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Schweizer App FAIRTIQ gewinnt Billion Journey Project in England

Im Rahmen eines mehrstufigen Bewerbungsverfahrens zur Verbesserung des ÖV-Systems in Grossbritannien hat sich die Schweizer Ticketing-App FAIRTIQ Ende Januar 2019 in London gegen eine starke internationale Konkurrenz durchgesetzt. Das Berner Start-up kann die Applikation nun auf der Insel einführen. Von den Mitbewerbern wurde FAIRTIQ überdies mit dem «Cohort Award» für das vielversprechendste Produkt ausgezeichnet.

Rhätische Bahn (RhB) Ge 4/4 II 628 mit FAIRTIQ-Werbung                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Technologie-Start-Ups aus aller Welt konnten sich für einen Platz beim Billion Journey Project, einem viermonatigen Accelerator-Programm in London, bewerben. Im mehrstufigen Selektionsprozess versuchten über hundert Unternehmen aus aller Welt, die Verantwortlichen von ihren Lösungen für den öffentlichen Verkehr zu überzeugen. Im Fokus standen dabei die vereinfachte Nutzung des ÖVs und die Verbesserung des Fahrerlebnisses für die Fahrgäste. Am Demo Day in London vom 23. Januar 2019 gelang dies dem Berner Start-Up FAIRTIQ am besten. FAIRTIQ wurde mit dem «Cohort Award» für das vielversprechendste Produkt des Billion Journey Projectsausgezeichnet und gleichzeitig für die Unterzeichnung eines Vertrags zur Einführung von FAIRTIQ in Grossbritannien selektioniert.

 

 

Einen der wichtigsten Transportmärkte Europas erschliessen

 

«Für uns kam das Billion Journey Project in London zum absolut richtigen Zeitpunkt», sagt Gian-Mattia Schucan, Gründer von FAIRTIQ. «Denn der grosse Erfolg im Heimmarkt Schweiz sowie in Holland, Österreich und Deutschland zeigt, dass unsere Lösung einem echten Kundenbedürfnis entspricht und Landesgrenzen für uns keine Technologiegrenzen darstellen.» Das Programm ermöglicht es FAIRTIQ, mit Grossbritannien in kürzester Zeit einen der wichtigsten Transportmärkte Europas überhaupt zu erschliessen sowie Zugang zur Infrastruktur und zu wichtigen Entscheidungsträgern zu erhalten. «Wir müssen uns nicht verstecken, im Gegenteil! Wir fühlen uns der internationalen Konkurrenz mehr als gewachsen», ist Schucan überzeugt.

 

 

Herausforderungen des britischen ÖV-Systems

 

Das sehen auch die Verantwortlichen der Firma Go-Ahead so. Das Unternehmen ist eine der grössten Anbieterinnen von öffentlichen Verkehrsmitteln in Grossbritannien und steht hinter dem Billion Journey Project. Benannt ist das Innovationsprogramm nach der Milliarde Reisen, die durch die Go-Ahead Gruppe jährlich ermöglicht werden. Die auserwählten Technologielösungen sollen diese Personenfahrten positiv beeinflussen –beispielsweise durch das Ermöglichen von nahtlosem Reisen mit verschiedenen Transportmitteln oder Anbietern.

 

Denn der britische ÖV unterscheidet sich stark von jenem der Schweiz. Er ist komplett privatisiert und zeichnet sich durch einen erheblichen Konkurrenzkampf aus, der in manchen Fällen zu Lasten der Fahrgäste geht. Anders als in der Schweiz, wo der Kauf eines einzigen Billetts die Fahrt quer durchs Land mit allen Verkehrsmitteln (z.B. Schnellzug, Postauto, Tram etc.) ermöglicht, ist dies in Grossbritannien nicht der Fall. Das gegenseitige Vertreiben von Billetten verschiedener Anbieter ist vielerorts nicht erlaubt. Entsprechend muss der Fahrgast beim Umsteigen sein Billett für die Anschlussverbindung kaufen. Genau dort nutzte FAIRTIQ die Chance dank den Fähigkeiten der App.

 

 

Präsentation vor englischem Verkehrsministerium

 

Nachdem FAIRTIQ bereits in der ersten Runde für den Final selektioniert wurde, stellte der Demo Day in London den Höhepunkt des Billion Journey Projectfür die verbleibenden Finalisten dar. Im Publikum sassen rund 400 Gäste, darunter Führungskräfte der Go-Ahead Gruppe und anderer grosser Verkehrsunternehmen, Vertreter des englischen Verkehrsministeriums, lokale Behörden, Lieferanten, Investoren und Medien. Das Berner Team erhielt fünf Minuten, um das Ergebnis der vergangenen Monate zu präsentieren und so die Entscheidungsträger von den Vorteilen ihres Produkts, der «einfachsten Fahrkarte der Schweiz», zu überzeugen. Der Nutzen der App sowohl für Fahrgästeals auch für Go-Ahead sicherten dem Berner Team einen der Plätze und somit den Einstieg in den britischen ÖV-Markt.

 

 

So funktioniert FAIRTIQ

 

Vor dem Einsteigen in Tram, Bus oder Zug klickt der Fahrgast in der App auf „Start“. Damit hat er oder sie ein gültiges Ticket für den gesamten öV in der Schweiz. Am Zielort angekommen, beendet ein weiterer Klick die Kostenerfassung. Die App erkennt die gefahrene Strecke anhand der Standortermittlung und verrechnet das preisoptimale Billett. Falls der Wert einer Einzelfahrt den Preis für eine Tageskarte übersteigt, zahlt der Kunde nachträglich nur den günstigeren Tarif. Damit der Reisende nicht vergisst auszuchecken, erinnert FAIRTIQ am Ende der Reise mittels Smartphone-Sensoren automatisch daran.

 

 

Über FAIRTIQ

 

FAIRTIQ ist die einfachste Fahrkarte der Schweiz, und neu auch Österreichs. Die gebührenfreie Ticketing-App für den gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz ist die zurzeit am meisten genutzte Check-in/Check-out-App mit über 3 Millionen gemachten Reisen, verfügbar für iPhone, Apple Watch und Android-Mobiltelefone. FAIRTIQ‘s Partner sind Transportunternehmen in der Schweiz und Liechtenstein. Auch die SBB setzt auf FAIRTIQ als Technologiepartner.

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Neue van Hool Doppelstockbusse bei PostAuto Graubünden

Seit kurzem sind bei PostAuto Graubünden am Standort Chur neue van Hool Doppelstockbusse im Einsatz. Die vier neuen Fahrzeuge hätten die älteren Neoplan Doppelstöcker schrittweise ersetzen sollen. Der Brand in der Postauto Garage in Chur vor einem Monat hat nun zu einem "scharfen Schnitt" geführt. In der Nacht vom 16. zum 17. Januar 2019 sind beim Grossbrand insgesamt 20 Postautos total zerstört worden, darunter auch alle vier Neoplan Doppelstockbusse. Als "Glück im Unglück" darf bezeichnet werden, dass die neuen van Hool Doppelstöcker damals noch nicht geliefert waren, ansonsten sie wohl auch dem Brand zum Opfer gefallen wären.

Einer der vier neuen van Hool Doppelstockbusse auf dem PostAuto Deck in Chur                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der Grossbrand in der Postauto Garage in Chur in der Nacht vom 16. zum 17. Januar 2019 war eine Schockmeldung weit über Graubünden hinaus. Verletze Personen gab es glücklicherweise keine, hingegen sind 20 Postautos beim Brand total zerstört worden. Das entspricht fast der Hälfte der PostAuto-Flotte für den Standort Chur. PostAuto schätzt den Schaden allein für die Fahrzeuge auf 7,5 Millionen Franken. Unter den zerstörten Fahrzeugen waren auch alle vier Neoplan Doppelstöcker und der neue Bernina Express Bus. Da im Gebäude auch viele Stockwerkeigentümer betroffen sind, ist die gesamte Schadensumme noch nicht bekannt. Ebenso sind die Ermittlungen zur Brandursache weiterin am laufen.

Noch in der Nacht hatten die PostAuto-Mitarbeitenden für Ersatzfahrzeuge gesorgt. Rund zehn Prozent aller Bündner Postautos sind als Reserve eingeplant. Mehrere dieser Busse wurden umgehend nach Chur gefahren und standen am 17. Januar 2019 bereits in den frühen Morgenstunden bereit. In der Folge wurden Ersatzfahrzeuge für den Standort Chur aus der ganzen Schweiz organisiert, die auch jetzt noch hier im Einsatz sind. So konnte Postauto Schweiz den Fahrgästen weiterhin einen ganz normalen fahrplanmässigen Betrieb anbieten.

Unabhängig vom Brand sind kurz danach die neuen van Hool Doppelstöcker in Chur eingetroffen. Die Bestellung dieser vier Fahrzeuge erfolgte schon vor längerer Zeit und die Busse sind im wahrsten Sinne des Wortes gerade rechtzeitig nach Chur gekommen. Wären sie bereits vorher da gewesen, hätten sie auch Opfer des Brandes sein können. Somit war wenigstens schon mal das "Doppelstock-Problem" gelöst.



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DB Intercity-2-Doppelstockzüge kommen erst ab Dezember 2020 nach Zürich

Um die Stabilität des Angebots auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, verschiebt die DB die Einführung der in jeder Stunde umsteigefreien Verbindung von Stuttgart nach Zürich voraussichtlich um ein Jahr auf Dezember 2020. Für die Kundinnen und Kunden wird es aufgrund der zeitlichen Verschiebung des endgültigen Fahrplankonzepts nicht zu Verschlechterungen kommen. Die DB wird das bisherige Fahrtenangebot zwischen Stuttgart und Zürich in bewährter Kooperation mit der SBB weiterführen. Dabei fahren im Zwei-Stunden-Takt durchgehende SBB Züge und ergänzend alle zwei Stunden die neuen Intercity-2-Doppelstockzüge der DB, bei denen in Singen ein Umstieg in SBB-Züge nach Zürich erforderlich ist.

Zu bzw. von den DB IC2-Doppelstockzügen ist bis 2020 ein Umstieg in Singen (Htw) erforderlich         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Das seit Dezember 2017 verbesserte Fahrplanangebot auf der Gäubahn von Stuttgart nach Zürich stösst auf positive Resonanz. Die Kundinnen und Kunden nehmen das Angebots- und Tarifkonzept, bei dem stündlich verkehrende Fernverkehrszüge zwischen Stuttgart und Singen (Hohentwiel) auch von Fahrgästen des Nahverkehrs genutzt werden können, gut an. Mit einer Pünktlichkeit von knapp 90 Prozent läuft der Verkehr überdurchschnittlich zuverlässig.

 

Um die Stabilität des Angebots auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, verschiebt die DB die Einführung der in jeder Stunde umsteigefreien Verbindung von Stuttgart nach Zürich voraussichtlich um ein Jahr auf Dezember 2020. Hintergrund: Für den durchgehenden Einsatz der Intercity-2-Züge ist die Ausrüstung mit einer speziellen Version des grenzüberschreitenden Zugsicherungssystem ETCS notwendig. Dafür muss der Fahrzeughersteller Bombardier umfangreiche Tests durchführen und einen Zulassungsprozess beim Eisenbahnbundesamt und dem Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) durchlaufen. Für die Entwicklung und Zulassung benötigt Bombardier mehr Zeit, als ursprünglich geplant.

 

Die DB wird das bisherige Fahrtenangebot zwischen Stuttgart und Zürich in bewährter Kooperation mit der SBB weiterführen. Dabei fahren im Zwei-Stunden-Takt durchgehende Züge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) zwischen beiden Metropolen. Ergänzend sind alle zwei Stunden neue Intercity-2-Doppelstockzüge der DB im Einsatz, bei denen in Singen ein Umstieg in SBB-Züge nach Zürich erforderlich ist.

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S-Bahn Berlin fährt Erfolge mit Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS ein

Vor gut einem halben Jahr hat die S-Bahn Berlin ihr bisher umfassendstes Qualitätsprogramm S-Bahn PLUS vorgestellt – für mehr Pünktlichkeit, Qualität und Service. Erstes Fazit: Es wirkt!

Gut in der Spur: Pünktlichkeit gestiegen ⋅ weniger Zugausfälle ⋅ attraktivere Bahnhöfe                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

  • Die S-Bahn Berlin ist pünktlicher

Im zweiten Halbjahr 2018 - seit dem Start der Qualitätsoffensive – waren 95,4 Prozent der Züge pünktlich. Im Vergleich zu 2017 ist das eine Verbesserung um 1,8 Prozentpunkte. Besonders gut schnitt die Ringbahn mit einem Pünktlichkeitsplus von 2,3 Prozentpunkten ab.

Hier griffen unter anderem die neuen Störfallkonzepte sowie das bereits 2017 gestartete Programm Ringbahn PLUS.

 

  • Die S-Bahn Berlin ist zuverlässiger

Allein 2018 wurden 151 neue Lokführer ausgebildet, die nun für einen stabileren Betrieb sorgen. Außerdem konnten die sogenannten ZBS-Störungen (Zugbeeinflussungssystem – überwacht das Fahrzeug) und die Türstörungen deutlich reduziert werden. Mehrere Kilometer störanfälliger Kabel wurden zudem vorzeitig ausgetauscht.

 

  • Die S-Bahn Berlin ist attraktiver

Gut ein Dutzend Bahnhöfe wurde bislang baulich aufgewertet, weitere Stationen wurden durch künstlerische Wandgestaltungen verschönert. An Schwerpunktbahnhöfen reinigen die Mitarbeiter besonders intensiv.

 

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB für Berlin: „Das ist eine erfreuliche erste Bilanz, und sie zeigt, dass sich die gemeinsamen Anstrengungen gelohnt haben. Selbstverständlich wollen wir nun gut in der Spur bleiben und für unsere täglich 1,5 Millionen Fahrgäste weiter jede Chance auf mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit nutzen.“

 

Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin: „Ich bedanke mich bei allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den verschiedenen DB-Geschäftsfeldern für ihr grosses Engagement für eine bessere S-Bahn. Wir entwickeln die Qualitätsoffensive laufend weiter. Noch während wir Maßnahmen umsetzen, entstehen oft neue Ideen, neue Pläne.“

 

Projektteams der Konzerngesellschaften DB Netz, DB Station & Service, DB Energie und S-Bahn Berlin hatten 2018 die Betriebsabläufe unter die Lupe genommen und ein Programm (läuft bis 2025) aus mehr als 200 Bausteinen erarbeitet. Die DB setzt für die Qualitätsoffensive gut 30 Millionen Euro ein.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Faktenblatt zur Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS.

--> nachstehend zum Download bereit


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Erfolgsbericht der Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS für Berlin und Brandenburg
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BLS baut bis 2023 rund 170 Vollzeitstellen ab und stellt Massnahmen zur Effizienzsteigerung vor

Im November 2018 hatte die BLS AG angekündigt, dass sie ihre Kosten bis 2023 um jährlich 50 bis 60 Millionen Franken senkt. Nun hat sie das Massnahmenpaket zur Sicherstellung ihrer Wettbewerbsfähigkeit definiert. Dieses enthält auch Investitionen für die Anschaffung notwendiger IT-Systeme zur Automatisierung von Geschäftsabläufen.

Die BLS automatisiert schrittweise bis 2023 eine Vielzahl ihre Geschäftsabläufe                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die BLS will ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherstellen und ihre Kundinnen und Kunden noch stärker ins Zentrum rücken. Dazu verschlankt und automatisiert sie eine Vielzahl ihrer Geschäftsabläufe und spart so bis 2023 schrittweise jährlich 50 bis 60 Millionen Franken. «Wir wollen neue Wege gehen und uns von alteingesessenen Abläufen lösen. Dabei werden wir nicht nur effizienter, sondern können auch besser auf die steigenden Kundenanforderungen eingehen», ist CEO Bernard Guillelmon überzeugt. Heute hat die Geschäftsleitung der BLS den rund 3000 Mitarbeitenden das Massnahmenpaket für die nächsten fünf Jahre erläutert.

 

 

 

Breit abgestützte Massnahmen

 

Verbessert werden überwiegend Tätigkeiten im Einkauf, bei der Planung und bei zentralen Geschäftsabläufen. Insbesondere nimmt die BLS ihre Logistikkette unter die Lupe: Künftig erhält die zentrale Beschaffungsstelle bei allen Bestellungen mehr Kompetenzen, um vor allem Lager- und Materialkosten zu sparen. Gleichzeitig automatisiert die BLS viele zentrale Prozesse, insbesondere im Bereich Finanzen und Controlling.

 

Auch bei den digitalen Produkten gibt es Anpassungen: In den vergangenen Jahren hat die BLS drei eigene Apps und mehrere Webshops für verschiedene Kundenbedürfnisse lanciert. Die BLS überführt nun die unterschiedlichen Funktionen in jeweils eine App und einen Shop. Dies erleichtert den Kunden die Übersicht und die BLS spart Betriebskosten. Weiter will sie ihr Filialnetz der Reisezentren anpassen, um ihre Kräfte zu bündeln und das Angebot von persönlicher Beratung besser auf die Nachfrage auszurichten.

 

Optimierungen sind auch in der Einsatzplanung der Lokführer und den Wartungsarbeiten von Zügen geplant. Zusätzlich überholt die BLS 18 Lokomotiven des Typs Re 465, um deren Lebensdauer um weitere 15 Jahre zu verlängern.

 

 

Massnahmen über fünf Jahre

 

Im Rahmen des Projekts baut die BLS bis 2023 rund 170 Vollzeitstellen ab, maximal 45 davon durch Kündigungen. Support- und Management-Funktionen werden proportional am stärksten reduziert. Für die Betroffenen hat die BLS gemeinsam mit den Gewerkschaften einen Sozialplan ausgearbeitet. Die übrigen Stellenreduktionen erfolgen durch Pensionierungen, natürliche Fluktuation und die Nichtneubesetzung von Vakanzen. Für die Anschaffung notwendiger IT-Systeme zur Automatisierung von Geschäftsabläufen und weiteren Investitionen im Rahmen des Effizienzprogramms wendet die BLS AG insgesamt 85 Millionen Franken auf. Dieser Betrag beinhaltet auch Rückstellungen von 15,4 Millionen Franken, die dem Jahresergebnis 2018 der BLS AG belastet werden.

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Stadler investiert bis zu 70 Millionen Euro in den Standort Berlin

Stadler erweitert seinen Standort in Berlin. Das neue Betriebskonzept umfasst nicht nur den Bau einer neuen Produktionshalle, sondern schafft auch neuen und optimierten Raum für Logistik und Inbetriebsetzung. Mit dem Ausbau rüstet sich der Schienenfahrzeughersteller noch besser für die Abwicklung von Grossprojekten. Die Investition ist zudem ein klares Bekenntnis zum zweitgrössten Standort der Stadler-Unternehmensgruppe.

Die Baureihe IK für die Berliner U-Bahn wird in Pankow konstruiert und hergestellt                               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Stadler erweitert seinen Standort in Berlin Pankow mit einer neuen Produktionshalle, welche optimal auf die Bedürfnisse des Schienenfahrzeugherstellers ausgerichtet ist. Dies teilte das Unternehmen anlässlich eines Besuchs des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller im Rahmen des Formats „Senat vor Ort“ mit. Abhängig vom künftigen Auftragseingang sieht das Bauvorhaben die Erschliessung zusätzlicher Flächen in mehreren Etappen vor. Geplant sind unter anderem eine neue Produktionshalle sowie in weiteren Schritten ein Logistikzentrum und die Schaffung zusätzlicher Büroflächen sowie einer modernen Kantine für die Mitarbeitenden. „Wir freuen uns sehr, mit dem Neubauvorhaben nachhaltig in die Sicherstellung zukünftiger Großprojekte sowie in die Sicherung des Standorts Berlin investieren zu können. Ziel der Investition ist die Optimierung der Produktionsbedingungen und Modernisierung der Infrastruktur an unserem Standort in Berlin“, sagt Jure Mikolčić, neuer CEO der Stadler Pankow GmbH.

 

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Eigentümer von Stadler, stellte das Bauvorhaben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und den Senator*innen Ramona Pop, Regine Günther und Dr. Klaus Lederer sowie dem Bezirksbürgermeister von Pankow, Sören Benn, bei einem Besuch des Unternehmens im Rahmen einer Tour durch den Bezirk persönlich vor. „Die Investition ist ein klares Bekenntnis zu unserem Standort in Berlin. Das Werk in Pankow hat sich hervorragend entwickelt und ist zum zweitgrößten Standort unserer Unternehmens-Gruppe gewachsen. Es freut uns besonders, dass wir mit der IK und der neuen S-Bahn Berlin Fahrzeuge aus Berlin für Berlin entwickeln und bauen dürfen“, sagt Peter Spuhler.

 

Die Planungs- und Bauarbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Der Verwaltungsrat hat dem Bauvorhaben an seiner letzten Sitzung bereits grünes Licht gegeben, sodass der Bauantrag erfolgen kann. Die Detailausarbeitung erfolgt nun durch die Geschäftsführung in Berlin.

 

Mit seinen 1300 Mitarbeitern ist Stadler einer der grössten industriellen Arbeitgeber in Berlin. Der Standort ist innerhalb der Stadler-Unternehmensgruppe das Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Strassen- und Stadtbahnen sowie von Metro-Fahrzeugen. In Berlin-Pankow werden alle Produkte des Produktportfolios für den deutschen Markt sowie Straßen- und Stadtbahnen für den Export entwickelt, gefertigt und montiert. Die Stadler Pankow GmbH wurde im Jahr 2000 als Joint Venture mit Adtranz gegründet – das Werk mit seinen damals 197 Mitarbeitern wurde damit vor der Schließung gerettet. Im Juni 2001 hat Stadler die Stadler Pankow GmbH zu 100 Prozent übernommen.

 

Der Standort ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich mit dem Auftragseingang gewachsen. Auch die Mitarbeiterzahl ist kontinuierlich gestiegen – von 197 Mitarbeitenden im Jahr 2000 auf 1300 Mitarbeitende im Jahr 2018. Seit 2015 ist die in Berlin-Pankow konstruierte und hergestellte Baureihe IK im Berliner U-Bahn-Netz unterwegs. Aktuell werden die 27 IK18 Fahrzeuge produziert. Das 27. Fahrzeug wird bis Mai 2019 pünktlich an die BVG geliefert. Die Serienfertigung der Ende 2018 bestellten IK20 wird noch bis 2021 in Pankow erfolgen. Gleichzeitig entstehen hier die zehn Fahrzeuge der Vorserie für die S-Bahn Berlin, die ab 2021 im Personenverkehr der Hauptstadt eingesetzt werden. Die Fertigung der Serienfahrzeuge des im Konsortium mit Siemens entwickelten Fahrzeugs schließt sich unmittelbar an und wird 2023 abgeschlossen sein. Darüber hinaus entstehen in Berlin Züge für den gesamten deutschen Markt sowie für den Export nach Skandinavien, Grossbritannien oder Kanada. Neben der Entwicklung und dem Bau von Fahrzeugen ist der Standort seit vielen Jahren Ausgangspunkt richtungsweisender Innovationen. So war Stadler Pankow nicht nur maßgeblich am Einstieg in das Straßen- und Stadtbahnen-Segment beteiligt, sondern hier wurde mit dem FLIRT Akku zudem das erste batteriebetriebene Regionalfahrzeug des Unternehmens entwickelt und konstruiert.

 

Zu Stadler Pankow gehören zwei weitere Aussenstandorte: das Service- und Inbetriebnahmezentrum Velten in Brandenburg und Stadler Reinickendorf in Berlin-Reinickendorf.

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SBB Twindexx - «Wir wollen, dass dieser Zug ein Erfolg wird»

SBB CEO Andreas Meyer und Laurent Troger von Bombardier Transportation haben heute gemeinsam Fragen der Verkehrskommission des Nationalrates zur Einführung des neuen Fernverkehrszuges FV-Dosto beantwortet. Die beiden Unternehmen arbeiten gemeinsam mit Hochdruck an der Behebung der technischen Probleme und der Verbesserung der Zuverlässigkeit. SBB und Bombardier setzen alles daran, dass der Zug möglichst rasch auf der Ost-West-Achse verkehren kann.

Ein Bombardier Twindexx / FV-Dosto auf der IR Linie 13 Zürich - St. Gallen - Chur bei Trübbach               Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die SBB und Bombardier bedauern die aktuelle Situation und entschuldigen sich bei den Fahrgästen, dass die Stabilität der Fahrzeuge noch nicht den Erwartungen entspricht. Die jetzige Situation ist nicht nur für die Passagiere, sondern auch für das Personal und die Projektteams schwierig.

 

Meyer und Troger betonen, dass es das primäre Ziel sei, die anspruchsvolle Einführungsphase des neuen Zugtyps gemeinsam und möglichst rasch zu meistern: «Wir wollen, dass der FV-Dosto ein Erfolg wird. Es wird noch eine Weile dauern, bis der Zug in allen Punkten den hohen Kundenanforderungen der Schweiz gerecht werden wird. Wir setzen alles daran, dass dies möglichst schnell geht. Bei den kommerziellen Fragen gibt es noch offene Punkte, diese klären wir später.»

 

 

Möglichst rascher Einsatz

 

Aktuell ist die SBB im Besitz von 12 Fahrzeugen: vier Intercity 200 von insgesamt 23 dieses Typs, fünf Interregio 200 von 30, drei Interregio 100 von neun. Sie verkehren als Interregio Zürich–Chur via St. Gallen und Zürich–Basel (IR 13/37). Sobald die Züge die geforderte Stabilität im fahrplanmässigen Einsatz aufweisen und die Störungen auf ein betrieblich vertretbares Mass reduziert werden konnten, wird die SBB weitere Fahrzeuge übernehmen. Meyer und Troger unterstreichen, dass sie alles daran setzen, dass der Zug möglichst rasch auch als IC 1 zwischen Genf-Flughafen und St. Gallen eingesetzt werden kann.

 

 

Verbesserungsmassnahmen

 

Die Einführung und Inbetriebnahme eines ganz neuen Zuges ist immer anspruchsvoll und führte auch in der Vergangenheit zu Einschränkungen. Erschwerend kommt bei diesem Projekt dazu, dass die Fertigstellung der Züge aufgrund verschiedener Ursachen stark verspätet erfolgt. Entsprechend haben sich die Zeitfenster für Testfahrten und Inbetriebnahme reduziert.

 

Dank intensiver Begleitung des fahrplanmässigen Betriebs durch SBB und Bombardier konnten die häufigsten Fehlerquellen identifiziert werden. Störungen bei den Türen, Software/Leittechnik, Traktion/Fahrmotoren und bei der Kompressorleistung der Druckluft sind Ursache für mehr als drei Viertel aller Zugstörungen und Ausfälle.

 

Um die Verfügbarkeit zu steigern, werden als Sofortmassnahme seit Mitte Dezember 2018 Züge durch Techniker von Bombardier und teilweise durch erfahrenes SBB Lokpersonal begleitet. Die Kundenbegleiter wurden wegen Türstörungen verstärkt.

 

Die Fachleute von SBB und Bombardier tauschen sich täglich aus, um die Funktionsweise der Züge im Betrieb zu analysieren. Ende Januar 2019 haben die Züge eine neue Software für die Türsteuerung erhalten. Zusätzlich haben SBB und Bombardier entschieden, bei den Türen bis Mitte März 2019 eine spezielle Wartung durchzuführen und bis April/Mai 2019 die Fahrzeugsoftware weiter zu optimieren. Damit kann die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge stetig gesteigert werden. Parallel dazu ergreift Bombardier Massnahmen zur Verbesserung des Fahrkomforts.

 

 

Keine aufschiebende Wirkung aufgrund Klage

 

Die von Inclusion Handicap im Januar eingereichte Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts hat keine aufschiebende Wirkung. Die Fahrzeuge können weiterhin im Rahmen ihrer Bewilligung eingesetzt werden.

 

Wie bei solchen Beschaffungen üblich, hat die SBB mit Bombardier für verspätete Lieferungen Strafzahlungen vereinbart. Über die Höhe der vertraglich vorgesehenen Konventionalstrafen haben die Vertragsparteien – wie bei allen öffentlichen Beschaffungen – Stillschweigen vereinbart. Bisher hat die SBB rund einen Drittel der Gesamtkosten mit Bankgarantien angezahlt.

 

 

Mehr Platz, mehr Licht, mehr Komfort

 

Der neue Fernverkehrs-Doppelstockzug FV-Dosto sorgt mit bis zu 1300 Sitzplätzen für mehr Kapazität. Er verfügt über helle und grosszügige Innenausstattung, Steckdosen an jedem Sitzplatz in der 1. und 2. Klasse, rollstuhlgängige Abteile und Toiletten, WCs mit Wickeltischen sowie Kinderwagen- und Veloplätze über den Zug verteilt. Die druckertüchtigten Wagen reduzieren Ohrendruck bei Tunnelfahrten und Zugsbegegnungen bei hoher Geschwindigkeit.


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Aktueller SBB-Statusbericht vom 6. Februar 2019
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«Nous voulons que ce train soit un succès»

 

Andreas Meyer, CEO des CFF, et Laurent Troger, de Bombardier Transportation, ont répondu aujourd'hui aux questions de la commission des transports du Conseil national relatives à l'introduction du nouveau train duplex pour le trafic grandes lignes. Ensemble, ces deux entreprises travaillent d'arrache-pied à la résolution des problèmes techniques et à l'amélioration de la fiabilité de ces trains. Les CFF et Bombardier mettent tout en œuvre pour que ce dernier puisse circuler dès que possible sur l'axe est-ouest du réseau ferroviaire suisse. Les CFF et Bombardier regrettent la situation actuelle et présentent leurs excuses aux voyageurs pour les défauts de stabilité des nouveaux trains. La situation actuelle est difficile non seulement pour les voyageurs, mais aussi pour le personnel et pour les équipes de projet.

 

Andreas Meyer et Laurent Troger affirment que l'objectif principal est de surmonter ensemble la difficile phase d'introduction du nouveau train, aussi rapidement que possible: «Nous voulons que le train duplex TGL soit un succès. Il faudra encore du temps jusqu'à ce que ce train réponde en tous points aux attentes élevées de la clientèle suisse. Nous mettons tout en œuvre pour que cela arrive aussi rapidement que possible. Il y a encore des questions d'ordre commercial en suspens. Nous les tirerons au clair ultérieurement.»

 

 

Mise en service dès que possible

 

Les CFF sont actuellement en possession de 12 véhicules: quatre InterCity 200 sur vingt-trois, cinq InterRegio 200 sur trente et trois InterRegio 100 sur neuf. Ils circulent comme InterRegio sur les lignes Zurich–Coire via Saint-Gall et Zurich–Bâle (IR 13/37). Les CFF reprendront d'autres trains dès qu'ils auront la stabilité requise pour une mise en service régulière et que les dérangements seront ramenés à un niveau acceptable pour l'exploitation. Andreas Meyer et Laurent Troger soulignent qu'ils travaillent d'arrache-pied afin que le nouveau train duplex soit mis en service dès que possible sur la ligne IC 1 entre Genève-Aéroport et Saint-Gall.

 

 

Mesures d'amélioration

 

La mise en service de nouveaux trains est toujours complexe et a déjà, par le passé, entraîné des restrictions. Ce qui complique ce projet, c'est que la production de ces trains accuse d'importants retards aux causes diverses. Le temps disponible pour la mise en service s'en est trouvé réduit d'autant.

 

Un suivi intensif de l'exploitation régulière par les CFF et Bombardier a permis d'identifier les sources d'erreur les plus fréquentes. Les dérangements aux portes, les erreurs de logiciel et de technique de commande, les problèmes de traction, de moteur et de compresseur sont la cause de plus des trois quarts des dérangements et suppressions de trains.

Comme mesure immédiate, des techniciens de Bombardier et des mécaniciens de locomotive CFF expérimentés se tiennent à bord des trains depuis la mi-décembre 2018 afin de renforcer leur disponibilité. Le personnel des trains a été renforcé en raison des dérangements aux portes.

 

Les spécialistes des CFF et de Bombardier échangent quotidiennement afin d'analyser le fonctionnement des trains mis en circulation. À la fin janvier, un nouveau logiciel de commande des portes a été installé à bord. De plus, les CFF et Bombardier ont décidé d'effectuer une maintenance spéciale des portes jusqu'à la mi-mars 2019, et de poursuivre l'optimisation des logiciels embarqués jusqu'en avril/mai 2019. Cela permettra de renforcer progressivement la fiabilité des véhicules. En parallèle, Bombardier prend des mesures en vue d'améliorer le confort de roulement.

 

 

Recours sans effet suspensif

 

Le recours soumis en janvier par Inclusion Handicap contre la décision du Tribunal administratif fédéral n'a pas d'effet suspensif. Les véhicules pourront continuer d'être utilisés aux conditions définies par l'autorisation de circuler.

 

Comme c'est l'usage dans de tels marchés, les CFF ont convenu avec Bombardier de pénalités dues aux retards de livraison. Les parties ont convenu de la confidentialité du montant des pénalités conventionnelles prévues par le contrat, comme c'est l'usage pour tous les marchés publics. Jusque-là, les CFF ont versé à titre d'acompte environ un tiers du prix global, assorti de garanties bancaires.

 

 

Duplex TGL: plus spacieux, plus lumineux et plus attrayant

 

Avec ses 1300 places assises au maximum, le nouveau train duplex pour le trafic grandes lignes offre davantage de capacités. Il présente un aménagement intérieur clair et spacieux, des prises à chaque place assise en 1re et 2e classes, des compartiments et des toilettes accessibles en fauteuil roulant, des WC dotés de tables à langer ainsi que des emplacements pour poussettes et vélos dans tout le train. Les voitures étanches à la pression permettront de réduire la pression dans les oreilles lors de croisements de trains à vitesse élevée.


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Dernier rapport du 6 février 2019 des CFF
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Wichtige Vertragsverlängerungen mit zwei Grosskunden für SBB Cargo

Im Januar hat SBB Cargo mit zwei Grosskunden mehrjährige Vertragsverlängerungen unterzeichnet: Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit DB Cargo im Alpentransit wird um weitere drei Jahre fortgesetzt. Auch der Vertrag mit der Schweizerischen Post konnte um weitere vier Jahre verlängert werden.

Zwei für SBB Cargo wichtige Verträge mit Grosskunden konnten erfolgreich verlängert werden           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

DB Cargo setzt im Alpentransit auf SBB Cargo

 

SBB Cargo hat den Vertrag gemeinsam mit DB Cargo am 25. Januar 2019 vorzeitig für weitere drei Jahre verlängert. Er tritt auf den Fahrplanwechsel Ende Jahr in Kraft und regelt den grenzüberschreitenden Verkehr von Mannheim, Singen bzw. Basel nach Chiasso bis Ende 2022. Rund 130 Güterzüge pro Woche wird die Güterbahn für DB Cargo durch den Gotthard-Basistunnel transportieren. Im Fokus der Verhandlungen stand für DB Cargo und SBB Cargo nicht nur die Verlängerung des Vertrages um drei Jahre, sondern die Optimierung der Verkehre dank ressourcenschonendem Einsatz von Lokführern und Rollmaterial - auch mit Blick auf die Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels und Fertigstellung der NEAT Ende 2020.

 

 

Auch die Schweizerische Post setzt weiterhin auf SBB Cargo

 

Für den Transport von Briefen und Paketen für Herrn und Frau Schweizer benutzt die Schweizerische Post die Bahn als wichtiges Transportmittel zwischen ihren grossen Sortierzentren. Dazu haben die Schweizerischen Post und SBB Cargo im Januar die Zusammenarbeit für weitere vier Jahre in einem Rahmenvertrag besiegelt. Hohe Qualitätsstandards und eingespielte Abläufe stehen für beide Partner im Fokus bei der Fortsetzung der bewährten Zusammenarbeit.

 

Seit Jahren setzt die Schweizerische Post auf einen Rahmenvertrag mit SBB Cargo. Bis Ende 2022 wird dies so bleiben und bis zu diesem Zeitpunkt transportieren täglich rund 60 Güterzüge Briefe und Pakete quer durch die Schweiz.

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Hohe Kundenzufriedenheit bei der Rhätischen Bahn

Um die Qualität ihrer Dienstleistungen zu messen, führt die Rhätische Bahn (RhB) alle zwei Jahre eine Fahrgastbefragung durch. Das Ergebnis der repräsentativen Befragung durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut bescheinigt der Bündner Bahn allgemein eine hohe Kundenzufriedenheit.

Ob Pendler- oder Tourismusverkehr: Durchwegs gute Noten für die Rhätische Bahn                              Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Sehr positiv bewertet wurden die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Zug- und Verpflegungspersonals. Verbesserungspotenzial sehen die Kunden beim Preis-/Leistungsverhältnis und dem Gepäckstauraum. Der Mittelwert beträgt 84 von maximal 100 Punkten und liegt damit auf dem selben hohen Niveau wie bei der letzten Erhebung. Die Erkenntnisse aus der Kundenbefragung dienen der RhB als Basis für eine kontinuierliche Verbesserung ihrer Dienstleistungen. Dies machte sich beim Autoverlad Vereina bemerkbar, wo die seit der letzten Befragung getätigten Investitionen in Kommunikation und Mobilfunkempfang zu einer deutlich höheren Kundenzufriedenheit geführt haben.

 

 

Pendler-Bahn, Tourismus-Bahn, Freizeit-Bahn

 

Anlässlich der Befragung im Sommer und Herbst 2018 erhielt die RhB insgesamt 1927 Rückmeldungen von Reisenden. Dabei bewerteten alle Kundensegmente die Dienstleistungen der RhB generell als qualitativ hoch. Nicht überraschend wurde deutlich, dass die Fahrgäste im Freizeitverkehr andere Bedürfnisse und Erwartungen haben als diejenigen im Pendlerverkehr. Im touristischen Verkehr bewegt sich die RhB auf hohem Niveau. Herausragend sind die Bewertungen für den «Bernina Express» mit 90 Punkten, wobei vor allem die ausserordentlich hohen Bewertungen für die Zugbegleiter und das Verpflegungspersonal mit 96 Punkten zum sehr guten Resultat beigetragen haben. Auch im Freizeitverkehr erzielt die RhB mit 86 Punkten ein sehr gutes Ergebnis. Die beste Bewertung erteilen die Kunden bei den Kriterien Pünktlichkeit und Anschlüsse, hingegen befindet sich die Laufruhe noch nicht auf dem erwünschten Stand. Die Zufriedenheit bei den Pendlern konnte leicht auf 78 Punkte erhöht werden, was vor allem auch auf die beim Rollmaterial und den Bahnhofinfrastrukturen vorgenommenen Investitionen zurückzuführen ist.

 

 

Reisemotiv UNESCO Welterbe

 

Die Albula- und Berninalinie sind bei vielen Kunden als Teil vom UNESCO Welterbe «Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina» bekannt und eines der Hauptmotive für eine Reise mit der RhB. Pendlerinnen und Pendler legen in erster Linie Wert auf die Umweltverträglichkeit. Zudem schätzen sie, keine Parkplatzsorgen zu haben und auf dem Arbeitsweg nicht im Stau stehen zu müssen.

 

 

Autoverlad Vereina: Verbesserungen werden geschätzt

 

Der Gesamtwert für den Autoverlad Vereina blieb auf hohem Niveau. Die Zufriedenheit im Sommer liegt bei 84 Punkten. Eine zusätzlich an den Spitzentagen im Februar durchgeführte Befragung ergab 82 Punkte. Die tieferen Werte an den Spitzentagen im Winter entstehen bei der Wartezeit, der Pünktlichkeit und dem Fahrplanangebot. Die seit der letzten Befragung getätigten Investitionen in die Kommunikation machen sich deutlich bemerkbar: Das neue Informationssystem mit Verlade- und Wartezeiten liess den Zufriedenheitswert für die Kommunikation von 72 auf 79 Punkte ansteigen. Die Verbesserung des Mobilfunkempfangs im Tunnel wird von den Fahrgästen ebenfalls geschätzt: Die Zufriedenheit beim Internetempfang konnte von 21 auf 73 Punkte gesteigert werden.

 

Mit der jährlichen Kundenbefragung will die RhB die Qualität ihrer Angebote laufend messen und den Bedürfnissen und Erwartungen ihrer Fahrgäste anpassen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden dabei jeweils in konkrete Massnahmen umgesetzt.

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Siemens liefert 56 Regionalzüge für Augsburger Netze

Der Betreiber Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH hat Siemens Mobility mit der Lieferung von 56 Regionaltriebzügen beauftragt. Die Fahrzeuge sind für den Einsatz im durchgehend elektrifizierten Teil der "Augsburger Netze" im Südwesten Bayerns vorgesehen. Insgesamt werden 44 dreiteilige elektrische Triebzüge vom Typ Mireo sowie zwölf fünfteilige elektrische Doppelstocktriebzüge vom Typ Desiro HC geliefert. Beide Fahrzeugtypen sind betrieblich miteinander kuppelbar und ermöglichen damit eine flexible Anpassung an die Fahrgastnachfrage. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 400 Millionen Euro. Der Start des Fahrgastbetriebs ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 geplant.

Die Lieferung umfasst 44 Mireo und 12 Desiro HC Regionaltriebzüge                                                     Grafik: Siemens Mobility

 

 

 

"Wir freuen uns sehr, mit dem Los 1 der Augsburger Netze nun unser fünftes Netz in Deutschland befahren zu können. Die modernen Fahrzeuge unseres Partners Siemens Mobility sind ein wichtiger Baustein für einen qualitativ hochwertigen Betrieb, der zusätzliche Fahrgäste vom Schienenpersonennahverkehr überzeugt", sagte Stefan Krispin, Geschäftsführer der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH.

 

"Dies ist ein erneuter Auftrag für unsere beiden Regionalzugplattformen im wichtigen Heimatmarkt. Erstmalig liefern wir die Züge so, dass beide Zugtypen miteinander kuppelbar sind. Die Stärken beider Fahrzeuge lassen sich so voll ausnutzen", sagte Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.

 

Die Züge sind für den Einsatz auf den Strecken Ulm – Augsburg – München, Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen – Donauwörth – Augsburg sowie Aalen – Nördlingen – Donauwörth vorgesehen. Alle Fahrzeuge sind darauf ausgelegt, der steigenden Verkehrsnachfrage in der Region gerecht zu werden. Insbesondere auf der Verbindung von und nach München soll durch die Doppelstocktriebzüge eine deutliche Erhöhung der Sitzplatzkapazität erreicht werden.

 

Der Mireo bietet 216 und der Desiro HC 538 Sitzplätze. Zur Steigerung der Flexibilität bei der Fahrgast-Beförderung können bis zu vier 3-teilige Mireos sowie maximal zwei Mireos mit einem Desiro HC gekuppelt fahren. Wird besonders viel Kapazität gebraucht, fahren zwei gekuppelte Desiro HC. An jedem Einstieg befindet sich ein Mehrzweckbereich. Im Mireo können 18 und im Desiro HC 45 Fahrräder befördert werden. Alle Züge sind für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste barrierefrei ausgerüstet. Zusätzlich ist ein Hublift für Rollstuhlfahrer an Bord, um auch einen Ein- und Ausstieg an Bahnhöfen mit niedrigen Bahnsteigen zu ermöglichen.

 

Ein Echtzeit-Fahrgastinformationssystem zeigt aktuelle Ankunfts- und Abfahrtszeiten sowie Anschlussmöglichkeiten an den jeweiligen Haltestellen an. Die Fahrzeuge erhalten die von Siemens Mobility entwickelte Hochfrequenz-Scheibenlösung, die den Mobilfunkempfang in Zügen deutlich verbessert. Zusätzlich erfolgt die Vorrüstung für einen möglichen späteren Einbau von WLAN-Technik.

 

Die  Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH  ist eine Tochter des britischen Unternehmens Go-Ahead, einem der führenden Anbieter von öffentlichem Nahverkehr mit Bus und Bahn. In Großbritannien befördert Go-Ahead rund 30 Prozent aller Bahnreisenden und durch verschiedene regionale Busgesellschaften täglich über zwei Millionen Passagiere. Nachhaltigkeit und Sicherheit sind zentrale Unternehmenswerte, die in der täglichen Arbeit gelebt werden. Das beweist die Auszeichnung mit dem Carbon Trust Triple Standard für Müllrecycling, Wassersparsamkeit und klimafreundliches Engagement.



Siemens Mireo                                                                                         ...und  Desiro                       Visualisierung: Siemens Mobility


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