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Bahnhof Flums erfolgreich modernisiert

Da der Bahnhof Flums bisher den Anforderungen an hindernisfreien Zugängen zum Zug nicht genügt hat, wurde er von der SBB so umgebaut, damit er dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) entspricht. Heute wurde nun die Rampe auf den Zwischenperron erstmals freigegeben; so wie auch der stufenfreie Zugang vom Bahnhof her. Vom stufenfreien Ein- und Aussteigen zu den Zügen profitieren nebst Reisenden mit eingeschränkter Mobilität auch Reisende mit Kinderwagen, Rollkoffern oder Fahrrädern. Die Hauptarbeiten haben im September 2024 gestartet und werden pünktlich zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 abgeschlossen sein.

Der Bahnhof Flums wurde gemäss den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) umgebaut und modernisiert

                                                                                                                                                                Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Mit dem Fahrplanwechsel wird der Umbau des Bahnhofs Flums abgeschlossen. Die SBB hat die Anlage modernisiert und an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) angepasst. Ab dem 14. Dezember 2025 hält neu jeder Zug des IR35 (Aare Linth) in Flums. Die Gemeinde profitiert damit erstmals von einem durchgehenden Halbstundentakt. Die Gemeinde Flums wartet bereits seit vielen Jahren auf dieses verbesserte ÖV-Angebot. Nachdem die Umsetzung immer wieder verschoben werden musste, ist der Gemeinderat nun umso erfreuter, dass mit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 der langersehnte Halbstundentakt endlich Tatsache wird.

 

Versprochen wurde dieser Halbstundentakt bereits im September 2010 für die Einführung im Jahr 2013 zum Start der S-Bahn St. Gallen

Für die Bahnhöfe zwischen Sargans und Ziegelbrücke gab es dann allerdings mit der Eröffnung der S-Bahn St. Gallen ab Dezember 2013 sogar eine Verschlechterung. Der in der Volksabstimmung versprochene Shuttle-Zug Ziegelbrücke - Sargans (mit Halt in Unterterzen, Walenstadt und Flums wurde gestrichen und so war die damalige Ring S4 (heute S17) der einzige Zug, welcher diese Bahnhöfe noch bediente. In Ziegelbrücke gab es so auch kein Anschluss mehr an den IR nach Zürich, sondern nur noch an den damaligen Glarner-Sprinter (heute S25 der S-Bahn Zürich) oder an die S2.

 

Ab Dezember 2014 hat dann Walenstadt den IR-Halt erhalten; dieser Halt wurde anfänglich davon abhängig gemacht, dass dann genügend "spurtstarke" Züge (Stadler KISS RABe 511.1) zur Verfügung stehen würden. Für Unterterzen wurde als Ersatz saisonal bzw. an Wochenenden die S2 ab Ziegelbrücke bis Unterterzen verlängert. Flums musste sich mit einer neuen Buslinie mit vielen Zwischenhalten und ensprechend längeren Fahrzeiten nach Sargans zufrieden geben. Somit war es aus Flums auch nicht mehr möglich zur vollen Stunde nach Zürich HB zu gelangen; egal ob man mit dem Bus nach Sargans (mit Umsteigen auf den Intercity) oder mit der S-Bahn nach Ziegelbrücke gefahren ist, man erreichte nur den (damals noch weniger wichtigen) Halbstundenknoten um die Minute xx.30

 

Gleichzeitig mit dem stündlichen Halt des IR35 in Flums profitieren nun ab 14. Dezember 2025 auch Freizeitreisende sowie Pendlerinnen und Pendler zwischen Graubünden und Zürich neu auch unter der Woche von einem durchgehenden Halbstundentakt des IC3 ab Chur mit Halt nur in Landquart und Sargans nach Zürich HB. 

 

Bis Ende 2023 waren die Bahnen verpflichtet, ihre Bahnhöfe und Eisenbahn-Haltestellen an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) anzupassen, sofern diese Umbauten als verhältnismässig galten. Diese Frist wurde nicht in allen Fällen eingehalten. Flums gehört zu jenen Bahnhöfen, die nicht bis Ende 2023 stufenfrei ausgebaut wurden. Die Inbetriebnahme der erhöhten Perrons erfolgt planmässig zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025.

 

Ende 2024 waren 1132 der total 1800 Bahnstationen für Menschen mit Beeinträchtigung autonom benutzbar. Das sind 43 mehr als Ende 2023. Da zunächst die grösseren Bahnhöfe angepasst wurden, konnten Ende letzten Jahres 82 Prozent aller Reisenden von behindertengerechten Umbauten profitieren. Das zeigt der Standbericht des Bundesamts für Verkehr (BAV). Als Grund für die Verzögerungen geben die Bahnen unter anderem Personalmangel sowie fehlende Zeitfenster für die Bauarbeiten an. Das BAV begleitet die Bahnunternehmen weiter bei der Planung und Realisierung, um die Verzögerungen bei der Umsetzung des Gesetzes möglichst gering zu halten. Zudem hat der Bund in den Leistungsvereinbarungen zum Substanzerhalt der Bahninfrastruktur für die Jahre 2025-2028 die finanziellen Mittel für die Umsetzung des BehiG aufgestockt.

 

Am Bahnhof Flums wurde im Rahmen des Projekts die Mittelperronhöhe auf 55 cm erhöht und das Perron verbreitert sowie verlängert, damit künftig längere Niederflurzüge halten können. Das bestehende Perrondach wurde abgebrochen und ein neues Perrondach errichtet. Auch der Rampenzugang zur Seite des Entsumpfungskanals wurde erneuert, um die Neigungsvorgaben zu erfüllen. Zusätzlich installierte die SBB eine neue Wartehalle als Witterungsschutz und rüstete die Gleisfeldbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel um. Die elektrische Infrastruktur der Fahrleitung wurde angepasst und ein neues Möblierungskonzept umgesetzt, um den Komfort zu erhöhen. Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 19 Millionen Franken. Diese werden über die Leistungsvereinbarung der SBB mit dem Bund finanziert.

 

Gemäss Planung der Bahnen werden bis Ende 2028 weitere 186 Bahnhöfe umgebaut. Damit wird sich der Anteil der Passagiere, die überwiegend selbständig und spontan reisen können, auf 88 Prozent erhöhen. Bei 312 Eisenbahn-Haltestellen verzögern sich die Anpassungen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die betroffenen Gemeinden sind über den Umsetzungsstand informiert. Mit den Behindertenverbänden ist die SBB im Austausch. 


Bahnhof Flums Stand:  01. Dezember 2025


Bahnhof Flums Stand:  29. November 2025


Bahnhof Flums Stand:  24. September 2025








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