Oktober 2016


Deutsche Bahn: Besserer Mobilfunkempfang im ICE

Der Mobilfunkempfang in den Fernverkehrszügen wird besser: Die Deutsche Bahn (DB) rüstet in Zusammenarbeit mit den Mobilfunknetzbetreibern Deutsche Telekom, Telefónica Germany und Vodafone einen Grossteil ihrer Fernverkehrsflotte mit neuen Mobilfunkrepeatern aus. Insgesamt werden 3.750 Wagen bis Ende 2018 mit der neuen Technik ausgestattet, wofür DB und Mobilfunknetzbetreiber gemeinsam rund 80 Millionen Euro investieren. In einem ersten Schritt werden bis Sommer 2017 ältere Repeater in sämtlichen Handybereichen im ICE ersetzt. Anschliessend werden weitere ICE-Wagen sowie ausgewählte 1. Klasse-Wagen der Intercity-Flotte ausgestattet. Darüber hinaus erhalten auch die neuen ICE 4, deren Einführungsphase noch in diesem Jahr beginnt, die neue Technik.

Die DB verspricht besseren Mobilfunkempfang in ihren ICE-Zügen                                                              Foto: Marcel Manhart

 

 

Während die bisherigen Repeater vor allem auf die Mobilfunkfrequenzen für Sprachtelefonie (GSM) ausgelegt waren, unterstützt die neue Technik sämtliche heute von den Mobilfunkanbietern verwendeten Frequenzbänder. Sie schafft damit bestmögliche Empfangsbedingungen für die gängigen Netzstandards GSM, UMTS und LTE für stabile Sprachtelefonie und schnelle Datenübertragung. So soll es zukünftig erheblich weniger Gesprächsabbrüche und wesentlich höhere Datenraten im Zug geben. Mithilfe der Repeater können die Fahrgäste über den Datentarif ihres Mobilfunkanbieters das Internet nutzen und haben so neben dem Internetzugang über WLAN in den ICE-Zügen eine weitere Möglichkeit zum mobilen Surfen. Wagen, die über die neue Technik verfügen, werden mit einem Smartphone-Piktogramm gekennzeichnet.

 

Repeater sind notwendig, da die Aussenhülle der Fernverkehrszüge nahezu undurchlässig für Mobilfunksignale ist. Die Repeater verstärken die über Antennen auf den Wagen empfangenen Mobilfunksignale und geben sie in den Fahrgastraum weiter. Neben stabilen Telefonieverbindungen und schneller Datennutzung ergibt sich für Fahrgäste ein geringerer Akkuverbrauch, da die Smartphones aufgrund des besseren Empfangs die Sendeleistung auf bis zu ein Tausendstel reduzieren können. Zusätzlich zu den Repeatern werden Messboxen in die Züge eingebaut, die eine detaillierte Qualitätsanalyse der Mobilfunkqualität entlang der Strecke sowie im Innenraum erlauben. Von den Fahrgästen erlebte Problemstellen können auf diese Weise schnell identifiziert werden. Die Mobilfunknetzbetreiber können dann die Mobilfunkversorgung an den Eisenbahnstrecken gezielt verbessern.

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SBB Cargo schafft Taktfahrplan für Güterverkehr

SBB Cargo modernisiert im Wagenladungsverkehr gemeinsam mit den Kunden ihr Angebot: Grosse Standorte werden ab dem Fahrplanwechsel bis zu drei Mal täglich bedient. Gleichzeitig führt SBB Cargo per Fahrplanwechsel ein Buchungssystem für die Kunden ein, mit dem konkrete Abhol- und Zustellzeiten gebucht und verbindlich zugesagt werden können.

SBB Cargo bedient grosse Standorte neu bis zu drei Mal täglich                                                                  Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Nach der wirtschaftlichen Sanierung macht sich die SBB mit der Modernisierung im Wagenladungsverkehr fit für die Zukunft des Schienengüterverkehrs und schafft ein attraktives Angebot für die verladende Wirtschaft. SBB Cargo passt sich dem zunehmenden Tempo der Logistik an und bedient grosse Standorte neu nicht mehr nur einmal, sondern bis zu drei Mal täglich.

 

Konkret wird für den Güterverkehr per Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 ein Taktfahrplan mit drei Verarbeitungsphasen in den Rangierbahnhöfen geschaffen. Dieser ist so gelegt, dass der Pendlerverkehr in den Morgen- und Abendstunden möglichst nicht tangiert wird. Die Kunden im Güterverkehr profitieren nebst der höheren Bedienfrequenz von mehr Expressverbindungen über Nacht. Gleichzeitig führt SBB Cargo per Fahrplanwechsel ein Buchungssystem ein, mit dem konkrete Abhol- und Zustellzeiten gebucht und verbindlich zugesagt werden können.

 

Mit dem «Wagenladungsverkehr 2017» bekräftigt die SBB, dass der Wagenladungsverkehr in der Schweiz ein strategisches Kerngeschäft ist und auch in Zukunft bleiben wird. Das Unternehmen setzt damit seinen Kurs in Richtung Wirtschaftlichkeit und Effizienz fort. Um die Wettbewerbsfähigkeit im Wagenladungsverkehr langfristig zu erhöhen und attraktive Angebote zu stärken, entwickelt SBB Cargo das Angebot im Wagenladungsverkehr ständig weiter.

 

 

Der Wagenladungsverkehr in der Schweiz

 

SBB Cargo leistet mit einem Anteil von 25 Prozent an der gesamten Transportleistung (Strasse/Schiene) einen sehr grossen Beitrag für die Versorgung der Schweiz. Der Wagenladungsverkehr (WLV) übernimmt dabei die tragende Rolle. Als Erklärung: In der Schweiz gibt es gegen 1300 Anschlussgleise, die Industrie und Gewerbe mit dem Netz der SBB verbinden. Die Gleise sind zentral für den Transport im Wagenladungsverkehr, weil über sie die Güter direkt zu den Kunden gelangen. Der WLV umfasst einzelne Wagen, Wagengruppen und ganze Züge, die im Schweizer Bahnnetz befördert werden.

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"SBB Green Class": Umfassendes Kombiangebot für Schiene und Strasse

Ein SwissPass inkl. Generalabonnement 1. Klasse, ein BMW i3 Elektroauto, PubliBike, Mobility, P+Rail und mehr: Für ein Jahr bekommen Testkunden von «SBB Green Class» zu einem Fixpreis ein umfassendes, flexibles und umwelt-freundliches Angebot. Dies im Rahmen eines Markttests in Zusammenarbeit mit BMW, der von der ETH Zürich wissenschaftlich begleitet wird. Die SBB erhofft sich davon Erkenntnisse für die Gestaltung der Tür-zu-Tür-Mobilität.

Ulrich Weidmann, Professor für Verkehrssysteme an der ETH Zürich, Andreas Meyer, CEO SBB AG und Kurt Egloff, CEO BMW Schweiz AG (v.l.n.r) stellten "SBB Green Class" heute in Bern vor                                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Die Mobilität der Zukunft beginnt heute: Bis zum 16. November 2016 können sich interessierte Kunden bei der SBB melden, um ab dem 1. Januar 2017 ein Jahr lang ein weltweit einmaliges Mobilitätsangebot zu erhalten. Der Markttest «SBB Green Class» vereinigt das Beste aus vielen Mobilitätswelten. Zum Preis von 12'200 Franken profitieren 100 Testkunden von einem umfassenden, flexiblen und umweltfreundlichen Angebot entlang der gesamten Mobilitätskette. Dank dem Elektroauto BMW i3 und dem SwissPass inkl. GA 1. Klasse sowie den Sharing-Optionen Mobility und PubliBike kombiniert «SBB Green Class» umweltfreundliche, individuelle Mobilität auf der Strasse mit den Angeboten des öffentlichen Verkehrs. Zum Angebot gehören auch ein Jahresabonnement von P+Rail sowie eine WallBox (inkl. Montage) am Wohnort für die Aufladung des Elektroautos. Mit «SBB Green Class» können die Pilotkunden nachhaltige Mobilitätsoptionen individuell nach ihren Bedürfnissen kombinieren – dies auf der ganzen Reisekette.

 

 

Neue Erkenntnisse über die Mobilität der Zukunft

 

«SBB Green Class» wird wissenschaftlich begleitet von der ETH Zürich. Die Pilotkunden zeichnen ihr Mobilitätsverhalten mit einer App auf. Dazu gehören tägliche Bewegungsprofile, Aufenthaltsorte und die Nutzungsdaten der jeweiligen Verkehrsträger. Zudem werden sie regelmässig zu ihren Erfahrungen und zur Zufriedenheit befragt. Die Daten werden von der ETH Zürich ausgewertet. Von den Resultaten verspricht sich die SBB wichtige Erkenntnisse über Anforderungen der Kunden für die kombinierte Mobilität von Tür-zu-Tür. Der Markttest ist ein wichtiges Element für die SBB, um sich zusammen mit Kunden auf die Mobilität der Zukunft vorzubereiten.

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Neue Recycling-Stationen und Aschenbecher in den Bahnhöfen Chur, Schaffhausen und Wil

Ab heute werden die Bahnhöfe Chur, Schaffhausen und Wil SG mit insgesamt 79 Recycling-Stationen und 78 Aschenbechern ausgerüstet. Damit ermöglicht die SBB ihren Kundinnen und Kunden die getrennte Entsorgung von PET, Alu, Zeitungen sowie Restmüll und somit umweltbewusstes Verhalten auch unterwegs. Die Bahnhöfe Basel SBB, Bern, Genf Cornavin, Luzern und Zürich Hauptbahnhof wurden bereits im November 2014 mit Recycling-Stationen und Aschenbechern ausgestattet – in den Bahnhöfen Lausanne, St. Gallen, Winterthur und Zug besteht die Möglichkeit zur Abfalltrennung seit Dezember 2015.

Getrennte Abfallentsorgung ist künftig auch im SBB/RhB Gemeinschaftsbahnhof Chur möglich                  Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Bilanz nach der Lancierung der Recycling-Stationen in den neun Bahnhöfen ist erfreulich: Dank der aktiven Unterstützung der Kundinnen und Kunden wird sich bis Ende dieses Jahres die Trennquote bei zirka 45 Prozent einpendeln. In absoluten Zahlen ausgedrückt heisst dies für die neun Bahnhöfe, dass von insgesamt 2256 Tonnen Abfall 1490 Tonnen Restmüll, 202 Tonnen PET, 86 Tonnen Alu und 478 Tonnen Papier gesammelt werden. Insgesamt können somit rund 900 Tonnen Wertstoffe in den Recycling-Prozess zurückgeführt werden, was die Umwelt massgeblich entlastet.

 

Dank den Aschenbechern wird zudem der Abfall von Zigarettenstummeln im Gleisfeld reduziert – dies aufgrund einer gut sichtbaren Stele, die direkt am Aschenbecher angebracht ist. Die Reinigung des Gleisfeldes kostet die SBB jährlich knapp 4 Millionen Franken und ist nur mit grossem Sicherheitsaufwand zu bewältigen.

 

IGORA (Alu-Recycling) und PRS (PET-Recycling Schweiz) unterstützen die SBB bei diesem partnerschaftlichen Projekt. Die SBB wird bis Ende Jahr insgesamt 25 Bahnhöfe in allen Landesteilen mit Recycling-Stationen und Aschenbechern ausrüsten.

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Infoarena Albulatunnel erhält German Design Award

Die Infoarena Albulatunnel der Rhätischen Bahn (RhB) ist mit dem German Design Award 2017 ausgezeichnet worden. Die international besetzte Jury liess sich von der originellen, informativen Baustelleninszenierung zum Neubau des Albulatunnels in Preda überzeugen. Der German Design Award zählt zu den anerkanntesten Design-Wettbewerben weltweit und geniesst weit über Fachkreise hinaus hohes Ansehen.

Internationale Auszeichnung und Anerkennung für die Infoarena Albulatunnel                               Foto: RhB / Christof Eugster

 

 

Der German Design Award entdeckt und präsentiert einzigartige Gestaltungstrends. Er zeichnet innovative Produkte, Projekte und Gestalter aus, die in der Designlandschaft wegweisend sind. Im Katalog zum German Design Award 2017 lobt die internationale, 48-köpfige Jury die herausragende Designqualität und das ganzheitliche Konzept der Infoarena Albulatunnel, bei welcher die alpine Baustelle in eine 165 Meter lange rote, der Bergsilhouette nachempfundene Wand «verpackt» wurde. Diese fungiert gleichzeitig als Baustellenzaun, Information und Landmark. Das Designkonzept der Infoarena Albulatunnel wurde von den beiden Ateliers «Erlebnisplan» in Luzern und Frank Dittmann, Atelier für Szenografie und Architektur in Zürich ausgearbeitet. Die Preisverleihung zum German Design Award 2017 findet am 10. Februar 2017 in Frankfurt statt.

 

 

Infoarena Albulatunnel stösst auf grosses Besucherinteresse

 

Roman Cathomas, verantwortlicher Projektleiter Infoarena Albulatunnel bei der RhB, zeigte sich sehr erfreut über die Auszeichnung: «Die Prämierung der Infoarena Albulatunnel bekräftigt unsere Bemühungen der Erlebnisinszenierung und unseren hohen Anspruch an Qualität und Design. Zudem war für uns die stimmige Einbettung der Infoarena in die Baustellensituation in Preda sehr wichtig». Die RhB sei überzeugt, dass Bauen und Tourismus in der richtigen Kombination sogar einen Mehrwert darstellen kann. Deshalb sei man immer bemüht, die grosse Bautätigkeit auch aus dem Blickwinkel des Gastes anzuschauen und Erlebnisse daraus zu gestalten, so Cathomas weiter. Und dies wird offensichtlich auch geschätzt: Obwohl saisonbedingt nur ein halbes Jahr zugänglich, waren auf der alpinen Baustelle seit der Eröffnung der Infoarena Albulatunnel im Juni 2015 bei den angebotenen Führungen bereits über 6 000 Besucherinnen und Besucher zu verzeichnen. Und ganz generell hat sich die Infoarena Albulatunnel zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt.

 

 

Infoarena Albulatunnel – Ein Erlebnis für Gross und Klein

 

Die Infoarena Albulatunnel in Preda dokumentiert während der Bauzeit das Grossprojekt «Neubau Albulatunnel». Die Infoarena ist von Anfang Mai bis Ende Oktober täglich zwischen 8.00 und 20.00 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenlos und erfolgt individuell. Es werden auch regelmässig Baustellenführungen angeboten.

 

Weitere Informationen unter:  www.rhb.ch/infoarena

 

 

German Design Award

 

Der German Design Award zeichnet innovative Produkte, Projekte und Gestalter aus, die in der Designlandschaft wegweisend sind. Die Infoarena-Albulatunnel wurde in der Kategorie «Urban Space» mit einer «Special Mention» ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen unter: www.german-design-award.com

 

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SBB bestellt drei neue Lösch- und Rettungszüge

Dank der Beschaffung von drei weiteren neuen Lösch- und Rettungszügen (LRZ) kann die SBB die Sicherheit im Bahnverkehr weiter erhöhen. Der Auftrag im Wert von 32 Millionen Franken geht an das Konsortium Windhoff/Dräger. Mit dieser Beschaffung ersetzt die SBB die letzten Kompositionen aus den ersten Generationen.

Sicherheit im Bahnverkehr: SBB Lösch- und Rettungszug in Biasca                                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

Die neuen Lösch- und Rettungszüge werden Ende 2018 ausgeliefert und anschliessend in Zürich, Biel und Olten im Einsatz sein. Mit dieser Beschaffung ersetzt die SBB die letzten Kompositionen aus den ersten Generationen und erhöht dadurch die Sicherheit im Bahnverkehr. Mit den modernen Fahrzeugen kann die vor Ort anwesende Mannschaft ihren Einsatz effizienter bewältigen. Das unterstützt die Umsetzung der neuen Einsatztaktik: Die Mannschaft gewährleistet rund um die Uhr, dass der Lösch- und Rettungszug innerhalb weniger Minuten ausrücken kann.

 

Jeder Lösch- und Rettungszug besteht aus einem Rettungsfahrzeug, einem Tanklöschwagen und einem Gerätefahrzeug. Er erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und kann steckengebliebene Züge mit einem Gewicht von über 1600 Tonnen abschleppen. Der Führerstand und das Rettungsfahrzeug sind mit einer autonomen Atemluftversorgung ausgestattet. Im Notfall können bis zu 60 Personen im Rettungsfahrzeug evakuiert werden. Der Tanklöschwagen fasst 50 Kubikmeter Wasser. Auch eine Schaumanlage ist bei Bedarf verfügbar.

 

Gebaut werden die drei neuen Lösch- und Rettungszüge vom Konsortium Windhoff/Dräger in Deutschland. Dieses hat bereits die Lösch- und Rettungszüge für den Gotthard-Basistunnel geliefert. Die SBB hat den Auftrag im Wert von 32 Millionen Franken als sogenannte zweite Optionseinlösung des 2012 abgeschlossenen Vertrages vergeben. Damit hat die SBB ab Ende 2018 schweizweit 17 Lösch- und Rettungszüge der neuen Generation im Einsatz.

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ADAC Test: Mit dem Bus problemlos zur Schule

Freche Rotzgören, mürrische Fahrer, überfüllte Busse, die allenfalls nach dem „Eichhörnchen-Prinzip“ zufällig mal pünktlich kommen. So oder so ähnlich lauten vermutlich die negativsten Klischees über den Schülerverkehr der BVG. Denkste!, sagt jetzt der ADAC. In einem bundesweiten Schulbus-Test des Automobilclubs belegt Berlin den Spitzenplatz, bekommt Bestnoten für Pünktlichkeit, Sicherheit, Barrierefreiheit, Fahrgastinfo und die Freundlichkeit der Fahrerinnen und Fahrer.

Berlin ist Spitzenreiter unter den Bundesländern                                                                                             Foto: Marcel Manhart

 

 

„Wir freuen uns sehr über das Ergebnis“, sagt Torsten Mareck, BVG-Bereichsleiter Bus. „Die Berliner Schülerinnen und Schüler liegen uns besonders am Herzen, das zeigen auch unsere vielfältigen Aktivitäten zum Thema Verkehrssicherheit. Ein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen am Steuer, die Tag für Tag mit großer Professionalität, Umsicht und einer guten Portion Humor dafür sorgen, dass die jungen Fahrgäste sicher und zuverlässig zur Schule und wieder nach Hause kommen.“

 

„Die erfreulichen Testergebnisse in Berlin zeigen, dass die BVG ihre Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler sehr ernst nimmt“, betont Jörg Becker, Fachbereichsleiter Verkehr und Technik im ADAC Berlin-Brandenburg. „Die insgesamt gute Bewertung ist auch Resultat der konstruktiven Zusammenarbeit aller Verantwortlichen in den Verkehrssicherheits-Netzwerken in unserer Stadt.“

 

Die ADAC-Tester waren im ersten Halbjahr 2016 unangekündigt und inkognito auf Schulbuslinien in ganz Deutschland unterwegs. In Berlin nahmen sie neben dem Einzelsieger, der Buslinie M46, auch die Linien M82, X10, 122 und 249 unter die Lupe. Bewertet wurden mehr als 100 Einzelkriterien. Alle getesteten BVG-Linien schnitten mit dem Gesamturteil „sehr gut“ ab.

 

 

Mehr zum ADAC-Schulbus-Test

 

Konkret testete der Automobilclub insgesamt 60 Fahrten mit ÖPNV-Bussen in zehn Bundesländern. Das Ergebnis ist erfreulich: Mehr als ein Drittel bekam die Note „sehr gut", 60 Prozent ein „gut" und nur drei Fahrten wurden mit „ausreichend" bewertet. Die Noten „mangelhaft" und „sehr mangelhaft" mussten die Prüfer gar nicht erst vergeben. Überfüllte Busse gab es in diesem Test kaum. Insgesamt waren deutlich mehr positive Punkte zu verzeichnen als negative.

 

Unter den Bundesländern schnitt Berlin am besten ab. Alle fünf getesteten Fahrten erhielten ein sehr gutes Gesamturteil. Die Neuköllner Linie M46 konnte die meisten Punkte unter den getesteten Berliner Bussen verbuchen. Auch das Land Brandenburg erzielte positive Ergebnisse mit zwei sehr guten und drei guten Bewertungen. „Die erfreulichen Testergebnisse in Berlin und Brandenburg sind vor allem das Resultat der konstruktiven Zusammenarbeit aller Verantwortlichen in den Verkehrssicherheits-Netzwerken beider Bundesländer", betont Jörg Becker, Fachbereichsleiter Verkehr und Technik im ADAC Berlin-Brandenburg.

 

Pünktlich, nicht überfüllt, die Haltegriffe in kindgerechter Höhe, Videoüberwachung sowie Spiegel/Kamera zur Kontrolle des hinteren Türbereichs, eine Kabine für den Fahrer, vollständige Beschilderung und ein Display mit umfassenden Informationen, ein eigener Bereich mit Stopp-Taste für Rollstuhlfahrer und nicht zuletzt ein freundlicher Fahrer – diese Pluspunkte haben die Spitzenreiter im Test vorzuweisen.

 

Bundesweit lieferten über das gesamte Testfeld hinweg die Busse ein erfreuliches Bild: Drei Viertel der Fahrer waren durch eine Kabine vor dem Lärm der Kinder geschützt und fast alle waren konzentriert, zumeist freundlich und korrekt. Auch der Raum rechts neben dem Fahrersitz war nahezu immer frei, so dass uneingeschränkte Sicht nach außen gewährleistet war. Daneben gab es fast nirgends scharfe Ecken und Kanten oder andere Gefahrenquellen. Außerdem waren die Busse sauber, die Notfallausstattung war immer an Bord.

 

Negativ aufgefallen sind zum Beispiel Verspätungen von mehr als fünf Minuten bei fast einem Fünftel der Fahrten. In jedem fünften Bus gab es keinen eigenen Platz mit Stopp-Taste für Rollstuhlfahrer. Videoüberwachung gab es nur in einem Drittel der Busse. Bei 20 Prozent fand sich kein Informationsdisplay, bei doppelt so vielen waren die Angaben darauf nicht komplett.

 

Die Stichprobe wurde in allen Bundesländern mit mehr als 200.000 Schülern und ausschließlich in Bussen des Öffentlichen Personennahverkehrs durchgeführt. Die ADAC Experten begleiteten die Kinder im ersten Quartal 2016 inkognito morgens auf 60 Fahrten zur Schule von mindestens einer halben Stunde Dauer. Dabei bewerteten sie mehr als 100 Prüfpunkte in den Kategorien Beförderung, Fahrer und Fahrzeug.

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Neue Info-Offensive der Wiener Linien: „Fahr fair!"

Unter dem Motto „Fahr fair!" starten die Wiener Linien am 24. Oktober 2016 ihre Herbst-Kampagne rund um das Thema Rücksichtnahme in den Öffis. Damit wird auch das Rätsel um die seit zwei Wochen im Wiener Stadtbild präsenten Plakate mit Slogans wie „Sie kotzt es an" oder „Ihm stinkt's" gelöst. Mit der Kampagne rufen Öffi-Stadträtin Ulli Sima und die Wiener Linien die Einhaltung der Hausordnung für ein besseres Miteinander ins Bewusstsein der Fahrgäste.

Öffi-Stadträtin Sima: „Einhaltung der Spielregeln, damit sich alle Fahrgäste wohlfühlen!"                         Foto: Marcel Manhart

 

 

„Bei täglich 2,5 Millionen Fahrgästen ist ein rücksichtsvolles Miteinander notwendig, damit sich alle in U-Bahn, Bim und Bus wohlfühlen und ein reibungsloser Betrieb möglich ist. Wir wissen aus Kundenbefragungen, was die Fahrgäste stört. Dabei ist es so einfach: Jeder kann mit etwas Rücksichtnahme zu einem angenehmen Miteinander beitragen", so Öffi-Stadträtin Ulli Sima. Sie wendet sich mit einer Videobotschaft an die Fahrgäste und deckt den Hintergrund der Kampagne auf. Laut einer aktuellen Umfrage der Wiener Linien fühlen sich die meisten Fahrgäste durch lautes Telefonieren (83%), Konsumieren von geruchsintensiven Speisen (76%) und alkoholischen Getränken (75%) in den Öffis gestört.

 

 

Fairness und Rücksichtnahme im Fokus

 

Beginnend mit 24. Oktober werden über Plakate, Anzeigen, Citylights, Hörfunk, die Wiener-Linien-Online-Kanäle, Online-Werbeformen und zahlreiche Aktivitäten im Netz die Fahrgäste an die Einhaltung der Spielregeln in den Öffis erinnert. Das Motto „Fahr fair!" weist in der Kampagne auf Fehlverhalten wie zu lautes Musikhören, das Essen stark riechender Speisen, die Verunreinigung der Öffis oder belästigendes Telefonieren hin. Dieses Verhalten stört viele Fahrgäste und ist deshalb nicht erwünscht. Auch das Mitführen von Hunden ohne Beißkorb oder der Konsum von Alkohol wird negativ empfunden und ist in den Stationen und Fahrzeugen der Wiener Linien verboten.

 

 

Fehlverhalten einiger weniger stört Großteil der Fahrgäste

 

„Der Großteil unserer Fahrgäste verhält sich absolut vorbildlich. Leider gibt es einige wenige, die sich nicht an die Regeln halten. Ihnen wollen wir mit dieser Kampagne klar machen, dass dieses Verhalten alle anderen stört", erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer. Die Einhaltung der Hausordnung wird tagtäglich auch von den rund 3.300 FahrerInnen, 200 FahrscheinkontrollorInnen und über 300 MitarbeiterInnen der Stationsaufsichten in den U-Bahn-Stationen kontrolliert. „Hier gilt das Motto: Erst herzlich, dann hart – wer Fehlverhalten nicht ändert, muss mit Konsequenzen rechnen", so Steinbauer. Öffi-Stadträtin Sima: „Vielen Dank an alle, die sich schon jetzt an die Spielregeln halten und mein Appell an alle: fahrt fair!"

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SBB nimmt neues Stellwerk in Glarus in Betrieb

In der Nacht von Sonntag, 23. Oktober auf Montag, 24. Oktober 2016 nimmt die SBB das neue Stellwerk im Bahnhof Glarus in Betrieb. Gleichzeitig ersetzt das Bauteam drei Weichen und passt die Fahrleitung an. Der Zugverkehr wird neu von der Betriebszentrale Ost am Flughafen Zürich aus ferngesteuert und ermöglicht eine bessere Information und ein rascheres Eingreifen im Störungsfall. Für die Inbetriebnahme und die Bauarbeiten muss die Strecke vorübergehend unterbrochen werden. Die Züge der S6 und S25 fallen während dieser Zeit aus und werden durch Busse ersetzt.

Die Perrons am Bahnhof Glarus nach dem Umbau                                                                                            Foto: Marcel Manhart

 

 

Bis Ende 2017 modernisiert die SBB die Bahninfrastruktur zwischen Ziegelbrücke und Mitlödi. Mit der Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerks in der Nacht von Sonntag, 23. Oktober auf Montag, 24. Oktober 2016, wird ein weiterer Meilenstein erreicht. Das Technikgebäude des neuen Stellwerks befindet sich in der denkmalgeschützten Lokremise am Bahnhof Glarus. Neu wird der Zugverkehr von den Mitarbeitenden der Betriebszentrale Ost am Flughafen Zürich aus ferngesteuert und automatisiert betrieben. Dies ermöglicht im Störungsfall bessere Informationen über den Zugverkehr und schnelleres Eingreifen.

 

Für die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks und die Weichen- und Fahrleitungsarbeiten stehen rund 90 Mitarbeitende im Einsatz. Diese nehmen die alte Stellwerkanlage schrittweise ausser Betrieb nehmen und bauen 7 Signale ab. 15 neue Signale werden eingebaut und an das neue Stellwerk angeschlossen. Anschliessend werden die neuen Stellwerk- und Leittechnikanlagen hochgefahren und von Mitarbeitenden im Technikgebäude und im Gleisfeld nach einem minutiös geplanten Ablauf geprüft. Erst nachdem die neue Anlage erfolgreich auf Herz und Nieren getestet wurde, kann das Signal für den ersten Zug durch das neue Stellwerk auf grün gestellt werden.

 

 

Damit die Arbeiten sicher und rasch ausgeführt werden können,

wird die Strecke Ziegelbrücke–Linthal zu folgenden Zeiten unterbrochen:

 

- Am Wochenende vom Freitag, 21.10.2016, 21.04 Uhr bis Montag, 24.10.2016, 4.15 Uhr geht das neue Stellwerk in Betrieb und gleichzeitig werden drei Weichen ersetzt und Fahrleitungsarbeiten ausgeführt.

 

- Von Montag, 24.10.2016 ab 20.30 Uhr bis Freitag, 28.10.2016 4.05 Uhr finden Unterhaltsarbeiten an den Gleisen zwischen Ziegelbrücke und Schwanden sowie zwischen Schwanden und Linthal statt.

 

Die ausfallenden Züge werden durch Busse ersetzt. Ab Schwanden verkehrt vorzeitig ein Bus, um die Anschlüsse in Ziegelbrücke sicherzustellen. Der Fahrplan unter sbb.ch/fahrplan ist entsprechend angepasst. Reisende werden gebeten, genügend Reisezeit einzuberechnen.

Die Modernisierung der Bahninfrastruktur zwischen Ziegelbrücke

und Mitlödi beinhaltet die Erneuerung von Sicherungs- und Fahrleitungsanlagen, drei neue Stellwerke sowie Arbeiten für den stufenfreien Zugang an den Bahnhöfen Glarus, Ennenda und Mitlödi.

Das Projekt dauert von Februar 2015 bis Ende 2017 und kostet rund 67 Millionen Franken.

 

                                              --> Weitere Informationen finden Sie hier

 

 

 

Foto: Marcel Manhart

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Neuer DB-Fernverkehrsfahrplan 2017 bringt mehr ICE- und IC-Verbindungen am Tag und in der Nacht

•  Ausweitung ICE-Fahrten Frankfurt/Main–Köln–Brüssel

•  ICE-Sprinter nach Paris • Intercity 2 auf neuer Strecke unterwegs

•  Neue Verbindungen mit Nacht-IC

 

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 verbessert die Deutsche Bahn (DB) ihr ICE- und IC-Angebot und weitet dieses auf den nachfragestarken Linien aus. Der neue Fahrplan wird sukzessive ab 18. Oktober 2016 in allen Auskunfts- und Buchungssystemen veröffentlicht, auch der Vorverkauf für Fahrkarten ab dem 11. Dezember 2016 startet heute.

Die IC-Linie Köln-Hannover-Dresden wird ab Fahrplanwechsel weitgehend auf IC-2 umgestellt                Foto: Marcel Manhart

 

 

Neuer Einsatz der Intercity-2-Fahrzeuge

 

Die IC-Linie Dresden–Leipzig–Magdeburg–Hannover–Bielefeld–Köln wird ab 11. Dezember 2016 weitgehend auf Intercity 2 umgestellt. Reisende profitieren vor allem von bis zu 25 Prozent mehr Sitzplätzen und einem höheren Komfort. Da die Verfügbarkeit an neuen Intercity 2 weiterhin eingeschränkt ist, muss die IC-Linie Norddeich Mole–Münster–Köln/Koblenz vorübergehend für ein bis zwei Jahre wieder auf IC-Fahrzeuge der ersten Generation umgestellt werden. Hierbei kommt es aber zu keiner Verschlechterung im Hinblick auf die Sitzplatzkapazitäten und das Fahrplanangebot.

 

 

Ausweitung der ICE-Verkehre nach Brüssel und Amsterdam

 

Die DB weitet ihr Angebot auf der nachfragestarken ICE-Linie Frankfurt/Main–Köln–Aachen–Brüssel um die Hälfte aus: um zwei zusätzliche, täglich am Morgen und am Nachmittag verkehrende ICE-Zugpaare sowie um ein weiteres Zugpaar in der Mittagszeit am Freitag und Sonntag. Insgesamt verkehren dann zwischen Frankfurt/Main, Köln und Brüssel sechs bis sieben ICE pro Tag und Richtung. Auch zwischen Frankfurt/Main, Köln und Amsterdam erhöht sich die Zahl der ganzjährigen ICE-Direktverbindungen von derzeit sechs auf sieben bzw. acht ICE pro Tag und Richtung. Hier gibt es unter anderem eine neue schnelle Frühverbindung von Frankfurt/Main über Köln nach Amsterdam.

 

 

Schneller nach Paris

 

Mit der vollständigen Inbetriebnahme der französischen Neubaustrecke

TGV Est Européen gibt es schnellere Verbindungen nach Paris: Zwei neue Sprinter über Strasbourg verkürzen die Reisezeit von Frankfurt/Main nach Paris um rund 15 Minuten auf 3 Stunden und 40 Minuten. Von Stuttgart erreichen Reisende Paris über Karlsruhe und Strasbourg künftig in 3 Stunden und 10 Minuten und damit rund 20 Minuten schneller als bisher.

 

 

Mehr Direktverbindungen für einzelne Städte

 

Gemäß dem Ziel, mehr Verkehr auch abseits großer Metropolen anzubieten, verstärkt die DB das Fernverkehrsangebot für mehrere Städte. So fährt beispielsweise in Kiel zusätzlich zum Eurocity in Tagesrandlage auch wieder ein durchgehender ICE von und nach Berlin. Wochenendpendler zwischen Berlin und Kiel profitieren künftig von einer neuen ICE-Fahrt am Sonntagabend nach Kiel sowie am frühen Montagmorgen nach Berlin. Auch die Reise aus München nach Kiel ist künftig einmal täglich ohne Umstieg möglich. Von neuen IC- und ICE-Verbindungen profitieren auch andere Städte: So erhält Münster montags bis donnerstags sowie sonntags eine neue schnelle IC-Direktverbindung nach Berlin am Nachmittag. Von Jena aus bringt künftig ein ICE Frühaufsteher via Naumburg und Halle (Saale) nach Berlin, wo sie gegen 8 Uhr eintreffen. In Ingolstadt gibt es in Zukunft drei weitere ICE-Direktverbindungen: Eine Verbindung bringt morgens Reisende aus Ingolstadt nach Frankfurt/Main und Rhein/Ruhr, in der Gegenrichtung verkehrt jeweils ein Zug am Morgen und am Abend.

 

 

Ausweitung der nächtlichen IC- und ICE-Verbindungen

 

Die DB wird ihr klassisches Nachtzugangebot mit Schlaf- und Liegewagen (City Night Line) zum Fahrplanwechsel einstellen und ein neues Nachtreisekonzept mit Nacht-IC/ICE anbieten: Künftig stehen den Reisenden in jeder Nacht acht IC- bzw. ICE-Fahrten zur Verfügung. Hinzu kommen weitere nächtliche IC/ICE-Fahrten an den Wochenenden und in den Sommerferien. Drei neue Fernverkehrsverbindungen in den Tagesrandzeiten ergänzen die Nachtverbindungen. Neu ist unter anderem eine nächtliche IC-Direktverbindung ab Bremen, Osnabrück und Münster nach Freiburg und Basel mit optimalen Anschlüssen ins Schweizer Netz und nach Mailand. Auch zwischen Köln und Berlin werden täglich nächtliche Intercity-Züge verkehren. In der Hauptsaison sollen diese am Wochenende bis Rostock und Ostseebad Binz auf Rügen verlängert werden. In Tagesrandlage werden vor allem den Pendlern mit neuen IC-Verbindungen mehr Sitzplätze zur Verfügung stehen, beispielsweise zwischen Stuttgart und München oder zwischen Leipzig, Dresden und Prag.

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Bahnhof Bellinzona - Die «Porta del Ticino» ist offiziell eröffnet

Der modernisierte Bahnhof Bellinzona wurde heute in Anwesenheit von Andreas Meyer, CEO SBB, Mario Branda, Stadtpräsident Bellinzona, und Staatsrat Claudio Zali eingeweiht. Die umfangreichen Erweiterungs- und Modernisierungsarbeiten im Umfang von 36 Millionen Franken sind abgeschlossen. Die «Porta del Ticino» bietet den Kunden ein attraktives Dienstleistungs- und Ladenangebot mit mehr Raum und Licht. Der Bahnhof ist bereit für die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels am 11. Dezember 2016.

Staatsrat  Claudio  Zali,   Mario  Branda,  Stadtpräsident  Bellinzona,  SBB CEO  Andreas  Meyer  und  SBB-Mediensprecherin Roberta Trevisan (v.l.n.r.) an der Einweihung vom modernisierten Bahnhof Bellinzona                             Foto: Marcel Manhart

 

 

Heute wurde der rundum erneuerte und erweiterte Bahnhof Bellinzona feierlich eingeweiht. Andreas Meyer übergab den politischen Würdenträgern Mario Branda und Claudio Zali symbolisch je einen Schlüssel zur «Porta del Ticino». Der CEO der SBB betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des neuen Bahnhofs für die Region. Dieser überzeuge durch sein umfassendes Serviceangebot und die neue lichtdurchflutete Eingangshalle. Als Tor ins Tessin sei der Bahnhof Bellinzona ein weiterer Meilenstein im Gotthard-Jahr, das mit der fahrplanmässigen Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels am 11. Dezember abgeschlossen wird.

 

Die SBB hatte ursprünglich einen Neubau neben dem bestehenden Bahnhof geplant. Die nun realisierte Lösung mit Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Bahnhofs wurde nach nur gut zwei Jahren Bauzeit rechtzeitig zur Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels fertiggestellt. Dies war möglich dank des grossen Einsatzes aller Beteiligten, der Unterstützung der Behörden und der guten Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur und dem kantonalen Denkmalschutz.

 

Der Tessiner Staatsrat Claudio Zali freut sich, dass mit dem Bahnhof und der Inbetriebnahme des Gotthardbasistunnels die strategische Lage des Tessins auf der Gotthardroute gestärkt wird. 2016 sei für den gesamten Kanton Tessin ein Jahr für die Geschichtsbücher. Der Bürgermeister von Bellinzona, Mario Branda, betonte, dass Stadt und Region die Chancen des Bahnhofs und des Gotthard-Basistunnels ergreifen müssen, um die Beziehungen zu Städten nördlich der Alpen zu stärken. Aufgrund der Verbesserung der Bahnverbindungen, werde Bellinzona eine engere Zusammenarbeit mit Luzern anstreben.

 

 

36 Millionen Franken für die Mobilitätsdrehscheibe der Zukunft

 

Die Erweiterungs- und Modernisierungsarbeiten beim Bahnhof Bellinzona knüpfen architektonisch an die Vergangenheit an, indem sie Elemente des historischen Dienstgebäudes übernehmen. Gegen 4 Millionen Franken flossen in die Denkmalschutz-konforme Sanierung von Fassade und Fenstern sowie die Erweiterung des historischen Vordachs auf dem Perron beim Gleis 1. Der Bahnhof repräsentiert aber auch die Zukunft – dank eines grossen Angebotsausbaus für die Kundinnen und Kunden. Die «Porta del Ticino» erwartet die Reisenden neu mit einer lichtdurchfluteten Eingangshalle als zentralem Ausgangspunkt. Diese verbindet das neue SBB Reisezentrum, das City Bistro, eine Europcar-Agentur, den Kiosk, ein Geschäft von Chocolat Stella und die Tourismusorganisation „Bellinzonese e Alto Ticino" mit den Geschäften im Sous Sol. Dort erwarten eine neue Coop-Filiale, der Brezelkönig und ein Migros-Take-Away die Reisenden.

 

Nebst dem Bahnhofgebäude wurde in Bellinzona auch der Zugang zu den Zügen umfassend ausgebaut und verbessert. Eine neue Unterführung verbindet die Eingangshalle mit den Perrons. Diese wurden verlängert und erhöht, um den Reisenden den Einstieg in die Züge zu erleichtern. Dank eines Lifts und Rampen ist der Zugang zu sämtlichen Zügen barrierefrei möglich.

 

Die aufwändigen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten dauerten von Juli 2014 bis Ende September 2016. Insgesamt investierte die SBB in die Entwicklung des Bahnhofs Bellinzona rund 36 Millionen Franken. Die «Porta del Ticino» wird noch weiter an Attraktivität gewinnen: Die Stadt Bellinzona entwickelt den Bahnhof bis Ende 2019 zur einer intermodalen Mobilitätsdrehscheibe mit neuem Bahnhofplatz, neuem Busbahnhof und neuem Park-and-Ride.

 

Neue Ära der Mobilität im Tessin

 

Mit der Eröffnung des modernisierten Bahnhofs Lugano, der «Terrazza del Ticino», steht am 11. Dezember 2016 nebst der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels noch ein weiterer Angebotsausbau für die Tessiner Kundinnen und Kunden an. Es sind Investitionen, die für das Tessin den Aufbruch in eine neue Ära der Mobilität markieren, die mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels und des 4-Meter-Korridors Ende 2020 ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen werden. Insgesamt investiert die SBB im Tessin bis 2023 gegen 3 Milliarden Franken. Schon ab 2017 profitieren Touristen im Tessin vom «Ticino Ticket»: Einer in der ganzen Südschweiz gültigen Tageskarte, welche für sämtliche Bahnen gültig ist und zu vergünstigten Eintritten in diversen Freizeiteinrichtungen berechtigt. Mit dem Ceneri-Basistunnel Ende 2020 werden die interkantonalen Verbindungen massiv verkürzt, beispielsweise mit Fahrzeit-Halbierungen zwischen Locarno und Lugano (nur noch 31 Min.) und Bellinzona und Lugano (noch 14 Min.)

Einweihung modernisierter Bahnhof Bellinzona

Der Stadtpräsident von Bellinzona, Mario Branda, bedankt sich.

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VBZ Züri-Linie Cobra Nummer 3087 als Werbetram und Sondertram

Aktuell ist das VBZ Cobra-Tram Be 5/6 3087 als "Museumstram Zürcher Museen" als "Sondertram" auf Zürichs Schienen unterwegs und wurde in der Grundfarbe schwarz beklebt. Das Museumstram ist seit 1984 das 39. Sondertram der VBZ. Im Gegensatz zu den kommerziellen Vollwerbetrams stellen Sondertrams gesellschaftliche und kulturelle Themen zur Diskussion, regen zum Nachdenken an, oder verbreiten ganz einfach Freude.

VBZ Cobra-Tram Be 5/6 3087 als "Museumstram" beim Paradeplatz in Zürich                                               Foto: Marcel Manhart

 

 

Das VBZ Cobra-Tram Be 5/6 3087 hat schon mehrere "Werbeauftritte" hinter sich...

Mürbe vom ständigen Spardruck des kantonalen Verkehrsverbundes, bewilligte der Stadtrat von Zürich am 29. Juni 2011 kommerzielle Werbung auf ganzen Trams und nicht mehr nur auf dem Dach. 2012 war es dann soweit, als die VBZ erstmals auf komplett von einem Kunden gestaltete Trams setzte. Die Einführung der Tramvollbeklebung ist im Werbemarkt auch rasch auf grosses Interesse gestossen. Ab 2. Februar 2012 war das COBRA Be 5/6 3087 als erstes Tram mit einer Ganzgestaltung durch Zürich unterwegs. Die auf Online Banking spezialisierte Swissquote Bank AG setzte als erster Kunde auf diese auffällige Werbeform. 2013 folgte dann der Werbeauftritt für den Ferienflieger "Edelweiss Air", 2014 für die Fluggesellschaft "Emirates" und 2015 für die Auto- und Nutzfahrzeug Vermietung "SIXT rent a Car."

Laut VBZ-Insidern muss dieses Tram mit Werbefolien verkehren, da aufgrund der bereits früher angebrachten Folien der blau-/weisse-Anstrich darunter gelitten hat. Aktuell ist das VBZ Cobra-Tram Be 5/6 3087 als "Sondertram Zürcher Museen"  auf Zürichs Schienen unterwegs und wurde in der Grundfarbe schwarz beklebt. Das Museumstram ist seit 1984 das 39. Sondertram der VBZ. Im Gegensatz zu den kommerziellen Vollwerbetrams stellen Sondertrams gesellschaftliche und kulturelle Themen zur Diskussion, regen zum Nachdenken an, oder verbreiten ganz einfach Freude.

Da nicht mehr als zwei Sondertrams gleichzeitig auf Zürichs Schienen verkehren, erzielen die einzelnen Fahrzeuge eine starke Wirkung. Mit täglich fast 900‘000 Fahrgästen sind die VBZ der fahrende Dorfplatz der Stadt und bieten dem Museumstram somit eine hervorragende Gelegenheit einer breiten Öffentlichkeit auf populäre Weise Informationen und Botschaften des Vereins Zürcher Museen zu vermitteln. Auf einem Internet-basierten Audioguide kann die Welt der Zürcher Museen anhand von im Tram angebrachten Nummern per Klick entdeckt werden.

 

Grosse, farbige Motive machen auf dem Fahrzeug auf die Vielfalt der Museen in Zürich aufmerksam. Auch der Fahrgastraum wurden mittels Klebefolien zum Thema gestaltet. Den Verein Zürcher Museen und die VBZ verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Die VBZ sind seit 16 Jahren Transport-Partner der Langen Nacht der Museen. Sie planen und betreiben „Museums-Shuttles“, welche die teilnehmenden Museen optimal miteinander verbinden. Für die An- und Heimreise der rund 13‘000 Teilnehmenden sowie in Ergänzung zu den Shuttles ist in jedes Eintrittsticket zusätzlich die Zone 110 inkl. Nachtzuschlag integriert. Andererseits ist das Tram-Museum Zürich, mit dem die VBZ eng verbunden sind, Mitglied des Vereins Zürcher Museen. Beide Unternehmen leisten seit ihrem Bestehen einen wichtigen Beitrag in Zürich, sie prägen einerseits die Kultur und andererseits die Mobilität der Stadt.

Zürich Paradeplatz

Zürich Bahnhofstrasse

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FLEXITY: So sieht die neue Strassenbahn für Wien aus

Das neue Design der zukünftigen Wiener Straßenbahnen stellte heute Öffi-Stadträtin Ulli Sima gemeinsam mit den Wiener Linien im Bombardier-Werk in Wien-Donaustadt vor. Damit erfolgte zugleich der Produktionsstart der neuen Wiener Straßenbahnen. „Die modernen Bims des Modells FLEXITY Wien werden ab Ende 2018 in unserer Stadt unterwegs sein und ersetzen sukzessive die letzten Hochflurmodelle. Die Wiener Linien investieren damit in die weitere Modernisierung ihrer leistungsfähigen und umweltfreundlichen Straßenbahnflotte und setzen den nächsten großen Schritt in Richtung Barrierefreiheit", erläuterte Öffi-Stadträtin Ulli Sima im Rahmen eines Medientermins gemeinsam mit Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und Bombardier Austria-Geschäftsführer Christian Diewald.

Bombardier Austria-Geschäftsführer Christian Diewald, Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer (v.l.n.r) stellen das neue Design zum Produktionsstart vor                                                          Foto: Wiener Linien

 

 

Ab 2018 erster FLEXITY im Einsatz

 

Bevor Fahrgäste die erste Straßenbahn nutzen können, werden ab Anfang 2018 umfangreiche Tests durchgeführt. Nach der Abnahme durch die Wiener Linien und der Betriebsbewilligung rollt der FLEXITY dann voraussichtlich ab Ende 2018 mit Fahrgästen durch Wien. Insgesamt umfasst der Auftrag bis zu 156 neue Straßenbahnen, jedenfalls aber 119 Züge. Der Auftrag beinhaltet auch einen Wartungsvertrag, in dem die Risiken der laufenden Instandhaltung beim Hersteller liegen und die Arbeiten von Beschäftigten der Wiener Linien durchgeführt werden.

 

„Der Innenraum der neuen Straßenbahn ist flexibel gestaltet. Damit kommen wir den Bedürfnissen unserer Fahrgäste nach. Neu sind breitere Mutter-Kind-Sitze, ein zusätzlicher Rollstuhlplatz und offen gestaltete Mehrzweckbereiche", sagte Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien.

 

„Der FLEXITY ist ein weltweit erprobtes Fahrzeugkonzept. Das aktuelle Modell wurde aber für die Wiener Infrastruktur maßgeschneidert und wird auch hier gebaut", so Christian Diewald, Geschäftsführer von Bombardier Wien.

 

 

Neue Straßenbahn mit mehr Raum und Komfort

 

Die neue Straßenbahn bietet mit einer Länge von 34 Metern Platz für bis zu 211 Fahrgäste. Großzügige Mehrzweckbereiche, ausgestattet mit Klappsitzen, sorgen für mehr Raum für Kinderwägen und Rollstuhlfahrer. Diese offen gestalteten Bereiche ermöglichen ein rasches Ein- und Aussteigen. Damit verkürzt sich der Aufenthalt in den Haltestellen und das erhöht die Pünktlichkeit der Öffis.

 

Mit einer Einstiegshöhe von 215 Millimetern wird Wien auch in Zukunft die weltweit niedrigste Einstiegshöhe bei Straßenbahnen bieten. Die neuen Bims von Bombardier sind selbstverständlich barrierefrei. So wird es nicht wie bisher nur einen, sondern zwei Rollstuhlplätze mit Vis-à-vis-Sitzen für Begleitpersonen geben. Details zum Fahrzeuginneren wurden in enger Kooperation mit Behindertenverbänden erarbeitet.

 

Bis zu acht Kinderwägen finden in einer FLEXITY-Straßenbahn Platz. Eigene, breitere Mutter-Kind-Sitze bieten den jüngsten Öffi-Fahrgästen einen gemeinsamen Platz mit ihren Eltern. Selbstverständlich bieten diese verbreiterten Sitzplätze auch etwa mobilitätseingeschränkten Fahrgästen oder Personen mit Gepäck einen geeigneten Platz.

 

 

Moderner und heller Fahrgastraum für Fahrgäste

 

Der Innenraum des FLEXITY Wien wird offener und heller gestaltet und erhöht damit auch den Fahrgastkomfort bzw. die -zufriedenheit. Auch die Fahrgastinformation wird ausgebaut. So werden die Fahrgäste auf mehreren Bildschirmen im Fahrzeuginneren unter anderem über nächste Haltestellen, Umsteigemöglichkeiten sowie Abfahrtszeiten informiert. Die neue Bim überzeugt durch ihren niedrigen Energieverbrauch und durch die ausschließliche LED-Beleuchtung. Natürlich verfügen die neuen Straßenbahnen über Klimaanlage und Videoüberwachung.

 

 

Alles auf einen Blick:

 

Bestellte Fahrzeuge: Mind. 119 Stück (Option bis zu 156 Stück)

Beginn der Lieferung: 2018

Lieferung abgeschlossen: 2026

Länge: 34 Meter

Breite: 2,4 Meter

Kapazität: 211 Fahrgäste

Einstiegshöhe: 215 Millimeter

Rollstuhlplätze: 2 Stück

Kinderwagenplätze: 8 Stück

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Die Thalys-Züge werden modernisiert

Bis 2021 werden alle 26 Züge des internationalen Hochgeschwindigkeitszugs Thalys einem Wartungscheck unterzogen. Gleichzeitig werden sie innen und außen modernisiert. Den ersten modernisierten Thalys-Zug können Reisende bereits seit dem 07. Oktober 2016 nutzen.

Thalys bei der Einfahrt in Köln Hbf                                                                                                                       Foto: Marcel Manhart

 

 

In allen Waggons der Thalys-Züge werden die Sitzbezüge sowie der Teppichboden ausgetauscht. In der zweiten Komfortklasse wird die Farbe Fuchsia durch das bekannte Thalys-Rot ersetzt. Die Aussenhaut der Züge erhält ein neues, leicht variiertes Design – auch hier setzt Thalys auf das elementare Gestaltungsmerkmal der Farbe Rot.

 

Das Modernisierungsprojekt umfasst zudem die technische Wartung der Vierstromsystem-Züge im Technicentre der SNCF in Hellemmes bei Lille.

 

Die rotsilbernen Flitzer verbinden auch die Städte Köln und Brüssel in 1.47 Std. sowie Köln und Paris in 3.14 Std, und das fünfmal täglich. Seit Frühling 2016 verkehrt Thalys mit vier täglichen Hin- und Rückverbindungen auf der deutschen Strecke über Düsseldorf und Duisburg bis Essen. Und drei davon fahren darüber hinaus von und nach Dortmund. Thalys ist Mitglied von Railteam, der europäischen Allianz der führenden Hochgeschwindigkeitsbahnen.

 

Quelle: Thalys / DMM

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Längere Reisezeiten Olten-Bern/Solothurn infolge Unterhalt auf der NBS

Die Bahn-2000-Strecke Rothrist-Mattstetten und der von ihr abzweigende Streckenast Wanzwil–Solothurn sind am kommenden Wochenende vom 15./16. Oktober 2016 für den Bahnverkehr teilweise gesperrt: in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag jeweils ab 22.30 Uhr und am Sonntag, ab 11.00 Uhr. Grund für die Sperren sind Unterhaltsarbeiten für eine pünktliche und sichere Bahn. Die Unterhaltsteams nehmen auf der Bahn-2000-Strecke gebündelte Bau- und Überwachungsarbeiten vor und bauen alte Aussensignale ab.

Auf der NBS (Neubaustrecke / Bahn-2000-Strecke) werden alte Aussensignale abgebaut                        Foto: Marcel Manhart

 

 

Die Reisezüge und Güterzüge fahren während der Sperre über die Stammlinien via Burgdorf und via Oensingen. Reisende von Bern Richtung Olten, Zürich HB, Basel SBB, Luzern oder umgekehrt rechnen zirka 10 bis 15 Minuten mehr Reisezeit ein. Je nach Zieldestination verlängert sich die Reisezeit um bis zu 30 Minuten. ICN-Reisende von Biel/Bienne nach Solothurn, Olten, Zürich HB oder umgekehrt benötigen rund vier Minuten mehr Reisezeit.

 

Um am Sonntag die zusätzlichen Fernverkehrszüge auf der Stammlinie via Burgdorf besser neben den Regionalverkehrszügen vorbei führen zu können, fahren die S23-Züge (Baden–Aarau–Olten–Langenthal) ab Rothrist in Richtung Langenthal acht Minuten später als gewohnt ab. Dasselbe gilt für die S44-Züge (Sumiswald-Grünen–Burgdorf–Bern–Thun) ab Burgdorf in Richtung Bern. Die digitalen Fahrpläne auf www.sbb.ch und auf der SBB-Mobile-App sind angepasst.

 

Grund für die Sperren sind Unterhaltsarbeiten für eine pünktliche und sichere Bahn. Die Unterhaltsteams nehmen auf der Bahn-2000-Strecke gebündelte Bau- und Überwachungsarbeiten vor. Sie bauen alte Aussensignale ab, prüfen Tunnel und Gleislage, nehmen visuelle Kontrollen vor und wechseln Schienen im Grauholztunnel aus.

 

Zusätzliche Informationen zu den Arbeiten und ihren Auswirkungen auf den Fahrplan sind auf folgender Webseite aufgeführt: www.sbb.ch/bahn-2000-strecke.

 

 

Effizienter Unterhalt für eine zuverlässige Bahn-2000-Strecke

 

Regelmässige Unterhaltsarbeiten sind unverzichtbar, damit die Züge auch in Zukunft sicher unterwegs sind und pünktlich ankommen. Das gilt auch für die Bahn-2000-Strecke Mattstetten–Rothrist (auch Neubaustrecke NBS genannt) und den von ihr abzweigenden Ast Wanzwil–Solothurn (auch Ausbaustrecke ABS genannt). Die beiden Hochgeschwindigkeitsstrecken sind Teil der Non-Stop-Linien Olten–Bern und Olten–Solothurn.

 

Insgesamt hat die SBB für den diesjährigen Unterhalt auf den beiden Strecken Sperren während über 30 Nächten, vier Mittagen und zwei Wochenenden eingeplant. Die Bauteams führen unter anderem gebündelt verschiedene, regelmässig wiederkehrende Unterhaltsarbeiten aus. Während diesen nehmen bis zu 100 Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen Kontrollen an technischen Komponenten vor und halten Gleis-, Fahrleitungs-, Telekom- und Sicherungsanlagen instand. Zudem werden die Zugbeeinflussungsanlagen und das Bahnmobilfunksystem GSM-R gewartet.

 

Je besser die Pflege der Infrastruktur ist, desto weniger rasch wird sie abgenutzt. Das bedeutet weniger Schäden, längere Lebensdauer, tiefere Kosten, mehr Pünktlichkeit, mehr Sicherheit und eine sanftere, geräuschärmere Fahrt. 2016 investiert die SBB 1,4 Milliarden Franken in die Erneuerung des Schienennetzes. Dazu kommen Unterhaltsarbeiten im Umfang von 700 Millionen Franken.

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Nun fahren bis zu 16 Reisezüge pro Tag durch den neuen Gotthard-Basistunnel

Rund zwei Monate vor der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels läuft der Probebetrieb auf Hochtouren. Kommende Woche startet eine intensive Phase – die Anzahl Personenfahrten durch den Basistunnel werden deutlich erhöht, von heute bis zu 2 Zügen auf bis zu 16 Züge pro Tag. Wer donnerstags oder freitags via Gotthard reist, hat ab sofort gute Chancen, dank des neuen Tunnels rund eine halbe Stunde früher als geplant anzukommen. Den Kunden wird erst kurz vor Abfahrt bzw. während der Fahrt die frühere Ankunft sowie die Umsteigemöglichkeit auf die Panoramastrecke kommuniziert.

Probebetrieb am Gotthard: Es fahren nun mehr Reisezüge durch den Basistunnel                                    Foto: Marcel Manhart

 

 

 

Am 13. Oktober 2016 startet eine neue Phase des Probebetriebs – mit deutlich mehr Testfahrten als bisher. Neu werden donnerstags und freitags jeweils bis zu 16 Züge durch den Tunnel geleitet. Bisher waren es von Dienstag bis Freitag täglich bis zu zwei Züge. Beim nun intensivierten Probebetrieb verkehren die Züge zwischen Bellinzona und Lugano frühzeitig und ein Zusatzzug für fahrplanmässig reisende Fahrgäste wird zur Verfügung gestellt. In Richtung Norden warten die Züge in Arth-Goldau die Weiterfahrt ab. So sind die Anschlüsse überall gewährleistet. Es wird nach wie vor jeweils kurzfristig entschieden, ob der Zug durch den neuen Basistunnel oder über die Gotthard-Panoramastrecke verkehrt.

 

Bis zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 gilt der reguläre Fahrplan, ab dann fahren alle Intercity- und Eurocity-Züge durch den neuen Gotthard-Basistunnel statt über die bisherige Gotthard-Panoramastrecke. Die Reisezeiten zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin sowie nach Italien verkürzen sich dadurch je nach Verbindung um 25 bis 35 Minuten. Bis zur fahrplanmässigen Inbetriebnahme erfolgt ein umfangreicher Probebetrieb – mit Testfahrten von Personen- und Güterzügen. Es ist ausschliesslich speziell ausgebildetes Personal im Einsatz. Seit anfangs September 2016 wurden rund 60 Personenzüge statt über die Gotthard-Panoramastrecke kurzfristig durch den Basistunnel geleitet. Dabei konnten erstmals Fahrten im Mischverkehr (Personen- und Güterzüge) durchgeführt werden – die geplanten Geschwindigkeiten konnten erreicht werden.

 

 

Rund 5000 Güterzüge

 

Bereits seit dem 5. September fahren zahlreiche Güterzüge von SBB Cargo, SBB Cargo International und weiteren Eisenbahngüterverkehrsunternehmungen fahrplanmässig durch den neuen Gotthard-Basistunnel. Bis zur Inbetriebnahme am 11. Dezember werden dies rund 5000 Güterzüge sein. Davon entfallen rund 50 Prozent auf SBB Cargo, 35 Prozent auf SBB Cargo International sowie 15 Prozent auf die weiteren Unternehmen. SBB Cargo führt somit gut 50 Prozent der Züge via Basistunnel statt über die Panoramastrecke.

 

 

Zusätzliche Fahrten «Gottardino»

 

Noch bis am 27. November 2016 verkehrt der Sonderzug «Gottardino», welcher die einzigartige Gelegenheit bietet, im Gotthard-Basistunnel auszusteigen und in der Multifunktionsstelle Sedrun eine Erlebniswelt zum Thema Gotthard zu besuchen. Aufgrund der grossen Beliebtheit hat die SBB die Anzahl Fahrten noch einmal erhöht – es gibt noch rund 1'700 freie Plätze im November.

 

Informationen unter sbb.ch/gottardino.

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ÖBB weiten Nachtreisezug-Angebot in Deutschland aus

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erweitern ihr Nachtreisezugnetz: Ab 11. Dezember 2016 kommen zu den 9 bestehenden ÖBB Nachtreisezügen weitere 6 hinzu. Die ÖBB Nachtreisezüge sind künftig unter der Marke ÖBB Nightjet unterwegs und sind ab sofort buchbar. Die 6 neuen ÖBB Nightjet-Verbindungen verbinden täglich Hamburg und Düsseldorf mit München und Innsbruck, weiters werden täglich Hamburg und Berlin mit Zürich verbunden sowie München mit Venedig, Rom und Mailand. Ebenfalls neu: Auf der Strecke Hamburg – Innsbruck können täglich sowie zwischen Düsseldorf und Innsbruck dreimal pro Woche Autos und Motorräder in den Nightjets befördert werden.

Liegewagen ÖBB Nightjet im neuen Design                                                                                                 Foto: ÖBB / Wegscheider

 

 

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erweitern ihr Nachtreisezugnetz: Ab 11. Dezember 2016 kommen zu den 9 bestehenden ÖBB Nachtreisezügen weitere 6 hinzu. Die ÖBB Nachtreisezüge sind künftig unter der Marke ÖBB Nightjet unterwegs und ab sofort unter nightjet.com, telefonisch unter +43-5-1717 und in den ÖBB Reisezentren buchbar. Ab 18. Oktober sind die Tickets auch über die DB Verkaufsstellen (bahn.de, Call-Center, Reisezentren, Agenturen) und in den Reisezentren aller Bahnhöfe in Mitteleuropa erhältlich. Die DB bietet als Ergänzung zu den ÖBB Nightjets ab Dezember Nacht-ICs an. Damit haben Fahrgäste eine attraktive Auswahl an Nachtverbindungen zwischen Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien sowie innerhalb Deutschlands. Der ÖBB Nightjet verbindet das Beste aus zwei Welten: Das hochwertige ÖBB Servicekonzept mit modernisierten ÖBB Liegewagen wird um qualitativ hochwertige Schlafwagen ergänzt. Das neue Nachtzug-Angebot nutzt Synergien zu den bestehenden ÖBB Nachtreisezügen, die DB unterstützen die ÖBB in Deutschland als erfahrener Dienstleister im Bereich Vertrieb und Zug-Produktion.

 

 

Die ÖBB Nightjet-Linien

 

Die 6 neuen ÖBB Nightjet-Verbindungen verbinden täglich Hamburg und Düsseldorf mit München und Innsbruck, weiters werden täglich Hamburg und Berlin mit Zürich verbunden sowie München mit Venedig, Rom und Mailand. Ebenfalls neu: Auf der Strecke Hamburg – Innsbruck können täglich sowie zwischen Düsseldorf und Innsbruck dreimal pro Woche Autos und Motorräder in den Nightjets befördert werden.

 

9 bestehende ÖBB Nightjet-Verbindungen:

  • Hamburg – Wien (täglich Auto-/Motorradbeförderung)
  • Düsseldorf  – Wien (4x wöchentlich Auto-/Motorradbeförderung)
  • Zürich – Wien
  • Zürich – Graz (täglich Auto-/Motorradbeförderung zw. Graz und Feldkirch)
  • Wien – Bregenz (täglich Auto-/Motorradbeförderung zw. Wien und Feldkirch)
  • Wien – Venedig
  • Wien – Rom
  • Wien – Mailand (Auto-/Motorradbeförderung saisonal Mitte März – Mitte Oktober zwischen Wien und Verona)
  • Wien – Livorno (Auto-/Motorradbeförderung saisonal Mitte März – Mitte Oktober)

 

6 neue ÖBB Nightjet-Verbindungen ab 11. Dezember:

  • Hamburg – Berlin – Freiburg (B) – Basel - Zürich
  • Hamburg – München – Innsbruck (täglich Auto- und Motorradbeförderung)
  • Düsseldorf – München – Innsbruck (3x wöchentlich Auto- und Motorradbeförderung)
  • München – Villach – Venedig
  • München – Salzburg – Villach – Florenz – Rom
  • München – Salzburg – Villach – Verona – Mailand

 

 

Auto und Motorrad am Reisezug: 8 Strecken

 

Die beliebten ÖBB Nachtreisezugverbindungen von Hamburg und Düsseldorf nach Wien (beide bieten Auto- und Motorradbeförderung) sowie von Österreich in die Schweiz bzw. nach Italien werden weiterhin angeboten. Das gleiche gilt für die Nachtreisezüge innerhalb Österreichs. Damit bieten die ÖBB ab 11. Dezember insgesamt 15 Nightjet-Linien an, davon 8 mit Auto- und Motorradbeförderung.

 

Erstklassiges Service für ausgeschlafene Kunden

 

Mit den ÖBB Nightjets kommen Fahrgäste im Schlaf ans Ziel. Der international renommierte Caterer Newrest Wagons-Lits betreut die Nightjet-Fahrgäste an Bord. Im Schlafwagen sind ein Abendsnack, ein reichhaltiges Frühstück á la carte sowie Zeitungen und Magazine inklusive. Im Liegewagen ist ein kostenloses Wiener Frühstück inkludiert. Darüber hinaus gibt es in den Liegewagen für Reisende mit Kindern besonders günstige Familienabteile. Wer gerne noch sparsamer reist, der ist in den ebenfalls angebotenen Sitzwagen richtig. Speisen und Getränke sind beim Zugpersonal erhältlich.

 

 

Günstige Preise

 

Kunden können auf allen Strecken aus unterschiedlichen Komfortstufen wählen. Vom 1-, 2- oder 3‑Bett-Abteil im Schlafwagen über ein 4- oder 6-Bett-Abteil im Liegewagen bis zum Sitzplatz im klassischen Reisezugwagen: In den Nightjets gibt es für unterschiedliche Vorlieben und Bedürfnissen das richtige und preislich gestaffelte Angebot. Zum Beispiel:

 

Schlafwagenabteil: Berlin – Zürich

Herr Müller auf Geschäftsreise

Berlin ab: 22:59 Uhr - Zürich an: 9:05 Uhr

Bett im Einzelabteil im Schlafwagen ab € 139,--* inkl. Frühstück (Single-Abteil)

 

Liegewagen: Düsseldorf – Innsbruck

Familie Maier reist mit 4 Kindern in den Winterurlaub

Düsseldorf ab: 20:54 Uhr - Innsbruck an: 9:14 Uhr

Familienabteil im Liegewagen € 199,-- inkl. Frühstück  (6-Bett-Abteil)

Automitnahme: € 114,--

 

Sitzplatz: München-Venedig

Max Schmidt reist sehr sparsam

München ab: 23:36 Uhr - Venedig an: 8:24 Uhr

Sitzwagen (2.Klasse): ab € 39,--*

 

Alle Tickets im Nightjet enthalten eine Platzreservierung und garantieren damit stressfreies Reisen.

 

*Ab-Preis für ein ÖBB-Sparschiene-Ticket pro Person und Richtung, kontingentiertes und zuggebundenes Angebot, max. 6 Monate (180 Tage) vor Fahrtantritt buchbar. Keine Ermäßigungen. Umtausch, Stornierung und Erstattung ausgeschlossen. Es gelten die Tarifbestimmungen der ÖBB-Personenverkehr AG.  

 

Alle Infos und Buchung unter nightjet.com.

 

 

ÖBB investieren 40 Mio. Euro

 

Die ÖBB investieren insgesamt 40 Mio. Euro in die Beschaffung von 42 Schlaf- und 15 Liegewagen der DB sowie in den Umbau von Bestandswagen zu komfortablen 4-Bett Liegewagen. In den Wagen werden unter anderem die Betten erneuert und die Abteile mit Fotofolien attraktiv gestaltet. Darüber hinaus erhalten die Wagen ein komplett neues Außendesign. Mit den angekauften Wagen können die ÖBB ihr Nachtzugnetz erweitern und ältere Schlafwagen in der Flotte ersetzen. Damit wird die Qualität der Schlafwagen auf den Verbindungen zwischen Wien und Bregenz sowie zwischen Graz, Feldkirch und Zürich deutlich verbessert. Mittelfristig planen die ÖBB weitere Verbesserungen: Ab 2018 sollen die umgebauten Liegewagen und ab 2020 im Italienverkehr vollständig neue Nachtzüge zum Einsatz kommen.

 

 

Erfolg durch Synergieeffekte

 

Mit dem ÖBB Nightjet vervollständigen die ÖBB ihr qualitativ hochwertiges Angebot im Fernverkehr (ÖBB Railjet) sowie im Nah- und Regionalverkehr (ÖBB Cityjet) nun auch im Nachtreisezugsegment. Mit dem erweiterten Nightjet-Angebot ergeben sich für die ÖBB erhebliche Synergien zum bestehenden Nachtreisezugnetz. So können die neuen Nightjets von Düsseldorf bzw. Hamburg nach Innsbruck bis Nürnberg gemeinsam mit den bestehenden ÖBB Nachtreisezügen nach Wien geführt werden. Auch die neuen ÖBB Nightjet-Verbindungen von München nach Venedig, Rom und Mailand können in Salzburg bzw. Villach mit den bestehenden ÖBB Nachtzügen ab Wien vereinigt werden. Darüber hinaus ergeben sich durch die Kombination der ÖBB Nightjets mit der Auto- und Motorradbeförderung positive Effekte. Die Bewirtschaftung der Züge erfolgt aus einer Hand durch einen international erfahrenen Caterer, damit werden Doppelgleisigkeiten vermieden und Kosten gesenkt.

 

 

1,8 Mio. Fahrgäste zusätzlich bis 2020

 

Bis 2020 wollen die ÖBB mit dem erweiterten Nightjet-Angebot 1,8 Mio. zusätzliche Fahrgäste befördern und damit in den nächsten drei Jahren rund 5 Mio. Fahrgäste an Bord begrüßen. Derzeit sind jährlich rund 1 Mio. Fahrgäste in den ÖBB Nachtreisezügen unterwegs. Mit den erzielbaren Synergieeffekten wollen die ÖBB bereits im Einführungsjahr 2017 das EBIT verbessern. Die Kundenzufriedenheit soll durch die Modernisierung des Fuhrparks weiter gehoben werden.

 

 

SBB und ÖBB kooperieren im grenzüberschreitenden Verkehr

 

SBB und ÖBB arbeiten im grenzüberschreitenden Verkehr eng zusammen und bieten attraktive Verbindungen zwischen der Schweiz und Österreich an. So verbindet der ÖBB Railjet 5 x täglich Zürich mit Innsbruck, Salzburg und Wien, ein EC verkehrt täglich zwischen Zürich, Innsbruck und Graz. Das bestehende, gemeinsame Nachzugangebot nach Österreich wird nun durch die Verbindung nach Berlin und Hamburg sowie Prag ergänzt.

 

Download
ÖBB Nightjet 2017
Folder ÖBB Nightjet 2017.pdf
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Deutsche Bahn verdoppelt Angebot an Nacht-IC/ICE

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die Deutsche Bahn (DB) haben heute im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung ihre jeweiligen Nachtzugkonzepte für Deutschland vorgestellt. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 werden die ÖBB ihr Nachtreisezugnetz deutlich ausbauen. Die DB konzentriert sich künftig auf nachts fahrende IC- und ICE-Züge und weitet ihr Angebot in diesem Bereich aus.

Nacht ICE 619 Dortmund Hbf (20.58) - München Hbf (06.02) beim Zwischenhalt in Karlsruhe Hbf             Foto: Marcel Manhart

 

 

„Auch in Zukunft wird es ein attraktives Nachtreiseangebot in Deutschland geben“, so Berthold Huber, DB-Vorstand Verkehr und Transport. „Die Nachtreisekonzepte beider Unternehmen sichern ein vielfältiges Angebot für unterschiedliche Reisebedürfnisse: Mit komfortablen Sitzmöglichkeiten in unseren Nacht-IC/ICE, aber auch mit den klassischen Liege- und Schlafwagen der ÖBB. Wir freuen uns, die ÖBB als erfahrener Dienstleister und Vertriebspartner tatkräftig zu unterstützen.“

 

 

Das Nacht-IC/ICE-Angebot der DB

 

Die DB wird künftig in jeder Nacht acht IC- oder ICE-Fahrten anbieten. Hinzu kommen weitere nächtliche IC/ICE-Fahrten an den Wochenenden und in den Sommerferien. Drei neue Fernverkehrsverbindungen in den Tagesrandzeiten ergänzen die Nachtverbindungen. Damit erhöht sich auch die Sitzplatz-Kapazität auf wichtigen Pendler-Relationen.

 

Das Servicekonzept in den Zügen ist auf die Bedürfnisse nachts Reisender abgestimmt: Bei einem Großteil der eingesetzten Wagen wird das Licht dimmbar sein, die Durchsagentexte werden deutlich verkürzt, um schlafende Fahrgäste möglichst wenig zu stören, und ein Großteil des Zuges wird als Ruhebereich gelten. In den Zügen werden alle Fahrkarten und Angebote des Fernverkehrs anerkannt, wie Sparpreise, BahnCards und Monatskarten. Die Nutzung der neuen Verbindungen ist damit so einfach wie im Tagesverkehr.

 

 

Das Angebot an Nacht-IC/ICE im Überblick

 

4 bestehende Nachtverbindungen:

  • ICE Dortmund–Frankfurt(M)–München
  • IC Hamburg–Köln–Frankfurt
  • IC Hamburg–Kopenhagen
  • ICE Basel/München–Frankfurt–Hamburg (am Wochenende)

4 neue Nachtverbindungen:

  • IC Basel–Köln–Hamburg
  • IC Köln–Berlin–Binz
  • IC Berlin–Leipzig–Stuttgart–München
  • IC Basel–Frankfurt–Hamburg (an Wochenenden)

3 neue, ergänzende Tagesrand-Verbindungen:

  • ICE Frankfurt–Amsterdam
  • EC Leipzig–Prag
  • IC Ulm–München
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Stadler unterzeichnet in Grossbritannien Vertrag für 58 FLIRT mit Abellio East Anglia und Rock Rail

Stadler hat seinen bisher grössten Auftrag in Grossbritannien gewonnen. Der Auftrag sieht die Lieferung von insgesamt 58 FLIRT für Abellio East Anglia Ltd im Wert von über GBP 600 Mio. vor. Das Projekt wird von Rock Rail finanziert, die Finanzierungsvereinbarung wurde gestern abgeschlossen. Der Zuschlag ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte von Stadler, denn dies ist der erste Auftrag, den das Unternehmen für den britischen Fernverkehrsmarkt erhalten hat.

FLIRT für Abellio East Anglia Ltd                                                                                                             Visualisierung: Stadler / Nose

 

 

Der Vertrag ist Teil der bisher grössten privat finanzierten Beschaffung von Zügen in Grossbritannien. Abellio investiert GBP 1,54 Mia. für insgesamt 1043 neue Wagen. Stadler wird 378 Wagen im Wert von GBP 610 Mio. liefern. Die Fertigungs- und Wartungsverträge wurden bereits am letzten Freitag unterzeichnet, während die Finanzierungsvereinbarung zwischen Abellio und Rock Rail gestern abgeschlossen wurde. Die Auftragsvergabe erfolgte, nachdem das Verkehrsministerium des Vereinigten Königreichs beschlossen hatte, die nächste Konzession für den Betrieb des Bahnnetzes in East Anglia ab dem 17. Oktober an Abellio East Anglia zu vergeben.

 

Die 58 Züge, die Gegenstand des Vertrags sind, umfassen 378 Fahrzeuge mit einer Kombination von 20 Intercity-Elektrotriebzügen mit je 12 Wagen und 38 bimodalen Regional-Triebzügen, jeweils in Konfigurationen mit 3 Wagen (14 Einheiten) und 4 Wagen (24 Einheiten), die mit Strom oder Diesel fahren können. Stadler wird auch für die Wartung und Instandhaltung der neuen Züge im Depot Crown Point in Norwich verantwortlich sein.

 

 

Die neuen Züge werden auf folgenden Strecken verkehren:

 

- Intercity-Linien zwischen London und Norwich

- Flughafenlinien des Stansted Express vom Bahnhof Liverpool nach Stansted

- Wichtige Regionalstrecken in East Anglia

 

 

Die Züge sind so gestaltet, dass sie den Komfort für die Fahrgäste deutlich erhöhen und der Bevölkerung von Norfolk und Suffolk ein völlig neues Bahnerlebnis bieten. Die FLIRT-Züge, die im Rahmen der Konzession für East Anglia eingesetzt werden, weisen zahlreiche Vorzüge auf: Klimaanlage, «2x2»-Sitzanordnung, Wi-Fi und Steckdosen im ganzen Zug, Niederflurbauweise für einen einfachen Ein- und Ausstieg, Fahrgastinformationssysteme mit Echtzeitinformationen sowie Bremsen mit Rückspeisung.

 

Dominic Booth, Managing Director von Abellio UK, zum neuen Vertrag: «Unsere ehrgeizigen Pläne für die neue Konzession drehen sich um die bisher grösste privat finanzierte Beschaffung von Zügen in Grossbritannien, mit der wir der Bevölkerung von East Anglia im Zuge des Umbaus des Regionalverkehrs qualitativ hochwertige Züge bereitstellen möchten. Sie werden das Kernstück vieler weiterer Verbesserungen sein, unter anderem häufigere Verbindungen, kürzere Reisezeiten und höhere Kapazitäten mit 55 % mehr Sitzplätzen in Zügen, die während der morgendlichen Stosszeiten nach London verkehren.»

 

Peter Jenelten, Konzernleitungsmitglied und Divisionschef Marketing & Sales bei Stadler, sagt: «Ich freue mich sehr, dass Stadler von Abellio East Anglia mit der Lieferung dieser neuen Züge im prestigeträchtigen britischen Schienenfahrzeugmarkt beauftragt worden ist. Alle von uns gelieferten Züge gehören der neusten Generation der bestverkauften FLIRT-Familie an. Sie bieten einen Niederflureinstieg für einen einfachen Zugang sowie Komfort und Sicherheit für die Fahrgäste. Die bimodalen Regional-Triebzüge verfügen über eine umweltfreundliche und moderne Diesel-Elektro-Technologie.»

 

Dieser Vertrag ist ein wichtiger Meilenstein für Stadler, denn damit hat das Unternehmen den ersten Schritt in den britischen Fernverkehrsmarkt getan. Bislang hat Stadler in UK Aufträge für die Lieferung von Lokomotiven, Strassenbahnen, Tram-Trains und U-Bahnen erhalten. Der FLIRT ist das erfolgreichste Produkt von Stadler.

              

 Fotoalbum: FLIRT für Abellio East Anglia Ltd

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Schlussbericht der SUST über die Kollision  vom 20. Februar 2015 in Rafz

Am 20. Februar 2015, wenige Sekunden nach 06:40 Uhr, fuhr eine S-Bahn in Rafz aus dem Gleis 4 in Richtung Schaffhausen ab und beschleunigte. Am Signal C4 wurde durch die Zugsicherung eine Zwangsbremsung ausgelöst. Die Zugspitze der S-Bahn kam vor dem Herzstück der Weiche 14 zum Stehen. Ein Interregio fuhr von Bülach herkommend in Rafz über das Gleis 5 Richtung Schaffhausen. Auf der Ausfahrseite des Bahnhofs kollidierte kurz vor 06:41 Uhr der Interregio seitlich mit der im Lichtraumprofil seiner Fahrstrasse stehenden S-Bahn.

Luftaufnahme der Unfallstelle am 20. Februar 2015 beim Bahnhof Rafz                                                                          Foto: SUST

 

 

Am 20. Februar 2015, wenige Sekunden nach 06:40 Uhr, fuhr eine S-Bahn in Rafz aus dem Gleis 4 Richtung Schaffhausen ab und beschleunigte. Am Signal C4 wurde durch die Zugsicherung eine Zwangsbremsung ausgelöst. Die Zugspitze der S-Bahn kam vor dem Herzstück der Weiche 14 zum Stehen.

 

Ein Interregio fuhr von Bülach herkommend in Rafz über das Gleis 5 Richtung Schaffhausen. Auf der Ausfahrseite des Bahnhofs kollidierte kurz vor 06:41 Uhr der Interregio seitlich mit der im Lichtraumprofil seiner Fahrstrasse stehenden S-Bahn. Die Lokomotive und alle fünf Wagen des Interregio entgleisten nach rechts und kamen in Fahrtrichtung rechts neben dem Bahntrassee und nach der dort vorhandenen Strassenunterführung zum Stehen.

 

Es wurden zwei Personen des Bahnpersonals schwer und vier Fahrgäste leicht verletzt. Es entstand grosser Sachschaden an Eisenbahnfahrzeugen und Bahninfrastruktur. Ein die Strassenunterführung benutzendes Auto wurde durch herabfallenden Schotter beschädigt.

 

 

Beteiligten Schienenfahrzeuge

  • RABe 514 046
  • Re 460 087
  • Apm 234
  • Bpm 271, 281, 282 und 285

 

Ursachen


Die Kollision ist darauf zurückzuführen, dass der Lokführer der S-Bahn sich dazu verleiten liess, unter falschen Annahmen bei „Halt“ zeigendem Signal abzufahren.

 

Die folgenden Faktoren wurden in der Untersuchung als kausal erkannt:

  • Die Art der Zusammenarbeit im Führerstand, die eine gegenseitige Kontrolle vortäuschte und damit das zeitgerechte Erkennen des Fehlers verunmöglichte.
  • Die vorhandene Sicherheitsausrüstung konnte den Unfall nicht verhindern, weil sie keine Abfahrverhinderung für erstmals nach neuer Inbetriebnahme abfahrende Züge beinhaltete.
  • Die Möglichkeit, die S-Bahn soweit zu beschleunigen, dass sie durch die Zugsicherung nicht mehr vor dem Gefahrenpunkt angehalten werden konnte.

Die Untersuchung hat folgende Faktoren ermittelt, die einzeln oder in Verbindung miteinander zum Unfall beigetragen haben:

  • Eine aussergewöhnliche Verkehrssituation aufgrund von Verspätungen.
  • Die unterschiedliche Leuchtintensität von Signalen, die eine Verwechslung erleichterten.
  • Das zufällige, zeitliche Zusammenfallen von Signalstellungen, die vom betreffenden Lokpersonal irrtümlich auf den eigenen Zug bezogen wurden.
  • Das Vorhandensein schwieriger Beleuchtungsverhältnisse, die die Zuordnung der Signale erschwerte.
  • Der selbstauferlegte Zeitdruck.

 

Sicherheitsempfehlungen


Im Rahmen der Untersuchung werden im Schlussbericht der SUST, in Kapitel 4, sechs Sicherheitsempfehlungen und zwei Sicherheitshinweise ausgesprochen.

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SUST Schlussbericht zum Unfall vom 20. Februar 2015 in Rafz
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Die neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg: Die perfekte Simulation im Vier-Wochen-Labortest

Die neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg zeigt Gesicht und Farbe. Nur zehn Monate nach der Bestellung einer neuen Fahrzeuggeneration beim Herstellerkonsortium Siemens/Stadler präsentiert die S-Bahn-Berlin im Werk Schöneweide ein begehbares Wagenmodell im Maßstab 1:1. Es macht das künftige Außendesign mit Frontpartie und Seitenansicht sowie den Innenraum realistisch erlebbar. Türbereiche und Fahrgastraum sind komplett gestaltet und bereits mit wichtigen Funktionalitäten ausgestattet.

Wagenmodell im Maßstab 1:1 • Test mit 400 Kunden und Verbänden startet                                   Foto: Neuhold/Deutsche Bahn

 

 

Während der Wagenkasten aus Holz gefertigt ist, sind im Innenraum weitgehend Originalteile verbaut. Dazu gehören Sitze, Haltestangen, Beleuchtung und Fußböden. Einzelne Türen sind voll funktionsfähig und mit den erforderlichen akustischen und visuellen Signalen ausgestattet. Andere Funktionen, wie Anzeiger zur Fahrgastinformation, Sprechstellen zum S-Bahn-Personal und die Klimaanlage werden modellhaft dargestellt.

 

 

„Die neue S-Bahn soll die S-Bahn für alle werden“

 

Mit rund 400 repräsentativ ausgewählten Fahrgästen sowie Vertretern von Verbänden findet im Oktober ein Vier-Wochen-Labortest statt. Die Teilnehmer halten ihre Eindrücke, Wünsche und Bewertungen zu Außen- und Innendesign sowie zu Ausstattung und Funktionalitäten in einem Fragebogen fest. Die Ergebnisse fließen in den weiteren Entwicklungsprozess der neuen Baureihe ein. Über 2.000 Interessierte hatten sich bei der S-Bahn Berlin um eine Teilnahme beworben.

Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, freut sich: „Der „Aha“-Effekt ist sicher! – Unser Angebot für eine moderne, zeitgemäße und komfortable S-Bahn für die Zukunft steht. Die umfangreichen Vorgaben der Länder Berlin und Brandenburg als Besteller der Verkehrsleistungen sind in diesem Fahrzeugmodell berücksichtigt. Jetzt beginnt das Fine-Tuning. Die neue S-Bahn soll die S-Bahn für alle werden.“

 

 

Arbeitsmittel mit Mehrwert

 

Das in den Filmstudios Babelsberg gefertigte Wagenmodell dient als Arbeitsmittel und unterstützt Ingenieure und Konstrukteure bei der Entwicklung finaler Lösungen für den Bau der realen Wagenkästen. Änderungsvorschläge aus dem Kreis der Testpersonen können auf diese Weise konkret auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden.

Jürgen Strippel, Projektleiter Neue S-Bahn bei der S-Bahn Berlin erklärt: „Wir haben die große Chance, zum jetzigen Zeitpunkt Verbesserungspotentiale zu erkennen und in die Fertigung der Fahrzeuge einfließen zu lassen. Änderungswünsche müssen, sofern sie von den Vorgaben der Besteller abweichen, von diesen geprüft und gegebenenfalls beauftragt werden. Unser Ziel ist es, bestmögliche Lösungen zu finden.“

 

 

Klassisches Farbdesign – neu interpretiert

 

Neben der neuen markanten Wagenkastenform präsentiert sich das Modell der künftigen S-Bahn für Berlin und Brandenburg in einer zeitgemäßen Interpretation des klassischen Farbdesigns. „Es bleibt bei den Traditionsfarben rot, gelb, schwarz!“, erklärt Annekatrin Westphal, Leiterin Fahrgastmarketing der S-Bahn Berlin: „Wir haben den Mut, auf mehr Frische und Freundlichkeit zu setzen. Die Farbaufteilung lässt das Fahrzeug höher und luftiger wirken. Stärkere Kontraste machen die Türen für Sehschwache besser erkennbar.“

Das am Modell dargestellte Farbschema ist Ergebnis einer intensiven Diskussion aller an der Fahrzeugentwicklung Beteiligten – vom Auftraggeber, über das Herstellerkonsortium, Designern, den Ländern und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Die Berliner und Brandenburger Bevölkerung ist eingeladen, über den entwickelten Vorschlag zu diskutieren.

 

 

Neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg im Zeitplan

 

Der ehrgeizige Zeitplan von Herstellerkonsortium Siemens/Stadler und S-Bahn Berlin sieht den Abschluss der Konstruktionsphase für die neue S-Bahn-Generation zu Mitte 2017 vor. Anschließend erfolgt die Teilfertigung, Montage, Zulassung und Inbetriebsetzung der Fahrzeuge. Parallel dazu beginnt ab Frühjahr 2019 die technische Erprobung.

Die neuen Züge der Baureihen 483/484 werden im Teilnetz Ring/Südost zum Einsatz kommen. Ab Januar 2021 fahren sie auf der Linie S47 zwischen Südkreuz und Spindlersfeld. Bis zum Jahr 2023 ersetzen die bestellen 85 Vier-Wagen-Einheiten und weitere 21-Zwei-Wagen-Einheiten auf den Linien S46, S8 und den Ringbahnlinien S41/S42 sukzessive die Altbauzüge.

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Elektrische Triebzüge für die S-Bahn Berlin GmbH
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Tag der offenen Tür in der «Junior Station» Thusis

Anfangs August eröffnete die Rhätische Bahn (RhB) in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungspartner login den Ausbildungsbahnhof «Junior Station» Thusis. Mittlerweile haben die jungen Auszubildenden das Zepter erfolgreich übernommen und erledigen alle Aufgaben in Eigenverantwortung. Am Samstag, 8. Oktober 2016 bietet sich an einem Tag der offenen Tür die Gelegenheit, ihnen über die Schulter zu schauen.

In Thusis kann man den jungen Berufsleuten über die Schulter schauen                                                     Foto: Marcel Manhart

 

 

Seit zwei Monaten führen KVöV-Lernende den Bahnhof Thusis. Sie beraten Kundinnen und Kunden, verkaufen Billette und tätigen Sitzplatzreservierungen, wechseln Geld oder nehmen Reisegepäck entgegen. Zu den Aufgaben hinter den Kulissen der «Junior Station» zählen Dienstpläne erstellen, Kasse und Buchhaltung führen, das Prospektmaterial bewirtschaften oder Schaufenster gestalten. Die Lernenden werden von erfahrenen RhB-Mitarbeitenden unterstützt. Diese bleiben jedoch stets im Hintergrund und intervenieren nur, wenn es nötig sein sollte.

 

Beim Tag der offenen Tür am Samstag, 8. Oktober 2016 wartet von 10.00 bis 16.00 Uhr ein abwechslungsreiches Programm auf die Besucher: Bahnhofsführungen, eine Berufs-schau von login und verschiedene Informationsstände ermöglichen einen Einblick in den Alltag der «Junior Station». Abgerundet wird das Programm mit einer Festwirtschaft, einem Wettbewerb und einer Modelleisenbahn.

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Tag der offenen Tür in der «Junior Station» Thusis
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Nach 47 Jahren ist der BDe 4/4 6 wieder zurück im Sernftal

Überglückliche Mitglieder des Vereins Sernftalbahn begrüssten am Freitag 30. September 2016 in Elm den ersten der beiden ehemaligen vierachsigen Sernftalbahn-Triebwagen nach seiner letzten grossen Reise. Die „Rückholaktion Triebwagen“ wird im Chlytal sichtbar. Der zweite „Sernftaler“ folgt im Frühjahr 2017 und wird dann beim Sernftalbahn-Museum in Engi Vorderdorf stationiert. Dort wird der Wagen für Museumsbesucher zugänglich sein.

Der Sernftalbahn-Triebwagen BDe 4/4 6 ist wieder in Elm                                                                                 Foto: Marcel Manhart

 

 

Der 69 Tonnen schwere und 29,5 Meter lange Spezial-Transport traf nach seiner Fahrt über 500 Kilometer von Vöcklamarkt, Salzburg, München, Lindau und Sargans am vergangenen Freitag planmässig am südlichen Endpunkt der einstigen Sernftalbahn ein. Die engen Platzverhältnisse beim Bahnhof Elm waren eine grosse Herausforderung um den Schwertransporter in die gewünschte Entladeposition zu manövrieren. Reibungslos verlief das Abrollen des Triebwagens BDe 4/4 Nr. 6 auf die vorbereiteten Gleise neben dem Busdepot der Autobetrieb Sernftal AG. Ein ehemaliger SeTB-Wagenführer verfolgte das Spektakel ebenfalls. Der 85-jährige Hans Marti aus Engi war sichtlich gerührt als der Triebwagen wieder auf Glarner Boden stand.

 

SeTB-Projektleiter Köbi Keller ist erleichtert, dass das erste Etappenziel bei der „Rückholaktion Triebwagen“ erfolgreich gemeistert werden konnte. Mit Freude und Elan wird er zusammen mit weiteren Vereinsmitgliedern in den nächsten Wochen die Restaurierung des historischen Fahrzeuges in Angriff nehmen.

 

 

Rückholaktion Triebwagen

 

Die Rückholaktion der beiden 67-jährigen Triebwagen wurde im Mai 2014 lanciert. Mit Unterstützung des Glarner Lotteriefonds und vielen weiteren Institutionen, Firmen und privaten Spendern wurde die Realisation möglich. Der Verein dankt allen für das grossartige Engagement.

 

Nach der Betriebseinstellung der Sernftalbahn im Jahr 1969 kamen die drei Triebwagen BDe 4/4 Nrn. 5–7 nach einem Abstecher zur Aigle–Ollon–Monthey–Champéry-Bahn in der Westschweiz 1984/85 zur Attergaubahn in Oberösterreich. Das Fahrzeug Nr. 7 wurde 1987 bei einem Depotbrand in Attersee zerstört. Die Nummern 5 (Stern & Hafferl BD4 ET 26110 ex SeTB BDe 4/4 Nr. 5, CFe 4/4 Nr. 5) und 6 (Stern & Hafferl BD4 ET 26109 ex SeTB BDe 4/4 Nr. 6, CFe 4/4 Nr. 6) wurden am 10. September 2016 in Österreich ausgemustert und bereits steht die Nr. 6, noch in der Bemalung der Attergaubahn, in Elm. Der Triebwagen Nr. 5 reist vor der Rückkehr in die Schweiz für die Asbestsanierung und Neubemalung in Sernftalbahn-Rot nach Rumänien und wird im Frühjahr 2017 nach Engi Vorderdorf transportiert.

 

Die Kosten für die Rückholaktion der beiden Triebwagen sind mit CHF 160’000 voranschlagt. Noch fehlen dem Verein Sernftalbahn CHF 22’500 für die Realisation des ganzen Projektes. Dank Ihrer Unterstützung kann das einzigartige Projekt mit Erfolg abgeschlossen werden.

 

 

Öffnungszeiten des SeTB-Museums/Gartenbahnbetrieb

 

Das Museum ist an jedem dritten Wochenende in den Monaten Mai bis Oktober geöffnet, jeweils von 10–16 Uhr.

Die Gartenbahn fährt nur bei trockener Witterung.

 

Nächste Öffnungstage:

 

Sonntag, 09. Oktober 2016 von 09–17 Uhr (Glarner Alpchäs und Schabziger Märt in Elm)

Samstag, 15. Oktober 2016 und Sonntag, 16. Oktober 2016 (Saisonschluss 2016)

 

Der Eintritt ins Museum ist kostenlos. Spenden für die Unterstützung der Aktivitäten des Vereins werden gerne entgegengenommen. Auf Anfrage sind kostenpflichtige Gruppenführungen ausserhalb der Öffnungszeiten möglich. Auf Wunsch wird ein Glarner Apéro angeboten.

                                    Haben Sie Interesse aktiv im Verein mitzumachen?

Helfen Sie mit die Erinnerungen an die Überlandstrassenbahn Schwanden–Elm wach zu halten!

 

                     Fotoalbum:  "Sernftalbahn-Triebwagen BDe 4/4 6" zurück in Elm

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