercity-Linie Warnemünde – Berlin – Dresden ist der BER-Flughafenbahnhof auch für Fahrgäste aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen schnell und umsteigefrei erreichbar. Von Rostock bis zum BER beträgt die Fahrzeit zweieinhalb Stunden, von Neustrelitz sind es eineinhalb. Auch von Dresden dauert die Fahrt nur etwas mehr als 90 Minuten. Die modernen Intercity-Doppelstockzüge fahren im Zwei-Stunden-Takt.

 

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für das Land Berlin:

„Es freut mich, dass am Hauptstadtflughafen BER endlich Flieger starten und landen. Die Deutsche Bahn ist startklar, Bahnhöfe und Strecken sind betriebsbereit. Auf einer hervorragenden, leistungsstarken Infrastruktur bringen wir nun Gäste aus aller Welt zum neuen Flughafen BER. Mit attraktiven, schnellen Verbindungen und einem modernen barrierefreien Bahnhof sorgen wir für eine bequeme und klimafreundliche An- und Abreise sowie einen angenehmen Aufenthalt.“

 

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg:

„Mit der neuen Bahnanbindung zum Flughafen BER bekommen die Brandenburgerinnen und Brandenburger einen schnellen und zuverlässigen Anschluss an die Welt. Besonders hervorzuheben ist die ideale Lage des neuen Bahnhofes direkt unter dem Terminal des BER. Das bedeutet: Kurze Wege von der Schiene hin zum Flugzeug und auch wieder zurück. Fluggäste ebenso wie Pendlerinnen und Pendler können nun noch öfter den eigenen PKW stehen lassen und stattdessen ihre Reise von und zum Flughafen stressfrei und schnell mit der Bahn unternehmen.“

 

Regine Günther, Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz:

„Der neue Flughafen BER ist in enger Taktung an den ÖPNV angebunden. Die zahlreichen Verbindungen von S-Bahnlinien, dem neuen Flughafen Express, weiteren Regionalzügen und Bussen ermöglichen eine schnelle und bequeme Anreise, schonen das Klima, die Umwelt und vernetzen darüber hinaus die Metropolregion Berlin-Brandenburg.“

 

Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH:

„Wir freuen uns, dass heute der Flughafen-Bahnhof ans Netz geht und möchten zu diesem Anlass unseren Partnern danken, dass auch in schwierigen Zeiten eine partnerschaftliche, konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit möglich war. Mit dem leistungsfähigen Bahnhof direkt unter dem Terminal 1 verfügt der BER über ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen großen deutschen Flughäfen. Die Möglichkeit, mit dem Aufzug vom Bahnsteig in die Check-In-Halle zu gelangen, ist in Deutschland einmalig. Die Bahnfreundlichkeit des BER setzt Maßstäbe für umweltbewusstes Reisen.“

 

 

Zeitstrahl: Entstehung des Bahnhofs am BER

 

1996 - Beschluss der Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund:

            Der internationale Flughafen für Berlin und Brandenburg wird in Schönefeld gebaut

 

2003 - Beginn der bauvorbereitenden Maßnahmen (Umsiedlung, archäologische Untersuchungen)

 

2006 - Am 16. März genehmigt das Bundesverwaltungsgericht den Ausbau des Flughafens Schönefeld zum Hauptstadt-Airport BER

 

2006 - Am 5. September Spatenstich und gleichzeitige Unterzeichnung der BER-Verträge zwischen Bund, Berlin, Brandenburg,

           Deutsche Bahn AG und den Berliner Flughäfen. Baubeginn Terminal-Bahnhof und Bahntunnel unter dem Flughafen

 

2008 - Baubeginn westliche Schienenanbindung BER, Fertigstellung des ersten, 185 Meter langen Abschnitts des Rohbaus Terminalbahnhof

 

2011 - Am 30. Oktober Inbetriebnahme der Schienenanbindung zum BER

 

2020 - Am 25. Oktober Feierliche Eröffnung der Infrastruktur des BER-Bahnhofs

 

 

Streckendaten

  • Eisenbahntunnel: ca. 3 km
  • Streckenlänge für Fern- und Regionalverkehr: ca. 15 km
  • Streckenlänge für die S-Bahn (Bahnhof Schönefeld, BER T5 – BER T1/2): ca. 8 km
  • Gesamte Gleislänge: 51 km
  • Weichenanzahl: 65

 

Bahnhofsdaten

  • Bahnsteiggleise: 6 (2 S-Bahngleise/4 Fernbahngleise unter dem Terminal)
  • Bahnsteiglänge Fernbahn: 405 Meter
  • Bahnsteiglänge S-Bahn: 152,5 Meter
  • Bahnsteigbreite: rund 11 Meter
  • Bahnhofsbreite: maximal 65 Meter
  • Länge S-Bahnsteig: 152 m
  • Bahnhofsbreite: ca. 60 m / 40 m
  • Bauwerkshöhe: ca. 11 m
  • Bauwerkstiefe: ca. 15 m

 

Anbindung

 

FEX - Flughafen-Express / Airport Express - ein Angebot von DB Regio Nordost auf der Relation Berlin Hbf - Berlin Gesundbrunnen - Berlin Ostkreuz - Flughafen BER Terminal 1-2 im Auftrag des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg). Zum Einsatz kommen für das spezielle Einsatzgebiet angepasste moderne Dosto-Fahrzeuge.

 

    • Berlin Hbf - Berlin Gesundbrunnen - Berlin Ostkreuz - Flughafen BER Terminal 1-2 im 30-Minutentakt
  • RE7
    • Dessau Hbf/Bad Belzig - Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 1-2 - Wünsdorf-Waldstadt im Stundentakt
  • RB14
    • Nauen - Berlin-Spandau - Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 1-2 im Stundentakt
  • RB22
    • Berlin Friedrichstraße/Potsdam Hbf - Golm - Flughafen BER Terminal 1-2 - Königs Wusterhausen im Stundentakt
  • S45
    • Berlin Südkreuz - Flughafen BER Terminal 5 - Waßmannsdorf - Flughafen BER Terminal 1-2 im 20-Minutentakt
  • S9
    • Berlin Spandau - Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 5 - Waßmannsdorf - Flughafen BER Terminal 1-2 im 20-Minutentakt
  • IC Linie
    • Rostock – Berlin Hbf - Flughafen BER Terminal 1-2 – Dresden im 2-Stundentakt


BVG: Flugs zum Flug

 

 

Wenn am neuen Hauptstadtflughafen die ersten Passagiermaschinen abheben, steht auch die BVG vor einer neuen Herausforderung. Denn trotz eines gut ausgebauten Schienennetzes am BER werden die Busse des größten deutschen Verkehrsunternehmens hier rund 20 Prozent des öffentlichen Verkehrs stemmen. Dazu hat die BVG gemeinsam mit ihren Partnern ein umfangreiches Angebotspaket geschnürt. Teil davon sind vier Tages- und vier Nachtbuslinien die am neuen Terminalgebäude verkehren werden. Darunter auch zwei komplett neue Linien.

 

 

Der X71 startet am 8. November 2020

und bringt seine Fahrgäste vom U-Bahnhof Alt-Mariendorf mit nur 10 Zwischenhalten zum Terminal 1 des BER.

 

 

Mit dem N7X bietet die BVG ihre erste Nacht-Express-Linie an.

Während der Betriebspause der S- und U-Bahn wird die Linie sechsmal zwischen ca. 2:30 und 3:45 Uhr vom S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten zu beiden BER-Terminals fahren und damit vor allem den Flughafenangestellten und Frühfliegern zu Gute kommen.

 

Auch jenseits des BER, vor allem im Nachtverkehr im Berliner Süden wird es einige Änderungen im Busverkehr geben. Hier wird zum Beispiel die neue Linie N64 den nächtlichen Anschluss vom S- und U-Bahnhof Wuhletal zum S-Bahnhof Adlershof herstellen.

 

Wenn am 8. November 2020 die Lichter am Flughafen Tegel ausgehen,

wird auch das dortige Busangebot entsprechend angepasst. Während einige Linien eine neue Strecke bekommen und teilweise verstärkt werden, müssen sich die Berlinerinnen und Berliner von den Linien X9 und TXL für immer verabschieden.

 


Alle Änderungen zum 31. Oktober 2020 bzw. 8. November 2020 finden Sie hier zum Download:

Download
Angebotsänderungen zur BER-Eröffnung
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Bahnhof Luzern: Totalsperre wegen Ersatz der Bahnstromanlage

Die SBB ersetzt derzeit im Bahnhof Luzern die Bahnstromanlage. Die Hauptarbeiten finden am Wochenende vom 7./8. November 2020 statt. Dafür wird der Bahnhof Luzern für den Bahnverkehr gesperrt. Die SBB bittet die Reisenden, ihre Verbindung vor Reiseantritt im Online-Fahrplan zu prüfen.

Heute werden die Fahrleitung der SBB und der Zentralbahn über die gleiche Bahnstromanlage gespiesen, so dass Kurzschlüsse sich auf beide Netze auswirken.                                                                                   Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Bereits seit Mai 2020 laufen die Bauarbeiten an der Bahnstromanlage im Bahnhof Luzern. Diese Arbeiten sind nötig, um die Anlage den aktuell geltenden Normen anzupassen und weiterhin einen sicheren und zuverlässigen Bahnverkehr sicherzustellen. Die Kosten betragen knapp 7 Millionen Franken und werden über die Leistungsvereinbarung mit dem Bund und der Zentralbahn finanziert.

 

Heute werden die Fahrleitung der SBB und der Zentralbahn über die gleiche Bahnstromanlage gespiesen. Kurzschlüsse wirken sich auf beide Netze aus. Um einen sicheren und zuverlässigen Bahnverkehr sicherzustellen ersetzt die SBB deshalb die Bahnstromanlage im Bahnhof Luzern. Durch redundant gespiesene Sektoren verbessert sich die Stromversorgung im Bahnhof Luzern und ist auch eine Voraussetzung für die zukünftige Doppelspureinführung der Zentralbahn.

 

Am Wochenende vom 7./8. November führt die SBB nun die Hauptarbeiten an den Schaltposten im Bereich der Langensandbrücke aus.

 

 

Fahrplaneinschränkungen im Raum Luzern

 

Für die Hauptarbeiten wird der Bahnhof Luzern von Samstag, 7. November ab Betriebsbeginn bis Sonntag, 8. November 2020 bis Betriebsschluss für den Bahnverkehr gesperrt. Mit dieser einmaligen Totalsperre an einem Wochenende kann die SBB auf 40 einzelne Nachtarbeiten verzichten und verschiedene Bauarbeiten bündeln. Dadurch verkürzt sich die Gesamtbauzeit und damit auch die Gesamtdauer der Lärmbelastung und Fahrplaneinschränkungen. Aufgrund der Totalsperre kommt es an diesem Wochenende zu grossen Einschränkungen im Bahnverkehr und Änderungen im Fahrplan:

 

  • Für die Reise von und nach Luzern benutzen Reisende die Züge bis Ebikon, Sursee, Emmenbrücke, Littau, Luzern Verkehrshaus oder Luzern Allmend/Messe und zurück. 
  • Ab den Bahnhöfen Ebikon, Emmenbrücke, Littau und Luzern Allmend/Messe fahren Bahnersatzbusse bis zur Station «Luzern, Inseliquai» und zurück. Abfahrtsort und Ankunftsort für alle Bahnersatzbusse ist «Luzern, Inseliquai».  
  • Zwischen Luzern, Bahnhof» und «Luzern, Verkehrshaus» steht den Reisenden das Regelangebot der Busse 6, 8 und 24 der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) zur Verfügung.  
  • Die Geschäfte im Bahnhof Luzern sind auch während der Totalsperre geöffnet. 

 

 

SBB bündelt Projekte: Strassensperren rund um den Bahnhof Luzern

 

Dank der Totalsperre des Bahnhofs Luzern können am Wochenende vom 7./8. November 2020 weitere Bauarbeiten in der Umgebung durchgeführt werden. So erneuert die SBB gleichzeitig die Strassenunterführungen Kreuzstutz und Seehof (Rotsee) und führt Vorarbeiten an der Strassenüberführung Fluhmühle aus. Die Strassenunterführung Kreuzstutz ist ab dem 26. Oktober 2020 gesperrt, die Strasse im Bereich der Brücke Kreuzstutz ist von Freitagabend, 6. November, bis Montagmorgen, 9. November 2020 sowie auch am darauffolgenden Wochenende gesperrt. Zudem ist der Rotseeweg im Bereich der Brücke Seehof von Donnerstagabend, 5. November, bis Montagabend, 9. November 2020 gesperrt, der Zugang zur Fähre ist ab Luzern auf beiden Seeseiten möglich. Umleitungen sind vor Ort signalisiert. Die Busse der VBL werden an den Wochenenden umgeleitet. Weitere Informationen zu den Strassensperren unter www.sbb.ch/bauarbeiten-luzern.

 

 

Vor Reiseantritt Online-Fahrplan prüfen

 

Die SBB bittet die Kundinnen und Kunden, vor Antritt ihrer Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die SBB-Mobile-App zu prüfen und genügend Reisezeit einzuplanen. Zusätzlich informiert die SBB ihre Kundinnen und Kunden mit Durchsagen im Zug sowie über Werbe-, Störungs- und Betriebslagemonitore am Bahnhof über die Fahrplananpassungen. Weiter sind während des ganzen Wochenendes Kundenlenker im Einsatz. Bei Fragen hilft das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.


                                                                                                                                                                             Grafik: SBB CFF FFS


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Weltleitmesse InnoTrans Berlin auf 2022 verschoben

Angesichts der dynamischen Lage rund um die Corona-Pandemie und der damit verbundenen mangelnden Planungssicherheit wird die InnoTrans auf 2022 verschoben. Dies hat die Messe Berlin in Abstimmung mit internationalen Marktführern und führenden Verbänden entschieden. Die dreizehnte Ausgabe der Weltleitmesse für Verkehrstechnik findet vom 20. bis 23. September 2022 in Berlin statt.

Die ursprünglich auf April 2021 verschobene InnoTrans findet nicht statt                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

"Die InnoTrans auf das Jahr 2022 zu verschieben, war eine sehr schwierige Entscheidung“, so Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin. „Ausschlaggebend waren letztlich die fehlende Planungssicherheit und die Prognose der Entwicklung der Pandemie in den nächsten Monaten. Angesichts der Pandemielage kann aktuell schlicht niemand ausreichend sicher sagen, ob die Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Nutzung unseres Gleisgeländes im April 2021 die Durchführung einer internationalen Leitveranstaltung wie der InnoTrans zulassen.“ Die Präsentation von neuen Zügen auf den rund 3000 Gleismetern ist ein Alleinstellungsmerkmale der InnoTrans und für die Qualität der Veranstaltung entscheidend.

 

"Wir sind uns mit den führenden Branchenakteuren einig, dass die InnoTrans nur international und im gewohnten Umfang ihrem Qualitätsanspruch gerecht wird. Im Sinne aller Beteiligten haben wir uns daher zu einer erneuten Verschiebung entschlossen, um die hohe Qualität der InnoTrans als führende Marketingplattform der Branche weiterhin und vor allem langfristig zu garantieren und gleichzeitig allen Akteuren Planungssicherheit zu bieten“, sagt Matthias Steckmann, Direktor Geschäftsbereich Mobility & Services.

 

Die nächste InnoTrans findet zum nächsten regulären Turnustermin vom 20. - 23. September 2022 statt. Bereits im kommenden Jahr, vom 9. bis 11. November 2021, findet die Mobilitätsfachmesse MES Expo auf dem Berliner Messegelände statt. Das verkehrssystemübergreifende Messekonzept ist ausgerichtet auf die Elektronikzuliefererbranche. Die B2B-Messe bietet Ausstellern und Fachbesuchern aus den Bereichen Schiene, Nutzfahrzeuge und Automotive eine intermodale Plattform für einen interdisziplinären und globalen Austausch. Das Rahmenprogramm wird von dem VDB, DVF, ZVEI sowie der Deutschen Bahn gestaltet.



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