Weniger als zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung haben Stadler und die SBB heute im Stadler-Werk in Valencia (Spanien) das finale Design der neuen EURO DuFour-Lokomotive für SBB Cargo Schweiz vorgestellt. Die Lokomotive ist das künftige Flaggschiff des Schienengüterverkehrs in der Schweiz.
Das Design nimmt verschiedene Elemente der SBB Flotte auf.
Dazu zählen das schwarze Fensterband und das gestreifte SBB Signet Foto: Stadler
Im September 2024 bestellte SBB Cargo Schweiz eine erste Tranche von 36 modernen Streckenlokomotiven vom Typ «EURO DuFour» bei Stadler (siehe SBB-Medienmitteilung). Für weitere 93 Fahrzeuge bestehen Optionen. Heute konnten die SBB und Stadler der Öffentlichkeit erstmals das neue Aushängeschild des Güterverkehrs der Zukunft präsentieren. Die Lokomotive erscheint im klassischen SBB Rot. Sie symbolisiert damit die Stärkung des Güterverkehrs als eine der Kernaufgaben der SBB.
Das Fahrzeugdesign setzt auf eine hohe Wiedererkennung der Lok, die langfristig die einzige Streckenlokomotive im Besitz von SBB Cargo Schweiz sein wird. Verschiedene visuelle Elemente der bestehenden SBB Flotte finden sich auf der neuen Güterlok wieder. So erinnern zum Beispiel das schwarze Fensterband und das gestreifte SBB Signet an der Seite an die ikonische Lokomotive Re 460 aus dem Personenverkehr
«Die SBB bekennt sich zu einem starken Güterverkehr. Dafür steht die neue Güterlokomotive», sagt Alexander Muhm, Leiter Güterverkehr der SBB. «Die Lok setzt technisch einen neuen Standard: Sie ist energiesparend, leistungsfähig und gerüstet für zukünftige Innovationen. Eine moderne und effiziente Flotte ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Schienengüterverkehr der SBB.»
Innovationen für einen effizienten Schienengüterverkehr
Drei technische Eigenschaften sind für einen effizienten Betrieb im Schweizer Schienengüterverkehr besonders wertvoll:
Die Streckenlokomotive trägt in der Schweiz die Typenbezeichnung «Re 494» respektive «Rea 494» für die Fahrzeuge mit Batteriemodul. Die Fahrzeuge werden im Stadler-Werk in Valencia (Spanien) gebaut. Im zweiten Halbjahr 2026 wird das Fahrzeug im Testring Velim (Tschechien) auf Herz und Nieren geprüft. Im Jahr 2027 kommt die Lok für die Zulassung erstmals in die Schweiz. Es folgen Tests, ab Ende 2027 startet die Erprobung im Betrieb von SBB Cargo Schweiz. Die Auslieferung der 36 Lokomotiven (davon 22 mit Last-Mile-Modul) der ersten Bestelltranche erfolgt kontinuierlich bis März 2029.
Ab dem 14. Juni 2026 gibt es einige Neuerungen im Westbahn-Fahrplan. Während sich auf einzelnen Verbindungen Fahrzeiten und Halte ändern, bleibt vieles beim Bewährten. Nachfolgend finden Sie einen Überblick der wichtigsten Änderungen.
Stadler KISS der Westbahn in Innsbruck Hbf Foto: Marcel Manhart
Unverändert von Wien nach Salzburg und ins Salzburger Land
Das Westbahn Angebot zwischen Wien und Salzburg bleibt unverändert bestehen. Ausserdem fahren die Züge weiterhin dreimal täglich direkt und ohne Umstieg in den Pinzgau und Pongau. Dabei halten die Westabahn Züge ab Salzburg Hbf in Salzburg Süd, Puch Urstein, Hallein, Golling-Abtenau, Werfen, Bischofshofen, St. Johann im Pongau, Schwarzach-St.Veit, Lend, Taxenbach-Rauris, Bruck-Fusch, Zell am See, Maishofen-Saalbach und Saalfelden.
Richtung Deutschland, Innsbruck und Vorarlberg
Aufgrund einer Anpassung der Fahrzeiten kommt es zu diesen Änderungen:
Angebotserweiterung in den Süden
Bereits seit dem 29. Mai 2026 fährt die Westbahn mit einem Stadler SMILE fünfmal täglich pro Richtung von Wien Hauptbahnhof mit Zwischenhalten in Wien Meidling, Wiener Neustadt Hbf, Semmering, Bruck an der Mur, Graz Hbf, Kühnsdorf-Klopeinersee, Klagenfurt Hbf und Pörtschach am Wörthersee nach Villach Hbf.
Grosse Bühne für eine kleine Stadt: Heute wurde im Bahnhof Hamburg-Altona ein ICE 4 auf den Namen "Knuffingen" getauft. Anlass ist das 25-jährige Bestehen des Miniatur Wunderlands in Hamburg, der beliebtesten Sehenswürdigkeit in Deutschland. An der Taufzeremonie im Bahnhof Hamburg-Altona nahmen die DB-Konzernbevollmächtigte Ute Plambeck, Staatsrat Martin Bill, die Gründer des Miniatur Wunderlands Gerrit und Frederik Braun sowie Martin Baier, Leiter Fahrzeugmanagement DB Fernverkehr, teil.
ICE "Knuffingen" anlässlich der Präsentation am Bahnhof Hamburg-Altona Foto: Deutsche Bahn
Der ICE "Knuffingen" ist nach der Fantasie- und Hauptstadt des Wunderlandes benannt. Er trägt neben dem Namen ein besonderes Jubiläumsdesign, das spektakulär vor Ort enthüllt wurde: Ein Modellzug des ICE 4 im Maßstab 1:87 zog den Vorhang weg, der das Design verhüllte. Anschließend tauften die Patinnen und Paten den Zug mit Wasser aus der „Nord-Ost-See“ des Skandinavien-Abschnitts im Miniatur Wunderland.
Ute Plambeck, DB-Konzernbevollmächtigte für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein: „Die Deutsche Bahn und das Miniatur Wunderland teilen das Ziel, Menschen zu verbinden – im Großen wie im Kleinen. Gemeinsam tragen wir dazu bei, Begeisterung für die Bahn zu schaffen und nachhaltige Mobilität zu fördern. Dafür steht jetzt auch nach aussen sichtbar der ICE ‚Knuffingen‘“.
Martin Bill, Staatsrat der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende: „Mit dem neuen ICE ‚Knuffingen‘ rollt ein ganz besonderer Botschafter Hamburgs über die Schienen. Der Name steht nicht nur für das Miniatur Wunderland, das seit 25 Jahren Menschen jeden Alters begeistert und ein einzigartiges Aushängeschild Hamburgs ist, sondern steht auch für die Fantasie und den Erfindergeist unserer Stadt. Nun fährt ‚Knuffingen‘ von hieraus nach München oder in die Schweiz – und trägt ein Stück Hamburg hinaus in die Welt. Ich wünsche diesem ICE stets eine knuffige, allzeit gute Fahrt und seinen Reisenden die Neugier, das Original im Miniatur Wunderland einmal selbst zu erleben.“
„Dass heute ein echter ICE den Namen ‚Knuffingen‘ trägt, fühlt sich für mich immer noch vollkommen surreal an. Vor 25 Jahren hatten wir eine verrückte Idee und viele Kindheitsträume – heute fährt einer davon quer durch Deutschland“, sagt Gerrit Braun, Gründer des Miniatur Wunderlandes.
Frederik Braun ergänzt: „Seit 25 Jahren schicken wir in klein die Bahn durch die Wunderland-Welten. Dass die Deutsche Bahn sich auf den Spaß eingelassen hat, es einmal umzudrehen, das Wunderland in Groß deutschlandweit mit dem ICE auf Reisen zu schicken, erfüllt mich mit grosser Freude und Dankbarkeit.“
"Knuffingen" fährt in Deutschland und der Schweiz
Der getaufte Zug ist ein ICE 4 mit 13 Wagen und 918 Sitzplätzen. Er ist auf den Linien mit besonders hoher Nachfrage unterwegs, etwa von Hamburg nach München über Köln und Stuttgart oder von Hamburg über Frankfurt/Main und Karlsruhe nach Basel und weiter in die Schweiz.
Das Modell des ICE "Knuffingen" Quelle: Miniatur Wunderland Hamburg
Die wichtige internationale Bahnverbindung zwischen Feldkirch (Österreich) und Buchs SG (Schweiz) wird umfassend erneuert. Um die Bauarbeiten gebündelt und effizient umzusetzen, ist eine durchgehende Sperre erforderlich: Vom 14. Juni 2026 bis 14. Oktober 2026 wird die rund 18 Kilometer lange eingleisige Strecke deshalb für den Zugverkehr vollständig gesperrt.
Der Bahnhof Schaan-Vaduz in Liechtenstein wird 4 Monate keine Züge mehr sehen Foto: Marcel Manhart
Die wichtige internationale Bahnverbindung zwischen Feldkirch (Österreich) und Buchs SG (Schweiz) wird umfassend erneuert und gezielt an die Anforderungen eines modernen, grenzüberschreitenden Bahnverkehrs angepasst. Die Massnahmen schaffen die Grundlage für mehr Komfort, höhere Zuverlässigkeit sowie eine langfristig stabile und leistungsfähige Verbindung zwischen Österreich, Liechtenstein und der Schweiz.
Um diese Bauarbeiten gebündelt und effizient umzusetzen, ist eine durchgehende Sperre erforderlich: Vom 14. Juni 2026 bis 14. Oktober 2026 wird die rund 18 Kilometer lange eingleisige Strecke zwischen Feldkirch und Buchs SG vollständig gesperrt. Während dieser Zeit kommt es zu deutlichen Änderungen im Bahnverkehr.
Im Zentrum der Bauarbeiten steht die umfassende Sanierung der Brückenkette entlang der Strecke, die für die langfristige Betriebssicherheit wesentlich ist. Gleichzeitig wird der mittlerweile in die Jahre gekommene Bahnhof Nendeln barrierefrei umgebaut und modernisiert. In Feldkirch entsteht mit Feldkirch Tosters eine neue, barrierefreie Haltestelle, die künftig einen attraktiven Zugang zum öffentlichen Verkehr bietet. Ergänzend dazu werden entlang der Strecke Gleise und Oberleitungen erneuert und moderne Stellwerkstechnik installiert, um den Bahnbetrieb künftig effizienter und zuverlässiger zu gestalten.
Für die Dauer der Sperre wird im Nahverkehr zwischen Feldkirch und Buchs SG ein durchgehender Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Dieser verbindet alle wichtigen Orte entlang der Strecke, allerdings mit verlängerten Reisezeiten und teilweise abweichenden Haltepunkten.
Auch der internationale Fernverkehr bleibt aufrecht, ist jedoch mit Anpassungen verbunden: Ein Teil der Verbindungen wird über alternative Routen umgeleitet, wodurch sich die Fahrzeiten verlängern. Andere Verbindungen werden durch Direktbusse zwischen Feldkirch und Sargans ergänzt, wo Anschlüsse an den Schweizer Fernverkehr bestehen. Damit bleibt die Verbindung zwischen Österreich und der Schweiz während der gesamten Bauzeit durchgehend gesichert, wenn auch mit geänderten Reiseabläufen. Dafür ersuchen die ÖBB die Fahrgäste um Verständnis.
Zusätzlich kommt es im Zuge der Bauarbeiten in mehreren Gemeinden entlang der Strecke zu temporären Sperren von Eisenbahnkreuzungen, die im Zuge der Umbauarbeiten ebenfalls modernisiert werden. Für den Straßenverkehr sind in diesen Bereichen örtliche Umleitungen eingerichtet, die von allen Verkehrsteilnehmenden (KFZ, Fussgänger und Radfahrer) zu beachten sind.
Die ÖBB bitten alle Fahrgäste und Verkehrsteilnehmenden, sich vor Reiseantritt bzw. vor Ort über die aktuelle Situation zu informieren und ausreichend Zeit einzuplanen. Aktuelle Informationen sind online, in der ÖBB App sowie über den Kundenservice verfügbar.
Mit Abschluss der Bauarbeiten steht eine nachhaltig verbesserte Bahnstrecke zur Verfügung, die den steigenden Anforderungen im regionalen und internationalen Verkehr gerecht wird und die grenzüberschreitende Mobilität langfristig stärkt.
Marcus Ender, Regionalleiter Personenverkehr ÖBB: „Auch wenn die Sperre für unsere Fahrgäste mit Einschränkungen verbunden ist, sorgen wir mit einem eng abgestimmten Ersatzkonzept dafür, dass die Mobilität in der Region und über die Grenzen hinweg verlässlich funktioniert. Mit Schienenersatzverkehr, klaren Umleitungen und abgestimmten Anschlüssen bleibt die Verbindung zwischen Vorarlberg, Liechtenstein und der Schweiz durchgehend gewährleistet.“
Dominik Lumetzberger, Projektleiter ÖBB-Infrastruktur: „Die viermonatige Sperre ermöglicht es uns, die umfangreichen Bauarbeiten entlang der gesamten Strecke gebündelt und effizient umzusetzen und damit die Einschränkungen der Infrastruktur auf ein Minimum zu begrenzen. Mit der Sanierung der Brückenkette, der Modernisierung des Bahnhofs Nendeln, dem Neubau der Haltestelle Feldkirch Tosters sowie neuer Leit- und Sicherungstechnik schaffen wir eine nachhaltig zuverlässige Infrastruktur für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr und bieten unseren Kunden moderne Bahnhöfe und Haltestellen, die den Umstieg auf die Bahn wesentlich erleichtern.“
Fernverkehr (Österreich - Schweiz)
- Wien - Zürich: Fahrzeitverlängerung rund 1 Stunde
- Innsbruck - Zürich: Fahrzeitverlängerung rund 40 Minuten
Umleitung über St. Gallen
- 3 Railjets sowie der Eurocity Transalpin werden über St. Gallen nach Zürich umgeleitet.
- Zusätzliche Halte in St. Gallen, Winterthur und Zürich Flughafen
- Züge verkehren mit geänderten Zeiten.
- Für Reisen nach/von Buchs SG und Sargans wird ein Schienenersatzverkehr ab/bis Feldkirch eingerichtet (Blaue Linie).
- Nightjet- und EuroNight-Züge werden ebenfalls über St. Gallen umgeleitet. Dadurch kommt es zu längeren Fahrzeiten.
Eurocity "Transalpin" (Graz - Zürich)
- Abschnitt Graz - Innsbruck gemäß Jahresfahrplan
- Abschnitt Innsbruck - Zürich mit geänderten Zeiten
- Keine direkte Reisemöglichkeit Graz - Zürich; stattdessen Umstieg in Innsbruck mit rund 1,5 Stunden Aufenthalt.
3 weitere Railjets können nicht über St. Gallen umgeleitet werden.
- Für diese Verbindungen wird ein Schienenersatzverkehr mit Direktbussen (Gelb) zwischen Feldkirch und Sargans eingerichtet
- In Sargans besteht Anschluss zum/vom Intercity nach/von Zürich.
- Für Reisende von Feldkirch nach Buchs SG und retour gibt es ebenfalls Schienenersatzverkehr mit Bussen
Hinweis
Im Zeitraum vom 15. Oktober 2026 bis 12. Dezember 2026 kommt es aufgrund von Bauarbeiten bei der Deutschen Bahn weiterhin zu längeren Fahrzeiten. Ausserdem endet bzw. beginnt ein Teil der Züge in Sargans. Dort besteht Anschluss mit dem Intercity nach/von Zürich.
Nahverkehr
Nahverkehrszüge zwischen Feldkirch und Buchs SG werden im Schienenersatzverkehr (Blaue Linie) geführt
Die Deutsche Bahn (DB) saniert in den nächsten Jahren umfassend ihr Streckennetz. Von 14. Juni 2026 bis 12. Dezember 2026 sperrt die DB die Strecke Passau - Obertraubling bei Regensburg. Die Bauarbeiten in Bayern haben im 2. Halbjahr 2026 spürbare Auswirkungen auf internationale Bahnverbindungen sowie den Bahnverkehr innerhalb Österreichs, da die Netze eng miteinander verknüpft sind.
Der Railjet #100ÖBB #Richtung Zukunft am Wiener Hauptbahnhof Foto: Marcel Manhart
Das Angebot von/nach Deutschland wird neu organisiert. Der Münchner Hauptbahnhof übernimmt eine noch wichtigere Umstiegsfunktion. Auf der ICE-Linie über Passau fahren keine Züge im Abschnitt zwischen Wien und Nürnberg.
Die ÖBB stellen trotz eingeschränkter Infrastruktur ein verlässliches Mobilitätsangebot sicher:
Fahrplanänderungen in Salzburg und Oberösterreich
Einzelne Fernverkehrszüge müssen in diesem Abschnitt entfallen. Es besteht jedoch weiterhin ein dichtes
Angebot an Fernverkehrsverbindungen zwischen Linz/Wels und Salzburg. Dadurch werden die Einschränkungen des Nahverkehrs im Ballungsraum Salzburg reduziert: Die Linie R21 fährt zwischen 14. Juni
2026 und 12. Dezember 2026 ab 7:30 Uhr bis Betriebsschluss nur zwischen Friedburg und Neumarkt am Wallersee. Zwischen Salzburg Hauptbahnhof und Freilassing kommt es zu Anpassungen/Reduktionen bei
Zügen der Linien S2 und REX21. In Oberösterreich entfällt die Linie REX70 im Teilabschnitt Linz - Attnang-Puchheim. Ein verlässliches Alternativangebot im Fern- und Nahverkehr bleibt bestehen.
Die ÖBB informieren rechtzeitig über alle Details zu den Fahrplanänderungen ab Sommer 2026 und stellen sämtliche Verbindungen unter https://fahrplan.oebb.at/ zur Verfügung.
Längere Fahrzeiten am Deutschen Eck und westlich von Innsbruck
Während der Bauzeit werden täglich rund 120 Güterzüge, die üblicherweise über Passau fahren, über die Weststrecke München – Salzburg – Wels umgeleitet. Durch die hohe Streckenauslastung am Deutschen Eck müssen Züge teilweise langsamer fahren. Die Fahrzeit zwischen Salzburg und München bzw. Innsbruck verlängert sich in beiden Richtungen um rund 15 Minuten. Fahrgäste auf der Strecke zwischen Wien und Vorarlberg müssen mit 30 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen.
Der Fernverkehr westlich von Innsbruck ist zeitlich verschoben:
• Züge Richtung Vorarlberg fahren in Innsbruck Hauptbahnhof rund eine halbe Stunde später ab
• Züge Richtung Innsbruck Hauptbahnhof fahren in Vorarlberg entsprechend früher ab
Auch Güterverkehr betroffen
Die ÖBB haben für ihre Güterverkehrskunden frühzeitig Ersatz- und Verkehrskonzepte vorbereitet. Im Bereich Passau - Obertraubling kommt es zu mehreren Bauphasen. Für den Güterverkehr besonders
relevant sind die Phasen vom 14. Juni bis 11. Juli 2026 sowie 20. September bis 12. Dezember 2026. Da es auf der Umleitungsstrecke Wels - Salzburg - München zu hoher Auslastung kommen kann,
werden zusätzlich alternative Umleitungen für Güterzüge, wie etwa über Ennstal - Schoberpass - Semmering, geprüft.
Sanierung mit langfristigem Nutzen für Bahnverkehr in Österreich
Die umfangreichen Sperren der Deutschen Bahn für die Sanierungsarbeiten stellen sicher, dass künftig auch in Deutschland eine leistungsfähige und zuverlässige
Infrastruktur für den Bahnverkehr zur Verfügung steht – mit langfristigem Nutzen für den Bahnverkehr in Österreich und ganz Europa. Die ÖBB arbeiten eng mit der DB zusammen, um die Auswirkungen
so gering wie möglich zu halten. Gemeinsames Ziel ist es, die Mobilität für Pendlerinnen und Pendler, Reisende und die Wirtschaft bestmöglich aufrecht zu erhalten. Das Angebot auf der
Weststrecke bleibt während der Einschränkungen weiterhin hoch und dicht, sowohl im Nahverkehr als auch im Fernverkehr.
Sperre Feldkirch - Buchs SG
Parallel zu den DB-Bauarbeiten modernisieren die ÖBB die Bahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs SG (Schweiz). Dies führt zu Umleitungen, Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr zwischen Österreich und der Schweiz. Details finden Sie hier.
Bauarbeiten im Unterinntal
Parallel zu den DB- Bauarbeiten finden vom 10. Juli 2026 bis 16. September 2026 im Unterinntal Modernisierungsarbeiten statt mit folgenden Auswirkungen auf den Fahrplan:
Bitte informieren Sie sich vor Fahrtantritt über Ihre Verbindung in der ÖBB Fahrplanauskunft SCOTTY.
Planen Sie bei Reisen auf der Weststrecke in diesem Zeitraum mehr Zeit ein.
Die InnoTrans Asia erfreut sich anderthalb Jahre vor ihrer Premiere im September 2027 grosser Beliebtheit. Rund ein Drittel der Veranstaltungsfläche in Singapur ist bereits ausgebucht. Für deutsche Unternehmen gibt es ein besonderes Angebot.
Die InnoTrans Asia feiert 2027 ihre Premiere auf dem Gelände der Singapore EXPO Quelle: Messe Berlin
Positive Zwischenbilanz für die InnoTrans Asia: Rund anderthalb Jahre vor der Premiere in Singapur (7. – 9. September 2027) ist rund ein Drittel der Veranstaltungsfläche ausgebucht. Aussteller aus 30 Ländern sind bereits für die neue Fachmesse der Mobilitätsbranche im asiatisch-pazifischen Raum angemeldet. Diese Entwicklung unterstreicht die hohe internationale Relevanz und Attraktivität des neuen Formats, das sich als Ergänzung zur Weltleitmesse für Verkehrstechnik InnoTrans versteht.
„Wir freuen uns über einen äußerst vielversprechenden Start der InnoTrans Asia", sagt Kai Mangelberger, Geschäftsbereichsleiter Mobility der Messe Berlin: „Ein gutes halbes Jahr nach der Vertragsunterschrift in Singapur und nicht zuletzt jetzt bei der BUS2BUS in Berlin spüren wir großes Interesse bei bekannten und neuen Partnern. Bereits zu einem so frühen Zeitpunkt so viele Aussteller an Bord zu haben, weckt große Vorfreude auf die kommenden Monate."
Gemeinschaftsstände auch von internationalen Industrieverbänden
Ihre Teilnahme bestätigt haben bereits namhafte Branchenakteure wie Continental, HARTING Singapore Pte Ltd, Vossloh AG und Bozankaya. Ergänzt wird das internationale Angebot durch offizielle Länderpavillons aus Japan, Spanien, Australien und der Schweiz.
Auch für Unternehmen aus Deutschland gibt es die Möglichkeit, sich an einem nationalen Gemeinschaftsstand zu beteiligen. Dieser entsteht mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit dem AUMA, dem Verband der deutschen Messewirtschaft. Ziel ist es, deutschen Unternehmen eine starke Plattform für den Markteintritt und die Vernetzung in der dynamischen Wachstumsregion Asien zu bieten. Zusätzlich planen auch Berlin und Brandenburg einen Partner-Pavillon.
BUS2BUS ZONE feiert Premiere auf der InnoTrans Asia
Bei der BUS2BUS in Berlin war die InnoTrans Asia erstmals als Veranstaltung präsent und erfreute sich regem Interesse unter den Fachbesuchern und anderen Ausstellern. Auch bei der InnoTrans Asia werden Busse eine wichtige Rolle spielen. Mit der BUS2BUS ZONE im Segment Public Transport reagiert die Messe Berlin gezielt auf die hohe regionale Nachfrage nach Bussen und ganzheitlichen Mobilitätslösungen im öffentlichen Personennahverkehr vor Ort.
Bei der Jubiläumsausgabe der InnoTrans vom 22. – 25. September 2026 in Berlin informiert das Team aus Singapur mit einem eigenen, prominent platzierten Messestand über die InnoTrans Asia und den Early Bird-Tarif.
Die InnoTrans Asia ist die internationale Fachmesse für Verkehrstechnik mit Fokus auf den asiatischen Markt. Sie deckt die zentralen Segmente Railway Technology, Railway Infrastructure, Public Transport, Interiors und Tunnel Construction ab und bietet eine Plattform für Innovationen, Networking und Geschäftsanbahnung in der Region. Veranstalter der InnoTrans Asia ist die Messe Berlin, die auch die InnoTrans in Berlin (22. bis 25. September 2026) ausrichtet. Die InnoTrans Asia findet vom 7. bis 9. September 2027 auf dem Singapore Expo-Gelände in Singapur statt.
--> Mehr Informationen unter www.innotrans-asia.com und www.innotrans.de sowie bei Linkedin.
Seit mehr 200 Jahren ist Berlin Messestandort, seit vielen Jahrzehnten einer der wichtigsten weltweit. Als landeseigene Messegesellschaft konzipiert, vermarktet und veranstaltet die Messe Berlin jedes Jahr hunderte Live-Events. Der Anspruch ist es, auf allen Veranstaltungen den Besucherinnen und Besuchern ein herausragender Gastgeber zu sein, bestmögliche Geschäftsimpulse zu geben und faire Bedingungen für jede und jeden zu gewährleisten. Dieses Selbstverständnis spiegelt sich im Unternehmensmotto: Messe Berlin – Hosting the World.
--> Mehr Informationen auf Home - Messe Berlin sowie auf Social Media: Messe Berlin | LinkedIn
Die ÖBB starten gemeinsam mit dem Land Kärnten und der Stadtgemeinde Spittal an der Drau die umfassende Modernisierung des Bahnhofs Rothenthurn. Ziel des Projekts ist ein moderner, vollständig barrierefreier Bahnhof mit kundenfreundlicher Gestaltung und zeitgemässer Infrastruktur. Durch den Ausbau profitieren künftig alle Fahrgäste von einem komfortableren Zugang, verbesserten Umsteigemöglichkeiten sowie einer insgesamt höheren Aufenthaltsqualität. Die Investitionen entlang der wichtigen Tauernstrecke optimieren auch die Betriebsführung im Hinblick auf das neue, dichtere Taktgefüge nach Inbetriebnahme der Koralmbahn.
Mehr Komfort und vollständige Barrierefreiheit am Bahnhof Rothenthurn Foto: Marcel Manhart
Für eine durchgängige Barrierefreiheit und eine angenehme Reise werden die Bahnsteiganlagen umfassend erneuert und erweitert. Neben der Adaptierung des bestehenden Bahnsteigs entsteht ein zusätzliches Gleis mit neuem Bahnsteig. Die einheitliche Bahnsteighöhe von 55 Zentimetern ermöglicht künftig einen stufenlosen Einstieg in die Züge. Moderne Bahnsteigausstattung, Überdachungen und eine neue LED‑Beleuchtung sorgen für mehr Komfort und bessere Orientierung.
Neuer südlicher Zugang und verbesserte Anbindung
Der südliche Bereich des Bahnhofs wird neu erschlossen und deutlich aufgewertet:
Damit ist der Bahnhof künftig von beiden Seiten der Gleisanlage erreichbar und optimal an den öffentlichen Verkehr angebunden. Auch im Norden werden die bestehenden PKW‑Stellplätze erneuert, der Vorplatz neu asphaltiert und eine überdachte Doppelstock‑Bike‑&‑Ride‑Anlage für 20 Fahrräder sowie 5 Motorradstellplätze errichtet. Zusätzlich werden Oberleitungen und Weichen erneuert und die Infrastruktur insgesamt modernisiert.
Gemeinsame Investition mit Land und Stadtgemeinde
Für das Ziel der verbesserten Infrastruktur und Mobilität rund um den Bahnhof werden rund 25 Mio. Euro investiert. Der Landeszuschuss Kärnten beträgt 1,7 Mio. Euro
zur Mitfinanzierung von Bahnhof, Lift, Park & Ride, Bike & Ride sowie Bushaltestelle und Busschleife. Die Gemeinde Spittal a. d. Drau leistet mit 170.000 Euro ebenfalls einen Zuschuss.
Zusätzlich investieren die ÖBB in die Erneuerung der Oberleitungen und Weichen sowie in die Sanierung des Durchlasses Schwarzenbachbrücke.
Die Massnahmen im Überblick:
Mobilitätsminister Peter Hanke: "Mit der Modernisierung des Bahnhofs Rothenthurn setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt für eine zukunftsfitte, klimafreundliche Mobilität in Österreich.
Barrierefreiheit, bessere Anbindungen und mehr Komfort sind zentrale Voraussetzungen, damit noch mehr Menschen auf die Bahn umsteigen. Die Investitionen stärken nicht nur die regionale
Infrastruktur, sondern auch die Lebensqualität vor Ort.“
Christiane Schiavinato, Projektleiterin ÖBB‑Infrastruktur AG: "Wir freuen uns, nun mit der umfassenden Modernisierung des Bahnhofs Rothenthurn starten zu können. Unser klares Ziel ist ein
moderner, barrierefreier und leistungsfähiger Bahnhof, der den Anforderungen der Zukunft entspricht und den Fahrgästen spürbare Verbesserungen bringt.“
Sebastian Schuschnig, Landesrat für Mobilität: "Nicht nur das Öffi-Angebot hat sich in den vergangenen Jahren in Kärnten spürbar verbessert, wir investieren auch konsequent in den Ausbau der dafür nötigen Infrastruktur. Mit der Modernisierung des Bahnhofs Rothenthurn setzen wir diesen Weg fort und schaffen etwa mit dem Ausbau der Park-and-Ride-Anlage, neuen barrierefreien Aufzügen oder einer direkten Busanbindung des Bahnhofes zeitgemässe Rahmenbedingungen. Davon profitieren Pendlerinnen und Pendler, die Bevölkerung vor Ort und die Gäste der Region gleichermassen.“
Gerhard Köfer, Bürgermeister der Stadtgemeinde Spittal an der Drau: "Gut ausgebaute Bahn‑ und Busverbindungen sind für unsere Stadtgemeinde von großer Bedeutung. Besonders wichtig ist dabei der Ausbau von Park‑&‑Ride‑Anlagen, um den Umstieg vom Auto auf die Bahn so einfach wie möglich zu machen. Mit dem neuen Bahnhof in Rothenthurn entsteht eine moderne Mobilitätsdrehscheibe für die Region.
Bauzeit und Auswirkungen
Die umfangreichen Bauarbeiten dauern von April 2026 bis Juli 2027. Während dieser Zeit kommt es zu Fahrplanänderungen, zeitweisen Haltausfällen in Rothenthurn sowie zur
Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs mit Bussen.
Die Hauptarbeiten finden während der Sperre der Tauernstrecke vom 08. Februar 2027 bis 09. Juli 2027 statt. Während jeweils ein Bahnsteig erneuert wird, steht den Fahrgästen ein provisorischer
Bahnsteig zur Verfügung. Dieser ist nicht barrierefrei zugänglich. Um die Auswirkungen auf den Zugverkehr möglichst gering zu halten, werden die Arbeiten teilweise nachts sowie an Wochenenden
durchgeführt.
Die betroffenen Anrainer wurden bereits schriftlich über das Bauvorhaben informiert. Die ÖBB setzen alles daran, Lärm- und Staubbelastungen so gering wie möglich zu halten. Aufgrund der notwendigen Bauarbeiten, eingesetzten Maschinen sowie gesetzlich vorgeschriebener Warnsignale lassen sich diese Beeinträchtigungen jedoch nicht vollständig vermeiden. Die ÖBB ersuchen daher um Verständnis.
Fahrgastinformationen erfolgen über Aushänge an den Bahnhöfen, Durchsagen, online unter www.oebb.at, in der SCOTTY App sowie telefonisch beim ÖBB‑Kundenservice unter 05‑1717. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung zu informieren und zusätzliche Zeit einzuplanen.
Anlässlich des Sechseläutens, an dem der Kanton Graubünden zu Gast ist, feiern die zwei ÖV-Unternehmen Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) und Rhätische Bahn (RhB) ihre Verbundenheit. In den kommenden Monaten wird auf dem VBZ-Netz ein Tram im Look der RhB unterwegs sein. Zeitgleich fährt auf dem Schienennetz der RhB ein Zug im Design eines VBZ-Trams durch Graubünden.
VBZ-Design bei der RhB
Der folierte Capricorn-Triebzug 3165 im VBZ‑Design fällt entlang der RhB‑Strecken deutlich auf. Das bekannte Blau‑Weiss der VBZ sorgt in der Gebirgslandschaft Graubündens für einen Farbtupfer. Auf Viadukten oder in offenen Talabschnitten kommt dieser Kontrast besonders gut zur Geltung.
In den kommenden Monaten wird es bunt auf den Schienennetzen der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) und der Rhätischen Bahn (RhB). Die beiden ÖV-Unternehmen nehmen das diesjährige Sechseläuten mit dem Gastkanton Graubünden zum Anlass, ihre Verbundenheit zu feiern. Dies mit jeweils einem Sonderfahrzeug im Look des anderen Verkehrsunternehmens.
Vom Welterbe-Star zum Pendler «Es freut mich, dass wir nicht nur die Bündner Regierung am Sechseläuten begrüssen dürfen, sondern in den kommenden Monaten auch ein Stück Graubünden auf unseren Schienen unterwegs ist», sagt der Zürcher Stadtrat Michael Baumer an der feierlichen Übergabe des Sondertrams an den RhB-Direktor Renato Fasciati in Zürich. Das Cobra-Tram im Design eines RhB-Zuges ist ab sofort auf dem VBZ-Netz unterwegs. Damit wird der Welterbe-Star zum Pendler und transportiert in den nächsten Monaten die Zürcher Fahrgäste quer durch die Stadt. «Das RhB-Tram in Zürich soll unsere Freundschaft mit dem Bündnerland aufzeigen», sagt VBZ-Direktor Martin Sturzenegger. «Und uns Zürchern an grauen Tagen ein bisschen Bergfeeling schenken.»
Vom Pendler zum Postkartenmotiv In den kommenden Monaten wird im Gegenzug auch ein RhB-Zug im Look eines VBZ-Trams seine Spuren in den Bündner Bergen hinterlassen und so einen Wandel vom Pendler zum Postkartenmotiv vollziehen. Bei der Präsentation in Chur betont der Bünder Regierungsrat Marcus Caduff: «Wir freuen uns sehr auf das Sechseläuten und darüber, dass Zürich uns als Gastkanton empfängt. Umso mehr freut es uns, dass Zürich mit diesem Zug in den kommenden Monaten auch in Graubünden zu Gast sein wird.» Und RhB-Direktor Renato Fasciati ergänzt: «Graubünden ist DIE Ausflugs- und Feriendestination der Zürcherinnen und Zürcher. Mit dem Zürcher Capricorn-Triebzug möchten wir unsere Zürcher Gäste ganz herzlich in Graubünden empfangen und durch die abwechslungsreiche Bergwelt führen.»
Die Rhätische Bahn im dichten Verkehr in der Stadt Zürich...
...und s'Züri Tram fährt in Chur ein.
An der heutigen Bilanzmedienkonferenz der Rhätischen Bahn (RhB) in Chur konnten RhB-Verwaltungsratspräsident Dr. Mario Cavigelli, RhB-Direktor Dr. Renato Fasciati und RhB-Finanzchef Silvio Briccola erneut ein positives Resultat präsentieren. Die starke Wachstumsphase der letzten vier Jahre prägte auch das Geschäftsjahr 2025: Das Ergebnis 2025 der RhB-Gruppe erreichte CHF 14.5 Mio. und lag damit erneut deutlich über den Erwartungen und nahe dem Vorjahreswert von CHF 15.0 Mio. Im Kerngeschäft Personenverkehr stieg der Nettoerlös erneut deutlich an, auf CHF 147.2 Mio. (+12.2 Prozent vs. Vorjahr). Im Vergleich zum Höchstwert vor der Coronavirus-Zeit (2019: CHF 99 Mio.) betrug das Wachstum der Nettoerlöse im Personenverkehr per Ende 2025 fast 50 Prozent. Zum positiven Jahresabschluss trugen zudem die soliden Ergebnisse der Tochtergesellschaften mit Dividendenzahlungen an die RhB sowie ein stabiles Immobiliengeschäft bei.
Erfreuliche Bilanzmedienkonferenz zum Geschäftsjahr 2025 Foto: Marcel Manhart
Der Personenverkehr bleibt das stärkste Segment der RhB und Treiber des aktuellen Erfolgs. Das Wachstum wurde insbesondere durch Einzelreisende (+14.1%) sowie Abonnemente (+6.8%) getragen. Der Bernina Express erzielte erneut überdurchschnittliche Resultate. Der Segmentgewinn belief sich auf CHF 8.9 Mio. Die hohe Nachfrage nach Angeboten im Freizeit- und im regionalen Verkehr blieb ungebrochen. Auch bei den Personenkilometern wurde das Rekordjahr 2024 nochmals um 10% übertroffen. Die Reisendenpünktlichkeit konnte trotz der zahl-reichen Baustellen und des sehr hohen Verkehrsaufkommens deutlich, auf 91.5 Prozent, gesteigert werden. Dieser beste Wert der letzten Jahre wurde dank saisonaler Baustellenfahrpläne im Oberengadin sowie der engen Koordination zwischen Betrieb und Infrastruktur erreicht.
Autoverlad mit wetterbedingtem Rückgang der Frequenzen
Nach dem Rekordjahr 2024 verzeichnete der Autoverlad einen leichten Rückgang der Erträge. Die Nettoerlöse lagen 2.9 Prozent unter dem Vorjahr. Die frühe Flüelapass-Öffnung sowie der milde Winter wirkten sich negativ auf die Frequenzen aus. Höhere Aufwendungen (Unterhalt, Sicherheit) führten zu einem leicht negativen Ergebnis von CHF -0.2 Mio.
Güterverkehr und Infrastruktur mit stabiler Entwicklung
Der Güterverkehr erreichte Verkehrserträge von CHF 12.1 Mio., was einem Rückgang von 4.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dank Optimierungen in Betrieb und Verrechnun-gen konnte dennoch ein Gewinn von CHF 1.2 Mio. erzielt werden. Im Bereich Infrastruktur bildete der Substanzerhalt erneut die zentrale Herausforderung; die steigenden Investitions- und Unterhaltskosten konnten dank höherer Erträge aus der Infrastrukturbenützung kompensiert werden; unter dem Strich resultierte ein ausgeglichenes Ergebnis.
Beteiligungen und Nebengeschäfte mit gegenläufiger Entwicklung
Die Glacier Express AG leistete mit einer weiterhin positiven Gewinnentwicklung im ähnlichen Umfang wie im Vorjahr und mit einer erneuten Dividendenzahlung von CHF 5.0 Mio. einen wichtigen positiven Beitrag zum Gruppenergebnis. In den Nebengeschäften resultierte dagegen ein
Verlust von CHF 2.9 Mio.
Immobilien mit solidem Beitrag
Die RhB Immobilien AG inklusive ihrer Tochter erzielte einen Gewinn von CHF 1.5 Mio. Tiefere Abschreibungen sowie geringere Aufwendungen für Studien und Planungen wirkten sich positiv aus. Die Immobilien blieben erneut ein stabilisierender Faktor im Gesamtportfolio der RhB.
Hohe Investitionstätigkeit setzt sich fort
Das Investitionsvolumen blieb auf hohem Niveau und erreichte CHF 292.9 Mio. Davon entfielen CHF 229.6 Mio. auf Infrastrukturprojekte. Weitere CHF 63.3 Mio. wurden v.a. in Rollmaterial und Werkstätten investiert. Damit sichert die RhB nicht nur den Substanzerhalt und Betrieb, sondern schafft schrittweise die Basis für das zukünftige Angebot Retica30+.
Abgeltungsvereinbarungen mit Bund und Kanton
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 280.8 Mio. (+4.1 Prozent). Sie basieren auf Leistungs- und Abgeltungsvereinbarungen mit Bund und Kanton im Personen- und Güterverkehr, im Autoverlad sowie im Bereich der Infrastruktur. Von den zugesprochenen Mitteln entfielen CHF 111.1 Mio. auf den Personenverkehr, CHF 15.4 Mio. auf den Güterverkehr und CHF 0.2 Mio. auf den Autoverlad. CHF 152.8 Mio. waren für die Infrastruktur bestimmt. Zusätzlich wurden CHF 0.5 Mio. in das historische Rollmaterial investiert. Zur Finanzierung der Infrastrukturinvestitionen wurden zudem weitere bedingt rückzahlbare Darlehen (BIF) von CHF 101.1 Mio. gewährt.
Erstmalige Berichterstattung nach Swiss GAAP FER stärkt Transparenz
Die konsolidierte Jahresrechnung 2025 der RhB-Gruppe erfolgt erstmals in Übereinstimmung mit den Vorgaben von Swiss GAAP FER (FER) und stärkt die Transparenz und Qualität der Finanzberichterstattung. Den Einzelabschluss der RhB AG erstellt die RhB weiterhin nach Schweizer Obligationenrecht (OR), wobei ab 2026 keine (wesentlichen) ergebniswirksamen Differenzen zwischen FER und OR mehr bestehen werden.
Erfreulicher Start ins Jahr 2026
Der Start ins Jahr 2026 verlief positiv und bestätigt die positive Entwicklung. Die gezielte Erneuerung und Modernisierung der Anlagen (Infrastruktur, Rollmaterial, Werkstätten) wird mit neuen Produkten sowie dem schrittweisen Ausbau des Angebots in Absprache mit Kanton und Bund vorangetrieben. Die Auswirkungen auf die Abgeltungen und die ungedeckten Kosten werden derzeit im Rahmen einer Langfristplanung (inkl. Gesamtbetrachtung über alle Segmente) bis 2040 überprüft.
Heute begingen die Rhätische Bahn (RhB) und die SBB in Anwesenheit von Christian Florin, Leiter Infrastruktur RhB, Felix Bissig, Leiter SBB Infrastruktur Projektmanagement Region Ost, und Andreas Thöny, Gemeindepräsident Landquart den Spatenstich zu den Vorarbeiten des Grossprojekts «Umbau Gleis- und Perronanlage Landquart». Bis 2032 werden insgesamt 365 Millionen Schweizer Franken in die Modernisierung des für Graubünden sehr wichtigen Bahnhofes und Eingangstors investiert.
Spatenstich und Präsentation des Grossprojekts Phase B am Bahnhof Landquart Foto: Marcel Manhart
Die RhB und die SBB haben die Bauarbeiten zur Modernisierung des Bahnhofs Landquart gestartet (Phase B). Herzstück des Projekts bildet das gemeinsame Mittelperron für den komfortableren und zeitsparenden Umstieg zwischen den Zügen der RhB und SBB. Durch das gemeinsame Perron kann bei beiden Bahnen je ein zusätzliches Gleis mit Perron realisiert werden. Dies bildet den Grundstein für das zukünftige Angebotskonzept. Darüber hinaus werden die Gleis- und Perronanlagen modernisiert und teilweise verlängert, um der neuen Fahrzeugflotte der RhB zu entsprechen.
Die Perrons werden mit neuen einheitlichen Dächern ausgestattet, auf denen transluzente Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Die neuen Installationen schaffen eine angenehme, helle Atmosphäre auf den Perrons und leisten gleichzeitig durch die grosse Fläche einen relevanten Beitrag zur nachhaltigen Stromproduktion. Die neuen Perrons werden mit einer breiten und hellen Personenunterführung verbunden. Für den Güterverkehr werden bei beiden Bahnen Annahme- und Zirkulationsgleise erweitert. Damit die neuen Gleise sicher bedient werden können, wird zudem in einem ersten Schritt am nördlichen Perronende ein neues gemeinsames Bahntechnikgebäude erstellt.
Im Rahmen der Vorarbeiten werden 2026 die Installationsplätze, Kabeltiefbauarbeiten und Fundamente erstellt. Auch wird das neue Dienstgebäude erstellt. Die Hauptarbeiten starten im Frühjahr 2027. Anlässlich des Spatenstichs zu diesen Vorarbeiten meinte Christian Florin, Leiter Infrastruktur RhB: «Mit dem gemeinsamen Mittelperron können wir für unsere Fahrgäste einen wesentlichen Mehrwert bieten. Wir freuen uns auf die neue Anlage». Und Felix Bissig, Leiter SBB Infrastruktur Projektmanagement Region Ost doppelt nach: «Der heutige Bahnhof Landquart ist in die Jahre gekommen. Mit der neuen Perronanlage und der hellen Unterführung schaffen wir für die Reisenden einen sehr ansprechenden Verkehrsknoten». Die Gesamtkosten dieses Teilprojektes werden auf 365 Millionen Schweizer Franken veranschlagt. Die Eröffnung der neuen Anlage ist auf 2032 vorgesehen.
Gesamtprojekt Landquart – Blick zurück und in die Zukunft
Die Rhätische Bahn befindet sich in einer tiefgreifenden Modernisierungsphase und hat in den letzten Jahren viel in die Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte und Infrastrukturanlagen investiert. Das neue Rollmaterial besteht vermehrt aus Trieb- und Gliederzügen, die im Unterhalt nicht mehr getrennt werden, weshalb die bestehenden Werkstätten an das neue Rollmaterial angepasst werden müssen. Die Anpassungen betreffen nicht nur die Werkstätten selbst, sondern auch weite Teile im und um den Bahnhof Landquart. Das Grossprojekt «Erneuerung und Umbau Bahnhof Landquart» besteht aus verschiedenen zusammenhängenden Teilprojekten, die gestaffelt ausgeführt werden. Die ersten Bauarbeiten begannen bereits im Mai 2018. Für das Grossprojekt wird insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 680 Millionen Franken veranschlagt.
Abgeschlossene und laufende Projekte
Neubau Infrastrukturstützpunkt
Nach 22 Monaten Bauzeit übergab die RhB im März 2020 den neuen Infrastrukturstützpunkt in Landquart an die Mitarbeitenden des Geschäftsbereichs Infrastruktur.Der Neubau umfasst 43'000 m³ Gebäudevolumen und 1'000 m² Bürofläche mit 90 modernen Arbeitsplätzen. Das Gebäude ist mit Schienenfahrzeugen befahrbar. Im Erdgeschoss befinden sich Werkstätten und eine Halle zum Beladen, Entladen und Vorbereiten von Fahrzeugen. Die Werkstätten bedienen alle Fachdienste und sind mit moderner Technik ausgestattet. Der Empfang im 2. Obergeschoss empfängt Gäste in freundlicher Atmosphäre.Die Fachdienste des Geschäftsbereichs Infrastruktur arbeiten nun unter einem Dach. Die räumliche Nähe fördert die Zusammenarbeit und verbessert die Abläufe. Der Standort ausserhalb des Bahnhofs ermöglicht schnelle Interventionen bei Störungen im RhB-Netz und erhöht die Effizienz der Störungsbehebung.
Neubau Doppelspurausbau Landquart – Malans
Im Bahnhof Malans begrenzten enge Kurvenradien die Geschwindigkeit auf 65 km/h – deutlich weniger als die 90 km/h auf der übrigen Strecke. Der Doppelspurausbau hob die Geschwindigkeit auf 100 km/h an und beseitigte diesen Engpass. Die neue Doppelspur erstreckt sich über 2,8 km von Landquart bis zum Bahnhof Malans.Im Rahmen des Ausbaus entstanden zwei Brücken über die Landquart und über die Nationalstrasse A28. Diese Brücken erschliessen auch den neuen Infrastrukturstützpunkt für Schienenfahrzeuge und den Langsamverkehr.Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 ist die Doppelspur zwischen Landquart und Malans in Betrieb.
Ausbau Gleisanlagen Phase A
Für die Erweiterung der Werkstatt wurden die Gleise Richtung Chur umgelegt und die Abstellgleise neu angeordnet. Für die Erschliessung der neuen Hallen waren diverse Anpassungen der Gleisanlagen notwendig.Der Umbau der Phase A umfasste verschiedene Etappen. Die erste Etappe mit der M- und J-Gruppe konnte im März 2020 dem Betrieb übergeben werden. Die zweite Etappe, der Bau der C-Gruppe, wurde im Dezember 2020 fertiggestellt, die B-Gruppe bis 2024.
Ausbau Rollmaterialwerkstatt
Die Allegra-Halle wurde ursprünglich für die Instandhaltung von 20 Triebzügen mit max. Länge von 75 Meter gebaut. Zukünftig müssen 20 Allegra-Triebzüge, 62 Capricorn-Triebzüge und 6 Alvra-Gliederzüge gewartet werden. Weil nun gleichzeitig vier Trieb-/Gliederzüge unterhalten werden müssen, musste die Allegra-Halle verlängert werden.Die bestehende Pendel-Halle aus dem Jahre 1972 wurde komplett abgebrochen. Sie wird durch die neue Raetica-Halle ersetzt. Die Raetica-Halle ist mit Stapler befahrbar und enthält die benötigten Werkstattkrane für den Unterhalt. Es gibt auch eine neue Reinigungshalle, die auf die heutigen höheren Bedürfnisse und grösseren Zuglängen angepasst ist.Die Unterflurdrehanlage für die Reprofilierung der Radsätze steht in einem Bereich, der mit den langen Kompositionen der Trieb- und Gliederzüge zu Problemen führt. Je nachdem, welche Räder bearbeitet werden, wird entweder die Schiebebühne oder die Drehscheibe und somit die gesamte Zufahrt in die Lokremise und in die Allegra-Halle blockiert. Die Gliederzüge müssen zudem aufgrund der zu kurzen Länge der bestehenden Anlage getrennt werden, damit diese bearbeitet werden können. Aus diesen Gründen wird eine neue UDA-Halle mit einer Doppel-Unterflurdrehanlage gebaut.Die Kosten für den Ausbau der Werkstattinfrastruktur betragen CHF 123.7 Mio.
Neubau Zentrallager/Büro
Im Rahmen des Gesamtprojekts Landquart konnte Anfang 2025 ein neues Zentrallager mit integriertem Bürokomplex in Betrieb genommen werden. Die RhB verlegte ihr Materiallager, um Flächen an der Schulstrasse für eine mögliche Drittnutzung freizugeben, und vereinte gleichzeitig die Bereiche Rollmaterial und Materialwirtschaft unter einem Dach. Ziel war es, Prozesse zu bündeln und die Logistik in Landquart effizienter zu gestalten.Mit dem neuen Standort stärkt die RhB ihre Präsenz in Landquart und schafft eine klare Adressbildung für Besucher, Lieferantinnen und Kunden
Thermische Werkstätten und Innenraumschaltanlage
Die thermische Werkstatt betreut eine breite Palette von Schienen- und Strassenfahrzeugen. Es werden alle Triebfahrzeuge mit thermischem Antrieb sowie alle Aufbauten von Wagen, welche thermisch oder elektrohydraulisch angetrieben werden, unterhalten. Ausserdem werden Elektrofahrzeuge und sporadisch Flurförderfahrzeuge gewartet. Auch diverse Kleingeräte, Schneeschleudern, Aggregate, Anhänger usw. werden hier unterhalten. Das beschlossene Diensttriebfahrzeugkonzept 2020 bringt für die Werkstatt thermische Fahrzeuge grosse Veränderungen mit sich. Viele ältere kurze Fahrzeuge werden in den nächsten Jahren altershalber ausgemustert.
Die neu zu beschaffenden Triebfahrzeuge sind grösser und länger als die Alten. Das bedeutet, dass die heute verfügbaren Grubengleise für die zukünftigen Bedürfnisse zu kurz und deshalb nicht mehr nutzbar sind. Zusätzlich ist die Werkstatt thermische Fahrzeuge in den letzten Jahrzehnten personell und infrastrukturell stetig gewachsen. Im vorliegenden Projekt ist vorgesehen, das bestehende Werkstattgebäude zu erweitern und die bestehenden Grubengleise zu verlängern. Dazu sind auch die Gleisanlagen vor dem Werkstattgebäude anzupassen, da im Bereich der Gruben zwingend gerade Gleise (ohne Radius) erforderlich sind. Um Synergien zu nutzen, wird im Untergeschoss des Anbaus eine neue Innenraumschaltanlage realisiert.
Diese Anlage ersetzt die bestehende Anlage des Mehrzweckgebäudes, welche altershalber ersetzt werden muss. Dieser Anlageteil wird finanziell über das Projekt Landquart Phase B abgedeckt. Die Kosten der thermischen Werkstätten werden auf 18 Mio. Schweizer Franken veranschlagt. Die Innenraumschaltanlage wird Investitionskosten von ca. 11.3 Mio. Schweizer Franken verursachen. In den nächsten Jahren wird das Projekt bis zur Baureife weiterbearbeitet. Die RhB plant, das Projekt im Jahr 2026 unter laufendem Betrieb zu realisieren.
Präsentation und Spatenstich Teil 1
Präsentation und Spatenstich Teil 2
Präsentation und Spatenstich Teil 3
Aufgrund der anspruchsvollen finanziellen Rahmenbedingungen schlägt der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) per Dezember 2026 eine Tariferhöhung um durchschnittlich rund 2.7 Prozent vor. Die Gemeinden, Verkehrsunternehmen und regionalen Verkehrskonferenzen werden von April bis Mitte Mai 2026 zur Vernehmlassung eingeladen.
Züge der S-Bahn Zürich im ZVV in Rapperswil Foto: Marcel Manhart
Nachdem der ZVV-Tarif von 2017 bis 2023 unverändert geblieben war, werden die Preise seither wieder schrittweise angepasst. Grundlage dafür ist die vom Kantonsrat verabschiedete ZVV-Strategie 2025 - 2029. Darin ist festgelegt, dass der Kostendeckungsgrad des öffentlichen Verkehrs auf über 60 Prozent gehalten werden soll. Zudem fliesst das Defizit des öffentlichen Verkehrs auch in die mittelfristige Finanzplanung des Regierungsrates ein. Aufgrund der finanzpolitischen Vorgaben von Regierungs- und Kantonsrat soll deshalb eine Preiserhöhung umgesetzt werden.
Keine Rabatte mehr bei Mehrfahrtenkarten und eine moderate generelle Anpassung
Der nationale Tarif und auch der Z-Pass kennen seit Jahren keine Rabatte mehr auf Mehrfahrtenkarten. Im ZVV gab es bisher noch unterschiedliche Rabattstufen auf Mehrfahrtenkarten. Neu sollen diese bestehenden Rabatte vollständig aufgehoben werden. Damit gleicht sich der ZVV-Tarif dem nationalen Tarif an.
Aufgrund des Wegfalls der Rabatte bei den Mehrfahrtenkarten müssen die übrigen Abonnemente und die Einzeltickets durchschnittlich nur um 2.1 Prozent erhöht werden. Bei den Lokalnetzen und den Kurzstreckentickets ist keine Preisanpassung vorgesehen. Insgesamt ergibt sich aus all diesen Massnahmen eine durchschnittliche Erhöhung der Preise um rund 2.7 Prozent. Die Alliance SwissPass, die den nationalen Tarif festlegt, sieht im nationalen direkten Verkehr eine Tariferhöhung von durchschnittlich 3.9 Prozent vor.
Vernehmlassung bis im Mai 2026
Vor dem Entscheid von Verkehrs- und Regierungsrat über die Tarifanpassungen können sich die Gemeinden, Verkehrsunternehmen und regionalen Verkehrskonferenzen im Rahmen einer digitalen Vernehmlassung zu den geplanten Änderungen äussern. Die Vernehmlassung startet im Frühjahr und dauert bis Mitte Mai 2026.
Ob Bahn, Tram, Bus, Schiff oder Luftseilbahn: Das ZVV-Ticket ist ein Ticket für alles. Innerhalb der gelösten Zonen und während der Gültigkeitsdauer des Tickets können Sie so oft fahren, wie Sie möchten.
---> Detaillierte Infos finden Sie hier
Grafik: Zürcher Verkehrsverbund (ZVV)
Die S-Bahnen der SBB im Zürcher Verkehrsverbund waren 2025 äusserst pünktlich unterwegs. Auch in anderen Bereichen hat die SBB die Qualitäts-Vorgaben erreicht oder übertroffen. Aufgrund dieser guten Leistungen erhält die SBB gestützt auf die Zielvereinbarung mit den neun Bestellerkantonen und dem Bund einen Bonus von rund 1,9 Millionen Franken.
ZVV DTZ SBB RABe 514 015 "Gemeinsam vorwärts" in Wädenswil auf der Linie S2 Foto: Marcel Manhart
Mit dem Claim "Gemeinsam vorwärts" und seinem visuellen Auftritt versinnbildlicht der Zürcher Verkehrsverbund den Grundgedanken des öffentlichen Verkehrs. Die Farben und Formen widerspiegeln die Buntheit und Vielfalt des gesamten ZVV-Netzes.
Im Rahmen des bewährten Bonus-Malus-Systems bewertet der ZVV die Leistungen der SBB im Zürcher S-Bahn-Netz. Gemeinsam legen ZVV und SBB die Mindestvorgaben in den Bereichen Pünktlichkeit, Anschlusssicherheit, Sauberkeit und Information im Störungsfall fest. Dadurch wird die hohe Qualität der Zürcher S-Bahn laufend kontrolliert und sichergestellt beziehungsweise verbessert. Davon profitieren die hunderttausenden Fahrgäste pro Tag im Netz der Zürcher S-Bahn.
Pünktliches Zürcher S-Bahn-System
Bei den gemessenen Linien der Zürcher S-Bahn, die von der SBB betrieben werden, erfüllten im vergangenen Jahr knapp 98% der Züge die vereinbarten Pünktlichkeitsvorgaben. Insgesamt wurde der vorgegebene Wert deutlich übertroffen, wodurch allein im Bereich der automatisch gemessenen Pünktlichkeit ein Bonus von rund 1.37 Millionen Franken resultiert. Eine hohe Pünktlichkeit ist auch eine wichtige Voraussetzung, dass die Reiseketten funktionieren und Fahrgäste ihre Anschlussverbindungen auf Bahn, Tram oder Bus erreichen. In der jährlichen verbundweiten Befragung der Fahrgäste erhielten Pünktlichkeit sowie Zuverlässigkeit der Anschlüsse positive Bewertungen von 82, respektive 79 von 100 Punkten. Auch bei der Sauberkeit und der Aufenthaltsqualität im Zug sowie Information im Störungsfall hat die SBB die Zielwerte erreicht oder übertroffen.
Bund, Kantone und SBB: Gemeinsam für eine hohe Qualität im ÖV
Die aktuelle Zielvereinbarung mit der SBB gilt zwischen dem Kanton Zürich, dem Bund und acht weiteren Kantonen, in denen die Züge der Zürcher S-Bahn verkehren. Die Besteller der Zürcher S-Bahn zahlen den Bonus gemeinsam aus. Alle Beteiligten sind weiterhin vom Nutzen dieses Anreizsystems überzeugt. Es braucht auch in Zukunft einen konstanten Fokus auf die Qualität im ÖV.
Aufgrund eines Brandes von rund 40 Kabeln im Bahnhof Lausanne, der den ersten Ermittlungen zufolge auf einen pyrotechnischen Gegenstand aus einem Fanzug zurückzuführen ist, ist der Bahnverkehr zwischen Lausanne und Prilly-Malley bis mindestens Mittwochabend (Betriebsschluss) unterbrochen. Zwischen Lausanne, Prilly-Malley und Renens verkehren zwei Extrazüge pro Stunde und Richtung sowie zahlreiche Ersatzbusse. Die SBB setzt alles daran, den Bahnverkehr so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Die Schäden sind gross, eine Prognose für die vollständige Wiederinbetriebnahme noch nicht bekannt. Die SBB rät aktuell von Reisen zwischen Lausanne und Renens ab.
SBB CFF FFS Bahnhof Lausanne Gleis 1 mit Blick in Richtung Renens Foto: Marcel Manhart
Stand: 16. Februar 2026, 00.30 Uhr
Am Sonntag, 15. Februar 2026 gegen 20.45 Uhr gerieten im Bahnhof Lausanne beim Perron 1, Seite Renens, rund 40 Kabel zur Steuerung der Weichen und Signale in Brand. Nach den ersten Untersuchungen, die noch zu bestätigen sind, scheint ein pyrotechnischer Gegenstand aus einem Fanzug die Ursache dafür zu sein. Dank der schnellen Reaktion der Intervention SBB und der Feuerwehr konnte der Brand rasch gelöscht werden.
Vor diesem Hintergrund und angesichts der vielen Schäden können derzeit keine Züge zwischen Lausanne und Prilly-Malley verkehren. Die Fernverkehrszüge wenden in Renens und Lausanne. Zwischen Lausanne, Prilly-Malley und Renens verkehren Ersatzbusse. Die Metro m1 fährt heute Montagmorgen bis 1.30 Uhr. Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer sind vor Ort.
Die SBB setzt alles daran, den Verkehr der Kundinnen und Kunden sicherzustellen und den Bahnverkehr so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Die Schäden sind jedoch sehr gross, weshalb eine genaue Prognose zur Besserung noch nicht möglich ist. Es ist mit grossen Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Lausanne und Renens am Montagmorgen zu rechnen. Die SBB rät ihren Kundinnen und Kunden, mindestens bis Montagmittag zwischen Lausanne und Renens zu reisen. Die SBB dankt ihren Kundinnen und Kunden für ihr Verständnis für diese ungewollte Situation.
Update: 16. Februar 2026, 03.30 Uhr
In der Nacht wird die Schadenanalysen nach einem Brand von rund 40 Kabeln im Bahnhof Lausanne, verursacht durch einen pyrotechnischen Gegenstand aus einem Fanzug, weitergeführt. Aktuell ist klar, dass der Schaden sehr gross ist. Viele Mitarbeitende der SBB arbeiten mit Hochdruck an der Schadensbehebung. Momentan geht die SBB davon aus, dass es den ganzen Montag Auswirkungen auf den Bahnverkehr geben wird. Zwischen Lausanne, Prilly-Malley und Renens verkehren Ersatzbusse. Die SBB empfiehlt den Reisenden, entbehrliche Fahrten zwischen Lausanne und Renens zu verschieben. Die SBB dankt ihren Kundinnen und Kunden für das Verständnis.
Update: 16. Februar 2026, 06.30 Uhr
Die Reparaturarbeiten an den Kabeln haben begonnen. Angesichts des Ausmasses der Schäden sind die Arbeiten sehr aufwändig, sie dauern ungefähr sechs bis acht Stunden pro Kabel. Die Kabel sind verbrannt und damit vollständig zerstört. Zudem gibt es rund 1000 Kabelverbindungen. Zum Vergleich: Als es 2023 in Renens zu einem Kabelschaden kam, gab es 500 Verbindungen pro Kabel und diese waren nur abgeschnitten. Dadurch waren die Schäden weniger gravierend als bei einem Brand.
Während die Reparaturarbeiten an der Bahninfrastruktur zwischen Lausanne und Renens andauern, bietet die SBB Alternativen: Zwischen Lausanne, Prilly-Malley und Renens verkehren pro Stunde und Richtung zwei Extrazüge. Aktuell stehen 13 Ersatzbusse zur Verfügung. Ab 7 Uhr kommen weitere 17 Busse hinzu. Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer sind vor Ort.
Update: 16. Februar 2026, 10.00 Uhr
Die Reparaturarbeiten sind noch aufwändiger als erwartet. Die SBB setzt alles daran, den Bahnverkehr so schnell wie möglich wieder aufzunehmen – der Bahnverkehr bleibt jedoch zwischen Lausanne und Prilly-Malley bis und mit Dienstag, 17. Februar, unterbrochen. Momentan sind 30 Bahnersatzbusse und zwei Shuttlebusse im Einsatz, um die Reisenden zu transportieren.
Aus heutiger Sicht wird es mindestens bis Donnerstag dauern, bis die Züge wieder normal und ohne Einschränkungen verkehren können.
Der Liveticker auf der SBB-Seite «Bahnverkehrsinformationen» wird laufend aktualisiert.
Update: 17. Februar 2026, 11.45 Uhr
Die Reparaturarbeiten an den rund 40 Kabeln im Bahnhof Lausanne werden weiterhin mit Hochdruck vorangetrieben und schreiten gut voran. Deshalb können die Züge zwischen Lausanne und Prilly-Malley voraussichtlich bereits ab Mittwoch, 18. Februar 2026, Betriebsbeginn wieder wie gewohnt verkehren. Es kann noch zu einzelnen Zugsausfällen kommen. Bis dahin verkehren zwischen Lausanne und Renens weiterhin zwei Extrazüge pro Stunde und Richtung sowie zahlreiche Ersatzbusse.
Die SBB dankt den Kundinnen und Kunden für das Verständnis während den Einschränkungen. Auslöser dafür war ein Kabelbrand, der gemäss ersten Ermittlungen durch einen pyrotechnischen Gegenstand aus einem Fanzug ausgelöst worden war. Der Dank geht auch an die zahlreichen SBB Teams, die unter Hochdruck daran gearbeitet haben, die Störung so rasch wie möglich zu beheben.
Update: 18. Februar 2026, 05.30 Uhr
Die Reparaturarbeiten an den rund 40 Kabeln im Bahnhof Lausanne wurden in der Nacht abgeschlossen. Die Züge zwischen Lausanne und Renens verkehren daher seit heute Morgen um 04.00 Uhr wieder durchgehend. Es muss noch mit einzelnen Verspätungen und Änderungen der Zugskompositionen während des Tages gerechnet werden.
Die SBB dankt den Kundinnen und Kunden für das Verständnis während den Einschränkungen. Auslöser dafür war ein Kabelbrand, der gemäss ersten Ermittlungen durch einen pyrotechnischen Gegenstand aus einem Fanzug ausgelöst worden war. Der Dank geht auch an die zahlreichen SBB Teams, die unter Hochdruck daran gearbeitet haben, die Störung so rasch wie möglich zu beheben.
Ein Blick auf beschädigte Kabel Fotos: SBB CFF FFS
Die starke Nachfrageentwicklung auf der Berninalinie der Rhätischen Bahn (RhB) führt in Spitzenzeiten zu Kapazitätsengpässen. Aus Erfahrung rechnet die RhB über die Feiertage mit einem grossen Fahrgastaufkommen, vor allem von Tagestouristen. Um die Situation zu verbessern, wurden wo möglich nochmals die Kapazitäten erhöht und weitere Massnahmen erarbeitet, um die Züge an Spitzentagen zu entlasten und das Reiseerlebnis für die Fahrgäste und die Arbeitssituation der Mitarbeitenden an den Bahnhöfen und in den Zügen zu verbessern.
Der Bernina Express am Bahnhof St. Moritz vor der Abfahrt nach Tirano Foto: Marcel Manhart
Gegenüber dem Vorjahr wurden 600 zusätzliche Plätze je Richtung geschaffen, indem der Fahrplan mit einem täglichen zusätzlichen Regio-Zug je Richtung und einem zusätzlichen Bernina Express Tirano – St. Moritz – Tirano erweitert wurde. Zur Gewährleistung der Sicherheit in den Zügen und auf den Perrons sowie des Reiseerlebnisses während der Fahrt wird zudem an den erwarteten Spitzenverkehrstagen vom 26. Dezember 2025 bis am 5. Januar 2026 an den Bahnhöfen in Tirano und St. Moritz der Zugang zu den Zügen gelenkt und wo nötig beschränkt. Folglich kann es zu Wartezeiten kommen. Erwartete Spitzenzeiten (Erfahrungswerte aus den Vorjahren) sind auf der Süd-Nord-Verbindung Tirano – St. Moritz zwischen 7 Uhr und 13 Uhr und auf der Nord-Süd-Verbindung St. Moritz – Tirano zwischen 13 Uhr und 18 Uhr. Reisenden wird empfohlen, mehr Reisezeit einzuplanen und allenfalls andere Reisezeiten oder Reisetage zu wählen.
Schleusensystem an den Bahnhöfen St. Moritz und Tirano
Um den Personenfluss und den Zugang zu den Zügen möglichst effizient gestalten zu können, werden in St. Moritz und in Tirano Kundenlenkungsmassnahmen umgesetzt. Dazu gibt es an beiden Bahnhöfen getrennte Zugänge für Gruppen und Einzelreisende mit Sitzplatzreservation im Bernina Express oder übrigen reservierbaren Zügen sowie einen Zugang für Einzelreisende ohne Sitzplatzreservation. Durch das Abzählen der Wartenden werden jeweils nur so viele Reisende ohne Reservation zu den Zügen gelassen, wie Kapazität vorhanden ist. Für ankommende Reisende wird sowohl am Bahnhof St. Moritz als auch am Bahnhof Tirano ein Ausgangskorridor freigehalten. Die RhB setzt an beiden Bahnhöfen zusätzliches Personal für die Kundenlenkung ein.
Während des Spengler Cups vom 26. bis 31. Dezember 2025 hält die Rhätische Bahn (RhB) für Eishockeyfans attraktive Angebote bereit: Das Matchticket ist auch ein RhB-Zugbillett, und Fans profitieren vom beliebten Extrazug nach den Abendspielen sowie dem Nachtzug von Davos nach Chur. Zudem sorgen die ÖV-Partner Schweizerische Südostbahn (SOB) und SBB Thurbo nach den Abendspielen für Anschluss bis Zürich HB bzw. Rorschach.
Umstieg am Bahnhof Landquart auf die RhB Foto: Marcel Manhart
Spengler Cup Davos: Vier Favoriten und eine Wundertüte
Mit Titelverteidiger Fribourg-Gottéron, Sparta Prag, dem Team Canada und dem HC Davos greifen zwischen Weihnachten und Neujahr am 97. Spengler Cup gleich vier Teams nach der Siegertrophäe. Die grosse Unbekannte bilden bei ihrer Turnierpremiere die U.S. Collegiate Selects. Als Aussenseiter gilt IFK Helsinki.
Im Matchticket sind die Gratis-Hinfahrt mit der Rhätischen Bahn (RhB) nach Davos sowie die Gratis-Rückfahrt mit der RhB am Spieltag oder am folgenden Tag ab Davos, jeweils in der 2. Klasse, inbegriffen.
Umfassendes ÖV-Angebot nach den Abendspielen
Nach den Abendspielen steht der beliebte RhB-Extrazug zur Verfügung. Er fährt frühestens um 23.00 Uhr oder 30 Minuten nach Spielende ab Davos Platz Richtung Chur, mit Halt nur zum Ausstieg in Davos Dorf, Davos Wolfgang, Klosters Platz, Klosters Dorf, Küblis, Schiers, Landquart und alle Zwischenstationen bis Chur. In Landquart sorgen die Schweizerische Südostbahn (SOB) bzw. SBB Thurbo für Anschluss Richtung Zürich oder Rorschach: Der «Aare Linth-Extrazug» der SOB verkehrt nach Zürich HB, mit Halt in Bad Ragaz, Sargans, Flums, Walenstadt, Ziegelbrücke, Uznach, Schmerikon, Rapperswil, Pfäffikon SZ, Richterswil, Wädenswil und Thalwil. Für Matchticket-Inhaber wird ein Spezialbillett angeboten. Der Extrazug von Thurbo verkehrt via Buchs – St. Margrethen nach Rorschach. Weitere Zwischenhalte sind im Online-Fahrplan ersichtlich. Hier gilt das normale Fahrausweissortiment.
Der Nachtzug Davos – Chur ist auch wieder im Angebot
Nach der erfolgreichen Premiere letztes Jahr, führt die RhB auch dieses Jahr wieder einen Nachtzug von Davos nach Chur. Er fährt in den Nächten vom 27. bis 31. Dezember um 02.45 Uhr ab Davos Platz. Haltestellen nur zum Ausstieg: Davos Dorf, Davos Wolfgang, Klosters Platz, Klosters Dorf, Küblis, Schiers, Landquart, Landquart Ried, Igis, Zizers, Untervaz-Trimmis, Haldenstein, Chur Wiesental, Chur. Ankunft in Chur ist um 04.23 Uhr. Es gelten das normale Fahrausweissortiment oder das Matchticket.
Und auch Engadiner Fans kommen noch nach Hause
Für Fans aus dem Engadin besteht in Klosters Platz ein direkter Anschluss vom Extrazug in Richtung Sagliains und weiter nach St. Moritz. Der Anschluss ist auch bei einer allfälligen Verlängerung des Spiels auf den Extrazug gewährleistet und im Online-Fahrplan ersichtlich. Motorisierten Hockeyfans aus dem Engadin steht am Autoverlad Vereina die letzte Spätverbindung zur Verfügung, welche den Verladebahnhof Selfranga um 23.50 Uhr verlässt.
Da der Bahnhof Flums bisher den Anforderungen an hindernisfreien Zugängen zum Zug nicht genügt hat, wurde er von der SBB so umgebaut, damit er dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) entspricht. Am 29. November 2025 wurde die Rampe auf den Zwischenperron erstmals freigegeben; so wie auch der stufenfreie Zugang vom Bahnhof her. Vom stufenfreien Ein- und Aussteigen zu den Zügen profitieren nebst Reisenden mit eingeschränkter Mobilität auch Reisende mit Kinderwagen, Rollkoffern oder Fahrrädern. Die Hauptarbeiten haben im September 2024 gestartet und wurden nun pünktlich zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 abgeschlossen sein.
Der Bahnhof Flums wurde gemäss den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) umgebaut und modernisiert
Mit dem Fahrplanwechsel wird der Umbau des Bahnhofs Flums abgeschlossen. Die SBB hat die Anlage modernisiert und an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) angepasst. Ab dem 14. Dezember 2025 hält neu jeder Zug des IR35 (Aare Linth) in Flums. Die Gemeinde profitiert damit erstmals von einem durchgehenden Halbstundentakt. Die Gemeinde Flums wartet bereits seit 12 Jahren auf dieses verbesserte ÖV-Angebot. Nachdem die Umsetzung immer wieder verschoben werden musste, ist der Gemeinderat nun umso erfreuter, dass mit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 der langersehnte Halbstundentakt endlich Tatsache wird.
Für die Bahnhöfe zwischen Sargans und Ziegelbrücke gab es dann allerdings mit der Eröffnung der S-Bahn St. Gallen ab Dezember 2013 sogar eine Verschlechterung. Der in der Volksabstimmung versprochene Shuttle-Zug Ziegelbrücke - Sargans (mit Halt in Unterterzen, Walenstadt und Flums wurde gestrichen und so war die damalige Ring S4 (heute S17) der einzige Zug, welcher diese Bahnhöfe noch bediente. In Ziegelbrücke gab es so auch kein Anschluss mehr an den IR nach Zürich, sondern nur noch an den damaligen Glarner-Sprinter (heute S25 der S-Bahn Zürich) oder an die S2.
Ab Dezember 2014 hat dann Walenstadt den IR-Halt erhalten; dieser Halt wurde anfänglich davon abhängig gemacht, dass dann genügend "spurtstarke" Züge (Stadler KISS RABe 511.1) zur Verfügung stehen würden. Für Unterterzen wurde als Ersatz saisonal bzw. an Wochenenden die S2 ab Ziegelbrücke bis Unterterzen verlängert. Flums musste sich mit einer neuen Buslinie mit vielen Zwischenhalten und ensprechend längeren Fahrzeiten nach Sargans zufrieden geben. Somit war es aus Flums auch nicht mehr möglich zur vollen Stunde nach Zürich HB zu gelangen; egal ob man mit dem Bus nach Sargans (mit Umsteigen auf den Intercity) oder mit der S-Bahn nach Ziegelbrücke gefahren ist, man erreichte nur den (damals noch weniger wichtigen) Halbstundenknoten um die Minute xx.30
Gleichzeitig mit dem stündlichen Halt des IR35 in Flums profitieren nun ab 14. Dezember 2025 auch Freizeitreisende sowie Pendlerinnen und Pendler zwischen Graubünden und Zürich neu auch unter der Woche von einem durchgehenden Halbstundentakt des IC3 ab Chur mit Halt nur in Landquart und Sargans nach Zürich HB.
Bis Ende 2023 waren die Bahnen verpflichtet, ihre Bahnhöfe und Eisenbahn-Haltestellen an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) anzupassen, sofern diese Umbauten als verhältnismässig galten. Diese Frist wurde nicht in allen Fällen eingehalten. Flums gehört zu jenen Bahnhöfen, die nicht bis Ende 2023 stufenfrei ausgebaut wurden. Die Inbetriebnahme der erhöhten Perrons erfolgt nun zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025.
Ende 2024 waren 1132 der total 1800 Bahnstationen für Menschen mit Beeinträchtigung autonom benutzbar. Das sind 43 mehr als Ende 2023. Da zunächst die grösseren Bahnhöfe angepasst wurden, konnten Ende letzten Jahres 82 Prozent aller Reisenden von behindertengerechten Umbauten profitieren. Das zeigt der Standbericht des Bundesamts für Verkehr (BAV). Als Grund für die Verzögerungen geben die Bahnen unter anderem Personalmangel sowie fehlende Zeitfenster für die Bauarbeiten an. Das BAV begleitet die Bahnunternehmen weiter bei der Planung und Realisierung, um die Verzögerungen bei der Umsetzung des Gesetzes möglichst gering zu halten. Zudem hat der Bund in den Leistungsvereinbarungen zum Substanzerhalt der Bahninfrastruktur für die Jahre 2025-2028 die finanziellen Mittel für die Umsetzung des BehiG aufgestockt.
Am Bahnhof Flums wurde im Rahmen des Projekts die Mittelperronhöhe auf 55 cm erhöht und das Perron verbreitert sowie verlängert, damit künftig längere Niederflurzüge halten können. Das bestehende Perrondach wurde abgebrochen und ein neues Perrondach errichtet. Auch der Rampenzugang zur Seite des Entsumpfungskanals wurde erneuert, um die Neigungsvorgaben zu erfüllen. Zusätzlich installierte die SBB eine neue Wartehalle als Witterungsschutz und rüstete die Gleisfeldbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel um. Die elektrische Infrastruktur der Fahrleitung wurde angepasst und ein neues Möblierungskonzept umgesetzt, um den Komfort zu erhöhen. Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 19 Millionen Franken. Diese werden über die Leistungsvereinbarung der SBB mit dem Bund finanziert.
Gemäss Planung der Bahnen werden bis Ende 2028 weitere 186 Bahnhöfe umgebaut. Damit wird sich der Anteil der Passagiere, die überwiegend selbständig und spontan reisen können, auf 88 Prozent erhöhen. Bei 312 Eisenbahn-Haltestellen verzögern sich die Anpassungen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die betroffenen Gemeinden sind über den Umsetzungsstand informiert. Mit den Behindertenverbänden ist die SBB im Austausch.
Impressionen vom Tag des Fahrplanwechsels am 14. Dezember 2025
Bahnhof Flums Stand: 11. Dezember 2025
Bahnhof Flums Stand: 01. Dezember 2025
Bahnhof Flums Stand: 29. November 2025
Bahnhof Flums Stand: 24. September 2025
Ab dem 4. Dezember 2025 verkehren Nachtzüge der neuen Generation auf der Strecke zwischen Zürich und Hamburg. Sie bringen den Reisenden mehr Komfort und dank den neuen Mini Cabins mehr Privatsphäre. Künftig sollen sie auch auf den Strecken von Zürich nach Wien und Amsterdam eingesetzt werden. Der erste neue Nightjet, der nach Hamburg verkehrt, wurde auf den Namen «City of Zürich» getauft.
v.l.n.r. Sabrina Schellenberg, Mediensprecherin SBB, Véronique Stephan, Mitglied der SBB Konzernleitung und Leiterin Markt Personenverkehr, Andreas Hauri, Stadtrat Zürich, Vorsteher Gesundheits- und Umweltdepartement, Sabine Stock, Vorständin ÖBB-Personenverkehr AG Foto: Marcel Manhart
Ab dem 4. Dezember 2025 setzt die SBB gemeinsam mit den ÖBB auf der Nachtzuglinie Zürich–Hamburg auf allen Fahrten den Nightjet der neuen Generation ein. Die neuen Fahrzeuge bieten mehr Komfort, moderne Ausstattung und ein frisches Design. Voraussichtlich im Verlauf des Jahres 2026 werden sie schrittweise auch auf den Linien Zürich–Wien sowie Zürich–Amsterdam eingesetzt. Die neuen Züge leisten einen Beitrag zur Qualitätsverbesserung im Nachtzugverkehr.
Zu diesem Anlass tauften Véronique Stephan, Mitglied der Konzernleitung der SBB und Leiterin Markt Personenverkehr, Dr. Sabine Stock, Vorständin ÖBB Personenverkehr AG, und Andreas Hauri, Stadtrat und Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich, einen Nightjet der neuen Generation auf den Namen «City of Zürich». «Der Zug mit dem Namen ‹City of Zürich› trägt unsere Stadt hinaus nach ganz Europa – als Symbol für Offenheit, klimafreundliche Mobilität und internationale Vernetzung», sagte Stadtrat Andreas Hauri.
Mehr Komfort dank Mini Cabins und fix montierten Betten
Zum Nachtzug der neuen Generation, der auf dem ÖBB-Nachtzugnetz bereits im Einsatz ist, sagte Dr. Sabine Stock: «Wir haben hier den modernsten Nachtzug Europas auf Schiene. Unsere Fahrgäste schätzen das moderne Design, den gesteigerten Komfort und die neuen Mini Cabins für mehr Privatsphäre».
Fix montierte Betten sorgen in den Schlaf- und Vierer-Liegewagen für ruhigen Schlaf. Im Schlafwagen comfort plus erwarten die Gäste ausserdem eine eigene Dusche und Toilette sowie eine gemütliche Sitzgelegenheit. Damit können Reisende in ihrem Abteil auch lesen oder arbeiten.
Die neuen modernen Mini Cabins bieten Alleinreisenden auf kleinem Raum höchsten Komfort und Privatsphäre, inklusive verschiebbarem Frühstückstisch, Spiegel und persönlicher Leselampe. Für Reisende, die zu zweit unterwegs sind, lassen sich zwei Mini Cabins durch eine Schiebetüre im Kopfbereich verbinden.
Die Schlaf- und Liegewagenabteile sowie Mini Cabins verfügen über ein modernes Zutrittssystem via NFC-Karte, wie es aus Hotels bekannt ist, ein eigenes Bediendisplay und USB-Lademöglichkeiten. Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität steht ein barrierefreies Abteil mit Niederflureinstieg und modernem WC zur Verfügung. Ein neues Multifunktionsabteil schafft Platz für Fahrräder und Sportausrüstung. Dank induktivem Laden und besserem Mobilfunkempfang sowie WLAN wird die Nachtfahrt in allen Abteilen noch angenehmer. Die Fahrzeuge sind mit einem neuen Fahrgastinformationssystem und Videoüberwachung ausserhalb der Kabinen ausgestattet.
Klimafreundliches Reisen über Nacht wird attraktiver
Mit der Einführung der neuen Nightjet-Generation leistet die SBB gemeinsam mit den ÖBB einen wichtigen Beitrag, um das klimafreundliche Reisen über Nacht noch attraktiver zu machen. Dazu sagt Véronique Stephan: «Für die SBB ist es ein wichtiger Schritt, um das Angebot im internationalen Personenverkehr weiter zu stärken und die nachhaltige, grenzüberschreitende Mobilität noch attraktiver zu machen. Die neuen Nightjets stehen für eine spürbare Qualitätsverbesserung im Nachtzugverkehr».
Tickets sind auf www.sbb.ch www.oebb.at bahn.de
sowie in den Reisezentren und der jeweiligen App der Bahnen buchbar.
--> siehe auch www.nightjet.com
Der Nightjet der neuen Generation macht das Reisen über Nacht für Sie noch angenehmer: mit modernem Design, mehr Privatsphäre und höherem Komfort. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 230 km/h bringen Sie die neuen Züge klimafreundlich über Nacht in viele europäische Städte.
Im Schlafwagen ist das Reisen noch bequemer, denn alle Abteile verfügen über eine eigene Toilette sowie eine Duschmöglichkeit. Eine gemütliche Sitzgelegenheit ermöglicht entspanntes Arbeiten, Lesen oder Essen während der Reise. Fix montierte Betten erhöhen im Schlaf- und im neuen 4er-Liegewagen Ihren Schlafkomfort und sorgen für eine entspannte Ankunft am Reiseziel. Die neuartigen Mini Cabins für Alleinreisende bieten noch mehr Privatsphäre. Auf kompaktem Raum finden Sie darin alles Nötige für die ungestörte Nachtreise. Fahrradstellplätze für alle Radbegeisterten sowie mehr Platz für Gepäck und bspw. Ski- und Snowboardequipment gibt es im neuen Multifunktionswagen.
Für mobilitätseingeschränkte Reisende steht in jedem neuen Nightjet ein modernes barrierefreies Liegewagenabteil sowie barrierefreies WC zur Verfügung - sie sind bequem über einen Niederflureinstieg erreichbar.
Technische Neuerungen & Features
Auch zahlreiche technische Neuerungen warten auf Sie. Neu an Bord ist das kostenlose WLAN. Wer sich die Zeit bis zur Ankunft vertreiben möchte, kann damit gratis im ÖBB OnBoard-Portal Railnet night surfen, streamen und das digitale Zeitungs- und Zeitschriftenangebot kostenlos nutzen.
Ein modernes Fahrgastinformationssystem hält Sie jederzeit mit aktuellen Reiseinformationen up-to-date. Neben der konventionellen Steckdose gibt es für Ihre elektronischen Geräte auch Lademöglichkeiten via USB und induktiver Ladestation. Neue mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben verbessern die Netzfunktion und sorgen für stabileren Handy-Empfang.
In den Abteilen steht außerdem ein Bediendisplay mit diversen Komfortfunktionen, wie etwa Lichtsteuerung oder Serviceruf zum Bordpersonal, zur Verfügung. Die Abteile sind mit einem elektronischen Zutrittssystem mithilfe von NFC-Karten und alle Wagen mit Videoüberwachung ausgestattet, um das Sicherheitsgefühl noch weiter zu steigern.
Der erste neue Nightjet, der ab Zürich nach Hamburg verkehrt, wurde nicht ganz "hindernisfrei" auf den Namen «City of Zürich» getauft. Möge dann dafür der Start des Zuges umso besser gelingen. Wir wünschen eine allzeit gute und angenehme Fahrt!
Da der Bahnhof Flums bisher den Anforderungen an hindernisfreien Zugängen zum Zug nicht genügt hat, wurde er von der SBB so umgebaut, damit er dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) entspricht. Heute wurde nun die Rampe auf den Zwischenperron erstmals freigegeben; so wie auch der stufenfreie Zugang vom Bahnhof her. Vom stufenfreien Ein- und Aussteigen zu den Zügen profitieren nebst Reisenden mit eingeschränkter Mobilität auch Reisende mit Kinderwagen, Rollkoffern oder Fahrrädern. Die Hauptarbeiten haben im September 2024 gestartet und werden pünktlich zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 abgeschlossen sein.
Der Bahnhof Flums wurde gemäss den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) umgebaut und modernisiert
Mit dem Fahrplanwechsel wird der Umbau des Bahnhofs Flums abgeschlossen. Die SBB hat die Anlage modernisiert und an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) angepasst. Ab dem 14. Dezember 2025 hält neu jeder Zug des IR35 (Aare Linth) in Flums. Die Gemeinde profitiert damit erstmals von einem durchgehenden Halbstundentakt. Die Gemeinde Flums wartet bereits seit vielen Jahren auf dieses verbesserte ÖV-Angebot. Nachdem die Umsetzung immer wieder verschoben werden musste, ist der Gemeinderat nun umso erfreuter, dass mit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 der langersehnte Halbstundentakt endlich Tatsache wird.
Für die Bahnhöfe zwischen Sargans und Ziegelbrücke gab es dann allerdings mit der Eröffnung der S-Bahn St. Gallen ab Dezember 2013 sogar eine Verschlechterung. Der in der Volksabstimmung versprochene Shuttle-Zug Ziegelbrücke - Sargans (mit Halt in Unterterzen, Walenstadt und Flums wurde gestrichen und so war die damalige Ring S4 (heute S17) der einzige Zug, welcher diese Bahnhöfe noch bediente. In Ziegelbrücke gab es so auch kein Anschluss mehr an den IR nach Zürich, sondern nur noch an den damaligen Glarner-Sprinter (heute S25 der S-Bahn Zürich) oder an die S2.
Ab Dezember 2014 hat dann Walenstadt den IR-Halt erhalten; dieser Halt wurde anfänglich davon abhängig gemacht, dass dann genügend "spurtstarke" Züge (Stadler KISS RABe 511.1) zur Verfügung stehen würden. Für Unterterzen wurde als Ersatz saisonal bzw. an Wochenenden die S2 ab Ziegelbrücke bis Unterterzen verlängert. Flums musste sich mit einer neuen Buslinie mit vielen Zwischenhalten und ensprechend längeren Fahrzeiten nach Sargans zufrieden geben. Somit war es aus Flums auch nicht mehr möglich zur vollen Stunde nach Zürich HB zu gelangen; egal ob man mit dem Bus nach Sargans (mit Umsteigen auf den Intercity) oder mit der S-Bahn nach Ziegelbrücke gefahren ist, man erreichte nur den (damals noch weniger wichtigen) Halbstundenknoten um die Minute xx.30
Gleichzeitig mit dem stündlichen Halt des IR35 in Flums profitieren nun ab 14. Dezember 2025 auch Freizeitreisende sowie Pendlerinnen und Pendler zwischen Graubünden und Zürich neu auch unter der Woche von einem durchgehenden Halbstundentakt des IC3 ab Chur mit Halt nur in Landquart und Sargans nach Zürich HB.
Bis Ende 2023 waren die Bahnen verpflichtet, ihre Bahnhöfe und Eisenbahn-Haltestellen an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) anzupassen, sofern diese Umbauten als verhältnismässig galten. Diese Frist wurde nicht in allen Fällen eingehalten. Flums gehört zu jenen Bahnhöfen, die nicht bis Ende 2023 stufenfrei ausgebaut wurden. Die Inbetriebnahme der erhöhten Perrons erfolgt planmässig zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025.
Ende 2024 waren 1132 der total 1800 Bahnstationen für Menschen mit Beeinträchtigung autonom benutzbar. Das sind 43 mehr als Ende 2023. Da zunächst die grösseren Bahnhöfe angepasst wurden, konnten Ende letzten Jahres 82 Prozent aller Reisenden von behindertengerechten Umbauten profitieren. Das zeigt der Standbericht des Bundesamts für Verkehr (BAV). Als Grund für die Verzögerungen geben die Bahnen unter anderem Personalmangel sowie fehlende Zeitfenster für die Bauarbeiten an. Das BAV begleitet die Bahnunternehmen weiter bei der Planung und Realisierung, um die Verzögerungen bei der Umsetzung des Gesetzes möglichst gering zu halten. Zudem hat der Bund in den Leistungsvereinbarungen zum Substanzerhalt der Bahninfrastruktur für die Jahre 2025-2028 die finanziellen Mittel für die Umsetzung des BehiG aufgestockt.
Am Bahnhof Flums wurde im Rahmen des Projekts die Mittelperronhöhe auf 55 cm erhöht und das Perron verbreitert sowie verlängert, damit künftig längere Niederflurzüge halten können. Das bestehende Perrondach wurde abgebrochen und ein neues Perrondach errichtet. Auch der Rampenzugang zur Seite des Entsumpfungskanals wurde erneuert, um die Neigungsvorgaben zu erfüllen. Zusätzlich installierte die SBB eine neue Wartehalle als Witterungsschutz und rüstete die Gleisfeldbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel um. Die elektrische Infrastruktur der Fahrleitung wurde angepasst und ein neues Möblierungskonzept umgesetzt, um den Komfort zu erhöhen. Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 19 Millionen Franken. Diese werden über die Leistungsvereinbarung der SBB mit dem Bund finanziert.
Gemäss Planung der Bahnen werden bis Ende 2028 weitere 186 Bahnhöfe umgebaut. Damit wird sich der Anteil der Passagiere, die überwiegend selbständig und spontan reisen können, auf 88 Prozent erhöhen. Bei 312 Eisenbahn-Haltestellen verzögern sich die Anpassungen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die betroffenen Gemeinden sind über den Umsetzungsstand informiert. Mit den Behindertenverbänden ist die SBB im Austausch.
Bahnhof Flums Stand: 01. Dezember 2025
Bahnhof Flums Stand: 29. November 2025
Bahnhof Flums Stand: 24. September 2025
Zahlreiche Transportkunden von SBB Cargo Schweiz haben neue Verträge im Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) mit einer Laufzeit bis zu zehn Jahre unterzeichnet. Neuverträge konnten unter anderem mit der Migros, fenaco, Stahl Gerlafingen und den Schweizer Salinen abgeschlossen werden. Damit setzen über 95 Prozent aller Kunden weiterhin und langfristig auf den EWLV. Diese Vertragsabschlüsse sind ein Meilenstein in der Neuausrichtung des Schienengüterverkehrs.
Nicht nur der Ganzzugsverkehr ist interessant für SBB Cargo Schweiz Foto: Marcel Manhart
Im Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) werden einzelne Güterwagen von verschiedenen Kunden gesammelt und zu Güterzügen zusammengestellt. “Egal ob Früchte, Weizen, Zement oder Stahl: mit den neuen Verträgen stellen die Geschäftskunden und die SBB gemeinsam sicher, dass die Schweizer Wirtschaft funktioniert und die Landesversorgung sichergestellt ist und gleichzeitig ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen und zur Entlastung der Strassen geleistet wird”, sagt Alexander Muhm, Mitglied der SBB Konzernleitung und Leiter Güterverkehr. Weitere Verträge wurden zudem mit SIPRO, Colas und mobilog, ein Unternehmen der AMAG, abgeschlossen. Weitere Vertragsverhandlungen, unter anderem mit Kunden aus den Branchen Chemie, Bau, Stahl, Nahrungsmittel und Holz sind im Gange. Jährlich transportiert die SBB rund 11 Millionen Tonnen mit mehr als einer halben Million Wagen für die Transportkunden im EWLV. Aneinandergereiht entspricht die Länge dieses Güterzuges der Strecke von Zürich bis Bangkok.
Basis für effizienteren, robusteren und wirtschaftlicheren EWLV
«Diese Vertragsabschlüsse sind ein Meilenstein in der Neuausrichtung des Schienengüterverkehrs», sagt Alexander Muhm. Nur, wenn Kunden bereit sind, grosse Mengen mit der Bahn zu transportieren und ihre Logistik und Infrastrukturen darauf auszurichten, kann der Schienengüterverkehr rentabel betrieben werden. Die neuen Verträge sind die Basis für die Planung des künftigen Transportnetzes und des neuen Produktionsmodells für den EWLV. Letzteres ermöglicht ab Fahrplanwechsel 2026/27 (13. Dezember 2026) einen effizienteren, robusteren und wirtschaftlicheren Betrieb. Damit kann der Güterverkehr der SBB den Kunden auch künftig ein verlässliches und stabiles Angebot, Planungssicherheit und Transparenz mit Blick auf die Preisentwicklung bieten. Kunden, welche die gleichen Leistungen beziehen, zahlen künftig den gleichen Preis. Mit der Bahn sind auch nachts zuverlässige Transporte möglich, zudem können Staus auf den Strassen umgangen werden. Der Schienentransport verbraucht deutlich weniger Fläche und spart dabei rund 80 Prozent CO₂ gegenüber der Strasse ein. Ohne den EWLV wären auf den stark belasteten Schweizer Autobahnen jährlich bis zu einer Million zusätzliche Lkw-Fahrten nötig.
Die Zukunft des Güterverkehrs
Mit roten Zahlen, altem Rollmaterial und rückläufigen Transportmengen steht der Güterverkehr der SBB an einem Wendepunkt. Während der Ganzzugsverkehr seine Kosten deckt, sind der kombinierte Verkehr (KV) und der Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) stark defizitär. Der Bund als Eigentümer der SBB verlangt eigenwirtschaftliche Angebote im Güterverkehr. Deshalb braucht es eine grundlegende Transformation des Güterverkehrs der SBB. Mit der Neuausrichtung sichert die SBB langfristig einen klimafreundlichen Schienengüterverkehr und Arbeitsplätze.
Nach dem kombinierten Verkehr richtet die SBB auch den Einzelwagenladungsverkehr in der Schweiz neu aus. Dazu leisten alle ihren Beitrag: der Bund mit einer befristeten finanziellen Förderung des Einzelwagenladungsverkehrs, die Kunden mit kostendeckenden Preisen und die SBB selbst, die ihre Effizienz steigert und ihre Kosten senkt. Dafür investiert die SBB in moderne Lokomotiven und standardisierte Güterwagen, setzt verstärkt auf Automatisierung und erarbeitet gemeinsam mit den Kunden ein neues Produktionsmodell.
Der Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 bringt in der Nordwestschweiz den grössten Angebotsausbau seit 20 Jahren. Dazu gehören der Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal, der Halbstundentakt zwischen Basel und Biel sowie die Wiedereinführung der Direktverbindung zwischen Basel und der Genferseeregion. Reisende können zudem mehrere europäische Destinationen besser mit dem Zug erreichen.
Der neue Fahrplan bringt zahlreiche Veränderungen mit sich Foto: Marcel Manhart
Die wichtigsten Neuerungen in Kürze
Basel–Liestal und Basel–Biel–Lausanne
Nach umfassenden Infrastrukturausbauten kann der S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Liestal und Basel SBB eingeführt werden. Im Fernverkehr gibt es neu in Zusammenarbeit mit der BLS einen Halbstundentakt zwischen Basel SBB und Biel/Bienne via Delémont. Basel wird mit dem IC51 wieder direkt an die Genferseeregion, nach Lausanne, angebunden.
Nationale Nachtverbindungen
Die SBB bietet die im Jahr 2025 eingeführten Nachtverbindungen im Fernverkehr weiterhin testweise, aber neu praktisch an jedem Wochenende an. Sie bringen Nachtschwärmer:innen spät nach Hause und Fluggäste früh zum Flughafen. Die neuen Nachtverbindungen fahren auf der Strecke Bern–Olten–Zürich HB(–Zürich Flughafen)–Winterthur. In Bern, Olten und Zürich besteht Anschluss an Nacht-S-Bahnen und Nachtbusse.
Weitere Informationen auf der SBB Webseite «Zusätzliche Frühverbindungen an den Flughafen Zürich».
Ebenfalls an fast allen Wochenenden verkehren Nachtzüge auf den Strecken Fribourg/Freiburg–Lausanne–Genève‑Aéroport, Sion–Lausanne–Genève‑Aéroport und Biel/Bienne–Lausanne mit Anschluss in Renens nach Genève-Aéroport.
Weitere Informationen auf der SBB Webseite «Zusätzliche Frühverbindungen an den Flughafen Genf».
Deutschschweiz–Chiasso
Dank zusätzlicher EC-Verbindungen sowie der Verlängerung eines IC2 von Lugano bis nach Chiasso gibt es einen durchgehenden Stundentakt zwischen der Deutschschweiz und Chiasso.
Chur–Zürich
Freizeitreisende sowie Pendlerinnen und Pendler zwischen Graubünden und Zürich profitieren neu auch unter der Woche von einem durchgehenden Halbstundentakt des IC3.
Saisonale Direktzüge Zürich–Einsiedeln und Zürcher Oberland–Chur
Der RE25 bringt Reisende an ausgewählten Winterwochenenden wieder direkt von Zürich nach Einsiedeln an den Weihnachtsmarkt und ins Wintersportgebiet. Zudem verkehren an einzelnen Wochenenden im Rahmen eines Markttests Direktzüge von Rapperswil nach Chur.
Die SBB und ihre Partnerbahnen bauen: Für einen zuverlässigen Bahnbetrieb und mehr Angebot
Die SBB unterhält eines der meistbefahrenen Bahnnetze der Welt. Auch in den nächsten Jahren werden die Unterhaltsarbeiten weiter zunehmen. Denn was so intensiv genutzt wird, muss gepflegt werden, damit die Züge auch künftig sicher ans Ziel kommen. Die SBB unterhält aber nicht nur ihr bestehendes Netz, sondern baut es auch im Auftrag des Bundes weiter aus, damit langfristig neue Angebote geschaffen werden. Auch in den Nachbarländern wird weiterhin viel gebaut. Die zahlreichen Baustellen führen dazu, dass sich teilweise die Reisezeiten verlängern oder Reisende häufiger umsteigen müssen. Vor Baustellen mit grösseren Auswirkungen in der Schweiz informiert die SBB rechtzeitig über ihre Kanäle.
Die SBB empfiehlt, vor Antritt jeder Reise den Online-Fahrplan zu prüfen. Über die SBB Mobile App können die Kundinnen und Kunden zudem ihre persönliche Pendelstrecke einrichten. Dank abonnierten Push-Benachrichtigungen werden Reisende so auch ohne Fahrplanabfrage über Störungen oder Fahrplanabweichungen durch Baustellen informiert.
Schweiz–Dänemark–Schweden
Die neue Nachtzug-Verbindung Basel SBB–Kopenhagen–Malmö verkehrt ab 15. April 2026 mit jeweils drei Verbindungen pro Woche und Richtung. Abfahrt in Basel SBB ist jeweils mittwochs, freitags und sonntags, während die Abfahrt in Malmö und Kopenhagen (Kobenhavns Lufthavn) donnerstags, samstags und montags erfolgt. Der Betrieb ist nur möglich, falls er im Rahmen des CO2-Gesetzes finanziell vom Bund unterstützt wird.
Weitere Informationen in der SBB News «SBB Nachtzug nach Malmö ab April 2026».
Schweiz–Italien
Italien-Reisende können sich über zwei zusätzliche Züge pro Richtung zwischen Zürich und Milano Centrale freuen. Zudem wird die bestehende Direktverbindung nach Bologna bis Florenz verlängert. Der bisherige direkte Zug nach Genua verkehrt zwischen Ende März und Ende Mai sowie im Oktober künftig weiter südlich bis La Spezia. Am Wochenende fährt der Zug neu noch weiter südlich bis Livorno. Von Juni bis September ist das Angebot aufgrund von Bauarbeiten in Italien aktuell nicht gesichert.
Schweiz–Deutschland
Auch Reisende zwischen Deutschland und der Schweiz können sich auf einen Angebotsausbau freuen: Erstmals verkehren ICE direkt von Brig nach Deutschland. Zudem gibt es neu insgesamt vier Direktverbindungen zwischen Deutschland und Chur. Für Reisende nach Deutschland baut die SBB ihren Gepäckservice aus: Reisende können ihr Gepäck zuhause abholen und an ihr Reiseziel transportieren lassen. Damit ermöglicht die SBB ihnen eine entspannte Zugreise ohne Koffer und Gepäck.
Weitere Informationen auf der SBB Webseite «Reisegepäck ins Ausland».
Schweiz–Frankreich
Die saisonale Direktverbindung Lausanne–Marseille wird im Jahr 2026 für ein Jahr ausgebaut. Reisende gelangen neu bereits von April und bis Oktober direkt von Lausanne an die französische Mittelmeerküste und zurück – jeweils von Donnerstag bis Montag. Im Juli und August verkehren die Züge wie bisher täglich.
Es wird viel gebaut – in der Schweiz und im Ausland
Die SBB unterhält eines der meistbefahrenen Bahnnetze der Welt. Auch in den nächsten Jahren werden die Unterhaltsarbeiten weiter zunehmen. Denn was so intensiv genutzt wird, muss gepflegt werden, damit die Züge auch künftig sicher ans Ziel kommen. Die SBB unterhält aber nicht nur ihr bestehendes Netz, sondern baut es auch weiter aus, damit langfristig neue Angebote geschaffen werden. Auch in den Nachbarländern wird weiterhin viel gebaut. Die zahlreichen Baustellen führen dazu, dass sich teilweise die Reisezeiten verlängern oder Reisende häufiger umsteigen müssen.
Die SBB empfiehlt, vor Antritt jeder Reise den Online-Fahrplan auf sbb.ch oder in der SBB Mobile App zu prüfen. Über die SBB Mobile App können die Kundinnen und Kunden zudem ihre persönliche Pendelstrecke einrichten. Dank abonnierten Push-Benachrichtigungen werden Reisende so auch ohne Fahrplanabfrage über Störungen oder Fahrplanabweichungen durch Baustellen informiert.
Weiterführende Informationen zum neuen Fahrplan
Verbindungen in die Nachbarländer
Im Jahr 2026 gibt es für Italienreisende neue Verbindungen und Destinationen. So verkehren zwischen Zürich und Milano ab 2026 zwei zusätzliche Züge pro Richtung, die den Reiseverkehr zwischen den beiden Metropolen weiter verbessern. Freizeit- und Geschäftsreisende erhalten dadurch eine grössere Flexibilität auf der beliebten Strecke. Zusätzlich wird die Direktverbindung nach Bologna bis nach Florenz verlängert. Der bisherige direkte Zug nach Genua verkehrt von Ende März bis Ende der Herbstferien künftig weiter südlich bis La Spezia und erschliesst so beliebte Sommerreiseziele umsteigefrei. Im Winter endet der Zug in Milano Centrale. Die SBB trägt damit der saisonal unterschiedlichen Nachfrage Rechnung.
Das ICE-Angebot zwischen Deutschland und der Schweiz wird ausgebaut. Erstmals gelangen Reisende umsteigefrei von Brig nach Berlin, Köln und Hamburg. Darüber hinaus wird die Zahl der Direktverbindungen bis und ab Chur auf vier tägliche Züge pro Richtung erhöht, was die Anbindung des Kantons Graubünden deutlich verbessert. Erstmals verkehren auf zwei Verbindungen pro Richtung zwischen Basel SBB und Hamburg Giruno-Züge der SBB. Aufgrund des geänderten Angebotskonzepts gibt es die beiden Verbindungen mit den EC-Wagenzügen zwischen Interlaken Ost / Zürich und Dortmund / Hamburg nicht mehr.
Das saisonale Angebot von Lausanne nach Marseille wird für das Jahr 2026 erweitert: Neben der täglichen Verbindung vom 27. Juni bis 23. August 2026 verkehrt von April bis Oktober jeweils donnerstags bis montags ein TGV Lyria von Lausanne via Genf nach Marseille. Diese Erweiterung ist nur für das Jahr 2026 vorgesehen.
Für Nachtzugliebhaber gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Im nächsten Jahr werden neue Nightjet-Züge der ÖBB auf den Verbindungen nach Hamburg, Amsterdam und Wien eingesetzt. Damit erhöht sich der Komfort bei nächtlichen Reisen, beispielsweise dank den neuen Mini Cabins sowie eigenen Toiletten und Duschen in allen Schlafwagenabteilen.
Verbindungen im nationalen Fernverkehr
Neu gibt es einen Halbstundentakt zwischen Basel SBB und Biel/Bienne. Im Wechsel verkehren IC51 Basel SBB–Lausanne und IR56 (BLS) Basel SBB–Biel/Bienne. Damit gibt es wieder eine direkte Verbindung zwischen Basel, dem Jura und dem Arc lémanique. Neu verkehren die IC ab Lausanne–Biel/Bienne halbstündlich abwechselnd weiter nach Zürich und Basel. Zwischen Biel/Bienne und Zürich verkehrt neu der IR55. Der IR56 der BLS (Biel/Bienne–Basel SBB) erweitert das Angebot auf dieser Strecke zu einem Halbstundentakt Richtung Basel. In Zürich besteht vom IR55 Anschluss auf den IC1, der weiter nach Zürich Flughafen, Winterthur und St. Gallen fährt, kein Anschluss mehr besteht auf den Montag bis Freitag zweistündlich verkehrenden IC5 zwischen Zürich HB und St. Gallen. Dieser wiederum verkehrt nur noch zwischen St. Gallen und Zürich und nicht weiter in Richtung Westen. Grund sind die erforderlichen Eigenschaften der Züge: Zwischen Zürich HB und St. Gallen werden Neigezüge benötigt, zwischen Zürich und Biel dagegen Rollmaterial, das schnell beschleunigen kann – eine Eigenschaft, die auf Neigezüge nicht zutrifft. Der IR55 wird mit niederflurigen Doppelstockzügen geführt und ermöglicht dadurch ein bequemes, ebenerdiges Ein- und Aussteigen. Auf dem IR56 kommen ebenfalls barrierefreie MIKA-Züge der BLS zum Einsatz
Mit der Einführung der zwei neuen EC nach Mailand sowie der Verlängerung eines IC2 bis nach Chiasso gibt es zwischen der Deutschschweiz und Chiasso einen durchgängigen Stundentakt. Damit ist das Mendrisiotto nun durchgängig stündlich mit Direktverbindungen an die Deutschschweiz angebunden.
Freizeitreisende sowie Pendlerinnen und Pendler zwischen Graubünden und Zürich profitieren von mehr IC3-Verbindungen. Diese verkehren ab Fahrplanwechsel auch unter der Woche von 6 bis 20 Uhr durchgehend im Halbstundentakt. Zudem verkehren am Wochenende neu fünf (statt bisher vier) Direktzugspaare Genève-Aéroport–Bern–Zürich–Chur im Zweistundentakt.
Zur weiteren Entlastung des Bahnhofs Bern und zur Verbesserung der Verbindungen für Pendlerinnen und Pendler wird per Fahrplanwechsel ein zusätzlicher IC-Zug Bern–Zürich am Nachmittag in Bern Wankdorf halten. Die Abfahrt in Bern Wankdorf erfolgt um 16.13 Uhr, die Ankunft in Zürich HB um 17.10 Uhr.
Der IR36 Basel SBB–Frick–Zürich HB (–Zürich Flughafen) hält neu halbstündlich in Stein-Säckingen und Möhlin. Damit erhalten die beiden Orte eine direkte stündliche Anbindung an den Flughafen Zürich. Der IR36 und die S1 bilden zusammen zwischen Stein-Säckingen, Möhlin, Rheinfelden und Basel SBB einen ungefähren Viertelstundentakt.
Der IR37 Basel SBB–Liestal–Zürich HB hält neu auch in Gelterkinden. Dadurch gelangen Reisende aus Gelterkinden schneller nach Aarau, Lenzburg und Zürich.
Der IR35 Bern–Zürich HB–Ziegelbrücke–Chur hält zusätzlich in Flums. Damit erhält die Gemeinde im Sarganserland endlich auch den Halbstundentakt in Richtung Sargans und Ziegelbrücke.
Verbindungen im Regionalverkehr
Dank umfassender Infrastrukturausbauten, darunter der neue Bahnhof Liestal, das Entflechtungsbauwerk Muttenz und der Ausbau des Bahnhofs Basel SBB, wird der S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Liestal und Basel SBB eingeführt. Neben der bestehenden S3-Linie, die von Olten über Liestal nach Basel SBB und weiter nach Laufen verkehrt, wird zusätzlich die neue S33-Linie eingerichtet, die direkt zwischen Liestal und Basel SBB pendelt. Es ist geplant, dass letztere in den Hauptverkehrszeiten bis nach Sissach fahren wird, um die Anbindung in der Region weiter zu verbessern.
Aufgrund der Einführung des Halbstundentakts im Fernverkehr zwischen Basel SBB und Biel/Bienne wird die S3 künftig nur noch zwischen Olten und Laufen verkehren. Reisende, die in Richtung Delémont fahren möchten, können den IC51 und den neuen IR56 nutzen, um ihre Ziele zu erreichen.
In der S-Bahn Basel erhalten die Zusatz-S-Bahnen teilweise neue Fahrpläne zur Hauptreisezeit. Zudem erhalten diese Züge neu Liniennummern: Die S11 verkehrt zwischen Basel SBB, Stein-Säckingen und während den Hauptreisezeiten am Morgen ab Laufenburg. Die S31 zwischen Basel SBB und Laufen, die S32 während den Hauptreisezeiten am Morgen zwischen Sissach und Basel (ohne Halt in Frenkendorf und Pratteln).
Die RE25 Zürich–Einsiedeln werden auch im kommenden Winter an je einem Wochenende Ende November und Anfang Dezember sowie an den Wochenenden vom 10. Januar bis 1. März verkehren. Reisende gelangen damit bequem an den Weihnachtsmarkt Einsiedeln und ins nahegelegene Wintersportgebiet.
Neu gelangen Bergbegeisterte auch im Sommer aus der Westschweiz direkt in die Bergwelt Verbiers. Der bis anhin in der Wintersaison verkehrende Verbier Express bringt Reisende neu zusätzlich vom 6. Juni bis 27. September ohne Umsteigen von Genf Flughafen und Lausanne direkt nach Le Châble VS.
Auch im Jura wird der Fahrplan neu gestaltet. Der Abschnitt Porrentruy–Bonfol wird in das Angebot der SBB integriert. Es verkehren neu jeweils stündlich die Linien R1 Delémont–Delle, R11 Porrentruy–Delle, R2 Delémont–Bonfol
R22 Porrentruy–Bonfol. Nach Meroux (TGV) und Belfort bestehen in Delle stündliche Anschlüsse auf SNCF-Züge.
Dank dem Einsatz von Doppelstockfahrzeugen und der Verlängerung einzelner Züge zwischen Cully und Vevey kann die Kapazität in der Region von Montreux (zwischen Cully und Bex) erhöht werden. Dies ist möglich, da die Züge von Bex nach Yverdon-les-Bains anstatt wie bisher nach Vallorbe verkehren.
Im Wallis, der Ostschweiz sowie im Raum Winterthur kommen im Laufe des Jahres 2026 auf einigen Linien die neuen einstöckigen Triebzüge Flirt Evo zum Einsatz. Sie bringen für die Reisenden zahlreiche Verbesserungen. Dazu gehören neu gestaltete und grosszügige Multifunktionszonen, mehr Stauraum für Velos, Kinderwagen und Gepäck sowie guter Mobilfunk- und Datenempfang für unterwegs und Steckdosen in allen Abteilen.
Baustellen im In- und Ausland
Was intensiv genutzt wird, muss auch gepflegt werden, damit die Züge auch künftig sicher ans Ziel kommen. Auch 2026 hat es sowohl auf dem Schweizer Schienennetz als auch demjenigen in den Nachbarländern diverse Baustellen.
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen in der Deutschschweiz und im Tessin:
Aufgrund intensiver Bautätigkeiten im Mittelland kommt es auf verschiedenen Streckenabschnitten in den Regionen Basel / Zürich / Bern / Biel/Bienne phasenweise vor allem in den Abendstunden und an verschiedenen Wochenenden zu abweichenden Fahrtzeiten oder teilweise Ausfällen auf verschiedenen IC-, IR-, RE-, TGV-Verbindungen sowie im Regionalverkehr.
Infolge von Bauarbeiten im Grossraum Zürich verlängern sich die Fahrzeiten der Fernverkehrszüge zwischen Zürich und Winterthur um wenige Minuten.
Seit 2025 finden im Gotthard-Basistunnel regelmässig längere Unterhaltsfenster statt, um Anlagen zu ersetzen, welche das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Diese sind zweimal jährlich jeweils im Winter und im Sommer vorgesehen und führen zu einer Teilsperre des Gotthard-Basistunnels. Es kommt dadurch zu Änderungen bei den Halten und insbesondere im Winter zu Ausfällen und Umleitungen über die Panoramastrecke, wobei immer einzelne Verbindungen durch den Basistunnel angeboten werden. Die genauen Daten für das Jahr 2026 werden zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.
Vom 14. Dezember 2025 bis zum 15. Februar 2026 finden zwischen Sisikon und Gruonbach Sanierungsarbeiten am Berggleis statt. Die S2 kann zwischen Brunnen und Erstfeld nicht verkehren und wird durch Bahnersatzbusse ergänzt.
Im Tessin führen Bauarbeiten im Sommer vom 20. Juli bis 3. September 2026 zu diversen Fahrplanänderungen. Während dieser Zeit fallen die Linien S10, S20, S90 und RE80 auf einigen Abschnitten aus. Es verkehren andere Verbindungen und / oder Bahnersatzbusse.
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Frankreich
Aufgrund von Bauarbeiten zwischen Genève und La Plaine verkehren die TGV statt von Lausanne während des ganzen Jahres 2026 nur von Genève bis Paris und zurück. Davon ausgenommen ist der saisonale TGV Lausanne–Marseille. Ebenfalls nicht betroffen sind die TGV-Verbindungen von Lausanne über den Jura bis Paris und zurück. Vom 27. Juli bis am 17. August 2026 ist der Bahnhof La Plaine ganz gesperrt. Während dieser Zeit werden die TER und die RV L5 / L6 zwischen Genève und Bellegarde durch Busse ersetzt. Das Ersatzkonzept für die TGV mit Umleitungen über Vallorbe ist noch in Erarbeitung.
Bauarbeiten zwischen Basel SBB und Basel St. Johann führen zu Ausfällen gewisser TER200 zwischen Saint-Louis und Basel SBB. In Saint-Louis gibt es Anschlüsse der TER100 auf die TER200. Bei verschiedenen TGV-Verbindungen kommt es zu Änderungen bei den Halten auf der Strecke sowie zu verlängerten Fahrzeiten und dadurch zu früheren Abfahrts- bzw. späteren Ankunftszeiten in Zürich HB und Basel SBB.
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Italien
In Italien wird noch mindestens bis Sommer 2027 zwischen Domodossola und Milano der Vier-Meter-Korridor ausgebaut, was dem alpenquerenden Güterverkehr zugutekommt. Auch 2026 kann deshalb, wie bereits in den vorhergehenden Jahren, jeweils von Montag bis Freitag, ein Zug weniger pro Richtung zwischen Basel‒Bern‒Milano und Genf‒Brig‒Milano verkehren.
Vom 30. Mai bis zum 26. Juli 2026 gibt es eine Totalsperre auf der Strecke Iselle–Domodossola wegen Bauarbeiten der italienischen Infrastrukturbetreiberin RFI. In dieser Zeit verkehren Pendelzüge der BLS zwischen Brig und Iselle. Zwischen Iselle und Domodossola besteht Bahnersatz. Auch die italienische Anschlussstrecke Richtung Milano ist in diesem Zeitraum gesperrt. Für die EC ist ein Ersatzkonzept in Zusammenarbeit mit der Partnerbahn Trenitalia in Erarbeitung.
Vom 27. Juli bis 23. August 2026 steht südlich von Como nur ein Gleis zur Verfügung, wodurch die Linie RE 80 nur bis Lugano bzw. Como und nicht bis Milano verkehren kann. Zwischen 24. August und 3. September 2026 ist die Strecke komplett gesperrt, es verkehren weder die EC-Züge noch die Züge der Linie RE80 nach Milano. Ein Ersatzkonzept wird derzeit ausgearbeitet.
Im Sommer 2026 sind weitere Arbeiten zwischen Stabio und Gallarate geplant, welche auch Einschränkungen bei der Verbindung nach Varese und Malpensa haben werden. Der genaue Zeitpunkt der Arbeiten wird noch festgelegt.
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Deutschland
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Österreich / Ungarn / Slowakei
Vom 6. Januar bis 30. Januar 2026 ist die Strecke zwischen Innsbruck und Hall im Tirol (Wörgl) durchgehend für den Zugverkehr gesperrt. Die Nightjet werden via St. Margrethen–Bregenz–Allgäu (DB) umgeleitet und verkehren voraussichtlich bis/ab Zürich HB mit geänderten Fahrzeiten. Die Railjet Xpress und EuroCity enden, bzw. beginnen in Innsbruck.
Zwischen Buchs SG und Feldkirch gibt es vom 14. Juni bis zum 14. Oktober 2026 eine Totalsperre. Einzelne Railjet-Verbindungen von und nach Wien, von Linz sowie einzelne EC-Verbindungen von und nach Innsbruck werden via St. Margrethen umgeleitet. Die weiteren Railjet-Verbindungen fallen aus. Für Reisende nach Graz bestehen Anschlüsse in Innsbruck, für Reisende nach Budapest und Bratislava in Wien. Die Nachtzüge werden via St. Margrethen umgeleitet. Bei den umgeleiteten Zügen verlängert sich die Reisezeit um eine Stunde und es kommt zu früheren Abfahrts- bzw. späteren Ankunftszeiten. Zusätzlich verkehren Bahnersatzbusse zwischen Sargans und Feldkirch.
Zwischen dem 15. Oktober bis 12. Dezember 2026 verlängern sich die Fahrzeiten zwischen Zürich und Salzburg um bis zu einer Stunde. Die Nightjet verkehren mit geänderten Fahrzeiten ab/bis Zürich HB. Die ersten und letzten drei Züge der Railjet Xpress /EC verkehren mit geänderten Fahrzeiten. Die restlichen Züge der Railjet Xpress beginnen, bzw. enden in Sargans.
Impressionen vom 14. Dezember 2025 aus Flums zum neuen Halt des Interregio 35
Impressionen vom 14. Dezember 2025 aus Flums zum neuen Halt des Interregio 35
Impressionen vom 14. Dezember 2025 vom Zürcher Hauptbahnhof
Impressionen vom 14. Dezember 2025 aus Chur
Bis voraussichtlich Mitte 2028 baut die SBB in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Winterthur 66 Stadtwohnungen sowie Flächen für Büro, Gesundheit, Bildung und Detailhandel. Die bestehende Velostation wird zudem um 510 Plätze erweitert. Am 21. November 2025 haben Vertreterinnen und Vertreter von der Stadt Winterthur und der SBB gemeinsam den Grundstein gelegt.
Projekt «Stellwerk 2» Visualisierung: SBB CFF FFS
Winterthur entwickelt sich rasant – nicht zuletzt dank des ausgebauten Bahnangebots. Damit steigt der Bedarf an Wohnraum, Arbeitsplätzen und moderner Infrastruktur. Das Projekt «Stellwerk 2» setzt hier an: 66 Wohnungen, die auf den steigenden Bedarf an kompakten, flexibel erweiterbaren Wohnformen zugeschnitten sind sowie rund 2’000 Quadratmeter für Büro, Gesundheit und Bildung. Im Zentrum steht für die SBB der effiziente Umgang mit ihren Flächen: «Auf nicht mehr bahnbetriebsnotwendigen Arealen entstehen neue Wohn- und Geschäftsräume, ohne zusätzlich Land zu überbauen», erklärt Salomé Mall, Leiterin Development SBB Immobilien.
In den Geschossen drei bis sechs des Neubaus wird gewohnt. Dort entstehen 16 Wohnungen mit jeweils einem oder zwei Zimmern, 24 Wohnungen mit zweieinhalb Zimmern und zehn Wohnungen mit dreieinhalb Zimmern. Die verfügbare Wohnfläche wird durch Gemeinschaftsräume ergänzt und lässt sich dank individuell zumietbarer Gästezimmer dynamisch erweitern. In den beiden unteren Stockwerken befinden sich flexibel nutzbare Büroflächen mit einer Gesamtfläche von rund 2'000 Quadratmetern. Das Erdgeschoss wird durch eine 700 Quadratmeter grosse Detailhandelsfläche belebt.
Das Stellwerk als «Velohub»
Im Untergeschoss entstehen 360 zusätzliche bahnhofsnahe Veloabstellplätze, Abstellflächen für Lastenvelos sowie Schliessfächer und Lademöglichkeiten für E-Bikes. Mit einem Durchbruch wird die neue Abstellhalle an die bestehende städtische Velostation unter dem Stellwerk 1 angebunden. Im Zuge der Arbeiten für Stellwerk 2 wurde jene unlängst räumlich optimiert, so dass den Velofahrenden bereits jetzt rund 150 zusätzliche Abstellplätze zur Verfügung stehen. «Mit direktem Anschluss an die Veloquerung ist das Stellwerk ein eigentlicher ‘Velohub’ und trägt zur Verbesserung der Abstellsituation in der Velostadt Winterthur bei», sagt Christa Meier, Stadträtin und Vorsteherin des Departements Bau und Mobilität.
Inbetriebnahme und Bezug voraussichtlich 2028
Umgesetzt wird das Projekt von Esch Sintzel Architekten. Dieses ging als Gewinner aus einem Wettbewerb hervor, den die SBB in enger Abstimmung mit der Stadt Winterthur für das rund 2’000 Quadratmeter grosse Areal zwischen Stellwerk 1 und der Unterführung Wülflingerstrasse durchgeführt hat. Die Ausführung erfolgt durch die ARGE SERA und Proplanning. Die Bauarbeiten starteten im August 2025 und dauern voraussichtlich bis Mitte 2028. Inbetriebnahme und Bezug des Gebäudes erfolgen gestaffelt ab Anfang 2028. Der Zugang zum Gleis 1 wird während der Bauarbeiten stets gewährleistet sein.
Ursprünglich war der Baubeginn für Anfang 2023 vorgesehen. Aufgrund der angespannten Marktsituation und der starken Schwankungen der Rohstoffpreise konnte die Vergabe jedoch nicht wie geplant im Herbst 2022 erfolgen. Deshalb mussten die Arbeiten neu ausgeschrieben und der Baubeginn verschoben werden.
Die bekanntesten Züge der ÖBB Flotte erhalten ein Upgrade. Alle 60 Railjets der Bestandsflotte werden in den nächsten Jahren umfassend modernisiert. Mit über 15 Jahren auf Schiene und ungefähr nach der Hälfte ihrer geplanten Einsatzzeit werden die ÖBB Railjets in punkto Technik und Komfort auf ein neues Niveau gehoben. Bis 2031 sollen alle Bestandsgarnituren modernisiert werden und an den Qualitätsstandard der Railjets der neuen Generation angepasst sein.
ÖBB CEO Andreas Matthä und Bernhard Gritzner, Geschäftsführer der ÖBB-Technische Services Foto: Marcel Manhart
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 230 km/h fährt der Railjet (RJ) durch ganz Österreich und nach Deutschland, Italien, Ungarn, Tschechien, in die Slowakei oder in die Schweiz. Auf der Brennerstrecke zwischen München - Innsbruck - Bozen und Verona sind bereits die ersten Railjets der neuen Generation im Einsatz. Insgesamt sind 27 Railjets der neuen Generation sowie 14 neue Railjet Doppelstockzüge (Stadler KISS) für den Einsatz auf den Fernverkehrsstrecken bestellt.
In den nächsten Jahren werden aber auch alle 60 Railjets aus der Bestandsflotte sukzessive einem Upgrade-Programm in punkto Design, Innenausstattung und Technik unterzogen: "Mit dem Railjet Upgrade erhöhen wir den Komfort und Qualitätsstandard in unseren Zügen deutlich, um unseren Fahrgästen maximalen Reisekomfort auf der Schiene zu bieten. Die Modernisierung und der Umbau bestehender Garnituren bieten eine sinnvolle und nachhaltige Alternative zu neuen Fahrzeugen. Mit der ersten fertiggestellten Garnitur können wir am 12. Dezember 2025 bereits die Eröffnung des Koralmtunnels feiern,“ unterstreicht ÖBB CEO Andreas Matthä.
"Investitionen in die Bahn sind Investitionen in eine klimafreundliche und zukunftssichere Mobilität. Mit moderner Infrastruktur und komfortablen Zügen schaffen wir die Basis für eine erfolgreiche Mobilitätswende. Bis 2030 fliessen rund 19,7 Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung des österreichischen Bahnnetzes – ein klares Bekenntnis zu Qualität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit. Zusätzlich investieren die ÖBB rund 6,1 Milliarden Euro in ihre Fahrzeugflotte. Die modernisierten Railjets werden den Komfort und das Reiseerlebnis im Fernverkehr spürbar verbessern“, betont Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur.
Einsatz der modernisierten Railjets
Die erste, fertig modernisierte Railjet-Garnitur **47 wird ihr Debüt im Rahmen der Eröffnung auf der Koralmbahn am 12. Dezember 2025 durch den Tunnel feiern und den Namen „Koralmjet“ tragen. Ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 kommt die erste upgegradete Garnitur auf der Direktverbindung zwischen Wien und Lienz zum Einsatz. Die modernisierten Züge werden zukünftig auf den Railjet-Strecken in Österreich, Deutschland, der *Schweiz, *Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Italien eingesetzt.
Das Railjet Upgrade
Im Zuge des Upgrades werden die alten Sitze der bestehenden Railjets in der Ersten und Zweiten Klasse gegen neue getauscht, die Sitze in der Business Class werden erneuert. Die Modernisierung umfasst zudem Fußstützen, Haltegriffe sowie größere Klapptische. Das Design der Innenausstattung passt sich ans Look & Feel des Railjet der neuen Generation an und zeichnet sich durch eine moderne Holzoptik und durchgehende Rückenlehnen an den Sitzen für mehr Privatsphäre aus. Außerdem werden die Wagen mit neuen Bodenbelägen, einem verbesserten Fahrgastinformationssystem sowie optimierten Kinderwagenabstellplätzen ausgestattet.
Wagenklassen
Alle Railjet-Garnituren der 1. Generation bietet drei Klassen: die Economy Class/2. Klasse, die First Class/1. Klasse und die Business Class. Die Economy Class ist in einer Sitzplatzteilung 2+2, die First Class hingegen 1+2 ausgeführt. Die Business Class in den Railjets der ÖBB verfügt über zwei Vierer-, zwei Dreier- und zwei Einer-Abteile. Die Garnituren werden mit Wagen aus der Fahrzeugfamilie Siemens Viaggio Comfort gebildet, welche auf den Modularwagen von SGP basieren.
Insgesamt bieten die Railjet-Garnituren 01 bis 51 nach dem Einbau von fünf Fahrradstellplätzen 404 Sitzplätze, davon 16 in der Business-, 76 in der First- und 312 in der Economy-Klasse. Die 16 Sitze der Business-Klasse befinden sich im Steuerwagen. Ein Grossraumwagen ist mit 55 Sitzplätzen der First-Klasse bestückt, in einem Wagen befinden sich das Restaurant und zehn Sitzplätze der First-Class. Drei Wagen sind Grossraumwagen mit je 80 Sitzplätzen der Economy-Class und ein Wagen ist Kuppelwagen mit 72 Sitzplätzen der Economy-Class und einseitiger Regelzug- und Stossvorrichtung.
Die Garnituren 52 bis 60 wurden standardmäßig mit sieben Fahrradstellplätzen ausgestattet. Ein zusätzlicher Wagen der zweiten Klasse anstelle eines erste-Klasse-Wagens erhöht die Sitzplatzkapazität auf 442 Plätze, davon 6 in der Business-, 42 in der First- und 394 in der Economy-Klasse. Für die Business-Klasse ist auf Strecken innerhalb Österreichs ein Zuschlag von 15 Euro zu zahlen, auf Strecken ausserhalb Österreichs gilt dieser Zuschlag nicht; inbegriffen ist darin ein Gratisgetränk nach Wahl, Zeitungs- sowie Am-Platz-Service. Sie ersetzte ab 1. April 2012 die zuvor angebotene Premium-Class. Diese war jedoch wirtschaftlich ein Fehlschlag: Die Premium-Klasse (die immerhin einen halben Wagen belegte) war überwiegend leer. Der Zuschlag für die Top-Klasse sank von 25 auf 15 Euro. Bauliche Veränderungen entfielen jedoch aus Kostengründen.
*Einsatz in der Schweiz und in Ungarn
Alle 60 ÖBB-Garnituren sind ab Werk mit Fahrzeugeinrichtungen für die Zugbeeinflussungen (PZB, LZB) für Deutschland und Österreich ausgestattet. Des Weiteren wurden bei den Wagenzügen und Lokomotiven 1 bis 23 zusätzliche Fahrzeugeinrichtungen für den erweiterten Einsatz in der Schweiz (ZUB, Integra) und Ungarn (Mirel in Steuerwagen, und EVM in Lok) eingebaut. Die Lokomotiven erhielten einen dritten Stromabnehmer mit einer schmalen Palette für die Schweiz. Da man mehr für Ungarn taugliche Einheiten benötigte, ist bei den Garnituren 29 bis 31 zusätzlich die Zugbeeinflussung Mirel im Steuerwagen und EVM in die Lokomotiven 1116 229–231 eingebaut worden. Da seit Dezember 2012 auf der Neubaustrecke Wien – St. Pölten die europäische Zugbeeinflussung ETCS Level 2 angewendet wird, wurden in allen Garnituren ETCS-Fahrzeuggeräte eingebaut.
**Hintergrund
Weshalb die (relativ neue) Railjet-Garnitur Nr. 47 und nicht etwa die Garnitur Nr. 01? Dies liegt daran, dass dieser Zug am 16. September 2024 am Bahnhof Lindau-Reutin bei einer Streifkollision beschädigt wurde und ohnehin in die Werkstätte des ÖBB-Technische Services musste. Verletzt wurde damals übrigens niemand.
Am zweitletzten Novemberwochende 2025 nimmt die SBB zwischen Pfäffikon SZ und Altendorf ein neues Güterüberholgleis und ein neues Stellwerk in Betrieb. Dieses ermöglicht ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 auch an Werktagen den durchgehenden IC-Halbstundentakt zwischen Zürich und Chur. Für die Inbetriebnahme der neuen Anlagen müssen Bahnstrecken abschnittsweise gesperrt werden. Es verkehren Bahnersatzbusse, einzelne Züge werden umgeleitet.
Der Bahnhof Pfäffikon SZ mit Zügen aller drei Generationen der S-Bahn Zürich Foto: Marcel Manhart
Von der Sperrung am Wochenende vom 21. bis 24. November 2025 betroffen ist nicht nur die Bahnstrecke am linken Zürichseeufer, sondern auch die Strecke über den Seedamm nach Rapperswil sowie in Richtung Biberbrugg. Die Strecken sind jedoch nicht durchgehend gesperrt. Die Wochenendsperre verläuft auf den verschiedenen Abschnitten in verschiedenen Phasen. Reisende sind gebeten, vor ihrer Reise den angepassten Online-Fahrplan zu prüfen.
Züge werden umgeleitet oder durch Busse ersetzt
Die internationalen Nachtzüge nach Wien/Graz verkehren vorzeitig ab Zürich; einzelne Tagzüge werden via Rorschach umgeleitet. Die IC3 der Linie Zürich - Chur fallen am Sonntag Abend ab 21.15 Uhr zwischen Wädenswil und Ziegelbrücke aus und werden durch Schnellbusse ersetzt. Die IR35 werden via Rapperswil und Uznach umgeleitet. Der Voralpen-Express der Südostbahn (SOB) fällt ab Sonntag um 8.30 Uhr zwischen Rapperswil und Biberbrugg aus und wird durch Busse ersetzt.
Bei den S-Bahnen der Linien S2, S5 (SOB), S6 (SOB), S8, SN8, S17 (SOB), S25, S40 (SOB) kommt es zu verschiedenen Zeiten auf verschiedenen Abschnitten zu Ausfällen oder zusätzlichen Halten. Reisende benützen je nach Sperrphase andere S-Bahnen oder Ersatzbusse.
Die SBB hat sich für eine Wochenendsperre in verschiedenen Phasen entschieden, um die Auswirkungen auf die Reisenden zu minimieren. In Pfäffikon SZ, wo fast alle Ersatzbusse starten oder enden, steht zusätzliches Bahnpersonal im Einsatz.
Ab Fahrplanwechsel IC-Züge auch an Werktagen im Halbstundentakt
Die verschiedenen Sperrphasen nutzt die SBB, um das neue Güterüberholgleis zwischen Pfäffikon SZ und Altendorf sowie das neue Stellwerk in Pfäffikon SZ in Betrieb zu nehmen. Dank dem 750 Meter langen Güterüberholgleis kann die SBB ab dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 auch an Werktagen den Halbstundentakt der Intercity-Züge zwischen Zürich und Chur anbieten.
Im Rahmen des Bauprojekts erstellte die SBB zudem am Ort des heutigen Dienstgebäudes in Pfäffikon SZ ein neues, zweigeschossiges Dienstgebäude sowie ein neues Bahntechnikgebäude. Das Projekt kostet rund 83 Millionen Franken. Der Bau des Güterüberholgleises Pfäffikon SZ - Altendorf gehört zum Ausbauschritt 2025 des Bundes. Mit diesem Bauprogramm werden auf dem gesamten Schweizer Schienennetz Projekte im Umfang von 6,4 Mrd. Franken realisiert.
Projektinhalt
Der Bahnhof Pfäffikon SZ liegt an der Achse Zürich–Ziegelbrücke, der Hauptverbindung im Personen- und Güterverkehr von Zürich in Richtung Osten. Ausserdem ist Pfäffikon SZ ein gemeinsamer Knotenpunkt zwischen der Schweizerischen Südostbahn SOB und der SBB. Der Bahnhof wird an einem durchschnittlichen Werktag von rund 15'300 Reisenden genutzt (Stand 2022).
Am Bahnhof Pfäffikon SZ finden systematische niveaugleiche Querungen des Voralpen-Express und der S-Bahnlinie S40 Rapperswil–Einsiedeln der SOB sowie der Züge auf der Strecke Zürich–Chur statt. Zusätzlich verkehren Dienstzüge sowie der in Rapperswil stationierte Lösch- und Rettungszug (LRZ) via Pfäffikon SZ.
Übersicht über das Bauprojekt
Kernstück des Projekts ist die Erstellung des neuen Güterüberholgleises. Dies bedingt verschiedene zusätzliche Arbeiten. Unter anderem wird das bestehende Dienstgebäude beim Bahnhof Pfäffikon SZ abgebrochen und durch ein neues Dienstgebäude und ein Bahntechnikgebäude ersetzt.
Der Baubereich ist knapp sieben Kilometer lang. Er beginnt beim Bahnhof Freienbach SBB im Westen und geht im Osten über den Bahnhof Altendorf hinaus (Streckenkilometer 31,40 bis 38,25). Der Bereich des Überholgleises erstreckt sich von km 34,48 bis 35,72; es wird auf der Südseite zwischen den Gleisen der jetzigen Strecke und der Kantonsstrasse (Churerstrasse) erstellt. Durch den Ersatz der Sicherungsanlagen sind auch die beiden Linien 671 (in Richtung Hurden und Rapperswil) und 672 (in Richtung Freienbach SOB und Wollerau) einbezogen.
Das Projekt beinhaltet im Wesentlichen die folgenden Infrastrukturmassnahmen:
Die Bauarbeiten starten voraussichtlich Ende September 2023 mit den Vorbereitungsarbeiten. Die Hauptarbeiten beginnen ab Anfang Oktober 2023 und dauern bis Ende Dezember 2025. Anschliessend folgen bis im Frühling 2026 die Fertigstellungsarbeiten.
Zeitablauf
Vorarbeiten: Ende September 2023 bis Ende November 2023
Bau Bahntechnik- und Dienstgebäude: Anfang 2024 bis Mai 2026
Bau von Kabel-, Fahrleitungs- und Signalanlagen: Mitte Oktober 2023 bis Juli 2025
Güterüberholgleis: April 2024 bis Oktober 2025
Gleisabsenkung Hurdenstrasse: Mai 2024 bis Juli 2024
Abschluss Bauhauptarbeiten: Ende Oktober 2025
Inbetriebnahme: 24. November 2025
Schlussarbeiten / Rückbauten: bis März 2026
Je nach Bauphase führt das Bauprojekt zu Einschränkungen im Schienen- und Strassenverkehr. Wir bitten Sie, die Signalisationen vor Ort zu beachten und vor Antritt der Reise jeweils den Online-Fahrplan oder die App «SBB Mobile» zu konsultieren. Informationen zu Einschränkungen am Bahnhof und im Bahnverkehr finden Sie ab Baustart hier auf der Webseite im Kapitel «Einschränkungen am Bahnhof und im Bahnverkehr».
Wir bemühen uns, die unumgänglichen Lärmemissionen so gering wie möglich zu halten. Es ist uns bewusst, dass wir in Pfäffikon nahe an den Wohnhäusern bauen müssen. Für die unvermeidlichen Unannehmlichkeiten bitten wir Sie um Verständnis. Im Kapitel «Abend und Nachtarbeiten» finden sie ab Baustart Informationen zu den geplanten Nachtarbeiten.
Kosten.
Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 83 Millionen Franken. Der Bau des Güterüberholgleises Pfäffikon SZ–Altendorf gehört zum Ausbauschritt 2025 (STEP AS 2025) des Bundes. Mit diesem Bauprogramm werden auf dem gesamten Schweizer Schienennetz Projekte im Umfang von 6,4 Mrd. Franken realisiert. Eines der Ziele ist der ganztägige Halbstundentakt Zürich–Chur.
--> Weitere Informationen zum Ausbauschritt 2025
Die Gelder für das Projekt Güterüberholgleis Pfäffikon SZ–Altendorf stammen aus dem Bahninfrastrukturfonds (BIF), den die Schweizer Stimmbevölkerung 2014 mit der FABI-Vorlage angenommen hat. Aus dem BIF werden alle Instandhaltungs- und Ausbauprojekte der Schweizer Bahnen finanziert.
Die SBB ersetzt die Doppelstockzüge der ersten Generation der Zürcher S-Bahn: Sie hat heute den Auftrag für 116 neue Fahrzeuge an den Hersteller Siemens Mobility vergeben. Siemens Mobility hat das gemäss Beschaffungsrecht vorteilhafteste Angebot gemacht. Die neuen Züge kommen ab den 2030er Jahren in der Zürcher S-Bahn und in der Westschweiz zum Einsatz.
Die SBB bestellt die neuen Züge bei Siemens Mobility - Stadler Rail bedauert den Entscheid Foto: Marcel Manhart
Die ersten Doppelstockzüge, welche die SBB ab 1990 auf dem Netz der Zürcher S-Bahn einsetzte, trugen zum Erfolg der Zürcher S-Bahn bei. Nach 40 Jahren im Einsatz werden diese Züge nun ersetzt. Die SBB hat den Beschaffungsauftrag im Juni 2024 öffentlich ausgeschrieben.
Heute hat die SBB den Auftrag für 116 neue Doppelstockzüge an den Hersteller Siemens Mobility vergeben. 95 Fahrzeuge kommen ab den 2030er Jahren auf dem Netz der Zürcher S-Bahn zum Einsatz. 21 Züge werden in der Romandie auf dem Netz des RER Vaud und auf der Linie RE33 Martigny - Annemasse verkehren.
Zusätzlich sollen die Fahrzeuge bei künftigen Angebotsausbauten zum Einsatz kommen. Die Beschaffung umfasst deshalb die Option auf 84 weitere Fahrzeuge.
Mehr Platz und Komfort für Reisende
Die neuen Doppelstockzüge sind speziell auf die Bedürfnisse von Pendlerinnen und Pendlern ausgelegt, bieten aber auch Freizeitreisenden viel Komfort. Dank grosszügigen Multifunktionszonen können Reisende auf den häufig sehr kurzen Strecken im städtischen Raum rasch ein- und aussteigen. Gleichzeitig wird Freizeitreisenden mit Gepäck oder Reisenden mit Kindern mehr Raum geboten.
Die neuen Züge bieten deutlich mehr Platz. Ein Zug ist rund 150 Meter lang und verfügt über rund 540 Sitzplätze und acht geräumige Multifunktionszonen zum Stehen oder Abstellen von Velos, Gepäck und Kinderwagen. In den Hauptverkehrszeiten verkehren die Züge in Doppeltraktion (300 Meter) und bieten 45 zusätzliche Sitzplätze sowie über 30 Prozent mehr Stehplätze als die Doppelstock-Pendelzüge (DPZ) der ersten Generation in gleicher Länge.
Zusätzlich bieten die neuen Züge:
So können Reisende ihre Zeit im Zug flexibel nutzen – ob zum Arbeiten, Entspannen oder für Ausflüge.
Klare Kriterien für den Grossauftrag
Die SBB hat den Grossauftrag gemäss den Bestimmungen des öffentlichen Beschaffungsrechts (BöB/VöB) vergeben. Die klaren, messbaren Zuschlagskriterien waren die Investitionskosten, der Betriebsaufwand, die Erfüllung der Lastenhefte, die Qualität sowie die Serviceverträge.
Siemens Mobility hat das gemäss Beschaffungsrecht vorteilhafteste Angebot eingereicht und bei den Investitionskosten, dem Betriebsaufwand (Energie/Instandhaltung) sowie im Bereich der Nachhaltigkeitskriterien am besten abgeschnitten. Das Investitionsvolumen beträgt rund 2 Milliarden Franken.
Mit dieser Investition stärkt die SBB die Attraktivität des Bahnverkehrs und trägt zu einer modernen, leistungsfähigen und nachhaltigen Mobilität bei.
Bewährter Lieferant mit Erfahrung im Segment
Siemens Mobility hat bereits die bewährten Doppelstockzüge der zweiten Generation der Zürcher S-Bahn gebaut, welche seit Mitte der 2000er Jahre zuverlässig für die Kundinnen und Kunden im Einsatz sind; Siemens ist einer der schweizweit grössten Industriearbeitgeber. Der Hersteller bringt umfangreiche Erfahrung in der Produktion und Zulassung von Personenzügen mit und hat in Europa in jüngster Vergangenheit zahlreiche Aufträge unter anderem in Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark und Grossbritannien erfolgreich abgewickelt.
Die Eckdaten der Züge:
| Sitzplätze: | rund 540, rund 20 Prozent in 1. Klasse |
| Veloplätze: | 16 verteilt auf 8 Multifunktionszonen |
| Toiletten: | 2, davon 1 rollstuhlgängig |
| Einstiegshöhe: | ausschliesslich Niederflureinstiege |
| Einstiegstüren: |
24 insgesamt, 12 pro Seite 2 Einstiegsplattformen pro Wagen |
| Führerstandstür: | separate Türen für Lokpersonal in die Führerstände |
| Länge: | rund 150 Meter |
| Maximalgeschwindigkeit: | 160 km/h |
Stellungnahme Stadler: Entscheid der SBB wird bedauert
Stadler nimmt den Entscheid der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) zur Vergabe eines Rahmenvertrages über 200 Doppelstockzüge für die Zürcher S-Bahn und die Westschweiz mit grossem
Bedauern zur Kenntnis. Stadler wollte die Züge in der Schweiz bauen, gemeinsam mit über 200 Zuliefer-Betrieben aus dem ganzen Land.
Am 7. November 2025 haben die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) darüber informiert, wer den Rahmenvertrag über 200 Doppelstockzüge (116 Züge im Erstabruf sowie 84 zusätzlich als Option) für die
Zürcher S-Bahn und die Westschweiz herstellen wird. Stadler nimmt mit grossem Bedauern zur Kenntnis, dass der Zuschlag nicht an Stadler als bewährter Schweizer Hersteller der
Doppelstock-Technologie geht.
Stadler-Doppelstockzüge mit 99 Prozent Verfügbarkeit bei der SBB
Als Schweizer Unternehmen mit ausgewiesener Kompetenz im Bau von Doppelstockzügen mit höchster Zuverlässigkeit hätte Stadler eine wirtschaftlich und technologisch überzeugende Lösung geliefert.
Die bekannten KISS-Doppelstockzüge von Stadler verkehren seit 2012 erfolgreich im Netz der S-Bahn Zürich. Zudem stehen die Stadler-Doppelstockzüge in 14 Ländern mit hoher Zuverlässigkeit im
tagtäglichen Einsatz: von Aserbaidschan über Deutschland bis in die USA. Stadler konnte bisher weltweit rund 700 KISS-Doppelstockzüge verkaufen – davon 192 in die Schweiz.
Stadler-CEO Markus Bernsteiner: «Grosse Enttäuschung»
Stadler-CEO Markus Bernsteiner: «Die Doppelstock-Züge von Stadler zählen mit einer Verfügbarkeit von 99 Prozent zu den zuverlässigsten Zügen der SBB. Dass wir trotz unseren im täglichen Einsatz
der SBB bewährten und beliebten Fahrzeugen die SBB nicht mit der neuesten Technologie beliefern dürfen, ist für Stadler und unsere rund 6000 Mitarbeitenden in der Schweiz eine grosse
Enttäuschung.»
Stadler produziert in der Schweiz
Stadler baut Züge für die Schweiz jeweils in seinen Werken in Bussnang im Thurgau und St. Margrethen im St. Galler Rheintal. Dadurch bleiben jeweils bis zu 80 Prozent der Wertschöpfung in der
Schweiz. Weit über 200 KMUs aus der ganzen Schweiz beliefern Stadler mit Komponenten für die Züge.
Stadler bleibt auch nach diesem Entscheid der SBB stark verbunden mit dem Heimmarkt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit über 16’600 Mitarbeitende – davon gegen 6’000 Mitarbeitende in der
Schweiz.
Stadler investiert kontinuierlich in neue Bahntechnologien, Ausbildung und Infrastruktur. Dies wird Stadler auch weiterhin tun.
Aufgrund der Bepunktung der SBB kann Stadler bestätigen, dass die effektive Preisdifferenz 0,6 Prozentpunkte beträgt – berechnet auf 176 Doppelstockzüge.
Stadler mit 6000 Mitarbeitern im Land, ist der einzige Anbieter mit vollständiger Herstellung der Züge in der Schweiz und nur 0,6 Prozent teuer als Siemens. Die anderen Bewertungspunkte und die
Begründung der SBB wird Stadler vertieft analysieren.
Der neue Siemens SBB Doppelstockzug für die S-Bahn Zürich Grafik: Siemens Mobility
Die Vergabe neuer Doppelstockzüge an Siemens Mobility und damit einen ausländischen Hersteller hat Fragen und Kritik ausgelöst. Warum hat die SBB nicht einen inländischen Hersteller berücksichtigt? Die Antwort ist einfach: Die SBB muss den Auftrag zwingend an das Unternehmen mit dem vorteilhaftesten Angebot erteilen. «Swissness» ist gemäss Beschaffungsgesetz weder vorgesehen noch erlaubt.
1. Warum eine öffentliche Ausschreibung?
Die SBB als Unternehmen im Bundesbesitz und als Vergabestelle muss unter Wahrung der Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung möglichst kostengünstige und gute Produkte
beschaffen. Das öffentliche Beschaffungsrecht (BöB / VöB) gilt für die Beschaffung von Zügen im Regionalverkehr,
Fernverkehr und im internationalen Personenverkehr. Die öffentliche Ausschreibung stellt sicher, dass die Angebote transparent, fair und im Wettbewerb vergeben werden. Es wird
also verhindert, dass Steuergelder verschwendet werden. Kundinnen und Kunden profitieren vom besten Angebot.
2. Wie erfolgte die Ausschreibung?
Die Vorbereitung der öffentlichen Ausschreibung für die neuen Doppelstückzüge ist in mehreren Schritten erfolgt. Zunächst hatte die SBB den Bedarf identifiziert und die Anforderungen an die neuen Züge festgelegt. Anschliessend sind die detaillierten Ausschreibungsunterlagen erarbeitet worden, welche die konkreten Anforderungen und Kriterien für die Vergabe enthalten. Für die Beschaffung der neuen Doppelstockzüge erfolgte eine Ausschreibung im offenen Verfahren gemäss öffentlichem Beschaffungsrecht (BöB / VöB). Das heisst, jeder Rollmaterialhersteller konnte für den Auftrag eine Offerte einreichen.
3. Konnten sich die Teilnehmenden zu den Kriterien äussern?
Ja, die Kriterien und Anforderungen an die Ausschreibung wurden transparent dargelegt und auf der Plattform simap.ch veröffentlicht. Auf Simap sind öffentliche Ausschreibungen von den Vergabestellen zu publizieren. Gegen diese Anforderungen und Kriterien ist keine Einsprache eingegangen. Alle Anbieter haben die Kriterien akzeptiert.
Für die Beschaffung der neuen Züge gab es folgende Kategorien von Kriterien: Investitionskosten, Betriebsaufwand, Erfüllung der Lastenhefte, Qualität und Serviceverträge. Es ist vergaberechtlich nicht zulässig, Kriterien während der laufenden Ausschreibung neu zu gewichten oder abzuändern.
Nach Eingang der Offerten ist eine umfassende und sorgfältige Prüfung und Bewertung der Angebote vorgenommen worden; die Angebote sind auch mit den Anbietern bereinigt worden. Der Zuschlag ist anschliessend gemäss den veröffentlichten Eignungs- und Zuschlagskriterien an das „vorteilhafteste Angebot“ erfolgt.
4. Wie genau läuft die Bewertung der Offerten ab?
Die Kriterien der Ausschreibung werden von internen Fachexperten sachlich und unabhängig bewertet. Die jeweiligen internen
Fachexpert:innen bewerten die spezifischen Anforderungskriterien und sehen die Bewertungen der anderen Fachexpertenteams nicht – um subjektive Einschätzungen und Einflussnahmen zu verhindern. Eine Beeinflussung der Gesamtoffertbewertung ist daher nicht möglich.
Die interne Revision der SBB hat bestätigt, dass die Kriterien korrekt angewendet worden sind.
5. Was hat die SBB bewogen, den Auftrag an Siemens Mobility zu vergeben?
Die SBB hat auf ihre Ausschreibung mehrere konkurrenzfähige Angebote erhalten. Siemens Mobility hat das gemäss BöB / VöB «vorteilhafteste» Angebot eingereicht, d.h. das wirtschaftlich und qualitativ beste Angebot. Der Anbieter Siemens Mobility hat über alle Kriterien insgesamt am meisten Punkte erreicht. Den Unterschied haben die besseren Bewertungen insbesondere in den Bereichen Investitionskosten, Betriebsaufwand (Energiekosten/Trassenpreis und Instandhaltungskosten) und Nachhaltigkeit gemacht. Entsprechend hat die SBB Siemens Mobility den Zuschlag für den Auftrag erteilt.
6. Warum hat die SBB «Swissness» nicht höher bewertet?
Die SBB wissen um die hohe Bedeutung der Schweizer Industrie und vergeben eine klare Mehrheit ihrer Aufträge in die Schweiz. Investitionen in Rollmaterial des Regionalverkehrs muss die SBB wie unter Punkt 1 erläutert gemäss öffentlichem Beschaffungsrecht BöB/VöB ausschreiben. Dieses schreibt klar eine Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung der Anbieterinnen und Anbieter vor. Nicht zulässig sind die Bevorzugung inländischer Unternehmen oder die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen für inländische Unternehmen – auch wenn nun teilweise das Gegenteil behauptet wird. Die SBB darf das Kriterium der Nationalität gemäss öffentlichem Beschaffungsrecht nicht zusätzlich positiv bewerten. Sie muss die Prinzipien gemäss dem öffentlichen Beschaffungsrecht einhalten.
7. Kauft die SBB ihre Züge immer im Ausland?
Nein. In den vergangenen 25 Jahren hat die SBB 14 Mia. Franken in neues Rollmaterial investiert. Dabei gingen 72 Prozent an Stadler Rail, 21 Prozent an Bombardier / Alstom und 7 Prozent an Siemens. Alle Ausschreibungen unterlagen dem öffentlichen Beschaffungsrecht und wurden mit dem gleichen strengen Massstab bewertet, wie die aktuelle Ausschreibung.
8. Handelt es sich beim Siemens-Zug um einen ganz neuen Zug?
Es handelt sich beim bestellten Zug um eine Weiterentwicklung des bewährten Zugs Desiro HC (High Capacity) von Siemens. Siemens hat die Anforderungen der SBB gemäss Pflichtenheft erfüllt. Alle drei Angebote beinhalteten Anpassungen der bestehenden Plattform-Fahrzeuge der jeweiligen Anbietern. Die SBB beschafft ihre neuen Züge gemäss folgender Strategie: Bei den neuen Fahrzeugen soll eine grosse Anzahl erprobter und standardisierter Komponenten zum Einsatz kommen. Anders gesagt: Der neue Zug wird ein weiterentwickeltes Standardprodukt mit vielen bewährten Komponenten sein.
9. Warum hat die SBB trotz offenbar geringer Unterschiede beim Preis an Siemens Mobility vergeben?
Es war – im Unterschied zu früheren öffentlichen Ausschreibungen – kein Kopf-an-Kopf-Rennen: Der beste Anbieter hat in Summe klar am meisten Punkte erzielt bei den Kriterien, mit denen alle einverstanden waren (siehe Punkt 3).
10. Geht nun die gesamte Auftragssumme ins Ausland?
Nein, auch bei diesem Projekt erfolgt ein Teil der Wertschöpfung in der Schweiz – etwa in Form von Projektabwicklungsaufgaben, Test-, Zulassungs- und Inbetriebsetzungsaktivitäten oder Instandhaltungsarbeiten während der Gewährleistungsfrist. Zudem arbeiten zahlreiche Schweizer Zulieferfirmen an diesen Projekten mit. Siemens hat in der Schweiz rund 6000 Mitarbeitende, einen Umsatz von rund 3 Mia. Euro und ist damit einer der grössten Industriearbeitgeber in der Schweiz.
Die Instandhaltung der neuen Fahrzeuge wird wie gewohnt durch die SBB selber in den Serviceanlagen im Raum Zürich und in der Romandie erfolgen.
11. Wie geht es nun weiter?
Die Unternehmen, die an der Ausschreibung teilgenommen haben, haben die Möglichkeit, innerhalb von 20 Tagen beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) Beschwerde gegen den Vergabeentscheid einzureichen.
12. Ab wann kommen die neuen Züge zum Einsatz?
Die neuen Züge sollen ab den 2030er-Jahren auf dem Netz der Zürcher S-Bahn zum Einsatz kommen und in der Romandie auf dem Netz des RER Vaud und auf der Linie RE33 Martigny–Annemasse verkehren. Damit stärkt die SBB die Attraktivität des Bahnverkehrs und trägt zu einer modernen, leistungsfähigen, kosteneffizienten und nachhaltigen Mobilität bei.
Seit 24. September 2025 verkehren mit dem ICE 3neo die modernsten und innovativsten Züge der Deutschen Bahn (DB) zwischen Berlin und Amsterdam. Sie ersetzen auf der Linie zwischen den beiden Hauptstädten schrittweise die in die Jahre gekommenen Intercity-Züge. Der erste ICE 3neo fuhr gestern um 13.53 Uhr ab Berlin Ostbahnhof in Richtung Amsterdam ab. Heute macht er sich um 8.00 Uhr in Amsterdam Centraal auf die Reise nach Berlin. Ab dem 1. November 2025 werden alle Züge auf der Verbindung Berlin - Hannover - Amsterdam ausschliesslich mit dem ICE 3neo gefahren.
Der ICE 3neo in Berlin Ostbahnhof Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang
Stefanie Berk, Vorständin Marketing & Vertrieb DB Fernverkehr: „Wir freuen uns sehr, dass unser Flaggschiff ICE 3neo nun schon deutlich vor dem Fahrplanwechsel zwischen Berlin und Amsterdam fährt. Damit setzen wir früher als geplant unser Versprechen um, auf dieser wichtigen internationalen Linie ICE-Züge einzusetzen. Neben neuen grenzüberschreitenden Verbindungen machen moderne Fahrzeuge das Bahnfahren in Europa noch attraktiver. Für unsere Fahrgäste bedeuten die neuen Züge im Vergleich zu den alten IC-Zügen einen Quantensprung beim Komfort und zuverlässigere Verbindungen.“
Die Umstellung auf die ICE 3neo wird schrittweise erfolgen. Vorerst fahren die ICE noch unter einer IC-Zugnummer, bis alle Verbindungen Berlin - Hannover - Amsterdam umgestellt sind. So behalten vorhandene Tickets ihre Gültigkeit, auch wenn auf der zuvor als IC gebuchten Leistung bereits die ersten ICE 3neo zum Einsatz kommen. Zunächst fährt der erste ICE nach Amsterdam als IC 142 und in der Gegenrichtung als IC 143. Ab Mitte Oktober 2025 kann dann bereits etwa die Hälfte der Verbindungen zwischen Berlin und Amsterdam mit ICE-Komfort angeboten werden und ab 1. November 2025 verkehren alle Direktzüge dieser Strecke als ICE.
Der ICE 3neo bietet ein Bordrestaurant mit 16 Plätzen und ein Bordbistro. In den beiden Wagen der 1. Klasse wird zudem ein Am-Platz-Service angeboten.
Weitere Ausstattungsmerkmale des ICE 3neo für einen verbesserten Komfort:
Seit dem 17. Zug: das neue ICE-Innendesign
Insgesamt hat die Deutsche Bahn 90 Hochgeschwindigkeitszüge des Typs ICE 3neo bestellt. Die ersten Züge aus dieser Bestellung konnten in Rekordzeit im Dezember 2022 in den Einsatz gehen. Ab dem 17. Zug wurde das neue ICE-Innenraumdesign umgesetzt. Komplett neu entwickelte Sitze sind als persönlicher Rückzugsort konzipiert, bieten bessere Verstellmöglichkeiten und somit noch mehr Komfort. Eine harmonische Formgebung, moderne Materialien wie Holzdekor und Bezüge aus hochwertigem Stoffgewebe in nuancierten Farben bestimmen das neue Erscheinungsbild. Die Sitzbezüge sind in der ersten Klasse in warmen Grautönen, in der 2. Klasse in Blautönen und im Bordrestaurant in Burgundy-Rot gehalten.
Seit dem 31. Zug hat der ICE 3neo weitere Verbesserungen für die Reisenden erhalten:
Die Fahrgäste mögen den ICE 3neo. Im Vergleich aller ICE-Baureihen werden Komfort und Design von den Fahrgästen bei Fahrten mit diesem Zug auf der Spitzenposition bewertet.
Bereits seit Sommer 2024 setzt die DB in die Niederlande und nach Belgien auf Verbindungen von/nach Frankfurt (Main) den neuen ICE 3neo ein. Das Fahrzeug zeichnet sich durch eine besonders hohe Zuverlässigkeit aus: Zugausfälle konnten auf den Verbindungen Frankfurt–Brüssel und Frankfurt–Amsterdam seitdem deutlich reduziert werden. Das zeigt: Investitionen in neue Züge zahlen sich aus.
Die Verbindung Berlin–Amsterdam verkehrt je Richtung sechs Mal täglich in rund sechs Stunden Fahrzeit. Zusätzlich fährt ein Zug pro Tag und Richtung zwischen Hannover und Amsterdam.
Der Bahnhof Flums genügt den heutigen Anforderungen an hindernisfreien Zugängen zum Zug nicht. Aus diesem Grund baut die SBB derzeit den Bahnhof so um, damit er dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) entspricht. Von einem stufenfreien Ein- und Aussteigen profitieren Reisende mit eingeschränkter Mobilität, wie auch Reisende mit Kinderwagen, Rollkoffern oder Fahrrädern. Die Hauptarbeiten wurden exakt vor einem Jahr, im September 2024 gestartet und werden pünktlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 abgeschlossen sein.
Aktuell baut die SBB den Bahnhof Flums gemäss den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) um
Bis Ende 2023 waren die Bahnen verpflichtet, ihre Bahnhöfe und Eisenbahn-Haltestellen an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) anzupassen, sofern diese Umbauten als verhältnismässig galten. Diese Frist wurde nicht in allen Fällen eingehalten. Flums gehört zu jenen Bahnhöfen, die nicht bis Ende 2023 stufenfrei ausgebaut wurden. Die Inbetriebnahme der erhöhten Perrons erfolgt planmässig zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025.
Ende 2024 waren 1132 der total 1800 Bahnstationen für Menschen mit Beeinträchtigung autonom benutzbar. Das sind 43 mehr als Ende 2023. Da zunächst die grösseren Bahnhöfe angepasst wurden, konnten Ende letzten Jahres 82 Prozent aller Reisenden von behindertengerechten Umbauten profitieren. Das zeigt der Standbericht des Bundesamts für Verkehr (BAV). Als Grund für die Verzögerungen geben die Bahnen unter anderem Personalmangel sowie fehlende Zeitfenster für die Bauarbeiten an. Das BAV begleitet die Bahnunternehmen weiter bei der Planung und Realisierung, um die Verzögerungen bei der Umsetzung des Gesetzes möglichst gering zu halten. Zudem hat der Bund in den Leistungsvereinbarungen zum Substanzerhalt der Bahninfrastruktur für die Jahre 2025-2028 die finanziellen Mittel für die Umsetzung des BehiG aufgestockt.
Am Bahnhof Flums wird im Rahmen des Projekts die Mittelperronhöhe auf 55 cm erhöht und das Perron verbreitert sowie verlängert, damit künftig längere Niederflurzüge halten können. Das bestehende Perrondach wurde abgebrochen und es wird ein neues Perrondach errichtet. Auch der Rampenzugang zur Seite des Entsumpfungskanals wird erneuert, um die Neigungsvorgaben zu erfüllen. Zusätzlich installiert die SBB eine neue Wartehalle als Witterungsschutz und rüstet die Gleisfeldbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel um. Die elektrische Infrastruktur der Fahrleitung wird angepasst und ein neues Möblierungskonzept umgesetzt, um den Komfort zu erhöhen. Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 19 Millionen Franken. Diese werden über die Leistungsvereinbarung der SBB mit dem Bund finanziert.
Gemäss Planung der Bahnen werden bis Ende 2028 weitere 186 Bahnhöfe umgebaut. Damit wird sich der Anteil der Passagiere, die überwiegend selbständig und spontan reisen können, auf 88 Prozent erhöhen. Bei 312 Eisenbahn-Haltestellen verzögern sich die Anpassungen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die betroffenen Gemeinden sind über den Umsetzungsstand informiert. Mit den Behindertenverbänden ist die SBB im Austausch.
Am Bahnhof Lausanne fand am 1. September 2025 eine Baustellenbesichtigung mit Bundesrat Albert Rösti, der SBB sowie den Lausanner, Waadtländer und Genfer Behörden statt. Die Projektpartner haben den Dialog und den Einsatz begrüsst, mit denen dieses ehrgeizige Projekt vorangebracht werden konnte. Durch die Verbreiterung und Verlängerung der Perrons soll das Umsteigen vereinfacht, der Komfort verbessert und die Personenaufnahmekapazität des Bahnhofs verdoppelt werden. Bis heute wurden bereits rund 530 Millionen Franken in dieses Grossprojekt im Stadtzentrum investiert, das insgesamt 1,7 Milliarden Franken kostet.
Die vollständige Fertigstellung am Bahnhof Lausanne ist für 2037 vorgesehen Foto: Marcel Manhart
Bei seinem Besuch hat der Leiter des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Albert Rösti den Fortschritt der Bauarbeiten am Bahnhof Lausanne gewürdigt, der zu den Hauptprojekten für die Modernisierung und Stärkung der Bahn in der Romandie zählt. Begleitet wurde er von den Projektpartnerinnen und -partnern Nuria Gorrite, Regierungsrätin des Kantons Waadt, Natacha Litzistorf, Stadträtin der Stadt Lausanne, und Vincent Ducrot, CEO der SBB. Auch Pierre Maudet, Regierungsrat des Kantons Genf, war in seiner Rolle als Mitglied des Strategieausschusses des Programms Léman 2030 anwesend. Die Teilnehmenden äusserten sich zufrieden über den Fortschritt der Bauarbeiten und das konstruktive Klima für die weiteren Arbeiten.
Der Umbau des Bahnhofs schreitet seit 2021 voran – dank des Engagements aller Beteiligten und mit Investitionen in Höhe von 530 Millionen Franken bei einem Gesamtbudget von 1,7 Milliarden Franken. Die laufenden Arbeiten umfassen unter anderem den Bau des Untergeschosses des Bahnhofplatzes, die Verstärkung der Südfassade des Bahnhofs sowie den Bau des neuen Epinettes-Gebäudes mit Parking.
Die Arbeiten schreiten voran
Diese drei Bereiche wurden bei der Besichtigung näher beleuchtet. Der Aushub für das Untergeschoss des Platzes ist gut angelaufen, die ersten Bohrungen und der Bau der Bodenplatte sind im Gange. Die Teilinbetriebnahme ist für 2032 vorgesehen (Fertigstellung 2034).
Auf der Epinettes-Seite wird in der etwa 25 Meter tiefen Baugrube das neue Parking gebaut. Dieses wird 2027 fertiggestellt.
An der Südfassade wurden bis anhin 40 Prozent der Verankerungen angebracht. Um den Durchgang zu Fuss während des Abrisses des alten Parkings zu ermöglichen, hat die SBB eine Passerelle zur Verbindung der Rue du Simplon mit der Unterführung West (Richtung Genf) gebaut. Diese ist seit dem 25. August 2025 in Betrieb.
Nächste wichtige Etappe: Bau der Perrons und der Unterführungen
Seit 2023 und mit dem neuen Projektplan haben der Dialog und die verstärkte Einbindung aller Beteiligten dazu beigetragen, die Baustelle bedeutend und effizient voranzubringen. Das letzte Dossier, das noch fertiggestellt werden muss, umfasst den Bau der Perrons und der Unterführungen. Mehr als 500 Teile müssen revidiert werden, um die Perrons so weit wie möglich zu verbreitern. Diese Herausforderung wird derzeit angegangen.
Das Projekt ist weiter auf Kurs, 2025 werden weitere rund 76 Millionen Franken investiert. Die Projektpartner äusserten sich zufrieden mit dem Baufortschritt und betonten die gute Zusammenarbeit und Planung.
Erstes Perron 2030
Die nächsten grossen Arbeiten betreffen den Bau der neuen Perrons und Unterführungen. Das erste umgebaute Perron (ganz im Süden) soll 2030 in Betrieb genommen werden, danach folgen bis 2036 nach und nach die vier weiteren Perrons. Der umgebaute Bahnhof soll gemäss der im März 2023 kommunizierten Planung im Jahr 2037 vollständig in Betrieb genommen werden. Während der gesamten Bauarbeiten ist die Durchfahrt von 700 Zügen täglich sowie die Zugänglichkeit der Services und Geschäfte gewährleistet.
Eine Baustelle von riesigem Ausmass
Bis 2030 rechnet man auf der Strecke Lausanne–Genf mit rund 100'000 Reisenden täglich, was eine Verdoppelung gegenüber 2010 bedeutet (damals 50 000 Reisende pro Tag). Mit dem Projekt Bahnhof Lausanne soll daher durch die Verbreiterung und Verlängerung der Perrons die Aufnahmekapazität verdoppelt und somit das Umsteigen vereinfacht sowie der Komfort und die Aufenthaltsqualität im Bahnhof verbessert werden. Die Modernisierung und Erweiterung der Bahnhöfe Lausanne und später Genf sind eine wesentliche Voraussetzung für den Ausbau der Achse Lausanne–Genf.
Das Grossprojekt wird im Stadtzentrum in einem komplexen städtischen Umfeld (Strassen, Busse, Metro usw.) umgesetzt. Dabei sollen unter anderem die 130 000 Kund:innen, die den Bahnhof täglich durchqueren, nicht behindert werden. Gleichzeitig ist der pünktliche Zugverkehr zu gewährleisten und sind die Unannehmlichkeiten für die Anwohnenden so gering wie möglich zu halten.
Heute haben die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und Stadler in Wien erstmalig den KISS-Doppelstockzug vorgestellt. Die insgesamt 14 bestellten Züge sollen schrittweise ab Ende 2026 auf der Strecke zwischen Wien und Salzburg zum Einsatz kommen – mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Sie bieten rund 20 Prozent mehr Sitzplätze und setzen neue Massstäbe bei Komfort und Barrierefreiheit.
ÖBB Railjet KISS 4706 102/602 beim Stadler Werk in St. Margrethen Foto: Marcel Manhart
Bei der feierlichen Präsentation am 25. Juni 2025 in Wien haben der ÖBB CEO Andreas Matthä, Stadler Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler und der österreichische Bundesminister Peter Hanke den neuen Fernverkehrs-Doppelstockzug vorgestellt. Im Anschluss konnten die Gäste zum ersten Mal das Interieur des KISS-Zuges besichtigen.
«Mit dem Railjet Doppelstock präsentieren wir ein ganz neues und besonderes Fahrzeug. Als ÖBB haben wir bereits seit vielen Jahren Doppelstockzüge im Nahverkehr im Einsatz und setzen mit dem neuen doppelstöckigen Fernverkehrszug einen weiteren Meilenstein im modernen Schienenverkehr. Ab Ende 2026 ist der Zug auf der Weststrecke unterwegs, womit wir die Kapazitäten für unsere Kundinnen und Kunden deutlich erhöhen», freute sich ÖBB CEO Andreas Matthä.
Peter Spuhler betonte anlässlich der Zugpremiere: «Die neuen Doppelstockzüge sind ein bedeutender Schritt in Richtung einer komfortablen und nachhaltigen Zukunft des Fernverkehrs in Österreich. Mit ihrer hohen Kapazität, der ansprechenden und innovativen Ausstattung bieten die KISS-Züge den Fahrgästen ein unvergleichliches Reiseerlebnis. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit den ÖBB der Öffentlichkeit diesen schönen Zug zu präsentieren und mit ihm die Mobilität in Österreich weiter zu verbessern.»
Mehr Sitzplätze und mehr Komfort ab Ende 2026
Eingesetzt werden die 14 sechsteiligen Doppelstockzüge schrittweise ab Ende 2026 auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg, wo sie mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h verkehren werden. Die Züge bieten mit 486 Sitzplätzen pro Fahrzeug eine 20-prozentige Kapazitätssteigerung gegenüber den bestehenden Zügen. Die breiten und barrierefreien Türen ermöglichen einen raschen Fahrgastwechsel. Dank den Niederflur-Eingangsbereichen können Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität, schwerem Gepäck, Fahrrädern oder Kinderwägen barrierefrei reisen. Die KISS-Doppelstockzüge erfüllen damit die Bedürfnisse und Anforderungen aller Reisenden.
Die KISS-Doppelstockzüge setzen zudem neue Massstäbe in Sachen Komfort und Service. So sind die beiden Endwagen jeweils mit einer Ruhezone ausgestattet. In den vier Mittelwagen gibt es Cateringzonen mit Automaten für Snacks und Getränke sowie spezielle Familienabteile und Bereiche mit Platz für Fahrräder. Zudem sind die Fahrzeuge mit WLAN, Reisendeninformationssystemen mit Echtzeitinformationen auf den Monitoren, acht Toiletten – inklusive einem barrierefreien WC – klimatisierten Wägen, Gepäckracks mit Sicherungsmöglichkeit sowie Steckdosen samt USB-Anschlüssen ausgestattet.
(Wien, 25. Juni 2025) – Premierenfieber in Wien: Heute präsentierten die ÖBB erstmalig den neuen Railjet Doppelstockzug und feierten somit auch zeitgleich die Weltpremiere des Interiors des neuen
Fernverkehrszuges. Im Beisein von ÖBB CEO Andreas Matthä, Bundesminister Peter Hanke sowie Stadler Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler zeigte sich der neue Railjet Doppelstock von seiner
besten Seite und lud zur ersten Besichtigung ein.
„Jeder Euro in die Schiene ist ein Euro in die Mobilitätswende. Bis 2030 investieren wir rund 19,7 Mrd. Euro in den Ausbau des heimischen Bahnnetzes, was die Kontinuität und Modernisierung der
österreichischen Bahninfrastruktur sichert. Zudem investieren die ÖBB rund 6,1 Mrd. Euro bis 2030 in ihre Flotte. Die neue Doppelstock-Railjets werden eines der Highlights sein und mehr Kapazität
sowie ein komfortables Fahrerlebnis für die Fahrgäste im Fernverkehr bieten", erklärt Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur.
„Mit dem Railjet Doppelstock präsentieren wir ein ganz neues und besonderes Fahrzeug. Als ÖBB haben wir bereits seit vielen Jahren Doppelstockzüge im Nahverkehr im Einsatz und setzen mit dem
neuen doppelstöckigen Fernverkehrszug einen weiteren Meilenstein im modernen Schienenverkehr. Ab Ende 2026 ist der Zug auf der Weststrecke unterwegs, womit wir die Kapazitäten für unsere
Kund:innen deutlich erhöhen“, betont CEO der ÖBB Holding Andreas Matthä.
Der Railjet Doppelstock stellt sich vor
Von Niederflurbauweise über Catering-Zonen bis hin zu mehr als 480 Sitzplätzen: Der sechsteilige Railjet Doppelstockzug bietet für all seine Fahrgäste ein komfortables Reiseerlebnis und überzeugt
mit einem modernen Innendesign sowie Services wie kostenlosem WLAN, Steckdosen inkl. USB-Anschlüssen, Klimaautomatik und Gepäckracks mit NFC-Sicherung. Dank der optimierten Bauweise und den
barrierefreien Ein- und Ausstiegsbereichen, ist nicht nur ein rascher Fahrgastwechsel möglich, sondern auch der problemlose Zugang vor allem für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen, schwerem
Gepäck, Fahrrädern oder Kinderwagen.
Das erwartet die Reisenden ausserdem:
14 neue Railjet Doppelstockzüge wurden aus der Rahmenvereinbarung mit Stadler bestellt. Die ersten Züge sollen planmäßig 2026 auf Schiene gehen. Die neuen Fahrzeuge werden künftig auf der
Weststrecke fahren; mit der Fertigstellung des Semmering-Basistunnels ist auch ein Einsatz auf der Südstrecke geplant.
Der Fahrplanwechsel im Dezember 2025 bringt in der Nordwestschweiz den grössten Angebotsausbau seit 20 Jahren. Dazu gehören der Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal, der Halbstundentakt zwischen Basel und Biel und die Wiedereinführung der Direktverbindung zwischen Basel und dem Arc lémanique. International gibt es zusätzliche Verbindungen nach Italien und Frankreich.
Der neue Fahrplan bringt zahlreiche Veränderungen mit sich Foto: Marcel Manhart
In der Nordwestschweiz bringt der neue Fahrplan ab 14. Dezember 2025 den grössten Angebotsausbau seit 20 Jahren. Insbesondere das Kundenbedürfnis nach Freizeitverbindungen innerhalb der Schweiz und ins Ausland nimmt zu. Deshalb profitieren Reisende von zusätzlichen Verbindungen innerhalb der Schweiz, neuen Direktverbindungen nach Italien sowie von saisonal mehr Verbindungen nach Frankreich. Auch im Regionalverkehr wird das Angebot punktuell erweitert.
Damit die Züge auch künftig pünktlich und sicher unterwegs sind und das Angebot weiter ausgebaut werden kann, stehen auch 2026 sowohl in der Schweiz als auch im umliegenden Ausland zahlreiche Bauarbeiten auf dem Schienennetz an.
Die wichtigsten Neuerungen in Kürze
Basel - Liestal und Basel - Biel/Bienne - Lausanne
Nach umfassenden Infrastrukturausbauten kann der S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Liestal und Basel SBB eingeführt werden. Im Fernverkehr gibt es neu einen Halbstundentakt zwischen Basel SBB und Biel/Bienne. Basel wird mit dem IC51 wieder direkt an den Arc lémanique, bis Lausanne, angebunden.
Deutschschweiz - Chiasso
Dank zusätzlicher EC-Verbindungen sowie der Verlängerung eines IC2 von Lugano bis nach Chiasso gibt es einen durchgehenden Stundentakt zwischen der Deutschschweiz und Chiasso.
Zürich - Graubünden
Der IC3 Zürich HB - Sargans - Landquart - Chur verkehrt künftig auch unter der Woche durchgehend halbstündlich.
Schweiz - Italien
Italien-Reisende können sich über zwei zusätzliche Züge pro Richtung zwischen Zürich und Milano Centrale freuen. Zudem wird die bestehende Direktverbindung nach Bologna bis Florenz verlängert. Der bisherige direkte Zug nach Genua verkehrt während des Sommerhalbjahrs künftig weiter südlich bis La Spezia. Im Winter endet der Zug in Milano Centrale.
Westschweiz - Frankreich
Die saisonale Direktverbindung Lausanne - Marseille wird im Jahr 2026 für ein Jahr ausgebaut. Reisende gelangen neu bereits von April und bis Oktober direkt von Lausanne an die französische Mittelmeerküste und zurück – jeweils von Donnerstag bis Montag. Im Juli und August verkehren die Züge wie bisher täglich. Damit wird auch Lyon besser an die Westschweiz angebunden.
Es wird viel gebaut – in der Schweiz und im Ausland
Die SBB unterhält eines der meistbefahrenen Bahnnetze der Welt. Auch in den nächsten Jahren werden die Unterhaltsarbeiten weiter zunehmen. Denn was so intensiv genutzt wird, muss gepflegt werden, damit die Züge auch künftig sicher ans Ziel kommen. Die SBB unterhält aber nicht nur ihr bestehendes Netz, sondern baut es auch weiter aus, damit langfristig neue Angebote geschaffen werden. Auch in den Nachbarländern wird weiterhin viel gebaut. Die zahlreichen Baustellen führen dazu, dass sich teilweise die Reisezeiten verlängern oder Reisende häufiger umsteigen müssen.
Die SBB empfiehlt, vor Antritt jeder Reise den Online-Fahrplan auf sbb.ch oder in der SBB Mobile App zu prüfen. Über die SBB Mobile App können die Kundinnen und Kunden zudem ihre persönliche Pendelstrecke einrichten. Dank abonnierten Push-Benachrichtigungen werden Reisende so auch ohne Fahrplanabfrage über Störungen oder Fahrplanabweichungen durch Baustellen informiert.
Vom 23. Mai bis 09. Juni 2025 legt das Bundesamt für Verkehr (BAV) den Fahrplanentwurf 2026 auf der Webseite «öv-info.ch» - Fahrplan-Entwurf zur Vernehmlassung auf. Meinungen und Anliegen werden via Onlineformular an die kantonalen Stellen übermittelt, die für den Öffentlichen Verkehr zuständig sind. Sie prüfen die Kommentare und berücksichtigen sie wo möglich, oder lassen sie in die Fahrplanplanung der nächsten Jahre einfliessen.
Weiterführende Informationen zum neuen Fahrplan
Verbindungen in die Nachbarländer
Im Jahr 2026 gibt es für Italienreisende neue Verbindungen und Destinationen. So verkehren zwischen Zürich und Milano ab 2026 zwei zusätzliche Züge pro Richtung, die den Reiseverkehr zwischen den beiden Metropolen weiter verbessern. Freizeit- und Geschäftsreisende erhalten dadurch eine grössere Flexibilität auf der beliebten Strecke. Zusätzlich wird die Direktverbindung nach Bologna bis nach Florenz verlängert. Der bisherige direkte Zug nach Genua verkehrt von Ende März bis Ende der Herbstferien künftig weiter südlich bis La Spezia und erschliesst so beliebte Sommerreiseziele umsteigefrei. Im Winter endet der Zug in Milano Centrale. Die SBB trägt damit der saisonal unterschiedlichen Nachfrage Rechnung.
Auch das ICE-Angebot zwischen Deutschland und der Schweiz wird ausgebaut. Erstmals gelangen Reisende umsteigefrei von Brig nach Berlin, Köln und Hamburg. Darüber hinaus wird die Zahl der Direktverbindungen bis und ab Chur auf vier tägliche Züge pro Richtung erhöht, was die Anbindung des Kantons Graubünden deutlich verbessert. Erstmals verkehren auf zwei Verbindungen pro Richtung zwischen Basel SBB und Hamburg Giruno-Züge der SBB. Aufgrund des geänderten Angebotskonzepts gibt es die beiden Verbindungen mit den EC-Wagenzügen zwischen Interlaken Ost / Zürich und Dortmund / Hamburg nicht mehr.
Das saisonale Angebot von Lausanne nach Marseille wird für das Jahr 2026 erweitert: Neben der täglichen Verbindung vom 27. Juni bis 23. August 2026 verkehrt von April bis Oktober jeweils donnerstags bis montags ein TGV Lyria von Lausanne via Genf nach Marseille. Diese Erweiterung ist nur für das Jahr 2026 vorgesehen.
Für Nachtzugliebhaber/innen gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Im nächsten Jahr werden neue Nightjet-Züge der ÖBB auf den Verbindungen nach Hamburg, Amsterdam und Wien eingesetzt. Damit erhöht sich der Komfort bei nächtlichen Reisen, beispielsweise dank den neuen Mini Cabins sowie eigenen Toiletten und Duschen in allen Schlafwagenabteilen.
Verbindungen im nationalen Fernverkehr
Neu gibt es einen Halbstundentakt zwischen Basel SBB und Biel/Bienne. Im Wechsel verkehren IC51 Basel SBB–Lausanne und IR56 (BLS) Basel SBB–Biel/Bienne. Damit gibt es wieder eine direkte Verbindung zwischen Basel, dem Jura und dem Arc lémanique. Neu verkehren die IC ab Lausanne–Biel/Bienne halbstündlich abwechselnd weiter nach Zürich und Basel. Zwischen Biel/Bienne und Zürich verkehrt neu der IR55. Der IR56 der BLS (Biel/Bienne–Basel SBB) erweitert das Angebot auf dieser Strecke zu einem Halbstundentakt Richtung Basel. In Zürich besteht vom IR55 Anschluss auf den IC1, der weiter nach Zürich Flughafen, Winterthur und St. Gallen fährt, kein Anschluss mehr besteht auf den Montag bis Freitag zweistündlich verkehrenden IC5 zwischen Zürich HB und St. Gallen. Dieser wiederum verkehrt nur noch zwischen St. Gallen und Zürich und nicht weiter in Richtung Westen. Grund sind die erforderlichen Eigenschaften der Züge: Zwischen Zürich HB und St. Gallen werden Neigezüge benötigt, zwischen Zürich und Biel dagegen Rollmaterial, das schnell beschleunigen kann – eine Eigenschaft, die auf Neigezüge nicht zutrifft. Der IR55 wird mit niederflurigen Doppelstockzügen geführt und ermöglicht dadurch ein bequemes, ebenerdiges Ein- und Aussteigen. Auf dem IR56 kommen ebenfalls barrierefreie MIKA-Züge der BLS zum Einsatz
Mit der Einführung der zwei neuen EC nach Mailand sowie der Verlängerung eines IC2 bis nach Chiasso gibt es zwischen der Deutschschweiz und Chiasso einen durchgängigen Stundentakt. Damit ist das Mendrisiotto nun durchgängig stündlich mit Direktverbindungen an die Deutschschweiz angebunden.
Freizeitreisende sowie Pendlerinnen und Pendler zwischen Graubünden und Zürich profitieren von mehr IC3-Verbindungen. Diese verkehren ab Fahrplanwechsel auch unter der Woche von 6 bis 20 Uhr durchgehend im Halbstundentakt. Zudem verkehren am Wochenende neu fünf (statt bisher vier) Direktzugspaare Genève-Aéroport–Bern–Zürich–Chur im Zweistundentakt.
Zur weiteren Entlastung des Bahnhofs Bern und zur Verbesserung der Verbindungen für Pendlerinnen und Pendler wird per Fahrplanwechsel ein zusätzlicher IC-Zug Bern–Zürich am Nachmittag in Bern Wankdorf halten. Die Abfahrt in Bern Wankdorf erfolgt um 16.13 Uhr, die Ankunft in Zürich HB um 17.10 Uhr.
Der IR36 Basel SBB–Frick–Zürich HB (–Zürich Flughafen) hält neu halbstündlich in Stein-Säckingen und Möhlin. Damit erhalten die beiden Orte eine direkte stündliche Anbindung an den Flughafen Zürich. Der IR36 und die S1 bilden zusammen zwischen Stein-Säckingen, Möhlin, Rheinfelden und Basel SBB einen ungefähren Viertelstundentakt.
Der IR37 Basel SBB–Liestal–Zürich HB hält neu auch in Gelterkinden. Dadurch gelangen Reisende aus Gelterkinden schneller nach Aarau, Lenzburg und Zürich.
Der IR35 Bern–Zürich HB–Ziegelbrücke–Chur hält zusätzlich in Flums. Damit erhält die Gemeinde im Sarganserland endlich auch den Halbstundentakt in Richtung Sargans und Ziegelbrücke.
Verbindungen im Regionalverkehr
Dank umfassender Infrastrukturausbauten, darunter der neue Bahnhof Liestal, das Entflechtungsbauwerk Muttenz und der Ausbau des Bahnhofs Basel SBB, wird der S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Liestal und Basel SBB eingeführt. Neben der bestehenden S3-Linie, die von Olten über Liestal nach Basel SBB und weiter nach Laufen verkehrt, wird zusätzlich die neue S33-Linie eingerichtet, die direkt zwischen Liestal und Basel SBB pendelt. Es ist geplant, dass letztere in den Hauptverkehrszeiten bis nach Sissach fahren wird, um die Anbindung in der Region weiter zu verbessern.
Aufgrund der Einführung des Halbstundentakts im Fernverkehr zwischen Basel SBB und Biel/Bienne wird die S3 künftig nur noch zwischen Olten und Laufen verkehren. Reisende, die in Richtung Delémont fahren möchten, können den IC51 und den neuen IR56 nutzen, um ihre Ziele zu erreichen.
In der S-Bahn Basel erhalten die Zusatz-S-Bahnen teilweise neue Fahrpläne zur Hauptreisezeit. Zudem erhalten diese Züge neu Liniennummern: Die S11 verkehrt zwischen Basel SBB, Stein-Säckingen und während den Hauptreisezeiten am Morgen ab Laufenburg. Die S31 zwischen Basel SBB und Laufen, die S32 während den Hauptreisezeiten am Morgen zwischen Sissach und Basel (ohne Halt in Frenkendorf und Pratteln).
Ab September 2025 verkehren testweise zwei Direktverbindungen vom Zürcher Oberland nach Chur. Im Rahmen eines Markttests werden jeweils samstags und sonntags zwei S15-Züge ab Rapperswil bis nach Chur verlängert. Am Abend verkehren zwei Züge von Chur zurück nach Rapperswil und werden auf die S15 durchgebunden. Der erste Markttest findet im September 2025 statt, der zweite ab Fahrplanwechsel bis Mitte März 2026. Reisende profitieren hiermit von umsteigefreien Verbindungen vom Zürcher Oberland nach Chur und zurück.
Die RE25 Zürich–Einsiedeln werden auch im kommenden Winter an je einem Wochenende Ende November und Anfang Dezember sowie an den Wochenenden vom 10. Januar bis 1. März verkehren. Reisende gelangen damit bequem an den Weihnachtsmarkt Einsiedeln und ins nahegelegene Wintersportgebiet.
Neu gelangen Bergbegeisterte auch im Sommer aus der Westschweiz direkt in die Bergwelt Verbiers. Der bis anhin in der Wintersaison verkehrende Verbier Express bringt Reisende neu zusätzlich vom 6. Juni bis 27. September ohne Umsteigen von Genf Flughafen und Lausanne direkt nach Le Châble VS.
Auch im Jura wird der Fahrplan neu gestaltet. Der Abschnitt Porrentruy–Bonfol wird in das Angebot der SBB integriert. Es verkehren neu jeweils stündlich die Linien R1 Delémont–Delle, R11 Porrentruy–Delle, R2 Delémont–Bonfol
R22 Porrentruy–Bonfol. Nach Meroux (TGV) und Belfort bestehen in Delle stündliche Anschlüsse auf SNCF-Züge.
Dank dem Einsatz von Doppelstockfahrzeugen und der Verlängerung einzelner Züge zwischen Cully und Vevey kann die Kapazität in der Region von Montreux (zwischen Cully und Bex) erhöht werden. Dies ist möglich, da die Züge von Bex nach Yverdon-les-Bains anstatt wie bisher nach Vallorbe verkehren.
Im Wallis, der Ostschweiz sowie im Raum Winterthur kommen im Laufe des Jahres 2026 auf einigen Linien die neuen einstöckigen Triebzüge Flirt Evo zum Einsatz. Sie bringen für die Reisenden zahlreiche Verbesserungen. Dazu gehören neu gestaltete und grosszügige Multifunktionszonen, mehr Stauraum für Velos, Kinderwagen und Gepäck sowie guter Mobilfunk- und Datenempfang für unterwegs und Steckdosen in allen Abteilen.
Baustellen im In- und Ausland
Was intensiv genutzt wird, muss auch gepflegt werden, damit die Züge auch künftig sicher ans Ziel kommen. Auch 2026 hat es sowohl auf dem Schweizer Schienennetz als auch demjenigen in den
Nachbarländern diverse Baustellen.
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen in der Deutschschweiz und im Tessin:
Aufgrund intensiver Bautätigkeiten im Mittelland kommt es auf verschiedenen Streckenabschnitten in den Regionen Basel / Zürich / Bern / Biel/Bienne phasenweise vor allem in den Abendstunden und an verschiedenen Wochenenden zu abweichenden Fahrtzeiten oder teilweise Ausfällen auf verschiedenen IC-, IR-, RE-, TGV-Verbindungen sowie im Regionalverkehr.
Infolge von Bauarbeiten im Grossraum Zürich verlängern sich die Fahrzeiten der Fernverkehrszüge zwischen Zürich und Winterthur um wenige Minuten.
Seit 2025 finden im Gotthard-Basistunnel regelmässig längere Unterhaltsfenster statt, um Anlagen zu ersetzen, welche das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Diese sind zweimal jährlich jeweils im Winter und im Sommer vorgesehen und führen zu einer Teilsperre des Gotthard-Basistunnels. Es kommt dadurch zu Änderungen bei den Halten und insbesondere im Winter zu Ausfällen und Umleitungen über die Panoramastrecke, wobei immer einzelne Verbindungen durch den Basistunnel angeboten werden. Die genauen Daten für das Jahr 2026 werden zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.
Vom 14. Dezember 2025 bis zum 15. Februar 2026 finden zwischen Sisikon und Gruonbach Sanierungsarbeiten am Berggleis statt. Die S2 kann zwischen Brunnen und Erstfeld nicht verkehren und wird durch Bahnersatzbusse ergänzt.
Im Tessin führen Bauarbeiten im Sommer vom 20. Juli bis 3. September 2026 zu diversen Fahrplanänderungen. Während dieser Zeit fallen die Linien S10, S20, S90 und RE80 auf einigen Abschnitten aus. Es verkehren andere Verbindungen und / oder Bahnersatzbusse.
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Frankreich
Aufgrund von Bauarbeiten zwischen Genève und La Plaine verkehren die TGV statt von Lausanne während des ganzen Jahres 2026 nur von Genève bis Paris und zurück. Davon ausgenommen ist der saisonale TGV Lausanne–Marseille. Ebenfalls nicht betroffen sind die TGV-Verbindungen von Lausanne über den Jura bis Paris und zurück. Vom 27. Juli bis am 17. August 2026 ist der Bahnhof La Plaine ganz gesperrt. Während dieser Zeit werden die TER und die RV L5 / L6 zwischen Genève und Bellegarde durch Busse ersetzt. Das Ersatzkonzept für die TGV mit Umleitungen über Vallorbe ist noch in Erarbeitung.
Bauarbeiten zwischen Basel SBB und Basel St. Johann führen zu Ausfällen gewisser TER200 zwischen Saint-Louis und Basel SBB. In Saint-Louis gibt es Anschlüsse der TER100 auf die TER200. Bei verschiedenen TGV-Verbindungen kommt es zu Änderungen bei den Halten auf der Strecke sowie zu verlängerten Fahrzeiten und dadurch zu früheren Abfahrts- bzw. späteren Ankunftszeiten in Zürich HB und Basel SBB.
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Italien
In Italien wird noch mindestens bis Sommer 2027 zwischen Domodossola und Milano der Vier-Meter-Korridor ausgebaut, was dem alpenquerenden Güterverkehr zugutekommt. Auch 2026 kann deshalb, wie bereits in den vorhergehenden Jahren, jeweils von Montag bis Freitag, ein Zug weniger pro Richtung zwischen Basel‒Bern‒Milano und Genf‒Brig‒Milano verkehren.
Vom 30. Mai bis zum 26. Juli 2026 gibt es eine Totalsperre auf der Strecke Iselle–Domodossola wegen Bauarbeiten der italienischen Infrastrukturbetreiberin RFI. In dieser Zeit verkehren Pendelzüge der BLS zwischen Brig und Iselle. Zwischen Iselle und Domodossola besteht Bahnersatz. Auch die italienische Anschlussstrecke Richtung Milano ist in diesem Zeitraum gesperrt. Für die EC ist ein Ersatzkonzept in Zusammenarbeit mit der Partnerbahn Trenitalia in Erarbeitung.
Vom 27. Juli bis 23. August 2026 steht südlich von Como nur ein Gleis zur Verfügung, wodurch die Linie RE 80 nur bis Lugano bzw. Como und nicht bis Milano verkehren kann. Zwischen 24. August und 3. September 2026 ist die Strecke komplett gesperrt, es verkehren weder die EC-Züge noch die Züge der Linie RE80 nach Milano. Ein Ersatzkonzept wird derzeit ausgearbeitet.
Im Sommer 2026 sind weitere Arbeiten zwischen Stabio und Gallarate geplant, welche auch Einschränkungen bei der Verbindung nach Varese und Malpensa haben werden. Der genaue Zeitpunkt der Arbeiten wird noch festgelegt.
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Deutschland
Voraussichtlich ab dem 23. April 2026 enden die IC von Zürich nach Stuttgart für mehrere Jahre in Stuttgart Vaihingen. Reisende steigen in Vaihingen auf die S-Bahn um.
Aufgrund von noch nicht fertiggestellten Infrastrukturausbauten der Deutschen Bahn im Raum Rastatt und Haltingen/Weil am Rhein verlängert sich die Fahrzeit der ICE-Linien Hamburg– Hannover–Frankfurt–Basel SBB. Weil die Züge später in Basel SBB eintreffen respektive früher Richtung Norden abfahren, können die Züge dieser Linie im Fahrplan 2026 für ein Jahr nicht mehr bis Zürich und Chur verkehren und starten beziehungsweise enden in Basel SBB.
In diesem Zusammenhang ergeben sich auch Fahrplananpassungen bei den bis Basel SBB geführten Zügen des Regionalverkehrs der DB.
Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Österreich / Ungarn / Slowakei
Zwischen Buchs SG und Feldkirch gibt es vom 14. Juni 2026 bis zum 14. Oktober 2026 eine Totalsperre. Einzelne Railjet-Verbindungen von und nach Wien, von Linz sowie einzelne EC-Verbindungen von und nach Innsbruck werden via St. Margrethen umgeleitet. Die weiteren Railjet-Verbindungen fallen aus. Für Reisende nach Graz bestehen Anschlüsse in Innsbruck, für Reisende nach Budapest und Bratislava in Wien. Die Nachtzüge werden via St. Margrethen umgeleitet. Bei den umgeleiteten Zügen verlängert sich die Reisezeit um eine Stunde und es kommt zu früheren Abfahrts- bzw. späteren Ankunftszeiten. Zusätzlich verkehren Bahnersatzbusse zwischen Sargans und Feldkirch.
Die Deutsche Bahn (DB), die italienische Trenitalia und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben eine Kooperation für neue Direktverbindungen zwischen München und Mailand sowie München und Rom geschlossen. Ab Ende 2026 sollen hier modernste italienische Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszüge Europa-Reisende auf einer Strecke von rund 600 Kilometern für München–Mailand sowie rund 900 Kilometern für München–Rom entspannt, klimafreundlich und ohne Umstieg an ihr Ziel bringen. Ab Dezember 2028 ist die Aufnahme der Verbindungen Mailand–Berlin und Neapel–Berlin geplant. Die Fahrtzeit zwischen München und Mailand wird rund sechseinhalb Stunden und zwischen München und Rom rund achteinhalb Stunden betragen. Mit der für Ende 2032 geplanten Eröffnung des Brenner-Basistunnels werden sich die Fahrtzeiten voraussichtlich um etwa eine Stunde verkürzen.
Die neue Verbindung ist ein von der Europäischen Kommission unterstütztes Pilotprojekt zur Förderung grenzüberschreitender Bahnverbindungen. Es zählt zu den zehn ausgewählten Vorhaben, mit denen die EU-Kommission Hindernisse im internationalen Schienenverkehr abbauen, die Marktbedingungen verbessern und attraktive, nachhaltige Mobilität in Europa entwickeln will.
Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, Gianpiero Strisciuglio, CEO Trenitalia, sowie Dr. Sabine Stock, Vorständin ÖBB-Personenverkehr haben die Kooperation heute in München verkündet und die Details zu den neuen Verbindungen vorgestellt. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter würdigte dabei das Vorhaben aus Sicht des Freistaats Bayern. Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, und Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, schickten ein Grußwort per Video.
„Europa wächst auf der Schiene immer mehr zusammen. Wir sehen, dass die Menschen immer häufiger auch grenzüberschreitend umweltfreundlich auf der Schiene unterwegs sein wollen. Unser gemeinsames Projekt wird dem boomenden internationalen Fernverkehr weiteren Schub geben. Denn ein erfolgreicher, grenzüberschreitender Fernverkehr in Europa ist aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen nur in Kooperation zu erbringen“, so Michael Peterson.
Gianpiero Strisciuglio, CEO Trenitalia: „Der Zug, den wir nach Deutschland bringen, ist eine italienische Spitzenleistung hinsichtlich Design, innovativer Materialien, Komfort und Nachhaltigkeit, und er ist mit den meisten europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzen kompatibel. Dank der Unterstützung von DB und ÖBB wird Italien mit Deutschland und Österreich über die Schiene noch näher zusammenrücken.“
Dr. Sabine Stock, Vorständin ÖBB Personenverkehr: „Mit dieser neuen Verbindung wird Österreich und Tirol erstmals an das italienische High-Speed Netz angebunden. Damit rücken wir Europas Regionen enger zusammen – schnell, komfortabel und klimafreundlich. Gerade im sensiblen Alpenraum ist jeder Fahrgast, der sich für den Zug statt fürs Auto oder Flugzeug entscheidet, ein Gewinn für Umwelt und Klima.“
Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus: „Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs, insbesondere des grenzüberschreitenden, hat für uns oberste Priorität. Diese neue Verbindung zwischen Deutschland, Österreich und Italien ist ein starkes Beispiel für den Fortschritt auf diesem Weg. Und ich bin besonders stolz darauf, dass sie eines von zehn Pilotprojekten der Europäischen Kommission ist, mit denen wir die Realisierung neuer grenzüberschreitender Bahnverbindungen unterstützen.“
Christian Bernreiter, Verkehrsminister Bayern: „Italien, Österreich und Bayern sind europäische Feelgood-Länder: attraktiv, bodenständig, erfolgreich. Es ist ausgesprochen sinnvoll und stimmig, sie mit weiteren Feelgood-Zügen zu verbinden: direkt, schnell, elegant. München hat bereits zahlreiche Direktverbindungen in viele europäische Hauptstädte und Wirtschaftszentren. Es wertet den Standort Bayern und die Internationalität des Münchner Hauptbahnhofs weiter auf, dass nun bald Mailand und Rom auch mit Hochgeschwindigkeitsverbindungen hinzukommen.“
Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Diese Pilotverbindungen werden entscheidend dazu beitragen, den europäischen Schienenverkehr zu stärken. Denn noch zu oft scheitern diese Verbindungen an den diversen Eigenheiten der jeweiligen nationalen Regulierungen und technischen Randbedingungen. Diese gilt es nun gemeinsam so schnell wie möglich abzubauen. Die neue Bundesregierung setzt sich entschlossen dafür ein, dass Europa auf der umwelt- und klimafreundlichen Schiene noch weiter zusammenwächst und wird mit einer klaren Strategie auch sicherstellen, dass Deutschland seiner Bedeutung im europäischen Gesamtsystem Schiene wieder gerecht wird.“
Die neuen Verbindungen sind technisch und betrieblich anspruchsvoll. Als Fahrzeug kommt der Frecciarossa 1000 zum Einsatz, der bereits seit 2015 bei Trenitalia im nationalen Verkehr unterwegs ist. Die 200 Meter langen Züge verfügen über acht Wagen und 462 Sitzplätze in vier Komfortkategorien. Sie werden aktuell durch die Hersteller Hitachi und Alstom für den Betrieb in Deutschland und Österreich technisch angepasst. Anschließend folgen aufwändige Test- und Zulassungsfahrten in allen drei Ländern. Der Frecciarossa 1000 ist für den Einsatz in Italien und dem europäischen Schienennetz konzipiert und gebaut. Neben Italien verkehrt der Zug bereits in Frankreich und Spanien.
Eine erfolgreiche und fristgerechte Zulassung durch die Hersteller Hitachi und Alstom und die Behörden ist Voraussetzung für einen Start der Verbindungen im Dezember 2026. Diese sollen dann in zwei Stufen angeboten werden: Im ersten Schritt ist die Aufnahme von zwei Zugpaaren (Hin- und Rückfahrt) geplant: jeweils ein Zugpaar auf den Verbindungen München–Mailand sowie München–Rom. Innsbruck fungiert dabei als zentraler Knotenpunkt der neuen Verbindung. Als weitere Zwischenhalte zwischen München und Mailand sind Bozen, Trento, Rovereto, Verona und Brescia geplant. Auf der Verbindung zwischen München und Rom sind Stopps in Innsbruck, Bozen, Trento, Rovereto, Verona, Bologna und Florenz vorgesehen.
Die Verkehre sollen ab Dezember 2028 schrittweise Richtung Berlin und Neapel ausgebaut werden. Das komplette Angebot wird dann aus fünf Zugpaaren zwischen Deutschland und Italien bestehen:
Um den Halbstundentakt zwischen Basel und Biel/Bienne zu ermöglichen, erstellt die SBB im Laufental zwischen Grellingen und Duggingen einen neuen Doppelspurabschnitt. Die Bauarbeiten bedingen von 26. April 2025 bis 28. September 2025 eine Sperrung der Bahnlinie zwischen Laufen und Aesch. Ein umfassendes Ersatzkonzept im Bahn-, Bus- und Strassenverkehr bietet den Reisenden alternative Reisemöglichkeiten.
S3 / Bauarbeiten in Duggingen Foto: Marcel Manhart
Ab dem 14. Dezember 2025 wird auf der Strecke Biel/Bienne–Delémont–Laufen–Basel halbstündlich ein Fernverkehrszug verkehren: Der IC51 der SBB sowie der IR56 der BLS. Der IC51 wird zudem bis Lausanne verlängert. So entstehen wieder direkte Verbindungen von Basel, Laufen und Delémont ins Genferseegebiet.
Für dieses Angebot ist ein Ausbau der Bahninfrastruktur nötig. Im Auftrag des Bundes baut die SBB deshalb seit Frühjahr 2023 die Strecke zwischen Grellingen und Duggingen im Laufental auf eine Doppelspur aus. Für den Rückbau der bestehenden einspurigen Bahninfrastruktur und den Bau der neuen Doppelspur muss die Strecke Grellingen–Duggingen vom 26. April 2025 bis 28. September 2025 komplett für den Bahnverkehr gesperrt werden.
Für die Reisenden wurde ein umfassendes Ersatzkonzept mit Bahn-, Bus- und Strassenverkehr sowie flankierende Massnahmen erarbeitet. Zudem wurden die Fahrzeiten und Routen der Postautolinien in der Region auf das Bahnersatzangebot angepasst, damit die Reisenden gute Anschlüsse haben.
Der SBB ist bewusst, dass diese Totalsperre für alle Beteiligten, besonders für die Region und die Reisenden, eine grosse Herausforderung ist. Anders lässt sich das Projekt jedoch nicht umsetzen. Grund ist, dass die SBB in dieser Zeit nicht nur das neue Gleis einbaut. Sie baut dann gleichzeitig das bestehende Gleis grösstenteils zurück und erstellt es ebenfalls neu. All diese Arbeiten finden in sehr beengenden Platzverhältnissen zwischen Hang, Wohnquartier und Birs statt. Unter laufendem Bahnbetrieb wäre dies nicht möglich. Immerhin erlaubt die fünfmonatige Sperre jedoch eine effiziente, sichere und rasche Ausführung. Denn wäre es bautechnisch möglich, diese Gleisbauarbeiten ohne durchgehende Totalsperre umzusetzen, wären anstelle der fünf Monate neu Nacht- und Wochenendarbeiten über rund zwölf Monate nötig mit entsprechenden Gleissperren.
- Zwischen Aesch und Basel fährt die S-Bahn während der Totalsperre im Viertelstundentakt anstatt wie üblich im Halbstundentakt.
- Die Fern- und Regionalverkehrszüge verkehren zwischen Laufen und Delémont unverändert.
- Die Reisezeit verlängert sich zwischen Laufen und Basel um 15 bis 30 Minuten.
Die SBB bittet die Reisenden vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren.
Grafik: SBB CFF FFS
Während der Totalsperre verkehren drei Bahnersatzbuslinien:
Viertelstundentakt mit Halt in Zwingen, Grellingen und Duggingen. Die Busse halten nicht am Bahnhof Zwingen, sondern an den Haltestellen Laufenstrasse und Strengenfeld. Ab 20 Uhr werden auch die Haltestellen Laufen, Ricola/Spilag und Dittingen, Industriezone Ried bedient.
Die Busse verkehren zwischen 5.30 und 22.50 Uhr im Viertelstundentakt ohne Halt zwischen Laufen und Aesch.
Die Busse verkehren zwischen 5.30 und 22.50 Uhr im Viertelstundentakt ohne Halt zwischen Laufen und Aesch.
Die Busse verkehren in der Hauptverkehrszeit viertelstündlich, in den Nebenverkehrszeiten halbstündlich. Ohne Halt zwischen Zwingen, Strengenfeld und Aesch BL.
Reisende von Basel nach Grenchen und Biel/Bienne fahren via Olten.
Zusätzliche Anpassungen auf den Buslinien in der Region sollen die Anschlüsse an die Bahnersatzbusse gewährleisten:
Die Postautolinie fährt zwischen Laufen und Nunningen in den Hauptverkehrszeiten im Viertelstundentakt.
Die Postautolinie wird von Laufen bis Aesch BL halbstündlich als EV2 verlängert.
Die Postautolinie wird von Zwingen bis Aesch BL in den Hauptverkehrszeiten viertelstündlich und in den Nebenverkehrszeiten halbstündlich als EV3 verlängert.
Die Haltestellen Zwingen, Schulhaus und Zwingen, Bahnhof werden nicht bedient. Der Umstieg auf den EV erfolgt bei der Haltestelle Zwingen, Strengenfeld.
--> Auf den Postautolinien 67, 68, 114, 116, 117, 118 und 119 kommt es zu Fahrplananpassungen.
Die Sensibilisierungskampagne zeigt Tipps und Alternativangebote
Flankierende Massnahmen
Neben dem dichten Angebot an Bahnersatzbussen und den Anpassungen im Strassenraum sollen Alternativangebote dazu beitragen, die Strasse während der Totalsperre zu entlasten:
HitchHike Fahrgemeinschaften
HitchHike bietet eine einfache Lösung zur Bildung von Fahrgemeinschaften. Die Carpooling-Plattform zeigt passende Fahrgemeinschaften und ermöglicht selber Fahrgemeinschaften anzubieten. Die Planung wird durch vier Mitfahrpunkte in Laufen, Zwingen, Grellingen und Aesch erleichtert. Es handelt sich um gut zugängliche Treffpunkte zum Ein- und Aussteigen. Die Lage erlaubt eine optimale Kombination von Carpooling und öffentlichem Verkehr. Die Carpooling-Plattform ist als App für iOS und Android und ebenfalls via Internet verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Hitchhike.
Co-Working-Space Bermuda
Seit November 2024 bis mindestens Ende 2025 steht in Laufen an zentraler Lage ein Co-Working-Space mit 20 Arbeitsplätzen zur Verfügung. Dieser bietet eine Alternative zum Pendeln oder Homeoffice. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Bermuda Coworking.
Aktionen bei lokalen Velohändlern
Die Velohändler Sportshop Karrer in Laufen und Trailgate Bikeshop in Zwingen bieten im Rahmen der Totalsperre einen Rabatt von mindestens 20 Prozent auf alle 45km/h E-Bikes an Lager an sowie weitere interessante Angebote. Mehr Informationen finden Sie auf den Websiten von Sportshop Karrer und Trailgate Bikeshop.
Rabatt auf P+Rail-Parkplätze am Bahnhof
Während der Totalsperre werden die Tageskarten für die P+Ride-Anlagen in Laufen, Zwingen, Duggingen und Aesch BL vergünstigt.
Weiter macht eine Sensibilisierungskampagne auf die Alternativangebote sowie auf das Angebot an Bahnersatzbussen aufmerksam. Die Kampagne empfiehlt darüber hinaus die Meidung der Spitzenzeiten, die grossräumige Umfahrung des Engpasses Angenstein, das Arbeiten im Homeoffice und das Umsteigen aufs Velo, um die Strasse während der Totalsperre zu entlasten. Die Realisierung der Kampagne erfolgt durch die Partner Promotion Laufental, Standortförderung Baselland, Forum Schwarzbubenland, Standortförderung Solothurn und Komitee N18 in enger Zusammenarbeit mit der SBB.
Aufgrund von Unterhaltsarbeiten ist der Zugverkehr am Bahnhof Zürich Flughafen vom 17. Januar bis 10. Februar 2025 an vier Wochenenden eingeschränkt. Die Bauarbeiten haben Zugausfälle und geänderte Fahrzeiten zur Folge. Weitere Unterhaltsarbeiten finden vom 21. März bis 24. März 2025, vom 11. Mai bis 07. Juli 2025 sowie vom 10. August bis zum 04. Oktober 2025 statt. Die SBB empfiehlt, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren.
Bauarbeiten im Bahnhof Zürich Flughafen führen zu diversen Zugausfällen Foto: Marcel Manhart
Damit die Züge auch künftig sicher und pünktlich ans Ziel kommen, führt die SBB regelmässig Unterhaltsarbeiten an den Schienen durch - so auch im Bahnhof Zürich Flughafen, wo acht Weichen erneuert werden. Um die Auswirkungen auf Reisende und Anwohnende zu reduzieren, führt die SBB die Arbeiten konzentriert an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden durch.
Betroffene Wochenenden:
Freitag, 17. Januar, 23.01 Uhr, bis Montag, 20. Januar 2025, Betriebsbeginn
Freitag, 24. Januar, 23.01 Uhr, bis Montag, 27. Januar 2025, Betriebsbeginn
Freitag, 31. Januar, 23.01 Uhr, bis Montag, 03. Februar 2025, Betriebsbeginn
Freitag, 07. Februar, 23.01 Uhr, bis Montag, 10. Februar 2025, Betriebsbeginn
Die Bauarbeiten führen zu Zugausfällen und Fahrplanänderungen im Fern- und Regionalverkehr auf der Strecke Zürich HB - Winterthur.
Online-Fahrplan prüfen
Die SBB empfiehlt allen Reisenden, vor jeder Fahrt die Verbindungen im Online-Fahrplan oder der SBB Mobile App zu prüfen. Diese sind angepasst und schlagen jeweils die besten Verbindungen vor. Zusätzlich informiert die SBB ihre Kundinnen und Kunden mit Durchsagen im Zug sowie über Werbe-, Störungs- und Betriebslagemonitore am Bahnhof über die Fahrplananpassungen. Bei Fragen hilft das SBB Contact Center 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min.) weiter.
Die Fahrplanänderungen im Fernverkehr
Im Fernverkehr werden während dieser Zeit die EC von und nach München, die IC1, IC5, IC8/IC81, RE8, IR75, RE75 und IR13 zwischen Zürich HB/Zürich Oerlikon und Winterthur ohne Reisezeitverlängerung umgeleitet und halten nicht in Zürich Flughafen.
Die IR36 fallen zwischen Zürich Oerlikon und Zürich Flughafen aus und wenden in Zürich Oerlikon.
Reisende ab Zürich HB in Richtung Zürich Flughafen benützen die Züge der S2; diese werden via Bassersdorf umgeleitet. Reisende von Zürich Flughafen nach Zürich HB benützen die via Bassersdorf umgeleitete S2. Für Reisende von Zürich Flughafen nach Winterthur und von Winterthur nach Zürich Flughafen sind Extrazüge im Einsatz.
Die S2 sowie die Extrazüge verkehren im Halbstundentakt. Während der Bauarbeiten ist für die Fahrt ab Zürich HB und Winterthur nach Zürich Flughafen mit einer Reisezeitverlängerung zwischen 10 und 20 Minuten zu rechnen.
Die Fahrplanänderungen im Regionalverkehr
Die S11 fällt zwischen Zürich HB und Winterthur aus. Reisende benützen für Fahrten ab Zürich HB nach Winterthur das Angebot des Fernverkehrs, für Fahrten nach Zürich Stadelhofen und Stettbach das übrige Angebot des Regionalverkehrs.
Die S3 fällt zwischen Zürich HB und Zürich Hardbrücke aus. Reisende benützen das übrige Angebot des Regionalverkehrs.
Die S7 hält ausserordentlich in Kemptthal.
Die S16 fällt zwischen Zürich Oerlikon und Zürich Flughafen aus. Die Reisenden benützen die S2 bzw. die Extrazüge.
Die S24 fällt zwischen Zürich Oerlikon und Effretikon aus. Reisende nach Bassersdorf und Effretikon benützen die S7. Reisende von Zürich Oerlikon nach Zürich Flughafen benützen die S2. Reisende von Effretikon nach Zürich Flughafen benützen die S7 nach Bassersdorf und steigen dort um.
Die S2 wird ab Zürich Oerlikon nach Zürich Flughafen umgeleitet und hält ausserordentlich in Bassersdorf. Dies hat eine Reisezeitverlängerung von etwa 10 Minuten zur Folge.
Zwischen Zürich Oerlikon und Zürich Flughafen werden während den Bauarbeiten die Tramlinien verdichtet.
Weitere Unterhaltsarbeiten im 2025
Vom Freitag, 21. März 2025 um 22.00 Uhr bis Montag, 24. März 2025 um 05.00 Uhr wird zwischen Zürich Flughafen und Bassersdorf rund ein Kilometer Gleise erneuert. Deshalb werden in diesem Zeitraum die IC5-Züge sowie die EC von Zürich nach München umgeleitet und halten nicht in Zürich Flughafen. In der Gegenrichtung halten die IC8 von Romanshorn nach Zürich nicht in Zürich Flughafen. Die S24 wird in beiden Richtungen via Wallisellen umgeleitet und hält nicht in Zürich Flughafen und Bassersdorf.
Ab Samstag, 22. März 2025, ca. 20.00 Uhr bis Ende der Bauarbeiten fallen die Züge der S7 zwischen Kloten und Winterthur aus. Zwischen Kloten und Winterthur verkehren Bahnersatzbusse.
Vom 11. Mai 2025 um 22.30 Uhr bis zum 7. Juli 2025 um 5.25 Uhr ist ein Gleis in Zürich Flughafen gesperrt. In diesem Zeitraum werden die IC5-Züge sowie die EC von München in Fahrtrichtung St. Gallen - Zürich HB über Wallisellen umgeleitet, wobei der Halt in Zürich Flughafen entfällt.
Vom 10. August 2025 um 22.30 Uhr bis zum 4. Oktober 2025 um 5.30 Uhr werden die IC5 sowie die EC in Fahrtrichtung St. Gallen - Zürich HB ebenfalls über Wallisellen umgeleitet, ohne Halt in Zürich Flughafen. In diesen Zeiträumen fällt die Linie IR36 zwischen Zürich Oerlikon und Zürich Flughafen aus.
Nach umfassenden Bauarbeiten verkehren ab dem 15. Dezember 2024 wieder Züge über das Wipkinger Viadukt. Reisende gelangen am Bahnhof Zürich Wipkingen stufenfrei auf die Perrons und in die Züge.
Blick auf den modernisierten Bahnhof Zürich Wipkingen Foto: Marcel Manhart
Die SBB hat seit Frühling 2023 den Bahnhof Zürich Wipkingen umgebaut und das Wipkinger Viadukt saniert. Dafür musste die Strecke zwischen Zürich HB und Zürich Wipkingen vom 10. Dezember 2023 bis 14. Dezember 2024 gesperrt werden. Die Bauarbeiten können plangemäss bis im Frühjahr 2025 abgeschlossen werden. Ab dem 15. Dezember 2024 fahren wieder Züge über das Wipkinger Viadukt und Reisende erreichen die Perrons und Züge stufenfrei.
Keine Einschränkungen mehr für die S-Bahn und den Fernverkehr
Die Sperre der Strecke hatte Auswirkungen auf die Zürcher S-Bahn und den Fernverkehr. Mit dem Ende der Totalsperre zwischen Zürich HB und Zürich Wipkingen verkehren die Züge wieder wie vor Beginn der Sperre. Die S24 fährt wieder durchgehend zwischen Zug, Zürich HB und dem Flughafen sowie weiter bis Weinfelden bzw. Thayngen.
Die IC5 bringen in den Hauptverkehrszeiten wieder durchgehende Verbindungen zwischen Lausanne und St. Gallen. Für Reisende von und nach Schaffhausen steht in Zürich HB wieder mehr Umsteigezeit zur Verfügung. Zudem werden die direkten Verbindungen von Luzern in Richtung Zürich Flughafen, Sargans und Konstanz ebenfalls grösstenteils wie vor der Sperre angeboten.
Viadukt aus der Gründerzeit umfassend saniert
Die 1856 eröffnete Wipkingerlinie durch den gleichnamigen Tunnel gehört zu den ältesten Bahnstrecken der Schweiz. Am denkmalgeschützten Bahnviadukt aus der Gründerzeit waren umfassende Sanierungsarbeiten notwendig. Gleichzeitig wurde der 1932 eröffnete Bahnhof Zürich Wipkingen umgebaut und erfüllt nun die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes. Dank zwei neuen Treppen und Liftanlagen verkürzen sich die Umsteigewege von der Bushaltestelle auf der Nordbrücke zu den Perrons.
Zusätzlich wurden einige Abschnitte im Wipkingertunnel saniert. Den Grossteil der Arbeiten führte die SBB während einer einjährigen Streckensperre Zürich HB - Zürich Wipkingen aus. Durch die Totalsperre des Viadukts konnten zwei bis drei Jahre Bauzeit und rund 20 Millionen Franken eingespart werden.
Der DTZ (Doppelstock-Trieb-Zug / 2. Generation S-Bahn Zürich) SBB RABe 514 011-1 hat eine sanfte Modernisierung (Refit) erhalten. Zu sehen ist der Zug hier bei der Vorbeifahrt in Zürich Oerlikon auf dem Weg vom SBB-Servicestandort Oberwinterthur nach Zürich Wipkingen.
Links: Der SBB RABe 514 011-1 bereit zur Zugtaufe
Zugtaufe SBB DTZ (Doppelstock-Trieb-Zug) RABe 514 011-1 auf Wipkingen
Zusammengeschnittene Impressionen von der Baustelle 2024
Die Hauptarbeiten für den Doppelspurausbau im St. Galler Rheintal sind abgeschlossen. So können die Fernverkehrszüge ab dem Fahrplanwechsel vom 15. Dezember 2024 im Halbstundentakt zwischen Sargans und St. Gallen verkehren. Diesen Meilenstein für die Reisenden und den öffentlichen Verkehr (ÖV) haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, ÖV und Tourismus heute an einem Anlass gewürdigt.
Der bestehende IR13 der SBB fährt künftig bis Sargans statt bis Chur Foto: Marcel Manhart
Im Auftrag des Bundes hat die SBB die Bahninfrastruktur im St. Galler Rheintal ausgebaut. Nach gut zwei Jahren Bauzeit konnten die Hauptarbeiten für den Doppelspurausbau planmässig abgeschlossen werden. Symbolisch dafür hat heute an einem Anlass mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft sowie ÖV- und Tourismusbranche der letzte Bauzug die Strecke verlassen. Damit ist die Bahn frei für den Halbstundentakt im St. Galler Rheintal. Ab dem 15. Dezember 2024 verkehren die Fernverkehrszüge zwischen Sargans und St. Gallen von 5.30 Uhr bis 21 Uhr im Halbstundentakt. Dazu sagt Véronique Stephan, Mitglied der SBB Konzernleitung und Leiterin Markt Personenverkehr: «Das ist ein bedeutender Angebotsausbau für unsere Kundinnen und Kunden – im St. Galler Rheintal, wie auch im Rest der Schweiz.»
SBB und SOB spannen für Halbstundentakt zusammen
Die SOB betreibt die zusätzlichen Züge zwischen St. Gallen und Chur im Auftrag der SBB. «Mit der Einführung der neuen Fernverkehrsline ‹Alpenrhein-Express› schreiben wir ein weiteres Kapitel der Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit zwischen der SOB und der SBB», so Benedikt Würth, Verwaltungsratspräsident der SOB. Der Alpenrhein-Express der SOB verkehrt neu als IR13 auf der Strecke St. Gallen–Sargans–Chur. Der bereits bestehende IR13 (Luzern–)Zürich–St. Gallen–Sargans–Chur der SBB verkehrt künftig bis Sargans statt bis Chur. In Sargans besteht Anschluss an den IC3 nach Chur und nach Zürich. Auf dem «Alpenrhein-Express» kommen Traverso-Züge der SOB zum Einsatz. Der IR13 der SBB wird mehrheitlich mit FV-Dosto-Zügen betrieben.
Verbesserungen im gesamten ÖV im Rheintal
Zusätzlich zum Halbstundentakt wird das Busangebot im St. Galler Rheintal, Werdenberg und Sarganserland ebenfalls ausgebaut (weitere Informationen dazu auf der Webseite «Allpott – mehr ÖV im Rheintal»). Dazu sagt der St. Galler Regierungsrat Beat Tinner: «Dieser bedeutende Ausbauschritt stärkt die Region im Besonderen und den Kanton in der Erreichbarkeit im Pendler- und Freizeitverkehr wie auch wirtschaftlich.»
Das neue Angebot gilt ab dem Fahrplanwechsel vom 15. Dezember 2024. Die Abschlussarbeiten für den Doppelspurausbau dauern noch bis Frühling 2025. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 250 Millionen Franken und werden über den Ausbauschritt 2025 des Bundes finanziert. Christophe Beuret, Sektionschef Grossprojekte beim Bundesamt für Verkehr (BAV), erwähnt die Herausforderungen von grossen Bauprojekten: «Infrastrukturprojekte dauern lange und verursachen häufig Fahrplananpassungen oder wie hier im Rheintal Streckensperrungen. Die SBB und das BAV suchen jeweils die optimale Lösung, um die Kosten tief zu halten, die Ausbauten schnell umzusetzen und möglichst wenige Einschränkungen im Bahnbetrieb zu haben.»
Der internationale Tag der Menschen mit Behinderung wird seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember begangen. Er soll das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen stärken. Die ÖBB unterstreichen ihr Engagement für Barrierefreiheit und Inklusion und setzen Maßstäbe, um allen Menschen eine selbstbestimmte Teilhabe zu ermöglichen. Mit kontinuierlichen Investitionen in barrierefreie Bahnhöfe, moderne Fahrzeuge und ein inklusives Arbeitsumfeld leisten die ÖBB einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Vielfalt. Ein sichtbares Zeichen setzt die Beleuchtung des Wiener Hauptbahnhofs in Lila im Rahmen der globalen „Positively Purple“-Kampagne.
Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen wird der Wiener Hauptbahnhof morgen Abend lila beleuchtet Foto: Marcel Manhart
ÖBB CEO Andreas Matthä unterstreicht: „Inklusion ist für uns nicht nur ein Ziel, sondern unsere Verantwortung – sowohl für die Reisenden als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als eines der grössten Unternehmen des Landes setzen wir uns dafür ein, eine barrierefreie und wertschätzende Kultur zu schaffen, ob mit barrierefreien Bahnhöfen und Zügen oder mit einem inklusiven Arbeitsumfeld. Wir wollen so Vielfalt fördern und Hindernisse – ob physisch oder gesellschaftlich – abbauen.“
Seit Eröffnung des Vereinatunnels der Rhätischen Bahn (RhB) am 19. November 1999 hat sich die Vereinalinie zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Stetig steigende Frequenzen beim Autoverlad sowie die gute Auslastung der Reisezüge unterstreichen die Beliebtheit der wintersicheren Verbindung vom Prättigau ins Unterengadin, von welcher auch der Güterverkehr profitiert. In den 25 Jahren seines Bestehens wurden beim Vereinatunnel zahlreiche Investitionen in die Sicherheit, die Infrastruktur und das Rollmaterial getätigt. Und auch in Zukunft stehen weitere Verbesserungen an.
Seit der Eröffnung des Vereinatunnels sind die Autozüge auf einer Seite mit einer Lokomotive und auf der anderen Seite mit einem Steuerwagen ausgerüstet. In den nächsten Jahren modernisiert die RhB alle 13 Ge 4/4 III, damit in Zukunft auf beiden Seiten des Autozuges eine Lokomotive eingereiht werden kann. Foto: Marcel Manhart
Mit seinen 19’042 Metern von Klosters Selfranga bis Sagliains ist der Vereinatunnel nicht nur der längste Tunnel der RhB, sondern auch der längste Meterspur-Eisenbahntunnel der Welt. Das Projekt «Vereinatunnel» wurde erstmals im Jahr 1975 dem RhB-Verwaltungsrat und der Bündner Regierung vorgelegt. Bis zum Spatenstich war es dann allerdings noch ein weiter Weg: Nach vielen Beschlüssen und Genehmigungen erfolgten 1990 der Baubeginn für die Bauzufahrten und 1991 der Spatenstich. 1997 war der Durchstich, und nach 8 ½ Jahren Bauzeit wurde am 19. November 1999 die Tunneleröffnung gefeiert. Die Kosten betrugen knapp 900 Mio. Franken (inkl. Rollmaterial).
Bei der Projektierung des Vereinatunnels gingen die Planer von einem jährlichen Transportvolumen von rund 400’000 Fahrzeugen aus. Bereits 2006 wurde diese Grenze überschritten. Im Rekordjahr 2023 waren es 535'000 Fahrzeuge. Neben Motorrädern und Personenwagen werden auch immer mehr Anhänger, Kleinbusse, Wohnwagen, Autobusse und Lastwagen transportiert. An Spitzentagen werden bis zu 5’000 Fahrzeuge verladen. Die Entwicklung bei den Reisezügen verlief ebenfalls sehr positiv. Die Vereinalinie hat sich vom ursprünglichen Hauptnutzen – die rasche und komfortable Erschliessung von Unterengadin, Samnaun und Münstertal – auch zur unverzichtbaren zweiten Verbindung ins Oberengadin gemausert. Die Anzahl Fahrgäste, welche heute über die Albula- und Vereinalinie ins Oberengadin gelangen, wäre nur über die Albulalinie kaum mehr zu bewältigen. Und dank der Vereinalinie konnte der Halbstundentakt ins Oberengadin realisiert werden.
Auch der Bündner Schienengüterverkehr profitiert
Der Vereinatunnel ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen für den Güterverkehr in Graubünden und hat die Verlagerung des Gütertransports von der Strasse auf die Schiene bedeutend vorangetrieben. Mit der Eröffnung des Tunnels konnte die Bündner Güterbahn Frühzüge im gesamten Engadin anbieten und dadurch eine wintersichere Verbindung ins Unter- und ins Oberengadin sicherstellen. Ausserdem hat sich der Vereinatunnel als essenzieller Pfeiler im Störungsmanagement, wie beispielsweise im Falle eines Unterbruchs auf der Albulalinie, erwiesen. Dank des anhaltenden Trends zum kombinierten Verkehr hat die Bündner Güterbahn ihren Marktanteil bei der Versorgung der Südtäler mit Lebensmitteln, Stückgut und Post weiter gesteigert. Diese positive Entwicklung hält an. Der Vereinatunnel leistet einen wichtigen Beitrag an eine starke und dynamische Zukunft des Schienengüterverkehrs in Graubünden.
Kundennutzen und Sicherheit im Fokus
Seit Inbetriebnahme werden am Vereina kontinuierlich Verbesserungen umgesetzt und Investitionen getätigt. In Klosters Selfranga und in Sagliains sorgen Optimierungen der Stauräume für eine bessere Bewältigung von Rückstausituationen auf die Kantonsstrasse an Spitzentagen. 2017 investierte die RhB in ein neues Kundeninformationssystem, das den Kunden in Echtzeit im Wartebereich und auf der Webseite www.rhb.ch/vereina Auskunft über die aktuellen Verlade- und Wartezeiten gibt. Eine wichtige Verbesserung konnte beim Mobilfunkempfang erreicht werden: Neue Anlagen ermöglichen einen hochwertigen 4G- und DAB+-Empfang im Tunnel. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden 2017 an beiden Verladeor-ten Thermoportale installiert. Sämtliche zu verladende Fahrzeuge werden mit einer Wärmekamera gescannt. Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge mit grosser Wärmestrahlung oder Überhitzung in den Tunnel gelangen. Um im Störungs- oder gar Krisenfall besser reagieren zu können, wurden neue Rettungs- und Löschzüge beschafft, welche von den örtlichen Feuerwehren betrieben werden.
Massnahmen für mehr Stabilität beim Verladebetrieb
Mit der Verschiebung des Umsteigebahnhofs Sagliains in Richtung Lavin wurde der Personenverkehr und der Autoverlad besser getrennt, was zur Stabilität des Verladebetriebs beigetragen hat. Zur Optimierung des Verladebetriebs wurde zudem die Verladerampe in Sagliains verlängert. Dies ermöglicht mit dem zukünftigen Rollmaterial den gleichzeitigen Verlad und Entlad von Lastwagen und Personenwagen. Damit wird zukünftig ein Verschieben des Zuges für die Abfertigung der Lastwagen unnötig, womit wertvolle Zeit und Stabilität gewonnen wird.
Bessere Beschleunigung und neues Rollmaterial
Seit der Eröffnung des Vereinatunnels sind die Autozüge auf einer Seite mit einer Lokomotive und auf der anderen Seite mit einem Steuerwagen ausgerüstet. Dabei kommen ausschliesslich Lokomotiven des Typs Ge 4/4 III (BoBo III) zum Einsatz. In den nächsten Jahren modernisiert die RhB alle 13 Ge 4/4 III, damit in Zukunft auf beiden Seiten des Autozuges eine Lokomotive eingereiht werden kann (Push-Pull). Damit kann die Beschleunigung des gesamten Zuges erhöht werden, vor allem bei schlechten Schienenverhältnissen. Auch werden aktuell neue Auffahrwagen für Lastwagen beschafft, welche den gleichzeitigen Verlad und Entlad von Lastwagen und Personenwagen ermöglichen und damit die Fahrplanstabilität erhöhen.
Tunnelsicherheit – Deckenstromschiene statt Fahrleitung
Derzeit wird an der Tunneldecke eine Deckenstromschiene befestigt. Das System bietet erhöhte Sicherheit, insbesondere aufgrund der massiven Bauweise. Um den Zugverkehr nicht zu stören, werden diese Arbeiten in den Nachtzugspausen ausgeführt. Diese Arbeiten werden bis im November 2025 abgeschlossen sein.
Tunnelsicherheit – Neue Brandlüftung
Als wichtigstes Element zur Erhöhung der Sicherheit im Vereinatunnel ist langfristig geplant, eine Längslüftung mit einem verschliessbaren Tor in der Tunnelmitte zu installieren. Im Brandfall soll das Tor geschlossen werden, damit sich der Rauch im Tunnel nicht unkontrolliert ausbreitet. In einem zweiten Schritt soll die Lüftung aktiviert werden, damit der Rauch gezielt aus dem Tunnel geblasen werden kann. Mit diesem neuen Lüftungssystem kann die Luftqualität im Tunnel verbessert werden. Für die Stromversorgung und die Steuerungseinrichtung des Lüftungssystems sowie weitere bahntechnische Anlagen muss eine 40 Meter lange Kaverne erstellt werden.
Gleisanlage am Nordportal in Selfranga
Die Massnahmen zur Erhöhung der Tunnelsicherheit erfordern in Selfranga umfangreiche Bauarbeiten, da hier die Baustelleninstallationen und Materiallogistik errichtet werden. Zu den bestehenden Gleisanlagen werden zwei Abstellgleise errichtet, welche von einer neuen Baulogistikhalle überspannt werden. Zusätzlich wird in Selfranga ein Evakuationsgleis für Autozüge errichtet.
Trenitalia (Italienische Staatsbahnen FS) und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB CFF FFS) erneuern ihre Zusammenarbeit und bieten ab 2026 neue Eurocity-Verbindungen zwischen Italien und der Schweiz an.
Luigi Corradi, CEO von Trenitalia und Véronique Stephan, Leiterin Markt Personenverkehr der SBB unterzeichnen die Vereinbarung Foto: Marcel Manhart
Mit der heutigen Unterzeichnung des Cooperation Agreements am Bahnhof Milano Centrale verlängern die beiden Unternehmen ihre mehrjährige Zusammenarbeit. Die Partnerschaft von Trenitalia und der SBB begann 2009 und ist ein Erfolg: So haben sie bereits 30 Millionen Reisende zwischen Italien und der Schweiz befördert.
Mit dem neuen Abkommen wollen Trenitalia und die SBB zusätzlich zu den 40 Zügen, die täglich zwischen den beiden Ländern verkehren, weitere Verbindungen anbieten. Ab 2026 sollen eine zusätzliche Verbindung von Zürich nach Mailand und Venedig sowie neue direkte Verbindungen von Zürich nach Florenz und Livorno und umgekehrt eingeführt werden. Für diesen Angebotsausbau hat die SBB im Februar 2024 vier neue Giruno-Züge bestellt. Sie ergänzen die bestehende Flotte von 29 Zügen, die bereits in Betrieb sind, sowie die sieben Züge, die 2022 bestellt wurden.
«Mit der Unterzeichnung des Cooperation Agreements verlängern wir unsere bewährte Partnerschaft», sagte Luigi Corradi, CEO von Trenitalia, am heutigen Anlass und fügte hinzu: «Wir erwarten, dass die Nachfrage nach grenzüberschreitenden Verbindungen von Italien in die Schweiz in den nächsten Jahren steigt, und sind bereit, die Reisenden in modernen, komfortablen und nachhaltigen Zügen willkommen zu heissen.»
«Stolz und zufrieden blicken wir auf die jüngste Vergangenheit zurück und richten unseren Blick nun in die nahe Zukunft. Gemeinsam beförderten wir 2023 zwischen den beiden Ländern rund 500'000 internationale Reisende mehr als 2019. Wir haben die Anzahl Verbindungen nach Mailand erhöht und neue direkte Verbindungen nach Genua und Bologna eingeführt», hob Véronique Stephan, Leiterin Markt Personenverkehr der SBB, hervor.
Erfolgsmodell
Die Bahn ist für Reisen in Europa nicht nur nachhaltiger und komfortabler, sondern auch immer beliebter. So reisten 2023 beispielsweise 2,4 Millionen Personen mit dem Zug zwischen der Schweiz und Italien.
Modernisierte Flotte und neue Marke mit Fokus auf Nachhaltigkeit
Anlässlich der Unterzeichnung wurden auch die neue euroCity-Marke und die Modernisierung der Trenitalia-Züge vorgestellt. Diese werden mit Sitzbezügen aus 100 Prozent rezykliertem Kunststoff sowie neuen Services ausgestattet und erhalten ein aktualisiertes Design. Beim Logo und vielen Anwendungen im Fahrzeuginnern kommen nebst dem charakteristischen Grün der Marke auch Farben aus den Flaggen der beiden Länder zum Einsatz. Das Grün steht symbolisch zudem für Nachhaltigkeit, denn die Bahn ist das umweltfreundlichste Transportmittel für Reisen in die Schweiz.
Trenitalia präsentierte den ersten vollständig erneuerten ETR 610, der als euroCity zwischen der Schweiz und Italien verkehrt. Ab 2026 erscheinen dann alle Fahrzeuge dieser Flotte im neuen Design mit Sitzbezügen aus rezykliertem Material, WLAN und Steckdosen für E-Bikes. Auch in den Speisewagen macht sich die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Bahnunternehmen bemerkbar – mit einer einheitlichen Servicequalität auf der gesamten zwischen beiden Ländern verkehrenden Flotte.
Rinnovo della cooperazione fra Trenitalia (Gruppo FS Italiane) e le Ferrovie Federali Svizzere (FFS) e nuovi collegamenti Eurocity fra Italia e Svizzera a partire dal 2026.
L’accordo è stato firmato da Luigi Corradi, Amministratore Delegato e Direttore Generale di Trenitalia e da Véronique Stephan, Direttrice Mercato Viaggiatori delle FFS Foto: Marcel Manhart
Oggi a Milano Centrale le due società hanno sottoscritto il rinnovo del Cooperation Agreement prolungando così la loro collaborazione pluriennale. Un accordo di successo, considerati i 30 milioni di passeggeri già trasportati tra Italia e Svizzera dal 2009, da quando è attiva la collaborazione tra Trenitalia e FFS.
Nel quadro del nuovo accordo, Trenitalia e le FFS intendono offrire – oltre ai 40 treni che quotidianamente viaggiano tra Italia e Svizzera – ulteriori collegamenti. Le due aziende stanno lavorando con l’obiettivo di introdurre, a partire dal 2026, una tratta aggiuntiva tra Zurigo Milano e Venezia e, nuovi treni diretti da Zurigo verso Firenze e Livorno e viceversa. Per sostenere questo aumento dell’offerta, le FFS hanno ordinato a febbraio 2024 quattro nuovi elettrotreni Giruno, che si andranno ad aggiungere ai 29 già oggi in circolazione e altri sette ordinati nel 2022.
«L’accordo di cooperazione firmato oggi rappresenta il prolungamento di una partnership già virtuosa» – afferma Luigi Corradi, Amministratore Delegato e Direttore Generale di Trenitalia. «Ci aspettiamo, nei prossimi anni, una domanda crescente per i collegamenti transfrontalieri, dall’Italia alla Svizzera e viceversa, e siamo pronti ad accogliere i viaggiatori su treni più nuovi, ancora più confortevoli e più sostenibili», ha aggiunto.
«È con orgoglio e soddisfazione che guardiamo al recente passato e al futuro prossimo; insieme, nel 2023, siamo riusciti a trasportare circa 500'000 viaggiatori internazionali in più rispetto al 2019 sui treni tra Italia e Svizzera, abbiamo aumentato il numero di collegamenti verso Milano e abbiamo introdotto nuovi collegamenti diretti in direzione di Genova e Bologna» ha sottolineato Véronique Stephan, Direttrice mercato viaggiatori FFS.
Un modello di successo
Scegliere il treno per spostarsi in Europa non solo è sostenibile dal punto di vista ambientale e confortevole per il proprio viaggio, ma risulta essere sempre più apprezzato dai viaggiatori. Nel 2023, ad esempio, 2.4 milioni di passeggeri hanno viaggiato con Eurocity tra la Svizzera e l’Italia in treno.
Una flotta rimodernata e il nuovo brand dall’anima green
L’evento è stato anche l’occasione per presentare il nuovo brand euroCity e il restyling dei treni di Trenitalia, rinnovati negli interni, con sedili rivestiti in tessuto 100% ricavato da plastiche riciclate, nei servizi e nella livrea. Tra i colori utilizzatiche richiamano le bandiere dei due Paesi, è il verde il colore distintivo del marchio: utilizzato per il logo, ma anche per molte altre applicazioni all’interno delle vetture. Il verde, inoltre, rappresenta un richiamo al tema della sostenibilità, dato che il treno è il mezzo più sostenibile per raggiungere la Svizzera.
Trenitalia ha presentato un treno ETR610 rimodernato, che circola come euroCity tra Svizzera e Italia; dal 2026 l’intera flotta ETR610 di Trenitalia sarà rimodernata, con un nuovo design, nuovi rivestimenti per i sedili, composti da materiali riciclati, Wi-Fi e l’installazione di prese di corrente per biciclette elettriche. Anche i vagoni ristorante andranno a beneficiare della collaborazione tra le due aziende ferroviarie, garantendo un livello di servizio omogeneo su tutta la flotta in servizio tra l’Italia e la Svizzera.
Am 25. September 2024 hat Hersteller Siemens Mobility gemeinsam mit dem bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter das Aussendesign der Neufahrzeuge für die S-Bahn München vorgestellt. Der DB-Konzernbevollmächtigte für Bayern und Münchner S-Bahn-Chef, Heiko Büttner, sowie Karl Blaim, CFO von Siemens Mobility, berichteten über die Fortschritte des Projekts.
Das neue Aussendesign der S-Bahn München auf der InnoTrans 2024 Foto: Marcel Manhart
Die ersten der insgesamt 90 fabrikneuen Fahrzeuge des Herstellers Siemens Mobility sollen ab Ende 2028 ausgeliefert werden. Das Aussendesign der neuen S-Bahn-Fahrzeuge setzt auf ein modernes Rautenmuster und die Farben Weiss und „Bahnland Bayern“-Blau. Verkehrsminister Bernreiter: „Die neuen Münchner S-Bahnen zeigen künftig, wer hinter ihnen steht: der Freistaat Bayern, der mehr als zwei Milliarden Euro in dieses Projekt investiert. Deshalb ist es nur konsequent, dass die modernsten S-Bahn-Züge Deutschlands im Design unserer Nahverkehrsmarke unterwegs sind. Doch es geht nicht nur um neue Farben, denn die Außengestaltung der S-Bahnen macht den Fahrgästen auch die Orientierung künftig so leicht wie möglich.“
Zu diesem Zweck kombiniert das Außendesign, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Designstudio neomind, digitale und statische Elemente. So zeigt ein durchgängiges LED-Band im oberen Bereich die jeweilige Linienfarbe an. Die neue Münchner S-Bahn setzt auf einen starken Hell-Dunkel-Kontrast, der besonders für barrierefreie Orientierung sorgt: Schwarzgraue Türen heben sich deutlich vom hellen Hintergrund der Außenhülle ab, und spezielle Bereiche für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen sind in „Bahnland Bayern“-Blau markiert. Diese Zonen werden zusätzlich durch gut sichtbare Piktogramme gekennzeichnet, wie sie bereits in den modernisierten Münchner S-Bahn-Fahrzeugen vom Typ ET 423 sowohl außen als auch innen verwendet werden. Das markante „S“ am Zugkopf weist das Fahrzeug zudem auf den ersten Blick als S-Bahn aus.
Heiko Büttner, Konzernbevollmächtigter der DB für den Freistaat Bayern und Geschäftsleiter der S-Bahn München:
„Unser Projektteam arbeitet zusammen mit den Partnern aktuell noch am letzten Feinschliff, damit die XXL-S-Bahnen pünktlich in Produktion gehen können. Die neuen Fahrzeuge werden bundesweit Standards setzen. Erstmals sind 200 Meter lange S-Bahn-Züge komplett durchgängig und bieten viel Kapazität und Komfort für mehr als 1.800 Fahrgäste. Mit einem einzigen Fahrzeug können wir so in der Rush-Hour bis zu 1.500 Autos ersetzen und zeigen in der Stauhauptstadt München, was die Starke Schiene leisten kann.“
Auf der InnoTrans in Berlin hat der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter das Außendesign der Neufahrzeuge für die S-Bahn München vorgestellt. Der DB-Konzernbevollmächtigte für Bayern und Münchner S-Bahn-Chef, Heiko Büttner, sowie Karl Blaim, CFO von Siemens Mobility, berichteten über die Fortschritte des Projekts. Visualisierung: BEG/Neomind GmbH
Heiko Büttner, Geschäftsleiter der S-Bahn München, Bayerischer Verkehrsminister Christian Bernreiter, Karl Blaim, CFO und Geschäftsführer von Siemens
Mobility, Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der Bayrische Eisenbahngesellschaf Foto: Siemens Mobility
Am 25. September 2024 hat Hersteller Stadler gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf der InnoTrans in Berlin erstmals den Cityjet KISS mit vollständig gestaltetem Interieur der Öffentlichkeit präsentiert. Innovativ, aerodynamisch, spurtstark – das Design des Cityjet trägt die technischen Attribute des Komfortzugs nach aussen und ist zum Markenzeichen der ÖBB-Nahverkehrszüge geworden: Rot und weiss sind die dominierenden Wagenfarben, die crash-optimierte, abgeschrägte Stirnfront unterstreicht den dynamischen Charakter des Designs. Auch die Sitzgarnituren sind in rot-grauer Farbkombination gehalten, während Türen und Fensterbänder schwarz sind.
Der ÖBB Cityjet KISS auf der InnoTrans in Berlin Foto: Marcel Manhart
«Einsteigen und entspannen», so lautet die Devise für Reisende im neuen Cityjet der ÖBB. Mütter und Väter mit Kinderwagen, Schülerinnen und Schüler mit Scootern oder Fahrrädern, ältere Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen sowie Reisende mit grossem, sperrigem Gepäck – sie alle erwartet in den von Stadler gebauten Doppelstocktriebzügen künftig ein zeitgemässer Service und derselbe hochwertige Komfort.
So beginnt schon die kürzeste Pendlerfahrt stressfrei. Der Cityjet empfängt seine Reisenden mit barrierefreien Niederflureinstiegen und überbreiten (Doppel-)Schwenkschiebetüren. Acht pro Fahrzeugseite sind es bei vierteiligen, zwölf bei sechsteiligen Triebzügen. Weder Stufe noch Spalt (Türen mit Spaltüberbrückung) behindern den Zutritt, grosszügig gestaltete Ein- und Ausstiegsbereiche (Wendefläche für Rollstühle) erlauben einen raschen Wechsel der Reisenden an Haltestellen und Bahnhöfen. Optimierte Mehrzweckbereiche unmittelbar nach den Türen bieten sicheren Stauraum für Gepäck, Kinderwägen, Fahrräder etc. Hier ist zum Beispiel Platz für bis zu 30 Fahrräder in vierteiligen bzw. 46 Fahrräder in sechsteiligen Zügen.
Im Fahrgastraum erwartet die Reisenden dann Entspannung pur. LED-Beleuchtung und Klimaanlage sorgen zu jeder Tages- und Jahreszeit für eine angenehme Atmosphäre. Die Reisenden nehmen auf bequemen Sitzen (vergrösserte Sitzteiler) mit ergonomischen Kopfstützen und Armlehnen Platz und haben auch zwischen den Sitzreihen eine gute Bewegungsfreiheit. Wer Laptops betreiben oder Handys aufladen will, findet in jeder Sitzreihe Steckdosen.
Darüber hinaus baut der Cityjet sein eigenes WLAN auf, stellt Passagieren auf grossen Monitoren Echtzeit-Reisedaten und andere Informationen aus dem ÖBB Onboard-Portal Railnet Regio zur Verfügung und ist mit mobilfunktransparenten Isolierglasscheiben für guten Handyempfang ausgestattet.
Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität gibt es in einem Mittelwagen der Garnituren zwei Rollstuhlstellplätze mit höhenverstellbaren Seitenwandtischen. Auch eine Toilette im speziell ausgestatteten PRM-Wagen ist barrierefrei und verfügt zudem über einen Babywickeltisch (gemäss TSI PRM). Das Sicherheitsgefühl der Reisenden wird durch die durchgängige Videoüberwachung erhöht.
«Um der weiter steigenden Nachfrage gerecht zu werden, modernisieren wir unsere Nahverkehrsflotte und erweitern mit dem Einsatz der neuen Doppelstockzüge ab 2026 unsere Kapazitäten in Wien und Niederösterreich. Damit machen wir vor allem für Pendler:innen den Umstieg vom Auto auf die Bahn noch attraktiver und komfortabler», so ÖBB CEO Andreas Matthä.
«Wir sind stolz, die nächste Generation von Doppelstocktriebzügen nach Österreich liefern zu dürfen. Insgesamt 630 KISS sind in unterschiedlichster Konfiguration bereits heute erfolgreich in zahlreichen Ländern unterwegs. Dank seinem hohem Innovationsgrad ist der KISS eine wesentliche Lösung für den umweltfreundlichen und komfortablen Schienenverkehr von morgen», sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler.
Die Modernisierung des Schienennahverkehrs nimmt zügig Fahrt auf, die Zusammenarbeit der Österreichischen Bundesbahnen mit Stadler wird Tag für Tag intensiver. Aus der aktuellen Rahmenvereinbarung zur Lieferung von bis zu 186 elektrischen Doppelstocktriebzügen wurden von der ÖBB Personenverkehr AG bereits 126 Fahrzeuge abgerufen. 109 davon werden ab 2026 als neue Cityjets auf den Strecken der Wiener Regional- und S-Bahnen eingesetzt, 14 als Railjets und 3 als City Airport Trains. Die restlichen Fahrzeuge werden dann Monat für Monat in Betrieb gebracht. Gemeinsames Ziel von ÖBB und Stadler ist es, mit den Cityjets im Ballungsraum der österreichischen Bundeshauptstadt einen zukunftsfitten, fahrgast- und umweltfreundlichen Schienennahverkehr zu etablieren, der zusätzliche Kapazitäten bereitstellt, verkürzte Fahrzeiten erlaubt, schneller getaktet werden kann und eine bessere Auslastung des Schienennetzes ermöglicht.
Die Fertigung der Cityjets erfolgt am Standort St. Margrethen, dem 2020 neu eröffneten Stadler-Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge. Das Werk liegt im Dreiländereck Schweiz-Österreich-Deutschland und beschäftigt rund 1.300 Fachkräfte, viele davon aus Österreich. Mit dem Aufbau eines Engineering-Hub in Wien, wo sich die Konzernzentrale der ÖBB befindet, kommt Stadler dem Kunden noch weiter entgegen.
Die Cityjets der ÖBB sind elektrische Doppelstocktriebzüge in vier- und sechsteiligen Kompositionen. Sie sind rund 107 bzw. 160 m lang und können in der kürzeren Variante 371 Reisende und in der längeren Version 591 Passagiere auf Sitzplätzen (davon 53/73 klappbar) befördern.
Angetrieben werden die Cityjets von einem effizienten AC-Traktionssystem mit einem Doppelstromrichter pro Motordrehgestell, das beim Bremsen die kinetische Energie des Fahrzeugs ins Netz rekuperiert. Die Dauerleistung am Rad beträgt 4.000 kW bei einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Dabei sind die Motoren mit einer unabhängigen Kühlung ausgestattet, die ihre Kühlluft aus der sauberen Umgebung des Fahrzeugdachs ansaugt. Die Drehgestelle der Cityjets sind mit starken Dämpfern und einer weichen, luftbasierten Sekundärfederung ausgestattet und gewährleisten eine sehr ruhige und stabile Fahrt auch bei höheren Geschwindigkeiten. Für zeitgemässen Fahrkomfort, zum Beispiel um während der Fahrt arbeiten zu können, sorgen schallisolierte und druckertüchtigte Wagenkästen, welche die Druckstösse beim Ein- und Ausfahren von Tunneln und bei Zugbegegnungen deutlich reduzieren. Die verwindungssteifen Wagenkästen sind aus geschweissten Aluminium-Strangpressprofilen gefertigt und ebenfalls gewichtsreduziert. Reisende in ÖBB-Cityjets haben darüber hinaus die Gewähr, dass die Doppelstocktriebzüge die europaweit höchsten Qualitätsstandards und strengsten Normen im Eisenbahnverkehr erfüllen, unter anderem:
Zugelassen werden die ÖBB-Cityjets für die Bahnstrecken in Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei.
Die SBB hat heute mit der Stadt Chur, dem Kanton Graubünden und der RhB in Chur drei Züge getauft. Damit bekräftigen die Partner ihr gemeinsames Engagement für den öffentlichen Verkehr im Kanton Graubünden. Dies zeigt sich auch bei der Weiterentwicklung des Bahnangebots.
Die Chefs am Zug - SBB CEO Vincent Ducrot und RhB Direktor Renato Fascati in Chur Foto: Marcel Manhart
Feierlicher Anlass heute im Bahnhof Chur: Carmelia Maissen, Regierungsrätin des Kantons Graubünden taufte den Giruno SBB RABe 501 021-6 auf den Namen «Graubünden». Urs Marti, Stadtpräsident von Chur, fungierte als Taufpate des FV-Dosto SBB RABDe 502 007-3 «Chur». SBB CEO Vincent Ducrot übernahm die Patenschaft für den RhB Capricorn-Triebzug ABe 4/16 3135 «Weisshorn». Die Stadtmusik Chur umrahmte den dreifachen Taufakt musikalisch.
Begossen mit frischem Wasser aus dem Rhein und der Plessur
Regierungsrätin Carmelia Maissen enthüllte das Bündner Wappen am Giruno und begoss es mit frischem Wasser aus dem Rhein. Wie der Rhein, verbindet auch der Giruno die Schweiz mit mehreren Ländern. Das Bündner Wappen auf dem Giruno wird schon bald in Deutschland und Italien zu sehen sein. Der FV-Dosto «Chur» wurde ebenfalls mit Bündner Wasser getauft. Das Wasser stammte aus der Plessur, einem Fluss, der in Chur in den Rhein mündet.
Bündner Originalwappen schmückt Speisewagen des Giruno
Im Speisewagen des Bündner Kantonszuges ist dasselbe Bündner Wappen angebracht, welches früher die Lokomotive Ae 6/6 11421 schmückte. Das alte Wappen wurde rekonstruiert und an der Zugstaufe feierlich enthüllt. Die Ae 6/6 war eine der wichtigen Gotthardlokomotiven und prägte den Nord-Süd-Verkehr in den 1950er- bis Ende der 1970er-Jahre. Heute sind auf dieser Strecke im Personenverkehr die Giruno-Züge unterwegs und sorgen für komfortables Reisen Richtung Italien und Deutschland. Wie die Giruno-Züge wurden auch die Loks des Typs Ae 6/6 vor gut 60 Jahren nach den Schweizer Kantonen benannt.
Die Capricorn-Triebzüge sind seit dem Jahr 2020 auf dem Streckennetz der Rhätischen Bahn unterwegs. Sie bieten Fahrgästen einen hohen Komfort und Niederflureinstiege. Die mit automatischen
Kupplungen ausgerüsteten Triebzüge ermöglichen der RhB einen effizienten Flügelzugbetrieb. Die 76,44 Meter langen Flügeltriebzüge bieten 35 Sitzplätze in der 1. Klasse, 129 Sitzplätze in der 2.
Klasse und zwei Rollstuhlplätze. Die Züge erfüllen selbstversändlich auch die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes. Die Türbreite ist so gewählt, dass der Fahrgastwechsel rasch und
bequem möglich ist. Der hohe Niederfluranteil trägt zum angenehmen Ein- und Ausstieg bei. Die Flügeltriebzüge bieten ausreichend Platz für Velo, Ski, Sportgeräte, Kinderwagen und Gepäck.
Die RhB hatte ursprünglich 56 Capricorn-Triebzüge beschafft. Aufgrund von aktualisierten Nachfrageprognosen wurden weitere sechs Capricorn-Triebzüge bei Stadler Rail bestellt. Die sechs Triebzüge
werden voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb genommen.
Gemeinsam vorwärts: So entwickelt sich das Bahnangebot weiter
Die Partner SBB, RhB und Kanton Graubünden entwickeln das Bahnangebot zusammen mit dem Bund stetig weiter. Seit Dezember 2022 fahren am Wochenende direkte Züge zwischen Genf und Chur. Dieses Angebot kommt bei den Reisenden gut an. Deshalb hat die SBB per Dezember 2023 die Anzahl Verbindungen verdoppelt.
Ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2024 verkehren die Fernverkehrszüge im St. Galler Rheintal im Halbstundentakt. Dies bringt auch für Graubünden Vorteile: Die Fahrzeit nach München verkürzt sich dank besserer Anschlüsse in St. Margrethen um 30 Minuten. Zusätzlich halten die IR35 Bern - Chur ab Fahrplanwechsel auch in Maienfeld. Die IR35 verkehren zwischen Chur und Zürich auch frühmorgens und spätabends.
Ein weiterer Angebotsausbau folgt im Dezember 2025: Ab dann verkehren die IC-Züge zwischen Zürich und Chur ganztägig im Halbstundentakt. Der Erfolg des gemeinsamen Engagements für den öffentlichen Verkehr zeigt sich auch bei den Reisendenzahlen. So steigen heute täglich knapp 45'000 Personen in Landquart und Chur ein und aus, rund 17 Prozent mehr als 2018.
Begrüssung durch SBB CEO Vincent Ducrot
SBB FV-Dosto RABDe 502 007-3 bei der Vorbeifahrt in Landquart zur anschliessenden Taufe in Chur
Nach der Taufe auf "Chur" spielte die Stadtmusik Chur für den FV-Dosto den Churer Marsch
SBB Giruno RABe 501 021-6 bei der Einfahrt in den Bahnhof Chur zur anschliessenden Taufe auf "Graubünden"
RhB Capricorn-Triebzug ABe 4/16 3135 bei der Bereitstellung in Chur zur anschliessenden Taufe auf "Weisshorn"
Stadler steht für die Zukunft des Bahnverkehrs. Das stellt der Technologieführer von Schienenfahrzeugen mit alternativen Antrieben auch auf der InnoTrans 2024 vom 24. bis 27. September in Berlin wieder unter Beweis. Acht innovative, nachhaltige Fahrzeugkonzepte werden auf der Weltleitmesse präsentiert, dazu alle Neuerungen aus den Bereichen Service sowie der Signaltechnik, mit denen Stadler zum Anbieter ganzheitlicher Mobilitätslösungen wird. Im Zentrum des Auftritts stehen die alternativen, umweltfreundlichen Antriebslösungen, die inzwischen für nahezu das komplette Portfolio zur Verfügung stehen und lokal CO2-emissionsfreies Bahnfahren ermöglichen.
KISS Cityjet für die ÖBB im Bau beim Stadler Werk in St. Margrethen Foto: Marcel Manhart
Auf der InnoTrans zu sehen ist einerseits der für die ÖBB Personenverkehr AG gebaute Doppelstock-Triebzug KISS, von dem in einem Rahmenauftrag über 186 Triebzüge bislang 79 Fahrzeuge bestellt wurden. Sie werden in vier Varianten geliefert, vier- und sechsteilig für den Nahverkehr, sechsteilig für den Fernverkehr und fünfteilig für den CAT-Flughafenzug. Sie bilden künftig die moderne, fahrgast- und umweltfreundliche Erweiterung der Cityjet- und Railjet-Flotte, die die ÖBB im Personennah- und -fernverkehr einsetzt.
Von aussen ist der neue Cityjet vielen Trainspottern schon bekannt. Auf der InnoTrans werden nun die Türen geöffnet und auch das Interieur präsentiert: Reisende erwartet bequeme Sitze, eine
Klimaautomatik, Steckdosen in jeder Sitzplatzreihe, Gratis-WLAN, Monitore mit Echtzeitinformationen und Videoüberwachung. Niederflureinstiege sorgen für einen barrierefreien Zutritt,
Mehrzweckbereiche neben den Ein-/Ausstiegen für individuell gestaltbarem Stauraum. Für Reisende in Rollstühlen stehen Einstellplätze mit höhen verstellbaren Seitenwandtischen zur
Verfügung.
Die vierteiligen Cityjets sind ca. 105 m lang und verfügen über eine Sitzplatzkapazität von 373 Personen, die sechsteiligen Garnituren haben eine Länge von ca. 160 m und bieten bis zu 593
Passagieren Platz. Die Höchstgeschwindigkeit der Doppelstock-Triebzüge beträgt 160 km/h, die Leistung am Rad 4.000 kW (kontinuierlich).
Eine Neuentwicklung der besonderen Art wird auf der InnoTrans mit dem Lösch- und Rettungstriebzug präsentiert, den Stadler im Auftrag der Rail Equipment GmbH für die ÖBB Infrastruktur AG baut. Technisches Highlight ist sein trimodaler Elektro-Hybrid-Antrieb, der sowohl aus der Oberleitung als auch über starke, unterflur-verbaute Traktionsbatterien oder von einem Dieselgenerator mit Energie versorgt werden kann. Das Fahrzeug ist damit im Einsatzfall völlig autark und kann zum Beispiel eigenständig in verrauchten Tunnelröhren operieren, um Menschen in Sicherheit zu bringen und brennende Fahrzeuge zu löschen.
Der Rettungstriebzug bietet im Notfall über 300 Menschen Platz, die im Inneren wirksam vor Rauchgasen geschützt sind, weil die gesamte Zuggarnitur druckertüchtigt (permanent leichter Überdruck) und die Klimaanlage mit Spezialfiltern ausgestattet ist. Für die Brandbekämpfung hat er 40.000 l Wasser und 1.000 l Schaummittel an Bord, die über leistungsstarke Löschsysteme entweder mit 10 bar (Normaldruck für die klassische Brandbekämpfung) oder mit 100 bar (Sprühnebel zu Kühl- oder Präventionszwecken) ausgebracht werden können.
Der Zug ist zweiteilig, mit einer Länge von 68 m, durchgängig begehbar und bis zu 160 km/h schnell – in beide Richtungen. Bei der ÖBB trägt er den Namen „Servicejet“, was auf seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten hinweist. Er wird nicht nur im Notfall, sondern auch für regelmässige Service- und Instandhaltungsarbeiten genutzt und verfügt über genügend Leistung, havarierte Züge mit bis zu 2.000 t Gewicht abschleppen oder einen defekten Zug mit Strom versorgen zu können – auch ohne Oberleitung. Ausserdem kann er je nach Einsatzfall mit unterschiedlich zusammengestellten Rollcontainern beladen werden, die an den Tunnelportalen bereitstehen.
Der „Flinke, Leichte, Innovative Regional-Triebzug“ – kurz FLIRT, von dem Stadler bislang mehr als 2.500 Fahrzeuge auf der ganzen Welt verkauft hat, wird auf der InnoTrans als batterieelektrische Kundenvariante zu sehen sein.
Präsentiert wird eins von 44 durch DB Regio bestellten Fahrzeugen, mit denen zukünftig im südwestdeutschen Pfalznetz ein lokal CO2-freier Nahverkehrsbetrieb realisiert, und die heute eingesetzten Dieselfahrzeuge Schritt für Schritt abgelöst werden sollen. Federführender Auftraggeber ist der Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd, weitere beteiligte Aufgabenträger die Länder Baden-Württemberg und das Saarland.
Auf den elektrifizierten Strecken fährt der FLIRT Akku wie ein klassischer Elektrotriebwagen unter Fahrdraht und lädt dabei gleichzeitig die Traktionsbatterien. Auch jeder Bremsvorgang führt Energie zurück. Wo der Fahrdraht endet, fährt er im Batteriebetrieb weiter. Die ausgewiesene Reichweite im reinen Batteriebetrieb beträgt mindestens 80 km, hinzu kommt eine betriebliche Reserve. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h und ein luftgefedertes Fahrwerk sorgt für hohe Laufruhe.
Mit 55,5 m ist der zweiteilige FLIRT Akku für das Pfalznetz etwas länger als der klassische FLIRT, was grösstmögliche Fahrgastkapazität garantiert. Insgesamt finden 325 Personen Platz, 172 davon auf Sitzplätzen. Der Triebzug ist durchgängig klimatisiert, mit WLAN ausgestattet und verfügt über grosszügige Multifunktionsabteile an allen Einstiegsbereichen. Darüber hinaus bietet ein besonderer Loungebereich hinter einem der zwei Führerstände ein neuartiges Reisegefühl.
Eine massgeschneiderte Lösung aus dem Bereich „Tailor Made“ präsentiert Stadler mit dem neuen, elektrischen Niederflurzug für die Centovalli-Bahn. Nahezu pünktlich zu ihrem 100-jährigen Jubiläum zeigt Stadler einen von insgesamt acht meterspurigen Triebzügen, die in drei- und vierteiligen Varianten an Ferrovie Autolinee Regionali Ticinesi (FART) den Schweizer Betreiber der Schmalspurbahn geliefert werden. Bei Bedarf können die Fahrzeuge geteilt und auch als zweiteilige Garnituren eingesetzt werden.
Die neuen Triebzüge werden aus der DC-Oberleitung mit 1200V versorgt und bewältigen auf der Centovalli-Bahn maximale Steigungen von 6% im reinen Adhäsionsbetrieb. Sie sind in den verschiedenen Ausführungen 63,4 m, 48,9 m bzw. 34,5 m lang und können in der Langversion 338 Passagiere (128 Sitzplätze, 210 Stehplätze), in der dreiteiligen Variante 258 Reisende (95/168) und in der zweiteiligen Variante 174 Fahrgäste (49/125) transportieren. Ausgestattet mit Niederflureinstiegen, Luftfederung, Klimaanlage und Fahrgastinformationssystem bieten sie modernen Komfort und sind mit Rollstuhlstellplätzen und behindertengerechten Toiletten für mobilitätseingeschränkte Personen ausgestattet. Neu und modern ist auch das Design der Triebzüge, das künftig das Erscheinungsbild der Centovalli-Bahn prägt.
Massgeschneidert auf die speziellen Bedürfnisse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind auch die neuen Wagen für die U-Bahn. Für das historisch gewachsene U-Bahnsystem der deutschen Hauptstadt mussten zwei Fahrzeugtypen entwickelt werden: Die Baureihe JK mit 2,40 m breiten Wagen für die Linien mit Kleinprofil und die Baureihe J mit einer Wagenbreite von 2,65 m für die neueren Strecken mit Grossprofil. Je nach Verkehrsfrequenz können sie in unterschiedlichen Zuglängen und -konfigurationen realisiert werden. Die Baureihe JK besteht aus zwei- oder vierteiligen Fahrzeugen, die zu Sechs- oder Acht-Wagen-Zügen zusammengestellt werden können. Die Baureihe J besteht aus einer Kombination von End- und Mittelwagen, die zu Zwei-, Vier- und Sechs-Wagen-Fahrzeugen gekuppelt werden können.
Alle neuen U-Bahn-Wagen bieten grosse, barrierefreie Einstiege für den schnellen Fahrgast-wechsel, viel Platz in den Durchgängen und geräumige Mehrzweckbereiche mit Raum für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Die hellen und freundlichen Innenräume vermitteln ein gutes Sicherheitsgefühl und für die schnelle Orientierung der Fahrgäste kommt ein modernes Fahrgastinformationssystem in Echtzeit zum Einsatz.
Die BVG und Stadler haben im Rahmenvertrag einen Lieferumfang von bis zu 1.500 Wagen vereinbart. Damit ist es die grösste Fahrzeugbeschaffung in der Geschichte der BVG. Fix bestellt sind aktuell 376 Wagen. Durch die grosse Anzahl baugleicher Züge erhöht sich die Kompatibilität innerhalb der Flotte und damit die betriebliche Flexibilität im Bahnbetrieb. Begleitend zur Lieferung der Züge übernimmt Stadler auch die Ersatzteilversorgung über eine Laufzeit von 32 Jahren.
Auf der Messe präsentiert Stadler eine zweiteilige Wagengarnitur des Typs JK mit 25,5 m Länge, die durchgängig begehbar ist und über 28 Sitzplätze und 114 Stehplätze verfügt. Die Antriebsleistung beträgt 540 kW, die Höchstgeschwindigkeit 70 km/h.
Der Stadler Regio-Shuttle RS1 ist seit 25 Jahren eines der beliebtesten Fahrzeuge im deutschen Schienenregionalverkehr. Rund 500 Fahrzeuge dieses Erfolgsmodells sind derzeit in Deutschland im Einsatz. Sie haben dazu beigetragen, wirtschaftliche und attraktive Angebote auf Nebenstrecken mit geringer Verkehrsdichte zu schaffen.
An diese Erfolgsgeschichte knüpft nun der RS ZERO an, allerdings mit vollständig dekarbonisiertem Antrieb: Angeboten wird der neue RS ZERO wahlweise mit Batterie- oder Wasserstoff-Antrieb.
Stadler bietet mit dieser Innovation das Beste aus zwei Welten: Die Tugenden des bewährten RS1 werden bewahrt und gleichzeitig werden die modernsten und umweltschonenden Antriebstechnologien integriert. Mit der Verkehrswende, die den Klimawandel stoppen soll, wird zudem deutlich mehr Verkehr auf die Schiene verlagert. Dafür müssen in Deutschland und Europa alte Strecken, die meist nicht elektrifiziert sind, reaktiviert werden.
Der RS ZERO überbrückt die fehlende Elektrifizierung und bietet dabei je nach den Kundenbedürfnissen die zwei zukunftsfähigsten Technologien zur Auswahl an: Eine batterie-elektrische Ausführung und eine Variante mit Wasserstoff-Power-Pack. Damit schliesst der RS ZERO die Lücke für den lokal CO2-emissionsfreien Betrieb von Nebenstrecken. Wie auch schon der RS1 steht der RS ZERO als ein- oder zweiteiliges Fahrzeug zur Verfügung, bietet eine Platzkapazität von 70 bis 150 Sitzplätzen und hat den grössten Niederflurbereich aller Fahrzeuge seiner Klasse.
Auf der InnoTrans präsentiert Stadler den Prototyp des RS ZERO als einteiliges Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb. Stadler zeigt die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten mit eingerichtetem Mehrzweckbereich für z.B. die Fahrradmitnahme, Kinderwagen und sperriges Gepäck, Lounge- und Komfortzonen, Standard- und Privacy Sitzen, einem Rollstuhlplatz, WC sowie einem Train Office.
Sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich – bestehend aus VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, AVG – Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH, Saarbahn Netz GmbH, Schiene Oberösterreich GmbH, Schiene Salzburg GmbH und Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb – schlossen sich unter Weiterführung einer Initiative aus dem Unterausschuss «Regionalstadtbahn» des VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) zu einer Kooperation zusammen und erteilten Stadler vor zwei Jahren den bislang grössten Auftrag in der Geschichte von Stadler. Er beinhaltet als Hauptbestandteil die Lieferung von bis zu 504 Niederflurfahrzeugen des Typs CITYLINK, 246 davon sind bereits fix bestellt. Der Rahmenvertrag umfasst neben der Fahrzeugherstellung auch einen auf bis zu 32 Jahre angelegten Instandhaltungsvertrag.
Auf der InnoTrans 2024 wird nun erstmals der komplette Zug ausgestellt. Das auf der Messe präsentierte Fahrzeug wird von der Saarbahn eingesetzt, die als erster Betreiber Fahrzeuge in Betrieb nehmen wird. Ausgestattet ist der Tram-Train mit den neuesten Technologien in Bezug auf das Traktionssystem, die Signal- und Funksysteme sowie die Kommunikation und Fahrgastinformation.
Der CITYLINK bildet die gemeinsame Fahrzeugplattform für die Tram-Trains, die für das Konsortium gebaut werden. Das erlaubt, die Fahrzeuge weitgehend zu standardisieren und zugleich flexibel auf die Bedürfnisse und infrastrukturellen Gegebenheiten bei den sechs Verkehrsunternehmen einzugehen. Der CITYLINK ist eine modular aufgebaute, barrierefreie Niederflur-Stadtbahn-Familie, die einen hohen Sicherheitsstandard und Fahrkomfort bietet.
Alle Fahrzeuge werden in dreiteiliger Ausführung geliefert und unterscheiden sich je nach Kunde und Einsatzort in Anzahl der Türen, Einstiegs- und Kupplungshöhe und Lackierung. Auch die Innenausstattung erfolgt individuell, während zum Beispiel die Klimaanlage für Fahrgast- und Fahrerraum oder das LED-Lichtsystem in jedem Zug gleich ist. Ebenfalls ein Fixpunkt in allen Zügen ist der geräumige Mehrzweckbereich mit barrierefreien Abstellmöglichkeiten.
Der CITYLINK ist Eisenbahn und Strassenbahn zugleich und ermöglicht die umsteigefreie Verbindung aus Umlandgemeinden in die Innenstädte. Das präsentierte Fahrzeug für die Saarbahn ist ein Zweirichtungsfahrzeug mit einer Länge von 37 m und einer Wagenbreite von 2,65 m. Im Innenraum stehen 100 komfortable Sitzplätze und 133 Stehplätze zur Verfügung, unterwegs ist es wie alle CITYLINK mit bis zu 100 km/h.
Ein weiteres Highlight ist die neue Lokomotive Class 99, wovon 30 Stück für die britische Beacon Rail gebaut, um dann von GB Railfreight betrieben zu werden. Die Class 99 basiert auf dem bewährten Konzept der EURODUAL-Lokomotiven, und verfügt über einen dualen Antrieb. Sie kann daher sowohl rein elektrisch als auch dieselelektrisch betrieben werden. In dieser Kombination lässt sich die bimodale Class 99 ebenso auf nicht-elektrifizierten wie auf elektrifizierten Bahnstrecken einsetzen. Sie wird im täglichen Betrieb Lokomotiven mit reinem Diesel-Antrieb ersetzen und somit dazu beitragen, die Emissionen im britischen Schienenverkehr deutlich zu reduzieren.
Die Lokomotiven sind an das britische Umgrenzungsprofil angepasst und damit schmaler und niedriger als ihre kontinentalen EURODUAL-Schwestern. Sie erreichen trotzdem auch eine Geschwindigkeit von 120 km/h und bieten ebenfalls die stärkste Zugkraft einer europäischen Streckenlok mit 500 kN.
Die Bezeichnung Co’Co’ steht für die Anzahl und die Anordnung der angetriebenen Achsen – bei der Class 99 wie bei allen EURODUAL-Lokomotiven sechs. Die neueste 3-Achs-Drehgestelltechnologie sorgt für ausgezeichnete Traktion und gleichzeitig geringe Gleiskräfte.
Die beiden Fahrerkabinen der Class 99 wurden wie alle Stadler-Lokomotiven mit Fokus auf das Betriebspersonal entwickelt. Sie bieten optimale Sicht nach aussen, einen mittig angeordneten Sitz und einen hohen Komfort. Darüber hinaus erlauben Kamerasysteme eine direkte Sicht auf Stromabnehmer, den Rangierbereich und nach vorne, insbesondere bei schlechten Wetterverhältnissen. In die Fahrzeugsteuerung ist ein fortgeschrittenes Ferndiagnosesystem integriert. Das Zugsicherungssystem kombiniert die beiden, auf britischen Schienennetzen erforderlichen Schutzsysteme AWS und TPWS. Die Lokomotive wird für den Einbau des ETCS-Systems vorbereitet.
Fabrikneuer ÖBB Servicejet am 03. Januar 2024 in St. Margrethen anlässlich einer Testfahrt nach Sulgen
Fabrikneuer ÖBB Servicejet bei der Vorbeifahrt am 05. Januar 2024 in Rorschach Hafen
auf dem Weg von Erlen nach St. Margrethen
Der Streckenabschnitt zwischen Feldkirch in Österreich und Buchs in der Schweiz ist zwar nur rund 18 Kilometer lang, hat aber für den internationalen Bahnverkehr eine besondere Bedeutung.
Über den eingleisigen Abschnitt von Österreich über Liechtenstein in die Schweiz rollen im internationalen Personenfernverkehr die Railjets aus Budapest / Bratislava - Wien nach Zürich sowie der
Eurocity "Transalpin" von Graz nach Zürich. Züge des grenzüberschreitenden Personennahverkehrs von Feldkirch nach Buchs SG fahren derzeit nur zu den Hauptverkehrszeiten von Montag - Freitag.
Dieser eingleisige Streckenabschnitt ist aber auch eine wichtige Verbindung für den Güterverkehr.
ÖBB Railjet bei der ehemaligen Haltestelle Schaanwald Foto: Marcel Manhart
Um die Bahnstrecke fit für die Zukunft zu machen und den Komfort zu steigern, setzt die ÖBB-Infrastruktur AG heuer im Sommer und im Jahr 2026 umfangreiche Infrastrukturmassnahmen um. Gleichzeitig werden Bahnhöfe bzw. Haltestellen erneuert bzw. im Fall der Haltestelle Feldkirch-Tosters zur Gänze neu errichtet. Aufgrund des Umfangs der Baumassnahmen in drei Staaten, verteilt über die gesamte Strecke, werden diese in zwei Phasen umgesetzt. Für die Fahrgäste bedeutet das zwei längere Streckensperren, heuer im Sommer und im Jahr 2026. Damit ist es möglich, dass die Arbeiten gebündelt und in knappen Zeitfenstern abgewickelt werden, um die Verbindung danach wieder in guter Qualität zur Verfügung stellen zu können. Alle beteiligten Partner betonen den Mehrwert des umfangreichen baulichen Streckenupdates.
Vorstandsdirektorin Judith Engel, ÖBB-Infrastruktur AG:
„Die geplanten grenzüberschreitenden Bauarbeiten an der Bahnverbindung zwischen Feldkirch und Buchs sind für die ÖBB-Infrastruktur AG eine enorme Herausforderung. Ziel ist es, Vorarlberg und damit Österreich zeitgemäss und verlässlich mit Liechtenstein und der Schweiz zu verbinden. Eine moderne Schieneninfrastruktur ist das Rückgrat für den dynamischen Wirtschaftsraum. Die Menschen in der Region profitieren gleichermaßen von attraktiven Angeboten im Nah- und Fernverkehr."
Klimaschutz- und Mobilitätslandesrat Daniel Zadra, Land Vorarlberg:
„Die geplante Modernisierung auf der Strecke zwischen Feldkirch und Buchs ist voll und ganz im Sinne der Fahrgäste: Mehr Barrierefreiheit, längere Bahnsteige und bei der neuen Haltestelle „Feldkirch-Tosters“ freut mich zudem der attraktive Vorplatz samt Bike+Ride-Anlage. Es geht um 18 Kilometer, die nicht nur für den internationalen Bahnverkehr von Bedeutung sind, sondern auch für viele Menschen, die hier im Dreiländereck Tag für Tag in die Arbeit pendeln."
Regierungsrätin Graziella Marok-Wachter, Fürstentum Liechtenstein:
„Durch die Instandsetzungsarbeiten und die Modernisierung der Haltestellen auf dem Streckenabschnitt Feldkirch - Buchs wird die Eisenbahninfrastruktur auf den neusten Stand der Technik gebracht. Von diesen Arbeiten profitieren insbesondere auch Pendlerinnen und Pendler in der Region. Für die gute Zusammenarbeit im Rahmen der Vorbereitung der baulichen Maßnahmen bedanke ich mich bei allen Projektpartnern.“
Die Massnahmen im Detail
Die geplanten Maßnahmen umfassen sowohl eine Vielzahl von Instandhaltungsarbeiten als auch die Modernisierung bzw. den Neubau von Haltestellen und die Erneuerung von Brückenbauwerken. Im österreichischen Streckenabschnitt werden die Bahnsteige in den Haltestellen Gisingen und Altenstadt auf 120 Meter verlängert und die Bahnsteigausstattung erneuert. Während die Haltestelle Tisis aufgelassen und rückgebaut wird, wird als Ersatz eine neue Haltestelle „Feldkirch-Tosters“ in neuer Lage mit zwei Randbahnsteigen, Unterführung, attraktivem Vorplatz und Bike+Ride-Anlage gebaut.
Auch auf Liechtensteiner Seite werden Bahnhöfe modernisiert. Nendeln und Schaan-Vaduz bekommen längere Bahnsteige. Im Bahnhofsbereich Nendeln sind auch Investitionen in die Gleisinfrastruktur bzw. Bahntechnik für einen modernen und sicheren Zugbetrieb vorgesehen, wie etwa der Neubau eines elektronischen Stellwerks, in das die Steuerung von acht Eisenbahnkreuzungen integriert wird.
Sowohl in Liechtenstein als auch weiterführend in der Schweiz stehen die Erneuerung bzw. Sanierung von Brückenbauwerken im Zentrum der Arbeiten. Zu nennen sind hier die Erneuerung der Tragwerke über den großen und kleinen Liechtensteiner Binnenkanal, der Korrosionsschutz für die Buchser Rheinbrücke, der Neubau des Vorlandtragwerks der Rheinbrücke, des Werdenberger Binnenkanals und der Dreipfeilerbrücke (Flutbrücke).
Darüber hinaus sind Gleis- und Weichenneulagen, die Erneuerung von Durchlässen und Kabelarbeiten vorgesehen. In das umfangreiche Erhaltungs- und Modernisierungsprogramm in den Jahren 2024 und 2026 fließen insgesamt rund 100 Mio. Euro. Projektpartner sind das Land Vorarlberg, die Stadtgemeinde Feldkirch, Liechtenstein und die Gemeinden Eschen-Nendeln sowie Schaan.
Die Bauarbeiten werden abschnittsweise nicht nur tagsüber, sondern auch in den Nachtstunden durchgeführt. Dabei versuchen die ÖBB, Störungen der Anrainer:innen so gering wie möglich zu halten. Trotzdem ist aufgrund von Art und Umfang der Tätigkeiten mit Belästigungen durch Lärm, Staub, Licht und Baustellenverkehr zu rechnen. Auch akustische Warnsignale sind zum Schutz der Arbeiter:innen vorgeschrieben. Die ÖBB ersuchen um Verständnis. Trotz der Streckensperre ist im Gleisbereich jederzeit mit schienengebundenen Baufahrzeugen zu rechnen.
Änderungen für Bahnreisende – Schienenersatzverkehr und Umleitunge
Vom 10. August bis 9. September 2024 ist die Bahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs aufgrund der geplanten Arbeiten gesperrt. Für den Nahverkehr zwischen Feldkirch und Buchs wird für diese Zeit ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Die Haltestellen des SEV weichen teils von den Bahnhaltestellen ab. Die Fernverkehrszüge von/nach Zürich werden teils über St. Margrethen umgeleitet, teils ebenfalls mit Bussen von Feldkirch bis Buchs bzw. Sargans geführt. In Sargans können die Fahrgäste in die Fernverkehrszüge der SBB umsteigen. Die ÖBB bitten ihre Kundinnen und Kunden um Verständnis für die notwendigen Massnahmen und empfehlen, sich zeitgerecht im Vorfeld über die gewünschte Verbindung zu informieren. Über weitere Bautätigkeiten in den kommenden Projektphasen werden die ÖBB zeitgerecht informieren.
UPDATE vom 10. August 2024
Umgeleiteter EC 164 "Transalpin" Graz - Zürich bei der Vorbeifahrt in Rorschach
Statt neue Züge zu kaufen, modernisiert die BLS in ihrer Werkstätte Bönigen die alten Autozüge. Herzstück des Projekts ist der Umbau ausrangierter S-Bahn ABt Steuerwagen zu neuen BDt Steuerwagen für den Autoverlad am Lötschberg und am Simplon. Auch die in die Jahre gekommenen Verladewagen werden auf den neusten Stand der Technik gebracht. Zudem kommen künftig modernere Lokomotiven zum Einsatz.
Neu umgebauter BLS Steuerwagen BDt 930 (50 85 8035 930-7) am 17. August 2023 in Opfikon Foto: Marcel Manhart
Die Autozüge sind auf der einen Seite mit einer Lokomotive und auf der gegenüberliegenden Seite mit einem Steuerwagen bestückt. Dazwischen befinden sich die Verladewagen, auf welche die Kundinnen und Kunden mit ihren Autos fahren. Die bestehenden Steuerwagen sind teilweise über 50-jährig und am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Zudem besteht die Flotte aus Wagen verschiedener Hersteller, was den Unterhalt aufwändig macht. Die BLS hat sich entschieden, in einem nicht alltäglichen Projekt die Züge selbst zu modernisieren und aus ausrangierten S-Bahn-Wagen neue Steuerwagen zu bauen.
BLS setzt auf Nachhaltigkeit – bestehendes Material für neue Züge
Die BLS geht mit ihren Ressourcen sorgfältig um und setzt im Sinne der Kreislaufwirtschaft altes Material für die neuen Autozüge ein. Die alten S-Bahn-Wagen werden in der BLS-Werkstätte Bönigen komplett ausgehöhlt und mit neuster Technik ausgerüstet. Die neuen Steuerwagen verfügen danach über ein klimatisiertes Abteil mit neuen Sitzen. In diesem Zugteil reisen Kundinnen und Kunden, die ihre Motorräder oder Velos auf den Autozug verladen.
Besseres Licht und Durchsagen direkt auf dem Autozug
Bestehendes Material kommt auch bei den Verladewagen zum Einsatz: Die Dächer der alten Verladewagen werden wiederverwendet. Die Wagen selbst werden modernisiert. Sie erhalten eine verbesserte Beleuchtung und die Verladeklappen werden mit neuer Hydraulik versehen. Zudem sind die Durchsagen nun auch über Lautsprecher auf jedem Wagen des Autozuges hörbar.
Grüne BLS-Lok für den Autoverlad
Neu setzt die BLS ihre grünen Re 465-Lokomotiven am Autoverlad ein. Diese wurden bereits modernisiert. Das Komplett-Paket neuer Autozug – bestehend aus grüner Lok, Verladewagen und Steuerwagen – setzt die BLS ab Mitte / Ende 2024 am Autoverlad Lötschberg ein. Am Simplon sollen die neuen Autozüge 2026 eingesetzt werden. Sukzessive baut die BLS während den nächsten Jahren weitere alte Autozüge um. Mit der Modernisierung sind sie fit für die nächsten 20 Jahre.
"Fototermin" mit dem neu umgebauten BLS Steuerwagen BDt 930 (50 85 8035 930-7) für den BLS Autozug am Lötschberg (Kandersteg - Goppenstein) zusammen mit der BLS Re 465 018-0 am 17. August 2023 in Opfikon.
Testfahrten am 24. Juli 2024 am Lötschberg zwischen Frutigen und Kandersteg
Die SBB geht davon aus, dass der Gotthard-Basistunnel ab dem 02. September 2024 wieder vollständig für Reise- und Güterzüge zur Verfügung steht. Die Instandsetzungsarbeiten sind abgeschlossen. Nun folgen die Test- und Probefahrten. Ab diesem Zeitpunkt geht dann auch die trinationale Direktverbindung Frankfurt (Main) - Zürich HB - Milano Centrale in Betrieb; diese wird mit einem Stadler Giruno (SBB RABe 501) geführt.
SBB RABe 501 027 "Kanton Schaffhausen" bei der ersten fahrplanmässigen Fahrt eines Stadler Giruno nach Deutschland am 09. Juni 2024 als EC 472 Zürich HB (14.34) - Frankfurt (Main) Hbf (18.44) Foto: Marcel Manhart
Nach den schweren Unwettern der vergangenen Tage im Misox analysiert die SBB die Situation laufend. Aktuell sind die verfügbaren Kapazitäten im Personen- und Güterverkehr auf der Gotthard-Achse ausreichend. Die SBB bietet auf der Gotthard-Achse von Freitag bis Sonntag insgesamt 11'000 zusätzliche Sitzplätze gegenüber den anderen Wochentagen an. Die Auslastung einzelner Züge kann über die Belegungsprognose im Online-Fahrplan abgerufen werden. Dort besteht auch die Möglichkeit, Sitzplätze zu reservieren. Sollte die Nachfrage steigen, könnte die SBB darauf reagieren, indem sie beispielsweise zusätzliche Züge einsetzen würde.
Als wichtiger Meilenstein beim gemeinsamen Ausbau des Bahnangebots zwischen der Schweiz und Deutschland verkehrte zum "kleinen Fahrplanwechsel vom 09. Juni 2024 mit dem RABe 501 027 "Kanton Schaffhausen" erstmals ein Giruno auf der Strecke zwischen Zürich HB und Frankfurt (Main) Hbf. Ab dem 02. September 2024 geht dann auch die trinationale Direktverbindung Frankfurt (Main) - Zürich HB - Milano Centrale mit einem Stadler Giruno in Betrieb.
Ab Fahrplan 2026 soll der Giruno systematisch auch weitere Städte im deutschen Netz anfahren. So ist das Fahrzeug für zusätzliche Direktverbindungen vorgesehen; unter anderem zwischen Bern/Brig und Nordrhein-Westfalen, Chur/Zürich und Hamburg, sowie Chur/Zürich und Berlin. Für den geplanten Ausbau des Angebotes hat die SBB bekanntermassen 2022 sieben weitere Giruno bestellt.
Seit der Entgleisung eines Güterzugs im Gotthard-Basistunnel am 10. August 2023 hat die SBB die Arbeiten zur Wiederinstandsetzung mit Hochdruck vorangetrieben. Diese schreiten weiterhin wie geplant voran. Die SBB geht heute davon aus, dass sie am 02. September 2024 den längsten Eisenbahntunnel der Welt wieder vollständig in Betrieb nehmen kann. Damit verkehren alle Züge wieder mit Fahrzeiten wie vor der Entgleisung, womit sich die Reisezeit für die Kundinnen und Kunden im Vergleich zur Umleitung über die Panoramastrecke um eine Stunde verkürzt. Sie gelangen damit wieder in weniger als zwei Stunden von Zürich nach Lugano.
Ab der vollständigen Wiederinbetriebnahme kann die SBB ihren Kundinnen und Kunden auch erstmals einen vollständigen Halbstundentakt im Fernverkehr zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin anbieten. Ausserdem verkehren ab diesem Zeitpunkt auch die Direktzüge aus der Schweiz nach Bologna und Genua wieder, ebenso wie der Eurocity Basel–Luzern–Milano und die trinationale Verbindung Frankfurt–Zürich–Milano, auf der neu der Giruno verkehrt.
Test- und Probebetrieb
Bevor die SBB die Weströhre des Gotthard-Basistunnels wieder vollständig in Betrieb nehmen kann, führt sie einen Test- und Probebetrieb durch. Damit werden die Funktionen aller Anlagen und Systeme umfassend überprüft – ähnlich wie dies vor der Inbetriebnahme des Tunnels im Jahr 2016 gemacht worden war. Im Testbetrieb werden unter anderem Fahrten mit leeren Zügen durchgeführt, um die neuen Anlagen, insbesondere die Fahrbahn, zu testen und das Zusammenspiel aller Systeme zu prüfen. Im Rahmen des Probebetriebs ab Mitte August verkehren fahrplanmässige Züge, welche von Süden nach Norden durch den Gotthard-Basistunnel fahren, wieder durch die Weströhre. Ausserdem werden einzelne Züge durch die Weströhre des Gotthard-Basistunnels umgeleitet, die gemäss Fahrplan über die Panoramastrecke verkehren.
Im Hinblick auf die geplante Wiederinbetriebnahme wird die SBB dem Bundesamt für Verkehr (BAV) eine umfassende Dokumentation zu den durchgeführten Arbeiten sowie die erforderlichen Sicherheitsnachweise einreichen. Voraussetzung für die vollständige Wiederinbetriebnahme am 02. September 2024 ist die Freigabe des BAV.
Regelmässige Unterhaltsarbeiten im Gotthard-Basistunnel
Der Unterhalt eines Tunnels mit einer Länge von 57 Kilometern ist eine Daueraufgabe. So finden regelmässig Unterhaltsarbeiten im Gotthard-Basistunnel statt. Die SBB hat die unfallbedingte (Teil-)sperre der Weströhre nach der Entgleisung genutzt, um zahlreiche bereits vorher geplante Unterhaltsarbeiten vorzuziehen. Unabhängig von der Entgleisung im vergangenen August sind schon seit Längerem Planungen für regelmässige mehrtägige Unterhaltsfenster im Gang. Während diesen wird es auch zu Umleitungen über die Panoramastrecke und somit zu längeren Fahrzeiten kommen. Detailliertere Informationen zu den Unterhaltsfenstern wird die SBB kommunizieren, wenn diese bekannt sind und die Betriebserfahrungen seit dem Ereignis vom 10. August 2023 eingearbeitet sind. Sie steht dazu in engem Austausch mit dem BAV.
Massnahmen zur Vermeidung von Ereignissen und zur Minimierung von Auswirkungen
Der Abschlussbericht zur Unfallursache der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) steht noch aus. In einem Zwischenbericht hat die SUST festgehalten, dass ein Radscheibenbruch zur Entgleisung führte. Die SBB besitzt im Güter- und Personenverkehr keine Wagen mit entsprechenden Radsätzen, jedoch sind solche bei anderen europäischen Wagenhaltern des Güterverkehrs im Einsatz und verkehren auch in der Schweiz. Aufgrund des internationalen Einsatzes des betroffenen Radtyps braucht es Massnahmen, die auf europäischer Ebene definiert werden. Dies hat die SUST in ihrem Zwischenbericht festgehalten. Nach dem Erscheinen des Zwischenberichts der SUST hat das BAV über die europäischen Eisenbahnbehörden einen Aufruf lanciert. Damit hat es alle Wagenhalter in Europa, die Güterwagen mit ähnlichen Rädern aufweisen, aufgefordert, diese zu prüfen und nötigenfalls ausser Betrieb zu nehmen. Die SBB begrüsst, dass das BAV die Umsetzung entsprechender Massnahmen angestossen hat.
Die SBB hat den Unfall intern ebenfalls analysiert und unternimmt alles, um ähnliche Ereignisse verhindern bzw. deren Auswirkungen so stark wie möglich einschränken zu können. Zu den Massnahmen, um Ereignisse zu verhindern, gehören beispielsweise die frühzeitige Erkennung von notwendigen Instandhaltungsmassnahmen an Zügen mittels Zustands- und Bilddaten sowie der vermehrte Einsatz von Zugkontrolleinrichtungen. Um im Falle eines Ereignisses die Auswirkungen so stark wie möglich zu reduzieren und eine allfällige Entgleisung frühzeitig zu erkennen, prüft die SBB, bei den Spurwechseln im und vor dem Gotthard-Basistunnel streckenseitige Entgleisungsdetektoren zu installieren. Aufgrund der nötigen Zeit für die Planung und Installation solcher Anlagen sowie der komplexen Einbindung in die bestehenden Systeme geht die SBB davon aus, dass die erwähnten Massnahmen mittelfristig umgesetzt werden können.
Als zusätzliche unmittelbar umsetzbare Massnahme wird die Geschwindigkeit im Bereich der beiden Portal-Spurwechsel vor dem Gotthard-Basistunnel ab der vollständigen Wiederinbetriebnahme temporär auf 160 km/h reduziert, um im Fall eines sehr unwahrscheinlichen erneuten Ereignisses die Auswirkungen zu reduzieren. Die Geschwindigkeitsreduktion hat keinen Einfluss für die Kundinnen und Kunden oder die Anschlüsse im Tessin und in der Deutschschweiz, führt aber dazu, dass es weniger Fahrzeitreserven gibt, um beispielsweise Verspätungen aufzuholen. Im Gotthard-Basistunnel können die Personenzüge wie bisher mit bis zu 230 km/h fahren.
Schaden zu einem grossen Teil versichert
Die SBB geht aktuell von einer Sachschadenssumme, inklusive Ertragsausfällen, von rund 150 Millionen Franken aus. Davon sind rund 140 Millionen Franken versichert. Die Schätzgenauigkeit liegt für beide Zahlen bei +/- 20 Prozent.
Angebotsausbau ab Fahrplan 2026
Die DB und die SBB bauen das Angebot im internationalen Personenverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland weiter aus. Vor der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage nach Zugreisen Richtung Deutschland kontinuierlich. Heute befindet sie sich bereits wieder auf dem Niveau von 2019. Voraussichtlich ab 2026 werden mehr direkte Verbindungen via Basel zu verschiedenen Destinationen in Deutschland angeboten.
Für den geplanten Angebotsausbau hat die SBB bei Stadler sieben weitere Giruno-Züge bestellt. Diese erfüllen die Geschwindigkeitsvoraussetzung von 250km/h für den Einsatz auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken der DB. Die Züge werden zwischen der Schweiz und Deutschland via Basel verkehren. Die Investition beträgt rund 250 Millionen CHF. Diese sieben Fahrzeuge sind Teil der bestehenden Optionsrechte, welche die SBB bei der Ausschreibung der Giruno publiziert hatte. Die bestehenden 29 Giruno wurden 2014 bestellt. Am 10. Mai 2021 wurde der 29. Giruno ausgeliefert. Die Züge verkehren heute bereits zwischen Basel/Zürich bis nach Lugano/Mailand und weiter nach Genua, Bologna und Venedig.
Mit dem Angebotsausbau geht die vollständige Umstellung aller ICE-Verbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland auf den ICE 4, den modernsten Zug der DB, sowie der Einsatz von Giruno-Kompositionen der SBB in Deutschland einher.
Schwerpunkte des Angebotsausbaus voraussichtlich ab Fahrplan 2026 sind:
Mit dem "kleinen Fahrplanwechsel" vom 09. Juni 2024 ist erstmals auch ein Stadler Giruno fahrplanmässig nach Deutschland gefahren:
SBB RABe 501 027 "Kanton Schaffhausen" bei der Abfahrt am 09. Juni 2024 am Zürcher Hauptbahnhof als EC 472 Zürich HB (14.34) - Basel SBB (15.28/15.38) - Basel Bad Bf (15.44/15.52) - Freiburg (Breisgau) Hbf (16.24) - Ringsheim/Europa-Park (16.42) - Karlsruhe Hbf (17.31) - Mannheim Hbf (18.00) - Frankfurt (Main) Hbf (18.44).
Leserfotos aus Frankfurt (Main):
Nach intensiven Bauarbeiten und der Stabilisierung des Hangs konnte die SBB den Bahnbetrieb zwischen Rorschach und St. Gallen heute Montag wieder aufnehmen. Aufgrund der erforderlichen Sanierungsarbeiten kann der Bahnverkehr bis im Herbst nur eingleisig geführt werden. Es kommt weiterhin zu Fahrplaneinschränkungen.
Eine S4 der Südostbahn am 10. Juni 2024 in Goldach mit leichter Verspätung Foto: Marcel Manhart
Am Pfingstmontag kam es bei St. Fiden zu einem Hangrutsch. Die Bahnstrecke zwischen St. Gallen St. Fiden und Goldach musste in der Folge für den Bahnverkehr komplett gesperrt werden. Seither wurden über 1500 Kubikmeter Erdmaterial abgetragen, um den Hang zu stabilisieren. Die Arbeiten waren insbesondere aufgrund der erschwerten Witterungsbedingungen und der schwierigen Zugänglichkeit herausfordernd.
Trotz der starken Regenfälle am letzten Wochenende ist dank der Stabilisierungsarbeiten die Sicherheit gewährleistet, sodass der Bahnbetrieb wieder eingleisig aufgenommen werden kann.
Zwischen St. Gallen und Rorschach verkehren ab heute Montag wieder Züge statt Bahnersatzbusse. Der Hang und die Bahnstrecke werden weiterhin sorgfältig überwacht. Der Wanderweg bleibt bis auf weiteres gesperrt.
Um den Hang dauerhaft zu stabilisieren und die gesamte Bahnanlage wieder betreiben zu können, müssen in den nächsten Monaten umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen werden.
Während dieser Zeit kann nur eines von zwei Bahngleisen zwischen St. Gallen St. Fiden und Mörschwil für den Zugverkehr genutzt werden. Das hangseitige Gleis wird für die Logistik der Bauarbeiten benötigt. Dies führt voraussichtlich bis in den Herbst zu folgenden Einschränkungen im Bahnbetrieb:
Der IC5 fährt nur von/nach St. Gallen. Reisende von/nach Rorschach nutzen die S2 oder den IR13. Die Reisezeit verlängert sich um ca. 10 bis 20 Minuten.
*Die EC Zürich - München verkehren zwischen Zürich und St. Margrethen planmässig, fallen bis 21. Juni 2024 jedoch weiterhin zwischen St. Margrethen und München aufgrund von Unwetterschäden in Bayern aus. Einzig der EC290 verkehrt von Lindau-Reutin (06.52) über Bregenz (07.00) - St. Margrethen (07.10) - St. Gallen (07.29) - Winterthur (08.01) - Zürich Flughafen (08.16) nach Zürich HB (08.27).
Die S2 fährt ca. 5 Minuten früher ab St. Gallen in Richtung Goldach–Altstätten. Der Anschluss vom IC5 ist nicht gewährleistet. Ab Goldach und in der Gegenrichtung (Goldach–St. Gallen–Nesslau Neu St. Johann) verkehrt die S2 planmässig.
Die S4 verkehrt rund 4 Minuten später ab Au SG und erreicht St. Gallen rund 5 Minuten später. Ab St. Gallen Richtung Herisau–Rapperswil und in der Gegenrichtung verkehrt die S4 ohne Änderungen.
Die S7 nach Lindau Reutin verkehrt auf der Strecke Rorschach–St. Margrethen rund 3 Minuten früher. Betroffen sind nur Verbindungen, welche nach Lindau-Reutin fahren (unter der Woche drei Züge, am Wochenende acht Züge). Die Züge in der Gegenrichtung sowie die S7 Weinfelden–Rorschach verkehren planmässig.
In der Region können aufgrund der geänderten Fahrzeiten diverse Busanschlüsse nicht gewährleistet werden.
Die SBB ist bemüht, die Auswirkungen der reduzierten Gleiskapazitäten auf die Fahrplanstabilität der S-Bahn in St. Gallen möglichst gering zu halten. Trotzdem kann es zu Verspätungen, Reisezeitverlängerungen und geänderten Reisewegen kommen.
Online-Fahrplan vor jeder Fahrt konsultieren
Die SBB bittet um Verständnis und setzt alles daran, dass die Strecke so rasch wie möglich wieder uneingeschränkt befahrbar ist. Den Reisenden wird empfohlen, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren und mehr Reisezeit einzuplanen. Die Anpassung des Online-Fahrplans ist sehr komplex und erfolgt deshalb etappiert. Der Online-Fahrplan ist für die erste Phase bis 30. Juni 2024 angepasst. Weitere Anpassungen des Online-Fahrplans für die darauffolgende Phase sind in Vorbereitung.
Die Bahnstrecke Goldach - Mörschwil - St. Gallen St. Fiden auf der
Linie Rorschach - St. Gallen; aufgenommen am 19. Mai 2024 kurz vor 16.30 Uhr
Unterwegs mit Bahnersatzbussen
Am Samstag, 8. Juni 2024 feierte die Rhätische Bahn (RhB) die offizielle Eröffnung des neuen Albulatunnels. Die über 300 geladenen Gäste aus der Bahnbranche sowie Politik, Wirtschaft und Tourismus erlebten ein abwechslungsreiches Programm in den Festzelten bei den Tunnelportalen in Spinas und Preda. Und dazwischen – im neuen Tunnel – sorgte eine Lichtshow für viel Begeisterung. Als Ehrengast machte Bundesrat Dr. Albert Rösti der RhB seine Aufwartung.
Ehrengast Bundesrat Albert Rösti anlässlich seiner Ansprache in Preda Foto: Marcel Manhart
Zu den Anwesenden zählten auch die beiden Bündner Ständeräte Stefan Engler und Martin Schmid, Nationalrat Jon Pult, Standespräsident Franz Sepp Caluori, die gesamte Bündner Regierung sowie zahlreiche Grossrätinnen und Grossräte. Die beiden Standortgemeinden Bever und Bergün Filisur waren durch Gemeindepräsidentin Selina Nicolay und Gemeindepräsident Luzi Schutz vertreten. Vom Bundesamt für Verkehr (BAV) waren Direktor Peter Füglistaler und Vizedirektorin Anna Barbara Remund, sowie vom Amt für Energie und Verkehr Graubünden (AEV) dessen Vorsteher Thomas Schmid anwesend.
Der 5'860 Meter lange neue Albulatunnel wurde in zehnjähriger Bauzeit parallel zum bestehenden Tunnel gebaut und ist mit diesem durch 12 Querverbindungen verbunden. Die Gesamtprojektkosten betragen 407 Millionen Schweizer Franken. Nach der Betriebsaufnahme im neuen Tunnel wird der alte Albulatunnel zum Sicherheitstunnel umgebaut. Der erste fahrplanmässige Zug wird am 12. Juni 2024 durch den neuen Albulatunnel verkehren.
Nachdem der Albulatunnel II offiziell eröffnet wurde, wurde das Ereignis am Sonntag, 09. Juni 2024 mit einem grossen Publikumstag gebührend gefeiert. Geboten wurde ein unvergessliches Erlebnis mit einzigartigen Attraktionen und viel Unterhaltung für Gross und Klein. Von spannenden Einblicken in die Bauweise und Nachhaltigkeit des Tunnels bis hin zu musikalischer Unterhaltung und kulinarischem Genuss im Festzelt: Hier war für alle etwas dabei. Die Besucherinnen und Besucher konnten ebenso die Geschichte und Bedeutung der Albulalinie entdecken, während sich die Kleinen im Kinderbereich austobten. Mit dem zwischen Preda und Spinas verkehrenden Shuttlezug konnte der neue Tunnel aus nächster Nähe «erfahren» werden.
Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des neuen Albulatunnels hielt die Rhätische Bahn AG (RhB) am Freitag, 7. Juni 2024 ihre Generalversammlung ab. Diese wartete mit zwei Neuheiten auf: Sie fand erstmals in der Geschichte der RhB in Preda statt, und erstmals führte Dr. Mario Cavigelli als Verwaltungsratspräsident durch die Versammlung. Die ca. 450 anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre durften von einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 Kenntnis nehmen. Sie erteilten dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung Entlastung und bestätigten den siebenköpfigen Verwaltungsrat für weitere zwei Jahre.
Die RhB sei eine Marke, die geliebt und geschätzt werde, sie sei ein «Love-Brand», sagte Mario Cavigelli in seiner Eröffnungsrede. Er sei stolz und sehr dankbar, Teil dieser traditionellen und geschichtsträchtigen Unternehmung zu sein und sie weiterentwickeln zu dürfen. Die Leistungen, welche das Personal bei seiner täglichen Arbeit erbringe, seien beeindruckend und die Erfolgszahlen sehr erfreulich. Gleichwohl gelte es, in den kommenden Jahren verstärkt ein Augenmerk auf die Finanzierung der RhB zu legen, um die Herausforderungen wie den geplanten Angebotsausbau, die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den generell höheren Kostendruck durch die Teuerung, die Energiekosten sowie die Personal-, Lohn- und Zinsentwicklung abfedern zu können. Cavigelli betonte: «Als RhB haben wir die Ehre, die Freude und die Motivation dranzubleiben, wenn es darum geht, für den Kanton Graubünden und seine Bevölkerung, seine Wirtschaft und seine vielen Gäste von nah und fern Züge zu fahren. Und wir haben Freude und Respekt, dabei den Rückhalt von Bevölkerung und Behörden tagtäglich zu spüren».
Bei einem Projekt dieser Grössenordnung müssen verschiedenste Einflüsse berücksichtigt werden. Zum einen ist die Tunnelverbindung Teil des UNESCO Welterbes «Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina», was bedeutet, dass dem Welterbestatus Rechnung getragen werden muss. Zum anderen sind Umwelt- und Sicherheitsaspekte zu beachten.
Der Albulatunnel zwischen Preda und Spinas wurde 1903 in Betrieb genommen und ist heute UNESCO Welterbe. Eine Zustandserfassung des über 110-jährigen Albulatunnels im Jahr 2006 brachte gravierenden Erneuerungsbedarf und erheblichen Nachholbedarf bezüglich Sicherheit: Mehr als die Hälfte der 5'864 Meter langen Tunnelröhre befindet sich in schlechtem Zustand und muss erneuert werden. Nach eingehender Prüfung der Variante «Instandsetzung» einerseits und «Neubau» andererseits, entschied sich die Rhätische Bahn 2010 für einen Neubau. Ausschlaggebende Argumente dafür waren der relativ geringe Kostenunterschied, kaum fahrplanrelevante Einschränkungen während der Bauphase und das wesentlich höhere Sicherheitsniveau einer Neuanlage. Zudem gewährt der Neubau eine hohe Qualität und ist vorteilhaft in Bezug auf die Nachhaltigkeit.
Dem Welterbestatus Rechnung tragen
Der Albulatunnel liegt auf der Strecke Chur – Thusis – St. Moritz und ist seit 2008 Teil des UNESCO Welterbes «Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina». Bei der Planung des neuen Tunnels
arbeitete die Rhätische Bahn eng mit den Verantwortlichen der Denkmalpflege des Kantons und des Bundes zusammen. Sämtliche Änderungen des Erscheinungsbildes sowohl der Geländegestaltung als auch
der Anlagen wurden berücksichtigt. Die Ergebnisse wurden in einem «Masterplan» festgehalten und gelten als Richtschnur für den Umgang mit der historischen Bausubstanz und den neu eingefügten
Bauten.
Nachhaltige Bauweise
Die Erschliessung der abgelegenen Baustelle erfolgt zu einem Grossteil per Bahn, wofür auf beiden Seiten des Tunnels je ein Baubahnhof erstellt wird. In den Portalbereichen werden in der Bauphase
vorübergehend grössere Flächen belegt. Das anfallende Ausbruchmaterial dient als Rohstoff für die Beton- und Schotterproduktion und wird in Preda aufbereitet. Für Material ungenügender Qualität
wurde im Gebiet «Las Piazzettas» bei Preda eine geeignete Geländekammer zur Ablagerung von bis zu 250 000 m3 Ausbruchmaterial gefunden.
Umweltverträglichkeit gewährleistet
Zum gesamten Projekt wurde ein Umweltverträglichkeitsbericht erstellt. Der Bericht zeigt die Einwirkungen der neuen Anlagen während der Bau- und Betriebsphase auf die Umwelt auf und legt die zum
Schutz von Mensch, Tier, Landschaft, Luft und Wasser erforderlichen Massnahmen fest.
Sicherheit
Das Sicherheitskonzept am Albulatunnel basiert auf dem Prinzip der Selbstrettung. Die Anlage und die technische Ausrüstung erfüllen die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen an eine Bahnanlage.
Im Ereignisfall ermöglichen kurze Fluchtwege und Sicherheitseinrichtungen das Verlassen der Unfallstelle durch die Querverbindungen in den Sicherheitstunnel. Die Luft im Sicherheitstunnel steht
unter Druck und verhindert im Brandfall das Einströmen verrauchter Tunnelluft.
Impressionen aus Spinas
Einfahrt ab Spinas in den neuen Albulatunnel
Lichtshow im neuen Albulatunnel drinnen
Ausfahrt aus dem neuen Albulatunnel in Preda
Impressionen aus Preda
Ansprachen in Preda am 08. Juni 2024
UPDATE vom 12. Juni 2024
Am 02. Oktober 2018 erfolgte beim Neubau des Albulatunnels der Rhätischen Bahn (RhB) der Durchstich. In gut drei Jahren hatten die Mineure von Preda und Spinas her die 5’860 Meter lange Tunnelstrecke zwischen dem Albulatal und dem Oberengadin ausgebrochen. Damit war einer der grössten Meilensteine des 407 Millionen Franken-Projektes erreicht.
Die Mineure feiern den Durchstich beim Albulatunnel Foto: Marcel Manhart
Kurz vor dem Mittag stieg die Mannschaft des Vortriebs Spinas durch die Öffnung im Fels und überreichte den Kollegen des Vortriebs Preda die Statue der Schutzpatronin der Tunnelbauer, die Heilige Barbara. Nach diesem bewegenden Moment und Dankesworten seitens Vertretern der RhB und der beteiligten Unternehmungen konnte auf die gemeinsam vollbrachte Leistung angestossen werden.
Insgesamt wurden 250’000 m3 Gestein ausgebrochen. Das Ausbruchmaterial dient als Rohstoff für die Beton- und Schotterproduktion und wird in Preda aufbereitet. Material von ungenügender Qualität wurde über Förderbänder zur baustelleneigenen Deponie «Las Piazzettas» bei Preda transportiert und wird dort landschaftsverträglich wieder eingebaut. Der Hauptdurchstich im Albulatunnel erfolgte knapp ein Jahr nach dem ersten, «kleinen» Durchstich: Am 17. Oktober 2017 war mit dem Durchstich in die sogenannte Kaverne die heikelste Zone des Bergmassivs, die Störzone «Raibler Rauwacke» überwunden worden.
Mit dem erfolgten Durchstich ging es nun an den Innenausbau des Tunnels: Dazu wurde die letzte Schicht Spritzbeton der Tunnelauskleidung aufgetragen, die Tunnelsohle freigelegt und anschliessend der Unterbau (Bankett, Dienstweg, Entwässerung) erstellt. Ebenfalls wurden die 12 Querverbindungen zwischen dem alten und dem neuen Tunnel fertiggestellt. Danach anschliessend konnte mit dem Gleisbau und der Verkabelung der Bahntechnik begonnen werden.
In Abstimmung mit dem Programm vom Innenausbau des Tunnels wurden auch die beiden Bahnhöfe Preda und Spinas am Albulatunnel erneuert. Sowohl Preda als auch Spinas wurden inzwischen auf den heutigen Stand der Technik gebracht und behindertengerecht ausgebaut.
Begrüssung der Gäste durch Christian Florin, Leiter Infrastruktur RhB;
dazu die Informationen zum Programmablauf.
Einfahrt mit dem Extrazug in den Albulatunnel
Ansprache zum Durchstich im neuen Albulatunnel; Christian Florin, Leiter Infrastruktur RhB,
übergibt das Wort an den Verwaltungsratspräsidenten der RhB, Stefan Engler.
Ansprache durch den RhB Direktor Renato Fasciati
Countdown im Tunnel, die letzten Meter bis zum Durchstich.
Kurz vor dem Mittag stieg die Mannschaft des Vortriebs Spinas durch die Öffnung im Fels
und überreichte den Kollegen des Vortriebs Preda die Statue der Schutzpatronin der Tunnelbauer, die Heilige Barbara.
Nach diesem bewegenden Moment und Dankesworten seitens Vertretern der RhB
und der beteiligten Unternehmungen konnte auf die gemeinsam vollbrachte Leistung angestossen werden.
Nach intensiven Bauarbeiten und der Stabilisierung des Hangs kann die SBB den Bahnbetrieb zwischen St. Gallen und Rorschach ab Montag, 10. Juni 2024 wieder aufnehmen. Aufgrund der erforderlichen Sanierungsarbeiten kann der Bahnverkehr bis im Herbst nur eingleisig geführt werden. Es kommt weiterhin zu Fahrplaneinschränkungen.
Aktuell verkehren noch die Bahnersatzbusse ab dem Bahnhof Rorschach Foto: Marcel Manhart
Am Pfingstmontag kam es bei St. Fiden zu einem Hangrutsch. Die Bahnstrecke zwischen St. Gallen St. Fiden und Goldach musste in der Folge für den Bahnverkehr komplett gesperrt werden. Seither wurden über 1500 Kubikmeter Erdmaterial abgetragen, um den Hang zu stabilisieren. Die Arbeiten waren insbesondere aufgrund der erschwerten Witterungsbedingungen und der schwierigen Zugänglichkeit herausfordernd.
Trotz der starken Regenfälle am letzten Wochenende ist dank der Stabilisierungsarbeiten die Sicherheit gewährleistet, sodass der Bahnbetrieb wieder eingleisig aufgenommen werden kann.
Zwischen St. Gallen und Rorschach verkehren ab Montag, 10. Juni 2024 wieder Züge statt Bahnersatzbusse. Der Hang und die Bahnstrecke werden weiterhin sorgfältig überwacht. Der Wanderweg bleibt bis auf weiteres gesperrt.
Um den Hang dauerhaft zu stabilisieren und die gesamte Bahnanlage wieder betreiben zu können, müssen in den nächsten Monaten umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen werden.
Während dieser Zeit kann nur eines von zwei Bahngleisen zwischen St. Gallen St. Fiden und Mörschwil für den Zugverkehr genutzt werden. Das hangseitige Gleis wird für die Logistik der Bauarbeiten benötigt. Dies führt voraussichtlich bis in den Herbst zu folgenden Einschränkungen im Bahnbetrieb:
Der IC5 fährt nur von/nach St. Gallen. Reisende von/nach Rorschach nutzen die S2 oder den IR13. Die Reisezeit verlängert sich um ca. 10 bis 20 Minuten.
Die EC Zürich–München fallen bis und mit 9. Juni aus. Reisende zwischen Zürich und St. Gallen/ St. Margrethen nutzen die nationalen Verbindungen. Ab dem 10. Juni verkehren die EC Züge zwischen Zürich und St. Margrethen planmässig, fallen jedoch weiterhin zwischen St. Margrethen und München aufgrund von Unwetterschäden in Bayern aus. Einzig der EC290 (St. Gallen ab um 07:29 Uhr) verkehrt von Lindau-Reutin nach Zürich.
Die S2 fährt ca. 5 Minuten früher ab St. Gallen in Richtung Goldach–Altstätten. Der Anschluss vom IC5 ist nicht gewährleistet. Ab Goldach und in der Gegenrichtung (Goldach–St. Gallen–Nesslau Neu St. Johann) verkehrt die S2 planmässig.
Die S4 verkehrt rund 4 Minuten später ab Au SG und erreicht St. Gallen rund 5 Minuten später. Ab St. Gallen Richtung Herisau–Rapperswil und in der Gegenrichtung verkehrt die S4 ohne Änderungen.
Die S7 nach Lindau Reutin verkehrt auf der Strecke Rorschach–St. Margrethen rund 3 Minuten früher. Betroffen sind nur Verbindungen, welche nach Lindau-Reutin fahren (unter der Woche drei Züge, am Wochenende acht Züge). Die Züge in der Gegenrichtung sowie die S7 Weinfelden–Rorschach verkehren planmässig.
In der Region können aufgrund der geänderten Fahrzeiten diverse Busanschlüsse nicht gewährleistet werden.
Die SBB ist bemüht, die Auswirkungen der reduzierten Gleiskapazitäten auf die Fahrplanstabilität der S-Bahn in St. Gallen möglichst gering zu halten. Trotzdem kann es zu Verspätungen, Reisezeitverlängerungen und geänderten Reisewegen kommen.
Online-Fahrplan vor jeder Fahrt konsultieren
Die SBB bittet um Verständnis und setzt alles daran, dass die Strecke so rasch wie möglich wieder uneingeschränkt befahrbar ist. Den Reisenden wird empfohlen, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren und mehr Reisezeit einzuplanen. Die Anpassung des Online-Fahrplans ist sehr komplex und erfolgt deshalb etappiert. Ab voraussichtlich heute Abend Freitag, 7. Juni 2024 wird der Online-Fahrplan für die erste Phase bis 30. Juni 2024 angepasst sein. Weitere Anpassungen des Online-Fahrplans für die darauffolgende Phase sind in Vorbereitung.
Die Bahnstrecke Goldach - Mörschwil - St. Gallen St. Fiden auf der
Linie Rorschach - St. Gallen; aufgenommen am 19. Mai 2024 kurz vor 16.30 Uhr
Unterwegs mit Bahnersatzbussen
Die Deutsche Bahn (DB) ist bereit für das grösste Sportevent des Jahres in Deutschland. Als grösste Gastgeberin der Bundesrepublik und offizielle Nationale Partnerin der EURO 2024™ empfängt die DB ab Mitte Juni Fussballfans aus ganz Europa in der Hauptstadt. Rund um die sechs Begegnungen in Berlin erwartet die DB zehntausende zusätzliche Gäste in der Stadt. Seit vielen Monaten laufen deshalb die Vorbereitungen, um den Besucherinnen und Besucher die An- und Abreise auf der klimafreundlichen Schiene so angenehm und einfach wie möglich zu machen.
Der im Design der Host City Berlin beklebte S-Bahn Zug am Berliner Ostbahnhof Foto: Marcel Manhart
An den großen Berliner Bahnhöfen, insbesondere am Hauptbahnhof, stockt die DB das Personal deutlich auf. Insgesamt sind an den Spieltagen über 50 zusätzliche mehrsprachige Reisendenlenker:innen im Einsatz. Sie unterstützen Fans und Besucher:innen bei der Orientierung am Bahnhof. Zentrale Anlaufstelle am Berliner Hauptbahnhof ist der Welcome Desk: hier beraten DB-Mitarbeitende die nationalen wie internationalen Fans bei ihrer Anreise und allen Themen rund um die UEFA EURO 2024™. Auch die Wegeleitung wird erweitert. An den großen Berliner Bahnhöfen verstärkt die DB zudem die Reinigung.
Bahnhofsmanagerin Monika Jung: „Europas größter Kreuzungsbahnhof empfängt Europa. Wir sagen schon jetzt „herzlich willkommen“ und freuen uns sehr, dass es bald los geht. Die EM wird für alle Mitarbeitenden an den Bahnhöfen eine anstrengende, anspruchsvolle, aber vor allem erfüllende und einmalige Zeit. Uns treibt viel mehr, als nur ein guter Gastgeber zu sein. Wenn sich viele Fans für die klimafreundliche Bahn entscheiden, wird das die grünste und nachhaltigste EM aller Zeiten.“
Sicherheit während der EM
Die DB hat bereits langjährige Erfahrung mit Großveranstaltungen und Events. Seit mehreren Monaten bereitet sie sich intensiv und in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden und der UEFA auf die größere Nachfrage im Rahmen der UEFA EURO 2024™ vor. Klar ist: Die Sicherheit der Fahrgäste steht immer an erster Stelle. Bereits seit Anfang 2023 laufen die intensiven Vorbereitungen hinsichtlich der Securitymaßnahmen. Dabei setzt die DB auch auf enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Bundespolizei und der UEFA.
So fährt die S-Bahn zur EM
Die S-Bahn Berlin verstärkt auf Bestellung der Länder Berlin und Brandenburg das Zugangebot mit zusätzlichen Zügen zum Olympiastation, zu den Fanzonen am Brandenburger Tor bzw. am Reichstag und im Spätverkehr sowie mit dem Einsatz längerer Züge.
S-Bahnchef Peter Buchner: „Mit mehr und längeren Zügen sorgen wir während der EM dafür, dass unsere Gäste aus ganz Europa mit der S-Bahn zuverlässig zu den Spielen ins Olympiastadion und zum Fanfest am Brandenburger Tor kommen. An den Turniertagen fahren wir bis spät in die Nacht. Um dieses Angebot zu stemmen, leisten unsere Triebfahrzeugführer mehr als 300 Schichten zusätzlich.“
Für die An- und Abreise zu den sechs EM-Begegnungen im Berliner Olympiastadion verdreifacht sich die Kapazität: Zwischen Innenstadt und Olympiastadion verkehren dann sechs statt zwei Züge innerhalb von 20 Minuten – fast alle drei Minuten ein Zug. Auf diesen Verbindungen fahren durchgängig S-Bahnen mit acht Wagen. Damit können pro Stunde rund 21.600 Personen in/aus Richtung Innenstadt und 7.200 in/aus Richtung Spandau mit der S-Bahn an- und abreisen.
Für die Fans, die in der Fanzone am Brandenburger Tor feiern wollen, bietet die S-Bahn auch auf der Stadtbahn und auf den wichtigen Nordsüd-Verbindungen mehr Fahrten an. Bei späten Spielen werden zur Abreise zwischen 23 und 2 Uhr zusätzliche Züge auf der S1 zwischen Gesundbrunnen und Schöneberg sowie auf der S5 zwischen Westkreuz und Mahlsdorf eingesetzt. Während des gesamten Turniers fahren die Züge im Innenstadtbereich auch im Abendverkehr und am Wochenende mit längeren Zügen.
An Spieltagen im Olympiastadion sowie bei Veranstaltungen auf der Fanzone am Brandenburger Tor beginnen der Nachtverkehr im 30-Minutentakt in den Nächten zu Sonnabend und Sonntag sowie die Betriebspause unter der Woche ca. eine Stunde später. Somit besteht auf allen Linien abends ein 20-Minutentakt bis ca. 2.00 Uhr, am Finaltag bis ca. 2.30 Uhr.
Um eine klimafreundliche Anreise in modernen und komfortablen Zügen zu ermöglichen, können die Inhaber:innen von Stadion-Eintrittskarten in der EURO 2024 App eine kostenlose Fahrkarte abrufen. Dieser Fan Pass ist nur in der EURO 2024 App verfügbar. Er enthält ein 36-Stunden-Ticket für den ÖPNV im gesamten VBB-Gebiet, das von 6 Uhr am Spieltag bis 18 Uhr am Folgetag gilt. So können Fans auch nach dem Spiel noch die Hauptstadtregion erkunden.
Das zusätzliche Fahrtangebot zur EM wird sukzessive in der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbunds und der S-Bahn unter sbahn.berlin und in der S-Bahn-App zu sehen sein.
Im Fernverkehr steht zur An- und Abreise die größte ICE-Flotte aller Zeiten bereit, die mittlerweile auf über 400 Fahrzeuge anwachsen ist. Diese Züge werden im Turnierzeitraum alle rollen. Während des Turniers wird die DB allein 14 EM-Sonderzüge jeden Tag anbieten. Insgesamt bedeutet das knapp 10.000 zusätzliche Sitzplätze pro Tag.
Auch die BVG ist auf das Fussball-Grossereignis gut vorbereitet
Voller Einsatz, dribbelstark und routiniert, mit Torinstinkt und Ausdauer, Fairness und Erfahrung – und natürlich immer auf Ballhöhe. So sieht in wenigen Worten das Konzept der BVG für das kommende sportliche Großereignis aus. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen in Deutschlands größtem Nachverkehrsunternehmen, um – gemeinsam mit der S-Bahn Berlin – allen Fans eine entspannte und pünktliche Anreise zum Stadion oder zur Feiermeile in Mitte zu ermöglichen.
Weil ein internationales Turnier aber viel mehr bedeutet als Fahrplantabellen und Dienstpläne, wollen die BVGer*innen auch ihren Teil zu guter Stimmung und positiver Begeisterung beitragen. Kolleg*innen aus vielen Bereichen des Unternehmens haben sich freiwillig für eine besondere Aktion gemeldet.
Fans der in Berlin spielenden Mannschaften können sich in den U-Bahnhöfen auf eine Begrüßung in ihrer Landessprache freuen. Alle Stimmen dafür kommen von BVG-Mitarbeitenden, die damit ebenso für Gastfreundschaft stehen wie für die Vielfalt, die Berlin und die BVG auszeichnen. Die Ansagen wurden in den letzten Wochen aufgenommen und sind an den Spieltagen vor allem entlang der U1 und U2 zu hören. Natürlich wird auch die reguläre Fahrgastinformation entsprechend angepasst und verstärkt. Ein vereinfachter Netzplan erleichtert Fans die Orientierung im U- und S-Bahnnetz.
Stimmung statt Gedränge lautet das Motto der BVG dann am U-Bahnhof Olympia-Stadion. Vor allem nach Spielende sollen die Fans entspannt zum Zug kommen. Trotz dichter Takte kann es dabei erfahrungsgemäß vorkommen, dass der denkmalgeschützte U-Bahnhof kurzfristig wegen Überfüllung geschlossen werden muss. Dann ist sogenanntes Crowdmanagement gefragt. Beim DFB-Pokalfinale hat die BVG dafür ein neues Konzept erfolgreich getestet, das jetzt fortgesetzt wird. Damit niemand die Geduld verliert oder hitzige Situationen entstehen, wird es auf dem Vorplatz mehrsprachige Durchsagen geben. Außerdem sorgt ein DJ dort für gute Laune beim Warten.
U-Bahn: Ein neues Ziel für die U1
„Ihr könnt entspannt feiern, wir fahren euch. So lautet während des gesamten Turniers die Devise", sagt BVG-Vorstandsvorsitzender Henrik Falk. „Das Wichtigste bei allem ist: Bleibt freundlich und gelassen – auch wenn es mal etwas voll wird. Unsere Kolleg*innen sind Fans wie ihr und geben ihr Bestes, damit alle eine gute Zeit in Berlin haben. Nehmt Rücksicht und achtet auf euch und aufeinander. So werden die nächsten Wochen zum Sommermärchen 2024."
Natürlich kümmert sich die BVG nicht nur um die gute Laune, sondern sorgt auch für ein bestmögliches Verkehrsangebot. Das beginnt schon rund um die Fanfeiern in Mitte. An den Spieltagen wird die U5 deutlich länger als üblich im dichten Takt unterwegs sein. Bis zum Betriebsschluss fahren die Züge auf dem Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Frankfurter Allee alle fünf Minuten.
Rund um die Feierzone wurden und werden bis zum Anpfiff außerdem zahlreiche Standorte für die Leihfahrzeuge der BVG-Mobilitätsplattform Jelbi geschaffen. Fans – natürlich nur nüchterne – finden dort das passende Gefährt, vor allem Sharing-Bikes und E-Tretroller, um zum nächsten Bahnhof (oder weiter) zu kommen. Insgesamt 13 Jelbi-Punkte gibt es in Kürze im Bereich Tiergarten zwischen Brandenburger Tor und Großem Stern. Rund die Hälfte ist schon eingerichtet. Im gesamten Bezirk Mitte sind es dann über 100 Jelbi-Standorte. Rund um die Fanmeile ist die Jelbi-Fußpatrouille der Sharing-Anbieter unterwegs, um für ein ordentliches Abstellen der Fahrzeuge zu sorgen.
Für die An- und Abreise zum Stadion bekommt die Linie U1 zeitweise eine andere Linienführung. Wenn in Berlin gekickt wird, fährt sie von nachmittags bis in den Abend zwischen Warschauer Straße und Olympia-Stadion. Die Züge sind alle 10 Minuten unterwegs. Die U2 fährt alle 5 Minuten bis zum Stadionbahnhof (alle 10 Minuten weiter bis Ruhleben) und bis in den späten Abend im dichten Takt. Auf dem Abschnitt zwischen Wittenbergplatz und Olympia-Stadion fahren damit 18 U-Bahnen pro Stunde. Die U1 zwischen Wittenbergplatz und Uhlandstraße pausiert in diesen Zeiten. Fahrgäste können auf diesem kurzen Abschnitt auf die Linienbusse der Linien M19 und M29 ausweichen.
Die Fans profitieren von einem Kombiticket-Vertrag mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB): Bei den Tickets zu den Spielen in Berlin ist die kostenlose Nutzung des ÖPNV im gesamten Verbundgebiet des VBB von 6 Uhr am Spieltag bis 18 Uhr des Folgetages inklusive.
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und Stadler haben eine Vertragsoption für die Herstellung und Lieferung von 33 neuen Triebzügen des Typs FLIRT Evo unterzeichnet. Der Abruf erfolgte im Rahmen des grössten Rahmenvertrags in der Schweizer Eisenbahngeschichte zur Lieferung von maximal 510 einstöckigen Triebzügen. Sie werden ab Ende 2030 zwischen der Schweiz und Frankreich verkehren, um auch im Regionalverkehr Direktverbindungen bzw. den 30-Minuten-Takt anbieten zu können. Diese Vertragsunterzeichnung bestätigt einmal mehr den internationalen Erfolg unseres Bestsellers FLIRT. Die neuen FLIRT Evo für Frankreich werden wie auch die Fahrzeuge des ersten Abrufs am Fertigungsstandort in Bussnang (TG) produziert.
Foto: SBB / Stadler
Die SBB haben eine Vertragsoption für 33 weitere Triebzüge des Typs FLIRT unterzeichnet. Die Bestellung gehört zum 2022 unterzeichneten Rahmenvertrag zwischen SBB, Thurbo und RegionAlps über die Entwicklung und Lieferung von maximal 510 einstöckigen FLIRT-Zügen. Mit der Unterzeichnung des Rahmenvertrags wurde Stadler bereits im Jahr 2022 mit der Herstellung eines ersten Abrufs von 286 FLIRT-Zügen beauftragt. Knapp eineinhalb Jahre später präsentierte Stadler erstmals den neuen FLIRT Evo der Öffentlichkeit.
Nachdem bereits 1997 durchgehende Verbindungen zwischen der Schweiz und Frankreich eingeführt worden sind, freut sich Stadler, nun gemeinsam mit der SBB den grenzüberschreitenden Regionalverkehr den Erfordernissen eines internationalen Wirtschaftsraumes anzupassen. Die neuen Fahrzeuge werden grenzüberschreitend zum Einsatz kommen und zwischen der Nordwestschweiz und dem Elsass schnellere Direktverbindungen ermöglichen. Die neuen Triebzüge werden in der Schweiz und Frankreich zugelassen und bringen ab Ende 2030 Fahrgäste im 30-Minuten-Takt direkter und schneller ans Ziel.
«Wir sind stolz darauf, mit unserem bewährten Bestseller FLIRT das Bahnangebot nach Frankreich ausbauen zu können. Die Unterzeichnung dieser Vertragsoption bringt den grenzüberschreitenden Verkehr einen bedeutenden Schritt voran. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der SBB, um den Fahrgästen mit unseren modernen, bedarfsoptimierten FLIRT-Zügen mehr Komfort und Flexibilität zu bieten und so ein besseres Reiseerlebnis zu ermöglichen», freut sich Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler.
Triebzüge mit besonderen Features
Die Fahrzeuge verfügen über zwei integrierte Bahnstrom- und Zugsicherungssysteme, um den Einsatz sowohl in der Schweiz als auch in Frankreich zu ermöglichen. Ausserdem können in Frankreich bis zu drei FLIRT Evo gekoppelt verkehren. In der Schweiz ist auch eine Mischtraktion mit anderen FLIRT Evo bis Vierfachtraktion möglich. Dies trägt wiederum zu einem flexiblen Einsatz und damit zum wirtschaftlichen Betrieb der Flotte bei.
Die FLIRT-Züge wurden hinsichtlich Gesamtkapazität weiter optimiert und verbessert. Sie bieten mehr Plätze für Fahrräder sowie Stauraum für Kinderwagen und grosse Gepäckstücke. Gleichzeitig berücksichtigen die Fahrzeuge die Bedürfnisse von Fahrgästen mit eingeschränkter Mobilität und verfügen pro Zug über zwei Plätze für Reisende im Rollstuhl sowie ein rollstuhlgängiges WC. Die Fahrgastkapazität beträgt je Fahrzeug total 146 Sitzplätze bzw. 292 Sitzplätze in Doppeltraktion.
