Am zweitletzten Novemberwochende 2025 nimmt die SBB zwischen Pfäffikon SZ und Altendorf ein neues Güterüberholgleis und ein neues Stellwerk in Betrieb. Dieses ermöglicht ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 auch an Werktagen den durchgehenden IC-Halbstundentakt zwischen Zürich und Chur. Für die Inbetriebnahme der neuen Anlagen müssen Bahnstrecken abschnittsweise gesperrt werden. Es verkehren Bahnersatzbusse, einzelne Züge werden umgeleitet.
Der Bahnhof Pfäffikon SZ mit Zügen aller drei Generationen der S-Bahn Zürich Foto: Marcel Manhart
Von der Sperrung am Wochenende vom 21. bis 24. November 2025 betroffen ist nicht nur die Bahnstrecke am linken Zürichseeufer, sondern auch die Strecke über den Seedamm nach Rapperswil sowie in Richtung Biberbrugg. Die Strecken sind jedoch nicht durchgehend gesperrt. Die Wochenendsperre verläuft auf den verschiedenen Abschnitten in verschiedenen Phasen. Reisende sind gebeten, vor ihrer Reise den angepassten Online-Fahrplan zu prüfen.
Züge werden umgeleitet oder durch Busse ersetzt
Die internationalen Nachtzüge nach Wien/Graz verkehren vorzeitig ab Zürich; einzelne Tagzüge werden via Rorschach umgeleitet. Die IC3 der Linie Zürich - Chur fallen am Sonntag Abend ab 21.15 Uhr zwischen Wädenswil und Ziegelbrücke aus und werden durch Schnellbusse ersetzt. Die IR35 werden via Rapperswil und Uznach umgeleitet. Der Voralpen-Express der Südostbahn (SOB) fällt ab Sonntag um 8.30 Uhr zwischen Rapperswil und Biberbrugg aus und wird durch Busse ersetzt.
Bei den S-Bahnen der Linien S2, S5 (SOB), S6 (SOB), S8, SN8, S17 (SOB), S25, S40 (SOB) kommt es zu verschiedenen Zeiten auf verschiedenen Abschnitten zu Ausfällen oder zusätzlichen Halten. Reisende benützen je nach Sperrphase andere S-Bahnen oder Ersatzbusse.
Die SBB hat sich für eine Wochenendsperre in verschiedenen Phasen entschieden, um die Auswirkungen auf die Reisenden zu minimieren. In Pfäffikon SZ, wo fast alle Ersatzbusse starten oder enden, steht zusätzliches Bahnpersonal im Einsatz.
Ab Fahrplanwechsel IC-Züge auch an Werktagen im Halbstundentakt
Die verschiedenen Sperrphasen nutzt die SBB, um das neue Güterüberholgleis zwischen Pfäffikon SZ und Altendorf sowie das neue Stellwerk in Pfäffikon SZ in Betrieb zu nehmen. Dank dem 750 Meter langen Güterüberholgleis kann die SBB ab dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 auch an Werktagen den Halbstundentakt der Intercity-Züge zwischen Zürich und Chur anbieten.
Im Rahmen des Bauprojekts erstellte die SBB zudem am Ort des heutigen Dienstgebäudes in Pfäffikon SZ ein neues, zweigeschossiges Dienstgebäude sowie ein neues Bahntechnikgebäude. Das Projekt kostet rund 83 Millionen Franken. Der Bau des Güterüberholgleises Pfäffikon SZ - Altendorf gehört zum Ausbauschritt 2025 des Bundes. Mit diesem Bauprogramm werden auf dem gesamten Schweizer Schienennetz Projekte im Umfang von 6,4 Mrd. Franken realisiert.
Hintergrund: Bauarbeiten für ein Güterüberholgleis
Projektinhalt
Der Bahnhof Pfäffikon SZ liegt an der Achse Zürich–Ziegelbrücke, der Hauptverbindung im Personen- und Güterverkehr von Zürich in Richtung Osten. Ausserdem ist Pfäffikon SZ ein gemeinsamer Knotenpunkt zwischen der Schweizerischen Südostbahn SOB und der SBB. Der Bahnhof wird an einem durchschnittlichen Werktag von rund 15'300 Reisenden genutzt (Stand 2022).
Am Bahnhof Pfäffikon SZ finden systematische niveaugleiche Querungen des Voralpen-Express und der S-Bahnlinie S40 Rapperswil–Einsiedeln der SOB sowie der Züge auf der Strecke Zürich–Chur statt. Zusätzlich verkehren Dienstzüge sowie der in Rapperswil stationierte Lösch- und Rettungszug (LRZ) via Pfäffikon SZ.
Übersicht über das Bauprojekt
Kernstück des Projekts ist die Erstellung des neuen Güterüberholgleises. Dies bedingt verschiedene zusätzliche Arbeiten. Unter anderem wird das bestehende Dienstgebäude beim Bahnhof Pfäffikon SZ abgebrochen und durch ein neues Dienstgebäude und ein Bahntechnikgebäude ersetzt.
Der Baubereich ist knapp sieben Kilometer lang. Er beginnt beim Bahnhof Freienbach SBB im Westen und geht im Osten über den Bahnhof Altendorf hinaus (Streckenkilometer 31,40 bis 38,25). Der Bereich des Überholgleises erstreckt sich von km 34,48 bis 35,72; es wird auf der Südseite zwischen den Gleisen der jetzigen Strecke und der Kantonsstrasse (Churerstrasse) erstellt. Durch den Ersatz der Sicherungsanlagen sind auch die beiden Linien 671 (in Richtung Hurden und Rapperswil) und 672 (in Richtung Freienbach SOB und Wollerau) einbezogen.
Das Projekt beinhaltet im Wesentlichen die folgenden Infrastrukturmassnahmen:
- Neubau Güterüberholgleis für Güterzugslängen von 750 Metern inkl. Neuerstellung Trasse
- Anprallschutz für Pfeiler der Strassenüberführung Autobahnzubringer N3
- Erstellen neue Stützbauwerke (Stützmauer und Steinkorbmauern) auf gesamter Länge zwischen Güterüberholgleis und Kantonsstrasse
- Anpassung Werkleitungen und Durchlässe im Einflussbereich des Güterüberholgleises
- Verschiebung Hochspannungsfreileitung 132kV (zwischen km 34,7 und km 35,74)
- Ersatz 15kV-Hochspannungskabel (Speiseleitung) unter dem Autobahnzubringer
- Ersatz Stellwerk Pfäffikon SZ inkl. Signalisierung
- Rückbau bestehendes Dienstgebäude/Neubau zweigeschossiges Dienstgebäude und ein Bahntechnikgebäude
Die Bauarbeiten starten voraussichtlich Ende September 2023 mit den Vorbereitungsarbeiten. Die Hauptarbeiten beginnen ab Anfang Oktober 2023 und dauern bis Ende Dezember 2025. Anschliessend folgen bis im Frühling 2026 die Fertigstellungsarbeiten.
Zeitablauf
Vorarbeiten: Ende September 2023 bis Ende November 2023
Bau Bahntechnik- und Dienstgebäude: Anfang 2024 bis Mai 2026
Bau von Kabel-, Fahrleitungs- und Signalanlagen: Mitte Oktober 2023 bis Juli 2025
Güterüberholgleis: April 2024 bis Oktober 2025
Gleisabsenkung Hurdenstrasse: Mai 2024 bis Juli 2024
Abschluss Bauhauptarbeiten: Ende Oktober 2025
Inbetriebnahme: 24. November 2025
Schlussarbeiten / Rückbauten: bis März 2026
Je nach Bauphase führt das Bauprojekt zu Einschränkungen im Schienen- und Strassenverkehr. Wir bitten Sie, die Signalisationen vor Ort zu beachten und vor Antritt der Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die App «SBB Mobile» zu konsultieren. Informationen zu Einschränkungen am Bahnhof und im Bahnverkehr finden Sie ab Baustart hier auf der Webseite im Kapitel «Einschränkungen am Bahnhof und im Bahnverkehr».
Wir bemühen uns, die unumgänglichen Lärmemissionen so gering wie möglich zu halten. Es ist uns bewusst, dass wir in Pfäffikon nahe an den Wohnhäusern bauen müssen. Für die unvermeidlichen Unannehmlichkeiten bitten wir Sie um Verständnis. Im Kapitel «Abend und Nachtarbeiten» finden sie ab Baustart Informationen zu den geplanten Nachtarbeiten.
Kosten.
Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 83 Millionen Franken. Der Bau des Güterüberholgleises Pfäffikon SZ–Altendorf gehört zum Ausbauschritt 2025 (STEP AS 2025) des Bundes. Mit diesem Bauprogramm werden auf dem gesamten Schweizer Schienennetz Projekte im Umfang von 6,4 Mrd. Franken realisiert. Eines der Ziele ist der ganztägige Halbstundentakt Zürich–Chur.
--> Weitere Informationen zum Ausbauschritt 2025
Die Gelder für das Projekt Güterüberholgleis Pfäffikon SZ–Altendorf stammen aus dem Bahninfrastrukturfonds (BIF), den die Schweizer Stimmbevölkerung 2014 mit der FABI-Vorlage angenommen hat. Aus dem BIF werden alle Instandhaltungs- und Ausbauprojekte der Schweizer Bahnen finanziert.


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