März 2020


ÖBB und WESTbahn: Rasche Stärkung des Bahnsektors essentiell

Der europäische Schienenverkehr gewährleistet als unverzichtbares Rückgrat des Alltags die Mobilität vieler Millionen Menschen und den Transport von Waren aller Art. Damit dies möglich ist, leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter staatlicher und privater Bahn- und Infrastrukturbetreiber, aber auch ihre Zulieferer (beispielsweise im Catering, in Frachtterminals oder in der Wartung) täglich einen unschätzbaren Beitrag.

Der Schienenverkehr benötigt schnelle und unbürokratische Unterstützung auf europäischer und nationaler Ebene

                                                                                                                                                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

„Alle notwendigen Bus- und Zugverbindungen bleiben aufrecht, damit die Menschen weiterhin sicher an ihren Arbeitsplatz kommen. Der Schienengüterverkehr bildet das Rückgrat der Warentransporte in ganz Europa, um alle Menschen auch weiterhin mit Waren des täglichen Bedarfs zu versorgen. Bereits jetzt muss aber auch sichergestellt werden, dass Unternehmen im Schienenverkehr ausreichend Unterstützung erhalten, um nach der Krise den Vollbetrieb rasch wieder aufnehmen zu können,“ so Andreas Matthä CEO der ÖBB und Chairman des Verbandes der Europäischen Bahnen und Infrastrukturgesellschaften (CER).

 

Dr. Erich Forster, CEO der WESTbahn und Präsident von ALLRAIL, dem Verband der unabhängigen Bahnverkehrsunternehmen in Europa, fügt hinzu: „Wir alle müssen in diesen Wochen zusammenstehen. Ein trotz Einschränkungen stabiler öffentlicher Verkehr trägt im Moment ganz besonders dazu bei, dass Wege, die unerlässlich sind, auch durchgeführt werden können und somit ein Stück Normalität erhalten bleibt.“

 

Die COVID-19 Pandemie stellt den Schienenverkehr dennoch vor enorme Herausforderungen. Trotz der stark zurückgegangenen Nachfrage wird der Personenverkehr aufrechterhalten, da viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterhin zu ihrer Arbeitsstelle gelangen müssen. Der Güterverkehr garantiert auch in der Krise die Versorgung mit wichtigen Konsumgütern, vor allem Nahrungsmitteln und medizinischen Produkten. Gleichzeitig können die zurückgehenden Einnahmen die Kosten der Unternehmen keineswegs decken, selbst wenn diese aufgrund von Kurzarbeit verringert werden konnten. Damit Mobilität und Logistik auf der Schiene weiterhin, aber vor allem auch in der Zeit nach Eindämmung des Virus verlässlich funktionieren und private wie staatliche Unternehmen gesichert weiterbestehen können, ist die Unterstützung des Sektors essentiell.

 

 

Gemeinsamer Brief der europäischen Verbände an die EU

 

Mit einem gemeinsamen Brief haben sich wichtige Interessensvertretungen im Eisenbahnsektor auf europäischer Ebene CER, ERFA, ALLRAIL, UIP und UIRRdaher an die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Margrethe Vestager, die Kommissarin für Transport, Adina Valean, und die Kommissarin für Kohäsion und Reformen, Elisa Ferreira, gewandt. In dem Schreiben heben die Verbände die bedrohlichen wirtschaftlichen Auswirkungen der nationalen Quarantäne-Maßnahmen auf den Schienenverkehr hervor, der ja gerade in den letzten Jahren durch zusätzliche Anbieter und neu aufgenommene Tag- und auch Nachtverbindungen stark an Attraktivität gewonnen hat.

 

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssen (nicht zuletzt im Sinne des Green Deal) sicherstellen, dass Unternehmen im Schienenverkehr schnell und unbürokratisch Unterstützung bekommen, um rasch wieder den Vollbetrieb aufnehmen zu können. Dazu zählen Maßnahmen wie eine temporäre Anpassung bei der Vergabe von Staatshilfe, um unmittelbar im Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus stehende Schäden kompensieren zu können sowie Steuererleichterungen und Finanzhilfen, die die kurzfristige Liquidität im Unternehmen sichern.

 

Längerfristig müssen auch Investitionen für die Schieneninfrastrukturprojekte gesichert und weiter gefördert werden, da sie sich direkt und positiv auf die regionalen und nationalen Volkswirtschaften auswirken. Die Beibehaltung der Investitionen in Eisenbahnprojekte ist eine notwendige wirtschaftliche Lebensader für die gesamte EU-Wirtschaft.

 

Die Aufgabe, durch die Aufrechterhaltung des Personen- und Güterverkehrs Sicherheit und Verlässlichkeit zu bieten, übernehmen wir als Unternehmen gern. Allerdings möchten wir nicht nur als verlässlicher Mobilitätspartner für unsere Reisenden da sein, sondern auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristig einen sicheren Arbeitsplatz bieten können. Sie alle sowie unsere Zulieferer leisten hervorragende Arbeit – in ganz besonderem Maß in der aktuellen schwierigen Situation. Aus diesem Grund ist die Zusage von EU-Unterstützung für den Schienenverkehr besonders rasch notwendig.

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TGV Lyria stellt Betrieb zwischen Frankreich und den Bahnhöfen Basel und Genf bis auf Weiteres ein

Als Folge der neuen staatlichen Richtlinien in Frankreich vom 24. März 2020 mit denen die Lockdown-Massnahmen weiter verstärkt wurden, kommt es bei allen TGV-Verbindungen zu erheblichen Einschränkungen. TGV Lyria informiert hiermit seine Fahrgäste, dass in diesem Zusammenhang sämtliche Verbindungen von TGV Lyria zwischen Frankreich und den Bahnhöfen Basel und Genf ab morgen Samstag, 28. März 2020 bis auf Weiteres eingestellt werden.

Corona zwingt TGV Lyria für weitreichende Massnahmen                                                                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Seit dem Auftreten von Covid-19 war TGV Lyria bestrebt, ihren Auftrag der Mobilitätssicherung weiterhin wahrzunehmen, indem sichergestellt wurde, dass zwingend notwendige Reisen nach wie vor unter den bestmöglichen Bedingungen angetreten werden können.

 

TGV Lyria hat ihren Verkehrsplan regelmässig an die staatlichen Richtlinien in Frankreich und der Schweiz angepasst, mit denen die Reisetätigkeit der Bevölkerung beschränkt werden sollten. So wurden in einem ersten Schritt die von TGV Lyria angebotenen Verbindungen reduziert und schliesslich auf Fahrten zwischen Paris und den beiden Grenzbahnhöfen Basel und Genf beschränkt.

 

Die Aktualisierungen des Verkehrsplans erfolgen in Echtzeit, um sicherzustellen, dass die Passagiere über zuverlässige Informationen und ausreichend Zeit verfügen, um eine Ausweichlösung zu finden.

 

Als Folge der neuen staatlichen Richtlinien in Frankreich vom 24. März 2020 mit denen die Lockdown-Massnahmen weiter verstärkt wurden, kommt es bei allen TGV-Verbindungen zu erheblichen Einschränkungen.

 

TGV Lyria informiert hiermit seine Fahrgäste, dass in diesem Zusammenhang sämtliche Verbindungen von TGV Lyria zwischen Frankreich und den Bahnhöfen Basel und Genf ab morgen Samstag, 28. März 2020 bis auf Weiteres eingestellt werden.

 

Die Teams von TGV Lyria bleiben uneingeschränkt im Einsatz und bewerten die Lage täglich neu, um den Betrieb so rasch als möglich und gemäss den staatlichen Richtlinien wieder aufnehmen zu können.


 

Infos zum Umtausch / Rückerstattung der Fahrausweise finden sie   hier  bei  TGV  Lyria


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DB 2019: Erstmals über 150 Millionen Reisende im Fernverkehr - Auswirkungen der Corona-Krise noch nicht absehbar

Mit rund 151 Millionen Reisenden im Fernverkehr hat die Deutsche Bahn (DB) einen neuen Fahrgastrekord erzielt und damit erstmals die Marke von 150 Millionen überschritten. Im Vergleich zum bereits starken Vorjahr nutzten 2019 nochmals 1,9 Prozent oder 2,8 Millionen Reisende mehr die ICE- und IC-Züge der DB – der fünfte Anstieg in Folge. Der bereinigte Umsatz des DB-Konzerns wuchs in diesem Zeitraum um knapp ein Prozent auf 44,4 Milliarden Euro. Mit Spitzenausgaben für Schienennetz, Bahnhöfe und Züge baute die DB die grösste Investitionsoffensive ihrer Geschichte aus. Das operative Ergebnis (EBIT bereinigt) sank gegenüber dem Vorjahr infolge hoher Zukunftsausgaben um 13 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.

Umsatz gestiegen • Gewinn gesunken • Zukunftsausgaben haben in den nächsten Jahren Vorrang, was sich in niedrigeren Ergebnissen widerspiegeln wird • Auswirkungen der Corona-Krise noch nicht absehbar                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Ziel sei es, „die Leistungsfähigkeit der Eisenbahn in Deutschland substanziell zu steigern", erklärte Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, zur Bilanz des Geschäftsjahres 2019. „Zukunftsausgaben haben in den nächsten Jahren Vorrang, was sich mittelfristig in niedrigeren Ergebnissen widerspiegeln wird."

 

Positive Fahrgastzahlen bestätigten den mit der Strategie „Starke Schiene" eingeschlagenen Kurs. So steigerte auch der DB-Regionalverkehr in Deutschland 2019 die Zahl der Reisenden auf der Schiene um 1,6 Prozent auf knapp zwei Milliarden Fahrgäste. „Wir sehen klare Anzeichen für eine Verkehrsverlagerung auf die klimafreundliche Schiene", bilanzierte Lutz.

 

Bei der Verkehrsleistung im Schienenpersonenverkehr legte die DB 2019 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 695 Millionen auf 98,4 Milliarden Personenkilometer zu. DB Regio konnte 2019 erstmals wieder seinen saldierten Auftragsbestand vergrößern. Das heißt: die von Wettbewerbern für künftige Verkehre gewonnenen Zugkilometer waren höher als die verlorenen Anteile.

 

Die Betriebsleistung auf dem Schienennetz nahm 2019 erneut zu. Die Nachfrage erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 1,09 Milliarden Trassenkilometer. Der Anteil DB-externer Bahnen kletterte auf 33,8 Prozent (2018: 32,2 Prozent).

 

Deutlich gestiegen sind 2019 die Nettoinvestitionen. Sie legten gegenüber 2018 um 41 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zu – ein neuer Spitzenwert, auch wenn er aufgrund einer geänderten Bilanzierungsweise nur bedingt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar ist. Auch die Bruttoinvestitionen, vor allem in die Infrastruktur, wurden ausgebaut. Der Grossteil aller Mittel fliesst weiterhin in den Aus- und Umbau in Deutschland: für mehr Qualität und Zuverlässigkeit, neue Züge und zusätzliches Personal.

 

Die Nettofinanzschulden entwickelten sich mit 24,2 Milliarden Euro etwas besser als erwartet und blieben damit unterhalb der mit dem Bund vereinbarten Verschuldungsgrenze.

 

Finanzvorstand Dr. Levin Holle: „Unsere Aufgabe ist es, trotz sehr hoher Investitionen und zusätzlicher Belastungen durch die Corona-Pandemie weiterhin die finanzielle Stabilität der DB sicherzustellen." Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der globalen Corona-Krise sind in ihrer genauen Höhe derzeit noch nicht absehbar.

 

 

Logistik und Güterverkehr

 

DB Schenker erzielte 2019 mit einem operativen Ergebnis in Höhe von 538 Millionen Euro den dritten Rekord in Folge. Mit Ausnahme der Luftfracht, die branchenweit Rückgänge verzeichnete, legten alle Geschäfte in der Leistung zu. Die europäische Nahverkehrstochter DB Arriva hat sich in einem von starkem Wettbewerb geprägten Umfeld 2019 beim operativen Ergebnis leicht unterhalb des Vorjahresniveaus entwickelt.

 

Die Verkehrsleistung bei DB Cargo sank um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weil die Nachfrage in konjunkturabhängigen Branchen wie Stahl und Automobil zurückgeht, ist davon auszugehen, dass ein nachhaltiges Wachstum des Schienengüterverkehrs trotz aller Kraftanstrengungen noch einige Zeit brauchen wird.



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Info Links zum öffentlichen Verkehr in Europa

Der öffentliche Verkehr wurde in den letzten Tagen europaweit weiter eingeschränkt. Da sich die Situation im Bahnverkehr täglich, ja fast schon stündlich ändert, haben wir hier die wichtigsten Links zusammengestellt, wo Sie sich jeweils über die aktuelle Lage informieren können. Gesunde Fahrgäste, die eine Reise zwingend antreten müssen, sind gebeten:
1. vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan zu prüfen
2. ihre Billette elektronisch zu kaufen (zum Beispiel auf der Website oder in der App des Transportunternehmens)
3. die Hygieneanweisungen der Behördenzu befolgen



                                                                                            Fotos: Marcel Manhart


 

 

Nachstehend  die  Links,  wo  Sie  sich  jeweils über die aktuelle Lage informieren können:

Schweiz

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Gemeinsam gegen Corona: DB schliesst Pakt mit EVG und GDL

Die Beschäftigten der Deutschen Bahn müssen keine betriebsbedingten Kündigungen aus Anlass der Corona-Krise fürchten. Der Konzern und die Gewerkschaften haben dies jetzt in einer Vereinbarung ausgeschlossen. Diese regelt auch zusätzliche Arbeitsbefreiungen für Beschäftigte mit Kindern, Entgeltfortzahlungen, flexiblen Ausgleich versäumter Arbeitszeiten und sichert die Mitsprache der Betriebsräte bei Kurzarbeit. Die DB beschäftigt in Deutschland rund 200'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die geschlossene Vereinbarung gilt befristet bis zum 31. Juli 2020                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Die Deutsche Bahn hat mit den beiden Gewerkschaften EVG und GDL eine Vereinbarung „Gemeinsam gegen Corona“ für den Systemverbund Bahn in Deutschland abgeschlossen. Es geht um weitreichende Unterstützung für Eltern im Zusammenhang mit Kita- und Schulschliessung und das Bekenntnis zu sicheren Arbeitsplätzen – ein gemeinsamer Pakt in der Corona-Krise. „Es ist ein wichtiges Signal, dass wir in der Krise zusammenhalten und im Schulterschluss für die DB-Beschäftigten vorangehen“, so Personalvorstand Martin Seiler.

 

DB, EVG und GDL betonen das gemeinsame Ziel, die Gesundheit der Mitarbeitenden, ihrer Familien sowie der Kunden bestmöglich zu schützen und gleichzeitig den Bahnbetrieb so lange und so gut wie möglich aufrecht zu erhalten, um in Deutschland eine stabile Grundversorgung mit Verkehrsdienstleistungen zu gewährleisten. Den Berufsgruppen im Eisenbahnverbund in Deutschland kommt hierbei eine besondere Systemrelevanz zu.

 

 

Folgende Punkte beinhaltet die Vereinbarung:

 

Die DB gewährleistet die Sicherheit der Arbeitsplätze. „Die Beschäftigten müssen sich keine Sorgen machen, ihre Arbeitsplätze sind sicher. Aus Anlass der Corona-Krise wird es keine Kündigungen geben“, betont Seiler.

 

Für Eltern, die wegen der Kita- und Schulschließung keine alternative Lösung für die Betreuung ihrer Kinder haben, wurde die Möglichkeit zur Arbeitsbefreiung von insgesamt bis zu 15 Arbeitstagen bei gleichzeitiger Lohnfortzahlung vereinbart.

 

Generell gilt: Soweit den Beschäftigten die Arbeitsleistung infolge der Corona-Krise nicht möglich ist und keine anderweitigen Optionen zu einer Fortsetzung der Tätigkeit bestehen (z. B. andere Lage der Arbeitszeit, anderer Arbeitsort, Anpassung der Tätigkeit, Home Office / mobiles Arbeiten), wird das verstetigte Entgelt ungekürzt fortgezahlt.

 

Die Vereinbarung sieht individuelle flexible Möglichkeiten vor, um unbürokratisch Arbeitszeiten entsprechend auszugleichen oder nachzuarbeiten.

 

Es herrschte Einvernehmen, dass in bestimmten Bereichen die Nutzung von Kurzarbeit ein probates Mittel sein kann. Diese erfolgt auf der Basis von tariflichen oder tarifvertraglichen und betrieblichen Regelungen und wird nur mit Zustimmung des Betriebsrats eingeführt.

 

In Härtefällen, in denen ein solcher Ausgleich nicht möglich ist, wurden individuelle Lösungen vereinbart.

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Empfehlungen der DB betreffend Stornierung von Fahrausweisen

Ab dem 2. April 2020 können Sie die Stornierung Ihres bei der Deutschen Bahn online oder mobil gebuchten Tickets schnell und direkt selbständig durchführen. Da das Anfragevolumen per Kontaktformular derzeit aussergewöhnlich hoch ist und es deshalb auch zu längeren Wartezeiten kommt empfieht die DB  dringend, zu warten, bis die neue Funktion zur Verfügung steht. Neben den bestehenden tariflichen Erstattungsregelungen gewährt die DB für alle bis einschliesslich 13. März 2020 gekauften Tickets für Reisen zwischen dem 13. März und 30. April 2020 weitgehende Sonderkulanzregelungen. Reisende mit Flexpreis Fernverkehr oder Flexpreis Business Tickets, bei denen eine kostenfreie Stornierung möglich ist, nutzen bitte die üblichen Stornierungswege.

Für  alle  bis  einschliesslich 13. März 2020  gekauften  Tickets  für   Reisen  zwischen  dem  13. März  und  30. April 2020 gewährt die DB weitgehende Sonderkulanzregelungen                                                                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 


Reisende mit einer Fahrkarte des Fernverkehrs

 

Kunden, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ihre bis zum 13. März 2020 gebuchten Tickets mit Reisetag bis zum 30. April .2020 kostenfrei in einen Gutschein im Wert ihres Tickets umwandeln lassen. Das gilt auch für Super Sparpreise, Sparpreise und Gruppenfahrkarten. Den Antrag auf Erstattung wird bis zum 30. Juni 2020 entgegen genommen.

Reisende, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise verschieben möchten, können Ihre bis zum 13. März 2020 gekauften Tickets für Reisetage bis 30. April 2020 nun bis zum 30. Juni 2020 flexibel nutzen. Die Zugbindung bei Sparpreisen und Super Sparpreisen (national und international) ist aufgehoben.

Für Reisende mit Gruppenfahrkarte gilt diese flexible Nutzungsmöglichkeit jedoch nicht. Die Cityfunktion bei Sparpreisen ist ebenfalls nicht von der Sonderkulanz erfasst. Für die Fahrt zum/vom Bahnhof im Abgangs- oder Zielort ist eine neue Fahrkarte für den ÖPNV vor Ort zu erwerben.


Reisende mit einem Flexpreis oder Flexpreis Business haben unabhängig von den aktuellen Sonderkulanzen die Möglichkeit, ihre Fahrkarten kostenlos zu stornieren. Diese Kunden werden gebeten, die üblichen Stornierungswege zu nutzen.

 

 

Wo kann ich meine Fahrkarte stornieren?

 

Reisende mit Flexpreis Fernverkehr oder Flexpreis Business Tickets, bei denen eine kostenfreie Stornierung möglich ist, nutzen bitte die üblichen Stornierungswege, insbesondere ihr Geschäftskundenportal oder Online-/Mobile-Tickets über folgenden Link: bahn.de/stornierung.

Reisende mit einem online oder mobil gekauften Sparpreis oder Super Sparpreis (auch international) möchten wir informieren, dass Sie ab dem 2. April 2020 die Stornierung Ihres online oder mobil gebuchten Sparpreis- bzw. Super Sparpreis Tickets schnell und direkt selbständig durchführen können. Wir empfehlen Ihnen dringend, zu warten, bis die neue Funktion zur Verfügung steht.

Alternativ dazu können Sie das Kulanzformular nutzen. Wir weisen aber darauf hin, dass aufgrund des hohen Anfragevolumen mit längeren Bearbeitungszeiten zu rechnen ist.

Inhaber einer BahnCard 100 oder ProbeBahnCard 100 wenden sich wie gewohnt an ihren BahnComfort Service.

Kunden mit Fragen zur Abwicklung von BahnBonus-Punkten wenden sich bitte an 0180 6 34 00 35 oder bahnbonus-service@bahn.de.

Kunden mit Gruppenfahrkarten (national und international) können ihre Gruppentickets zur Erstattung einreichen. Bitten wenden Sie sich

  • bei online gekauften Gruppen-Tickets (z.B. Super Sparpreis oder Sparpreis Gruppe, auch international) mit diesem Kulanzformular an die Bahn.
  • bei über bahn.de angefragten und per E-Mail bestätigten Gruppenbuchungen an: gruppenreisen@dbdialog.de.
  • bei Kauf in einer DB Verkaufsstelle an die jeweilige Verkaufsstelle.
  • bei Sparpreis Touristik Gruppe (auch international) an den Veranstalter oder die Verkaufsstelle.

Reisende mit einer Fahrkarte Rail&Fly wenden sich an ihren Veranstalter oder die Verkaufsstelle.

Reisende, die ihre Fahrkarte in einer Verkaufsstelle (z.B. Reisezentrum, DB-Agentur) oder am Automaten gekauft haben, wenden sich bitte an eine der geöffneten DB-Verkaufsstellen oder senden einen Brief mit der Fahrkarte und -wenn vorhanden- ihrer E-Mail-Adresse an:

DB Fernverkehr AG
Kundendialog
Postfach 10 06 13
96058 Bamberg

Reisende mit Streckenzeitkarten des Fernverkehrs im Abo kontaktieren ihr Abo Center. Alle übrigen Inhaber einer Streckenzeitkarte des Fernverkehrs (Nutzung mit ICE, IC/EC ) wenden sich bitte an ihre Verkaufsstelle. Für Streckenzeitkarten des Nahverkehrs (RE, RB und andere regionale Verkehrsanbieter) gibt es keine Kulanzregelungen.

Inhaber eines Eurail-Passes oder Interrail-Passes wenden sich bitte an ihre Verkaufsstelle oder an www.eurail.com.

Inhaber eines German Rail Passes wenden sich an ihre Verkaufsstelle oder fahrkartenservice@bahn.de.

Reisende, die ihre Fahrkarte über international-bahn.de gebucht haben (z.B. Thalys, inneritalienische Hochgeschwindigkeitszüge) wenden sich per E-Mail an service-international@bahn.de.

 

 

 

Reisende mit einer Fahrkarte des Nahverkehrs

Reisende im Nahverkehr mit einer Einzelfahrkarte (z.B. Flexpreis) bzw. einem Pauschalticket (z.B. Quer-durchs-Land-Ticket) des DB-Tarifs können Ihre Reise kostenfrei stornieren. Dies gilt für alle bis zum 13. März 2020 gebuchten Fahrkarten mit Reisetag bis zum 30. April 2020. Betroffene Kunden wenden sich bitte an die Verkaufsstellen und den Kundendialog des Unternehmens, das die Fahrkarte ausgegeben hat.

Für Streckenzeitkarten des Nahverkehrs sowie Fahrkarten im Nahverkehr des DB-Tarifs mit einem Buchungsdatum ab dem 14. März 2020 oder einem Reisedatum ab dem 1. Mai 2020 gelten die tariflichen Regelungen. Diese Fahrkarten werden nicht kostenfrei erstattet. Für Reisende im Nahverkehr mit einer Fahrkarte eines Verkehrsverbunds oder Landestarifs gelten die Regelungen des jeweiligen Verbund- oder Landestarifs.

 

 

Wo kann ich meine Fahrkarte stornieren?

 

Reisende mit Flexpreis Nahverkehr, bei denen eine kostenfreie Stornierung möglich ist, nutzen bitte die üblichen Stornierungswege, insbesondere für Online-/Mobile-Tickets über folgenden Link: bahn.de/stornierung.

Reisende mit einem online oder mobil gekauften Flexpreis Nahverkehr, Länder-Ticket (ausser Baden-Württemberg-, Hessen-, Niedersachsen- und Schöner-Tag-Ticket) und Quer-durchs-Land-Ticket möchten wir informieren, dass Sie ab dem 2. April 2020 die Stornierung Ihres online oder mobil gebuchten Flexpreis-, Länder- und Quer-durchs-Land-Ticket schnell und direkt selbständig durchführen können. Wir empfehlen Ihnen dringend, zu warten, bis die neue Funktion zur Verfügung steht.

Alternativ dazu können Sie das Kulanzformular nutzen. Wir weisen aber darauf hin, dass aufgrund des hohen Anfragevolumen mit längeren Bearbeitungszeiten zu rechnen ist.

Reisende, die ein anderes Pauschalpreisticket (z.B. Regio-Ticket) besitzen oder Ihre Fahrkarte in einer Verkaufsstelle (z.B. Reisezentrum, DB-Agentur) oder am Automaten gekauft haben, wenden sich bitte an eine DB-Verkaufsstelle oder den Kundendialog: Kontaktformular Kundendialog Nahverkehr.

 

 

Tickets mit einem Buchungsdatum ab dem 14. März oder einem Reisedatum ab dem 1. Mai


Fahrkarten mit einem Buchungsdatum ab dem 14. März 2020 oder einem Reisedatum ab dem 1. Mai 2020 werden nicht kostenfrei in einen Gutschein im Wert Ihres Tickets umgewandelt. Die Zugbindung ist bei diesen Fahrkarten nicht aufgehoben. Durch die besondere Situation des Coronavirus können sich kurzfristig Änderungen geben. Über das weitere Vorgehen wird die DB regelmässig informieren.




 

Wenn Sie ein Kundenkonto haben, können Sie Ihr Ticket noch einfacher über bahn.de/meinebahn stornieren


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WESTbahn anerkennt Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) Tickets

Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und die WESTbahn GmbH konnten sich auf eine vorübergehende Ticket-Anerkenntnis für VOR-Fahrkarten einigen: VOR-Tickets werden ab morgen Montag, 23. März 2020 bis auf weiteres auch in den Zügen der WESTbahn akzeptiert. Durch die kombinierten Angebote beider Unternehmen kann VOR-Kundinnen und Kunden somit selbst in Zeiten von Corona auch auf der Weststrecke ein sehr dichtes Angebot unterbreitet werden: Durch die Einbindung der WESTbahn kommen zwischen Amstetten und Wien (mit Zwischenhalt in St. Pölten) werktags acht Verbindungen hinzu.

VOR-Tickets gelten bis auf weiteres nun auch auf den Zügen der WESTbahn                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) vereint sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland, mit wenigen Ausnahmen: Neben rein touristischen Angeboten wie Flughafenbussen oder CAT ist auch das Angebot der privatwirtschaftlich agierenden WESTbahn aus dem VOR ausgenommen. VOR-Tickets gelten also unter normalen Umständen nicht für die WESTbahn. Um den Fahrgästen auch während der Corona bedingten Einschränkungen im ÖBB-Fernverkehr auf der Weststrecke ein bestmögliches, stabiles und verlässliches Angebot unterbreiten zu können, konnten sich VOR und WESTbahn rasch und unbürokratisch auf eine vorübergehende Anerkenntnis der VOR-Tickets einigen.

 

„In der jetzigen Zeit gilt es, für die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Gemeinwohls an einem Strang zu ziehen. Die Kooperation zwischen dem VOR und der WESTbahn ist ein gelungenes Beispiel, wie wir im Miteinander die öffentliche Versorgung weiter aufrechterhalten können! Trotz Einschränkungen bei den ÖBB können sich diejenigen, die weiter in die Arbeit müssen und auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind, auf ein entsprechendes Öffi-Angebot verlassen”, so Landesrat Ludwig Schleritzko, der sich bei den Verantwortlichen von VOR und WESTbahn für die rasche Einigung im Sinn der Fahrgäste bedankt.

 

„Der öffentliche Verkehr gehört zu den Eckpfeilern unseres Gemeinwohls, daher ist ein verlässliches und stabiles Öffi-Angebot ein Wert an sich”, so VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll, dem sein Kollege Thomas Bohrn beipflichtet: „Das Öffi-Grundangebot aufrecht zu erhalten, ist gerade jetzt unbedingt notwendig. Damit z.B. Eltern, welche im Gesundheitswesen arbeiten oder aus anderen Gründen auf eine Betreuung ihrer Kinder durch die Schulen angewiesen sind, sich auf die Öffis verlassen können. Neben den Verkehren zu den Schulen bleiben auch die Wege zu Apotheken, Spitälern und Arbeitsplätzen gewährleistet”.

 

„Wir alle müssen in diesen Wochen zusammenstehen. Unsere Aufgabe als Bahnunternehmen ist es, den Menschen ein Stück Sicherheit und Verlässlichkeit zu bieten – auch wenn sich ihr Alltag gerade sehr verändert hat. Diese Verantwortung übernehmen wir gern und möchten mit der unbürokratischen Anerkenntnis der VOR-Tickets einen Beitrag zur Stabilität des öffentlichen Verkehrs leisten.“ sagt Dr. Erich Forster, CEO der WESTbahn.

 

Die aktuelle Regelung bezüglich der Anerkenntnis der VOR-Tickets in den Zügen der WESTbahn gilt bis auf weiteres. Eine über die Phase der aktuellen Corona-Krise hinausgehende Anerkenntnis ist damit noch nicht vereinbart.

 

Überblick: VOR-Angebot ink. WESTbahn auf der Weststrecke ab 23. März 2020

  • RJX (Stündlich 5-20 Uhr) im Stundentakt Wien Hbf.- Wien Meidling – St. Pölten - Linz mit Einfachgarnituren, ab Salzburg abwechselnd nach München oder Feldkirch
  • RJ (Zweistündlich 6-21 Uhr) Wien Hbf. – Wien Meidling – Tullnerfeld – St. Pölten – Amstetten – St. Valentin – Linz, weiter nach Salzburg
  • WESTbahn (Zweistündlich 6-20 Uhr) Wien Westbf. – Wien Hütteldorf – St. Pölten – Amstetten – Linz, weiter nach Salzburg
  • CJX (Stündlich 5-24 Uhr, schneller Nahverkehr) Wien Westbf. – Wien Hütteldorf – Tullnerfeld – St Pölten – Prinzersdorf – Loosdorf – Melk – Pöchlarn – Krummnußbaum – Ybbs/D. - Neumarkt a. d. Ybbs-Karlsbach – Blindenmarkt – Amstetten

 

Wichtige Anschlüsse zum Nahverkehr (Regionalverkehr, S-Bahn und Regionalbus)

  • Tullnerfeld zur S-Bahn Linie S40 nach Tulln, Franz-Josefs-Bahn oder Traismauer sowie zum Regionalbus
  • St. Pölten zur Traisentalbahn nach Lilienfeld und Hainfeld, Kamptalbahn-Linie nach Krems und Horn, Inneren Westbahn Richtung Neulengbach, Äußere Westbahn Richtung Melk, Pöchlarn, Regionalbus und Stadtbus LUP
  • Melk zum VOR Regionalbus u.a. Richtung Wachau
  • Pöchlarn zur Erlauftalbahn Richtung Scheibbs sowie Regionalbus
  • Amstetten zur Rudolfsbahn nach Waidhofen/Ybbs, Nahverkehr Richtung Haag, St. Valentin, Ybbs/D. sowie Regionalbus
  • St. Valentin zur Donauuferbahn, Rudolfsbahn nach Steyr sowie Regionalbus

 

Alle verfügbaren Verbindungen sind unter AnachB.vor.at  bzw. in der VOR AnachB App ersichtlich


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BAV unterstützt ÖV und Schienengüterverkehr mit Sondermassnahmen

Das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) will dazu beitragen, dass die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs (ÖV) und des Schienengüterverkehrs während der Corona-Pandemie zahlungsfähig bleiben und sich auf die Aufrechterhaltung des Betriebs konzentrieren können. Es hat deshalb Sondermassnahmen bei der Finanzierung und für das Bahn- und Trampersonal beschlossen. Zudem hat das BAV die Betriebskontrollen und Audits im Rahmen der Sicherheitsüberwachung vorübergehend ausgesetzt. Der sichere ÖV-Betrieb bleibt gewährleistet.

Der Schienengüterverkehr nimmt eine wichtige Versorgungsfunktion ein                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Der ÖV und der Schienengüterverkehr nehmen in der Corona-Pandemie eine wichtige Versorgungsfunktion ein: Dank dem Grundangebot im ÖV ist sichergestellt, dass die unbedingt notwendige Mobilität, z. B. der Arbeitsweg für Arbeitnehmer mit Präsenzpflicht am Arbeitsort weiterhin sichergestellt ist. Der Schienengüterverkehr leistet einen wichtigen Beitrag dafür, dass die Bevölkerung auch weiterhin mit genügend Lebensmitteln und weiteren wichtigen Gütern versorgt wird und dass die Industrie in der Schweiz und in Europa ihre Produktion fortführen kann.

  • Das BAV hat deshalb sofort wirksame Sondermassnahmen bei der Finanzierung beschlossen. Mit diesen wird in allen subventionierten Verkehrsbereichen (Regionaler Personenverkehr, Bahninfrastruktur und Schienengüterverkehr) sichergestellt, dass die Unternehmen finanziell liquid und damit handlungsfähig bleiben. Dies wird beispielsweise über vorgezogene Teilzahlungen oder vorübergehende höhere Auszahlungen erreicht. Mittel- und längerfristige Finanzierungsmassnahmen werden erarbeitet, sobald der Bedarf analysiert und geklärt ist.
  • Der alpenquerende Schienengüterverkehr wird zusätzlich entlastet durch eine temporäre Anpassung der Geschäftsbedingungen: Transportieren die Bahnen mehr Güter als geplant, können sie für diese Zusatzmengen beim BAV zusätzliche Abgeltungen beantragen. Unterschreiten sie die Planmengen, verzichtet der Bund auf die sonst übliche Abgeltungs-Kürzung. Diese Anpassungen gelten bis auf weiteres.
  • Das BAV hat den Bahnen zudem mitgeteilt, dass Lokführer und weiteres Personal mit abgelaufenen medizinischen Tauglichkeits-Attests sowie abgelaufenen Bescheinigungen zur Fachkompetenz aufgrund sich abzeichnender Ressourcenengpässe bis auf weiteres eingesetzt werden darf. Voraussetzung ist, dass den Bahnen keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Einschränkung der medizinischen Tauglichkeit vorliegen könnte. Zudem hat das BAV ein Merkblatt erarbeitet zur Anwendung des Arbeitszeitgesetzes in der gegenwärtigen ausserordentlichen Lage.
  • Weiter setzt das BAV seine Tätigkeiten der Sicherheitsüberwachung wie Betriebskontrollen und Audits vorübergehend aus. Dies ermöglicht es den Transportunternehmen, sich voll und ganz auf den Betrieb zu konzentrieren. Für den Schienengüterverkehr entfallen Verzögerungen auf der Strecke, die sich bei Betriebskontrollen ergeben können. Die Aussetzung gilt vorerst bis Mitte April 2020. Der sichere Betrieb des öffentlichen Verkehrs liegt in der Verantwortung der Transportunternehmen und bleibt weiterhin gewährleistet.
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Bei der Rhätischen Bahn bleibt der Stundentakt gewährleistet

Die Schweizer Transportunternehmen reduzieren auf Anordnung der Systemführer SBB und PostAuto und in Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und den kantonalen Instanzen das Angebot. Die Fahrplananpassung erfolgt ab Donnerstag, 19. März 2020, schrittweise und gilt bis mindestens 26. April 2020. Als erste Massnahme bei der Rhätischen Bahn (RhB) verkehrt ab Samstag, 21. März 2020 der Autoverlad Vereina statt im Halbstunden- im Stundentakt. Ab Donnerstag, 26. März 2020, wird auch bei den Reisezügen vom Halbstunden- auf den Stundentakt reduziert.

Der Reisezugverkehr der Rhätischen Bahn wird ab 26. März 2020 auf einen Stundentakt reduziert    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Insbesondere betroffen sind die Regional-Express Züge Landquart - Klosters - St. Moritz und umgekehrt sowie deren Anschlusszüge in Klosters von / nach Davos. Diese verkehren bis auf den ersten und den letzten Zug des Tages ab Donnerstag, 26. März 2020 nicht mehr. Im Puschlav fallen wegen der nächtlichen Grenzschliessung in Campocologno von 20.00 Uhr bis 5.00 Uhr die Bahnersatzbusse zwischen Campocologno und Tirano aus. Die RhB bittet Fahrgäste, welche reisen müssen, vorgängig den Online-Fahrplan zu konsultieren.

 

Der touristische Verkehr, Extrafahrten und historische Fahrten wurden bereits eingestellt.  Die Züge des  Bernina Express  und des  Glacier Express  verkehren nicht mehr. Gruppenreisen werden abgesagt. Speisewagen und Cateringservices auf den Zügen sind untersagt. Diese Massnahmen gelten vorerst einmal bis mindestens 26. April 2020. Die geplanten Charter- und Erlebnisfahrten der Rhätischen Bahn bis 30. Juni 2020 finden nicht statt.

 

 

Autoverlad Vereina

 

Der aktuelle Fahrplan des Autoverlads Vereina ist unter  www.rhb.ch/vereina  ersichtlich.

 

 

Güterverkehr

 

Der Gütertransport erfolgt ohne Einschränkungen. Die Grundversorgung (Stundentakt) bleibt auf dem ganzen RhB-Streckennetz gewährleistet. Transportunternehmen können sich bei Fragen rund um den Gütertransport gerne direkt an die Leitung der Bündner Güterbahn  wenden.


 

Weitere Infos zum ÖV in der Schweiz  siehe Beitrag vom 18. März 2020


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Update zum ÖBB-Personenverkehr: Ausdünnung des Nahverkehrs in ganz Österreich ab 23. März 2020

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen werden die ÖBB den Nahverkehr in ganz Österreich zunehmend ausdünnen. Damit tragen die ÖBB einerseits dem stark abnehmenden Fahrgastaufkommen Rechnung, andererseits dienen diese Maßnahmen auch dem Schutz der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Alle notwendigen Bus- und Zugverbindungen bleiben natürlich aufrecht, damit jene Menschen weiterhin sicher an ihren Arbeitsplatz kommen, die für die Aufrechterhaltung der Grundversorgung notwendig sind“ versichert ÖBB-Chef Andreas Matthä. Geplant ist die Umstellung auf den Sonntagsfahrplan mit Verstärkung in den Hauptverkehrszeiten in der Früh und am Nachmittag.

Ab kommenden Montag erfolgt eine Ausdünnung des Nahverkehrs in ganz Österreich                      Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Viele relevante Berufsgruppen sind auf den öffentlichen Verkehr und die ÖBB angewiesen, daher werden die ÖBB weiterhin im Einsatz sein, um die landesweite Mobilität sicherzustellen. Das betrifft insbesondere auch den Güterverkehr, der wesentlich zur Versorgungssicherheit des Landes beiträgt.

 

 

Folgende Änderungen im Nahverkehr treten bereits ab heute Donnerstag ein:

  • Auf der Stammstrecke der Wiener S-Bahn (Floridsdorf – Wien Meidling) nehmen die ÖBB 65 Züge aus dem regulären Betrieb
  • Auf der S50 (Westbahnhof – Unterpurkersdorf) kommen 46 Züge aus dem regulären Betrieb
  • Auf der S40 (Wien Franz-Josefs-Bahnhof – St. Andrä/Wördern) kommen 34 Züge aus dem regulären Betrieb
  • Die Wiener Nacht S-Bahn entfällt komplett

 

FERNVERKEHR

 

Weststrecke | Fernverkehr

  • RJX Wien-Salzburg wird weiterhin im Stundentakt fahren
  • RJ Wien-Salzburg wurde seit 18.03.2020 auf 2 Stundentakt reduziert (vormals Stundentakt)
  • Ausfall aller Verstärkerzüge (zwischen Wien und Linz) seit 17.03.2020

Südstrecke | Fernverkehr

  • RJ Wien-Graz bleibt aufrecht im Stundentakt
  • Ausfall des FV zwischen Graz und Spielfeld seit 17.03.2020
  • Ausfall aller Verstärkerzüge (zwischen Wien und Villach) seit 16.03.2020

 

Die Strecke Salzburg – Kufstein – Innsbruck – Feldkirch wird weiterhin im Stundentakt geführt. Alle restlichen Fernverkehrsstrecken werden im 2 Stundentakt bedient.

 

Zusätzlich wurde das Personal in den Speisewägen auf ein Minimum. Es werden nur mehr fest verpackte Speisen und Getränke ausgegeben. Das gewährleistet weiterhin die Versorgung auf den Zügen und reduziert gleichzeitig die Kontaktanzahl für das Cateringpersonal.

 

Die geöffnete Personenkassen wurden bereits auf 21 an wichtigsten Knotenpunkten des Bahnnetzes reduziert. Weiterhin zur Verfügung stehen werden die 1.100 Ticketautomaten. Auch die Ticketbuchung über die ÖBB App und oebb.at sind nach wie vor möglich.

 

 

Folgende Ticketschalter sind weiterhin geöffnet:

 

Bregenz, Bruck an der Mur, Dornbirn, Feldkirch, Flughafen Wien, Graz Hbf (Lounge ist geschlossen), Klagenfurt Hbf (Lounge ist geschlossen), Leoben, Linz Hbf (Lounge ist geschlossen), Salzburg Hbf (Lounge ist geschlossen), St.Pölten Hbf, Villach Hbf, Wels Hbf., Wien Floridsdorf, Wien Hauptbahnhof (Lounge ist geschlossen), Wien Heiligenstadt, Wien Meidling (Lounge ist geschlossen), Wien Mitte, Wien Praterstern, Wien Westbf und Wiener Neustadt.

 

Alle Fahrgäste werden gebeten, sich unmittelbar vor Fahrtantritt nochmals genau über die aktuellen Verbindungen in ihrer Region zu informieren. ÖBB-Tickets von und nach Italien, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Polen, Slowenien, Deutschland und der Schweiz für Reisen mit Gültigkeit bis 13. April 2020 können kostenlos über Kundenservice 05-1717 storniert werden. Dies gilt ebenfalls für alle stornierten Nightjet-Verbindungen.

 

„In vollem Umfang bleibt der Schienengüterverkehr aufrecht“, so der Bahnchef Andreas Matthä. Die ÖBB Rail Cargo Group sorgt für die Aufrechterhaltung der Warentransporte im ganzen Land, um alle Österreicherinnen und Österreicher auch weiterhin mit Waren des täglichen Bedarfs zu versorgen.


 

Laufend aktualisierte Infos und weiterführende Links finden Sie hier auf der ÖBB Website


 

Details zu den regionalen Ersatzfahrplänen in den einzelnen Bundesländer finden Sie hier auf der ÖBB Website


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Schweizer ÖV-Angebot wird ab Montag markant reduziert - Übergangsfahrplan wird in drei Schritten umgesetzt

Der Online-Fahrplan wird laufend angepasst. In der Umstellungsphase bis am 26. März 2020 ist der Online-Fahrplan jeweils spätestens um 20 Uhr am Vorabend für den Folgetag aktuell.

 

Transportunternehmen bitten Fahrgäste vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren.

 

Die ÖV-Branche setzt in dieser ausserordentlichen Lage alles daran, ein Grundangebot an öffentlichem Verkehr für die Gesellschaft und die Wirtschaft aufrecht zu erhalten. Das ÖV-Grundangebot ermöglicht die Umsetzung der «Social Distancing»-Empfehlungen des Bundes. Die Züge fahren wenn immer möglich in maximaler Länge. Die Billettpflicht gilt weiterhin. SBB und Postauto haben als Systemführerinnen für den ÖV auf Schiene und Strasse zusammen mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) Grundsätze zur Angebotsreduktion im ÖV verabschiedet. Gemäss diesen hat die SBB das Ausdünnungskonzept in äusserst kurzer Zeit erarbeitet.

Der Übergangsfahrplan wird ab Donnerstag, 19. März 2020, in drei Schritten umgesetzt. Die grössten Änderungen werden ab Montag, 23. März, für die Kundinnen und Kunden spürbar.

Der Übergangsfahrplan gilt bis auf weiteres, mindestens bis zum 26. April 2020.

Das Grundangebot ist gewährleistet, der Online-Fahrplan wird täglich aktualisiert                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Im öffentlichen Verkehr ist aufgrund der ausserordentlichen Lage durch das Corona-Virus die Nachfrage stark zurückgegangen und es ist eine weitere Frequenzreduktion zu erwarten. Zudem sind erste Personalengpässe bei den Transportunternehmen spürbar. Die SBB und PostAuto als Systemführerinnen haben in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr entschieden, das Angebot zu reduzieren. Die Massnahmen sind nötig, damit der öffentliche Verkehr so lange wie möglich mit einem reduzierten Angebot funktionieren kann. Das Grundangebot ermöglicht die Umsetzung der «Social Distancing»-Empfehlungen des Bundes . Es gilt der Grundsatz, dass die weiterhin fahrenden Züge wenn immer möglich nicht gekürzt werden.

 

Die Fahrplankonzepte für den gesamten Fern- und Regionalverkehr wurden erarbeitet, noch nie haben die Transportunternehmungen in so kurzer Zeit eine so umfassende Fahrplananpassung durchgeführt. Aufgrund der Komplexität und Kurzfristigkeit ist die Umsetzung der Angebotsreduktion in drei Schritten notwendig. Die ersten und letzten Verbindungen des Tages bleiben unverändert.

 

Das Grundangebot ist gewährleistet, die Transportunternehmen bitten Fahrgäste jedoch, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren. Dieser wird ab dem kommenden Sonntag täglich bis 20 Uhr aktualisiert, sobald die Fahrplanänderungen in den Systemen angepasst sind.

 

 

Schritt 1: Ab Donnerstag 19. März 2020

 

• Zusatzzüge im Fernverkehr während Hauptverkehrszeit fallen aus

• Nachtzüge verkehren nicht mehr, der Hauptbahnhof Zürich wird auch am Wochenende in der Nacht geschlossen

• Internationale Züge innerhalb der Schweiz fahren nur bis zu Grenze

 

 

Schritt 2: Fernverkehr und grenzüberschreitender Regionalverkehr ab Montag, 23. März 2020

 

 

Schritt 3: Fernverkehr ab Donnerstag, 26. März 2020

 

 

Die Details zum Übergangsfahrplan im Regionalverkehr werden von den jeweiligen Kantonen, Verkehrsverbünden oder Transportunternehmen in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

 

 

Billettpflicht gilt weiterhin

 

Die Billettpflicht gilt auch für das öV-Grundangebot. Einzelbillette können vollumfänglich zurückerstattet werden. Für Abos gelten die üblichen Tarifbestimmungen. GA können 30 Tage kostenlos hinterlegt werden.

 

Für Rückerstattungen gibt es die Webseite www.sbb.ch/erstattungen. Die Mitarbeitenden des SBB Kundendienstes bearbeiten alle Anliegen mit vollem Einsatz. Die SBB bittet um Verständnis, dass sich in der gegenwärtigen Situation die Antwortzeit leider verlängert. Weitere Informationen zu tarifarischen Fragen finden sich unter www.allianceswisspass.ch/tarife

 

Per Donnerstag, 19. März 2020, werden vorübergehend keine Sparbillette und Spartageskarten mehr verkauft. Der Verkaufsstopp gilt für die Dauer des reduzierten Fahrplans. Stand heute bleibt dieser bis am 26. April 2020 in Kraft. Alle bereits gekauften Billette behalten ihre Gültigkeit. Falls die verkaufte Verbindung aufgrund des reduzierten Fahrplans nicht verkehrt, kann mit dem Sparbillett die nächste Verbindung genutzt werden.

 

Transportunternehmen bitten Reisende, Online-Fahrplan zu konsultieren und Billette elektronisch zu kaufen

 

Die Schweizer ÖV-Betriebe sind sich der grossen Auswirkungen dieser Angebotsreduktion bewusst und bedauern die Umstände. Der öffentliche Verkehr steht weiterhin allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Schweiz zur Verfügung. Die Transportunternehmen bitten ihre Kundinnen und Kunden, die Hinweise des Bundesamts für Gesundheit zu beachten, nur absolut nötige Reisen anzutreten und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben.

 

 

Gesunde ÖV-Kundinnen und -Kunden, die eine Reise zwingend antreten müssen, sind gebeten:

 

1. vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan zu prüfen; dieser wird laufend angepasst

2. ihre Billette elektronisch zu kaufen (zum Beispiel auf der Website oder in der App eines Transportunternehmens)

3. die Hygieneempfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu befolgen

 

Gerade während der ersten Tage kann es vermehrt zu Anschlussbrüchen kommen, weil sich der Schweizer öV im reduzierten Takt erst einpendeln muss. Billette von Reisenden, die ihren Anschluss verpassen, bleiben uneingeschränkt gültig.

 

Als Reaktion auf die Nachfragereduktion infolge des reduzierten Fahrplans und zum Schutz der Mitarbeitenden werden die Öffnungszeiten der Reisezentren situativ angepasst.

 

Gepäckdienstleistungen der Transportunternehmen werden temporär eingestellt. Letzter Verkaufstag ist Mittwoch, 18. März 2020.


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Schweizer ÖV-Angebot wird ab Donnerstag schrittweise reduziert

Mit den heute kommunizierten Massnahmen des Bundesrats zur Eindämmung des Coronavirus wird das gesellschaftliche Leben in der Schweiz weiter eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund und weil mit Personalausfällen zu rechnen ist, reduzieren die Schweizer Transportunternehmen auf Anordnung von SBB und PostAuto und in Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr das Angebot vorausschauend und geordnet. Die Fahrplananpassung erfolgt ab Donnerstag, 19. März 2020, Schritt für Schritt und gilt bis auf Weiteres. Eine so tiefgreifende Fahrplananpassung innert weniger Tage hat es bisher noch nie gegeben. Die Grundversorgung ist gewährleistet, es wird jedoch zu Ausfällen, Verspätungen und Anschlussbrüchen kommen. Die Transportunternehmen bitten die Reisenden, vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan zu konsultieren.

Ab kommenden Donnerstag wird das Schweizer ÖV-Angebot schrittweise reduziert                          Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Heute hat der Bundesrat weitere Massnahmen festgelegt, mit denen die Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden kann. Diese werden  dazu  führen, dass  die  Nachfrage  im  öffentlichen  Verkehr,  die  in  den  vergangenen  zwei  Wochen  im  Inlandverkehr  bereits  um bis zu 50 Prozent gesunken ist, weiter sinken wird. Ausserdem rechnen die Transportunternehmen damit, dass Mitarbeitende wegen Krankheitssymptomen oder zugunsten der Kinderbetreuung der Arbeit fernbleiben müssen und dass es deshalb zu weiteren Personalengpässen kommt.

 

 

Fahrplan wird ab Donnerstag schrittweise angepasst

 

Deshalb haben sich die SBB und PostAuto als Systemführerinnen für den öffentlichen Verkehr auf der Schiene und Strasse in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) entschieden, das Angebot zu reduzieren. Damit wird am Donnerstag, 19. März 2020, schrittweise begonnen. Die Umsetzung dauert voraussichtlich bis Mitte nächste Woche.

 

Geplant ist, zuerst den nationalen und internationalen Fernverkehr, danach den Regionalverkehr auf der Schiene und am Schluss den Regionalverkehr auf der Strasse sowie den Ortsverkehr anzupassen. Dabei wird es sich nicht verhindern lassen, dass es zu Anschlussbrüchen, Ausfällen und Verspätungen kommen wird.

 

Der frühzeitige Entscheid ermöglicht es den Betreibern, das Angebot geordnet und vorausschauend zu reduzieren und so die Auswirkungen auf Reisende und Mitarbeitende so gering wie möglich zu halten. Weil bereits viel weniger Menschen den öV nutzen, sollte der reduzierte Takt genügend Sitzplätze für alle Reisenden bieten, damit auch die Empfehlungen des Bundes punkto Distanzhalten eingehalten werden können. Ausserdem schützt der Entscheid die Mitarbeitenden der betroffenen Unternehmen. Trotz der Massnahmen wird es aufgrund des Personalmangels voraussichtlich anspruchsvoll, das reduzierte Angebot über die nächsten Wochen fahren zu können.

 

 

Grundsätze für den reduzierten Fahrplan

 

Die weiteren Schweizer Transportunternehmen passen ihr Angebot gemäss diesen Vorgaben und dem reduzierten Angebot von SBB und PostAuto an. Anschlüsse von Fernverkehrszügen auf regionale Verkehrsmittel auf der Schiene und im Ortsverkehr bleiben wenn immer möglich gewährleistet.

 

 

Fernverkehr: Stundentakt gewährleistet Erschliessung der Schweiz

 

Die Züge des Fernverkehrs verkehren ab Donnerstag schrittweise generell im Stunden- statt im Halbstundentakt. Die ersten und letzten Takt-Verbindungen sind nicht von Einschränkungen betroffen, da diese wichtig sind im Zusammenhang mit Schichtarbeiten und für die Erschliessung der Schweiz und ihrer Regionen. Nächtliche Zusatzverbindungen an den Wochenenden fallen ersatzlos aus.

 

 

Grenzüberschreitender Verkehr endet an den Grenzen

 

Das ÖV-Angebot zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern wird stark reduziert. Züge des internationalen Fernverkehrs fahren noch bis an die Grenzbahnhöfe. Konkret bedeutet dies Folgendes:

 

 
EC-Züge Richtung Italien enden in Chiasso und Brig.
ICE-Züge Richtung Deutschland enden in Basel SBB.
EC-Züge Zürich–Stuttgart enden in Schaffhausen.
TGV-Lyria-Züge enden in Basel SBB und Genève.
 

 

 

 

Alle Grenzbahnhöfe werden mit dem Grundangebot im Fern- und Regionalverkehr erreicht. Auch verkehren die Züge ab den Grenzbahnhöfen auf den Schweizer Streckenabschnitten weiter, sofern sie nicht von Angebotsanpassungen im nationalen Fernverkehr betroffen sind. Der Railjet-Verkehr nach Österreich, der gesamte Nightjet-Nachtverkehr sowie die EC-Züge und IC-Busse Zürich–München wurden bereits eingestellt.

 

Grenzüberschreitende Regionalzüge wie beispielsweise der Léman Express im Raum Genf verkehren weiter, da sie eine wichtige Erschliessungsfunktion für grenznahe Ballungsräume haben. Dies gilt vorbehältlich anderer Anordnungen ausländischer Behörden und Bahnen, die teilweise bereits in Kraft sind. Analog zum innerschweizerischen Regionalverkehr fahren diese Züge ab Donnerstag generell im Halb- statt im Viertelstundentakt. Die ersten und letzten Verbindungen verkehren unverändert. Entlastungs- und Nachtzüge fallen aus.

 

 

Regionalverkehr: reduziertes Angebot

 

Die Züge und Busse des Regionalverkehrs verkehren dort, wo heute der Viertelstundentakt gilt, neu im Halbstundentakt, und dort, wo heute der Halbstundentakt gilt, neu im Stundentakt. Die ersten und letzten Verbindungen werden angeboten, um Früh- und Spätdienste z.B. im Gesundheitswesen oder für die Versorgung mit Lebensmitteln zu ermöglichen. Zusätzliche S-Bahnen in der Hauptverkehrszeit (6 bis 9 sowie 16 bis 19 Uhr) sowie das Nachtangebot am Wochenende fallen aus. Züge und Busse, die bereits heute im Stundentakt verkehren, fahren wie bis anhin. Kantone haben die Möglichkeit, begründete Ausnahmen für die geplante Taktreduktion über die etablierten Kontakte zu melden.

 

 

Ortsverkehr und städtischer Verkehr: Bedürfnisse der Grundversorgung sollen abgedeckt bleiben

 

Die Unternehmen im Ortsverkehr und im städtischen Verkehr stellen die Bedürfnisse für die Grundversorgung sicher und sorgen für eine gute Verteilung der Reisenden. Sie stellen die Anschlüsse auf den Fern- und Regionalverkehr sicher.

 

Der grenzüberschreitende Busverkehr (Fernbusse) wird eingestellt.

 

 

Transportunternehmen bitten Reisende, Online-Fahrplan zu konsultieren und Billette elektronisch zu kaufen

 

Die Schweizer ÖV-Betriebe sind sich der grossen Auswirkungen dieser Angebotsreduktion bewusst und bedauern die Umstände. Der öffentliche Verkehr steht weiterhin allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Schweiz zur Verfügung. Die Transportunternehmen bitten ihre Kundinnen und Kunden, die Hinweise des Bundesamts für Gesundheit zu beachten, nur absolut nötige Reisen anzutreten und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben.

 

 

Gesunde ÖV-Kundinnen und -Kunden, die eine Reise zwingend antreten müssen, sind gebeten:

 

1. Vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan zu prüfen; dieser wird laufend angepasst

2. Ihre Billette elektronisch zu kaufen (zum Beispiel auf der Website oder in der App eines Transportunternehmens)

3. Die Hygieneempfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu befolgen

 

Gerade während der ersten Tage kann es vermehrt zu Anschlussbrüchen kommen, weil sich der Schweizer ÖV im reduzierten Takt erst einpendeln muss. Billette von Reisenden, die ihren Anschluss verpassen, bleiben uneingeschränkt gültig.

 

Als Reaktion auf die Nachfragereduktion infolge des reduzierten Fahrplans und zum Schutz der Mitarbeitenden werden die Öffnungszeiten der Reisezentren situativ angepasst.

 

Gepäckdienstleistungen der Transportunternehmen werden temporär eingestellt. Letzter Verkaufstag ist Mittwoch, 18. März 2020.

 

Die Fahrplananpassung wird in den nächsten Tagen weiter konkretisiert. SBB und PostAuto informieren so rasch wie möglich.

 

 

Schienengüterverkehr: bedarfsorientiertes Angebot

 

Zur Sicherstellung der Versorgung aus dem Ausland sowie zur Aufrechterhaltung der Logistik innerhalb der Schweiz verkehrt der Schienengüterverkehr bedarfsorientiert. Dies bedeutet, dass aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs Zusatzzüge oder verstärkte Züge rund um die Uhr verkehren können. Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden im Güterverkehr wurden umgesetzt.



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info24 - ÖV Schweiz-Europa wird sich verändern

 

Nach der Gründung im November 2005 ist info24 - ÖV Schweiz-Europa knappe 5 Jahre später am 18. Juni 2010 als eine der ersten Bahnseiten auch Facebook beigetreten. Während dieser Zeit haben wir rastlos über den öffentlichen Verkehr berichtet, Fotos und Videos gemacht. Zum 10-jährigen Facebook-Jubiläum wäre eigentlich den ganzen Monat Juni 2020 hindurch an mehreren Tagen ein grosses "Special" geplant gewesen. Aufgrund der aktuellen Situation mit dem Coronavirus wird sich aber auch unsere Seite verändern. Aktuelle Anlässe (soweit es sie überhaupt noch gibt) werden bis auf weiteres keine mehr besucht und auch auf Fahrten im ÖV, die nicht zwingend notwendig sind (z.B. nur um Bahnfotos oder Videos zu machen), werden wir verzichten. Über wichtige Themen in Bezug auf den ÖV werden wir aber in reduzierter Form weiterhin berichten.

Dieses Bild ist aus dem Archiv und am 17. November 2017 in Basel entstanden; denke irgendwie trifft es den Nerv der Zeit                                                                                                                                                                                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz

erklärte gestern Samstag: "Es gibt nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen"

1. Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist
2. Dringend notwendige Besorgungen, wie Lebensmittel
3. Anderen Menschen zu helfen, weil sie es selbst nicht können

 

Dies erachten wir als vorbildlich und zwingend notwendig! Bestimmt wäre Panik ein schlechter Ratgeber, hingegen ist jetzt Disziplin und Solidarität gefragt! Dies vorallem auch gegenüber älteren Menschen und jenen die bereits gesundheitlich vorbelastet sind.

 

 

Die Änderungen bei uns auf info24

 

Selbstverständlich halten auch wir uns an die behördlichen Anordnungen und nehmen deren Empfehlungen sehr ernst. Aus diesem Grund wird sich auch unsere info24-Seite in den kommenden Wochen verändern. Aktuelle Anlässe (soweit es sie überhaupt noch gibt) werden bis auf weiteres keine mehr besucht und auch auf Fahrten im ÖV, die nicht zwingend notwendig sind (z.B. nur um Bahnfotos oder Videos zu machen), werden wir verzichten.

So werden wir in erster Linie nur noch über wichtige Themen in Bezug auf den ÖV berichten. Damit aber weiterhin auch die "schönen Dinge" noch einen Platz finden, werden wir zur Überbrückung der aussergewöhnlichen Zeit auf Fotos und Videos aus unserem Archiv zurückgreifen und diese auch auf unserer Facebook-Seite posten, möglichst natürlich solche die bisher nicht veröffentlicht wurden. Als eine der ältesten Bahnseiten auf Facebook ist info24 - ÖV Schweiz-Europa bereits seit dem 18. Juni 2010 dort vertreten. Geplant war es, unser 10-jähriges Facebook-Jubiläum den ganzen Monat Juni 2020 hindurch an mehreren Tagen mit einem "Special" zu feiern. Dafür haben wir auch schon einige Vorarbeiten geleistet und werden das Jubiläum mit Archivfotos / Videos nun halt schon mal "etwas vorziehen..."

Es ist uns bewusst, dass die kommenden Wochen und Monate für die gesamte Bevölkerung in allen Ländern eine grosse Herausforderung sein wird, wie wir unser Leben gestalten, wo das Einkommen, rein schon für den täglichen Bedarf, her kommen soll etc. In diesem Sinne werden auch wir uns bei info24 - ÖV Schweiz-Europa auf ein absolutes Minimum reduzieren und darauf einstellen müssen. Halten wir alle zusammen, so dass wir dann gestärkt aus dieser schweren Zeit herauskommen werden. Gemeinsam und mit der nötigen Rücksichtnahme von uns allen schaffen wir das! Auf eine gute Zu(g)kunft!

Alles Gute und ein herzliches DANKESCHÖN Euch allen!

Internette Grüsse

Marcel


 

Da sich die Situation im europäischen Bahnverkehr täglich, ja fast schon stündlich ändert,

nachstehend  die  Links,  wo  Sie  sich  jeweils über die aktuelle Lage informieren können:

Schweiz



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DB-Chef Dr. Richard Lutz: Wir weiten Kulanzregelungen für unsere Kunden aus

"Die Bahn ist Teil der Lebensadern dieses Landes. Jeden Tag bringen wir Millionen von Menschen und Gütern sicher und umweltfreundlich an ihr Ziel. Deshalb wollen und werden wir unseren Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft leisten und den Bahnbetrieb so lange und so gut wie möglich aufrechterhalten", das sagte heute der DB-Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Lutz in Berlin. "Natürlich haben wir Verständnis dafür, wenn unsere Kunden in der aktuellen Situation ihre gebuchte Reise noch einmal überdenken wollen. Aus diesem Grund haben wir uns bei der DB entschieden, eine deutschlandweite Sonderkulanz-Regelung einzurichten."

Wer seine Reise aufgrund des Coronavirus nicht antreten will, kann das Ticket in Reisegutschein umwandeln

Der Umtausch ist ab Anfang kommender Woche möglich                                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Deutsche Bahn hat heute die nachstehenden Informationen dazu mitgeteilt:

  • Kunden, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ab Anfang kommender Woche ihre gebuchten Tickets kostenfrei in einen Reisegutschein im Wert ihres Tickets umwandeln lassen. Das gilt für alle Super Sparpreise und Sparpreise für Reisen bis einschließlich 30. April. Die betroffenen Kunden können sich dazu an die Kundenservice-Kanäle und die Verkaufsstellen der DB wenden.
  • Reisende mit einem Flexpreis oder Flexpreis Business haben unabhängig von den aktuellen Sonderkulanzen die Möglichkeit, ihre Fahrkarten kostenlos zu stornieren. Diese Kunden werden gebeten, die üblichen Stornierungswege zu nutzen.
  • Kunden, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise innerhalb Deutschlands verschieben möchten, können das gebuchte Ticket bis zum 30. Juni 2020 flexibel nutzen. Bei Super Sparpreisen und Sparpreisen wird die Zugbindung aufgehoben.

 

Ab dem kommenden Sonntag wird die DB auf ihrem Online-Portal bahn.de über die Umsetzung der Sonderkulanz informieren. Ab Montag, 16. März, können Kunden von den Regelungen der Sonderkulanz Gebrauch machen. Um unnötige Wartezeiten in Reisezentren der DB zu vermeiden, sind die Kunden gebeten, alle digitalen Wege für den Umtausch der Tickets zu nutzen, wie z.B. Fahrkartenservice@bahn.de.



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Der reguläre ÖV in der Schweiz fährt weiterhin gemäss Fahrplan - Der touristische Verkehr sowie der Zugverkehr nach Österreich wird eingestellt

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat Empfehlungen für den öffentlichen Verkehr der Schweiz erlassen. Diese gelten voraussichtlich bis zum 26. April 2020. Nebst Empfehlungen an die ÖV-Nutzer hat das BAG auch Empfehlungen an die ÖV-Unternehmen abgegeben. Der Bundesrat hat die SBB AG für den gesamten Schienenverkehr und die PostAuto AG für den öffentlichen Verkehr auf der Strasse und bei Trams damit beauftragt, entsprechende Anordnungen zu treffen und diese in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr umzusetzen. Das Grundangebot im ÖV soll aufrechterhalten werden. Der touristische Verkehr, Extrafahrten und Gruppenreisen werden abgesagt. Den Fahrgästen wird vom BAG empfohlen, möglichst nicht in den Stosszeiten zu fahren, damit die Auslastung gleichmässig tief bleibt.

Gemäss Anordnung des Bundesamts für Gesundheit muss der öffentliche Verkehr auch während einer Epidemie oder Pandemie aufrecht erhalten bleiben, da Angebotsreduktionen im öffentlichen Verkehr gravierende Konsequenzen in verschiedenen Lebens- und Wirtschaftsbereichen hätten. Es ist daher von grosser Bedeutung, dass ein Grundangebot an öffentlichem Verkehr aufrechterhalten wird.                                                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

SBB und PostAuto sind Systemführerinnen

 

Die SBB ist gemäss der bestimmenden Verordnung (VKOVE) die beauftragte Organisation für die Systemführung im Schienenverkehr, PostAuto AG jene für den regionalen öffentlichen Personenverkehr auf der Strasse und für Trams. Für Seilbahnen und Schiffe mit Grunderschliessungsauftrag sind die Vorgaben der Systemführer sinngemäss zu übernehmen. Die Systemführer SBB (Schiene) und Postauto (Strasse) sorgen in Absprache mit dem BAV für die Umsetzung der Empfehlungen des BAG an die Unternehmen im öffentlichen Verkehr und ordnen jeweils für ihre Systemführerschaft weitere Massnahmen schweizweit einheitlich an. Die einzelnen Verkehrsunternehmen sind für die verbindliche Umsetzung verantwortlich.

 

Umsetzung und Konkretisierung der aktuellen Anordnungen des BAG auf der Schiene und Strasse

 

SBB und PostAuto setzen verschiedene Massnahmen in den Bereichen Angebot, Schutz der Kunden und Mitarbeitenden sowie Kundeninformation und Kulanz um.



Angebot

 
 
Der reguläre öffentliche Verkehr (konzessionierter Fern- und Regionalverkehr) verkehrt weiterhin gemäss Fahrplan.
Der Verkehr auf rein touristischen Linien ohne Erschliessungsfunktion, Extrafahrten und historische Fahrten werden eingestellt.
Sämtliche Gruppenreisen werden abgesagt.
Das internationale Angebot Richtung Italien wurde bereits eingeschränkt. Es ist mit weiteren Einschränkungen im gesamten internationalen Personenfernverkehr zu rechnen.
Die für die Grenzkontrolle zuständige Behörde verweigert allen Personen aus Risikoländern oder aus einer Risikoregion bei Nichterfüllen von definierten Voraussetzungen die Einreise in die Schweiz. Die entsprechenden Grenzkontrollen erfolgen durch die zuständigen Behörden und nicht durch Personal der Verkehrsbetriebe.
Der Güterverkehr wird so weit wie möglich im bisherigen Umfang aufrechterhalten. Es gibt aus Sicht des BAG keinen Grund, diesen einzuschränken. Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden im Güterverkehr wurden umgesetzt.
 
 
 
Schutz der Kunden und Mitarbeitenden
 
 
 
Wo möglich, werden bei den Zügen und Bussen an den Bahnhöfen respektive Haltestellen alle Türen geöffnet, damit die Türöffner nicht von Hand gedrückt werden müssen.
Alle Züge der SBB werden weiterhin mehrmals täglich gereinigt, insbesondere Oberflächen im Bereich Einstieg, Fahrgastraum und WC. In der Nacht werden die Züge zudem wie bisher gründlich gereinigt.
 
 
 
Massnahmen zum Schutz des Personals in Transportmitteln werden bestmöglich umgesetzt:
 
 
 
Im Fernverkehr werden die Züge weiterhin begleitet. Per sofort werden Billettkontrollen stark reduziert. Die Billettpflicht gilt weiterhin.
Im Regionalverkehr werden Stichkontrollen bis auf weiteres ausgesetzt, auch hier gilt weiterhin die Billettpflicht.
Die Frequenzerfassung im Regional- und Fernverkehr wird ausgesetzt.
Auf Catering-Services in den Zügen wird ab Samstag, 14. März 2020 vollständig verzichtet (Speisewagen und Service am Platz).
Bei tiefem Kundenaufkommen können Reisezentren und Verkaufsstellen geschlossen und/oder Öffnungszeiten angepasst werden. Die Information erfolgt direkt an den betroffenen Standorten.
In Bussen bleibt die vorderste Türe beim Fahrpersonal geschlossen und der Arbeitsbereich des Fahrpersonals abgesperrt. Der Ticketverkauf in Bussen wird eingestellt.
 
 
 
Kundeninformation und Kulanz
 
 
 
Der Onlinefahrplan auf sbb.ch wird laufend aktualisiert. Die SBB und PostAuto empfehlen, vor jeder Reise den Fahrplan auf sbb.ch und in der SBB mobile App zu konsultieren.
Die Kundinnen und Kunden werden auf den üblichen Informationskanälen in den Bahnhöfen, Zügen, Bussen und Haltestellen (Bildschirme, Abfahrtsanzeiger und Durchsagen) über neue Empfehlungen und Massnahmen im öffentlichen Verkehr informiert.
Die SBB und PostAuto sind weiterhin kulant, die Kosten für abgesagte bzw. nichtangetretene Reisen bis zum 26. April 2020 werden vollständig erstattet.
Die Fahrausweise sollen nach Möglichkeit nicht am Schalter, sondern online, über SBB Mobile, am Automaten, per Telefon oder über EasyRide beziehungsweise andere Ticketing Apps bezogen werden.
 
 
 
 

Zugverkehr Schweiz - Österreich wird eingestellt

 

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) informieren darüber, dass die in Österreich für die Schweiz ausgerufene Reisewarnstufe 6 dafür sorgt, dass es zu entsprechenden Änderungen im grenzüberschreitenden Zugverkehr kommt. Alle Zugverbindungen des Personenverkehrs in die Schweiz werden umgehend eingestellt. Jene Züge die sich aktuell in der Schweiz in Richtung Feldkirch befinden, werden heute noch ins österreichische Schienennetz übernommen.

 

Konkret bedeutet das für den Fernverkehr:

 

- Der Railjet 367 der heute noch aus der Schweiz kommt, wird noch ins österreichische Schienennetz übernommen

- Der Railjet 369 entfällt im Abschnitt Zürich-Feldkirch

- Alle Railjet und EuroCity-Verbindungen aus Österreich in Richtung Schweiz enden in Feldkirch bzw. starten ebendort in die Gegenrichtung

 

 

Nightjets aus und in die Schweiz:

 

- Nightjet 465 Zürich-Graz verkehrt heute noch planmässig

- Nightjet 467 Zürich-Wien verkehret heute noch planmässig

- Nightjet 464 Graz-Zürich verkehrt nur bis Feldkirch

- Nightjet 466 Wien-Zürich verkehrt heute nur bis Feldkirch

- Nightjet 470 Zürich-Berlin/Hamburg verkehrt heute noch planmässig

- Nightjet 471 Berlin/Hamburg-Zürich entfällt ersatzlos

 

 

Eurocity Züge Zürich - Bregenz - Lindau - München

 

- EC Züge von und nach Zürich-St. Magrethen-Bregenz-Lindau fallen mit einer Ausnahme in Österreich und Deutschland aus

- Der EC 190 von München - Basel verkehrt heute noch planmässig

 

 

Nahverkehr

 

- Strecke Lindau-Bregenz-St. Magrethen:

   Züge fahren bis Lustenau, dass bedeutet, dass der Zugverkehr Lustenau-St. Magrethen eingestellt wird

 

- Regionalverkehr zwischen Feldkirch und Nendeln bleibt aufrecht.

  Wegfall des Verkehrs im Streckenabschnitt von Nendeln nach Buchs

 

 

Noch konnten für den öffentlichen Verkehr nicht alle Fragen abschliessend beantwortet werden. Weitergehende Informationen finden Sie jeweils aktualisiert unter den nachfolgenden Links.

 




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In den Bussen bitte hinten einsteigen

Ab heute Donnerstag wird bis auf weiteres der Ein- und Ausstieg an der ersten Tür bei allen Bussen der BVG ausgesetzt. Damit soll die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung beim Fahrscheinverkauf und einem damit verbundenen Geldwechsel sowohl für die Fahrerinnen und Fahrer als auch für alle Fahrgäste minimiert werden.

Achtung "rote Zone", bitte nicht mehr vorne in den Bus einsteigen!                                                        Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Da hierdurch die Fahrscheinpflicht selbstverständlich nicht aufgehoben ist, bittet die BVG ihre Bus-Fahrgäste, die Möglichkeiten sowohl des elektronischen als auch des Vorverkaufs zu nutzen bzw. beim Umstieg in die anderen Verkehrsmittel des ÖPNV einen Fahrschein zu erwerben.

 

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Wir sind überzeugt, dass unsere Fahrgäste Verständnis für diese von Fachleuten empfohlene Massnahme haben werden. Sie dient dazu, die Gefahr einer Ansteckung für Fahrgäste und Fahrpersonal einzudämmen. So wollen wir dazu beitragen, dass unsere Stadt auch in dieser schwierigen Phase mobil bleibt.“

 

Unter anderem über die Bildschirme des Berliner Fensters in den U-Bahnen ruft die BVG ihre Fahrgäste auf, Busse und Bahnen aktuell mit besonderer Umsicht zu nutzen. Dazu gehören die bekannten Verhaltensempfehlungen der Gesundheitsbehörden, zum Beispiel das Husten und Niesen in die Armbeuge.

 

Das beschriebene Vorgehen gilt für Berlin und ist sowohl mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz als Aufgabenträger des Berliner ÖPNV als auch mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, die den Aufsichtsratsvorsitz stellt, abgestimmt. Ähnliches vorgehen ist auch in anderen Städten in Deutschland und in der Schweiz geplant, bzw. teilweise auch schon umgesetzt.

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SBB reduziert Angebot im Verkehr nach Italien

Die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Italien haben auch Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr zwischen Italien und der Schweiz. Seit gestern enden die direkten Züge aus der Schweiz nach Venedig in Mailand. Weitere Anpassungen erfolgen ab morgen Donnerstag.

Diverse ETR 610 Eurocity verkehren nur mehr auf dem Schweizer Streckenabschnitt                           Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die italienischen Behörden haben strenge Reisebeschränkungen für ganz Italien verfügt. Deswegen hat Trenitalia umfangreiche Angebotsreduktionen im nationalen Fernverkehr umgesetzt. Dies betrifft nach Angaben von Trenitalia hauptsächlich Verbindungen im Norden des Landes, aber auch Verbindungen in die Hauptstadt Rom. Aufgrund der behördlichen Auflagen und des massiven Nachfragerückgangs ist Trenitalia mit dem Anliegen an die SBB gelangt, auch einzelne Verbindungen der gemeinsam nach Mailand und Venedig betriebenen EC-Züge zu reduzieren oder zu kürzen.

 

 

Keine Direktzüge nach Venedig, Einschränkungen ab Zürich, Genf und Basel

 

Als Sofortmassnahme werden die beiden Züge, die von Zürich respektive Genf via Mailand bis nach Venedig verkehren, seit gestern nur noch bis Mailand geführt. Ab Donnerstag kürzt die SBB zudem weitere Verbindungen im Verkehr zwischen der Schweiz und Mailand. Diese Züge verkehren dann nur noch auf dem Schweizer Streckenabschnitt bis Chiasso respektive Brig.

 

Auf der Gotthardachse betrifft dies drei von insgesamt neun EC-Verbindungen (Zürich ab 7.10, 11.10 und 15.10 Uhr sowie Milano ab 11.10 Uhr, 15.10 und 19.10 Uhr), die nur noch zwischen Chiasso und Zürich verkehren. Auf der Simplonachse sind zwei von sieben Verbindungen betroffen (Genf ab 5.39 Uhr und Basel SBB ab 12.31 sowie Mailand ab 7.20 und 17.20 Uhr), die nur zwischen Basel respektive Genf und Brig verkehren.

 

Diese Massnahmen gelten vorerst bis und mit Sonntag, 5. April 2020, das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist darüber informiert. Für die betroffenen Züge ist keine grenzüberschreitende Reservation mehr möglich. Reisende, die von ausgefallenen Zügen betroffen sind, können ihre Billette kostenlos auf andere Züge umbuchen. Die Billette sind auf allen EC-Zügen des jeweiligen Tages gültig. Fahrausweise mit Reisedatum bis zum 30. April 2020 werden vor der Abfahrt vollumfänglich erstattet.

 

Die SBB stellt sicher, dass das nationale Fernverkehrsangebot in der Schweiz nicht beeinträchtigt wird und gleichzeitig ein angemessenes grenzüberschreitendes Angebot aufrechterhalten werden kann.

 

Im internationalen Bahnverkehr von und nach der Schweiz sind derzeit keine weiteren Einschränkungen geplant, vorbehältlich den aktuellen Entwicklungen der behördlichen Anordnungen.

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Die SBB im Jahr 2019: Stark steigende Nachfrage – betrieblich anspruchsvolles Jahr

An der Bilanzmedienkonferenz präsentierte die SBB heute an ihrem Hauptsitz in Bern Wankdorf die detaillierten Zahlen des vergangenen Jahres. Die SBB beförderte 2019 täglich 1,3 Millionen Reisende (+6 Prozent), so viele wie nie zuvor. Hinzu kamen 2000 Extrazüge für den Eventverkehr im Sommer, auch das ein Höchstwert. Mit knappen Ressourcen beim Personal und Rollmaterial haben die SBB Mitarbeitenden besonders im Sommer einen Sondereffort geleistet.

(V.l.n.r.) SBB CFO Christoph Hammer, Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar, CEO Andreas Meyer und Kathrin Amacker, Leiterin Kommunikation                                                                                                                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Rückläufig und nicht zufriedenstellend war die Kundenpünktlichkeit, insbesondere im vierten Quartal und regional. Hauptursachen waren einerseits die steigende Nachfrage, auch bei den Zusatzverkehren, der angespannte Fahrplan sowie die vielen Baustellen für Unterhalt und Ausbau. Andererseits trugen Störungen am Rollmaterial sowie nicht genügend Fahrzeuge, auch aufgrund der Verzögerungen bei den Fernverkehrs-Doppelstockzügen mit Auswirkungen auf die restliche Flotte, zu mehr Verspätungen bei. Schliesslich fehlten Lokpersonalreserven, auch aufgrund von Fehlern bei der Einsatz­ und Ausbildungsplanung des Lokpersonals.

 

Insgesamt kamen 2019 89,5 Prozent der Fahrgäste (-0,6 Punkte) pünktlich an. Die Anschlüsse erreichten 96,8 Prozent (-0,2 Punkte). Um die Pünktlichkeit zu verbessern, will die SBB mehr Reserven im System schaffen, die integrierte Planung von Angebot, Bahn- und Bauproduktion und auch die Kundeninformation verbessern.

 

Der tragische Unfall eines Chefs Kundenbegleitung im August löste grosse Betroffenheit aus und zeigte Handlungsbedarf im Bereich der Zugtüren auf. Die SBB leitete mit einer Taskforce und dann mit dem Programm «Sicuro!» Massnahmen und Überprüfungen ein. Die Sonderkontrollen und Reparaturen an den Einheitswagen (EW) IV sowie den Euro- und Intercity-Steuerwagen sind abgeschlossen. Die Gesamtmodernisierung der EW IV-Türen wurde gestartet. Den Abfertigungsprozess bei den betroffenen Flotten hat die SBB bereits im Herbst 2019 angepasst. Die externen Audits in den Bereichen Instandhaltung und Gesamtflotte werden im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen. Beim internen Meldewesen besteht Handlungsbedarf, entsprechende Massnahmen sind in Umsetzung. Der Abschlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST wird voraussichtlich bis Mai publiziert.

 

Die Kundenzufriedenheit ist im Personenverkehr und im Güterverkehr gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt gestiegen (Personenverkehr 2019: 75,5 Punkte, +0,6 Prozent; Güterverkehr 2019: 70,9, +2,2 Prozent). Trotzdem besteht etwa bei der Kundeninformation im Störungsfall oder bei der Pünktlichkeit Handlungsbedarf.

 

 

Personenverkehr: Nachfragesteigerung, Rekord bei Selbstbedienungsquote

 

Die SBB hat 2019 deutlich mehr Billette verkauft als im Vorjahr (124 Millionen, +15 Prozent). Erstmals hat die SBB mit 52,8 Prozent mehr als die Hälfte aller Billette über digitale Kanäle verkauft (+12 Prozentpunkte), dies bei im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibender Anzahl Verkaufsstellen. Der Absatz an Schaltern und auch an Automaten ist weiter gesunken. Die Selbstbedienungsquote liegt auf einem neuen Höchstwert von 90,6 Prozent. Das heisst: Neun von zehn Billetten lösen die Kunden heute selbst.

 

Die Anzahl Generalabonnemente ist angestiegen (+2 Prozent). Damit sind praktisch eine halbe Million Generalabonnemente im Umlauf. Die Anzahl Halbtaxabonnemente stieg ebenfalls (+5 Prozent). Die SBB hat damit mehr Stammkunden als je zuvor: Über 3,2 Millionen Reisende haben ein Halbtax­ oder ein Generalabonnement; das sind rund 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung.

 

Im vergangenen Jahr gab es zum vierten Mal in Folge keine Preiserhöhungen. Mit Gutschriften und Serviceverbesserungen hat die SBB ihren Kunden 2019 für ihre Geduld im betrieblich anspruchsvollen Jahr gedankt. Die SBB hat Sparbillette mit einer Rabattsumme von 120 Millionen Franken verkauft (+50 Prozent). Dies führte zu einer doppelten Verlagerung: Von den insgesamt 8,8 Millionen Fahrten dank Sparbilletten (+60 Prozent gegenüber Vorjahr) haben gemäss Kundenbefragungen rund 3 Millionen Kunden die Fahrt mit der Bahn nur dank dem Rabatt unternommen (+55 Prozent). Rund 1,5 Millionen Kunden wechselten auf schwach ausgelastete Züge (+85 Prozent). Auch im Jahr 2020 wird die SBB ihren Kunden mindestens 100 Millionen Franken Rabatt mit Sparbilletten zur Verfügung stellen.

 

An den Bahnhöfen sollen die Kunden die Bahn möglichst komfortabel mit anderen Mobilitätsträgern verbinden können. Darum arbeitet die SBB auch an neuen Mobilitätsdienstleistung, etwa im Bereich Car Sharing, Park&Rail oder Bike&Rail. Diese neuen Dienstleistungen generierten im letzten Jahr einen induzierten Verkehrsertrag von rund 90 Millionen Franken (+7 Prozent).

 

2019 ist die SBB mit ihrer Kooperationsstrategie im Personenverkehr grosse Schritte weitergekommen: Im Fernverkehr hat sie die Mehrbahnenlösung unter integraler Fernverkehrskonzession mit den Partnerbahnen Südostbahn (SOB), BLS und Transports publics neuchâtelois (TransN) gefestigt. Die Umsetzung mit der BLS und TransN ist mit dem Fahrplan 2020 gestartet, die SOB folgt mit dem Fahrplan 2021. Im Regionalverkehr ist ergänzend zur Zusammenarbeit mit Transports publics fribourgeois (TPF), der italienischen Trenord und TransN der Léman Express mit dem Partner SNCF Ende Jahr in Betrieb gegangen.

 

Zusammen mit unseren europäischen Partnerbahnen DB, ÖBB, SNCF und FS haben wir das Ziel, das Angebot im internationalen Personenverkehr auszubauen und die Dienstleistungen wie durchgehende elektronische Billette sowie die Kundeninformation gemeinsam weiter zu verbessern.

 

Der internationale Bahnverkehr hat im vergangenen deutlich zugenommen: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage der internationalen Destinationen um rund 7 Prozent gestiegen. Der Streik in Frankreich hat das Wachstum im Dezember 2019 leicht gebremst. Im laufenden Jahr rechnet die SBB aufgrund des Kapazitätsausbaus nach Deutschland mit dem neuen ICE 4, der erneuerten TGV-Lyria Flotte nach Frankreich sowie dem neuen internationalen Fernverkehrszug auf der Gotthardachse mit einer positiven Entwicklung.

 

Die Verkehrserträge haben um 2,2 Prozent auf 3559 Millionen Franken zugenommen. Das Ergebnis des Personenverkehrs betrug 215 Millionen Franken (Vorjahr: 241 Millionen).

 

 

Immobilien: neuer Höchstwert bei Kundenzufriedenheit am Bahnhof

 

Die Kundenzufriedenheit am Bahnhof konnte gesteigert werden und lag mit 79,7 Punkten deutlich über dem Vorjahr. Gut beurteilt wurden insbesondere das Sicherheitsempfinden, die Beleuchtung, die Einkaufsmöglichkeiten und die Massnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität. Im Auftrag des Bundes entwickelt die SBB gemeinsam mit den kantonalen, städtischen und kommunalen Behörden die Bahnhöfe und ihr Umfeld zu attraktiven, sauberen und sicheren Mobilitätsknotenpunkten (Hubs). So konnten die städtebaulichen Studien zur Aufwertung des Bahnhofsumfelds in Ostermundigen, Rheinfelden und Zug abgeschlossen werden. 2019 wurden auch die Totalsanierungen des Westflügels beim Bahnhof Basel SBB und die Sanierungsarbeiten des Südtrakts beim Hauptbahnhof Zürich vorangetrieben. Der Gestaltung des Zugangs zum öffentlichen Verkehr und der Lebensqualität rund um die Hubs kommt eine immer grössere Bedeutung zu. Deshalb hat die SBB beispielsweise den Meret Oppenheim Platz beim Bahnhof Basel SBB gestaltet und im Juni der Bevölkerung übergeben.

 

Die Drittumsätze in den 32 grössten SBB Bahnhöfen entwickelten sich positiv (+83 Millionen Franken, +5 Prozent). Dies dank der weiter steigenden Anzahl ÖV-Kunden, der laufenden Verbesserung des Branchenmixes mit Geschäftspartnern, Neueröffnungen und zusätzlichen Verkaufsflächen.

 

Der Erfolg aus Immobilienveräusserungen war aufgrund geringerer Verkaufstätigkeit in 2019 um 22,8 Millionen Franken unter dem Wert des Vorjahres (2019: 84,2 Millionen Franken, 2018: 107,0 Millionen Franken).

 

Steigende Kundenfrequenzen, das Flächenwachstum sowie die erfolgreiche Bewirtschaftung der Bahnhöfe führten bei SBB Immobilien zu einem Ergebnis von 10,4 Millionen Franken (nach Ausgleichszahlungen). Immobilien leistete 2019 Ausgleichszahlungen von CHF 150 Mio. an Infrastruktur sowie Rückzahlungen von Darlehen aus der Pensionskassensanierung und -stabilisierung von 178 Millionen Franken.

 

 

Güterverkehr: Pünktlichkeit gesteigert und erneut schwarze Null erreicht

 

SBB Cargo hat die Pünktlichkeit gesteigert (91,9 Punkte, +2,5 Prozent) und stark in die Qualität für ihre Kunden investiert. Gemeinsam mit den Kunden hat SBB Cargo das Angebot mit individuellen Lösungen flexibilisiert. Damit kann SBB Cargo die Kunden besser auf explizite Nachfrage hin bedienen.

 

Die SBB hat mit der Swiss Combi AG eine Partnerin für die SBB Cargo AG gefunden, die vom Geschäftsmodell der Güterbahn überzeugt ist und sich für die gemeinsame Entwicklung des Güterverkehrs in der Schweiz einsetzen will. Mehrheitsaktionärin bleibt die SBB AG mit einem Anteil von 65 Prozent. Voraussetzung für den Einstieg ist die Genehmigung der Beteiligung durch die Wettbewerbsbehörde. Der Entscheid wird im Frühling 2020 erwartet.

 

Das Ergebnis im Güterverkehr beträgt 3,0 Millionen Franken. Cargo Schweiz erreicht eine schwarze Null, dies auch dank ausserordentlichen Einmaleffekten wie Rückstellungsauflösungen. Das Ergebnis von Cargo International liegt bei 5,5 Millionen Franken. Insbesondere die Nachfrage in den Branchen Stahl und Chemie ist aufgrund des strukturellen Umbruchs in der Automobilbranche tiefer ausgefallen als ursprünglich mit den Kunden geplant.

 

 

Infrastruktur: hohe Mengen Fahrbahnerneuerung, angespannter Fahrplan

 

Insgesamt hat die SBB 239 Kilometer Fahrbahn erneuert (2018: 226 Kilometer). Das ist so viel wie nie zuvor. SBB Infrastruktur hat 2019 mit 1838 Millionen Franken rund 155 Millionen Franken mehr für Investitionen verwendet als mit der Leistungsvereinbarung (LV) 2017-2020 für das Jahr 2019 finanziert war, primär für Mehrmengen bei der Fahrbahnerneuerung. Im vierten Quartal haben sich diese Arbeiten negativ auf die Pünktlichkeit ausgewirkt.

 

Der Gesamtzustand der Infrastrukturanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert und wird gemäss Netzzustandsbericht als «gut bis ausreichend» klassiert. Es gibt keine kritischen Anlagen – das Sicherheitsniveau kann jederzeit gehalten werden.

 

Die SBB priorisiert den Mitteleinsatz und die Baustellenplanungen so, dass die Fahrbarkeit des Angebotes gewährleistet ist und die geforderte Anlagenverfügbarkeit für einen stabilen Betrieb und einen robusten Fahrplan langfristig gesichert bleibt. Seit 2017 wurde im Durchschnitt 270 Millionen Franken pro Jahr mehr in Unterhalt und Erneuerung der Anlagen von SBB Infrastruktur investiert. Die positive Entwicklung der Anlagenverfügbarkeit zeigt, dass sich der aktuelle Rückstand beim Anlagenzustand mit einzelnen Ausnahmen wie Fahrbahn und Elektroanlagen nicht nachteilig auf den Bahnbetrieb auswirkt und damit tragbar ist.

 

Das Ergebnis von SBB Infrastruktur im Jahr 2019 beträgt 22,5 Millionen Franken. Das Ergebnis des Bereichs Infrastruktur Energie von 47,1 Millionen Franken fliesst in Reinvestitionen von Energieanlagen. Der Bereich Infrastruktur Netz erreichte 2019 ein negatives Ergebnis von -24,7 Millionen Franken.

 

 

CO2 eingespart und Energieeffizienz erhöht

 

Die Bahn ist und bleibt neben dem Langsamverkehr wie dem Velo das klimafreundlichste Transportmittel. Deshalb trägt die SBB – wie grundsätzlich die Verkehrsverlagerung auf die Bahn – einen wesentlichen Teil zum Klimaschutz in der Schweiz bei. Jährlich vermeidet die Schweiz durch die Bahn den Ausstoss von fünf Millionen Tonnen CO2, was zehn Prozent ihrer Gesamtemissionen entspricht. 2019 hat die SBB dank zusätzlichen Anstrengungen rund 66 000 Tonnen CO2 vermieden. Die SBB hat die Ambition, bis 2030 klimaneutral zu sein.

 

Die SBB bezog 2019 den Bahnstrom zu 90 Prozent und den 50-Hz-Strom ausschliesslich aus erneuerbaren Energien. Im Rahmen des konzernweiten Energiesparprogramms wirkten 2019 Energiesparmassnahmen von rund 400 GWh. Dies entspricht dem Stromverbrauch von rund 100 000 Schweizer Privathaushalten. Bis 2030 ist geplant, 30 GWh Haushaltstrom durch Photovoltaik zu erzeugen.

 

 

Konzernergebnis tiefer als im Vorjahr

 

Das Konzernergebnis fiel mit 463 Millionen Franken tiefer aus als im Vorjahr (18,5 Prozent). Das Ergebnis im Regionalverkehr beträgt 55,1 Millionen Franken und wird gemäss gesetzlichen Vorgaben den spezialrechtlichen Reserven zugewiesen. Der Kostendeckungsgrad im Regionalverkehr lag 2019 bei 61,8 Prozent, der Vollkostendeckungsgrad bei rund 45 Prozent. Im Fernverkehr lag der Vollkostendeckungsgrad bei rund 80 Prozent. Dieser weist die Finanzierung der Nutzer und Kunden im Verhältnis zu den Gesamtkosten des Betriebs von Infrastruktur und Verkehr inklusive den vom Bund bezahlten ungedeckten Kosten der Infrastruktur aus.

 

Die bestellten Leistungen von Bund und Kantonen für Betrieb und Unterhalt der Infrastruktur, den Regionalverkehr sowie Ausbauten stiegen auf 3575 Millionen Franken (+3,2 Prozent), ohne Darlehen und Beiträge für Investitionen auf 2802 Millionen (+3,0 Prozent).

 

Der Free Cashflow lag bei -293 Millionen Franken (Vorjahr: -215 Millionen). Der Schuldendeckungsgrad stieg auf 6,27 (Vorjahr: 5,62). Damit hat die SBB die Höchstgrenze des Eigners von 6,5 erneut unterschritten.



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Neue DB Intercity Doppelstockzüge (ex WESTbahn) auf Schiene

Die Deutsche Bahn hat ihr Angebot im Osten deutlich ausgebaut: Seit gestern Sonntag, 8. März, fahren zwischen Dresden, Berlin und Rostock im zwei-Stunden-Takt die neuen von der WESTbahn übernommenen Doppelstockzüge. Damit stehen täglich 5.000 zusätzliche Plätze für Fahrgäste zur Verfügung. Die neuen Züge haben zwei Reisecafés, WLAN, Platz für Fahrräder und einen Familienbereich. Wie bereits zuvor bei der WESTbahn wird auch für die Züge bei der DB ein Unterhalt beim ÖBB TS (Technische Services) Werk Jedlersdorf in Wien gemacht. Als willkommener Nebeneffekt ist dadurch auch die neue Intercity-Nachtverbindung von Wien über Berlin nach Rostock entstanden.

DB KISS 4110 110 am Wiener Hauptbahnhof bereit für die Fahrt als IC 94 nach Berlin - Rostock               Foto: Dominik Pauli

 

 

 

Das eigentliche Einsatzgebiet der neuen DB Intercity Züge ist die Linie von Dresden über Berlin nach Rostock. Mit 16 Fahrten täglich sind Metropolen und Regionen in insgesamt vier ostdeutschen Bundesländern in neuer Qualität auf der Schiene verbunden. Die neuen Intercity-Doppelstockzüge des Herstellers Stadler werden erstmals in Deutschland eingesetzt, sie ersetzen die klassischen Reisezüge, die seit dem Start der Verbindung im Dezember letzten Jahres fahren.

 

Waren (Müritz), Neustrelitz, Oranienburg, Doberlug-Kirchhain und Elsterwerda erhalten wieder regelmässige Intercity-Halte. Durch diese Verbindung werden die Regionen an die Metropolen angeschlossen und bieten somit die Möglichkeit einen schnellen Trip in die Hauptstadt zu unternehmen. Von Elsterwerda braucht der Intercity nur etwas mehr als 1 Stunde zum Berliner Hauptbahnhof. Vielfach gibt es verbesserte Anschlüsse, die Umsteigeverbindungen attraktiver machen. Zusätzlicher Halt wird ab Mai 2020 der Berliner Flughafen Schönefeld. Von Dresden ist dieser dann umsteigefrei in nur 90 Minuten erreichbar.

 

Die neuen Intercity-Züge sind elektrisch angetriebene vierteilige Einheiten mit 300 Sitzplätzen. Sie verfügen über WLAN, ein Reservierungssystem, moderne Fahrgastinformationssysteme und haben Platz für ausreichend Gepäck und acht Fahrräder. In zwei Reisecafés werden Getränke und Snacks angeboten. Abwechslungsreiche Sitzlandschaften tragen zu einer angenehmen Reise bei. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erreichen den Zug über eine mitgeführte Rampe. Es stehen zwei Rollstuhlstellplätze und ein behindertengerechtes WC zur Verfügung. Ein Wegeleitsystem in Brailleschrift erleichtert die Orientierung.

 

 

Damit jede Garnitur in den Unterhalt nach Wien kommt ist ein 6-tägiger Umlauf geplant

 

IC 2249  Leipzig Hbf (05.54)  -  Dresden Hbf (07.07)
IC 2270  Dresden Hbf (09.31) - Berlin Hbf (11.32/38) - Rostock Hbf (13.36)
IC 2273  Rostock Hbf (16.21) - Berlin Hbf (18.23/41) -  Dresden Hbf (20.41)


IC 2274  Dresden Hbf (05.31) - Berlin Hbf (07.32/36) - Rostock Hbf (09.36)
IC 2179  Rostock Hbf (12.21) - Berlin Hbf (14.23/41) -  Dresden Hbf (16.40)
IC 2172  Dresden Hbf (17.31) - Berlin Hbf (19.32/38) - Rostock Hbf (21.36)


IC 2175  Rostock Hbf (08.21) - Berlin Hbf (10.23/41)  -  Dresden Hbf (12.40)
IC 2176  Dresden Hbf (13.31) - Berlin Hbf (15.32/38) -  Rostock Hbf (17.37)

IC 95      Rostock Hbf (20.22) - Berlin Hbf (22.23/29)  -  Wien Hbf (10.45)


IC 94      Wien Hbf (19.15)   -   Berlin Hbf (06.26/29)  -  Rostock Hbf (08.39)
IC 2177  Rostock Hbf (10.21) - Berlin Hbf (12.23/41) -  Dresden Hbf (14.40)
IC 2174  Dresden Hbf (15.31) - Berlin Hbf (17.32/38) - Rostock Hbf (19.36)


IC 2173  Rostock Hbf (06.21) - Berlin Hbf (08.23/41) - Dresden Hbf (10.40)
IC 2178  Dresden Hbf (11.31) - Berlin Hbf (13.32/38) - Rostock Hbf (15.37)
IC 2275  Rostock Hbf (18.21) - Berlin Hbf (20.23/41) - Dresden Hbf (22.40)


IC 2272  Dresden Hbf (07.31) - Berlin Hbf (09.33/36) - Rostock Hbf (11.36)
IC 2271  Rostock Hbf (14.21) - Berlin Hbf (16.23/41) -  Dresden Hbf (18.40)
IC 2248  Dresden Hbf (21.09) - Leipzig Hbf (22.18)

 

Die angebenen Fahrplanzeiten können je nach Wochentag teilweise unterschiedlich sein

UPDATE vom 19. Mai 2020 - IC bis Warnemünde


 

Neuer Bahnhof und mehr Fernverkehr für das Ostseebad Warnemünde

 

 

Dreifach neu präsentiert sich der Bahnhof des Ostseebades Warnemünde. Nach umfassender Modernisierung erreichen die Reisenden nun alle Bahnsteige barrierefrei. Zeitgleich übernimmt das neue digitale Stellwerk vollständig die Steuerung des Bahnverkehrs auf der Strecke. Und Warnemünde wird ganzjährig Fernverkehrshalt, denn die neuen Intercity-Doppelstockzüge der Linie Dresden–Berlin–Rostock enden und beginnen nun in Warnemünde. Insgesamt haben Bund, Land, Stadt und Deutsche Bahn (DB) rund 65 Millionen Euro in den Umbau investiert.

 

 

Die Bauarbeiten waren mit einer achtmonatigen Vollsperrung verbunden. Heute ging der Bahnhof planmässig wieder in Betrieb. Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Mecklenburg-Vorpommern, Joachim Trettin, begrüßten um 8.59 Uhr den ersten Intercity aus Wien über Berlin. Bereits um 4.54 Uhr erreichte die erste Rostocker S-Bahn den Bahnhof Warnemünde.

 

"Die Bahnfahrt an die Ostsee ist ab heute nicht nur der komfortabelste, sondern auch der schnellste Weg“, freut sich Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen. "Nicht nur der Strand und die Molen sind nur wenige hundert Meter vom Bahnsteig entfernt. Auch der Umstieg zu Kreuzfahrtschiffen ist jetzt komfortabler denn je. Ein grosses Dankeschön an die Deutsche Bahn und alle beteiligten Bauleute, die in den vergangenen Monaten nahezu täglich gearbeitet haben. Nun ist unser 117 Jahre alter Bahnhof wieder einer der technologisch modernsten im Land!“

 

"Der Umbau des Bahnhofs war ein hartes Stück Arbeit, hat sich aber gelohnt“, sagt Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Mecklenburg-Vorpommern. "Jetzt ist der Weg vom Alten zum Neuen Strom barrierefrei und damit auch der Zugang zu allen Bahnsteigen. Mit der Verlängerung der IC aus Dresden bzw. Berlin nach Warnemünde ist das Seebad jetzt gut an das Fernverkehrsnetz angeschlossen. Wir bedanken uns ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit mit den Warnemünderinnen und Warnemündern und auch für ihre Geduld!“

 

Nach umfangreicher Planung begannen im Oktober 2018 die Bauarbeiten. Zunächst wurde die alte Technik durch ein modernes digitales Stellwerk ersetzt, das nun die Züge zwischen Rostock-Bramow und Warnemünde steuert. Im September 2019 begann der Umbau des Bahnhofs. Jetzt können sich Reisende über neue Bahnsteige mit modernen Beschallungsanlagen, neuer Beleuchtung und digitalen Informationsanlagen freuen, ebenso über neue Wetterschutzhäuschen und Wegeleitsysteme.

 

Die alte Personenunterführung wurde zurückgebaut und durch einen neuen, barrierefreien Übergang im nördlichen Bereich des Bahnhofs ersetzt. Zwei 370 Meter lange Bahnsteige für Intercity- und ICE-Züge wurden neu errichtet. Auch das Kreuzfahrtterminal können Reisende von Bahnsteig 5 über drei direkte Zugänge leicht erreichen. Gleichzeitig wurden Gleise, Weichen, Oberleitungs- und Telekommunikationsanlagen sowie der Hochwasserschutz verbessert.

 

Mit der Wiederinbetriebnahme des Bahnhofs Warnemünde wurden auch die Fernverkehrsverbindungen in die Tourismusregion ausgebaut. Mit neuen, komfortablen Intercity-Doppelstockzügen ist der Ostseestrand von Berlin aus im Zwei-Stunden-Takt umsteigefrei in nur 2 Stunden und 27 Minuten erreichbar. Die Reisenden sind 47 Minuten schneller am Ziel. Von Dresden dauert die Fahrt 4 Stunden und 42 Minuten. Weitere neue Fernverkehrshalte entlang der Strecke sind der Berliner Flughafen Schönefeld, Neustrelitz und Waren (Müritz). Neu ist auch die umsteigefreie Verbindung Warnemünde–Wien. Einmal täglich fährt in beiden Richtungen ein Zug über Berlin, Leipzig, Nürnberg und Passau in die österreichische Hauptstadt.

 

Mit 16 Fahrten täglich verbindet die neue Intercity-Linie Metropolen und Regionen in insgesamt vier ostdeutschen Bundesländern in neuer Qualität. Die elektrisch angetriebenen Intercity-Doppelstockzüge des Herstellers Stadler bieten 300 Sitzplätze und werden erstmals in Deutschland eingesetzt. Sie verfügen über WLAN, ein Reservierungssystem, moderne Fahrgastinformationen und haben Platz für ausreichend Gepäck und acht Fahrräder. In den Reisecafés werden Getränke und Snacks angeboten. Panoramascheiben im Ober- und Unterdeck sowie abwechslungsreiche Sitzlandschaften tragen zu einer angenehmen Reise bei. Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität erreichen den Zug über eine mitgeführte Rampe. Es stehen zwei Rollstuhlstellplätze und ein behindertengerechtes WC zur Verfügung. Ein Wegeleitsystem in Brailleschrift erleichtert die Orientierung.


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Fahrplantabelle IC-Linie Dresden - Warnemünde
DB_IG_IC_Linie_17_Fahrplantabelle_Mai202
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Im neuen Golden Pass Express ab Sommer 2021 umsteigefrei von Montreux nach Interlaken

Ab Sommer 2021 wird der Golden Pass Express um ein weiteres Highlight reicher: Mit einer neuen technischen Innovation wird eine 145-jährige Vision dann zur Tatsache. Die von der Die Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB) bei Stadler bestellten neuen Schmalspurwagen sind derzeit im Stadler Werk Bussnang im Bau und ermöglichen ab dann die umstiegfreie Fahrt von Montreux bis nach Interlaken Ost.

Der neue Golden Pass Express wie er ab Sommer 2021 unterwegs sein wird                                   Visualisierung: Pininfarina

 

 

 

Die mit grossen Panoramafenstern und komfortablen Sitzen ausgestatteten Wagen werden nach dem Bau auf spezielle Drehgestelle montiert, die am Bahnhof Zweisimmen vom MOB-Meterspurnetz auf das BLS-Normalspurnetz umgespurt werden können. Die für den Spurwechsel nötige Umspuranlage am Bahnhof Zweisimmen baut die BLS auf zwei Gleisen ein. Damit ab Sommer 2021 der Golden Pass Express für die durchgehende Fahrt bereit ist müssen die Wagen auf zwei Spurbreiten mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen und unterschiedlichen Strom- und Signalsystemen funktionieren.

Ursprünglich war die ambitionierte Hoffnung, die Direktverbindung bereits auf den Fahrplanwechsel Ende 2020 in Betrieb zu nehmen, jedoch braucht es zuerst noch umfangreiche Testfahrten mit dem neuen Rollmaterial, so dass die fahrplanmässige Inbetriebnahme der modernen Wagen mit dem Design aus dem Hause von Pininfarina nun auf Sommer 2021 vorgesehen ist.

Der neue Golden Pass Express präsentiert sich in einem anderen Design als die restliche MOB-Flotte. Zudem soll der Zug nebst erster und zweiter Klasse auch über eine Premium-Klasse verfügen, die sich besonders durch grössere Panoramafenster und Drehsessel auszeichnet. Pininfarina verfügt über umfangreiche Erfahrung im Eisenbahnsektor und gestaltete bereits schon 1993 den Cristal Panoramic Express für die MOB.

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Stadler präsentiert seine Jahresergebnisse

Stadler hat 2019 so viele Züge verkauft wie noch nie. Der Auftragseingang für das Jahr 2019 beläuft sich auf 5.1 Milliarden Schweizer Franken und liegt über 700 Millionen Franken über dem Vorjahr. Davon sind über 833 Millionen Schweizer Franken im Berichtssegment Service & Components angefallen. Der Auftragsbestand wächst damit auf ebenfalls rekordhohe 15 Milliarden Schweizer Franken. Stadler hat in den vergangenen Jahren in neue Technologien investiert und konnte gleich für mehrere Innovationen viel früher als erwartet Kunden gewinnen. Dazu zählen Digitalisierungsprojekte, neue Antriebstechnologien mit Akku und Wasserstoff sowie ein komplett neu entwickeltes Strassenbahnmodell. Investitionen in das Wachstum und Mehrkosten in Projekten (insbesondere Greater Anglia) haben Ebit und Ebit-Marge belastet. Ebenso hatten Wechselkursveränderungen, insbesondere zwischen dem Schweizer Franken und der norwegischen sowie der schwedischen Krone einen negativen Einfluss auf das operative Ergebnis. Infolge des rekordhohen Bestellungseingangs wurde das Ergebnis auch durch höher als ursprünglich erwartete Verkaufsaufwände beeinflusst.

Nicht nur betreffend Auftragseingang war das Jahr 2019 durch ausserordentliches Wachstum geprägt: Insgesamt wurden im vergangenen Geschäftsjahr 444 Züge und Lokomotiven ausgeliefert. Das entspricht einer Steigerung um rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wesentlicher Bestandteil der Auslieferungen sind sieben Fahrzeugflotten, die nach Erhalt der Zulassung in verschiedenen Ländern den regulären Fahrgastbetrieb aufgenommen haben; darunter befinden sich der Hochgeschwindigkeitszug Giruno für die SBB und der Doppelstockzug für Mälardalstrafik in Schweden.     

                                                                                                                                                                    Foto: Marcel Manhart

 

Umsatz kräftig gesteigert

 

Stadler erzielte im Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 3.2 Milliarden Schweizer Franken (Vorjahr 2 Milliarden Schweizer Franken). Aufgrund von Verschiebungen in Projekten (primär Greater Anglia) fällt der Umsatz in der Berichtsperiode jedoch tiefer aus als erwartet, was sich ebenfalls auf das Ergebnis auswirkt.

 

Der Auftrag Greater Anglia stellt Stadler vor besondere Herausforderungen in mehrfacher Hinsicht: Einerseits hat das Kamerasystem eines britischen Zulieferers nicht den Erwartungen an Leistungsfähigkeit und Stabilität entsprochen. Andererseits ist die Infrastruktur in dieser Region in die Jahre gekommen, was bei der Einführung der bimodalen FLIRT zu Störungen geführt hat. Die Zulassung für die bimodalen (BMU) und elektrischen (EMU) Triebzüge ist jedoch in Rekordzeit erreicht worden.

 

 

Ebit-Marge von 6.1 Prozent

 

Das operative Ergebnis auf Stufe Ebit konnte ebenfalls gesteigert werden. Die Ebit-Marge lag mit 6.1 Prozent unter dem Wert des Vorjahres und unter den eigenen Erwartungen. Verschiebungen und Mehrkosten bei einzelnen Aufträgen haben das Ergebnis massgeblich beeinträchtigt. Infolge des rekordhohen Bestellungseingangs wurde der Ebit auch durch Verkaufsaufwände belastet, die höher als erwartet ausgefallen sind. Ebenso hatten Wechselkursveränderungen, insbesondere zwischen dem Schweizer Franken und der norwegischen sowie der schwedischen Krone einen negativen Einfluss auf das operative Ergebnis.

 

Kapazitätsausbau nötig

 

Um die Auslieferung der im vergangenen Jahr bestellten Fahrzeuge in der bewährten Qualität sicherstellen zu können, ist an mehreren Standorten ein Kapazitätsausbau und ein Aufbau speziell geschulter Fachkräfte nötig. Stadler ist im vergangenen Jahr gruppenweit um 2044 Mitarbeitende gewachsen (durchschnittliche Anzahl FTE), was einem Zuwachs von rund 23 Prozent entspricht. Im Jahr 2019 arbeiteten im Schnitt über 10 900 Mitarbeitende bei Stadler. Insbesondere die Einarbeitung der neuen Mitarbeitenden hat zu höheren Aufwänden bei einigen Aufträgen geführt. Zu einem weiteren Ausbau von Kapazität und Mitarbeitenden kommt es neben der Schweiz insbesondere in Deutschland, Spanien und Weissrussland. Nach wie vor ist die Schweiz mit über 3900 Mitarbeitenden die grösste Division in der Gruppe.

 

Mit dem neuen Werk in St. Margrethen wurden optimale Bedingungen geschaffen, um auch aus dem Hochlohnland Schweiz heraus in einem stark umkämpften Markt wettbewerbsfähig bleiben zu können. Am Standort St. Margrethen beträgt die Investition in den Werkplatz Schweiz, verteilt über mehrere Jahre, über 86 Millionen Schweizer Franken. Auch im Jahr 2019 sind an verschiedenen Standorten signifikante Investitionen zur Erweiterung der Kapazitäten getätigt worden.

 

Der Netto-Geldfluss aus Betriebstätigkeit beläuft sich nach wachstumsbedingt überdurchschnittlich hohen Investitionen in das Nettoumlaufvermögen sowie Verzögerungen in einzelnen Projekten auf -186.8 Millionen Schweizer Franken (gegenüber -193.3 im Vorjahr).

 

Neue Märkte

 

Stadler war in Asien in zweifacher Hinsicht erfolgreich: Erstens konnten 34 dieselelektrische Lokomotiven nach Taiwan verkauft werden. Zudem hat Stadler im September 2019 einen Joint-Venture-Vertrag mit PT Inka in Indonesien abgeschlossen, um auf dem asiatischen Kontinent Fuss zu fassen. Stadler sieht in der Basis in Indonesien die bestmögliche Voraussetzung, um in dieser Region profitabel zu wachsen. Seit Anfang Jahr sind die ersten US-FLIRT in Dallas Fort Worth im Fahrplanbetrieb. Am 13. Mai konnte das neue Montagewerk in Salt Lake City (Utah) feierlich eingeweiht werden. Anfang Juni konnte der erste Servicevertrag in den USA gewonnen werden: Der Auftrag zur Lieferung von acht Zügen des Typs FLIRT für Dallas Rapid Transit (DART) beinhaltet auch die Planung eines Service-Depots. Im November haben die Metropolitan Atlanta Rapid Transit Authority (MARTA) und Stadler den Vertrag für die Lieferung von 127 METRO-Zügen mit zwei Optionen für je 25 weitere Züge unterschrieben. Für Stadler ist dies die grösste Einzelbestellung von Fahrzeugen in der Geschichte des Unternehmens und es markiert auch den ersten grossen METRO-Auftrag in den USA. Ebenfalls im November konnte sich Stadler den ersten Vertrag für einen mit Wasserstoff betriebenen Zug sichern. Für die San Bernardino County Transportation Authority (SBCTA) baut Stadler den ersten FLIRT H2, der ab dem Jahr 2024 im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden soll.

 

 

Servicegeschäft legt rasant zu

 

Der Auftragseingang im Berichtsegment Service & Components liegt im Jahr 2019 bei 833 Millionen Schweizer Franken und liegt damit deutlich über Vorjahresniveau. Im Mai konnte Stadler einen Vertrag für die Instandhaltung von über 100 Zügen des Bahnbetreibers Vy in Norwegen abschliessen. Es ist die grösste Einzelflotte, die Stadler je unter Vertrag genommen hat. Im Bereich Modernisierung und Refit konnte Stadler in Deutschland zwei grosse Aufträge von Bogestra und Netinera gewinnen. Volumenmässig eher kleinere, aber strategisch wichtige Aufträge vor dem Hintergrund der Digitalisierung sind die Aufträge zum Einbau des Stadler Diagnosesystems (RDS-System).

 

Am neu eröffneten Service-Standort in Herne, Deutschland, wird Stadler im Auftrag des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) 41 Fahrzeuge der neuen Flotte für die S-Bahn Rhein-Ruhr über einen Zeitraum von 32 Jahren instand halten. Und in UK übernimmt Stadler nach der Lieferung der 52 neuen METRO-Züge für Merseytravel in Liverpool auch für 35 Jahre die Verantwortung für die Instandhaltung der Züge im hochmodernen neuen Depot in Liverpool-Kirkdale. Für die nach Schleswig-Holstein verkauften neu entwickelten FLIRT Akku ist Stadler Service über einen Zeitraum von 30 Jahren für die Instandhaltung verantwortlich.

 

 

Etablierung im Signallinggeschäft

 

Seit 2016 ist bei Stadler der kontinuierliche Auf- und Ausbau des Signalling-Bereichs im Gang. Am SignallingStandort Wallisellen arbeiten mehrere Teams von hochqualifizierten Ingenieuren an der Umsetzung der Signalling-Strategie für die Produkte Vollbahnen, Nebenbahnen und Metro. Erste Erfolge haben sich bereits letztes Jahr eingestellt: Das von Stadler mit Mermec im Joint Venture AngelStar entwickelte ETCSZugbeeinflussungssystem GUARDIA hat 2019 die generische Zulassung erlangt und kommt bei den neuen FLIRT-Zügen der BLS zum Einsatz, die in diesem Sommer zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden. Aktuell laufen entsprechende Projekte auch in Polen, Ungarn, Slowenien, Italien und Deutschland. Darüber hinaus zeichnen sich weitere Projekte ab und die länderspezifische Zulassung für Stadler GUARDIA wird stufenweise bis 2022 in zehn Ländern erwirkt. Anfang 2020 ist Stadler Signalling in eine eigene Firma überführt worden.

 

 

Änderungen im Management

 

Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung haben im Jahr 2019 einige Änderungen erfahren, die grösstenteils Konsequenz eines von langer Hand geplanten Generationenwechsels waren. So hat Jure Mikolčić am 1. Februar 2019 die Leitung der Division Deutschland übernommen. Markus Bernsteiner hat am 1. Juni 2019 Markus Sauerbruch als Leiter des Werks in Altenrhein abgelöst. Vertriebschef Peter Jenelten hat im Mai sein Amt an Ansgar Brockmeyer übergeben und hat nach 19 Jahren bei Stadler in die PCS Holding in Frauenfeld gewechselt. An der Generalversammlung im März 2019 wurde Barbara Egger-Jenzer, ehemalige Berner Regierungsrätin, als erste Frau in den Verwaltungsrat von Stadler gewählt. Mitte Juli musste Stadler leider vom Tod seines überaus geschätzten, langjährigen Verwaltungsratsmitgliedes Dr. Werner Müller (seit 2003),  ehemaliger deutscher Bundeswirtschaftsminister, Kenntnis nehmen. Zuhanden der Generalversammlung am 30. April 2020 schlägt der Verwaltungsrat Doris Leuthard, ehemalige Schweizer Verkehrsministerin, zur Wahl in den Verwaltungsrat vor. Friedrich Merz stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl.

 

Erfolgreicher Börsengang

 

Seit dem 12. April 2019 ist die Stadler Rail AG an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange notiert. Der stark beachtete Börsengang kann als grosser Erfolg verbucht werden. Der Kurs hat sich seit dem ersten Handelstag erfreulich entwickelt. Gegenüber dem Ausgabepreis von 38 Franken erhöhte er sich um über 27 Prozent per 31. Dezember 2019. Die Aktie ist sehr breit gestreut: Per 31. Dezember 2019 zählte Stadler über 30 000 Aktionärinnen und Aktionäre, darunter ein grosser Anteil Kleinaktionäre. Rund 20 Prozent der Aktionäre besitzen nicht mehr als 50 Aktien.

 

Nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption sind im Zuge des Börsengangs von Stadler insgesamt 40 250 000 bestehende Aktien und damit 40.25 Prozent des Aktienkapitals platziert worden. Das Platzierungsvolumen entsprach 1.53 Milliarden Franken. Peter Spuhler hält direkt und indirekt über die PCS Holding AG 39.9 Prozent des Aktienkapitals von Stadler. Weitere zehn Prozent hält die deutsche RSBG SE (vollständig im Besitz der RAG-Stiftung). Die Kosten für den IPO-Prozess gehen voll zu Lasten des verkaufenden Aktionärs.

 

 

Ausblick

 

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Stadler bei einer stabilen Währungssituation wiederum ein zweistelliges Umsatzwachstum und rechnet mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2019. Anhaltend hohe Investitionen und Mehrkosten im Zusammenhang mit dem Ausbau der Kapazitäten werden die Profitabilität auch im laufenden Jahr beeinflussen. Die mittelfristigen Finanzziele werden klar bestätigt. Der Verwaltungsrat beabsichtigt, zuhanden der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 120 Millionen Schweizer Franken (1.20 Franken pro Aktie) zu beantragen. Für das Geschäftsjahr 2020 sieht Stadler die Auszahlung einer Dividende in Höhe von circa 60 Prozent des Konzernergebnisses vor.




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Corona-Virus: DB umfassend vorbereitet

Die Deutsche Bahn (DB) hat heute mitgeteilt, dass sie auf eine weitere Ausbreitung von Covid-19 in Deutschland umfassend vorbereitet ist. In Zügen und Bussen der DB gelten die bekannten Vorsorgehinweise des Robert-Koch-Instituts wie gründliches Händewaschen oder die schnelle Entsorgung von benutzten Taschentüchern. Die DB ist in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesverkehrsministerium, denen jeweils weitere Entscheidungen zum Bahnbetrieb obliegen. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen für Bahnkunden keinerlei Einschränkungen. 

Die bestehenden Pandemieplanungen der DB werden den Aktualisierungen der Bundesregierung und der Bundesländer angepasst. Die DB folgt zudem den Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts                         Foto: Marcel Manhart

 

 

 

 

Bei einem von Behörden festgestellten Corona-Verdacht wird der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert. Die Fahrgäste werden durch das Zugpersonal gebeten, dass sie ihre Kontaktdaten hinterlegen, um von den Behörden im Bedarfsfall kontaktiert werden zu können. Dafür hält das Zugpersonal Aussteigekarten bereit. Zusätzlich können Fahrgäste zum Hinterlegen der Kontaktdaten die kostenlose Hotline 0800 5 14 15 14 oder den Online-Link www.bahn.de/corona nutzen.

 

Für Reisende mit Fahrscheinen in die vom Coronavirus betroffenen Gebiete in Italien hält die DB ihre Kulanzregelung aufrecht: Kunden, die ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ihren Fahrschein kostenfrei erstatten lassen. Gleiches gilt ab sofort für Reisende mit einer Fahrkarte der DB, bei denen der konkrete Reiseanlass aufgrund des Coronavirus entfällt (z.B. offizielle Absage einer Messe, eines Konzerts, Sport-Events o.ä.). Die kostenfreie Erstattung gilt auch für den Fall, dass ein gebuchtes Hotel im Zielort (ggf. im Ausland) unter Quarantäne steht. Die DB bitten betroffene Kunden, sich an die Verkaufsstellen und die Kundenservice-Kanäle der Deutschen Bahn zu wenden.

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Start der Arbeiten für durchgehenden S11-Halbstundentakt Aarau–Zürich

Die Heitersbergstrecke Aarau - Lenzburg - Killwangen-Spreitenbach auf der Ost–West-Achse wird im dichten Mischverkehr befahren. Dies bedeutet, dass sowohl schnelle Fernverkehrszüge, als auch regelmässig haltende S-Bahnzüge und langsamere Güterzüge die Strecke intensiv nutzen. Diese intensive Nutzung verumöglicht weitere Angebotsausbauten. Die nachfragestarke S-Bahnlinie S11 verkehrt aus diesem Grund zwischen Aarau und Zürich bloss zur Hauptverkehrszeit im Halbstundentakt. Die SBB nimmt deshalb ab 2. März 2020 die Hauptarbeiten für die Verbindungslinie zwischen Mägenwil und Birr auf. Sie ist das Herzstück des 160-Millionen-Franken-Projekts Leistungssteigerung Rupperswil–Mägenwil und ermöglicht ab Ende 2023 den durchgehenden Halbstundentakt der S11 zwischen Aarau und Zürich.

Das Projekt ermöglicht eine Leistungssteigerung zwischen Aarau und Zürich                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat der SBB im Dezember 2019 die Baubewilligung, die sogenannte Plangenehmigungsverfügung, für die Schlaufe Mägenwil erteilt. In der Rekursfrist gingen keine Beschwerden ein. Somit ist die Baubewilligung nun rechtskräftig, und die SBB startet ab 2. März 2020 mit den Arbeitsvorbereitungen vor Ort. In einem ersten Schritt nimmt das Bauteam verschiedenenorts sogenannte Abhumusierungsarbeiten vor, um Platz zu schaffen: dies einerseits für baulogistische Installationsplätze und Baupisten und andererseits – ab voraussichtlich 9. März 2020 – für die Verlegung der Grossfeldstrasse im Gemeindegebiet von Wohlenschwil. Der genaue Termin für die Abhumusierungsarbeiten richtet sich nach der Witterung.

 

 

Erste Einschränkungen für Strassen- und Fussverkehr nötig

 

Ebenfalls ab 9. März 2020 bricht das Bauteam den nördlichen Teil der Personenunterführung Chalacherstrasse (Personenunterführung Lindfeld 2) ab und baut diese danach neu, in abgestimmter Lage und Länge mit dem neuen Gleis. Die Personenunterführung Chalacherstrasse ist deshalb ab 9. März bis Ende 2020 gesperrt. Umleitungen via Unterführung Alte Bruggerstrasse und Unterführung Industriestrasse werden signalisiert. Ab 6. April 2020 verlängert das Bauteam zudem die Strassenunterführung Feldstrasse in Brunegg. Die Strassenunterführung ist deshalb ab dann bis im August 2020 für den motorisierten Verkehr gesperrt. Fussgängerinnen und Fussgänger können die Unterführung weiter benutzen, Velofahrerinnen und Velofahrer auch, Velos müssen aber geschoben werden.

 

 

Dank neuer Fahrwege für den Güterverkehr mehr Kapazität für die S-Bahn

 

Die rund einen Kilometer lange, einspurige Schlaufe Mägenwil verbindet die Heitersberglinie mit der Linie Othmarsingen–Birr. Diese neue Verbindung ermöglicht, dass ein Teil der Güterzüge den stark ausgelasteten Engpass Rupperswil–Mägenwil umfahren kann. Das schafft die nötige Kapazität, um zum Beispiel den durchgehenden Halbstundentakt der S-Bahnlinie S11 auf diesem Abschnitt realisieren zu können. Die nachfragestarke S11 verkehrt aktuell zwischen Aarau und Zürich bloss zur Hauptverkehrszeit im Halbstundentakt.

 

 

Diverse Anpassungen und Neubauten für Schlaufe

 

Die neue rund einen Kilometer lange, einspurige Schlaufe verläuft auf einem Bahndamm und führt über grösstenteils unbebautes Gebiet. Von Mägenwil herkommend überquert sie die Alte Bruggerstrasse, unterquert die Birrfeldstrasse sowie die Autobahn A1 und mündet, nachdem sie die Feldstrasse überquert, hat in die Bahnlinie Othmarsingen–Birr. Für diese Linienführung sind diverse Anpassungen und Neubauten nötig, auch im Bahnhof Mägenwil, um das neue Gleis dort einzubinden. Die Inbetriebnahme der Schlaufe ist im Dezember 2023 geplant, die Abschlussarbeiten dauern bis im Sommer 2024.

 

Ebenfalls Teil des Projekts Leistungssteigerung Rupperswil–Mägenwil sind neue Weichenverbindungen im Raum Gexi-Lenzburg. Diese hat die SBB bereits 2019 erstellt. Weiter sind wegen den neuen Fahrwegen im Güterverekhr ergänzende Lärmschutzmassnahmen im Korridor Rupperswil–Brugg–Killwangen nötig. Dies sind Lärmschutzwände, welche die SBB von 2019 bis ca. 2022 erstellt sowie Schallschutzfenster. Bei letzteren sorgt der Kanton für den einheitlichen Vollzug.

 

 

Ein 160-Millionen-Franken Projekt im Auftag des Bundes

 

Die SBB führt das Projekt im Auftrag des Bundes aus. Die Kosten für die Leistungssteigerung Rupperswil–Mägenwil belaufen sich auf rund 160 Millionen Franken. Das Projekt ist Teil des Ausbauprogramms «STEP Ausbauschritt 2025» des Bundes. Die Gelder für den Bau stammen aus dem neuen Bahninfrastrukturfonds (BIF), den die Schweizer Stimmbevölkerung am 9. Februar 2014 mit der FABI-Vorlage angenommen hatte. Aus dem BIF werden seit 2016 alle Instandhaltungs- und Ausbauprojekte der Schweizer Bahnen finanziert.



Das Projekt Leistungssteigerung Rupperswil–Mägenwil ermöglicht, dass Ost–West- und West–Ost-Güterzüge den Engpass Rupperswil–Mägenwil wenn nötig umfahren können                                                                                         Grafik: SBB CFF FFS


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